Dėl vienos kilmininko semantinės funkcijos
Full text
ACTA LINGUISTICA LITHUANICA
XLVIII (2003), 137–142
Zur semantischen Funktion eines Genitivs
ELENA VALIULYTĖ
Lietuvių kalbos institutas, Vilnius
Der Artikel behandelt litauische Konstruktionen des Typs gauti (ką nors) dovanų. Der in solchen Konstruktionen vorkommende Genitiv ist vom Genitiv als Objektkasus (im Wechsel mit dem Akkusativ) zu unterscheiden. Die Autorin vertritt die Auffassung, dass er eine andere semantische Funktion als die des Objekts (des Patiens) ausdrückt; diese Funktion wird hier als die des „Motivs“ definiert.
1. Litauische Sätze mit Akkusativ und Genitiv unterscheiden sich hinsichtlich des lexikalischen Ausdrucks und des semantischen Aufbaus. In der Grammatik der litauischen Gegenwartssprache werden zwei Varianten dieses Modells (N–Vf–Nₐ–N₉) angegeben (Ambrazas, red., 1997: 595–596): (1) mit Verben der Erläuterung fragen, bitten, lehren usw. (Der Reisende fragte den Alten nach dem Weg); (2) mit Verben mit dem Präfix pri-, die das Auffüllen mit etwas bezeichnen (Die Männer füllten das Fass mit Wasser). In beiden Fällen bezeichnet der Genitiv den Inhalt (das Kontentiv), der Akkusativ den Patienten.
2. Transitive Verben, die den Empfang (gauti, pirkti usw.) oder das Geben (duoti, skirti, įteikti, atnešti usw.) bezeichnen, verbinden neben dem Akkusativ den Genitiv bestimmter Substantive, der eine besondere semantische Funktion hat.
Nehmen wir folgenden Satz: Gavau paveikslą (ACC) dovanų (GEN). Das Verb gauti verlangt zwingend den Akkusativ – paveikslą, der die Funktion eines direkten Objekts erfüllt und das Patiens bezeichnet. Der Genitiv dovanų wird ebenfalls vom Verb regiert (gavo), ist jedoch für die Satzstruktur nicht erforderlich – er ist ein freies Satzglied: Lässt man ihn weg, bleibt der Satz grammatisch, vgl.: Gavau paveikslą.
Andererseits kann der Genitiv dovanų auch allein (ohne Akkusativ) gebraucht werden, vgl.: Gavau dovanų. In diesem Fall nimmt er die Position des Akkusativs ein und fungiert als direktes Objekt: Er unterscheidet sich vom Akkusativ durch seine partitive Bedeutung.
Eine andere syntaktische und semantische Funktion hat derselbe Genitiv dovanų, wenn er neben dem Akkusativ paveikslą im oben erwähnten Satz steht: Gavau paveikslą dovanų. Syntaktisch handelt es sich um ein indirektes Objekt. Die Bedeutung dieses Genitivs lässt sich durch eine Konstruktion mit kaip + Singular-Akkusativ interpretieren (kaip dovaną), vgl.: Gavau paveikslą dovanų / kaip dovaną (D޳ 128). Zu den genannten Formen kann man die Frage stellen: Aus welchem Grund erhielt ich ein Bild? Dies ist die Funktion des Motivs (bzw. der Motivgenitiv; zu ihrer Definition vgl. Sližienė 1986: 53).
3. Der Motivgenitiv (dovanų) kann im Satz verschiedene Positionen (im Verhältnis zu den anderen Satzgliedern) einnehmen. Wir geben ein vereinfachtes Modell (ohne Nominativ) an, in dem das Symbol V
1 Ernestas Fraenkelis nennt ähnliche Genitive Genetiv des Bereichs (Sachbereichs) (Fraenkel 1928: 63).
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– Verb, ACC – Akkusativ², GEN – Genitiv. Es gibt mehrere Varianten der Wortstellung.
(1) V – ACC – GEN: Ich bekam ein Bild als Geschenk (vgl.: Ich bekam eine Wohnung geschenkt KT. Blumen als Geschenk bekommen KT.
(2) V – GEN – ACC: Ich bekam als Geschenk ein Bild (vgl.: Ein gutes Zeichen: als Geschenk irgendeine Pflanze, eine Blume bekommen KT. Der Lehrer schenkte ein schönes Büchlein Dkš. (LKŽIII, 616). Sie brachten als Geschenk eine ähnliche Bernsteinnadel KT. Als Aldutė noch ganz klein war, bekam sie einen kleinen Teddybären geschenkt KT).
(3) ACC – GEN – V: Ich bekam das Bild als Geschenk (vgl.: Der Minister selbst als Geschenk überreichte feierlich das Buch „Lietuvos vyres“ KT).
(4) GEN – ACC – V: Als Geschenk bekam ich ein Bild (vgl.: Als Geschenk bekam ich Perlen Ktk).
(5) ACC – V – GEN: Ich bekam das Bild als Geschenk (vgl.: Ich bekam einen Laib Brot als Geschenk KT. Der aus Kaunas angereiste Mann sagte, er werde den Käse als Geschenk nach Moskau bringen KT. Ich bekam einen Motorroller geschenkt KT. Zum Geburtstag bekam er von seinen Eltern einen Fallschirmsprung geschenkt KT).
(6) GEN – V – ACC: Als Geschenk bekam ich ein Bild (vgl.: Und als Geschenk brachte ich meinen neuesten Roman KT. Ihrer V. Adam-
kus überreichte als Geschenk einen Gitarrenschmuck KT. Rasa gestand, dass sie ihren Freunden jedes Jahr zu Weihnachten Kalender schenkt KT. Er bekommt Bier geschenkt KT.
4. Die genannten Modelle unterscheiden sich hinsichtlich der aktuellen Gliederung: Der postpositionale Genitiv (in Bezug auf den Akkusativ) kennzeichnet gewöhnlich das Rhema (Modelle 1, 3, 5), der präpositionale dagegen das Thema (Modelle 2, 4, 6). Außerdem entsprechen die Sätze der letztgenannten Modelle Sätzen, in denen zwischen Genitiv und Akkusativ ein erläuterndes Verhältnis besteht.
Den Satz Gavau dovanų paveikslą (2) kann man so „lesen“: Spricht man den Genitiv dovanų betont aus und macht anschließend eine Pause, entsteht zwischen ihm und dem Akkusativ ein erläuterndes Verhältnis (in der Schrift wird es durch Satzzeichen markiert), z. B.: Ich bekam ein Geschenk – ein Bild (vgl.: Ich verteidigte mich selbst, indem ich von der Köchin Niurna ein Geschenk erhielt – die Wintermütze ihres ehemaligen Mannes KT). Ein Wort mit breiterer und allgemeinerer lexikalischer Bedeutung (dovanų) wird durch ein Wort derselben Funktion mit engerer Bedeutung (paveikslą) erläutert bzw. präzisiert. Beide genannten Formen (Genitiv und Akkusativ) erfüllen dieselbe syntaktische Funktion – sie fungieren als direkte Objekte.
4.1. Den Genitiv dovanų, der mit dem Akkusativ in einem erläuternden Verhältnis steht, nennen wir erläuternden Genitiv (bzw. erläuternder Objektgenitiv).
Der erläuternde Objektgenitiv dovanų kommt häufiger in Sätzen mit gleichrangigen (mehreren) Objekten vor, z. B.:
Nachdem ich im Hotel angekommen war, bekam ich sofort ein Geschenk – eine Taschenlampe und eine Flasche Trinkwasser KT.
2 Die Akkusativposition im Satz kann auch von einem partitiven Genitiv sowie von einer entsprechenden koordinierenden Wortverbindung oder gleichrangigen Satzgliedern eingenommen werden (dazu siehe Ulvydas, red., 1976: 584–585), z. B.: Blumen als Geschenk bekommen KT. Einen Brief oder ein Buch als Geschenk bekommen KT.
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Aus Israel brachte man mir als Geschenk eine Flasche italienischen Wein und <...> eine CD KT. Ani- c etas bringt Geschenke: für Vytukas Sporen, für Dvyliokas Gamaschen KT.
In einer solchen Position, d. h. vor gleichrangigen Ergänzungen, wird der erwähnte Genitiv (dovanų) auch ohne Hervorhebung verwendet – in der Motivbedeutung, z. B.:
Außerdem bekam ich Cremes, Parfüm und Blumen geschenkt KT. Ich bekam auch Kopfhörer und eine Uhr mit meinem eigenen Bild darauf geschenkt KT.
4.2. Der Genitiv dovanų mit einem Attribut wird nur in der Funktion einer erklärenden Ergänzung verwendet (nicht aber in der Motivfunktion), z. B.:
Der chinesische Kaiser sandte ihm sogleich wertvolle Geschenke: einen mit Goldtinte geschriebenen Glückwunschbrief, einen Rosenkranz aus 108 Smaragdperlen, Jadeschalen und Brokatstoffe... KT. Arvydas, der am Flussufer wohnt, erhält oft ihre seltsamen „Geschenke“: morsche Boote, Treppen, Leitern... KT. Ru beschenkt die Rentner zu Weihnachten mit großzügigen Geschenken: Lebensmittelpaketen und einhundertfünfzig Litauischen Litas KT.
Dasselbe Äquivalent hat auch das Modell GEN – V – Acc (6), vgl.:
Erhat als Geschenke einen Staubsauger und einen Fernsehermit Standfuß, eine dekorative Pflanze und einen Stuhl aus weißem Holz bekommen KT.
– Der Vater bekam nur manchmal Geschenke – eine von Gefangenen angefertigte Axt oder eine Angelrute KT.
5. In derselben Motivfunktion wie dovanų werden noch einige weitere Lexeme verwendet: lauktuvės „Plural: 1. Geschenk für jemanden, der wartet: Was hast du als Mitbringsel mitgebracht?“ D޳ 357; sker stuvės „Plural: Fleisch eines gerade geschlachteten Tieres, das dem Schlachter oder einem Nachbarn gegeben wird: Bring dem Nachbarn etwas vom Schlachtfleisch“ D޳ 701, LKŽₓᵢᵢ 836; pasoga „hist. Teil, der der Tochter in Geld oder Vieh gegeben wird“ D޳ 515, LKŽₓᵢᵢ 517; kraitis „Besitz der Braut (Gewebe, Kleidung, Möbel usw.)“ D޳ 328, LKŽᵥᵢ 404; magaryčios „Plural, umgangssprachlich: 2. Zugabe: Er hat die Schuld mit einem Bonus zurückgezahlt“ D޳ 376; pavizis „Ethnogr. 1. Zugabe in Form von Lebensmitteln für geleistete Arbeit, zusätzliche Vergütung: Für das Spinnen bezahlte man und gab außerdem noch einen Bonus“ D޳ 532; priedas „1. etwas, das zusätzlich gegeben oder gewährt wird: Er bekam sein Gehalt mit einem Zuschlag“ D޳ 598, LKŽₓ 627.
Die Verwendung der Genitive dieser Lexeme in der Motivbedeutung führen wir in derselben Reihenfolge wie bei dovanų an (nach den Modellen). In einer neuen Zeile (nach dem Gedankenstrich) wird der Gebrauch der Genitive in erklärender Funktion angegeben (sofern entsprechende Beispiele vorliegen).
lauktuvės:
V – GEN – Acc (2):
[Giedrė] brachte von Reisen oft als Mitbringsel eine Mundharmonika KT. Er brachte den Kindern Kuchen als Mitbringsel KT.
Ein Amerikanerbrachte als Mitbringsel ein ländliches Roggenbrotund einen im Garten seiner Eltern gezogenenApfelKT.
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– Ich habe hier Mitbringsel mitgebracht – eine Flasche Rotwein KT. Die Baltrušaitis brachten aus Moskau Mitbringsel mit – Kaviar, der gleich hier mit Champagner gekostet wurde KT. Sie überreichte dem Schriftsteller als Mitbringsel eine schöne Bonbonniere, mit einem roten Seidenband gebunden KT.
An jenem Tag brachte man der Schule Mitbringsel: Schreibutensilien, Lebensmittel KT. Ich steckte als Mitbringsel für meine Großmutter aus Kasachstan eine Handvoll kleiner wilder Äpfel, zwei Sonnenblumenköpfe und ein paar Zwiebeln ein KT.
GEN – ACC – V (4):
Eine Kette von Mitbringseln – Kringeln (Bagels) brachte der Vater vom Markt mit Ktk.
– Nun, vielleicht bringt er ja auch als Mitbringsel ein paar Fischchen mit KT.
ACC – V – GEN (5):
Einen Wüstenheuschreck brachte er ihr als Mitbringsel KT.
GEN – V – ACC (6):
Aus Spanien als Mitbringsel einen Wüstenheuschreck erhalten habend, staunte Lina KT. Als Mitbringsel bringen die Griniai aus Litauen mindestens vier Šakotis mit KT.
Als Mitbringsel hatte sie Cepelinai und Hühnerfleisch für den Quell KT. Als Mitbringsel kaufen sie gern Gitarrenschmuck und Souvenirs KT. Als Mitbringsel brachten sie ihnen keine Bagels oder Bonbons, sondern Hefte KT.
– Ich verbringe einige Zeit an der frischen Luft und bringe außerdem Mitbringsel mit – für meinen Mann Knoblauch und Petersilie, für die Kinder Beeren KT.
Wie wir sehen, stehen die Modelle (2, 4, 6), in denen der Motivgenitiv dem Akkusativ vorangeht, in Beziehung zu Sätzen, in denen Genitiv und Akkusativ (bzw. partitiver Genitiv oder entsprechende gleichrangige Satzglieder) in einem erläuternden Verhältnis zueinander stehen: Der Genitiv wird durch die nachfolgenden Wörter näher bestimmt.
Schlachtfest:
V – ACC – GEN (1):
Ich brachte dem Nachbarn zwei Beine und Fleisch als Schlachtopfer Ktk.
V – GEN – ACC (2):
Ich brachte von der Schlachtung ein Stück Blutwurst ŽEM. Er brachte von der Schlachtung ein Paar Knochenstücke Rs (LKŽXII 836).
– Wenn die Gastgeberin ihre Gäste verabschiedete, legte sie jedem etwas von der Schlachtung hinein – Blut für die Suppe (Blutsuppe), Därme, Darmfett, Leber, Nieren oder ein Stück Bauchfleisch KT.
Mitgift:
V – ACC – GEN (1):
Baron Wilhelm von Ropp, der vor zwei Jahrhunderten die Gräfin Minsteraitė heiratete, erhielt 1787 ein Gut als Mitgift KT.
V – GEN – ACC (2):
Auch Urgroßvater Jokūbas Svidra, der eine Adlige aus Starodub geheiratet hatte, erhielt als Mitgift zwei Güter in der Ukraine KT.
Und Aldona, Tochter Gediminas, Königin von Polen und Gemahlin Kasimirs des Großen, bat um 20 000 polnische Gefangene als Mitgift KT. Sie konnte aus dem Elternhaus eine wertvolle Mitgift aus Silber mitbringen KT.
Veronika wurde in eine dritte Pfarrei verheiratet, wobei ihr tausend Litas als Mitgift mitgegeben wurden sowie ein an eine Leine gespanntes Pferd KT.
GEN – V – ACC (6):
[Agamemnon] wird Briseis zurückgeben, eine seiner Töchter mit ihm verheiraten, als Mitgift zahlreiche reiche Städte geben T.
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– Dafür versprach er Pranas nicht nur Dianas Hand, sondern auch eine „Mitgift“: eine Kuh und 9 Liter Selbstgebrannten KT.
Mitgift:
V – Akk – Gen (1):
Nachdem er 300 (dreihundert) Rubel Mitgift erhalten hatte, gab er sie Antanas KT.
V – Gen – Akk (2):
Sie bekam einen mit der Mitgift erhaltenen gehämmerten Meißel SrD (LKŽix 517). Sie erhielt von ihren Eltern als Mitgift einen schönen Einzelhof in Starabūdiškis an der Šešupė KT.
Akk – Gen – V (3):
Gefleckte Ochsen als Mitgift (Mitgift) geben Trak (LKŽix 518).
Gen – Akk – V (4):
Als Mitgift gab sie zwei Pferde und eine Kuh mit einem Kalb Jrb (LKŽix 518).
Gen – V – Akk (6):
Mein Bruder gab mir als Mitgift Land – die Hälfte des Gehöfts KT.
Draufgabe:
V – Akk – Gen (1):
Als Draufgabe gab er eine Kuh, ein Färsenkalb und ein kleines Rind Pnd (LKŽvii 727). Nach Abschluss der Dreharbeiten erhielt Dunia fünfzig als Draufgabe KT.
V – Gen – Akk (2):
Er pflegte Schnaps als Zugabe mitzubringen KT.
Acc – Gen – V (3):
Er würde Ihnen eine Wohnung zum Geschenk anbieten, ohne auch nur eine Flasche als Zugabe zu verlangen KT.
Acc – V – Gen (5):
Ich kaufte einen Schemel und einen Tisch, und den Stuhl bekam ich als Zugabe Grs (LKŽvii 727).
Zugabe:
V – Gen – Acc (2):
Der Hirtenjunge zog aus der Zugabe eine halbe Elle Brot und ein Stück Speck hervor Lnk (LKŽix 701).
Gen – V – Acc (6):
Das Komitee gab als „Zugabe“ je ein kleines Stück Zucker, das im Dorf so hoch wie Gold geschätzt wird KT. Vielleicht legt der Hausherr als Zugabe noch ein halbes Pfund mit hinein, vielleicht ein Bündel Flachs, wie er versprochen hat KT.
Zusatz:
V – Acc – Gen (1):
Kaščiai erhielten noch ein kleines Grundstück als Zusatz, das Land ist abgelegen KT. Für das Käsen wird ein Zusatz von fünf Schilling verlangt KT.
Gen – V – Acc (6):
Als Zugabe habe ich auch noch ein Hemd bekommen! KT. Aber ich habe ihm als Zugabe ein Buch mit Reproduktionen von Čiurlionis gegeben KT.
Die Genitive pasogos, magaryčių, paviržio, priedo (wie auch die Genitive dovanų, lauktuv(ių), sker(stuvių), kraičio) können auch in erläuternder Funktion verwendet werden.
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6. Abschließende Bemerkungen:
a. Genitive bestimmter Substantive (Geschenke, Mitbringsel, Schlachtopfer, Gegengeschenke, Mitgift, Aussteuer, Aufschlag, Zugabe), die in Sätzen mit transitiven Verben des Erhaltens und Gebens zusammen mit dem Akkusativ (bzw. dem partitivischen Genitiv oder entsprechenden gleichrangigen Ergänzungen) verwendet werden, haben eine besondere – die Motivbedeutung.
b. Die Stellung des Motivgenitivs im Satz ist frei: Er kann nach dem Akkusativ oder vor ihm stehen.
c. Sätze mit einem Motivgenitiv vor dem Akkusativ stehen semantisch in Beziehung zu Sätzen, in denen zwischen Genitiv und Akkusativ ein erläuterndes Verhältnis besteht.
d. Dem Motivgenitiv entspricht eine erläuternde (nämlich eine, die erläutert wird) Ergänzung.
e. Der erläuternde Genitiv wird häufiger mit mehreren (gleichrangigen) Ergänzungen verwendet, seltener mit einer einzigen.
ABKÜRZUNGEN
DKš – Daukšiai, Marijampolės r.
D޳ – Wörterbuch der heutigen litauischen Sprache. III. überarbeitete und ergänzte Ausgabe, redigiert von St. Keinys u. a., Vilnius: Verlag für Wissenschaft und Enzyklopädien, 1993.
Grs – Griškabūdis, Šakių r.
Jrb – Jurbarkas.
KT – Korpus des Zentrums für Computerlinguistik der Vytautas-Magnus-Universität (http:// donelaitis.vdu.lt)
KTk – Kuktiškės, Utenos r.
LKŽ – Wörterbuch der litauischen Sprache: Bände 3, 6, 7, 9, 10, 12.
Lnk – Len kimai, Skuodo r.
Rs – Raseiniai.
PnD – Pandėlys, Rajon Rokiškis.
SrD – Seredžius, Rajon Jurbarkas.
Trak – Trakai.
Žem – Žemaitė.
LITERATŪRA
Ambrazas, V., red. 1997: Dabartinės lietuvių kalbos gramatika. Trečiasis pataisytas leidimas, Vilnius: Mokslo ir enciklopedijų leidykla.
Fraenkel, E. 1928: Syntax der litauischen Kasus, Kaunas: Valstybės spaustuvė.
Slिजienė, N. 1986: Lietuvių kalbos veiksmažodžių valentingumas ir sintaksinė klasifikacija. Lietuvių kalbotyros klausimai 25, 45–96.
Ul vydas, K., red. 1976: Lietuvių kalbos gramatika 3. Sintaksė, Vilnius: Mokslas.
Elena Valiulytė Kalvarijų g. 142–9 2042 Vilnius, Lietuva
Gauta 2003 01 28