XVII a. dvarų inventoriai – Rytų Lietuvos antroponimikos ir demografijos šaltinis
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LITAUISCH KALBOTYROS FRAGEN XXXVIII (1997) Zigmas ZINKEVIČIUS XVII A. DVARŲ INVENTORIEN —- ÖSTLICH LITAUEN Anthroponymie IR DEMOGRAPHY QUELLE Der Zweck des Artikels zu — analysieren East Litauische Anthroponyme, aufgezeichnet K. Jablonski ir M. In der Yuchi-Komposition ir 1962 m. Veröffentlicht in Vilnius XVII a. Litauische Inventarsammlung (Jablonskis, Jučas 1962) und demografische Schlussfolgerungen ziehen. Nicht ganz Ost-Litauen wird berücksichtigt, sondern nur jene Gebiete, von denen in den erwähnten Inventaren Daten vorliegen und in denen die litauische Sprache im Laufe der Zeit am meisten verschwunden ist, nämlich folgende Siedlungen (in Klammern sind die Entfernung von Vilnius in gerader Linie, die Inventarnummer und die Seiten der Publikation angegeben): Ne me n ¢ in € (23 km, Nr. 18, S. 110 und Nr. 70, S. 329-330), MaiSiagala (28 km, Nr. 19, S. 111), Z alavas (62 km, Nr. 28, S. 141-142; auf dem Gutshof Zalava wurde 1867 der polnische Marschall Juzefas Pilsudskis geboren!- ), V 6 kė (jetzt Vorort von Vilnius, Nr. 30, S. 146—150), Buivydžiai (35 km, Nr. 57, S. 272-273), Sužionys (40 km, Nr. 77, S. 346-349), Sudervė (18 km, Nr. 78, S. 350-352), Karvys (25 km, Nr. 83, S. 363-364), Šalčininkai (45 km, Nr. 88, S. 374), sowie zwei Gebiete außerhalb der Grenzen der Republik Litauen, in Gudija: Kam 6jys (98 km, Nr. 9, S. 59-60) und Lazūnai (100 km, Nr. 106, S. 416; siehe auch Abbildung 1). Die Inventare dieser Siedlungen wurden nicht gleichzeitig geschrieben: das früheste Inventar des Gutshofes Kamojai — 1611 (das einzige in slawischer Kanzleisprache und in kyrillischer Schrift, alle anderen in polnischer), das späteste Inventar des Gutshofes Lazūnai — 1696. Eine Person konnte beispielsweise benannt werden, indem der Taufname weggelassen wurde, aber der Vatername angegeben wurde, z.B. Krynelis Markuns, d.h. Krynelis Morkaus sūnus (Nemenčinė), neben Mikotay Kripe, £awryn Kripe, Piotr Kripe ist auch Kripe Stanisfawonias, also Kripė Stanislavas sūnus (Sužionys), oder nur durch den Taufnamen, z.B. Urban (ohne zweites Namensmitglied; Nemenčinė). Eine Person konnte zwei Vornamen haben, die aus dem Vornamen des Vaters und seinem Spitznamen oder einem anderen Vornamen zusammengesetzt waren, zusätzlich zu ihrem eigenen Spitznamen, z.B. Marssc Cumorosuy J/loižiMoBuųu – Matthias, Sohn von Simon Laima; Muxo/raii Cracio/reBuu J/loivsoBuu Kuruii'krke/rrncb —Mikalojus Stasiulis Laimas Sohn, genannt Kiškelis; ffxyrr'rsix Hl'xoBusu JlomyroBrd —Jakustin (wahrscheinlich Spitzname) Sohn von Jankaus (Taufname des Vaters) Lapūnas (Spitzname des Vaters); Tomanr a Maprux MareeBrun Mariokosuyel CBnup'r/- reBe —Tamošius und Martinas, Söhne von Matjaž und Matej, genannt die Schnecken (alle Beispiele aus Kamoji). Anstelle des zweiten Benennungsmitglieds (aktueller Nachname) oft 63
) Kamojys Tief, tief, tief. 5 oe 2 Ka | J Lentupis Dubingių 7 / e i. 8 Der Schnabel ist schwärzlich gefärbt. 1. Auflage, e 1999/2000. In: O! S Die Bevölkerungsdichte beträgt 100 Einwohner pro km². < Vilnius Gervėčiai O ~ 0 L Smurgainys „Sie In: RWTH Aachen. get) Valažinas| Wesentliche O Jurotiškės Zirmūnai O {von} d Lazūnai FJ Lyda Ų Abbildung 1 Der Artikel behandelt die Theorie (Namen der untersuchten Gebiete sind unterstrichen). 64
geht in die Klasse (Berufs-) oder sozialer Status, z.B. Jan bednarz (kubilius), Jan Braumeister (Brauer), Jan strzelec (Schütze, Jäger), Jerzy trąbacz (Trompeter), Mikotay borarzyn (Bajor; Alle iš Nemenčinės), Pawel wal £0- (kalvis), Jerzy Koch (Koch), Jan szwiec (Schneidar er Schuster; sie iš Sužonių), Stephan kolesnik (Rad), Kazimierz pisarz (Schreiber; iš Sudervės), Andrzey cieslia (Tischler- ), Andrzey Mszynarz (Schleifer), Markowa wdowa (Witwe; iš Maišiagalos), Stanistaw krawiec (Schneider; Kuh), Jan Czapocznik (Hutmacher; Salz). Iš solche Handweir rk und so weiter. Anweisungen können Vornamen gemacht werden, zB Krzysztoph Zawnikiewiec — Kristopas lovininko, d.h. Gerichtsvollzieher (Sitz), Sohn, Wdowa Kopaczowanaśla Grubenarbeiter ar Tochter Frau (Deutsch), £otyszaniec(Sohn eines Letzten; Die Nationalität wird durch die Verwendung des verherrlichten litauischen Vornamenssuffixes angegeben -onis; Nemenčinė), Litwinowicz (die erste Bedeutung von mé — Sohn eines Litauer; (Vers. Sie können sogar alleine gehen: Witwe (Zalavas), Rusin (Angabe der ar Nationalität Spitzname; (Brief). Bei den Vornamen werden häufig ne die kanonischen Formen verwendet, aber auch jų Volksvarianten, meist litauische Diminutive, wie z.B. Januk, Petrul, Stasiul usw., oft mit gesunden Enden: Janukas, ir Petrulis... su Einige iš jų Heute nur als Familiennamen verwendet, z. B. Czepas (und be Extremitäten) Czep, Abkürzung iš In: Lenk. Szczepan « Stefan), Matulis(is), Tum(as), Tumuk(as), Wal(is)... Manchmal wird eine Person mit zwei Varianten eines solchen Namens genannt, z.B. Kryniczelis Tumul Tumuk (Nemenčinė). All dies zeigt, dass das gegenwärtige zweigliedrige System der Personennamensetzung damals noch nicht fest etabliert war, sich stark veränderte und gleichzeitig die Namensbildung noch lange nicht abgeschlossen war, so dass das zweite Namensteil (neben dem vorhandenen Personennamen des Taufnamens) in den meisten Fällen nicht als Familienname betrachtet werden kann. Der Grad der Verherrlichung litauischer Personennamen ist unterschiedlich. Im selben Inventar finden sich genau aufgezeichnete litauische Anthroponyme neben stark verzerrten, ohne Endungen oder ähnlichem. Offensichtlich hing es hauptsächlich von den Schriftgelehrten ab. Aber wer diese Schriftgelehrten waren, kann man nur vermuten. Denn das Inventar wurde gewöhnlich nicht von einer, sondern von mehreren Personen unterzeichnet, die als Zeugen betrachtet wurden. Möglicherweise war der Autor unter ihnen, aber das ist nicht angegeben. Die Namen der Unterzeichner sind häufig nicht litauisch, ohne litauische Elemente, wie z.B. Jan Odyniec, Krzysztoph Zakrzewski, Krzysztoph Podwinski, Marcyan Streczon, Jakub Bobrowski, Michat Hordziewski. Es gibt aber auch Personennamen litauischen Ursprungs, die gewöhnlich verherrlicht werden, wie z.B. Albrycht Michat Mintowt (Mintautas), Michaf Kazimierz Kirkito (Kirkilas), Piotr Rudamina Dusiatski (Rudamina aus Duset), Mikofay Tomasz Bildziukiewicz (aus Bildžiukas), Halszka Uniechowska Montowtowa (aus Mantautas), Aleksander Woyna (Vaina). Die Unterzeichner waren hauptsächlich Nicht-Einheimische. Dies zeigt sich an den Bescheinigungen, die an ihren Namen angebracht sind, wie z. B.: iewoda Pofocki, iewodzic smolenski, straznik wilkomirski, starosta starodubowski, podkomorzyc brastawski, staroscina mozyrska, kasztelan nowgrodzki, woyski y sedzia grodski orszanski, skarbnik braslawski. 65
Die Bauern werden in den Inventaren oft einzeln, ne po aber in Familien genannt, z.B.: Stephan Bartajcis, Söhne Szymon, Stasiuk y Janek; Peter Eawrynowicz z bratem Stephan, Söhne Piotrowe Baftruk y Kazimierz; Crannc/raBs JTlaiiMoBnu Zlpsrropa[H]Jr2 3 x0HoI0 Boddeecio, 3 ChIHOMB HlHOM, 3 JOYKaMH A/X00TOIO H Kar’psrroro. In solchen Fällen wird die Familie als ein Substantiv betrachtet. Iš Gesamtbezeichnung mų (eine Person ar aller Familie) in den angegebenen Orten gefunden 379. Iš jų Ungefähr die Hälfte hat Personennam- (5196) en mit Elementen der litauischen Sprache. Die Mehrheit su jų (31 96 iš alle Bezeichnungen) vollständig litauisch su geschrieben, litauische Endung, kleiner Teil (20 96) — be Die Wurzel des Personennamjų ens ist das Suffix. ar In den Inventaren der einzelnen Gutshöfe variiert der Prozentsatz solcher Personennamen erheblich und hängt offensichtlich von der vom Schreiber gewählten Bezeichnungsweise ab. Der größte Prozentsatz der Personennamen mit litauischen Elementen ist Im Inventar des Karvio Gutshofes — 9196, ist es das kleinste — Verrotten, nur 36%. Prozentsatz der anderen Orte (absteigend- ): Maišiagalos — 7996, Buivydžių — 7796, Nemenčinės — 7096, Kamojų — 6796, Zalavo — 61 %, Sužionių — 59%, Šalčininkų ir Lazūnų — 50%, Vokės — 38%. Die Schwankungen der Prozentsätze zeigen wahrscheinlich ar nicht die größere oder kleinere Litauisierung der Bewohner der Gegend, da sie, wie bereits erwähnt, von der vom Schreiber gewählten Art der Personenbezeichnung abhängen, die vielleicht die überall einheitliche Verwendung von Anthroponymne en durch die Menschen selbst widerspiegelt. Personennamen ohne litauische Elemente enthalten į 49% alle Bezeichnungen. Die (3496 meisten aller Bezeichnungen) sind solche, mit denen damals gleichermaßen Litauer und Nicht-Litauer bezeichnet werden konnten, also mit Namenswu- (17%), rzeln litauische Übersetzuį ngen von Spitznamen in die polnische Sprache (ca. 10%) ir Hinweise auf Handwerk, Beruf und sozialen Status (796). Beispiele für Personennamen mit Patenstamm: Ambrosewicz, Bartoszewicz, Bartkiewicz, Axumosny, Lawrynowicz, Macieykowicz, Maximowicz, Matuszewicz, Mickiewicz, Mitkiewicz, Osipowicz, Pawtowicz, Sawlewicz, CewexoBru, Stankiewicz, IllacuoBHu, Szymaszko, vergleiche die heutigen litauischen Namen Ambrasévicius, Bartasévicius, Bartkėvičius, Jakimavičius, Laurinavičius, Maceikėvičius, Maksimavicius, Matusévicius, Mickévicius, Mitkévicius, Asipavicius, Paulavičius, Saulévicius, Semenavicius, Stankévicius, Cesnavicius, Simaska. Dazu gehören auch Personennamen wie Czapowski, Iwanowski usw. mit dem Suffix -sk7, z.B. die heutigen litauischen Nachnamen Cepkduskas, Ivanauskas (es gibt auch Ivonas von Iwan). Dass die meisten oder sogar alle dieser Personennamen Litauer bezeichnen, zeigen die häufigen litauischen Kleinbuchstabenformen von Kindernamen, z.B. Lawrynowicz, syn Baftruk; Romanowitsch mit dem Bruder Jokubom, den Söhnen Baftruk und Januk; Marcinkiewicz, Söhne von Stanisław y Januk t.t. ir Beispiele für mögliche Übersetzungen von Spitznamen ins Polnische: Baran, Baranowski (vgl. die heutigen Nachnamen Avinas, Avinauskas neben Baronas, Baranauskas), Jastrzebski (vgl. Vanagas, Vanagiūkas, Vanagaitis neben Jastrernbskis), Ky/rax (vgl. Kumstys neben Kulokas), Owczyna (vgl. Avelis, Avelys neben Aučyna, Aučinikas). Übersetzungen können auch Personennamen wie Korowka (vgl. Kavalier), Krol (König), Krzywo66
100 mg/ mL Kreivanosis), Lupka (i§ * Liubka: lubic‘myléti’ in der Nähe Mčilė, Meilius, Meilūtis, Meilūnas), Obrezka (Bd. Rasiert, Schnurrbart, Schnurrbart, Schnurrbart), gal ir Malinowicz (Bd. Avietėnas, Avietynas), Zelazewski (Bd. Glėžius, Geležėlė, Geležinis) pan. ir Es ist bemerkenswert, dass die Mehrheit dieser „polnische Personennamen (z.B. Korowka, Kyr/rak, Obrezka, Zelazewski) sind keine Wörterbücher alter polnischer Personennamen. ne (Taszycki 1965-1985), offensichtlich nur zu verwenden In Litauen. Wie das Jahrhunto dert selbst zeigt Die Kirche des Heiligen Geistes Analyse der Personennamen, die in den ir Taufeheiratsaufzeichnungen der Johanneskirche aufgezeichnet sind, die į Übersetzung der Namen in die polnische Sprache war damals sehr verbreitet (Zinkevičius 1977: 105-11). Einige Verben, die sich durchsetir zten, wurden manchmal von den litauischsprachigen Personen selbst verwendet, z. B. Grygas Spiewakas (Nemenčinė; plg. Lieder, Gesänge, Gedichte. Alle Namen haben 596 Personennamen, deren Wurzeln nur als slawisch, aber als litauisch betrachtet werden können, ne z.B. Borewicz, Borowski ir (Bd. Bars, Bars, Bar-gaila), Dorkowski (: Dar-kintis), Kosina (Hrsg.), Pfl. Kios, Kuosaitis), San (Bd. Sanys iš San-dar, San-darg, San-gal, San-gin, Santar, San-tautas, San-gaila). Dass es hier vermutlich verherrlichte Personennamen litauischen Ursprungs gibt, zeigen die vorkommenden litauischen Diminutivformen der Kindernamen der damit benannten Personen, z.B. Borewicz, syn Januk ir Pan. Dazu gehören ir Personennaiš men, die möglicherweise aus litauischen Ortsnamen hervorgegangen sind, z.B. Lawinski (; Loviai), Szydtowski (: Sidlava aus Šiluva). Übrigens sind die meisten Personennamen dieser Art (Dorkowski, San, Lawinski...) nicht im Wörterbuch der alten polnischen Personennamen aufgeführt. Nur alle Namen 9% haben Personennamen mit wirklich fremden su Wurzeln, die schwer als gleichwertig oder anderweitig verarbeitet zu vermuten sind, wie Dzrerszko, Grzybowski, Magier, Magierba, Kroinski, Stronowski, vielleicht Zwierkowski usw. Allerdings finden sich auch in Namen mit solchen Personennamen litauische Deminutivformen von Kinderoder Geschwisternamen, z.B. Mikofay nowik, syn Marciuk; Sofoduszka z bratem Krysciukiem (beide aus Vokės). Und die meisten dieser Personennamen (Dzierszko, Magierba, Kroinski, Stronowski, Zwierkowski, Sofoduszka...) sind nicht im Wörterbuch der alten polnischen Personennamen aufgeführt, also sind sie wahrscheinlich hier entstanden In Litauen. Es wurde festgestellt, dass Personennamen ohne Elemente der litauischen Sprache, d.h. solche, aus denen man nicht erkennen kann, dass eine Person Litauer ist (obwohl es litauische Formen der Namen von Familienmitgliedern gibt), in fast der Hälfte aller Benennungen vorkommen (4996). Wenn wir den Prozentsatz nicht von allen Namensnennungen, sondern nur von solchen berechnen würden, deren Personennamen ohne litauische Endungen angegeben sind (es wurden 262 gefunden), dann würden wir nicht 49%, sondern 71% erhalten. In diesem Fall könnten also nur aus 2996 Personennamen Litauer erkannt werden. Aber das ist trügerisch, denn die Litauer wurden damals und werden auch heute noch oft mit Personennamen ohne Elemente der litauischen Sprache bezeichnet (heute ist ein solches Element oft eine Endung, die damals von den Schriftstellern weggelassen wurde). Nehmen wir die heutigen Namen der Mitarbeiter des Litauischen Sprachinstituts (sie sind alle Litauer). Wenn wir die Endungen dieser Namen entfernen und die litauische Schreibweise so ändern, wie sie damals verwendet wurde, erhalten wir etwa 67
60% Namen, deren Inhaber wir nicht mehr als Litauer erkennen könnten, nur Namen, deren ir Erkennung als 40% Litauer unmöglich wäre'. Wenn wir das šį Verhältnis auf die untersuchten Gutsbezeichnungen mit unendlich vielen Personennamen anwenden und berücksichtigen, dass 1096 (von allen Bezeichnungen 796) Handwerksund Berufsangaben enthalten, die heute nicht mehr vorhanden sind, dann wären wir gezwungen, zu dem Schluss zu kommen, dass mindestens 8396 aller uns interessierenden Bezeichnungen auf Litauer angewandt wurden. Damals konnten sich die Einheimischen nur in den Gutshöfen und den ihnen näher gelegenen Bauernhöfen aufhalten. Personennamen mit litauischen Wurzeln haben etwa ein Drittel aller Namen. Diese Personennamen sind sehr unterschiedlich. Alte, noch aus vorchristlichen Zeiten stammende Doppelkopf-Anthroponyme sind unter ihnen nicht viele, nur diese (gehören zu nur 496 aller Bezeichnungen): Biwayna (= By-vaina Buivydžiai), Narbut (Nor-butas Sužionys, Lazūnai), Sumbar, gen. sg. Sambora (Sam-bar Nementschyna), möglicherweise Mondrygayto (verzerrt; Nementschyna), sie liegen auch in den verherrlichten Vornamen und -ski-Typ-Veden Bbyfžiamroasunu (Bui-vydas), byrpumosny (Būt-rimas, beide aus Kamoi), Gielmanowski (Gil-man Woke). Abkürzungen solcher Anthroponyme (es gibt einige mehr) sind in Personennamen zu sehen: Dawszkys (Daug-šys Sužionys), gen. sg. Minety (Min-ela Maišiagala), Naruszewicz (aus Nor-ūšis Sudervė), Rymkielis (Rim-k-elis Sužionys: Rimkus, vgl. Rim-kantas), Woinius (Vainius Maišiagala), vielleicht, Buytalaytis (Bui-t-el-aitis Šalčininkai), Butkanelis (But-k-onėlis Karvys), Nargielis (Nor-g-elis Sužionys), Woyszka vytis (Vaiš-k-aitis Šalčininkai), Zeim (Žeimis oder Žeimys Zalavas, vgl. "Žeim-mantas"). Die litauischen Personennamen mit dem Vornamen sind nicht vergleichsweise mehr, sie haben sogar 32% aller Namen. Typischere Beispiele sind: a) aus Nemenčinė: Bylduk (Bildukas: bildūkas ‚der, der knallt, knallt; kaukas, kipšiukas'), gen. sg. Bifduna (Bildūnas, plg. dab. pavardes Bilda, Bildditis: bildėti), gen. sg. Gaidelia (Gaidélis: Hahn), Kairelis (Kairélis: links), Kirynaytis (Kirinaitis: kirinti „reissen, kitzeln“), Klukielis (Kliukelis, vgl. Kliūkas: kliūkis ‚Kragen- ‘), Krynelis (:krynis ‚Schwanz‘?), Kryniczelis (:?), Eapszys (Lapsys: Fuchs „schwach, krank‘), Murmulis (Murmūlis: murmeln- ), Sidabris (vgl. Sidabras: Silber), Swida (Svida, vgl. Svidėnis, Svidėnas: svidėti „schauen, glänzen, leuchten- ‘), Urdė (Urdė, vgl. Urdavičius: urdėti „drehen- “); b) aus Maišiagala: Dakanis (Dakanis: dakanoti ‘durcheinanderbringen, durcheinanderbringen, durcheinanderbringend’), Gasranis (Gasionis, vgl. Gasys, Gasiūnas- :?), Giedroic (Giedraitis, vgl. Giedra, Giedrys: giédras ‘sonnig, hell; durchsichtig, rein, sauber’), Margielis (Margėlis: bunter), Narogis (Noragis: Schneide- ), Rudakiszki (Rudakiskis: Erz + Hasen ‘Hasenkämpfe; Hosenhälften’), Szarka (Šarka: Scharka); c) aus Zala: Bafa (Bala, vergl. Balas: weiß, bala), Kul (Kulys: kulys Slubis), Szakalis (Šakalys: schakal), Zyrnielis (Žirnėlis: erbse), 1 Ungefähr diese Situation zeigen auch die Daten des „Litauischen Wörterbuchs der Familiennamen“ (Vanagas u. a. 1985-1989) (nachgeprüfte Familiennamen, die mit den Buchstaben Air J beginnen). 68
Zemel (Grundlagen, Bd. Zemeliinas : Niedrig oder Ziemélis : Winter, Winter ); d) iš Umschläge: Burba (Birba : burbéti), Sprache (Zunge : der Zunge), Myasthenia gravis (MieZélis : miézis), Rudzis (wählen. Rudzys < Braunes : Haar, Wanagiel ( Vanagel : Vanagas); e) iš von Rindern: Jodaragis (Schwarzh- : örnchen), + Kirkilo (Kirkilas ar Kirche in : Kirkila „was Kirche“), Machnis (Maknys : maknys „wer uriniert“; Kann ein Vorname sein, z.B. ir Maxxo — Dnumax), Szypiefaytisir Schöpfer. ye (Schriftzug, Bd. Schipper- : ke „schnell, schnell“); f) iš Kiefer: Augulis (Augūlis: wachsen, wachsen- ), Auksztawartis (Aukstavartis: hoch + Tor), Awksztoraytis (Aukštraitis: hoch), Garnalis (Garnélis: Garnys), Giedroyc (Giedraitis), Jaciowarys (Jaučiavarys: Stier + treiben; vgl. den Dorfnamen Jaučiavarial), Kierulis (Kerulis: Wagen), Kirpe (Kirpė, vgl. Kirp-aitis: schneiden), Kukielka (Kukélka, vgl. Kukis, Kukénas: kukis „Haken, Stier“, kūkti „beugen, heben, hinken"), Miszkinis (Miškinis: Wald), Rugiedonis (Rugiaduonis: Roggen + Dijon), Statulanis (Stat-ul-ion-is, vgl. Stat-ul-évicius, Stat-évi-- cius: Status), Stukielis (Stukélis, vgl. Stūkas: stukas „Rastenspitze“; dicker, unbeholfener Zzmogus- ), Swilzantis (SvilZentisar Svilzandis: svilti + Zéntas, Kinn), Szarka (Swilz), Wanags (Vanagas: Schwan), Warna (Varna: Rabe), Wasarys (Vasaris: Sommer), Wilkanis (Wilkonis, vgl. Wolkas: Wolf); g) aus Sudervė: Dzidzienis (Didienis, vgl. Didas, Didonis: groß), Pilina (vgl. Pilinka: Burg), Skrobel (Skrabelis, vgl. Skrabas: schrabėti ‚schrabben‘; viel reden, plappern- ); h) aus Karvio: Bamelis (Bomelis, vgl. Bomeika:- ?), Kanapinis (Kanapis: Hanf); i) aus Šalčininkai: Balinik (Balinykas, Balininkas: bald), Raguza (RaguZza, möglicherweise eine Weiterentwicklung von RagoZa, Ragožius: ragozius ‚unruhig, staciokas zmogus‘- ); j) aus Kamojus: Kur 'kerrcs (Kiskėlis: Hase), nom. pl. 1996: Die 6-köpfige Familie (Die 6-köpfige Familie) 1997: Die 6-köpfige Familie (Die 6-köpfige Familie) 1998: Die 6-köpfige Familie (Die 6-köpfige Familie) 1999: Die 6-köpfige Familie (Die 6-köpfige Familie) 2000: Die 6-köpfige Familie (Die 6-köpfige Familie) 1999) und „Schatten“ (Bd. Svalkus: švalkus ‚Plätschern‘, švalka ‚was teška‘). Einige Personennamen pseudonymischen Ursprungs sind verzerrt, mit slawischen Endungen, schwer zu rekonstruieren, z. : Berbedz (vielleicht anstelle von Kerbedz < Kėrbedis: kerbedynas ‚Sträucher von iSsiskétes‘; Nemenčinė), Boltuszko (Belarussisch: baltuska ‚Weißer‘; Sužionys), Borckiel (:? Zalavas), gen. g. Brackiela (:? Maišiagala), Czuhielis (vielleicht Ciukelis, vgl. Čukaitis: čūkė ‘Schwein- ’, čūkinti ‘zucken’, čūkti ‘niesen’; Sužionys) Gayzaniec (Gaizonis Karvys, vgl. Gaižys, Gaizidnas: gaizus), Naturgaicis (Naturgaitis Nemenčinė:?), Nerabalis (:? Sužionys), Odrugim (Atrūgimas? Buivydžiai: at-si-rūgti 7), gen. pl. (?) Slizow (vgl. Sližys Vokė: sližys ‘solch ein Fisch’), Sfusz, g.pl. Sluzow (Schnecke oder Schnecke Voke: Schnecke, die kriecht"), Tomoysta (:? Nemenčinė), Uzelis (Üselis? Sudervė: Schnurrbart), Wagiel (Wagiel) ? (Brief). Es handelt sich um eine Ableitung von aus Fremdwörtern gebildeten Namen, wie z.B. Bulkanis (Bulkonis Zalavas, vgl. Bulka, Būlkius, Bulkaitis: būlka ‘Bandel’; kann auch ein Übersetzer sein, vgl. Bandel-iduskas), Baciulaitis (Bociulaitis Maišiagala, vgl. Bociulis, Bočius: bočius < 6aųga‘Vater’), Balubaniec (Balubonis Zalavas, vielleicht statt Balabonas: tot. balaban ‘mit großem 69
Kopf’), Biskupelis (Byskupėlis Karvys: byskupas ‘Bischof’), Duda (Dida Maišiagala: diida), Kolęda (Kalenda Sužionys: kalenda“weihnachten*), Lowczus (Laucius Sužionys : /aūčas < JiroB4HĖ „älterer Jagd-Aufseher“), Przystawanis (Pristavonis Maišiagala: prezentovas ‚Aufseher‘, Przvietoj Polnische Sprache Polnisch (Sprache) Polnisch (Sprache) Polnisch (Sprache) Polnisch (Sprache) Polnisch (Sprache) < Spiewak ‘der Sänger’). Andere liegen in slawischen Namen, die mit slawischen ir Präfixen abgeleitet su wurden: Bildziukiewicz f. (aus Bildžiūkas Lazūnai : bildZiukas ‘was bilda, trankosi’), Gielwano(w)ski( GelvanauskasVoke: Gélvonai), Kowlewicz( Kaulevicius In: PLoS ONE. Knochen, Knochen- : knochen), /lorivopuy (aus Lime ar Laima Kamojys : /4imé), JTomyrosn4 (aus Lapiinas In: PLoS ONE. Blätter : Blätter), Popielicki (aus Papilys ar pan. Sužionys : pa + Burg), Iyriaanosuy (aus Puidelis In: PLoS ONE. Puaida : puiditi ‘warni, jati zvukom'), su gen .sg Railowicza (aus Raila Nementsc- : h-Rdyla ‘Streit, Streit, Streit’), Bo#Bogsrosud (aus Die Schmiede, Bd. (Hrsg.): Die Verzweiflung. In einem Fall wurde ein verherrlichter Gruppenname (Familienname) verwendet: Dudefowczyzna Nemenčinė "nicht Dūdelius- “. Es gibt solche, die einen Beruf beschreiben, manchmal eine ethnische Zugehörigkeit: gen. sg. Doktoraycia (Daktaraitis Dr. med. : (Hrsg.) (Gedächtnis) In: PLoS ONE. Gūdas : gūdas), Gudanis (Gudonis Maišiagala, Sužionys : gūdas), Pruszniec (Prusonis Nemenčinė, gal. iš Pfeiffer, Bd. Preußisc- : he Preußen), gen. sg. Ratodayli (Ratadailis Nemenčin- : ė-Radschmied 'račius'), gen. sg. Zemaytena (Zemaitenas In: PLoS ONE. Zemaitis : žemaitis), Zemoitel (Grundstück) In: PLoS ONE. (Niederländisch). Personennamen mit Namenswurzeln, wie oben erwähnt, umfassen į 1796 alle Bezeichnungen. Unter ihnen jų gibt es die su erhaltene litauische Endung mit ar litauischen Suffixen: a) su Endstück: Czapas (Stämme Sužionys < Céponas < Szzepan < Stefan. als ir Vorname), Nakas (Nakas Rippen: Enoch, EHOX); Mit diminutiven Vorsilben: Bochdanelis (Bagdonélis Sužionys, plg. b) su Bagdonas < Bogdan, borgars — griechischer Theodosius-Kalk), Jaczelis (Jočelis Sužionys, vgl. Jočys < Jacz + Jakub), Stanulis (Stanulis Karvys, vgl. Stanys < Stari, Crans < Stanistaw, Craunc/raBe), Szymuk (Simukas Nemenčinė, vgl. Simas < Szym + Szyman ‚Simon‘); c) mit patronymischen Präfixen: Bartajcis (Bartaitis Vokė, vgl. Bartas < Bart + Bartholomeus), gen. sg. Jakaycia (Jakaitis Nemenčinė, vgl. Jakas < Jak + Jakub), Kazoyc (Kazaitis Karvys, vgl. Kazys + Kazimieras), Marciukaycis (Marciukaitis oder Marciukaitis Vokė, vgl. Marcius, dem Martynas den Anfang machte), Miszaycis (Misaitis Vokė, vgl. Mišas < Misz, Mum < Michal, Muxaxn/), Sawulaycis (Savulaitis Nemenčinė, vgl. Savūlis, Savas < CaBa<-CaBenuū), Witeyc (VitaitisKarvys, vgl. Vitas); Bananis (Banonis oder Banionis Sužionys, vgl. Banys, Anfang gegeben von Benedikt- ), Jakutonis (Jakutonis Maišiagala, vgl. Jakutis, Jakas + Jakūbas), Jiurgianis (Jūrgionis Maišiagala, vgl. Jūrgis), gen. sg. Mircinania (Marcinonis oder Marty70
Nonis In: PLoS ONE. Martinus, Maszanis (Motion In: PLoS ONE. Mošius < Masz, Maszo + Matjasz), Mikofanis (Mikalon In: PLoS ONE. 1999: Simonis Maišiagala (Simonis Maišiagala, plg. Simonas ‘Simonas’), Urbananis (Urbononis In: PLoS ONE. (Hrsg.): Gen. sg. Wafania ( Wallonis In: PLoS ONE. Vala, Valius < Valentinas), Witanis ( Vitonis In: PLoS ONE. Vitas). Gen. sg. Fronckuna (Französisch) In: PLoS ONE. Prafckus < (Französisch) Nom. pl. Gryciuny (Gricinus) In: PLoS ONE. Gricius < Ipuu < Ipuropui), Markuns (Karotten Nicht zu verwechseln mit plg. Morkus), Misiunas (Mission) Nicht zu verwechseln mit plg. Misius < Mis, Mucs < Michael, Maxam), Gen. sg. Winziuna ( Vinciūnas In: PLoS ONE. (Vinzenz). Su mit begrünten Gliedmaßen und Gliedmaßenanhängseln: Rakuc (Rakutis In: PLoS ONE. ROkas), Bamior ( Valiūlis In: PLoS ONE. Valius < Valentin) ir noch ein anderer. Beispiele für su slawische Vornamenspräfixe für litauische iš Kleinbuchstaben anderer Vornamen: ir Žawrukowiczami z (aus Lorbeer In: PLoS ONE. Lorbeer < Laurynas), Maciukiewicz (aus Maciūkas ar Mačiūkas In: PLoS ONE. Macys, Mačys < Motiéjus), Macroresny (aus Masiūlis In: PLoS ONE. Masys — Motiejus), Praniukiewicz, Proniukiewicz (aus Praniūkas In: PLoS ONE. Pranas), Cracio/rieBuu (aus Rechteck In: PLoS ONE. Stasys), Walukiewicz, Wafukiewicz (aus Val(i)ukas In: PLoS ONE. Valius < Valentinas), £. Witkanowa (aus Vitkonis Pflanzen, Pflanzen. Vitkus < Weiß ko + Weiß („Vita“). Einmal verwendeter verherrlichter Gruppen- (Familien-) Name: Zėžefovčizna Nemenčinė „pas 1. Aufl., Bd. Tėrza, vermutlich iš 7. Auflage. Die litauischen Personennamen mit diminutiven Suffixen sind in den Inventaren zahlreich, sie sind in 22,3% aller Namensnennungen enthalten (mit -ukas 10%, mit -elis 9%, mit -ulis 3%, mit -utis 0,3%). Sie haben Personennamen, die in litauischer Sprache mit Endungen geschrieben sind (Janukas, Kairelis, Augulis...), von Schriftstellern verkürzte Varianten (By/duk, Zemel, z Kierulem, Rakuc...), sind in slawischen Vornamen enthalten (Pran-iuk-iewicz, ITyii25/r-oOBHu, Mac-io/r-eBuu, /ĮeB'kr-yr-eBHu...), erhalten auch Personennamen mit nicht-litauischen Wurzeln oder unklarer Herkunft, z.B. Gniwt-e/-ko Nemenčinė, Tatarzyn (Tator!), Ciep-uk Zalavas. Offensichtlich liebten die Litauer in der Antike die Deminutivformen der Namen sehr. Kein Wunder, dass diese Suffixe, insbesondere -uk-, von benachbarten Sprachen entlehnt wurden. In Ost-Litauen gibt es vergleichsweise viele Personennamen mit litauischen patronymischen Suffixen (in litauischer Sprache geschrieben und verslavt), sie kommen in 10,3% der Namensnennungen vor (mit -onis 8%, mit -ūnas 2% und mit -énas 0,3%), also mehr als mit -aitis (dieser 6%). Auf diese Weise haben Personennamen litauischen Ursprungs patronymische Suffixe, die in 16.396 der gesamten Namen enthalten sind. Personennamen slawischen Ursprungs mit den patronymischen Suffixen -avičius, -evičius (-owicz, -ewicz) sind in 1596 Namensnennungen enthalten, mit den Suffixen -sKktipo — in 7%. Die litauische Herkunft der untersuchten Orte wird nicht nur durch die Personennamen in den Inventaren, sondern auch durch die dort erwähnten Ortsnamen (im Inventar des Gutshofes Buivydžiai sind keine Ortsnamen erwähnt), die fast alle litauisch sind, nur einfach verklärt und etwas verzerrt. (Großherzogtum) Geburt 71
Punia "Garten, Staub, Erbse" (Lügen. iš “raistas, sumpf' (w roistach); Rum ‚troba, pastatas‘ (rum wielki, rum tarcicami obity, tym rumem, za naprzeciwko tego rumus litauischer Germanismus-Raum) in der iš Diminutivform forrumek ir ma (zu diesem Rumpeln); rykunia, rykonia ‚Frau, die mit den Tieren des Hofes umgeht‘ i ir (dlia ciwona rykoniey; y rykūnia iš rykauti : "aufräumen, pflegen, ordnen"); siaber “Freund, Mitarbeiter’ siabrami; Zebras); Sklut (z iš „platāašmenis axvis rastām tašīt, sklūtas“ (siehe Ciesielski, Nom. pl. skluty); swiren, swieren, swierzen, szwieren ‘svirnas’ (zu swirna, w swirnie, w swiernie, szwiernie, w tym w swierznie, swiernem, za dwa swierny, szwierny, gen. pl. swirnow, szwiernow, za swirnami, przed szwiernami, w swiernach) ir diminutive Form von swirenek tem (w swirenku); Trinytis (Trinytis trinytis); untrynik, untrenik ‘nicht Hauptarbeiter, Assistent, Sekundära- (z rbeiter’ untrynikiem, nom. pl. f. Untrenici; iš Wählen. untrinykas, -€); wicina „antikes flachboden-handels-flussschiff, vytiné“ (aus den Witzen, od gefrorenen Witzen). Es gibt Bedeutungen lituanizmy (Kalk), z. B. strona, stronica “Ahorn Saline’ (Neue Seiten, 20 z Seiten), trynog ‘trikojis’ (Kupfer-Trz ynog). Es gibt Elemente der litauischen Phonetik, z. B. den Konsonanten anstelle des polnischen Kk cf. w Katze ‘troboje’ (w chacie). Das Inventar enthält einige ir interessante Dinge. Antai Im Inventar des Gutshofes Buivydžiai steht, dass die Buchweizenernte schlecht war, weil sie jį von Bären zerstört wurde (medzwiedzie popsowali). Es ist zu beachten, dass East In Litauen über Palūšė, Méironis, Gaveikénus Bären gab es sogar Anfang a. des 19. Jahrhunderts. LITERATURA Jablonskis K,Ju¢as M. 1962: Lietuvos TSR Mokslų akademija. Istorijos institutas. Lietuvos inventoriai XVII a. Dokumentų rinkinys, Vilnius: Valstybinė politinės ir mokslinės literatūros leidykla. Kulbokienė V. 1966: Lietuvių enciklopedija 35, Boston, 131. Švenčionių aps. sąrašas 1846: Vilniaus gubernijos inventorinio komiteto Švenčionių apskrities gyvenamųjų vietų vardų sąrašas, esantis Lietuvos valstybės istorijos archyve (buv. CVIA), f. 394. ap. 6, b. 350. Taszycki W.[red.] 1965-1985: Stownik staropolskich nazw osobowych 1-7, Wroclaw etc. Vanagas A.ir kt. 1985-1989: Lietuvių pavardžių žodynas 1-2, Vilnius: Mokslas. Zinkevičius Z. 1977: Lietuvių antroponimika. Vilniaus lietuvių asmenvardžiai XVII a. pradžioje, Vilnius: Mokslas. Zinkevičius Z. 1990: Lietuvių kalbos istorija 4: Lietuvių kalba XVIII-XIX a., Vilnius: Mokslas. 78
Zinkevičius Z. 1993: Rytų Lietuva praeityje ir dabar, Vilnius: Mokslas (žr. gyvenviečių rodyklėje nurodytus puslapius). INWENTARZE DWORSKIE XVII W. - JAKO ZRODLO ANTROPONIMII ORAZ DEMOGRAFII LITWY WSCHODNIEJ Streszczenie Artykut ma na celu przedstawienie wnioskéw wysnutych na podstawie analizy imion wiasnych znajdujacych si¢ w inwentarzach dworskich z lat 1611-1696, dotyczacych miejscowosci Nemenčinė (Niemenczyn), Maišiagala (Mejszagota), Zalavas (miejsce urodzenia marszatka J6zefa Pitsudskiego, Zutéw), Vokė (Waka), Buivydžiai (Bujwidze), Sužionys (Suzany), Sudervė (Suderwa), Karvis (Korwie), Šalčininkai (Soleczniki), Kamojai (Komaje), Lazūnai (Lazduny). Najwazniejsze wnioski są nast¢pujace: Rozpatrywany material wykazuje, iz jescze w XVII w. miejscowosci te byly catkowicie litewskie. Dowodza tego nie tylko imiona wtasne znajdujace si¢ w inwentarzach, ale takze toponimia oraz liczne lituanizmy w polszczyznie, kt6ra spisane zostaly inwentarze. Drzisiejszy dwuczionowy system nazywania osoby (imi¢ + nazwisko) w owych czasach nie ustalit si¢ jeszcze, proces ksztattowania si¢ nazwisk dopiero się rozwijal, dlatego drugiego cztonu nazw osobowych (obok imienia nadanego podczas chrztu) nie nalezy w zasadnie traktowac jako nazwisko. Stopiefi slawizacji litewskich imion wiasnych w inwentarzach jest rézny — przewaznie zalezat ad pisarza i od wybranego przez niego sposobu nadawania imion, co z kolei by¢ moze w jakiej$ mierze odzwierciedlato nie wszedzie przeciez jednakowe uzywanie antroponimii przez miejscowa ludnosé. Wsréd nazw osobowych pochodzenia litewskiego przewaza antroponimia zwigzana z przezwiskami (w szerokim znaczeniu); mniej jest archaicznych nazw dwuczltonowych oraz ich skrétéw, odziedziczonych z okresu przedchrzescijanskiego. Wiekszošč nazw osobowych pochodzenia nielitewskiego (imion nadanych podczas chrztu, prektadéw stowianskich itp.) zawiera elementy jezyka litewskiego, zazwyczaj przyrostki oraz koncowki. Ludzie noszacy nazwy osobowe, ktére nie maja elementéw jezyka litewskiego, z reguly takze byli Litwinami, poniewaz ich rodzefistwo lub imionami zawierajacymi elementy języka litewskiego. Przyrostki (sufiksy) stowianskie (przewazne patronimiczne) dotaczone do antroponimii pochodzenia litewskiego, w tamtych czasach jeszcze nie przestanialy przyrostkéw litewskich, w wiekszoéci charakterystycznych dla Litwy Wschodniej i bardziej réznorodnych niz stowianskie. W inwentarzach jest wiele litewskich nazw osobowych, ktérych nie uwzglednia „Lietuvių pavardžių Zodynas,, (,,Stownik litewskich nazwisk,,, t. 1-2, Vilnius, 1985-89), wiec badanie antroponimii znajdujacej si¢ w inwentarzach dworskich otwiera bardzo szerokie perspektywy. OSTLITAUISCHE INVENTARE DES 17. JAHRHUNDERTS ALS QUELLE ANROPONYMISCHEN UND DEMOGRAPHISCHEN STUDIEN Zusammenfassung Das Ziel des vorliegenden Beitrags besteht darin, die Resultate darzulegen, die sich ergeben aus der Analyse der in den Inventaren der Gutshėfe von Nemenčinė, Maišiagala, Zalavas (J. Pilsudskis Geburtsort), Vokė, Buivydžiai, Sužionys, Sudervė, Karvys, Šalčininkai, Kamojys 79
und Lazūnai (1611-1696) vorliegenden Personnamen. Die wichtigsten Ergebnisse sind folende: ji Die zu untersuchenden Ortschaften trugen noch im 17. Jh. einen durchwegs litauischen Charakter. Davon zeugen nicht allein die in den Inventaren belegten Personenund Ortsnamen sondern auch die vielen Lituanismen im Polnischen der Inventare. Damals war das System der zweiteiligen Personenbezeichnungen (Namen + Familiennamen) noch nicht eingewurzelt (die Entstehung der Familiennamen begann sich erst zu entwickeln); deshalb ist der zweite Teil der Personenbezeichnungen (der Personennamen, der neben dem Tafnamen steht) in vielen Fallen nicht als Familiennamen zu betrachten. Der Grad der Slawisierung der litauischen Personennamen ist in den Belegen aus den Inventaren nicht der gleiche. Er hing groBtenteils ab von dem Charakter des Schreibers sowie der von ihm gewihlten Art, die Personen zu bezeichnen. Andererseits spiegeln sich wohl auch in der Bezeichnungsweise die unterschiedlichen Gebrauchsformen der Anthroponyme unter der einheimischen Bevolkerung wider. Unter den Personennamen litauischer Herkunft herrschen aus Spitznamen entstandene Anthroponyme vor; seltener belegt sind zweistammige archaische Personennamen und deren Kurzformen, die aus der vorchristlichen Periode stammen. Die groBte Anzahl der Personennamen nichtlitauischer Herkunft (Taufnamen, slawische Entlehnungen u.a.) enthilt litauische Sprachelemente, meistens Suffixe und Endungen. Personennamen ohne litauische Sprachelemente bezogen sich auch groBtenteils auf Litauer, denn die in den Inventaren belegten Anthroponyme, die Namen der Briider bzw. Kinder ausdriickten, trugen schon einen litauischen Charakter oder enthielten litauische Sprachelemente. Die slawischen Suffixe (gewohnlich in Patronymen), die in den Anthroponymen litauischer Herkunft vorliegen, haben damals die litauischen Suffixe noch nicht verdréngt, von denen viele kennzeichnend fiir Ostlitauen und verschiedenartiger als die slawischen sind. Die Inventare enthalten viele litauische Anthroponyme, die in den „Lietuvių pavardžių Zodynas“ (,,Worterbuch der litauischen Familiennamen®) Bd. 1-2, Vilnius 1985-1989 nicht vorliegen. Deshalb ist die Untersuchung der in den Inventaren belegten Personennamen ein aussichtsreiches Forschungsobjekt. 80
