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IWF weiterhin auf Stabilitätskurs

Rosen, Rüdiger von

Abstract

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Rosen, Rüdiger von Article IWF weiterhin auf Stabilitätskurs Kredit und Kapital Provided in Cooperation with: Duncker & Humblot, Berlin Suggested Citation: Rosen, Rüdiger von (1981) : IWF weiterhin auf Stabilitätskurs, Kredit und Kapital, ISSN 0023-4591, Duncker & Humblot, Berlin, Vol. 14, Iss. 4, pp. 574-589, https://doi.org/10.3790/ccm.14.4.574 This Version is available at: https://hdl.handle.net/10419/292914 Standard-Nutzungsbedingungen: Die Dokumente auf EconStor dürfen zu eigenen wissenschaftlichen Zwecken und zum Privatgebrauch gespeichert und kopiert werden. Sie dürfen die Dokumente nicht für öffentliche oder kommerzielle Zwecke vervielfältigen, öffentlich ausstellen, öffentlich zugänglich machen, vertreiben oder anderweitig nutzen. Sofern die Verfasser die Dokumente unter Open-Content-Lizenzen (insbesondere CC-Lizenzen) zur Verfügung gestellt haben sollten, gelten abweichend von diesen Nutzungsbedingungen die in der dort genannten Lizenz gewährten Nutzungsrechte. 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So waren 1979 Belgrad, 1976 Manila, 1973 Nairobi, 1970 Kopenhagen Veranstaltungsorte. Erstmalig nahmen in diesem Jahr Vertreter der dem IWF neu beigetretenen Länder Bhutan und Vanuata an der Jahresversammlung teil, was die Mitgliedszahl im IWF auf nunmehr 143 Länder erhöhte. Wie üblich waren der Jahrestagung Sitzungen des Interimsausschusses, der 24er-Gruppe, des gemeinsamen Entwicklungsausschusses von IWF und Weltbank, der OECD und der 1 Oer-Gruppe sowie anderer, insbesondere auch regionaler Gruppierungen vorausgegangen. II. Grundlage der Beratungen unter den Vertretern von Regierungen und Notenbanken zur Lage der Weltwirtschaft waren der Jahresbericht 1981 des IWF, der kurz vor der Jahresversammlung veröffentlicht wurde, sowie einige Dokumente mit Stellungnahmen des IWF-Stabs zur Entwicklung der Weltkonjunktur. Als „schwierig und enttäuschend" hatte der IWF die weltwirtschaftliche Entwicklung der vorausgegangenen achtzehn Monate bezeichnet und auf das stagnierende Wirtschaftswachstum in den meisten Industriestaaten, auf eine erhebliche Abschwächung des Welthandels Wachstums, große Zahlungsbilanzungleichgewichte, starke Unterschiede bei den Inflationsraten sowie extreme Schwankungen bei den Wechselkursen hingewiesen. Die Aussichten für die Weltwirtschaft und die zur Uberwindung der gegenwärtigen wirtschaftlichen Schwierigkeiten einzuschlagende Politik standen daher auch OPEN ACCESS | Licensed under CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/about/cclicenses/ DOI https://doi.org/10.3790/ccm.14.4.574 | Generated on 2023-01-16 12:47:11 Berichte 575 im Mittelpunkt aller Treffen. Wesentliche Bedeutung kam erneut der diesjährigen Sitzung des Interimsausschusses des Gouverneursrates des IWF zu. Dieser Ausschuß, ein dem höchsten Beschlußorgan des Fonds, dem Gouverneursrat seit 1974 vorgeschaltetes Beratungsgremium, hatte auf seiner 17. Sitzung am 26. und 27. September 1981 unter Vorsitz des Stellvertretenden Premierministers und Finanzministers von Kanada, Allan J. MacEachen, u. a. folgende Themen auf der Tagesordnung: — Weltwirtschaftslage und Anpassungsprozeß; — Neuzuteilung von Sonderziehungsrechten; — IWF-Liquidität und Mittelbeschaffung; — Achte allgemeine Quotenüberprüfung; — Bericht des Geschäftsführenden Direktors des IWF zu Wechselkursüberwachung und Anpassungspolitik. Massive Kritik der amerikanischen Regierung an der aus US-Sicht zu laxen und den Entwicklungsländern zu gefälligen Ausleihepolitik des IWF ließ vor Beginn der Jahrestagung eine Konfrontation mit den Entwicklungsländern befürchten. Dazu kam es jedoch nicht. Die Beratungen und Gespräche waren vielmehr gekennzeichnet von weitgehender Sachlichkeit und geprägt von dem gemeinsamen Bemühen um beidseitig akzeptable Lösungsmöglichkeiten für Industrieund Entwicklungsländer. Fortsetzung der Inflationsbekämpfung seitens der Industrienationen, vermehrte Anstrengungen der Entwicklungsländer zur Beseitigung der Zahlungsbilanzdefizite sowie eine zurückhaltende und den globalen Bedürfnissen Rechnung tragende Ausleiheund Liquiditätspolitik des IWF und damit Abschied von der „Politik des Füllhorns" (Wilhelm Seuss in der FAZ vom 1.10.1981) sind die Grundlinien, auf die sich der Interimsausschuß nach zweitägigen Beratungen in Washington einigte. Nicht mit mehr und leichterer Finanzierung sondern durch verstärkte außenwirtschaftliche Anpassung muß nach Meinung der Ausschußmitglieder aus Industrieund Entwicklungsländern auf die weltwirtschaftlichen Ungleichgewichte reagiert werden, um diese sobald wie möglich auf ein tragbares Maß zurückzuführen und damit Voraussetzungen für ein Wiedererstarken des Wachstums von Einkommen und Beschäftigung zu schaffen (vgl. Tabelle 1: Leistungsbilanzen in den Jahren 1977 -1981). Der Ausschuß verkannte nicht, daß sich bei der Inflationsbekämpfung in einigen Ländern Fortschritte zeigten: Die stabilitätspolitischen AnOPEN ACCESS | Licensed under CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/about/cclicenses/ DOI https://doi.org/10.3790/ccm.14.4.574 | Generated on 2023-01-16 12:47:11 576 Berichte Tabelle 1 Leistungsbilanzen in den Jahren 1977 - 1981 (in Milliarden US-Dollar) 1977 1978 1979 1980 | 1981a) Industrieländer 1 ! | j Sieben größten Länder .. 8,0 ; 34,2 4,7 - 15,7 - 1 Übrige Industrieländer .. - 12,6 ' - 3,4 - 12,5 Ì - 28,4 - 28 Entwicklungsländer Ölexportierende Entwicklungsländer 31,1 3,3 68,4 112,2 96 Ölimportierende Entwicklungsländer 28,6 - 37,5 - 57,6 ! - 82,1 - 97 Aufgeteilt nach Regionen: Afrika - 6,0 - 7,3 - 5,8 - 7,3 - 14 Asien - 0,7 - 5,8 - 14,1 - 23,7 - 25 Europa - 7,6 - 5,2 - 8,5 - 10,3 - 9 Mittler Osten - 5,2 - 6,3 - 8,3 - 7,7 - 8 Westliche Hemisphäre ... - 9,1 - 12,9 - 20,9 - 33,1 - 40 Insgesamt - 2,1 - 3,4 3,0 ; - 14,0 - 30 a) Projektionen des IWF. Quelle: Jahresbericht Internationaler Währungsfonds, 1981 Seite 18. strengungen dürfen aber nicht gelockert werden. Er unterstrich dabei insbesondere die Bedeutung einer stetigen und vorsichtigen Begrenzung des Geldmengenwachstums, die begleitet und unterstützt werden müssen von geeigneten fiskalpolitischen Maßnahmen, was vielfach eine Verringerung der Haushaltsdefizite mit einschließe. Auch der Geschäftsführende Direktor des IWF, der Franzose de Larosiere, sprach sich wie viele andere nachdrücklich für ein Festhalten an der Priorität der Inflationsbekämpfung aus: „ ... inflation remains at an intolerable level despite the human costs of the efforts that have been made. At this stage... it is essential not to relax the efforts to combat inflation, but rather to press on with determination. Experience has amply demonstrated that sustained, sound growth requires that inflation first be brought under control." Ebenso wie zuvor schon der Währungsfonds in seinem Jahresbericht 1981 zeigte sich auch der Interimsausschuß besorgt über die eher zum Protektionismus als zur Liberalisierung neigenden Tendenzen. Härtere Wettbewerbsbedingungen und steigende Energiekosten hätten gerade OPEN ACCESS | Licensed under CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/about/cclicenses/ DOI https://doi.org/10.3790/ccm.14.4.574 | Generated on 2023-01-16 12:47:11 Berichte 577 auch unter den Industrieländern verstärkt zu einer Abkehr bilateraler Handelstraditionen und dem Aufbau von Handelsschranken geführt. Eine derartige Politik bezeichnete der Interimsausschuß zudem als kurzsichtig, „weil sie dazu beitrage, Starrheiten bei der Ressourcenverteilung zu konservieren und keine dauerhaften Lösungen für die Probleme der Arbeitslosigkeit bieten könne". Ein Rückgriff auf protektionistische Maßnahmen sei nicht nur nachteilig für die Erzielung von Produktivitätsfortschritten und im Bemühen zur Inflationsbekämpfung sondern untergrabe auch die Möglichkeiten für eine Ausweitung des Welthandels und eine größere Beteiligung der Entwicklungsländer. Gerade für diese Länder sei auch wesentlich ein gleichberechtigter Zugang zu den internationalen Finanzmärkten. III. Große Besorgnis äußerte der Interimsausschuß über das teilweise dramatische Anwachsen der Leistungsbilanzdefizite insbesondere der erdölverbrauchenden Entwicklungsländer von 38 Mrd. $ im Jahr 1978 auf 84 Mrd. $ im Jahr 1980 mit wahrscheinlich noch steigender Tendenz in den Folgejahren. Die Schätzungen des IWF-Stabes für 1982 gehen für diese Ländergruppe von rund 100 Mrd. $ Leistungsbilanzdefizit aus. Als Ursache dafür verwies der Ausschuß dabei auf die für diese Ländergruppe eher ungünstige außenwirtschaftlichen Entwicklungen, wie die rezessiven Tendenzen in den meisten Industriestaaten, die Verschlechterung der Terms of Trade einschließlich höherer Ölpreise sowie den weltweiten Anstieg der Zinskosten. Der gewachsenen Bereitschaft des IWF zur Finanzierung der Defizite der Mitgliedsländer stellte der Interimsausschuß die Warnung an die Seite, „daß energische und umfassende Anpassungsmaßnahmen ergriffen werden müssen, um die derzeitigen auf Dauer nicht durchzuhaltenden Leistungsbilanzgleichgewichte zu vermindern". Von den beiden klassischen Domänen des IWF „Finanzierung und Anpassung" hat letztere auf dieser Jahrestagung wieder eindeutig Vorrang erhalten. Es konnte daher auch kaum überraschen, daß der Ausschuß — vorwiegend auf amerikanische Initiative, die jedoch auch von anderen Industrieländern mit getragen wurde — gegenüber der Bereitstellung neuer Refinanzierungsquellen für den Währungsfonds deutliche Zurückhaltung zeigte. US-Präsident Reagan wies in seiner Begrüßungsansprache zu Beginn der Jahresversammlung auf die Notwendigkeit eines von innen heraus 37 Kredit und Kapital 4/1981 OPEN ACCESS | Licensed under CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/about/cclicenses/ DOI https://doi.org/10.3790/ccm.14.4.574 | Generated on 2023-01-16 12:47:11 578 Berichte kommenden Anpassungsprozesses hin. "We who live in free market societies believe that growth, prosperity, and ultimately human fulfillment, are created from the bottom up, not the government down. Only when the human spirit is allowed to invent and create, only when individuals are given a personal stake in deciding economic policies and benefiting from their success — only then can societies remain economically alive, dynamic, prosperous, progressive and free. Trust the people. This is the one irrefutable lesson of the entire postwar period contradicting the notion that rigid government controls are essential to economic depelopment. The societies which have achieved the most spectacular, broadbased economic progress in the shortest period of time are not the most tightly controlled, nor necessarily the biggest in size, or the wealthiest in natural resources. No, what unites them all in ther willingness to believe in the magic of the market place." Neben der Aufforderung zu verstärkten Eigenanstrengungen der Entwicklungsländer unterstrich der USPräsident die herausragende Bedeutung von IWF und Weltbank in der Welt, um „neue Hoffnung" auf ein besseres Leben zu wecken. Als wichtigsten Beitrag für die Weltwirtschaft bezeichnete er die Wiederherstellung eines gesunden inflationsfreien Wachstums in den Vereinigten Staaten. "We have overspent, overtaxed and overregulated with the result being slow growth and roaring inflation. This stagflation most quickly overcome." Als Exponent der Haltung der Industrieländer profilierten sich stärker als in früheren Jahren die Vereinigten Staaten. US-Schatzminister Donald T. Regan forderte in seiner Ansprache — im Einklang mit der von seiner Regierung auch im Inneren verfolgten restriktiven Geldund Kreditpolitik —, daß der IWF die Konditionen für die von ihm bereitzustellenden Mittel straffe, daß er die Zuteilung von Sonderziehungsrechten nicht weiter ausdehne, und daß er Pläne, sich über private Kapitalmärkte zu refinanzieren, bis auf weiteres zurückstelle. Bundesfinanzminister Matthöf er forderte die Fortsetzung des konsequenten Antiinflationskurses, nicht zuletzt um dadurch zu einer Senkung des internationalen Zinsniveaus zu gelangen. IV. Die Frage einer Neuzuteilung von Sonderziehungsrechten (SZR), die von den Entwicklungsländern in Höhe von jährlich 12 Milliarden SonOPEN ACCESS | Licensed under CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/about/cclicenses/ DOI https://doi.org/10.3790/ccm.14.4.574 | Generated on 2023-01-16 12:47:11 Berichte 579 derziehungsrechten innerhalb der nächsten drei Jahre gefordert worden waren, ist vom Interimsausschuß nicht weiter verfolgt worden, sondern zur weiteren Behandlung an das Exekutivdirektorium des Währungsfonds verwiesen worden. Gleichzeitig wurde jedoch die Möglichkeit zur Diskussion gestellt, die seit 1979 laufende dreijährige Zuteilungsperiode mit einer Zuteilung von jährlich 4 Mrd. SZR zu verlängern und in gleicher Höhe SZR zuzuteilen. Die anhaltende internationale Liquiditätsschwemme und die Gefahr einer Verzögerung des Anpassungsprozesses spricht eher gegen die Schaffung zusätzlicher Liquidität im Wege der SZR-Zuteilung. Zumindest hielten die maßgebenden Länder bei dieser IWF-Tagung eine weitere SZR-Zutedlung derzeit weder für wünschbar noch für opportun (vgl. Tabelle 2: Offizielle Währungsreserven am Ende der Jahre 19731980 und Ende Mai 1981). Daß diese Auffassung der meisten Industrieländer nicht auf allgemeine Zustimmung stieß, konnte kaum überraschen. Die Minister der 24er-Gruppe aus den Entwicklungsländern bedauerten die offenkundige Abkehr von der bisherigen Politik der beiden Bretton-Woods-Institute. Sie äußerten in diesem Zusammenhang tiefe Besorgnis über Vorschläge „einiger bedeutender Industrieländer" zu noch schärferen geldund wirtschaftspolitischen Auflagen bei der Vergabe von IWF-Krediten als bisher. Ferner klagten die Minister über die „Gefühllosigkeit einiger Industrieländer" bezüglich der Schaffung neuer Sonderziehungsrechte. Nach ihren Vorstellungen sollte die Zuteilung in der 1982 beginnenden neuen fünf Jahre umfassenden Basisperiode von den 1979 - 1981 jährlich zugeteilten 4 Mrd. SZR auf 12 Mrd. SZR verdreifacht werden. Eine Zuteilung in dieser Größenordnung, so die Argumentation der G-24, sei zudem auch nicht inflationär. Die weltweite Geldentwertung sei in erster Linie das Ergebnis der internen Wirtschaftspolitik von Reservewährungsländern. Schließlich verwiesen sie auf die Inkonsistenz der Opposition dieser Länder gegenüber einer nicht an Bedingungen geknüpften Liquiditätsschöpfung für die Weltgemeinschaft durch SZR-Zuteilung, während diese zugleich die eigene Kaufkraft durch Erhöhung ihrer Reservewährungen erweiterten. Nach den Richtlinien des IWF-Ubereinkommens hat sich jedoch Schaffung von SZR hauptsächlich am langfristigen globalen Liquiditätsbedarf der Weltwirtschaft zu orientieren. Von dieser Entwicklung wird es abhängen, ob die Diskussion über eine Ausweitung der internationalen 37» OPEN ACCESS | Licensed under CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/about/cclicenses/ DOI https://doi.org/10.3790/ccm.14.4.574 | Generated on 2023-01-16 12:47:11 580 Berichte CO 00 ^ Oi Oi tOi 00 t"- 05 CO t> Od t> Oi CO cq c» o <35 l> p © I>" 1—1 co" rH rf 00 af o CO CO CO Oi 00 CO r-T rH cm" CO CM l>" © rH © 05 rH co C» W CO CO in I> CO CM W co" r-T T—( oo" CM co" CT5 CM CM CO CO 03 co" CO o" rH oo" rH © rH co" 00 S c» in CM O^ CM^ S ^ I> CO r-^ oi © ^ csf rH Tt<" CM co" ^ CM o" r> CM CO Od rH CO CO t>" of t> rH in" CO rH co" in rH 00 i-H OJ rH^ "JT rH CM CO p ^ O^ CM^ rH rH oo" CM CM i—1 CM CM CM CM © rH I>" c^ rH of co" cd" i—t o" CM co" ^ rH T—< t-H CM CO in in 00 CM I> oo" 1—i oo" co" CM o" o CM CO CM CM rH O rH c> CO rH csf co" oo" rH © rH oo" rH t> t> ^ CO^ t> CO ^ CO CM rH I> t> I> rH oo" co" CM o" CO co" 00 1—t rH O rH rH rH r>" aT t—i co" I> cm" Od O <» co^ t> I> CM^ Od [> l> CNT I-H oo" CM I>" CO cd in rH rH O rH rH CM rH I> I>" oo" © CO 00 00^ I> in CM 00 ^ CM^ CM^ CO Oi M 00 oo" t>" i—( co" CM rH TP ^ rH rH O rH in in rH co" t>" co" © oo" c*- CM 00 CO co^ O 05 05 ^ p [> c^ CO oo" m" rH o co" rH rH CM O cn t>" cm" in" © t>" I> CO CO s s 22 ^ 00 —n I> CO o CO 3! ^ 00 ~ 00 w 1—I PO 00 rrC oo 2 m i—i 1 rH t> - 00 ^ w rv-1 5! co00 3 ß cd CO 0) bD 'S Ü 0 fi •§ fi 0 B 0) CO 0 'S fi o Pn 0 ß . 9 u 0 ß e :co £ ^ :c0 0 > S w 3 § O 'S bß D, .2 0 0) N N > f-t U M 0 fl QJ -O 1 c/3 ei ^ rS § > K cn fi CO CO 0 ÖJD cd > -M ¿4 < 0 g wj 0 N 0 rQ 1 Pn £ fi ^ (y > 0 Q S a ß b QJ 5 .2 § W fi •S g o N bß fi ^ S 0 ä £ 0 bß O Ü 0 fi rfi o fi 0 fc 0 TJ fi o tu CO > '-M ¿4 < 0 fi 0) CüD 0 N 0 pQ 1 5 ? ä 0 •S B ß . § I I t •rH rj CO d O Ä S E u 0 s Ö « ö K to E co CO 0 bß CO > r« < 0 s WD 0 N 0 1 £ HH W > 0 Q ß CO s w> o Ü 0 fi •§ g bß fi 2 £ ? & sfi ß u QJ S ß fi •2 o 5 T3 1 § € a 0) N bß g ä § £ OPEN ACCESS | Licensed under CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/about/cclicenses/ DOI https://doi.org/10.3790/ccm.14.4.574 | Generated on 2023-01-16 12:47:11 Berichte 581 O) t-T ,-t CM ^ t-h CD © CO rH ^ in o" in o ^ CO in cT CO CO ^ o i-T ©~ CO CO cT o <d o t-T t> cg in in CO CM cd o" CD CO fO CO CO in cm Q5 «tf i-T CM t-H I> cm" O rH t-T CM CJ3 N cT rH CD CM CD r-T cT rH O rH ** 00 ^ o CO CD CM rH cd" CO 1-H t> ° H 00 <35 3 " l-H O CM 3 2 0 o Ü co T3 Ö O 5 ri! +-» 0) 0 *h CO 0 0 TJ »h ö m .5 ÖD ¡2 fl t: g & s 0 o Ö s £ s -J G W < O M § ö a B s Iß M a .Ä o 0 N N > tl 0 T3 0 &J3 Cd > < 0 Ö 0 bO o N 0 i 8 > « 0 bX) o Ü § OD ß 5 > 0) > £ > £ Q a 'S ^ ¿2 ö § ß »H s s .2 O TJ 1 § •S ß P <ü N M ^ S & a £ Ui 0 T3 ß :cd ^ ÖJJ Ö P Ö w 0 Ö 0 SS » P — SS 3 2 ü 0 I T3 Ö o Pn «i Ii < Q lü W oa bo I 8 S M a bjo <d g s § « ä i * J25 0 .-a 3 ö w 2 aas s g B S M JD <u TJ 1 «a Ö fe «J o ^ tf CO 0 0 M cd > r« < 0 g WD O N 0 & 0 bo o O i CO bfl d ä > ^ > HH W > > 0 Q - i S ti a £ £ cd ö § ß u CD qj .2 ° 5 T3 w c S p 0 N HO g I OPEN ACCESS | Licensed under CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/about/cclicenses/ DOI https://doi.org/10.3790/ccm.14.4.574 | Generated on 2023-01-16 12:47:11 588 Berichte tische Auflagen sollen und müssen sicherstellen, daß die Zahlungsbilanzschwierigkeiten des kreditnehmenden Landes möglichst schnell überwunden werden. Eine Verfahrensfrage, die bei dieser Jahresversammlung nur eine untergeordnete Holle spielte, war die seit geraumer Zeit beantragte Zulassung der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) als Beobachter der Jahrestagung. Dies wurde in Washington in einem besonderen Verfahrensausschuß ohne Ergebnis weiterbehandelt. Als Vorsitzender der kommenden Jahrestagung in Toronto ist allerdings der kuweitische Finanzminister Abdlatif Y Al-Hamad vorgesehen. Es steht zu befürchten, daß sich diese Frage zu einem wichtigen Thema der IWFSzene entwickeln wird. Dies könnte zu einer Politisierung des Währungsfonds führen. Rüdiger von Rosen, Frankfurt a. M. Zusammenfassung IWF weiterhin auf Stabilitätskurs Die diesjährige Jahresversammlung von IWF und Weltbank hat zu einer deutlichen Rückorientierung auf die ursprünglichen Ziele beider Institutionen geführt. Für den IWF bedeutet dies die Erhaltung als Institution zur Hilfe von Zahlungsbilanzschwierigkeiten vor allem durch kurzfristige Kredite und damit Verhinderung einer Tendenz hin zu einer Entwicklungsbank. Eine weitere Expansion des Kreditgewährungsspielraums außerhalb des Quotenrahmens wurde derzeit nicht weiter verfolgt, insbesondere wurden den Forderungen nach weiteren SZR-Zuteilungen nicht entsprochen. Einig waren sich die Vertreter von 143 IWF-Mitgliedsländern in der Priorität der Inflationsbekämpfung einerseits und in konditionierten Krediten des IWF zur besseren Anpassung der Zahlungsbilanzdefizite andererseits. Auch in Zukunft werden die ordentlichen Mitgliederquoten die wichtigsten Finanzierungsquellen des IWF bleiben. Die Beratungen und Gespräche vor und während der Jahresversammlung waren trotz mancher Meinungsunterschiede gekennzeichnet von Sachlichkeit, Einsicht und dem Bemühen um akzeptable Lösungsmöglichkeiten für Industrieund Entwicklungsländer. Summary IMF still on a Stability Path This year's Annual Meeting of the IMF and the World Bank has resulted in a clear re-endorsement of the original aims of both institutions. For the IMF this means that it will continue to function as an institution providing help to countries in balance of payments difficulties, particularly by means of OPEN ACCESS | Licensed under CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/about/cclicenses/ DOI https://doi.org/10.3790/ccm.14.4.574 | Generated on 2023-01-16 12:47:11 Berichte 589 short-term loans, thereby curbing its tendency towards becoming a development bank. Further extension of its scope to grant credit outside the quotas was not envisaged for the time being, and in particular the calls for additional SDR allocations were not complied with. Representatives of the 143 Member Countries were agreed on the priority of the fight against inflation and the need for conditional IMF loans designed to bring about better balance of payments adjustment. The ordinary member quotas will, in the future, continue to be the most important sources of IMF financing. The talks and discussions before and during the Annual Meeting, despite some differences of opinion, reflected a practical, understanding approach and a desire to achieve acceptable solutions for industrialised and developing countries. Résumé Le FMI continue de mettre le cap sur la stabilité Cette année, l'Assemblée annuelle du FMI et de la Banque mondiale a conduit à un net retour aux buts initiaux des deux institutions. En ce qui concerne le FMI, cela signifie qu'il continuera d'être l'institution destinée à aider les pays connaissant des difficultés au niveau de leur belance des paiements, principalement en leur accordant des crédits à court terme, ce qui empêchera le FMI de devenir une banque de développement. Le projet d'élargissement de la marge d'octroi des crédits en dehors du cadre des quote-parts a été pour l'instant abandonné; en particulier, il n'a pas été donné suite aux demandes d'allocations de nouveaux droits de tirage spéciaux. Les représentants de 143 pays membres du FMI ont été d'accord, d'une part, sur la priorité à accorder à la lutte contre l'inflation et, d'autre part, sur la question de la conditionnalité des crédits consentis par le FMI afin de parvenir à un meilleur ajustement des déficits enregistrés par les balances des paiements. A l'avenir, ce sont encore les quote-parts ordinaires versées par les pays membres du FMI qui constitueront les principales sources de financement de cette institution. Les délibérations et les débats qui ont eu lieu avant et pendant l'Assemblée annuelle ont été caractérisés, en dépit de maintes divergences d'opinion, par le réalisme, la compréhension et le souci de parvenir à des solutions acceptables pour les pays industrialisés et les pays en voie de développement. OPEN ACCESS | Licensed under CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/about/cclicenses/ DOI https://doi.org/10.3790/ccm.14.4.574 | Generated on 2023-01-16 12:47:11