Die Rolle der Heckenausdrücke bei der Diskursstrukturierung im Deutschen und Litauischen
Full text
Acta Linguistica Lithuanica LIV (2006), 1 - 25 Die Rolle der Heckenausdriicke bei der Diskursstrukturierung im Deutschen und Litauischen EcLé ALOSEVICIENE Vilniaus universitetas The article deals with the role of hedges in organising discourse structure. A comparative analysis of speeches by German and Lithuanian politicians reveals the significance of hedges as elements of discourse. Attention is paid, first of all, to thematicisation and argumentation strategies as well as to metalinguistic comments in which hedges perform several linguistic functions. They lend emphasis to an utterance, help the speaker distance himself from it, or allow him to present it as reflecting his own subjective point of view. The results of the analysis are grouped according to the pragmatic functions hegdes may perform (evaluation, emphasis, distancing, degree of likelihood, metalinguistic). Morpho-semantically and syntactically, hedges comprise almost all parts of speech, including modal markers, as well as a considerable part of the syntactic constructions and even stylistic and graphic properties of the text. 0. VORBEMNERKUNGEN Das Ziel dieses Beitrags ist es, auf die Zusammenhange zwischen Heckenausdriicken (hedging) und der Diskursstrukturierung hinsichtlich von Thematisierungs-, Argumentationsstrategien sowie der Metakommunikation einzugehen, und zwar unter Beriicksichtigung von Unterschieden und Ahnlichkeiten bei der Verwendung von Heckenausdriicken im Deutschen und Litauischen. Das untersuchte Korpus umfasst Texte mit insgesamt 100.000 Wortern aus litauischen und deutschsprachigen Politikerreden, die thematisch dem Bereich »Auenpolitik*, strukturell-funktional den Textsorten ,,Konferenz-, Anlass-, Eréffnungsund Parlamentsrede“ zuzuordnen sind.
Eaie ALOSsevICIENeE Die linguistischen Hecken, die iiber ein gro&es kommunikativ-pragmatisches Potenzial verfiigen, werden hier als Diskurs-Einheiten betrachtet. Dabei strukturieren sie die einzelnen Redebeitrage, kommentieren jedoch auch den Diskurs selbst, indem sie sich zugleich auf die Sprecher und Hérer beziehen. Innerhalb des politischen Diskurses erweisen sie sich als wichtige Mittel, die fiir strategische Sprachhandlungen eingesetzt werden kénnen. Beim Argumentieren und der Themenorganisation sowie Metakommunikation erfiillen die Heckenausdriicke bestimmte Funktionen. Dabei kénnen Sie die Redebeitrage sowohl einschrankend als auch intensivierend gestalten. Sie konnen aber auch Aussagen epistemisch abschwichen odersie — im Gegenteil — als Ergebnisse subjektiver Wertungen prasentieren. Auf diese Funktionen der Heckenausdriicke wird im Rahmen dieses Beitrags besonders eingegangen. 1, HECKENAUSDRUCKE AUS LINGUISTISCHER SICHT Der von Lakoff (1972) eingefiihrte Terminus hedge, hedging hat sich in der Sprachwissenschaft als Untersuchungsgegenstand etabliert. Einerseits werden dabei ausschlieBlich Indikatoren der Unbestimmtheit analysiert, die der Abschwachung der Gewissheit oder auch der Einschriankung der Verantwortung des Textverfassers dienen (vgl. House/Kasper 1981: 167, 185; Skelton 1997: 45). Andererseits wird fiir eine weite Auffassung des Phanomens pladiert, wobei auf Zusammenhange zwischen Modalitat und diskursanalytischer Perspektive eingegangen wird und verschiedene Aspekte der Sprechereinstellungen (von der Ungewissheit bis zur Intensivierung und Evidentialitét) und der méglichen Auswirkungen auf den Rezipienten beriicksichtigt werden (vgl. Markkanen/Schréder 1997: 5f.). In den meisten Untersuchungen steht aber das kommunikativ-pragmatische Potenzial der Heckenausdriicke im Vordergrund, so dass darauf verzichtet werden kann, das Heckenphanomen auf bestimmte Wortart-Listen einzugrenzen. 2. SEMANTISCHE UND PRAGMATISCHE CHARAKTERISTIKA DER DISKURSMARKER Sprachliche Einheiten mit einer diskursstrukiurierenden Funktion werden unter verschiedenen Termini zusammengefasst: ,,Gesprachsworter“ (Hen-
Die Route DER HECKENAUSDRUCKE BEI DER DisKURSSTRUKTURIERUNG IM DEUTSCHEN UND LITAUISCHEN ne 1978), ,,Modalisierungsmarker“ bzw. ,,Modalisatoren* (Fairclough 2003: 170f.; Dalmas 2003), ,,pragmatische Marker“ (Fraser 1990; Brinton 1996) und schlie@lich ,,Diskursmarker“ (Schiffrin 2001). Im Hinblick auf ihre semantischen und pragmatischen Besonderheiten bilden sie eine Teilmenge innerhalb des Heckenkomplexes. Ihr semantisches Charakteristikum lasst sich durch deren koharenzstiftende Funktion, d.h. die Relation zwischen einzelnen Sprachelementen bzw. -einheiten bei der Redegestaltung beschreiben. Aus diskursiv-pragmatischer Sicht sind sie sprecherorientiert und diskursbezogen, dienen der Gesichtswahrung beim Ausdruck von Einschatzungen und Glaubensinhalten, markieren die Sprechereinstellung, sind Mittel der Argumentationsstrategien und Okonomie (vgl. Lewis 2006)'. Fraser (2005) unterscheidet vier Typen von pragmatischen Markern, wobei er nur kommentierende (d. leider, offen gesagt, sicher, gliicklicherweise; lit. deja, atvirai pasakius, is tikryjy, laimei) als eigentliche Diskursmarker versteht, die u.a. als Heckenausdriicke eingestuft werden kénnen. Sie signalisieren den sequentiellen Diskurszusammenhang bzw. die Intention des Sprechers im Hinblick auf die Rolle der Aussage in Verbindung mit dem friiheren Diskurs. Im Hinblick auf das Heckenphanomen betont Brinton (1996: 37) die Eigenschaft der Diskursmarker, den Diskurs subjektiv zu thematisieren und Unsicherheiten des Sprechers zu bekunden. Auch Walrod (2006: 6) misst den eigentlichen Stellenwert der Diskursmarker den unmittelbar mit dem Heckenphanomen verbundenen Erscheinungen wie Abschwachungen (d. ziemlich, teilweise, sozusagen; lit. gana, pakankamai, i§ dalies, vadinamas), Distanzierungen (d. vermeintlich, anscheinend; lit. tariamas, menamas), Unsicherheiten (d. vielleicht, méglich, es scheint; lit. galbitt, imanoma, regis) oder Intensivierungen (d. sicher, bestimmt, gerade, genau; lit. esu tikras, Zinoma, biitent) bei. ' Schiffrin (1986: 42) bezeichnet im engeren Sinne nur solche Elemente als pragmatische Marker, die multifunktional und schwer lexikalisch zu bestimmen sind und die keine propositionale Bedeutung haben. Ihr Hauptaugenmerk richtet sich auf solche Elemente wie und, aber, weil, deswegen etc. Diese Diskursmarker sind nicht sprecherbezogen, sondern beziehen sich auf objektive Gegebenheiten, indem sie Wirklichkeit beschreiben, und sind daher nicht Gegenstand dieser Untersuchung.
Ec.é ALOSEVICIENE 3. EXPLIZIERUNG UND NUTZBARMACHUNG DES DISKURSBEGRIFFS Der Begriff ,,Diskurs“ ist sehr komplex und wird auf viele Gebiete angewendet. Im Zentrum der Untersuchungen des Begriinders des Diskursbegriffs, Foucault (1970), stehen die gesellschaftlichen Institutionen und Praktiken, deren Regeln, Konstitutionsweisen und Beschrankungen (,,diskursive Praktiken*)?. Fiir die vorliegende Untersuchung sind nur zwei Herangehensweisen an den Diskursbegriff relevant. Zum einen meinen wir damit bestimmte Relationen innerhalb einzelner Textexemplare, vor allem die semantischen Beziehungen von Texteinheiten untereinander. Damit distanzieren wir uns von der diskursanalytischen Perspektive, die vor allem Phainomene der Gesprachsorganisation erforscht, aber auch unmittelbar mit der Auseinandersetzung mit den Heckenausdriicken verbunden ist*. Da das untersuchte Korpus sich aus Politikerreden zusammensetzt, gehen wir zum anderen von dem Verstindnis eines politischen Diskurses aus, der sich durch eine Reihe von spezifischen (vor allem sprachlichen) Merkmalen auszeichnet. Hierbei schlief&en wir uns dem gangigen Konzept des Diskurses an — Textexemplare verschiedener Textsorten*, die aufeinander Bezug ? Obwohl Foucault mit einem Diskurs eine Menge von Auerungen meint, interessiert ihn die sprachliche Seite nicht. Sein Diskursbegriff bezieht sich vielmehr auf die RegelmaRigkeit sozialer Handlungen. Fiir Foucault bedeutet die Untersuchung von Diskursen immer auch die Untersuchung von Macht als einer diskursstrukturierenden Gr6&e. Dariiber hinaus unterscheidet er zwischen Originalund Kommentardiskurs, wobei der letztere Variationen des ersteren darstellt und umgekehrt Originaldiskurse Ansto geben fiir weitere Sprechakte (vgl. Foucault 1998: 15ff.). In diese Richtung zielt auch die kritische Diskursanalyse, die sich als eine interdisziplinar ausgerichtet Gesellschaftsanalyse versteht und der es um die Aufdeckung der diskursiven Machtrelationen geht (vgl. Jager 1993; Fairclough/Wodak 1997). ®° Mit den Heckenausdriicken im miindlichen Diskurs beschaftigten sich die Arbeiten von Prince et al. (1982), Low (1996), Tschizmarova (2005). * Unter Textsorten verstehen wir bestimmte Handlungsmuster bzw. kommunikative Formen, ,,die sich besonders bei immer wiederkehrenden Vorgangen als habitualisiertes Kommunikationsverhalten manifestieren* (Pappert 2003: 23). Giinthner (2000: 21) bezeichnet sie als ,,konventionalisierte, jedoch flexible und dynamische Erwartungsstrukturen bzgl. der Organisation sprachlicher und kommunikativer Verfahren im konkreten Diskurszusammenhang". Dabei ist zu betonen, dass die Bestimmungsmerkmale einer Textsorte meistens auf vielen Ebenen zugleich angesiedelt sind: auf
Dit Route DER HECKENAUSDRUCKE BEI DER DisKURSSTRUKTURIERUNG IM DEUTSCHEN UND LITAUISCHEN nehmen, konstituieren einen bestimmten Diskurs bzw. bilden ein kommunikatives Ensemble’. Die von uns untersuchten Politikerreden sind Bestandteile des informativ-appellativen bzw. informativ-persuasiven Sprachgebrauchs, die auf die Steuerung und Manipulierung der 6ffentlichen Meinung ausgerichtet sind (vgl. Pappert 2003: 59). Selbstverstiindlich werden andere Funktionen (Kontakt-, Obligationsund Deklarationsfunktionen) nicht ausgeschlossen, umso mehr, als im politischen Diskurs von einer Bandbreite méglicher Sprachhandlungen wie Begriinden, Rechtfertigen, Darstellung von Sachverhalten, Selbstdarstellung, Herstellen von Beziigen, Einschranken, Modifizieren, Steuern etc. die Rede ist. Im Zusammenhang mit der Verwendung der Heckenausdriicke und deren Rolle bei der Diskursstrukturierung sind auch die strategischen Aspekte® innerhalb des politischen Diskurses besonders zu erwahnen. Sie verbinden sich unmittelbar mit der sprachlichen Realisierung der 0.g. Sprechhandlungen. Dabei geht es nach Klein (1998) um + Relevanzstrategien (Modalisierungsstrategien, Einnahme der Adressatenperspektive), + Suggestivitatsstrategien (Evidenzvermittlung, Bekraftigung und Bewertung), + Plausibilitatsstrategien (Signalisieren von Praferenzen iiber mégliche Vorbehalte der Hérer) und + Kaschierstrategien (Auslassung relevanter Informationen, implizite Andeutungen und indirekte Bezugnahme, Vorgabe der Ungewissheit). der sprachlichen (prosodische und phonologische, lexiko-semantische und morphosyntaktische Mittel), situativen (diskursanalytische, mediale Voraussetzungen etc.) sowie sozialen (institutioneller Rahmen, Geschlechterkonstellation etc.) Ebenen. * Zur Explizierung des Diskursbegriffs s. vor allem Busse und Teubert (1994) sowie Bluhm et al. (2000). ° Zu strategischen Aspekten der politischen Kommunikation s. auch Hoffmann (1998).
EGie ALOSEVICIENE 4. HECKENAUSDRUCKE ALS DISKURSSTRUKTURIERENDE EINHEITEN Die Rolle der Heckenausdriicke als Diskursmarker ergibt sich aus der Beschaffenheit des jeweiligen Diskurses. Diskurse haben Strukturen (Einheiten und Segmente) und Relationen (rhetorische Relationen und Koharenzrelationen, d.h. Argumente) und sind durch Kohasion (sprachliche und lexikalische Mittel) und Koharenz (inhaltlichen Zusammenhang) verkniipft. Die textuellen (Beitrag zur Herstellung der Koharenz und Kohasion) und interpersonellen (Modalisierung, Intensivierung) Funktionen der Diskursmarker organisieren in dem von uns untersuchten monologischen und schriftlich fixierten Diskurs einzelne Teile von Textabschnitten, so dass sie nicht auf die linguistische Perspektive beschrankt sind, sondern gleichzeitig Aussagen iiber die kognitive, expressive, soziale und textuelle Kompetenz der Sprachbenutzer zu machen erlauben (vgl. Schiffrin 2001: 67). Bei der Diskursstrukturierung weist das Hedging einen vielfaltigen sprachlichen Ausdruck auf. Die Bandbreite des heckenmaRigen Gebrauchs reicht von Modalitatsausdriicken (Modalpartikeln, Modalwérter, Modalverben im performativen Gebrauch) bis zu syntaktischen (Konditionalsatze), stilistischen (Litotes, rhetorische Frage) und graphischen (Anfiihrungszeichen) Sprachformen. Partizipien, metaphorische Ubertragungen sowie Interjektionen kommen in unserem Korpus als marginale Erscheinungsformen der sprachlichen Hecke vor. Der Haufigkeit nach liegt das Zentrum des Heckenphanomens im epistemischen und einschrankenden Gebrauch. Daher weisen die Modalitatsausdriicke sowie Restriktoren verschiedener Art die héchste Frequenz auf, und zwar in beiden Sprachen. Diese und andere kommunikative Funktionen wie Wertung, Intensivierung und Redekommentierung und deren Rolle im Diskurs sind im Folgenden im Zusammenhang mit der thematischen Struktur sowie Argumentationstheorie zu analysieren. 4.1 Themenorganisation und Argumentation Im Hinblick auf die thematische Textstruktur erweisen sich die Heckenausdriicke als Mittel der Modalisierung und Evaluierung von thematischem Kern und Einzelthemen. Im Hinblick auf die Themenorganisationsstruktur
Die Route per HeckENAUSDRUCKE BEI DER DISKURSSTRUKTURIERUNG IM DEUTSCHEN UND LITAUISCHEN sind Diskursmarker Elemente der Sequenzierungsstrategien, d.h. sie tragen zur Organisation von thematischen Einheiten bei. Argumentieren ist ein ,,sprachliches Verfahren, das ,unterhalb‘ der Einheit ,Diskursart‘ anzusiedeln ist, das aber auch in Diskursen eine wichtige Rolle spielt, die als ,6ffentliche Reden‘ bezeichnet werden* (Trautmann 2004: 21). Argumentationen sind nach Klein (1980) als komplexe Sprachhandlungen anzusehen, die Behauptungen, Einwande usw. enthalten und grundsatzlich vage, mehrdeutig, kontextabhangig und illokutiv polyfunktional sind. Das wohl bekannteste Argumentationsschema von Toulmin (1975: 90ff. nach Ohlinger 2003: 28f.) schlie&t folgende Komponenten ein: Daten bzw. die These (stiitzungsbediirftige Au®erungen), von denen mittels der Schlussregel von der stiitzenden zu der zu stiitzenden Auferung auf eine Konklusion gefolgert wird. Auf Daten wird explizit, auf Schlussregeln dagegen implizit Bezug genommen. Wenn mittels Schlussregeln keine eindeutigen Behauptungen annehmbar sind, sind Stiitzungen (weitere Argumente), modale Einschraénkungsoperatoren (Modifikatoren bzw. Qualifikatoren) bzw. Ausnahmebedingungen einzufiihren, die die Giiltigkeit der Konklusion aufer Kraft setzen bzw. in Frage stellen kénnen. Die koharenzstiftende Struktur der Argumenationen ergibt sich daraus, dass sie bei der ErschlieSung von Prasuppositionen helfen kénnen’. Generell wird zwischen induktiven und deduktiven Argumenten unterschieden. Zu den ersteren werden solche Argumente gezahlt, die auf der Struktur der Wirklichkeit griinden (Koexistenzverkniipfungen, Ursache-Wirkungs-Beziehungen), so dass hier nicht von Koharenz, sondern von Evidenz die Rede ist (vgl. Petter 1988: 117). Bei der zweiten Argumentgruppe stellen die Daten eine eindeutige Verbindung zwischen Einstellungen, Haltungen und Intentionen einerseits und Handlungen andererseits her (vor allem bei den Kaschierstrategien). Argumente wie auch Einheiten der Metakommunikation sind sprachliche Handlungen, die zur Konfliktbzw. Problemlésung beitragen. Sie werden eingesetzt, um einen Konsens in strittigen Fragen herzustellen. Dabei haben die Heckenausdriicke folgende Argumentfunktionen: Einschatzung, Erlauterung (Kommentieren), Relativierung, Einschrankung, Beitrag zur Stiitzung oder Problematisierung einer Position etc. Nicht zu unterschatzen ist dabei ? Vgl. hierzu auch Linke et al. (1994: 242ff.).
EGLe ALOSEVICIENE der Persuasionsaspekt, der vor allem implizit die Absichten des Sprechers andeutet. Der argumentative Erfolg und somit auch gelegentlich der persuasive Effekt hangen davon ab, ob ein logischer Zusammenhang zwischen der These und den dargebotenen Daten hergestellt wird. Explizit kommt das durch die Verwendung von verstarkenden und positiv bewertenden Elementen zum Ausdruck. Die strategisch eingesetzten Abschwachungen dienen dagegen dazu, eventuelle Einwande zu entkraften. Texte, die sich durch ein hohes Ma an Modalitit auszeichnen, weisen einen erhdhten Anteil an impliziter Information auf und tragen wesentlich dazu bei, bestimmte kommunikative Funktionen zu erfiillen. Eine partikelreiche Sprache wie das Deutsche kann beispielsweise mithilfe von Modalpartikeln (ja, wohl) implizit bzw. indirekt gema& den Héflichkeitsnormen die Aussagen abschwachen und relativieren, was im Litauischen mit anderen Mitteln, wie epistemischen Verben (manyti, tikétis, laikyti), Substantiven (prielaida, galimybé, viltis) und Partizipien (tikétina, abejotina, priimtina) gemacht werden muss. Wohl am breitesten untersucht sind im Zusammenhang mit der Argumentation die Modalpartikeln®. Dies lasst sich durch ihre Polyfunktionalitat sowie durch ein hohes Ma an Implizitheit erklaren; durch die Verwendung von Modalpartikeln kénnen logische Verkniipfungen und argumentative Beziige implizit bleiben. Die Anzahl der Modalpartikeln ist in beiden Sprachen gleich, obwohl das Deutsche als eine partikelreiche Sprache bezeichnet wird. Dies ergibt sich daraus, dass viele litauische Partikeln (gal, galbit, tarsi) deutschen Modalwortern entsprechen. Unterschiede ergeben sich aber innerhalb der einzelnen Funktionsbereiche. Wahrend im Deutschen als Argumentanfiihrungen Begriindungsund Evidenzindikatoren (ja) bzw. Indikatoren fiir einen hohen Wahrscheinlichkeitsgrad (wohl) dominieren, sind im Litauischen die Komponenten der Vermutung dominant (bene, tarsi, gal, galbiit, turbut), wobei die hypothetische Natur der Argumente unterstrichen wird. AuSerdem beziehen sie sich im Litauischen nicht nur auf die vorangehenden Aussagen: (1) Die internationale Gemeinschaft muss das Netz der Wiederaufbauteams in den Provinzen dichter kniipfen. Deutschland ist ja bereits *S, hierzu Beitrage von Braue (1986) und Rost-Roth (1998).
Die Route per HECKENAUSDRUCKE BEI DER DISKURSSTRUKTURIERUNG IM DEUTSCHEN UND LITAUISCHEN mit einem PRT in Kunduz und einer diplomatischen Aussenstelle in Herat vertreten. (2) Dazu méchte ich insbesondere den Gasten aus den Emiraten ein paar Kennziffern nennen, die der deutschen Wirtschaft wohl bekannt sind [...] (3) Europos Sajunga i8gyvena krize, gal net atsidiiré savotiskoje aklavietéje. Siauri vienos valstybés ar valstybiy grupés interesai i8keliami aukS¢iau uz bendrus visos Europos interesus. Referendumai dél Europos Sajungos Konstitucijos suzlugo biitent Europos valstybése senbuvése. Ein sehr bequemes Mittel zur Perspektivierungsstrategie des Sprechers und zur Vermeidung von Abbriichen und Weiterfiihrung der Themenentfaltung ist im Deutschen die Partikel eigentlich. Sie erlaubt zudem das Ankniipfen an eine Situation oder ein Thema, mit denen die AuGerung in keiner Beziehung steht (vgl. Dalmas 2003: 203f.). AuSerdem kann damit, wie auch mit der epistemischen Verbform ich finde, der Anspruch auf Allgemeingiiltigkeit eingeschrankt werden. Im Litauischen erfiillen dieselbe Funktion die parenthetischen Einschiibe tiesa, tiesq sakant, if tikryjy, die genauso gut als Entsprechungen fiir die deutschen Diskursmarker tatsdchlich, in der Tat als Stiitzung einer vorhergehenden AuSerung dienen: (4) Einen Gedanken hat Ministerprasident Karamanlis aufgegriffen, den ich gerne unterstreichen, doppelt unterstreichen méchte. Das ist eigentlich ein neues Thema [...] (5) Nors referendumy Pranciizijoje ir Olandijoje isdavoje aktyviai diskutuojama kuria linkme turéty toliau plétotis ES integraciniai procesai, poreikis turéti stipresne ir vieningesne bendra ES uZsienio ir saugumo politika beveik nekelia kontraversijy. 18 tikryjy, ES autoritetas tarptautinéje arenoje nuolat stipréja, o ES jtaka bei dalyvavimas sprendZiant konfliktus visame pasaulyje nuolat plegiasi. Wenn die Rolle der Modalitatsausdriicke im Rahmen der Argumentation unterstrichen werden muss, so ist au&er den Modalpartikeln nicht zuletzt die Rolle von Modalwértern zu betonen. Insbesondere hypothetische Argumente kénnen durch epistemische Operatoren wie bestimmt, sicher, offensichtlich, tikrai, tikriausiai etc. unterstrichen werden. Ihre pragmatische
Ecié ALosevicienE eingesetzt werden. Der Grad einer Wertung ist immer mit dem emotionalen Engagement des Sprechers bzw. Schreibers verbunden (vgl. Adamzik 1984: 256). In beiden Sprachen hat die Negation aber primar abschwachende bzw. einschrankende Funktion: (32) Diese Verfassung ist ein Angebot an die Biirgerinnen und Biirger, ein Angebot an alle Krafte der europaischen Zivilgesellschaften. Es ist nicht zuletzt an ihnen, die Buchstaben der Verfassung mit Leben zu erfiillen. (33) Misy tikslai, kuriy siekiame, ar principai, kuriais vadovaujamés, néra skirtingi. Mit Anfiihrungszeichen wird innerhalb der politischen Kommunikation nicht auf eine unzureichende Etablierung eines Wortes bzw. Ausdrucks im Sprachsystem hingewiesen, sondern vielmehr steht ein metasprachlich konnotierter Ausdruck mit der Problematisierung des Sachverhalts gegeniiber den H6rern in Verbindung. Dieselbe Funktion kénnen auch andere Heckenausdriicke wie eine Art von, sogenannt; tam tikras, taip vadinamas, vadinamasis, savotikas iibernehmen. Zur Abmilderung problematischer Auerungen bzw. Sachverhalte mittels Anfiihrungszeichen bzw. Intonation neigen insbesondere die litauischen Politiker, wahrend die deutschen Politikerreden eine hGhere Frequenz an einschrankenden Adverbialen aufweisen: (34) Galiausiai turime padeéti atitirpdyti ,,j8aldytus“ konfliktus, kurie stabdo minéty valstybiy ekonomine plétra ir skaldo visuomene. (35) Wenn wir etwa die beiden Referenden in Holland und in Frankreich hernehmen, die sozusagen einen Schock auslosten, [...] dann sieht man auch hier dieses Biindel von Motiven. Die Konditionalsatze haben nicht nur eine argumentative Funktion. Die wenn-Satze im Vorfeld haben unter anderem metakommunikative Funktionen und operieren auf der diskurspragmatische Ebene, indem sie entweder die Bedingungen formulieren, unter denen die folgenden Sprachhandlungen relevant sind (Beispiele 36 und 37), oder auf Interaktionsund H6flichkeitskonventionen Bezug nehmen (Beispiele 38 und 39): 16
Die Route per HECKENAUSDRUCKE BEI DER DiskURSSTRUKTURIERUNG IM DEUTSCHEN UND LITAUISCHEN (36) Die Tiirkei hat zwar bereits gewaltige Fortschritte gemacht und aufgeholt. Wenn sie aber erfolgreich sein will, wird sie in Zukunft noch gewaltigere Fortschritte machen miissen. (37) Akivaizdu, kad miisy regionas, jei norime naudotis ekonominés integracijos privalumais, negali likti trikstama grandimi Europos infrastruktiroje. (38) Wenn es mir erlaubt ist, will ich einen kleinen Moment auch iiber die Schwierigkeiten der Umsetzung einer solchen Reformstrategie sprechen. (39) Ta¢iau, jei idomi ir mano nuomoné, nebijau pasakyti: ES Konstitucinés sutarties ratifikacijos maratonas bus laimétas tik tuomet, kai jis bus seékmingai jveiktas visose ES narése! 5. SCHLUSSFOLGERUNGEN Das komplexe Phainomen der sprachlichen Hecke kommt nicht isoliert in verschiedenen Diskursen vor, sondern iiberlappt sich unter anderem mit den semantischen und pragmatischen Charakteristika der so genannten Diskursmarker. Heckenausdriicke spielen eine besondere Rolle bei der Diskursstrukturierung, indem sie thematische Einheiten strukturieren, Argumente der Sprecher stiitzen sowie metakommunikative Einschiibe im Text und Diskurs erlauben. Aus der vergleichenden Analyse und quantitativen Auswertung innerhalb des politischen Diskurses hat sich erwiesen, dass im Deutschen der Einsatz von Diskursmarkern fiir unterschiedliche Grade der Wahrscheinlichkeit und Intensivierungen eigener Aussagen dominiert. Dabei spielen insbesondere die Modalwérter und Modalpartikeln eine wesentliche Rolle, und zwar als Trager zusatzlicher bzw. impliziter Informationen. Metakommentare sind ebenfalls Kennzeichen deutschsprachiger Politikerreden. Die litauischen Politikerreden zeichnen sich dagegen durch einen héheren Anteil an einschrankenden und wertenden Sprachelementen aus. 17
EGLE ALOSEVICIENE VERZEICHNIS DER BELEGQUELLEN Rede von Bundeskanzler Gerhard Schréder vor dem World Economic Forum in Davos, 28.01.2005. URL http://www. bundesregierung.de/-,413.780791/rede/ Rede-von-Bundeskanzler-Gerhard.htm: Beleg (6) Rede von Bundeskanzler Schréder bei der Deutsch-Russischen Investitionskonferenz, 28.10.2004. URL http://www.moskau.diplo.de/de/03/Reden/ Datei__041028,property=Daten.doc: Beleg (15), (20) Rede von Kerstin Miiller, Staatsministerin im Auswartigen Amt, zur der Eréffnung der Konferenz der afghanischen Zivilgesellschaft, 29.03.2004. URL http://www. auswaertiges-amt.de/www/de/ausgabe_archiv?archiv_id= 5556: Beleg (1) Rede von Bundeskanzler Schréder anlasslich des Polnischen Lissabon-StrategieForums, 26.05.2004. URL http://archiv.tndesregierung.de/bpaexport/ rede/90/658090/multi.htm: Beleg (31), (38) Rede von Bundeskanzler Schréder vor Studenten und Absolventen der Finanzakademie in Moskau, 08.07.2004. URL http://archiv.bundesregierung.de/bpaexport/ bulletin/44/693644/multi.htm: Beleg (27) Rede von Bundeskanzler Gerhard Schréder bei der Konferenz Europa eine Seele geben“, 26.11.2004. URL http://archiv.bundesregierung.de/bpaexport/ rede/12/751512/multi.htm: Beleg (16), (21), (32) Rede von BundesauSenminister Fischer zur europdischen Verfassung vor dem Deutschen Bundestag, Berlin, 02.07.2004, (Auszug). URL http://www. auswaertiges-amt.de/www/de/ausgabe_archiv?archiv_id = 5908: Beleg (10) Rede von BundesauSenminister Fischer im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in New York zur Lage in Irak/Kuwait, 14.02.2003. URL http://www.auswaertiges amt.de/www/de/aussenpolitik/ausgabe_archiv?archiv_id = 4074&type_ id= 3&bereich id=11: Beleg (19) Rede von BundesauSenminister Fischer zur deutschen Auenpolitik vor dem deutschen Bundestag, 08.09.2004 (Auszug). URL http://www.auswaertigesamt.de/www/de/ausgabe_archiv?archiv_ic = 6110: Beleg (8), (14), (36) 18
Die Route DER HeECKENAUSDRUCKE BEI DER DISKURSSTRUKTURIERUNG IM DEUTSCHEN UND LITAUISCHEN Rede von Bundeskanzler Gerhard Schréder vor dem Deutsch-Saudiarabischen Wirtschaftsforum in Riad, 28.02.2005. URL http://archiv.bundesregierung. de/bpaexport/bulletin/51/799451/multi.htm : Beleg (24) Rede von Bundeskanzler Schréder vor dem Deutsch-Emiratischen Wirtschaftsforum, 05.03.2005. URL http://archiv.bundesregierung.de/rede,-797357/Rede-vonBundeskanzler-Schroed.htm: Beleg (2) Rede von Bundeskanzler Wolfgang Schiissel Europa-Forum Wachau, 06.06.2004. URL http://www.austria.gv.at/2004/6/9/gottweig2004 final_k.pdf: Beleg (4) Rede von Bundeskanzler Schiissel anlasslich des ,Europa-Tages“ im Parlament, 29.9.2006. URL http://www.austria.gv.at/Docs/2005/9/29/rede_hbk_ europatag_20050929.pdf: Beleg (35) Rede von Bundeskanzler Gerhard Schréder vor der American Chamber of Commerce in Washington, 27.06.2005. URL http://archiv.bundesregierung.de/bpaexport/ rede/18/850918/multi.htm: Beleg (13) J. E. Lietuvos Respublikos Prezidento Valdo Adamkaus kalba 59-ojoje Jungtiniy Tauty Generalinés Asambléjos sesijoje, 2004.09.22. URL http://www. president. It/It/news.full/5266: Beleg (23), (30) J. E. Lietuvos Respublikos Prezidento Valdo Adamkaus kalba Amerikos prekybos riimy verslo piety metu ,Kaip iSlaikyti dinamiska Baltijos regiono augima: ateities vizija*, Vilnius, 2004.10.07 d. URL http://www. president. |t/It/news. full/5322: Beleg (17), (37) Prezidento Valdo Adamkaus kalba verslo pusry¢iuose, Cikaga, JAV, 2004.09.24 URL http://www. president.It/It/news.full/5277: Beleg (25) Uzsienio Reikaly Ministro A.Valionio kalba konferencijoje, skirtoje sutaréiai del konstitucijos Europai, 2004.11.12. URL http://www.voruta.lt/article. php?article = 656: Beleg (39) LR UR Ministro A. Valionio sveikinimo kalba konferencijoje ,,Naujoji NATO: plétojant vieSosios diplomatijos strategija“, 2004.06.07. URL http://amb.urm. It/nato/showitem.php?TopMenulID = 1245&1temID = 2693&SiteID = 66&Lang ID=1: Beleg (11) 19
EGLé ALosevICiENE Lietuvos Respublikos Prezidento Valdo Adamkaus sveikinimo Zodis konferencijoje »Lisabonos procesui jpuséjus: naujyjy ES Saliy vyriausybiy ir pramonés bei verslo organizacijy siekiai ir perspektyvos“, 2005.02.24 URL http://www. president.It/It/news.full/5535: Beleg (22) Prezidento Valdo Adamkaus kalba Seimo neeiliniame plenariniame posédyje »Lietuvos interesai Europos Sajungoje“, 2005.10.20. URL http://www. president.It/It/news.full/6091: Beleg (3), (18) Seimo Pirmininko kalba Seime vykusioje diskusijoje svarbiausiais Europos Sajungos darbotvarkés klausimais, 2005.10.20. URL http://www.paulauskas.|t/index. asp?DL=L&TopicID = 159: Beleg (12) Uzsienio Reikaly Ministro A.Valionio kalba seimo diskusijoje aktualiausiais Europos Sajungos politikos klausimais, 2005.10.20. URL www.urm.It/index. php?1149113537: Beleg (5) A. Brazausko pasisakymas BJVT virSiniy susitikime, 2004.06.21 URL http:// www.ministraspirmininkas.|t/page.asp? DL = L&TopicID = 14&ArticleID = 116: Beleg (9) A. Brazausko pasisakymas Konvento klausimu, 2003.04.16 URL http://www. ministraspirmininkas.It/page.asp?DL =L&TopicID = 14&ArticleID = 534: Beleg (33) Lietuvos Respublikos Prezidento Valdo Adamkaus kalba »Europos ateitis Lietuvos Zvilgsniu* Pranciizijos politikos moksly institute, 2005.10.07. URL http:// www. president. |t/It/news.full/6035: Beleg (34) Lietuvos Respublikos Prezidento Valdo Adamkaus kalba ,,Terra Democratica Ryty Europoje ir uz jos riby: laiméjimai, is$akiai ir tolesni Zingsniai“, pasakyta Cikagos uZsienio reikaly tarybos surengtame priémime, 2005.09.19. URL http://www. president.It/It/news.full/5998: Beleg (7), (28) Lietuvos Respublikos Prezidento Valdo Adamkaus kalba uzsienio diplomatiniy atstovybiy vadovams, 2004.07.14. URL http://www.urm.|t/popup2.php?item_ id= 8811: Beleg (29) Prezidento Rolando Pakso kalba LR Seimo ir Danijos ambasados organizuojamoje tarptautinéje konferencijoje ,,Europos Sajungos Ryty dimensija“, 2003.04.25 20
Dig Route DER HECKENAUSDRUCKE BEI DER DISKURSSTRUKTURIERUNG IM DEUTSCHEN UND LITAUISCHEN URL http://www.euro.It/ivykiai/readnews.php3?ItemID = 3381 &TopMenuID =1&MenultemID = 2&LangID = 1: Beleg (26) LITERATUR Apvamzik, K. 1984: Sprachliches Handeln und sozialer Kontakt. Tiibingen: Gunter Narr. Barrscu, R. 1972: Adverbialsemantik. Frankfurt am Main: Athenadum. Bun, C., Deisster, D., ScHARtoTH, J., STUKENBROCK, A. 2000: Linguistische Diskursanalyse: Uberblick, Probleme, Perspektiven. Sprache und Literatur: in Wissenschaft und Unterricht 86, 3-19. Braussz, U. 1986: Zum Problem der sogenannten Polyfunktionalitat von Modalpartikeln. Ja und eben als Argumentationssignale. Zeitschrift fiir Phonetik, Sprachwissenschaft und Kommunikationsforschung 39 (2), 206-223. Brinton, L. J. 1996: Pragmatic markers in English: Grammaticalization and discourse functions. Berlin-New York: de Gruyter. Brown, P., Levinson, S$. C. 1987: Politeness: Some Universals in Language Use. Cambridge: University Press. Busser, D., Teupert, W. 1994: Ist Diskurs ein sprachwissenschaftliches Objekt? Zur Methodenfrage der historischen Semantik. In: D. Busse, F. Hermantris, W. Teubert, Hrsg., Begriffsgeschichte und Diskursgeschichte. Methodenfragen und Forschungsergebnisse der historischen Semantik. Opladen: Westdeutscher Verlag, 10-28. Datmas, M. 2003: Soweit das Auge reicht? Stand und Blickpunkte durch so genannte Modalisatoren. Ein Riickblick. In: I. Behr, D. Baudot, Hrsg., Funktion und Bedeutung. Tiibingen: Stauffenburg, 197-208. Eccs, E. 2000: Vertextungsmuster Argumentation: Logische Grundlagen. In: K. Brinker et al., Hrsg., Textund Gesprachslinguistik. Ein internationales Handbuch zeitgenéssischer Forschung. 1. Halbbd. Berlin-New York: de Gruyter, 397-414, 21
EGLeé ALOSEVICIENE FaircLoucu, N. 2003: Analysing Discourse. Textual analysis for social research. London-New York: Routledge. FairctoucH, N., Wopak, R. 1997: Critical discourse analysis. In: T. A. van Dijk, ed., Discourse as social interaction. Discourse studies, Vol. 2. London: Sage, 258-284. Foucautt, M. 1998: Diskurso tvarka: inauguraciné paskaita Collége de France, perskaityta 1970 mety gruodzio 2 dieng. Vilnius: Baltos lankos. Fraser, B. 1975: Hedged Performatives. In: P. Cole, J. L. Morgan, ed., Syntax and Semantics. Vol. 3, 187-210. Fraser, B. 1990: An approach to discourse markers. Journal of Pragmatics 14, 383-395. Fraser, B. 2006: Towards A Theory of Discourse Markers. In: K. Fischer, ed., Approaches to Discourse Particles. Vol. 1. URL: http://people.bu.edu/bfraser/ Basic%20Introductory%20Readings/Fraser%20-%202005%20-%20Towards% 20a%20Theory%200f%20DM.doc [03.03.2006]. GirpentENnE, S. 2001: Kausalitat als tibergreifende Relation. Kalbotyra 50 (3), 27-31. GunTuner, S. 2000: Vorwurfsaktivitdten in der Alltagsinteraktion. Grammatische, Pprosodische, rhetorisch-stilistische und interaktive Verfahren bei der Konstitution kommunikativer Muster und Gattungen. Tiibingen: Max Niemeyer. Henne, H. 1978: Gesprachswérter. Fiir eine Erweiterung der Wortarten. In: H. Henne, W. Mentrup, H. Weinrich, Interdisziplindres deutsches Worterbuch in der Diskussion. Diisseldorf: Schwann, 42-47. HorrmMann, M. 1998: Gestaltungsstrategien und strategisches Gestalten. Zur Persuasivitét von Thematisierungsstilen im politischen Diskurs. In: M. Hoffmann, Chr. Ke@ler, Hrsg., Beitrdge zur Persuasionsforschung: unter besonderer Beriicksichtigung textlinguistischer und stilistischer Aspekte. Frankfurt am Main: Peter Lang, 57-97. House, J., Kasper, G. 1981: Politeness Markers in English and German. In: F. Coulmas, ed., Conversational Routine. The Hague: Mouton, 157-185. 22
Die Route per HECKENAUSDRUCKE BEI DER DisKURSSTRUKTURIERUNG IM DeuTSCHEN UND LiTAUISCHEN JAcer, S. 1993: Kritische Diskursanalyse. Eine Einfiihrung. Duisburg: Duisburger Institut fiir Sprachund Sozialforschung. Kein, J. 1998: Politische Kommunikation als Sprachstrategie. In: O. Jarren, U. Sarcinelli, U. Saxer, Hrsg., Politische Kommunikation in der demokratischen Gesellschaft. Ein Handbuch mit Lexikonteil. Opladen, Wiesbaden: Westdeutscher Verlag, 376-395. K.ein, W. 1980: Argumentation und Argument. In: W. Klein, Hrsg., Argumentation. Zeitschrift fiir Literaturwissenschaft und Linguistik. Géttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 9-57. Laxorr, G. 1972: Hedges: A Study in Meaning Criteria and the Logic of Fuzzy Concepts, in: D. Hockney, W. Harper, B. Freed, ed., Contemporary Research in Philosophical Logic and Linguistic Semantics, Dordrecht, Holland: D. Reidel, 221-271. Lewis, D. M. 2006: Discourse markers in English: a discourse-pragmatic view. In: K. Fischer, ed., Approaches to Discourse Particles. Vol. 1 URL: http://people.bu.edu/bfraser/Pragmatically%200riented/Lewis%20- %20DM%20in%20E%20-%20A%20Prag.%20View.doc [03.03.2006]. ‘ Linke A, Nusspaumer M., PortMann, P. R. 1994: Studienbuch Linguistik. Tiibingen: Niemeyer. Low, G. 1996: Intensifiers and Hedges in Questionnaire Hypothesis. Applied Linguistics 17 (1), 1-37. Markkanen, R., Scuréper, H. 1997: Hedging: A Challenge for Pragmatics and Discourse Analysis. In: R. Markkanen, H. Schréder, eds., Hedging and Discourse. Approaches to the Analysis of a Pragmatic Phenomenon in Academic Texts. Berlin: de Gruyter, 3-20. Outincer, D. 2003: Argumentation in der Erstund Fremdsprache. Pragmalinguistische und grammatikalische Aspekte anhand von Argumentationen deutscher und litauischer Studierender. Frankfurt am Main: Peter Lang. Pappert, S. 2003: Politische Sprachspiele in der DDR : kommunikative Entdifferenzierungsprozesse und ihre Auswirkungen auf den 6ffentlichen Sprachgebrauch. Frankfurt am Main: Peter Lang. 23
EGLE ALOSEVICIENE Perrer, Y. 1988: Argumentationsstrategien. In: B. Sandig, Hrsg., Stilistisch-rhetorische Diskursanalyse. Tiibingen: Gunter Narr, 103-120. Pirtner, K. 1996: Redekommentierende Einschiibe. In: P. Kunsmann, Hrsg., Linguistische Akzente 93. Beitrdge zu den 3. Miinchner Linguistik-Tagen. Hamburg: Kovaé, 141-157. Pittner, K. 1999: Adverbiale im Deutschen. Untersuchungen zu ihrer Stellung und Interpretation. Tiibingen: Stauffenburg. Pitrner, K. 2000: Sprechaktbedingungen und bedingte Sprechakte: Pragmatische Konditionalsatze im Deutschen. In: A. Fetzer, K. Pittner, Hrsg., Gesprdchsforschung: Neue Entwicklungen / Conversation analysis: recent developments. Linguistik online 5. URL: http://www. linguistik-online.org/1_00/ PITTNER.HTM [26.11.2005]. Prince, E. F., Fraper, J., Bosk, Ch. 1982: On Hedging in Physician-Physician Discourse. In: R.J. Di Pietro, ed., Linguistics and the Professions. Norwood-New York: Ablex, 83-97. Rosr-Rotu, M. 1998: Modalpartikeln in Argumentationen und Handlungsvorschlagen. In: T. Harden, E. Hentschel, Hrsg., Particulae Particularum. Festschrift fiir Harald Weydt. Tiibingen: Stauffenburg, 293-324. Scuirrrin, D. 1986: The functions of and in discourse. Journal of pragmatics 10 (1), 41-66. Scnirrrin, D. 2001: Discourse Markers: Language, Meaning and Context. In: D. Schiffrin, D. Tannen, H. Hamilton, eds., The Handbook of Discourse Analysis. Malden, Mass: Blackwell, 54-75. Scuwitatia, J. 1979: Metakommunikationen als Mittel der Dialogorganisation und der Beziehungsdefinition. In: J. Dittmar, Hrsg., Arbeiten zur Konversationsanalyse. Tiibingen: Max Niemeyer. Sizpmann, D. 2001: Multi-word Discourse Markers in Translation: A Corpus-based Investigation into Restrictors. Lebende Sprachen 46 (3), 97-107. Sxe.ton, J. 1997: How to Tell the Truth in The British Medical Journal: Patterns of Judgement in the 19th and 20th Centuries. In: R. Markkanen, H. Schroder, eds., 24
Diz Route per HECKENAUSDRUCKE BEI DER DISKURSSTRUKTURIERUNG IM DEUTSCHEN UND LITAUISCHEN Hedging and Discourse. Approaches to the Analysis of a Pragmatic Phenomenon in Academic Texts. Berlin: de Gruyter, 42-63. TRAUTMANN, C. 2004: Argumentieren. Funktional-pragmatische Analysen praktischer und wissenschaftlicher Diskurse. Frankfurt am Main: Peter Lang. Tscuizmarova, I. K. 2005: Hedging functions of the Bulgarian discourse marker xajde. Journal of Pragmatics 37, 1143-1163. VersTRAETE, J.-Ch. 2001: Subjective and objective modality: Interpersonal and ideational functions in the English modal auxiliary system. Journal of Pragmatics. 33, 1505-1528. Wa ron, M. 2006: The Marker is the Message. The Influence of Discourse Markers and Particles on Textual Meaning. URL: http://www.sil.org/asia/philippines/ ical/papers.html [15.03.2006]. We tte, W., Rosemann, Ph. 1990: Alltagssprachliche Metakommunikation im Englischen und Deutschen. Frankfurt am Main: Peter Lang. Wunperuicu, D. 1983: Modalisierte Sprechakte. In: G. Brtinner, A. Redder, Studien zur Verwendung der Modalverben. Tiibingen: Gunter Narr, 226-245. Eglé Alosevitiené Vilniaus universitetas Kauno humanitarinis fakultetas Germany filologijos katedra Muitinés g. 8, LT-44280 Kaunas egle.alosevicene@vukhf lt 25