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Online-Self-Assessments an Universitäten als Instrument der Studienberatung

Lückert, Friederike

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Fakultät I – Bildungs-, Kulturund Sozialwissenschaften Masterarbeit zur Erlangung des Hochschulgrades eines Master of Arts Thema der Arbeit: Online-Self-Assessments an Universitäten als Instrument der Studienberatung vorgelegt von: Friederike Lückert Major: Educational Sciences (M.A.) Erstprüfer: Prof. Dr. Alexander Freund Zweitprüfer: Dr. Kristof Kupka Abgabedatum: 30. März 2012 2 3 Inhaltsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis..........................................................................................5 1 Einführung........................................................................................................... 6 1.1 Hochschulpolitischer Kontext der Studienberatung................................................. 6 1.1.1 Ursachen für einen Studienabbruch...................................................................... 7 1.1.2 Informiertheit und Informationsquellen Studieninteressierter ................................8 1.2 Online-Self-Assessments als Beratungsangebot....................................................9 1.3 Zielsetzung und Ausgestaltung dieser Arbeit.........................................................10 1.3.1 Zielsetzung...........................................................................................................10 1.3.2 Methodisches Vorgehen.......................................................................................11 1.3.2.1 Auswahl der untersuchten Online-Self-Assessments.....................................11 1.3.2.2 Entwicklung der Vergleichskategorien und Einordnung ausgewählter SelfAssessment-Verfahren.................................................................................. 12 2 Online-Self-Assessments.................................................................................13 2.1 Definition und Abgrenzung.................................................................................... 13 2.2 Online-Self-Assessments als Instrument der Studienberatung..............................15 2.2.1 Studienberatung für Studieninteressierte............................................................ 15 2.2.2 Unterstützung der Studienwahlentscheidung mithilfe von Online-SelfAssessments....................................................................................................... 17 2.2.2.1 Vorteile von OSAs gegenüber anderen Beratungsverfahren..........................17 2.2.2.2 Nachteile von OSAs als Beratungsinstrument................................................19 2.2.2.3 Systematisierung der OSAs und Einbindung in den Entscheidungsprozess der Studienwahl.....................................................................................20 2.3 Qualitätskriterien und -standards für OSAs........................................................... 23 3 Vergleich aktueller Online-Self-Assessments................................................26 3.1 Vergleichskategorien............................................................................................. 26 3.1.1 Formaler Rahmen................................................................................................26 3.1.2 Organisatorischer Rahmen innerhalb des OSAs.................................................27 3.1.2.1 Zugangskontrolle und Registrierung...............................................................27 3.1.2.2 Verknüpfung mit der Studienplatzbewerbung................................................. 28 3.1.2.3 Teilnehmerinformationen und Bearbeitungshinweise.....................................28 4 3.1.2.4 Mediale Ausgestaltung der Self-Assessments................................................30 3.1.2.5 Vermarktung, Einbindung und Vernetzung des OSAs.................................... 30 3.1.3 Inhaltliche Ausgestaltung der OSAs.................................................................... 31 3.1.3.1 Testart............................................................................................................. 31 3.1.3.2 Testinhalt und -aufbau.................................................................................... 34 3.1.3.3 Feedback, Rückmeldung und Interpretation der Ergebnisse..........................34 3.1.3.4 Evaluation der OSAs und Angaben zu den Testgütekriterien.........................35 3.2 Vorstellung der untersuchten Self-Assessments................................................... 36 3.2.1 „SelfAssessment im Bereich Psychologie“ – Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH)............................................................36 3.2.2 Online-Self-Assessment des „Studienscout Academicus“ – Rheinische Friedrich-Wilhelms Universität Bonn................................................................... 37 3.2.3 „Online-Self-Assessment für das Studienfach Psychologie“ – Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main................................................ 38 3.2.4 „Online Studienwahl Assistent“ – Albert-Ludwigs-Universität Freiburg................39 3.2.5 „Studienkompass Psychologie“ – Universität Hamburg......................................40 3.2.6 „Mannheimer Informationssystem für Studieninteressierte“ – Universität Mannheim............................................................................................................ 41 3.2.7 „Study Finder“ – Universität des Saarlandes.......................................................42 3.2.8 „Self-Assessment Psychologie“ – Universität Wien.............................................43 3.3 Einordnung der OSAs in die Vergleichskategorien................................................45 4 Zusammenfassung und Ausblick....................................................................54 4.1 Zusammenfassung der Ergebnisse.......................................................................54 4.1.1 Anforderungen an OSAs im Rahmen der Studienberatung.................................54 4.1.2 Vergleichbarkeit des aktuellen OSA-Angebotes..................................................55 4.2 Implikationen für die zukünftige Ausgestaltung und Realisierung des OSAAngebotes............................................................................................................. 57 4.2.1 Transparenz des Testangebotes..........................................................................57 4.2.2 Vernetzung der Beratungsangebote.................................................................... 58 4.2.3 Testgüte der Verfahren.........................................................................................58 4.2.4 Studienfeldspezifische Ausrichtung der OSAs.....................................................59 4.2.5 Einbindung der OSAs in den Prozess der Studienbewerbung............................59 4.3 Ausblick................................................................................................................. 60 Literaturverzeichnis.............................................................................................. 62 Abkürzungsverzeichnis 5 Abkürzungsverzeichnis Aufl. Auflage bearb. bearbeitet(e) BMBF Bundesministerium für Bildung und Forschung bspw. beispielsweise bzw. beziehungsweise d.h. das heißt dt. deutsch durchges. durchgesehen(e) erw. erweitert(e) et al. (lat.) und andere etc. et cetera = und so weiter EU Europäische Union evtl. eventuell f. folgende (Seite) ff. fort folgende (Seiten) HRGÄndG Hochschulrahmengesetz (HRG)-Änderungsgesetz Hrsg. Herausgeber i.d.R. in der Regel Jg. Jahrgang Kap. Kapitel o.J. ohne Jahr OSA Online-Self-Assessment S. Seite(n) sog. so genannt(e) vgl. vergleiche u.a. und andere(s), unter anderen/anderem u.Ä. und Ähnliche(s) überarb. überarbeitet(e) usw. und so weiter vgl. vergleiche vollst. vollständig z.B. zum Beispiel 1 Einführung 6 1 Einführung 1.1 Hochschulpolitischer Kontext der Studienberatung Hohe Studienabbruchquoten und eine lange durchschnittliche Studiendauer gaben u.a. den Ausschlag für die im Juli 2004 beschlossene Reform der Hochschulzulassung bzw. das im August 2004 in Kraft getretene 7. HRGÄndG. Seitdem sind die Hochschulen in Deutschland aktiver an der Auswahl ihrer Studierenden beteiligt. Nach der »20-20-60-Regelung« benannten Quotenverteilung in bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengängen dürfen sie die überwiegende Anzahl von 60% der Studienplätze nach eigenen Auswahlkriterien vergeben. Nur noch 20% der Studienplätze gehen weiterhin an die Abiturbesten, die sich die Hochschule aussuchen können, 20% der Plätze werden weiterhin nach Wartezeit belegt (vgl. Diercks, Kupka & Bolten, 2009, S. 35). Die dahinter stehenden Reformziele formuliert der Wissenschaftsrat (2004, S. 33) wie folgt: 1. „Studierwillige1 müssen weit mehr als bisher ein Studium aufnehmen, das ihren Fähigkeiten und Neigungen in besonderem Maße entspricht, und dieses Studium erfolgreich abschließen. Der Hochschulzugang muss auch dazu beitragen, dass die hohen Studienabbruchquoten in Deutschland, insbesondere späte Studienabbrüche verringert werden. 2. So viele für ein Studium befähigte Schulabgänger wie möglich müssen auch ein Studium aufnehmen. 3. Der Hochschulzugang muss als ein Mittel zur Förderung von Profilbildung und Wettbewerb der Hochschulen genutzt werden können“. Zur Umsetzung dieser Ziele müssen innerhalb eines effizienten Hochschulsystems die bestehenden Defizite in allen Phasen des Hochschulzugangs behoben werden. Nach den Empfehlungen des Wissenschaftsrates bedarf es dazu nicht nur einer stärkeren Beteiligung der Hochschulen bei der Studierendenauswahl und -zulassung durch eine einseitige Überprüfung vorhandener Bewerberkompetenzen, sondern insbesondere auch der Verbesserung von Studienberatung und -informationen. So sollen bereits vor Einschreibung die Interessenund Qualifikationsprofile der Studienbewerber mit den spezifischen Studiengangsanforderungen abgestimmt werden, um den informationsund motivationsbedingten Ursach1 Im Interesse der besseren Lesbarkeit werden im Rahmen dieser Arbeit Personenbezeichnungen in der maskulinen Form angegeben. Dabei sind Frauen und Männer gleichermaßen gemeint. 1 Einführung 7 en eines Studienabbruchs entgegen zu wirken und folglich die Studienwahlsicherheit zu erhöhen (vgl. Hachmeister, 2008, S. 64). 1.1.1 Ursachen für einen Studienabbruch Studien zu den Ursachen für einen Studienabbruch2 zeigen drei große Ursachengruppen auf: zu hohe Leistungsanforderungen, finanzielle Probleme und mangelnde Studienmotivation. 57% aller Fälle eines Verlassens der Hochschule ohne Examen sind durch diese drei Gruppen erfasst (vgl. Heublein, Hutzsch, Schreiber, Sommer & Besuch, 2009, S. 17). Daneben stehen noch weitere Ursachen wie unzureichende Studienbedingungen, eine berufliche Neuorientierung oder auch familiäre Probleme (vgl. Abbildung 1). Abbildung 1: Ausschlaggebende Studienabbruchmotive der Studienabbrecher 2000 und 2008 (Angaben in %) (Quelle: Heublein, Hutzsch, Schreiber, Sommer & Besuch, 2009, S. 19) Hinter den ausschlaggebenden Abbruchmotiven stehen in der Regel eine Reihe problematischer, personenbezogener und hochschulbezogener Bedingungen. Dazu gehören insbe2 Als Studienabbrecher gelten hier ehemalige Studierende, „die zwar durch Immatrikulation ein Erststudium an einer deutschen Hochschule aufgenommen haben, dann aber das Hochschulsystem ohne (erstes) Abschlussexamen verlassen. Fachwechsler, Hochschulwechsler wie auch erfolglose Studierende in einem Zweitstudium gehen nicht in die Berechnung der Abbruchquote ein, sie finden lediglich bei den entsprechenden Schwundquoten Berücksichtigung“ (Heublein, Hutzsch, Schreiber, Sommer & Besuch, 2009, S. 5). 1 Einführung 8 sondere: ausschließlich extrinsisch motivierte „Studienwahl, ungenügende Informationen für die Studienentscheidungen, ungenügende Studienvoraussetzungen, mangelnde Leistungsbereitschaft und zu geringes Leistungsvermögen, unzulängliche Studienbedingungen, ungenügende soziale und akademische Integration an der Hochschule sowie ausgeprägte Erwerbstätigkeit“ (Heublein, Hutzsch, Schreiber, Sommer & Besuch, 2009, S. VII). Besonders groß ist die Gefahr eines Abbruchs, wenn mehrere dieser abbruchfördernden Bedingungen in den Studienund Lebensverhältnissen der Studierenden zusammentreffen. 1.1.2 Informiertheit und Informationsquellen Studieninteressierter Ein wichtiger Parameter zur Senkung der Studienabbruchquoten ist eine gute Informiertheit der Studieninteressierten vor Beginn des Studiums. Untersuchungen zur Informiertheit von Studienanfängern in Bezug auf Studienanforderungen und -inhalte sowie auf Studienverlauf und -organisation weisen jedoch auf umfangreiche Defizite hin. So fühlen sich lediglich ein Drittel der Studienanfänger gut bis sehr gut über das gewählte Studienfach und die Hochschule informiert (vgl. Spiel, Litzenberger & Haiden, 2007, S. 57). Ein Großteil der (angehenden) Studienberechtigten beginnt zudem erst sehr kurzfristig – im letzen Schuljahr vor Erwerb der Hochschulreife – mit der Informationssuche (vgl. Heine, Willich & Schneider, 2010, S. 9f.). Als Informationsquellen werden verschiedene Auskunftgeber genutzt, die sich in fünf Gruppen zusammenfassen lassen: 1. Medien (u.a. Internet, Zeitschriften, Fernsehen, InfoMaterialien), 2. das persönliche Umfeld (Verwandte und Freunde, Schullehrer), 3. allgemeine Informationsangebote (z.B. Veranstaltungen der Schule, Arbeitsagentur, persönliche Beratung, Eignungs-/ Persönlichkeitstests, Besuch von Messen, Fachtagungen, etc.), 4. hochschulbezogene Informationsangebote („Schnupperstudium“, Hochschullehrer, Zentrale Studienberatung oder Studierendensekretariat) sowie 5. berufspraxisbezogene Informationsangebote (Praktika, Wirtschaftsund Berufsverbände, Gewerkschaften und Kammern) (vgl. Heine, Willich & Schneider, 2010, S. 27f.). Sowohl quantitativ als auch qualitativ kommt dem Internet als Hauptinformationsquelle für Studieninteressierte dabei eine besondere Bedeutung zu. So erachten mehr als 80% der Nutzer die auf diesem Weg erhaltenen Informationen als in hohem Maße hilfreich (vgl. Heine, Willich & Schneider, 2010, S. 28f.). Sonstige Informationsund Beratungsangebote, die von Seiten der Hochschulen bereit gestellt werden (z.B. persönliche Studienbe- 1 Einführung 9 ratung, „Schnupperstudium“, etc.), werden dagegen – mit Ausnahme der Hochschulinformationstage – vergleichsweise selten genutzt und kaum als hilfreich erachtet (vgl. Heine, Willich & Schneider, 2010, S. 31). 1.2 Online-Self-Assessments als Beratungsangebot Neben der mangelhaften Informiertheit der Studienberechtigten erfordern sowohl die Verschiebung hin zum Internet als primäre Informationsquelle als auch die Umstellung auf die neuen Bachelorund Masterstudiengänge im Rahmen des Bologna-Prozesses Neuerungen in der Beratung und Unterstützung von Studieninteressierten bei der Studien(fach-)wahl durch die Hochschulen. Die hohe inhaltliche Differenzierung der neuen Studiengänge, die damit verbundene Unübersichtlichkeit und fehlende Einheit des Studienangebots sowie die vielfältigen Möglichkeiten der Studienortwahl erhöhen das Risiko, sich für ein Studium zu entscheiden, das nicht den eigenen Kompetenzen, Interessen und Erwartungen entspricht (vgl. Rudinger & Hörsch, 2009, S. 7). Der Bedarf an zielgerichteten Informationen steigt demnach ebenso wie die Notwendigkeit, „sich mehr als zuvor bereits vor Studienbeginn ausführlich mit den eigenen Neigungen und Vorstellungen auseinanderzusetzen, um insbesondere eine spätere berufliche Verwertbarkeit des Studienabschlusses im angestrebten Berufsfeld zu prüfen“ (Dilger, Gerholz, Klieber & Sloane, 2008, S. 3). Dennoch beschränken sich die Angebote zur Studienberatung an den Hochschulen zurzeit oft auf organisatorische Aspekte der Studienplatzbewerbung sowie auf einige wenige allgemeine inhaltliche Informationen zum Studienangebot. Eine umfassende Information und individuelle Beratung jedes einzelnen Studieninteressenten ist schon aufgrund des hohen Bedarfs infolge steigender Studentenzahlen (vgl. Angaben des BMBF, 2011) und geringer zeitlicher und personeller Ressourcen bei den Beratungseinrichtungen nicht möglich. In Folge dessen ist die Inanspruchnahme der Beratung für den Ratsuchenden mitunter mit langen Wartezeiten, Unsicherheit in der Zuständigkeit und gegebenenfalls kostenintensiver Anreise an die jeweilige Hochschule verbunden (vgl. Höpfner 2005, S. 242). Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, haben deshalb immer mehr Hochschulen ihr Beratungsangebot nicht nur kontinuierlich um Präsenzangebote (z.B. Informationstage etc.) erweitert, sondern stellen den Studieninteressierten vermehrt internetbasierte Beratungsund Einschätzungstools zur Verfügung. Zu diesen Beratungsangeboten zählen auch sogenannte „Online-Self-Assessments“ (OSAs) (dt. „Online-Selbsteinschätzung“). Diese webbasierten Selbsteinschätzungsverfahren beziehen sich entweder auf die Eignung für ein 2 Online-Self-Assessments 16 Interessen und Perspektiven einzelner Personen oder Personengruppen angemessen mit den Angeboten und Ressourcen des Bildungssystems verknüpft werden“. Dabei versteht Großmaß Studienberatung nicht als eine einseitig ausgerichtete Angelegenheit zur Erklärung des Bildungssystems und auch nicht als „publikumsfreundliche Informationsvermittlung“, sondern als kommunikativen, mehrdimensionalen Prozess, der wechselseitig auch auf die Institution Universität einwirkt (vgl. Großmaß, 2007, S. 237f.). Die Orientierungsund Entscheidungsprobleme Studierender und Studieninteressierter gehen dabei meist nicht auf einen Mangel an Informationen zurück, sondern eher auf die Schwierigkeit aus der angebotenen Informationsflut die relevanten Auskünfte herauszufiltern und diese in Bezug zu den persönlichen Wünschen, Fähigkeiten und Interessen zu setzen. Durch ihre zielgruppenspezifische, passungsorientierte Ausrichtung setzen OnlineSelf-Assessments genau hier an und ergänzen das Angebot der allgemeinen Studienberatung für Studieninteressierte. Als standardisierte Informationsund Testverfahren können sie jedoch nur einen sehr spezifischen, eng gefassten Beratungsbereich abdecken bzw. werden den verschiedenen Beratungsdimensionen nur begrenzt gerecht. So berücksichtigt eine effektive Beratungspraxis neben der inhaltlichen auch die psychologische und die soziale Dimension8. Die in dieser Arbeit untersuchten Self-Assessments greifen diese Dimensionen in unterschiedlichem Umfang auf, decken aber in erster Linie die inhaltliche, informative Beratungsdimension ab. Mithilfe der inhaltlichen Dimension stellt die Studienberatung den Ratsuchenden in erster Linie Informationen über die Studienmöglichkeiten und Zugangsbedingungen zur Verfügung, insbesondere natürlich über das jeweilige Studienangebot vor Ort. Dazu gehören auch der Verweis auf mögliche (Arbeitsmarkt-)Perspektiven, die Aufklärung über spezifische Studienanforderung und damit verbunden die Förderung der Leistungsbereitschaft sowie die Vermittlung von Lerntechniken und Schlüsselkompetenzen. Damit dies gelingt, muss sich die Studienberatung an dem Orientierungsbedarf des Einzelnen und seinen Frageund Verarbeitungsprozessen ausrichten (vgl. Großmaß, 2007, S. 239). Um Problemlagen und Informationsbedürfnisse darüber hinaus abzudecken, bedarf es neben den Onlineangeboten deshalb auch immer der Studienberatung vor Ort, die sich auf den Orientierungsbedarf des Einzelnen einlässt und dessen Frageund Verarbeitungsprozesse nachvollzieht (vgl. Großmaß, 2007, S. 239). Im Idealfall sind die webbasierten SelfAssessments der persönlichen Beratung vorangestellt, so dass die Testergebnisse für den 8 Für eine Beschreibung der Beratungsdimensionen siehe Großmaß (2007, S. 239ff.). 2 Online-Self-Assessments 17 weiteren Beratungsprozess nutzbar gemacht werden können und die Studienwahlentscheidung optimal unterstützt wird. 2.2.2 Unterstützung der Studienwahlentscheidung mithilfe von Online-Self-Assessments Im Prozess der Studienwahl können die Teilnehmer mit der Teilnahme an einem OSA verschiedene Zielsetzungen verfolgen. Nach Dilger, Gerholz, Klieber & Sloane (2008, S. 23) sind dies: •die Auswahl des individuell passenden/ geeigneten Studiengangs, •die systematische Information über mögliches Studienangebot, •die Reflexionsunterstützung eigener Interessen und Neigungen, •eine mögliche Motivierung für ein passendes Studienangebot, •ein individuelles Beratungsangebot und •eine individuelle Entscheidungsunterstützung. Über drei ineinandergreifende Bezugspunkte des OSAs werden diese Zielsetzungen aufgegriffen und die Studienwahlentscheidung unterstützt: erstens durch die inhaltliche Bearbeitung der Aufgaben, zweitens durch die angeregte Auseinandersetzung und Reflexion mit den eigenen Neigungen und Kompetenzen und drittens durch die abschließende Rückmeldung (vgl. Heukamp & Hornke, 2008, S. 79). Im Rahmen der Studienberatung kommt dem Self-Assessment demzufolge eine Informationsfunktion, eine Reflexionsfunktion (Interessen, Neigungen und Motive, Abschätzung der Eignung) und eine Entscheidungsunterstützungsfunktion zu (vgl. Dilger, Gerholz, Klieber & Sloane, 2008, S. 23). Die eigentliche Beratungsleistung der Self-Assessments gleicht damit eher einer „Hilfe zur Selbsthilfe“. Für den Teilnehmer ergeben sich dadurch im Beratungsund Entscheidungsprozess sowohl Vorals auch Nachteile. 2.2.2.1 Vorteile von OSAs gegenüber anderen Beratungsverfahren Für den Ratsuchenden bieten die internetbasierten Self-Assessment-Verfahren Vorteile, die sich sowohl aus den spezifischen Merkmalen der Self-Assessment als auch aus den besonderen Merkmalen des Internets als Testmedium ableiten. Hierzu nennt Schmellekamp in Anlehnung an Batinic (2004, S. 254f.) die Kernmerkmale Asynchronität, Alokalität, Automatisierbarkeit der Durchführung und Auswertung, Dokumentierbarkeit sämtlicher Daten, 2 Online-Self-Assessments 18 Flexibilität, Objektivität der Durchführung und Auswertung, Ökonomie, Anonymität und (quantitative) Leistung (vgl. Schmellekamp, 2007, S. 46f.). Für den Teilnehmer ergeben sich daraus insbesondere eine höhere Anonymität aufgrund der Bearbeitung über das Internet und die zeitlich und räumlich flexible Verfügbarkeit der Beratung. So zeigen Erhebungen zu den Self-Assessments der RWTH Aachen, dass nur etwa 47% der OSA-Zugriffe während der üblichen Geschäftszeiten der Studienberatung von 9 bis 17 Uhr erfolgen, etwa ein Viertel aller Zugriffe erfolgte an einem Samstag oder Sonntag (vgl. Zimmerhofer, 2008, S. 172). Oft kann zudem die Bearbeitung der Testverfahren unterbrochen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen werden. Die Anreise zum Testort entfällt (vgl. Zimmerhofer & Hornke, 2005, S. 275f.). Weiterhin vorteilhaft sind der automatisierte Testdurchlauf und die sofortige Ergebnisrückmeldung, bei der potentielle Übertragungsund Auswertungsfehler, die auf eine manuelle Verarbeitung der Testangaben zurückzuführen sind, wegfallen. Da die Teilnahme an den Testverfahren in der Regel freiwillig, auf Initiative des Teilnehmers hin erfolgt, ist grundsätzlich von einer hohen intrinsischen Motivation bei diesen auszugehen. Anreize für eine positive Selbstrepräsentation mit erhoffter Außenwirkung entfallen, wenn die Ergebnisse nur dem Nutzer zur Verfügung stehen und die Teilnahme ohne weitere Konsequenzen bleibt (vgl. Schmellekamp, 2007, S. 49f.). So zeigen sich auch positive Effekte in der Antwortgüte. Zimmerhofer und Hornke nennen hier im Besonderen eine geringere Tendenz zur „social-desirability“ (siehe „soziale Erwünschtheit“ Fussnote 6) und zur „self-disclosure“ (d.h. geringe Bereitwilligkeit, persönliche Informationen preiszugeben) im Antwortverhalten der Teilnehmer9 (vgl. Zimmerhofer & Hornke, 2005, S. 276; vgl. auch Schmellekamp, 2007, S. 49). Darüber hinaus ermöglichen die flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten des Internets abwechslungsreiche und individuell auf verschiedene Zielgruppen zugeschnittene Testverfahren (vgl. Schmellekamp, 2007, S. 49f.). 9 Im Rahmen einer OSA-Bearbeitung schätzen Pixner und Mocigemba die Folgen der sozialen Erwünschtheit im Antwortverhalten jedoch insgesamt als nachrangig ein. So haben die interaktiven OSAs „vor allem die Funktion, die Teilnehmer zur Auseinandersetzung mit dem Studiengang anzuregen, ihre Aufmerksamkeit zu fokussieren und auf diese Weise die Anforderungen des Studiengangs an die OSA-Teilnehmer zu kommunizieren. Daher spielt es keine Rolle, ob die Teilnehmer unter Umständen die »guten« Antworten erkennen können – wesentlich ist, dass sie nachvollziehen können, warum es »gute« Antworten sind“ (Pixner & Mocigemba, 2009, S. 141). 2 Online-Self-Assessments 19 2.2.2.2 Nachteile von OSAs als Beratungsinstrument Die Nutzung webbasierter Self-Assessments kann auch mit Nachteilen für den Ratsuchenden verbunden sein. Egal wie ausführlich und detailliert die Rückmeldung gestaltet ist, ohne Testleiter bzw. Berater vor Ort obliegt die Interpretation und Umsetzung der Testergebnisse ausschließlich dem Teilnehmer. Gerade bei den zum Teil sehr jungen, unerfahrenen Teilnehmern kann dies zu Überforderungen oder zu einer überhöhten Testgläubigkeit führen. Gegenüber einer persönlichen, eher ganzheitlich orientierten Face-to-Face-Beratung sind die Online-Tools aufgrund ihrer Standardisierung zudem nicht in der Lage alle wichtigen Faktoren der Berufswahl einzubeziehen (z.B. die Arbeitsmarktsituation in der Region des Ratsuchenden, individuelle Einschränkungen bei der Wahl eines Berufes), bzw. die Prozesshaftigkeit der Studienund Berufswahl umfassend zu berücksichtigen. Auch die Testbedingungen auf Seiten des Teilnehmers lassen sich während eines Testdurchlaufs nicht kontrollieren und können – ähnlich wie technische Probleme bei der Testdurchführung – unter Umständen zu Verzerrungen in den Testergebnissen führen (z.B. durch Nichteinhaltung der Instruktionen, Störungen der Testdurchführung, Genussmittelkonsum oder Testdurchführungen zu Unterhaltungszwecken). Dazu erschweren die Angebotsvielfalt und die Unübersichtlichkeit des Internets es dem Ratsuchenden seriöse, wissenschaftlich fundierte von unseriösen Angeboten zu unterscheiden. So gibt es bereits zahlreiche Plattformen auf denen kostenlose, diagnostisch mangelhafte Tests zu vielfältigen Themen angeboten werden (z.B. testedich.de, Stand 02.01.2012) (vgl. Schmellekamp, 2007, S. 50f.). Aber auch die seriösen OSA-Angebote stellen eine inzwischen unüberschaubare Vielfalt dar. Für Studieninteressierte ebenso wie für fachkundige Berater stellt sich dadurch das Problem, trotz der vorherrschenden Intransparenz des Testmarktes (vgl. Kersting, 2006, S. 243) das für ihre Situation angemessene Online-Self-Assessment zu finden. So kritisiert Hell: „Wie hilflos müssen sich da erst die Schülerinnen und Schüler fühlen? Sie werden gerade in der Phase, in der es darum geht, sich für einen Bildungsoder Berufsweg zu entscheiden, mit zahllosen Informationen überhäuft. In dieser Situation werden sie kaum nach einem für ihre Situation geeigneten Self-Assessment suchen; stattdessen werden sie eher per Zufall (Empfehlungen von Mitschülern, Lehrkräften etc.) auf eines der zahllosen Testangebote stoßen. Ob das gewählte Angebot den Bedürfnissen des Ratsuchenden gerecht wird, ist daher ebenfalls Zufall. Und da die meisten Self-Assessments nicht auf andere Self-Assessments verweisen, um ja keinen Studieninteressierten an eine andere Hochschule zu verlieren, wird der Studieninteressierte auch nie systematisch durch Selbsttests auf andere Selbsttests hingewiesen“ (2009, S. 16). 2 Online-Self-Assessments 20 Zur Unterstützung der Studienwahl ist es deshalb sinnvoll die OSAs zu systematisieren und den verschiedenen Phasen des Entscheidungsprozesses zuzuordnen. 2.2.2.3 Systematisierung der OSAs und Einbindung in den Entscheidungsprozess der Studienwahl Zielgruppe der OSAs sind in erster Linie Schüler der 11. und 12. Jahrgangsstufe, die kurz vor dem Erwerb einer Hochschulzugangsberechtigung und damit vor einer möglichen Studienwahl stehen. Aus Sicht dieser Studieninteressierten ist bei der Suche nach, dem Einlassen auf und dem Durchlaufen von einem webbasierten Selbsttest dabei in erster Linie von Interesse, welche Testverfahren ihren Informationsbedürfnissen begegnen, d.h. welche Fragestellungen und welchen Klärungsbedarf sie abdecken. In Anlehnung an Hell (2009, S. 11) lassen sich in der Praxis die Self-Assessments in Bezug auf ihre Spezifität bzw. Reichweite nach vier Gruppen klassifizieren: 1. Self-Assessments, die übergreifend mehrere Fächer bzw. Fachbereiche an einer Hochschule abdecken, 2. Verfahren, die sich auf ein spezifisches Fach bzw. Studienfeld an einer Hochschule beziehen, 3. OSAs, die hochschulübergreifend auf mehrere Fächer ausgerichtet sind und 4. hochschulübergreifende, aber fachspezifische Testverfahren. Ein weiterer wichtiger Aspekt zur inhaltlichen Beurteilung der OSAs ist neben der Spezifität die schwerpunktmäßige Ausrichtung der Verfahren. So können diese einerseits auf die umweltzentrierte Vermittlung von Informationen über die Studienangebote oder andererseits auf den personenzentrierten Vergleich von individuellen Personenmerkmalen mit den gegebenen Studienanforderungen (»Matching«) ausgerichtet sein (vgl. Hell, 2009, S. 11; vgl. Heukamp, Putz, Milbradt & Hornke, 2009, S. 4). Dabei liefern informationsvermittelnde Verfahren den Teilnehmern vorrangig Detailinformationen zu den Studieninhalten und -schwerpunkten, möglichen Berufsbildern und zu den lokalen Besonderheiten der Hochschule. Die Konfrontation mit diesen Informationen soll den Teilnehmer anregen, diese mit dem eigenen Wissen, den eigenen Erwartungen und Wünschen abzugleichen, um anschließend eine fundierte und mündige Studienentscheidung treffen zu können. Im Gegensatz dazu vergleichen „Self-Assessments, die auf eine Passungsanalyse abzielen, (…) Personenmerkmale wie Interessen, Werte, Persönlichkeitsmerkmale oder Fähigkeiten mit den Studienanforderungen; hierbei sind Verfahren zu unterscheiden, die die Passung für 2 Online-Self-Assessments 21 Studiengänge direkt oder indirekt über die den Studiengängen zugeordneten Berufen prüfen“ (Hell, 2009, S. 12). Beide Ausrichtungen der Onlineverfahren sind auf verschiedene Bedürfnisse der Studieninteressierten abgestimmt und können, je nach Informationsund Entscheidungsstand, entweder einzeln oder miteinander verknüpft genutzt werden (vgl. Heukamp & Hornke, 2009, S. 90). Zur Einordnung verschiedener Self-Assessments hat Hell die benannten Unterscheidungsmerkmale „Reichweite“ und „inhaltliche Ausrichtung“ in einer Matrix zusammengetragen (vgl. 2009, S. 12). Für eine erste Systematisierung werden die im Rahmen dieser Arbeit untersuchten OSAs in Anlehnung daran in die folgende Übersicht einsortiert. Da es sich bei den ausgewählten Testverfahren um fachspezifisch ausgerichtete Verfahren handelt, werden die Kategorien der fächerübergreifenden Testverfahren vernachlässigt. Die Größe der Punkte gibt dabei den Umfang der jeweiligen Ausprägung an. Tabelle 1: Verortung ausgewählter Selbsttests zur Studienorientierung (in Anlehnung an Hell, 2009, S. 12) Hochschulübergreifend fachspez ifi sch Hochschulspezifisch fachspezifisch Studiengang Beruf Informationsvermittlung Passungsanalyse Agenda: RWTH Aachen Universität Hamburg Universität Bonn Universität Mannheim Universität Frankfurt/ Main Universität des Saarlandes Universität Freiburg Universität Wien Um die unterschiedlichen Ausrichtungen und Testschwerpunkte der Self-Assessments im Prozess der Studienorientierung und -wahl optimal nutzen zu können, schlägt Hell zudem 2 Online-Self-Assessments 22 die Einrichtung eines zentralen Portals vor, das die relevanten Merkmale zu den von den Hochschulen angebotenen Testverfahren zusammenträgt. Zielgruppenspezifisch aufbereitet könnte sich die Informationsdarbietung am Prozess der Studienwahl orientieren und die OSAs in diesem Prozessmodell verortet werden (vgl. Tabelle 2). Ergänzt durch einen alphabetischen Fächerund Stichwortindex können Ratsuchende so zielgerichtet zu dem passenden Test geleitet werden (vgl. Hell, 2009, S. 16f.). Die fachspezifischen Self-Assessments, die dieser Arbeit zugrunde liegen, lassen sich im Prozess der Entscheidungsfindung insbesondere ab Phase 5 „Reduktion und Vertiefung“ heranziehen. Tabelle 2: Verortung der OSAs anhand der Phasen der Studienentscheidung (in Anlehnung an Hell, Päßler & Schuler, 2009, S. 13) Phase Beschreibung Einschlägige Self-Assessments Phase 1 Sensibilisierungsphase: Erkennen der Notwendigkeit einer Entscheidung Übergreifende (Orientierungs-) Tests: •was-studiere-ich.de •Orientierungstest der RWTH Aachen •Interessentest der Universität des Saarlandes •... Phase 2 Selbstexploration: Herausarbeiten eigener Interessen, Fähigkeiten und Werte Phase 3 Umweltexploration: Informieren über Ausbildungen, Beruf und Werdegänge Phase 4 Passungsprüfung Selbst-Umwelt: Vergleichen der eigenen Interessen/ Fähigkeiten/ Werte mit den beruflichen Umsetzungsund Entfaltungsmöglichkeiten Phase 5 Reduktion und Vertiefung: Reduktion der Alternativen auf wenige Alternativen, Sammlung weitgehender Informationen Fachspezifische Tests: •Self-Assessments der RWTH Aachen •OSAs der Universität Freiburg •Studienkompass Psychologie •Mannheimer Informationssystem •„Studienscout Academicus“ •... Phase 6 Festlegungsphase: Festlegung auf eine Alternative Phase 7 Nachentscheidungsphase: Zunehmende Bindung an die Entscheidung oder Revidierung der Entscheidung Phase 8 Umsetzungsphase: Sammeln von Informationen für den Ausbildungsoder Berufsbeginn 2 Online-Self-Assessments 23 2.3 Qualitätskriterien und -standards für OSAs Ähnlich wie im Bereich der personaldiagnostischen Testverfahren zur Personalauswahl spiegelt die vorherrschende Vielfalt an webbasierten Self-Assessments die verschiedenen testtheoretischen Annahmen und Zielsetzungen der Testentwickler wider. Dabei hat die Ausrichtung und Spezifität einen großen Einfluss auf die Testgüte und (Mess-)Qualität des Beratungsverfahrens. Für die Beratungsqualität der OSAs ist von oberster Priorität, dass die Skalen und Items im Self-Assessment den gleichen Qualitätsstandards genügen, wie sie an andere eignungsdiagnostische Verfahren der berufsbezogenen Personaloder Studierendenauswahl gestellt werden (vgl. hier insbesondere die Anforderungen der DIN 3343010). Um sicherzustellen, dass ein OSA die realen Studienanforderungen und -bedingungen erfasst, empfiehlt die DIN 33430 zunächst eine Anforderungsanalyse als Entwicklungsgrundlage, das heißt „die Ermittlung von personenrelevanten psychischen und psycho-physischen Voraussetzungen für den zu besetzenden Arbeitsplatz, das Aufgabenfeld, die Ausbildung bzw. das Studium oder den Beruf“ (Reimann, 2004, S. 109). Dabei ist es sinnvoll die Perspektiven verschiedener Personengruppen (hier insbesondere Studierende, Lehrenden und Studienberater) in die Anforderungsanalyse, z.B. mittels „Critical Incident Technique“11, einzubeziehen und so die Anforderungen des in Frage stehenden Studienfeldes umfassend zu ermitteln (vgl. Heukamp & Hornke, 2008, S. 80f.). Auf Basis des analysierten Anforderungsprofils können bereits bestehende oder selbstentwickelte Testverfahren für die Erstellung der Self-Assessments herangezogen werden. Dabei stehen die Entwickler bei der Testkonstruktion immer vor der Herausforderung einerseits Aufgaben und Rückmeldungen so auszugestalten, dass sie einen differenzierten Erkenntnisgewinn im Rahmen der Studienwahl indizieren, andererseits aber auch für die 10 Als praxisorientierte Prozessnorm formuliert die DIN 33430 Qualitätskriterien und -standards für die Auswahl, Planung, Durchführung und Auswertung von berufsbezogenen Eignungsbeurteilungen. Sie umfasst sowohl die Qualifikation der beteiligten Personen, die Qualität der verwendeten Instrumente als auch die Einhaltung angemessener Abläufe. Für weiterführende Informationen und Anforderungen siehe z.B Deutsche Gesellschaft für Psychologie (2003). 11 Die „Critical Incident Technique“ (nach Flanagan, 1954) „ist eine Arbeitsund Anforderungsanalysemethode. Grundannahme ist, dass sich gute und schlechte Mitarbeiter auf der Verhaltensebene in kritischen Situationen unterscheiden. Mittels Fragebogen, Beobachtungen, Interviews, etc. sollen die für Erfolg und Misserfolg kritischen Ereignisse erfasst und gewichtet werden; diese werden dann zusammengefasst und kategorisiert um abschließend als Anforderungen an das Verhalten beschrieben zu werden“ (Reimann, 2005, S. 112). 2 Online-Self-Assessments 24 Zielgruppe verständlich sind und die Verarbeitungskapazität der oft jungen Teilnehmer nicht übersteigen (vgl. Hell, 2009, S. 17f.). Die eingesetzten Testarten (siehe auch Kapitel 3.1.3.1) reichen daher von Leistungsmessverfahren, die sich aufgrund ihrer relativ geringen Fälschungsanfälligkeit auch bei der testbasierten Studierendenauswahl etabliert haben, über Selbsteinschätzungsfragebögen bis hin zu interaktiven Komponenten und simulativen Arbeitsproben. Insbesondere die Integration medialer Elemente über die reine, traditionell textbasierte Informationspräsentation hinaus, ermöglicht es die Aufmerksamkeit und Motivation der Teilnehmer über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten (vgl. Heukamp & Hornke, 2008, S. 80; vgl. Pixner & Mocigemba, 2009, S. 139). Zur Gewährleistung von Testgüte und Repräsentativität der Testkonstruktion steht neben der Reliabilität und der Kriteriumsvalidität vor allem die Inhaltsvalidität der Aufgaben im Vordergrund. Für die Beratungsabsicht ist weiterhin eine hohe Augenscheinvalidität12 der einzelnen Skalen von Bedeutung (vgl. Heukamp & Hornke, 2008, S. 82). Die Qualitätssicherung der Messund Prognosegüte beruht dabei sinnvollerweise nicht nur auf den, die Entwicklung begleitenden, Studien und Testdurchläufen, sondern auch auf methodisch anspruchsvollen, langfristig angelegten Evaluationsdesigns, um die entscheidenden Kernfragen zu beantworten: „Sind die Verfahren kriterienbezogen valide? Leisten sie eine Prognose des Studienerfolgs und der Studienzufriedenheit? Ist die Wahl des Studiengangs angeregt durch Orientierungsverfahren besser durchdacht als ohne diese Tests?“ (Hell 2009: 18). Damit die Informationen und die Tests des OSAs zudem für die Teilnehmer verständlich und konstruktiv nutzbar sind, ist, neben einer inhaltlich validen Ausgestaltung, insbesondere die Konzeption der automatisierten Ergebnisrückmeldung und die Einbindung des OSAs in das Informationsund Beratungsangebot der Universität von entscheidender Bedeutung. So soll die Rückmeldung zwar eine der Prognosekraft des Testverfahrens angemessene Einschätzung und Empfehlung aussprechen, muss aber gleichzeitig auch der oftmals vorzufindenden Testgläubigkeit von Ratsuchenden gerecht werden. Dieser unangemessen hohen Gewichtung von Testergebnissen innerhalb der Entscheidungsfindung kann vorrangig durch den Verweis auf weitere (persönliche) Beratungsangebote, bei denen auch über12 „Die Augenscheinvalidität basiert auf der Eigenschaft eines psychologisch-diagnostischen Verfahrens, bei den Testpersonen eine subjektive Annahme über die Messintention desselben hervorzurufen, unabhängig von dessen tatsächlicher Validität. […] Die Augenscheinvalidität eines Verfahrens ist hoch, wenn die subjektiv wahrgenommene Messintention mit der seitens der Testperson vermuteten oder ihr explizit genannten diagnostischen Fragestellung übereinstimmt, zu deren Beantwortung das betreffende Verfahren eingesetzt wird“ (Kersting, 2003, S. 54). 2 Online-Self-Assessments 25 raschende Testergebnisse thematisiert werden können, begegnet werden (siehe auch Kapitel 3.1.2.5) (vgl. Heukamp & Hornke, 2008, S. 82; vgl. Hell, 2009, S. 18). Zusammenfassend ist die Konstruktion der einzelnen OSAs unter Beachtung aller Qualitätskriterien mit einem recht hohen Entwicklungsund Implementierungsaufwand seitens der Universität verbunden. Für eine umfassende Einschätzung und Bewertung von Self-Assessment-Verfahren, reicht eine Untersuchung der Verfahren anhand der beschriebenen Qualitätskriterien jedoch nicht aus. Im folgenden soll deshalb ein kategoriengestüzter Vergleich aktueller OSAs im Bereich der Psychologie vorgenommen werden, der die genannten Qualitätskriterien implizit aufgreift. 3 Vergleich aktueller Online-Self-Assessments 32 vgl. Krumm & Schmidt-Atzert, 2009, S. 3). Den untersuchten OSAs liegen in erster Linie Elemente allgemeiner Leistungsund Intelligenztests zugrunde, um die allgemeinen Voraussetzungen der kognitiven Leistungsfähigkeit des Teilnehmenden zu erfassen. Dabei werden je nach Schwerpunkt des Self-Assessments numerische, verbale und räumlich-visuelle Fähigkeiten, aber auch schlussfolgerndes Denken, Fremdsprachenkenntnis oder Konzentrationsfähigkeit erfasst. Bei den verwendeten Testelementen handelt es sich in der Regel um selbstentwickelte Leistungstestitems. Persönlichkeitstests Mithilfe von Persönlichkeitstests sollen (direkt oder indirekt über Selbstbzw. Fremdeinschätzungen) individuelle Verhaltensdispositionen erfasst werden, um daraus Vorhersagen abzuleiten, wie der Teilnehmer in spezifischen Studiensituationen reagieren wird. Bei diesen – durchaus fälschungsanfälligeren – Testverfahren geht es nicht um absolut richtige oder falsche Antworten, sondern um die individuelle Einschätzung der Teilnehmer in Bezug auf das Ausmaß, mit dem eine bestimmte Aussage auf ihr typisches Verhalten bzw. ihre persönlichen Interessen zutrifft (vgl. Heukamp & Hornke 2008, S. 80; vgl. Krumm & Schmidt-Atzert, 2009, S. 4). In die Kategorie der Persönlichkeitstests fallen neben den Tests zur Erfassung der Persönlichkeitsstruktur bzw. des -typus14 die sog. Interessenund Erwartungstests, sowie die objektiven Persönlichkeitstest (auch als Verfahren der experimentalpsychologischen Verhaltensdiagnostik benannt): Interessenund Erwartungstests Nach Schuler und Höft sind die persönlichen Interessen „vor allen anderen Parametern die Bestimmungsgrößen der Selbstselektion“ (2006, S. 126). Gerade in der Berufsund Studienberatung kommt Interessentests deshalb eine zentrale Rolle zu. Für die Erfassung berufsbezogener Interessen im Rahmen der Studienund Berufswahl wird häufig der Allgemeine Interessen-Struktur-Test von Holland (1997) (deutsche Fas14 Je nach Einsatzschwerpunkt lassen sich sog. Persönlichkeitsstrukturtests und Typentests unterscheiden. Typentests umfassen nur wenige Merkmale der Persönlichkeit, die resultierenden Persönlichkeitstypen stehen gleichberechtigt, ohne explizite Wertung nebeneinander. Persönlichkeitsstrukturtests dagegen umfassen eine größere Anzahl an Dimensionen, so dass die resultierenden Profile sowohl eine qualitative als auch eine quantitative Bewertung erlauben. Sie eignen sich deshalb besonders für die Studierendenplatzierung und -beratung (vgl. Hossiep , Paschen & Mühlhaus, 2000, S. 3f.; vgl. Hossiep & Mühlhaus, 2005, S. 1f.; vgl. Stiftung Warentest, 2007, S. 7). 3 Vergleich aktueller Online-Self-Assessments 33 sung von Bergmann & Eder, 1992) herangezogen. Er arbeitet – ausgehend von sechs Interessenfeldern als grundlegende Persönlichkeitsorientierungen (»realistic«: praktisch-technische Interessen; »investigative«: wissenschaftliche Interessen; »artistic«: künstlerischsprachliche Interessen; »social«: soziale Interessen; »enterprising«: unternehmerische Interessen; und »conventional«: ordnend-verwaltende Interessen) – auf Basis allgemeiner Grundhaltungen oder Lebensorientierungen (vgl. Schuler & Höft, 2006, S. 127f.). Dieser Test bildet z.B. die Grundlage für das übergreifende Orientierungsverfahren „was-studiereich.de“ (erreichbar unter: http://www.was-studiere-ich.de/). Da falsche Erwartungen an das Studium ebenfalls als Ursache für einen vorzeitigen Studienabbruch angegeben werden, bieten einige OSAs einen sog. „Erwartungstest“ an (siehe insbesondere das Mannheimer Informationssystem MISS). Mithilfe der Einschätzung von konkreten Erwartungsaussagen wie z.B. „Ich erwarte, dass man sich mit menschlichen Emotionen beschäftigt“ oder „Ich erwarte, dass das Studium zur Selbstfindung dienen kann“ (siehe MISS, Testitems 30 und 67), können die Teilnehmer hierbei ihre Vorstellungen bzw. ihre Erwartungshaltung in Bezug auf konkrete Studieninhalte und -anforderungen überprüfen (vgl. Vent & Erdfelder, 2009, S. 100). Objektive Persönlichkeitstests/ Experimentalpsychologische Verhaltensdiagnostik Mithilfe Objektiver Persönlichkeitstests, die insbesondere auf Raymond B. Cattell zurückgehen, sollen Persönlichkeitseigenschaften erfasst werden, die mit herkömmlichen Persönlichkeitsfragebögen nicht oder nur verfälscht erfasst werden können. Sie basieren deshalb nicht auf der Selbsteinschätzung der Testperson, sondern auf konkret beobachtbarem Verhalten, das der Teilnehmer in standardisierten Situationen, in denen regelmäßig Leistungen eingefordert werden, zeigt (vgl. Sonnleitner, Kubinger & Frebort, 2009, S. 65; vgl. Krumm & Schmidt-Atzert, 2009, S. 4). Da das zugrunde liegende Konzept einer systematischen Verhaltensbeobachtung unter experimentell variierten Bedingungen entspricht, wurde von Kubinger die alternative Bezeichnung der „experimentalpsychologischen Verhaltensdiagnostik“ eingeführt: „Die experimentalpsychologische Verhaltensdiagnostik als eine (psychologische) »Technologie« bezieht sich auf Verfahren, die aus dem beobachtbaren Verhalten bei experimentell variierten Leistungsanforderungen persönliche Stilmerkmale erschließen, wobei die Registrierung der Art und Weise der Problembearbeitung der Computer übernimmt“ (Kubinger, 2009, S. 260). Von den untersuchten OSAs verfolgt insbesondere das Wiener Self-Assessment den Ansatz 3 Vergleich aktueller Online-Self-Assessments 34 der experimentalpsychologischen Verhaltensdiagnostik. 3.1.3.2 Testinhalt und -aufbau Eng verknüpft mit der Testart sind die Testinhalte und der Testaufbau. Hierbei werden zum einen die spezifischen Testinhalte (d.h. mathematisches Verständnis, Fachwissen/ Fachausdrücke), aber auch der inhaltliche Aufbau und die Struktur des Tests beschrieben. Je nach Testart kann es sich bei den Testinhalten – grob unterschieden – um (1) abstrakte Aufgaben zur Messung personenbezogener Merkmale ohne direkten Bezug zu den konkreten Studieninhalten (vgl. z.B. Rechentest des Wiener Self-Assessments) handeln, um (2) übergeordnete (Leistungs-) Aufgaben, die einzelne Inhalte des Studiums aufgreifen (z.B. Mathematiktest des Hamburger OSAs) oder um (3) Testitems, die sich ausschließlich an den Studieninhalten orientieren (z.B. Erwartungsfragen des Bonner Studienscouts). Bei den meisten OSAs liegt eine Vermischung dieser inhaltlichen Kategorien vor. Bei dem Testaufbau lassen sich zwei Untergruppen unterscheiden. Zum einen gibt es SelfAssessment-Verfahren, mit einem vom Anbieter vorgegebenen Testdurchlauf (z.B. das MISS). Dabei werden die einzelnen Testinhalte dem Teilnehmer in einer vorgeschriebenen Reihenfolge präsentiert, ohne Möglichkeit in der Bearbeitung des OSAs voroder zurückzuspringen. Dieses Format ist besonderes sinnvoll, wenn Übungsoder Leistungssteigerungseffekte innerhalb des OSAs gemessen werden sollen, wenn sich der Ablauf am Aufbau des Studiums orientiert oder wenn die einzelnen Aufgaben inhaltlich aufeinander aufbauen. Zum anderen gibt es Anbieter die einen variablen, modularen Ablauf wählen (z.B. Hamburger Studienkompass). Hierbei entscheidet der Teilnehmer selbst, in welcher Reihenfolge er die Testitems durchläuft. Dies hat für ihn den Vorteil, dass er zielgerichtet und interessengeleitet vorgehen kann, um seinen Informationsbedarf zu decken. Vereinzelt gibt es auch Mischformen dieser beiden Untergruppen (z.B. Freiburger OSA), z.B. wenn innerhalb des Testablaufs einige Module fest vorgeschrieben, andere aber frei wählbar sind. 3.1.3.3 Feedback, Rückmeldung und Interpretation der Ergebnisse Neben der Ausgestaltung der konkreten Testinhalte ist für die Entscheidungsfindung des Teilnehmers die Ergebnisrückmeldung das zentrale Element des Self-Assessments. Ausgehend davon, dass die verschiedenen Testverfahren auf die unterschiedlichen Informationsbedürfnisse Studieninteressierter abzielen, sind sie auch in der Art und Weise, wie sie dem Teilnehmer die Testinhalte und -ergebnisse zusammenfassen und zurückmelden, sehr un- 3 Vergleich aktueller Online-Self-Assessments 35 terschiedlich gestaltet. In der Regel erläutern die automatisierten Rückmeldungen das Profil des Einzelnen anhand verschiedener Kategorien (ähnlich denen der Anforderungsanalyse), setzen es ins Verhältnis zu den Ergebnissen anderer Studieninteressierter bzw. zuvor erfassten Expertenprofilen (z.B. mithilfe von Prozentrangnormen) und veranschaulichen die Relevanz der thematisierten Inhalte für das Studium (vgl. Heukamp & Hornke, 2009, S. 90). Dabei erfolgt die Rückmeldung entweder direkt nach den einzelnen Aufgabenbereichen (vgl. Bonner Studienscout) oder erst nach Vollendung aller Testmodule (vgl. OSAs der RWTH Aachen). Für die inhaltliche Aufbereitung und Zurückmeldung der Ergebnisse besteht die Herausforderung, dass deren Interpretation und Bewertung sowie eine mögliche Handlungsumsetzung als selbstverantwortliche Aufgabe beim Teilnehmer verbleibt. Die Rückmeldungen müssen daher zum einen in ihrem Profilvergleich und ihrer Informationsdichte nachvollziehbar (vgl. Augenscheinvalidität Fußnote 12) und detailliert genug gestaltet sein, damit sich der Teilnehmer in dem Profil wiederfindet aber auch eine konstruktive, „der Prognosekraft des Beratungsverfahrens angemessene Empfehlung“ für die Studienwahl zurückgemeldet bekommt (Heukamp & Hornke, 2008, S. 82; vgl. Schmellekamp, 2007, S. 49). Um dem Phänomen einer überhöhten Testgläubigkeit entgegenzuwirken, sollte die Rückmeldung darüber hinaus nicht nur Angaben zur Interpretation der Ergebnisse, sondern auch Hinweise auf weitere (persönliche) Beratungsund Informationsangebote enthalten (vgl. Hell, 2009, S. 18). Im Vergleich der OSAs ist deshalb die Ausgestaltung des konkreten Inhalts und Umfangs der Rückmeldung von Interesse sowie die Art und Weise, wie sie dem Teilnehmer zugänglich gemacht wird („Zugang zur Rückmeldung“). 3.1.3.4 Evaluation der OSAs und Angaben zu den Testgütekriterien Zu den Qualitätsmerkmalen der Selbsttestverfahren gehört es, dass sie zur Wahrung bzw. zur qualitativen Weiterentwicklung der Testgüte und Prognosefähigkeit in Bezug auf Studienerfolg und -zufriedenheit nicht nur während der Testentwicklung, sondern auch nach der Bereitstellung empirisch überprüft und ausgewertet werden. Die im Rahmen dieser Arbeit untersuchten Verfahren werden deshalb begleitend, vielfach mit methodisch anspruchsvollen, teils längsschnittlichen Designs evaluiert (vgl. Hell, 2009, S. 18). Die Teilnehmerbefragung erfolgt dabei zum Teil freiwillig über eine vom OSA unabhängige Evaluationsmöglichkeit (vgl. „BORAKEL“ unter: http://www.ruhr-uni-bochum.de/borakel/), teilweise ist sie als fester Bestandteil in die OSAs integriert (vgl. RWTH Aachen). 3 Vergleich aktueller Online-Self-Assessments 36 Nach ersten Auswertungen bezüglich der Testgüte kommen Reiss u.a. zu dem Schluss, dass „sowohl die [bisherigen] Befunde zur psychometrischen Güte der Verfahren als auch jene zur prognostischen Validität (…) ihren Einsatz zur Feststellung studienrelevanter Kompetenzen als geeignet erscheinen [lassen]“, da „die erfassten Kompetenzen und Merkmale substanzielle Beziehungen zu [den] Studienleistungen aufweisen“ und die Studieninhalte durchaus realistisch repräsentiert werden15 (Reiss, Tillmann, Schreiner et al. 2009, S. 60). Auch die Bewertung der OSAs durch die Teilnehmer fällt in der Regel gut bis sehr gut aus (vgl. Diercks, Kupka & Bolten, 2009, S. 50ff.; vgl. Facebook-Angaben zum OSA der Universität Freiburg). 3.2 Vorstellung der untersuchten Self-Assessments Bevor die spezifischen Self-Assessments im Bereich Psychologie in die Vergleichskategorien eingeordnet werden, sollen die Verfahren zunächst überblicksartig eingeführt werden. Die Vorstellung erfolgt dabei nach alphabetischer Nennung der Hochschulen und stellt keine Wertigkeit der Verfahren dar. 3.2.1 „SelfAssessment im Bereich Psychologie“ – RheinischWestfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH) Ausgehend sowohl von den steigenden Bewerberzahlen als auch von den zunehmenden Abbruchquoten in den Fächern Informatik und Elektrotechnik, wurde bereits 2002 die Entwicklung und Bereitstellung eines Self-Assessment zur Studienorientierung in den Maßnahmenkatalog der Zielvereinbarungen zwischen der RWTH Aachen und dem Land Nordrhein-Westfalen aufgenommen. Seit dem 2. August 2002 können Studieninteresse auf das erste webbasierte Beratungssystem der RWTH unentgeltlich zugreifen (vgl. Zimmerhofer, 2008, S. 83f.). Auf Basis dieses ersten OSAs sind an der RWTH Aachen inzwischen Testverfahren für verschiedene Studienfächer (http://www.rwth-aachen.de/go/id/yel), aber auch Self-Assessment-Angebote für Hochschulverbünde wie den Verbund Norddeutscher Hochschulen (www.selfassessment.uni-nordverbund.de) oder die TU9 (www.global-assess.rwthaachen.de/tu9/) entwickelt worden (vgl. Heukamp & Hornke, 2009, S. 92). Die von der RWTH Aachen entwickelte Software „testMaker“ steht dazu als Open-Source-Software 15 Dagegen mangelt es nach Pixner und Schüpbach bei den OSAs bisher noch an generalisierbaren empirischen Befunden hinsichtlich der kriterienbezogenen Validität (vgl. 2008, S. 125). 3 Vergleich aktueller Online-Self-Assessments 37 auch anderen Hochschulen zur Verfügung. Um den gesamten Orientierungsund Entscheidungsprozess von Studieninteressierten zu begleiten, bietet die RWTH ein zweistufiges Beratungssystem an. Die erste Stufe stellt ein allgemeines Orientierungs-SelfAssessment dar, das den Ratsuchenden einen Überblick zu den grundlegenden Studienanforderungen sowie eine erste Einschätzung zu den persönlichen Neigungen und Fähigkeiten vermitteln soll (Heukamp & Hornke, 2009, S. 93). Die studienfeldbezogenen OSAs der zweiten Stufe, die zur Klärung der individuellen Passfähigkeit dienen, zielen dagegen auf die Auseinandersetzung mit den spezifischen Anforderungen und Inhalten eines Studienbereichs (vgl. Heukamp & Hornke, 2009, S. 93f.). Vervollständigt wird dieses Beratungsangebot durch den Verweis auf die einzelnen Fachberatungen. Vor dem Hintergrund, dass verwandte Studienfächer ähnliche Eingangsanforderungen an die Studierenden stellen, wurden die zunächst fachspezifischen Self-Assessments der RWTH studienfeldbezogen zusammengefasst und um die Anforderungen verwandter Studienangebote erweitert. Ziel ist die Repräsentation des gesamten Fächerspektrums der RWTH (vgl. Heukamp & Hornke, 2009, S. 96). Für die Untersuchung im Rahmen dieser Arbeit wird jedoch lediglich das studienfeldspezifische SelfAssessment im Bereich Psychologie (Version 1.0) herangezogen. Auf die ältere Version des SelfAssessments Psychologie kann inzwischen nur noch zugegriffen werden, um die Ergebnisse vergangener Testläufe einzusehen. Ein erneuter Testdurchlauf oder das Fortsetzen nicht abgeschlossener Tests ist nicht mehr möglich. Die Teilnahme an einem studienfeldbezogenen Self-Assessment ist für eine Einschreibung an der RWTH sowohl in den zulassungsbeschränkten als auch den zulassungsfreien, grundständigen Studiengängen inzwischen verpflichtend (vgl. RWTH Info, 2011, S. 3f.). 3.2.2 Online-Self-Assessment des „Studienscout Academicus“ – Rheinische Friedrich-Wilhelms Universität Bonn In den Zielund Leistungsvereinbarungen mit dem Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie (MIWFT) des Landes Nordrhein-Westfalen hat die Universität Bonn die Entwicklung und Einführung eines Online Self-Assessments für den Zeitraum 2007 - 2010 beschlossen. Angelehnt an das Modell der RWTH Aachen werden die Bonner OSAs als fachspezifische Self-Assessments für alle angebotenen Bachelorstu- 3 Vergleich aktueller Online-Self-Assessments 38 diengänge konzipiert16 (vgl. Pietrangeli & Sindern, 2009, S. 112). Bis Ende 2011 soll das OSA-Angebot für alle grundständigen Studiengänge an der Universität Bonn ausgebaut und die weiteren Informationsseiten zu Studienangeboten und -inhalten erweitert und verbessert werden. Integriert sind die Self-Assessments in das virtuelle Studienberatungsund -informationssystem „Studienscout Academicus“. Hier erhalten die Studieninteressierten neben den allgemeinen Informationen im ersten Teil (z.B. zum Studieren an der Universität Bonn, zum Universitätsleben, zu Finanzierungsmöglichkeiten etc.) weiterführende studiengangsspezifische Informationen wie das Studiengangsprofil, den Studienverlaufsplan, fachspezifische Beratungsangebote oder Berufsperspektiven, sowie den Zugang zum fachspezifischen Self-Assessment im zweiten Teil (vgl. Pietrangeli & Sindern, 2009, S. 112f.). Diese weitestgehende Zweiteilung des Beratungssystems nach den zwei Hauptfunktionen des SelfAssessment – erstens die Vermittlung notwendiger und realistischer Informationen zum Studium und zweitens die Ermittlung der Passung von Individualund Anforderungsprofil – bietet aus Sicht der Universität den Vorteil, dass bei der Konzeption der eigentlichen Selbsteinschätzungstests die Diagnostik der Studieneignung im Vordergrund steht, während im Rahmen des Informationsangebots der Marketingund Profilbildungsaspekt betont werden kann (vgl. Pietrangeli & Sindern, 2009, S. 113). Das im Rahmen dieser Arbeit untersuchte Self-Assessment „Psychologie“ wurde erst im weiteren Entwicklungsprozess zur Verfügung gestellt und gehörte zunächst nicht zu den Pilotfächern des Entwicklungsprojektes. Anders als bei der RWTH Aachen gehört die Teilnahme an einem OSA nicht zu den Bewerbungsvorraussetzungen. 3.2.3 „Online-Self-Assessment für das Studienfach Psychologie“ – Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main Die hohen Abbruchquoten im Fachbereich Informatik einerseits und die langen Studienzeiten im Bereich Psychologie andererseits gaben für die Studiengänge Psychologie und Informatik den Anlass zu einer gemeinsamen Entwicklung der jeweils für den eigenen Studiengang spezifischen OSAs an der Goethe-Universität in Frankfurt (vgl. Reiss, Moosbrugger, Tillmann & Krömker, 2009, S. 74). Als Bestandteil des Projektes „megadigitale“, 16 Die Erstellung der OSAs ist noch nicht abgeschlossen, aktuell befindet sich ein Self-Assessment für den Staatsexamensstudiengang Rechtswissenschaft in der Testphase und kann von Studierenden des Fachs probeweise durchlaufen werden (Stand 02.11.11). 3 Vergleich aktueller Online-Self-Assessments 39 das seit 2005 aus dem Programm „Neue Medien in der Bildung“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und seit 2007 vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) gefördert wird, zählt das Frankfurter Self-Assessment-Angebot zu den ersten im Bereich Psychologie. Das Self-Assessment ist in drei Module unterteilt, die insgesamt zehn thematisch getrennte Aufgabenblöcke umfassen. Sie beinhalten Items zum Studierverhalten und zur Studienmotivation, zu bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen, zum deutschen und englischen Textverständnis, zur mathematischen Kompetenz, zum schlussfolgernden Denken sowie zum Interesse an Inhalten des Psychologiestudiums, und müssen innerhalb einer vorgegebenen Zeit – im Onlineoder Offline-Betrieb – bearbeitet werden (vgl. Reiss, Moosbrugger, Tillmann & Krömker, 2009, S. 75f.). Nach der vollständigen Bearbeitung der Module erhält der Teilnehmer eine individuelle Auswertung, in der seine Ergebnisse als Prozentrangwerte in Bezug auf die Normierungsstichprobe der Psychologiestudierenden an der Goethe-Universität zurückgemeldet werden (vgl. Reiss, Moosbrugger, Tillmann & Krömker, 2009, S. 77). Das Frankfurter OSA ist sowohl über das Institut für Psychologie als auch über den Fachbereich Informatik und Mathematik zugänglich. Beide Zugänge sind unterschiedlich gestaltet. Da sich der Zugang über das Institut Psychologie Studieninteressenten im Bereich Psychologie eher erschließt, beziehen sich die Angaben im Vergleich in erster Linie auf dieses Portal. Etwas umständlich ist hierbei die Tatsache, dass für jeden der acht Bearbeitungsschritte eine erneutes Login mit Loginname und Passwort erforderlich ist. 3.2.4 „Online Studienwahl Assistent“ – Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Im Rahmen des von dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und von der Landesstiftung Baden-Württemberg geförderten bzw. finanzierten Projektes »StudierendenAuswahl« wurde an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg in den Jahren 2004 bis 2007 ein wissenschaftliches Konzept zur Analyse von Studienanforderungen und der Entwicklung von Online Self Assessments ausgearbeitet. Anfang 2008 modifiziert und um ein Medienkonzept erweitert, werden mit der Bereitstellung der OSAs von der Universität zwei übergeordnete Ziele verfolgt: Zum einen soll das Studienangebot möglichst vielen Interessierten vorgestellt werden, zum anderen sollen die Studieninteressierten mithilfe der OSATeilnahme die eigene Passung von Interessen und Neigungen mit den spezifischen Studien- 3 Vergleich aktueller Online-Self-Assessments 40 (fach-)anforderungen genauer einschätzen und überprüfen können (vgl. Pixner & Mocigemba, 2009, S. 139 & 142). Die OSAs der Universität Freiburg sind stark fachspezifisch ausgerichtet und decken ein bis drei Studiengänge ab. Modular aufgebaut umfassen sie normalerweise die drei Module »meinFach«, »meinStudieren« und »meineAufgaben« (vgl. Pixner & Mocigemba, 2009, S. 142). Während im Modul »meinFach« der Schwerpunkt auf der Vermittlung grundlegender Informationen sowie der Studierendenperspektive zu dem ausgewählten Studienfach liegt, stehen im Modul »meinStudieren« die für das Studium benötigten Studiertechniken, im Modul »meineAufgaben« das spezifische Profil des Studiengangs, abgebildet in Form von Aufgabenbeispielen aus den wesentlichen Teildisziplinen, im Mittelpunkt (vgl. Pixner & Mocigemba, 2009, S. 142ff.). Unter dem Motto „Das passende Studium finden!“ wurde die OSA-Seite im Studierendenportal neu gestaltet, das Angebot für die Zielgruppe der Schülerinnen und Schüler optimiert und die Online Self-Assessments sukzessive in „Online Studienwahl Assistenten“ umbenannt17. 3.2.5 „Studienkompass Psychologie“ – Universität Hamburg Basierend auf dem theoretischen Ansatz des „Vier-Welten-Modells“ des „Kennen-KönnenWollen-Sollen“ nach Redlich18, wurde in Hamburg zwischen 2004 und 2006 das Forschungsprojekt „HEAP - Hochschul E-Assessment Projekt zur Vermittlung, Überprüfung und Verbesserung von Studienvoraussetzungen“ durchgeführt. Gefördert vom Multimedia Kontor Hamburg, der Behörde für Wissenschaft und Forschung der Freien und Hansestadt Hamburg und unter der Trägerschaft des E-Learning Consortiums Hamburg (ELCH) sowie der wissenschaftlichen Leitung von Alexander Redlich und Rolf Schulmeister war das HEAP als hochschulübergreifendes, im Sinne einer Public-Private-Partnership organisiertes Projekt angelegt (vgl. Diercks & Kupka, 2011; vgl. Diercks, Kupka & Bolten, 2009, S 36f.; vgl. Diercks, Kast, Kupka & Bolten, 2009, S. 16). Insgesamt umfasste es fünf Studiengänge an den drei größten Hamburger Universitäten: •Universität Hamburg: Fachbereiche Psychologie und Wirtschaft 17 Ausführlichere Informationen dazu im Blog der Stabsstelle für Marketing und Wissensmanagement unter: http://blog.mw.uni-freiburg.de/2011/02/osas-heisen-jetzt-osas-sonst-andert-sich-einiges/ (Zugriff am 07.11.11) 18 Zur ausführlichen Beschreibung des Modells vgl. Redlich in Diercks & Kupka (2011); vgl. auch Diercks, Kupka & Bolten (2009). 3 Vergleich aktueller Online-Self-Assessments 41 •TU Harburg: Telematik und Informatik •HAW Hamburg: Maschinenbau und Produktion. Hinter HEAP stand die zentrale Fragestellung, ob „eine verbesserte Information und die Möglichkeit zur Selbsttestung VOR der eigentlichen Bewerbung zu einer besseren Studienwahl“ führt? (Diercks & Kupka, 2011). Aufbauend auf den HEAP-Erkenntnissen, die dies bestätigen, haben die beteiligten Hochschulen verschiedene Ansätze verfolgt, um den Studieninteressenten eine bessere Informiertheit und Selbsteinschätzung zu ermöglichen. So gehört die Universität Hamburg inzwischen zum Verbund Norddeutscher Hochschulen (www.uni-nordverbund.de), der Studienbewerbern ein gemeinsames Self-Assessment-Angebot zur Verfügung stellt. Das im Rahmen dieser Arbeit herangezogene Self-Assessment im Bereich Psychologie ist allerdings nicht in dieses Angebot integriert, sondern wird weiterhin selbständig von der Universität Hamburg angeboten. Der Studienkompass ist u.a. einer der Vorbereiter für die virtuellen Studienberatungen an der HAW Hamburg, der Uni Freiburg oder der Hochschule Niederrhein. Seit 2009 komplett überarbeitet, ist der Studienkompass multimedial gestaltet und bietet dem Teilnehmer sehr freie Teilnahmemöglichkeiten. Insgesamt ist der Studienkompass eher als ein umfassendes Informations-, denn als testbasiertes Selbsteinschätzungsangebot zur Erfassung der individuellen Studieneignung/ -passung konzipiert (vgl. Informationen zum Hamburger Studienkompass von Cyquest, 2009). 3.2.6 „Mannheimer Informationssystem für Studieninteressierte“ – Universität Mannheim Im Auftrag des Dekanats der Fakultät für Sozialwissenschaften wurde das „Mannheimer Informationssystem für Studieninteressierte der Sozialwissenschaften“ (MISS) an der Universität Mannheim entwickelt und seit Mai 2006 auf den Internetseiten der Fakultät für die Studiengänge Psychologie, Soziologie und Politikwissenschaften angeboten. Ähnlich wie die Universität Freiburg verfolgt auch das Mannheimer Beratungsangebot zwei Ziele: einerseits die umfassende Informationsvermittlung und Profilschärfung der jeweiligen Studienrichtung und andererseits die Erhöhung der Grundquote geeigneter Studienbewerber durch die Anregung zur Selbstselektion (vgl. Vent & Erdfelder, 2009, S. 99f.). Der strukturelle Aufbau ist für die drei Studiengänge identisch: nach einer allgemeinen Einführung in das Informationssystem folgt der studiengangspezifische Erwartungstest, der das Self-Assessment im eigentlichen Sinne darstellt. Hier müssen die Teilnehmer Erwar- 3 Vergleich aktueller Online-Self-Assessments 48 Name des OSAs Online Studienwahl Assistent (OSA) Vergleichskategorien Formaler Rahmen Anbieter Name der Universität Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main Albert-Ludwigs-Universität Freiburg URL des Self-Assessments Projekthintergrund verwendete Software Organisatorischer Rahmen innerhalb des OSAs Zugangskontrolle und Registrierung Art und Ablauf der Registrierung OSA und Studienplatzbewerbung Bearbeitungsdauer Datenschutz und -speicherung mediale Ausgestaltung mediale Elemente Online-Self-Assessment für das Studienfach Psychologie Studierendenportal: Das passende Studium finden (ehemals: Online Self-Assessments) http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb05/psychologie/Self-Assessment_-_Psychologie/index.html auch unter: https://www.gdv.informatik.uni-frankfurt.de/self-assessment/Psychologie/index2.htm http://www.studium.unifreiburg.de/studieninteressierte/osa, auch über: www.daspassende-studium-finden.de Kontaktdaten für Fragen, Anmerkungen oder Probleme Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Dekanat Psychologie und Sportwissenschaften (Postfach 125, 60054 Frankfurt am Main) Außerdem steht ein Online-Kontaktformular zur Verfügung. Albert-Ludwigs-Universität Freibur,g Marketing & Wissensmanagement OSA Projekt (E-Mail: [email protected]) Informationen zum Entwicklungsprojekt und zum Auftragsgeber Im Rahmen des Projektes „megadigitale“ seit 2005 auf Initiative des Instituts für Psychologie (Prof. Dr. Moosbrugger) und des Instituts für Informatik (Prof. Dr. Krömker) entwickelt. Seit Beginn 2009 Integration in die zentrale eLearning-Einrichtung „studiumdigitale“. Entwicklung der ersten Self-Assessments zwischen 2004 und 2007 im Rahmen des Projektes »StudierendenAuswahl«. Modifizierung des Konzeptes Anfang 2008, Übertragung des OSA-Projektes an die Stabsstelle Marketing und Wissensmanagement seit Mitte 2009. Das OSA „Psychologie“ steht seit Oktober 2009 zur Verfügung. Bis 30.09.2013 Finanzierung des Projektes aus Langzeitstudiengebühren. Angaben und Informationen zur verwendeten Software Erstellung mithilfe des im Rahmen des Projektes „megadigitale“ entwickelten Autorentools „LernBar“, das unter der zentralen eLearning-Einrichtung „studiumdigitale“ zur Verfügung steht. Realisiert mit dem im Rahmen des Freiburger OSA-Projektes selbst entwickelten OSA Builder von Seung Young Yang. Inzwischen wurden die OSAs technisch und grafisch weiterentwickelt und zusätzlich als HTML-Version zur Verfügung gestellt. technische Zugangsvoraussetzungen Angaben und Informationen im Rahmen des OSAs Je nach Zugang unterschiedliche Angaben: Über das Institut für Psychologie zunächst keine Angaben, über den Fachbereich Informatik und Mathematik die Angabe, dass es sich um Flash-Dateien handelt, die nach dem Download auch ohne Internetzugang bearbeitet werden können. Voraussetzung: Flash Player Version 8.0. Keine Angaben zu den Voraussetzungen auf der Homepage des Studierendenportals bzw. auf den Startseiten der OSAs. Die OSAs werden Flash-basiert (Adobe Flash Player) oder auch als „barrierearme“ HTML-Version bereitgestellt. Zugang nur nach Registrierung (Eingabe eines eigenen Benutzernamens, eines selbstgewählten Passwortes, Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse, sowie eines persönlichen Codes). Zusendung einer Bestätigungs-E-Mail zur OSA-Freischaltung. „open mode“- Zugang, Teilnahme sowohl ohne als auch mit Registrierung möglich. Zur Registrierung ist die Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse und einem selbstgewähltem Passwort nötig. Versendung einer Registrierungs-EMail. Erfassung personenbezogener Daten ja (Angaben zum Alter, zur Muttersprache, zum Geschlecht, zum Land bzw. Bundesland, zur aktuellen Studiensituation, sowie verschiedene schulische Noten). Erfassung personenbezogener Daten (Alter, Einordnung nach Interessiertengruppe, Wohnort) im Rahmen der Evaluation. Freiwillige Angabe der E-Mail-Adresse zur weiteren Befragung. Verknüpfung des OSAs mit einer Studienplatzbewerbung Freiwillige Teilnahme ohne Verknüpfung mit einer Studienplatzbewerbung. Teilnahme an einem OSA inzwischen Voraussetzung für die Bewerbung in allen grundständigen Studiengänge (Nachweis über eine Teilnahmebestätigung). Teilnehmerinformationen und Bearbeitungshinweise Art und Umfang der Informationen, Handlungsanweisungen und Bearbeitungshinweise Informationsseite mit Informationen über Zielsetzung, Aufbau und Umfang des OSAs, den allgemeine Hinweisen zur Bearbeitung und zur Bearbeitungsdauer. Schriftliche Einführung zu jedem Aufgabenblock (zum Teil mit Beispielaufgaben). Allgemeines Einführungsvideo und Einführungstexte auf den fachspezifischen Startseiten der OSAs mit Informationen über Zielsetzung, Inhalte, Bearbeitungsdauer und Einbindung des OSAs in das Bewerbungsverfahren. Schriftliche Einführung vor jedem Aufgabenblock. ca. 60 bis 90 Minuten für das gesamte OSA. Zeitbegrenzung für jede einzelne Aufgabe. Zwischen den Aufgabenblöcken und Modulen besteht die Möglichkeit eine Pause einzulegen. Die Bearbeitungszeit wird mit 60-90 Minuten angegeben. Keine Begrenzung der Bearbeitungszeit, weder bei den einzelnen Aufgaben noch insgesamt. Informationen zum Datenschutz bei der Erhebung der demografischen Daten. Speicherung der anonymisierten Daten in einer Datenbank für die Dauer des Forschungsprojektes (voraussichtlich ca. 2 Jahre). Datenschutzhinweise unter einem Link auf der Startseite des OSAs. Textbasiert aufgebaut, z.T. mit grafischen Elementen/ Vergleichen. Keine Verwendung von Audiooder Videoelementen. Medial sehr aufwendige Gestaltung (Texte z.T. mit interaktiven Beispielaufgaben, Audiound Videodateien). 3 Vergleich aktueller Online-Self-Assessments 49 Online Studienwahl Assistent (OSA) Vermarktung Inhaltliche Ausgestaltung des OSAs Testart Zuordnung der Testelemente Antwortformat Testinhalt und -aufbau Testaufbau bzw. -struktur Inhaltliche Elemente Zugang zur Rückmeldung Evaluation Verknüpfung mit dem OSA Aufbau und Inhalt der Evaluation Online-Self-Assessment für das Studienfach Psychologie Vermarktung, Einbindung und Vernetzung des OSAs Breite Vermarktung über Verweise anderer Universitäten, über übergeordnete Informationsangebote für Studieninteressierte und Studenten sowie über fachspezifische Angebote. Keine Vermarktung über Soziale Netzwerke. Vielfältige Vermarktung über Internetangebote für Studieninteressierte und Studenten, aktuelle Informationen zu den OSAs über verschiedene Social-Media-Angebote. Die Informationsclips sind auch außerhalb der OSAs als Podcast abrufbar. Verweise auf Angebote innerhalb der Universität OSA über die Homepage der Universität nur sehr schwer zu finden. Zugang über einen Link auf der Startseite des Instituts für Psychologie. Auch das OSA selbst enthält keine weiteren Verweise auf die anderen Informationsund Beratungsangebote der Universität. Gute und schlüssige Einbindung und Vernetzung der OSAs in das gesamte Informationsund Beratungsangebot der Universität. Links zur Zentralen Studienberatung, Studienfachberatung und/ oder zur Fachschaft, Links zur Bewerbung und zu anderen (Freiburger) OSAs im Rahmen der Feedbacks. Verweise auf Angebote außerhalb der Universität Kein Verweis auf andere Self-Assessments bzw. Beratungsund Informationsangebote außerhalb der Universität Frankfurt. Auf andere Self-Assessments bzw. Beratungsund Informationsangebote außerhalb der Universität Freiburg wird nur indirekt – in der „Liste über die von der Universität Freiburg anerkannten Studienorientierungsverfahren“ (Download-Dokument auf der Startseite der OSAs) – verwiesen. Sowohl kognitive Leistungstest-Elemente als auch Elemente von Persönlichkeitstests zur persönlichen Verhaltenseinschätzung. Sowohl kognitive Leistungstest-Elemente als auch überwiegend Elemente von Persönlichkeitstests zur persönlichen Verhaltensund Selbsteinschätzung. Starke Orientierung an den konkreten Studieninhalten. „Multiple-Choice“-Format, eine Antwort aus vier bis acht vorgegebenen Antwortoptionen. Antworten überwiegend im „Multiple-Choice“-Format, z. T. Einschätzungen auf einer Bewertungsskala. Insgesamt 8 Schritte, für die jedes Mal ein neues Login erforderlich ist. Der eigentliche Test umfasst drei Testmodule (Schritte 3 – 5) mit verschiedenen Aufgabenblöcken, die in einer festvorgegebenen Reihenfolge bearbeitet. Modular aufgebaut, umfassen die drei Module »meinFach«, »meinStudieren« und »meineAufgaben« verschiedene Informationsblöcke und 16 Pflichtaufgaben, die in variabler Reihenfolge durchlaufen werden können. Während der Bearbeitung ist es möglich zu bereits bearbeiteten Modulen zurückzukehren und diese erneut zu bearbeiten. Jedes Modul erfasst verschiedene Aspekte des Studienverhaltens und der Studienmotivation und deckt zudem spezifische kognitive Fähigkeiten, sowie die Studienschwerpunkte der Goethe Universität ab. Jedes der drei Module erfasst einen spezifischen Schwerpunkt/ Aspekte der als Voraussetzung für ein erfolgreiches Studium angesehen wird. Dazu gehört neben der Selbsteinschätzung von Erwartungen und Interessen, auch die Darstellung häufiger Studiensituation und -inhalte und der spezifischen Studienschwerpunkte der Freiburger Universität. Rückmeldung/ Feedback der Testergebnisse Die Rückmeldung erfolgt nach Abschluss der drei Testmodule über ein erneutes Login. Die Rückmeldung ist auch zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufrufbar. Gesamt-Feedback nach Abschluss aller 16 Pflichtmodule und der Evaluation. Link zur Druckversion, ein erneutes Aufrufen des Feedbacks ist nach einer Registrierung möglich. Rückmeldungen zu den einzelnen Teilbereichen auch nach der Bearbeitung wieder aufrufbar. Inhalt und Umfang der Rückmeldung Die Rückmeldung als Übersichtsund Detaildarstellung zu den vier Bereichen (mit Subskalen): Kognition, Interessen, Studierverhalten & Studienmotivation I und Studierverhalten & Studienmotivation II. Es fehlt die eindeutige Zuordnung welche Subskala sich aus welchen Aufgabenblöcken zusammensetzt. Sowohl Rückmeldung eines Gesamt-Feedbacks nach der vollständigen OSA-Bearbeitung als auch von Einzelfeedbacks direkt nach Bearbeitung der einzelnen Teilaufgaben. Die Feedbacks beinhalten Erläuterungen zu den Aufgabenund Testinhalten und die Angabe der Übereinstimmung von Teilnehmerund Fachprofil. Die Evaluation bildet den letzen Schritt des OSAs vor der Erstellung der Rückmeldung. Integration der Evaluation in das OSA. Erst nach der Evaluation erhält der Teilnehmer das Gesamt-Feedbacks bzw. die Teilnahmebescheinigung. Er zu seiner Einschätzung sowohl zu dem OSA allgemein als auch zu einzelnen Bestandteilen des OSAs befragt. Zudem Feedback-Formular zum gesamten Studierendenportal. Die Evaluation beinhaltet fünf Aussagen zur Nützlichkeit, zur Glaubwürdigkeit und zum Informationsgehalt des OSAs. Einschätzungsitems zu dem Angebot allgemein (Informationsgehalt/-umfang, Verständlichkeit, Nützlichkeit und Gestaltung und Weiterempfehlung) als auch zu den einzelnen, inhaltlichen Elementen der verschiedenen OSAModule. Freies Textfeld zur Angabe sonstiger Kommentare, Kritik oder Anregungen. 3 Vergleich aktueller Online-Self-Assessments 50 Name des OSAs Studienkompass Psychologie Vergleichskategorien Formaler Rahmen Anbieter Name der Universität Universität Hamburg Universität Mannheim URL des Self-Assessments Projekthintergrund verwendete Software Es finden sich keine Angaben auf den Seiten des MISS. Organisatorischer Rahmen innerhalb des OSAs Zugangskontrolle und Registrierung Art und Ablauf der Registrierung OSA und Studienplatzbewerbung Bearbeitungsdauer Datenschutz und -speicherung mediale Ausgestaltung mediale Elemente Mannheimer Informationssystem für Studieninteressierte (MISS) http://www.stups.uni-hamburg.de; auch unter: http://www.verwaltung.uni-hamburg.de/campuscenter/vor-dem-studium/fachspezifische-angebote-fuer-studieninteressierte.html http://www2.sowi.uni-mannheim.de/dekanat/self-assessment/ Kontaktdaten für Fragen, Anmerkungen oder Probleme Universität Hamburg, Fachbereich Psychologie (Von-Melle-Park 5, 20146 Hamburg; Internet: Fachbereichs Psychologie unter http://www.epb.unihamburg.de/de/fakultaet/fachbereiche/psychologie) Auch über: Fachschaftsrat Psychologie (Von-Melle-Park 5, 20146 Hamburg, E-mail: [email protected], Internet: http://fsrpsychologie.blogsport.de/) Kontakt über: Universität Mannheim, Fakultät für Sozialwissenschaften, (D7 27, 68159 Mannheim; Tel: + 49 (0621) 181-1998; Fax: +49 (0621) 181-1997; www: http://www.sowi.uni-mannheim.de, Email: [email protected]) Informationen zum Entwicklungsprojekt und zum Auftragsgeber Der Fachbereich Psychologie der Universität Hamburg war in das hochschulübergreifende Forschungsprojektes „HEAP - Hochschul E-Assessment Projekt“integriert. Im Sinne einer Public-Private-Partnership wurde es zwischen 2004 und 2006 zur Vermittlung, Überprüfung und Verbesserung von Studienvoraussetzungen durchgeführt. Neben dem Studienkompass sind noch weitere Ansätze für eine verbesserte Studienwahl entwickelt worden.Der aktuelle Studienkompass Psychologie wird in seiner jetzigen Ausgestaltung nach einer vollständigen Überarbeitung seit 2009 angeboten. Im Auftrag des Dekanats der Fakultät für Sozialwissenschaften an der Universität Mannheim entwickelt und bezieht sich auf die Studiengänge Psychologie, Soziologie und Politikwissenschaften. Seit Mai 2006 ist es auf den Internetseiten der Fakultät kostenlos und öffentlich zugänglich. Angaben und Informationen zur verwendeten Software Es finden sich keine Angaben auf den Seiten des Studienkompasses. technische Zugangsvoraussetzungen Angaben und Informationen im Rahmen des OSAs Keine Angaben zu den technischen Voraussetzungen auf den Seiten des Studienkompasses. Verwendung aktueller Browser zur fehlerfreien Darstellung (z.B. Mozilla Firefox, Microsoft Internet Explorer oder Opera). Ältere Browser, die den so genannten CSS-Standard nicht ausreichend unterstützen (z.B. Netscape Navigator 4.x), eignen sich hingegen nicht. Das Informationssystem verwendet weder Java-Script noch Cookies. „open mode“- Zugang; Das OSA wird anonym und komplett ohne Registrierung durchlaufen. „open mode“- Zugang; das OSA wird anonym und komplett ohne Registrierung durchlaufen. Erfassung personenbezogener Daten Im Rahmen des Studienkompass werden keine personenbezogenen Daten erhoben. ja, vor Beginn des Tests (Alter, Geschlecht, Bundesland, Klassenstufe bzw. (geplanter) Schulabschluss, Durchschnittsnote des letzten Zeugnisses bzw. Abiturnote sowie die letzten Noten ausgewählter Schulfächer, sowie weitere Angaben). Verknüpfung des OSAs mit einer Studienplatzbewerbung Die Teilnahme am Studienkompass Psychologie ist freiwillig und nicht mit einer Studienplatzbewerbung verknüpft. Es wird zudem darauf hingewiesen, dass der Studienkompass nicht zu Auswahlzwecken verwendet wird. Freiwillige Teilnahme ohne Verknüpfung mit einer Studienplatzbewerbung. Ab dem Wintersemester 2011/12 ist in Baden-Württemberg zudem die Teilnahme an einem einheitlichen Orientierungstest für jede Bewerbung verpflichtend (→ www.was-studiere-ich.de). Teilnehmerinformationen und Bearbeitungshinweise Art und Umfang der Informationen, Handlungsanweisungen und Bearbeitungshinweise Informationen über Zielsetzung, Aufbau/ Inhalte und Bearbeitung des OSAs zu Beginn des OSAs. Zudem erfolgt zu jedem Modul eine inhaltliche Einführung. Die Informationen über Inhalte, Ziel und Dauer des MISS erfolgen alle rein schriftlich, vor dem Zugang der fachspezifischen Tests. In der Einführung zum Studienkompass findet sich kein Hinweis zur Bearbeitungsdauer. Die Bearbeitungszeit beträgt insgesamt 30 bis 40 Minuten, der Selbsttest sollte während der Bearbeitung nicht unterbrochen werden. Die Bearbeitungszeit ist weder bei einzelnen Aufgaben noch insgesamt begrenzt. Angaben zum Datenschutz in den Informationen des Impressums. Datenschutzhinweise finden sich auf den Einführungsseiten des MISS (neben den allgemeinen Datenschutzhinweisen der Universität). Sehr aufwendige mediale Gestaltung (Texte und Downloaddokumente, Audiodateien, Videos sowie grafische Animationen). Alle Seiten können auch als PDF-Dokument bzw. als Druckversion abgerufen werden. Die Einführung in den Test erfolgt schriftlich ohne Beispielaufgaben. Zur Profilauswertung werden die Testergebnisse mit den Expertenangaben grafisch im Vergleich dargestellt. Die Texte der Informationssammlung im Anschluss an die Profilauswertung, werden durch Bilder/ Fotos ergänzt. 3 Vergleich aktueller Online-Self-Assessments 51 Studienkompass Psychologie Vermarktung Inhaltliche Ausgestaltung des OSAs Testart Zuordnung der Testelemente Antwortformat Testinhalt und -aufbau Testaufbau bzw. -struktur Inhaltliche Elemente Zugang zur Rückmeldung Evaluation Verknüpfung mit dem OSA Aufbau und Inhalt der Evaluation Mannheimer Informationssystem für Studieninteressierte (MISS) Vermarktung, Einbindung und Vernetzung des OSAs Vermarktung hauptsächlich über verschiedene Onlineangebote für Studieninteressierte und Studenten bzw. fachspezifische Angebote. Keine Vernetzung über Soziale Netzwerke. Vermarktung über einzelne Informationsangebote für Studieninteressierte und Studenten bzw. fachspezifische Angebote. Keine Vermarktung über Soziale Netzwerke. Verweise auf Angebote innerhalb der Universität Keine schlüssige Integration in das allgemeine Informationsund Beratungsangebot der Universität. Innerhalb des OSAs jedoch vielfältige Hinweise auf andere Informationsund Beratungsangebote. Keine einheitliche Integration in das Beratungsangebot der Universität. Links zum Diplomstudiengang Psychologie und zur Onlinebewerbung in den Informationsseiten nach der Profilauswertung. Verweise auf Angebote außerhalb der Universität Weiterführende Verweise auf Informationsangebote innerhalb und außerhalb der Universität. Keine Verweise auf andere OSAs oder Beratungsangebote anderer Universitäten. Über das allgemeine Orientierungsangebot Hinweise auf die Self-Assessments des Verbundes Norddeutscher Universitäten. Weiterführende Linksammlung mit Verweisen auf weitere Informationsangebote außerhalb der Universität. Ein Verweis auf den Selbsteinschätzungstest der Goethe Universität Frankfurt findet sich unter dem Uni-Scout für Psychologie. Sowohl einzelne, kognitive Leistungstest-Elemente als auch überwiegend Elemente von Persönlichkeitstests zur persönlichen Verhaltensund Selbsteinschätzung. Insgesamt eher als umfassendes Informationsdenn als Testangebot zur Erfassung der Studieneignung/-passung konzipiert. Erwartungstest mit 75 Items, ergänzt durch vielfältige Informationen. Vielfältige Gestaltung der Antwortund Lösungsmöglichkeiten: Antworten im „Multiple-Choice-Format“ (teilweise mit Mehrfachnennungen), freie Textfelder für eigene Einschätzungen und Fragen. Die Aufgaben können mehrfach bearbeitet werden. 4-stufige Antwortskala mit den Optionen: „stimmt gar nicht“, „stimmt eher nicht“, „stimmt eher“ und „stimmt völlig“. Modular aufgebaut mit den Modulen »Berufswelt«, »Studienkultur«, »Englisch«, »Mathematik«, »Kommunikation«, »Forschung«, »Studienplanung« und »Warnung«. Keine vorgegebene Reihenfolge der Bearbeitung. Der Erwartungstest besteht aus 75 Items, die in einer festvorgegebenen Reihenfolge durchlaufen werden. Gleicher Aufbau der Module: „Information“, „Übungen“und „Reflexion“. Erwartungsaussagen zu den Studieninhalten, zur Abgrenzung zu anderen Studiengängen, zu Forschungsmethoden und wissenschaftlichem Arbeiten, sowie zu den Berufsperspektiven. Rückmeldung/ Feedback der Testergebnisse Rückmeldung der Lösungen direkt nach der Aufgabenbearbeitung. Zum Abschluss eines Moduls zudem eine Zusammenfassung und ein Gesamtfeedback. Kein umfassendes Gesamtfeedback nach Durchlauf aller Module. Rückmeldung als PDF-Dokument bzw. als Druckversion abrufbar. Die Rückmeldung der Profilauswertung erfolgt sofort nach Beendigung des Erwartungstests. Keine PDFoder Druckversion. Inhalt und Umfang der Rückmeldung Die Rückmeldungen zu der Korrektheit der Lösung und zur Selbsteinschätzungen des Teilnehmers (Vergleich mit Expertenprofil). Darüber hinaus abschließende Hinweise zum Umgang mit den OSA-Ergebnissen. Sowohl übersichtlicher, grafischer Vergleich als auch detaillierte Auswertung von Teilnehmerund Expertenprofil sowohl in Bezug auf das Psychologiestudium in Deutschland allgemein als auch an der Universität Mannheim im speziellen. Kurzerklärung zu den einzelnen, inhaltlichen Kategorien und weiterführende Informationen zum Studium der Psychologie. Im Rahmen des Studienkompass für Psychologie hat der Teilnehmer keine direkte Möglichkeit das Beratungsangebot zu bewerten. Zum Abschluss der einzelnen Module wird er lediglich aufgefordert seine Sicherheit in Bezug auf die Studienwahl selbst einzuschätzen. Im MISS hat der Teilnehmer keine direkte Möglichkeit das Testangebot zu bewerten. Zu den Inhalten und dem Aufbau einer Evaluation des Studienkompasses finden sich auf den Internetseiten keine Angaben. Zu den Inhalten und dem Aufbau einer Evaluation des MISS finden sich auf den Internetseiten keine Angaben. 3 Vergleich aktueller Online-Self-Assessments 52 Name des OSAs Study-Finder (Erwartungscheck) Self-Assessment Psychologie Vergleichskategorien Formaler Rahmen Anbieter Name der Universität Universität des Saarlandes Universität Wien URL des Self-Assessments Projekthintergrund verwendete Software Organisatorischer Rahmen innerhalb des OSAs Zugangskontrolle und Registrierung Art und Ablauf der Registrierung OSA und Studienplatzbewerbung Bearbeitungsdauer Datenschutz und -speicherung Study-Finder allgemein: http://www.unisaarland.de/info/schueler/study-finder.html; Erwartungscheck speziell: http://www.unisaarland.de/info/schueler/studyfinder/erwartungschecks.html http://www.studienberatungstest.at/selfassessment/ Kontaktdaten für Fragen, Anmerkungen oder Probleme Keine spezielle Kontaktadresse für den Study-Finder. Ansprechpartner für das gesamte Schüler-Angebot: Zentrale Studienberatung (Campus Center, Geb. A4 4, EG/ Postfach 15 11 50, D-66041 Saarbrücke; Tel.: (06 81) 3 02-35 13; E-Mail: [email protected]) Ansprechpartner für das Projekt “Study-Finder”: Dipl. Psych. Gundula Stoll (Tel. 0681 302-3038, E-Mail: [email protected]) Verschiedene Ansprechpartner je nach Bereich: für das Self-Assessment Tool (Technik): Mag. Ilona Herbst (Teaching Support Center, Technische Universität Wien, Gußhausstraße 28, 1040 Wien, Telefon +43/(0)1/5880141560, E-Mail: [email protected]) für das Verfahren (Tests und Fragebögen): Mag. Martina Frebort (Testund Beratungsstelle des Arbeitsbereichs Psychologische Diagnostik, Fakultät für Psychologie, Universität Wien, Liebiggasse 5/1, 1010 Wien, Telefon +43/(0)1/427747854, E-Mail: testzentrum.- [email protected], Homepage: www.testzentrum.at) Informationen zum Entwicklungsprojekt und zum Auftragsgeber Konzeption und Entwicklung eines zweistufigen Self-Assessments im Rahmen des Projektes „Study – Finder“, seit dem Wintersemester 2007/08 Umsetzung in Form einer Internetplattform. Die erste Stufe bildet ein Interessentest, die zweite Stufe die studiengangspezifischen Erwartungschecks (zunächst modellhaft für einzelne Studiengänge, aktuell 24 – Stand 21.11.11). Nach der Entwicklung und Evaluation des OSAs durch die Testund Beratungsstelle des Arbeitsbereichs Psychologische Diagnostik an der Fakultät für Psychologie, wird das Self-Assessment Psychologie seit Oktober 2005 angeboten. Die Weiterentwicklung der Testplattform erfolgt seit 2009 im Rahmen eines Kooperationsprojektes mit der Technischen Universität Wien. Angaben und Informationen zur verwendeten Software In den Informationen zum Study-Finder finden sich keine Hinweise auf die verwendete Software. In den Informationen zum Self-Assessment Psychologie finden sich keine Hinweise auf die verwendete Software. technische Zugangsvoraussetzungen Angaben und Informationen im Rahmen des OSAs Für eine zuverlässige Funktion des Erwartungscheck wird bei der Einführung einer der folgenden Browser ab der angegebenen Version empfohlen: Firefox 3.6, Safari 5.0, Internet Explorer 8.0 oder Chrome 6.0. Zudem darf der "Zurück"-Button des Browsers nicht verwendet werden und Javascript und Cookies müssen im Browser aktiviert sein. Technische Voraussetzungen: zuverlässige Internet-Anbindung über die Webbrowser Mozilla Firefox (ab Version 3) bzw. Internet Explorer (ab Version 7). Empfehlung Anwendungen wie eDonkey/eMule, Soulseek, BitTorrent Clients oder ähnliches vor Beginn des Self-Assessment zu schließen. Cookies sollten aktiviert, Popup-Blocker deaktiviert sein. „open mode“- Zugang; der Study-Finder wird komplett anonym und ohne Registrierung durchlaufen. Zugang nur nach einer Registrierung (Eingabe von personenbezogenen Benutzerdaten sowie die Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse). Zusendung einer BestätigungsE-Mail mit einem Login-Passwort. Erfassung personenbezogener Daten ja, vor Beginn des Erwartungschecks (Alter, Geschlecht, Klassenstufe und Bundesland als Pflichtangaben, freiwillige Angabe der Abiturnote, des Herkunftslandes sowie der E-Mail-Adresse für eine Nachbefragung in 1 bis 2 Jahren). ja, im Rahmen der Registrierung (Geschlecht, Alter, Nationalität und Muttersprache). Zudem Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse. Angabe weiterer personenbezogener Daten zu Beginn des OSAs. Verknüpfung des OSAs mit einer Studienplatzbewerbung Die Teilnahme am Interessentest und am Erwartungscheck ist freiwillig und nicht mit einer Studienplatzbewerbung verknüpft. Die Teilnahme am Self-Assessment ist freiwillig und nicht mit einer Studienplatzbewerbung verknüpft. Teilnehmerinformationen und Bearbeitungshinweise Art und Umfang der Informationen, Handlungsanweisungen und Bearbeitungshinweise Die Informationen über Inhalte, Ziel und Dauer des StudyFinder bzw. des Erwartungschecks erfolgen alle rein schriftlich, vor dem Zugang zu den fachspezifischen Tests. Schriftliche Hinweise über Zielsetzung, Inhalt und Bearbeitung des Self-Assessments vor und nach der Registrierung. Weitere Informationen über die Seiten „FAQ“, „Kontakt“ und „Impressum“. Für die Bearbeitung des Erwartungschecks Psychologie wird in der allgemeinen Einführung eine Dauer von 20-30 Minuten angegeben. Bearbeitungsdauer beträgt insgesamt 90 - 120 Minuten, Erfassung und Rückmeldung der Bearbeitungszeit bei einzelnen Testelementen, jedoch keine Beschränkung. Pausen sind zwischen den Tests möglich. Angaben zur Verwendung der Daten erfolgen vor der Erfassung der personenbezogenen Daten. Allgemeine Datenschutzangaben der Universität unter einem Link des Impressums. Datenschutzrechtliche Hinweise unter den FAQs. 3 Vergleich aktueller Online-Self-Assessments 53 mediale Ausgestaltung mediale Elemente Vermarktung Inhaltliche Ausgestaltung des OSAs Testart Zuordnung der Testelemente Antwortformat Testinhalt und -aufbau Testaufbau bzw. -struktur Inhaltliche Elemente Zugang zur Rückmeldung Evaluation Verknüpfung mit dem OSA Aufbau und Inhalt der Evaluation Study-Finder (Erwartungscheck) Self-Assessment Psychologie Die Erläuterungen und die Testaussagen erfolgen ausschließlich schriftlich, ohne Beispielaufgaben. Zur Profilauswertung werden die Testergebnisse darüber hinaus farblich und grafisch in Prozent dargestellt. Die Erläuterungen, die Testaufgaben und Fragebögen erfolgen schriftlich, bei den Leistungstestaufgaben auch mit Beispielaufgaben. Der Inhalt einzelner Testbereiche ist darüber hinaus mithilfe von Figuren/ Symbolen aufgebaut. Vermarktung, Einbindung und Vernetzung des OSAs Medial vielfältige Vermarktung über Verweise anderer Universitäten, übergeordnete Informationsangebote für Studieninteressierte und Studenten und fachspezifische Angebote sowie über Printmedien bzw. Zeitungen. Vermarktung über Soziale Netzwerke nur indirekt über die Facebook-Seite der Universität. Vermarktung in erster Linie über verschiedene Onlineangebote für Studieninteressierte und Studenten bzw. fachspezifische Angebote, vereinzelt auch Hinweise deutscher Universitäten auf das Wiener Angebot. Vermarktung über Soziale Netzwerke (Facebook-Seite des SelfAssessment). Verweise auf Angebote innerhalb der Universität Schlüssige Integration in das Informationsund Beratungsangebot für Schüler. Informationen und der Verweis unter den FAQs und der Zentralen Studienberatung. Verweis auf die Zentrale Studienberatung innerhalb der Rückmeldung. Kaum in das Beratungsangebot der Universität integriert und für Studieninteressierte nur schwer zu finden. Direktlink auf der Seite der Test und Beratungsstelle des Instituts für Psychologie. Auch im Rahmen des Self-Assessments nur wenige Verweise auf andere Beratungsund Informationsangebote der Universität. Verweise auf Angebote außerhalb der Universität Innerhalb des Study-Finders findet sich kein Verweis auf Informationsund Beratungsangebote außerhalb der Universität des Saarlandes. Allerdings wird im Onlineportal der Zentralen Studienberatung unter dem Stichwort „Studienwahl – Self-Assessment & Study-Finder“ über einen Link auf weitere OSAs verwiesen. Innerhalb des Self-Assessments Psychologie findet sich kein Verweis auf Informationsund Beratungsangebote außerhalb der Universität Wien. Der Erwartungscheck umfasst zwei zentrale Elemente. Zum einen die Selbsteinschätzung des Teilnehmers zu seiner aktuellen Studienwahlsituation bzw. seinen Informiertheitsgrad, sowie 34 Erwartungsaussagen zu den Studieninhalten, den Anforderungen und den Berufsmöglichkeiten. Der Erwartungscheck enthält keine (kognitiven) Leistungstestelemente. Verfahren zur experimentalpsychologischen Verhaltensdiagnostik mit kombinierten Leistungstestsbzw. Persönlichkeitsfragebogenelementen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Erfassung des studienrelevanten Anforderungsprofils (d.h. persönlichkeitsabhängige Fertigkeiten und Verhaltensweisen), weniger auf der Informationsvermittlung spezifischer Studieninhalte. Alle Antworten sind im Multiple-Choice-Format gestaltet. Dabei umfasst die Antwortskala der Selbsteinschätzungsfragen fünf abgestufte Antwortoptionen, die Beurteilung der Erwartungsaussagen zwei Antwortoptionen (wahrfalsch). Antworten in der Regel im Multiple-Choice-Format. Der Umfang an Antwortoptionen variiert je nach Testmodul. Der Kodiertest enthält darüber hinaus Eingabefelder in die der Teilnehmer seine Lösungsprognose eintragen muss. Selbsteinschätzung (8 Items) und Erwartungstest (34 Items), die in einer fest vorgegebenen Reihenfolge durchlaufen laufen. Acht Tests bzw. Fragebögen mit verschiedenen inhaltlichen Schwerpunkten. Die Aufgabenmodule werden in einer festvorgegebenen Reihenfolge bearbeitet. Die Selbsteinschätzung erfolgt in Bezug auf den Informationsstand des Teilnehmers, die Studienanforderungen und -inhalte sowie den beruflichen Möglichkeiten nach dem Studienabschluss. Kombinierte Testsbzw. Fragebogenmodule zu den Bereichen: Merkfähigkeit und Lernstrategie (Lerntest), Rechenoperationen (Rechentest), Konzentration bzw. Anspruchsniveau (Kodiertest), (Vor-)Wissen im Bereich Psychologie (Wissenstest), Interessenund Selbstkonzept, logische Denkfähigkeit, studienbezogene Persönlichkeit und persönliche Einschätzung. Rückmeldung/ Feedback der Testergebnisse Nach jeder Seite erhält der Teilnehmer direkt die Rückmeldung, ob seine Einschätzung richtig oder falsch ist. Nach der Evaluation erhält er zudem ein Gesamt-Feedback inkl. der Möglichkeit eine detaillierte Rückmeldung als PDF-Dokument herunter zu laden. Sofort nach Beendigung des Self-Assessments erhält der Teilnehmer sein persönliches Feedback.Außerdem erhält er es als E-Mail und erhält die Möglichkeit das Feedback als PDF-Dokument herunter zu laden bzw. auszudrucken. Inhalt und Umfang der Rückmeldung Das Gesamt-Feedback umfasst neben einer Gesamtangabe (in Prozent) der korrekt beantworteten Aussagen, eine detaillierte Auflistung aller Aussagen sowie deren Erklärung einsortiert in die Kategorien „Studieninhalt“, „Anforderungen“ und „Berufsmöglichkeiten“. Die detaillierte Rückmeldung umfasst 11 Seiten, wobei die Rückmeldung zu den einzelnen Aussagen recht kurz gehalten ist. Sehr umfangreiche und detaillierte Rückmeldung (7-seitiges PDF-Dokument) mit Erläuterung jedes Testbereichs/- verfahrens, Angabe der Ergebnisse in dem jeweiligen Bereich und Ableitung konkreter Empfehlungen zur weiteren Entwicklung bzw. zum Umgang mit den Testergebnissen. Keine Rückmeldung zu jeder einzelnen Aufgabe. Selbstständige Auswertung des individuellen StärkenSchwächen-Profils durch den Teilnehmer. Bevor der Teilnehmer seine Gesamtrückmeldung erhält, wird er zu seiner Einschätzung/Bewertung des Erwartungschecks befragt. Keine Evaluation im Rahmen des Self-Assessments. Eine Nachbefragung ist jedoch in Planung. Evaluation umfasst 5 Einschätzungen zum Inhaltsgehalt, zur Sicherheit der Studienentscheidung und zur Weiterempfehlung des Erwartungschecks. Freie Textfelder für weitere Angaben. Zur Auswertung des Self-Assessments sollen - nach Einwilligung des Teilnehmers - einzelne Lehrveranstaltungsnoten am Ende des ersten Studienjahres mit den Ergebnissen aus dem Self-Assessment Psychologie verglichen werden. 4 Zusammenfassung und Ausblick 54 4 Zusammenfassung und Ausblick Ausgangspunkt dieser Arbeit war die grundlegende Fragestellung, in welchem Umfang die angebotenen Online-Self-Assessments den Informationsund Reflexionsbedürfnissen der Studieninteressierten im Rahmen der Studienberatung begegnen. Dazu wurden – ausgehend von der Perspektive zukünftiger Studierender – Kategorien zur Erfassung und Systematisierung von Self-Assessments erarbeitet und ein vergleichender Überblick über aktuelle Self-Assessment-Verfahren erstellt. Zum Abschluss dieser Arbeit sollen im Folgenden Ausgangslage und Ergebnisse noch einmal zusammengefasst werden (Kapitel 4.1), bevor sich davon weiterführende Implikationen für die zukünftige Ausgestaltung und Realisierung der OSA-Angebote ableiten lassen (Kapitel 4.2). 4.1 Zusammenfassung der Ergebnisse 4.1.1 Anforderungen an OSAs im Rahmen der Studienberatung Angesichts des erwarteten Fachkräftemangels, der seit Jahren vergleichsweise hohen Studienabbruchquoten und der international überdurchschnittlich langen Studiendauer sind die Universitäten aufgefordert, die Passung von Studienangebot und Studierendenprofil zu erhöhen. Eine Möglichkeit dazu stellen die in dieser Arbeit vorgestellten Online-Self-Assessments dar. Mit der Bereitstellung dieser webbasierten Testverfahren soll die Passfähigkeit über initiierte Prozesse der Selbstselektion auf Bewerberseite erhöht werden, um langfristig die Zahl der Abbrecher und Wechsler zu verringern bzw. den Anteil der erfolgreichen Studienabschlüsse zu erhöhen. Als Beratungsinstrument werden den Self-Assessments dabei von Seiten der Teilnehmer drei grundlegende Funktionen zugewiesen: eine Informationsfunktion, eine Reflexionsfunktion und eine Entscheidungsunterstützungsfunktion (vgl. Dilger, Gerholz, Klieber & Sloane, 2008, S. 12). Inwieweit die untersuchten OSAs tatsächlich diese Funktionen erfüllen, ist in erster Linie von der Qualität und dem Umfang der Testinhalte und der Rückmeldung abhängig. So empfiehlt es sich zur Erfüllung der Informationsfunktion, dass sich die Testitems konkret an den Studieninhalten orientieren, darüber hinaus aber auch allgemeine Studienbedingungen (d.h. Studienorganisation, das Leben als Student, etc.) aufgreifen (vgl. Kap. 3.1.3.2). Diese allgemeineren Informationen müssen nicht direkter Bestandteil des OSAs sein, soll- 4 Zusammenfassung und Ausblick 55 ten jedoch mit diesem verknüpft sein (vgl. Kap. 3.1.2.5). Als positive Beispiele lassen sich hier z.B. der Freiburger „Online Studienwahl Assistent“, das Aachener „SelfAssessment“ oder der Hamburger „Studienkompass“ nennen, decken sie doch verschiedene Aspekte eines Studiums ab und verweisen auf weiterführende Informationsund Beratungsangebote. Zur Realisierung der Reflexionsfunktion erscheint es sinnvoll, Elemente verschiedener Testarten einzubeziehen, um möglichst verschiedene Reflexionsebenen anzusprechen (vgl. Kapitel 3.1.3.1). So werden bei den meisten der untersuchten Self-Assessments Elemente von Leistungsund Persönlichkeitstests miteinander kombiniert. OSAs, die dagegen nur auf einer Testart aufbauen, wirken im Vergleich dazu eher einseitig und monoton (hier insbesondere das „Mannheimer Informationssystem für Studieninteressierte“ und der Saarländer „Erwartungscheck“). Zur Reflexion, aber auch zur Entscheidungsfindung, kommt neben Testart und Testinhalt insbesondere der Rückmeldung eine entscheidende Funktion zu (vgl. Kap. 3.1.3.3). Dabei spielt der tatsächliche Umfang eher eine untergeordnete Rolle, wichtig ist vielmehr, dass das erhobene Teilnehmerprofil in Abgleich mit den Anforderungen des Studiengangs erläutert wird. So kann der Teilnehmer sein Ergebnis sowie eigene Stärken und Schwächen nachvollziehen. Hierzu fallen z.B. die Rückmeldung des Wiener Self-Assessments oder die des Freiburger „Online Studienwahl Assistent“ positiv auf. Sie greifen die Testergebnisse direkt auf und erläutern diese in Bezug zu den Studienbedingungen. Bei einigen OSAs steht leider keine Druckversion der Rückmeldung zur Verfügung (z.B. beim MISS). Dies ist besonders für eine weiterführende Nachvollziehbarkeit z.B. im Rahmen der Studienberatung nachteilig. Damit die OSAs als Beratungsinstrument wahrgenommen werden und wirken können, sind darüber hinaus sowohl die Zugänglichkeit als auch die Auffindbarkeit der OSAs zentral. Hier sind bei einigen der Verfahren Nachbesserungen notwendig (vgl. Kap. 4.2.2). 4.1.2 Vergleichbarkeit des aktuellen OSA-Angebotes Aufbauend auf den durchaus positiven Erfahrungen der Universitäten, wird das aktuelle OSA-Angebot der Hochschulen kontinuierlich weiterentwickelt und erweitert. Als Folge ist ein umfangreiches, heterogenes und unübersichtliches Self-Assessment-Angebot entstanden. Die Schwierigkeiten für einen umfangreichen Überblick und Vergleich der angebotenen Verfahren liegen dabei insbesondere darin begründet, dass es sich bei den OSAs 4 Zusammenfassung und Ausblick 56 um ein freiwilliges Angebot von Seiten der Universitäten handelt, das keinen verbindlichen inhaltlichen und gestalterischen Vorgaben unterliegt. Zum anderen werden die OSAs von den Hochschulen auch als Marketinginstrument verstanden und eingesetzt19, so dass bewusst die jeweiligen Besonderheiten und Vorteile dargestellt und hervorgehoben werden. Eine Vereinheitlichung bzw. Vergleichbarkeit ist deshalb nicht immer erwünscht. Trotzdem gibt es erste Ansätze die webbasierten Testverfahren zu klassifizieren und übersichtlich darzustellen. In diesem Rahmen sind insbesondere die Systematisierung von Hell (2009) und die vergleichende Evaluation von Dilger, Gerholz, Klieber und Sloane (2008) zu nennen. Während Hell sich zur Einordnung der Self-Assessments an Reichweite und Spezifität der Verfahren orientiert (vgl. Kap. 2.2.2.3), überprüfen und bewerten Dilger et al. in welchem Umfang verschiedene Self-Assessment-Systeme die Ansprüche der unterschiedlichen Interessengruppen abdecken. Die vergleichende Darstellung der OSAs im Rahmen dieser Arbeit greift beide Ansätze auf, bietet jedoch mithilfe der erstellten Vergleichskategorien insbesondere aus Beratungsperspektive einen erweiterten Ansatz für den Vergleich webbasierter Selbsteinschätzungsverfahren. So gibt die Vergleichstabelle einerseits einen umfassenden Überblick über die Merkmalsausprägungen in den Vergleichskategorien und bietet andererseits die Möglichkeit einer bedarfsorientierten Gewichtung dieser Kriterien. Von ihrem Ansatz her liefert die vorliegende Arbeit damit die Grundlage für weitere Untersuchungen zur Bewertung darüber, ob die untersuchten Self-Assessments tatsächlich in der Lage sind, die Grundquote an geeigneten Studienbewerbern zu erhöhen und damit die leistungsund motivationsbedingten Studienabbrüche zu senken. Eine abschließende Einschätzung dazu, welche Verfahren hierzu besonders gut geeignet sind, kann jedoch in dieser Arbeit nicht vorgenommen werden. Für diese Bewertung ist insbesondere die Überprüfung der Verfahren in Bezug auf ihre diagnostische Testgüte notwendig, wobei diese in der Regel von den anbietenden Universitäten selbst vorgenommen wird. Erste Ergebnisse dazu wurden inzwischen in einigen wissenschaftlichen Arbeiten veröffentlicht (siehe z.B. Schmellekamp, 2007; Wenzel, 2008; Zimmerhofer, 2008; Fritsch, 2008). Trotz dieser fehlenden Gesamteinschätzung zur Eignung der untersuchten OSAs, lassen sich – abgeleitet von den erstellten Vergleichskategorien, aber auch auch von den allgemeinen Vorund Nachteilen (vgl. Kap.2.2.2.1 und Kap. 2.2.2.2) – Implikationen für die zukünftige Entwicklung, Ausgestaltung und Realisierung des OSA-Angebotes aufstellen. 19 Zu den positiven Marketing-Effekten siehe z.B. Wenzel (2008, S. 177). 4 Zusammenfassung und Ausblick 57 4.2 Implikationen für die zukünftige Ausgestaltung und Realisierung des OSA-Angebotes 4.2.1 Transparenz des Testangebotes Kersting (2006, S. 243) bemängelt in seinem Resümee von Testbeurteilungssystemen die weitgehende Intransparenz des Testmarktes im deutschsprachigen Raum: „Weder kann der Praktiker rasch und einfach erfahren, welche Tests wo und zu welchen Konditionen angeboten werden, noch kann er ohne weiteres unabhängige Bewertungen der Qualität der angebotenen Tests einsehen“. Diese Einschätzung des Marktes für Print-Tests lässt sich nach Hell ohne weiteres auf die Testangebote im Internet übertragen. So „fehlt eine kritische Besprechung von Online-Self-Assessments bislang vollständig“, die notwendigen Informationen (vgl. Testkuratorium, 2010) für eine fachliche Testbeurteilung stehen zudem nicht zur Verfügung (Hell, 2009, S. 16). Um dieser Intransparenz zu begegnen, schlägt Hell – wie erwähnt – die Einrichtung eines zentralen Portals vor, das die wesentlichen Informationen über die von den Hochschulen angebotenen Self-Assessments zusammenträgt und diese auf zwei Niveaustufen sowohl für fachkundige Psychologen und Berater als auch für testtheoretisch ungeschulte Berater, Lehrkräfte und Schüler präsentiert. Für die erste Gruppe bietet sich eine Testinformation an, die sich an den vom Testkuratorium20 veröffentlichten Richtlinien (revidierte Fassung 2010) orientiert. Für die zweite Gruppe müssen die Inhalte zielgruppenspezifisch dargeboten werden. Dies kann z.B. über die Orientierung am Prozess der Studienwahl (vgl. Kapitel 2.2.2.3, Tabelle 2: Verortung der OSAs anhand der Phasen der Studienentscheidung) erfolgen. Zudem sollte diese Einordnung zum einen durch einen alphabetischen Fächerindex, zum anderen durch einen weiterführenden Frageund Stichwortkatalog (z.B. FAQs) ergänzt werden, damit Ratsuchende mit spezifischen Anliegen effizient zum passenden Test geführt werden (Hell, 2009, S. 16f.). Die Einrichtung eines solchen Portals kann, sowohl aus fachwissenschaftlicher Anbieterals auch aus Sicht der Ratsuchenden, nur durch eine zentrale Stelle bzw. Fachexperten erfolgen. Denkbar wären hier z.B. das bereits erwähnte Testkuratorium oder die Bundes20 „Das Diagnostikund Testkuratorium (DTK) ist ein vom Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. und von der Deutschen Gesellschaft für Psychologie e.V. getragenes Gremium ohne eigene Rechtspersönlichkeit, dessen Aufgabe es ist, die Öffentlichkeit vor unzureichenden diagnostischen Verfahren und vor unqualifizierter Anwendung diagnostischer Verfahren zu schützen“ (Deutsche Gesellschaft für Psychologie, 2012). Literaturverzeichnis 64 beschreibung (BIP). Handanweisung. Göttingen: Hogrefe Hossiep, R., Paschen, M. & Mühlhaus, O. (2000). Persönlichkeitstest im Personalmanagement. Grundlagen, Instrumente und Anwendungen. Göttingen u.a.: Hogrefe Hossiep, R., Mühlhaus, O. (2005). Personalauswahl und -entwicklung mit Persönlichkeitstest. Praxis der Personalpsychologie. Human Resource Management kompakt, Band 9. Göttingen u.a.: Hogrefe International Test Commission (2005). 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Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn: •Hompage der Universität: http://www3.uni-bonn.de/ •Studienscout Academicus allgemein unter: http://www3.uni-bonn.de/studium/ studienangebot/studienscout-academicus Online-Self-Assessments Psychologie unter: http://www3.uni-bonn.de/studium/ studienangebot/studienscout-academicus/faecher/psychologie/psychologie bzw. http://www3.uni-bonn.de/studium/studienangebot/studienscout-academicus/faecher/online- Literaturverzeichnis 68 self-assessment •Datenschutzerklärung der Universität unter: http://www3.uni-bonn.de/ datenschutzerklaerung (Zugriff am 14.11.11). •Impressum unter: http://www3.uni-bonn.de/impressum (Zugriff am 14.11.11). •Kontaktformular unter: http://www3.uni-bonn.de/studium/studienangebot/ studienscout-academicus/kontakt-und-feedback (Zugriff am 14.11.11). •Testphasen für neue OSAs unter: http://www3.uni-bonn.de/studium/ studienangebot/studienscout-academicus/testphasen-fuer-neue-osa (Zugriff am 02.11.11) •Zentrale Studienberatung unter: http://www3.uni-bonn.de/studium/beratung/zentralestudienberatung (Zugriff am 19.10.11). •Zentrum für Evaluation und Methoden (Projektbeschreibung) unter: http://www.zem.unibonn.de/arbeitsbereiche/evaluation-qualitaetssicherung/bildung/online-self-assessment/ (Zugriff am 14.11.11). •Facebook-Seite des Self-Assessments unter: http://www.facebook.com/Studienscout (Zugriff am 14.11.11). •Twitter-Seite der Universität unter: http://twitter.com/unibonn (Zugriff am 14.11.11). Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main: •Hompage der Universität: http://www.uni-frankfurt.de/ •Self-Assessment Psychologie (Institut Psychologie) unter: http://www.uni-frankfurt.de/ fb/fb05/psychologie/Self-Assessment_-_Psychologie/index.html auch über die Seiten der Professur für Graphische Datenverarbeitung, Fachbereich Informatik und Mathematik (Prof. Dr.-Ing. Detlef Krömker) unter: https://www.gdv.informatik.uni-frankfurt.de/self-assessment/Psychologie/index2.htm •Informationen zum Self-Assessment unter: http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb05/ psychologie/Self-Assessment_-_Psychologie/Informationen/index.html (Zugriff am 27.11.11) •Impressum unter: http://www.uni-frankfurt.de/service/impressum/index.html (Zugriff am 27.11.11) •Kontaktformular unter: http://www.uni-frankfurt.de/service/contact/index.php? [email protected]&url=/fb/fb05/psychologie/SelfAssessment_-_Psychologie/Informationen/index.html (Zugriff am 27.11.11). •studiumdigitale - Zentrale eLearning-Einrichtung der Goethe-Universität Frankfurt unter: http://www.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/index.html Profilbeschreibung unter: http://www.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/profil/index.html (Zugriff am 26.10.11). •Institut für Psychologie unter: http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb05/psychologie/index.html (Zugriff am 27.11.11). •Fachbereich Informatik und Mathematik unter: http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb12/ index.html (Zugriff am 27.11.11). Albert-Ludwigs-Universität Freiburg: •Hompage der Universität: http://www.uni-freiburg.de/ •OSA-Angebot allgemein unter: http://www.studium.uni-freiburg.de/studieninteressierte/ osa, auch über: www.das-passende-studium-finden.de Literaturverzeichnis 69 OSA-Psychologie unter http://www.osa.uni-freiburg.de/psychologie/# (Zugriff am 17.10.11). •Impressum unter: http://www.osa.uni-freiburg.de/psychologie/?notrack=true# app=7f63&c5cc-selectedIndex=14 (Zugriff am 17.10.11). •Kontakt unter: http://www.studium.uni-freiburg.de/kontakt.html (Zugriff am 17.10.11). •Stabsstelle Marketing und Wissensmanagement (http://www.testzentrum.at/), Projektbeschreibung OSA unter: http://www.mw.uni-freiburg.de/aufgaben/osa (Zugriff am 17.10.11). Blog der Stabsstelle unter: http://blog.mw.uni-freiburg.de/category/osa/page/2/ (Zugriff am 17.10.11). •Projekt „StudierendenAuswahl“ unter: http://www.studierendenauswahl.uni-freiburg.de/ (Zugriff am 17.10.11). •Studierendenportal – Informationen und Services für das Studium unter: http://www.studium.uni-freiburg.de/ (Zugriff am 17.10.11). Feedbackformular unter: http://www.studium.uni-freiburg.de//feedback?referrer= http://www.studium.uni-freiburg.de/studieninteressierte/osa/ osa&referrer_title=OSA: %20Das%20passende%20Studium%20finden (Zugriff 17.10.11). •Facebook-Seite der OSAs unter: http://www.facebook.com/pages/Online-StudienwahlAssistent/181753225190041 (Zugriff am 17.10.11); auch unter: http://www.facebook.com/note.php?note_id=192252800791408 (Zugriff am 25.11.11). •Twitter-Seite des Freiburger OSA-Teams unter: http://twitter.com/osaunifreiburg (Zugriff am 17.10.11). Universität Hamburg: •Hompage der Universität: http://www.uni-hamburg.de/ •Self-Assessment Psychologie unter: http://www.stups.uni-hamburg.de auch unter: http://www.verwaltung.uni-hamburg.de/campuscenter/vor-dem-studium/ fachspezifische-angebote-fuer-studieninteressierte.html •Hilfe unter: http://www.stups.uni-hamburg.de/index.php?option=com_content& view=article&id=51&Itemid=58 (Zugriff am 3.11.11) •Impressum unter: http://www.stups.uni-hamburg.de/index.php?option= com_content&view=article&id=52&Itemid=59 (Zugriff am 3.11.11). •Kontakt unter: http://www.stups.uni-hamburg.de/index.php?option=com_ content&view=article&id=53&Itemid=60 (Zugriff am 3.11.11) •weiterführende Links unter: http://www.stups.uni-hamburg.de/index.php? option=com_content&view=article&id=50&Itemid=57 (Zugriff am 3.11.11). •CampusCenter (allgemein) unter: http://www.verwaltung.uni-hamburg.de/campuscenter/ index.html Orientierungsangebote des CampusCenter: •SelfAssessment – Selbsteinschätzung bei der Fächerwahl unter: http://www.verwaltung.uni-hamburg.de/campuscenter/vor-dem-studium/ selfassessment-selbsteinschaetzung.html (Zugriff am 3.11.11). •Fachspezifische Angebote für Studieninteressierte unter: http://www.verwaltung.uni-hamburg.de/campuscenter/vor-dem-studium/ fachspezifische-angebote-fuer-studieninteressierte.html (Zugriff am 3.11.11) •Fachbereich Psychologie unter: http://www.epb.uni-hamburg.de/de/node/3836 (Zugriff am Literaturverzeichnis 70 3.11.11). •Cyquest. eAssessment, SelfAssessment & Employer Branding Blog. Online-Assessment, SelfAssessment, Employer Branding, Recrutainment: •Cyquest (2009). Studienkompass Psychologie der Uni Hamburg komplett überarbeitet. Unter: http://blog.recrutainment.de/2009/ 07/08/studienkompasspsychologie-der-uni-hamburg-komplett-uberarbeitet/ (Zugriff am 3.11.11) •Cyquest (2010). HAW-Navigator schneidet in Evaluation “Studentisches Self-Assessment” mit am besten ab. Unter: http://blog.recrutainment.de/2010/02/24/ (Zugriff am 02.01.12) •Multimedia Kontor Hamburg GmbH (http://www.mmkh.de) •E-Assessment für Studierende. Unter: http://www.mmkh.de/index.php?idcat=141 (Zugriff am 28.11.11) •HEAP: Hochschul E-Assessment Projekt. Unter: http://www.mmkh.de/index.php? client=1&lang=1&idcat=32&idart=427 (Zugriff am 28.11.11). •HEAP Hochschul-E-Assessment-Project zur Vermittlung, Überprüfung und Verbesserung von Studienvoraussetzungen unter: http://www.mmkh.de/upload/ HEAP_Informationen.pdf (Zugriff am 28.11.11) Universität Mannheim: •Hompage der Universität: http://www.uni-mannheim.de/1/startseite/index.html •Mannheimer Informationssystem unter: http://www2.sowi.uni-mannheim.de/dekanat/selfassessment/ •Datenschutzerklärung der Universität: http://home.sowi.uni-mannheim.de/ startseite/footer/datenschutzerklaerung/index.html (Zugriff am 20.10.11) •Impressum unter: http://www2.sowi.uni-mannheim.de/dekanat/self-assessment/ index.php?impressum=1 (Zugriff am 20.10.11) •Kontakt unter: (Zugriff am 20.10.11). •Fakultät für Sozialwissenschaften: www: http://www.sowi.uni-mannheim.de, Fachbereich Psychologie: http://home.sowi.uni-mannheim.de/psychologie/ (Zugriff am 20.10.11). •Schülerportal •„Sich orientieren“ unter: http://www.uni-mannheim.de/studieninteressierte/ schueler/schuelerportal/sich_orientieren/index.html (Zugriff am 12.11.11). •„Uni-Scout für Psychologie“ unter: http://www.uni-mannheim.de/ studieninteressierte/schueler/schuelerportal/beratung_events/uni_scouts/psychologi e/index.html (Zugriff am 12.11.11). •Facebook-Seite der Fakultät für Sozialwissenschaften unter: http://www.facebook.com/ pages/Fakult%C3%A4t-f%C3%BCr-Sozialwissenschaften-School-of-Social-Sciences-UniMannheim/170914576256223 (Zugriff am 23.11.11) •Youtube-Seite der Universität unter: http://www.youtube.com/UniMannheim (Zugriff am 3.1.12). Universität des Saarlandes: •Hompage der Universität: http://www.uni-saarland.de/ •Study-Finder allgemein unter: http://www.uni-saarland.de/info/schueler/study-finder.html Erwartungscheck unter: http://www.uni-saarland.de/info/schueler/study-finder/ erwartungschecks.html Literaturverzeichnis 71 •FAQs unter: http://www.uni-saarland.de/info/schueler/wissenswertes/faq.html (Zugriff am 21.11.11). •Impressum unter: http://www.uni-saarland.de/footer/dialog/impressum.html (Zugriff am 21.11.11). •Kontaktinformationen der Universität unter: http://www.uni-saarland.de/footer/ dialog/kontakt.html (Zugriff am 21.11.11) •Zentrale Studienberatung •allgemein unter: http://www.uni-saarland.de/campus/studium/beratung-undorientierung/zentrale-studienberatung.html •Self-Assessment & Study Finder unter: http://www.uni-saarland.de/campus/ studium/beratung-und-orientierung/zentrale-studienberatung/studienwahl/ selfassessment.html (Zugriff am 21.11.11). •Überblick Online-Tests unter: http://www.uni-saarland.de/campus/studium/ beratung-und-orientierung/zentrale-studienberatung/studienwahl/selfassessment/ onlinetest.html (Zugriff am 21.11.11) •Informationsangebot für Schüler unter: http://www.uni-saarland.de/info/schueler.html (Zugriff am 21.11.11) •Informationen zum Study-Finder aus den Bereichen •Forschung der psychologischen Diagnostik (2011). Das Pprojekt Study-Finder. Unter: http://www.uni-saarland.de/campus/fakultaeten/professuren/ philosophische-fakultaet-iii/psychologie/professuren-fr-53-psychologie/spinath/ forschung/diagnostik/study-finder.html (Zugriff am 21.11.11) •Virtuelle Saar Universität (2011). Study Finder. Unter: http://www.uni-saarland.de/ campus/fakultaeten/zentrale-einrichtungen/ competencecentervirtuellesaaruniversitaet/projekte/hochschulentwicklung/studyfinder.html (Zugriff am 21.11.11) •Facebook-Seite der Universität unter: http://www.facebook.com/Saarland.University (Zugriff am 21.11.11). Universität Wien: •Hompage der Universität: http://www.univie.ac.at/ •Self-Assessment Psychologie unter: http://www.studienberatungstest.at/selfassessment/ •FAQs unter: http://www.studienberatungstest.at/selfassessment/faq.jsp (Zugriff am 21.10.11). •Impressum unter: http://www.studienberatungstest.at/selfassessment/ impressum.jsp (Zugriff am 21.10.11). •Kontakt unter: http://www.studienberatungstest.at/selfassessment/kontakt.jsp (Zugriff am 21.10.11). •Self-Assessments an der TU Wien (Kooperationspartner) unter: http://studienwahl.tuwien.ac.at/selfassessment/ (Zugriff am 21.10.11). •Testund Beratungsstelle (http://www.testzentrum.at/), Projektbeschreibung unter: https://typo3.univie.ac.at/index.php?id=75447 (Zugriff am 19.10.11). •Institut für Entwicklungspsychologie und Psychologische Diagnostik (Projektbeschreibung) unter: http://psychologie.univie.ac.at/eppd/forschung/psychologische-diagnostik/ projekte/ entwicklung-von-webbasierten-testbatterien-zur-studienwahlberatung-selfassessments-fuer-die-studienrichtung-psychologie-sowie-ausgewaehlte-technischestudienrichtungen/ (Zugriff am: 19.10.11). •student point (Informationsund Anlaufstelle der Universität Wien für Studierende und Studieninteressierte) unter: http://studentpoint.univie.ac.at/home/ Literaturverzeichnis 72 •Informationen für Studieninteressenten zum Psychologiestudium unter: http://studentpoint.univie.ac.at/vor-dem-studium/detailansicht/studium/033-640/? tx_univiestudentpoint_pi1[alpha]=p-r&tx_univiestudentpoint_pi1[backpid]= 96352&cHash=6951221f338d34e8153a68843d35673c (Zugriff am 23.11.11). •Facebook-Seite des Self-Assessments unter: http://de-de.facebook.com/ studienberatungstest.at (Zugriff am 23.11.11). Internetquellen zum Bereich der Vernetzung und Vermarktung der OSAs: Verweise anderer Universitäten: •Universität Kiel unter: http://www.zsb.uni-kiel.de/self-assessment.shtml (Zugriff am 21.11.11). •Universität Koblenz, Institut für Wissensmedien (o.J.): OSA Landschaft unter: http://roler.uni-koblenz.de/rid=1J4GXXGPH-19W5BJZ-4HQ/OSA%20Landschaft.cmap (Zugriff am 16.10.11) •Universität Leipzig unter: http://www.zv.uni-leipzig.de/studium/angebot/studienberatung/ studienorientierung/self-assessments.html (Zugriff am 28.11.11) bzw. unter: http://www.zv.uni-leipzig.de/studium/angebot/downloadbereich.html (Zugriff am 28.11.11). •Universität Paderborn unter: http://www.uni-paderborn.de/fileadmin/zsb/pdf/infomaterial/ Uebersicht_Self-Assessments_03-2011.pdf (Zugriff am 24.11.11) Informationsangebote für Studenten und Studieninteressierte: •abi >> (Fachspezifische Self-Assessments) (2011). Studienbezogene Self-Assessments. Fachspezifische Self-Assessments. Unter: http://www.abi.de/orientieren_entscheiden/ berufsarbeitsfelder/testverfahren-studienbezogene-07191.htm (Zugriff am 20.10.11). •Deutscher Bildungsserver (2011). Orientierungsund Eingangstests. Unter: http://www.bildungsserver.de/Orientierungs-und-Eingangstests-3326.html (Zugriff am 20.11.11). •hochschulstart.de (Stiftung für Hochschulzulassung) (2011). Interessante Links rund um das Studium – Virtuelle Studienberatung. Unter: http://www.hochschulstart.de/index.php? id=22 (Zugriff am 13.11.11). •psychostudium.de (2011). Studienberatungstest (Self-Assessment) für das Studienfach Psychologie. Unter: http://www.psychostudium.de/cgi-bin/forum/YaBB.pl? num=1318933527 (Zugriff am 24.11.11) •Studiengang-Verzeichnis – Studieren und Studium an Uni und FH in Deutschland (2011). Studienberatungstest (Self-Assessment) für Psychologie. Unter: http://www.studiengangverzeichnis.de/forum/studienberatungstest-self-assessment-fuer-psychologie-t-1685-1.html (Zugriff am 24.11.11) •studienwahl.de (2008). Selbstversuch – Wie hilfreich sind Self-Assessments für die Studienwahl? Unter: http://www.studienwahl.de/de/thema-des-monats/selbstversuch-wiehilfreich-sind-self-assessments0789.htm (Zugriff am 22.11.11) •studienwahltest.de (o.J.). Gesellschaftsund Sozialwissenschaften. Unter: Literaturverzeichnis 73 http://www.studienwahltest.de/print.php?idcat=57&parent=& idart=827&idlang=1 (Zugriff am 24.11.11). •Studinavi NRW - Studienführer für die Universitäten und Fachhochschulen NRW (hochschulübergreifendes Informationsportal) (2011). Startseite. Unter: http://www.studinavinrw.de/#/startseite (Zugriff am 17.10.11). •Studis Online (2011). Studienwahl. Verzeichnis von Online-Self-Assessments (Selbsttests). Unter: http://www.studis-online.de/StudInfo/selbsttests.php (Zugriff am 27.10.11). •UNICUM - Ratgeberportal für Abiturienten, Studenten und Absolventen (2011). Thema: Studienberatungstest (Self-Assessment) für das Studienfach Psychologie. Unter: http://www.unicum.de/forum/medizin-und-gesundheitswesen/39482-studienberatungstestself-assessment-fuer-das-studienfach-psychologie.html (Zugriff am 24.11.11) •uni-protokolle.de (2007). Neuer Service für Studieninteressente: Uni entwickelt „Study Finder“. Online unter: http://uni-protokolle.de/nachrichten/id/141160/ (Zugriff am 21.11.11) •WissensSchule.de (o. J.). Selfassessment-Tests. Unter: http://www.wissensschule.de/pages/ Ausbildung/Studium/ReinschnuppernInformieren/RatgeberundOrientierungshelfer/5/1931/ de/SelfassessmentTests.php (Zugriff am 24.11.11). Zeitungen/ Printmedien, Radio & Fernsehen: •Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) (2009). Auswahltests. Assessment für Abiturienten. Unter: http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/campus/auswahltests-assessment-fuerabiturienten-1831852.html (Zugriff am 26.11.11) •General-Anzeiger Bonn (2011). Durchblick im Dschungel der Studiengänge. Unter: http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&itemid=10004&detailid=906191 (Zugriff am 15.11.11). •Saarbrücker Zeitung (2010). Mathe oder Medizin: Self-Assessments helfen. Unter: http://www.saarbruecker-zeitung.de/aktionen/2010/unistart/art261171,3416247#.Tspbg3G JIy4 (Zugriff am 23.11.11). •WDR (2011). Lokalzeit aus Aachen. Selbsttest für Studierende. Unter: http://www.wdr.de/ mediathek/html/regional/2011/08/04/lokalzeit-aachen-selbsttest.xml (Zugriff am 21.10.11) Fachspezifische Informationsangebote im Bereich Psychologie: •Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID): •ZPID (2009). Psychologiestudium: Selbsttests für Studienfachinteressenten. Unter: http://www.zpid.de/index.php?wahl=news&uwahl=news284 (Zugriff am 28.11.11), •ZPID (2006). Blog zu E-Learning in der Psychologie. Online-Studienkompass Psychologie der Uni Hamburg. Unter: http://elearn.zpid.de/index.php? title=online_studienkompass_psychologie_der_un& more=1&c=1&tb=1&pb=1 (Zugriff am 28.11.11). •Psychologie-News (2009). Studienkompass Psychologie. Unter: http://psychologienews.stangl.eu/599/studienkompass-psychologie (Zugriff am 3.12.11)