Balsių kaitos aprašai nuo Augusto Schleicherio iki Kazimiero Jauniaus
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ACTA LINGUISTICA LITHUANICA LTETUVIŲ KALBOTYROS FRAGEN XLITI (2000) 1981: Die GeschichVilniaus pedagoginis universitetas te der österreichischen Musik von August Schleicher bis zum 20. Jahrhundert. Die Veränderung der Wurzelausdrucksweise hat die Aufmerksamkeit vieler Linguisten erregt. Hinweise darauf finden sich bereits in der ersten gedruckten Grammatik der litauischen Sprache. Daniel Klein erwähnt im Kapitel „Über verschiedene Buchstabenpositionen oder Akzidenzen“ dreifache „Buchstabenakzidenzen“: Veränderung, Kontraktion und Fall. Im weiteren Verlauf des Kapitels werden die Veränderungen in den Dialekten diskutiert und es wird behauptet, dass andere, d.h. die Veränderungen in Bezug auf das Schreiben, aus den Limesund Asmen-Dialekten hervorgegangen seien (siehe Klein 1957: 427). In den Abschnitten über Personen konzentriert sich D. Klein auf die Veränderungen der Markierungsbuchstaben zy', erwähnt aber auch die Vokale der vorletzten Silbe. So wird beispielsweise in Bezug auf die Vergangenheit von Verben darauf hingewiesen, dass einige Verben mit -auju die Vergangenheit „ganz unregelmäßig“ bilden, nämlich: palowiau —aus der Gegenwart palauju, aus der Zukunft palausu®. Bei der Diskussion der Ausnahmen bei der Bildung anderer Zeitformen erwähnt Klein besonders die Verben des Typs sirgau, die den Vokal e der vorletzten Silbe „wegen des besseren Klangs in der Zukunft durch ein i ersetzen, das in der daraus gebildeten Vergangenheit verbleibt“ (Klein 1957: 427). Im Abschnitt „Über den Namen und seine Zufälligkeiten“ wird auch von „Buchstabenänderungen“ gesprochen. Neben den Bemerkungen über den Wechsel der Vokale an den Enden der einfachen Vokale wird auf ein ähnliches Phänomen bei den adjektiven (nach Klein emphatischen) Adjektiven und Teilnehmern hingewiesen. Die Veränderung des Ausdrucks des Substantiv-Affixes, wie auch andere „Buchstabenveränderungen“, begründet D. Klein mit dem „angenehmeren Klang“ – mit anderen Worten, euphonisch. 82. Einen besonderen Platz in der Geschichte der Untersuchung der Vokalveränderungen der litauischen Sprache einnimmt August Schleicher. Er war der erste Forscher, der nicht nur die gesamte Vielfalt der Wurzeln der litauischen Sprache umfasste und beschrieb, sondern auch den Platz der Vokalisierungsänderungen im allgemeinen System der Lautentwicklung der indoeuropäischen Ursprache wissenschaftlich begründete. Im ersten, phonetischen Kapitel der 1856 erschienenen „Litauischen Grammatik“ werden die Vokalgesetze ausführlich beschrieben. Bedeutend ist, dass dieser Wissenschaftler, wie! Klein nennt die Buchstaben vor dem Endwort u. 2D als Markierungsbuchstaben. Klein nimmt die Verbindung der Zeitformen anders wahr als heute üblich. Nach seiner Ansicht 1957: 479).
werden alle Zeiten „unmittelbar“ oder „mittelbar“ aus der direkten Ableitung der gegenwärtigen Zeit abgeleitet (vgl. Klein unterscheidet, wie er selbst betont (vgl. Schleicher 1856: 34), deutlich zwischen den Gesetzen, nach denen sich die Vokale bei der Wortbildung und -konjugation verändern, und den Gesetzen der Lautverbindung. Die ersten Veränderungen bilden ein System, das in der vergleichenden indoeuropäischen Sprachwissenschaft als Vokalstufen bezeichnet wird. Laut A. Schleicher entwickeln sich die Vokale des Litauischen durch Schwächung (vocalschwachung) und Verstärkung (vocalsteigerung). Letzteres unterscheidet zwei Stufen, die den Phänomenen Guṇa und Vṛddhi entsprechen, die aus den Grammatiken indischer Sprachen bekannt sind. Wie in den vergleichenden Grammatiken der germanischen Sprachen unterscheidet er drei Vokalklassen oder Reihen, deren Hauptvokale a, i, u seien. (siehe Abschnitt 4.4) Schleicher 1856: 62). Zum Beispiel entstehen die a-reihen Vokalismus Wörter, auf der einen Seite, durch die Veränderung des Hauptvokal a į o („steigerung“), iš Varianten der anderen Seite, entstanden durch Abschwächung (,,schwachung®) des Hauptvokal su e (oder verlängerte ė), i (verlänge7): rte Hebel, schwingen, wiegen, gewogen, zu prüfen. Es wird separat erwähnt, dass manchmal in dieser Zeile auftreten kann u (Strecken, Ziehen — Dellen). Iš Gesamtzahl der Wörter in der a-Reihe, die am häufigsten vorkommen (pro 1000 Einwohner) 80), iš von denen noch getrennt : sind Wörter des Typs Bredu-Weave, die su Verwirrung in der i-Zeile zeigen. Die Vokalvarianten der i-Reihe sind in der folgenden ai Reihenfolge angeordnet: i(y), e(=ie), (keimen, keimen, keimen); Die u-Reihenfolge besteht aus ov folgenden Mitgliedern: u(ū), u(=uo), au, manchmal av, (kruva, laden, laden). A. Schleicheris daugiausia remiasi Ferdinando Nesselmanno ir Konstantin von Syrakus. An einer anderen Stelle sind Dialekte oder andere indoeuropäische Wörter aufgeführt. Die Position des Hauptvokal wird manchmal nicht durch das ganze Wort, sondern nur durch die Wurzel o angezeigt. So lässt sich verstehen, dass in der Vergangenheit das Wort eines solchen Vokalismus sein musste, zum Beispiel in der Zeile des Wortes ėd-mi ist in der Vokalismusposition a nur die Wurzel adangegeben, für das Wort slėgti —die Wurzel slag-, für das Wort rėkti —die Wurzel rak-, und das Dach wird durch die Wurzel stagdargestellt. A. Schleichers ziemlich umfangreiche Liste von Konsonantenwörtern ist in vielerlei Hinsicht für die heutigen Forscher von besonderem Wert. Bei der Gruppierung der gemeinsamen Wörter hat er sich nur an einer anderen Stelle geirrt, z.B. mit dem Wort sterben gleicht er unnötig den Slawismus morai „Trage auf der Beerdigung“ mit dem Slawismus dyvas, schmackhaft zu trinken, mit dem Slawismus godas. su (siehe Abschnitt 4.4) Sabaliauskas 1979: 68). A. Schleicher kam zu dem Schluss, dass die große Vokalvielfalt der litauischen Sprache, wie auch der anderen Sprachen, nicht ursprünglich sei: mehr ursprünglich bleibende Merkmale seien in der u-Reihe geblieben, die auch in der litauischen Sprache nur dreimal vorkommt, die Neuheit der i-Reihe zeige, dass sie die unterschiedlichen ie und ei besitze; Die a-Reihe, die am weitesten von der ursprünglichen Form entfernt ist (siehe Abschnitt 4.4) Schleicher 1856: 62). Wie bereits erwähnt, hat A. Schleicher deutlich gemacht, dass die Gesetze der Klänge zweiseitig sind. Nach den oben beschriebenen Gesetzen, so sagte er, ändern sich die Laute in der Wortbildung und -verwendung. Daher hat er die Variation des Wurzelvokalismus nicht aus den Augen verloren und in 3 Beispielen von A. Schleicher wird in den Wörtern kőva, šūvis, lūžti und anderen Wurzeln mit einem langen Vokal u geschrieben. 4
in einem anderen Kapitel, Wortbildung. Hier werden die Vokalveränderungen nicht ausführlich untersucht*, aber die neben den Veden vorgestellten Wurzeln anderer Vokalismus zeigen, dass der Wissenschaftler die gleichzeitige Vokalveränderung bei der Präpositionsbildung beobachtet hat. su Nur ist nicht ganz klar, nach welchem Prinzip remdamasis, A. Schleicher in der Liste der vorgestellten Derivative den Vokal der ausgeschlossenen Wurzeln angibt, z.B.: winter — Vzim®, Laima — Vlam, Rabatt — Vlid, offen — Vvar, alt — Vsan, gekrümmt — Vkriv, Burg — Vpal, hart — Da. Am häufigsten scheint es sich um das Hauptmitglied der entsprechenden Vokalvariante zu handeln, das A. Schleicher hatte, wie die ir indischen Grammatiker, einen schwachen Grad. Bei der Angabe von Beispielen für bestimmte Arten von Formationen erwähnt er fragmentarisch, bereits als ein klarer Gegenstand iš der berühmten Wissenschaft, manchmal separat die Veränderung der Vokale. Zum Beispiel wird darauf hingewiesen, dass bei Substantiven mit dem Suffix -a der Wurzelvokal oft verstärkt wird, o ne Schwächung: Wächter, Dolch, Geruch, Weg, Flut, Pest, Pfund ir t. t. (Schleicher 1856: 102) Die ausführliche Klassifikation der Verben der litauischen Ursprache in der Schleicher Grammatik® basiert auch auf den Unterschieden im Ausdruck der Wurzel (oder des Stammes im Allgemeinen). Die Grundlage für die Einteilung in Klassen sind die Eigenheiten der Gegenwart, z.B. verlängerter oder veränderter Wurzelvokal (II. Klasse), nasale Konsonanten in der Gegenwart (I. Klasse) usw. Das Verb wird mit Blick auf das Vokalismus-Konjugationssystem beschrieben: Es wird angegeben, welche Konjugationsstufe die Verben der jeweiligen Klasse repräsentieren (siehe Schleicher 1856: 234-254). Im Wesentlichen basiert Schleichers Verbenklassifikation auch auf heutigen Grammatiken. §3. Die von A. Schleicher entwickelte typologische Klassifikation der Wurzelstruktur der litauischen Wörter hat zweifellos einen bedeutenden Platz in der indoeuropäischen Sprachwissenschaft eingenommen. In der Geschichte der baltischen Grammatiken wurde diese Frage erstmals wissenschaftlich untersucht, weshalb spätere baltische Forscher sich bereits auf Schleichers Theorie stützten. Die 1876 veröffentlichte Grammatik der litauischen Sprache von Friedrich Kuršaitis unterscheidet sich in der Beschreibung der Vokalwechsel kaum von der Theorie von A. Schleicher. Nur F. Kuršaitis behandelt die Vokalveränderung nicht in der Phonetik (da wird nur auf die für Sanskrit charakteristischen Vokalveränderungsgrade hingewiesen), sondern im einleitenden Kapitel über die Wortbildung. Dies zeigt die Tendenz, die Veränderung der Laute als Teil der Wortbildung zu betrachten. Dass F. Kuršaitis sich auf die Untersuchung der Vokalveränderungen von A. Schleicher gestützt hat, zeigen dieselben Beispiele und manchmal auch direkte Verweise auf das genannte Werk (vgl. Kurschat 1876: 80-82). 84. 1884 erschien die Studie von August Leskien Der Ablaut der Wurzelsilben im Litauischen (siehe Leskien 1884). Wie er selbst in der Einleitung behauptet, hatte seine Beschreibung der Vokalwechselreihen nicht den Zweck, die damals existierenden indogermanischen Kal- * Schleicher selbst hat betont, dass dies im Abschnitt über die Arbeit nicht ausführlich dargelegt wird, 0,.was unter die Hand fiel“ (Schleicher 1856: 102). 3 Mit diesem mathematischen Symbol bezeichnete A. Schleicher in der Beschreibung der Derivaten die Wurzel. 6 Die Klassifikation der litauischen Verben wurde bereits in der vorherigen Ausgabe von 1853 vorgestellt. Litauisch, gedruckt in A. Schleichers Werk Lituanica. In der Grammatik ist sie jedoch detaillierter.
bų Theorien des Vokalismus. Anot A. Er wurde als Hilfsmittel zur Untersuchung des Vokalismus slawischer Sprachen entwickelt. A. Leskien weist darauf hin, dass die Proben gesammelt iš F. Nesselmann Wörterbuch, aber später ergänzten sie das selbst gesammelte Material nur in Englisch, ne aber iš ir iš Lettische Sprache. Im Gegensatz zu früheren A. Forschern unterscheidet Leskien fünf I. Reihen ė von ėj Vokalwechseln: iy(i) ei(ej) ai(aj) II. Sie sind hier: au ov III. a)ii (=i)eėa0o (=a) b)eéao (=a) IV.éao(=a) V. a o (=a) (zr. Leskien 1884: 268-269). Die traditionelle Einteilung in drei Vokalwechselreihen war kein Zufall. Es ist ein abstraktes Schema der regelmäßigen Abwechslung von Vokalen in verwandten Wörtern. A. Das von Leskien vorgestellte System ist nicht perfekt, — ji nur die Realisierung ist besser. Iš Substanz III, IV ir V Reihe entspricht A. Schleicher-- System a-Reihe. Die Unterscheidung erfolgt auf der Grundlage der unterschiedlichen Realisierung der Alternierungsmöglichkeiten in den jeweiligen Wurzeltypen. Zum Beispiel sind die vierte und fünfte Zeile im Wesentlichen mit demselben Vokalismus vertreten, nur die Wechsel der fünften Zeile werden durch Wurzeln illustriert, die keine Variante mit ė haben (ariu: orė, blaškai: bloškiu, privalau: prievolė). Die dritte Zeile ist nach Leskien heterogen: er unterscheidet III a (bildu: beldžiu: baldas) und III b (degu: nuodėgulis: dagas: ato-dogei), obwohl er selbst in der Einleitung behauptet, dass diese Zeilen eng miteinander verbunden sind und zu einer einzigen zusammengefasst werden können (siehe Leskien 1884: 268). Diese Aufteilung der Warteschlangen ist vielleicht informativer: Sie gibt einen besseren Überblick über die Produktivität der Schichttypen. Im Allgemeinen ist der klare Wunsch von A. Leskien zu bemerken, so viele Alternanten jeder Wurzel wie möglich zu finden, d.h. alle Grad der Vokalveränderung jeder Wurzel zu zeigen. Sehr oft, wenn kein litauisches Wort gefunden wird, wird die Veränderung durch lettische Wörter (manchmal nur durch sie) veranschaulicht, z.B. ie: ai, i: der Vokalismus i wird durch la veranschaulicht. kneebju: knapit, miju: miju (siehe Abschnitt 4.4) Leskien 1884: 138). Diese Auswahl der Beispiele verzerrt manchmal das wahre Bild der Funktionsweise der Vokalveränderungen in der litauischen Sprache. Die semantische Verbindung einiger Wörter, die als gemeinsame Wurzeln angesehen werden, konnte kaum synchron beobachtet werden (z.B.: zízti: pás: záhrada (S. 324); Ende: gelb (S. 325); Brücke: Bettwäsche: weit weg (S. 349), so dass die Untersuchung von A. Leskien genauer als diachron bezeichnet werden könnte". Der zweite Teil des Werkes zeigt die Verbreitung der Veränderungen in den verschiedenen Subsystemen der litauischen Sprache. Es besteht auch im Wesentlichen aus einer Reihe von sehr fein klassifizierten Beispielen mit kurzen Kommentaren. ' A. Leskienas veröffentlichte eine Reihe neuer korrekter su etymologischer Vergleiche (siehe Sabaliauskas 1979: 74), aber aufgrund der Vernachlässigung der Semantik (siehe auch la. didels —la. Das Verständnis von didit (,,song*) für die Identifizierung seiner Wurzel ist nicht synchron. 6
A. Leskieno Der Ablaut der Wurzelsilben im Das Litauischen war über viele Jahre das einzige Werk, das sich vollständig der eigenständigen Frage der historischen — Grammatik des ir Litauischen, der Vokalveränderungen, widmete, und war für ne alle Forscher vielleicht bo sowohl wegen der theoretischen Grundlagen als auch wegen des reichhaltigen Illustrationsmaterials von großer Bedeutung. §5. A. Schleicherium ir F. Die Kurländische Grammatik hat zweifellos die theoretische Grundlage für die zu Unterrichtszwecken geschriebenen Antano Baranausko ir Kazimiero Für junge Arbeiten. A. Baranauskas Vorlesungen im Priesterseminar waren be jo Eigenes Wissen veröffentlicht in der slowakischen Sprache des Sprachführers. Der zweite Teil der Grammatik, der „Wortschatz“ genannt wird, enthält einen Abschnitt über die „Umkehrung“ von Vokalen. A. Baranauskas bestimmt drei Grundvokale a, i, u, iš Die, mit jo anderen Worten, sind „alle anderen sind verheiratet“. A. Baranauskas erklärt: „Der a Grundton wird durch Abschwächung zu e, und der Laut wird durch Abschwächung zu i, und verzweigt sich in a, 0“ (entsprechend werden andere Laute interpretiert). ir „Umstürze“) (siehe Abschnitt 4.4) Baranauskas 1896: 9). Als Zusammenfassung der Regelmäßigkeit der Wechsel gibt er auch die Reihenfolge der 3 Vokale an. „Aus den drei Grundvokalen ergeben sich drei Reihen von Vokalen, Diftongen und Nosen: Ijacila a ey €6 a o —-——1a, io ¢.h—41q 2aeila i iy é el ai je —iai 3ja eila wu, au, av, u iu, i, iau ų, Ū, ių“ (siehe Baranausov kas 1896: 10-11). In der Interpretation von A. Baranauskas ist der Einfluss von A. Schleicher sehr spürbar: nicht nur das Modell der Wechselreihen wurde übernommen, sondern auch die Art der Interpretation. Indem A. Baranauskas Beispiele zur Veranschaulichung der Verse anführt, wiederholt er einige ungenaue Verbindungen von A. Schleichers Wurzeln, z.B. wird der Slawismus morai zusammen mit den Worten der Wurzel morti gegeben. In seinem weiteren Werk Zamietki o litovskom jazyke i slovare (Baranovskij 1898) erläutert er die Veränderung der Laute viel umfassender. Er spricht von zweifachen, nämlich etymologischen und phonetischen Prozessen, die in den Wortbestandteilen stattfinden. Die phonetischen Prozesse bezeichnen die Unterschiede in der Phonetik der Dialekte, die etymologischen Prozesse die Unterschiede in der Wortbildung und -konjugation. Wie A. Baranauskas selbst anzeigt, stellt er im Wesentlichen die Theorie von A. Schleicher dar. Die Begriffe zeigen auch eine Nachfolge von A. Schleicher: bei deutschen Begriffen wird das russische Ш verwendet. Beim Zitieren wird hier nicht die Schreibweise von A. Baranauskas’ Kalbomokslis (wie weiter unten —K. Jauniaus Grammatik) befolgt, z.B. wird in Kalbomoksly stébjasi geschrieben.
Substitute: Abschwächung, Količestvennoe Vergrößerung, Podjom (siehe Berlin 1898. 10 ir kt ). Unterschiede im Ausdruck der Extremitäten A. Baranauskas beschreibt auch auf der Grundlage des Modells der drei Vokalreihen. Aber bei der Diskussion über die Ausdrucksweise der Gliedmaßen stimmt er nicht immer zu A. Schleicher. Auf der Grundlage seiner (Anykščių) gesprochen, unterschied er drei Längen der Vokale ir kritisiert, to ohne A. Schleicheri (siehe Abschnitt 4.4) Baranowski 1898: 18). 86. A. Baranauskas gelesenen litauischen Sprachkurs, wie bekannt, hörte ir K. Ein junger Mann, ein Jahr im 1871-1875 Seminar. Später, im letzten Jahrzehnt des Jahrhunderts, fast zur gleichen Zeit wie ir A. Die Werke von Baranauskas, das Weltlicht erblickte das Werk von K. Jaunius Lietuviškas kalbomokslis (1897). Es war ein hektografiertes Werk, das im Wesentlichen unverändert von Bogus als Grammatik der litauischen Sprache iš herauskam. Zweifellos K. beruhte K. Young nicht nur 1911 m. auf A. Die Vorlesungen von ir Baranauskas, aber veröffentlichte Grammatiken. Jo ir Im Abschnitt über die Dialekte selbst wird deutlich gesagt, dass er die „guten Dinge“ von A. Schleicher und F. Kuršaitis aufbewahrt habe, aber nicht deren „Besitz und Vermögen“ (vgl. Jaunius 1911: 27). Als eine der Schleicherschen „Schönheiten“ hat K. Jaunius die „halbschlichte“ Unterscheidung von Festund Fest-Tag-Vokalen erwähnt. Über FE Kuršaitis hingegen äußerte er sich in dieser Hinsicht positiv: „Kuršaitis, ein wahrer Litauer, verstand die litauische Zufälligkeit und die litauische Sprachweise besser, deshalb gibt es in seinen Schriften keine schlechten Wörter“. Aber F. Kuršaitis wird von K. Jaunius dafür beschimpft, dass er uo mit o, ie mit ė vermischt hat" (vgl. Jaunius 1911: 27, 28). Im Abschnitt „Stimmung der Vokale“ des „Tarsnymokslis“ beschreibt K. Jaunius die „Umstellung der Vokale im Wortursprung“. Die Hauptelemente der Zeilen sind a, ie und au. Letztere erschienen K. Jauniui offenbar informativer als zai und u, mit denen üblicherweise die zweite und dritte Zeile gekennzeichnet wurde (i und u können auch in den Wurzeln des a-Vokalismus vorkommen). Hier ist eines der „Gesetze“ von K. Jaunius über die Abstufung der Vokale: „Wenn ein Wort einen Vokal a in seiner Wurzel hat, können seine anderen Verwandten tie, ė, i, V, 0, u, uo, ū haben, aber weder ie noch au“ (Jaunius 1911: 38). Er behauptet, daß,,am ehesten können wir von der ganzen Achse nur zwei – drei Gelenke entdecken, daher ist es am nützlichsten, die Achse in vier Achsen aufzuteilen“ (Jaunius 1911: 39). (Es kann sein, dass die Beschreibung von A. Leskiens über die Veränderung der Vokale auf eine solche Aufteilung Einfluss hatte, obwohl Verweise auf die Studie von A. Leskien auch néra'.) Die g-Reihe teilt er in „pa-ailes“ a, ė, o, uo auf. Unter den Beispielen, die diese „pa-ailes“, insbesondere uo, illustrieren, sind Wörter, deren Wurzel kaum als Wurzel des a-Vokalismus geeignet ist, z.B.: duoti, atakti, puoliau, gulėti, guolis, aber auch juosti, juosta. Sie repräsentieren eher ein u, das heißt die au-Reihe des Jungen Modells, als die a-Reihe. ? Darauf hat auch A. Baranauskas in seinem Werk hingewiesen (siehe Baranovskij 1898: 9). 10 Laut dem Sprachwissenschaftler Antanas Balašaitis nannte K. Jaunius als erster die phonetischen Themen bei ihrem richtigen Namen „tarsnYmoksliu“, das heißt Wissenschaft der Dialekte, obwohl er zu Beginn seiner Tätigkeit den Laut K. Jaunius hat ihn auch anders bezeichnet – als Feuer (siehe Balašaitis 1961: 184, 186). 1 Dass K. Jaunius die Werke von A. Leskiens studiert hatte, zeigen die Anmerkungen und Literaturverweise in seinen anderen Werken (vgl. Drotvinas, Grinaveckis 1970: 99, 138 u. a.). 8
Man kann noch ein ir anderes Wort, das die Reihenfolge des gesprochenen Vokalismus beweist, bezweifeln, z.B. paėlė o, be Andere, illustriert durch die Wörter bažmas, „Vielzahl, Menge“, buožė, buzulas „Bummel“, „großer Knoten“, die mit Turm verbunden su sind. Diese Verbindung ist zweifelhaft (vgl. polnische baszta). Nicht alle Wörter, die K. Jaunius als Beispiele für einen bestimmten Vokalismus anführt, können auch etymologisch miteinander in Verbindung gebracht werden. Als Wörter derselben Wurzel (a-Reihen-Vokalismus) gelten rimstu, rymu, remiu, rėmiau, ramus, ramentas, romus, romyti und rūmai. Offensichtlich auf der Grundlage der Tatsache, dass das russische Wort pokoi („Ruhe, Stille“ hatte noch die Bedeutuir ng „Raum“, er schlägt vor, »xūmus« (lat. palacium) bedeutungsmäßig mit den russischen pokoi, počit' „sterben, einschlafen“ zu vergleichen. Dies ist eine der unbegründeten etymologischen Verbindungen von K. Jaunius. Bei der Bewertung solcher Zusammenhänge haben Sprachhistoriker behauptet, dass K. Jaunius als Autodidakt manchmal auf den Pfaden der vergleichenden Sprachwissenschaft irrte, und die Grundlage dieses Irrtums bildete der Versuch, semantisch verwandte, aber durch ihren Vokalismus und manchmal auch durch ihren Konsonantismus unterschiedliche Wortgeschlechter aus einem Grundgeschlecht herzuleiten, indem sie sie mit bestimmten von ihm selbst erfundenen Gesetzen der Lautentwicklung erklärten (vgl. Zinkevičius, Kabelka 1958: 23). K. Jaunius spricht auch von der „Pflicht von einem Vokalrand zum anderen“, das heißt von der Verwirrung der Zeilen. Dieses Phänomen vergleicht er mit der Verwirrung der Wortverschmelzung („Ianstymo“) und nennt es „Wortfreundschaft“. Er erklärte: „Nach den Gesetzen des menschlichen Verstandes werden zwei Aile zerstört, wenn in der einen eine Reihe von gleichen Gelenken wie in der anderen auftreten“ (Jaunius 1911: 39). Nach K. Jaunius können die Menschen auf dem Weg der Freundschaft die Wortwurzeln von einer Reihe in die andere übertragen, und so entsteht ein Wort aus einer solchen Wurzel, dessen Gestalt „nicht im Geringsten“ zu den anderen Wörtern dieser Wurzel passt (vgl. Jaunius 1911: 40). K. Jaunius widmete der Wortbildung keine besondere Aufmerksamkeit, daher ist es schwer zu sagen, wie er die Rolle des Vokalwechsels in der Wortbildung bewertete. Viele Hinweise auf Veränderungen sind jedoch noch im Abschnitt „Veränderungen in der Falztechnik“ zu finden. Beim Vergleich der Stammvokale bezeichnet er ihre Unterschiede mit Begriffen, die bei der Beschreibung von Vokalwechseln üblich sind: „höherer Vokal“, „schwächerer Vokal“, „stärkerer Vokal“. 87. Beim Vergleich der Beschreibung von K. Jaunius über die Veränderung der Laute mit den Arbeiten anderer Forscher zeigt sich, dass K. Jaunius im Wesentlichen der Theorie von A. Schleicher über die Veränderung der Laute folgt, die Gesetze aber eigenständig formuliert. Das vorgestellte kompliziertere Modell des Vokalwechselsystems (die Aufteilung der Zeilen in Reihen) kann das Ergebnis seiner eigenen Überlegungen sein, aber auch die Arbeiten von A. Leskien könnten einen Einfluss darauf gehabt haben. Auf der anderen Seite kann man auch nicht suchen, worin sich die Beschreibung der Vokaländerung von K. Jaunius von den früheren unterscheidet, worin er seine Vorgänger ergänzt oder korrigiert hat. Etymologen behaupten, dass das Wort rūmas mit dem lateinischen rūs, rūris „Dorf, Gutshof“ in Verbindung gebracht werden sollte (vgl. Sabaliauskas: Wenn sie Jaunius durch irgendwelche „Schwankungen, Abstufungen, Niedergänge oder Veränderungen“ führte, wurde ihnen klar, wie einzelne Menschen, die eine Sache liebten, damit die halbe Welt bewegen konnten (vgl. Tumas 1916: 3). 1961: Die Sprache der Gefühle. —LTSR MA Werke, Reihe A. 1, 183-206. Berlin 1896, S. 189. (deutsch) Die Sprache der Leute, übers. 1898, S. 13. A. Baranowskij: BapanoBcKu#l A. Samemkru 0 AumoeckKoM s3biKE u caoeape, CaxKxrrierep6ypr. 1970: Der Sprachwissenschaftler Kazimieras Jaunius, Vilnius. 1911: Grammatik der litauischen Sprache, St. Petersburg. Kleinas D. 1957: Erste Grammatik der litauischen Sprache, ats red. Hrsg.: J. Krupp. Kurschat FE 1876: Grammatik der litauischen Sprache, Halle. Leskien A. 1884: Der Ablaut der Wurzelsilben im Litauischen, Leipzig. 1979: Geschichte der litauischen Sprache bis 1940. 1990: Lexikon der litauischen Sprache, Vilnius. Schleicher A. 1856: Litauische Grammatik, Prag. 1916: [K. Jauniaus litauischen Sprache Grammatik rec.| —Lietuvių balsas 69(98), 3. 1958, S. 19. J. J. Katz: Die Katzen. —Ausgewählte Schriften 1. Wien, 100–101. DIE BESCHREIBUNG DER VOKALALTERNATI1990: 265).
ONEN VON AUGUST SCHLEICHER BIS KAZIMIERAS JAUNIUS Zusammenfassung August Schleicher nimmt in der Geschichte der Untersuchung der litauischen Vokalalternationen einen außergewöhnlichen Platz ein. Die Autoren späterer Grammatiken des Litauischen, die sich mit Vokalwechseln beschäftigten, können als seine Nachfolger bezeichnet werden. Kazimieras Jaunius beispielsweise hielt sich grundsätzlich an Schleichers Theorie, obwohl er die Regeln des Vokalwechsels auf originelle Weise formulierte. Jaunius präsentierte ein komplexes Modell des Systems der Vokalalternationen, wobei die Reihe der alternierenden Vokale weiter in Unterreihen unterteilt wurde. Dieses System hätte auf der Grundlage einiger seiner eigenen Überlegungen erdacht werden können. Andererseits könnte es auch von den Werken von A. Leskien beeinflusst worden sein, die Jaunius zweifellos kannte. Grazina AKELAITIENE Empfangen am 07.02.2000 Sevéenkos g. 31 LT-2009 Vilnius, Litauen E-Mail [email protected] Vilniaus pedagoginis universitetas 10
