Jonas Palionis, par. „Mikalojaus Daukšos 1599 metų Postilė ir jos šaltiniai“
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ACTA LINGUISTICA LITHUANICA XLV (2001), 187-205 Die Ausgabe Reviews MIKALOJAUS DAUKSOS 1599 METŲ POSTILE IR JOS ŠALTINIAI. wurde von Prof. habil. dr. Jonas Palionis. Berlin: Verlag der Deutschen Akademie der Wissenschaften, 2000. Nach der Wiederherstellung der litauischen Unabhängigkeit wurde die Erforschung und Veröffentlichung alter Schriften intensiviert, und einigen alten Autoren wurde besondere Aufmerksamkeit geschenkt – ihre Schriften oder Schriften mit Originalen wurden wiederveröffentlicht. Zu letzterer Gruppe gehört auch die Mitte des Jahres 2001 in den Buchhandlungen erschienene, beinahe ein Pfund schwere Neuauflage von Mikalojus Daukša Postilas. Selbst für jemanden, der diese Veröffentlichung nicht gesehen hat, sich aber noch von der Schulbank an Daukša erinnert, ist es wahrscheinlich schon aus dem Titel der rezensierten Veröffentlichung klar, dass neben Daukša Postila selbst auch das polnische Original von Jakub Wujek in dieser Veröffentlichung enthalten sein sollte. Das ist in der Tat der Fall. Natürlich hat sich der Umfang der Publikation dadurch verdoppelt. Und was ist mit den verschiedenen Zubehörteilen? Die Veröffentlichung beginnt mit einem, offenbar vom Herausgeber selbst geschriebenen (aber nicht signierten) „Vorwort“, in dem es heißt: „In dieser Veröffentlichung ist der fotografische Text der Postilla (DP) von Mikalojus Daukša aus dem Jahr 1599 —des bedeutendsten gedruckten Denkmals der litauischen Schrift des 16. Jahrhunderts —mit seinem polnischen Original Postilla Catholicka Mnieyfza- ... w KRAKOWIE... 1590 (W,) von Jakūbas Wujekas enthalten. Dieses Original ist die dritte Ausgabe der Kleinen Katholischen Postilla des berühmten polnischen Theologen, auf die sich Daukša bei der endgültigen Bearbeitung seiner Übersetzung gestützt haben soll (siehe Einleitung)“ (S. 7). Weiter erfahren wir, dass die DP-Fotokopie dieser Ausgabe aus den Exemplaren von Simonas Stanevičius und Otto Praniauskas gemacht wurde, was aus welchem Exemplar entnommen wurde, dass „der Text der dritten Ausgabe von Wujek durch Scannen aus dem Mikrofilm nachgedruckt wurde, der von Prof. Wojciech Smoczynski an das Institut für Litauische Sprache geschickt wurde“ (S. 7) und dass der Hauptinitiator dieser Ausgabe Prof. habil. dr. Vytautas Ambrazas, dem ebenso wie dem Verlag „Baltų lankų“ am Ende der „Vorrede“ gedankt wird (S. 8). Somit ist die vergleichsweise kurze „Vorrede“ recht informativ, hilft dem litauischen Leser, sich an vergessene Kenntnisse zu erinnern, und macht den Ausländer gut mit diesem Denkmal unserer Schrift vertraut, umso mehr, als die „Vorrede“ auch in die deutsche Sprache übersetnematė. Mat „Sutrumpinimų“ sąraše, „iškritus“ santrumpai adv. jį „lyginant“, ėmė ir atsiraKadangi recenzuojamo leidinio metrikoje nei redaktoriaus, nei korektoriaus pavardės nenurodytos zt wurde (S. 9-10). Nur die abschließenden litauischen und deutschen Dankessätze an den Verlag „Baltų lankų“ werden nicht ganz überzeugend, wenn man sich die auf S. 11 gedruckten „Abkürzungen“ ansieht. Aus dieser Liste ergibt sich der Eindruck, dass der Verlag „Baltų lankų“ die endgültige Version des Layouts ziemlich nachlässig betrachtet hat, und der Vorbereiter wahrscheinlich auch (man möchte nicht glauben, dass es sie nicht gab), und nur der Maler Eugenijus Karpavičius ist genannt, so dass alle Vorwürfe an die kollektive Person – den Verlag – gerichtet werden müssen.
188 | BEWERTUNGEN zu adj. = adverbium, Adverb (sollte adjectivum, Adjektiv sein). Leider ist dies nicht der einzige Fall. Ähnliches ist mit der Datierung (wahrscheinlich d.?) passiert. So entstand beim „Vergleichen“ der Liste wieder ein conj. = Dativ, Nutzwort (sollte ein Konjunktiv sein). Nun, was der Vertreter der heutigen litauischen Sprache „verschuldet“ hat, ist schwer zu sagen, aber für ihn wurde in den „Abkürzungen“ kein Platz gefunden, obwohl in den am Ende der Publikation gedruckten Korrekturen der Fehler des DP seine Abkürzung in steht. (= inessivus) wird ziemlich häufig verwendet (vgl. S. 1306, 1307, 1308, 1311, 1312 usw.). Solche Ungenauigkeiten der „Abkürzungen“ sollten in einer soliden Publikation nicht vorkommen, zumal sie als prestigeträchtig gedacht war. Nach der „Vorrede“ und den „Abkürzungen“ ist in der rezensierten Ausgabe der einleitende Artikel von Prof. Jonas Palionis „Postila von 1599 und ihre Ausgaben“ (S. 13—22) abgedruckt. Die Übersicht beginnt mit dem 25-seitigen Buch Wyiątek z kazari žmudzkich, das vermutlich von Stanevičius erstellt und 1823 in Vilnius herausgegeben wurde und in dem die lateinische und polnische Aussprache des DP und eine Predigt nachgedruckt sind. Nur bei ihrer Vorstellung sollte man vielleicht nicht versuchen, diese Veröffentlichung, wenn auch indirekt, mit dem Entstehen der vergleichenden historischen Sprachwissenschaft in Verbindung zu bringen (S. 13), denn der litauische Kontext genügt vollkommen, um die Gründe für ihr Erscheinen zu diskutieren. Ohne Zweifel steht das Entstehen dieses und des zweiten Stanevičiui zugeschriebenen defekten 16-seitigen Büchleins in direktem Zusammenhang mit der sogenannten litauistischen Bewegung der Semgallen (vgl. Maciūnas 1997: 141-142). Die Entstehung beider erwähnten Publikationen wurde bereits 1955 von Prof. Jurgis Lebedys am genauesten beschrieben: „S. Stanevičius wollte M. Daukšas wegen seiner Sprachschönheit und seines Wortschatzreichtums neu veröffentlichen und damit andere anregen, die literarische Sprache zu entwickeln. Dass dieses Ziel das wichtigste war, zeigt die Tatsache, dass in beide Veröffentlichungen eine Ansprache von M. Daukša an den „Lieben Leser“ (und in die größere eine Ansprache an M. Giedraitis) aufgenommen wurde. Mit diesem Vortrag wollte er die jungen Leute und die Intelligenz, die in die Schule gehen, mit den Worten von M. Daukša ansprechen, die sie auffordern, die Muttersprache zu lieben und sich um die Schaffung ihrer Literatur zu kümmern. Mit diesen Veröffentlichungen versuchte S. Stanevičius, praktische Ziele zu erreichen, nicht nur M. Daukšas zu popularisieren, sondern auch andere (ausgenommen mich — J. K.) in die patriotische Kulturarbeit einzubeziehen. Er versuchte, die alten Texte zugänglicher zu machen und änderte deshalb bei ihrem Nachdruck die Schreibweise und ließ die diakritische Zeichen weg“ (Lebedys 1955: 167). Es stimmt, dass die zweite Veröffentlichung Volterio DP leidimą, jo parengimo principus bei nurodo priežastis, paskatinusias nutraukti leidimą (p. 13-16), ir iki šiol plačiausiai naudojamą Mykolo Biržiškos 1926 metų fotografuotieine Reihe von Problemen aufwirft, und alle darüber geäußerten Meinungen sind hypothetisch. Es gibt jedoch kaum Grund, die Autorschaft von Stanevičius zu bezweifeln, wenn man weiß, dass sich außer ihm niemand mehr für die DP interessierte (vgl. Subačius 1998: 350). Nach der Vorstellung der Publikationen von Stanevičius befasst sich Palionis weiterhin ziemlich ausführlich mit der unvollendeten Ausgabe von Eduardo Nis, die nach Palionis „obwohl sie einen großen Schritt nach vorne bedeutete [...], dem Original aber auch nicht angemessen war“ (S. 17). Darüber hinaus erschwert die letztere Ausgabe „die Verwendung für wissenschaftliche Studien zusätzlich dadurch, dass neben der Übersetzung das polnische Original nicht vorliegt [...]“, weshalb die bisherige Lücke „jetzt mit der neuen Ausgabe geschlossen werden soll“ (S. 17). Nach dieser Erläuterung geht der Autor zu den Überlegungen über, warum die dritte Ausgabe der Wujek-Postilla für die Veröffentlichung in dieser Publikation ausgewählt wurde (S. 17-18). Nachdem man sich mit allen im Artikel angeführten Argumenten vertraut gemacht hat, beginnt man trotzdem zu zweifeln, ob es nicht authentischer gewesen wäre, die zweite polnische Ausgabe zu wählen und aus der dritten nur jene Stellen anzugeben, die in Wujeks zweiter Ausgabe der Kleinen Postilla fehlen, denn die Grundlage der Übersetzung war die zweite Ausgabe, und nach dem Erscheinen der dritten hat Daukša seine Übersetzung nicht nur technisch an die neue Wujek-Ausgabe angepasst, sondern auch zusätzlich jene Teile aus ihr übersetzt, die in der polnischen zweiten Ausgabe fehlten. Dass die Grundlage für die Übersetzung war die zweite Ausgabe
REZENSIONEN | 189 mas, liudyty und DP S. 504 (= 505),,,, der Satz: Papst Rimo /welcher ny ist Gregor der Dritte bleibt elt’ wahrer Nachkomme von Peter S. (dieser Ausgabe S. 1052). In der dritten polnischen Ausgabe des Wujeko-Postilés aus dem Jahre 1590 steht an dieser Stelle Vrban siodmy *W 505. Wenn Daukša also seine Erlaubnis sorgfältig nach dieser Erlaubnis bearbeitet hätte, dann hätte er wohl kaum den Namen des 1585 verstorbenen Papstes darin hinterlassen. So änderte Wujek in dieser Ausgabe den Namen, aber Daukša war nicht so eifrig und hinterließ sogar im Jahre 1599 die Quellenangaben der Übersetzung, obwohl er logischerweise Gregor XIII. durch Clemens VII. ersetzen sollte, der der Heilige ist. Peters Nachfolger war in den Jahren 1592-1605. Nach diesem Artikel und den „Textologischen Kommentaren“ (S. 23-25), die ebenfalls nicht kategorisch belegen, dass man unbedingt die dritte Ausgabe der Kleinen Postilla von Wujek wählen musste, werden die fotografischen Texte von Daukša und Wujek gedruckt. Da Wujeks Text zum ersten Mal gedruckt wird, können wir ihn nur mit dem Original vergleichen, das in Litauen nicht vorhanden ist, während wir den fotografischen Text von DP bereits mit der Ausgabe von 1926 vergleichen können. Beim Vergleich der beiden Texte wird sofort deutlich, dass der fotografierte Text der rezensierten Ausgabe deutlich schlechter ist als der fotografierte Text von 1926. In der Ausgabe von 2000 sind die meisten diakritische Zeichen kaum noch zu sehen. Wer die DP erforscht, muss neben dieser Genehmigung auch eine Fotogenehmigung aus dem Jahr 1926 haben. Es stellt sich also sofort die Frage, ob man jetzt, mit einer wesentlich besseren Technik, nicht eine qualitativ hochwertigere Fotoausgabe herstellen kann? Wenn dem so ist, sollte man dann in diesen Zeiten des allgemeinen Mangels den litauischen Text schlechter wiedergeben und wäre es nicht besser gewesen, für dieses Geld eine andere, den Forschern schwer zugängliche oder gar nicht erforschte Quelle herauszuMorkūno Postilę), juoba kad DP 1926 metų leidimas yra nesunkiai prieinamas. Gal vis dėlto mums reikėtų būti taupesniems ir susirinkus susitarti, kuriuos senuosius raštus fotografuotigeben (zum Beispiel den Psalter von John Reza Dowid oder den sogenannten 1600 Jahre alten Jakobs Psalter). Dann würde es keine ähnlichen Fälle geben, in denen derselbe Text mehrmals wiederholt wird, ohne dass es wirklich notwendig ist. Und noch: man sollte herausfinden, wer diese Arbeit am besten machen könnte, denn man möchte nicht glauben, dass mit der heutigen Technik nicht erreicht werden kann Das ist das Niveau von 1926. Nach den fotografischen DPund *W-Texten sind in dieser Ausgabe die von Prof. Palionis erstellten Fehlerkorrekturen „Errata“ (S. 1304-1331) gedruckt. Die Erläuterungen vor der Liste der Korrekturen sagen: „Diese Liste der Korrekturen enthält offensichtlichere Übersetzungsoder Druckfehler, aber nicht die Fälle, die im DP-Korrigendum („Pakilimus Teip patailik®- “) dargestellt sind“ (S. 1304). Ähnlich heißt es auch in der „Vorrede“ zur Veröffentlichung: „[...] diese Veröffentlichung enthält [...] eine „Errata“ – eine Liste von Fehlern, die bemerkt wurden, aber nicht in die „Pakilimus Teip pataifik“ am Ende des DP aufgenommen wurden“ (S. 7, in deutscher Sprache S. 9). Aber woher soll der arme Leser wissen, was in Daukšos „Flügen..- .“ enthalten war, wenn sie in der rezensierten Veröffentlichung nicht enthalten sind? Offensichtlich hat der Verlag „Baltieji lankai“ entschieden, dass Daukšos „Paklidimai...“ überflüssig sind und der Leser soll sich anhand der hier gedruckten Liste selbst ein Bild davon machen, was in ihnen steht, oder er soll die Ausgabe von 1926 nehmen, in der „Paklidimai...“ gedruckt sind, und sich überprüfen. Aber in den „Flügen..- .“ gibt es neben Korrekturen von Korrekturfehlern auch Texteinfügungen, die für Forscher notwendig sind, die entschlossen sind, den DP-Text mit dem Original zu vergleichen. In diesem Fall ist das wahrscheinlich deshalb passiert, weil der Verfasser das vom Verlag „Baltieji lankai“ vorbereitete Layout nicht gesehen hat. Man möchte nicht glauben, dass Prof. Palionis den Leser sogar an zwei Stellen daran erinnert hat, dass in der neuen Ausgabe der Kleinen Postilla von Wujek die dritte Auflage im September 1590 gedruckt wurde (oder zumindest mit dem Druck begonnen wurde?), da Urban VII. nur 13 Tage lang Papst war, d.h. vom 15. bis 27. September (Christiani 1934: 520).
190 | BEWERTUNGEN Die Liste enthält keine Fehlerbehebungen, die von Daukša eingereicht wurden. Es ist daher selbstverständlich, dass der Verlag selbst bewusst oder unbewusst auf „Aufstiege...“ verzichtet hat. Wie auch immer, aber das ist schon ein Löffel Teer im Honigfass, denn in gewisser Weise ist in dieser Ausgabe nicht der gesamte Text des DP veröffentlicht. Im weiteren Verlauf der Erläuterungen zur Errata wird ein ziemlich vages Bild von der Erstellung dieses Abschnitts gezeichnet, da zu Beginn gesagt wird, dass die Liste „mit kritischer Verwendung der Korrekturen in den Fußnoten des von Edward Voltaire erstellten transliterierten DP-Textes (gedruckt in St. Petersburg in Teilen 1904, 1909 und 1927)“ erstellt wurde und dass „die Liste auch mit ausgewählten Fehlerbeispielen aus dem übrigen (d.h. dem nicht gedruckten Teil von Voltaire – J.K.) Teil ergänzt wurde“ (S. 1304). Im zweiten (letzten) Absatz dieser Erläuterungen heißt es: „Bei der Erstellung der Liste wurde der Grundsatz verfolgt, so wenig wie möglich von der Sprache und dem Schreibsystem der Übersetzung des DP abzuweichen und so wenig wie möglich Zweifel aufkommen zu lassen. Zu diesem Zweck wurde oft sowohl auf W.,, als auch auf das am besten erhaltene Exemplar des Stanevičius-Originals geschaut“ (S. 1304). Aus den zitierten Erläuterungen ist nicht ganz klar, ob Prof. Palionis die Liste der Korrekturen von Voltaire nur „verbessert“ hat, oder ob er sie bei der Vorbereitung dieser Ausgabe auch ergänzt hat. Bei näherer Betrachtung stellt sich heraus, daß hier eine verbesserte Version der Korrekturliste von Voltaire gedruckt wird. Diese Schlussfolgerung scheint durch zufällig beobachtete, aber in dieser Liste nicht enthaltenen Korrekturfehler (sie sind nicht in der Liste des DP „Paklidimus Teip pataifik- “) unterstützt zu werden, z.B.: 50,,,, DAT. SG. Chriltui, NOM. SG. chriltus, 51,,,,,,INSTR. SG. chriltulu, GEN. SG. Christa, geb. SG. chriltuy netaisoma, Oo 34,, GEN. SG. chrifltaus korrigiert in Chriltaus (S. 1306), 89,, GEN. SG. chriltaus wird auch in Chrifltaus korrigiert (S. 1309). Oder 76, der sich im NOM des ehemaligen Kartenzeit-Aktiven befindet. SG. M. jgiies wird nicht in įgyęs korrigiert, obwohl an anderer Stelle die Endung dieser Form in -ęs korrigiert wurde, vgl. 324 (=326),, dtggręjes wird in dtgręjęs korrigiert (S. 1322). Auch die 203 (= 205),,,, die in der PRAES enthalten sind, wurden nicht in die von Palionis erstellte Liste aufgenommen. SG. 1 Form fiuncjiy, obwohl in fiuncziu korrigiert werden sollte. Die vorstehende Aussage wird auch durch die Fälle bekräftigt, in denen in beiden Fotoausgaben von zwei falsch geschriebenen Wörtern eines korrigiert und das andere nicht korrigiert wird. Zum Beispiel 244 (=246),„ in der Verbindung miefauligii Sūnū ACC. SG. Das erste Wort Palionio korrigiert in mielaufigij (S. 1316), während die zweite nicht korrigiert, obwohl es scheint, sollte in Sani korrigiert werden, weil die gleiche Wortform 145,, lina korrigiert in funy (S. 1312). Das gleiche gilt für 319 (=321),, die Verbindung Tręc3ę auspiowęs. Es ist NEUTR. Die Form Trécj¢ (= Třecie) wurde nicht korrigiert, und auspiowęs wurde in aus/piowęs korrigiert (S. 1321). Oder hier 323 (=325),, finden wir O kas jokone parafjitą?, aber in der gedruckten Fehlerkorrektur wird nur parafitg in parafita (S. 1322) korrigiert, während jokone in 30kone aus irgendeinem Grund nicht korrigiert wird, obwohl es die gleiche INES ist. SG. Form 562 (=565),,jokone wird bereits in 30kone geändert (S. 1329). Ähnlich ist es mit den Formen des Wortes Diewas: 357 (=359), NOM. SG. Djéwas ist in der Liste von Palioni nicht aufgeführt, nur die INES nach éfsgs. SG. Die Form der Götter korrigiert zu Diewt (S. 1323). Es gibt zweifellos noch mehr solcher Fehler, die nicht korrigiert wurden, da es sich hier, wie bereits gesagt wurde, nur um Fälle handelt, die ziemlich zufällig entdeckt wurden. Einem aufmerksameren Leser fehlen natürlich oft auch detailliertere Korrekturprinzipien, denn manchmal ist es nicht ganz klar, warum sogar dieselben Wörter, dieselben Formen so ungleichmäßig korrigiert werden. Wenn solche Erklärungen fehlen, ist es oft nicht leicht festzustellen, ob dies absichtlich geschehen ist oder ob es sich um einfache Korrekturfehler handelt, und manchmal scheint man auch das Prinzip aus der Einleitung der Errata nicht zu beachten: „Geschlechter mit den Buchstaben í, 4, die in der Position eines langen Vokals stehen, wie nom, sind nicht in der Liste enthalten. pl. [...] Sunys 533 (=535),, [...] inf. ifwjft 357 (=359),, u. a., da Grund zu der Annahme besteht, dass dort mit diesen Buchstaben nicht nur die nasalen [į], [ų], sondern auch die langen [i], [ū] bezeichnet wurden“ (S. 1304). Im Falle des Buchstabens j scheint diese Bestimmung eingehalten zu werden, aber im Falle von y nicht
BEWERTUNGEN | 191 immer. S. 84. INF. byt in der Verbindung byt korodti korrigiert zu but koroti (S. 1309), während Nom. PL. 119,, fuuys korrigiert in funus (S. 1311). Besonders viel Unklarheit verursachen die Korrekturen der Buchstaben ę, die anstelle von ė, ę, ia (siehe Palionis 1967: 34) verwendet werden: manchmal wird sie in ę, manchmal in e korrigiert. Beispielsweise wird das von Daukša falsch geschriebene Präfix 102,, bę in bę, 0 89 (=103), korrigiert, so dass das geschriebene bý in be, bý geändert wird. (mit Fragezeichen!) (S. 1310). Ich möchte sofort fragen, warum es im ersten Fall keine Zweifel gab, und im zweiten Fall begann es zu entstehen? Ähnlich ist es auch mit dem Präfix ne geschehen: 38, nę wird zu nę korrigiert und in den Anmerkungen wird angegeben, dass dieses nę=ne ist (S. 1306), aber 53, und 63,, nę wird zu ne korrigiert (S. 1307, 1308), und 102, nę (éft) wird wieder zu nę korrigiert (S. 1310). Oder die Zeit des Wortes INSTR. SG. Die Form wird 4 mal korrigiert, aber zweimal auf die eine und zweimal auf die andere Weise: 13,, mety in mętu (S. 1305), 335 (= 337), mętų in meni (S. 1322), und 16,, mgtii in metū (S. 1305) und 53,, mętu in metu (S. 1307). Warum hier ė nicht in ė geändert wird, d.h. warum diese Formen mit den relativ häufig in DP geschriebenen meti und metu und nicht mit mętu gegenübergestellt werden, bleibt nur zu vermuten. Das ist auch bei INES der Fall. SG. Korrektur von Formen, z.B.: 44,,metę korrigiert in metę (S. 1307), 69,, „„3ėkonę in 36konę (S. 1308), aber 324 (=326),, regéiimg korrigiert in regéiime (S. 1322). Nun, in 62,, mirltanc3iamę, korrigiert in mirftanc3ziamę, finden wir die umgekehrte Korrektur von -ę zu -¢. Man muss davon ausgehen, dass hier ein Korrekturfehler durch einen anderen ersetzt wurde, weil die letztere Korrektur sonst nicht erklärt werden kann. Oder hier ist IMPER. PL. 1 Form 21, „/keflbkimę korrigiert in /keflbkimę (S. 1305), 0 118, paktausikimg in paktausikime (S. 1311) und 280 (= 282),, /ugrifkimę in lugrifkime (S. 1318). Warum man im ersten Fall -ė in der Endung belassen hat, ist ebenfalls unklar, weil an anderer Stelle alle Zeiten der direkten und impliziten Verben PL haben. 1 Die Endung -¢, -ę scheint ganz zu Recht nur auf -e korrigiert zu werden, z.B.: 63, turimg in turime (S. 1308), 102,, išgirlimę in išgirlime (S. 1310), 156,, atgrefstumbime in atgr¢fitumbime (S. 1312), 172,,paregėtumbimę in paregėtumbime (S. 1313). Diese Art von Korrekturen kann teilweise auf den echten Namen Abelis GEN. sG zurückgeführt werden. Formen von Abels ungleiche Korrektur: 408 (= 410),, Ablo korrigiert in Abel, 0 410 (= 412),, Ablo in Abel (S. 1325). Wenn die Prinzipien der Korrektur nicht genauer erklärt werden, ist es schwer zu verstehen, warum in der Liste von Prof. Palionis die Diftonge an, en, DP, die als g, ¢ oder gn, ¢n geschrieben werden, unterschiedlich behandelt werden. Meistens werden sie nicht korrigiert, aber gelegentlich wird g, ¢ in gn, gn, 0 4, gn und an, en korrigiert, z. B.: 315 (= 317),,nuflidėdace3ių korrigiert | nulidédgnc3ziu INSTR. SG. (S. 1321), 228 (= 230)... 3ękla korrigiert mit | jgnktais (S. 1315) (aber 10,, pajékljtos wiederum wird aus irgendeinem Grund weder in ¢ noch in | gn oder en korrigiert, sondern in pajékljtos (S. 1305) korrigiert, obwohl es paj¢kijtos sein sollte), und 448 (= 450),,dggan korrigiert in dangun (S. 1326), 244 (= 246),„,tėndą in lénda (S. 1316). Und wenn in derselben Wurzel anstelle von in DP i gedruckt wird, wird es anders korrigiert, völlig unklar, z.B.: 124, lik/mumu korrigiert in link/mumu INSTR. SG. (S. 1311), 0 214 (= 216),, „„liklmumo, lik/mibes in ljklmumo, lįki/mibes GEN. SG. (S. 135). Wie erklärt man solche Korrekturen: 309 (= 311), pęnįgt in penigy GEN. PL. (S. 1321) und 331 (= 333),, penjgamas in penjgamas (S. 1322)? In solchen Fällen reicht es wahrscheinlich nicht aus, zu sagen, dass die Korrekturen „nach dem Prinzip vorgenommen wurden, so weit wie möglich von der Sprache und der Schreibweise der Übersetzung des DP abzuweichen...“. (S. 1304), würde ich gerne wissen, wie man versucht hat, dieses Prinzip einzuhalten. Natürlich wäre es am einfachsten und einfachsten, alle erwähnten Unstimmigkeiten auf Korrekturfehler zurückzuführen, von denen es in der von Frau Palioni zusammengestellten Liste der Korrekturen leider sehr viele gibt. Da es jedoch nicht notwendig ist, sie im Detail zu behandeln, finden Sie im Folgenden eine klassifizierte Liste der in den Korrekturen festgestellten Fehler.
192 | Tabelle 1. FEHLERHAFTE DP WÖRTER Seite 21, fwéntiuiy fwentitiy DP puslapis Išspausdinta DP J. Palionio Pastabos 2000 m. ir eilutė taisoma leidimo fwentitiu INSTR. SG. 1306 11452, Newaloee Newaloiee Newaloie INES. SG. 1169–1171) und dem Grafen von Pfalz-Zweibrücken. 3 1313 174 (= 176), gaiteiimy gaitéiimy gaiteiimu (sollte INSTR.SG. 1313 sein gaitéiimu) 188 (= 190),, lykelninp lykelninmp lykelniump 1314 188 (= 190), kėlęs kėlęs kėles PRAET. 3 1314 190 (= 192), lurįkulius lurikulius surįkulius 1314 (t. b. furjkulius) 191 (= 193), iffmintigai iffmintigai iffmintigai ADV. 1314 191 (= 193), prodgigs pradgigs pradéigs 1314 191 (= 193),, parafiitq parafiitg parafiita NEUTR. 1314 (t. b. parafiita) 200 (= 202), mul muylu mulių (t. b. myly) 1314 213 (= 215), likimibę dujmibę lįkimibę 1315 213 (= 215),, liklimumas liklimumas lįkimumas 1315 (t. b. ljklmimas) 228 (= 230), Bajngęcjios Bajnęcjios Bajnjcejios GEN. SG. 1315 233 (= 235), nei fenų... buwimų nei fenū buwimuū 1316 buwimų 237 (= 239),, kyres kyrés kurés ACC. PL. 1316 255 (= 257), kyrie kyrié kurie (t. b. kurié) 1317 255 (= 257),, daitty daittų daiktų GEN. PL. 1317 256 (= 258), numasgoio numasgoio numasgoio 1317 (t. b. numasgoio) 265 (= 267), krdiuo kraiuo kraiuo GEN. SG. 1317
193 Seite 271 (= 273),, DP puslapis Išspausdinta DP J. Palionio Pastabos 2000 m. ir eilutė taisoma leidimo echten echten echten echten INSTR. SG. 1318 (= 271) (= 273). ataulity ataulitu ataukitų COND. 3 1318 277 (= 279), fawys fawys fawus 1318 (t. b. fawiis) 281(=283), brūgulnius brūgulnius brqggelnis NOM. SG. 1318 (t. b. brggelnis) 286 (= 288),, trupycjo trūpycjo trupuc3o 1319 (t. b. trūpuc30) 290 (= 292),, nelkally nelkatly nelkallu NEUTR. 1319 (t. b. nelkatlu) 295 (= 297),, priwaty priwati priwalu NEUTR. 1320 (z. B. privat) 304 (= 306), będrų będrų będru (t. b. będnū) INSTR. SG. 1320 306 (= 308),, reine reine haben (d. h. Volumen) PRAES. 1 1320 (t. b. 3) 310 (= 312),, pajiltų pajiltų pajiltu 1321 (t. b. pajiltū) 311 (= 313), yjmufe yymufe uymufie PRAET. 3 1321 (t. b. usmufze) 315 (= 317),, Wiefipat Wiéfipatj Wiefipati DAT. SG. 1321 (t. b. Wiéfipati) 317 (= 319), masgas md3gas masgas 1321 (t. b. Knoten) 319 (= 321),, buliy iy Diewy |... Diewy... Diewu 1321 (t. b.... Diėwu) 322 (= 324),, Wjenas Wjėnas Wienas NOM. SG. 1321 (t. b. Wien) 325 (= 327), galetą... gatétq... galetų (t. b. galéty) COND. 3 + INF. 1322 iftraukt’ ifstraukt’... ifftraukt’
194 | RECENZIEN Seite DP puslapis Išspausdinta DP J. Palionio Pastabos 2000 m. ir eilutė taisoma leidimo 327 (= 329), prilaktioe prilaktioie prilakitoieu 1322 329 (= 331), Fodsio jodsio jodsio (t. b. 1322 jodsio) 332 (= 334), pūtlauj plttauij puttauii PRAES. 2500 v. Chr.. 1322 335 (= 337),, buwe būwe buwo (t. b. būwo) 1322 336 (= 338), Tydekite sydekite ludekite 1322 (t. b. sudekite) 337 (= 339), jmonemns jmonémns jmonemus 1322 (t. b. 338 (= 340),, did5euliy didséuliy did5euliu ACC. Du. 1322 (t. b. did5éuliu) 342 (= 344), ktanle ktanle ktaule PRAET. 3 1323 (t. b. kfaule) 351 (= 353),, piktifiys piktūliųs piktūlius 1323 (t. b. piktūliūs) 360(=362),,,, nulidéiyliy nulidéiyliy nulidéiyliy 3mo-GEN. PL. 1324 jmouiy 3mouių nių (d. h. Menschen) 378 (= 380), nujemmintiei nujėmmintiei nujėmintiei NOM. PL. 1324 379 (= 381), Iwan Iwanowitsch Iwanowitsch PRAES. 3 1324 (d. b. iswemia) 394 (= 396),, wie kajp wie (d. b. wie) 1325 398 (= 400),, gates köns gales (d. b. köns) FUT. 3 1325 404 (= 406),, Apaltatai Apdltatai Apdfitatai 1325 (t. b. Apdfitatar) 434 (= 436), piktiemys piktiémuys piktiemus 1326 (t. b. piktiémus) 450 (= 452),, tiektaj tiektdj tiektai (t. b.tiektai) 1326 471 (= 473),, Iwétes fwétes fwétas NOM. SG. 1327
195 Seite 473 (= 475), Wiener DP puslapis Išspausdinta DP J. Palionio Pastabos 2000 m. ir eilutė taisoma leidimo 3odjių Wiener jodjiu Wiener jodjiu INSTR. SG. 1327 474 (= 476),,., pawaijdo pawdiido pawdizdo 1327 475 (= 477). DAT für Flugzeug für Flugzeug (z. B. Sekfai). SG. 1327 477 (= 479), Apaltatas Apiltatas Apafitatas (t. b. 1327 Apdftatas) 478 (= 480), bitoliy bitoliy bitofiu (t. b. 1327 bitoliu) 510 (= 511),,, jemjnių 3jęmjnių Femjniu (t. b. 1328 jęmjniu) 518 (= 519), belnelį belnėlį bernelį (z. B. ACC. SG. 1328 bernélj) 518 (= 519), 3odjių jodsiy Fodsiu (t. b. INSTR. SG. 1328 jodsiu) 531 (= 533),, tęko tėko tako (t. b.tąko) PRAES. 3 1329 535 (= 537), vi dudineie vi dudinčie vidudinie (z. b. PRAES. 3 1329 vidudiniéie) 553 (= 556), fwety wet fwetu (t. b. INSTR. SG. 1329 went) 568 (= 571), vi Iwiro vi fwiro vilwiro (t. b. 1330 viiwiro) 594 (= 597),, wie umo [wie imo fwielumo (t. b. 1330 fwieliimo) 601 (= 604), der Diener der Diener (t. b. die Dienerin) INSTR.SG. 1330 610 (= 613),, gaiwa gaiwd galwa (t. b. gatwd) NOM. SG. 1330 614 (= 617),,,, galiy galy galiu (d. h. endgültig) PRAES. 1 BGB. 1330 618 (= 621), melftus mélltus melltys (z. B. SUP. 1331 mélltys) 619 (= 624), isliyte elt isliynte éft’ i5liytg elt (z. B. 1331 i5liyntg élt’)
