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Querschnittsthemen als Aufgabe der Lehrkräftebildung. Zu-Mutungen mit pädagogischem Potenzial

Hermes, Manuel,Dietz, Dennis

Abstract

Journal für LehrerInnenbildung 25 (2025) 2, S. 56-65 Pädagogische Teildisziplin: Schulpädagogik; Hochschulforschung und Hochschuldidaktik; als elektronischer Volltext verfügbar

Full text

He mes, Manuel; Die z, Dennis Que schni s hemen als Au gabe de Leh k ä ebildung. Zu-Mu ungen mi pädagogischem Po enzial Jou nal ü Leh e Innenbildung 25 (2025) 2, S. 56-65 Quellenangabe/ Re e ence: He mes, Manuel; Die z, Dennis: Que schni s hemen als Au gabe de Leh k ä ebildung. Zu-Mu ungen mi pädagogischem Po enzial - In: Jou nal ü Leh e Innenbildung 25 (2025) 2, S. 56-65 - URN: u n:nbn:de:0111-pedocs-345133 - DOI: 10.25656/01:34513; 10.35468/jlb-02-2025-04 h ps://nbn- esol ing.o g/u n:nbn:de:0111-pedocs-345133 h ps://doi.o g/10.25656/01:34513 in Koope a ion mi / in coope a ion wi h: h p://www.klinkha d .de Nu zungsbedingungen Te ms o use Dieses Dokumen s eh un e olgende C ea i e Commons-Lizenz: h p://c ea i ecommons.o g/licenses/by-nc-sa/4.0/deed.de - Sie dü en das We k bzw. den Inhal un e olgenden Bedingungen e iel äl igen, e b ei en und ö en lich zugänglich machen sowie Abwandlungen und Bea bei ungen des We kes bzw. 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Kon ak / Con ac : peDOCS DIPF | Leibniz-Ins i u ü Bildungs o schung und Bildungsin o ma ion In o ma ionszen um (IZ) Bildung E-Mail: [email p o ec ed] In e ne : www.pedocs.de jou nal ü leh e Innenbildung jlb no.2 2025 Gesam ausgabe online un e : h p://www.jlb-jou nalleh e innenbildung.ne h ps://doi.o g/10.35468/jlb-02-2025 ISSN 2629-4982 Zu Rolle de Pädagogik in den bildungswissen- scha lichen G undlagen Bibliog a ie: Manuel He mes und Dennis Die z (2025). Que schni s hemen als Au gabe de Leh k ä ebildung. Zu-Mu ungen mi pädagogischem Po enzial. jou nal ü leh e Innenbildung, 25 (2), 56–65. h ps://doi.o g/10.35468/jlb-02-2025-04 56 jlb no. 2/2025  h ps://doi.o g/10.35468/jlb-02-2025-04 04 Manuel He mes und Dennis Die z Que schni s hemen als Au gabe de Leh k ä ebildung. Zu-Mu ungen mi pädagogischem Po enzial Abs ac  • De Bei ag ziel au eine k i ische Re lexion des Ansp uchs, Leh k ä e- bildung habe übe die Implemen ie ung on Que schni s hemen einen Bei ag zu Bewäl igung g oße gesellscha liche He aus o de ungen zu leis en. De Tex a gu- men ie , dass mi de E wa ung und dem poli ischen Au ag, solche He aus o de- ungen in Schule und Hochschule zu bea bei en, disziplin- und p o essionsbezogene „Zu-Mu ungen“ e bunden sind. Diese e weisen im Doppelsinne des Wo es eine - sei s au einen k i isch zu be agenden Ansp uch, be gen in sich ande e sei s abe auch E mu igungen hinsich lich de Rolle de Pädagogik in de Leh k ä ebildung. Schlagwo e/Keywo ds • Que schni s hemen, Au onomie de Pädagogik, P o ession, No ma i i ä , Pe son 57 Que schni s hemen als Au gabe de Leh k ä ebildung jlb no. 2/2025  h ps://doi.o g/10.35468/jlb-02-2025-04 Fo de ungen an Schule und Leh k ä ebildung Mi gewisse Regelmäßigkei is im ö en lichen Disku s zu beobach- en, dass eine Pe son ode eine In e esseng uppe ein bes imm es The- ma ü de a ele an häl , dass hie zu ein eigenes Schul ach ü nö ig e ach e wi d. Die en sp echenden Beispiele sind Legion: In Sachsen o de n Bündnis 90/Die G ünen wie de LandesSchüle Ra ein Fach „Glück“ (Debski, 2024). Nina Kolleck, P o esso in de Uni e si ä Po s- dam, o de ein „Schul ach ü Demok a ie“ (Kolleck, 2024). Die Jo- hanni e o de n ein Fach „Wiede belebung“ (Langenhagene -News, 2024). De Ve ein A mu und Gesundhei in Deu schland o de all- gemeine ein Fach „Gesundhei “ (Deu sches Ä z ebla , 2024). Die heinland-p älzische Landesschüle *innen e e ung o de ein Fach, das „übe Wi scha ssys eme und den Umgang mi Geld und Ve si- che ungen un e ich e “ (Wolkop & S obbe, 2024). In de Schweiz o - de n Schüle *innen ein Fach „P ak ische Lebenskompe enzen“ (Bade- ne Tagbla , 2024) und die Jungsozialis *innen ein Fach „Feminismus“ (Pi skanen, 2024). Eine ähnliche Dynamik zeig sich mi Blick au Gese zes ex e zu Leh - k ä ebildung, wenn do die Implemen ie ung sogenann e „Que - schni s hemen“ ode „-kompe enzen“ ge o de wi d. In Baden- Wü embe g sind es beispielsweise „Ve mi lung on Deu sch als Zwei sp ache, […] Medienkompe enz und -e ziehung, […] P ä en ion, […] Bildung ü nachhal ige En wicklung, […] Demok a iebildung, […] Umgang mi be u se hischen F ages ellungen, […] Gende sensibili ä “ sowie „Umgang mi g uppenbezogene Menschen eindlichkei , insbe- sonde e An isemi ismus“ (§ 4 Abs. 3, § 5 Abs. 2, § 6 Abs. 4, § 7 Abs. 2 RahmenVO-KM1). In Hessen we den eils ähnliche Que schni s- hemen ge o de : „In eg a ion on Schüle innen und Schüle n nich -deu sche He kun ssp ache – hie insbesonde e Deu sch als Zwei sp ache –, Bildungssp ache Deu sch, Inklusion, Medienbildung 1 Rech s e o dnung des Kul usminis e iums übe Rahmen o gaben ü die Ums el- lung de allgemein bildenden Leh am ss udiengänge an den Pädagogischen Hoch- schulen, den Uni e si ä en, den Kuns - und Musikhochschulen sowie de Hochschule ü Jüdische S udien Heidelbe g au die ges u e S udiengangs uk u mi Bachelo - und Mas e abschlüssen de Leh k ä eausbildung in Baden-Wü embe g sowie Re- gelungen zum Modell e such de dualen leh am sbezogenen Mas e s udiengänge. Abge u en am 22.04.2025, un e h ps://www.landes ech -bw.de/bsbw/documen / jl -Leh RahmenVBW ahmen 58 Manuel He mes und Dennis Die z jlb no. 2/2025  h ps://doi.o g/10.35468/jlb-02-2025-04 und Digi alisie ung, sozialpädagogische Fö de ung, be u liche O ien- ie ung sowie Ganz agsangebo e und Ganz agsschulen“ (§ 1 Abs. 3 HLbG2). Es kommen hinzu: „gesellscha liche Viel al , Demok a iebil- dung und Bildung ü nachhal ige En wicklung“ (§ 1 Abs. 2 HLbG). Mi den E wa ungen und Au ägen, un e schiedliche gesellscha li- che En wicklungen als neue Que schni s hemen abzubilden und zu bea bei en, sind in gewissem Sinne Zumu ungen ü die akademische Leh k ä ebildung e bunden. Von diesen möch en wi zwei konk e e he auss ellen und au die Lei age dieses Themenhe s nach de Rolle de Pädagogik im Leh am ss udium beziehen. Dabei handel es sich eine sei s um disziplinbezogene und ande e sei s um p o essionsbe- zogene Zumu ungen. Diese Zu-Mu ungen lassen sich in unse en Au- gen zugleich als E -Mu igungen in e p e ie en, inso e n sie be ei s ein Zu auen ausd ücken, dass Schule und Leh k ä ebildung g undsä z- lich in de Lage sind, diesem Ansp uch ge ech zu we den. Im o liegenden Bei ag wollen wi diesen Doppelcha ak e on Zu- mu ung und E mu igung und die unse es E ach ens dami e bun- denen pädagogischen und p og amma ischen E o de nisse in d ei Sch i en um eißen: E s gehen wi au die benann en disziplin- und dann au die p o essionsbezogenen Zumu ungen ü die akademische Leh k ä ebildung ein. Im Anschluss machen wi deu lich, wie ge ade aus diesen Zu-Mu ungen E -Mu igungen ü die Pädagogik und ih e Ak eu *innen e wachsen können. Die olgenden Übe legungen geben dabei zugleich Einblick in eine lau ende Diskussion zu F age nach eine Theo ie de Que schni s- hemen. Diese Diskussion is in wei em Zusammenhang im Ne zwe k Que schni s hemen in de Leh k ä ebildung e o e , das sich übe meh e e En wicklungssch i e (He mes & Saß, 2025, S. 5–6) als Ne z- we k un e schiedliche Pe sonen de akademischen Leh k ä ebildung in Deu schland gebilde ha und om S i e e band (2024) mi de Hochschulpe le des Mona s Juli 2024 p ämie wu de. Ih en enge en Kon ex haben die olgenden Übe legungen in eine A bei sg uppe inne halb dieses Ne zwe ks, die in den zu ückliegenden zwei Jah en in egelmäßigem Aus ausch an de e s aunlich o enen Flanke eine Theo ie de Que schni s hemen gea bei e ha . E s e Gedanken des Binnendisku ses diese A bei sg uppe sind o einige Zei in knappe 2 Hessisches Leh k ä ebildungsgese z. Abge u en am 22.04.2025, un e h ps:// www. .hessen ech .hessen.de/bshe/documen /jl -Leh BiGHE2011V6P59 59 Que schni s hemen als Au gabe de Leh k ä ebildung jlb no. 2/2025  h ps://doi.o g/10.35468/jlb-02-2025-04 Fo m in einem Thesenpapie publizie wo den (Die z e al., 2024). Die olgenden Übe legungen en al en zwei diese Thesen aus üh liche und sollen so als exempla ische Fo schungsbe ich die bishe wei - gehend in e ne Deba e jene A bei sg uppe auch in den ö en lichen Disku s einb ingen. Disziplinbezogene Zumu ungen Fü die Ausbildung on Leh k ä en an Uni e si ä en und o schungs- o ien ie en Hochschulen s ell die Fo de ung eine Implemen ie ung und Bea bei ung on Que schni s hemen eine nich unwesen liche disziplinbezogene Zumu ung da : Je nach gewähl em Leh am s u- die en die angehenden Leh k ä e in de Regel mindes ens ein Schul- ach und dazu einen e ziehungswissenscha lichen An eil, de je nach S ando un e schiedliche Bezeichnungen ha . Die Leh e in diesen Be eichen wi d – abgesehen on einigen abgeo dne en Leh k ä en – meis on Pe sonen e eil , die o mal und ins i u ionell sowie ih em Selbs e s ändnis nach im Sys em Wissenscha zu e o en sind. Zen al und kons i uie end ü dieses Sys em Wissenscha sind (a) die F eihei on Fo schung und Leh e (A . 5 Abs. 3 GG3) und (b) die disziplinbezogene O ien ie ung an Wah hei – s a de p axisbezoge- nen O ien ie ung an Nü zlichkei , wie sie sich in de Fo de ung neue Schul äche und Que schni s hemen ausd ück . Ad (a) Die Wissenscha s eihei ge ä nun un e D uck, je s ä ke die auße uni e si ä en E wa ungen an den e we ba en Nu zen on Fo schung und Leh e we den. Diese „Nu zene wa ungen ha es ge- genübe Uni e si ä en“ – als aus dem S aa shaushal inanzie en Ein- ich ungen – wohl „schon imme gegeben“ und sie sind en sp echend „bis zu einem bes imm en Punk legi im und gesellscha lich unk io- nal“ (Schimank, 2021, S. 45). Alle dings gil auch: „[W]enn e wa de ‚new mode o knowledge p oduc ion‘ […] zu seh au Responsi i ä ü auße wissenscha liche Belange […] ge imm wi d, kann die Wissen- scha s eihei ge äh de we den“ (ebd.). Ad (b) Wol gang Mese h ha die Thema isie ung diese „Zweigleisig- kei “ on Wah hei s- und Nü zlichkei so ien ie ung e end als „mas e na a i e e ziehungswissenscha liche Selbs beobach ung“ (Mese h, 3 G undgese z ü die Bundes epublik Deu schland. 60 Manuel He mes und Dennis Die z jlb no. 2/2025  h ps://doi.o g/10.35468/jlb-02-2025-04 2016, S. 475) cha ak e isie . Heinz-Elma Teno h, au den Mese h sich bezieh , mein bezüglich diese „Zweigleisigkei “, dass es keine Mög- lichkei gebe, „Diene zweie He en zu we den, ohne sich zu e en- ken“ (Teno h, 1999, S. 64). Mese hs e was salomonische Au lösung dieses Dilemmas bes eh da in, dass die E ziehungswissenscha sich dabei zu beobach en hä e, „wie sie sich e enk , wenn sie sich da um bemüh , de ‚Diene zweie He en‘ zu sein“ (Mese h, 2016, S. 488). P o essionsbezogene Zumu ungen Neben den disziplinbezogenen Zumu ungen lassen sich p o essions- bezogene Zumu ungen kons a ie en, inso e n die pädagogische P axis und das p o essionelle Selbs e s ändnis on Leh k ä en di ek ode mi elba be o en sind: 1. Die Fokussie ung manche gesellscha liche He aus o de ungen e olg aus bes imm en K isensi ua ionen ode -wah nehmungen he aus, denen in und du ch Leh k ä ebildung und Schule ans- o ma i ode p ä en i begegne we den soll. Dami kann eine K isen a ionali ä in die Bildungskon ex e einge agen we den, die diese no ma i p äg und womöglich mi einem G und on nega- i e Zukun se wa ung un e leg . Dies kann s a ken Ein luss au Mo i a ion, Ängs e und die men ale Gesundhei on Kinde n, Ju- gendlichen und Leh k ä en haben. Das wiede um hä e eale Kon- sequenzen ü die pädagogische P axis und wi k e bis in das p o- essionelle Selbs e s ändnis de Leh enden hinein, die sich dann als Mul iplika o *innen diese K isen hemen o änden und zu- dem ganz p ak isch mi de en psycho-emo ionalen Implika ionen umzugehen hä en. 2. Die Beau agung de Schule mi de Bea bei ung solche gesell- scha lichen He aus o de ungen bi g das Risiko, P obleme de E wachsenenwel an die Wel de Kinde zu delegie en (A end , 1958, S. 7 u. 23). Das läss sich als Ve such in e p e ie en, die „E - wachsenen on de Au gabe zu en las en, sich mi ih en eben alls e wachsenen Mi menschen übe die Re o m ih e O dnung zu e - s ändigen“ (Hellekamps, 2006, S. 415). Diese Delega ion kann zu ei- ne p oblema ischen Indi e enz au Sei en de E wachsenen und/ ode ih e Poli ik üh en: Das P oblem is e mein lich „gelös “, indem die jungen Menschen du ch eine en sp echende Bildungs- 61 Que schni s hemen als Au gabe de Leh k ä ebildung jlb no. 2/2025  h ps://doi.o g/10.35468/jlb-02-2025-04 p og amma ik ü - und o so gend dahingehend ausges a e we - den, die He aus o de ungen in Zukun dann auch a sächlich zu bewäl igen. Fü Leh k ä e kann dami die inne e Dissonanz e - bunden sein, sich womöglich wide willig in ih em p o essionellen Selbs e s ändnis als Agen *innen diese pädagogisch wie poli- isch-e hisch disku ablen Delega ion iden i izie en und mi diese Rolle a angie en zu müssen. 3. Auch eine unk ionalis ische Dimension de p o essionsbezogenen Zumu ung läss sich beobach en: „Bildung e schein dann […] nu noch als ins umen elle F age, wie wi bei (welchen) Menschen die He ausbildung bes imm e psychische Disposi ionen, die sich aus de Sachlogik gegenwä ige K isen e häl nisse ablei en lassen, be ö de n können.“ (Hambo g, 2020, S. 174) Dami is eine Fo m de Objek i ie ung on Kinde n und Jugendlichen e bunden, die zu Leis ung on P ä en ion ode Reak ion hin „ o mie “ we den sollen. Ein solches Ve s ändnis on Bildung kann inhal liche Ve - engungen bedeu en und die Eigenlogik(en) on Bildung unk iona- lis isch übe sch eiben sowie dadu ch die pädagogischen Ziele des be u lichen Handelns on Leh k ä en ins umen ell un e lau en. Mu zu „Au onomie de Pädagogik“ Angesich s de skizzie en Zumu ungen s ell sich ü uns die F age dieses He s nach de Rolle de Pädagogik in den bildungswissen- scha lichen G undlagen des Leh am ss udiums in spezi ische Wei- se: Wie wä e diese Rolle de Pädagogik angesich s jene Zumu ungen zu bes immen? Ausgehend on de disziplinbezogenen Zumu ung könn e womöglich ein as 100 Jah e al es Pos ula de Geis eswis- senscha lichen Pädagogik hel en: die „Au onomie de Pädagogik“. Im gleichnamigen Au sa z on 1929 en wickel E ich Wenige einen – auch k i isch zu disku ie enden – Ansa z, de hie nu in einem be- s imm en Aspek he angezogen we den soll. Do besch eib Wenige Leh k ä e als Ve eidige *innen und Anwäl *innen de Kinde : 1. Leh k ä e hä en das „Eigen ech des Jugendal e s“ (Wenige , 1964, S. 80; He o hebung im O iginal) zu e eidigen. 2. Leh k ä e hä en als „Anwal de Zukun im Kinde“ und „unin e- essie an den o übe gehenden Fo de ungen des Augenblicks“ (ebd., S. 81) zu agie en. 62 Manuel He mes und Dennis Die z jlb no. 2/2025  h ps://doi.o g/10.35468/jlb-02-2025-04 3. Leh k ä e hä en ebenso als „Ve eidige de Ve gangenhei des Kindes“ zu handeln und diese gegen eine gegenwä ige Inan- sp uchnahme „ on S aa , Wi scha , Kul u , Familie, Be u “ (ebd., S. 82) zu e eidigen. 4. Leh k ä e hä en au de „F eihei des Menschen, au seine inne- en Zus immung und au seinem Willen“ zu bes ehen und o die- sem Hin e g und on „allen Mäch en, die E ziehungs o de ungen s ellen, einen Ve zich au ih en Mach ansp uch“ zu o de n und „ihnen ih en ‚Bildungsgehal ‘“ (ebd.) abzu e langen. 5. Leh k ä e hä en sich le z lich – einem To wäch e gleich – „zwi- schen die Mäch e und das Kind“ zu schal en und jede „bildenden Einwi kung de Lebensmäch e au den Nachwuchs“ müsse ih e „bildende Begegnung mi dem E ziehe o ausgegangen sein“ (ebd., S. 83). Diese Aus üh ungen Wenige s können – o z ih e wohl allzu adika- len Subjek zen ie hei – als An egung ü die hie zu disku ie ende F age gelesen we den. Sie e weisen nämlich im Ke n au das Span- nungs eld on Indi iduum und Gesellscha . Wenige lenk – in explizi- em Reku s au Rousseau – den Blick au das Indi iduum, wäh end die Diskussion um Que schni s hemen deu lich s ä ke die Gesellscha und ih e gegenwä igen und zukün igen He aus o de ungen in den Blick nimm . Beide Pe spek i en haben ih Rech und müssen zu Gel- ung kommen, alle dings schein de zei in de Diskussion um Que - schni s hemen die gesellscha liche Pe spek i e zu dominie en und die Pe spek i e des Indi iduums ins Hin e e en zu gelangen. Eine heu ige im Sinne Wenige s „eigens ändige“ ode „au onome“ Pä- dagogik hä e im Leh am ss udium in Bezug au Que schni s hemen dieses Spannungs e häl nis konsequen explizi zu machen und wis- senscha s- wie schulp axisbezogen zu e lek ie en – wede in nai e Abkapselung on be ech ig en gesellscha lichen E wa ungen noch in genauso nai e Übe nahme jede Fo de ung nach neuen Schul ä- che n ode Que schni s hemen. Diese „Au onomie de Pädagogik“ b auch Mu – sowohl gegenübe de Wissenscha wie gegenübe de Gesellscha . Ein solches on Wenige ausgehendes, gewisse maßen ad oka o i- sches Ve s ändnis on Pädagogik bie e e ne Pe spek i en hinsich - lich de p o essionsbezogenen Zumu ungen. Wo g oße Zukun s- und Gesellscha s hemen an Schule und Leh k ä ebildung he ange agen we den, müss e dies insbesonde e ü (angehende) Leh k ä e und