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Elemente einer volkswirtschaftlichen Theorie des Kapitalmarktes

Veit, Otto

Abstract

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Full text

Vei , O o A icle Elemen e eine olkswi scha lichen Theo ie des Kapi alma k es Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Vei , O o (1949) : Elemen e eine olkswi scha lichen Theo ie des Kapi alma k es, Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 69, Iss. 1, pp. 15-43, h ps://doi.o g/10.3790/schm.69.1.15 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/290660 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen (insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en, gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e. Te ms o use: Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal and schola ly pu poses. You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public. I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence. h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/ 15] 15 Elemen e eine olkswi scha lichen Theo ie des Kapi alma k es Von O o Vei , F ank u a. M. Inhal s e zeichnis: I. Das adi ionelle Schema S. 15 — II. Die Anlage on Ve - mögen S. 16 — III. Funk ion de Bö se und de Banken S. 19 — IV. Kapi al- ma k und Gü e wi scha S. 24 — V. Ein lüsse au das K edi yolumen S. 27 — VI. Ein lüsse au den Zin9 und du ch den Zins S. 30 — VII. De in e na ionale Kapi alma k S. 37. I. Das adi ionelle Schema We den al eingewu zel e G undübe zeugungen, die in P axis und Wissenscha sei Jah hunde en ge es ig sind, du ch neue E kenn - nisse e schü e ode übe hol , so daue es ge aume Zei , bis man sich ganz au den Wandel eins ell . Selbs im engs en K eise de? E kennen- den hal en sich Residuen de adi ionellen Denkweise. Meis e en sie au Nebengebie en zu age. T o z de Einsich in die Unhal ba kei de T adi ion äll es schwe , sich on dem zu lösen, was das Denken iele Gene a ionen gep äg ha . We den Wandel de G und o s ellungen in de Physik heo e isch beg i en ha , kann sich den Kosmos du chaus noch nich nach de Axioma ik de Rela i i ä s heo ie und de Quan enmechanik anschau- lich o s ellen. Daß Zei und Raum beg i lich nich zu ennen sind, daß die klassischen Beg i e on Masse, Ma e ie und Subs anz au - gegeben we den müssen, daß au die Fes s ellba kei de Dinge im Raum e zich e we den muß, ja daß die kleins en Teile de Na u , die Elek onen, übe haup nich Dingcha ak e haben, sonde n als Ene gie- Anme kung de Sch i lei ung: De Au sa z wu de Ende 1944 abgeschlossen und ü Schmolle s Jah buch Bd. LXVIII, He 3 gese z , abe nich meh ausged uck * da die Zei sch i in olge de Zuspi zung de K iegse eignisse ih E scheinen ein- s ellen muß e. Teile desselben wu den inzwischen in einen Exku s zu dem Buche des Ve asse s „Volkswi scha liche Theo ie de Liquidi ä " au genommen, da» 1948 im Ve lage Vi o io Klos e mann in F ank u a. M. e schienen is . Da jedoch de Au sa z als Ganzes einen selbs ändigen We besi z , so wi d seine Ve ö en - lichung je z nachgehol . Die Pa ag aphenhinweise sind neu und beziehen sich au das genann e Buch. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.69.1.15 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:02 16 O o Vei [16 ladung, als Schwingungs unk ion anzusehen sind — dies und ande es mögen wi heo e isch beg ei en. Abe selbs Physike on Fach be- kennen, daß wi kliche Anschauung in de nachklassischen Bahn ihnen schwe äll . Um wie iel schwe e muß es dem Be ach e de Wi scha allen, on den übe hol en G undaxiomen de klassischen Schule sich so wei zu be eien, daß e sie au Einzelgebie en nich doch s illschweigend zug unde leg . Dies um so meh , als die nachklassische Na ionalökono- mie bei namha en Wissenscha le n noch nich oll ane kann wi d — im Gegensa z zu as einhelligen Ane kennung des Neuen in de Physik! Dazu komm , daß die Abg enzung gegen die klassische Leh e in de Na ionalökonomie du chaus nich summa isch ollzogen we den kann. Was bes ehen bleib und was nich , is nu du ch p äzise De i- ni ionen zu e assen. Ein Beispiel ü das Beha ungs e mögen de klassischen Denkweise lie e die Vo s ellung, die bis heu e übe das Wesen desKapi al- ma k es anzu e en is . Daß es sich um einen „Ma k " handel , au dem die Wa e „Kapi al" on Spa e n angebo en und on in es ie enden Un e nehme n ode on de ö en lichen Hand1 nachge ag wi d — das wi d o auch on denen un e s ell , denen die p inzipielle Ge enn hei des Spa - und des In es i ionsp ozesses längs kla gewo den is . Auch on de Ausgleichs unk ion des Zinses und de an de Bö se ausgehan- del en Ku se wi d dabei gesp ochen, selbs wenn man heo e isch e - kann ha , daß die Bewegung des Zinses on ganz ande en Fak o en ab- häng und daß die Bewegung de Ku se ganz unabhängig is on dem, was man sich un e un e nehme ische Kapi alnach age o s ell . Is nun, wie wi heu e wissen, de klassische Ha moniegedanke, de Spa en und In es ie en in einen ma k mäßigen Zusammenhang b ing , g undsä zlich unhal ba 2, so is da aus nich zu olge n, daß es einen Ma k ü Kapi al übe haup nich gib . Ge ade hie zeig es sich, daß de klassische Gedankengang einen Ke n ich ige Anschauung bi g . Inwiewei e dennoch nich hal ba is ode zu alschen Folge ungen e lei e , wi d e s bei nähe em Zusehen e kennba . II. Die Anlage on Ve mögen Die wi scha lichen Vo gänge, die das „Kapi alma k " genann e Phänomen ausmachen, sind de Kau un<J Ve kau on G unds ücken, 1 De k edi inanzie e Au wand des S aa es is hie und im Folgenden de un e - nehme ischen In es i ion gleichzuach en. 2 Un e de Vo ausse zung de geschlossenen Wi scha . In Abschni VII üh en wi die o ene Wi scha als Da en a ian e ein, wobei die klassische Theo ie meh "Wi klichkei snähe gewinn . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.69.1.15 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:02 17] Elemen e eine olkswi scha lichen Theo ie des Kapi alma k es 17 Hypo heken, Un e nehmungsbe eiligungen und We papie en e - schiedens e A . Te minologisch wä e es besse , on einem „Ve - mögensanlagema k " zu sp echen. Aus G ünden de Ve s ändigung bleiben wi indessen bei dem adi ionellen Ausd uck, unbeschade de heo e ischen Vo behal e zum Kapi albeg i (§ 71). In diesem Sinne gehö en auch de Kau und Ve kau on unbebau en G unds ücken und ande en Ve mögensobjek en zum Kapi alma k . Gegens and de An- lage sind Kapi algü e ode An ech e au solche. De E we b gil jedoch als Kapi alma k o gang nu dann, wenn beim E we be die Anlage on Ve mögen und nich die Ve wendung zu un e nehme ische Tä igkei , zu Gü e p oduk ion1 im Vo de g und s eh . We den Ka- pi algü e als P oduk ionsmi el e wende , so is de Be eich des Kapi alma k es e lassen. P ak isch sind die G enzen zwischen Kapi al- ma k anlage und p oduk i e Ve wendung iel ach ließend. Die mei- s en Kapi algü e , die g undsä zlich als P oduk ionsmi el anzusehen sind und die dahe zum un e nehme ischen Be eich gehö en, können auch als bloße Ve mögensanlage e wo ben und be ach e we den. So kann ein spekula i e Anlege Maschinen ode Rohs o o ä e e we - ben, die e nich zu Gü e p oduk ion, sonde n lediglich zu Siche ung ode Ve meh ung seines Ve mögens zu nu zen beabsich ig . In solchen Fällen we den P oduk ionsmi el als Kapi alma k we e behandel , wäh end sie im Regel all nich zum Kapi alma k gehö en2. De nich o ganisie e Kapi alma k , au dem die Anlage on Ve mögen je nach Gelegenhei (gegebenen alls du ch Ve mi lung on Makle n ode on Inse a en) s a inde , un e scheide sich im P inzip nich on dem o ganisie en, de in de Ein ich ung de E ek enbö se zusammenge aß is . Die Vo gänge des Kapi alma k es e hal en an de Bö se eal ypische Deu lichkei . Auch den E we b on Spa kassengu haben und die Zahlung on Ve siche ungsp ämien kanu man zum Kapi alma k echnen, da Spa kassen und Ve siche ungs- 1 Wü de an S elle on „Gü e p oduk ion" im o liegenden Zusammenhang on „In es i ion" gesp ochen, so wä en Unkla hei en zu be ü ch en, da de englische Beg i „In es men " sowohl die Kapi alma k anlage wie die un e nehme ische Nu zung on Kapi al um aß . 2 Die Abg enzung en sp ich den zwei Möglichkei en, die in dem Beg i „S a c h - kapi al" s ecken: Das Sachkapi al bes eh aus Gü e n (Kapi algü e n), die de P oduk ion ande e Gü e ode de daue nden Nu zung gewidme sind. Sowei die e s e e Möglichkei (P oduk ionsmi el) in Be ach komm , is de Handel in Kapi al- gü e n kein Kapi alma k o gang. — Wenn Wal e E u c k e n das Phänomen des Kapi als au aß als un e nehme ische Ve ügungsmach übe Konsumgü e , die zum Un e hal de an de P oduk ion Be eilig en benö ig we den, so g ei diese De i- ni ion wei e zu ück, is abe mi de hie o ge agenen Au assung du chaus e - einba . Ve ügungsmach übe Kosumgü e is die Vo ausse zung de P oduk ion oni Kapi algü e n. Schmolle s J«h buch LXIX, l 2 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.69.1.15 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:02 18 O o Vei [18 gesellscha en ih e Mi el egelmäßig in G unds ücken ode We - papie en anlegen. De Kapi alma k o gang wi d nu du ch Zwischen- schal ung de Ins i u e e hüll . Auszugehen is on dem En schluß des Ve mögensbesi ze s, eine Anlage o zunehmen, die wede dem unmi elba en Ve b auch noch unmi elba de Gü e p oduk ion gewidme is . Solche Ve mögens- besi ze können Un e nehme ode Nich Un e nehme sein. Nich Un e nehme , die sich en schließen, eine Kapi alma k anlage o - zunehmen, handeln als S p a e . Jede Spa ak is ein Ak de Kapi al- ma k anlage, so e n nich in liquides e Fo m gespa , also „geho e " wi d. Wie auch imme man den Beg i de Ho ung bes immen mag, imme is eine Hal ung on Einkommens eilen in liquides e Fo m, also in Geld gemein 1. Da unbe is e e Bankdeposi en als Geld (Gi al- geld, Buchgeld) anzusehen sind, können auch E spa nisse in Sich depo- si en als Ho ung au ge aß we den („Deposi enho ung"). Dagegen is die Einzahlung au Spa kon en und be is e e Kon en bei K edi banken (Fes geld) de Kapi alma k anlage zuzu echnen. De E ich ung sol- che Kon en s eh gegenübe , daß die K edi banken s e s einen gewissen Bes and an We papie en hal en. In diesem Fall is e sich lich, daß es auch zwischen Kapi alma k anlage und Ho ung — ebenso wie zwischen Kapi alma k anlage und un e nehme ische Nu zung — ließende G enzen gib . In de Theo ie wi d die Ho ung meis als Sonde o m des Spa ens angesehen, die dadu ch gekennzeichne is , daß dem Geld- o gang kein gü e wi scha liche Vo gang, keine en sp echende Gü e p oduk ion gegenübe i (inak i es Geld). Diese Au assung kann akzep ie we den, so e n sie nich mi de naheliegenden An- nahme e bunden is , daß ande e Spa ak e eine en sp echende P o- duk ion au oma isch auslösen2. Die G ade de Liquidi ä on Ve mögensanlagen bilden eine Skala on ielen S u en (§ 12), un e denen de Anlege seine Wahl i . Daue nd inden Übe gänge und Umschich ungen on S u e zu S u e s a . Besonde s sinn ällig sind alle dings die Übe gänge on Ve - mögensanlagen de liquides en S u e zu den S u en, die wi zum Kapi- alma k echnen, und umgekeh . Jede Kau und Ve kau on Kapi al- ma k we en s ell einen solchen Übe gang da . Dabei handel es sich nich nu um Käu e aus Spa e mögen, das geho e wa , sonde n auch aus Un e nehme e mögen, das in Kassen ese en und Geschä sdeposi en gehal en wu de. De Kapi al- ma k is keine Domäne des Spa e s. Auch Un e nehme e en als An- 1 Vgl. die sechs möglichen Beg i sinhal e des Ho ens, die Joan Robinson au zähl : The Concep o Hoa ding. The Economic Jou nal. June 1938, S. 231 .. 2 Zu g undsä zlichen Ve wendba kei des Spa beg i es gl. § 72.. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.69.1.15 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:02 19] Elemen e eine olkswi scha lichen Theo ie des Kapi alma k es 19 lege au , indem sie Be iebsübe schüsse und Rese en e we en. Gelegen lich können solche Anlagen auch gespeis sein aus K edi en, die u sp ünglich zu P oduk ionszwecken au genommen wa en. Das wi d de Fall sein, wenn e wa ein geplan es P oduk ions o haben, ü das eine Anleihe au genommen wu de, nich ode nich sogleich zu Aus- üh ung komm , so daß es lohn , in de Zwischenzei We papie e zu hal en. We den solche Un e nehme übe schüsse als E spa nisse be- zeichne (Un e nehme spa en), so wi d dadu ch nich nu de Spa - beg i unzulässig e wei e , sonde n es wi d auch de o übe gehende Cha ak e de Anlage nich zu Gel ung geb ach . Nu sowei eine un e - nehme ische Ve wendung on Ve mögen au länge e Sich a sächlich nich beabsich ig is , emp iehl es sich, on Spa e mögen zu sp echen. Dieses kann na ü lich auch aus Un e nehme gewinnen en s anden sein. III. Funk ion de Bö se und de Banken Ha sich nun ein Ve mögensbesi ze en schlossen, au den Höchs - g ad an Liquidi ä zu e zich en, den die Hal ung on Geld bie e , so kann e eine de genann en kapi alma k mäßigen Anlagen o nehmen. Hie s ehen ihm wiede um e schiedene G ade de Liquidi ä zu Ve ügung. Am wenigs en liquide is in de Regel die Anlage in G unds ücken, am liquides en die We papie anlage. Ih e ela i e Liquidi ä wi d e ziel du ch die O ganisa ion de Bö se, in de ein s ändige Ausgleich zwischen Nach age und Angebo in den meis en We papie en s a inde . An de Bö se is ü We papie e s e s Geld e häl lich. Jedoch gib es auch hie Abs u ungen de Liquidi ä je nach- dem, ob die Papie e an de Bö se zugelassen sind ode nich , ob sie am lich no ie we den und ob sie einen kleinen ode g oßen „Ma k 64 haben, das heiß , ob egelmäßig wenige ode iele In e essen en ü das Papie o handen sind. Vom Anlege aus gesehen is die Bö se eine Ein ich ung zu Scha - ung on Liquidi ä . Ebenso wie die Ein ich ung Belbs ha abe die gescha ene Liquidi ä nu echnischen Cha ak e . Sobald de bö sen- mäßige Handel o äll , hö die Liquidi ä de We papie anlage au . Das zeig sich sogleich, wenn de Handel du ch angeo dne e Höchs - ode Mindes ku se e schwe wi d. Die Repa ie ung de Käu e ode Ve käu e, die de Ku seing i zu Folge ha , wi k sich als Liquidi ä s- minde ung aus. Die P axis de deu schen Bö sen sei Mai 1943 ha das seh anschaulich gemach . Abgesehen da on is die Ta sache, daß die on de Bö se bewi k e Liquidi ä lediglich echnischen Cha ak e ha , ü den Anlege nich on Nach eil. Einzelwi scha lich is die Liquidi ä du ch die Bö se oll gesiche . Es kann dem Anlege gleichgül ig sein, daß es gesam wi scha lich zum Wesen de 2* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.69.1.15 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:02 20 O o Vei [20 We papie anlage gehö , illiquide zu sein1. Wü den alle We - papie e au einmal zum Ve kau angebo en, so wü de die Mechanik de Bö se e sagen und die Gesam liquidi ä de E ek enanlagen wä e e iden . Hin e de ela i en Liquidi ä ü den Gläubige s eh die Ta sache, daß die Emi en en de Papie e lang is ige K edi e e hal en haben, die e s zum Te min de Emissionsbedingungen ode übe haup nich ällig we den. Ha die Emission den Rech scha ak e eine es en Schuld (Anleihe, Obliga ion, P andb ie ), so is ein lang is ige Rückzahlungs- ode Tilgungs e min o gesehen ode die Rückzahlung s eh im Be- lieben des Schuldne s. Ha die Emission Be eiligungscha ak e (Ak ie, An eil, Kux), so komm eine Rückzahlung übe haup nich in F age. Daß es o z solche lang is igen Fes legung geling , s e s g oße Spa - summen zu We papie anlage he anzuziehen, be uh au de Fähig- kei de Bö se, Lang is igkei beim Schuldne in Liquidi ä beim Gläubige zu e wandeln. Diese Wandlungse olg wi d e ziel du ch die an de Bö se oll- zogene Komme zialisie ung, die En pe sönlichung, die Ve sachlichung2 de Schuld- und Be eiligungs e häl nisse. De Gläubige kenn seinen Schuldne nich . E kenn o nu seh ungenau seinen geschä lichen S a us. Wenn e sich ü diesen in e essie , so e lang e zwa eine besse e Kenn nis des We es seine Fo de ung. Abe e benu z diese Kenn nis nu , um sich ein zu e lässiges Bild da übe zu machen, wie ande e Anlege seine Fo de ung bewe en und in nahe Zukun be- we en we den. Ob solche Bewe ung au wi kliche Kenn nis de Ve - häl nisse beim Schuldne be uh ode e wa au k asses em I um, kann ihm gleichgül ig sein. Aus de Meinung ande e Anlege zieh e seine Schlüsse. E weis diese Meinung sich als e ehl , so da e nu nich de le z e sein, de dies beme k . Keynes3 sp ich on einem „game o Snap, o Old Maid, o Musical Chai s — a pas ime in which he is ic o who says Snap nei he oo soon no oo la e, who passes he Old Maid o his neighbou be o e he game is o e , who secu es a chai o himsel when he music s ops. These games can be played wi h zes and enjoymen , hough all he playe s know ha i is he Old Maid which is ci cula ing, o ha when he music s ops some o he playe s will ind hemsel es unsea ed". We nu diesen Spielcha ak e de Bö se be ach e , wi d geneig sein, denen zuzus immen, die das Bö senspiel als En e nung on ge- 1 Vgl. J. M. K e y n e 8, The Gene al Theo y o Employmen , In e es and Money. London 1936 S. 153: „In es men s which a e , ixed4 o he communi y a e hus made ^liquid4 o he indi idual/4 8 T e ende Ausd ücke on S o m b a . s a. a. 0. S. 155 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.69.1.15 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:02 21] Elemen e eine olkswi scha lichen Theo ie des Kapi alma k es 21 sunden wi scha lichen Ve häl nissen ansehen. Die Glossie ung du ch Keynes, die hie nu eilweise wiede gegeben wu de, gib solche K i ik Nah ung. So bezeichne Keynes den „Fe isch de Liquidi ä '4 de Bö senanlagen als höchs „an i-sozial". Dem s eh abe gegenübe , daß die Bö se die Funk ion ha und die Fähigkei besi z , liquide ge- hal enes Ve mögen p oduk ionswi scha lich zu e assen und zu lenken. Diese pa adox anmu ende Sach e hal wi d e s ändlich, wenn man die heo e ischen G undlagen de A bei sweise des Kapi alma k es un e such . Daß die Ve sachlichung des Gläubige -Schuldne -Ve häl - nisses du ch die Bö se spiele isch übe s eige we den kann, is nich nu zu e klä en aus de Eigena de Bö se selbs , sonde n es e klä sich aus dem Wesen des Liquidi ä sp oblems. Wo au es hie ankomm , is die wiede hol gemach e Fes s ellung, daß in eine Wi scha so dnung, die den Na u al ausch übe wunden ha , Liquidi ä die eigen liche Vo ausse zung un e nehme ische In- es i ion da s ell . Te minologisch unzweckmäßig is es, in de Theo ie on einem „Kapi albeda des Un e nehme s zu sp echen, selbs wenn dem eine ich ige Vo s ellung zug unde lieg 1. Un e nehme kapi al is g undsä zlich Sachkapi al. Als solches is es E gebnis, nich Vo - ausse zung de P oduk ion. Vo ausse zung sind die liquiden Mi el, die de Un e nehme zu Bezahlung de P oduk i k ä e wäh end de P oduk ionsdaue b auch . Diese Mi el we den ihm zu Ve ügung ge- s ell on K edi banken2, die sie du ch Geldschöp ung be ei - s ellen. Dazu sind die Banken im Rahmen ih e Liquidi ä be ähig . Zu dem Vo gang de Geldschöp ung s ell de Vo gang bei de Selbs inan- zie ung eine Pa allele da . Auch die eigenen Mi el des Un e nehme s müssen on eine Bank abdisponie we den. Dabei we den, ebenso wie bei de K edi inanzie ung, Mi el ak i ie , die sons inak i , also dem K eislau en zogen gewesen wä en. Hinsich lich de ak i en und dahe gü e wi scha lich wi ksamen Geldmenge s eh die Selbs inanzie ung de K edi inanzie ung gleich. Du ch diese Funk ion e hal en die K edi banken eines geschlossenen Geldsys ems eine au onome S ellung im Wi scha sp ozeß. Sie bes eh unbeschade dessen, daß man die Rolle de Banken auch als bloße Ve mi lung im Gü e k eislau ansehen kann. So inde eine bankmäßige Ve mi lung e wa s a , wenn de in es ie ende Un e - nehme seine Lie e an en ode seine A bei e mi Mi eln bezahl , die 1 Vgl. meinen Au sa z: De Ein luß des Geldes au den Gü e k eislau . Wel - wi scha !. A chi . Mä z 1944 Bd. 59, S. 211 ., besonde s S. 220 . 2 Die K edi banken eines geschlossenen Geldsys ems we den (nach dem häu ig kons uie en Modell de Uni e salbank) als heo e ische Einhei behandel , in die auch die No enbank einbeg i en is . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.69.1.15 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:02 22 O o Vei [22 e du ch Bankk edi e hal en ha . Lie e an en und A bei e nehmen das Zahlungs e sp echen de Bank en gegen an S elle on Gü e n, au die sie als Äqui alen ih e Leis ung Ansp uch e heben. Hie i die Bank als Schuldne in au . Gleichzei ig is sie abe Gläubige in des In- es o s, dem sie K edi gegeben ha . Diese Zweisei igkei , die das Eigen- ümliche de Banken unk ion da s ell , wi d auch deu lich im Ve häl - nis on Ve mögensbesi ze (Spa e ) und In es o . Die Bank is Schuld- ne in des Spa e s, de au Gü e e zich e , und Gläubige in des In- es o s, de Gü e in Ansp uch nimm . Wenn im Fall de Selbs inan- zie ung Spa e und In es o in Pe sonalunion s ehen, so wi d auch hie di e Ve mi lung de Bank geb auch , da die In es i ionszahlungen nich im gleichen Sch i mi dem An all de Un e nehme übe schüsse ällig we den. Auch bei de Selbs inanzie ung sind Spa en und In- es ie en heo e isch ge enn e P ozesse, die e s in Zusammenhang geb ach we den du ch Zwischenschal ung de Bank, bei welche die s illgeleg en Gelde ak i ie we den. Die K edi ie ung de on de Bank als Schuldne in o ges eck en Mi el e olg nun in de Regel in ku z is ige Fo m. Will de in es ie- ende Un e nehme sich lang is ige Mi el e scha en, so emi ie e Schuld- und Be eiligungspapie e i gendwelche A . Diese we den nich unmi elba im Publikum un e geb ach , sonde n sie we den zunächs on de Bank übe nommen. Auch wenn de Un e nehme selbs mi den Anlege n in Ve bindung i , die seine Emissionen übe nehmen, is eine Bank zu zahlungs echnischen Abwicklung eingeschal e . Dabei ha die Bank — ähnlich wie bei de Selbs inanzie ung — die Au gabe des Geldbe ei s ellens. De Vo gang spiel sich genau so ab, als hä e die Bank die Emissionen ü einen heo e ischen Augenblick übe nom- men und dann e s an die Anlege wei e gegeben. Am kla s en und wi klichkei snächs en is es nun, den Fall zu e - olgen, daß die Emission e ek i on eine Bank übe nommen wi d und daß dami ein o ene K edi de Bank an den Un e nehme ab- gelös wi d. Du ch die Übe nahme bleib die du ch den K edi e höh e Bilanzsumme de Bank unbe üh . Wäh end sich au de Passi sei e de Bankbilanz übe haup nich s ände , wi d au de Ak i sei e de Pos en Debi o en um dieselbe Summe gesenk , wie de Pos en eigene We papie e anschwill . Man kann sich den Vo gang auch so denken, daß die Bank zu Übe nahme de Emission neues Geld ausgib , mi dem de Un e nehme in den S and gese z wi d, den an angs ku z is ig au genommenen K edi zu ückzuzahlen. Dann e inge de Un e neh- me sein Gu haben au de Passi sei e de Bankbilanz in demselben Maße, als e es du ch die ihm neu zuge lossenen Mi el wiede e höh . An de Finanzlage des Un e nehme s selbs ha sich eben alls nich s geände . Nu kann e besse schla en. Was e an angs on de Bank OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.69.1.15 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:02 29] Elemen e eine olkswi scha lichen Theo ie des Kapi alma k es 29 ühe in Ansp uch nehmen und sich dadu ch ein Kon oko en gu - haben scha en, ehe de Ve käu e übe den Gegenwe e ügen kann. Diese Vo gang is abe nich die Regel. Die meis en Bö senk edi e we den nich o dem Kau ak belas e , sonde n als Übe ziehungs- e laubnis zu Ve ügung ges ell , so daß de K edi au wand e s am Tage des E ek enkau s ällig wi d. Selbs wenn abe du ch o zei ige Be ei s ellung ein zusä zliche K edi au wand en s eh , so äll diese auch bei lebha en Bö senumsä zen nich seh ins Gewich . Da übe hinaus kann keine Rede da on sein, daß on de Bö se aus das K edi - po en ial de p oduk i en Wi scha besch änk wi d. 2. Die F age is nun, wie es mi de en gegengese z en Behaup ung s eh : K edi ö de ung du ch den Kapi alma k . Auch hie beginn das P oblem e s in dem Augenblick, in den} die Banken eine Emission am Ma k un e b ingen. Wi d die Emission aus eigenen Mi eln de Anlege übe nommen, so besse sich de S a us de Bank. Die Bank wi d ei ü zusä zliche K edi gewäh ung. Inso e n kann man sagen, daß das Besch ei en des Kapi alma k es das Gesam k edi po en ial aus« dehn . Dies gil in gewissem Um ang auch, wenn die Emission on den Anlege n nich aus Eigenmi eln, sonde n mi Hil e on Bankk edi übe nommen wi d. Wi haben gesehen, daß bei we papie gedeck en Bö senk edi en zwei ha ende Schuldne o handen sind. Mi we - papie gedeck en Bö senk edi en können die Banken g oßzügige e - ah en als mi ungedeck en Un e nehme k edi en. So wi d auch bei emd inanzie e Übe nahme on Emissionen die K edi e so gung de Wi scha e besse . E was ande s sehen die Dinge aus, wenn man das P oblem un e dem besonde en Gesich swinkel de Wi kungen des Spa ens be ach e , wie das e wa in dem pos hum e schienenen Buch on Hans Ges ich geschieh 1. Beim Ve gleich de möglichen Anlagea en on E spa nissen komm Ges ich zu dem Schluß, daß du ch E ek enspa en die K edi gewäh ung de Banken ge ö de wi d. Fü den Ve gleich mi liquide en Fo men de Spa anlage, dem Spa en in Ba geld ode in Deposi en, das die Liquidi ä de Banken beeng , is diese Schluß un- zwei elha ich ig. Wenn abe im wei e en Ve lau gene ell on k edi - ö de nde Wi kung des E ek enspa ens gesp ochen wi d2, so kann dies un e Ums änden zu eine alschen Vo s ellung üh en. Selbs e - s ändlich is das Spa en in E ek en o m k edi wi scha lich güns ige als das Spa en in Geld. Da aus is abe nich die wei e gehende Folge ung zu ziehen, daß du ch solches Spa en das Gesam k edi - — / 1 Hans Ges ich, K edi und Spa en. Jena 1944 S. 67 . , . 2 a. a. 0. S. 80. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.69.1.15 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:02 30 O o Vei [30 po en ial höhe wi d, als es o de K edi ein äumung de Bank ge- wesen is , die du ch die E ek enübe nahme de Spa e abgelös wu de1. Man kann das auch ande s ausd ücken. Jedes Spa en bedeu e Ve - zich au Ve b auch. Es ha zunächs eine Minde ung des Einsa zes on P oduk i k ä en und eine Senkung des Sozialp oduk es zu Folge. Diese Minde ung kann ausgeglichen we den du ch den Einsa z on P oduk i k ä en an ande e S elle. Das wi d besonde s e leich e , wenn die E spa nisse in We papie en angeleg we den. E leich e wi d abe imme nu de Ausgleich, nich de Meh einsa z on P oduk i k ä en. Nu ein solche wü de die K edi inansp uch- nahme e g öße n. Alle dings gib es einen besonde en Sach e hal , du ch den ein sol- che Meh einsa z he beige üh we den kann. Gewisse In es i ionen sind abhängig on de Finanzie ung du ch Spezialins i u e, die ih e eigenen Schuld e sch eibungen am Kapi alma k un e b ingen. So be- uh de Häuse bau in Deu schland wei gehend au de Placie ung on P andb ie en. Käu e on P andb ie en sind o zugsweise ech e Spa e . Eine Finanzie ung on P andb ie geschä en du ch Bö sen- k edi komm kaum o . Da nun die P andb ie banken selbs keins geldschöp enden K edi geschä e machen, sonde n lediglich die in P andb ie en angeleg en E spa nisse als Hypo heken ausleihen, is diese besonde e A de Spa ä igkei a sächlich Vo ausse zung de K edi gewäh ung und dami Vo ausse zung de In es i ion. Hinsich - lich de besonde s s uk u ie en Bauwi scha i also die gene elle Fes s ellung zu, daß das E ek enspa en das K edi olumen ausdehn . VI. Ein lüsse au den Zins und du ch den Zins Den Ausgleich am Kapi alma k bewi k de Zins. Abe e u dies nich nach dem simplen Mechanismus de klassischen Theo ie, wonach Angebo on E spa nissen den Zins senk und die In es i ionen an eg und umgekeh . Sonde n auch hie sind komplizie e e Wege zu e - olgen. Wenn nun selbs un e denen, die das klassische Schema als übe hol be ach en, übe Wesen und Wi ksamkei des Zinses so wenig Übe eins immung zu e zielen is , so o enba sich ge ade hie das ein- gangs be üh e Phänomen, daß Elemen e de als übe hol e kann en Anschauung sich un e sehens wiede einschleichen. Das wi d beim Zins- 1 Auch P eise komm in eine seh in e essan en Un e suchung zu dem Schluß, daß e meh es Spa en „in nich liquide Fo m" (also E ek enspa en) die Liquidi ä de Banken besse und dami die In es i ionsmöglichkei en heb . Hie is deu lich gemach , daß dies nu im Ve gleich zum Spa en „in liquide Fo m" (Ho en) gil . — Vgl. E ich P e i 8 e , Spa en und In es ie en. Jah b. . Na . u. S a . 1944,. Bd. 159, S. 285 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.69.1.15 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:02 311 Elemen e eine olkswi scha lichen Theo ie des Kapi alma k es 31 p oblem obend ein ge ö de dadu ch, daß es meh e e Spiela en des Zinses gib , bei de en Analyse man sich nich gleich wei om klassi- schen Boden zu en e nen b auch . Allzu o wi d abe e säum , eine kla e Ve s ändigung da übe he beizu üh en, welche Spiela jeweils zu Deba e s eh . Fü eine Theo ie des Kapi alma k es kommen zwei E scheinungs- o men des Zinses in F age: 1. de Geldzins ode Leihzins; 2. die E ek i e ziesung ode Rendi e de Kapi alma k we e, die auch be- zeichne wi d als E ek enzins (so e n man sich da übe kla is , daß nich nu die Ve zinsung on We papie en, sonde n auch on ande en Kapi alma k we en gemein is ). Nich iden isch is diese Spiela des Zinses jedoch mi dem Kapi alzins, obgleich hie seh enge Zusammenhänge bes ehen, au die sogleich einzugehen is . 1. Zum Wesen des Bankgeschä es gehö es, daß die Be ei s el- lung on Geld on zwei Sei en e lang wi d: on den Debi o en, die K edi au nehmen, und on den K edi o en, die ih Ve mögen in liquides e Fo m anzulegen wünschen. In welchem Um ang die Bank diesem doppelsei igen Liquidi ä sbegeh en zu en sp echen e mag, häng on ih e eigenen Liquidi ä slage ab. Zwischen de Nach age nach liquiden Mi eln sei ens de Un e nehme und Ve mögensbesi ze und dem Angebo an liquiden Mi eln sei ens de Banken bes eh eine s ändige Spannung. Die Banken müssen au eigene Liquidi ä e zich- en, um den Nach agenden Liquidi ä zu Ve ügung s ellen zu können. E leich e wi d ihnen die Be iedigung de Liquidi ä snach age, in- dem Ve mögensbesi ze du ch Anlage in Kapi alma k we en zugun- s en de Nach agenden au eigene Liquidi ä e zich en. Das En - gel dieses Ve zich s, de bald on de Bank selbs , bald om Ve mögensbesi ze geleis e wi d, is de Geldzins1. Seine Höhe is abges u nach dem G ad des Liquidi ä s e zich es. Ba geld bleib s e s zinslos; manchmal auch Sich gu haben, die höchs ens ein seh ge inges Zinsen gel b ingen; ü Fes geld und Spa einlagen e häl man be ei s ein höhe es En gel ; ü We papie anlagen ein noch höhe es, das wie- de um nach de A de Papie e abges u we den kann2. Den höchs en 1 Die Theo ie de „Abs inenz" ode des „W a en s", die on Senio ausgeh und die sich auch bei Cassel inde , e klä den Zins als En gel ü einen Ve zich au Ve b auch ode ü einen Au schub on Ve b auch. Zwischen diese Zinse klä ung und de Liquidi ä s heo ie, die on Hahn und Keynes beg ünde wo den is , bes eh ein bishe nich beach e e Zusammenhang. Mach man sich den na u alwi scha lichen Hin e g und des Liquidi ä sphänomens kla , so e schein Liquidi ä als Be ähigung zu so o igem Ve b auch. (Zum Gesam p oblem des Zinses gl. §§ 62—71.) 2 Bei dem schwankenden Un e schied de Rendi e zwischen Ak ien und es e - zinslichen Papie en wi ken z. T. auch Liquidi ä sgesich spunk e mi . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.69.1.15 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:02 32 O o Vei [32 Zinse ag e ziel man in de Regel bei Anlage in Be eiligungen und G unds ücken1. Au die Du chschni shöhe des Zinsspiegels wi ken nun die Vo gänge am Kapi alma k wiede um on zwei Sei en ein: on Sei en de Disposi ion übe Geld e mögen und on Sei en des Angebo es an Kapi alma k we en. Du ch Ve mögenshal ung in liquides e Fo m wi d de allgemeine Zinsspiegel gehoben, weil dem Liquidi ä sgewinn des Ve mögensbesi ze s eine Liquidi ä seinbuße de Banken gegenübe - s eh . De Ve mögensbesi ze e häl jedoch ein seh ge inges Zins- en gel , solange es bei liquide Anlage bleib . Ve scha sich abe die Masse de Ve mögensbesi ze du ch Übe gang on liquides e zu wenige liquide Anlage höhe e Zinse äge, so sink de allgemeine Zinsspiegel, weil die Liquidi ä de Banken wächs . Bie e die Masse de Ve mögens- besi ze Kapi alma k we e an, so ollzieh sich das Umgekeh e. Da abe ein Teil des gebilde en Ve mögens s e s in liquides e Fo m ge- hal en wi d, kann de Geldzins nie so wei sinken, wie e ohne jede Ve - mögensbildung sinken wü de. So e klä es sich, daß jedes Spa en — als eine de Quellen de Ve mögensbildung — ein zinss eige ndes Momen da s ell . Dagegen wü de de Geldzins ganz e schwinden in dem i ealen G enz all, daß au Liquidi ä allgemein e zich e wü de. Das wü de o ausse zen, daß alles Einkommen unmi elba zum Ve - b auch ode zu In es i ion geläng , und daß nich einmal ü kü zes e Zei liquide Mi el gehal en we den. Da abe in de wi klichen Wi - scha nich nu de Ve mögensbesi ze ode Spa e Liquidi ä nach- ag , sonde n auch de Un e nehme , wi d on beiden Sei en de Zins hochgehal en. De Un e nehme kann alle dings seine Liquidi ä snäch- age wiede kompensie en, indem e We papie e ausgib und dadu ch einen Teil de Ve mögensbesi ze e anlaß , au Liquidi ä zu e - nich en. Zum Wesen de Geldwi scha gehö es jedoch, daß niemals ganz au Liquidi ä e zich e wi d. Sowohl die Liquidi ä snach age, die dem Zins s eigende Tendenz e leih , wie das E ek enangebo sind abhängig om In es i ions- olumen des Un e nehme s. Dami is die In es i ion in die Bes im- mung de Zinshöhe eingeschal e . Abe wiede um lieg die Beziehung e wickel e , als sie manchmal da ges ell wi d. Wenn Ges ieh e klä 2, ü die Zinshöhe sei maß- gebend de „K edi beda ü In es i ionszwecke eine sei s, die K edi - be ei scha de Banken ande e sei s", so muß man wei e agen, wo- du ch diese zwei Fak o en bes imm we den. Dabei zeig sich, daß man 1 In diese Abs u ung komm die Ko ela ion on Geldzins und E ek enzins be ei s zum Ausd uck, die wei e un en e klä wi d. 2 a. a. O. S. 108. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.69.1.15 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:02 33] Elemen e eine olkswi scha lichen Theo ie des Kapi alma k e 33 doch wiede anlang bei de Zu ück iih ung des Zinses au das P oblem de Liquidi ä . De „K edi beda ü In es i ionszwecke" is ü die Bankenliquidi ä mi bes immend, und die „K edi be e scha de Ban- ken" is on ih abhängig1. Obend ein un e lieg das Ve häl nis onln es i ionund K edi beda seine sei s gewissen Bedingungen. Wi können die Beobach ung machen, daß im Konjunk u au schwung das K edi olu- men nich imme in dem Maße wächs und daß demen sp echend die Bankenliquidi ä nich in dem Maße zu ückgeh , wie die In es i ionen zunehmen (§ 54). Das K edi olumen schein also nich eine bloße Funk ion des In es ions olumens zu sein. Das e klä sich dadu ch, daß ein P ozeß allgemeine und bei allen Un e nehme n e wa gleichmäßige Zunahme de In es i ionen eine wei gehende Selbs inanzie- ung e möglich . Sie e gib sich da aus, daß die Zunahme de In- es i ionen einen Zuwachs an Sozial e mögen bewi k , de sich als Meh einkommen de Gesam hei — e eil au Un e nehme und Nich - Un e nehme — niede schläg . Sowei dieses Meh einkommen nich zu e höh en Lohnzahlungen und zu E spa nissen on Nich Un e nehme n e wende wi d, ließ es den in es ie enden Un e nehme n selbe zu. Diese inanzie en dami den o sch ei enden In es i ionsp ozeß, so daß das An angsk edi olumen nich zu s eigen b auch . Nu wenn die In- es i ionen eine S euung un e liegen, das heiß , wenn die In es i- ions a e bei einigen Un e nehme n nied ige is als bei ande en, we den bei den s ä ke in es ie enden die liquiden Mi el knapp, weil die schwäche ode ga nich in es ie enden in liquide Fo m spa en, also Bankgu haben und Kassen ese en ansammeln. Dadu ch we den die s ä ke in es ie enden Un e nehme gezwungen, zusä zlichen K edi in Ansp uch zu nehmen. Dagegen we den bei gleichmäßigem In es i- ions o sch i alle Un e nehme wei gehend on den Banken ab- hängig. Nehmen sie dennoch K edi e au — e wa indem sie We papie e emi ie en — so können sie die au genommenen Mi el zu Tilgung äl e e K edi e benu zen. Das üh zu de im Konjunk u au schwung 1 Wenn G e 6 i c h gleichwohl de Meinung is , seine Au assung des Zinses s ünde zu de Zins heo ie on Keynes in „scha em Gegensa z" (S. 108), so e klä •ich das o enba da aus, daß e das Theo em de liquidi y p e e ence allzu isolie au aß , ohne au die Ablei ung zu ach en, die bei Keynes alle dings ech kompli» zie is . Deu liche als in de Gene al Theo y ha Keynes in de Deba e mi 0 h 1 i n um die Ve einba kei de S ockholme Theo ie (ex an e« und ex pos -Be ach ung on Spa en und In es ie en), die 1937/38 im Economic Jou nal s a and, den Geld- beda des Un e nehme s ü In es i ionszwecke als Bes immungsg und des Zinses eingeschal e . Keynes gib hie zu, daß de Un e nehme schon bei de Planung de In es i ionen eine — on ihm „Finance" genann e —: Geldmenge nach ag und on den Banken e häl . Dadu ch wi d abe de Zins ebenso beein luß wie du ch die Liquidi iä sneigung de« Spa e s. Schmolle s Jah buch LXIX, 1 3 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.69.1.15 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:02 34 O o Vei [34 üblichen Au auung al e K edi e, welche die Neuinansp uchnahme on K edi zum g oßen Teil kompensie . Dieses Schema, das na ü lich in de P axis iel achen Modi izie un- gen un e lieg , gil nu auße halb des Be eichs de Bä geld- zahlungen. Ba geld kann nu aus o handenen Kassen ese en ode du ch Bänkk edi (le z en Endes on de No enbank) bescha we den. Da nun de Haup bes and eil de In es i ionskos en au A bei slöhne en äll , die ganz in ba ausgezahl we den, bleib insowei eine gewisse Abhängigkei de Un e nehme on den Banken bes ehen. Das Volumen des Ba geldumlau es s eig und äll mi zunehmende ode ückgängige Beschä igung on A bei e n, die wiede um mi dem Au und Ab de In es i ionen gekoppel is . T o zdem is na ü lich das Ba geld olumen nich ein ge eues Spiegelbild de Beschä igung, da jede Ba geld- summe zu iel achen Zahlungen e wende wi d. Von de F equenz de Lohn- und Gehal zahlungs e mine sowie on de Umschlags- equenz des Ba geldes bei de Ve wendung zum Ve b auch häng es ab, welche Zahlungse izienz das Ba geld ha . G undsä zlich is jedoch de K edi beda ü Lohngelde äuße s ge ing im Ve gleich zum Volumen de Beschä igung, ü die e meh e Lohnzahlungen au - zuwenden sind. Imme hin lie e die Bewegung des Ba geld olumens einen gewissen G admesse de Beschä igung und dadu ch mi elba de In es i ions ä igkei , wenn man un e ände e Lohn e mine und Zahlungsgewohnhei en un e s ell 1. Dagegen bie e das iel um ang- eiche e Gi algeld olumen wede ü den G ad de Beschä igung noch ü die In es i ions ä igkei einen Anhal . 'Diese Beobach ung, die Wilhelm Lau enbach2 e s mals ange- deu e ha , üh zu dem Schluß, daß das K edi olumen mi dem In es i ions olumen nich unk ional gekoppel is , und zwa um so wenige , je gleichmäßige in es ie wi d, je ge inge also die S euung de In es i ionen is 3. De Ein luß de In es i ions ä igkei au die Liquidi ä de Banken und au den Zinsspiegel du chmiß manche lei Umwege, die den Zusammenhang e schleie n. Zwa is es ich ig, daß die Zunahme de In es i ionen den Zins mi bes imm . Abe man da 1 Die s a ke Au blähung des Ba geldumlau es wäh end des K ieges is neben de ges iegenen Lohnsumme eine auße gewöhnlichen Ve langsamung de Umlau ge- schwindigkei zuzusch eiben. Zum Teil handel es, sich bei diese Ve ände ung de Zahlungsgewohnhei en um Zwangsspa en ode „Zwangsho en". 2 Wilhelm Lau enbach, K edi olumen und Bankenliquidi ä . Banka chi om 1. 3. 1939. De selbe. Liquidi ä spoli ik. Banka chi om 1.4.1939.1— Vgl. abe auch den e was ande sa igen Gedankengang on Ca l Fohl, Geldschöp ung und Wi scha sk eislau . München und Leipzig. 1937 S. 115 ui^d an ande en S ellen. 8 Die Bewegung des K edi olumens häng nach Lan enbach ab on d ei Bes immungsg ünden: on de S euung de In es ionen, om Spa en de Nich - un e nehme und on de Loh summe. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.69.1.15 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:02 351 Elemen e eine olkswi scha lichen Theo ie des Kapi alma k es 35 sich die Ve bindung nich so ein ach o s ellen, wie es — in unbewuß e Anlehnung an die klassische Theo ie — meis geschieh . Auch das Bedü nis de Un e nehme nach Ablösung on Bank- k edi en du ch Appell an den Kapi alma k is nich unmi - elba mi dem In es i ions olumen gekoppel . Gewiß we den im Kon- junk u au schwung am meis en neue Emissionen dem Kapi alma k zuge üh . Selbs wenn man abe die Mi elbescha ung aus ande en Quellen in Rechnung s ellen könn e, wä e de Emissionsum ang kein ge eues Spiegelbild des In es i ionsbeda s. Auch in Zei en de De- p ession können Un e nehme Anlaß haben, an den Kapi alma k he anzu e en, e wa weil die Banken illiquide gewo den sind1 und au Konsolidie ung al e K edi e d ängen. Komm dadu ch ein Angebo am Kapi alma k zus ande, so sinken die P eise und E ek enku se. Die Ve mögensbesi ze we den dadu ch zu Übe nahme de Emissionen ange eg . E s ech is de Re lex de In es i ionsbewegung au dem Kapi al- ma k abgeschwäch und e ze , wenn de S aa die S elle des in- es ie enden Un e nehme s einnimm (§§ 58/59). Nich nu gil auch hie die En las ung des K edi olumens du ch das Wiede e ügba - we den des im e s en Anlau gescha enen Gi algeldes2, sonde n es komm hinzu, daß de S aa p ak isch unbeg enz e Möglichkei en ha , selbs liquide Mi el be ei zus ellen. Seinen Ba geldbeda deck e du ch Scha zwechselbegebung bei de No enbank. Sind du ch die No enbank e assung G enzen gese z , so kann de S aa eigene Kassen- scheine ausgeben ode e kann ü die Ausgabe on Da lehnskassen- scheinen und ande en Zahlungsmi eln so gen. Den ande en K edi - banken kann e diskon ähige Papie e zulei en, die länge be is e sind als die Handelswechsel de p i a en Un e nehme . Wäh end die Banken bei K edi gabe an P i a e zu Wiede he s ellung ih e Liquidi ä die Un e b ingung on We papie en b auchen, i diese No wendig- kei bei K edi gabe an den S aa nich au . Die Liquidi ä wi d den Banken du ch die begebenen S aa s i el oll zu Ve ügung ges ell . Indem de S aa seine Papie e ü diskon ähig e klä , „ e leih "3 e den Emp änge n Liquidi ä . Gleichwohl kann na ü lich de S aa Anleihen emi ie en, die am Kapi alma k un e geb ach we den. E wi d dies un, um seine schwebende Schuld nich übe mäßig anschwellen zu lassen und um du ch He anziehen de Spa e eine in la o ische En wicklung zu e - 1 Das is wegen des Ein ie ens on K edi en in de Dep ession meis ens de Fall. 2 Daß das K edi olumen in Deu schland in den Au schwungsjah en on 1933 an nu seh wenig s ieg, e klä sich aus dem da ges ell en Sach e hal . In g oßem Um ang anden damals K edi ilgungen s a . 3 Nach eine Fo mulie ung on Ges ich. 3* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.69.1.15 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:02 36 O o Vei [36 hinde n. Ande s als bei p i a en K edi nehme n b auchen abe die Banken beim S aa nich als Mahne de Konsolidie ung au zu e en. Die S aa s e schuldung e weis die Banken an den Geldma k (§ 56), de liquidi ä smäßig alles leis e , was sie b auchen1. Wi sehen also, daß die These, de Zins we de du ch den K edi beda ü In es i ionen beein luß , bei s aa liche In es i ion e s ech nu beding ich ig is . 2. Ziehen wi nun den P oblemk eis on Zins und Kapi alma k wei e , so komm zunächs die Eigen e zinsung des Un e nehme - kapi als in Be ach , die sich ausd ück im Kapi alzins (§ 71). E e gib sich aus den Ne og enze ägen, die bei de Anlage in un e - nehme ischen In es i ionen zu e wa en sind. Diese G enze äge we - den zwa in Geld ausged ück ; ü ih Zus andekommen sind jedoch p imä Vo gänge de Gü e p oduk ion maßgebend, wie sie in p äg- nan e Fo m Wal e E u c k e n im Anschluß an Böhm-Bawe k da - geleg ha . Danach is G undlage des Kapi alzinses die „We schwel- .lung" de P oduk ions ak o en du ch Einschlagen e länge e P o- duk ions wege sowie die „Rück e se zung" de in den P oduk ions- p ozeß eingespann en Gü e und Leis ungen. Sekundä wi k abe auch de Geldzins an de Höhe de Ne oe äge mi , da e die Kos en de Bescha ung des zu In es i ion e o de lichen K edi s mi bes imm . Den so an allenden Kapi alzins umsch eib K e y n e s in seine Theo ie de ma ginal e iciency o capi al. De Höhe nach ha de Kapi alzins eine be äch liche S euung. E läß sich nich wie de Geldzins au einen Du chschni sspiegel b ingen. Dagegen is e da s ellba als Ku e de allenden G enze äge, die an einem bes imm en Punk — dem Punk des W i c k s e 11 sehen Gleichgewich s — on de Ho izon ale des Geldzinses geschni en wi d2. De En s ehung nach is om Kapi alzins abzulei en die E ek i - e zinsung ode Rendi e on G unds ücken, Be eiligungen und We - papie en, die sich abgekü z bezeichnen läß als E e k e n z i n s. E komm zum Ausd uck in den P eisen de Kapi alma k we e bzw. den E ek enku sen. Diese s ellen sich im wesen lichen nach de Höhe des Geldzinses ein, so daß de Kapi alzins ü den S and des E ek en- zinses ohne Belang is . De E ek enzins is eine Funk ion des Geldzinses. Die G ünde da ü liegen eine sei s in Disposi ionen de Un e - nehme , ande sei s im Ve hal en de Ve mögensbesi ze . Bei de Wahl, 1 De Un e schied on Geldma k und Kapi alma k läß sich du ch den Liqui- di ä sg ad de gehandel en Papie e umsch eiben. 2 My dal de inie den Kapi alzins im Anschluß an den „ ealen" ode „na ü - lichen" Zins on W i c k s e 11 als „E agsquo e des Realkapi als". Guna My dal, De Gleichgewich sbeg i als Ins umen de geld heo e ischen Analyse. In: Bei- äge zu Geld heo ie. He ausgeg. on F . H a y e k. Wien 1933 S. 394. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.69.1.15 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:02 Elemen e eine olkswi scha lichen Theo ie des Kapi alma k es 37 ob e seinen K edi beda du ch Bankk edi ode du ch E ek enaus- gabe decken soll, wähl de Un e nehme den Weg, de mi den ge- ings en Zinskos en belas e is 1. De Zins ü Bankk edi lieg zwa übe dem Geldzins, abe e s eh mi ihm in Zusammenhang und be- weg sich pa allel zu ihm. Dahe ich e sich auch de Zins, den de Un e nehme ü E ek enk edi zu zahlen be ei is , nach dem Geld- zins. Von de Sei e des Ve mögensbesi ze s wi d de Zusammenhang on E ek enzins und Geldzins dadu ch he ges ell , daß bei de En - scheidung übe die Anlage on Ve mögen in Kapi alma k we en de Geldzins als Kapi alisie ungs ak o dien . Da de Zins, de bei An- lage in Bankgu haben e ziel wi d, eben alls eine Funk ion des Geld- zinses is , muß de E ek enzins e was höhe liegen, um den Ve mögens- besi ze zu de wenige liquiden Kapi alma k anlage zu e anlassen. Die Spanne zwischen E ek enzins und Geldzins wi d ge ade so g oß sein, daß sie als Äqui alen ü den Ve zich au den höhe en Liqui- di ä sg ad on Bankgu haben emp unden wi d. En e n sich de E ek enzins s ä ke om Geldzins, so wächs die Nach age am Kapi al- ma k . Dadu ch s eigen die Ku se, und de E ek enzins sink . Nähe sich ihm de Geldzins sowei , daß die Di e enz ü den ge inge en Liquidi ä sg ad de Anlage in E ek en kein Äqui alen meh gewäh , so s eb das Geldkapi al in die liquide e Deposi enanlage zu ück, und das Spiel des Ausgleichs de Zinssä ze beginn in umgekeh e Rich ung. So wi d de E ek enzins au lange Sich s e s so wei übe dem Geldzins liegen, als es du ch die Neigung zu liquide e Anlage beding is . Das e klä zum Teil den Sinn de liquidi y-p e e ence-Theo ie on K e y n e s. Na ü lich un e lieg de Liquidi ä sd ang e heblichen Schwankungen und Un e schieden. Ganz e lie e abe seine Bedeu- ung niemals. Sieh man on de so beding en Spannung zwischen E ek enzins und Geldzins ab, so endie de e s e e au die Daue dazu, dem le z e en''sich anzupassen2. So is es doch schließlich de Geldzins, de als eigen liche Mo o de Kapi alma k - bewegungen anzusehen is . VII. De in e na ionale Kapi alma k Je nähe wi den Einzelp oblemen kamen, die eine olkswi scha - liche Theo ie des Kapi alma k es au wi , um so meh muß en An- deu ungen genügen, de en Ausa bei ung im b ei e en Rahmen o - behal en bleib . Das gil ganz besonde s, wenn die bishe eingehal ene 1 E ha diese Wahl im p ak ischen Einzel all nich imme . Dennoch mach de Ve gleich de Zinskos en ü den Finanzie ungsweg, im g oßen gesehen, iel aus, 2 Vgl. P e i s e , a. a. 0. S. 277 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.69.1.15 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:02 38 O o Vei [38 Vo ausse zung de geschlossenen Wi scha e lassen wi d zu- guns en eine Analyse des o enen Sys ems, in welchem die P o- bleme des in e na ionalen Kapi al e keh s sich anmelden. Bei einem Eingehen au diese P obleme is Gegens and de Un e suchung nich nu de eigen liche Ak de Kapi alanlage, sonde n auch die geldliche T ansak ion, die Geldübe weisung on Land zu Land mi ih em be- sonde en F agenk eis. Hie sind wi zu äuße s e Knapphei genö ig , weil die P obleme zum Teil in ein ande es Gebie hinein üh en, in das Gebie de Zahlungsbilanz heo ie, dessen E schließung im ge- gebenen Rahmen ohnehin nich möglich und no wendig is . Lediglich gewisse Un e schiede und gewisse Pa allelen zwischen dem Kapi al- ma k de geschlossenen und de o enen Wi scha sollen he o - gehoben we den. Die heo e ische Kons uk ion de geschlossenen Wi scha ha eine une wa e e Wi klichkei snähe e lang du ch die he me ische Ab- dich ung g oße Wi scha sgebie e, die heu e mi Hil e de Zwangs- kon olle des gesam en Zahlungs e keh s zuwege geb ach wi d. Mi einem o enen Sys em is nu zu echnen, wenn und sowei eine kom- munizie ende Ve bindung zu Außenwel du ch Goldwäh ung ode mindes ens du ch eien De isenma k o handen is . Einen solchen Zus and machen wi im olgenden zu heo e ischen Bedingung — wohl wissend, daß in de P axis manche lei Zwischen- s u en zwischen geschlossene und o ene Wi scha o kommen. Da es kein einhei liches in e na ionales Geldsys em gib , is die Geldschöp ungsmach de Banken beg enz du ch die No wendigkei de Rücksich au den S and des Zinses und de Wa enp eise im Aus- land. Eine K edi poli ik mi in la o ischem ode de la o ischem E ek kann im long un nu im Gleichsch i mi dem Ausland be ieben we den. Abweichungen üh en zu Ve schiebungen de Leis ungsbilanz (Tendenz zum Aus uh - ode Ein uh übe schuß). Sie we den bei Gold- wäh ung wiede ausgeglichen du ch die Mechanik de Goldpunk e, bei eiem De isenma k du ch Spannungen de Zinshöhe und de Gü e - kau k a de Geldeinhei . Wi d du ch expansi e K edi poli ik de P eisspiegel in einem Lande meh gehoben als in de Wel wi scha , so ließen Gold ode De isen aus dem Expansionsland ab, und de Zins s eig , wodu ch schließlich wiede die en gegengese z e Tendenz he - o ge u en wi d. Dahe is im o enen Sys em die Be ei s ellung on Liquidi ä du ch die Banken nich unbeg enz möglich. Das Geld als T äge on Liquidi ä is knapp. De Zins wi k als Knapphei sp eis. E s eig , wenn die Spa ä igkei im Ve gleich zu Geldschöp ung zu ge ing is . E sink , wenn im Ve gleich zu Geldschöp ung eichlich gespa wi d. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.69.1.15 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:02