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Leksiniai germanizmai Žemaičių Naumiesčio šnektoje

Janina Janavičienė

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1989) SPRACHENVERBUNDE UND WÄHRUNG JANINA JANAVIČIENĖ LEXIKALISCHE GERMANISMEN IN DEM SCHNEKT DER ZEMEITEN Es wird behauptet, dass in der allgemeinen litauischen Sprache im Vergleich zu Slawismus etwa dreimal weniger Germanismen verwendet werden (Sabaliauskas, 1967, 72). Ähnlich ist es in vielen Dialekten. Nach einer genauen Untersuchung des Žemaičių Naumiestis-Sprachgebrauchs kann man jedoch behaupten, dass dieses Verhältnis ungefähr umgekehrt ist. Diese starke Einmischung der deutschen Sprache in die Sprache der Einheimischen ist in erster Linie auf viele extralinguistische Faktoren zurückzuführen, da diese die Sprachinterferenz stärker beeinflussen als strukturelle Sprachunterschiede (Weinreich, 1953, 3). Die wichtigsten extralinguistischen Faktoren, die die Einführung von deutschen lexikalischen Elementen in die Sprache der Bewohner von Žemaičių Naumiestis bewirkten, waren die geographische Lage und die Geschichte der Schnekte. Seit der mittelalterlichen Grenze waren die wirtschaftlichen und handelspolitischen Beziehungen zwischen Semigalien und Ostpreußen und der Region Klaipėda eng. Die Einheimischen erinnern sich, dass ihre Großeltern landwirtschaftliche Erzeugnisse nach Tilžė, Ragainė, Rusnė und sogar nach Karaliaučius zum Verkauf gebracht haben (siehe auch Kymmsep, 1951, 229). Vom 18. bis zum 19. Jahrhundert kam es zu einer Migration von Litauern (und Deutschen) nach Semgallen. Mit dem Aufstieg und der Ausbreitung des Kapitalismus in Litauen zogen die Kleinbauern und Landlosen dieser Gebiete nach Ostpreußen, um dort Geld zu verdienen. ir Das Land von Klaipėda. Iš Anfangs war es der umgekehrte ir Prozess. Dieser Semitische Sprachgebrauch ist reich an Germanismen, besonders in der Alltagssprache der älteren Generation. Hier, wo es um Haushaltsgegenstände, Handwerk, Zubereitung von Nahrung und Futter, Tierpflege usw. geht, ist jeder fünfte bis sechste Begriff deutsch. Fast alle Namen von Bau-, Transport-, Landwirtschaftsgeräten und deren Teilen wurden auch von den reisenden deutschen Meistern mitgebracht, die ihre Häuser in Segeberg errichteten. Alle in der einheimischen Semgallenischen Sprache vorkommenden Germanismen sind in: 1) alte Schuldwörter einzuteilen, die wahrscheinlich noch aus der Zeit der Kreuzritter-Eroberung überliefert sind, z.B.: diktas "fest" (< Dialekt dicht), pucūoti "essen, putzen", skūnė "Gartenhaus" (< Dialekt schune, skunia, skuna), staldis "Tor" (< Dialekt stald), stuba "Zimmer" (< Dialekt stuba, stub, stébe)! und 2) spätere Schulden, die zweierlei Ursprung haben: a) Litauer zu bringen und b) durch direkte Kommunikation mit deutschen deutsch gewordenen Litauern. 1958, 156). su ir 1 Diese und ir einige andere Germanismen dieser Gruppe werden nur von der uns interessierene nden Sprachgemeinschaft verwendet, aber von den ir anderen Semiten im Südwesten ir Preußens. 127 Wie aus den Beispielen hervorgeht, stammen die meisten deutschen Lexika in die Sprache der Semiten und Litauer nicht aus dem Allgemeinen Deutschen, sondern aus der dialektischen Variante, die in Kleinlitauen, vor allem im Plattdeutschen und Niederdeutschen, verwendet wurde, z.B.: kiulkis (lit. —kilkis) "Knödel aus gekochten Kartoffeln und Mehl" (vgl. Dialekt kilke), pliūmė "Pflaume" (vgl. Dialekt plūme, Dialekt Pflaume), Styvas "bewegungsunfähig, erstarrt" (vgl. Dialekt štiw, Dialekt steif), Spicbukas "Spitz" (vgl. Dialekt Spitz "scharf, kantig" + Dialekt būbe 'Kind'). Viele deutsche Schulden haben die Rand-Semiten über die Litauer erhalten. Sie brachten viele deutsche Wörter aus Ostpreußen und aus dem Gebiet von Klaipėda mit. Es ist heute schwer festzustellen, welche Germanismen die Semgallen direkt von den Deutschen übernommen haben und welche über die Litauer. Nur eines ist sicher: Unter dem Einfluss der Litauer wurden viele Germanismen im semitischen Dialekt sehr populär. Da sie kein Deutsch sprechen, unterscheiden die Semgallen normalerweise nicht, wo ihr Wort deutsch und wo litauisch ist. Nur sehr konkrete, mitgebrachte oder erschaffene Dinge ergänzen und bereichern das Vokabular (Weinreich, 1953, 53). So wurden spezifische deutsche Bezeichnungen von landwirtschaftlichen Geräten und Haushaltsgegenständen erwähnt, z.B.: dišlius *vežimo grazulas- ’, strafigas "kette", rymas "techn. „Gürtel“, „Teil eines Wagens“, „Seil“, „Rad geschweißt“, ohne ihre litauischen Entsprechungen zu kennen. Im Allgemeinen brachten die Litauer viele Gegenstände und ihre Namen mit, die den Semgallen unbekannt waren. All diese Realitäten nannten sie mit ihren eigenen Namen, meist deutschen Ursprungs, die auch von den Semgallen übernommen wurden. Nicht ohne die Hilfe der Litauer übernahmen die Semgallen viele semantische Bedeutungen, z.B.: girinė kiaiilé „Wildes Schwein“, girinė dntis „wilde Ente“ usw. Zu solchen semantischen Germanismen gehören auch "absetzen", tykdji pėtnyčia (Litauer sagen piėtnyčia) "Karfreitag" (deutsch: stille Woche). Auch vgl. das Schwäbische Schimpfwort, Sampuoti (Litauer sagen Sempiioti "verfluchen, fließen" (aus dem Deutschen schimpfen). Einige Wörter, die in eine andere Sprache übergegangen sind, ändern ihre Bedeutung und erweitern sie hauptsächlich. Manchmal verlieren sie ihren ursprünglichen Inhalt (Weinreich, 1953, 48, 49). Diese deutschen Lexika gibt es auch im zemgalenischen Dialekt. Zum Beispiel bedeutet das Verb schapuoti (aus dem Deutschen schėpfen) für die Litauer, wie für die Deutschen, 'zusammennehmen', und für die Zemaiten "essen". Auch das Verb puciioti hat sich in der Bedeutung "essen, putzen" eingeengt. Diese Bedeutung haben die Litauer beibehalten, aber für die Semgalen bedeutet dieses Wort nur ‚essen’, z.B. „visą supucūvo“ „visą suvalgé“. Ein interessantes Beispiel für einen Bedeutungswechsel ist das Wort ülender 'Pferdehändler' (von Hollinder 'Holländer'), das früher mit dem Kauf und Verkauf von Pferden in Verbindung gebracht wurde. Im Laufe der Zeit verlor es seine ursprüngliche ethnonymische Bedeutung 'Holländer' und jetzt bedeutet Ulender für die Semgallen "Pferdehändler". Ein weiteres Beispiel: Das von den Litauern mitgebrachte Wort kėžas "Käse" (aus dem deutschen Kdse) haben die Semgallen nur für den geschmolzenen Käse angepasst. Hausgemachter Käse in der Sprache von Žemaitija und blieb Käse. Die Litauer nennen Ziegen jede Art von Käse. Es ist zu beachten, dass sich viele deutsche Wörter in der Sprache der Zemgalen und Litauer von Žemaičių 128 Naumiestis erhalten haben. Die ehemaligen Litauer Ostpreußens und die Deutschen des Klaipėda-Kreises kennen sie nicht mehr, vor allem jene Wörter, die aus der deutschen Dialektvariante in die litauische Sprache übergegangen sind, z.B.: karnėlė "graben, Graben". (Aus dem Wörterbuch. Wählen. (Karneval). Rigel "Boom für Pferde zu binden" (Vol. Wählen. Rigel), štrdm "stark" (Vol. Wählen. 2. ir Auflage. Im Dialekt von Naumiestis bildet der deutsche Wortschatz folgende deutliche semantische Gruppen: Haushaltsgegenstänir de: akselinė "Maschine zum Zubereiten von Schnitzeln, (aus dem Deutsch. Hacksel "Hacken"), Blubber "Radio" (Aus dem Wörterbuch. Blubern "zu brummen"), briliai (Sprechgeräusche) "Gläser" (Aus dem Wörterbuch. Brille), Stuhl “Kette, Halskette' (Hrsg. iš Vok. Wählen. Stuhl) kufbas "geflochten" (Bd. Weißkopf-Schwarzkopf "Korb" in Vok. Korb), liéde "Blattschneidemaschine Box' (Bd. Vok. Wählen. l6d ‚deze‘, mit dem Zusatz ‚kailiné gūnia‘ (Aus dem Wörterbuch. Pelz ‚Mantel‘, Decke ‚Bettdecke- ‘), rdntiits viédras „Eimer mit Maßbändern“ su (Hrsg. plg. Vok. Rand ‘krastas’), rigelis „Boom zum Anbinden von Pferden“ (Aus dem Wörterbuch. Wählen. rigel), šiūpundė "Netz zum Tragen von Heu und Stroh" (Bd. Vok. schėpfen ‚semti‘, Bund "Bündel, Bündel“), "Wäschehärter“ (Vol. (Hrsg.): Plg. Spechte (Störche) ‚standinti‘ (Vol. sturken), Ass "Beutel" (Aus dem Wörterbuch. In: plg. Tébéktiizé "hibr. Tabakbeutel"), vané „vonia“ (Vol. Wanne), Hecht (Zaks) "Tasche" (Bd. Vok. Sack). Speisen, Getränke: biedel ‘gesalzene Mehl’ (Bd. Vok. beuteln ‚Mehl schmelzen', offensichtlich iš jo Dialekt-Variante, plg. - Ja, das stimmt. bydelėti „beizen“), ffmbriūtė „Meduolis, verbesserter Kuchen“ (Bd. Vok. Pfingsten ‚sekminés- ‘, Brot ‚duona‘), giviercai „prieskoniai“ (Aus dem Wörterbuch. Gewiirze), karefitai „violette Gartenbeeren“ (Bd. Vok. Korinthe „Rosinen- “), Klips „Fleischbällchen“ (Aus dem Wörterbuch. Klops), Kräuter “kleine Pflaumen” (Aus dem Wörterbuch. Kriecke), [yvervurstas ‚kepeniné dešra‘ (Aus dem Wörterbuch. Leber „kepenys“, Wurst „deSra“), marmaliddé „marmelddas“ (Aus dem Wörterbuch. Marmelade), mašina (masyna) ‚virykla‘ (Bd. Kochmaschine "Landkocher’- ), pluūmė “Pflaume’ (Aus dem Wörterbuch. Wählen. plime), spröde "Frühstück" (Aus dem Wörterbuch. Frisch, Bd. Sie. Haferflocken („pusryCiauti- “) (Aus dem Wörterbuch. Flocke), schmanta "Sahne" (Aus dem Wörterbuch. Wählen. šmand), šmultė „Schweinefett“ (Bd. Vok. Schmalz), šmekiūoti ‘schmecken’, šmerlekiūoti ‘schmecken’ (Aus dem Wörterbuch. Wählen. smėr lecken "Fett lecken"), $liufpti "schrubben" (Vol. Schlirfen), schlüpyti "gierig essen, essen' (Bd. Vok. schliipfen "ausrutschen, ausrutschen"; aber plg. schlüpfer "viel essen'), Sukuliédé 'Schokolade' (Vol. Schokolade), Wurstwurst (Bd. Vok. Wurst), zdmgurkis „Saatgurke, mariniert“ (Bd. Vok. Samen "Samen", Gurke "Gurke'), zdnkuk "Schichtkuchen' (Bd. Vok. Sandkuchen 'Sandkuchen'). Kleidung, Schuhe: dncugas ‘anzug’ (Vol. Anzug), ėlskis "Krawatte" (Aus dem Wörterbuch. Wählen. den Hals; plg. - Ja, das stimmt. "Krawatte binden"; Schmücken'), kedelys "Rock" (Aus dem Wörterbuch. Wählen. kleidė „suknelé“ (Aus dem Wörterbuch. Kleidung; plg. Hibr. Kleidchen "kleines Kleid'), kuzjuk (kuzjaks) "Mantel" (Bd. Vok. Wählen. Kopf-Jake "Reisemantel'), germulka "Hut mit Schnabel' su (Bd. Vok. Wählen. Germélé), Mütze "Hut" (Aus dem Wörterbuch. Wählen. Mütze; plg. Mučikė „Frauenhut- “), šiūršis „Schürze“ (Aus dem Wörterbuch. Schiirze), štritmpos „kojinés“ (Aus dem Wörterbuch. Striimpfe), štyfeliai ‘Stiefel’ (Vol. Stiefeln), sandales "Sommerschuhe" (Vol. (Sandelholz). Arbeitswerkzeuge, Maschinen, Geräte: Nebel "Akkumulator" (Aus dem Wörterbuch. Hacke; plg. akdtis <akditis "kleiner Haufen"; aber plg. 2. „Hacken, Häufen“ iš Hackfleisch, geräucherte Hühnerbrust ‚aufbereiten‘), drėšmašynė ‚Kulimoji mašina‘ (Vol. Dreschen ‘kulti’), ekelis ‚vaselis‘ (Aus dem Wörterbuch. In: plg. ékeliuoti “mit einem Schleifenstricken" (Vol. Häckeln) 9. 678 129 *karutis' (Aus dem Wörterbuch. Karren; plg. Wiederholen Sie "mit dem Wagen fahren" — iš Vok. Karren), gekrempelt "Leiter" (Aus dem Wörterbuch. Wählen. Krippen; plg. Krebse („Kopetélés- “), Krebse („Rukinukai“) (Aus dem Wörterbuch. Krause; plg. „mit Raffungen besetzt“), Mangalis „Bügelgerät“® (Aus dem Wörterbuch. Mangel), mangaliuoti ‚kociuoti, lamdyti‘ (Vol. In: hibr. susimangaliaves ‘susilamdes’, schlėga "Schlagstock" (Vol. Schligel), Stapnotelis ‘adymo nauda’ (Aus dem Wörterbuch. Wählen. Fußspuren; plg. Stumpfschwanz „adyti“ in iš der deutschen Sprache. In: plg. Stachelschwanz „Spinnrad“, „Spinnenrad“ (Bd. Vok. Winde ‚Schrauben‘). Bauterminologie, Möbel: || beskis barikis "suolas" (Aus dem Wörterbuch. Bank pl. Binke), dakponė Serpe“ (Aus dem Wörterbuch. Dachpfanne), erhöht ‚oblius, drožtuvas' (Aus dem Wörterbuch. Wählen. héwel), éveliuoti "hobeln" (Vol. Wählen. hėweln), éveliodé "Gulschuk" (Aus dem Wörterbuch. Wählen. hewelėde), gévelis „saspara“ (Aus dem Wörterbuch. Wählen. Gebel) "weicher Stuhl, Sessel" (Bd. Vok. Krasse * geflochtener Sessel'), kėlnorius "Keller' (Aus dem Wörterbuch. Keller) gegründet. ‚stalčius' (Vol. Wählen. /Entfernen "Kiste"), gemauerter "Säulenkranz zum Aufhängen von Balken, Balken" (Aus dem Wörterbuch. Wählen. miirenlatte), Stander "Zaunpfosten" (Aus dem Wörterbuch. Stdnder), Syveris ‚krosniakaistis‘ (Aus dem Wörterbuch. Schieber), grobkörnig "„Kamin“ (Vol. Schornstein), Spieß "Spiegel" (Vol. Spiegel) "Stuhl" (Stuhl), Schild "Querbalken" (Bd. Vok. Schwelle "Querschwelle"), trémpelis "unterer Teil des Hauses über dem Fundament" (Aus dem Wörterbuch. Trempel), Vifikelis "Klappe, Winkel' (Aus dem Wörterbuch. Winkel; plg. į Filter „kampu“). Wörter, die die ir menschliche Tätigkeit beschreiben: bygaras || bagaras "kartis, pagalys' (Bd. Vok. Bagger 'ein Bergwerk, das zum Abbau von Bernstein verwendet wird'; plg. bygaruoti || bagaruoti "mit der Hand bitter winken, schließlich"), bilderiuoti "fotografieren" (Aus dem Wörterbuch. Bild pl. Bilder ‘Bild, Fotografie'), gestrichen "erforderlich" (Vol. brauchen), berštūoti „trinti plausine“ (Bd. Vok. Der Name bedeutet so viel wie „Schlauch“, „Streifen“, „Streifen“ oder „Streifen“. Laden; plg. liédingé "Ladung, Teil der Ladung*), expandieren "vergleichen (Mila)' (Aus dem Wörterbuch. platten), rolliūoti "den Boden wälzen, kočiuoti" (aus dem Deutschen rollen "risti, ritinéti'; vgl. rūlis 'gepacktes Kind'), šapuoti "komšti" (aus dem Deutschen Dialekt šūpen; vgl. šapinė "Ciuzinys'), spurorūoti "sammeln" (aus dem Deutschen sparen), šneideriuoti "nähen" (vgl. Schneider "Schneider", vgl. Schneider 'siuvéjélis', šneiderka "Schneiderin"). Kinder, Lehrmittel: b6l/ė ‘Ball’ (deutsch Ball, plg. boliké 'Stifte'), gibūrzdukas „Geburtstag“ (Vol. Geburtstag), klingeris "geburtstagsgeschenk" (aus Die Morgenröte. In: Klinger, lit. vok. Klingel; pgl. klingeriuoti "mit einem Ruf anrufen"), pernole "Feder" (aus dem Dialekt pernéle), spridikis "Lehren" (vgl. Dialekt predigt), špyliūoti "Spielen" (vgl. prašpyliūoti kūrą "den Krieg verlieren"), šiūlė *skola' (Litauischer)' (Vol. Schule), tobytis “iSdykauti, siausti’ (Aus dem Wörterbuch. Toben). Fahrmittel: boné „Zug“ (aus Bahne, vgl. hybrid. borikelis „Eisenbahnschienen“), grdnta „Kiesweg, Straße“ (aus Grand „Zwirr“), liodingė „Fahrzeugteil, Ladung“ (aus dial. liéding), liogeris „Wellenlager“ (aus dial. /6ger), pypeliuoti „signalisieren“ (aus dial. pipeln), pjpelis „Fahrzeugsignal“ (aus pipel), reipas „Rad umgeschweißt“ (aus dial. reif), rūngas „Radquerschnitt“ (aus dial. runge), ratas „Fahrrad“ (aus Rad), šėpis „Schiff“ (aus Schiff), slypkos „Roges“ (aus dial. sleppe und slawischen Suffixen -k-; vgl. Slypkutés „Rogutés“), Spdnegelis „Metall-- Fahrzeugstift“ (aus Spannegel). 130 Handel: (pa)burgieren "an Kredit verkaufen" (deutsch borgen, vgl. auf der Bufga "skolon'), pigelnik "kleiner Markthändler" (vgl. dialekt. pigel "Hütte'), reficelis 'Träger' (deutsch Ranzen), stūkis 'Stück' (deutsch Stiick vgl. stukėlis || Diosytis 'gabalélis'- ), šmūkuliuoti "Handel betreiben, Schmuggel" (vgl. schmuggeln; vgl. šmukulis || šmukūlninkas "Geschäftsmann, Spekulant'), jülender "Pferdehändler' (Aus dem Wörterbuch. In: Hollands Dagblad. (holländisch). Zeitbezeichnung: jūnis „Juni“, mumeiit „sofort“, minūta „Minute“; pgl. miniütnik „Minutenzeiger“), stūmda || stūnda „Stunde“ (deutsch Stunde); plg. Schieberegler || Schieberegler “Stundenzeiger'; Hrsg.: Hibernia. Mittagspause). Staat, Verwaltung: caitunga 'Zeitung', kaliuzea 'Gefängnis' (vgl. Klause 'Hauptsitz des Abtrünnigen'), rubezgrabe 'Staatsgrenze, Grenze zwischen Grundstücken' (hebr. von Graben 'Graben' und sl. py6emc). Wörter, die den inneren Zustand und das Äußere des Menschen beschreiben: drimmel "starker Jugendlicher" (vgl. Dialekt: drimmel), fläüöti "brechen" (vgl. Dialekt: fläüöti). fehlen, vgl. fėlė „Mangel (körperlich)“, furši „bewegte Frau“ (deutsch: fursch), giliūkis „Glück, Glückseligkeit“ (deutsch: Gliick, vgl. giliukingas „glücklich“ von gliicklich, giliukingai „glücklich- “, netieūkis „nelaimé“- ), liūstas „gute Laune“ (deutsch: Lust „Lust“, vgl. liustavdti „spähen“), spūken „Spürnase“, špūkas „Geist“, šmėkla (aus dial. spike), stimuluoti „stimmen- “, vgl. iStimuoti „noch gesund sein“, žarkūs „starkas“ (deutsch: stark), švicūoti „schwitzen“ (deutsch: schwitzen), šakarinė „betrügerische Frau“ (deutsch: schachern „spekulieren, sich mit schmutzigen Arbeiten beschäftigen“), špicbukauti „krėst išdaigas“ (deutsch: Spitzbūbe „gefallenes Kind“), unikalus „stürmischer Mann“ (Bd. Vok. Onkel „de“). Menschliche Beziehungen: ein bisschen "splittern. švebeldžiuoti (vokiškai)' (iš vok. dial. drivel), dūneriuoti "plūstis, keiktis' (plg. vok. donnern "griausti', plg. uždūneriuoti "nusikeikti- '), ergeliuotis "bartis, pyktis" (vok. argel'n), ergelis 'apmaudas, pyktis’ (vok. Arger), kamaratas || kamarėtas (vok. Kamerad), liūosininkas (I' ūsininks) ‘inamys’ (plg. vok. Lossman; dar plg. liūosininkauti “būti įnamiu"), Iėbė (liebi) "geras gyvenimas’ (vok. Leben “gyvenimas’), liutėrija "rizika' (vok. Lotterie "loterija'), Strydiotis "bartis, pyktis' (vok. Wählen. stride, plg. sich streiten, sich streiten lassen; (§)tridals "heißer Kohl", (§)trydmikis "heißer Kohl'), ašmeriuoti "die Unsinnigen fett machen" (vgl. Humor 'Humor'). Krankheiten und deren Behandlung: Anis „anyZiai“ (deutsch: Anis), spucken *diauriuoti® (deutsch: spiilen „spülen“), schlecken „schlecht fühlen“ (vgl. schlecht „schlecht, schlecht“; auch vgl. schlektūmas užėjo „es wurde mir schlecht“, man §lektai „es geht mir schlecht“), stinken „Ammoniak“ (vgl. stinken „geruchhaft sein“), weinen „arbeiten, padéti“ (deutsch: arbeiten). Verschiedene andere Wörter: bybelis „Bibel“ (deutsch Bybel), fursi Frau „schlaue Frau“ (deutsch fursch), jefgau || jafgau istikt. ‘vaje’ (vgl. Herr Gott), juksai „Müll“ (vgl. Jucks), karnélé „Graben, Graben“ (vgl. karnél), kliuperis „Belohnung für die Arbeit mit Produkten“ (vgl. kluper), krépelis „Besen“ (vgl. Kriippel, vgl. krépeliuoti „Schlaff werden“; vgl. kripal, kripal „Interj. zur Beschreibung von Schlaffheit“), knipelis „Spitze“ (vgl. Kniippel), kūrė „Kalakute“ (vgl. kure, vgl. kurinas „Pute“; vgl. kuriks || kurytis || kuriitis hybrid. „Pute“), rige3 131 Lila „luitas, gabalas“ (Aus dem Wörterbuch. Riegel, Bd. Einfrierį en des Riegels "ein į gefrorenes Stück, lita"), Schwaak ‚schwach‘ (Bd. Vok. schwach ‘schwach’), stufkis "gandras" (Vol. Storch). Die deutschen Wörter, į die in den Sprachgebrauch der einheimischen Semgallen eingingen, wurden an ihre entsprechenden Normen angepasst. Heute ist es schwer zu unterscheiden, in welchen Fällen sie die litauischen und in welchen die semitischen Formen erhalten haben. Eines ist jedoch sicher: Die von den iš Litauern erhaltenen deutschen Wörter wurden von den Semgallen erheblich überarbeitet. Wie der iš Müll, der von den Litauern erhalten wurde "Schaufel" (Bd. Vok. Pik 'zu sammeln- ') Zemgalen ir šį wurde das Wort Müll begann zu verwenden, um die Bedeutung me “die Frau mit dem großen iš Gesicht”, Spdtas der Litauer ‚kastuvas‘ (Vol. Spaten) wurde Spaten ‚semtuvélis‘. Die deutschen Suppennamen wurden mit dem Suffix ka „Semitisch“ versehen. -Schmerzen, z. B. Schwindel „süße Suppe“, müzynė "Milchsuppe", Reissuppe "Suppe aus geriebenen ir Würfeln" usw. Die Semiten haben sich eine Reihe von t. y. Hybriden, zusammeniš gesetzten Wörtern, Litauern angeeignet oder sie selbst erschaffen (jetzt ist es schwer zu bestimmen). Jų Ein Punkt ist deutsch, ein anderer litauisch, z.B. borikelis"geležinkelis" (Hrsg. iš Vok. Die Bahn. ir Schnabelschwanz- -Schnabelschwanz „statinė jovalui laikyti“ (Aus dem Wörterbuch. Wählen. Getränk „jovalair s“ lautet. Kugeln ‚pjuvenos‘ (Aus dem Wörterbuch. Jucks "Müll, Abfall" ir lit. Spiros), Siefikripés „Seitengitter“ (Vol. Krippe "Leiter", auch plg. Heuschrecke "lange Leiter"), Dreiecksbrücke *Fußschlaufe' (Vol. Strumpf pl. Streifen). Es gibt ir bereits stark litauisierte, einfach umgewandelte Wörter, z. B. šnipštukas (Die Litauer sagen šnipeldukas) *Nasenlöcher' (Vol. Schnupftuch, Vok. Wählen. Schneewolf "Nase"). Die Litauer werden die dialektale Variante snūveldok übernehmen, während sie noch leben East In Preußen und In der Gegend ir von Klaipėda gebracht į Die litauische Seite. In Bezug auf die quantitative Anpassung der deutschen Substantive muss festgestellt werden, dass Wörter, die mit einem harten Vokal endeten, im ar Litauischen Oder mit Steinen, z.B. Korb, Birke, Bürste usw. ir Der Singular von Substantiven wurde oft aus dem deutschen Pluralstamm gebildet, z.B. bilderis "Bild, Foto" (deutsch Bild pl. Bilder), kinderis ‚vaikas‘ (Aus dem Wörterbuch. Kind pl. Kinder) ir kt. Viele Substantive erhielten litauische Deminutivsuffixe: -ytis, -elis,.-aitis (Ze. -atis), -ikė, -inė, z.B. kurytis "Pute" (aus dem Dialekt kure), mučikė 'kapuraité' (Miitze), plecditis (plecdtis) "Platz", stukėlis 'Stück' (Stiick), stubinė "Dienerin, Dienerinchen" (Ze. Wählen. Stube ‚Zimmer‘). Es gab auch gegensätzliche Fälle (die nicht häufig sind), in denen aus litauischen Grundwörtern Vedische mit deutschem Suffix gemacht wurden, z.B. kūlerija "Schweinerei, Unordnung" (vgl. Schweinerei —Suffix -erei), pinkerija "Verwirrung, das, was verwirrt ist'. Siehe auch fotografist ‘Fotograf’ elektricist ‘Elektriker’ usw. Deutschsprachige Adjektive, die in die lokale litauische Sprache gelangten, erhielten in der Regel das litauische Suffix -ingas®, z.B. giliukingas ‚glücklich‘ (deutsch gliicklich), listingas ‚verräterisch‘ (deutsch listig). Vgl. die entsprechenden Adverbien profundiki, listingai. Adjektive hi 2 Es erinnert an das deutsche -ig-, -(/)ich und hat eine ähnliche Bedeutung. 132 Ruidin "rund" (Vol. rund), kaitynas "zufrieden" nach dem litauischen Modell kūpinas zu machen. Verben wurden hauptsächlich durch Hinzufügen von Suffixen angepasst -ieren - Ja. -oti, -auti), seltener slawischen Ursprungs -Aktivitäten wie z.B. Tanzen ‚a Covered Ginia‘ (Vol. decken), Jagen "fehlen" (Vol. fehlen), knibeliuoti ‚arbeiten, krapschen‘ (Bd. Vok. knibbeln "binden"), liustavoti "Spaß haben" (Aus dem Wörterbuch. Substantiv Lust “gute Laune’), knacken "Frühstück' (Vol. Friihstiick "Frühstück'), schmunzeln "schlecht fühlen" (Aus dem Wörterbuch. schlecht „schlechir t“) usw. Manchmal wird ein litauisches Suffix an das deutsche angehängt, z.B. dūneriauti "verfluchen" (Vol. donnern ‘donnern’), planėrūoti ‘planen’ (Vol. planieren), turnérúoti "sportlich betätigen, trainieren" (Vol. Turnieren). Verben deutschen Ursprungs haben oft litauische Präfixe, z.B. apšampūti „i¥barti“ íštimūoti "in guter Laune sein, gesund’, muamioti ‘müde’ (Vol. ahnen), pastelliuoti "bestellen, bereitstellen" (Vol. stellen), supuciioti ‘aufessen’, susiStrydioti ‘zusammenkommen, sich verärgern’ (Vol. Wählen. streiden), uZduneriuoti ‘versöhnen’, užklingiūoti ‘verheiraten’ (Vol. Klinke „groß“). Viele deutsche Wörter sind nicht adaptiert, z.B. fimama „senelé“ (Vol. Oma "bobutė'), ūpapa "Großvater" (Vol. Opa, Papa. 'vader' (Vol. Papa), briiit „duona“ (Vol. Brot), Spieß "Lachs" (Vol. Speck), mėser "Messer" (Vol. Messer), itrdm ‚tvirta‘ (Vol. Wählen. strūm), strėng "streng" (Vol. streng), fēst ‚tvirtas‘ (Vol. Fest) kt. ir Sie blieben unverändert, weder in Verb noch in Zahl. Die in diesem Artikel beschriebenen Germanismen, obwohl sie den älteren ir Einheimischen gut bekannt sind, verschwinden unter dem Einfluss der allgemeinen litauischen Sprache schnell. Sie werden normalerweise nur von Menschen der älteren Generation verwendet, insbesondere von Litauern. Junge Leute, die die Schule besucht haben, verstehen sehr gut, dass die genannten Wörter bereits Barbarismen sind, deshalb versuchen sie, sie durch litauische Entsprechungen zu ersetzen, obwohl es ihnen immer ne gelingt. Be Diese Germanismen, natürlich, sind nicht verwechselt mit älteren Samogitianer, wenn sie über die Vergangenheit sprechen, über Die Realitäten des kleinen ir Litauens manchmal, um ihre Sprache anschaulicher zu machen. Viele Germanismen verwenden sie, wenn sie su mit den einheimischen Litauern sprechen, in deren Sprache diese noch recht häufig vorkommen. LITERATUR Kymnep/Kusimes II. H. DTHRYeCKHE TEPPHTOPHH K Ich habe es geschafft. M.: M35-Bo AH CCCP, 1951. 280 c. Gimbutas J. Die Architektur des litauischen Hofes in Kleinlitauen. Neu York 1958. 156 p. Kurchat H. Das Memelddische ABC: Volkskundliches Wörterbuch des Memelandisches Niederdeutsch. Oldenburg: Siebert, 1964. 160 S. Sabaliauskas A. Entwicklung des Wortschatzes der litauischen Sprache, seine Bereicherung in den sowjetischen Jahren // Litauische Sprache in den sowjetischen Jahren. V., 1967. P. 68—102. Zinkevičius Z. Die Geschichte der litauischen Sprache. D. 1: Ursprung der litauischen Sprache. V.: Wissenschaft, 1964. 387 p. Weinreich U. Sprachen in Kontakt. N. Y.; Philadelphia, PA, Vereinigte Staaten 1953. 147 p. 133 DEUTSCH LOANWORDS IN THE LOCAL Dialekt OF Deutsch NAUMIESTIS ZusammenfIn assung der Arbeit der Autor analysiert die a sprachlich komplizierte Situation in der kleinen Ortschaft Žemaičių of Neustadt. Hier die lokalen Der samogitische Dialekt wurde stark von den by sogenannten lietuvininkai, Neuankömmlingen aus dem ehemaligen Eastern Preußen und die Klaipėda Bezirk. Darüber hinaus ist die lokale Samogitian Dialekt hatte auch die by Deutsche Sprache seit langen Jahrhunderten. Die Störung der of Die deutsche Sprache im in lokalen Dialekt impliziert die Umstellungsmuster aller Bereiche der Sprache, wie of z.B. des phonetischen in Systems, teilweise der of Morphologie und Syntax und fast aller as Bereiche des Wortschatzes. of As we Wie wir wissen, kommt es zu lexikalischer Entlehnung, a wenn das Vokabular is des in Empfängers das kulturelle of a Umfeld einer bestimmten Lokalität nicht erfüllt. Die Arbeit versucht aufzuzeigen, to in welchem Ausmaß Interferenzof en die Struktur der by beiden Sprachen of beeinflussen. in as as by Nicht-linguistische in Faktoren im soziokulturellen Kontext of von Sprachkontakten. Die Störung war gegenseitig. Up Bis jetzt kann man viele zurückverfolgen Litauische Wörter in die mündliche Sprache of die Deutsche. Die konkretesten deutschen Leihwörter, solche as Bezeichnungen für neu erfundene und importierte Gegenstände, waren lediglich Ergänzungen zum Vokabular des lokalen samogitianischen Dialekts. Eine ganze Reihe von Germanismen erweiterten ihren Inhalt, viele verzichteten auf ihre alten Bedeutungen und erwarben neue. Viele deutsche Semantemen wurden aus dem deutschen Dialekt entlehnt, der damals im ehemaligen Kleinlitauen gesprochen wurde. Die deutschen Leihwörter, die im lokalen Dialekt von Žemaičių Naumiestis verwendet werden, bilden vierzehn semantische Gruppen. Die entlehnten Wörter wurden im Empfängerdialekt, d. h. im lokalen samogitischen Dialekt, entsprechend den phonetischen und morphologischen Mustern der litauischen Sprache adaptiert. Unter den hybriden Verbindungen können wir auch solche unterscheiden, bei denen der Stamm deutsch bleibt, aber eine andere Komponente die litauischen Wortbildungselemente erwirbt: Suffixe, Präfixe, Endungen. Einige der deutschen Wörter gehorchten überhaupt nicht den Normen des Empfängerdialektes. In letzter Zeit haben die Leihwörter im lokalen samogitischen Dialekt allmählich ihre Bedeutung verloren und werden vor allem in der Sprache der älteren Samogiter und Litauer verwendet.