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Lietuvių ir latvių terminologija: istoriniai ryšiai ir gretinamieji tyrimai

Regina Kvašytė

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doi.org/10.35321/term29-09 Litauische und lettische Terminologie: historische Beziehungen und vergleichende Studien1 REGINA KVAŠYTĖ Akademie Šiauliai der Universität Vilnius, Institut für lettische Sprache der Universität Lettlands ORCID-ID: https://orcid.org/0000-0002-7247-7022 EINLEITUNG Ende des zweiten und Anfang des dritten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts – 1919 in Lettland und 1921 in Litauen – wurden Terminologiekommissionen gegründet, die mit der Ordnung der Terminologie ihrer Länder sowie der Entwicklung der Theorie der litauischen und lettischen Terminologie begannen. Es wird anerkannt, dass die Erfahrung des Nachbarlandes und Daten aus der zweiten baltischen Sprache sowohl den litauischen als auch den lettischen Terminologen bei dieser Arbeit von Nutzen sein konnten. Ziel der Untersuchung ist es, historische Fakten zu erörtern, die das Bestreben litauischer und lettischer Terminologen nach Zusammenarbeit belegen, sowie vergleichende Studien zur litauischen und lettischen Terminologie. Zur Erreichung dieses Ziels wurden folgende Aufgaben gestellt: 1) den in der Geschichte der Terminologie widergespiegelten Wunsch litauischer und lettischer Terminologen herauszuarbeiten, die Erfahrungen des jeweils anderen zu nutzen; 2) Daten zu aktuellen vergleichenden Studien zur litauischen und lettischen Terminologie systematisch zusammenzustellen; 3) weitere Formen des Austauschs zwischen Terminologen Litauens und Lettlands zu ermitteln. Angewandt wurden beschreibende und referierende Methoden; als Forschungsquellen dienten wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Veröffentlichungen Litauens und Lettlands sowie Zeitschriften. 1. GEMEINSAMKEITEN IN DER GESCHICHTE DER LITAUISCHEN UND LETTISCHEN TERMINOLOGIE Die historische Entwicklung Litauens und Lettlands wurde von unterschiedlichen Faktoren bestimmt, doch gab es Zeiträume, in denen sich dort ähnliche Prozesse vollzogen. Dies gilt auch für die Terminologie, die „sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zusammen mit der Nation und 1 Der Artikel wurde im Rahmen des Projekts der staatlichen Forschungsprogramms Letonika latviskas un eiropiskas sabiedrības attīstībai der zweiten Phase Mūsdienu latviešu valodas lietojums un attīstība (Nr. VPP-LETONIKA-2022/1-0001) erstellt. Terminoloģija | 2022 | 29 169 die Entwicklung der Standardsprache, als die „Aušrininkai“ und „Varpininkai“ im einen Land, die Junglettgallen im anderen und weitere Aufklärer, indem sie Artikel in Periodika veröffentlichten und wissenschaftliche Bücher verfassten oder übersetzten, die Öffentlichkeit mit wissenschaftlichen Errungenschaften vertraut machten und Lehrbücher herauszugeben begannen“ (Labanauskienė 2008: 39). Schon damals gab es Arbeiten, die die Beziehungen zwischen der litauischen und der lettischen Sprache beschrieben. Eine besondere Rolle spielte Jurgis Ambraziejus Pabrėža, denn „in den Handschriften, in J. A. Pabrėžas Wörterbüchern „Waardaa tayslyynee Augimiu“ (1834) und „Taislós augimiu“ (1843), finden sich lettische Pflanzennamen – dies ist der Beginn der Beziehungen zwischen der litauischen und lettischen handschriftlichen Terminographie“ (Labanauskienė 2008: 39) (ausführlicher zu lettischen Pflanzennamen im betreffenden Wörterbuch siehe: Labanauskienė 2004, 2006). Zur Erweiterung des lettischen Wortschatzes mithilfe litauischer Sprachressourcen griff der Publizist, Sprachwissenschaftler und Pädagoge Atis Kronvaldas ( Atis Kronvalds), der Dichter, Publizist und Sprachwissenschaftler Juris Alunanas (Juris Alunāns). „In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden die Terminologiebildung und die Kenntnis der Sprachen durch handschriftliche Übersetzungswörterbücher fortgesetzt: durch das „Litauisch-lettische Wörterbuch“ (1872, nicht erhalten) des lettischen Gesellschaftsakteurs, Sprachwissenschaftlers und Literaten A. Dyrikis (A. Dīriķis), das „Lettisch-litauisch-polnische Wörterbuch“ (um 1875) des litauischen Ethnografen, Priesters und Sprachwissenschaftlers A. Juška, der mit ihm in engem Austausch stand, sowie das „Lietuviszkai–latviszkai–lenkisz kai–rusiskas žodynas“ (1894) des Sprachwissenschaftlers und Priesters M. Miežinis“ (Labanauskienė 2008: 42–43) (ausführlicher zu Mykolas Miežinis’ Wörterbuch siehe Labanauskienė 2014; zu allen drei Wörterbüchern siehe Zemzare 1961). Dies ist ein Teil der Vorarbeit, auf die sich die im 20. Jahrhundert in Lettland und Litauen gegründeten Terminologiekommissionen zu Zwecken der Erforschung und Normung der wissenschaftlichen Terminologie stützen konnten2. Das lettische Beispiel gab den Anstoß zur Gründung einer ähnlichen Kommission in Litauen (ausführlicher zur Tätigkeit der ersten TK siehe: Auksoriūtė 2011, 2021; Kvašytė 2021a, 2021b; Kvašytė 2020b). Dazu trug Jonas Jablonskis maßgeblich bei. In der Monatszeitschrift des Bildungsministeriums Švietimo Darbas stellte er im Dezember 1920, noch vor der Gründung der TK, die neueste Ausgabe des lettischen Periodikums Izglītības Ministrijas Mēnešraksts (IMM; Monatsblatt des Bildungsministeriums)3 vor und schrieb: „Beim Bildungsmin. gibt es dort [in Lettland – Anm. d. Verf.] eine Terminologiekommission, die die Termini für verschiedene Wissenschaftsbereiche festlegt; diese Kommission besteht aus mehreren Abteilungen (Naturwissenschaften, Handel, Philosophie, 2 Im Folgenden abgekürzt als LT TK und LV TK beziehungsweise TK. 3 Das Monatsblatt des lettischen Bildungsministeriums erschien von 1920 bis 1939. 170 Regina Kvašytė Lietuvių ir latvių terminologija: istoriniai ryšiai ir gretinamieji tyrimai Rechtswissenschaft usw.). Menschen, denen diese gesellschaftlichen Angelegenheiten am Herzen liegen, versammeln sich beim Bildungsmin. – sie arbeiten auch in den verschiedenen Terminologieabteilungen des Ministeriums <...>“ (Jablonskis 1933a: 225)4. Anschließend erläutert J. Jablonskis ausführlich, zu welchem Zweck und von wem die Kommission ins Leben gerufen wurde, wie sie arbeitet und wie und wo sie die erörterten Termini bekannt macht: „In der Zeitung, in ihren Heften, werden bestimmte Termini auf Russisch, Deutsch und Lettisch aufgelistet“ (Jablonskis 1933a: 225). Obwohl die als Zeitung bezeichnete Monatszeitschrift hier hervorgehoben wird, in der Terminologieentwürfe veröffentlicht werden, ist anzumerken, dass dies auch in der offiziellen Tageszeitung Valdības Vēstnesis (Regierungsanzeiger)5 geschah. J. Jablonskis weist auch darauf hin, wie die Kommission die Eignung der von ihr angenommenen Termini überprüft: „Bei der Veröffentlichung eines Terminologieentwurfs wendet sich die Kommission in der Bildungszeitung [IMM – Anm. d. Verf.] an Personen, die sich mit dem betreffenden Gegenstand auskennen, und bittet sie, falls sie mit dem einen oder anderen Terminus der Kommission nicht einverstanden sind, ihr anstelle des einen oder anderen Kommissionsterminus eigene, besser geeignete Termini für die „Terminologielisten“ vorzuschlagen, die für die Bedürfnisse der Öffentlichkeit bestimmt sind. Nachdem sie bis zu einem bestimmten Zeitpunkt (die Kommission gibt diesen Zeitpunkt im Artikel ihres Organs an) Rückmeldungen von außen erhalten hat, berät die Kommission erneut über die strittigen Termini und veröffentlicht sie endgültig für die Öffentlichkeit“ (Jablonskis 1933a: 225). J. Jablonskis regt an, sich vor Ort mit der Tätigkeit der Kommission vertraut zu machen, damit man deren Erfahrungen in Litauen übernehmen könne: „Auch wir können dem lettischen Beispiel folgen. Vielleicht sollte jemand nach Lettland fahren, um sich vor Ort mit dieser Arbeit ihres Bildungsmin. vertraut zu machen“ (Jablonskis 1933a: 225–226). Der Artikel erschien in der Zeitschrift noch vor der Gründung der TK. Die Bedeutung und der Sinn einer solchen Tätigkeit werden hervorgehoben (insbesondere wird die Bildung betont): „Wo dies im jungen Staat so gehandhabt wird, kann es keine solche terminologische „Unordnung“ geben, mit der sich heute verschiedene Verfasser unserer Lehrbücher konfrontiert sehen“ (Jablonskis 1933a: 225). Bemerkenswert ist auch ein später bei der Arbeit der TK in leicht abgewandelter Form aufgegriffener Vorschlag und Bedarf, die Arbeitsergebnisse der Letten zu nutzen: „N. B. In unserer Publikationskommission oder im Lager des Ministeriums sollten auch je mehrere Exemplare aller von den Letten für die Schule herausgegebenen Publikationen aufbewahrt werden...“ (Jablonskis 1933a: 226). Später, am 27. Februar 1921, erinnert J. Jablonskis in der gesellschaftspolitischen Tageszeitung Lietuva (Nr. 46) daran, dass der Gedanke an die Bildung einer TK 1920 öffentlich geäußert wurde: „In der Weihnachtsausgabe von „Lietuva“6 war dieser 4Alle Zitate werden authentisch und in unveränderter Rechtschreibung wiedergegeben; lediglich verschiedene technische Hervorhebungen, Sperrungen und Ähnliches wurden weggelassen. 5Das Amtsblatt des Ministerkabinetts der Republik Lettland erschien von 1919 bis 1940. 6Siehe Lietuva 282(564), 1920-12-24, 6 (Jablonskis 1933c). Terminologija | 2022 | 29 171 … bereits ein Artikel. Jetzt, nach zwei Monaten, muss wieder in derselben Angelegenheit gesprochen werden: Bis heute ist nichts getan worden …“ (Jablonskis 1933b: 226). Es wird betont, dass „vor Weihnachten schon etwas unternommen worden war: Beim Bildungsministerium war eine Terminologiekommission gebildet worden, die sich, wie man damals erwartete, endlich ernsthaft mit der Frage unserer Terminologie befassen sollte. Die Einrichtungen oder die Wissenschafts- und Arbeitsbereiche, denen die Frage eigener Termini am Herzen lag, wurden gebeten, innerhalb ihrer Reihen, wie auch in „Lietuvoje“ geschrieben worden war, eigene Terminologiekommissionen zu bilden <...>“ (Jablonskis 1933b: 227). Im weiteren Verlauf des Artikels wird die Verbreitung lettischer Erfahrungen fortgesetzt: „Indem das Bildungsministerium diese Terminologiefrage einer bestimmten eigenen Kommission überträgt und weitere Kommissionen von Fachleuten für diese Arbeit mobilisiert, folgt es den Wegen des lettischen Bildungsministeriums oder würde ihnen folgen: Dort arbeitet beim Bildungsministerium, wie aus lettischen Zeitungen hervorgeht und von ihren Schriftstellern zu hören ist, eine ‚Terminologiekommission‘ – und, wie wir sagen dürfen, erfolgreich und sehr umfassend. Mit dieser zentralen Terminologiekommission stehen die Terminologiekommissionen verschiedener anderer Zweige des Staatsapparats in Verbindung … Die Arbeit dieser Kommissionen wird dort monatlich oder fast monatlich im Organ des Bildungsministeriums veröffentlicht [IMM – Anm. d. Verf.]; über sie wird in verschiedenen Zweigen der staatlichen Arbeit und in der führenden Staatszeitung berichtet7. Eine Mischung von Termini scheint es dort nicht zu geben: Die von diesen Kommissionen gemeinsam mit der Kommission des Bildungsministeriums festgelegten Termini sind für alle Zweige des Staatsapparats verbindlich; die gebildete Öffentlichkeit und die Schule haben ein Interesse an der Terminologiearbeit, und diese Arbeit trägt dort, wie es scheint, sehr gute Früchte …“ (Jablonskis 1933b: 227–228). Schon von Beginn an finden sich in der Tätigkeit der litauischen Terminologiekommission (LT TK) Bemerkungen zur Arbeit lettischer Terminologen und zur Pflege der Terminologie, die in den Sitzungsprotokollen (TKP) festgehalten wurden8. So findet sich fast zwei Jahre nach Aufnahme der Tätigkeit der TK im Protokoll Nr. 51 der Sitzung vom 4. Januar 1923 ein Eintrag dazu, wie Termini veröffentlicht und die zur Beratung vorgelegten Terminologielisten zusammengestellt werden sollten: „Es wurde beschlossen, auch weiterhin zuerst die litauischen Termini zu veröffentlichen und sie in fremden Sprachen zu erläutern, und, sofern dies keine Schwierigkeiten bereitet, zumindest in mehreren Sprachen. In den Zeitungen soll bekannt gegeben werden, dass Personen, die der Kommission Termini für ihre Arbeit einreichen, diese nach Möglichkeit neben den litauischen Termini auch in zumindest einigen fremden Sprachen angeben sollen.“ Im genannten Protokoll ist auch der Wunsch vermerkt, „für Arbeitszwecke ein lettisches [Hervorhebung von mir – Anm. d. Verf.] und in anderen Sprachen herausgegebenes Terminologiewörterbuch anzuschaffen“ (TKP 1923). 7 Die zuvor erwähnte Tageszeitung Valdības Vēstnesis. 8 Die ersten Protokolle der LT TK (TKP Nr. 1–80) werden im Terminologiezentrum des Instituts für Litauische Sprache aufbewahrt. 172 Regina Kvašytė Lietuvių ir latvių terminologija: istoriniai ryšiai ir gretinamieji tyrimai Es lässt sich vermuten, dass die litauischen Terminologen an einem Ergebnis der Arbeit der lettischen Terminologiekommission interessiert gewesen sein könnten – dem 1922 veröffentlichten Wörterbuch Zinātniskās terminoloģijas vārdnīca (Wörterbuch der wissenschaftlichen Terminologie). Es handelt sich um ein bedeutendes Werk, das erst erschien, nachdem die Kommission in Lettland ihre Tätigkeit eingestellt hatte (im September 1921 aus Geldmangel). Das Wörterbuch enthält Termini aus 20 Fachgebieten (im Inhaltsverzeichnis sind 19 aufgeführt – die Veterinärmedizin fehlt); sie sind in thematische, bisweilen fachübergreifende Kapitel unterschiedlichen Umfangs gegliedert: Sprachwissenschaft, Philosophie, Recht, Volkswirtschaft und Finanzen, Musik, Malerei, Bildhauerei und Bauwesen, Naturwissenschaften, Forstwirtschaft, Chemie und chemische Technologie, Mathematik, Geometrie und Zeichnen, Physik, Mechanik und Festigkeitslehre, Maschinen- und Metallbearbeitung, Elektrizität und Elektrotechnik, Kriegswesen, Seefahrt, Buchgewerbe, Veterinärmedizin. Insgesamt enthält das Wörterbuch 8 398 Lemma-Termini (Baltiņš 2013: 426). Doch schon zuvor waren in Lettland Fachsammlungen einheimischer und internationaler Wörter veröffentlicht worden, zum Beispiel terminologische Wörterbücher zur Seefahrt (1902, 1908), zum Kriegswesen (1914) und zum Bauwesen (1922) (LILVV 1995). Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Gründung der ersten Terminologiekommissionen (TK) und ihre Rolle in den einzelnen Ländern ähnlich zu bewerten sind. Wie der derzeitige Vorsitzende der Terminologiekommission der Lettischen Akademie der Wissenschaften Māris Baltiņš (Māris Baltiņš) es formuliert, bedeutete dies den Übergang von individueller (von einer Person geleisteter), privater (ohne besondere Verpflichtung und Zuständigkeit ausgeübter) und spontaner (dem Verständnis und den unmittelbaren Bedürfnissen eines bestimmten Fachmanns folgender) Terminologiearbeit zu einer kollektiven (von zahlreichen Fachleuten eines bestimmten Gebiets getragenen), planmäßigen (auf die Erfassung des gesamten Fachwortschatzes eines Gebiets und nicht auf die Schaffung isolierter Termini für einzelne Publikationen ausgerichteten) und institutionalisierten (mit einem klar definierten Auftrag, unter der Leitung einer bestimmten Institution tätig zu sein) Arbeit (Baltiņš 2013: 426) (zu den Beiträgen der LT TK zur Entwicklung der litauischen Terminologie siehe ausführlicher: Auksoriūtė 2011, 2021). Die Terminologiekommissionen bestanden weder in Lettland (bis 1921) noch in Litauen (bis 1926) lange. Dennoch ist offensichtlich, dass sich Litauer und Letten weiterhin für Terminologietheorie und Terminologiepflege interessierten (siehe ausführlicher: Grabis 2006; Keinys 2012; Skujiņa 2002 u. a.). Wenn man im 20. Jahrhundert in Litauen Lettland als vorbildliches Beispiel für die Pflege der Terminologie betrachtete, wurden in Lettland gelegentlich Stimmen laut, die meinten, lettische und litauische Terminologen arbeiteten zu wenig zusammen. So nahm Jānis Endzelīns (Jānis Endzelīns), der sich aktiv an der Pflege lettischer Termini beteiligte, obwohl er keine Veröffentlichungen speziell zur Terminologie verfasst hatte (Skujiņa 1972; siehe auch Labanauskienė 2012), in einem kurzen Artikel aus dem Jahr 1942 in der Zeitschrift Latvju Mēnešraksts Terminoloģija | 2022 | 29 173 (Die lettische Monatsschrift)9 erklärte, man müsse bedauern, dass Litauer und Letten bei der Entwicklung einer wissenschaftlichen Terminologie nicht miteinander kommuniziert und ihre Tätigkeit nicht aufeinander abgestimmt hätten – dies wäre eine Gelegenheit gewesen, viele beiden Völkern gemeinsame Termini zu schaffen (Endzelīns 1942: 547). Litauer und Letten sowie Esten pflegten ihre gegenseitigen Beziehungen auch im Exil. Ihre Tätigkeit trug ebenfalls zur Pflege der Terminologie bei – in Deutschland, wo in Hamburg und seinem Vorort Pinneberg von 1946 bis 1949 die Baltische Universität (lettisch Baltijas universitāte) bestand, erschien ein Wörterbuch der Wirtschaft (genauer wäre es als Wörterverzeichnis zu bezeichnen) Dictionary to Meyer’s Elements of Modern Economics (EME 1946). In die besprochene, 20 Seiten umfassende und im Rotaprintverfahren gedruckte Publikation wurden sowohl Termini als auch in der Wirtschaft verwendete Wörter anderer Wortarten (Verben, Adjektive) in englischer, deutscher, estnischer, litauischer und lettischer Sprache aufgenommen. In der lettischen Exilpublikation, der Monatsschrift Ceļa Zīmes (Wegzeichen)10, betonte die Sprachwissenschaftlerin Velta Rūķe (später Rūķe-Draviņa), die den Artikel „Valodu tuvināšana Baltijā“ (Die Annäherung der Sprachen im Baltikum) veröffentlichte (Velta Rūķe-Draviņa), dass man bei der Bildung von Bezeichnungen für neue Begriffe die Erfahrung der verwandten Sprache berücksichtigen und ähnliche Termini wählen oder bilden sollte, da der Wortschatz gerade jene Sprachebene ist, die sich am leichtesten gezielt beeinflussen lässt. Neologismen, Bezeichnungen für moderne Begriffe, lassen sich leicht in Terminologiekommissionen bilden; außerdem ist es nicht erforderlich, die alte Nomenklatur zu vereinheitlichen, die nur noch selten verwendet wird (Rūķe 1951: 280). Übrigens hatte sich zu diesen Fragen bereits fast 20 Jahre zuvor in der Monatsschrift Izglītības Ministrijas Mēnešraksts Pranas Skardžius11 geäußert, der ebenfalls den gemeinsamen Besitz von Termini als einen der Faktoren der sprachlichen Annäherung zwischen Litauern und Letten bezeichnete (Skardžius 1934: 356). Es muss eingeräumt werden, dass die Entwicklung der gegenseitigen Beziehungen zwischen litauischen und lettischen Terminologen noch nicht angemessen erforscht ist. Weder das Forschungsziel noch der Umfang des Artikels erlauben eine eingehendere Beschäftigung mit der Geschichte; dennoch bieten bereits einige der im Artikel erörterten Erkenntnisse Anlass zu der Annahme, dass sowohl Litauer als auch Letten die Notwendigkeit, sich auf die zweite baltische Sprache zu stützen, positiv bewerteten. 9 Die Zeitschrift für Literatur und Kunst erschien von 1942 bis 1944. 10 Die Monatsschrift erschien von 1948 bis 1987 im Ausland: bis 1952 in Schweden, danach in Großbritannien. 11 Der Autor des Artikels wurde mit dem Vornamen Francis bezeichnet, obwohl der litauische Vorname Pranas ins Lettische übertragen (lettisiert) werden müsste: Prans. 174 Regina Kvašytė | Lietuvių ir latvių terminologija: istoriniai ryšiai ir gretinamieji tyrimai 2. KONTRASTIVE UNTERSUCHUNGEN ZUR LITAUISCHEN UND LETTISCHEN TERMINOLOGIE Eine positive Haltung zu den wechselseitigen Beziehungen zwischen den baltischen Sprachen besteht bis heute fort – in Litauen und Lettland wurden verschiedene kontrastive Untersuchungen zur litauischen und lettischen Terminologie durchgeführt (veröffentlicht), die als Ansätze einer kontrastiven Terminologieforschung gelten könnten. Ein Teil der in litauischer und lettischer Sprache in Litauen und Lettland veröffentlichten Publikationen12 ist allgemeinen Fragen der Terminologie und der Terminografie gewidmet, ein weiterer Teil der Terminologie konkreter Fachgebiete. Zu den allgemeinen Untersuchungen zählen der bereits im historischen Überblick zitierte Artikel von Solvita Labanauskienė (2008) über Parallelen in der Herausbildung der Terminologie in Litauen und Lettland im 19. Jahrhundert sowie Artikel zum System der Wortfamilie termin- im Litauischen und Lettischen, die in Litauen (Kvašytė 2013) und Lettland (Kvašīte 2016) veröffentlicht wurden, und Artikel über die ersten Terminologiekommissionen LV TK und LT TK (Kvašytė 2021a, 2021b; Kvašīte 2020a). Ein der Terminografie gewidmeter Artikel gibt einen Überblick über die nach der Wiederherstellung der Unabhängigkeit 1990 in Litauen und Lettland erschienenen Terminologiewörterbücher (Kvašytė 2004b). Aufmerksamkeit fanden die nahezu gleichzeitig erschienenen Wörterbücher litauischer und lettischer lingodidaktischer Termini: Die Autorinnen der Untersuchung Ana Vulanė (Anna Vulāne) und Regina Kvašytė (Reģīna Kvašīte) erörtern die Grundsätze der Wörterbucherstellung, ihren Aufbau, den Umfang des Terminbestands und dessen Auswahl sowie Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen den Terminologiesystemen (Vulāne, Kvašytė 2018). Inga Znotinia (Inga Znotiņa) untersucht die Vielfalt der korpuslinguistischen Termini, die ein Lernerkorpus für Fremdsprachen bezeichnen (lettisches Äquivalent valodas apguvēju korpuss), und sucht nach dem für kontrastive Untersuchungen geeignetsten Terminus (Znotiņa 2014). Im Hinblick auf die Terminografie sei darauf hingewiesen, dass es Fälle gibt, in denen aktuelle mehrsprachige Terminologiewörterbücher litauische und lettische Termini aufnehmen. Ein Beispiel ist das in Riga erschienene Übersetzungswörterbuch nach dem Nestprinzip Krievu–latviešu–lietuviešu jūrniecības13 juridisko terminu vārdnīca, das der Autor auf Litauisch Rusų–latvių–lietuvių kalbų jūrinės veiklos teisės terminų žodynu betitelte (Bergholcs 2004). Außerdem erschien in Lettland ein von einem Autorenteam erstelltes Übersetzungswörterbuch wirtschaftlicher Termini, das unter sieben Sprachen auch Litauisch umfasst (ETV 1992), sowie vermutlich ein Wörterbuch der Lettischen Landwirtschaftlichen Universität (in der Bibliografie ist kein Herausgeber angegeben, 12 Bei der systematischen Aufbereitung des Materials wurden auch Daten zu Konferenzvorträgen und veröffentlichten Thesen gesammelt; die Beschreibung der Untersuchung stützt sich dennoch auf Artikel, da die Nennung aller Vorträge und/oder ihrer Thesen zu viel Platz beanspruchen würde und Artikel zudem häufig auf der Grundlage von Vorträgen verfasst werden. 13 Wörtlich Seefahrt. Terminologija | 2022 | 29 175 Eine solche Annahme ergibt sich jedoch daraus, dass eine in Jelgava herausgegebene Publikation – das Wörterbuch der Tierhaltungstechnologie Lopkopības tehnoloģijas terminu vārdnīca:vācu–angļu–lietuviešu–latviešu (LTTV 2001)14 – vorliegt. In Litauen ist eine Publikation erschienen, die Termini aus beiden baltischen Sprachen enthält: das vom Umweltministerium herausgegebene Aplinkos apsaugos žodynas EnDIC 2004 (zu litauischen und lettischen Pflanzennamen siehe Labanauskienė 2009, 2010). In einem am Šiauliai-Universität herausgegebenen methodischen Lehrmittel in Wörterbuchform, das für Studierende der Terminologie bestimmt ist, werden lettische Entsprechungen der Stichworttermini angegeben (Kvašytė 2005b). Von den konkreten Wissenschaftsgebieten haben litauische und lettische linguistische Termini bislang im vergleichenden Blickwinkel viel Aufmerksamkeit erfahren. In Litauen sind sowohl Artikel zum Vergleich allgemeinsprachlicher linguistischer Termini als auch zu den Termini eines Zweigs der Linguistik – der Dialektologie – erschienen (Балоде 1985; Kvašytė 2005a); in Lettland veröffentlichte Artikel behandeln ausführlich Grammatiktermini für die Bezeichnungen von Wortarten und reflexiven Verben (Kvašytė 2019, 2020a). Am häufigsten wurden jedoch Termini der Stilistik untersucht. Ein Teil der betreffenden Studien erschien 2006 in dem Sammelband Lietuvių ir latvių gretinamosios stilistikos klausimai, der litauische und lettische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für vergleichende Untersuchungen zur Stilistik beider baltischer Sprachen zusammenführte (Kvašytė 2004a, 2006; Kvašytė, Župerka 2006), ebenso wie in in Lettland veröffentlichten Publikationen (Kvašytė 2004a, 2007, 2013). Der Stilistik (einem der funktionalen Stile – dem Sachstil) zuzuordnen ist der Vergleich aus dem Englischen entlehnter, in der Wirtschaft verwendeter Termini, obgleich die betreffende Untersuchung auch als Untersuchung von Anglizismen im Bereich der Wirtschaft betrachtet werden könnte (Kvašytė 2004b). Sowohl die litauischen Terminologen Stasys Keinys und S. Labanauskienė als auch die lettische Terminologin Linda Pietė (Linda Piete, heute Kurminia) untersuchten unter vergleichendem Aspekt botanische Termini, die in verschiedenen Quellen und Zeiträumen belegt sind, vor allem Pflanzennamen (Labanauskienė 2006; Labanauskienė 2004, 2009, 2010, 2014; Keinis, Labanauskienė 2004; Pietė 2007; Kurmina 2010). Ein Ergebnis des Interesses an einem weiteren aktuellen Gebiet der Terminologie ist das in der Monografie Lietuviškos informatikos ir kompiuterijos terminijos tyrimai veröffentlichte Kapitel zur Analyse litauischer und lettischer Computertermini (Autorin S. Labanauskienė) (Auksoriūtė et al. 2018: 352–407). 14 Angaben zu Wörterbüchern aus der Untersuchung Vārdnīcu izstrāde Latvijā (1991–2010) (Šmite 2012). 176 Regina Kvašytė Lietuvių ir latvių terminologija: istoriniai ryšiai ir gretinamieji tyrimai Die aktuellen vergleichenden Untersuchungen zur litauischen und lettischen Terminologie umfassen sowohl allgemeine wissenschaftliche Fragestellungen und die Terminografie als auch die Terminologie konkreter Fach- oder Teilgebiete – Botanik (Pflanzennamen), Wirtschaft und Informationstechnologie. Besonderes Interesse galt der Linguistik (Dialektologie, Grammatik, Stilistik) sowie der Sprachdidaktik und der Korpuslinguistik. In Litauen und Lettland gibt es außerdem terminologische Wörterbücher, in denen Termini beider Sprachen verzeichnet sind. 3. BEZIEHUNGEN ZWISCHEN LITAUISCHEN UND LETTISCHEN TERMINOLOGEN Hervorzuheben sind noch einige Arbeiten, die nicht unmittelbar mit dem Vergleich litauischer und lettischer Terminologie zusammenhängen, jedoch die Beziehungen zwischen den Terminologen widerspiegeln und bereits Teil der jüngsten Geschichte geworden sind. Ihr gemeinsames Ziel ist es, mit den Errungenschaften und aktuellen Fragen der Terminologie im anderen baltischen Volk vertraut zu machen. Bislang treten solche Arbeiten deutlicher in Litauen hervor; so wurden etwa Rezensionen zu Publikationen lettischer Terminologen veröffentlicht: zur Monografie von Valentīna Skujiņa (Valentīna Skujiņa) Latviešu terminoloģijas izstrādes principi (Grundsätze der Gestaltung lettischer Terminologie) (Keinys 2005)15 sowie Rezensionen des 2007 erschienenen Wörterbuchs Valodniecības pamatterminu skaidrojošā vārdnīca (Erklärendes Wörterbuch grundlegender linguistischer Termini) (Kvašytė 2008, 2009); hinzu kommen ein Überblick über die Tätigkeit lettischer Terminologen und Bibliografien der 1990–2000 in Lettland erschienenen terminologischen Wörterbücher (Kvašytė 1996, 2001). In der Zeitschrift Gimtoji kalba erschien ein Gespräch mit dem damaligen Vorsitzenden der lettischen TK, Juris Baldunčiks (Juris Baldunčiks), über das beiden Sprachen gemeinsame Bedürfnis nach einer kohärenten Terminologie (Kvašytė, Urnėžiūtė 2015). Die Beziehungen zwischen den Terminologen spiegeln sich auch in einigen persönlichen Mitteilungen wider, die in Publikationen von Terminologen erschienen sind – einem Glückwunsch an V. Skujiņa zu ihrem Jubiläum (Labanauskienė 2007) und dem ihr gewidmeten In memoriam (Keinys 2015). In Litauen werden Artikel lettischer Terminologen veröffentlicht, die Einblicke in aktuelle Fragen der lettischen Terminologie und Terminologiearbeit sowie darin geben, wie die Terminologie verschiedener Fachgebiete untersucht und gepflegt wird. Die wichtigste dafür bestimmte Publikation ist Terminologija (1994 zunächst unter dem Titel Terminologijos vagos gegründet). V. Skujiņa (1937–2015) war von 1998 bis 2012 Mitglied der Redaktion der betreffenden Zeitschrift, von 2013 bis 2021 J. Baldunčiks (1950–2022). Lettland verfügt über keine derartige wissenschaftliche Terminologiepublikation, weshalb die litauischen 15 Die erste, 1993 erschienene Ausgabe der Monografie wurde rezensiert (die zweite Ausgabe erschien 2002). Die Rezension wurde 1994 in der Zeitschrift Terminologijos vagos veröffentlicht (2005 in einem Sammelband nachgedruckt). Terminologija | 2022 | 29 177 Die Publikationen der Terminologen erscheinen in verschiedenen Sammelbänden, meist fortlaufenden oder einmaligen, die auf der Grundlage von Konferenzbeiträgen zusammengestellt werden, zum Beispiel in der Zeitschrift des Instituts für Lettische Sprache der Universität Lettlands Linguistica Lettica und in der Publikation der Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Lettlands Valoda: nozīme un forma (Sprache: Bedeutung und Form). Auf der Grundlage der Beiträge zum Kongress für Lettonistik verfasste Artikel erscheinen in der Publikation Valodniecības raksti (Linguistische Beiträge); die Publikationen Vārds un tā pētīšanas aspekti (Das Wort und seine Untersuchungsaspekte) und Valoda dažādu kultūru kontekstā (Sprache im Kontext verschiedener Kulturen) enthalten die Konferenzmaterialien der Universitäten Liepāja beziehungsweise Daugavpils. Litauische und lettische Terminologen nehmen an den internationalen Konferenzen teil, die jeweils von der anderen Seite veranstaltet werden. In Litauen organisiert das Terminologiezentrum des Instituts für Litauische Sprache regelmäßig Konferenzen zur Terminologie; in Lettland nehmen Terminologen an den jährlichen Konferenzen zum Gedenken an die Geburtstage von J. Endzelīns und Arturs Uozuols (Arturs Ozols) sowie an Konferenzen der Universität Liepāja, der Universität Daugavpils und anderer Einrichtungen teil. Zahlreiche verschiedene Fakten belegen die gegenseitigen Beziehungen zwischen litauischen und lettischen Terminologen. In Litauen und Lettland werden wissenschaftliche Artikel zu Fragen der lettischen und litauischen Terminologie sowie der Terminologiearbeit veröffentlicht und Konferenzvorträge gehalten; außerdem gibt es weitere Formen der Zusammenarbeit. SCHLUSSFOLGERUNGEN Die Untersuchung hat gezeigt, dass sich Terminologen im Laufe der Geschichte der Terminologie in Litauen und Lettland füreinander interessiert haben. Auf Initiative von J. Jablonskis wurde 1921 in Litauen nach lettischem Vorbild eine Terminologiekommission gegründet; in ihrer Arbeit rief er dazu auf, sich an den Erfahrungen Lettlands zu orientieren. Die lettischen Sprachwissenschaftler J. Endzelīns und V. Rūķe wiesen darauf hin, dass man sich um eine stärkere Annäherung der baltischen Sprachen bemühen sollte. Es muss eingeräumt werden, dass die Geschichte der Beziehungen zwischen litauischen und lettischen Terminologen nicht ausreichend erforscht ist. Dennoch erlauben einige der in diesem Artikel erörterten Erkenntnisse die Feststellung, dass Terminologen beider Länder es positiv bewerteten, bei der Terminologiebildung auf die Erfahrungen der jeweils anderen Seite zurückzugreifen. Die aktuellen vergleichenden Untersuchungen zum Litauischen und Lettischen umfassen allgemeine Fragen der Terminologie, die Terminografie sowie die Terminologie bestimmter Fachgebiete oder Teilgebiete – der Botanik (Pflanzennamen), der Informationstechnologie, der Sprachwissenschaft, der Sprachdidaktik und der Korpuslinguistik. Die Autorinnen vergleichender Untersuchungen (L. Baluodė, S. Keinys, R. Kvašytė, S. Labanauskienė, L. Pietė 178 Regina Kvašytė Lietuvių ir latvių terminologija: istoriniai ryšiai ir gretinamieji tyrimai (heute Kurminia), A. Vulane, I. Znuotinia) veröffentlichen Artikel sowohl in Litauen als auch in Lettland, vor allem auf Litauisch und Lettisch, seltener auf Englisch und Russisch. In Litauen und Lettland gibt es mehrsprachige Wörterbücher, in denen Termini beider baltischer Sprachen verzeichnet sind. 1946 erschien ein solches Wirtschaftswörterbuch in Deutschland, wo die Baltische Universität tätig war. Der Austausch zwischen Litauern und Letten umfasst auch die Rezension von terminologischen Arbeiten, die Veröffentlichung von Artikeln zur Erforschung der Termini der eigenen Sprache, die Teilnahme an Konferenzen in Litauen und Lettland sowie die Veröffentlichung von Vortragsabstracts und Tagungsmaterialien. Lettische Terminologen veröffentlichen ihre Artikel in Litauen meist in der Zeitschrift Terminologija, in deren Redaktion Lettland von 1998 bis 2012 durch V. Skujinia und von 2013 bis 2021 durch J. Balduņčikas vertreten war. In Lettland gibt es keine vergleichbare Publikation, die ausschließlich der Terminologie gewidmet ist; daher erscheinen Artikel litauischer Terminologen in der Zeitschrift Linguistica Lettica, in der Kongresspublikation für Lettonistik Valodniecības raksti und anderswo. LITERATUR UND QUELLEN Auksoriūtė Albina 2011: Terminologijos komisijos (1921–1926) veiklos apžvalga. – Terminologija 18, 80–91. Auksoriūtė Albina 2021: Terminologijos komisijos įkūrimo šimtmečiui. – Gimtoji kalba 3, 3–9. Auksoriūtė Albina ir kt. 2018: Auksoriūtė Albina, Gaivenytė-Butler Jolanta, Labanavičienė Solvita, Mitkevičienė Asta, Stunžinas Robertas, Umbrasas Alvydas, Zemlevičiūtė Palmira. Lietuviškos informatikos ir kompiuterijos terminijos tyrimai: monografija, Vilnius: Lietuvių kalbos institutas. Baltiņš Māris 2013: Terminādes process un principi. – Latviešu valoda, red. A. Veisbergs, Rīga: LU Akadēmiskais apgāds, 415–433. 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