Kirčiuočių mišimas
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ACTA LINGUISTICA LITHUANICA XLVI (2002), 185-192 ANMERKUNGEN Remarks VERMISCHUNG DER WÖRTER In vielen südlichen Hochdeutschen (Léipalingis, Veisiejai, Kapčiamiestis, Drūskininkai, Ratnyčia, Pelesa, Žirmūnai, Rėdūnia, Merkinė, Seinai, Pūnskas) überschneiden sich in bestimmten Fällen die Festsprechund die Festtagel- -Sprache (nach Prof. J. Balčikonis die klingende Festsprech-Sprache — aus seinen Vorlesungen von 1953-1954). Wahrscheinlich sind deshalb sogar die Ausspracheschemata verfallen: grudu „Korn“, gruduos „Korn“, aber gnidas, k'elmūs „Kelmus“, aber k'eė. Imas, ža.yklū „Zeichen“, žanklūs „Zeichen“, betža.y7klas, žiedū „Ring“, žieduos „Ringe“, karštū „heiß“, karštis „heiß“, bet kd.rstas, ka.rstu; grrnū „rein“, grrnūs „rein“, bet grinas, nuogū „nackt“, nuogūs „nackt“ Drsk (Švendūbrė, Jaskonys); žantūs „zėntus“, žveū „Žvėriu“, dgs. Gln. žveris „žvėris“, tv'irtū „tvirtu“, p'lirmū „pirmu“ Rtn? (vgl. die noch gehörte und von anderen bestätigte unterschiedliche Aussprache des Bilsas-Sees bi. lsu ir b'ilsū (Balčikonis 1978b: 383-384; Savukynas 1966). Solche Beispiele wurden 1958 und später auch in der Umgebung von Rodūniai aufgezeichnet (in den Dörfern Kargaudū, Klišių, Naujų Smilginių, Piliakalnio, Leliūšių); (tur.) du sun, aber vns. Gln. stūnu, marci ati nuogū žūpakal'u; In: nup'ir.ko. in den neuen Ringen; rukščūs barščūs n3.r k'aū.le.m p’Llk; mit p'irmū, obwohl p'i.rmas: vai m'er.go's noch. | mit p'irmū gūlas // Thin Fakten geschrieben und Laziiny Gespräch: gru.dūs, vezus, mešiūs (aber Getreide, wieder) Lz (Pas. junūs LzŽ98,102 — Junge LzŽ98; stumūs LzŽ1 14 — Aufstellung auf derselben Stelle; Lunge — Schinken L27139: Dicke LZŽ245 — Dicke LzZ dort; Fett Lz (Pasalys) —dgs Gln. rzeb’us dortselbst, gruduos S. 151, storūs S. 150, bet storas S. 151, bolūs S. 140, klun'i S. 147, unkšč'isa, S. 151, bet ū.nkšč'is dgs. In: A.A.S.H.. dgs. Klm. —S. 151 (das letzte Beispiel — die I-te Klammer) usw. Ähnliche Dinge gibt es in der Rede von Dievéniskiy (vgl. Grinaveckienė 1993: 134—179); Sätze, die noch im Dorf Poškoniai im Jahr 1999 gehört wurden: ka.rtus /m'ėsk karcūs [Äpfel] tuos žd.me.n; Zwei Hunde sind ums Leben gekommen. Nußbaum. ; Ich bin gegangen. Die Stimme ist ein scharfes „s“ mit einem „s“-Anklang. Noch häufiger wurde dies in der bereits verschwundenen Zietela-Sprache gesagt: g'ies'm'ax —g'ies'm'- ės ZrŽ205; grinas, grinū Z12219; krėsla' —krėslūs ir krėslus ZrŽ316, lango JR74 —dū langū p'irk'on instat'- ēm Z1Z341; dušlūs ZrŽ398; miire ir murė ZrŽ418; pėdas —piedūs ir pėdus ZTZ469; p'irmas —sa p'irmdai ZTŽ487; kunodas dau nesuras Z12643; ša.udus „stroaudus“ ir šaudūs ZTŽ659, vienas —vind.i (vns. in. viena) ZTZ768 usw. Es wird sogar g'iema, aber g'iem'i, g'iemū ZTŽ204, der Vokale e, i, u, o', der zweistimmigen ie, uo gesprochen. Diese Frage wurde bereits angesprochen (vgl. Lazauskaitė 1998: 27-28).
186 | ANMERKUNGEN atjūnkau und atjunkaū ZTŽ249; šiltūs kal’in’its ZrŽ663, in Pagirūs ZT, aber Pagiriai (3?) ZrŽ821 und so weiter. Wahrscheinlich hat Prof. J. Balčikonis in den Jahren 1953-54 zu Recht gelehrt, dass, wenn die Sprache schwächer wird, wenn ihr System schwächer wird, als erstes die Aussprache schwächer wird. Manchmal scheint es, dass das Aussprachemuster eines häufig verwendeten Wortes (z. Gal. kelinės ZrŽ283, k'ėp'in'im- 'i „kepenimis“ dgs. In. ir k'ep'in'ū' dgs. Alif Lam Mim. ZrŽ286, schwach (4) ZrŽ589 = (3); Geheimnisvoll (1)? —ZTZ597; Spalte (3)? —ZrŽ675; Musiker (1) ZrŽ420 = (2); Packungen (3) ZrŽ450 = (3?), Wermut (1) ZrŽ470 = (2), Pekornia (1) ZrŽ470) = (2) usw. Bei verschiedenen Schreibweisen (von verschiedenen Personen geschriebenen Dingen, weil es auch in der Sprache einer Person Schwankungen gibt, z.B. im Dorf Poškoniai in der Umgebung von Dievėnai wurde 1999 von einer Frau gehört, dass važd.vo- .m in trd.bas ~ važiavom in Trébas und vaZiioc in trobas nemožna —važiuot in Trobas nemožna- ), manchmal ist nicht bekannt, welchen Akzent man für ein anderes Wort schreiben soll. Häufig wird aufgrund der Aussprache dieser beiden Vokale eine vierte Vokalform vermutet. Leider konnte das Gesetz von F. de Saussure wegen der Festanfangs-Zufälligkeit (in Gesprächen nur k'@.Imas, ka.rštas, Zd.pklas, p'i.rmas usw.) in der zweiten Silbe vom Ende her nicht eintreten, hier musste es andere Gründe geben. Das hätten sie sein können. Durch Zweisprachigkeit oder andere Gründe sind die Unterschiede in der Aussprache abgeschwächt oder sogar verschwunden, aber in manchen Fällen behalten die Schneekt die Tendenz, einen Silbenteil mit einem Akzent zu betonen. Die größere Anzahl von Substantiven, Adjektiven, sogar Zahlwörtern und Teilnehmern sind Wörter der vierten Dialektik, das war sozusagen die verallgemeinerte Endform von einigen (vielleicht allen?) Wörtern der Festwortwurzel vns. Eintrag von: įnagininko ir dgs. Die endgültige Aussprache des Nachnamens. Dazu kommt noch die Angst der jungen Wissenschaftler (besonders in den Städten), den Akzent von der kurzen Silbe auf die vorhergehende lange Silbe abzulenken. Diese neuen Aussprachen, die durch diese Analogie offensichtlich durcheinandergebracht wurden, sollten vielleicht nicht in Wörterbüchern, Texten vorgestellt werden (wie es in DRSKŽ und LKZ versucht wurde), denn dann sagen wir, dass die 4 Aussprachenwörter in der Wurzel einen festen Präfix haben können (cv'i.rtas, cv'irtū, trd.uktas, trūuktū usw.). Denn selbst die Gebrauchssprache vernichtet den dritten Dialekt, weil sie griežtū, griežtūs bernūs, aulinius žiedai, giesmė, giesmės, ties Lietuva, su tamsuma, tamsumas usw. sagt. Der städtische Bewohner hört das Schwingen der Vorfreude nicht mehr, daher beeilt er sich, vns zu betonen. Einen Nagel und dgs. Endwort mit einem nachträglichen Akzent, da dort oft die Akzente von verschiedenen Endwörtern abgezogen werden: vai.kus, sodu, sodus, miéstus usw. Hier wird es sich um ein völlig neues Phänomen handeln, das sogar in den Gesprächen der litauischen Sprache begonnen hat. Nach Ansicht von V. Lazauskaitė-Ragaišienė seien dies fast ausschließlich Folgen von Analogien mit anderen Stämmen (Lazauskaitė-Ragaišienė 2001: 97—109), aber die analoge Vermischung der Stämme ist kaum in ganz Litauen gleich, und die Formen karštū, pirmū, pirmūs, žiedūs, ties Lietuva usw. kommen nur in zweisprachigen, von der vorübergehenden Nivellierung betroffenen Grenzsprachgemeinschaften sowie in unseren großen Städten (besonders in Vilnius, Kaunas, Klaipėda) vor. Ich erinnere mich. Es ist sein. k. Zeitverben g'iema —g'iem'i, g3ve. - Go.v'eū. Lz, vė.ima —v'eim'i Dv (Hrsg.) und andere. In diesem Fall sollte man keine Aussprache-Bescheinigungen schreiben, weil das Phänomen nicht gebildet ist und ziemlich unklar ist, wie im Falle der von J. Balčikonis angebotenen echten Singularsubstantive mit der Festwortwurzel: Kaūnas, Kaunui, Kaunė (2 oder 4), Smalvas, Smalvū, Smalvė (2 oder 4, in Abwesenheit des Plurals und kann nicht überprüft werden; könnte zumindest vns unterstützen. Iliativ, aber er schwankt manchmal in der Konversation, z.B. : Kaunan (viele Südund Ost-Hochdeutsche) und Kaūnan (DsM —B. Stundžios inf.), weil „die Bezeichnung von Paradigmen nutzloses Spekulieren ist“ (Balčikonis 1978a: 372). Das ist auch der Fall. Niedermanns Wörterbuch der litauischen Schriftsprache, insbesondere in der Liste der Ortsnamen (S. 49, Heidelberg, 1968).
ANMERKUNGEN | 187 Dies wird auch helfen, das Problem der Aussprache des Sees b'il.sas zu lösen: vns. In. Der Name derselben Person kann zweimal ausgesprochen werden — b'ilsū und b'i.Isu. 2002 überprüft (vgl. Savukynas 1966: 175-176; Balčikonis 1967: 130). Diese Variation hängt davon ab, ob der Sprecher vns betonen will. Ich habe sogar den Satz prig’ére. b'i.lsr gehört, obwohl er vns. vard. b'il.sas sagte. BALČIKONIS, J. 1978a: [Rec.] Lietuvos TSR upių ir ežerų vardynas, Zeitschrift für Sprachwissenschaft 10, 1964. Zitat von: Id., Sammelbände I, II, III, IV, V, VI, VII, VIII, IX, X, XI, XII, XIII, XIV, XV, XVI, XVII, XVIII, XIX, XX. In: Wissenschaftliches Jahrbuch, 371–373. 1978, S. 107f. Brief an die Redaktion. 1 (1996), S. 13. In: Die Zeitschrift für Geschichte, Band 1, Heft 1. In: Wissenschaftliches Jahrbuch, 383–384. GRINAVECKIENĖ, E. 1993: Šaltinių šnektos tekstai. Zeitschrift für Sprachwissenschaft, 30, 137-159. LAZAUSKAITĖ, V. 1998: Über die Varianten der Aussprache von zweisilbigen o-stammigen Substantiven in den südlichen Hochlatiner Dialekten (Thesis). Institut für Litauische Sprache, Pädagogische Universität Vilnius. LAZAUSKAITE-RAGAISIENE, V. 2001: Aussprachevarianten von u-stämmigen Substantiven mit zwei Stammzeichen in der Sprache der südlichen und östlichen Hochlatiner im Vilnius-Raum. Die Probleme von Dialekten und Sprachen. 2001, S. 97–109. 1966, S. 10. B. Savukynas: Zu den Problemen des Substrats im Südwesten Litauens. In: Baltistica 1 (2), 165–176. Vytautas Vitkauskas Erhalten am 20.03.2002 Institut für Litauische Sprache Antakalnio g. 6, 2055 Vilnius, Litauen DER FLUSSNAME Dané"* Der Fluss Akmena (Kretingos r.) im klaipėdischen Sprachgebrauch ist (und war) dane //danej~- Danė | Dänemark. Auf Deutsch wurde es Dange geschrieben. W. Fenzlaw (1934: 141) hat den Satz mit dem Wort Dange alle wie ein Mann in den Jahren 1958-1960 gelesen und gesagt, dass sie niemals Menschen aus Klaipėda getroffen hätten, die hier den Adjektiv g ausgesprochen hätten (nur die Tante-tov'ė sah: vo-k'eška parasima Dange | pradé-je t é-p ta-rte —da.ng'e —Wörter der Schwester von J. Uzpurvis Kohnienés). Prof. V. Mažiulis stützt sich auf das Wörterbuch von F. Kuršaitis (K78). Die Leute, die sich als Litauer bezeichneten, haben diese Aussprache nicht so spät (ca. 1959-1963) verwendet. Vielleicht hat jemand von den zufällig verbliebenen Einwohnern von Klaipėda jetzt „innovativ“ angefangen, nach dem Land überschwemmte Aufständische zu nennen, aber früher habe ich das nicht gehört. Aus der lebendigen Sprache konnte F. Kuršaitis kaum Darige hören — das ist die zukünftige Schriftform. Die Aufzeichnungen von F. Kuršaitis aus der Umgebung von Tilžė sind fehlerfrei, aber von anderen Orten, von weiter entfernten Orten, gibt es sogar sehr unglaubwürdige Aufzeichnungen (von zufälligen Verfassern?), z.B.: zem. Die kleinen, kleinen, kleinen. Nicht Dané, sondern Dariga. In: Baltistica 34 (1), 1999, S. 93–98.
