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Interbankgeschäfte und Bankenliquidität

Henschel, Helmut

Abstract

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Full text

Henschel, Helmu A icle In e bankgeschä e und Bankenliquidi ä K edi und Kapi al P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Henschel, Helmu (1980) : In e bankgeschä e und Bankenliquidi ä , K edi und Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 13, Iss. 1, pp. 38-65, h ps://doi.o g/10.3790/ccm.13.1.38 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/292860 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen (insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en, gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e. 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Dabei sind einige Au o en de Ansich , daß du ch eine Auswei ung de In e bankgeschä e die (objek i e) gesam - wi scha liche Liquidi ä des Bankensys ems e höh wi d1. Ande e e - e en die Ansich , daß zumindes die (subjek i e) einzelwi scha liche Liquidi ä du ch eine Auswei ung de In e bankgeschä e e höh wi d und die K edi ins i u e, eine Liquidi ä sillusion un e liegend, sich e - hal en als hä en sie meh Liquidi ä als ihnen objek i zu Ve ügung s eh 2. In beiden Fällen wü den die K edi ins i u e eine es ik i en Poli ik de Bundesbank nich s a k genug ode nich schnell genug ol- gen. 1 Vgl. z. B. Vinzenz Timme mann, In e bankk edi e und Geldpoli ik, in: Kyklos, Bd. 29 (1976) S. 495 - 526, S. 497 .; O ma Issing, Zu Rolle de In e - bankbeziehungen, in: K edi und Kapi al, 10. Jg. (1977) S. 526-539, S. 529 . und S. 535. Siehe abe auch schon ü den Hinweis au die e höh en Geld- schöp ungsmöglichkei en de einzelnen Bank bei Saldenannahmebe ei scha de ande en Banken; Rudol Schilche , Geld unk ionen und Buchgeldschöp- ung, ein Bei ag zu Geld heo ie, 2. Au l. Be lin 1973 (1. Au l. 1958) S. 155. 2 Vgl. z. B. Geschä sbe ich de Deu schen Bundesbank ü das Jah 1971, S. 56 .; Mona sbe ich e de Deu schen Bundesbank, Sep embe 1972, S. 13 und Juli 1974 S. 14 .; O o P leide e , Zu Re o m des k edi poli ischen Ins umen- a iums, in: Zei sch i ü das gesam e K edi wesen, 26. Jg. (1973) S. 53-58 und S. 88-92, S. 88-91; I ene Moesch und Die ha d B. Simme , Banken, S uk u en — Mach — Re o men, Köln 1976, S. 70 .; Rüdige Pohl, Geld- k eislau und Einkommensk eislau , eine k eislau analy ische In e p e a ion de Zen albankpoli ik, Be lin 1976, S. 145 .; Helmu Schlesinge , Neue e E ah ungen mi de Geldpoli ik in de Bundes epublik Deu schland, in: K e- di und Kapi al, 9. Jg. (1976) S. 433 - 454, S. 435 . Von Obe hause wi d eben alls die Un e scheidung zwischen (objek i e ) gesam wi scha liche Liquidi ä und (subjek i e ) einzelwi scha liche Li- quidi ä gesehen, doch sieh e nu die gesam wi scha liche Liquidi ä als ü die Geldpoli ik ele an an. Siehe dazu Alois Obe hause , Geldpoli ik als Li- quidi ä spoli ik, in: K edi und Kapi al, 5. Jg. (1972), S. 373 - 406, S. 378. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.13.1.38 | Gene a ed on 2023-01-16 12:44:53 In e bankgeschä e und Bankenliquidi ä 39 Um zu klä en, ob die K edi ins i u e du ch In e bankgeschä e Liqui- di ä scha en, mi de sie eine es ik i e Poli ik de Bundesbank un- e lau en können, soll im olgenden gep ü we den: (1) was un e Bankenliquidi ä e s anden we den kann, (2) ob die (objek i e) gesam wi scha liche Liquidi ä du ch eine Aus- wei ung de In e bankgeschä e e höh we den kann, ode (3) ob unabhängig on de En wicklung de gesam wi scha lichen Bankenliquidi ä die (subjek i e) einzelwi scha liche Liquidi ä du ch eine Auswei ung de In e bankgeschä e e höh we den kann. Im 4. Teil wi d e such , ein Resümee zu ziehen. I. Vie Maßs äbe zu Messung de Liquidi ä 3 Wie liquide eine Bank is , kann mi den e schiedens en Maßs äben gemessen we den und läß sich kaum eindeu ig es legen. E heblich leich e äll dagegen das U eil, ob eine Bank illiquide is ode nich . Es bie e sich dahe an, die Liquidi ä als Abwesenhei de Illiquidi ä zu de inie en. Aus dem Wi wa de seh un e schiedlichen in de Diskussion au - e enden Liquidi ä skonzep e lassen sich d ei besonde s wich ige Illi- quidi ä sbeg i e he aus il e n: — Eine Bank is illiquide, wenn sie die Zahlungs e p lich ungen ge- genübe ih en Einlege n nich meh e üllen kann. — Eine Bank is illiquide, wenn sie wegen Mangel an Zen albankgeld ih Mindes ese e-Soll nich e üllen kann. — Eine Bank is illiquide, wenn die KWG-G undsä ze übe das Eigen- kapi al und die Liquidi ä de K edi ins i u e oll ausgenu z sind und keine K edi e meh gewäh we den können4. 3 Hie sollen lediglich ie k edi poli ische wich ige Abg enzungen de Li- quidi ä ssiche ung einande gegenübe ges ell we den. Fü eine um assende Diskussion de heo e ischen Beg ündungen und ak ischen Ausges al ung sie- he Hans-Jacob K ümmel, Liquidi ä ssiche ung im Bankenwesen, in: K edi und Kapi al, 1. Jg. (1968) S. 247 - 307, 2. Jg. (1969) S. 60 - 110. Einen Übe blick bie e auch Aki a U iu, Liquidi ä als Risikop oblema ik de Banken, in:'ös e - eichisches Bank-A chi , 26. Jg. (1978), S. 311 - 321. 4 Die G undsä ze übe das Eigenkapi al und die Liquidi ä de K edi ins i u- e we den om Bundesau sich sam ü das K edi wesen, Be lin, au ges ell , das auch ih e Einhal ung übe wach . Die hie ele an en G undsä ze II und III OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.13.1.38 | Gene a ed on 2023-01-16 12:44:53 40 Helmu Henschel Alle d ei Fo men de Illiquidi ä e such jede Bank zu e meiden. Dabei is die e s e Fo m (Illiquidi ä gegenübe den Einlege n) siche - lich die wich igs e doch muß sie hie nich wei e disku ie we den. Schon be o es zu eine solchen En wicklung komm , sind nämlich in de Regel die beiden ande en Fo men de Illiquidi ä einge e en: — Solange eine Bank übe haup noch Gu haben bei de Bundesbank un e häl , is sie (mi ode ohne Ein e s ändnis de Bundesbank) ih en Einlege n gegenübe zahlungs ähig. Die Bundesbank kann eine Un e sch ei ung des Mindes ese e-Solls nich e hinde n, sonde n nu im nachhinein Sank ionen aussp echen. — Es is das Ziel de (im Anhang abged uck en) KWG-G undsä ze II und III, die Zahlungsun ähigkei gegenübe Einlege n zu e hin- de n. En sp echend üh sind die Wa nma ken gese z : Die g und- sa zbelas e en Ak i a e eichen das Maximum on 100 °/o de en sp echenden Finanzie ungsmi el lange be o die Zahlungs ähig- kei des Ins i u s den Einlege n gegenübe on de F is ens uk u de Bankbilanz he in F age ges ell is . Nu die beiden le z en Liquidi ä smaßs äbe sind also als ele an an- zusehen. Die an de Ve ügba kei on Zen albankgeld ode an unaus- genu z en G undsa z azili ä en de inie e Bankenliquidi ä kann jeweils gesam wi scha lich ode einzelwi scha lich gemessen we den. Dami e geben sich insgesam ie mögliche Maßs äbe zu Messung de Ban- kenliquidi ä . Sie sollen noch e was e läu e we den: 1. Gesam wi scha liche Liquidi ä Die gesam wi scha liche Bankenliquidi ä bes eh o allem in de Fähigkei de Gesam hei alle K edi ins i u e, zusä zliche Mindes e- se e e p lich ungen zu e üllen, denn ehe wi d das Mindes ese e- Soll un e sch i en, als daß ein Ins i u die Auszahlung on Einlagen e - weige . S i ig is manchmal, inwie e n die als Mindes ese en bei de Bundesbank gebundenen Mi el als liquide anzusehen sind. Zwei el- los können sie zu Zahlungen eingese z we den. Wenn dabei jedoch das Mindes ese e-Soll un e sch i en wi d, is das be e ende K edi - ins i u de Bundesbank gegenübe als illiquide anzusehen. Die an de E üllung de Mindes ese ep lich gemessene Liquidi ä kann m. E. die we den in ih e ak uellen Fassung ( om 30. 8. 1974) in einem Anhang wiede - gegeben. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.13.1.38 | Gene a ed on 2023-01-16 12:44:53 In e bankgeschä e und Bankenliquidi ä 41 da ü au gewand en Mi el nich meh en hal en. Die Liquidi ä is also nich am Liquidi ä ssaldo, sonde n an den eien Liquidi ä s ese en zu messen. Das sind die Ube schuß ese en de K edi ins i u e bei de Bundesbank und alle Ak i a, zu de en Ankau die Bundesbank sich e - p lich e ha , und die dahe jede zei in Zen albankgeld umgewandel we den können. Die gesam wi scha liche Bankenliquidi ä is Null, wenn es keine eien Liquidi ä s ese en meh gib , wenn also die Ban- ken übe kein po en ielles Zen albankgeld meh e ügen und alles ak uelle Zen albankgeld de Banken im Mindes ese e-Soll gebunden is . Al e na i zu diese De ini ion kann die gesam wi scha liche Ban- kenliquidi ä als das Volumen unausgenu z e G undsa z azili ä en de Banken de inie we den. Das Bankensys em is also liquide, solange wei e K edi e gewäh we den können, ohne daß dami gegen die G undsä ze übe das Eigenkapi al und die Liquidi ä de K edi ins i u e e s oßen wi d. Ube die Höhe diese Liquidi ä gib es keine egel- mäßigen s a is ischen Da en, obwohl das Bundesau sich sam ü das K edi wesen ode die Bundesbank zu E s ellung en sp echende Zei - eihen du chaus in de Lage sind. 2. Einzelwi scha liche Liquidi ä Auch bezogen au das einzelne K edi ins i u kann Liquidi ä als Ve ügung übe Zen albankgeld z. B. zu E üllung de Mindes ese - e e p lich ungen gegenübe de Bundesbank e s anden we den. Als liquide we den om einzelnen Ins i u jedoch nich nu Ube schußgu - haben bei de No enbank und die üb igen eien Liquidi ä s ese en (Ak i a, die an die Bundesbank e kau we den können) angesehen, sonde n alle Ak i a, die e kau we den können. Je nachdem wie schwie ig bzw. eue de Ve kau is , gib es Un e schiede im Liquidi- ä sg ad de einzelnen Ak i a. Seh wenig liquide sind z. B. G und- s ücke, Gebäude und Bü oein ich ungen; abe auch sie sind nich öllig illiquide. Als besonde s liquide gel en neben den eien Liquidi ä s ese en — insbesonde e Fo de ungen an K edi ins i u e mi Lau zei bis zu 3 Mona en, abe auch — Fo de ungen an K edi ins i u e mi eine Lau zei on 3 Mona en bis zu 4 Jah en — bö sengängige es e zinsliche We papie e. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.13.1.38 | Gene a ed on 2023-01-16 12:44:53 42 Helmu Henschel In den beiden e s en Fällen handel es sich s e s, im d i en Fall o (sowei die We papie e Bankschuld e sch eibungen sind) um In e - bank o de ungen. Wa um gel en diese als besonde s liquide? Die Fo de ungen an Banken lassen sich du ch Ve kau ode Beleihung no male weise leich e und schnelle zu Zen albankgeldbescha ung e wenden als die en sp echenden Fo de ungen an Nich banken. Dabei wi d in de Diskussion o bezug da au genommen, daß diese liquiden Anlagen nich ode nu ge ing ügig belas end in den G undsä zen II bzw. III au ge üh we den. Alle dings we den die In e bank o de un- gen nich deshalb als liquide gel en, weil sie nich als belas end bei den G undsä zen au ge üh we den. Sie we den im Gegen eil nich als be- las end au ge üh , weil sie liquide sind. Die Behandlung bei den KWG- G undsä zen is nich U sache, sonde n Folge des liquiden Cha ak e s de In e bank o de ungen. Diese Liquidi ä scha ak e wi d du ch die Behandlung bei den G undsä zen lediglich noch e s ä k . So wie diese Ak i a einzelwi scha lich als mögliche Zen albankgeldquelle be ach- e we den, müssen alle dings auch die en sp echenden Passi a als U - sachen mögliche Zen albankgeldab lüsse be ücksich ig we den. Das wi d noch eingehend e ö e . Als neben de eben disku ie en Ve ügung übe Zen albankgeld zwei e Möglichkei zu De ini ion de Liquidi ä kann auch einzelwi - scha lich de Spiel aum bei de Ausnu zung de KWG-G undsä ze übe das Eigenkapi al und die Liquidi ä de K edi ins in u e ange üh we - den5. Das einzelne K edi ins i u kann nu K edi e gewäh en, solange die Ausnu zung de G undsä ze II und III 100 % nich übe sch ei e . Das Volumen beide Fo men de einzelwi scha lichen Liquidi ä is de einzelnen Bank s e s bekann . Die an de Ve ügba kei on Zen albankgeld gemessene Liquidi ä wi d zuweilen als objek i e, gesam wi scha liche Liquidi ä de sub- jek i en, einzelwi scha lichen Liquidi ä gegenübe ges ell , die on den K edi ins i u en anhand de unausgenu z en G undsa z azili ä en beu eil wü de. Diese Gegenübe s ellung is jedoch nich zwingend. So- wohl die Ve ügba kei on Zen albankgeld als auch die unausgenu z- en G undsa z azili ä en können gesam wi scha lich und einzelwi - 5 Köhle e i soga die Au assung, daß das Volumen nich ausgenu z e G undsa z azili ä en ü die Bes immung de einzelwi scha lichen Liquidi ä gene ell bedeu same is als die Ve ügung übe Zen albankgeld. Vgl. dazu Claus Köhle , P obleme de Zen albankgeldmengen S eue ung, Be lin 1976, S. 36 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.13.1.38 | Gene a ed on 2023-01-16 12:44:53 In e bankgeschä e und Bankenliquidi ä 43 scha lich be ach e we den. Es sind also in de Ta nich zwei, sonde n ie De ini ionen de Liquidi ä zu un e scheiden. Die S eue ung de mone ä en Expansion übe eine Beein lussung de Bankenliquidi ä du ch die Bundesbank wi d e schwe , — wenn die Bundesbank die gesam wi scha liche Liquidi ä nich kon- ollie en kann (Teil 2) ode — wenn sich gesam wi scha liche und einzelwi scha liche Liquidi ä nich pa allel en wickeln und die K edi ins i u e sich an de einzel- wi scha lichen Liquidi ä o ien ie en (Teil 3). Im olgenden soll also gep ü we den, ob dies de Fall is , und welche Rolle die In e bankgeschä e dabei spielen. II. In e bankgeschä e und (objek i e) gesam wi scha liche Bankenliquidi ä 1. E höhung de gesam wi scha lichen Liquidi ä du ch Ve minde ung des Beda s an Zen albankgeld K edi ins i u e benö igen Zen albankgeld um den Zahlungs e p lich- ungen nachzukommen, die in Zen albankgeld zu e üllen sind. Das sind im wesen lichen (1) die Ba auszahlungen an Nich banken, (2) die Un e hal ung de Mindes ese egu haben bei de Bundesbank, (3) de übe Bundesbankkon en abgewickel e Teil de Ube weisungen an ande e K edi ins i u e. (4) Da übe hinaus benö igen die K edi ins i u e Zen albankgeld als Rese e ü plö zlich au e ende Zahlungs e p lich ungen ode Ein- zahlungsaus älle. Es is zu p ü en, ob diese Zen albankgeldbeda , wie z. B. Timme - mann mein , du ch eine Auswei ung de In e bankgeschä e eduzie we den kann6. Die Be onung lieg dabei au Auswei ung de In e bank- geschä e. Es komm nich da au an, ob du ch die Exis enz on In e - bankgeschä en Zen albankgeld gespa wi d. Fü die Geld- und K e- di poli ik is nu wich ig, ob du ch die Auswei ung de In e bankge- 8 Bei Timme mann, 1976, S. 498 wi d z.B. die Pa allele zum Lie e an en- k edi gezogen: „Die Un e nehmen spa en Bankengeld du ch gegensei ige K e- di gewäh ung, die Banken spa en Zen albankgeld." OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.13.1.38 | Gene a ed on 2023-01-16 12:44:53 44 Helmu Henschel schä e de Zen albankgeldbeda wei e e minde und dami eine es ik i e Poli ik un e lau en we den kann. 2. Reduzie ung des Zen albankgeldbeda s ü die Ba geldhal ung Die Höhe de Ba geldhal ung de Nich banken is Ausd uck de Zah- lungsgewohnhei en in eine Volkswi scha , die sich im allgemeinen nu seh langsam ände n. Gleichwohl un e lieg die Ba geldhal ung ku z is ig e heblichen z. B. saisonalen (Feie age, Fe ien) Schwankun- gen. Die Banken können z. B. mi de Ges al ung on Ube weisungslau - zei en und mi de Gebüh enpoli ik die Zahlungsgewohnhei en du ch- aus beein lussen. Die Höhe de In e bank o de ungen spiel ü die Ba - geldhal ung de Nich banken jedoch keine Rolle. Dies gil mi zwei alle dings seh un ealis ischen Ausnahmen, au die z. B. Issing (1977) hinweis 7. Die K edi ins i u e könn en (1) K edi e ehe an Kunden ge- wäh en, die e ah ungsgemäß nu wenig Ba geld abziehen, ode (2) die eien Liquidi ä s ese en des Bankensys ems übe den Geldma k an Ins i u e e lage n, de en Kunden e ah ungsgemäß nu wenig Ba geld abziehen. Wenn sich die K edi schöp ung so au Kunden mi nied ige Ba geldabzugsquo e konzen ie e, wä e die Auswei ung de In e bank- beziehungen ein Mi el, um den Zen albankgeldbeda de K edi ins i- u e zu e minde n. Ein de a iges Ve hal en de K edi ins i u e is zwa nich öllig auszuschließen, doch sind keine Mechanismen zu e - kennen, die das ü das einzelne Ins i u o eilha e scheinen ließe. Rele an wü de diese Möglichkei de Zen albankgelde spa nis wohl nu bei zen ale Lenkung und Willensbildung des Bankensys ems ode wenn Kunden mi nied ige Ba geldabzugsquo e e heblich höhe e K e- di zinsen zahlen wü den. 3. Reduzie ung des Zen albankgeldbeda s zu E üllung des Mindes ese e-Solls Ebensowenig wie de Ba geldumlau kann die Höhe des Mindes e- se e-Solls de Banken di ek du ch eine Va ia ion de In e bank o - de ungen wesen lich e ände we den, da au die Einlagen on inlän- dischen K edi ins i u en keine Mindes ese en zu hal en sind. Eine Reduzie ung des Mindes ese e-Solls könn e abe e eich we - den, wenn, wie auch Issing (1977) au zeig , analog zu Fo de ungsab e- ungen Einlagen an K edi ins i u e e lage we den, die wenige Min- 7 Vgl. Issing, 1977, S. 530. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.13.1.38 | Gene a ed on 2023-01-16 12:44:53 In e bankgeschä e und Bankenliquidi ä 45 des ese en zu un e hal en haben8. Das sind Ve lage ungen on K e- di ins i u en an Bankplä zen mi hohem Einlagenbes and an Ins i u e an Nebenplä zen mi nied igem Einlagenbes and. Die Bundesbank will solche Manipula ionen zu Ausnu zung des Nebenpla zp i ilegs (alle - dings nu als Ve lage ungen inne halb eines Ins i u s) soga schon beob- ach e haben9. Mi de Einsch änkung des Nebenpla zp i ilegs und dem Ube gang zum P og essionss a el e ah en bei de E mi lung de Re- se esä ze im Mä z 1977 is die A ak i i ä solche Manipula ionen noch wei e zu ückgegangen. Den — was die Beziehung zu den Kunden angeh — mögliche weise seh schwe en Nach eilen ü das Einlagen abgebende Ins i u s ehen nu läche lich ge inge Vo eile gegenübe . 4. Reduzie ung des Zen albankgeldbeda s zu Abwicklung des Zahlungs e keh s Die K edi ins i u e benö igen Zen albankgeld zu Abwicklung des Zahlungs e keh s übe das Gi o-Ne z de Bundesbank. Dieses Zen al- bankgeld s eh den Ins i u en ohnehin in Fo m de Mindes ese egu - haben bei de Bundesbank zu Ve ügung, die einen adminis a i es - gese z en Mindes bes and au dem lau enden Kon o de K edi ins i u e bei de Bundesbank da s ellen. Das Zen albankgeld dien hie gleich- zei ig zu Abwicklung des Zahlungs e keh s und zu E üllung des Min- des ese e-Solls. Dabei kann man da on ausgehen, daß zu Bewäl igung des Zahlungs e keh s allein e heblich wenige Zen albankgeld benö- ig wü de, als zu E üllung des Mindes ese e-Solls gehal en we den muß. Es kann nämlich beobach e we den, daß bei eine Senkung de Mindes ese esä ze die Zen albankgu haben s e s en sp echend edu- zie we den, ohne daß dies eine Wi kung au den Zahlungs e keh hä e10. Du ch eine In ensi ie ung de In e bankbeziehungen mi dem Ziel eine Abwicklung des Zahlungs e keh s an de Bundesbank o bei könn en die K edi ins i u e die zu E üllung de Mindes ese ep lich 8 Vgl. dazu Issing, 1977, S. 530. 9 Vgl. Mona sbe ich e de Deu schen Bundesbank, Mä z 1977, S. 22 . 10 Vgl. dazu Helmu Henschel, Die Ve so gung de Volkswi scha mi Zen- albankgeld, Wes LB S udien 2/1976, 2. Au lage Düsseldo 1976, S. 27. Schon on Schaa wi d dahe e kann , daß die Zen albankgu haben du ch e minde e Salden im Ve echnungs e keh zwischen den K edi ins i u en nu gesenk we den können, „wenn die eiwilligen T ansak ionsbes ände übe den gese zlichen Rese en liegen, so daß ein Spiel aum zu Senkung de Re- se en bes eh ". Ge ha d Schaa , Zu Beu eilung des Bankengleichsch i s im Mischgeldsys em, in: Schmolle s Jah buch, Bd. 86 (1964), S, 33 - 54, S. 54. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.13.1.38 | Gene a ed on 2023-01-16 12:44:53 52 Helmu Henschel die Summe de Liquidi ä alle Ins i u e objek i gleich. Sie nimm abe subjek i zu, wenn die Möglichkei , du ch Abbau on In e bank o de- ungen an Zen albankgeld zu kommen, höhe eingeschä z wi d als die Möglichkei , du ch Abzug de en sp echenden Ve bindlichkei en Zen- albankgeld zu e lie en. In diesem Fall wä e die Summe de (subjek- i en) einzelwi scha lichen Liquidi ä alle K edi ins i u e g öße als die (objek i e) gesam wi scha liche Bankenliquidi ä . Man kann wohl da on ausgehen, daß dies egelmäßig de Fall is , daß die Banken hie also eine Liquidi ä sillusion un e liegen18. Das gleiche A gumen gil in abgeschwäch e Fo m soga ü die We papie bes ände, sowei sich Ab- sa z und E we b de Papie e zwischen Banken abspielen, denn hie gib es häu ig in o melle Rücknahme egelungen ode doch die E o de nisse de Ku sp lege. Wü de jede Bank ih e einzelwi scha liche Liquidi ä au ih e eien Liquidi ä s ese en (im Du chschni ca. 1-3 °/o des Geschä s olu- mens) besch änk ansehen, wü de wohl kaum noch ein K edi e geben. Ebenso wie das Volumen de liquiden Mi el übe schä z die einzelne Bank nämlich auch den Um ang de im Rahmen de Geld- und K edi - schöp ung no wendigen Liquidi ä s o so ge. Das einzelne Ins i u kann und da sich nich da au e lassen, daß de Ve lus an Ube schuß e- se en in olge eine K edi gewäh ung sich nach de du chschni lichen Ba geldabzugsquo e und dem du chschni lichen Rese esa z ich e , und daß die Ube weisungsab lüsse sich im Sys em ausgleichen. Die Möglich- kei en de mul iplen Geld- und K edi schöp ung gel en nu ü das Ban- kensys em. Das Ve hal en de einzelnen K edi ins i u e kann dami nich e klä we den. Du ch die Auswei ung de In e bankgeschä e kann zwa die (objek- i e) gesam wi scha liche Liquidi ä des Bankensys ems nich nen- nenswe beein luß we den, doch wi d du ch die unsymme ische Be- ücksich igung on In e bank o de ungen und -Ve p lich ungen die (subjek i e) einzelwi scha liche Liquidi ä daue ha e heblich höhe angese z , als es den eien Liquidi ä s ese en en sp äche. Abe auch de subjek i e Liquidi ä sbeda is e heblich höhe als de objek i e. Das heiß abe , wie noch aus üh liche zu e ö e n sein wi d, daß du ch diese Lücke zwischen gesam wi scha liche und einzelwi scha liche 18 Zu Beg i und Konsequenzen de Liquidi ä sillusion siehe z. B. Pohl, 1976, S. 152 . Zu Un e scheidung zwischen (objek i e ) gesam wi scha liche und (subjek i e ) einzelwi scha liche Liquidi ä siehe auch die in Anme kung 2) zi ie e Li e a u . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.13.1.38 | Gene a ed on 2023-01-16 12:44:53 In e bankgeschä e und Bankenliquidi ä 53 Liquidi ä nich unbeding eine S ö ung de Geld- und K edi poli ik de Bundesbank bewi k wi d. 2. Liquidi ä gemessen an den unausgenu z en G undsa z azili ä en Bei de an de Ve ügungsgewal übe Zen albankgeld gemessenen Liquidi ä kann eine Lücke zwischen einzel- und gesam wi scha liche Liquidi ä en s ehen, wenn die Ins i u e subjek i Ak i a ü liquide hal en, die es objek i nich sind, weil die Bundesbank da ü kein Zen- albankgeld be ei s ell . Die unausgenu z en G undsa z azili ä en sind dagegen eindeu ig de inie . Hie kann es keine Disk epanz zwischen einzel- und gesam wi scha liche Liquidi ä und dahe auch keine Li- quidi ä sillusion geben. IV. Wi d die Geld- und K edi poli ik du ch eine Auswei ung de In e bankgeschä e behinde ? Du ch eine Auswei ung de In e bankgeschä e läß sich keine nen- nenswe e E höhung de objek i en, an de Ve ügung übe Zen al- bankgeld gemessenen gesam wi scha lichen Liquidi ä bewi ken. Da- gegen is eine E höhung de Liquidi ä nach den d ei ande en hie un- e such en De ini ionen du chaus möglich. Im olgenden Abschni soll gep ü we den, ob die Geld- und K edi poli ik du ch die Lücke zwi- schen einzel- und gesam wi scha liche Liquidi ä (gemessen an de Ve ügung übe Zen albankgeld) eine sei s ode du ch die Beein luß- ba kei de G undsa z azili ä en ande e sei s behinde wi d. Es e schein zunächs einleuch end, daß eine Beein lussung des Ve - hal ens de K edi ins i u e mi Hil e on Ve ände ungen de eien Li- quidi ä s ese en nu seh schwe möglich is , wenn die K edi ins i u e sich nich an den eien Liquidi ä s ese en o ien ie en, sonde n (1) an ih e einzel wi scha lichen Liquidi ä , gemessen an den indi i- duellen (subjek i beu eil en) Möglichkei en de Zen albankgeld- bescha ung zu E üllung des Mindes ese e-Solls ode (2) am Spiel aum bei den G undsä zen II und III. De einzelne Spa kassendi ek o , so wi d o gesag , is kein Volks- wi . E kenn die eien Liquidi ä s ese en des Bankensys ems ga nich . Die gesam wi scha liche (objek i e) Liquidi ä kann dahe au sein Ve hal en keinen Ein luß haben. Das is abe nu ein Scheina gu- men . Fas alle wi scha spoli ischen Maßnahmen wi ken nu indi ek . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.13.1.38 | Gene a ed on 2023-01-16 12:44:53 54 Helmu Henschel nu übe einen T ansmissionsmechanismus. Die F age is , ob du ch S eue ung de gesam wi scha lichen Liquidi ä das Ve hal en de ein- zelnen K edi ins i u e in de ich igen Rich ung und im no wendigen Ausmaß beein luß wi d. 1. O ien ie ung an de einzelwi scha lichen Ve ügung übe Zen albankgeld s a an den eien Liquidi ä s ese en Wenn die gesam wi scha lichen eien Liquidi ä s ese en eduzie we den und bishe ige Gebe am Geldma k zu Nehme n we den, s ei- gen die Geldma k zinsen. Dann abe wi d auch einzelwi scha lich on den Ak eu en am Geld- und Kapi alma k die Ge ah des Mi elab lus- ses höhe , die Möglichkei de Mi elbescha ung ge inge eingeschä z . Zwa bes ehen wenig Zwei el an eine Disk epanz zwischen den Ni eaus de (objek i en) gesam wi scha lichen Bankenliquidi ä und de (sub- jek i en) einzelwi scha lichen Bankenliquidi ä , doch we den sich no - male weise beide in dieselbe Rich ung en wickeln. Mi eine Einsch än- kung de eien Liquidi ä s ese en wi d also auch die einzelwi scha - liche Bankenliquidi ä abnehmen. Dem wi d zuweilen en gegen gehal en, daß die K edi ins i u e du ch- aus ohne Rücksich au Mindes ese e-Ve p lich ungen expandie en könn en, weil die Bundesbank, um den Kollaps einzelne Ins i u e ode soga des Sys ems zu e hinde n, die no wendige Liquidi ä schon ech - zei ig be ei s ellen wü de (Schlepp au heo ie)19. Hie müssen zwei Fälle un e schieden we den. — De geschä spoli ische Spiel aum de K edi ins i u e is au ku ze Sich seh eng, und die Bundesbank soll e keine Vo sch i en e lassen, zu de en E üllung die K edi ins i u e echnisch und ech lich nich in de Lage sind. Viele En scheidungen müssen abe ein au wendiges Beschluß- und Kon ollsys em du chlau en und an eine Vielzahl on Ve zweigungspunk en o ganisa o isch bewäl ig we den. K edi zu- sagen sind ech lich bindend. Dem ha die Bundesbank bishe auch s e s Rechnung ge agen. Inso e n is die Bundesbank ku z is ig a - sächlich im Schlepp au de K edi ins i u e. Alle dings nu in dem Sinne, daß ih Spiel aum ü Maßnahmen zu Abschöp ung de Ban- kenliquidi ä du ch die Ge ah eine allgemeinen und (das is wich- 19 Vgl. dazu z. B. Geschä sbe ich de Deu schen Bundesbank ü das Jah 1971, S. 56 . Geschä sbe ich de Deu schen Bundesbank ü das Jah 1973, S. 3 .; Gu owski, 1974, S. 16. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.13.1.38 | Gene a ed on 2023-01-16 12:44:53 In e bankgeschä e und Bankenliquidi ä 55 ig!) auch du ch in ensi es Bemühen de K edi ins i u e nich zu e - meidende Illiquidi ä des Bankensys ems beg enz is . — Ube diese ehe nach Tagen ode Wochen als nach Mona en zu be ech- nende Zei spanne hinaus, muß die Bundesbank solche Rücksich en nich nehmen20. Sie kann die K edi ins i u e mi dem augenblicklich o handenen Ins umen a ium, das om S a zins ü Mindes ese - eun e sch ei ungen bis zu Schließung des Ins i u s eich , zu jede gewünsch en Reduzie ung ode soga Umkeh ung de mone ä en Ex- pansion zwingen. Au mi le e Sich kann on Schlepp au keine Rede sein21. 2. Das Ve hal en de K edi ins i u e in de Liquidi ä sk ise des Jah es 1973 Die eben au ges ell en Behaup ungen sollen anhand eine Analyse de Vo gänge im Jah 1973 noch einmal e deu lich we den, da ge ade das Jah 1973 als Beleg ü eine Nich beach ung de eien Liquidi ä s- ese en du ch die K edi ins i u e und dami ü die Schlepp au heo ie ange üh wi d22. Ta sächlich wa in diesem Jah eine K edi expansion zu beobach en, obwohl die Banken eilweise noch nich einmal ih e Min- des ese e e p lich ungen e üllen konn en. Gleichzei ig s ieg die In- e bank e schuldung seh s a k an, so daß in de Ta de Ve dach nahelieg , die K edi ins i u e hä en au Basis ih e (subjek i en) ein- zelwi scha lichen Liquidi ä o z schä s e Res ik ionspoli ik de Bundesbank die K edi expansion o ange ieben und dami den ge- sam wi scha lichen Belangen zuwide gehandel . Es gib abe auch eine ande e, meh echnische E klä ung: — Die eien Liquidi ä s ese en wu den 1973 seh s a k (z. B. on Fe- b ua au Mä z 1973 um übe 80 P ozen ) eduzie . Dies üh e zu einem auße o den lich s a ken Ans ieg de Geldma k sä ze. — De s a ke Ans ieg de Geldma k zinsen bewi k e einen en sp echen- den Ans ieg de Te mingeldzinsen und en sp echende Umbuchungen on Spa einlagen zu Te mineinlagen. En sp echend de un e schied- lichen Mindes ese esä ze ü Spa - und Te mineinlagen wu den die 20 Diese Un e scheidung des seh ku z is igen und des mi el is igen Handlungsspiel aums gib es auch bei de Bundesbank selbs , gl. Geschä s- be ich de Deu schen Bundesbank ü das Jah 1973, S. 4. Siehe auch Schle- singe , 1976, S. 449. 21 Vgl. dazu auch Mona sbe ich e de Deu schen Bundesbank, Sep embe 1973, ß. 7 . 22 Vgl. z. B. Moesch und Simme , 1976, S. 70 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.13.1.38 | Gene a ed on 2023-01-16 12:44:53 56 Helmu Henschel eien Liquidi ä s ese en so auch „ma k bes imm " wei e e in- ge . — Te mineinlagen können nu zu zehn P ozen zu En las ung im G undsa z II he angezogen we den (Spa einlagen: 60 P ozen ). Du ch diese Umbuchungen wu de bei ielen K edi ins i u en de G und- sa z II zu meh als 100 P ozen ausgelas e . Da häu ig de G undsa z III nu mi dem Übe lau (unausgenu z e G undsa z aszili ä ) on G undsa z II e üll we den kann, gab es auch seh wesen liche P o- bleme mi dem G undsa z III. — Die Schwie igkei en bei de E üllung on G undsa z II und III sind also wei gehend ohne Ak i i ä de K edi ins i u e nu in olge on Umbuchungen p i a e Einlege au ge e en. Sie konn en un e Aus- nu zung de Kons uk ion diese G undsä ze du ch Auswei ung de In e bank e schuldung bewäl ig we den. — Die Auswei ung de In e bank e schuldung is also Re lex de un- e schulde en G undsa zkalami ä en gewesen und nich ein T ick zu Scha ung (subjek i e ) Liquidi ä ü wei e e K edi expansion. — Die auch in diese Liquidi ä sklemme noch zu beobach ende K edi - expansion is keines alls die Folge eine hohen subjek i en Liquidi- ä gewesen. Die E klä ung is seh iel ein ache : Es wu den ein ach die ech lich- e bindlichen Zusagen eingehal en. Die Zusagen selbs gingen dagegen, sowei wi da übe s a is ische Da en haben (Spa - kassen, Realk edi ins i u e), in de Ta d as isch zu ück. Zu Beu eilung de F age, ob du ch das Ve hal en de K edi ins i u e die Geld- und K edi poli ik de Bundesbank behinde wi d, muß ge- p ü we den, welche Zweck mi de S eue ung de mone ä en Expan- sion eigen lich e olg wi d. Eine es ik i e Geld- und K edi poli ik dämp die mone ä e Expansion mi dem Ziel, die gesam wi scha liche Nach age und dami die In la ions a e zu senken. Sowei nun abe , wie dies 1973 geschah, einzelne K edi nehme ih e in de Ve gangenhei au - gebau en, mi es en Kondi ionen ausges a e en K edi linien ausnu z- en, um die dami e hal enen Mi el bei ande en Banken zinsgüns i- ge (!) anzulegen, gib es keinen Bezug zwischen K edi expansion eine - sei s und de gesam wi scha lichen Nach age ande e sei s. Die es ik- i e Konjunk u poli ik wi d du ch diese Fo m de K edi expansion ehe ge ö de als behinde . Die Wi kung de Bundesbankpoli ik wi d noch e schä , weil mi solche ein mone ä en K edi expansion eine Ein- lagenauswei ung e bunden is , ü die ebenso wie in olge de Umbu- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.13.1.38 | Gene a ed on 2023-01-16 12:44:53 In e bankgeschä e und Bankenliquidi ä 57 chung on Spa - zu Te mineinlagen e höh e Mindes ese en an allen. Die Maßnahmen de es ik i en Geld- und K edi poli ik können schwä- che dosie we den, sowei die dadu ch bewi k en ma k bes imm en Ve ände ungen des Nich banken e hal ens in dieselbe Rich ung wi ken. Die Banken haben 1973 nich wegen eine zu hohen subjek i en Li- quidi ä die es ik i e Poli ik de Bundesbank behinde : — Sie sind nich eine Liquidi ä sillusion un e legen, denn die zahl- eichen Un e sch ei ungen des Mindes ese e-Solls haben auch ein- zelwi scha lich die Liquidi ä sk ise seh deu lich we den lassen. — Sie haben sich nich um eine wei e e K edi expansion bemüh , son- de n diese sowei wie möglich eingesch änk . — Die es ik i e Poli ik de Bundesbank wi d übe zeichne , wenn man sie an den eien Liquidi ä s ese en ode den unausgenu z en G undsa z azili ä en miß , weil diese Wi kung du ch gleichge ich e e ma k bes imm e Ve hal ensände ungen de Nich banken e s ä k wu de. — Die mone ä e Expansion in de Liquidi ä sk ise wa eilweise wede U sache noch Wi kung gü e wi scha liche Nach ages eige ungen, sonde n eilweise lediglich Re lex on zinsinduzie en Umbuchungen in de Finanzsphä e. Eine de a ige Expansion s eh nich im Kon- lik zum S abili ä sziel de Bundesbank. Insowei wi d also de „Miße olg" de es ik i en Geld- und K edi poli ik übe zeichne . Die Bundesbank is — In e bankgeschä e hin ode he — mi ih em geld- und k edi poli ischen Ins umen a ium jede zei in de Lage, die Bankenliquidi ä au ein Volumen um Null ode auch un e Null zu e- duzie en. Da de Zen albankgeldbeda de K edi ins i u e abe au - g und de Ma k ein lüsse s ändig schwank und nich genau o he seh- ba is , wi d es abe bei einem Volumen de eien Liquidi ä s ese en „um Null" ku z is ig imme wiede zu Fehlbe ägen, zu nega i e Ban- kenliquidi ä kommen. Die Bundesbank s eh dann s e s o de Wahl, en wede e a ische Schwankungen de Geldma k zinsen mi eine Ge- ah de De ou e des Kapi alma k es hinzunehmen (1973) ode in hek- ischem Ak ionismus s ändig liquidisie end ode liquidi ä sabschöp end am Geldma k einzug ei en (1979). Es is eben seh p oblema isch, ein ela i g obes Ins umen wie die quan i a i e Liquidi ä s e so gung zu Feins eue ung des Geldma k es einzuse zen. Da ü wä e eine lexi- ble Anpassung de Re inanzie ungszinssä ze (Diskon - und Lomba d- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.13.1.38 | Gene a ed on 2023-01-16 12:44:53 58 Helmu Henschel sa z) ode eine O enma k poli ik übe die ganze B ei e des Ma k es seh iel besse geeigne . 3. O ien ie ung an de G undsa zauslas ung s a an den eien Liquidi ä s ese en Die Kon olle de mone ä en Expansion du ch das geld- und k edi - poli ische Ins umen a ium de Bundesbank wi d zwei ach e schwe , wenn die K edi ins i u e K edi e gewäh en solange sie liquide sind und sich bei de Beu eilung ih e Liquidi ä an den unausgenu z en G und- sa z azili ä en o ien ie en, denn — die G undsä ze sind es o gegebene Rech s o sch i en, die nich ü die E o de nisse de Geld- und K edi poli ik s ändig a iie we den können und — du ch Auswei ung de In e bank e schuldung können sich die K e- di ins i u e, wie be ei s e ö e wu de, G undsa z azili ä en selbs scha en. Im olgenden soll gep ü we den, ü welche Ins i u e ein solches Ve hal en möglich wä e, und ob dieses Ve hal en in de Reali ä zu e - wa en is . Wenn sich die K edi ins i u e in de Ta an den unausgenu z- en G undsa z azili ä en o ien ie en wü den und nich an de Ve ügung übe Zen albankgeld, müß e en wede das Ve hal en de K edi ins i- u e geände we den ode Ziel ich ung, Ausges al ung und Handha- bung de G undsä ze müß en öllig geände we den. Wenig So gen mi dem Zen albankgeldbeda z. B. zu E üllung des Mindes ese e-Solls haben z. B. passi las ige K edi ins i u e, denen meh (Passi -)Mi el zu ließen als sie ü die K edi e an Nich banken benö igen. Diese Ins i u e sind adi ionell Gebe am Geldma k , haben also meh In e bank o de ungen als In e bank e p lich ungen. Fü sie is mögliche weise die s ändige Beobach ung de eien Liquidi ä s e- se en nich ganz so wich ig. Sie können sich jede zei Zen albankgeld bescha en, indem sie ih e Ausleihungen am Geldma k einsch änken. Es is also zu p ü en, ob die K edi expansion diese Ins i u e on de Höhe de eien Liquidi ä s ese en des Bankensys ems unbeein luß bleib . Eine Reduzie ung de eien Liquidi ä s ese en e wa du ch eine E - höhung des Mindes ese esa zes e u sach eine Ve knappung de Mi - el am Geldma k und dami einen Ans ieg de Geldma k zinsen. Dabei OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.13.1.38 | Gene a ed on 2023-01-16 12:44:53 In e bankgeschä e und Bankenliquidi ä 59 is hie nich zu disku ie en, daß de Geldma k zins bei unbesch änk em Zugang zum Lomba dk edi nu ein un ollkommene Indika o de Knapphei s e häl nisse am Geldma k is ( es e Lomba dsa z als Zins- obe g enze). De Ans ieg des Zinsni eaus wi d ak i las ige K edi ins i- u e endenziell zu eine Einsch änkung de K edi gewäh ung bewegen, weil ja die Re inanzie ungsbasis eu e und unsiche e gewo den is . Abe auch die passi las igen K edi ins i u e we den nun nich un e Ausnu zung ih e e gleichsweise besse en Liquidi ä slage mi eine Auswei ung des K edi geschä es eagie en, — weil die E agsmöglichkei en am Geldma k a ak i e gewo den sind, — weil mi dem Zinsans ieg auch ih e Re inanzie ungsbasis eu e wi d und — weil die We papie bes ände bei s eigenden Zinsen und sinkendem Ku s als wenige liquide angesehen we den. Die du ch eine Senkung de eien Liquidi ä s ese en ausgelös e Ve - hal ensände ung de K edi ins i u e geh also bei allen Ins i u en in die ich ige Rich ung. Auch passi las ige Ins i u e, die keine P obleme mi de Zen albankgeldbescha ung haben, o ien ie en sich indi ek doch an de En wicklung de eien Liquidi ä s ese en und nich nu an de G undsa zauslas ung. Es muß also nich be ü ch e we den, daß die K e- di ins i u e ohne Rücksich au das Ni eau de eien Liquidi ä s ese - en ih e K edi expansion o se zen, solange die G undsa z azili ä en noch nich oll ausgenu z sind. Abe noch aus einem wei e en G und kann die Möglichkei de K e- di ins i u e, sich du ch Auswei ung de In e bank e schuldung zusä z- liche G undsa z azili ä en zu bescha en, nich als o ene Flanke de Geld- und K edi poli ik angesehen we den. Die Zielse zung de G und- sä ze is gewe bepolizeiliche A . Sie dienen de Bankenau sich als be- iebswi scha liche S uk u no men zu Siche ung de Einlege . Die Benu zung de G undsä ze ü die Geld- und K edi poli ik, e wa du ch Va iie ung des Volumens de ungenu z en G undsa z azili ä en z.B. nach konjunk u poli ischen E o de nissen, wü de de eigen lichen Au - gabe de G undsä ze zuwide lau en23. Im Sinne des Einlege schu zes is es dagegen du chaus unp oblema isch, daß du ch In e bank e schuldung zusä zliche G undsa z azili ä en en s ehen, denn ein Ins i u , daß sich 23 Vgl. dazu auch K ümmel, 1968, S. 276. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.13.1.38 | Gene a ed on 2023-01-16 12:44:53 60 Helmu Henschel am Geld- und Kapi alma k e inanzie en kann, is eben dem Einlege gegenübe nich illiquide. 4. Fazi : Die es ik i e Geld- und K edi poli ik kann nich du ch eine Auswei ung de In e bankgeschä e un e lau en we den Zusammen assend kann es gehal en we den, daß die In e bankge- schä e keine S ö ung de Geld- und K edi poli ik e u sachen24, denn — die (objek i e) gesam wi scha liche Liquidi ä , gemessen an den eien Liquidi ä s ese en, wi d nich nennenswe beein luß , — die (subjek i e) einzelwi scha liche Liquidi ä en wickel sich in de gleichen Rich ung wie die gesam wi scha liche Liquidi ä und könn e soga s ä ke im gewünsch en Sinne eagie en als die eien Liquidi ä s ese en, — die an den unausgenu z en G undsa z azili ä en gemessene Banken- liquidi ä kann zwa du ch In e bankgeschä e e höh we den, doch sind die eien G undsa z azili ä en nich ausschlaggebend ü die K edi expansion du ch die K edi ins i u e. Auch is die Kon olle de so de inie en Liquidi ä zu ablau spoli ischen S eue ung de mone ä en Expansion nich geeigne . 24 Auch Timme mann (1976, S. 519) komm in seine empi ischen Un e su- chung de Zusammenhänge zwischen In e bank e schuldung und Geldpoli ik zu dem E gebnis, daß die Hypo hese eine S ö ung de Geldpoli ik nu in 10 on 28 Fällen nich (!) den Beobach ungen wide sp ich . Dieses E gebnis is besonde s in e essan , weil Timme mann das s a is ische Ma e ial mi dem Ziel de Nachweisung eine solchen S ö ung g ündlich au be ei e ha (S. 505 .). Das nega i e E gebnis seine Un e suchung hinde ihn alle dings nich da an, die wide leg en Behaup ungen in de Zusammen assung e neu au zus ellen (S. 525). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.13.1.38 | Gene a ed on 2023-01-16 12:44:53 In e bankgeschä e und Bankenliquidi ä 61 Anhang 2. Bekann machung N . 1/69 des Bundesau sich sam es ü das K edi wesen be e end die G undsä ze übe das Eigenkapi al und die Liquidi ä de K edi ins i u e om 20. Janua 1969 (Bundesanzeige N . 17 om 25. Janua 1969) in de Fassung de Bekann machung übe die Ände ung und E gänzung de G undsä ze übe das Eigenkapi al und die Liquidi ä de K edi ins i u e om 30. Augus 1974 (Bundesanzeige N . 167 om 7. Sep embe 1974) (1) Das Bundesau sich sam ü das K edi wesen gib gemäß § 10 Abs. 1 Sa z 3 und § 11 Sa z 3 des Gese zes übe das K edi wesen om 10. Juli 1961 (BGBl. I S. 881) — KWG — hie mi die im Ein e nehmen mi de Deu schen Bundesbank und nach Anhö ung de Spi zen e bände de K edi ins i u e au - ges ell en G undsä ze bekann , nach denen es ü den Regel all beu eilen wi d, ob das Eigenkapi al eines K edi ins i u s angemessen is und ob die Li- quidi ä eines K edi ins i u s aus eich (§10 Abs. 1, § 11 KWG). (2) Übe sch ei e ein K edi ins i u die in den G undsä zen es geleg en Obe g enzen nich nu ge ing ügig ode wiede hol , so is in de Hegel die Ve mu ung beg ünde , daß das K edi ins i u nich übe das e o de liche Eigenkapi al e üg (G undsa z I und G undsa z I a) ode daß seine Liquidi ä zu wünschen üb ig läß (G undsä ze II und III). Bei de Beu eilung de An- gemessenhei des Eigenkapi als und de Liquidi ä eines K edi ins i u s kön- nen Sonde e häl nisse be ücksich ig we den, die — je nach Sachlage — ge inge e ode höhe e An o de ungen ech e igen. G undsa z II Die Anlagen eines K edi ins i u s abzüglich de We be ich igungen in 1. Fo de ungen an K edi ins i u e und Kunden mi e einba e Lau zei ode Kündigungs is on ie Jah en ode länge , 2. nich bö sengängigen We papie en, 3. Be eiligungen, 4. An eilen an eine he schenden ode mi Meh hei be eilig en Gesellscha , 5. G unds ücken und Gebäuden und 6. de Be iebs- und Geschä sauss a ung sollen die Summe de nachs ehenden lang is igen Finanzie ungsmi el nich übe s eigen. Als lang is ige Finanzie ungsmi el sind anzusehen: 1. das Eigenkapi al, 2. die Ve bindlichkei en (ohne Spa einlagen) gegenübe K edi ins i u en und aus dem Bankgeschä gegenübe ande en Gläubige n mi e einba e Lau zei ode Kündigungs is on ie Jah en ode länge , OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.13.1.38 | Gene a ed on 2023-01-16 12:44:53