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LIETUVIŲ KALBOTYROS KLAUSIMAI V
LIETUVOS TSR MOKSLŲ AKADEMIJA
NEUE DATEN AUS DER TOPONYMIE
A. VANAGAS
1961 sammelten die Teilnehmer und Helfer der vom Institut für Litauische Sprache und Literatur organisierten dialektologisch-toponymischen Expeditionen die Toponymie von mehr als 800 Dörfern. Insgesamt wurden etwa 6 000 Ortsnamen aufgezeichnet, von denen ein Teil bis dahin unbekannt und nicht überliefert war.
Für einige seit Langem bekannte Namen wurden neue Varianten gefunden, die zu einer zutreffenderen Erklärung der Bildung und Semantik des Ortsnamens beitragen können. Für praktische Zwecke ist das gesammelte Material insofern nützlich, als es die Korrektur mehrerer Dutzend heute bekannter entstellter Ortsnamen ermöglichen wird, vor allem von Siedlungsnamen.
Von den in diesem Jahr aufgezeichneten Ortsnamen, die bis dahin unbekannt oder nur aus schriftlichen Quellen bekannt waren, seien folgende genannt:
Apstą || Āpstė Fluss, Pgg. Stadtbezirk Vilkyškiai, Nebenfluss der Jūra.
Baltupis Fluss, Pgg. Amtsbezirk Lauksargiai, Nebenfluss der Gilandė.
Brideikis Fluss, Šk. Amtsbezirk Liepalotas, Dorf Marčiukai.
Činkupys Fluss, Vlkj. Amtsbezirk Lebedžiai.
Galà Fluss, Pkr. Amtsbezirk Vilūnaičiai, Dorf Paliečiai.
Garšpelkaitis Fluss, Rs. Amtsbezirk Paalsys, Dorf Paalsys I, Graben Alsos.
Garšpelkis Fluss, Rs. Amtsbezirk Paalsys, Dorf Paalsys I, Graben Alsos.
Gervynas Fluss, Pgg. Amtsbezirk Pagėgiai, Dorf Pavilkiai, Nebenfluss der Vilka.
Juošakis t. Juocakis Fluss, Jrb. Amtsbezirk Viešvilė, Dorf Smalininkai, Graben der Šventoji.
Kreivė Fluss, Pgg. Amtsbezirk Gniežpelkiai, Dorf Kreivenai, Nebenfluss der Vilka.
Kreivūtė Fluss, Pgg. Amtsbezirk Stoniškiai, Dorf Berštininkai, Graben der Gegė.
Medūnupė Fluss. Pgg. Umgebung Katyčiai, Dorf Anšyšiai, Nebenfluss der Šyša.
Medžiūkė Fluss. Pgg. Umgebung Stoniškiai, Dorf Aleknai.
Mylė t. Milà Fluss. Švnč. Umgebung Trečiūnai, Dorf Mylionys, in den See Gilūtas.
Nekščupis Fluss. Ukm. Umgebung Lyduokiai, Dorf Nuotekai, Nebenfluss der Šventoji.
Pelekà Fluss. Švnč. Umgebung Ropiškė, Dorf Papelekis.
Skaistupis Fluss. Švnč. Umgebung Vosiūnai, Dorf Stajėtiškis, Nebenfluss der Svylė.
Šūdūpis t. Šūdūpis Fluss. Mžk. Umgebung Tirkšliai, Dorf Jonaičiai.
Šandys t. Šundys Fluss. Švnč. Stadt Švenčionėliai, Nebenfluss der Žeimena.
Žaizdrupė Fluss. Šlu. Stadt Rusnė, in das Kurische Haff.
Anglis || Uglis || Jūsis See. Švenč. Umgebung Trečiūnai, Dorf Žąsinai.
Liūnaitėlis See. Švnč. Stadt Švenčionėliai.
Praplėšimas See. Jrb. Umgebung Dainiai, Dorf Greičiai.
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Sirvėtas Teich. See Sirvėtas, Bezirk Švnč., Gemeinde Kirkučiai, Dorf Keriškės.
Snieginis See, Bezirk Švnč., Gemeinde Baranava, Einzelhof Peršuoška.
Strūgis See, Bezirk Jrb., Gemeinde Dainiai, Dorf Palėkiai.
Krakinys Teich, Bezirk Švnč., Gemeinde Jurgeliškė, Dorf Drarykščiai.
Linga Teich, Bezirk Švnč., Gemeinde Svirkai, Dorf Girdenai.
Pāškypėlė Teich, Bezirk Švnč., Gemeinde Kavališkė, Dorf Jakeliai.
Paukštė Teich, Bezirk Švnč., Gemeinde Adutiškis, Dorf Linkoniai.
Sālyvis Teich, Bezirk Pkr., Gemeinde Mažeikonys und Dorf.
Skverblys Teich, Bezirk Ukm., Gemeinde Žemaitkiemis, Dorf Antatilčiai.
Spuigė Teich, Bezirk Ukm., Gemeinde Žemaitkiemis, Dorf Antatilčiai.
Vaidminas Teich, Bezirk Akm., Gemeinde Aukštujai, Dorf Suginčiai.
Āliai Bach, Bezirk Švnč., Gemeinde Svirkai.
Nādžius Bach, Bezirk Rk., Gemeinde Verksnionys, Dorf Taraldžiai.
Skalavys Bach, Bezirk Šl., Gemeinde Kairiai, Dorf Kirbaičiai.
Alputai Wald, Bezirk Vlki., Gemeinde Lebedžiai.
Asinis Wald, Bezirk Švnč., Gemeinde Kavališkė, Dorf Antanai.
Legmynės Wald. Pkr. Umgebung Pakruojis.
Sudėlis Wald. Umgebung Kavališkės, Švnč., und anderswo.
Grỹnė Dorf. Umgebung Bielionys, Švnč. Dorf Daunkiai.
Vaidai Dorf. Ps. Umgebung Švobiškis. Dorf Gailionys.
Aikšrūtas Hügel. Vlki. Umgebung Lebedžiai.
Kaūkalnė Hügel. Ukm. Umgebung Lyduokiai. Dorf Jogvilai.
Zasiūtė Teich Zašūta. Hügel. Pnd. Umgebung Čedasai. Dorf Janikūnai.
Dass einige der hier aufgezählten Namen für verschiedene Vergleiche und Etymologien tatsächlich von Wert sein können, lässt sich vielleicht zumindest teilweise anhand der folgenden wenigen Bemerkungen erkennen:
Der Name des Sees Anglis, der neben der slawisierten Form Ūglis verwendet wird (vgl. lit. anglis, russ. уголь „Kohle“), hat noch eine weitere, allerdings bereits fast vergessene Variante — Jūsis. Der See Anglis gehört zu einer Gruppe mehrerer Seen; ein weiterer, ganz in der Nähe gelegener See heißt Mūsis. Beide Namen — Jūsis und Mūsis — erinnern stark an die Appellativa jūsu „euer“ und mūsu „unser“. Die Analogie dieser beiden im allgemeinen Sprachgebrauch verwendeten Wörter könnte die Seenamen Jūsis und Mūsis beeinflusst haben. Man kann annehmen, dass der nur noch den Ältesten des Paares bekannte Name Jūsis aufgrund der genannten Analogie aus *Juosis entstanden sein könnte, dessen Wurzel juos- wir vielleicht mit dem Appellativ juōsti „schwarz werden“, juosvas „nicht ganz schwarz“ vergleichen könnten. Dann könnten die Namen Anglis und *Juosis als gleichsam synonym gelten. In diesem Fall hätte der Seename Anglis eine übertragene Bedeutung. Bemerkenswert ist, dass ein einheimischer russischer alter Mann, der die Namen aller Seen der Gruppe gut kennt, die Semantik des Seenamens Anglis noch heute empfindet und ungefragt erklärt, es bedeute „чёрный, чёрный“ („schwarz, schwarz“).
Miško vardą Asinis, tariamą asinis, galima lyginti su upių vardais Asinis (Sa-snava, Vabalnėsknės int.), Asytė (Imbradas, į Auslo ež.) ir kitais šios šaknies hidronimais1, kurių žodžio pradžios a kai kas rašo su nosine ir lygina su apeliatyvu ąsà. Jeigu miško vardas Asinis turėtų ką bendra su ąsà, tai vietos žmonių jis būtų ištariamas *ūsinis. Dėl Asinis plg. asỹs = asiūklis. Dėl Asinis mš., Asinis up. semantikos
1 Näheres siehe B. Savukynas, Ežerų vardai, „Lietuvių kalbotyros klausimai“, Bd. 3, Vilnius, 1960.
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vgl. Asiūklys Bach (Babtai, Nebenfluss des Nevėžis), Asiūklė Bach (1. Debeikiai, rechter Nebenfluss des Bigulis. 2. Svedasai, Nebenfluss des Maleiša).
Der Wiesenname Šalvis ist untrennbar mit dem gemeinsprachlichen, in der Literatursprache selten verwendeten Wort salvėti „sickern, tropfen, fließen“ (Daugai, Nemunaitis), salvėjimas „Tropfen“ (Linkuva) verbunden.
Der Flussname Āpstė || Apstā (Vilkýškiai, Nebenfluss der Jūra) erweitert die Gruppe litauischer Hydronyme, die mit litauisch apūšė, lettisch apsę, altpreußisch abse. in Verbindung gebracht werden.
Besonders interessant ist der Wiesenname Spuigė. Im Zettelkatalog des „Wörterbuchs der litauischen Sprache“ des Instituts für Litauische Sprache und Literatur ist aus derselben Gegend (Žemaitkiemis) das gemeinsprachliche Wort spuigė „Wiese, die im Frühjahr vom Wasser überschwemmt wird“ verzeichnet: in den spuigės wird wohl nicht viel Heu sein, denn im Frühjahr gab es wenig Wasser. Heute lässt sich schwer sagen, ob der Wiesenname Spuigė aus dem Appellativ spuigė entstanden ist oder ob das Appellativ spuigė nichts anderes ist als ein häufig verwendeter Eigenname. Weitere Gattungs- oder Eigennamen mit dem Stamm spuig- sind, soweit ersichtlich, bislang nicht bekannt.
Der Seename Striūgis ist das erste Hydronym dieses Stammes in unserem Namensbestand. Er lässt sich mit dem Appellativ striūgas „kurz“, striūgis „der Kurze“ (Šakyna), striūgėti „kürzer werden“ (Radviliškis), striūginti „verkürzen“ (Gruzdžiai) verbinden. Zur Semantik vgl. Trūmpė Bach (1. Eržvilkas, Oberlauf der Vidauja. 2. Gargždai, rechter Nebenfluss der Žvelsa. 3. Jurbarkas, Nebenfluss der Kamė usw.).
Der Bergname Zasiūtė, ausgesprochen zasūta, neben Zasōs kalnėlis, sowie der Name der Einöde Zasinìškis könnten aufgrund des anlautenden z selischen Ursprungs sein.
Besonders interessant ist der Flussname Galà. Der Stamm -gal-, der in Ortsnamen häufig vorkommt, vor allem in Namen von Siedlungen, ist von Sprachwissenschaftlern wiederholt gedeutet worden. K. Būga hat das zweite Glied von Siedlungsnamen -gala mit dem litauischen Appellativ gãlas und dem lettischen gals in der Bedeutung „Ende, Umgebung, Gebiet“² in Verbindung gebracht. Ausführlich über litauische Ortsnamen auf -gala schrieb R. Šmitleinas, der den Stamm -gala mit litauisch galia, galėti3 verglich. In jüngster Zeit veröffentlichte V. Gudelis einen Artikel⁴ über Ortsnamen mit -gal-, in dem er eine eigene, allerdings linguistisch nicht ganz überzeugende Etymologie des Stammes -gal- vorlegte. Nach Ansicht V. Gudelis’ könnte die urbaltische Form gālā „Wasser, feuchter Ort, Morast, Sumpf“⁵ bedeutet haben.
Der Flussname Galà im Rajon Pakruojis dürfte das erste einsilbige, suffixlose Flussnamelement mit dem Stamm -gal- im litauischen Namensbestand sein und wird offenbar für die weitere Klärung der Semantik des Ortsnamenstammes -gal- von Bedeutung sein.
In der Umgebung von Dubičiai im Rajon Varėna war bislang der Genitivname des Sees Lynėžerio ežeras. bekannt. Der dieses Jahr verzeichnete Name des Sees, Lýnas, legt folgende Entstehungsfolge für Lynėzerio ežero nahe: Lýnas See → Lynėžeris See → Lynėžeris Dorf → Lynėžerio ežeras. Zu Lýnas || Lynėžeris vgl. Āklas || Āklāzeris (Liubavas).
Sehr interessante Parallelen sind für den Namen der Stadt und des Flusses Viešvilė belegt: Viešvilvė, Viešulvė, vgl. Viešulvėnų giria (ebenda), viešulvėnas „Einwohner von Viešvilė“ (aufgezeichnet von El. Grinaveckienė). Heute lässt sich schwer sagen, welche der drei Formen — Viešvilė, Viešvilvė, Viešulvė — älter, welche ursprünglich und welche abgeleitet ist; doch schon das Vorhandensein dieser Varianten widerlegt die bekannte, von R. Šmitleinas gegebene Deutung des Flussnamens Viešvilka und
2 K. Būga, Rinktiniai raštai, I, Vilnius, 1958, p. 251; 134.
3 R. Schmit tlein, Etudes sur la nationalité des Aestii, I, Toponymie lituanienne, Bade, 1948, p. 153.
4 Siehe Geografijos metraštis, Bd. 3, Vilnius, 1960.
5 Ebenda, S. 74.
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Erklärung des Ortsnamens Viešvilė. R. Schmittlein behauptet, die von den Einheimischen manchmal (und nicht immer, wie R. Schmittlein meint) gebrauchte Flussnamensform Viešvilka sei alt; der Ortsname Viešvilė habe das Formans -ka deshalb nicht mehr, weil die deutschen Einheimischen es abgelegt hätten. Den Flussnamen Viešvilka zerlegt er in die beiden Teile vieš- und -vilka und vergleicht -vilka mit dem litauischen Appellativ velka „valka“, lett. valks „Bach“. Uns scheint, dass im Flussnamen Viešvilka keinerlei -vilk-, -velk- oder -valk- enthalten ist, sondern das Formans -k- neu hinzugekommen ist, wie es häufig auch in anderen litauischen Flussnamen auftritt (vgl. Upėlė — Upėlka, Vabalė — Vabalka, Vyžuonà — Vyžunka, Žiežmarà — Žiežmárka, Akmenà — Akménka). Daher sollte man zur Erklärung nicht Viešvilka, sondern Viešvilė || Viešvilvė || Viešulvė heranziehen.6
Für einige heute den Einheimischen bekannte und amtlich verwendete Siedlungsnamen sind auch andere Varianten oder ältere Formen belegt, zum Beispiel:
Baltūniškė Dorf in der Gemeinde Vosiūnai, Kreis Švenčionys — der alte Name dieses Dorfes lautet Grūodžiai.
Bandariškė Dorf in der Gemeinde Vosiūnai, Kreis Švenčionys — alter Name Norėliai, heute Norãliai.
Kaltanėnai Flecken, Kreis Švenčionys — daneben wird auch die Form Kaltanėnys. verwendet.
Kniceriškė Dorf in der Gemeinde Kirkutis, Kreis Švenčionys — alter Name Bulbieniai.
Milošai Dorf in der Gemeinde Svirkos, Kreis Švenčionys — alter Name Vasilkai.
Stepanovščizna Dorf in der Gemeinde Kirkutis, Kreis Švenčionys — ein anderer Name ist Gudeliai.
Subatiškė bzw. Subaciškė < *Subaciškė Dorf in der Gemeinde Adutiškis, Kreis Švenčionys — alter Name Meskiniai.
Das in diesem Jahr gesammelte toponymische Material zeigt, dass die Formen vieler Ortsnamen in Dokumenten, der Presse, auf Schildern, Wegweisern, Karten und anderswo noch immer entstellt und ungenau sind. Allein im Kreis Švenčionys wurden mehrere Dutzend solcher Verfälschungen festgestellt; die auffälligsten führen wir hier auf (zuerst steht jeweils die für die Literatursprache empfohlene Form):
Aidūkai Dorf (ungenau: Gaidukai), Gemeinde Bielionys
Akmenyniškė Dorf (ungenau: Akmeniškė), Gemeinde Svirkos
Ataukai Dorf (ungenau: Gataukai, Gataukos), Gemeinde Svirkos
Aučynos Dorf (ungenau: Aučina, Aučinas), Gemeinde Bielionys
Baltrutiškė Dorf (ungenau: Baltrutiškės), Gemeinde Ropiškė
Bēržūvis || Beržuvys See (ungenau: Bežuvys), Gemeinde Bielionys; Dorf Beržuvys
Bielionys Dorf (ungenau Belionys), Umgebung Bielionys.
Gasiuliškė Dorf (ungenau Gasiuliškiai), Umgebung Strūnaitis.
Gyliškė Dorf (ungenau Giliškis), Umgebung Jurgeliškė.
Girdžiuliškė Dorf (ungenau Girdžiuliškiai, Girdziuliškiai), Umgebung Trečiūnai.
Guženiškė Dorf (ungenau Guzeniškė), Umgebung Modžiūnai.
Jaciūnai Dorf (ungenau Jacūnai), Umgebung Trečiūnai.
Janutškė Weiler (ungenau Janutiškis), Umgebung Ropiškė.
Juodynas See und Dorf (ungenau Jodinas), Umgebung Reškutėnai.
Krašūona Dorf (ungenau Krašona), Umgebung Kirkučiai.
Kretūonas || Kretūonis See (ungenau Kratonas, Kretonas), Umgebung Reškutėnai.
Kretiūonys Dorf (ungenau Kretonys), Umgebung Reškutėnai.
Kryčėlės Dorf (ungenau Kričelės), Umgebung Bielionys.
Kūrpes Dorf (ungenau Kurpė), Umgebung Grigaliūnai.
6 R. Schmittlein, Etudes sur la nationalité des Aestii, I, Toponymie litunienne, Bade, 1948, p. 125.
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Kūsliškė Dorf (ungenau: Kusliškiai), Umgebung von Strūnaitis.
Lygumai Dorf (ungenau Lygūmai), Umgebung Grigaliūnai.
Margūniškis Dorf (ungenau Margūniškiai), Umgebung Modžiūnai.
Medišionys Dorf (ungenau Meduīšonai, Medušonys), Umgebung Trečiūnai.
Mėlnykai Dorf (ungenau Melnikai), Umgebung Strūnaitis.
Meškiniai Einzelsiedlung (ungenau Meškinė), Umgebung Trečiūnai.
Miežionys Dorf (ungenau Mežionys), Umgebung Modžiūnai.
Myliai Dorf, Einzelsiedlung, Eisenbahnstation (ungenau Mil iai), Umgebung Strūnaitis. Der Dorfname leitet sich vom Flussnamen Mylė ab.
Mylionys Dorf — (ungenau Melionys, Milionys), Umgebung Trečiūnai. Der Dorfname leitet sich vom Flussnamen Mylė ab; vgl. den Fluss Svylà im selben Bezirk — Svylionys. k.
Mineliškė Einzelsiedlung (ungenau Mineliškiai), Umgebung Strūnaitis.
Moliūniškė Einzelsiedlung (ungenau Maliūniškė), Umgebung Grigaliūnai.
Papiškė Dorf (ungenau Papiškiai), Umgebung Bielionys.
Peršaukštis Dorf (ungenau Peršukšta, Peršukštis), Umgebung Modžiūnai — aus dem slawisierten Peršūkštu.
Peršuokšna Fluss und Dorf (ungenau Peršokšna), Umgebung Baranava.
Perven iškė Dorf (ungenau Perveniškis), Umgebung Reškutėnai.
Rėkučiai Dorf (ungenau Rekučiai), Umgebung Reškutėnai.
Rūd abestis Dorf (ungenau Rudabestis), Gemeinde Vidutinė
Sakališkė Dorf (ungenau Sakališkės), Gemeinde Trečiūnai
Stajetiškis Dorf, auch Stajėtiškis, Stajėtiškis (ungenau Stajatiškis), Gemeinde Vosiūnai
Stūgliai Dorf (ungenau Stugliai), Gemeinde Kirkutai
Svylà Fluss und Dorf (ungenau Svilka), Gemeinde Vosiūnai; vgl. Svylà Dorf, Rajon Ignalina
Svylionys Dorf (ungenau Svilionys, Svilonis), Gemeinde Vosiūnai — abgeleitet vom Flussnamen Svylà
Svirkos Dorf (ungenau Svirkai), Gemeinde Svirkos
Šakališkė Dorf (ungenau Šakališkiai), Gemeinde Strūnaitis
Šaučiškė || Ušaučiškė < *Užšaučiškė Dorf (ungenau Užautiškė), Gemeinde Kirkutai
Vaikučiai Dorf (ungenau Vaikučiai), Gemeinde Bielionys
Vajūonis See (ungenau Vajonis), Gemeinde Reškutėnai, Dorf Rėkučiai
Vėžiškė Dorf (ungenau Viaziškė, Viažiškė), Gemeinde Jurgeliškė
Vėjūnė Dorf (ungenau Vejinė), Gemeinde Juodiškis
Zadvārnykai Dorf (ungenau Zadvornykai), Gemeinde Grigaliūnai
Žvy riai Dorf (ungenau Žvirkai), Gemeinde Svirkos
Abkürzungen
apyl. — Kreis
b. — Sumpf
dš. — rechter (Nebenfluss)
ež. — See
gelež. st. — Eisenbahnstation
int. — Nebenfluss
k. — Dorf
kl n. — Berg
kr. — linker (Nebenfluss)
mstl. — Kleinstadt
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mš. — Wald
netiksl. — ungenau
pv. — Wiese
raj. — Bezirk
t. — spricht aus
Akm. — Bezirk Akmenė
Jrb. — Bezirk Jurbarkas
Mžk. — Bezirk Mažeikiai
Pgg. — Bezirk Pagėgiai
Pkr. — Bezirk Pakruojis
Pnd. — Bezirk Pandėlys
Ps. — Bezirk Pasvalys
Rk. — Bezirk Rokiškis
Rs. — Bezirk Raseiniai
Šk. — Bezirk Šakiai
Šl. — Bezirk Šiauliai
Šlu. — Rajon Šilutė.
Švnč. — Rajon Švenčionys.
Ukm. — Rajon Ukmergė.
Vlkj. — Rajon Vilkija.
NEUE DATEN ZUR TOPONYMIE
А. ВАНАГАС
Zusammenfassung
1961 sammelten Teilnehmer dialektologisch-toponymischer Expeditionen die Toponymie von 800 Dörfern. Insgesamt wurden etwa 6000 geografische Ortsnamen verzeichnet, von denen ein Teil bis dahin unbekannt war. Viele davon sind von großem Interesse. Insbesondere bestätigt der Name des Waldes im Rajon Švenčionys, Asinis (in der Aussprache der örtlichen Bevölkerung asinis), der sich mit den Hydronymen Asinis, Asytė vergleichen lässt, erneut die Auffassung, dass die Hydronyme Asinis, Asytė usw. nicht von lit. asa<ansa abgeleitet werden können.
Der Name des Flusses im Rajon Pakruojis, Galà, wird die Gruppe litauischer Toponyme mit der Wurzel gal- ergänzen, deren linguistische Deutung sehr vielfältig ist.
Die Varianten des Namens der Stadt und des Flusses Viešvilė, Viešvilvė, Viešuvė widerlegen die Hypothese von R. Schmittlein, der zu beweisen versuchte, dass Viešvilė<Viešvilka.
Interessant sind auch die parallelen Namen des Sees Anglis//Jūsis//Uglis, der Name des Flusses Apstėl//Apsta, der Name der Wiese Spuigė und andere.
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