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F. W. Haacko „Vocabvlarivm Litthvanico-Germanicvm, et Germanico-Litthvanicvm“ (Halle, 1730) rankraštinių papildymų egzempliorius

Vincentas Drotvinas

Full text

LITAUISCH KALBOTYROS FRAGEN XL (1998) Vincent DROTVINAS Pädagogische Hochschule Wien E. W. HAACKO „VOCABVLARIVM LITTHVANICO-GERMANICVM, ET GERMANICO-LITTHVANICVYM“ (HALLE, 1730) MORGEN) ANHANG EGZEMPLIORIUS' Tyrinédamas Kleine Geschichte der Litauischen Lexikographie, noch 1988 m. Ich richtete meine Augen auf. į Hallés Bibliotheken der Franckes-Stiftung (Hauptbibliothek Franckeschen Stiftungen) im Archiv gespeichert. F. W. Haacko ,,Vocabvlarivm® Exemplare (Unterzeichner) 155 M 4/4a). Sis F W. Haacko ,,Vocabvlarivm® Exemplar in der Geschichte der litauischen Lexikographie selten erwähnt (Hrsg. (im Folgenden: o jo Der Inhalt der Ergänzungen wurde bisher überhaupt iš nicht geprüft. Das Exemplar selbst ist auch interessant, ir weil es die Datierung solcher Veröffentlichungen aufhebt iš XIX a. II Seiten. * Die Sprachfassung wurde erstellt iš Vocabvlarivm Textseiten von sauberen ir größeren Blättern beim Einfügen Letztere zwischen zwei gedruckten Wörterbuchseiten (durch Einbinden). Das Format der ir Seitenblätter ist unterschiedlich: Das Format der unbeschnittenen Seite des Wörterbuchs ist 18,2 cm X 11,5 cm (beschnitten — 17 cm X 10 cm, Set — 14,4 cm X 7,5 100 cm), o Blatt — 20 cm X 17 cm. So hat jede Seite des Wörterbuchs ein eigenes Einfügeblatt: rechte, ungerade Seiten (1, 3, 5...) haben ein solches Blatt auf der linken Seite, und linke, gerade Seiten (2, 4, 6...) — auf der rechten Seite. Wie wir wissen, selbst „Vocabvlarivm“ (ohne die Einbände und den Vorbericht, der zwei weitere Seiten einnimmt, hat insgesamt 230 Seiten (der litauische Teil S. 1-151 Abajas, jo das Lager —3ywatas, o der Leib (uterus) mit dem Schlusssatz Garbe Buk’ Diewui auf Aukfšto. Deutschsprachige Ausgabe (Hrsg.) und deutsche Übersetzung (Hrsg.). 152–230 (Aaron —Aornas —Zwėlffte —Zwyłytas- ). Insgesamt sollten 115 Seiten i$ vorhanden sein, aber es gibt nur 112: im litauischen Teil des Wörterbuchs — 75, im deutschen — 37. Es fehlen Blätter zwischen den letzten Seiten des litauischen Teils des Wörterbuchs S. 150-151, zwischen den Seiten des deutschen Teils S. 154—155, 228-229 und nach S. 150-151 des litauischen Teils, zwischen den Seiten des deutschen Teils S. 154—155, 228-229 und nach S. 230. Ein Teil der Blätter sind vertikal gefaltet. Die Blätter sind defekt: nach dem Wörterbuch p.! Der Artikel widmet sich der Untersuchung der lexikographischen Arbeit von F. W. Haack und bezieht sich auf den Artikel des Autors „E. W. Haacko Vocabvlarivm Litthvanico-Germanicvm, et Germanico- -Litthvanicvm (Halle, 1730)“, gedruckt in „Lietuvių kalbotyros klausimai“ XXXIX t. 1998. * Dabartinis oficialus pavadinimas,.Interdisziplinires Zentrum fiir Pietismusforschung der Martin-Luther-Universitat Halle-Wittenberg in Verbindung mit der Franckeschen Stiftung zu Halle“. * Der litauische Begriff parankinis egzempliorius (siehe Knygotyra. Enciklopedinis žodynas, Vilnius: Alma Littera, 1997,282), durchgeschossenes Buch —ein Buch, in dem zwischen den gedruckten Blättern Blätter von Schreibpapier zur Korrektur oder zu Anmerkungen eingenäht sind (siehe Helmut Hiller. Worterbuch des Buches. Fiinfte, vollstūndig neu bearbeitete Auflage. Vittorio Klostermann. Frankfurt am Main, 1991, S. 98.). 146 die rechte Seite des Blattes in der gesamten Breite abgeschnitp. 226 ten, die Ecke noch unzerrissen, po p. 228 Blatt zerrissen (nur noch Markierungen übrig) Das Papier der Blätter erscheint beim Berühren mit den Fingern dicker und steifer als das der Wörterbuchseiten. Wie die drei gefundenen Papierwasserzeichen zeigen, wird das Blattpapier von einheimischen preußischen Papiermeistern hergestellt, wahrscheinlich In den 1830er a. Jahren. Die Datierung von Wasserzeichen dient übrigens nur ne ką zur Bestimmung der Zeitpunkte der Ergänzungen. Im Allgemeinen könnte man davon ausgehen, dass das sprechende Exemplar des Wörterbuchs kurz nach dem Erscheinen selbst erschien po Vocabvlarivm, o jo Ergänzungen konnten bis zu Ende der Aktivitäten des litauischen Sprachsne eminars, also später als 1740 m. Die Blätter an den Wörterbuchseiten sind mit Druckfarbe überzogen: vor dem Licht sind die Seitenspalten ziemlich deutlich sichtbar. Ansonsten ist das sprechende Exemplar des Wörterbuchs ziemlich gut erhalten, nur an einigen Stellen sind Flecken von verschmutzter Tinte ar zu sehen. (Klebstoff?) Flecken. Bei häufigeren Gebrauchsspuren (Verschmutzungen, ar Streifen, Falten usw.) Sie sind auch nicht sichtbar. Wörterbuch-Instanz gebunden (wahrscheinlich viel später) mit ungefähr dicken 0,3-0,4 cm Kartoneinbänden, die mit braunem Marmorpapier überzogen sind. Das Papier ist teilweise bis zum Karton abgenutzt, die Kanten des Deckels sind abgenutzt, die Ecken sind durch Gebrauch abgerundet, der linke Rand des ersten Deckels ist besonders vom Falten betroffen. Der Rücken ist oben und unten gerissen, die Nähte sind deutlich sichtbar. Wenn man es in die Hand nimmt, ist es leicht zu spüren, dass das Exemplar nicht überall gleich dick ist. Tatsächlich ist das ganze Wörterbuch links, von der Rückseite zur Mitte, wo die Seiten und Blätter des Wörterbuchs zusammengenäht sind, spürbar dicker, und der rechte Rand, wo nur die Blätter sind, ist deutlich dünner. Dadurch sieht das gesamte Exemplar leicht komprimiert, verdünnt aus; Da die Blätter auf der rechten Seite nicht durch den Deckel gedrückt werden, sind sie leicht gefaltet. Wir haben über die äußere Gestaltung des gesprochenen Exemplars des Wörterbuchs von F. W. Haack gesprochen. Da wir wissen, dass die zusätzlichen Einfügeblätter zur Korrektur und Ergänzung des Textes dienen, d.h. zur Korrektur im weitesten Sinne, werden wir nun die Ergänzungen selbst näher beschreiben. Als solche betrachten wir alle handschriftlichen Einfügungen oder Anmerkungen in dem fraglichen Exemplar, von denen wir, wenn auch bedingt, drei Fälle unterscheiden können: a) Hinzufügungen im engeren Sinne neuer Wörter, b) Anmerkungen zur Verwendung von Wörtern oder Formen von Wörtern und c) Korrekturlesen, einschließlich der Korrektur fehlender oder falsch geschriebener Buchstaben usw. Die Ergänzungen sind nicht nur auf den Blättern aufgeführt, sondern auch auf der Rückseite und auf den Seiten beider Teile des Wörterbuchs. Auf der Rückseite des Deckels sind in einer Spalte wahrscheinlich von zwei Personen insgesamt 32 Zeilen mit litauischen Überschriften geschrieben: 24 litauische Wörter mit deutschen Entsprechungen und in der anderen handgeschriebenen Spalte — weitere 8 Wörter (einige Wörter wurden durchgestrichen und neue hinzugefügt). Unter dem Spaltendeckel am unteren Rand befinden sich 2 Einträge: Sum Nachfolger von Michaelis Theophili Gundlingii Godof. Gerlach Region. Porus. Region. Boruss. A. O. R. M.D.CC. XXXII MDCCXXX Mann. Sept. Männer. Dec. (im Folgenden: ar gelöscht, rasiert)* In Jesu spes mea Monogramm auf der rechten Seite der zweiten Spalte GM (= Michael Gundlingius? ), später o mit braunem Bleistift — die erwähnte Signatur. Im gesamten ir Wörterbuch gibt es mehr nicht-lexikalische Anmerkungen, z. : p. 126 In einem leeren Bogen, wie eine verdrehte Hand Kriftus Kriftaus K K Kriftaus Kriftaus Krift() p. 151: Garbe buk' Götterameise Höher. Amen Gloria Dei in Excelsis! p. 260 Zu den Wörtern Gotthard auB Ungarn ift von Halle Ungar wengras nach Ungarn abgegangen in der Ungarn wengru žeme pripisana Leipziger Ofter=MeBe. Obwohl die Korrektir uren für die Wörterbuchzusätze nicht besonders viele sind (zählt pro Wort), aber sie sind 180 sehr vielfältig. Nach Art des ir Zwecks können sie in mehrere į Gruppen unterteilt werden. 1. Neue Wörter (Lexeme) werden am häufigsten hinzugefügt, diese sind in erster Linie 32 Zeilen Worte auf der zweiten Seite des Covers. Sie werden wie die Wörter des entsprechenden Sprachteils im Vokabelbuch selbst dargestellt, obwohl ir ne Immer regelmäßig. 2. Verwandte Wörter werden hinzugefügt, die die Nischen (Artikel) der vorhandenen Stützwörter erweitern, z.B. ein Substantiv wird zu einem vorhandenen Substantiv hinzugefügt: p. 8 Apjftas — Öffnung, o p. 137 Uttele, ės — Uttelus, aus Laupwantzel oder das Verb Ulttinėtis, sich laufen, zu einem Adjektiv wird das Substantivabstrakte geschrieben: S. 16 Baltas, o wei[f —Baltumas das Weiffe. Wir finden folgende verwandte Wörter: S. 98 Piklewoju, au, ofu, ti beutelnd —unde Dūna piklewota, gebeutelt brodt. 3. Mit den zugeschriebenen Wörtern oder ihren Formen werden bestimmte Phänomene der litauischen Sprache illustriert, wobei der Ort ihrer Beschreibung in der Grammatik von E. W. Haack angegeben wird, z. B. — die Enden von Vokalen: S. 8 Apfkuftojis habet in vocativo —ftojau vid Gramat. Seite 246. Nr. 3. 4. Spezielle Hinweise erläutern auch die Semantik und die Verwendung neuer Wörter: * Zur Urheberschaft der Einträge siehe unten. p. 18 Bernas, Knecht od“' Hausknecht, Pferdeknecht Aber Tarnas ist ein Knecht m. [?] auff“ vierter Diener p. 21 Singen Die Dinge, die ich (?) liebe Wort wird gebraucht man mir wo aus Lust finget z.B. im Krieger oder Herberge. Aber von giftigen Verfen kan das nicht brauchen (in solchen Fällen wird ein Lied gesungen, gesungen — V. (dt. p. 47 Kankles, u ein bei den Lithauen gebrauchli®* Muficalisches instrument. 5. Manchmal spiegeln die Kommentare die religiösen Einschätar zungen des Autors der Aufzeichnungen: p. 157 Aufmachen - Paffileides geneigt aufmerckfahm Der Begriff wird in der Bibel in den Versen 1. Mose 19, 20, 21 und 22 verwendet. 6. In einigen, offensichtlich von einer ne Person geschriebenen, Vorträgen werden ar unterschiedliche Meinungen zu einem bestimmten 0 Thema dargelegt, die Vorträge selbst bilden ein kleines Lexikon, zum Beispiel auf der Rückseite des Covers neben Sekke, Strumpe andere Hand geschrieben melior Strumpes uTM Streptokokken p. 210 — Striimpffe S3ekė,ės secundum dialectum Memelenfen alias Strumpf, es, aut Strepsils, iū. Dies lässt vermuten, dass einer der Autoren iš der Aufnahmen ein Einwohner von Klaipėda sein könnte. 7. Häufig werden ir Wortformen korrigiert, die aufgrund ar eines Zweifelsfehlers entstanden sind: p. 126 Suti (Sunu) — definiert ir eine į korrigierte Folge, oder korrigiert einen Fehler beim Auslassen von Buchstaben: p. 159 Amiflit-Amilit. = Im gesamten Exemplar der Ergänzungen werden die traditionellen Abkürzungen to der damaligen lateinischen Namen der grammatischen Kategorien verwendet: adv. interr. = Fragewort, Decl., d. = Declination, f., Foem. = Femininum, G., gen. = Gattung, g.m. = Genus masculinum, männliches Geschlecht. = Grammatik, Masch. = In: masculinum, num. = In: Numerus, pl. = Plural, pl. Vielleicht = ist es nur eine Pluralität. Nach Inhalt können Ergänzungen in mehrere Gruppen į unterteilt werden. Zunächst sind die Bemühungen bemerkenswert, das Vokabular mit Beispielen des gesprocheniš en Wortschatza) es zu ir bereichern, von denen zu erwähnen sind: p. 14 Amtmannas Ein Amtman p. 15 Audejas io Leinweber p. 18 Bruwelle, io Bierbrauer Bitczulis, io E. Bienen Warter p. 47 Kappoc3zinink’s, 0 ein Todten Graber p. 54 Schuster, Schuster, aus der Schufter p. 163 Bildhauer oder Steinhauer Steinmetz; Einige b) Wochentage Monatsnamen: S. 18 ir Berzellis, während Maymonat (? —V. D.) p. 20 S3wenta dzienna od“ Nedieles die Tage der Kleidung: Sontag Pannedėelis, io Montag Vtorninkas Dienstag Serrada, am Mittwoch Petnytsia, 0s Freytag Subata, os Sonntag; c) Bezeichnungen von Haushaltsgegenständen, einschließlich (Top) Hosen, Hose od“' iu beinkleider, vgl. P. 87 Hosen od“ Beinkleider, pl. in Tante Skepeta f In: Serwiete, it. Schnupftuch Decke ober deck Unterlage unter ir Schuh: (obere) kurpjes, pju Wys3inos lederne Schuhe Wys3ios Naggines, u. Parrefken. Eine Arth von ledernen Schuhe p. 209 Sopagas; d) Namen ne einiger Pflanzen: (Top) Notrines, anderer u: Arth von Neffeln p. 76 Ofzka=Bardis, d3iu Lilium convallium p. 108 Puppos, u Bohnen; e) Insektentieir rnamen: p. 18 Bitte, es Biene Bienenkönig p. 173 Pelleda, os Eule p. 199 Ratt Burke, es; Namen von f) Aktionen, Zuständen, Prozessen: p. 9 Aptepti befchmieren, eppu, epjau, ebu p. 12 Atlekti, eku, ekiau, eksu herzufliegen. p. 95 perlipti durchkriechen p. 173 iptropkinti ersticken p. 183 Heifen waddinti. Zu den Ergänzungen gehören neben allgemeingültigen Wörtern aus der Umgangssprache einige Wörter aus dem Neuen Testament mit Ortsangaben: S. 16 Baddu prapulti Hungers sterben Luc. XV S. 25 Dinos pilna tur Er hat Brodt die Fille Lukofip V S. 59 Mattyti Sehen Matt. II.2. S. 201 Safft Bra3das, Feuchtigkeit, Luc. VIII 6 Nicht nur einzelne Wörter werden ergänzt, sondern auch Wortverbindungen unterschiedlichen Inhalts: S. 8 Drugiu apsirgti am Fieber kranck liegen S. 13 Atpenc3 pareina Er komt wied* zurūck Durris vprakinti Thiir auffschliefen S.-23 Wyta (=wifta —V. D.) det (=deda —V. D.) KiauPus die Henne legt Eyer. p. 49 Poterus laikyti Bettstunde halten p. 52 Kelas graud* Ei" harter Weg p. 53 Dantis ipkulti Zahne auschlagen (? —V. D.) p. 90 Geruchsverlust nach dem Essen (fc. grudus) ungemahlt efen p. 143 V3 Wartu ftoweti vor dem Thor stehen. Iš Typischere bildhafte Ausdrücke, die zumindest bedingt dem ar Sprichwort gleichkommen, sind: p. 57 Kadda Wölfe (?) — V. D.) Tadda-Keme Bunnies (wohin? — V. D.) Wann de Wolff ist, da fūtert(? so — V. D.) man die Hund“. Wenn man sich die Ergänzungen ansieht, kann man sich fragen, welches Ziel jų die Autoren verfolgt haben. Es ist nicht klar, ob es sich um einen unorganisierten, amateurhaften Versuch eines anderen Lesers handelte, Wörter aufzuschreiben, die nicht im Wörterbuch enthalten waren, aber ihm bekannt waren. Oder vielleicht war es ein Versuch, das Wörterbuch zu korrigieren und zu verbessern, über dessen Lücken wir im Vorwort von G. A. Franckes lesen. Wie realistisch die Idee war, eine zweite Ausgabe von Vocabvlarivm zu erstellen und wie dies getan worden wäre, ist schwer zu sagen. Sicher ist nur, dass die neue Ausgabe des Wörterbuchs, zumindest in etwa, die Lücken füllen sollte, die zweifellos von den Benutzern des Wörterbuchs bemerkt wurden, und vor allem die Mängel des Wortschatzes der gesprochenen Sprache. Natürlich waren diese Ergänzungen keine systematische, geplante Korrektur des Wörterbuchs, einfach weil die etwa zweihundert Wörter, ihre Varianten und Verbindungen nicht ausreichten. Für die grundlegende Vervollkommnung und Ergänzung des „Vocabvlarivm“ gab es offensichtlich niemanden, der sich ernsthaft darum kümmern konnte: F. W. Haackas verließ Halle 1732, sein Nachfolger Schimmelpfennig zeichnete sich, soweit bekannt, nicht durch litauistische wissenschaftliche Tätigkeit aus, sondern beschränkte sich nur auf das Unterrichten der litauischen Sprache (zumindest gibt es keine detaillierteren Kenntnisse über seine Arbeit und Interessen). Im Jahre 1740 endete schließlich auch die Tätigkeit des gesamten Seminars für litauische Sprache. Man kann jedoch ką von Personen sprechen, die Ergänzungen zum Wörterbuch geschrieben haben. E. Specht, der die Manuskripte der Franckeschen Bibliothek durchschaute, war der erste, der auf das Vorhandensein eines solchen Exemplars selbst hinwies („ein durchschossenes Exemplar zu Haacks lit. Worterbuch®“), über die Anmerkungen jedoch nur bemerkte, dass sie im Wörterbuch nicht verwendet wurden. * Gertrude Bense, die erste, die dieses Wörterbuch im Detail untersuchte, schreibt, dass viele Einträge in der gleichen Schreibweise sind wie der Nachname Michaelis Theophilius Gundlingius: Eintrag auf der Innenseite des Deckels, die gleichen Einträge auf S. 9, 12, 14, 15. Eine andere Hand oder zumindest eine andere Tinte schrieb S. 48, 49. Und auf Seite 64 sind zwei verschiedene Handschriften zu sehen. " Aus dem Vergleich der Namen der beiden Leser von „Vocabvlarivm“, die auf dem Wörterbuchdeckel zu sehen sind, und der Schreibweise der Wörterbuchzusätze lässt sich schwer feststellen, dass es sich um ihre Arbeit handelt. Wahrscheinlich hat er das Wörterbuch gelesen, es benutzt, es berührt, es war nicht nur schwarz. Das zeigen deutlich die beiden erwähnten Bemerkungen über die Synonymie der Sockenbezeichnungen, deren Kenner die Einwohner von Klaipėda sein mussten. Denn Michael Theophil Gundling und Godofried Gerlach sind selbst in Königgrätz geboren. " Erste Einführung > Specht FE Das Litauische Seminar an der Universitat Halle. —Archivum Philologicum 5, Kaunas, Litauen 1935, 47. ® Bense G. Beschreibung der in der Hauptbibliothek der Franckeschen Stiftungen vorhandener Biichen des Seminars (rankraštis, 1992). 7 Christiane Schille r: Das litauische Seminar in Halle (1727-1740) und seine Mitglieder. Auf Spurensuche. —Acta Baltica 32, 1994, S. 211-212. 8 Er schrieb an der Universität dort. 1729, In Halle 1730 ir wurde exmatrikuliert 1732 m. Der zweite Stand į Königstuhl Universität zweimal (1730), In Halle befinden sich šė 1732, aber beendet Universität Halle 1735 m. Schwarz könnte besuchen Karaliaučiaus Universität Es ist unklar, ob sie gute Lehrer der litauischen Sprache ar waren. Um herauszufinden, welche Personen das Wörterbuch ergänzt haben, sollten wir zuerst daran denken, Vom Autor von Vocablarivm. Iš In der Tat, EF W. Haack verstand die Lücken in seiner Arbeit am besten und war persönlich an der ir Verbesserung des Wörterbuchs interessiert, so dass ein Teil der Notizen ihm zugeschrieben werden kann. Es besteht kein Zweifel, dass F. W. Die praktische Umgangssprache und der Wortschatz des Haager Litauischen waren viel reicher, vielfältiger und lebendiger als das Wörterbuch ir für religiöse Texte. F. W. Haack könnte Ergänzungen in zwei Fällen schreiben: Erstens, bei der Vorbereitung der Neuauflage des Wörterbuchs (falls erforderlich) Der Wunsch von Herrn Francke wäre erfüllt worden) und zweitens durch die Verwendung eines Wörterbuchs. Im Laufe der Zeit konnte er Wörter, Formen oder Verbindujų ngen hinzufügen, die er gehört hatte: Dies waren bereits Anmerkungen an sich selbst. Vermutungen über die Abhängigkeit von Ergänzungen und Einträgen vom Autor des Wörterbuchs F. W. Haack könnten wir durch jo den ir Vergleich der Handschrift der Einträge im Handschriftenwörterbuch begründen, aber ohne F. W. Haack Autogramto m, machen Sie es unmöglich. Wie auch ar immer, die Autoren der Anmerkungen waren die Benutzer des Wörterbuchs, die verstanden, dass Vocabvlarivm hat eine Reihe von ir Schwachstellen. Sie zeigten die Fähigkeit, das Wörterbuch zumindest ar ein wenig aus eigener Initiative zu ergänzen, ir obwohl diese Ergänzungen keine einzigartigen Wörter der litauischen ir Sprache waren (sie waren in anderen Wörterbüchern der Zeit bekannt). Trotz der Schwierigkeiten der Forschung, die durch den Mangel an Quellen entstehen, kann man sagen, dass die Anmerkungen zum Wörterbuch von F. W. Haack ein Dokument der Sprache der Litauer des ersten Drittels des 18. Jahrhunderts sind, in dem sich die Notwendigkeit eines umfassenderen Wörterbuchs, die Sehnsucht nach einem vollkommeneren Wörterbuch widerspiegelt. Es ist bedauerlich, dass keine zweite Ausgabe des Wörterbuchs vorbereitet wurde und diese jo Ergänzungen nicht bereichern konnten. Ihr Glaube. Mit dem Wörterbuch von W. Haack endete das aktive Studium der litauischen Sprache in Halle. Es wird erwartet, dass die alten litauischen Wörterbücher in Halle erforscht werden und ihre Ergebnisse für die zukünftige Geschichte der litauischen Lexikographie von Bedeutung sein werden. Anhang Der Anhang besteht aus Faksimiles der Vocabvlarivm-Ergänzungen und einer vollständigen Liste der Ergänzungen. : Die Ergänzungen werden unter Beibehaltung der Zeilenanordnung und wo möglich unter Berücksichtigung der Großund Kleinschreibung in litauischer und deutscher Sprache geschrieben. Die Beziehung der Einträge zu den Wörtern des Wörterbuchs wird an den Stellen in Klammern mit den Initialen des Autors des Artikels V. D. Taisyti beschrieben, wegen der unklaren Schreibweise unleserliche oder zweifelhafte Wörter werden in Klammern mit Fragezeichen und den erwähnten Initialen geschrieben. Die lateinischen Abkürzungen sind in den Erläuterungen angegeben. sechs AB 220. m EM ins“ Schlachtkörper; (tymo auros 47% ve Lot, 1), Pangelera, Aa? a. Fisch“ Tempe er 5 Re „und Bea Tv tA i a, ae vf As Das Leben ist schön. e, ay BETA Ziqil MAKE a 3 Der König. Zeilen. r Ai Če [ - Sam in Var et y MA 7 y AS —rei XxxII 455 [7 4 l 2 0 M k7 bee ch £y Ta , | Ap Akiu ARS BER ww‘ / Rückseite des Covers der Vocablarivmo-Erweiterungen. 10 PFOCABFMLARITM LITAUISCHGERMANICVM, GERMANICOLIT'THYANICVM, Darin alle im Rewer Seftament und Plaltey befindliche Worter nach) bem Alpha? Beth. enthalten (ind; Nebft Sinem Fnbang einer Eurngefafren gitthanifdyen GRAMMATIC Ausgaefertigetvon Sticbericy Wilbyelm Haad/ _ S.5. Theol. Kultur, Kultur Docente imgitthauifdhenSeminariogu Dalle, 4 ALLE, Drogen Stephanus Orban, Univerf, Suds, 1130. ata. Die Titelseite von Vocablarivmo. 11 49 k Pulkim an kelu melf ir (? — V. D.) Passiklau (toliau uzbraukta —V. D.) 1aB uns auff die knie fallen un“ beten Poter“ laikyti bettstunde halten Poterus, den bettstunde gehalten Pramintas kelas ei 2 d. Ein gebahnter Weg der Graudus-- Klasse Ei" härter Weg PaBalles-- Klasse Ei" gefroren Weg Waso-Klasse - Nein. SchlitteTM Weg 53 k Dantis iBkulti 3ahne ausschlagen (? — V. D.) Krumminas, no ein Backen=3ahn 54 d Kurpininkas der Schuster (oben die Schusterin —V. D.) magis usu eft in (? — V. D.) Schuh, aus, 4 d. g.m. Schuhe (uti schu machen Kunnigene, es Eine Predigerfrau ki fu, sau, ti, huften fu 57 k Kadda wilkai keme tadda Bunnies (kein? — V. D.) Wann d¢ Wolff ist, da futtert fo (? — V. D.) man die Hunde 59 Mattyti: Sehen (prirašyta Matt. 11. 2.— V. D.) 62 d Milf3ti (f3 korrigiert) — V. D.) Melken, 3u, 3au, {3u milBtuwe, Milcheymer es 64 d MyBe laikiti E. Predigt halten Naujena, od“ Eine neue 3eitung Narras (oben geschrieben uns = Narruns? — V. D.) - Das ist es. E. Duck (durchgestrichen) — V. D.) Tauch Ente 65 k (Hrsg.): Die io Mutter. — V. D.) nedawadnas nedawadney (zugeschrieben. — V. D.): incomposit"“* incontinnu“* incondit“* indigest“* indisposit“* inordinat* turbat® (? —V. D.) 76 d Obfras, o ein Tachfe, I d. gm. Ofka=bardis, d3iu, Lilium convallium 90 Tage Pastirrus ryti (fc. grudus) ungemahlt ein 91 d Patkawa, os ein Hufeifen Pakalne, es die Niederung 95 k perlipti, uberfteigen perleti, ūbergieBen perlysti, durchkriechen 97 d pertifti, sich von einander dehnen (tu, fiau, tifu 98 d Péftas, [to zu Ful gm. pefta, (tos g.f (zugeschrieben: NB heiflet auch eine 18 Stampffe meinte piesta, -os — V. D.) Piklewoju, au, ofu, oti beuteln unde“ Dūna piklewota 108 d Puppos, u Bohnen 126 d Suti nahen sunu (definiert ir n korrigiert) į w. — V. D.) Juwu Kriftus Kriftaus K k Kriftaus Kriftaus Krift (nicht fertig? — V. D.) 137 d Uttelus, aus, LaufBwentzel n. uttinetis sich laufen 138 d Schnell. O 141 k Walakis, io untaug]“"“ Geld 142 wamadsuti pfeifen (unterstriir chen geschrieben: wam3diju, au, ifu, iti— V. D.) 142 d Wanta, os ein von griin kraut kürzer Befen, den man den in badftube brauchet 143 k V3 Wartu stoweti Vor dem Thor stehen 149 k 2. u Auflage, 2. Aufl. gf die Gedarme NB Winkel 3iarrojanti Deutsch-Litauisch-Wörterbuch Vorsilben paffileides geneigt, 157 k aufmerckfahm (unterstrichen — V. D.) Paien vocabulum ufirpat de hominibus sibi relictis et ad Peccatum pronis Joftas Band 159 k Bedencken abdumoti amisliti (eingetragp ir en wiederholt korrigierte Wort apmifliti— V. D.) der bedacht 3amone, weil (3=SV. D.) 161 d Bemiihen (sich) procewotifi (zugeschrieben: ftorotifi — V. D.) 163 k Bildhauer od“ Steinhauer Steinmetz 165 k Creatur, gechfopff Sutwerimas, o I d. g.m. 173k Pelleda, os Eule VschtroBkinti ift einander (? — V. D.) Erfticken aber erfticken Selbst ift VBtrokBti 174 d Feder Plunkfna (zugefügt: auch Schreib — V. D.) 175 k Wiffa pilnacfe (? — V. D.) fleiBig Riezwaf 181 k 3erplegen (? — V. D.) Feuerkraft (? — V. D.) i. e.** glūth 183k heiBen waddinti HauB Buttas findet ukis (nummeriert vom Autor der Anmerkung) — V. D.): HauB ist 1) proprie ein HauB ist (2) eigentlich ein Gebäude das ist (3) HauB, Hoff (? — V. D.) v"“ alles was darunter liegt im HauBwesen verstanden wird. 19 Eigentlich heist auch ein HauB Nammai, mu, I decl. Gen. Masc. - Luc. XIV XI. HauBBRath Immobilieo n, Namu rykay. 187 k Hosen od“ Beinkleider Köln iu in pl: nur so viele 191 k Leinwand 193 k Pelle, es Maus 199 k Frachtf3urke, es 201 Feuchtigkeit, Luc. VII. 6 205 Pflicht i.e. fchuldig feyn schuldig ist. S. 206, 207; Bd. Priereggeti ne nicht wohlsehen kėnen (geschrieben: Neprireggeti — V. D.) 208 Sprichwort Kalbefis (zugeordnet) (? — V. D.) I d. gm. 209 Stieffel Sopaga (angebrachte Gliedmaßen s — V. D.) Ražai, u Strangas 210 taglich dieniBkas (prirašyta kas den —V. D.) 210 d Strūmpffe S3éke, es. Der zweite Dialekt ist der Memelensem alias Strumpe. (Hrsg.): Strepsils. 211 k thėricht paikas, paikay (oben geschrieben i.e. einfaltig —V. D.) thoricht durnay, i.e. Narrifch 223d Wald Girra 226 wied® hollen od“ repetiren wiederholen dwilinkay Erläuterun230 gen 1. Hier und anderswo bedeutet E. den Artikel ein eine. 2. melior — besser. 3. f —foemininum — weibliche Gattung. 4. Gift: —secundum —pagal. 5. [- In: Jive. — 6. in ufit — verwendet, potior — besser. 7. it — Artikel — auch. 8. Regiom —Regiomontanus —Karaliauciaus. 9. Auflage. In: Magdeburgensis. 10. A. O. R. – Anno Orbis Redemptoris – Das Jahr des Erlösers der Welt. 11. d — rechte Seite des Blattes, k — linke Seite des Blattes. 12. Auflage. Seite 1 —Angaben EF. Die Grammatik der deutschen Sprache. 13. e.g. —exempla gratis —zum Beispiel. 14. Jg. —Jicut —zum Beispiel. 15. Auflage. 16. i.e. —id est —das ist. S. 17. Vgl. 20 DAS BEISPIELE FÜR KORREKTUREN DES ,,VOCABVLARIVM LITTHVANICO-GERMANICYM, ET GERMANICO-LITTHVANICVM“ VON E. W. HAACK (HALLE, 1730) Zusammenfassung In der Hauptbibliothek der Universität Franckeschen Stiftung (Unterschrift. FrB 155 M 4/4a) ist das verschossene Kopie der ,,Wocabvlarivm Litthvanico-Germanicvm, et Germanico-Litthvanicvm® von Friedrich Wilhelm Haack (1705-1754) bewahrt. Es sind dem in Kopie der Worterbuches iiber litauische 180 Worter und Wendungen mit ihren deutschen Entsprehungen eingetragen, die von den bisher unbekannten Benutzer (wahrscheinlich von zwei Studenten des Litauische Sprache Seminars) hineingeschrieben sind. Diese schriftliche Zusatze, zumeinst der Umgangssprache entnommen, hatten das Ziel, die Lemmata der gedruckten Worter zu bereichern, die Welt Semantik und die Verwendung einiger litauischer Worte zu erklären. 21