Kai kurių terminų, vulgarizmų ir slengo žodžių vertimas
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TERMINOLOGISCHE KLEINIGKEITEN UND PUBLIKATIONEN
DIE ÜBERSETZUNG EINIGER FACHBEGRIFFE, VULGARISMEN UND SLANGWÖRTER
Das Übersetzen von Fachbegriffen bedeutet, sie auszuwählen. Bei der Auswahl von Fachbegriffen sind Übersetzer, Redakteure und Korrektoren ständig der Gefahr von Fehlgriffen ausgesetzt. Meist entsteht sie dadurch, dass die Bedeutungssysteme der Wörter in der Ausgangs- und der Zielsprache nicht übereinstimmen; außerdem ähneln sich die Wortformen oft täuschend. So gibt es im Englischen beispielsweise das Wort minute, im Litauischen dagegen minutė. Doch manch einer von uns ahnt nicht einmal, dass das englische Wort semantisch vielschichtiger ist: Es hat nicht nur eigene Bedeutungen, sondern auch Homonyme. Daher mag es Litauern seltsam erscheinen, dass die Wendung to keep the minutes „ein Protokoll führen“ bedeutet. Denn das englische Wort protocol gibt es ebenfalls, es wird jedoch nur im Zusammenhang mit diplomatischem Protokoll verwendet. Auch litauische Wörter können verwechselt werden. So wird der englische Fachbegriff dabs in mindestens zwei guten Englisch-Litauisch-Wörterbüchern (ALTŽ und DALŽ) mit pirštų antspaudai (=atspaudai) übersetzt.
Nicht selten kommt es vor, dass es einen Fachbegriff gibt, der Übersetzer ihn aber nicht findet und stattdessen eine Beschreibung des Begriffs verwendet, zum Beispiel: lawnmower – Maschine zum Mähen des Rasens (=Rasenmäher), banns – öffentliche Verkündigung einer Eheschließung in der Kirche (=Aufgebot), bet – etwas, um das gewettet wird (=Wetteinsatz) und so weiter. In anderen Fällen kann ein englisches Wort sehr speziell und unübersetzbar wirken, obwohl es in Wirklichkeit eine ganz gewöhnliche Sache bezeichnet. So wurde etwa vorgeschlagen, die Lehnwörter pirsingas, hospisas und dergleichen zu übernehmen. Das ist völlig unnötig, denn sie lassen sich leicht übersetzen: piercing – Ohrlochstechen, hospice – Pflegeheim.
Der Begriff slengas ist ein Synonym für die Begriffe argo und žargonas. Er stammt aus dem Englischen. Slangwörter sind durch Grobheit und einen spöttischen Beiklang gekennzeichnet. Einige Slangwörter sind sogar in die Terminologie der englischen Wirtschaft, Medizin, Rechtswissenschaft sowie einiger anderer Bereiche eingedrungen. Da sie sich meist leicht übersetzen lassen
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werden sie wörtlich übersetzt. So finden wir in der englischen Wirtschaftsterminologie etwa die Wörter bear und bull. Wirtschaftswissenschaftler und Rechtsexperten übersetzen sie meist mit Bär und Bulle. In allgemeinen zweisprachigen Wörterbüchern werden sie dagegen indirekt wiedergegeben – als Börsenspekulant. Einige besonders bereinigte Fachwörterbücher verfahren noch anders, nämlich: bear – ein Anleger, der Aktien verkauft, in der Hoffnung, sie später billiger zurückzukaufen; bull – ein Anleger, der Aktien aufkauft, in der Hoffnung, sie später teurer zu verkaufen. In diesem Fall sucht man gar nicht erst nach Fachbegriffen, sondern liefert lediglich eine Beschreibung der Begriffe. Eine wörtliche Übersetzung ist hier noch einigermaßen möglich (man kann einen Menschen sowohl Bär als auch Bulle nennen), in anderen Fällen kann sie jedoch völlig unangebracht sein. So tauchten in der Computerterminologie zunächst die Bezeichnungen harte Ware (hardware) und weiche Ware (software) auf. So übersetzten keine Fachleute, sondern Leute, die mit den Begriffen dieses Bereichs überhaupt nicht vertraut waren. Fachleute übersetzten korrekt: hardware – technische Ausrüstung, und software – Software.
Wenn man Jargonismen und Slangwörter wörtlich übersetzt, kann man sich völlig „verrennen“. Das geschieht, wenn das englische Wort screwdriver mit dem litauischen Wort atsuktuvas wiedergegeben wird (ŠAKV 15). Das wäre alles in Ordnung, wenn es sich um ein Werkzeug handelte; tatsächlich ist es aber die Bezeichnung für Wodka mit Orangensaft. Getränke sollte man weder im wörtlichen noch im übertragenen Sinne nach Werkzeugen benennen. Auch Anführungszeichen können hier nicht helfen.
Noch schlimmer ist es, wenn man englische Vulgarismen mit deutschen Vulgarismen zu übersetzen versucht. Gemeint sind vor allem umgangssprachliche Bezeichnungen bestimmter Organe und physiologischer Vorgänge, die in einer kultivierten Gesellschaft öffentlich zu verwenden man vermeidet. So findet man in keinem litauischen Wörterbuch die allgemein bekannten vulgären Wörter, deren neutrale standardsprachliche Entsprechungen Penis und Gesäß lauten. In einigen der neuesten Englisch-Litauisch-Wörterbücher (DALŽ) wird dagegen das Wort knob mit dem Vulgarismus b. übersetzt und das Wort arse mit š. Ähnliche „Entsprechungen“ finden sich auch bei den englischen Wörtern crap, fat-ass und anderen. Bei einer solchen Übersetzung zielt man, um V. Krėvės Worte zu verwenden, auf den Kopf, trifft aber den Schwanz.
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Abkürzungen
ALTŽ – Armalyte O., Pažūsis L. Anglų–lietuvių kalbų teisės žodynas. Vilnius, 1999.
DALŽ – Piesarskas B. Didysis anglų–lietuvių kalbų žodynas. Vilnius, 1998.
ŠAKV – Skopinskaja L. Šnekamosios anglų kalbos vadovėlis. Kaunas, 1997.
Kazimieras GAIVENIS
Kazimieras GAIVENIS, Institut für Litauische Sprache, Antakalnio g. 6, LT-2055 Vilnius
Eingegangen am 12.06.2000
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