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Die Bestimmungsfaktoren des privaten Konsum- und Sparverhaltens aus makroökonomischer und psychologischer Sicht. Der Versuch einer Synthese

Hoepfner, Friedrich G.,Knorring, Ekkehard von,Rosenstiel, Lutz von

Abstract

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Full text

Hoep ne , F ied ich G.; Kno ing, Ekkeha d on; Rosens iel, Lu z on A icle Die Bes immungs ak o en des p i a en Konsum- und Spa e hal ens aus mak oökonomische und psychologische Sich . De Ve such eine Syn hese Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Hoep ne , F ied ich G.; Kno ing, Ekkeha d on; Rosens iel, Lu z on (1972) : Die Bes immungs ak o en des p i a en Konsum- und Spa e hal ens aus mak oökonomische und psychologische Sich . De Ve such eine Syn hese, Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik, ISSN 0342-1783, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 92, Iss. 3, pp. 271-288, h ps://doi.o g/10.3790/schm.92.3.271 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/291273 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen (insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en, gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e. Te ms o use: Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal and schola ly pu poses. 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Schon diese Ta sache allein e klä den Ei e , mi dem Na ional- ökonomen zu allen Zei en au ih em Weg zu eine E klä ung und Vo aussage des gesam en Wi scha sablau s an das Au spü en de Bes immungs ak o en des p i a en Konsums gingen. E spa nis wu de dabei als nich konsumie e Teil des Einkommens de inie . Kenn man die Bes immungs ak o en des Konsums und dami die de E - spa nis sowie A und Um ang ih e Ein lußnahme, so sind dami wesen liche S eue ungsmöglichkei en ü den Wi scha sablau ge- geben. Heu e müssen wi jedoch e kennen, daß de g oße Ei e , mi dem an die E klä ung des Konsum- und Spa e hal ens gegangen wu de, mi eine allzu g oßen So glosigkei bei de Vo gehensweise e bun- den wa . De Weg ende e in eine Sackgasse. Wa um? Als Haup bes immungs ak o des Konsums wu de in de Mak o- ökonomie imme das Gesam einkommen in de Volkswi scha be- ach e . Wa es bei Keynes1 noch das absolu e Einkommen, das den Konsum bes imm e, so gingen Duesenbe y2 und Modigliani3 on eine In e dependenz de Konsumen scheidungen de Wi scha ssubjek e und dem Vo handensein on Konsumgewohnhei en aus. Sie p opa- 1 John M. Keynes: The Gene al Theo y o Employmen , In e es , and Money. New Yo k 1936. 2 James S. Duesenbe y: Income-Consump ion Rela ions and hei Implica ions. In: Lloyd A. Me zle (H sg.): Income, Employmen and Public Policy, Essays in Hono o Al in H. Hansen. New Yo k 1948. S. 54 - 81. — James S. Duesenbe y: Income, Saying, and he Theo y o Consume Beha io . Camb idge, Mass. 1949. 3 F anco Modigliani: Fluc ua ion in he Sa ing-Income Ra io: A P oblem in Economic Fo ecas ing. S udies in Income and Weal h, Vol. 11, 1949, S. 371 --438. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.92.3.271 | Gene a ed on 2023-04-04 11:47:57 272 F ied ich G. Hoep ne , Ekkeha d on Kno ing und Lu z on Rosens iel gie en das ela i e Einkommen als dominie ende Ein lußg öße des Konsums. F iedman4 und seine Nach olge schließlich schauen auch in die Zukun und hal en ein pe manen es Einkommen ü besonde s konsum ele an . Zwa leugnen die Ve e e all diese Einkommenshypo hesen nich , daß auch ande e Fak o en einen Ein luß haben. De läs igen Schwie ig- kei , diese Fak o en zu e assen, en gehen sie jedoch du ch eine Reihe es ik i e Annahmen, um eine Ve nachlässigung diese Fak o en zu ech e igen. Diese Weg muß do in eine Sackgasse enden, wo man glaub , du ch Be echnung on Konsum unk ionen mi Hil e de Reg essions- und Ko ela ionsanalyse die jeweiligen Hypo hesen es en zu können, d.h. beweisen zu können, daß diese ode jene Einkommens- g öße allein in eine ganz bes imm en Weise konsumbes immend is und die es ik i en Annahmen mi de Reali ä übe eins immen. Solche Be echnungen zeigen nämlich, daß die E gebnisse ü nahezu alle Konsum unk ionen gleich gu sind, obwohl jeweils un e schied- liche Hypo hesen zug unde liegen5. Wi müssen e kennen, daß die al bekann en ein achen T endbe echnungen nu e eine , die E geb- nisse jedoch nich e besse wu den. Nach wie o weiß man, daß die En wicklung de Konsumausgaben mi de En wicklung ande e G ößen einhe gegangen is und wah scheinlich auch wei e hin einhe - gehen wi d, abe man weiß nich wa um. Inso e n is man übe die Technik de babylonischen Kalende be echnungen nich hinausgekom- men6. De Weg kann nu do aus diese Sackgasse he aus üh en, wo man sich eind ingliche als bishe de Ta sache bewuß wi d, daß auch die Konsumausgaben und E spa nisse in eine Volkswi scha le z en Endes au En scheidungen de Wi scha ssubjek e be uhen. Hie em- pi isch gehal olle Hypo hesen und ech e Tes e ah en zu en wickeln und sie au ih e mak oökonomische Aussage hin zu un e suchen, könn e einen e s en, o sich igen Sch i au einem neuen Weg bedeu- en. E s e Ansä ze sind e kennba . Sie gil es wei e zu en wickeln. II. Psychologische E klä ungs e suche 1. E m p i i s c h - p s y c h o 1 o g i s c h e E klä ungs e suche Die Mängel de besch iebenen Ansä ze üh en o ensich lich dahe , daß die Einmaligkei des Indi iduums zu wenig beach e wu de. Man 4 Mil on F iedman: A Theo y o he Consump ion Func ion. P ince on 1957. 5 Ekkeha d on Kno ing: Die Be echnung mak oökonomische Konsum unk io- nen ü Deu schland, 1851 -1913. Tübingen 1970. 6 S ephen Toulmin: Vo aussich und Ve s ehen. Ein Ve such übe die Ziele de Wissenscha . F ank u 1968. S. 34. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.92.3.271 | Gene a ed on 2023-04-04 11:47:57 Bes immungs ak o en des p i a en Konsum- und Spa e hal ens 273 ging deshalb dazu übe , das wi scha liche Ve hal en de Indi iduen bzw. de Haushal e und dami psychologische Va iable zu un e - suchen. Es ging dann nich meh um die „Reak ion" on Konsum und E spa nis au Ände ungen des Gesam einkommens7, sonde n um die Reak ion einzelne Haushal e und Haushal sg uppen au Ände ungen ih es p i a en Einkommens und ande e Va iablen8. Zwei Un e - suchungen sollen ku z da ges ell we den. Ka ona und seine Mi a bei e be ag en sei 1948 die US-ame ika- nische Be ölke ung egelmäßig in ep äsen a i en S ichp oben nach ih en wi scha lichen Eins ellungen und E wa ungen9. Sie ho en, mi den An wo en das Konsum- und Spa e hal en e klä en zu kön- nen10; dabei gingen sie on de Hypo hese aus, daß Ma k k ä e und psychische Fak o en gemeinsam das Ve hal en bes immen11, daß diese Fak o en meßba und die Bedingungen ih e Wi ksamkei und Ve - ände ungen da s ellba seien und daß de Ein luß de psychologischen Fak o en mi dem Gesam einkommen wachse12. Nach Ka ona wi d das Ne oeinkommen eines Haushal es eils ge- wohnhei smäßig (z.B. ü Mie e und die Gü e des äglichen Beda s), eils au G und ech e En scheidungen (d. h. un e Beach ung meh e e Al e na i en und ih e Konseqenzen) ausgegeben. Solche En scheidun- gen äll man z. B. beim Kau on langlebigen Konsumgü e n, Fe ien- eisen, ande en g oßen bzw. ungewöhnlichen Anscha ungen ode bei de Wahl ungewöhnliche und g oße Spa p ojek e. Ka onas Haup - hese is , daß die „Mach des Ve b auche s" da in bes ehe, solche En scheidungen au schieben ode ände n zu können, und zwa mi s eigendem Einkommen um so meh 13. Du ch einen aus Eins ellungs- und E wa ungsskalen zusammengese z en „Op imismus"-Index konn e e die Ausgaben, übe die nach seine Ansich im Ge ühl subjek i e Ra ionali ä en schieden wu de, ü e wa sechs Mona e einige maßen genau o he sagen14. Seine Hypo hesen, die eils aus Ve mu ungen übe die Psychologie des Menschen15 und eils du ch Finge spi zen- 7 Gé a d Gä gen: Theo ie de wi scha lichen En scheidung. Tübingen 1968. S. 18 . 8 Gün e Schmölde s: Vo wo zu Geo ge Ka ona: De Massenkonsum. Düsseldo 1965. 9 Su ey o Consume 's Finances (Uni e si y o Michigan, Ins i u e o Su ey Resea ch, 1948 .). 10 Ka ona: De Massenkonsum, a.a.O., S. 55 . 11 Geo ge Ka ona: Mach des Ve b auche s. Düsseldo 1962. S. 16. 12 Ka ona: De Massenkonsum, a.a.O., S. 61. 13 Ka ona: Mach des Ve b auche s, a.a.O., S. 194 ., 197 . 14 Geo ge Ka ona und E a Muelle : Consume Response o Income Inc eases. Washing on 1970. S. 38 . 15 Geo ge Ka ona: Das Ve hal en de Ve b auche und Un e nehme . Tübingen 1960. 18 Zei sch i ü Wi scha e- und Sozialwissenecha en 92,3 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.92.3.271 | Gene a ed on 2023-04-04 11:47:57 274 F ied ich G. Hoep ne , Ekkeha d on Kno ing und Lu z on Rosens iel ge ühl bei de Da enauswe ung gewonnen wu den16, wu den dadu ch ges ü z . Un e Lei ung on Schmölde s wu den on 1959 bis 1964 meh e e ep äsen a i e Um agen zum wi scha lichen Ve hal en de Bundes- bü ge du chge üh . Zunächs s ell e man du ch Selbs beu eilung de Ve suchspe son ih e Zugehö igkei zum „analen" ode „o alen" Cha- ak e yp es 17. „Anale" Typen zeichnen sich z.B. du ch olgende Eigenscha en aus: nach agend, genau, schüch e n, g üble isch, ge n allein, spa sam; „o ale" Typen sind dagegen e schwende isch, be- quem, nich ausdaue nd, ei el usw.18. Es e gab sich, daß bei jede Ein- kommenshöhe die „analen" e wa doppel so iel spa en wie die „o alen" mi gleich hohem Einkommen, denn: „Wede mi dem Ge- schlech ode mi dem Lebensal e ... noch mi dem Einkommen a iie en die Eins ellungen zum Spa en und Geldausgeben auch nu annähe nd so s a k wie mi den psychologischen Typen19." Lang- is ig dü e die Spa quo e in de Bundes epublik nach diesen Be un- den endenziell sinken, da un e den jünge en Ve suchspe sonen (un e 30 Jah en) sich d eimal so iel „o ale" wie „anale" Typen be anden20. Alle dings muß o en bleiben, ob nich die Zugehö igkei zu einem de a de inie en Cha ak e yp auch om Al e abhäng . Da Schmölde s das Spa e hal en nu om Cha ak e und nich auch aus de Si ua ion he aus e klä , lie e e keine Vo he sage ku z- is ige Ände ungen. F agwü dig e schein auße dem die De ini ion und das Meß e ah en de psychologischen Typen, die le z lich nu e geben, daß diejenigen, die sich selbs u. a. ü spa sam hiel en, auch a sächlich meh spa en. Ka onas E gebnisse sind ü den Wi scha spoli ike wich ige , weil sie zu genaue en und ku z is ige en Vo he sagen üh en. Es e schein jedoch zweckmäßig, nich nu on du ch Ko ela ions echnungen ge- wonnenen ad-hoc-Hypo hesen auszugehen, sonde n die zu es enden Hypo hesen aus allgemeinen sozialwissenscha lichen Theo ien abzu- lei en21, denn e s ens hä en solche Hypo hesen eine g öße e Aussich 16 Dieses Ve ah en is besch ieben bei Ka ona: De Massenkonsum, a.a.O., S. 11. 17 Als anal gal en die Ve suchspe sonen, die au die F age nach ih en Eigen- scha en mindes ens zwei anale Eigenscha en meh als o ale Eigenscha en genann ha en. — Gün e Schmölde s: Geldpsychologie. Reinbek 1966. S. 46 . 18 Schmölde s: Geldpsychologie, a.a.O., S. 74. 19 Zu wei e en Diskussion des Ein lusses de Cha ak e ypen au die Höhe de E spa nis siehe Gün e Schmölde s: De Umgang mi Geld in p i a en Haushal en. Be lin 1969. 20 Schmölde s: Geldpsychologie, a.a.O., S. 94. 21 Alle dings können au wi scha liches Ve hal en konk e bezogene Hypo hesen nich ein ach logisch aus allgemeinen sozialwissenscha lichen Theo ien deduzie we den, da sie zusä zliche In o ma ionen übe den wi scha lichen Lebensbe eich en hal en müssen. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.92.3.271 | Gene a ed on 2023-04-04 11:47:57 Bes immungs ak o en des p i a en Konsum- und Spa e hal ens 275 au Bes ä igung, da sie aus eine schon eilweise bes ä ig en Theo ie abgelei e wu den, und zwei ens wä e umgekeh eine Bes ä igung eine solchen Hypo hese ein wei e e Sch i zu Bes ä igung de all- gemeinen Theo ie. Deshalb sollen im olgenden einige sozialwissenscha liche Theo ien besch ieben we den, die mögliche weise zu eine E klä ung des Spa - und Konsum e hal ens bei agen können; schließlich is dann zu p ü en, welche speziellen Hypo hesen da aus abgelei e und ob diese e l. aus be ei s o handenem empi ischen Ma e ial bes ä ig we den können. 2. Allgemeinpsychologische und sozialpsychologische E klä ungsansä ze Konsumie en und Spa en sind — au de Ebene des Indi iduums be ach e — Ve hal ensweisen, die inne halb spezi ische gesellscha - liche Gegebenhei en du ch einen Le np ozeß gep äg wu den. Um so meh Fo men des Konsum e hal ens in eine Kul u dü en du ch einen Le np ozeß beding sein, je iel äl ige das Konsumangebo und je g öße die Konsum ähigkei is . Eine de bedeu ends en Theo ien e le n en Ve hal ens22 is die de sogenann en ope an en Kondi ionie ung23. Un e ope an e Kondi- ionie ung wi d dabei eine spezi ische Ve hal ens olge e s anden: Au ein zunächs ü das Indi iduum belangloses E eignis (A) olg unmi elba ein zwei es E eignis (B). B be iedig , d.h. es eduzie T iebspannung, die au ein angebo enes ode e le n es Mo i zu ück- üh ba sein kann. Je häu ige es zu dem genann en Ablau komm , mi des o g öße e Wah scheinlichkei wi d das Ausbleiben des zu- nächs belanglosen E eignisses A zu T iebspannung üh en. Dadu ch wi d eine Ve hal ensweise au A hin ausgelös . Folg e e wa im Lau e des E ziehungsp ozesses au das zunächs ü das Kind belanglose Spa en häu ig ein ieb eduzie endes, d. h. beloh- nendes E eignis — Lob du ch die El e n24, kleine Geschenke de Spa - kasse, e c. — so wi d das Spa en schließlich zum Selbs zweck. Es en - wickel sich ein Spa mo i . En sp echend is es psychologisch du chaus sinn oll, ü Konsum und Spa en un e schiedliche Mo i e au zuzeigen. Die e schiedenen Fo men des Konsum- und Spa e hal ens soll en als jeweils kondi ionie e Ve hal ensweisen gesehen we den, die mi ein- ande in Kon lik s ehen können. Je nachdem, welche diese Ve hal« 22 Klaus Foppa: Le nen, Gedäch nis, Ve hal en. Köln 1965. 23 Lilian Blöschl: Belohnung und Bes a ung im Le nexpe imen . Weinheim, Be - lin, Basel 1970. 24 F anz Bee und No be Ku alek: Geld in Kinde händen. Wien, München 1967. S. 102. 18« OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.92.3.271 | Gene a ed on 2023-04-04 11:47:57 276 F ied idi G. Hoep ne , Ekkeha d on Kno ing und Lu z on Rosens iel ensweisen im Lau e des Sozialisie ungsp ozesses25 s ä ke kondi io- nie wu den, wi d es zu s ä ke konsum- ode spa be on en Ve hal- ensweisen26 kommen. Eine Analyse des Wandels de E ziehungsno - men in eine Gesellscha müß e inso e n de lang is igen P ognose on Konsum- bzw. Spa quo en dienlich sein. Das E eichen eines ieb eduzie enden E eignisses üh in de Re- gel zu Zu iedenhei , das Nich e eichen dieses E eignisses en sp e- chend zu Unzu iedenhei . Hinsich lich de Häu igkei ode In ensi ä des E eichens eines ieb eduzie enden E eignisses — e wa eines be- s imm en Konsum- ode Spa be ages — schein es nun einen Indi e- enzpunk de Zu iedenhei zu geben, das Adap a ionsni eau . Dieses Konzep wu de on Helson 27 spezi isch inne halb de Anpassung de Wah nehmung an Sinnes eize en wickel und spä e au ande e Ge- bie e gene alisie . Es en sp ich einem gewich e en geome ischen Mi - el de Reizin ensi ä en, die im o ausgegangenen Zei abschni au - a en. En sp echend wi d man das Adap a ionsni eau de Zu ieden- hei in Bezug au bes imm e Konsum- ode Spa o men beim gewich- e en geome ischen Mi el de Häu igkei ode In ensi ä des Au e- ens des en sp echenden be iedigenden E eignisses im o ausgehen- den Zei abschni e wa en. Lieg das e eich e E eignis ku z is ig un e dem Adap a ionsni eau, so wi d Unzu iedenhei en s ehen, bleib es auch lang is ig da un e , so wi d sich das Adap a ionsni eau au nied ige e S u e neu einpendeln. Wi d ein bes imm es Adap a- ionsni eau dagegen ku z is ig übe sch i en, so en s eh Zu ieden- hei , bleib es lang is ig dabei, so wi d sich das Adap a ionsni eau au höhe e S u e neu einpendeln. Hie bleiben jedoch d ei F agen: 1. Kann das Adap a ionsni eau nu du ch jeweils konk e gleiche E eignisse e eich we den, ode gib es hie Reizgene alisie ung28? Kann beispielsweise das Spa en in We papie en das Adap a ionsni- eau eine bes imm en Summe im Spa buch e se zen, kann de Kon- sum on Fisch das gele n e Bedü nis nach e em Schweineb a en be- iedigen? Gib es ielleich ga Reizgene alisie ung on Konsum au Spa ziele ode umgekeh ? 2. Is das Adap a ionsni eau nu als gewich e es geome isches Mi - el isolie e E eignisse zu e s ehen, ode gib es auch ein Adap a ions- ni eau in Bezug au E eignis olgen (z. B. im Wachs umsp ozeß) ? Is es 25 Paul F. Seco d and Ca l W. Backman: Social Psychology. New Yo k 1964. 26 Schmölde s: Geldpsychologie, a.a.O. 27 Ha y Helson: Adap a ion — Le el Theo y. New Yo k 1967. 28 Von Reizgene alisie ung sp ich man, wenn nich nu de kondi ionie e Reiz ein e le n es Ve hal en auslös , sonde n auch meh ode wenige ähnliche. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.92.3.271 | Gene a ed on 2023-04-04 11:47:57 Bes immungs ak o en des p i a en Konsum- und Spa e hal ens 277 also nu s a ionä ode auch dynamisch? Pendel sich e wa das Adap- a ionsni eau au S eige ungs a en on Konsum- und Spa mengen ein, so daß z. B. bei sinkende Wachs ums a e das Adap a ionsni eau un e - sch i en wü de und Unzu iedenhei die Folge wä e? 3. Das Adap a ionsni eau zeig , was e ah ungsgemäß no mal is . Es is somi ein No mwe . Resul ie diese No mwe nu aus de eigenen unmi elba en E ah ung ode auch aus de mi elba en E - ah ung? Rich e e sich also nu an eigenen Konsum- und Spa e ah- ungen aus ode auch an E ah ungen, die an Bezugspe sonen beob- ach e wu den? Is dies de Fall, so muß ein übe höh es Adap a ions- ni eau bei bes imm en Konsum o men angenommen we den, da die Bezugspe sonen hie bei un ep äsen a i übe höh es Konsum e hal en ü ande e nach außen hin sich ba machen und die in de en sp e- chenden Konsumwe bung au gezeig en Bezugspe sonen lei bildha eben alls un ep äsen a i übe höh en Konsum zeigen. Den Konsumen- en e scheinen also die G uppenno men höhe , als sie a sächlich sind. Es komm zu plu alis ischen Igno anz29, die in diesem Fall daue nde Unzu iedenhei bedingen müß e. Eine de a ige Au weichung des Konzep s des Adap a ionsni eaus leg es nahe, das Konzep des Ansp uchsni eaus30 zum Ausgangspunk wei e e Übe legungen zu machen. Un e dem Ansp uchsni eau sei da- bei eine konk e isie e Zielse zung des Indi iduums e s anden. Das E eichen des Ansp uchsni eaus üh nich nu zu Indi e enz, wie das beim Adap a ionsni eau de Fall is , sonde n zu Zu ieden- hei . Es lieg im Regel all übe dem Adap a ionsni eau. Vom An- sp uchsni eau sp ich man ausschließlich bei E eignissen, die man ak i he beizu üh en such . Das Ansp uchsni eau is ein „Komp omiß" zwi- schen Wunsch und Möglichkei . De Wunsch is hie bei du ch die zei - lich übe daue nde Mo i a ions- und Eins ellungss uk u , die Möglich- kei du ch die subjek i e Wah scheinlichkei de Ziele eichung be- s imm 31. Das E eichen des Ansp uchsni eaus wü de ku z is ig zu Zu iedenhei in de en sp echenden Bedü nisdimension üh en und lang is ig eine E höhung des en sp echenden Ansp uchsni eaus zu Folge haben. Das Ve ehlen des Ansp uchsni eaus wü de ku z is ig zu keine Bedü nisbe iedigung und somi zu Unzu iedenhei üh- en und lang is ig im Regel all ein Absinken des Ansp uchsni eaus nach sich ziehen32. 29 Richa d L. Schanck: A S udy o a Communi y and i s G oups and Ins i u ions Concei ed o as Beha iou s o Indi iduais. Psychol. Monog ., Vol. 43 (1932), no. 2. 30 Ku Lewin e al.: Le el o Aspi a ion. In: Joseph Hun (Ed.): Pe sonali y and he Beha io Diso de s. Bd. I. New Yo k 1944. S. 333 . 31 F ied ich G. Hoep ne : Gewinnmaximie ung im Lich e de En scheidungs o - schung. Mona sbl. . eihei l. Wi scha spol., 17. Jg. (1971), H. 8. 32 Heinz Heckhausen: Leis ungsmo i a ion. In: Hans Thomae u.a. (H sg.): Hand* buch de Psychologie. Bd. 2. Gö ingen 1965. S. 602 - 704. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.92.3.271 | Gene a ed on 2023-04-04 11:47:57 278 F ied ich G. Hoep ne , Ekkeha d on ICno ing und Lu z on Rosens iel III. Ein e hal ens heo e ische Ansa z des Konsum- und Spa e hal ens Die Da s ellung de bishe igen Ansä ze ha gezeig , daß jeweils nu bes imm e Aspek e des Konsum- und Spa e hal ens be on und an- de e da ü e nachlässig wu den. Es lieg nahe, eine In eg a ion die- se Ansä ze zu e suchen und eine Ve hal ens heo ie des Konsumie- ens und Spa ens zu en wickeln. Man kann nu ausgeben, was man ha . Das objek i e ügba e Ne - oeinkommen de p i a en Haushal e limi ie dahe — zumindes lang is ig — ih e Konsum- und Spa möglichkei en; es is Beg en- zungs ak o , ohne jedoch Bes immungs ak o sein zu müssen. 1. Fo men des E lebnisses bei Einkommens en s ehung und -Ve wendung Zwischen dem objek i en Zus and de Reali ä und seine Wah neh- mung du ch ein Indi iduum kann eine e hebliche Disk epanz bes ehen. Dies gil um so meh , wenn man sich e deu lich , daß jede Wah neh- mungsp ozeß zugleich auch ein Bewe ungsp ozeß is 33. So is anzuneh- men, daß ein Haushal nach eine Einkommenss eige ung übe sein Adap a ionsni eau hinaus sich eich ühl , wäh end ein ande e Haus- hal bei eine Einkommenssenkung un e das Adap a ionsni eau, abe dennoch objek i gleichem Einkommen wie bei dem e s genann en Haushal , sich e a m ühl . Ein objek i gleiches Einkommen kann dami au G und de un e schiedlichen Wah nehmung zu e schie- dena igem Konsum- und Spa e hal en üh en. Dies e klä sich da - aus, daß das subjek i ei e ügba e Einkommen im e s en Fall s eig , im zwei en Fall dagegen sink . Dabei e s ehen wi in Anleh- nung an Ka ona un e subjek i ei e ügba em Einkommen den Teil des objek i e ügba en Einkommens, übe dessen Ve wendung ech e En scheidungen ge o en we den. Das objek i e ügba e Ein- kommen en häl neben dem subjek i ei e ügba en Einkommen Be äge, die gewohnhei smäßig ode au G und e agliche Bindun- gen ausgegeben we den. Alle d ei Ve hal ensweisen (ech e En scheidungen, gewohnhei smä- ßiges und e aglich gebundenes Ve hal en) können sowohl zu Kon- sum als auch zu E spa nis üh en. Die Bedeu ung de d ei Ve hal ens- weisen bei de Au eilung des objek i e ügba en Einkommens kann sich ände n. Dies is besonde s dann zu e wa en, wenn die Wah neh- mung des objek i e ügba en Einkommens ode die e leb en Ve hal- ensno men sich ände n. 33 Vgl. die Beme kungen zum Adap a ionsni eau. Genaue : Hans Thomae u. a. (H sg): Handbuch de Psychologie. Bd. 1,1. Gö ingen 1966. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.92.3.271 | Gene a ed on 2023-04-04 11:47:57 Bes immungs ak o en des p i a en Konsum- und Spa e hal ens 285 da aus doch bald ein selbs ändiges Spa mo i e wachsen (sekundä e Mo i a ion). Die beobach ba e Häu igkei des Ve hal ens in Bezugsg uppen be- s imm die Ve hal ensno men des Indi iduums. Deshalb soll en E olge de Spa ö de ungsmaßnahmen in de Bezugsg uppe ö en lich be- kann gemach we den, wobei man sich du chaus auch de Me hoden de Konsumwe bung bedienen kann. Mögliche weise o handene plu- alis ische Igno anz kann so besei ig we den, so daß das Spa e hal- en zu sozialen Selbs e s ändlichkei wi d. Spa en kann übe die Realno m ( ypisches Ve hal en) hinaus noch zu Idealno m we den, wenn man es mi glaubha beg ünde en A gumen en als gesellscha s- poli isch we oll und somi „ ugendha " da s ell . Au diese Weise e such man in manchen S aa en zum Beispiel, die Be ölke ung zum Konsum e zich zu Guns en des Au baus des P oduk ionsappa a es und dami na ionale G öße und Mach zu bewegen. Will man e eichen, daß habi uell gespa wi d, so sind da übe hin- aus die gleichzei ig au eine E höhung des Konsums ge ich e en Ein- lüsse abzuweh en. Sie gehen in e s e Linie on de Konsumwe bung48 aus. So wü de zwei ellos eine Besch änkung de We bemöglichkei en, e wa du ch s eue liche Maßnahmen (We bes eue ), eine sei s du ch Un e b echung on Konsumhabi ualisie ungsp ozessen und ande e - sei s du ch endenzielle Senkung spezi ische Konsumansp uchsni eaus wi ken. Ähnlich wie die Habi ualisie ung wi k auch Kon ak ie ung lang- is ig. Wäh end abe gewohnhei smäßiges Ve hal en sich bei plö z- liche Umwel ände ung seh s a k ände n kann (z. B. könn e bei e - b ei e en In la ionsbe ü ch ungen ein Run au die Banken einse zen), bedeu e Kon ak ie ung eine s ä ke e S abilisie ung des Spa e hal- ens. Zu Vo be ei ung de Kon ak ie ung emp ehlen sich Maßnahmen zu Habi ualisie ung. Is Spa e hal en zu Selbs e s ändlichkei ge- wo den, so wi d es ela i leich sein, Konsumen en zum Abschluß on Spa e ägen zu bewegen. Diese bedeu en auch in habi ualisie- ungsge äh denden Si ua ionen eine S abilisie ung des Spa e hal ens. Besonde s bei de Kon ak ie ung sind jedoch An angsschwie igkei en zu übe winden, die im e s maligen Zeigen eines neuen Ve hal ens und im psychologischen Wide s and gegen Bankins i u e zu suchen sind. Solche Wide s ände könn en übe wunden we den, indem ü die e s e Spa a e besonde e Fö de ungen angebo en we den, ode du ch s aa - liche Fö de ung p i a e Maßnahmen, die au eine Ve inge ung de 48 Lu z . Rosens iel: Psychologie de We bung. Rosenheim 1969. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.92.3.271 | Gene a ed on 2023-04-04 11:47:57 286 F ied ich G. Hoep ne , Ekkeha d on Kno ing und Lu z on Rosens iel psychologischen Dis anz zwischen Spa e und Geldins i u abzielen (z. B. Bildung on Klein ilialen in Wohngebie en und ländlichen Be ei- chen und/ode Bildung on be u sspezi ischen Geldins i u en). Das Ge- ühl, wegen de kleinen eigenen Spa summe läche lich zu wi ken, wü - de dadu ch wei gehend abgebau . An angswide s ände sind am ehes en dann zu übe winden, wenn die Spa be ei scha am g öß en is (z.B. in de Rezession wegen des Si- che hei smo i s). Da aus kann sich na ü lich ein Kon lik zwischen dem Ve eilungsziel (Spa ö de ung) und konjunk u poli ischen Zie- len (Konsum ö de ung) e geben. Ein lüsse au das subjek i ei e ügba e Einkommen sind ela i ku z is ig du ch Ein lußnahme au mo i spezi ische Ansp uchsni eaus zu e eichen. Dabei is alle dings nich on gene ellen Spa - und Kon- sumansp uchsni eaus auszugehen, sonde n on e lebnismäßig di e en- zie ba en Un e o men des Spa ens und Konsums. Zum Beispiel dü e e lebnismäßig ein g oße Un e schied zwischen Ak ienspa en und Spa - buchspa en au de einen und beispielsweise Nah ungsmi el e b auch und Reiseausgaben au de ande en Sei e bes ehen. Um ku z is ig zu Konjunk u s eue ung das Konsum- und Spa e hal en beein lussen zu können, is ein ela i b ei e Spiel aum des subjek i ei e üg- ba en Einkommens e o de lich. Dies kann im konk e en Falle bedeu- en, daß man bes imm e habi uelle Ve hal ensweisen du ch en sp e- chende Kommunika ions echniken (s aa liche We bemaßnahmen, Fe n- sehdiskussionen) agwü dig mach , ode indem man du ch ähnliche Maßnahmen da ü so g , daß neu zuwachsende Einkommens eile mög- lichs wenig habi uell e wende we den. Wi d eine Belebung de Konsumnach age gewünsch , so muß dies ku z is ig alle Vo aussich nach aus de E spa nis geschehen, die aus dem subjek i ei e ügba en Einkommen bes i en wi d. Ge ade in Zei en, in denen eine Belebung des p i a en Konsums wi scha spoli- isch e wünsch schein , sind jedoch die Ansp uchsni eaus de Konsu- men en bezüglich ih es Siche hei smo i s o aussich lich unbe iedig , so daß sie endenziell meh zu spa en wünschen. Eine E wei e ung de Konsumnach age au Kos en de E spa nis dü e deshalb nu schwe möglich sein. G öße e Aussich au E olg hä e eine Auswei ung des subjek i ei e ügba en Einkommens zum Beispiel du ch s eue liche Maßnahmen ode T ans e zahlungen. Um zu e hinde n, daß das zu- sä zliche subjek i ei e ügba e Einkommen oll du ch E spa nis abso bie wi d, soll en zwei psychologisch un e schiedliche Wege be- sch i en we den, zum einen du ch Senkung de Ansp uchsni eaus bezüglich de E spa nis, zum ande en du ch Hebung bes imm e Kon- sumansp uchsni eaus. Diese Maßnahmen haben inso e n eine g öße e OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.92.3.271 | Gene a ed on 2023-04-04 11:47:57 Bes immungs ak o en des p i a en Konsum- und Spa e hal ens 287 Aussich au E olg, als mi dem Wachs um des subjek i ei e üg- ba en Einkommens de En scheidungsspiel aum des Konsumen en g ö- ße gewo den is . Bei beiden Maßnahmeng uppen soll en klassische wi scha spoli ische Me hoden mi den Techniken zu psychologischen Eins ellungsände ung, wie sie o he geschilde wu den, e bunden we den. Geh es umgekeh da um, die Konsumnach age einzudämmen, so muß dies wiede um du ch eine Senkung spezi ische Konsumansp uchs- ni eaus und du ch ein Anheben on Ansp uchsni eaus bezüglich be- s imm e Spa o men geschehen. Zweckmäßige weise soll en in einem solchen Momen Spa o men ge ö de we den, die auch de lang i- s ig anges eb en Ve ände ung de Einkommens- und Ve mögens e - eilung dienlich sind. In eine solchen Pe iode is mi s eigendem Ein- kommen zu echnen. Ziel de Wi scha spoli ik muß es sein, diese Einkommenss eige ung möglichs wei gehend de E spa nis zuzu üh- en. Zwangsweise kann dies zum Beispiel du ch S eue o auszahlungen ode Konjunk u ausgleichs ücklagen de p i a en Haushal e in Höhe des Einkommenszuwachses geschehen; ela i eiwillig wä e jedoch de Abschluß on Ta i e ägen du ch die Ta i pa ne mi dem In- hal , daß de Einkommenszuwachs ganz ode eilweise e mögenswi k- sam es geleg wi d. De a ige Maßnahmen können jedoch nu dann wi ksam sein, wenn nich zugleich die p i a en Haushal e au einen Teil ih e bishe igen E spa nis e zich en. De a ige Maßnahmen zu Konjunk u s eue ung sind schon allein dadu ch ge ech e ig , daß die dadu ch e eich e S abilisie ung de wi scha lichen En wicklung mi el is ig zu einige maßen op imis i- schen Eins ellungen de p i a en Haushal e bezüglich de wei e en Wi scha sen wicklung üh en dü e. Wie be ei s e wähn , ha eine solche op imis ische Eins ellung mi el- bis lang is ig eine ela i e Ve g öße ung des subjek i ei e ügba- en Einkommens zu Folge, so daß dami die Möglichkei en auch zu eine Ve besse ung de Einkommens- und Ve mögens e eilung gün- s ige we den49. 49 Die hie gegebenen An egungen können und sollen nu einen e s en, g oben Ansa z da s ellen. Sie sind du ch wei e e Fo schungen zu e olls ändigen und bes- se zu undie en. Insbesonde e wä e in e essan , empi isch es zus ellen, welchen An eil des objek i e ügba en Einkommens das subjek i ei e ügba e Ein- kommen beansp uch und welchen Ände ungen das implizi e Modell on Wi - scha und Gesellscha im Zei ablau un e wo en is . Das bedeu e abe , daß auch soziologische Ansä ze mi einbezogen we den müssen. Übe haup gewinnen die hie o ge agenen allgemeinen und o i ial e scheinenden Übe legungen e s dann an Gewich , wenn sie zu Lösung eines konk e en P oblems de Reali ä he ange- zogen we den. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.92.3.271 | Gene a ed on 2023-04-04 11:47:57 288 F ied ich G. Hoep ne , Ekkeha d on Kno ing und Lu z on Rosens iel Summa y De e minan s o P i a e Consump ion and Sa ing Beha io in Mac o-Economical and Psychological View. A emp o a Syn hesis The au ho s in eg a e mac o-economical and psychological app oaches o con- sump ion and sa ing beha io . They de i e hypo heses om gene al socioeconomic heo ies on condi ioning, adap ion le el and demand le el. This esul s in a beha io al heo y o consump ion and sa ing wi h some applica ions as o hei con ol in social eali y. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.92.3.271 | Gene a ed on 2023-04-04 11:47:57