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Barbara Mertins: Sprache und Kognition. Ereigniskonzeptualisierung im Deutschen und Tschechischen (= Konvergenz und Divergenz. Sprachvergleichende Studien zum Deutschen, 8). Berlin, Boston: De Gruyter, 2018, 297 Seiten.

Nübler, Norbert

Abstract

171

Full text

171REZENSIONEN oder Tee– gemeint, die der Autor vermutlich während seiner Interviews hat trinken dürfen), kann man nur hoffen, dass derartige Projekte auch künftig unternommen und finanziell gefördert werden. Auf den zweiten Band der Untersuchung darf man sich jedenfalls schon freuen. Barbara Mertins: Sprache und Kognition. Ereigniskonzeptualisierung im Deutschen und Tschechischen (= Konvergenz und Divergenz. Sprachvergleichende Studien zum Deutschen, 8). Berlin, Boston: De Gruyter, 2018, 297 Seiten. Norbert Nübler– Christian -Albrechts -Universität zu Kiel Der im Folgenden vorgestellte achte Band der von E. Breindl und L. Gunkel herausgegebenen Reihe „Konvergenz und Divergenz“ weist bereits in seinem Titel auf den sprachwissenschaftlichen Teilbereich hin, dem er sich verpflichtet fühlt, nämlich auf die kognitive Linguistik. Ist der Haupttitel noch recht allgemein gehalten, so schränkt der Untertitel das Thema des Bandes deutlicher ein: Es geht um Ereigniskonzeptualisierung einerseits und den deutsch -tschechischen Sprachvergleich andererseits. Die Verfasserin gliedert ihre Monographie dazu formal in zehn Kapitel, wobei der erste Teil eine allgemeine Einführung in das Thema darstellt, während das letzte Kapitel als „Fazit und Ausblick“ konzipiert ist. Nach dem Literaturund dem Abkürzungsverzeichnis sind im Anhang Fragebögen und Versuchsanordnungen beigegeben (S. 267–294). Am Ende findet sich ein kurzes Sachregister (S. 295–297). Der angestrebte Vergleich des Deutschen mit dem Tschechischen stellt im Bereich der kognitiven Verfahren sicherlich ein interessantes Themengebiet dar. Es geht hier um zwei Sprachen, die verschiedenen Zweigen des Indoeuropäischen angehören, die aber seit sehr langer Zeit in wechselseitigem Kontakt standen und stehen. Erwartet der interessierte Leser von der Einleitung nun eine mehr oder minder vertiefte Hinführung zur im Titel angegebenen Thematik, so wird er aber enttäuscht. Stattdessen findet sich zunächst ein recht umfassender Katalog von Sprachen, zu denen „experimentelle Sprachproduktionsstudien“ durchgeführt wurden. Frau Mertins nennt das Deutsche, Englische, Niederländische, Polnische, Slowakische, Russische und Tschechische (S. 4). Unklar bleibt an dieser Stelle, ob die Verfasserin alle Versuche selbst durchgeführt hat. Angemerkt sei darüber hinaus, dass in Kapitel 5 auch Daten aus dem Hocharabischen und dem Spanischen hinzukommen (z.B. in Tabelle 6 auf S. 98). Inwieweit diese Sprachenvielfalt für den angestrebten deutsch -tschechischen Vergleich sinnvoll oder notwendig ist, wird nicht weiter thematisiert. Stattdessen werden vier linguistische Bereiche benannt, für die die Monographie relevant sei: „Sprache und Kognition“ (S. 5f.), „Zweitspracherwerb“ (S. 6f.), „Psycholinguistik“ (S. 7) und „Sprachkontakt“ (S. 7f.). Jedes der Themen wird in nur wenigen Sätzen angeschnitten. Anschließend sollen „zentrale Begriffe“ eingegrenzt werden, wobei es etwas vermessen erscheint, die Begriffe „Sprache“ und „Denken“ auf etwa einer Druckseite 172 BRÜCKEN 28/2 (S. 8f.) auch nur ansatzweise erläutern zu wollen. Wenn Frau Mertins diese beiden Begriffe im linguistischen Relativitätsprinzip Whorfs miteinander zu verbinden sucht, zeigt sich bereits auf S. 10 ein bemerkenswerter und überraschender Mangel der vorliegenden Monographie: Unter der Sigle (Whorf 1956) zitiert die Verfasserin den bekannten amerikanischen Linguisten, beginnend mit der Formulierung „The linguistic relativity principal (sic!) means, in informal terms…“ (S. 10). Im Original lautet Whorfs Formulierung aber „From this fact proceeds what Ihave called the ‘linguistic relativity principle’, which means, in informal terms…”. Auch wenn das “linguistic relativity principle” im weiteren Verlauf des Zitats korrekt wiedergegeben wird, so müsste einer wissenschaftlichen Autorin klar sein, dass Änderungen in der konkreten Formulierung bei Zitaten zwar erlaubt sind (wenn sachlich nichts verändert wird), aber kenntlich gemacht werden müssen, etwa indem der Satzanfang in Klammern gesetzt wird: „[The linguistic relativity principle] means…“ Damit wäre dann auch deutlich geworden, dass nicht etwa Whorf das Prinzip (engl. priciple) mit dem Schulleiter (engl. principal) verwechselt hat. Die zitierte Stelle entstammt einem Aufsatz B. L. Whorfs mit dem Titel „Linguistics as an exact science“, der in der Zeitschrift Technology Review des MIT im Jahrgang 1940 abgedruckt wurde. Insofern ist die von Frau Mertins verwendete Sigle– also (Whorf 1956)– etwas irreführend. Whorf war bereits 1941 gestorben. Frau Mertins zitiert– das ist durchaus legitim– aus einer posthum 1956 herausgegebenen Aufsatzsammlung mit dem Titel Language, Thought and Reality. Im Literaturverzeichnis fehlt dazu aber der Untertitel, der manches verdeutlichen würde, nämlich Selected Writings of Benjamin Lee Whorf. Auch der Titel des Aufsatzes und der Herausgeber des Sammelbandes (J. B. Caroll) werden nicht benannt. Dieser unachtsame Umgang mit Zitaten und der Fachliteratur ist für wissenschaftliche Arbeiten nicht akzeptabel. Leider bleibt dies nicht der einzige handwerkliche Mangel. Wie man in der Einleitung weiterhin erfährt, besteht der Hauptteil der Monographie „aus sieben thematisch zusammenhängenden Studien, die überwiegend bereits veröffentlicht sind“ (S. 14). Diese etwas unklare Feststellung ist sicher nicht ausreichend, um die Relation des vorliegenden Bandes zu den schon veröffentlichten Studien (oder Artikeln?) zu klären und den wissenschaftlichen Mehrwert der Monographie zu verdeutlichen. Als Leser würde man überdies erwarten, dass die schon veröffentlichten Teile an dieser Stelle der Monographie benannt würden. Das ist leider nicht der Fall, so dass unklar bleibt, was denn nun eigentlich veröffentlicht wurde. Im Literaturverzeichnis des Bandes findet sich nur ein einziger Artikel unter dem Namen der Verfasserin. Erst im weiteren Verlauf wird dann allmählich erkenntlich, dass die bereits veröffentlichten Teile der Monographie unter dem Namen Schmiedtová publiziert wurden, wobei allerdings Frau Schmiedtová in mehreren Artikeln nur als Mitverfasserin fungiert (vgl. dazu v.a. die Tabelle zu den Untersuchungsmethoden auf S. 23). Dieses für eine wissenschaftliche Arbeit erneut problematische Vorgehen wird weiter dadurch verschärft, dass rätselhafterweise auch von der Verfasserin (unter dem Namen Schmiedtová) selbst mitverfasste Aufsätze bibliographisch nicht korrekt aufgeführt sind. Leicht verändert findet sich der Titel eines zusammen mit Ch. von Stutterheim und M. Caroll verfassten Artikels, der im Original Language -specific Patterns in Event Construal of Advanced Second Language Speakers überschrieben ist. Im Literaturverzeichnis des vorliegenden Buchs findet sich der Titel als Implications of language -specific patterns in event construal of advanced L2 speakers. Der Titel des zu- 173REZENSIONEN sammen mit N. Sahonenko verfassten Artikels Die Rolle des grammatischen Aspekts in der Ereignis -Enkodierung: Ein Vergleich zwischen tschechischen und russischen Lernern des Deutschen erscheint im Literaturverzeichnis des vorliegenden Bandes als Die Rolle des grammatischen Aspekts in (sic) Ereignis -Enkodierung. Ein Vergleich zwischen Tschechischen (sic) und Russischen (sic) Lernern des Deutschen. Zudem wird der Name eines der beiden Herausgeber des Sammelbandes falsch geschrieben: P.Grommes erscheint bei Frau Mertins als P.Gommes. Der Titel eines Sammelbandes, in dem ein zusammen mit M. Flecken verfasster Aufsatzes enthalten ist, ist unzulässig verkürzt. Der von S. de Knop und T. de Rycker edierte Band heißt eigentlich Cognitive Approaches to Pedagogical Grammar: AVolume in Honour of René Dirven. Davon bleibt im Literaturverzeichnis Frau Mertins’ nur der Kurztitel Pedagogical Grammar übrig. Wenn sich Frau Mertins am Ende der Einleitung bei den Verlagen für die Möglichkeit bedankt, auf diese früheren Veröffentlichungen „zurückgreifen zu können“ (S. 33), dann ist es absolut unverständlich, dass die Titel von Aufsätzen und Sammelbänden so entstellt wiedergegeben werden. Eine eingehende Überprüfung des Literaturverzeichnisses mag weitere Unzulänglichkeiten zutage fördern. Bereits bei dieser stichprobenartigen Überprüfung muss aber festgestellt werden, dass der Umgang mit der Fachliteratur inakzeptabel ist. Ungeachtet dessen extrapoliert die Verfasserin aus den bereits veröffentlichten Studien ebenso wie dem noch nicht veröffentlichten Teil noch in der Einleitung zwei „Hypothesen“, von denen die erste im Rahmen kognitiver Erkenntnisse als „Seeing for Speaking -Hypothese“ bezeichnet wird und im Wesentlichen aussagt, dass die Grammatik einer Sprache die Kognition und in einem weiteren Schritt die Äußerungsplanung und -produktion beeinflusst. Diese Hypothese bewegt sich auf der Grundlage kognitivistischer Annahmen. Bei der zweiten Hypothese findet sich dann aus sprachwissenschaftlicher Sicht ein kompletter Wechsel der Perspektive. Sie beinhaltet die Aussage, dass die Verwendung der perfektiven Präsensform tschechischer Verben durch den Sprachkontakt mit dem Deutschen „verändert“ wurde. Hier geht es also um Kontaktlinguistik. Schon an dieser Stelle müsste dann allerdings die Frage aufgeworfen werden, was hier als „Veränderung“ interpretiert wird, wie die perfektive Präsensform denn vor diesem Wandel (bzw. ohne diese Beeinflussung) verwendet wurde. Es sei vorweggenommen, dass sich eine Antwort auf diese Frage in der Monographie nicht findet. Aus dem Spannungsfeld der beiden Hypothesen, die nach der Aussage der Verfasserin „zu einem gewissen Grad zusammenhängen“ (ebenfalls S. 14) könnte sich ein durchaus interessanter Forschungsbereich ergeben. In ihrer Verbindung implizieren die beiden Hypothesen, dass der Sprachkontakt auch eine Veränderung der kognitiven Voraussetzungen der jeweiligen Sprechergemeinschaft verursacht. Insofern wäre es angebracht, zumindest in Ansätzen Argumente aus der Entwicklung der tschechischen Sprache zu benennen, die diese Annahme stützen könnten. Stattdessen erscheint dann aber recht zusammenhanglos ein ganz konventioneller und in seiner Kürze zwangsläufig oberflächlicher Überblick zu den deutsch -tschechischen Sprachund Kulturkontakten des vergangenen Jahrtausends (S. 25–33). Das zweite Kapitel der Monographie „Aspekt -Terminologie sprachvergleichend: Konsequenzen für den Zweitspracherwerb“ beginnt mit der– bekannten– Feststellung, dass in der Aspektologie terminologischer Wirrwarr herrscht. Man muss in 174 BRÜCKEN 28/2 der Folge leider feststellen, dass der Inhalt dieses Kapitels sich als wenig hilfreich bei der Klärung einzelner Begriffe erweist. Zu zweifelhaft, manchmal widersprüchlich sind die enthaltenen Aussagen. Die Unterscheidung von grammatischem Aspekt und lexikalischer Aktionsart ist aus slavistischer Sicht nicht zu beanstanden (S. 36–40). Wenn der grammatische Aspekt aber „sowohl lexikalisch -semantische als auch grammatische Elemente mit involviert“ (S. 37) dann ist eine Abgrenzung gegenüber der Aktionsart, die „eine semantische Kategorie“ (S. 37) darstellt, recht diffus. Deutlicher wird die Unterscheidung, wenn vom grammatischen Aspekt und vom lexikalischen Aspekt die Rede ist, wobei letzterer mit der Aktionsart gleichgesetzt wird (S. 38). Der Abschnitt zu Telizität und Perfektivität (S. 41–44) bringt nichts grundsätzlich Neues, wobei man sich fragt, warum bei einem intendierten deutsch -tschechischen Sprachvergleich die Telizität anhand englischer Beispiele demonstriert werden muss, zumal eine Abgrenzung gegenüber dem progressiven Aspekt nicht relevant ist. Zur weiteren Verwirrung trägt die Feststellung bei, dass im Tschechischen „das Verb unabhängig von der Tempusmarkierung entweder als perfektiv oder als imperfektiv markiert werden“ muss (S. 43), während nur wenige Seiten weiter „einfache Verbalformen grundsätzlich keine vorgegebene Markierung aufweisen“ (S. 46). Bei der Darstellung der tschechischen Aspektverhältnisse (S. 46–49) wird nun überraschenderweise auch das Russische mitberücksichtigt, ohne dass dies begründet würde. In den weitgehend parallelen Ausführungen für die beiden slawischen Sprachen zeigen sich zudem erhebliche Unzulänglichkeiten. Die Darstellungen sind selbst für Leser, die mit beiden Sprachen vertraut sind, nicht immer einfach nachvollziehbar. Als Beispiel sei hier nur darauf verwiesen, dass als Imperfektivierungssuffixe im Russischen -iva-/-yva-, -vaund -a/-jabenannt werden, während im Tschechischen lediglich -(o)vaaufgeführt ist (S. 44). Selbstverständlich besitzt auch das Tschechische mehrere Imperfektivierungssuffixe– neben -ova- (dopsat → dopisovat „zu Ende schreiben“) auch -va- (skrýt → skrývat „verbergen“), -a- (přemluvit → přemlouvat „überreden“) und -e-/-ě- (vymyslit → vymýšlet „ausdenken“ bzw. dopustit → dopouštět „zulassen, gestatten“). Der Versuch, die Mechanismen der Aspektänderung im Tschechischen und Russischen anhand von Interlinearglossierungen auch für Sprachunkundige nachvollziehbar zu machen (S. 47) muss als teilweise irreführend bezeichnet werden. So findet sich etwa für das tschechische psát bzw. das russische pisat‘ eine Glossierung mit „INF.Impf.simplex“. Für das direkt darunter aufgeführte präfigierte tschechische vypsat bzw. das russische vypisat‘ wird dann als Glossierung „schreib.INF.Perf.“ aufgeführt. Warum bei der Präfixbildung die Infinitivendung (-t) bzw. (-t‘) eingeklammert ist, beim Simplex aber nicht, bleibt rätselhaft. Ebenso rätselhaft ist die auf der folgenden Zeile auftauchende Bedeutungsangabe „fertig schreiben“, die sich weder auf das Simplex (sowohl das russische als auch das tschechische Verb bedeutet einfach „schreiben“) noch auf die Präfixbildung (das tschechische Verb bedeutet „ausschreiben“, das russische „herausschreiben, exzerpieren“) beziehen kann. Auch bei der Zusammenstellung des tschechischen vypsat mit dem sekundären Imperfektivum vypisovat bzw. dem russischen vypisat‘ und dem sekundären Imperfektivum vypisyvat‘ auf derselben Seite findet sich die fehlerhafte Bedeutungsangabe „gerade aufschreiben / gerade jmd. ankündigen“. Immerhin wird an dieser Stelle die wissenschaftliche Transliteration für das Russische verwendet, was im weiteren Verlauf nicht immer der Fall ist– man vgl. etwa auf S. 143den transliterierten russischen Satz Mashina edet po sagorodnoj doroge, der 175REZENSIONEN bei Verwendung der wissenschaftlichen Transliteration als Mašina edet po zagorodnoj doroge aufscheinen müsste. Der folgende Versuch einer Eingrenzung des konzeptionellen Gehalts von Perfektivität und Imperfektivität wird an der „rechten Grenze“ eines Geschehens festgemacht und entspricht der Auffassung, perfektive Verben drückten die „Vollendung“ eines Geschehens aus: „(…) die Funktion des Perfektivs im Tschechischen und Russischen besteht darin zu enkodieren, dass die rechte Grenze eines Ereignisses als erreicht zum Ausdruck gebracht wird.“ (S. 48) Damit wird nun aber die Abgrenzung zur Telizität unklar, zumal vorher noch betont wurde, dass Perfektivität und Telizität nicht „gleichbedeutend“ seien (S. 43). In der slavistischen Aspektologie ist darüber hinaus schon seit langer Zeit klar, dass zahlreiche perfektive Verben mit dem Begriff der „Vollendung“ oder auch der „rechten“ Grenze nicht zu erfassen sind. Als Beispiele seien hier nur Verben mit ingressiver Bedeutungsschattierung benannt (tsch. rozesmát se bzw. russ. rassmejat’sja, beides „zu lachen anfangen“, beides perfektiv) oder auch Verben, die ein als momentan aufgefasstes Geschehen ausdrücken (tsch. dupnout oder russ. topnut‘, beides „(auf)stampfen, einmal stampfen“, beides perfektiv). Insofern legen die weiteren Ausführungen eine Aspektkonzeption zugrunde, die nicht haltbar ist. Bereits zu Beginn des Kapitels fällt noch dazu auf, dass der erste, mit „Einführung“ überschriebene Abschnitt in manchen Passagen eine beinahe wörtliche bzw. nur leicht variierte Übersetzung aus der ursprünglichen, englischen Veröffentlichung darstellt. Um dies zu demonstrieren seien hier nur einige Sätze zitiert: In der ursprünglichen Veröffentlichung lautet der Beginn eines Absatzes: „Our approach to investigating aspectual systems and their use in discourse is entirely empirical. We base our claims and conclusions on spoken data produced by native speakers and learners. Our framework reflects actual native speaker preferences for using aspectual markers in aparticular language and, in addition, it describes the internal organization of the respective aspectual system.” (Schmiedtová/Flecken 2008: 358) In der hier besprochenen Monographie findet sich der folgende Wortlaut: „Die Herangehensweise an die Erforschung aspektueller Systeme und ihres Gebrauchs im Diskurs, die dieser Studie zugrunde liegt, ist empirischer Art. Annahmen und Schlussfolgerungen basieren ausschließlich auf Daten aus der Sprachproduktion von Muttersprachlern und L2-Sprechern. Der Forschungsrahmen dieser Studie schließt konkrete muttersprachliche Präferenzen […] zur Verwendung von Aspektmarkierern in ausgewählten Sprachen ein, wobei die interne Organisation der jeweiligen Aspektsysteme aufgegriffen wird.“ (S. 36) In der deutschen Übertragung wird zudem jeder Hinweis darauf getilgt, dass der ursprünglichen Artikel auch von einer Mitverfasserin namens M. Flecken verantwortet wird. Entsprechende Veränderungen finden sich auch an anderer Stelle: „We distinguish between two categories: grammatical aspect and Aktionsart.“ (Schmiedtová/Flecken 2008: 359) und demgegenüber: „Üblicherweise umfasst der Begriff zwei Kategorien: den grammatischen Aspekt und die Aktionsart […]“ (S. 37). Darüber hinaus: „In our approach grammatical aspect […] denotes […].“ Und demgegenüber: „In der Herangehensweise der vorliegenden Arbeit entspricht der grammatische Aspekt […]“ (S. 37). Die Mitverfasserin ist geistige Miteigentümerin des Inhalts, aber auch der Formulierungen. Selbst wenn hier eine weitgehende Übersetzung aus dem Englischen vorliegt, muss eine solche Vorgehensweise aus wissenschaftlicher Sicht als unredlich bezeichnet werden. 176 BRÜCKEN 28/2 Ab dem Abschnitt 2.3. wird dann angekündigt, dass die Grundhypothesen mit Hilfe von Sprachproduktionsexperimenten überprüft würden, wobei eine Vielzahl von Methoden zum Einsatz kommt. Überraschenderweise wird nun ein Vergleich des Tschechischen, Niederländischen (!) und Russischen erwähnt (S. 50), um wenig später den „Progressiv im Englischen und Niederländischen“ zu untersuchen (S. 53–58). Die Ergebnisse der Sprachproduktionsexperimente finden sich in diesem Kapitel nicht. Es verfestigt sich der Eindruck eines größeren Durcheinanders nicht nur im Hinblick auf die wissenschaftlichen Voraussetzungen und auf die Arbeitsweise, sondern auch auf die zur Diskussion stehenden Sprachen und Phänomene. Bereits hier finden sich nun teilweise die (vermeintlichen) Ergebnisse der Untersuchungen aus den folgenden Kapiteln unter der Überschrift „Perfektivität vs. Imperfektivität: Konzeptuelle Unterschiede“ (S. 51–53). Dem insgesamt negativen Eindruck des ganzen Kapitels entsprechen in den abschließenden „Schlussfolgerungen“ Plattitüden wie: „Der Kern dieses Kapitels ist auf die Idee ausgerichtet, dass die Analyse des grammatischen Aspektes (mindestens) zwei verschiedene Ebenen umfasst: Die Form und die Bedeutung.“ (S. 59) Weder das Eine noch das Andere wurde in diesem Kapitel für die beiden zur Diskussion stehenden Sprachen nachvollziehbar aufgezeigt. Das Deutsche kommt als Untersuchungsgegenstand nicht vor. Im dritten Kapitel wendet sich die Verfasserin nun einem völlig anderen Thema zu, nämlich der Verwendung der Präsensform perfektiver Verben im Tschechischen. Der Eindruck mangelnder Sorgfalt setzt sich hier bereits nach wenigen Zeilen fort. Das erste tschechische Beispiel besteht aus paní vypila, dem das deutsche „Eine Frau trank ein Glas Wasser aus“ gegenübergestellt wird (S. 63). Natürlich ist das tschechische Beispiel unvollständig. Es fehlt das Objekt sklenici vody „ein Glas Wasser“. Völlig unverständlich wird es, wenn das tschechische Beispiel Pán vešel do domu „der Herr ging ins Haus“ als Beispiel für „Bewegungsereignisse vom Typ [- END]“ präsentiert wird (ebenfalls S. 63). Oder soll mit dieser Feststellung ein (vermeintliches) Ergebnis der folgenden Untersuchung vorweggenommen werden? Auf S. 69 wird auf eine Fußnote 8 verwiesen, die keinen Zusammenhang mit der hier erörterten Problematik aufweist. Der im Folgenden präsentierte linguistische Feldversuch wurde in Form einer Fragebogenaktion mit 35 Fragen und 256 Probanden durchgeführt: „Die Aufgabe der Probanden bestand darin, die Szenarien zu lesen und nach jedem Szenario aus fünf verschiedenen Aspekt -Tempus -Alternativen diejenige auszuwählen, die das präsentierte Szenario am besten wiedergibt.“ (S. 65) Tatsächlich zeigt sich aber anhand des im Anhang beigefügten Fragebogens (S. 267–276), dass die Probanden nicht eine Antwort auswählen sollten, sondern die vorgegebenen Antwortmöglichkeiten auf einer fünfstufigen Skala von „hervorragend“ (výborné) bis „unangemessen“ (nevyhovující) bewerten sollten. Um diese Diskrepanz aufzulösen, müsste nun eingehend erklärt werden, wie die Fragebögen ausgewertet wurden. Dies geschieht nur dadurch, dass „die Wahl der erstbesten Alternative“ (S. 66) berücksichtigt wird. Wie sich ferner am Beispiel Někdo vedle ustolečku dopije / dopil / pil / pije / dopijí kávu (S. 67) zeigt, ist die Bezeichnung „Aspekt -Tempus -Alternativen“ nicht ganz korrekt. Die Formen dopije / dopil / dopijí vertreten ein Lexem „fertigtrinken, zu Ende trinken“, während die Formen pil / pije einfach „trinken“ bedeuten. Es geht also offenbar auch um lexikalische Alternativen. Zudem fragt man sich, warum die Präteritalform zwar für das perfektive Verb dopít und das imperfektive pít zur Auswahl angeboten werden, nicht aber für 177REZENSIONEN das ebenfalls imperfektive dopíjet (also dopíjel) Bei der oberflächlichen Durchsicht des Fragebogens in der Anlage fällt dann zudem auf, dass bei Frage 4 (S. 268) die nicht kodifizierte, wohl dem Gemeintschechischen zuzuordnende Form háže „er/sie/ es wirft“ in einer Antwortmöglichkeit auftaucht (im Standardtschechischen müsste hier hází stehen, eine Form, die in Frage 26 auf S. 274 dann auch verwendet wird). Die Verwendung einer nicht -kodifizierten Form in einer angebotenen Versprachlichung kann eine Ablehnung dieser Antwortmöglichkeit durch die Probanden nach sich ziehen und damit die Ergebnisse verfälschen. Überprüfbar ist dies nicht, da Frau Mertins leider die Fragen und Antwortmöglichkeiten nicht in der Einzelauswertung präsentiert. Trotz solcher Unzulänglichkeiten in der Versuchsanordnung möchte Frau Mertins durch die Fragebogenaktion vier Problemkreise abtesten, von denen das erste Problem wohl zentral ist: „Wird die PfP -Form [= perfektive Präsensform; N. N.] mit Hier -und -Jetzt -Interpretation auch unter Verwendung eines anderen Testparadigmas gebraucht?“ (S. 65) Natürlich fragt sich der Leser, warum hier von einem „anderen Testparadigma“ die Rede ist. Und natürlich hat der Leser sehr starke Zweifel, ob mit einer Fragebogenaktion, bei der das jeweilige Szenario mit der Formulierung Představte si… („Stellen Sie sich vor…“) eingeleitet wird, tatsächlich eine „Hier -und -Jetzt -Interpretation“ simuliert werden kann. Dass dies ganz offensichtlich nicht der Fall ist oder zumindest nicht der Fall sein muss, geht eigentlich schon aus den zur Auswahl gestellten Antwortmöglichkeiten hervor, da zwei dieser Wahlmöglichkeiten das Präteritum des Verbs enthalten. Versucht man nun herauszufinden, wie die statistische Verteilung der einzelnen Antworten ist, wird man in der Arbeit leider ebenfalls nicht fündig. Stattdessen präsentiert Frau Mertins nur den prozentualen Anteil der Antworten mit einer perfektiven Präsensform, differenziert nach den einzelnen Regionen, in denen die Aktion durchgeführt wurde (S. 73). Nur für eine der Regionen, nämlich für Ostböhmen, finden sich die Antwortmöglichkeiten differenziert (S. 74). Hier fällt dann auf, dass etwa genauso viele Probanden mit einer Präteritalform antworteten wie mit einer perfektiven Präsensform (14, 2% für imperfektive oder perfektive Präteritalform, 14, 3% für perfektive Präsensform). Diese Tatsache allein spricht schon dafür, dass die Fragebogenaktion nicht zwangsläufig eine Hier -und -Jetzt -Situation simuliert. Und damit gerät die Verwendung der perfektiven Präsensform folglich in die Nähe dessen, was in der tschechischen Linguistik manchmal sehr breit als „historisches Präsens“ bezeichnet wird. Schon Kopečný hatte aber auch den Begriff „Erzählpräsens“ verwendet und verwies auf ein „szenisches Präsens“ (Kopečný 1962: 28). Etwas seltsam mutet dementsprechend Frau Mertins’ Feststellung an, im Tschechischen könne „die PfP -Form möglicherweise auch in Nacherzählungen mit der Hier -und -Jetzt -Bedeutung verbunden werden“ (S. 82). Spätestens hier rätselt der Leser, was denn nun unter dieser „Hier -und -Jetzt -Bedeutung“ zu verstehen sei. Insgesamt ist es jedenfalls nicht akzeptabel, wenn von einer Versuchsanordnung nur diejenigen Daten und Statistiken publiziert werden, die den eigenen Hypothesen entsprechen. Dieses Vorgehen entwertet die gewonnenen Daten, da es eine alternative Interpretation unmöglich macht. Auch die für das Tschechische postulierte Feststellung, „dass die Anwendungsdomäne der PfP -Form sich stark geändert hat“ (S. 84), impliziert scheinbar, die „ursprüngliche“ Verwendung müsse ähnlich der des Russischen gewesen sein. Dafür fehlen entsprechende sprachhistorische Daten. Stattdessen könnte man die Unterschiede auch dadurch erklären, dass das Russische sich von 178 BRÜCKEN 28/2 einer durch das Tschechische repräsentierten „ursprünglichen“ Verwendung entfernt habe. Kopečný (1962: 74f.) geht davon aus, dass die Verbindung zwischen perfektiver Präsensform und Futurbedeutung in den nördlichen slawischen Sprachen die eigentliche Neuerung darstellt, während die südslawischen Sprachen hier einen älteren Zustand bewahrt haben. Das Tschechische gehört dann zum Übergangsbereich. Weder das Eine noch das Andere dürfte den historischen Tatsachen entsprechen. Vielmehr hat sich das Aspektsystem und seine Interaktion mit dem Tempussystem ausgehend von einer gemeinsamen Grundlage in den verschiedenen Einzelsprachen jeweils spezifisch entwickelt. Ein deutscher Einfluss ist für das Tschechische natürlich nicht völlig ausgeschlossen, aber wie eine Sprache, die den Aspektgegensatz nicht kennt, die Verwendung ausgerechnet der perfektiven Präsensformen im Tschechischen beeinflusst haben soll, müsste schon erheblich detaillierter und unter Verwendung sprachhistorischer Belege herausgearbeitet werden. Warum dann das recht kurze vierte Kapitel (S. 85–91) erneut auf eine Unterscheidung zwischen westund ostslawischem Verbalaspekt abzielt, bleibt unklar. Als Ausgangspunkt dienen hier Überlegungen von Dickey, der tatsächlich zwischen der östlichen und der westlichen Ausprägung des Verbalaspekts unterscheidet. Zur Verwirrung in der Monographie trägt nun auch die Anordnung der Kapitel bei: „Die deutschen, tschechischen und russischen Daten stammen aus einer früheren Studie (siehe Kap. 5)“ (S. 86). Sie wurden durch „neue Daten von polnischen (N = 30) und slowakischen (N = 15) Muttersprachlern“ ergänzt (S. 86). Wie in Kapitel 5 später nachzulesen ist, geht es dort in erster Linie um „die Art und Weise der Konzeptualisierung von Bewegungsereignissen“ (S. 99), wobei die Methodik erheblich ausgefeilter ist als bei der Fragebogenaktion des dritten Kapitels (Videosequenzen mit Eye -tracking etc.). Das fünfte Kapitel basiert wohl weitestgehend wieder auf einem bereits veröffentlichten Aufsatz, bei dem Frau Mertins (bzw. Frau Schmiedtová) lediglich Mitverfasserin war. In welcher Weise die ergänzenden Daten des vierten Kapitels erlangt wurden, bleibt ungeklärt. Jedenfalls finden sich für das vierte Kapitel keine Beschreibung der Vorgehensweise und keine elaborierten Auswertungsgraphiken wie im fünften Kapitel auf S. 110. Da unklar bleibt, ob in Kapitel 5 (für das Russische, Tschechische und Deutsche) und in Kapitel 4 (für das Polnische und Slowakische) dieselbe Versuchsanordnung und dieselbe Auswertungsmethodik verwendet wurde, ist ein direkter Vergleich der Daten nicht möglich. Frau Mertins nimmt ihn dennoch vor (vgl. Tabelle auf S. 87). Auch in den weiteren Kapiteln der Monographie korrespondiert die Vielzahl der Sprachen, Methoden und Einzelfragestellungen mit einer Vielzahl an kleineren und größeren Ungereimtheiten im Hinblick auf die Kohärenz der Arbeit, auf die verwendeten Sprachen und auch im Hinblick auf die formale Ebene. Allerdings verlagert sich der Fokus nun zunehmend auf die kognitivistische Fragestellung, also auf die Ereigniskonzeptualisierung im Bereich jeweils ganz spezifischer Verbgruppen. Die folgenden Anmerkungen beschränken sich auf diejenigen Sprachen, für die der Verfasser dieser Besprechung eine gewisse Kompetenz aufweist, nämlich auf Deutsch, Englisch, Russisch und Tschechisch. Zunächst müssen missglückte Formulierungen im Deutschen angesprochen werden, die zwar nicht häufig vorkommen, aber dann ärgerlich sind, wenn eine Aussage in ihr Gegenteil verkehrt wird: „Die russischen Daten zeigen, dass die Sprecher in den Hier -und -Jetzt -Kontexten die perfektive Präsensform nie verwenden. Dies liegt darin begründet, dass sich die Semantik der PfP -Form im 179REZENSIONEN Russischen mit der Hier -und -Jetzt -Bedeutung verträgt […].“ (S. 77) Selbstverständlich soll hier betont werden, dass sich die Verwendung der perfektiven Präsensform russischer Verben mit der Hier -und -jetzt -Bedeutung nicht verträgt. Völlig unübersichtlich ist die Wiedergabe von russischen Verwendungsbeispielen in lateinischer Schrift. Dies ist umso überraschender, als für die Transliteration ebenso wie für die Transskription russisch -kyrillischer Grapheme eindeutige DIN -Regeln vorhanden sind. In einer wissenschaftlichen Arbeit müsste der kurze Antwortsatz, der unter (28) auf S. 144 aufgeführt ist, folgendermaßen lauten: Devuška idёt szakupočnoj koljaskoj iz magazina. Tatsächlich führt ihn Frau Mertins in dieser Form auf: Devushka idjoet ssakupochnoj kolaskoj is magasina, wobei die Formen idjoet und kolaskoj nicht schlecht transliteriert, sondern einfach falsch sind. Schließlich sei hier nochmals auf die uneinheitliche, teils fehlerhafte Glossierung der Beispiele hingewiesen. Auch für dieses Verfahren liegt mit den Leipzig glossing rules ein relativ standardisiertes Verfahren und ein Grundstock an Abkürzungen vor. Die Glossierung im vorliegenden Werk folgt aber keinen durchgängigen Regeln bzw. erfolgt rein intuitiv. So wird etwa auf S. 81 eine längere Äußerung Zeile für Zeile glossiert, während auf S. 144 zunächst jeweils der ganze Satz auf Russisch oder Tschechisch aufgeführt wird und erst in den folgenden beiden Zeilen eine Glossierung erfolgt. Die Beispielsätze auf S. 109 bleiben ohne Glossierung. Die in Glossierungen verwendeten Abkürzungen sind uneinheitlich. So findet sich für Präteritalformen sowohl das Kürzel Prt. (= Präteritum) wie auch das Kürzel Verg. (= Vergangenheit). Völlig verwirrend wird es, wenn ein und dieselbe Verbform wie tschechisch vešel oder russisch vošёl (bei Frau Mertins vo -shel) gleichzeitig als Präteritum und als Präsens glossiert wird (S. 170) oder eine Substantivform wie die tschechische (po) silnici gleichzeitig als Dativ und als Lokativ bzw. die Form (do) vesnice als Akkusativ und Lokativ charakterisiert wird (beides S. 171). Bei der Verbform handelt es sich natürlich jeweils um das Präteritum, bei den Substantiven geht es im ersten Fall eindeutig um den Lokativ, im zweiten Fall ist es der Genitiv. Eine Alternative gibt es nicht. Die Vielzahl der Versehen, Unachtsamkeiten und offensichtlichen Fehler, von denen hier nur eine Auswahl aufgeführt werden konnte, zeugen sicher von der mangelnden Sorgfalt, mit der das Manuskript des vorliegenden Werks erstellt wurde. Insbesondere für Leser, die der jeweiligen Sprache nicht oder nur in geringem Ausmaß mächtig sind, stellen die Beispiele einen Quell von Fehlinterpretationen und von Verwirrung dar, insbesondere, wenn auch noch die Glossierung fehlerhaft oder unzureichend ist. Für eine wissenschaftliche Arbeit ist die vorliegende Form unangemessen. Hier wären eine sorgfältige Korrektur und Edition vor der Publikation vonnöten gewesen. Was also bleibt inhaltlich nach der Lektüre der vorliegenden Monographie? Insgesamt hat man den Eindruck einer sich teilweise überschätzenden Arbeit. Wenn die unvollständig präsentierten Ergebnisse der einzelnen Studien verlässlich sind, was bei der sorglosen Arbeitsweise der Veröffentlichung selbst und bei den angesprochenen Zweifeln an der Konzeption und der Auswertung nicht unbedingt vorausgesetzt werden kann, dann tendieren deutsche und tschechische Sprecher stärker als russische oder englische dazu, ein bestimmtes (telisches) Ereignis insgesamt „holistisch“ (also durch Verlauf plus Abschluss) zu versprachlichen. Bei Sprechern des Englischen und Russischen konstatiert die Monographie einen stärkeren Fokus auf den Verlauf, also