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Lietuvių kalbos ypatybės turėtojų pavadinimų su priesaga „*-no-“ darybos raida

Saulius Ambrazas

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LITAUISCH KALBOTYROS FRAGEN XXXIX (1998) Saulius AMBRAZAS Institut für Litauische Sprache, Vilnius LITAUISCH SPRACHEN EIGENSCHAFTEN INHABER BENAMEN SU Eid *-neinTASYBOS RAIDA $ 1. Adjektive mit dem su Suffix *-nosubstantiation haben die ir jų Eigenschaft, sich in Namen von Inhabern zu verwandeln (nomina attributiva, im Folgenden — NAttr) Prozess begann viel früher als Adjektive su *-io- (Bd. aut. 1997). Iš *-wurde über die Adjektive 40 diskutiert, su mit denen in der litauischen Sprache die Namen der Eigenschaftsinhaber gemacht werden. Iš jų ypač dari ist ein Suffix -er. Vedische su Sprichwörter -inas, -ina § 2. Suffix der Namen der Eigenschasu ftsinhaber -ins sind nur ein paar. Der Name der Währungseinheit duksinas ist einfach eine — Verbindung des Adjektivs duksinas (-a) „gold“, das in alten Schriften verwendet wurde, z.B. noch Leinen „Leinwand“ A. Baran; J; Sdb; Alif Lam Mim Pg; Srv; Lnkv; Johšk (LKZ II? 739) und leinen(-a) „leinen“ BB 2. Mose 28,42; 3. Mose 6,10; J; Ss. $ 3. Andere relevante Derivate su -ins Ursprung ist nicht so klar. Antai S. Der König im (1974: 201-203) Wasser ist ein „stacheliges Dorn; Stift, Stiftschraube; Schakal; Stab zum treiben von lahmen Tieren“, das mit aktis „spitz zulaufender Stab, Riegel“ in Verbindung steht; virtinė, kubirnė“ (LKZ I? 85-87), erkennt die heteroklitische Form bei weiß. *asti: *astn, vgl. s. ind. dsthi: gen. sing. asthndh, av. asti: asta(n) (siehe auch Hamp 1953). Es ist nicht bekannt, ob der Name des Totengottes Vėlnas > Vėlnias (vgl. la. velns ME IV 532-533) ein baltischer *-Inovier' des Suffixes ist, oder ob er sich ebenfalls aus einer heterokliten Verspielungsform entwickelt hat, vgl. het. wellu „Weide der Toten, Wiese“ (es könnte von *welnu oder *welšu abgeleitet sein), griech. ‘HAbowog (< *wlnutiyo) „zu der Wiese der Toten gehörend“, s. rus. Veles» „Gott der Rinder“ usw.? Man kann die Veränderung der vedischen Wurm: kirmué: Wurm (alle werden hauptsächlich im zemgalenischen Dialekt verwendet, siehe LKA III 135-136) erkennen, vgl. la. Stumpf: Stumpf, Stumpf: Stumpf, Stumpf, Stumpf (ME I 386; EH I 273); Lo. vermis: vermen! Zum Beispiel ist im Wörterbuch von A. Juška und in seinen gesammelten Liedern die ältere Form des Wortes vélė velé sowie velys „Teufel“ VoK 121; TS 1898,5-6 (LKZ XVIII 606, 633), vel(i)uoka „Teufel“ (aut. 1996: 115) und besonders la. Vels „Gott der Toten“, vel „Geist; Vėlinės“ (ME IV 530; Gimbutienė 1970; 1985: 168 usw.). 2 Bd., 1969; 2. Auflage, 1973; 3. Auflage, 1979. 824. 148 (Unkraut) „Wurm“ (Specht 1944: 181; Lösegeld 1967: 263; 1967a : 125126 ja Kamieniu pentis (siehe jį Abschnitt 4.4). Das 90) Wasserstir off-Pentin ist an das Substanz-DrR gebunden. (Bd. s.b.s.l. In: plg.de. Noch ein Knöchelknir öchel. $ 4. Zweifellos sind die sekundären solche NAttr wie ein Pferd „Hosen“ C I 977 (Bd. Hosen, siehe $ 6), Pleperin „plepys“ Fernsehen; Šts (LKŽ X 146), Stachels- (: chwanzschwanz „Schnallenzunge“ Kosten 54; Ds; Lkm; „Tisch an der Mühle, in den die į Mühle geschoben wird“ Uzp — LKŽ XIII. 793), Ritter J; Jsv; Krs, Pferd Bsg, Pferde Siehe, Pferde „Zirgumynai“ Ds, menschlich „Menschlicher Kot“ Prk (KZ). Eine beträchtliche Anzahl von ir Wassernamen su helonimy Suffix -ein (z. B. : Judrinas Tl, Dausinas 1, S. 100. (deutsch) Pn ir K., T., G., H., Hg. Vanagas 1970: 154-156; Bilkis 1998: 105-106) zeigt, dass das Suffix Adjektive auf -ín(-a) neigten früher dazu, Substantive zu werden, z.B. dar pr. Asvinan „Stute Milch“ (Kolbmilch) E 694 (PJa S. 135–136; 138; 139; 140; 141; 142; 143; 144; 145; 146; 147; 148; 149; 150; 151; 152; 153; 154; 155; 156; 157; 158; 159; 160; 161; 162; 163; 164; 165; 166; 167; 168; 169; 170; 171; 172; 173; 174; 175; 176; 177; 178; 179; 180; 181; 182; 183; 184; 185; 186; 187; 188; 189; 190; 190; 191; 191; 192; 192; 193; 194; 195; 196; 197; 198; 199; 200; 200; 201; 202; 203; 204; 205; 206; 207; 208; 209; 210. ; Eckert 1995: 54-56) ist eine Lüge. asva „Rüde“. Außerdem entstanden aus solchen zusammengesetzten Adjektiven in den baltischen Sprachen Deminutive und nomina masculina mit *-ino-(aut. 1994: 145-146). Später wurde das Suffix *-ino durch ein neueres Suffix verdrängt *-inio- (zr. §§ 6-8). Somit vermischte sich der silbische indoeuropäische Sonaten *n, der in baltischen Sprachen zum Diftong in wurde, unkenntlich mit den Überresten der alten heteroklitischen Verweisung mit den neueren zusammengesetzten Suffixen *-inobdjektiven. $ 5. Einige Namen von Eigenschaftsträgern sind auch mit der su Variante des Suffixes -inas -ina gemacht, z.B.: auksina „Gold“ BB Ps 56,1; 57,1; 59,1; 60,1, drobkina „Kleinigkeit“ Šlčn (LKŽ XIII 219). Vedische mit dem Suffix -inis(-ē) $ 6. In der litauischen Sprache erhalten Adjektive mit diesem Suffix der neueren Form beim Substantiv oft die Bedeutung der Eigenschaftsinhaber, so dass sich ein sehr produktiver NAttr-Typ entwickelt hat (ŽD 257-259; DaiktvDr 344-346). Diese Art von Veden ist bereits in Schriften aus dem 16. und 17. Jahrhundert aufgezeichnet. Seit Beginn der Schriftsprache ist der Begriff Brust weit verbreitet. In den alten Schriften ist oft der heute verschwundene Ableitungsname „Schleifenbogen“ verwendet worden. Andere sind in separaten Texten festgehalten. Einige davon werden auch heute noch in Dialekten verwendet, z. B.: die vergebliche „vergebliche Kuh“ SD? 84, 132, Dezimal SD? 38; Ch' Mt 23,23, Pelze SD' 62; SD. 126; Lex 67; SE 224, Hals „letzte“ DP 293, Stirn „Stirnbänder“ BB Ekli 45,14; sD! 85, Keil „Hose“ SD' 32, 133, 184; SD’ 65, 301, 452; KIG 70 (vgl. noch kürzere Hose Ch' Mr 28,42), Schwamm VInE 218, „in SD 67, Busch „Buschzahn“ Lex 12a, blutiger „Aussätziger“ BP I 192, Blatt „Zelt“ BB 3 Mos 23,42; Ps 81,4; BP I 163,,; II 136,,; Lex 57a, 80a; „Fuchspelz 24? 11? 3 Trautmann 1923: 214; ŽD 243; GJL II 187–188. 149 „Kapurė“ Lex Hemd 38, 63, SD' 17, 62; SD* 33, 80, 125; Lex-Nagel 47, Lex 66a, Handschuhe SD! 154; SD? 154, 376, Morgen „mortojus“ VInE 120,; BP II 394; MP 325, Hoden Quelle für C II 351, „Samenpflanze“ BB Ps 74,15; SP 1X, seitlich SD! 162; SD? 398, West „Abendessen“ DP 3X; SD' 192; SD“ 477. $ 7. Andere sind heute selten, z.B.: ar kreisförmige „Bumblebee, Bumblebee“ SD“ 66, 69 (“Land eines Bauern in einem Gebiet“ Sut), kreisförmig „Kugel, Ball“ Mž 315.,; BB Ischm 11,7; Job 12,14; Ps 97,5; 98,10; BP II 32,, (t.p. B; [K]; „Rad, Bogen“ J), weiß „Eichenholz“ Lex-Vokal 27, „Stimme“ Mž 7X (t.p. K II 320), Birke „Birkenholz“ Lex 18 (Bd. Birke/Birke „Birkengeißel“ BM 290; Pln; „Medikaiš mente aus Birkenknospen, in Wodka getränkt“ Skr; Ggr; „neun“ Kosten 236 — LKZ I. 727), Drebulin ‚drebuliné malka‘ Lex 33, bivoline ,,zweisprachig* Mz 13, (t.p. K I 300), Erlen „Erlenholz“ Lex 30, hypatia „Person“ My = Ohr 104 3735 BP165,; DP 143X („einzelner Platz; Essen getrennt von allen“ J; "Blumenbeetbett" BZ 223), Kadagine „Altes Brennholz“ Lex 102a, Unterhose „Kojinė, blauzdinė“ SD' 98; "eine Seite der Hose" C II 145 (t.p. J), gründlich „kruodepų šra“ Lex 44a, hölzern „Tetervin“ Lex 18; C1336, , geputzt "so ein flauschiger Wurm" SD? 679 („Daunenbettwäsche“) Was? GS 351; NdZ), präzise (siehe Abschnitt 4.4) § 20), Sans-voix „priebalsis“ Mz 7X, cremefarben „Schrotholz“ Lex 27, cerebri "Wurst iš des Gehirns" Lex 60a (t.p. NdZ; Kopf LTR(Gršl); Alv; „Weisheit, Verstand“ Vlkv; Mrj — LKZ XIII. 139), Weltkongress „Sekularist“ DP 497 , 499, (t.p. Sut), heiße „heiße Quellen“ SD* 34 (t.p. Sut; N; [K]; In: Westdeutsche. „Abendwind“ KIG 61; Lex 105 (vgl. O 618; Bb Sir 43,18), „Sturmwind“ BB Job 41,20 (Bd. Walnuss „Zugkraft“ BsP III 203(Brt); Pb — LKZ Obere 640), XVIII. „Spitze“ SD' 193; SP I 310,, (t.p. KZ). Einige der jy sind eindeutige Neuerungen, die darauf hindeuten, dass diese Art der Verwendung bereits zu Beginn der Schrift produktiv war. $ 8. In der lettischen Sprache gibt es sehr wenige entsprechende Ableitungen mit -in(i)s(-inš), -ine, z.B.: austrinš „Ostwind“*, kaiminš „Nachbar“ (vgl. litauisch kaiminis/- kaiminis, -ė „Bauer“ Alk; Gs; Srv —LKŽ V 56, vgl. auch Skardžius 1963: 316), zlecini „Leute aus Zlek“*, melines „Blüten“, zemines „Bohnen- “, vecine „Alte“ (LVG 312-313), celmine „gewöhnlicher Kelmut“ (vgl. litauisch kelminėlkėlminė „tp.“). Siehe Abschnitt 4.4. 1995 (1. Auflage 1996). Denn in der lettischen Sprache wurden mit diesem Suffix häufig Deminutive gebildet, die in der litauischen Sprache sehr selten sind (aut. 1994: 146). Eigenschaften der Besitzernamen mit *-in konnten auch im Preußischen vorhanden sein, vgl. lie. drėvinė „Statinaitė riebalams laikyti“ Pkr (LKŽ II? 692) und pr. drevine,,- (drevinis) * Diese Ableitung wurde von einigen Forschern (LVG 313; BKGF 78; aut. 1994a: 30) mit lie verglichen. Der Ostwind (2008) Plng; 515) und (vgl. 517). Aber A. Girdenis hat in der J. Kazlauskas gewidmeten Konferenz (04.11.1994) den Gedanken erhoben, dass er lügt. Auštrinis könnte eine Entlehnung aus dem Lettisch sein. In einigen südlichen und östlichen litauischen Dialekten werden auch Personennamen nach Wohnoder Herkunftsort mit dem Suffix -inis(-ė) gebildet, z.B.: adūtiškinis, kauninis, dūkštinis usw. (LKA III Karte Nr. 110, S. 116). 150 Kubil“ (Bo“te) E 393 (PKEŽ I 223-226)", Lüge. Seitenläir nge Grawyne „Schinken (Förderplatte)“ (Tuncbret) E 304 (PKEŽ I 404; Eckert 1995: 54). Es ist ar nicht bekannt, ob diese Art der ir Arbeit pr. Auline „aulas“ (Geräusche) E 503 (ja BKGF weil 78), es sein kann ir 0 Stamm, d.h. Erledigt su *-ino-, plg. das oben genannte Derivat aswinan (zr. § 4). Die preußische Sprache scheint ein typischeres Suffix zu haben *-ino-, o ne *-inio- (Kaukienė 1994a: 16). $ 8. Ein weiteres Wort, das aus synchronistischer Sicht als Suffix zu sein scheint -ische Ableitung, möglicherweise aus Resten heteroklytisiš cher Verzweigung (Bd. Suffixe Derivate, siehe Abschnitt 4. 4. $ 3). S. Der König (1992) denkt Ziege/Bock „südöstlicher, südlicher Wind“ ist kein Suffix -ische Ableitung iš des Wortes Ziege (ja GJL II 192), Aber wie la. ir azenis, azinis, az-aids "Mittag" stammt aus iš dem Weißen. *ūž(en/n), plg. s. Eingang. Dhar-/dhan- „Tag, Tageslicht“, auch lie. Pfeifens- : chwanz „Nordostwind“ dudra : Änderung König 1990: 86). Vedische su Suffixe -inyn(e) $ 9. In einigen Dialekten (meist westlichen) Schriften ir wurde ein anderer Name des Eigenschaftsinhabers mit einem späteren Suffix ir su gemacht -inis(-ė) Variante -inys(-e): 1) iš Substantive, z.B.: drobinys „Hemd, Kleid“ K; Vd (Bd. Leinen/Leinen/Leinen-„Leinenbekleidung“ Nlik; Dov; Klp; S. 122. „Linien“ in der LKZ II. 739), der Kopf „Freak“ Kair; Sagen Sie: "ein gebildeter Mann" BsP II 74; "Dame der Karten" Kv (Bd. Kopf „Strohhaufen für das Dach; Dame der Karten", Kopf, -ė "Kopf; die Form des Kopfes; Bedeutend“ LKŽ III 84), Pelz „Pelz“ Uzv; Zinn (V 52, vgl. Pelz, siehe $ 6), konische "Tor" DP 412, 534,; J; G 93; BM 434; Alz; Pnd; Pkp; Sl; Dkk; Kp (vgl. koginis,-ė „kegelförmig“ Gar —~LKZ VI 775), pakulinys „aus einem Kegel gewebter, schlechter Stoff“ Alk; Raud (vgl. pakulinis „etw.“ Brs; Snt; Lnkv; Stak; Al; Gs; Zgn, pakulinis- /pakulinis, -ė „aus Paletten gewebt“ LKŽ IX 212), Spitzname „aus Paletten gewebter Stoff“ Pbs; Srv; Vs; Stapel; Al. Srv; Dv; „dickes Gewebe“ Mrk (vgl. pūšukinis/pašukinis „aus Geweben gewebter Stoff“ Lnkv; Vgr; Brs; Lkm; Akm; Up; Er; Jrb; Ssk; Jnš; LS; Ds, pašukinis, -ė „aus Geweben gewebt“ LKŽ IX 588), miltinis „Milchtopf“ Krok; Smn; Vs; Pn (ŽD 262, plg.milinis/pieninis, -ė „Milch geben; zur Aufbewahrung von Milch bestimmt; aus Milch hergestellt; mit Milch verbunden; zur Milchverarbeitung bestimmt“), ratis „Rad, Radwagen“ LTR(Žg); Pš; SI; Schkn; Zml; Akm; „Menge, die in einen zum Transport von Heu bestimmten Wagen passt“ Rod (ŽD 262; LKŽ XI 243-244, vgl. ratinis „ratelis- “, rūtinis/ratinis, -ė), Gestein „Plättchen zum Zerkleinern von Gestein“ J; VI (ŽD 262; LKŽ XII 705, plg. skalinis „t.p.“ SI; In: VK. „Tanz mit den Skalen“ Ggr, skalinis, -ė „aus den Skalen geschnitten; aus Holz, das für Skalen geeignet ist; „mit Schiefergestein“ (LKŽ XII 705-706), skari- ® Siehe auch Trautmann 1910: 323; SV 162; Eckert 1993: 227-228. 151 nys „Handtuch“ Prl (Bd. Scharin „t. „p- “ Nč; Mlt; Schweinefleisch; Klasse; Rod; Lz; SkrT; „ein Stück Stoff“ Grv; Dv; Dbč, scharlachrot, -e „zur Aufbewahrung von Kleidung bestimmt; į ähnlich einem Schal“ LKŽ XII 757); 2) iš Adjektive, z. B.: weiß „Augenprotein“ Lex 104a; C II 942; K; „Eiweiß“ Lex 33a; K; „gebleichtes Tuch“ J (Bd. baltinis, -ė „weiß“), vandenys(-ė) „eitel, unfruchtbares Tier“ Brs; „der keine Kinder hat“ J; Gl; Trk (LKŽ I? 763, plg. Eitelkeit, siehe $ 6, vanždinis,-ė „eitel, unfruchtbar“), strežinys „gestreifter Stoff“ M. Valanč; J; Sts; Als: "Menschliche Kleidung, Erscheinung" Sint (II. Aufl. 735, plg. Streifen,-e „gestreift“), Länge "großer Mann" VIk (Bd. Längsachse „ein Geländer, an dem Balken befestigt sind“ Dglš; Grv; Tvr; Dsn; "Zeit, um jemanden aufzuhängen" LS; „Langschwanz-Spitzmaulwurz“ Ad, länglich, "gerade, -é durchgehend, ungebogen" LKŽ IV 50), Entwurf „eine solche iš Speise von Blut“ J; Skdv; "Hausgemachte bunte Stoff" J; Rdm; Bd (Rand IV 403), „t.p.“ J; Skr; Plv; Pn; Al. Oben; Ds; Ob; „Muster, Ornament“ VI; Bgs; „was aus einfarbigiš ne en Gegenständen besteht“ TI (VII 853, vgl. marginis, -ė „aus farbigem Stoff“), Thinnis „dünner Stoff“ J; Als (Jg. 262; LKŽ X 305, plg. thin, „dünn, -ė flach“), schmackhaft „schmackhaft“ S. Dauk; M. Valanč; J; DiinZ; Plng; Kal; Pp; Vkš; Vvr; Šts (LKŽ XII 737). Wesentlich su häufiger Suffix -inys werden verbelleitete, meist Handlungsergebnis-Namen (DaiktvDrR 63-64, 96, 195, 214-215). Vedische mit Suffixen -inga, -ingis(-ė); -ang(-a), -eng(-e), -ung(-e) $ 10. Im Litauischen, wie in anderen baltischen Sprachen, werden Adjektive mit dem Suffix -ingas(-a) häufig gebildet (ŽD 106-120; BūdvDr 556-558). Allerdings sind nur wenige Namen von Eigenschaftsinhabern mit ihnen verbunden. Das Suffix -inga hat kregždinga „kralždė“ (seit langem im semitischen Dialekt verwendet, gefunden in D. Poškos, S. Daukanto Schriften, siehe LKŽ VI 121), vielleicht gehört hier auch lakštinga „lakštingala“ BzF 132; Pgg (VII 96, über sein Schaffen siehe LEW 337) sowie teilweise mit dem Suffix -ala erweiterter Ableitung lakštingala, wenn es sich nicht um eine umgearbeitete Entlehnung aus dem deutschen handelt. Nachtigal (so Szemerényi 1960: 221 ff.). Ganz unklare, aber semantisch ähnliche Wörter sind die Worte bläzdinga „kralždė“ (aufgezeichnet bereits in BB 3 Mos 11,19, jetzt im žemaitischen Dialekt verbreitet, s. LKZ I? 907-908), kuolinga „ratlys“ Ds; Sb; 912) und (vgl. 913). § 11. Die paradigmatische Variante des Adjektivs hat: blézdingé/blezdingé/blezdingé „schwalbe“ K; Klp; Skdv; „Waise (gélé)“ YI; Klp (LKZ I? 908), burlingis „wer beim Essen überschüttet“ LMD(SIv), burlingé „übersäuerte Milch; prasta suupa“ VIk (I> 1192), klebingis,,iSklypes, raiSas žmogus ar gyvulys“ J; Erz; VSR (VI 75), Kliwirig „der sich zur Seite schwingt“ N; [K]; J II 168, krievis,,susisukas daiktas“ Br; Slnt (ŽD 121; LKZ VI 660), kuolinigé „Žiurlys“ Nj; Rm (LKZ 1912) und der „Schwarzwaldbahn“ (Lt.-Kptlt. Psl; Ad (VII 97), rusingisch „Russe“ Zt (ZtZ 567), slivingisch „der mit den schiefen Füßen“ N(Rg); [K]; BzBk III 70; KZ. 152 $ 12. Ein anderer Name des Eigenschaftsinhabers wird durch diese ir su Suffixe gemacht -ingapophonische Varianten: -Öffnung(- en): Schnallen (weit verbreitet) XVI-XVII a. Schriften, jetzt in ir Dialekten verwendet: Pl; Brust; 100 mg 2-mal täglich - Ja. Moos; Kairo Ds), Frösche Fallen VInE 4; BM 72, 449; TI; V3n; Pin; Plt; Plv; Tj; Gs; Mrc (Hrsg., Bd. 100 mg/m2 pro Tag Slang „zZaslai, žaboliai“ (Gehäuse) E 452, zr. PKEZ IV 128-130); -engé: schwarz "so eine blaue Beere" Db¢ (LKZ IV 399); -(i)Junge(-€) blind : "Blindmann, Pferd" J I 9, Burliungé „flüssiger Schlamm“ Lp; „schlechte Suppe“ Dglš; Nmn; Klasse; Dg, Burliungis „Klammer“ O 401; Krz 158; [K]; „Fettleibiger“ J; Skr; Gs; Vrn (LKZ I? 1193), Murangis "Der Herr Mann" Smk (VIII 433), pludungé/pludungé Frau; Als: Sinn; Dr. Z.B., schwimmen/schwimmen/schwimmen/- schwimmen „unseriöser Mensch, plevesa® J; Tuch; Fernsehen; Erz; St. Vincent und die Grenadinen Sinn; Pln; Uzv; Krš (X 322), Krähenfuß "Frosch, kleines Kind" Rdm (LKŽ XVIII 275), Zaliungis „grüner unreifer Roggen, Früchte“ “ Lkm; Trgn „grüne Beeren, Äpfel“ Klt (LKŽK); Hier gehört vielleicht der unklaren Bedeutung Mist K; J; Gemüse; Skr; Vlkv; Lk; St. Vincent und die Grenadinen „Žalčialankis“ J; Lnkv; Alif Lam Mim PC; „Karpažolė“ R; P; K, Gülle „Dung“ LC 1878,31; Kv; „Žalčialankis“ Kosten 238; Pc (VIII 97). $ 13. Sehr selten entsprechende vedische und lettische Wörter, z.B.: teteriga „teterva- “, lakstiga-la (Bd. Lüge. Blätter, siehe Blätter. § 10), s. Alif-Lam-Ra. Kalt „Verwaiste“ (LVG 371). In der preußischen Sprache wurden Adjektive mit dem Suffix *-ingo viel häufiger zu Substantiven und erhielten die Bedeutung eines Eigenschaftsträgers, z.B.: naunings „Neuling“ (Newling) III 87, hogingis „Hirsch“ (Hircz) E 65, acc. pl. „Untertanen“ unterwerfen III 91, (Kaukienė 1994: 9). Zu diesen Veden gehört auch der Familienname jotvingiai, der wahrscheinlich ursprünglich „Bewohner von Jotva“ bedeutete (Būga 1961: 153–156; Salys 1985: 406–407). Dass diese Form in den westbaltischen Sprachen alt ist, zeigen die preußischen, jotvingischen und kurischen Ortsnamen und Personennamen mit -ing und deren Varianten -ang-, -ung-’. Darüber hinaus sind in preußischen (vgl. z.B. Elbing, Marungen PKEŽ 1248-249; III 149-151), kurischen und jotvingischen Siedlungsorten Wassernamen und Helonyme mit -ing-, -ang-, -eng-, -ung-, z.B. : Lidlinga Slv, Alanga Trg (vgl. lateinisch aludgs „Quelle, Wasserfall“), Drabėngis Prn, Babrūngas Plt (Vanagas 1970: 91, 134, 168-169, 203; Bilkis 1998: 54, 126-127, 159). Hier muss noch berücksichtigt werden, dass auch die erwähnten Eigenschaften der litauischen Sprache die Namen der Besitzer mit -ing-, -ang-, -ungirgi vor allem in den westlichen und südlichen Dialekten (siehe §§ 11-12) verwendet werden, die sich wahrscheinlich auf dem Substrat der westbaltischen Sprachen gebildet haben (vgl. Mažiulis 1994; Vidugiris 1996). Ą Būga 1961: 136; Gerullis 1922: 247; Trautmann 1925: 174; Savukynas 1966: 172; Zinkevičius 1987: 20, 42; Vanagas 1994; 1996: 113-120. 153 $ 14. In den westbaltischen Sprachen ir war das su Adjektivsuffix *-ing das Verbreitungszentrum. Denn in der preußischen Sprache su ja wurden Adjektive nur von ne Substantiviš en gemacht (wie in litauischir en lettischen Sprachen), aber sehr oft ir iš Verben, z. B. auschaudiwingin „zuverlässig“ (trewe) III 53, : Auschauditwey „glauben“ (Vertrauen) III 27,,, Druwingin „der Gläubige“ (glauben) III 119, : Druwit „glauben“ (Glauben) III 45,, ir t.t. (Kaukienė 1994: 9). $ 15. K. "Būga (1961: 789-796) Aufmerksamkeit į auf die besonderen baltischen Adjektive su -ingas ir germanische Eigenschaften Inhaber su von Namenssuffix -ing (ii hat auch Varianten -ang-, -ung-) die Ähnlichkeit der Wirkung, z.B. Lüge. Armer Kerl. Wardzig „schlecht“ ir s. Vok. Höhe. arming „armer Mann“, lie. Machtvoll, la. Varigs „stark“ ir s. Vok. Höhe. mahting „starker Mann“ ir usw. A. Vaillant'as (1970; 1974: 494) baltisches Suffix -ingas neigten dazu, Germanismus zu betrachten. Aber das ist nicht ganz glaubwürdig (Schlachtkörper 1972: 96). $ 16. Baltische Sprachen su *-ingo ist ein Erwachsener des su gesamten baltischen Konstruktionssystems. 1. In baltischen Sprachen neben dem ir Suffix *-ing finden wir das alte Suffix *-indeterminabe tiv *-g-. Es ist bemerkenswert, dass einige Adjektive das Suffix *-ingoir *_invalue stimmt völlig überein, z.B. s. Lüge. Blut „bluvinas“ ir krūvinas, s.b.s.l. krwwont „blutig“ (Jg. 120). Be Außerdem neigen in baltischen Sprachen die Adjektive des Substantivs mit dem Suffix *-ino-(besonders die neuere Form des Suffixes *-inio-) auch dazu, die Bedeutung des Eigenschaftsinhabers zu erhalten (siehe Abschnitt 4.4) §§ 4-8). 2. In baltischen Sprachen zum Suffix *-inoprilipo und zum Determinativ *-d-. Zum Beispiel wurde mit -ind der Gattungsname galindai gebildet, dessen ursprüngliche Bedeutung „nach hinten lebende“ sein könnte (vgl. die litauischen Personennamen Galinis und Galindžius) und der in seiner Form dem oben erwähnten Gattungsnamen jotvingiai ähnelt (vgl. § 13). In: Ortsnamen.de. Karwinden, Stubynden, lie. Gelind-enai Pln, Nerind-aičiai Tl, in den litauischen Namen Dalinda, Dubrindys, Tilindys®, im Wassernamen Kelinda Pln (Vanagas 1970: 167). Das Suffix -ind hat die Variante -and-, mit der wie mit -ang Wassernamen gebildet werden, z.B. : Gylanda Pgg, Samdndis Smal u. a. (Vanagas 1970: 91), vgl. auch die Veden mit -und-(z.B.- :klabūndas „Unkrautbaum“, klabūnda „der stolpert“ DaiktvDrR 152) und die erwähnten Veden mit -ung-. Einige Ableitungen der Suffixe -ing-/-ang- -/-ung-(bzw. -ind-/-and- -/-und-) (besonders Wasserwörter) könnten aus den Resten erweiterter heterokliter Konjugationsformen stammen, vgl. lie. Sommer, Fr. Sawange ist eine Lüge. 49, 1997, S. 49. (englisch- ). 49, 1997, S. 49. (englisch- ). 49, 1997, S. 49. (englisch- ). 49, 1997, S. 49. (englisch- ). 49, 1997, S. 49. (englisch- ). 49, 1997, S. 49. (englisch- ). Krūvanda und Kriioja, la. blutet „status Flussrand, Felswand“ (Karaliūnas 1987: 190-191, vgl. auch Krahe 1959: 242-243). § 17. Im Gegensatz dazu haben die Namen der Besitzer der germanischen Eigenschaften mit -ing keine so tiefen Wurzeln, ihre Herkunft ist unklar. Darüber hinaus sind sie in der gotischen und einigen anderen ältesten germanischen Schriftstücken sehr selten. 5 Gerullis 1922: 223; Savukynas 1963: 322; Skardžius 1973: 55-56. 154 Veden, die in allen vielen germanischen Sprachen entsprechend ar sind, könnten als urgermanisch angesehen ir werden, erwähnt nicht einmal jų A. Bammesberger in (1990) seiner Monografie über die Morphologie urgermanischer Substantive. W. Meidas (1967: 198 tt.) Sie sind vermutlich relativ spät in den einzelnen germanischen Sprachen verbreitebe t, ne allerdings iš in allen gleich weit verbreitet: sie sind jų vor allem in der alten Sprache zu finden. auf Isländisch (Munske 1964: 8-38; Benett 1966: 657). Skandinavien hat die meisten ir Ortsnamen su -ing- (Udolph 1994: 149-161). Vielleicht ist das ein ir Verbreitujų ngszentrum? Es stellt sich also die Frage, ob ar das Suffix *-ingo nicht von den germanischį en Sprachen auf die iš westbaltischen Sprachen (o übertragen werden konnte oder ob die lange Nachbarschaft der letztgenannten no Sprachen das Suffix *-ingo in den germanischir en Sprachen nur aktiviert hat und seine ursprüngliche Form verändert hat? ). Wenn wir diese Hypothese des baltischen Einflusses akzeptieren würden, wäre es leichter zu erklären, warum im germanischen -ing hat einen Konsonag nten anstelle des erwarteten k. Denn der alte indoeuropäische Determinativ *-gatit entspricht dem germanischen. -k-. Es findet sich oft in Deminutiven, die mit den baltischen Suffixen -usdeminutiv vergleichbar sind (aut. 1994: 138). ? Aus den westbaltischen Sprachen könnte auch das Suffix *-omenstammen. Vielleicht wegen der Kontakte zwischen westbaltischen und germanischen (und auch meist skandinavischen) Sprachen haben beide Sprachgruppen begonnen, Eigenschaftsnamen mit dem Adjektivsuffix *-iskozu machen. (aut. 1994a: 31). $ 18. Dass die Kontakte zwischen den westbaltischen und den germanischen Sprachen alt und vermutlich langlebig waren, lassen auch die Germanismen des Preußischen vermuten. Zum Beispiel aus demselben altgermanischen Wort *xelmaz „Helm; „eine bestimmte Kopfbedeckung“ entstanden zwei Germanismen der preußischen Sprache unterschiedlichen Alters. Der erste Stamm „Hut“ (Hut) E 475 stammt aus einer sehr alten Zeit, weit vor Christus, und der zweite Stamm „Barke“ (Bark) E 234 stammt wahrscheinlich aus den ersten Jahrhunderten nach Christus. V. Mažiulis (1981a: 8) behauptete, dass die westlichen Balten mit den Germanen etwa tausend Jahre lang Nachbarn waren: vom 8. Jh. v. Chr. bis zum 3. Jh. n. Chr. " W. P. Schmid (1986) geht ebenfalls davon aus, dass die germanischen Sprachen in der Nähe der baltischen Sprachen entstanden sind. Archäologen bemerken eine Reihe alter Gemeinsamkeiten zwischen den westlichen baltischen und gotischen Kulturen (Žulkus 1995). Außerdem ist es möglich, dass ein Teil der westlichen baltischen Stämme zusammen mit den Germanen gegen das Römische Reich marschierte, und einige baltische (vielleicht mit Germanen vermischte) Stämme später zurückkehrten. Vielleicht zeugen von diesem Feldzug die Spuren des Galinder Namens in Spanien und an einigen anderen Orten Südund Westeuropas (PJa E-H 139-140; I-K 380; Toporov 1980; 1983; 1993 mit Lit.). Mähren, Slowakei und Tschechien erstreckt sich auch ein Gebiet, in dem Ortsund Personennamen aus Ethnonym beobachtet wurden? Büga 1961: 85-87; Salys 1985: 274; PJa I-K 42-43, 311-312; PKEZ II 74, 160-161 mit lit. 10 Übrigens hat jetzt V. Mažiulis (1995) eine neue Hypothese aufgestellt, wonach sowohl die slawischen als auch die germanischen Sprachen aus einem peripherischen Dialekt der protobaltischen Sprache hervorgegangen sind, nur zu unterschiedlichen Zeiten. Sie erinnert auch an die Meinung von L. Palmaitis (1995), dass es sich um die letzte verbliebene Ide in der prabaltischen Sprache handelt. Die Entwicklungsstufe der Vorsprache. 155 Preußen Nepokupnyj 1976: 92-103). Auf der anderen Seite zeigen archäologische Beweise, dass V-VI a. po Kr. In Preußen und West ir In Mittellitauen erschienen neue polyethnische Nomadenstämme, die in ihrer materiellen Kultur den Goten und Die römischen Provinzen (Siemens 1992; 1994). Über die Beziehungen der Balten zu ir den Goten aus einer ähnlichen Periode wird in Jordans „Getika“ geschrieben, besonders in dieser Hinsicht ist der Brief von Theodorik dem Großen an die Estnischen aus dem 6. Jh. wichtig (Gudavičius 1982; 1987). Vielleicht spiegelt sich die Rückkehr einiger baltischer Stämme aus Rom auch in der Legende über den rumänischen Ursprung der Litauer und des Fürsten Videvutis wider (vgl. 1989, S. 194. Beresnevičius 1995: 77 Ta. ). All dies erfordert jedoch weitere Studien. Vedische mit den Suffixen -ienas, -iena $ 19. Als Substantiv haben einige Adjektive mit dem Suffix -ienas(-a) (das ist wahrscheinlich die apophonische Variante des Suffixes -inas(-a)) die Bedeutung eines Eigenschaftsinhabers erhalten. Die Eigenschaften der Inhaber von Namen mit -ienas sind nur wenige, z. B.: beržienas „balžienas“ Dglš (LKŽ I? 776, Schweinefleisch „Mädchen“ Jnš; Vgl. (vgl. schaulienas, -a „wie Schweine“ NS 812; (d.)Rm —LKZ V 696), rogenai „Roggenkorn“ BB 2 Mos 15,7; Dks (XI 887). Vielleicht gehört auch der Stamm dazu (vgl. lat. kams, sl. *kom» „Klumpen, Stein“, litau. kam-anos, dt. Ham „Schuppen“)". § 20. Häufige entsprechende weibliche Ableitungen mit -iena gehen gewöhnlich mit Fleischnamen einher (DaiktvDr 414—415). Solche Veden finden wir bereits in Schriften des 16.-17. Jahrhunderts, z.B.: Schaffleisch DP 294,, Rindfleisch SD' 196; SD? 484; Lex 71, Kuh SD* 436, Ziege Lex 19, Ferkel SD! 140, Hühnerhaut SD? 144, Gans SD'34, Tier SD? S. 157; Lex 106. Etwas andere Bedeutungen hat das Derivat aus dem Preußischen „ungesäuerter Teig“ C II 572; O 516; N; „jüdisches Osterfest“ SD* 347 (vgl. prėskinės „u.a.“ VlnE 155, prėskiena „ungesäuerter Teig“ N; „prėska Suppe“ J). Fleischbezeichnungen mit *-ein haben Entsprechungen auch in slawischen und italischen Sprachen, vgl. lie. Wild und sl. - Oh, nein. Ich bin verletzt. Vedische mit Suffixen -iens, -ienė, -eina/-einė $ 21. Die Bedeutung des Eigenschaftsinhabers erhalten Substantive und Adjektive mit der neueren Form -ienis(-ė). Eigenschaftsnamen mit -ienis wie auch mit -ienas (vgl. $ 19) sind wenige. Einige dieser Veden bezeichnen Pflanzen, z. B.: bulbiēnis „bulvienojas“ 1 Būga 1959: 35-37, 295-296; ŽD 287-288; LEW 213; ĒSRJa II 300; ĒSSJa X 179-180. 12 Leskien 1891: 413; Brugmann 1906: 276 ff. ; 1971, S. 288; BKGF 79; GJL II 212; Butler 1971; Stawski 1974: 123; Vaillant 1974: 363 ff. 156 geeignete Ableitungen mit dem Suffix -unv ähnlichen Ursprungs (siehe § 38). Dieser Einfluss konnte jedoch nicht sehr groß sein, da wir in der litauischen Sprache nur wenige klare Slawismus mit der Endung -ūnas haben, z.B.: apiekūnas „Beschützer“. $ 38. Der Ursprung des Adjektivs -ūnas ist nicht klar, es gibt verschiedene Hypothesen (siehe dazu aut. 1991: 30-31; DaiktvDrR 149-150). In der Form sind die Ableitungen dieses Suffixes dem lo am nächsten. Tribūnus „Bezirkshauptmann“: tribus „Bezirk“, Portūnus „Hafengott“: portus, „Hafen“'- ’, s. ind. damūn-„- der zu den Häusern gehört; Haushüter“ (vgl. lat. domus, s. b. sl. dom, litau. namiin-aitis)'®. Andererseits ist das Suffix -ūnas (< *-ūno-) in seiner Funktion sehr eng mit sl verbunden. 1) und (§ 10 Abs. Mit diesem Suffix werden in den slawischen Sprachen auch häufig Namen von Eigenschaftsträgern gemacht- ", vgl. lie. Saldiin und serb.-kroat. sladun „süße Frucht“ (Martynov 1973: 39). Es gibt jedoch Unterschiede. *-ūnoir sl. *-oune Form von Vorzeichen. Übrigens gibt es in den slawischen Sprachen einige Vedische mit -ynmt, die genau dem balt. -ūnas entsprechen, vgl. sl. *Perynv //*Perunv „Perkussion“, *pelynv //*pelunv „Weinbrand, Malve“ (Stawski 1974: 134). $ 39, Der baltische Gottesname Perkūnas wird mit s. isl. verglichen. Fjorgyn, „Mutter des Perkussionistengottes Thor“, go. Farguni „Berg“, keltischer Hercynia silva und sl. * Perunv, heiß. perunaš „Fels“ (letzteres kann auch einen ganz anderen Ursprung haben, siehe Watkins 1995: 530). Auf dieser Grundlage versuchen einige Forscher, den indoeuropäischen Gottesnamen *per(k*)- uno/per(- k*)ūno-* zu rekonstruieren. Aber auch hier stellt sich das Problem, wie man die unterschiedliche Form dieser Veden erklären soll (vgl. auch la. perkiins, pérkauns, pęrkuons ME III 208, 209). Wahrscheinlich entstanden die erwähnten Veden in einzelnen indoeuropäischen Sprachen, aber aus ähnlichen semantischen Motiven, vielleicht als Präpositionen (Reime) des alten Himmelsgottes. Außerdem ist nicht klar, ob der baltische Ableitungsname Perkūnas aus dem indoeuropäischen, in den baltischen Sprachen ausgestorbenen Eichennamen *perk*u-*' oder aus dem Verb *per-„schlagen“ (vgl. litauisch pérti), erweitert um den Determinativ -k-*, entstanden ist. Die erste * 17 Kretschmer 1896: 133; Brugmann 1906: 280; Hofmann, Leumann 1928: 223; Schulze 1966: 361; Specht 1932: 215-216 und andere. 18 Specht 1932: 216; Wackernagel, Debrunner 1954: 499; Meid 1957a. 1924, S. 549. : Stawski 1974: 134; Vaillant 1974: 624-626. 20 Ivanov 1958; Ivanov, Toporov 1974; Ind 615, 792 ff. ; 1995, S. 128. (deutsch) 1995, S. 128. aber Porzig 1954: 120, 196; Groß 1974. 21 Hirt 1892: 480-481; Giintert 1914: 203 tt. ; Briickner 1922; 1974: 414; Specht 1939: 57; ŽD 281; IEW; Meid 1957: 125-126; 1993; Szemerényi 1964: 307-308; Friedrich 1970: 21; Maher 1973: 457-459; Markey 1986: 256; Dunkel 1988-1990; Bader 1989: 33 tt. ; S. 38–39; 2. Aufl. 1995, S. 265–266. 22 Grienberger 1896; Trautmann 1910: 395-396; ME III 209; LEW 575; Skardzius 1963; Gimbutas 1973 su lit. ; Jakobson 1985: 19. Auflage. ; Mayrhofer 1996: 969; Laurinkiene 1996: 23-32. W. Krogmann (1955: 4 usw.) verbindet den Donner mit einem anderen Wort der Wurzel *überwerk, reiSkusiu „sprühen, sich füllen, sehen, blasen“, vgl. litauisch. Finger „kleine Glut in heißer Asche®, s. air. riches „Kohlenglut“, gr. zorjo Trio „Blitz; starker Wind“. Noch weniger glaubwürdig ist der Versuch von J. Otrębski (1962: 64— 65), in der Ableitung Perkūnas zwei Wurzeln *per-(vgl. lit. pėrti) und *ker-(vgl. lit. kifsti) zu erkennen. 163 Die Vermututa ng stützt sich auf su die Tatsache, dass das Suffix Žan in baltischen Sprachen (wie ir su Mit ihren Verwandten in anderen indoeuropäischen Sprachen) werden meistens Substantiv-, 0 ne Verb-Ableitungen gemacht (Bd. DaiktvDrR 148-150). $ 40. Adjektiv -für die Entstehung der Namen der Eigenschaftsträger hat wahrscheinlich eine alte, vielleicht aus der Zeit der späten indoeuropäischen Ursprache stammende Neigung gesorgt, soziale Begriffe mit su der Adjektiv-Endung *-zu versehen, die „Herr, Führer“ bedeuten; me minėtų lo. be Tribūnus, s. ind. ddmiinas- (siehe Abschnitt 4.4) $ 38), plg. Gib es mir. Dominus „Herr“, go. kindins „Anführer des s. Stammes“, isl. Der Herr, gr. 1996: Der Soldat, der gehörte. Audans „König“ ir usw.“ sind Su besonders eng mit dem Namen Gottes verbunden Donner und Teile iš der alten litauischen (vielleicht ir preußisch?) Sprachspezifische Vornamen ir andere Personennamen su -(i)un (sie beziehen sich auf ein su sozial bedeutendes Institut der Vererbung), festtraditionell ausgesprochenmi vedische Großmeister, Königin (siehe Abschnitt 4.4) $$ 35, 37). Aber die vedischen su -(i)ūnas als eigenständige Art der Namensbildung von Eigenschaftsinhabern entstand wahrscheinlich auf baltischem Boden (Bd. Arumaa 1963: 77-78). In baltischen Sprachen neben dem Suffix *-ū-noy gibt es noch die Suffixe *-ou-no-, *-u-no-, die von iš demselben alten Suffix abstammen *-nein-, aber sie hat sich mit verschiedenen Stammesgruppen verbunden (zr. §§ 42-43). Vedische su Sprichwörter -(i)itna, -unis/unys; -aun-, -un- § 41. Neben dem Suffix -(i)ūnas konnte einst seine weibliche Form -(i)ūna existieren, die sich wahrscheinlich später in -ūnė verändert hat, vgl. den Namen der Waldgöttin Žvėrūna „Beherrscherin der Tiere, Jägerin“ (Greimas 1990: 393-395; 1993), die seemischen Familiennamen Stankiina, Girdžiūna (Salys 1985: 196), das vedische zvogiina „Sprecher, Sprecherin“ (Senkus 1972: 169), hidr. BerZiina Sién, Martina Dv, Seriina Sl (Vanagas 1970: 202), la. briciina „schlechtes Kind“ (LVG 150, vgl. auch DaiktvDrR 150). Denn früher wurden nomina feminina oft mit der Verb-Endung *-air gemacht, nur später wurden sie in den baltischen Sprachen von den entsprechenden vedischen Verb-Endungen verdrängt. *-(i)ė-(aut. 1993: 38-39). Einige Ableitungen des Suffixes -ūnas(-ė) haben io-Stammformen, z.B.: geleZiinys „eine solche Pferdekrankheit“ Dglš; Ds (vgl. geleziinés Dglš —LKŽ III 214, 217), der Gipfel „der Gipfel“ C II 990; N, vgl. auch das Wassernamen Sykūnė und Sykūnis Ašm (Vanagas 1970: 202), sowie die Adjektive kartūnis „bitter“, saldūnis „süß“, tankūnis „dicht wachsend“ (ŽD 281). Das in S. Daukanto Schriften häufigere i-kaminė Suffix -ūnis (z.B.: atskalūnis, marūnis, palikūnis, siehe Būga 1959: 333) stammt wahrscheinlich aus phonetischen Gründen von -uonis, vgl. atskaluonis, maruonis, palikuonis **. 23 Bände. Saussure 1965: 309–310; Meid 1957; 1957a; Wien 1966, S. 45f. ; 1990: 296–297; Benveniste 1970: 301 ff. ; Dunkel 1988-1990: 3-4. " 24 Specht 1932: 223–224; Skardzius 1937: 129–130; ZD 281–282. 164 $ 42. Su Anhang -aunė ir ihre Variante -aunys zu tun NAttr-Blumenbohnen Lp, Eisenschwanz „eine solche Pferdekrankheit“ Kn (LKŽ III. Bd. 214, Eisenschrott, siehe Eisenschrott. § 41), plg. Weitere Wassernamen Bradaūnis Akm, Vardaunis Vrn (Vanag 1970: 100), möglicheir rweise ein Helonym Vilkaunė Vid (Bilkis 1998: 58-59). Entsprechendes Suffix be -auns(-e), genannt pérkauns (zr. § 39), Es gibt noch folgende dialektale lettische Ableitungen: alkaune „Ellbogen“ (Bd. ėlkūne, zr. § 37), Kalpaune „merga“ (Bd. Kalpun ME II 144), „Verlockungsjägerin“ Unordentliches Frauenzimmer- “, Ortsnamen Bigauni, Bérzaune (LVG 321). Diese Art von Ableitungen entspricht genau den Ableitungen der slawischen Sprachen su - Unten. $ 43. Das Suffix -unas (mit Varianten -una, -unis, -unė) hat in der litauischen Sprache ein anderer Wassername: Nemunas (vgl. nemūnė/nemunė „Kelmuts- “, s. Būga 1959: 214, 280-284; 1961: 534, 875; Fraenkel 1938: 5-6; PKEZ III 174-178), Kamuna Pgg, Eimunis Ad, Ramūnis, Ramuné Pn (Vanagas 1970: 202) sowie Helonyme: Agūnė Dbk, Meduné Vrn (Bilkis 1998: 159). Man kann sie mit la vergleichen. deguns „Nase“ und Ortsnamen Baiduni, Dauguni, Katkunas (LVG 320). Es gibt auch entferntere Verwandte, z. B. sl. *okwno „Jangas- “: *oko „akis“ (Stawski 1974: 135), s. ind. drjunah „hell, glänzend, weiß, silberfarben“ (vgl. gr. špyv-po „Silber“, apyéc „weiß, hell; schnell“, vielleicht litau. aržūs „scharf, heiß“, vgl. Karaliūnas 1994a mit Lit.; Hamp 1997), darundh „fest“: daru-„Baum“, av. tauruna-- „jung; „Junge“ (vgl. gr. tépug,schwach®), s. ind. pišunah „viel plaudernd, verräterisch; Verräter“ (plg. go. faih „Betrug- “, pr. paikemmai „betrügen“ (triegen) III 28,, lie. 94pocuvoc „mutig, selbstbewusst, zuversichtlich“: Spots „entschlossen, mutig, furchtlos“*. Die Suffixe *-ū-no-, *-ou-no-, *-u-unterscheiden sich von *- durch anhaftende Stammwörter, vgl. -u-kas, -ū-kas, -iau-kas, -iuo-ka (aut. 1996: 113-116). Vedische mit dem Suffix -(i)onas $ 44. Mit diesem Suffix werden in der litauischen Sprache die Namen der Eigenschaftsträger selten gemacht, meistens aus Substantiven, z.B.: barzdonas „wer mit Bart“ Trgn; „großer Bart“ Dkst (LKZ I? 675), dirvonas- /dirvonas (weit verbreitet, bereits in SD! 106; SD? 247 aufgezeichnet), Kopf „Oberhaupt“ BB 2 Mos 18,25; TDr VII 118; „kleiner Wolkenkratzer“ Kp; Smn; „so eine Bank, auf der Räder gearbeitet werden“ Smn (LKŽ III 86), gauronas „wer mit Gauras“ LT I 302, gerklonas „wer sich daran gewöhnt, heftig zu schreien, zu streiten, zu fluchen“ Št (LKŽ III 260), gyslonas „Gyslotis“ Lkm; Slk; Vj; Dglš; Ssk; Ds; Trgn; MI; Svnč (III 356), karaliaučionas „Mensch aus Karaliaučius“ N; Ns 1832,9, kiemon Ch Est 9,19; J, kiemon „Nachbar“ Lex 13; N; [K], kup25 Brugmann 1906: 279; Schulze 1966: 124; Schwyzer 1939: 491; Wackernagel, Debrunner ronas „kas kuprotas“ B; MZ: K: J. Jabl; Lkm; Rš (LKZ VI 934), ligonas,lig1954: 484-486. 165 os“ R II 231; M. Valan¢; J; Ende; Trk; Sint (VII 478), mdrskon „Leinen, Leinentuch“ Lex 58a; B; MZ II 323; Vv; Schritt; Skr; Dkst; Vlkv (vgl. marskonas,-a,lininis, linonis“ BB 3 Mos 16,4; B; MZ II 323; K; S.Dauk; J; LZ; VKS; Ms —LKZ VII 881), salakén „Einwohner von Salak“ Slk; Ameise; Zucht; Ds (XII 60), Seilon „seilius“ Grš (XII 311), Tevon „Großvater“ Sn (ŽD 273). § 45. Dieser Typ von Vedischen hat Entsprechungen im Lettisch (z. B. neskistans „Ungeheuer“, druvans „Dummkopf“ LVG 305), im Slawischen (z. B. s. b. sl. brotanv „Sohn des Bruders“, županv „Regierungschef“, russisch velikan „Riese“*- *), im Italienischen (z. B. lateinisch Silvanus „Waldgott“, Romanus „Römer“, insulanus „Inselbewohner“- *). Sie entstanden durch Substantivierung von Adjektiven (DaiktvDrR 147). Vedische mit dem Suffix -(i)onis/-onys(-ē) $ 46. Im 16. und 17. Jahrhundert wurden in einem großen Teil des Hochdeutschen häufig Tewawardzia mit diesem Suffix verwendet, z.B. : Janonis, Jurgionis, Petronis usw. ** Die Bedeutung der Zugehörigkeit haben auch solche alten Schriftveden wie dievonis „Sohn Gottes“ MT XXXV, kiemionis- (-ē) „Dorfbewohner“ (charakteristisch für viele Schriften, vgl. kiemionas, siehe § 44), pilionis „Burgvorsteher“ Lex 46; C II 734 (vgl. O 246; R; MZ: N 402); „Bürger“ BP II 480 (vgl. LC 1883,7; „Schlossbewohner“ S.Dauk; „Stadtoder Gutsbewohner“ K.Donel; Gmž; K —LKŽ IX 985), Vaterländer „einheimischer Bewohner“ SD' 104, tévonis „Erbe“ (charakteristisch für viele Schriften, vgl. tėvonas, siehe $ 44), vgl. darüber hinaus užgirionis „Uzgirietis“ MZ; N; KZ; NdZ, dialektisch sodžionis/sodžionis „Bewohner des Gartens“ S. Dauk; P; J; Vkš; Zd; PKI (LKZ XIII) 287). In Klein-Litauen und in einigen östlichen Hochdeutschen Dialekten werden mehrere ähnliche Personennamen verwendet, die aus den Namen der Städte hergestellt wurden, z.B.: danckionis „Bewohner von Danzig“ SapGr 19, karaliaučionis „Mensch aus Karaliaučius“ KIG 47; KIC 25; R; MZ II 305; K; LC 1878,31; Kel 1862,38; StngZ 27; Rsn (LKŽ V 258; LKA III 116)?, rygidnis „rygietis“ Ps; Grz; Lnkv; RdN; Brž (LKZ XI 594; LKA III 116), tilzionis „tilžiškis“ BzBk XVIII 243; StngZ 27; Rsn (LKZ XVI 354; LKA III 117), vilnionis „vilnietis“ Arn (LKA III 116). S. Daukantas hatte auch Völkernamen mit -oni gemacht, z.B. norwegisch „norvegas“, kitajonis „chinas“ usw. (Subačius 1993: 172). § 47. Ein weiterer Ableitungssatz mit -(i)onis/-onys(-ė) hat eine andere Bedeutung, z.B.: gyslonis „Gelenk“ Ds (LKZ III 356, vgl. gyslonas, siehe $ 44), gyvonė Pmp, gyvo-? *6 Vondrak 1924: 546; Vaillant 1974: 616-618. *7 Brugmann 1906: 280; Hofmann, Leumann 1928: 223-224. ** Maciejauskiené 1977: 161-162; Zinkevičius 1977. * Vgl. Königsauktion (siehe § 44). Es kann nach Polnisch gemacht werden. 1891: 395 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2013). 166 nis/Tier/Tier „Tier“ R; K; J; Kč; LS; Pns; Schritt; Vs; Mrk (III 384), Schönheit) „Schönheit“ Vlkv; Gs (Kojonis 542), III „Sitzbank, um dem Brotkorb zu helfen“ Prk (VI 206), Krankenhaus (weit verbreitet bereits im 16. Jh., vgl. Krankenhaus, siehe $ 44), Leinen, Leinenstoff“ R; K. Donel; Gursch; Plv; „čerkasas“ Srv (vgl. marskénis/mdrskonis, -é „drobinis, lininis“ B; K; Rp; J; LTR(Grk); Jhn. Vkš; Rs; Verletzung; Gursch; Srv — LKŽ 7. Marsch, 882, op. $ 44), Erste „die ersten guten Früchte“ RB 2. Mose 22,29; K. Donel; KGr 190; K I 131, der erste „Erstgeborene“ C I 612; B; H; R; K; „der erste unter den anderen“ Bb PvR 16,5; LC 1884,39; Ns 1832,3, Zweig „zwischen den anderen“ Grz (LKZ XIV 442), velionis/- velionis Koss 265 (An); J I 326; Ds; Sv; Rk; Jž; 100 mg 2-mal täglich Brž (LKŽ XVIII 633). $ 48. Die Entsprechungen dieser Art von Veden in anderen baltischen Sprachen sind nicht sehr klar, vgl. außer lie. Bajonet und Pr. Bayonne (Trautmann 1925: 169) oder la. Wählen. baznicani „Leute, die in der Nähe der Kirche wohnen“, tirdzani „Leute, die in der Nähe des Marktes wohnen“ (wenn sie auf dem Stamm i oder ifo stehen, siehe LVG 305; BKGF 76; Frenkelis 1969: 62). Der Ursprung des Adjektivs -onis ist nicht ganz klar. In der litauischen Sprache wurden Slawismuse mit diesem Suffix beobachtet, z.B.: dvarionis, krikščionis, miesčionis und andere (Eckert 1971: 38-40), während in den slawischen Sprachen die Vedischen mit -(j) Formen der Vokalverkürzung angenommen haben (vgl. s. b. sl. graždane „miestiečiai“, siehe Vondrak 1924: 542-543). Deshalb hat A. Leskien (1891: 394—395) den Gedanken erhoben, dass auch das Suffix -oni, das für Personennamen nach Wohnort verwendet wird, aus slawischen Sprachen entlehnt sein könnte. P. Skardžius (ŽD 275), J. Prinzas (1968: 110), R. Eckertas (1971: 40-42) sind jedoch der Meinung, dass das Suffix -onis baltischer Natur ist, ohne einen gewissen Einfluss der slawischen Sprachen zu leugnen. Die Änderung von -onas in -onis könnte durch das ähnliche Suffix -uonis verursacht worden sein, s. z.b. gyvonis und gyvvuonis, pirmasis und pirmuonis, tėvonis und tėvuonis. Vedische mit Suffixen -een, -ena § 49. Das Suffix -enas hat die Ableitung gluodenas „Kupferschlange, Feuer“ S. Dauk; S. 48. KV. Frau; Vvr; Slnt; Trk; 440 (1943) Die drei Schwestern op. gluodens, gluodena, gluodene (ME I 631; LEW 158). Ähnliche Werke sind auch das Glossar „Blintsleche“ E 778 (PJa E-I 266; PKEŽ I 383-384 mit Lit.), vgl. auch die Wassernamen Duobenas Vg, Laūkenas Lp, Laūmenas Dbg (1. Auflage 1970, 2. Auflage 1971). $ 50. Substantiv-Suffixe -ena bezeichnen häufig Pelze und Häute (manchmal auch daraus hergestellte Gegenstände) und werden aus den Namen von Tieren gebildet. Zwei solche Veden sind bereits in Schriften des 17. Jahrhunderts aufgezeichnet: meškena „Bärenfell“ Lex 12a (vgl. O 66; B; S.Dauk; Jn), oZena „Ziegenfell“ SD* 126, 143; Lex 19 (vgl. O 98; N; J; JV 210, 1061; Vvr —LKŽ VIII 1025). Andere werden hauptsächlich im zemgalischen Dialekt verwendet, von wo sie auch in die allgemeine Sprache gekommen sind, z.B.: arklena „Pferdehaut“ S. Dauk; Grg; Vvr (LKZ I* 303), Érena „Lamm 167 Kailis“ Kltn (II* 1141), eName „Igelhaut“ S. Dauk; Sts; Grg (II. Aufl. 1168), Jautena „Rinderhaut“ S. Dauk; M. Valang; J; Vvr (IV. 322), Kette) „Katzenfell“ J; Sts; Vr; LS; "Brieftasche am Gürtel" Kv (V 407), kiSkena „Hasenfell“ J; "Hasenfell-Blattmütze" Grz (V 884), Lapena „Fuchsfell“ Vvr; Plng (VII. 147), Abschnitt) „Ziegenfell“ J; JD 1345; Gemüse; LMD(Uzv); Sk; Brs; Vvr; Vrd (VIII 1035), Frettchen „Frettchenpelz“ PP 75; LTR(Sv); Lpl; Vvr (XIV 693), Sunena „Hundefell“ JV 310; Vvr; „mit Hundefell iš bedeckte Decke“ KI; Pln; Rt (XV. 358), Auflage). „Kalbsfell“ S. Dauk; I; JD 1002; BM 308(II); Krz; Ggr; 100 mg/m2 Schill; Trg, vilkena „Wolfshaar“ I; M. Valanč; Gemüse; PP 28; (d)VIKS; Vvr; SI, Krankenschwester na „Hasenfell“ Slnt; Frau; Vvr; Ende; Plng; Als (König). $ 51. Die Haut wird durch eine ir andere Ableitung von anderen Substantiven iš gekennzeichnet, z.B.: glava/galvena „Haut, die vom Kopf des Tieres geschält wurde“ von S. Dauk; Zml (hat weitere Bedeutungen) „Leinsamen su galvelé“ J; Trgn; Rs; Km; Pš; Vdk; Jhn. Sml; „Flachsgabeln, auf denen Köpfe wachsen“ Mrj; Alk — LKŽ III Kojena 83), „Haut von TierfüßeJ; n“ HS-Nr. Dr (hat weitere Bedeutungen) „Nagelriemen aus Tierhaut“ J; Sd; Siehe: Brs; 100 mg/m2 Vkš; KlvrZ: „Feinwolle von den Beinen oder vom Kopf“ Sd —LKZ VI 295), Wangen „Wangenhaut“ Als; Trš (hat auch die Bedeutung „Backenhaare“ I; Štk; Šv; Jdr; Pln; Kltn; Mrj —LKZK), vgl. auch vorn. nognan (< *nogenan) „Haut (verarbeitetes Fell)“ (Leder) E 498 (PKEŽ III 194-195). $ 52. Es gibt nur wenige Eigenschaftsnamen mit -ena, die eine andere Bedeutung haben. Die weit verbreitete Ableitung schneewittchen „Vogel aus der Familie der Kiefern“ ist bereits in Lex 76a aufgeführt. Andere finden sich in Dialekten (hauptsächlich Hochdeutsch), z.B.: aisena „Kornkörner, die mit Glocken durch das Ohr der Harfe gesprungen sind“ Sut; Kies; Stk; Al. Ud (LKŽ I? 500), blakena „von Blaken zerrissenes Tuch“ J I 214, dalgena „die große Schwanzfeder eines Hahns oder anderer Vögel“ Ln (LKŽ II? 239), kotena „Teil des Pflanzenstiels entlang der Wurzel“ J(Ilg; VI), mėsena „Fleisch“ Šts (LKŽ VIII 49), muilenos „Seifenwasser, Muhlen“ Alk (LKŽ VIII 387), rafikena- /rankenė (weit verbreitet, vgl. LKZ XI 164; LKA I Karte Nr. 51, 70, S. 112,117, 129, 137), skaena „Leckerbissen“ GS 105; Rt (LKŽ XII 735), skūjenos „abgefallene Nadeln“ Grž; „Fischschuppen“ Sml (XII 1126), „Flachswurzeln“ J. Jabl(Mrj- ); Vlkv; Gs; 412 (PDF; 412 kB). In der litauischen Sprache gibt es deutlich mehr Verb-Suffixe -ena, die insbesondere das Ergebnis einer Handlung bezeichnen (DaiktvDrR 60, 95, 126, 194, 213). Vedische mit den Suffixen -enis(-ē), -enius $ 53. Mit dem neueren Suffix -enis(-ė) gibt es noch weniger Namen mit der Eigenschaft -enis(-ė) als mit -ena. Der Ort ist bereits in alten Schriften erwähnt. Mit Ausnahme des vedischen saltėnis „Quelle“, das in einem großen Teil des zemaitischen Dialekts und in einigen angrenzenden Hochdeutschen Gesprächen verwendet wird und bereits in den Schriften von D. Poška, S. Daukanto, M. Valančiaus aufgezeichnet wurde (LKA I Žemėl. Nr. 104, S. 181; LKŽ XIV 474— 475), sind andere ziemlich selten, z.B.: vertinždėnis(-ė) „eitel, unfruchtbares Tier“ Ds; 168 Sml; Rod; „der keine Kinder hat“ Ds (LKŽ I? 763), Gargždė „Futtergras der Hülsenfrüchtefamilie“ Dglš (III. 132), Auflage) „Gras aus der Familie der Kreuzblütler“ Ps (V 333), Rand „gemusterter, karierter Stoff“ Ds; Rk; Sdk (Bd. Margin ‚gestreift, bunt‘ Ds — LKŽ Blutergu852), ss VII „Prellung (uoga)“ Žem; Vkš; Als: Pj; Frau; Oben; Rs; Vž; Verletzung; Trk; KlvrŽ (Bd. Mélenas,-a/Mélenas,-a „blau“ Stk; Prk; Verletzung; 100 mg/m2 Rdn; Pp; Pvn — LKŽ Rothaari1029), ge „Vyburūnė“ Trgn (XI. 249), Abschnitt) "wer mag Käse essen" Sml (14. 211), Auflage). „Wasserminze“ Trgn; „Quelle“ Grž (14. 474), Auflage). „Schykštuolis“ 14. Aufl., ŠI Bd. 768), Noch mehr Namen Barzdėnis, Kalvėnis, Šakėnis, vandenvardžius Bliūdėnis Dglš, Juodėnis Lkm, Raudėnis Klvr, Blechdose Sd, Ebene Jšn (Jg. 235; 1970, S. 132–133, S. 134–135, S. 136–137, S. 138–139, S. 140–141, S. 142–143, S. 144–145, S. 146–147, S. 148–149. Čiubėnė Švnč, Pelkéné Vit, Pievėnė Glv, Pitkéné Antz; Km; Krns, Rudéné Kp, Šlapėnė Rd, Žilėnė DI (Bilkis 1998: 88). $ 54. In der lettischen Sprache gibt es viel mehr solcher Ableitungen, z.B.: vecenis,- senis“, ritenis „Ostwind“, gailenes „Eichhörnchen (Pilze)“, mėlenes „Bläulingen“, jėrene „Schaffellmütze“ usw. (LVG 298–302; BKGF 74–75). Es ist möglich, dass die Besonderheiten der Forschernamen mit *-eni auch im Preußischen vorkommen, vgl. warene „Messingkessel“ E 356, wissene „Hahn“ (Pors) E 622%, Personennamen Drutene, Jodenne (SV 44-45). § 55. Mit dem Suffix -enius wurde von K. Sirvydas die Neufassung šakenius „der Sklave, dem man vor der Prügelstrafe einen zweizackigen Stock auf den Rücken legte und die Hände daran band“ SD' 33; „wer wert ist, gehängt zu werden“ SD' 101, vgl. auch das Wasserzeichen Kibėnius Trgn (Vanagas 1970: 133)? !, Helonym Ciuoténius Kpč und Čiuotėnis Ab (Bilkis 1998: 88). Vedische mit Suffixen -anan, -ana § 56. Es gibt nur wenige Namen von Besitzern von Eigenschaften mit diesen Suffixen, z.B.: dykana „Jagdmann“ Tvr (LKZ II? 534), ratūnas „Rattel, Kreis“ J; Verletzung; 100 mg/m2 Lk; Rdn; „bestimmter geschlossener Verkehrsweg“ Zem; Ub; Als: Trk; Rs; „Gruppe“ Trk; Siehe: Lk (XI 237), sniégana- /snijeana „Vogel aus der Familie der Kiefern“ SD? S. 146. (deutsch) Sut; N; J; JD 219; Lkm; Ktk; Trgn; Krt; Ign; Lb; „Schnee“ Ds; „tiefer Schnee“ J (LKA I Karte Nr. 76, S. 150; LKŽ XIII 249, vgl. sniégena, vgl. $ 52), vgl. auch kugelschlitten „pavadis“ C II 1069, kamas, la. kamans „Baumstamm-Drummer“ (ME II 148; ŽD 226; PKEZ II 102-103, vgl. § 19), Helonyme Kamanos, Kamanai Vkš, Molana Rm, Staganos Pg, Ilganis Al (Bilkis 1998: 54). Mit -anas, -ana wurde auch ein anderer litauischer Personennamen gebildet (DaiktvDrR 126). 30 Für seinen Ursprung siehe. Būga 1959: 326-327; LEW 1249-1250; PKEŽ IV 255 mit lit. 31 Nur ist er wahrscheinlich aus dem Verb kibti entstanden (Vanagas 1981: 156). 169 Schlussfolgerungen 1. Die Umwandlung su von Adjektiven mit dem Suffix *-in ir Eigenschaftsnamen hat schon lange begonnen. Vielleicht schon im Spät-Indoeuropäischen su *-gemietet, um soziale Begriffe zu bilden, die die Bedeutung „Herr, Führer“ haben. Iš jų In der baltischen Sprache entwickelten sich die Namen der Eigenschaftsträger Suffix su -ūnas, die in der litauischen Sprache häufiger sind. Namen von Eigenschair ftsinhabekų rn in baltischen, slawischen italienischen Sprachen su Ich bin es. Parallelen in vielen verwandten Sprachen haben ir seltene Eigenschaften Inhaber Namen su *-ino-. 2. Eigenschaften der Inhaber su Namen in anderen iš *-die baltischen Sprachen haben sich von den Dialekten der anderen indoeuropäischen Sprachen durch die Entwicklung von Suffixen getrennt. Besonders produktive vedische Suffixe in der su litauischen Sprache -inis(-ē) hat sehr wenige Entsprechungen in den ir lettischen preußischen Sprachen. In den westbaltischen Sprachen werden die Namen der Eigenschaftsinhaber häufig mit su einem anderen Suffix versehen -ing-. Möglicherweise jų durch ir den Einfluss der germanischen Sprachen verbreitete vedische su -ing. Gauta 1998 01 26 ABKÜNDIGUNGEN Arn —Arnionys, das Paradies von Molėtų. BKGF —- Endzelynas J. 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