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Forschungsbericht 2022 - Fakultät für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften der Technischen Hochschule Köln

Abstract

Die Fakultät für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften der Technischen Hochschule Köln möchte mit diesem Bericht dokumentieren, mit welchen Problemstellungen sich die forschenden Kolleg*innen der Fakultät im Jahr 2022 auseinander gesetzt haben.

Full text

Kölner Arbeitspapiere zur Wirtschaftswissenschaft Band 1/2024 FORSCHUNGSBERICHT 2022 Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften FORSCHUNGSBERICHT 2022 Dieses Werk resp. dessen Inhalt ist unter der folgenden Creative-Commons-Lizenz lizensiert: Namensnennung, nicht kommerziell, keine Bearbeitung (cc-by-nc-nd de). Köln, 2023 ISSN (Print) 2192-7936 ISSN (Internet) 2192-7944 Herausgeber / Editorship Schmalenbach Institut für Wirtschaftswissenschaften / Schmalenbach School of Business and Economics Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften / Faculty of Business, Economics and Law Technische Hochschule Köln – University of Applied Sciences Gustav-Heinemann-Ufer 54, D-50968 Köln Web http://www.f04.th-koeln.de Kontakt Schriftleitung / Contact Editor Steffen Wolfer Schmalenbach Institut für Wirtschaftswissenschaften / Schmalenbach School of Business and Economics Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften / Faculty of Business, Economics and Law Technische Hochschule Köln – University of Applied Sciences Gustav Heinemann-Ufer 54, D-50968 Köln Tel. +49 221 8275-3422 Fax +49 221 8275-3131 E-mail [email protected] FORSCHUNGSBERICHT 2022 Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften Technische Hochschule Köln Gustav-Heinemann-Ufer 54, D-50968 Köln Kölner Arbeitspapiere zur Wirtschaftswissenschaft Arbeitspapier 1/2024 ISSN (Print) 2192-7936 ISSN (Internet) 2192-7944 Impressum: Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften (Hrsg.) Technische Hochschule Köln Claudiusstraße 1 50678 Köln Telefon: 0221/8275-3411 Telefax: 0221/8275-3135 Köln, im November 2023 2 Inhaltsverzeichnis 1 Vorwort.......................................................................................................................... 4 2 Forschungsaktivitäten nach Kompetenzzentren – Schmalenbach Institut für Wirtschaftswissenschaften ............................................. 5 2.1 Kölner Forschungsstelle für Medienrecht ........................................................................ 5 2.1.1 Zielsetzung und Mitwirkende ............................................................................... 5 2.1.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge ........................................ 8 2.1.3 Wissenschaftliche Veranstaltungen ....................................................................13 2.1.4 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben .....................................................................14 2.2 Forschungsstelle Nachhaltigkeit, Institutionen, Management und Märkte ......................17 2.2.1 Zielsetzung und Mitwirkende ..............................................................................17 2.2.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge .......................................18 2.2.3 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben .....................................................................27 2.3 Forschungsstelle für Wirtschaftsmediation und Verhandlung ........................................28 2.3.1 Zielsetzung und Mitwirkende ..............................................................................28 2.3.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge .......................................30 2.3.3 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben .....................................................................33 2.4 Institute of Global Business and Society (GLOBUS) ......................................................36 2.4.1 Zielsetzung und Mitwirkende ..............................................................................36 2.4.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge .......................................37 2.4.3 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben .....................................................................38 2.5 Weitere Forschungsaktivitäten von Mitgliedern des Schmalenbach Instituts für Wirtschaftswissenschaften.............................................................................................39 2.5.1 Forschungsprojekte ............................................................................................39 2.5.2 Veröffentlichungen ..............................................................................................50 2.5.3 Vorträge und Konferenzbeiträge .........................................................................54 2.5.4 Wissenschaftliche Veranstaltungen ....................................................................54 3 Forschungsaktivitäten nach Kompetenzzentren – Institut für Versicherungswesen ................................................................................55 3.1 Forschungsschwerpunkt Rückversicherung ...................................................................55 3.1.1 Zielsetzung und Mitwirkende ..............................................................................56 3.1.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge .......................................57 3.1.3 Wissenschaftliche Veranstaltungen ....................................................................61 3.1.4 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben .....................................................................62 3 3.2 Forschungsstelle Versicherungsrecht ............................................................................64 3.2.1 Zielsetzung und Mitwirkende ..............................................................................64 3.2.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge .......................................65 3.2.3 Wissenschaftliche Veranstaltungen ....................................................................67 3.2.4 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben .....................................................................68 3.3 Forschungsstelle FaRis .................................................................................................70 3.3.1 Zielsetzung und Mitwirkende ..............................................................................70 3.3.2 Wissenschaftliche Veranstaltungen ....................................................................74 3.3.3 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben .....................................................................75 3.4 Forschungsstelle Versicherungsmarkt ...........................................................................79 3.4.1 Zielsetzung und Mitwirkende ..............................................................................79 3.4.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge .......................................80 3.4.3 Wissenschaftliche Veranstaltungen ....................................................................83 3.4.4 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben .....................................................................83 3.5 Weitere Forschungsaktivitäten von Mitgliedern des Instituts für Versicherungswesen ...................................................................................87 3.5.1 Zielsetzung und Mitwirkende ..............................................................................87 3.5.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge .......................................87 3.5.3 Wissenschaftliche Veranstaltungen ....................................................................88 3.5.4 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben .....................................................................89 4 1 Vorwort Die Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften der Technischen Hochschule Köln (kurz: TH Köln) legt hiermit ihren jährlichen Forschungsbericht vor. Wir dokumentieren gegenüber der Öffentlichkeit, insbesondere gegenüber unseren Freunden und Förderern, mit welchen Problemstellungen wir uns als forschende Kolleg*innen im vergangenen Jahr auseinandergesetzt haben. Insgesamt ist festzustellen, dass sich die Forschungsaktivitäten der Mitglieder der Fakultät positiv entwickeln. Unsere Stärke ist und bleibt der Praxisbezug der Forschung! Innerhalb der Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften ist ein breites Spektrum an wissenschaftlichen Disziplinen und Forschungsaktivitäten vertreten. Mittlerweile sind an der Fakultät diverse Kompetenzzentren in der Forschung etabliert: • Kölner Forschungsstelle für Medienrecht • Forschungsstelle Nachhaltigkeit, Institutionen, Management und Märkte • Forschungsstelle für Wirtschaftsmediation und Verhandlung • Institute of Global Business and Society (GLOBUS) • Forschungsschwerpunkt Rückversicherung • Forschungsstelle Versicherungsrecht • Forschungsstelle FaRis • Forschungsstelle Versicherungsmarkt. Eine wichtige Unterstützung erfahren wir durch unsere Förderer. Hier sind insbesondere der Verein der Förderer des Instituts für Versicherungswesen an der TH Köln sowie der Verein Alumni und Förderer des Schmalenbach Instituts für Wirtschaftswissenschaften, Köln zu erwähnen. Den externen Förderern, der Hochschulleitung und -verwaltung sowie den Mitarbeiter*innen der Forschungsstellen und der Fakultät gilt unser Dank für all die Unterstützung der Aktivitäten im vergangenen Jahr. Prof. Dr. Erich Hölter Prof. Dr. Oskar Goecke Dekan Prodekan Forschung 5 2 Forschungsaktivitäten nach Kompetenzzentren – Schmalenbach Institut für Wirtschaftswissenschaften 2.1 Kölner Forschungsstelle für Medienrecht 2.1.1 Zielsetzung und Mitwirkende Die Kölner Forschungsstelle für Medienrecht wurde 2006 an der Technischen Hochschule Köln errichtet. Ihr Gründer und Leiter ist Prof. Dr. habil. Rolf Schwartmann. In fünf Forschungsschwerpunkten forschen und lehren fünf Professoren und zahlreiche Dozent*innen aus Medienunternehmen aller wesentlichen Mediengattungen sowie Repräsentant*innen von Rechtsanwaltskanzleien und Verwaltung. Die Forschungsstelle hat einen Beirat mit beratender Funktion. Wesentliche Aufgabe der Kölner Forschungsstelle für Medienrecht ist es, aktuelle Entwicklungen des Medienrechts in enger Verbindung mit der Medienpraxis wissenschaftlich zu begleiten. Die Kölner Forschungsstelle für Medienrecht begeht mehrere Wege zur gattungsübergreifenden Verzahnung von Wissenschaft und Praxis. Zum einen veranstaltet die Forschungsstelle Mediensymposien und Vortragsreihen als gemeinsame Foren für Repräsentanten von Medienwissenschaft und Medienwirtschaft unter Beteiligung der interessierten Öffentlichkeit. Zum anderen entstehen unter dem Dach der Forschungsstelle einerseits Veröffentlichungen, die der Ausbildung dienen und andererseits solche, die an der Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis angesiedelt sind. Darüber hinaus steht der an der Forschungsstelle angebotene Masterstudiengang Medienrecht und Medienwirtschaft, LL.M., für eine Hochschulausbildung, die die Belange der Medienwirtschaft mit einer Ausbildung auf wissenschaftlichem Niveau in Einklang bringt. Hierfür bietet sich der Hochschulstandort Köln in der von Medienunternehmen sehr unterschiedlicher Art geprägten rheinischen Region an. Am Forschungsbetrieb der Forschungsstelle sind die nachfolgend aufgelisteten Wissenschaftler und wissenschaftliche und nichtwissenschaftlichen MitarbeiterInnen beteiligt: Name Funktion / Schwerpunkt Institut / Unternehmen Kontakt Prof. Dr. habil. Rolf Schwartmann Bürgerliches Recht und Wirtschaftsrecht, insbesondere öffentliches und internationales Wirtschaftsrecht, Leiter der Forschungsstelle Schmalenbach Institut [email protected] Prof. Dr. Bernd Eckardt Bürgerliches Recht und Wirtschaftsrecht, insbesondere Handels-, Gesellschaftsund Insolvenzrecht Schmalenbach Institut [email protected] Prof. Klaus Gennen Wirtschaftsrecht, insbesondere Informationstechnologierecht mit IT-Vertragsrecht und Recht des elektronischen Geschäftsverkehrs Schmalenbach Institut [email protected] 6 Name Funktion / Schwerpunkt Institut / Unternehmen Kontakt Prof. Dr. Christian-Henner Hentsch, M.A., LL.M. Medienund Urheberrecht Schmalenbach Institut christian-henner.hentsch @th-koeln.de Prof. Dr. Stefan Sporn Medienund Urheberrecht Lehrbeauftragter Schmalenbach Institut [email protected] RAin Stefanie Nesseler-Janik Geschäftsführerin Schmalenbach Institut [email protected] Barbara Rüber Wissenschaftliche Mitarbeiterin; Studiengangsbetreuerin Schmalenbach Institut [email protected] Lucia Burkhardt Wissenschaftliche Mitarbeiterin Schmalenbach Institut [email protected] Robin Lucien Mühlenbeck Wissenschaftlicher Mitarbeiter Schmalenbach Institut robin_lucien. [email protected] Eva Maria Pottkämper Wissenschaftliche Mitarbeiterin Schmalenbach Institut [email protected] David Wasilewski Wissenschaftliche Hilfskraft Schmalenbach Institut [email protected] Michaela Schlitte Büroleitung Schmalenbach Institut [email protected] • Leitung: Prof. Dr. habil. Rolf Schwartmann ist als Leiter der Forschungsstelle für die Forschungsund Lehrtätigkeit verantwortlich und entscheidet über die diesbezüglichen inhaltlichen Fragen. • Geschäftsführung: RAin Stefanie Nesseler-Janik ist Geschäftsführerin der Forschungsstelle und Ansprechpartnerin in den Angelegenheiten der Forschungsstelle einschließlich des Masterstudiengangs Medienrecht und Medienwirtschaft. • Professuren und Schwerpunkte: Die Kölner Forschungsstelle für Medienrecht deckt in fünf Abteilungen die Schwerpunkte nationales und internationales Medienrecht (Schwerpunkt I), Datenschutzrecht (Schwerpunkt II), Urheberrecht (Schwerpunkt III), Informationstechnologierecht (Schwerpunkt IV) und Wettbewerbsrecht (Schwerpunkt V) ab. Das Medienrecht ist sowohl in seiner nationalen als auch in seiner völkerund europarechtlichen Ausprägung ein Kerngebiet der Kölner Forschungsstelle für Medienrecht. Abgedeckt wird ausgehend von Art. 5 GG das öffentliche Medienrecht, insbesondere das Rundfunkund Presserecht. In Zeiten der Digitalisierung nimmt das Telemedienrecht zunehmend Raum ein. Das Medienrecht wird vertreten durch: > Prof. Dr. habil. Rolf Schwartmann: Professur für Bürgerliches Recht und Wirtschaftsrecht, insbesondere öffentliches und internationales Wirtschaftsrecht und Leitung der Kölner Forschungsstelle für Medienrecht; > Prof. Dr. Christian-Henner Hentsch, M.A., LL.M.: Professur für Urheberund Medienrecht, Leiter Recht & Regulierung beim game-Verband der Deutschen Games-Branche e. V.; stellvertretender Leiter des Studiengangs Medienrecht und Medienwirtschaft LL.M. > Prof. Dr. Stefan Sporn: Chief Operating Officer Splendid Medien AG, Sprecher des Beirats der Kölner Forschungsstelle für Medienrecht. 13 2.1.3 Wissenschaftliche Veranstaltungen Folgende Veranstaltungen wurden von den Mitgliedern der Forschungsstelle im abgelaufenen Jahr (mit) ausgerichtet: • „Mehr als Cum-Ex… Qualitätsberichterstattung über juristische Themen – (Wie) Geht das“ 13. Kölner Mediensymposium in Kooperation mit dem Kölner Anwaltverein (Online am 23.03.2022) In dem spannenden Impulsvortrag des Leiters der ARD-Rechtsredaktion, Dr. Frank Bräutigam, erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Einblick in die tägliche Arbeit einer Rechtsredaktion. In dem darauffolgenden Panel diskutierten die Vertreterinnen und Vertreter aus Medien, Justiz und Anwaltschaft durchaus kontrovers über Fragen wie z. B. Sollten Richter ihre Urteile erklären? Darf/Soll sich die Staatsanwaltschaft zu laufenden Verfahren äußern? Gelingt der Spagat zwischen Unterstützung der Medienschaffenden und Rücksicht auf die Rechte Betroffener in der Praxis? Mitwirkende: Dr. Peter Allgayer, Richter am Bundesgerichtshof, Peter Biesenbach, Minister der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Frank Bräutigam, Leiter der ARDRechtsredaktion, Karlsruhe, Marcus Jung, Wirtschaftsredakteur, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Rechtsanwalt Christoph Lepper |tdwe|, Rechtsanwälte, Prof. Dr. Rolf Schwartmann, Leiter der Kölner Forschungsstelle für Medienrecht, TH Köln, Rechtsanwältin Dr. Kerstin Stirner, Gercke Wollschläger – Kanzlei für Strafrecht, Rechtsanwalt Markus Trude, Vorstandsvorsitzender des Kölner Anwaltverein e. V. • „Künstliche Intelligenz in der Justiz – Impulse aus Nordrhein-Westfalen“ Gemeinsames Symposium des Justizministeriums NRW und der Forschungsstelle für Medienrecht der TH Köln (Hybrid, 02.05.2022) Auf der hochkarätig besetzten Veranstaltung konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Bild davon machen, wo die Justiz im Mai 2022 beim Einsatz künstlicher Intelligenz steht und welche zukünftigen Entwicklungen zu erwarten sind. Mitwirkende: Peter Biesenbach, Minister der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen, Markus Hartmann, LOStA b. d. GStA in Köln, Leiter ZAC NRW, Prof. Dr. Stefan Herzig, Präsident TH Köln, Prof. Dr. Erich Hölter, Dekan Fakultät 04, TH Köln, Dr. Martin Kessen, Richter am BGH (III. Zivilsenat), Dr. Bernd Scheiff, Präsident OLG Köln, Prof. Dr. Rolf Schwartmann, Leiter der Kölner Forschungsstelle für Medienrecht (TH Köln), Axel Voss, MdEP, Berichterstatter KI-VO • „Medienrecht trifft Medienwirtschaft“ Eröffnungsveranstaltung zur Begrüßung der Erstsemester im Masterstudiengang Medienrecht und Medienwirtschaft, LL.M., (22.09.2022) Die jährliche Veranstaltung richtet sich insbesondere an die neuen Studierenden im Masterstudiengang Medienrecht und Medienwirtschaft sowie höhere Semester und Ehemalige und Dozierende. In bewährter Tradition wurden nicht nur Denkimpulse gesetzt, sondern auch ein erster Praxiseinblick ermöglicht und eine Gelegenheit zum Networking gegeben. 14 Die Veranstaltung widmete sich der Frage, wie sich die jüngste Urheberrechtsreform auf die unterschiedlichen Medien-Branchen ausgewirkt hat. Mitwirkende: Simone von Bentivegni, Ressortleiterin Medienrecht, Medienpolitik RTL Deutschland, Tobias Haar, LL. M., MBA, Rechtsanwalt, Vogel & Partner Rechtsanwälte und Sprecher der AG Recht des game – Verband der deutschen Games-Branche, Prof. Dr. Christian-Henner Hentsch, TH Köln, Prof. Dr. Sylvia Heuchemer, Vizepräsidentin, TH Köln, René Houareau, Geschäftsführer Recht & Politik, Bundesverband Musikindustrie e. V., Benedicta von Rauch, Syndikusrechtsanwältin, Axel Springer SE, Prof. Dr. Rolf Schwartmann, Leiter der Kölner Forschungsstelle für Medienrecht (TH Köln), Prof. Dr. Stefan Sporn, Beiratsvorsitzender und Geschäftsführer, RTL International GmbH. • Online-Symposium: „Datenschutz im Spannungsfeld zwischen Gemeinwohl und Privatheit – ein Digitalisierungsrecht für das 21. Jahrhundert“ in Kooperation mit den Universitäten Regensburg und Leipzig (21.11.2022) Im Rahmen des Online-Symposiums diskutierten drei Herausgeber von führenden Kommentaren zum Datenschutzrecht und ein Richter am für Datenschutzrecht zuständigen Senat des Bundesgerichtshofs moderiert von einer im Datenschutz ausgewiesenen Verwaltungsrichterin zu unterschiedlichen Fragen und der Zukunft des Datenschutzrechts. Mitwirkende: Dr. Peter Allgayer, Richter am Bundesgerichtshof, Kristin Benedikt, Richterin am Verwaltungsgericht Regensburg, Prof. Dr. Jürgen Kühling, Universität Regensburg und Vorsitzender der Monopolkommission, Prof. Dr. Boris Paal, Universität Leipzig und Richter am Landgericht Hamburg, Prof. Dr. Rolf Schwartmann, Leiter der Kölner Forschungsstelle für Medienrecht, TH Köln 2.1.4 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben Die Forschungsstelle arbeitet mit zahlreichen Medienunternehmen zusammen und kooperiert auf vielfältige Weise mit verschiedenen Partnern und Organisationen. Beispielhaft seien nachfolgend genannt: • Kooperation mit der Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit (GDD) Die GDD tritt als gemeinnütziger Verein für einen sinnvollen, vertretbaren und technisch realisierbaren Datenschutz ein. Sie hat zum Ziel, die datenverarbeitenden Stellen – insbesondere auch die Datenschutzbeauftragten – bei der Lösung und Umsetzung der vielfältigen, mit Datenschutz und Datensicherheit verbundenen rechtlichen, technischen und organisatorischen Anforderungen zu unterstützen. Die GDD pflegt eine intensive Zusammenarbeit mit Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Politik. Sie vertritt die Belange der datenverarbeitenden Stellen, der Datenschutzbeauftragten und der betroffenen Bürger gegenüber Behörden und Gesetzgebungsorganen. Darüber hinaus unterstützt sie die politische Willensbildung durch fachlichen Rat. 15 • Masterstudiengang Medienrecht und Medienwirtschaft (LL.M.) Der Masterstudiengang Medienrecht und Medienwirtschaft (LL.M.) wurde am Medienstandort Köln in enger Verbindung mit der Praxis konzipiert und startete erstmalig zum Wintersemester 2008/2009. Er bringt Belange der Medienpraxis mit einer wissenschaftlichen Ausbildung in Einklang. Die gesamte Medienwirtschaft steht durch die Digitalisierung vor ständig neuen rechtlichen, wirtschaftlichen und publizistischen Herausforderungen. Medienrelevante Fragestellungen müssen aus rechtlicher und ökonomischer Sicht bewertet und eingeordnet werden können. Dies setzt das Verständnis der zugrundeliegenden Technik voraus. Der 4-semestrige modular aufgebaute Masterstudiengang umfasst rechtswissenschaftliche, wirtschaftswissenschaftliche und informationstechnische Inhalte und verbindet diese zu einer Querschnittsmaterie. Diese Fächerkombination ist in seiner Struktur und Ausrichtung deutschlandweit einzigartig. Für die Umsetzung des Konzepts sorgen mehr als 30 in das Programm eingebundene Lehrbeauftragte aus zahlreichen namhaften Unternehmen und Kanzleien der rheinischen Region. • Bildungspartnerschaft mit der Screenforce Academy Die Kölner Forschungsstelle für Medienrecht hat eine Bildungspartnerschaft mit der Screenforce Academy geschlossen. Die Kooperation ermöglicht den Studierenden des Masterstudiengangs Medienrecht und Medienwirtschaft ganz neue und besondere Möglichkeiten zur Berufsinformation in der TVund Video-Medienindustrie. Screenforce ist die Gattungsinitiative der führenden TV-Vermarkter in den DACH-Ländern (95% des TV-Werbemarktes). Insgesamt zwölf Werbevermarkter gehören zu dem Verbund, darunter die von RTL, ProSiebenSat. 1, ARD sowie Sky. Im Rahmen der zweimal jährlich stattfindenden, dreitägigen Screenforce Academy haben die Studierenden der Forschungsstelle die direkte Möglichkeit, einen Rund-um-Blick hinter die Kulissen von „Total Video“ zu erhalten, sich fachlich weiterzubilden und Jobprofile besser kennenund einschätzen zu lernen. • Influencer Law Clinic – Kooperation mit dem Influencer-Netzwerk allyance und der Kanzlei Brehm & v. Moers Studierende des Masterstudiengangs haben einen Leitfaden zu häufigen medienrechtlichen Problemen für Influencerinnen und Influencer erstellt. Den Leitfaden geben Studierende an die Influencerinnen und Influencer im Youtuber-Netzwerk von allyance heraus. Darüber hinaus beraten die Studierenden einfachen Anliegen, angeleitet von Dozierenden, auch individuell. Bei komplexen Rechtsfragen übernimmt die Kanzlei Brehm & v. Moers. • Preis des Beirats Der Beirat der Kölner Forschungsstelle für Medienrecht, s.o., verleiht für hervorragende Leistungen im Magister Legum Studiengang Medienrecht und Medienwirtschaft in jedem Jahrgang einen Preis. Die Ehrung erfolgt durch die Verleihung einer vom Kölner Bildhauer und Medaillenschneider Heribert J. Calleen gestalteten Medaille. • Geplante Veröffentlichungen Folgende Veröffentlichungen sind von den Mitwirkenden der Forschungsstelle Medienrecht im aktuellen Jahr bereits u. a. erschienen oder geplant: 16 • Dörr, Dieter; Schwartmann, Rolf; Mühlenbeck, Robin L.: Medienrecht: Presse, Rundfunk, Digitale Medien. Heidelberg: C.F. Müller (Start ins Rechtsgebiet), 2023 • Schwartmann, Rolf: EinfNRW Informations-, Presseund Medienrecht in Nordrhein-Westfalen, §§ 1-7 IFG NRW. In: Gersdorf/Paal (Hrsg.), BeckOK Medienund InformationsR, 40. Edition, Stand: 1.5.2023. • Schwartmann, Rolf: Datenschutzrecht und Informationsfreiheit. In: Johlen (Hrsg.), Münchener Prozessformularbuch, Verwaltungsrecht, 6. Auflage, C.H. Beck, 2023 • Burkhardt, Lucia/Schwartmann, Rolf: Falllösung zum Bundespräsidenten auf der Mailbox. In: Gostomzyk/Jürgens (Hrsg.), Böhmermann, Künast, Rezo - Medienund Internetrecht in 20 Fällen, Fachm. Recht u. Wirtschaft, 2023 • Stollfuß Steuerberater Rechtshanduch, 174. Aktualisierung 2023: H. Öffentliches Recht - Kapitel 2 Umweltrecht; Z. Ausgewählte Querschnittsmaterien - Kapitel 12 Rechtsfragen zum Internetauftritt • Schwartmann, Rolf: § 20 Öffentliches Medienrecht. In: Heusch/Ullrich/Posser (Hrsg.), Handbuch Verfassungsrecht in der Praxis, C.H. Beck, vsl. 11/2023 • Schwartmann/Benedikt/Reif (Hrsg.), Datenschutz im Internet, Rechtshandbuch, C.H. Beck, vsl. 12/2023 • Schwartmann/Jaspers/Thüsing/Kugelmann (Hrsg.), DS-GVO/BDSG: Datenschutz-Grundverordnung, Bundesdatenschutzgesetz, Kommentar, 3. Auflage, C.F. Müller, vsl. 11/2023 17 2.2 Forschungsstelle Nachhaltigkeit, Institutionen, Management und Märkte 2.2.1 Zielsetzung und Mitwirkende Die aktuelle Finanz-, Schuldenund Wirtschaftskrise hat verdeutlicht, dass rein ökonomische Steuerungsund Erklärungsansätze nicht ausreichen, um die komplexen Zusammenhänge und Fragen nach dem Warum zu behandeln. Notwendig ist der Blick über den wirtschaftswissenschaftlichen Tellerrand: Die Krise hat neben grundsätzlichen Fragen des Marktund Staatsversagens vor allem Fragen der effizienten Regulierung marktwirtschaftlicher Prozesse, Fragen nach der institutionellen Gestaltung der internationalen Wirtschaftsbeziehungen (z. B. im Rahmen der EU-Verträge) sowie Fragen der gerechten Lastenverteilung und der Fairness aufgeworfen. Die Institutionen, die sich in der Wirtschaftsordnung eines Staates niederschlagen, stehen in der Kritik, ebenso wie geltende Anreizsysteme für Manager einerseits und Politiker andererseits. Für eine umfassende Betrachtung dieses Themenkomplexes ist es nötig, eine zuweilen zu eng angelegte wirtschaftswissenschaftliche Sicht vor allem um die Perspektiven der Institutionenökonomik, der Verhaltensökonomik und der Wirtschaftsethik zu erweitern und auch Forschungsergebnisse anderer Disziplinen zu berücksichtigen. Ziel der Forschungsstelle ist in erster Linie die Nutzung von Netzwerkeffekten. Durch die Forschungsstelle wird eine Schnittstelle geschaffen, an der spezifische Forschungsschwerpunkte zusammengeführt werden. Durch regelmäßiges Abgleichen der Ergebnisse sollen sich die jeweiligen Forschungsaktivitäten sowohl ergänzen als auch Anreize für zukünftige Aktivitäten liefern. Die Forschungsstelle wird damit erheblich dazu beitragen, die vielfältigen Themenschwerpunkte unter der Leitvision „Nachhaltigkeit, Institutionen, Management und Märkte“ zusammenzuführen. An der Forschungsstelle wirken die nachfolgend aufgelisteten Professoren der TH Köln mit: Name Funktion / Schwerpunkt Institut / Unternehmen Kontakt Prof. Dr. Frank Gogoll Volkswirtschaftslehre, insb. Geld und Währung Schmalenbach Institut [email protected] Prof. Dr. Manfred Kiy Volkswirtschaftslehre, insb. Umweltökonomie Schmalenbach Institut [email protected] Prof. Dr. Christian Rennert Betriebswirtschaftslehre, insb. Unternehmensführung Schmalenbach Institut [email protected] Prof. Dr. Wolfgang Veit Volkswirtschaftslehre, Internationale Wirtschaftsfragen, Risikomanagement Schmalenbach Institut [email protected] Prof. Dr. Dominik H. Enste International Business / Betriebswirtschaft, insb. Business Ethics, Behavioural Economics Schmalenbach Institut [email protected] 18 Prof. Dr. Kai Thürbach Unternehmensführung und Entrepreneurship Schmalenbach Institut [email protected] Prof. Dr. Ridwan Dewayanto Rusli Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre, insb. Wirtschaftspolitik, Finanz und Strategie Schmalenbach Institut [email protected] Prof. Dr. Susann Kowalski Wirtschaftsinformatik, Kulturvergleichende Studien zum Lehren, Lernen, Arbeiten und zu Konflikten Schmalenbach Institut [email protected] Prof. Dr. Ursula Binder Nachhaltige Unternehmensführung, KMU, Digitale Geschäftsmodelle Schmalenbach Institut [email protected] Prof. Dr. Britta Hachenberg Finanzwirtschaft Schmalenbach Institut britta.hachenberg @th-koeln.de Die Forschungsaktivitäten der Forschungsstelle für das Berichtsjahr sind nachfolgend dokumentiert. 2.2.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge >> Projekte Folgende Projekte wurden im Berichtsjahr bearbeitet: • „Controlling für digitale Geschäftsmodelle” Prof. Dr. Ursula Binder (TH Köln) Die meisten Verfahren in der Kostenrechnung und im Controlling basieren auf den Gegebenheiten der Zeit, in der sie entwickelt wurden. In dieser Zeit gab es in Deutschland überwiegend Produktionsunternehmen, daher sind Terminologie und Methodik stark produktionsorientiert. Eine teilweise Übertragung auf Dienstleistungsunternehmen hat hier und da stattgefunden, aber digitale Geschäftsmodelle lassen sich mit diesen Verfahren trotz Anpassungen nicht angemessen darstellen. Im Rahmen des Forschungsprojektes wurden anhand von praktischen Beispielen digitaler Unternehmen Verfahren umgestaltet und neue Ansätze gefunden, die ein angemessenes Controlling auch für digitale Geschäftsmodelle ermöglichen. Zeitraum: Forschungssemester 1.3.-31.8.2021, Veröffentlichung 2022. • „Geld und Beschäftigung – Modellierung monetärer Effekte in ökonometrischen Modellen“ Prof. Dr. Frank Gogoll, Prof. Dr. Manfred Kiy (beide TH Köln) Das Projekt basiert auf bereits geleisteten Vorarbeiten im Rahmen der praxisorientierten Forschung an der TH Köln. Das vom ZAW (Zentrum für Angewandte Wirtschaftsforschung) – ein an den Hochschulen Köln und Bonn/Rhein-Sieg angesiedeltes Institut – entwickelte ökonometrische Konjunkturmodell für Deutschland dient als Grundlage für das Projekt. Dieses grundlegende ZAW-Modell wird derzeit im Rahmen der hochschulübergreifenden (TH Köln/HS Bonn/Rhein-Sieg) Forschungsarbeit für die Anwendung als Konjunkturprognosemodell fortentwickelt. Das Konjunkturmodell wird bereits in der Lehre in Form eines Simulationsspiels 19 erfolgreich eingesetzt. Die detailliertere Ausgestaltung der monetären Seite des Modells erlaubt die intensive Befassung der Studenten mit geldund währungstheoretischen wie auch - politischen Fragestellungen. Insbesondere die Studiengänge „International Business“ und „Banking & Finance“ dürften hiervon profitieren. Ziel des Projektes ist es, die neueren Erkenntnisse über Transmissionskanäle monetärer Schocks auf die Beschäftigung zusammenzutragen und in die Struktur des bestehenden Konjunkturmodells in geeigneter Weise zu integrieren bzw. damit zu verbinden. Dabei sollen insbesondere die Auswirkungen der europäischen Geldpolitik der EZB als auch die über den Euro-Wechselkurs auf die deutsche Wirtschaft einwirkenden Effekte analysiert und modelliert werden. Die EZB legt mit ihrem Zwei-Säulen-Konzept besonderes Gewicht auf die Beobachtung der Abweichung der Geldmenge M3 vom publizierten Referenzwert einerseits und auf die auf breiter Grundlage erfolgende Beurteilung der Preisperspektiven andererseits. Letzteres wird vor allem durch die Anwendung von Konjunkturmodellen möglich. • „Unternehmen Inklusion – wirtschaftsethische Aspekte und ökonomische Bewertungsfragen inklusiver Maßnahmen“ Prof. Dr. Frank Gogoll (TH Köln) Aus der wissenschaftlichen Diskussion wirtschaftsethischer und institutionenökonomischer Aspekte der Inklusion sollen theoretisch fundierte und praxisorientierte Handlungsempfehlungen für ein Inklusionsmanagement abgeleitet werden. Das Konzept des Social Return on Investment soll als Bewertungsmethode kritisch untersucht werden. • „Praktische Wirtschaftspolitik mit dem ZAW-Modell“ Prof. Dr. Manfred Kiy, Prof. Dr. Frank Gogoll (beide TH Köln), Prof. Dr. Johannes Natrop, Prof. Dr. Wiltrud Terlau (beide HS Bonn-Rhein-Sieg) Das Zentrum für Angewandte Wirtschaftsforschung (ZAW) ist entstanden aus einer langjährigen Kooperation von Professoren der Volkswirtschaftslehre der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und der TH Köln. Ein wesentliches Resultat dieser Zusammenarbeit ist ein ökonometrisches Modell, das die Volkswirtschaft der Bundesrepublik Deutschland in einem System von etwa 250 Definitionsund Verhaltensgleichungen nachbildet. Das Modell war zunächst als vierteljährliches Konjunkturmodell konzipiert worden; seit der letzten Revision der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung basiert es auf Jahresdaten. Es wird jährlich aktualisiert, so dass jeweils im April eines jeden Jahres eine aktuelle Version vorliegt, d. h. im Frühjahr 2013 lag eine Modellversion vor, die auf den Daten des Zeitraums 1991 bis 2012 beruhte. Das ZAW-Modell kann einerseits für Analysen und Prognosen aktueller wirtschaftsund gesellschaftspolitischer Maßnahmen eingesetzt werden. Andererseits ist es die formale Grundlage für das volkswirtschaftliche Simulationsspiel des ZAW, mit dem Studierende praktische Probleme der Wirtschaftspolitik realitätsnah simulieren können. Die Simulationsversion des ökonometrischen Modells wird gesteuert durch eine Anzahl exogener Variablen, die von der Spielleitung vorgegeben werden und die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen wiedergeben. Daneben gibt es Instrumentvariablen, über deren Einsatz die wirtschaftspolitischen Entscheidungsträger der jeweiligen Arbeitsgruppen entscheiden. Aufgrund dieser Vorgaben werden Prognosen für die Verwendungsund Entstehungskomponenten des Bruttoinlandsproduktes, den Staatshaushalt, das Preisgefüge und das verfügbare Einkommen der Privaten Haushalte erstellt. Die 20 Resultate sind vergleichbar mit den Prognosen des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute (Frühjahrsund Herbstprognose). • „Corporate Social Responsibility als öffentliches Problem“ Prof. Dr. Christian Rennert (TH Köln) Weite Teile der einschlägigen Literatur diskutieren Corporate Social Responsibility als Problem von Unternehmen und Managern, deren Handlungen unter Wettbewerbsbedingungen sozial erwünschte oder unerwünschte Resultate hervorbringen. In diesem Projekt wird die Blickrichtung umgekehrt. Es wird der Frage nachgegangen, ob sich sozial verantwortliches Handeln von Unternehmen nicht vielmehr als Konsequenz gesellschaftlicher Diskurse und einer kritischen Öffentlichkeit einstellt. Sollte sich dieser Ansatz als fruchtbar erweisen, käme der Öffentlichkeit und ihren originären Institutionen (z. B. Hochschulen) eine größere Bedeutung für Corporate Social Responsibility zu als den Unternehmen selbst. Im Kontext dieser Fragestellungen soll ferner untersucht werden, ob gesellschaftlicher Fortschritt eine deutliche(re) Grenzziehung zwischen öffentlichen Aufgaben und öffentlicher Verantwortung sowie unternehmensbezogenen Aufgaben und unternehmensbezogener Verantwortung erfordert. • „Von ‚Work-Life-Balance‘ zur ‚In-Work-Balance’“ Prof. Dr. Christian Rennert (TH Köln) Der Alltag in Unternehmen ist häufig durch Termindruck sowie vielfältige externe und interne Konflikte gekennzeichnet. Im Bestreben, alle sachlich bestimmten Aufgabenziele in diesem Kontext wirksam erledigen zu wollen, besteht insbesondere bei Personen mit erheblicher Fachund Führungsverantwortung die Gefahr einer dysfunktionalen Intensivierung des Arbeitseinsatzes („Workaholics“). In ungünstigen Fällen kann dies zu „Burn-out“-Erscheinungen führen, die nicht nur die Gesundheit der Betroffenen, sondern auch deren Vermögen zu reflektierten und wohlbegründeten Entscheidungen zu kommen negativ beeinflussen. Geraten Unternehmen in (unvorhergesehene) Krisensituationen, kann diese Einschränkung des Entscheidungsvermögens von Schlüsselpersonen ggf. die Existenz (von Teilen) des Unternehmens gefährden. Im Rahmen dieses Projekts sollen Maßnahmen für den präventiven Umgang mit solchen Gefährdungen im Unternehmensalltag identifiziert werden. Ferner soll der Frage nachgegangen werden, ob deren Umsetzung zu einer nachhaltigen Verbesserung der Qualität von Entscheidungen in Organisationen führen und so die Fähigkeit von Unternehmen zur Adaption an Kontextveränderungen (in einem evolutorischen Sinne) fördern kann. • „Environmental and Energy Economics“ Prof. Dr. Ridwan D. Rusli (TH Köln), Y. Chang (Singapore University of Social Sciences), J. Tay (Nanyang Technological University), Joko Purwanto (Economic Research Institute for ASEAN and East Asia), and colleagues from TH Köln This empirical and theoretical research derives energyand environmental policies for countries based on their geography, politicaland economic institutions. It continues past work on energy and resources policy in Asia. More recent publications incl. a chapter on transboundary fire and haze negotiations in SE Asia ("Pollution Across Borders" edited by Euston Quah of NTU, 2018; presented SER), a paper on transboundary negotiations and subnational common 21 agency (joint with Y. Chang, working paper, Univ. Luxembourg, 2021, in review; presented at ANU, EPCS, EAERE, NTU, TSE/Toulouse, U. Luxembourg, Waseda U.) and a paper on the energy security aspects of the German energy transition (with Y. Chang and J. Tay, 2022, in review, 2022). We use gameand contract theory models to derive policy strategies to address transboundary and center-local bargaining and enforcement problems. The analysis of German energy transition uses the 4A framework to identify energy security challenges and opportunities of the German Energiewende. In addition, hydrogen-economy development strategies for and sustainable society index (SSI) aspects of selected Asia and European countries are being studied. • „Circular Economy Business Model Innovation“ Prof. Dr. Ridwan D. Rusli (TH Köln), Prof. Dr. Matthias Eisenacher (TH Köln), and further colleagues from TH Köln This empirical and theoretical research studies energyand environmental policy for countries based on their unique geography, history, politicaland economic institutions. The latest paper was a book chapter on transboundary pollution negotiations in Indonesia and Southest Asia (edited by Euston Quah of Nanyang Technological University, 2018), where I use game-theoreticaland principal-agent concepts to identify solution strategies and policies to address these transboundary bargaining and enforcement problems. A more rigorous game-theoretical analysis of nationaland subnational-level transboundary bargaining problems is underway. • „Exist-Potentiale Gründungskultur »Fit for Invest« by hgnc“ Prof. Dr. Kai Thürbach (TH Köln), Dr. Stephanie Grubenbecher (TH Köln), Prof. Dr. Klaus Becker (TH Köln), Prof. Dr. Marc Prokop (TH Köln) Ziel von »Fit for Invest« ist es, Gründungen „Investment-ready” zu machen und Know-how, Innovation und Kapital im Netzwerk zusammenzubringen. Gleichzeitig wird die GründungsLandschaft in der Region Köln nachhaltig gestärkt. Mit »Fit for Invest« by hgnc bündeln die vier größten Kölner Hochschulen ihre Stärken und verzahnen sich enger mit dem regionalen Start-up-Ökosystem, um die Region Köln zu einer der attraktivsten und erfolgreichsten Startup-Regionen in Deutschland zu entwickeln. Es entsteht ein Entrepreneurship-Cluster mit überregionaler Strahlkraft für wachstumsstarke Gründungen und erfolgreiche Investments in Köln. Bewährte Maßnahmen werden in den Gründungsservices der Hochschulen sowie über den gemeinsam getragenen Verein hochschulgründernetz cologne (hgnc) e. V. dauerhaft fortgeführt. Die TH Köln koordiniert das gemeinsame Exist-Verbundvorhaben der Kölner Hochschulen. Drei Zwischenziele hat das Projekt bereits erreicht: enge strategische und langfristig orientierte Verzahnung der Gründungsund Entrepreneurship-Aktivitäten an den beteiligten Kölner Hochschulen (z. B. gemeinsame Marke Gateway), Vernetzung der TH Köln zusätzlich mit den relevanten regionalen Akteuren im Bereich Gründungsförderung, Aufbau eines belastbaren Unterstützerkreises von über 50 hochkarätigen Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Gründerszene, zusätzlich von mehr als 50 Partnerschaften mit relevanten Institutionen und schließlich Konzipierung des gemeinsamen Exist-Verbundvorhabens der Kölner Hochschulen TH Köln, Universität zu Köln, Deutsche Sporthochschule Köln und Rheinische FH. Mit diesem Projekt ist es gelungen, Teile der in der Strategie Entrepreneurship 22 Education und Existenzgründungen der TH Köln formulierten Entwicklungslinien konkret umzusetzen. (Weitere Informationen hier: http://www.fitforinvest.de.) • „StartUpLab@TH Köln“ Prof. Dr. Kai Thürbach, Prof. Dr. Klaus Becker, Prof. Dr. Annette Blöcher, Prof. Dr. Monika Engelen, Prof. Dr. Arnulph Fuhrmann, Dr. Stephanie Grubenbecher, Prof. Dr. Sylvia Heuchemer, Prof. Odile Limpach, Prof. Dr. Jörg Luderich, Catherine Miebach, Prof. Dr. Michael Mroß, Prof. Ragna Seidler-de Alwis, Prof. Dr. Michaele Völler (alle TH Köln) Mit dem Projekt StartUpLab@TH Köln verfolgt die TH Köln das im Hochschulentwicklungsplan 2030 formulierte Ziel, ihr Profil als gründungsfreundliche Hochschule zu schärfen. Ein interdisziplinäres Team aus Professorinnen und Professoren unterschiedlicher Fakultäten arbeitet zusammen mit dem Gründungsservice gemeinsam daran, die Entrepreneurship Education und damit unternehmerisches Denken und Handeln der Studierenden sowie wissenschaftlichen Gründergeist an der TH Köln zu stärken. Weiterhin werden Räume und Infrastruktur zur Gründungsunterstützung (Inkubatoren, Coworkingund Maker Spaces) sowie das Programm KickStart@TH Köln aufgebaut. Das Vorhaben soll einzelne in der Strategie „Entrepreneurship, Education und Existenzgründungen“ der TH Köln formulierte Entwicklungslinien konkret umsetzen. Das Gründerkonzept „StartUpLab@TH Köln: Raum für Kreativität und Interdisziplinarität – Förderung der Innovationsund Gründungskultur“ für das Vorhaben im Rahmen der Förderlinie „Unternehmerisches Denken und wissenschaftlicher Gründergeist“ wurde 2019 zusammen mit dem unten bezeichneten Team in einer interdisziplinären Arbeitsgruppe konzipiert und vom BMBF zur Förderung empfohlen. Projektstart und Beginn der operativen Maßnahmen war 2020. • „5G Co: Creation Lab“ Prof. Dr. Kai Thürbach (TH Köln), Prof. Dr. Matthias Böhmer (TH Köln) Das 5G Co:Creation Lab stellt an den Standorten Mülheim und Deutz der TH Köln die neueste 5G-Technologie zur Nutzung in Forschung, Lehre und Transfer zur Verfügung. Es ist als offene Plattform konzipiert, auf der sich die unterschiedlichsten innovativen Projekte umsetzen lassen. Hochschulangehörige können diese Infrastruktur für ihre Zwecke in Forschung, Lehre und Transfer nutzen. Das Spektrum kann dabei von Lehrprojekten über individuelle Forschungsprojekte bis hin zu Projekten mit Praxispartnern oder Nutzung durch Gründerteams reichen. Im August 2020 fand die Eröffnung mit Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart an der TH Köln zusammen mit der Universität zu Köln, dem 1. FC Köln und der Telekom statt (https://www.thkoeln.de/hochschule/th-koeln-universitaet-zu-koeln-und-die-telekom-eroeffnen-5g-cocreation-lab_76969.php). Seitdem ist es offen für alle Hochschulangehörigen. • „Impact.Cologne – Initiative für nachhaltiges Wirtschaften“ Prof. Dr. Kai Thürbach (TH Köln) in Kooperation mit KölnBusiness Wirtschaftsförderung der Stadt Köln und weiterer Partner Mit der Initiative „Impact.Cologne“ schließen sich Unternehmen, Wissenschaftseinrichtungen und Partner aus dem Kölner Gründungsökosystem zusammen, um die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (United Nations Sustainable Development Goals, SDGs) zu fördern. Impact.Cologne unterstützt die Kölner Wirtschaft auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft. Ziel ist es, eine zentrale Anlaufstelle mit und für die Wirtschaft in der Region zur 29 Name Funktion / Schwerpunkt Institut / Unternehmen Kontakt Prof. Dr. Ricarda Rolf Wirtschaftsrecht, insbesondere Arbeitsund Sozialrecht sowie Personalmanagement, Konfliktmanagement, Wirtschaftsmediatorin, Gründerin und Vorstand der Forschungsstelle Schmalenbach Institut [email protected] Prof. Dr. Michael Lorth Logistikconsulting und Verhandlungstechniken, Vorstand der Forschungsstelle Schmalenbach Institut [email protected] Joachim Hundvon Hagen Commercial Mediator (Academy of Experts, London), Fachanwalt für Handelsund Gesellschaftsrecht sowie Steuerrecht, Mitbegründer und Vorstand der Forschungsstelle aclanz Partnerschaft von Rechtsanwälten JoachimHundvHagen @aclanz.de Katharina Hellwig Geschäftsführerin des IWM, Mediatorin, Fachanwältin für Familienrecht, Vorstand der Forschungsstelle IWM (Institut für Wirtschaftsmediation und Kommunikationsmanagement) [email protected] Bernd Hoffmann Geschäftsführer des IWM, Wirtschaftsmediator und Rechtsanwalt, Vorstand der Forschungsstelle IWM (Institut für Wirtschaftsmediation und Kommunikationsmanagement) [email protected] Christoph Bubert International zertifizierter Mediator in Baukonflikten, Supervisor, Schiedsrichter, Mediationstrainer und Rechtsanwalt Mediation Bubert, Köln-Bonner Institut für Konfliktlösungen, Rechtsanwälte Osenbrück, Bubert, Kirtsen, Voppel, Köln [email protected]; [email protected] Prof. Dr. Susann Kowalski Wirtschaftsinformatik, Kulturvergleichende Studien zum Lehren, Lernen, Arbeiten und zu Konflikten Schmalenbach Institut [email protected] Prof. Dr. Bernd Eckardt Bürgerliches Recht und Wirtschaftsrecht, insbes. Handels-, Gesellschaftsund Insolvenzrecht, Wirtschaftsmediator Schmalenbach Institut [email protected] Robert Glunz Betriebswirt und Mediator Vorstand der Deutschen Stiftung Mediation, München [email protected] Dr. Askim Bozkurt Interkulturelle Mediation, Politologin und Sozialwissenschaftlerin, Wirtschaftsmediatorin, EUProjekte Bereichsleiterin Projekte beim Berufsförderungswerk der Bauindustrie NRW gGmbH, Kerpen a.bozkurt@ bauindustrie-nrw.de Weitere Informationen zur Kölner Forschungsstelle für Wirtschaftsmediation und Verhandlung finden sich auf der Homepage unter www.wirtschaftsmediation.th-koeln.de. Die Forschungsaktivitäten des Forschungsschwerpunkts für das Berichtsjahr sind nachfolgend dokumentiert. 30 2.3.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge >> Projekte Folgende Projekte wurden im Berichtsjahr bearbeitet: • „Integriertes Beziehungsmanagement in Bau(träger)projekten“ Prof. Dr. Michael Lorth und Prof. Dr. Ricarda Rolf (TH Köln), Christoph Bubert (Köln-Bonner Institut für Konfliktlösungen, OBKV Köln), Bernd Hoffmann (Institut für Wirtschaftsmeditation und Kommunikationsmanagement (IWM)), Bauindustrie NRW Ziel dieses Forschungsprojektes ist die Entwicklung eines integrierten Beziehungsmanagementsystems zur umfassenden Gestaltung und Steuerung der (Interaktions-) Beziehungen zwischen den an einem Bauprojekt beteiligten Partnern mit ihren bautypischen Interessenkonflikten an den Schnittstellen zwischen Technik/Ingenieurwissenschaften, Logistik, Betriebswirtschaftslehre und Recht. Im Fokus des ersten Moduls steht der Entwurf einer „Beziehungslandkarte“, die das technisch-wirtschaftlich-rechtliche Beziehungsgeflecht aller an einem Bau(träger)projekt Beteiligten mit den typischen Interessenlagen und Konfliktfeldern strukturiert und mit allen Interdependenzen aufzeigt. Im zweiten Modul werden durch die systematische Analyse der Leistungsverflechtungen, Interessenlagen und Handlungsoptionen der regelmäßig an Bau(träger)projekten beteiligten Parteien geeignete Stellhebel zur Steuerung der Beziehungen zwischen den verschiedenen Akteuren identifiziert, Möglichkeiten ihrer effektiven Nutzung eruiert sowie ein für den praktischen Einsatz geeignetes Instrumentarium zur Gestaltung und Steuerung der Beziehungen und zum Management konfligierender Interessenlagen zwischen den Projektbeteiligten entwickelt. Im Rahmen des dritten Moduls werden Bedarfe und Formate zur Professionalisierung und Qualifizierung der in Bau(träger)projekten beteiligten Akteure abgeleitet. • „Streitkulturindex für Unternehmen und Organisationen in Deutschland“ Prof. Dr. Ricarda Rolf (TH Köln) und Prof. Dr. Michael Lorth (TH Köln), Katharina Hellwig, Bernd Hoffmann (beide Institut für Wirtschaftsmediation und Kommunikationsmanagement (IWM)), Joachim Hund-von Hagen (aclanz, Partnerschaft von Rechtsanwälten), Christoph Bubert (Köln-Bonner Institut für Konfliktlösungen) Das seit 2015 laufende und von der Forschungsstelle Wirtschaftsmediation und Verhandlung getragene Forschungsprojekt zielt drauf ab, auf der Grundlage einer in regelmäßigen Zeitabständen branchenübergreifend und deutschlandweit durchgeführten Befragung von Unternehmen und Organisationen die Qualität und Professionalität im Umgang mit Streit und Konflikten innerund interbetrieblich empirisch zu erfassen, auszuwerten und zu einem hochaggregierten, dynamisch fortgeschriebenen Streitkulturindex zu verdichten. Aus den gewonnenen Ergebnissen sollen Strategien und konkrete Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Kommunikation, Konfliktfähigkeit sowie der Unternehmensund Führungskultur abgeleitet werden. Für die teilnehmenden Unternehmen und Organisationen bietet der Streitkulturindex Vergleichsmaßstäbe und zeigt mögliche Handlungsfelder und Verbesserungspotentiale auf. Die Unternehmen können ihn als wichtiges, zusätzliches 31 Instrument für Ihr unternehmerisches Handeln, insbesondere in den Bereichen Führung, Personalentwicklung, Fortund Weiterbildung, Change-Management, Unternehmenskultur sowie Strategieentwicklung nutzen. Die Ergebnisse der Streitkulturerhebung werden in verdichteter Form veröffentlicht. 2020 wurde der Streitkulturindex anlässlich der Evaluation des 2012 in Kraft getretenen Mediationsgesetzes durch das Bundesjustizministerium mit dem Projekt „Praxistest Mediation“ fortentwickelt. Bei diesem Praxistest Mediation geht es um die Klärung insbesondere folgender Fragen: Ist die Mediation in Deutschland angekommen? Wenn ja, warum? und wenn nein, warum nicht? Die Forschungsstelle verfolgt hierbei das Ziel, die Mediation kritisch auf ihre Anwendung in der Praxis, u.a. durch einen Abgleich zwischen der Rechtswirklichkeit und der Lebenswirklichkeit zu untersuchen. Bei dieser Untersuchung werden insbesondere die Bereiche Recht, Wirtschaft (im Sinne der Angebotsund Nachfragseite) sowie die Akzeptanz und Wirkung der Mediation, auch im Sinne von Verbesserung der Streitkultur, beleuchtet sowie jeweils Folgerungen und Veränderungsbedarfe für die Praxis hieraus abgleitet. Hierzu werden Unternehmen, Organisationen und Verbände im Rahmen der dritten Streitkulturerhebung zur Akzeptanz der Mediation und Umsetzung des Mediationsgesetzes 2021 empirisch befragt. • Buchprojekt „HOAI 2021, Einführung in das neue Recht“ Rechtsanwalt Dr. Voppel und Rechtsanwalt und Mediator Christoph Bubert Das Inkrafttreten der HOAI 2021 verändert das Honorarrecht der Architekten und Ingenieure grundlegend. Es gibt keine zwingenden Honorarvorgaben mehr. Das Buch stellt die Änderungen der HOAI 2021 dar. Die Besonderheit besteht darin, dass aufgrund des Wegfalls der Preisbindung umfassende Vereinbarungsmöglichkeiten zwischen den Vertragspartnern zulässig und wirksam sind. Bereits die Verhandlungen bei Vertragsabschluss sind von besonderer Bedeutung, da sie im Nachhinein nicht mehr, wie bisher, durch die jeweiligen Mindestsätze als Untergrenze des Honorars korrigiert werden können. Die Verhandlungen sind daher entscheidend, um ein für beide Seiten angemessenes Honorar zu vereinbaren. Um Verhandlungen erfolgreich durchführen zu können, haben sich die Verfasser mit den Verhandlungsgrundsätzen und Kommunikationstechniken befasst und diese für die Berufsgruppe der Architekten und Ingenieure im Buch dargestellt. So wird angeraten, bereits bei Vertragsschluss die nicht nur aufs Honorar bezogenen, jeweiligen Interessen der Vertragsparteien herauszuarbeiten und zu erörtern. Dadurch ist ein wechselseitiges Verstehen möglich, und eine kooperative Zusammenarbeit findet eine fundierte Grundlage. Das Buch gibt einen umfassenden Überblick über Verhandlungsarten und Verhandlungstechniken, Kommunikationstechniken mit der Darstellung der entsprechenden Modelle nach Schulz von Thun und anderen, Fragentechniken und den Umgang mit schwierigen Verhandlungsbedingungen und -partnern, z.B. Vielrednern, Schweigern, Streitsüchtigen, Desinteressierten und anderen. Auch die Darstellung eines typischen Baumediationsfalles ist für die Leserschaft interessant, abweichend von den bisherigen Vorstellungen der Durchführung eines 32 Gerichtsverfahrens mit hohen Kosten, Investitionen von viel Zeit und Nerven, die Vorteile der Baumediation kennenzulernen. • Buchprojekt „Spektakuläre Insolvenzen der letzten 10 Jahre – Hausgemacht?“ Prof. Dr. Ricarda Rolf (TH Köln) und Prof. Dr. Hartmut Reinhard (TH Köln) Das Projekt widmet sich den großen Insolvenzfällen der letzten 10 Jahre. Dabei gilt es, die großen Insolvenzen der letzten 10 Jahre im Hinblick auf ihren Verlauf und mögliche Ursachen zu analysieren. Namhafte Unternehmen müssen Insolvenz anmelden. Heute noch Marktführer, Qualitätsanbieter oder Innovationstreiber, morgen schon in der Insolvenz. Wie kann das geschehen? Sind es die steigende Innovationsgeschwindigkeit oder neue Mitbewerber im Markt, sind es Unternehmernachfolgeprobleme und ungelöste Konflikte bei Familiengesellschaften oder strategische Fehlentscheidungen, die zur Insolvenz führen? Oder inwiefern wirken sich instabile Führungsstrukturen sowie eine unprofessionelle Streit-, Unternehmens-, Konfliktund Informationskultur gerade in Krisenzeiten auf die Motivation und Bindung der Mitarbeiter und damit auch auf den wirtschaftlichen Erfolg aus? Was sind Ursachen für Unternehmenskrisen, was wird unternommen, um die Firmen zu retten und welche erfolgsversprechenden Maßnahmen haben die Unternehmen unterlassen? Zeichnen sich bei der Betrachtung von ca. 10 Unternehmen Muster ab? Lassen sich aus den zu untersuchenden Praxisbeispielen sowohl Frühwarnsysteme für Unternehmen ableiten als auch konkrete Handlungsempfehlungen, den Turnaround ggfs. rechtzeitiger zu schaffen bzw. die Insolvenz doch noch abzuwenden? Oder ist gerade die Insolvenz genau das richtige Mittel zur "Auferstehung" des Unternehmens? Was kann man aus den spektakulären Insolvenzen lernen? Das sind die Frageund Themenstellungen, die im Rahmen dieses interdisziplinären Forschungsprojektes seit 2018 geklärt wurden und unter Einbeziehung von Studierenden als Mitautoren mit ihren Fallstudien zum Sanierungs /Turnaroundmanagement aus dem gleichlautenden Masterkurs bis 2022 publiziert werden sollen. Inhaltlich erweitert wird das Buchprojekt aus aktuellem Anlass der Corona-pandemie als „Jahrhundertkrise“, deren Auswirkungen ab 2020 auf die hiervon betroffenen Unternehmen des Projekts mit in die Untersuchung einbezogen werden. • Forschungsprojekt „Konflikttreiber Corona? Eine Studie zum aktuellen Impfdiskurs“ Prof. Dr. Ricarda Rolf (TH Köln), Prof. Dr. Michael Lorth (TH Köln), Ivo Costantini (TH Köln) Zielsetzung dieses Forschungsprojektes der Forschungsstelle für Wirtschaftsmediation und Verhandlung ist es, in der noch andauernden Corona-Pandemie die aktuelle Stimmung in der Bevölkerung in Bezug auf Impfbereitschaft, Impfstatus-Abfrage und Impfdiskurs zu beleuchten und kritisch zu analysieren. Hierzu sollen sowohl ein aktuelles Verhaltensund Meinungsbild zu Corona-Schutzimpfungen und zur regelmäßigen Abfrage des Impfstatus erfasst als auch im Hinblick auf den fortwahrenden kontroversen Diskurs über geimpfte und nicht geimpfte Personengruppen die Impftoleranz und -akzeptanz untersucht sowie schwelende oder bereits offen zu Tage getretene Konflikte bzw. Konfliktpotenziale zwischen diesen Personengruppen aufgedeckt werden, um hieraus Handlungsalternativen zum respektvollen Miteinander im beruflichen und privaten Kontext ableiten zu können. Insbesondere soll beantwortet werden, in welcher Hinsicht und in welchem Ausmaß Corona ein Konflikttreiber zwischen den genannten Personengruppen ist, welche Faktoren hier vorrangig eine 33 Rolle spielen, insbesondere welches die wesentlichen Auslöser und Treiber sind, ferner inwieweit es noch Spielraume für einen gesellschaftlichen Konsens oder zumindest für eine gegenseitige Akzeptanz gibt und welche Akteure sich wie konkret an einer solchen Konziliation beteiligen mussten. Erste aufschlussreiche Erkenntnisse konnten bereits in einer aktuellen Erhebung mit 542 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gewonnen werden. Das Forschungsprojekt dient zugleich als Rahmen für spezifische Projekte forschenden Lernens und für Abschlussarbeiten im Studiengang Wirtschaftsrecht (LL.B.), insbesondere im neuen Schwerpunkt Arbeitsrecht und New Work. Die Ergebnisse der Studie sollen in verdichteter Form (u. a. in Fachzeitschriften) veröffentlicht werden. >> Veröffentlichungen Folgende Arbeiten wurden im Berichtszeitraum veröffentlicht: • Keine. >> Vorträge, Konferenzbeiträge und Workshops Folgende Beiträge und Seminare wurden von den Mitgliedern und Expertenbeiratsmitgliedern der Forschungsstelle im Berichtsjahr zu den Themenschwerpunkten der Forschungsstelle geleistet bzw. durchgeführt: • Keine. 2.3.3 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben • Filmprojekt Mediation Prof. Dr. Ricarda Rolf (TH Köln), Rechtsanwälte Christoph Bubert und Dr. Reinhard Voppel (OBKV, Köln) Das im Jahre 2015 gestartete Filmprojekt wurde als Idee im Rahmen des Seminars Konfliktmanagement initiiert mit dem Ziel, Mediation für verschiedene Zielgruppen (be-)greifbarer zu machen. Es zielt darauf ab, in allgemeiner und verständlicher Form das Thema Mediation an die Öffentlichkeit heranzutragen. Der Adressatenkreis ist dabei breit gefächert – von potenziellen Medianten über Studierende bzw. angehende Mediator(inn)en bis zu Fachund Führungskräften in Unternehmen. Ausschlaggebend für das Filmprojekt war zudem die Erkenntnis, dass in dem Bereich Konfliktmanagement und Kommunikation bisher nur wenige für Lehrzwecke geeignete Filme existieren, um die Mediation in ihrer Vielfältigkeit angemessen auf moderne Weise darzustellen. Daran hat sich bis heute noch nicht viel geändert. Das Filmprojekt möchte dem entgegenwirken. Das Projekt besteht aus mehreren Teilen, wird fortlaufend weitergeführt und in Eigenregie sowie in Kooperation, u. a. mit der KISD, filmisch umgesetzt. Schwerpunkt in 2019 war wie bereits in 2018 die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema „Arbeiten 4.0. und agile Arbeitsmethoden: Schöne freie Arbeitswelt oder massenhafte Abschaffung von Jobs und der Arbeitgeberverantwortung?“ Hierbei beschäftigten sich die Studierenden mit den Konflikten, die sich bei der Einführung 34 agiler Arbeitsmethoden in Unternehmen ergeben können, wenn sich Mitarbeiter(inn)en hierbei von der Unternehmensleitung nicht ausreichend einbezogen fühlen. 2020 lag der Fokus auf Konflikten ausgelöst durch die Coronapandemie, wie z.B. der aus Konfliktlösungssicht professionelle Umgang mit Coronaleugnern im Kollegen-, Verwandtenund Freundeskreis sowie die Lösung von Konflikten im Online-Modus. • Zertifizierung von Baumediatoren Rechtsanwalt und Mediator Christoph Bubert Bei diesen Aufbaumodulen geht es um die Erlangung der Zertifizierung von Baumediator(inn)en beim MK BauImm (vormals Verband der Bauund Immobilienmediatoren). Christoph Bubert führte 29. Februar 2020 (Modul 1), 28. und 29. August 2020 (Modul 2), 12. und 13. November 2020 (Modul 3) sowie am 20. und 21. Januar 2021 (Modul 4) Aufbauseminare im Haus der Technik in Essen durch. Dabei ging es insbesondere um die Vermittlung von speziellen Baumediationstechniken und hybriden Verhandlungstechniken sowie um die Supervision. • Leitung der Fachgruppe Mediation und Bauprojekte in der Fördergemeinschaft Mediation Deutschland, Österreich, Schweiz (DACH) e.V. Rechtsanwalt und Mediator Christoph Bubert Seit 2012 führt Christoph Bubert regelmäßig internationale Fachgruppentreffen mit Mediatoren-KollegInnen durch. Ziel der Fachgruppe ist die Aufklärung und Verbreitung von Bauund Immobilienmediationen in Deutschland und Europa. Dies geschieht durch Vorträge, Workshops, Veröffentlichungen, Kongresse u. a. Entsprechende Treffen fanden im Jahr 2021 im Köln-Bonner Institut für Konfliktlösungen statt. • Intervision von MediatorInnen im Rahmen eines regelmäßigen Peergroup-Austausches Rechtsanwalt und Mediator Christoph Bubert Ziel dieser auch 2021 wieder im 2-monatigen Rhythmus stattfindenden Intervision ist die Vorbereitung, Durchführung und Nachbesprechung von aktuellen Mediationsund Konfliktfällen sowie die wechselseitige Vorstellung von interdisziplinären Themen im Kontext von Konfliktmanagement, Mediation, Kommunikation und Verhandlung. Diese Treffen werden von Christoph Bubert (Leitung), Robert Glunz, Ricarda Rolf und weiteren MediationskollegInnen gestaltet. • Leitung der Regionalgruppe BaumediatorInnen im MkBauImm (vormals Verband der Bauund ImmobilienmediatorInnen) Rechtsanwalt und Mediator Christoph Bubert Seit 2015 führt Christoph Bubert, gemeinsam mit Martina Lauenroth, regelmäßige Regionalgruppentreffen mit Mediatoren-KollegInnen durch. Ziel dieser Gruppe ist die Aufklärung und Verbreitung von Bauund Immobilienmediationen in Deutschland. Dies geschieht durch Vorträge, Workshops u. a. Ein entsprechendes Treffen fand auch am 11.03.2021 in Düsseldorf statt. • Ausbildung zu Bauund Immobilienmediatoren 35 Rechtsanwalt und Mediator Christoph Bubert Durchführung der Ausbildung zu Bauund Immobilienmediatoren im Haus der Technik in Essen ab dem 05.03.2021. • Integration und Prekarisierung – Beschäftigungsmöglichkeiten im Onlinehandel nach der Pandemie Prof. Dr. Michael Lorth (TH Köln), Ivo Costantini, LL.B. (TH Köln), Prof. Dr. Peter Dannenberg (Universität zu Köln), Prof. Dr. Martina Fuchs (Universität zu Köln) Dieses von der RheinEnergieStiftung in Höhe von 76.000 € für die TH Köln geförderte interdisziplinäre Drittmittelprojekt geht in Kooperation mit der Unversität zu Köln folgenden Fragestellungen nach: Welche Beschäftigungsperspektiven haben sich im Onlinehandel nach der Pandemie entwickelt, durch welche Faktoren werden sie beeinflusst und welche Handlungsoptionen lassen sich hieraus für die Akteure in der Region Köln ableiten? Eine Hauptthese der (auch empirischen) Untersuchung ist dabei, dass die Corona-Pandemie sowohl auf der Angebotsals auch auf der Nachfrageseite zu einer massiven Beschleunigung der Digitalisierung des Einzelhandels geführt hat, hierbei verschiedene Tätigkeitsbereiche erheblich an Bedeutung gewonnen haben und neue Beschäftigungschancen geschaffen wurden. Hierbei entstanden sowohl attraktive als auch prekäre Arbeitsplätze. So zeichnet sich der Online-handel auf der einen Seite durch abwechslungsreiche und anspruchsvolle Berufsfelder aus, in denen zahlreiche Akademiker und Auszubildende gesucht werden. Auch bietet die Branche für gering Qualifizierte Beschäftigung, z.B. als Kurierdienstleister oder Lageristen, und kann somit integrierend wirken. Auf der anderen Seite zeichnen sich aber auch gerade Kurieroder Lagertätigkeiten oft durch problematische Arbeitsbedingungen aus. Zudem zeigen sich oft Diskrepanzen zwischen aktuellen Beschäftigungspraktiken im Onlinehandel (z.B. bzgl. Arbeitsverträgen und Vergütung) und einer auf diese neuen Praktiken noch nicht eingestellten Gesetzeslage und Umsetzung. Allein aufgrund der Aktualität dieser noch laufenden Entwicklungen ist das Thema noch unterforscht. Gleichzeitig besitzt das Thema in Köln mit seinem sehr hohen Anteil an Beschäftigten im Einzelhandel (aber auch deutschlandweit) eine besondere gesellschaftliche Relevanz. So geht es hierbei nicht nur im engeren um Arbeitsplätze im Onlinehandel, sondern auch um die Grundthematik, wie Menschen in Zukunft im Kontext der Digitalisierung arbeiten werden. Vor diesem Hintergrund stellen sich nicht nur arbeitsorganisatorische, sondern auch räumliche und juristische Fragestellungen. Die Zusammenführung der unterschiedlichen Forschungsperspektiven aus Wirtschaftsgeographie und geographischer Handelsforschung sowie Wirtschafts-, Arbeitsund Sozialrecht sowie Personalmanagement stellt hierbei einen innovativen und problemorientierten interdisziplinären Zugang dar. 36 2.4 Institute of Global Business and Society (GLOBUS) 2.4.1 Zielsetzung und Mitwirkende Das Institute of Global Business and Society (GLOBUS) wurde im Jahr 2007 von Prof. Dr. Harald Sander und Prof. i.R. Dr. Lothar Cerny als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und akademischer Ausbildung gegründet. Das Institut versteht sich als ein globales Netzwerk für Forschung, Lehre und Consulting. GLOBUS befasst sich schwerpunktmäßig mit drei Themenbereichen: die Interaktion von globaler Wirtschaftstätigkeit und gesellschaftlichen Entwicklungen, die Internationalisierung der akademischen Managementausbildung sowie die Nachhaltigkeit globaler Industrien. Am GLOBUS-Institut wirken die nachfolgend aufgelisteten Wissenschaftler*innen mit: Name Funktion / Schwerpunkt Institut / Unternehmen Kontakt Prof. Dr. Harald Sander Leiter GLOBUS, Internationale Volkswirtschaftslehre Schmalenbach Institut [email protected] Prof. Dr. Elke Schuch Interkulturelle Kommunikation Institut für Translation und Mehrsprachige Kommunikation, TH Köln [email protected] Prof. Dr. Felix Miebs Ökonometrie und Finanzmärkte Schmalenbach Institut [email protected] Prof. Dr. Meshach Jesse Aziakpono Entwicklungsfinanzierung University of Stellenbosch Business School meshach.aziakpono@ usb.ac.za Prof. Dr. Amalia Di Iorio Internationales Finanzwesen Royal Melbourne Institute of Technology University amalia.diiorio@ rmit.edu.au Prof. Dr. Andres Gallo Internationale Volkswirtschaftslehre Coggin College of Business, UNF [email protected] Prof. Dr. Sylvia Heuchemer Volkswirtschaftslehre und Quantitative Methoden Schmalenbach Institut [email protected] Prof. Dr. Stefanie Kleimeier Finanzwesen Maastricht University s.kleimeier@ maastrichtuniversity.nl Prof. Dr. Jeffrey E. Michelman Rechnungswesen, Internationale Wirtschaft University of North Florida jeff.michelman@ unf.edu Prof. Dr. Jeffrey W. Steagall Volkswirtschaftslehre John B. Goddard School of Business and Economics, Weber State University [email protected] Steffen Wolfer Strategisches Management Schmalenbach Institut steffen.wolfer@ th-koeln.de Prof. Dr. Qingshi Wang Statistik School of International Business, Dongbei University of Finance and Economics [email protected] Prof. Dr. Vikash Ramiah Finanzwesen Royal Melbourne Institute of Technology University vikash.ramiah @rmit.edu.au Prof. Dr. Bogdan Góralczyk Internationale Beziehungen Centre for Europe of Warsaw University [email protected] Prof. Dr. Alojzy Z. Nowak Volkswirtschaftslehre Universität Warschau [email protected] 37 Name Funktion / Schwerpunkt Institut / Unternehmen Kontakt Prof. Dr. Waldemar Koziol Internationales Finanzwesen Universität Warschau wkoziol@ mail.wz.uw.edu.pl Prof. Dr. Steven K. Paulson Management und internationale Wirtschaft University of North Florida [email protected] Prof. Dr. Ridwan Dewayanto Rusli Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre, insb. Wirtschaftspolitik, Finanz und Strategie Schmalenbach Institut ridwan.rusli@ th-koeln.de Prof. Dr. Katarzyna Dziewanowska Marketing Universität Warschau kdziewanowska@ wz.uw.edu.pl Weitere Informationen zum Institute of Global Business and Society finden sich auf der Homepage unter www.th-koeln.de/globus. Die Forschungsaktivitäten des GLOBUS-Instituts für das Berichtsjahr sind nachfolgend dokumentiert. 2.4.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge >> Projekte Folgende Projekte wurden im Berichtsjahr von Mitgliedern der Fakultät bearbeitet: • „Sustainability of Global Banking“ Prof. Dr. Harald Sander (TH Köln), Prof. Dr. Stefanie Kleimeier (Maastricht University) Das Projekt baut auf dem DFG-Projekt „Determinants and Dynamics of the Geography of Global Banking“ auf, das Mitte 2013 abgeschlossen wurde. Es untersucht die Konsequenzen von Finanzkrisen für die Funktionsfähigkeit von Bankenmärkten und die daraus folgenden Voraussetzungen für ein nachhaltiges und stabiles Finanzsystem. • „Monetary Policy Transmission and Financial Integration in Africa” Prof. Dr. Harald Sander (TH Köln), Prof. Dr. Stefanie Kleimeier (Maastricht University), Prof. Dr. Meshach Aziakpono (Stellenbosch University Business School) In den letzten Jahren ist es zu einer stärkeren wirtschaftlichen Verflechtung der Länder der Southern African Development Community (SADC) gekommen. Gemeinsam mit Prof. Dr. Meshach Aziakpono von der Stellenbosch University, Südafrika, und Professor Stefanie Kleimeier von der Universität Maastricht wurde die Entwicklung der Finanzmarktintegration in der Region empirisch untersucht und in einer führenden Fachzeitschrift (Applied Economics) 2012 veröffentlicht. Zurzeit wird das Projekt erweitert, wobei nun die Interaktion von effizienten geldpolitischen Transmission und Finanzmarktintegration im Vordergrund steht. Dabei werden sich die aktuellen Analysen auf den gesamten afrikanischen Kontinent beziehen. 38 • „Green Growth, Eco-Innovation and Transfer of Green Technology“ Prof. Dr. Harald Sander (TH Köln), Steffen Wolfer (TH Köln), Geert Duysters (Tilburg University) In diesem Projekt wird die Rolle von Öko-Innovationen für eine "grüne Ökonomie" und "grünes Wirtschaftswachstum" untersucht. Auf der Basis eines zu entwickelnden makroökonomischen Analyserahmens werden dann auf der Mikroebene Diffusion und Transferkanäle neuer umweltfreundlicher Technologien zu Unternehmen in Emerging Markets, speziell China untersucht. Dieses Projekt wird gemeinsam mit Herrn Steffen Wolfer, wiss. MA, im engen Zusammenhang mit seinem Dissertationsprojekt durchgeführt. >> Veröffentlichungen Folgende Arbeiten wurden von den Mitgliedern der Fakultät im Berichtszeitraum veröffentlicht: • Kleimeier, Stefanie / Sander, Harald (2022): Twenty Years with the Euro: Eurozone Banking Market Integration Revisited. In: Economic Modelling Jg. 114, Artikel 105940. Online verfügbar unter: https://doi.org/10.1016/j.econmod.2022.105940. • Sander, Harald (2022): Understanding the New Global Economy: A European Perspective. >> Vorträge und Konferenzbeiträge Folgende Beiträge wurden von den Mitgliedern der Fakultät im Berichtszeitraum geleistet: • Keine. 2.4.3 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben Harald Sander: > Associate Editor von “Finance Research Letters” (seit 2015); > Mitglied im Editorial Advisory Board von “Foundations of Management” (seit 2012); > Mitglied im Editorial Advisory Board von “Journal of Banking and Financial Economics” (seit 2015); > Mitglied im Editorial Advisory Board von “Yearbook of Polish European Studies” (seit 2012); > Associate Editor von “International Business: Research, Teaching and Practice” (seit 2010). 45 Fuzzy Logik geschaffen, das ein Controlling immaterieller Werte in ESG ermöglicht. Investoren, Unternehmen, Lieferanten und Kunden können damit auf Grundlagen der jeweiligen Bedeutungen und Sichtweisen, den Wert eines Unternehmens übersichtlich ermitteln. • „Immaterielle Wertanalyse mit Hilfe von Fuzzy Cognitive Maps“ Prof. Dr. Hans-Günter Lindner (TH Köln) Immaterielle Werte können mit Hilfe einer von Professor Lindner entwickelten Methode berechnet werden. Im Rahmen dieser Methodik werden Fuzzy Cognitive Maps (FCMs) eingesetzt, die kausale Zusammenhänge zwischen Konzepten modellieren. FCMs sind eine Methode der Künstlichen Intelligenz, die Künstliche Neuronale Netze mit Fuzzy-Logik kombiniert. Dies erlaubt, Geschäftsprozesse und Werte in einem einheitlichen Modell zu erfassen, zu analysieren und zu simulieren. Werte können somit in der wirtschaftlichen Realität prognostiziert und einem Controlling zugeführt werden, das immaterielle und materielle Werte vereint. Seit mehr als acht Jahren wurde diese Methode mit Praxispartnern und Studierenden in Lehrprojekten “Forschendes Lernen” verfeinert. Die Methode wird kontinuierlich weiterentwickelt und ist seit 2021 praxisreif. • „Menschenbilder und Digitalisierung – The Human Default“ Prof. Dr. Hans-Günter Lindner, Prof. Dr. Isabel Zorn, Prof. Dr. Babette Brinkmann, Prof. Dr. Petra Werner, Prof. Dr. Claus Richter, Prof. Dr. Amelie Duckwitz, Scarlet Schaffrath, Prof. Dr. Ing. Stefan Bente, Prof. Dr. Christian Kohls, Prof. Birgit Mager, Prof. Dr. phil. habil. Carmen Kaminsky, Salvatore Campayo (alle TH Köln) Das Buch ist eine interdisziplinäre Betrachtung von Menschenbilder bzw. Modellen, die aus der Zusammenarbeit der Wissenschaftler*innen im Forschungsschwerpunkt DITES – Digitale Technologien und Soziale Dienste entstanden. Viele Fragestellungen sind nicht neu, aber gewinnen durch die Interdisziplinarität eine besondere Bedeutung. Die Menschenbilder sind eine Grundlage des Schaffens. Vor allem im Rahmen der Digitalisierung beeinflussen die Modelle eine Prägung der Nutzer und aller Beteiligten, die sich auf das Verhalten, Denken und Fühlen auswirken. • „Controlling immaterieller Werte in der Pflege“ Prof. Dr. Hans-Günter Lindner (TH Köln) Das klassische Konzept der Verrichtung in den Gesetzen führt zur Taylorisierung und Mechanisierung der Pflege. Wertorientierte Führung kommt zu kurz: Wahrnehmung, Werte und Empathie kommen im Alltag zu kurz. Die darin enthaltenen Merkmale sind immaterieller Natur und werden in der Betriebswirtschaftslehre vernachlässigt bzw. die derzeitigen Ansätze sind zu schwach und wenig durchdacht. Die bisherigen Ansätze im Zusammenhang mit dem Thema Wissensbilanz sind zu wenig konkret und messbar. Die Projekte, die nur ein Teil einer siebenjährigen Forschungsarbeit sind, zeigen konkrete Werte auf, die gemessen werden können. Damit entsteht die Basis für ein Controllingsystem, dass Weiterbildung und Unternehmensentwicklung nachhaltig beeinflussen kann. 46 • „Buchprojekt: Neurosensitivität – Die Reise ins Ich“ Prof. Dr. Hans-Günter Lindner (TH Köln), Dr. Patrice Wyrsch (Universität Bern) Das Konzept der Neurosensitivität ist neu und die Typen der Wahrnehmung wenig bekannt. Forschungen der Queen Mary University of London und der Universität Bern zeigen neue Ansätze auf. Diese werden für den Menschen aber erst konkret und greifbar, wenn sie mit Beispielen aus individueller Sichtweise beschrieben werden. Das Buch zeigt die Konzepte auf und beschreibt die Kompetenzen von mehr als 20 Personen mit stark erhöhten Wahrnehmungsfähigkeiten. Die Schilderungen ermöglichen einen neuen Zugang im Coaching & Consulting sowohl im persönlichen Miteinander als auch in Unternehmen. • „Intelligente Letzte Meile“ Prof. Dr. Michael Lorth (TH Köln) Nach Branchenuntersuchungen entfallen gut 50 Prozent der Transportkosten entlang der Logistikkette auf die sogenannte letzte Meile. Ferner sind im Markt der Kurier-, Expressund Paketdienstleistungen (KEP-Dienstleistungen) die Kosten für die Zustellung von Sendungen an private Kunden aufgrund der geringeren Erstzustellerfolgsquote fast viermal so hoch wie für die Zustellung an Geschäftskunden. Zielsetzung des Forschungsprojektes ist es, aktuelle Ansätze der Logistikdienstleister zur Steigerung der (Prozess-)Effizienz und der (Erst-)Zustellerfolgsquote auf der letzten Meile im Hinblick auf ihre Erfolgspotentiale bzw. Eignung kritisch zu untersuchen und zu bewerten sowie eigene „intelligente“ Lösungsansätze zu entwickeln, die die Kernprobleme besser adressieren und u. U. neuartige Wege gehen, um die Ineffizienzen auf der letzten Meile zu reduzieren und die rasant steigenden Sendungszahlen zukünftig besser bewältigen zu können. Zugleich sollen Möglichkeiten der technischen Integration dieser neuen Lösungsansätze in Smart-City-Konzepte eruiert und entwickelt werden. Das Forschungsprojekt dient zugleich als Rahmen für spezifische Projekte forschenden Lernens im Wahlpflichtmodul Logistikconsulting der Studiengänge Logistik (B.Sc.) und BWL mit Schwerpunkt Logistik (B.Sc.) sowie im Modul Supply Chain and Operations in Forschung und Praxis des Studiengangs Supply Chain and Operationsmanagement (M.Sc.). • „Integrierter Projektplanungsansatz für die Planung, Errichtung und Inbetriebnahme von Logistikzentren“ Prof. Dr. Michael Lorth (TH Köln) Im Gegensatz etwa zur Fabrikplanung sind für Projekte der Planung, Errichtung und Inbetriebnahme von Logistikzentren bisher keine Standard-Vorgehensweisen in der Literatur beschrieben worden. Zudem werden in der ingenieurwissenschaftlichen Tradition solche Projekte vorrangig auf der Basis von Lastenund Pflichtenheften innerhalb klar definierter oder noch zu definierender Gewerkegrenzen in Teilprojekten geplant und ausgeführt. Übergreifende betriebswirtschaftlich-ökonomische Fragestellungen bleiben weitgehend ausgeklammert oder werden als vom jeweiligen Projektauftraggeber „vorgedacht“ vorausgesetzt. Zielsetzung des Forschungsprojektes ist es, diese Trennung aufzuheben und einen integrierten Projektplanungsansatz zu entwickeln, der aus der Sicht eines für das Gesamtprojekt verantwortlichen Projektmanagers sämtliche Projektaufgaben mit ihren inhaltlichen, zeitlich-logischen und ressourcenmäßigen Zusammenhängen über alle Projektphasen und über alle beteiligten Fachdisziplinen und Planungsgebiete der Planung, Errichtung und Inbetriebnahme von 47 Logistikzentren hinweg erfasst, strukturiert und zu einem (Standard-)Gesamtprojektplan zusammenführt. Das Forschungsprojekt dient zugleich als Rahmen für Projekte forschenden Lernens im (Wahl-)Pflichtmodul Planung von Logistikzentren der Studiengänge Logistik (B.Sc.) und BWL mit Schwerpunkt Logistik (B.Sc.). • „Logistik der Stadt von (über-)morgen“ Prof. Dr. Michael Lorth (TH Köln) Urbaner Verkehr wird vornehmlich mit den Themen Mobilität (Personenverkehr) und KEP-Lieferverkehre (Paketsendungen) verknüpft. Allerdings macht das KEP-Volumen gerade einmal 10 bis 15 Prozent des städtischen Güteraufkommens aus. Mit einem wesentlich größeren Anteil von 85 bis 90 Prozent belasten die (Speditions-)Güterverkehre die städtische Verkehrsinfrastruktur. Oftmals werden diese Güterverkehre in der Stadtund Verkehrsplanung jedoch nur unzureichend berücksichtigt. Es fehlt ein gesamtperspektivischer Ansatz, welcher die traditionellen Blickwinkel der Stadtund der Verkehrsplanung und der Architektur um eine logistische Perspektive erweitert und die städtischen Güterflüsse und -verkehre planerisch adäquat berücksichtigt. Um die logistischen Herausforderungen zukünftig auch und vor allem unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten besser bewältigen zu können, müssen die bestehenden urbanen Logistikonzepte auf den Prüfstand gestellt und gegebenenfalls überarbeitet oder neugestaltet werden. Zielsetzung des Forschungsprojektes ist es, die aktuellen Vorschläge und Ansätze zur Weiterentwicklung der urbanen Logistikinfrastruktur zu erfassen, im Hinblick auf ihre Leistungsmerkmale und ihre Nachhaltigkeit zu analysieren und zu bewerten und eigene Ansätze für eine sinnvolle (Neu-)Gestaltung der urbanen Logistikinfrastruktur sowie Möglichkeiten der technischen Umsetzung zu entwickeln. Das Forschungsprojekt dient zugleich als Rahmen für spezifische Projekte forschenden Lernens im Wahlpflichtmodul Logistikconsulting der Studiengänge Logistik (B.Sc.) und BWL (B.Sc.) mit Schwerpunkt Logistik sowie im Modul Supply Chain and Operations in Forschung und Praxis des Studiengangs Supply Chain and Operations Management (M.Sc.). • „Institutionelle Defizite“ Prof. Dr. Volker Mayer (TH Köln) Universitätskooperationen mit Kamerun und Nigeria. • „Studie zum Status des Finanzplatzes Deutschland“ Prof. Dr. Marc Mehlhorn (TH Köln), Prof. Dr. Klaus Schäfer (Universität Bayreuth) Finanzplätze stehen unter starkem Konkurrenzdruck und müssen Herausforderungen aus geopolitischen Spannungen, technologischen Fortschritten, internationalen Handelsbeziehungen und regulatorischen Veränderungen meistern. Germany Trade & Invest möchte mit einer Studie ein positives Bild des deutschen Finanzstandortes schaffen, um seine internationale Sichtbarkeit zu erhöhen und ausländische Unternehmen zu motivieren, sich in Deutschland niederzulassen. Eine Kommunikationsstrategie sollte die Interaktion zwischen Finanzakteuren, regulatorisches und gesellschaftliches Umfeld, Infrastruktur und Bildung integrieren. Zunächst werden führende Finanzplätze identifiziert und verglichen, darunter China, Hong Kong, Singapur und die USA sowie europäische Länder wie Frankreich, Luxemburg, die Niederlande, Schweden, die Schweiz, UK und Italien. Eine umfassende Analyse der Stärken und 48 Schwächen des deutschen Finanzplatzes im Vergleich zu anderen wird die Grundlage für eine erfolgreiche Kommunikationsstrategie sein. • Exist-Potentiale Gründungskultur »Fit for Invest« by hgnc“ Prof. Dr. Marc Prokop (TH Köln), Prof. Dr. Kai Thürbach (TH Köln), Dr. Stephanie Grubenbecher (TH Köln), Prof. Dr. Klaus Becker (TH Köln) Ziel von »Fit for Invest« ist es, Gründungen „Investment-ready” zu machen und Know-how, Innovation und Kapital im Netzwerk zusammenzubringen. Gleichzeitig wird die GründungsLandschaft in der Region Köln nachhaltig gestärkt. Mit »Fit for Invest« by hgnc bündeln die vier größten Kölner Hochschulen ihre Stärken und verzahnen sich enger mit dem regionalen Start-up-Ökosystem, um die Region Köln zu einer der attraktivsten und erfolgreichsten Startup-Regionen in Deutschland zu entwickeln. Es entsteht ein Entrepreneurship-Cluster mit überregionaler Strahlkraft für wachstumsstarke Gründungen und erfolgreiche Investments in Köln. Bewährte Maßnahmen werden in den Gründungsservices der Hochschulen sowie über den gemeinsam getragenen Verein hochschulgründernetz cologne (hgnc) e. V. dauerhaft fortgeführt. Die TH Köln koordiniert das gemeinsame Exist-Verbundvorhaben der Kölner Hochschulen. Drei Zwischenziele hat das Projekt bereits erreicht: enge strategische und langfristig orientierte Verzahnung der Gründungsund Entrepreneurship-Aktivitäten an den beteiligten Kölner Hochschulen (z. B. gemeinsame Marke Gateway), Vernetzung der TH Köln zusätzlich mit den relevanten regionalen Akteuren im Bereich Gründungsförderung, Aufbau eines belastbaren Unterstützerkreises von über 50 hochkarätigen Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Gründerszene, zusätzlich von mehr als 50 Partnerschaften mit relevanten Institutionen und schließlich Konzipierung des gemeinsamen Exist-Verbundvorhabens der Kölner Hochschulen TH Köln, Universität zu Köln, Deutsche Sporthochschule Köln und Rheinische FH. Mit diesem Projekt ist es gelungen, Teile der in der Strategie Entrepreneurship Education und Existenzgründungen der TH Köln formulierten Entwicklungslinien konkret umzusetzen. (Weitere Informationen hier: http://www.fitforinvest.de.) • „LKW-Navigation“ Prof. Dr. Hartmut Reinhard (TH Köln), Prof. Dr. Thomas Krupp (TH Köln), Christopher Köhne (TH Köln) Die Navigation von LKW ist wegen der Dimensionen und Gewicht des Fahrzeugs, Umweltzonen und andere Druchfahrtsbeschränkungen komplexer als für PKW. Potenziale und Möglichkeiten durch die LKW-Navigation und die IT-technischen Erfassung der Restriktionen vor Ort durch SEVAS (Ehem. Mobil im Rheinland) wurden in einschlägigen Studien der TH Köln und in lokalen Gremien u. a. der Bezirksregierung identifiziert: In den letzten Jahren haben Anbieter von Navigationssystemen und digitalen Karten, das BMVI, Verkehrsverbünde und Straßenbaubehörden Plattformen für den Austausch von Infrastrukturdaten entwickelt. Trotzdem wird das Potenzial der LKW-Navigation nicht ausgeschöpft. Ziel des Forschungsprojektes ist es, zu untersuchen, wie die LKW-Navigation in der Praxis genutzt wird und inwieweit die erhobenen Restriktionen der lokalen und regionalen Verkehrsinfrastruktur sowie Vorrangrouten bei der Navigation berücksichtigt werden. Methodische Grundlage sind Interviews mit Experten aus der Verkehrsplanung, den Herstellern von digitalen Karten, Navigationsgeräten und Spediteuren, zum anderen wurden eigene Tests zu LKW-Routenplanung im Großraum Köln durchgeführt. Ferner wurde eine umfassende Umfrage zur Nutzung von Navigationsgeräten in der 49 Praxis von Disponenten und Fahrern realisiert. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden in Form einer Studie veröffentlicht und begleitend in den Gremien der Bezirksregierung vorgestellt und diskutiert. • „Internationale und handelsrechtliche Rechnungslegung“ Prof. Dr. Sven Schäfer (TH Köln) Kommentierung, Ausarbeitung und Unterbreitung von Lösungsvorschlägen zu strittigen Fragen sowie Problemstellungen der Rechnungslegung nach IFRS und HGB. • „Jahresabschlussund Konzernrechnungslegungspolitik“ Prof. Dr. Sven Schäfer (TH Köln) (Weiter-) Entwicklung von Modellen zur zieloptimalen Gestaltung von Einzelund Konzernabschlüssen nach HGB und IFRS sowie von Lösungsansätzen zu spezifischen rechnungslegungspolitischen Fragestellungen. • „Influencer in der Verkehrssicherheitskommunikation. Geschäftsmodelle und Kooperationsformen“ Prof. Dr. Christian Zabel (TH Köln), Prof. Dr. Amelie Duckwitz (TH Köln) Das Forschungsvorhaben hat als Ziel, zu ermitteln, welche Geschäftsmodelle von und welche Kooperationsformen mit Influencer*innen in der Praxis existieren/möglich sind und welche sich für die Verkehrssicherheitsarbeit eignen. Dafür sollen die Träger der Verkehrssicherheitsarbeit und die Erkenntnisse zu für die Influencer-Kommunikation geeigneten Zielgruppen und Themen kurz zusammengefasst werden. Auf Basis der Literatur sollen die relevanten Refinanzierungs-/Entlohnungsmodelle und Formen der Kooperation herausgearbeitet werden. Ergänzend dazu ist geplant, die praktische Ausgestaltung der für die Verkehrssicherheitsarbeit relevanten Kooperationsformen und Refinanzierungsmodelle durch Interviews mit Branchenexpert*innen weiter zu validieren und kritisch zu würdigen (Vorund Nachteile im Kooperationsprozess). Die Potenziale der Influencer-Kooperationsformen für eine erfolgreiche Verkehrssicherheitsarbeit für geeignete Zielgruppen und Themen sollen dann auf dem Wege der CoCreation mit ausgewählten Influencer*innenin einem Workshop-Setting detailliert und in konkrete Ideen überführt werden. Schließlich werden Handlungsempfehlungen für die Träger der Verkehrssicherheitsarbeit abgeleitet. Darüber hinaus sollen aktuelle Forschungsdesiderate in Bezug auf die o. g. Fragestellung aufgedeckt und benannt werden. • „XR in Deutschland 2022. Untersuchung der Branchenstrukturen und Plattformbeziehungen in der deutschen XR-Branche“ Prof. Dr. Christian Zabel (TH Köln), Prof. Dr. Gernot Heisenberg (TH Köln), Daniel O’Brien (TH Köln) In der diesjährigen Studie zur deutschen XR-Branche werden insbesondere die Strategien der Unternehmen im Rahmen ihrer aktuellen Positionierung in Digital Business Ecosystems untersucht – anhand des Trendthemas Metaverse. 50 • „XR in Köln“ Prof. Dr. Christian Zabel (TH Köln), Prof. Dr. Gernot Heisenberg (TH Köln), Daniel O’Brien (TH Köln) In allen Untersuchungen ist Köln als einer der führenden Standorte für XR-Unternehmen in Deutschland identifiziert worden. Zugleich gewinnt der Standortwettbewerb erheblich an Fahrt. Vor diesem Hintergrund erscheint es sinnvoll, einen aktuellen, konzisen Blick auf die derzeitige Branchenstruktur der Kölner XR-Wirtschaft zu werfen und insbesondere die Entwicklungspotenziale zu betrachten. • „Qualitätsjournalismus auf TikTok“ Prof. Dr. Christian Zabel (TH Köln), Prof. Dr. Matthias Degen (Westfälische Hochschule) Das Forschungsprojekt verfolgt die Frage, welche Ziele individualjournalistische Anbieter verfolgen und wie sie mit Zensur seitens des chinesischen Plattform-Betreibers, mit CommunityManagement und Refinanzierung umgehen. Mittels Leitfadeninterviews werden auf TikTok aktive Journalistinnen und Journalisten zu Selbstverständnis, Kommunikationsverhalten und Produktionsweisen befragt, um die Gelingensbedingungen eines Qualitätsjournalismus im digitalen Raum des neuen Netzwerks TikTok zu identifizieren. 2.5.2 Veröffentlichungen Folgende weitere Arbeiten wurden von Mitgliedern des Schmalenbach Instituts für Wirtschaftswissenschaften im Berichtszeitraum veröffentlicht: • Haager, Stephanie / Büttgen, Marion / Ates, Zelal / Schumann, Jan H. (2022): Customer Participation Stress in Service Encounters: Developing a Customer Participation Demands–Resources Model. In: Journal of Service Management Research: SMR Jg. 6 Nr. 2, S. 118–131. Online verfügbar unter: https://doi.org/10.5771/2511-8676-2022-2-118. • Müller, Enya / Blöcher, Annette / Schwarz, Patrick (2022): Entrepreneurship Education an Hochschulen: Kommunikation von Gründungsinitiativen via Social Media: Eine empirische Erhebung am Beispiel der Gründungsinitiative StartUplab@TH Köln. (Kölner Arbeitspapiere zur Wirtschaftswissenschaft, 2022, 2). Online verfügbar unter: https://doi.org/10.57684/COS-990. • Ernst, Christian (2022): Mitarbeiter binden: Achillesferse Personal: Mitarbeiter gewinnen und halten. In: Heilberufe: Pflege einfach machen Jg. 74 Nr. 7–8, S. 56–58. Online verfügbar unter: https://doi.org/10.1007/s00058-022-2286-2. • Gehringer, Agnieszka (2022): Capitalization of Knowledge. In: Antonelli, Christiano (Hrsg.): Elgar Encyclopedia on the Economics of Knowledge and Innovation. Cheltenham: Edward Elgar Publishing, S. 32–38. • Gehringer, Agnieszka (2022): Competent Demand. In: Antonelli, Christiano (Hrsg.): Elgar Encyclopedia on the Economics of Knowledge and Innovation. Cheltenham: Edward Elgar Publishing, S. 54–61. 51 • Gehringer, Agnieszka (2022): EU’s Dangerous Trade Dependences. In: Flossbach von Storch AG (Hrsg.): Flossbach von Storch Research Institute. Online verfügbar unter: https://www.flossbachvonstorch-researchinstitute.com/en/studies/eus-dangerous-tradedependences/. • Gehringer, Agnieszka (2022): Seizing Power through Green Monetary Policy. In: Flossbach von Storch AG (Hrsg.): Flossbach von Storch Research Institute. Online verfügbar unter: https://www.flossbachvonstorch-researchinstitute.com/de/kommentare/machtergreifung-durch-gruene-geldpolitik/. • Gehringer, Agnieszka (2022): Sino-Russian Trade Relations: Partnership with Limits. In: Flossbach von Storch AG (Hrsg.): Flossbach von Storch Research Institute. Online verfügbar unter: https://www.flossbachvonstorch-researchinstitute.com/en/studies/sino-russiantrade-relations-partnership-with-limits/. • Gehringer, Agnieszka (2022): Whatever it Takes – to Kill Inflation or Save the Euro? In: Flossbach von Storch AG (Hrsg.): Flossbach von Storch Research Institute. Online verfügbar unter: https://www.flossbachvonstorch-researchinstitute.com/en/comments/whateverit-takes-to-kill-inflation-or-save-the-euro/. • Gehringer, Agnieszka (2022): What is „Sustainable“? In: Flossbach von Storch AG (Hrsg.): Flossbach von Storch Research Institute. Online verfügbar unter: https://www.flossbachvonstorch-researchinstitute.com/en/studies/what-is-sustainable/. • Ceo, Deborah (2022): Le prospettive di sviluppo del debito publico: Interview mit Agnieszka Gehringer. In: Youtube-Kanal FundsPeople. Online verfügbar unter: https://www.youtube.com/watch?v=1s7CtHXog_o. • Lanati, Enrico (2022): Attenzione alla montagna invisibile del debito pubblico: Interview mit Agnieszka Gehringer. In: YouTube-Kanal Borsa e Finanza. Online verfügbar unter: https://www.youtube.com/watch?v=0Y9yT5W9ZF4. • Hede, Helfrich / Hölter, Erich (2022): Fahrlässigkeit - ein weisser Fleck in der Unternehmensethik. In: Die Unternehmung: Swiss Journal of Business Research and Practice Jg. 76 Nr. 1, S. 106–129. Online verfügbar unter: https://doi.org/10.5771/0042-059X-2022-1106. • Klein-Blenkers, Friedrich (2022): 25 Jahre: Müssig, Wirtschaftsprivatrecht. In: Jura: Juristische Ausbildung Jg. 44 Nr. 12, S. V–VI. Online verfügbar unter: https://doi.org/10.1515/jura-2022-3222. • Klein-Blenkers, Friedrich (2022): Kommentierung Miete und Schaden. In: Pardey, Frank / Balke, Rüdiger / Link, Jochen (Hrsg.): Stichwortkommentar Schadenrecht: Haftungsgrund Haftungsumfang Versicherung. 1. Auflage. Baden-Baden: Nomos Verlag, S. 1041–1065. • Kolev-Schaefer, Galina (2022): Russlands Relevanz für die Lieferketten der deutschen Wirtschaft. Köln: Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW-Kurzbericht, 23/2022). 52 Online verfügbar unter: https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/Kurzberichte/PDF/2022/IW-Kurzbericht_2022-Russland-Relevanz-Lieferketten.pdf. • Kolev-Schaefer, Galina / Mühlbaur, Stephan / Bazan, Jonas (2022): Das Exportjahr für Außenwirtschaft 2023: Eine Orientierungshilfe, welche Ihnen hilft, sich im „Dickicht“ der sich stetig ändernden Vorschriften der Exportund Zollbestimmungen zu orientieren. • Kolev-Schaefer, Galina / Neligan, Adriana (2022): Effects of a Supply Chain Regulation: Survey-Based Results on the Expected Effects of the German Supply Chains Act. Köln: Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW-Report, 8/2022). Online verfügbar unter: https://www.iwkoeln.de/studien/galina-kolev-adriana-neligan-survey-based-results-onthe-expected-effects-of-the-german-supply-chains-act.html. • Kolev-Schaefer, Galina / Obst, Thomas (2022): Gesamtwirtschaftliche Effekte eines höheren Gaspreises. Köln: Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW-Kurzbericht, 14/2022). • Kolev-Schaefer, Galina / Obst, Thomas (2022): Global Value Chains of the EU Member States: Policy Options in the Current Debate. Köln: Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW-Report, 4/2022). Online verfügbar unter: https://www.iwkoeln.de/studien/galinakolev-thomas-obst-policy-options-in-the-current-debate.html. • Prokop, Marc / Thürbach, Kai (2022): »Fit for Invest« der Kölner Hochschulen: Auf ein Kränzchen" mit Oberbürgermeisterin Henriette Reker, In: »Fit for Invest« – Das Magazin. Verfügbar unter: https://www.th-koeln.de/mam/downloads/deutsch/forschung/fit_for_invest_-_magazin_2022.pdf • Prokop, Marc / Haski, Sophia (2022): »Fit for Invest« der Kölner Hochschulen: Auf ein Kränzchen" mit Philipp Türoff, CFO des 1. FC Köln. In: Youtube-Kanal »Fit for Invest«. Online verfügbar unter: https://www.youtube.com/watch?v=I6QIAYFAelo. • Prokop, Marc / Mensmann, Mona (2022): »Fit for Invest« der Kölner Hochschulen: Auf ein Kränzchen" mit Zerrin Börcek, fe:male Innovation Hub. In: Youtube-Kanal »Fit for Invest«. Online verfügbar unter: https://www.youtube.com/watch?v=W5RHZR8Kx_Q. • Prokop, Marc / Thürbach, Kai (2022): »Fit for Invest« der Kölner Hochschulen: Auf ein Kränzchen" mit Dr. Frank Obermaier, KölnBusiness. In: Youtube-Kanal »Fit for Invest«. Online verfügbar unter: https://www.youtube.com/watch?v=GLuEIdxZhFA. • Prokop, Marc / Thürbach, Kai (2022): „Auf ein Kränzchen - 11 Fragen. 11 Antworten“ mit Simon Schneider von neoteq ventures. In: Youtube-Kanal »Fit for Invest«. Online verfügbar unter: https://www.youtube.com/watch?v=KYiR7e444HU. • Schäfer, Sven / Mayer, Volker (2022): Technische Hochschule Köln - Masterstudiengang „Wirtschaftsprüfung, Steuern, Recht und Finanzen“ (CFO-Master), § 13b WPO (M. Sc./LL.M.). In: Brauner, Detlef Jürgen (Hrsg.): Verkürzung des WP-Examens nach § 8a und § 13b WPO: Fachliche Voraussetzungen, Profile anerkannter Hochschulen, 53 AuditXcellence-Programm. 12., überarbeitete Auflage. Berlin: Duncker & Humblot GmbH, S. 135–141. • Kunz, Reinhard E. / Roth, Alexandra / Telkmann, Verena / Zabel, Christian (2022): Service Value - theoretische Konzeptualisierung und empirische Exploration am Beispiel von Virtual-Reality-Games. In: Gundlach, Hardy / Deutsche Gesellschaft für Publizistikund Kommunikationswissenschaft e.V. (Hrsg.): Schwerpunktthema Internet-Intermediäre und virtuelle Plattformen medienökonomisch betrachtet: Beiträge der Jahrestagung 2021 der Fachgruppe Medienökonomie der Deutschen Gesellschaft für Publizistikund Kommunikationswissenschaft. Hamburg: New-Business-Verlag, S. 148–162. Online verfügbar unter: https://doi.org/10.21241/ssoar.78769. • Kunz, Reinhard E. / Zabel, Christian / Telkmann, Verena (2022): Content-, System-, and Hardware-Related Effects on the Experience of Flow in VR Gaming. In: The Journal of Media Economics, S. 1–30. Online verfügbar unter: https://doi.org/10.1080/08997764.2022.2149159. • Kunz, Reinhard / Notbohm, Sven / Telkmann, Verena / Zabel, Christian (2022): Netflix & Co. vs. Sender-Mediatheken: Faktoren der Nutzung, Austauschbarkeit und Differenzierung von SVoDund Mediatheken-Angeboten. In: Medienwirtschaft: Zeitschrift für Medienmanagement und Medienökonomie Jg. 19 Nr. 1, S. 31–43. Online verfügbar unter: https://doi.org/10.15358/1613-0669-2022-1-29. • Zabel, Christian (2022): Rights Management and Licensing. In: Krone, Jan / Pellegrini, Tassilo (Hrsg.): Handbook of Media and Communication Economics: A European Perspective. Wiesbaden: Springer Fachmedien, S. 1–24. • Zabel, Christian / Heisenberg, Gernot / O’Brien, Daniel (2022): Extended/Cross Reality (XR) in Germany 2022: Metaverse, Digital Ecosystems & Development of the XR Sector. Köln: TH Köln. Online verfügbar unter: https://medien.nrw/wp-content/uploads/sites/8/2022/10/XR-Studie-DE-2022_final_screen.pdf. • Zabel, Christian / Lobigs, Frank (2022): Crowding-in-Effekte der öffentlich-rechtlichen Werbevermarktung: Eine Analyse am Beispiel des österreichischen Werbemarktes und Medienstandortes. In: Media-Perspektiven Jg. 2022 Nr. 5, S. 206–220. Online verfügbar unter: https://www.ard-media.de/media-perspektiven/fachzeitschrift/2022/detailseite2022/?tx_frspublication_pi5%5Bid%5D=3008&tx_frspublication_pi5%5Bcontroller%5D=Publication&cHash=639fe9d53ef8d4c8a4a94f19199af4c0. • Zabel, Christian / Telkmann, Verena (2022): The Role of Location for Non-Focal Firms in Emerging Digital Business Ecosystems: Relevance of Agglomeration Factors in the German XR Industry. In: Baumann, Sabine (Hrsg.): Handbook on Digital Business Ecosystems: Strategies, Platforms, Technologies, Governance and Societal Challenges. Cheltenham, UK: Edward Elgar Publishing, S. 250–268. • Winkeler, Pia / Zaglauer, Linn Viktoria (2022): Erfolgreiches Social Media Marketing. Welche Bildinhalte und Veröffentlichungszeiten erhöhen die „Likes“ von Beiträgen auf 54 Instagram? In: Transfer: Zeitschrift für Kommunikation und Markenmanagement Jg. 68 Nr. 4, S. 68–73. Online verfügbar unter: https://transfer-zeitschrift.net/. 2.5.3 Vorträge und Konferenzbeiträge Folgende weitere Beiträge wurden von Mitgliedern des Schmalenbach Instituts für Wirtschaftswissenschaften geleistet: • Kolev-Schaefer, Galina: Weltwirtschaft und internationale Lieferketten unter Druck, Jahrestreffen der IHK-Außenwirtschaftsreferent:innen, DIHK, 18.11.22. • Kolev-Schaefer, Galina: Nachhaltigkeit globaler Lieferketten, Tagung des Fachbeirats von NRW.Global Business, NRW.Global Business, 23.11.22. • Zabel, Christian: [Vortrag/Vorstellung Paper], EMMA annual conference, European Media Management Association, 09.06.22. • Zabel, Christian: [Vortrag/Vorstellung Paper], IMMAA annual conference, International Media Management Academic Association, 22.10.22. 2.5.4 Wissenschaftliche Veranstaltungen Folgende weitere Veranstaltungen wurden von den Mitgliedern des Schmalenbach Instituts im abgelaufenen Jahr (mit) ausgerichtet: • „VISION.LOGISTIIK.7. INNOVATION. Neues. Denken. Umsetzen.” Prof. Dr. Michael Lorth (TH Köln); Organisation durch TH Köln in Kooperation mit HERZIG Marketing und der IHK Köln, 25.11.22. • „BVL-Tag der Logistik 2022: Vom Klicken bis zum Klingeln.” Prof. Dr. Michael Lorth (TH Köln); Organisation mit Rhein-Kreis Neuss, Arbeitskreis Logistik, 28.04.22. 61 3.1.3 Wissenschaftliche Veranstaltungen Die folgenden Veranstaltungen wurden im Berichtsjahr vom Forschungsschwerpunkt Rückversicherung durchgeführt: • Kölner Rückversicherungs-Symposium Aufgrund der besonderen Umstände infolge Covid-19 musste das Kölner RückversicherungsSymposium im Jahr 2022 leider ausfallen. Die Kölner Forschungsstelle Rückversicherung organisiert das 19. Kölner RückversicherungsSymposium am 4. Mai 2023 in der Aula der Technischen Hochschule Köln. • 15. Jahrestagung des Förderkreises Rückversicherung Am 24. Juni 2022 fand die 15. Jahrestagung des Förderkreises Rückversicherung statt. Bedingt durch Covid-19 wurde die Veranstaltung erneut im Online-Format durchgeführt, wobei Prof. Stefan Materne über die Aktivitäten des Forschungsschwerpunkts Rückversicherung sowie des Lehrstuhls für Rückversicherung berichtete. Wie in den vergangenen Jahren stellten anschließend die wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ihre Forschungsthemen im Researchers’ Corner vor. Das Format der Präsenzveranstaltungen konnte auch in der Online-Durchführung beibehalten werden, wobei in drei Break-Out-Sessions jeweils zwei bis drei Forschungsthemen parallel vorgetragen und anschließend diskutiert wurden: Session 1 Erik Winkler (LL. B.): Insurance Capital Standard (ICS) Lihong Wang (M.Sc., FCII): The Chinese Online Insurance Development 2022 Jörg Dirks (M.Sc., FCII): Retrozession innerhalb einer ESG-konformen Geschäftsausrichtung Session 2 Robert Joniec (M.Sc., FCII, cand. PhD): Klassische RV-Platzierungen und -Auktionen – Wir wissen, dass wir nichts wissen Wolfgang Koch (M.Sc., FCII): Berücksichtigung von Klimawandelszenarien im ORSA Session 3 Frank Cremer (M.Sc., FCII, cand. PhD): Grenzen des (Rück-) Versicherungsschutzes – Eine Analyse der Ausschlüsse der Cyber-Bedingungen Fabian Lassen (M.Sc., FCII): ESG-Kriterien im Underwriting von Rückversicherern Inhalte und Thesen der Forschungsprojekte werden in dem separaten Jahresbericht 2022 und in den Proceedings des Researchers‘ Corner zur 15. Jahrestagung 2022 des Forschungsschwerpunkts Rückversicherung vertieft behandelt. 62 • Summer Re Workshop Aufgrund der Corona-Beschränkungen der letzten Jahre konnte die u.a. auch zum internen Austausch dienende Jahrestagung des Förderkreises Rückversicherung nicht in Präsenz stattfinden. Infolgedessen wurde am 9. Juli 2022 der Summer Re Workshop zur Qualitätssicherung der wissenschaftlichen Forschung sowie zur Abstimmung der strategischen Ausrichtung des Forschungsschwerpunkts Rückversicherung und der entsprechenden Forschungsprojekte veranstaltet. Dieser fachliche Workshop richtete sich an die Mitarbeiter*innen des Forschungs-schwerpunkts Rückversicherung, die mitwirkenden Professoren sowie auch Unter-stützende seitens der TH Köln und des Förderervereins. Auch der Präsident der TH Köln, Prof. Dr. Stefan Herzig, zeigte durch seine Teilnahme an dem Workshop sein Interesse für die Tätigkeiten des Forschungsschwerpunkts Rückversicherung. 3.1.4 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben Weitere Aktivitäten des Forschungsschwerpunkts Rückversicherung im Berichtsjahr bzw. die geplanten Vorhaben im Folgejahr sind nachfolgend zusammengestellt. • Geplante Veranstaltungen Die Kölner Forschungsstelle Rückversicherung organisiert das 19. Kölner RückversicherungsSymposium am 4. Mai 2023 in der Aula der Technischen Hochschule Köln. Im nächsten Jahr wird der Forschungsschwerpunkt Rückversicherung die 16. Jahrestagung des Förderkreises Rückversicherung am 16. Juni 2023 ausrichten. • Geplante Projekte & Publikationen Die nachfolgenden Projekte und Publikationen sind vom Forschungsschwerpunkt Rückversicherung für 2023 geplant bzw. werden in 2023 erscheinen: • Cremer, Frank / Materne, Stefan, Das Cyber-Kumulsrisiko In: Institut für Versicherungswesen (Hrsg.): Risiko im Wandel als Herausforderung für die Versicherungswirtschaft, Springer Verlag. • Cremer, Frank, Die Cyber-Kriegsführung – Eine Perspektive aus der Cyber-Versicherung. • Cremer, Frank, Der Cyber-Versicherungsmarkt – Eine Analyse der Cyber-Landschaft in Deutschland. • Dirks, Jörg, Captives: Steigende Bedeutung aufgrund der Marktverhärtung in der Rückversicherung. • Joniec, Robert, Wer hat Lust auf eine Runde Rückversicherung? – … Nee, da verliere ich immer! • Lassen, Fabian, Katastrophenversicherung ohne Prämienzahlung. 63 • Materne, Stefan, Potenzieller Kapazitätsengpass in Property NatCat Reinsurance. • Materne, Stefan, Auswirkungen der Inflationssteigerung auf Rückversicherer und Industrieerstversicherer (insbesondere Excess Writer). • Rohlfs, Torsten, Wertorientierte Steuerung von Versicherungsunternehmen. • Rohlfs, Torsten / Kraus, Holger: Captives. • Schmidt, Jan-Philipp, Simulation, Analyse und Bewertung von Rückversicherungsstrukturen. • Wang, Lihong, The Rise of Insurance Third Party Administrators (TPAs) in China - 2023. • Winkler, Erik, Restrukturierung eines Marine & Energy Treaty-Portfolios durch Zeichnung von Risiken aus erneuerbaren Energien. • Personalia Im Oktober 2021 schloss Erik Winkler (wissenschaftliche Hilfskraft) sein Master-Studium erfolgreich ab und ist seitdem als wissenschaftlicher Mitarbeiter in dem Forschungsschwerpunkt Rückversicherung beschäftigt. Wolfgang Koch schied nach 5 Jahren erfolgreicher und konstruktiver Zusammenarbeit im Oktober 2022 aus. Der wissenschaftliche Mitarbeiter Dr. Robert Joniec hat seine Prüfung zum Doctor of Philosophy (PhD) an der University of Limerick erfolgreich absolviert. 64 3.2 Forschungsstelle Versicherungsrecht (Prof. Dr. Axer, Prof. Dr. Fortmann, Prof. Dr. Günther, Prof. Dr. Maier) Die Forschungsstelle für Versicherungsrecht am Institut für Versicherungswesen besteht in ihrer jetzigen Form seit dem Jahr 2010. 3.2.1 Zielsetzung und Mitwirkende Die Forschungsstelle widmet sich praxisrelevanten versicherungsrechtlichen Fragestellungen. Sie veranstaltet dabei u. a. Diskussionsforen, bei denen aktuelle versicherungsrechtliche Themen diskutiert werden. Ferner ist die Forschungsstelle im Zusammenhang mit Untersuchungen aktiv und setzt sich im Rahmen zahlreicher Veröffentlichungen mit wissenschaftlichen Fragestellungen zum Versicherungsrecht und den einzelnen Versicherungssparten auseinander. An der Forschungsstelle Versicherungsrecht wirkten im vergangenen Jahr folgende Personen des Instituts für Versicherungswesen mit: Name Funktion / Schwerpunkt Institut / Unternehmen Kontakt Prof. Dr. Jochen Axer Verantwortlich für den Bereich betriebliche Steuerlehre und Versicherungsunternehmensrecht ivwKöln [email protected] Nannette Fabian Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Organ. des Masterstudiengangs VR ivwKöln [email protected] Prof. Dr. Michael Fortmann Verantwortlich für die Bereiche Haftpflichtversicherung und Versicherungsvertragsrecht ivwKöln [email protected] Prof. Dr. DirkCarsten Günther Verantwortlich für die Bereiche Sachversicherung, Betriebsunterbrechungsversicherung (incl. Cyberversicherung) und Versicherungsvertragsrecht ivwKöln [email protected] Prof. Dr. Simon Johannes Heetkamp Verantwortlich für die Bereiche Wirtschaftsrecht, Mobilitätund Versicherungsrecht ivwKöln [email protected] Maaike Heuwold Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Organ. der Diskussionsforen VR ivwKöln [email protected] Prof. Dr. Karl Maier Verantwortlich für die Bereiche Kraftfahrt-, Unfall, Rechtschutzversicherung und Versicherungsrecht ivwKöln [email protected] Prof. Dr. Peter Schimikowski Haftpflichtversicherung und Versicherungsrecht ivwKöln [email protected] Die Forschungsaktivitäten der Forschungsstelle Versicherungsrecht für das Berichtsjahr sind nachfolgend dokumentiert. 65 3.2.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge Von der Forschungsstelle Versicherungsrecht wurden im Berichtsjahr folgende Veröffentlichungen erstellt bzw. Vorträge gehalten: >> Veröffentlichungen Folgende Veröffentlichungen wurden im Berichtsjahr von den Mitwirkenden der Forschungsstelle Versicherungsrecht erstellt: • Fortmann, Michael (2022), Ist das derzeitige Konzept von D&O-Versicherungen noch zeitgemäß? PHi 2022, 142-149. • Fortmann, Michael (2022), Verbraucher-Cyberversicherung, 1. Auflage 2022. • Fortmann, Michael (2022), Kapitel 14 Versicherungen, in: Meyer, Handbuch Immobilienwirtschaftsrecht, 1. Auflage 2022. • Fortmann, Michael (2022), § 16 Vorsätzliche und grob fahrlässige Herbeiführung des Versicherungsfalls und § 20 Veräußerung der versicherten Sache, in: Martin/Reusch/Schimikowski/Wandt, Sachversicherung, 4. Auflage 2022. • Fortmann, Michael (2022), Anmerkung zu einer Entscheidung des BGH, Urteil vom 26.01.2022 (IV ZR 144/21) – Zu Fragen zum Versicherungsschutz bei coronapandemiebedingten Betriebsschließungen, r+s 2022, 141-142. • Fortmann, Michael (2022), Verpflichtung zur vorläufigen Übernahme von PR-Kosten in der D&O-Versicherung, jurisPR-VersR 2/2022 Anmerkung 2. • Fortmann, Michael (2022), Anmerkung zu dem Beschluss des Oberlandesgerichts Nürnberg 11.04.2022 (5 W 2855/20) – zur Zulässigkeit einer Nebenintervention des KH-VR im Haftpflichtprozess auf Seiten des Geschädigten, r+s 2022, 325-327. • Fortmann, Michael (2022), Lückenfüllung bei nicht wirksam einbezogenen AVB, jurisPR-VersR 7/2022 Anmerkung 3. • Fortmann, Michael (2022), Auswirkung einer fehlenden Erlaubnis nach § 32 KWG in der Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung des Finanzanlagevermittlers, jurisPRVersR 8/2022 Anmerkung 2. • Günther, Dirk-Carsten (2022), Betriebsschließungsversicherung wegen Covid-19, NJW 2022, 818 ff. • Günther, Dirk-Carsten (2022), Keine Deckung für Schließungen wegen COVID-19 in der Betriebsschließungsversicherung, Urteilsanalyse von BGH, Urteil vom 26.01.2022 – IV ZR 144/21, FD-Versicherungsrecht 2/2022 vom 28.01.2022. • Günther, Dirk-Carsten (2022), Hybride Kriegsführung und Ausschluss für Kriegsschäden am Beispiel des russisch-ukrainischen Konflikts, VW 04/2022, S. 68 ff. • Günther, Dirk-Carsten (2022), Geheimhaltungsanordnung zu kalkulatorischen Unterlagen eines Krankenversicherers im Beitragsanpassungsprozess, Urteilsanmerkung zu 66 BGH, Beschluss vom 10.11.2021 – IV ZB 29/20, beck-fachdienst Versicherungsrecht 25/2021 vom 16.12.2021. • Günther, Dirk-Carsten (2022), Hier ist die Rechtsentwicklung noch nicht zu Ende, Interview mit VW heute am 31.01.2022 zur ersten BGH-Entscheidung wegen coronabedingter Betriebsschließung (Urteil vom 26.01.2022– IV ZR 144/21). • Günther, Dirk-Carsten (2022), Interview für das Magazin Inside Out, Ausgabe 59, Herbst 2021, S. 21. • Günther, Dirk-Carsten (2022), Interview zur Cyberversicherung und zum Ukrainekrieg, Tagesspiegel vom 20.04.2022. • Günther, Dirk-Carsten (2022), Gespräch über das Silikonfugenurteil des BGH, Podcast des STC Versicherungsmakler, März 2022. • Günther, Dirk-Carsten (2022), Kriegsklausel in der Cyberversicherung, Krieg im Zeitalter der Digitalisierung, Podcast des STC Versicherungsmakler, Februar 2022. • Günther, Dirk-Carsten (2022), Teilungsabkommen zwischen Gebäudeund Haftpflichtversicherer in der Fassung 2022, in r+s 2022, S. 605 ff. • Günther, Dirk-Carsten (2022), Wiederherstellungsklausel in der Wohngebäudeversicherung, zugleich Anmerkung zu Oberlandesgericht Dresden, Urteil vom 28.06.2022 – 4 U 436/21 in jurisPR-VersR 9/2022, Anmerkung 3. • Günther, Dirk-Carsten (2022), Zur Unwirksamkeit einer Klausel in Bezug auf „funktionsbereit“ zu haltende Rückstausicherungen, Anmerkung zu Oberlandesgericht Frankfurt am Main, Urteil vom 13.05.2022 – 7 U 71/21, in FD-VersR 2022,449471. • Heetkamp, Simon J. / Schlicht, Christian / Leeb, Christina-Maria (2022), Digitalisierungsideen für die Justiz, eJustice Magazin 1/2022, S. 7-9. • Heetkamp, Simon J. / Geuer, Ermano (2022), Modernisierung des Zivilprozesses, in: Tagungsband der Telemedicus Sommerkonferenz 2022. • Heetkamp, Simon J. (2022), Is litigation dead? – Rezension des Buchs Wirtschaftsmediation von Jörg Risse, Dispute Resolution Magazin 4/2022, 25-27. • Heetkamp, Simon J. / Schlicht, Christian / Leeb, Christina-Maria (2022), KI in der Justiz, libra-rechtsbriefing, 01.11.2022. • Heetkamp, Simon J. / Piroutek, Christian (2022): Legal Tech: Die Zukunft von Anwaltschaft und Justiz, ReThinking Law 05/2022, S. 4-6. • Heetkamp, Simon J. / Schlicht, Christian / Leeb, Christina-Maria (2022), Gründung der „digitalen Richterschaft“, Legal Tech Verzeichnis 2/2022, S. 38-40. • Heetkamp, Simon J. / Schlicht, Christian/ Leeb, Christina-Maria, Einsatz von Virtual Reality-Technologie im Gerichtsverfahren, libra-rechtsbriefing vom 20.12.2022, https://www.libra-rechtsbriefing.de/L/vr-brille-statt-tatortbegehung/ 67 • Heetkamp, Simon J., Rezension der Dissertation von Alexander Bauer: Die effektive Einzelund Gesamtvollstreckung Blockchain-basierter Kryptowährungen, rista 6/2022, S. 11 • Wälder, Johannes / Hoenicke, Ulf / Krahe, Frank (2022), Sachund Betriebsunterbrechungsversicherung – Versicherte Gefahren, Kommentar, München 2022. >> Vorträge und Konferenzbeiträge Folgende Vorträge wurden im Berichtsjahr von den Mitwirkenden der Forschungsstelle Versicherungsrecht gehalten: • Günther, Dirk-Carsten, Online-Seminar zu dem Urteil des BGH vom 26.01.2022 zur Betriebsschließungsversicherung, Köln, 09.02.2022. • Günther, Dirk-Carsten, Klimaerwärmung und Elementarschadenversicherung, Universität Düsseldorf, Lehrstuhl Prof. Dr. Dirk Looschelders, Forum Versicherungsrecht, 27.06.2022. • Heetkamp, Simon J., NewLaw Radar #8 – Massenverfahren, Mitwirkung am Podcast, 09/2022. • Günther, Dirk-Carsten, Neueste Rechtsprechung zum Regress des Sachversicherers, Versicherungsforum, Köln, 27.09.2022. • Günther, Dirk-Carsten, Ukrainekrieg und Reichweite des Kriegsausschlusses in der Cyberversicherung, 4. Cyberversicherungstag an der Freien Universität Berlin, 14.10.2022. • Heetkamp, Simon J., Virtual Reality-Brillen im Zivilprozess? Digital Justice Conference, 11/2022. • Günther, Dirk-Carsten, Elementarschadenversicherung und Betriebsschließungsversicherung, Versicherungsforum zu aktuellen Entwicklungen in der Sachversicherung, Köln, 17.11.2022. • Günther, Dirk-Carsten, Schadenrisiken der Zukunft für die Sachversicherung, 23. MCCSchadenmanagementkongress, Köln, 23.11.2022. • Günther, Dirk-Carsten, Transparenzkontrolle in der Sachversicherung, auf der GdVJahrestag Sachversicherung in Berlin, 01.12.2022. 3.2.3 Wissenschaftliche Veranstaltungen Bedingt durch Corona konnten im aktuellen Jahr die Veranstaltungen nicht wie geplant durchgeführt werden. 68 3.2.4 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben Die sonstigen Aktivitäten im Berichtsjahr bzw. die geplanten Vorhaben im Folgejahr der Forschungsstelle Versicherungsrecht sind nachfolgend zusammengestellt. • Masterstudiengang Versicherungsrecht Die Forschungsstelle Versicherungsrecht betreibt in einer Kooperation zwischen dem ivwKöln und der Universität Limerick (wo sich die Studierenden des 3. Fachsemesters eine Woche lang für die Modulprüfung Anglo-American Insurance Law vorbereiten) den Masterstudiengang Versicherungsrecht (LL.M). Verantwortlich für den Studiengang ist Nannette Fabian. • Blog Versicherungsrecht Im Zusammenhang mit dem Masterstudiengang Versicherungsrecht hat die Forschungsstelle einen Blog zu Versicherungsrecht eingerichtet, siehe dazu http://blogversicherungsrecht. web.th-koeln.de/. Der Blog soll den kritischen Austausch zwischen Rechtsprechung, Wissenschaft und Praxis fokussieren. Redaktionsleiter ist Prof. Dr. Günther. • Promotionsvorhaben Im Rahmen einer kooperativen Promotion mit der University of Limerick forscht Frank Cremer (M.Sc., FCII) zum Thema Cyber (Cyberrisiken, digitale Ökosysteme, Rückversicherung, Risikotransfer, etc.). Von Seiten der TH Köln wird die Promotion von Prof. Dr. Fortmann betreut. • Projekt „Virtueller Gerichtssaal“ Im Rahmen des Projektes „Virtueller Gerichtssaal“ wird im Sommersemester 2023 unter Projektleitung von Prof. Dr. Heetkamp ein virtuell begehbarer und erlebbarer Gerichtssaal durch Studierende erstellt. Das VR-Modell soll die Anordnung der jeweiligen Beteiligten im Gerichtssaal (Richterbank, Parteien, Zeugen und Öffentlichkeit hinten im Raum) und dessen Ausgestaltung (Bildschirme / Leinwände; richterlicher Besprechungsraum; Gerichtsflur) darstellen. In diesem virtuellen Gerichtssaal können sich Nutzer:innen frei bewegen und so den Gerichtssaal immersiv erleben. Zugleich können Dozent:innen „vor Ort“ Grundzüge des gerichtlichen Verfahrens, dessen zeitlichen Ablauf und das Prozessrecht erläutern. Nutzer:innen sollen im VRModell hinterlegte Informationen eigenständig abrufen und in szenische Gerichtssituationen eintauchen können. • Geplante Veröffentlichungen Für 2023 ist die Veröffentlichung eines Bandes anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des ivwKöln als Ergebnis der diversen Forschungsaktivitäten aus dem Jubiläumsjahr wie folgt geplant: ivwKöln (Hrsg.) (2023): Risiko im Wandel. Herausforderung für die Versicherungswirtschaft, Springer Verlag, 2023 − darin enthalten folgende Beiträge der Mitglieder der Forschungsstelle Versicherungsrecht (sofern nicht an anderer Stelle genannt): 69 • Karl Maier, Nicole Antonczyk, Robin Biskup, Leyla Dalir, Hackerangriff auf ein autonom fahrendes Fahrzeug. Welche Rechtsfragen ergeben sich? • Dirk-Carsten Günther, Klimaerwärmung und Elementarschadenversicherung. • Jochen Axer, Steuerrecht und Versicherungswirtschaft − ein Risiko eigener Art. Darüber hinaus sind die folgenden weiteren Veröffentlichungen von Mitgliedern der Forschungsstelle im aktuellen Jahr geplant bzw. im Erscheinen: • Dirk-Carsten Günther, Der Regreß des Sachversicherers, 7. Auflage, Monographie, erschienen in Januar 2023. • Dirk-Carsten Günther, Kommentierung der Betriebsunterbrechungsversicherung in Looschelders/Pohlmann, VVG, 3. Auflage. • Dirk-Carsten Günther, Kommentierung der Elementarschadenversicherung, in Münchner Kommentar zum VVG, 3. Auflage. • Heetkamp, Simon J. / Braunschmidt, Florian, Kommentierung der §§ 651a-651y BGB, Kommentierung der gesamten Fluggastrechteverordnung, in: Baumgärtel/Laumen/Prütting, Handbuch der Beweislast, im Erscheinen. • Heetkamp, Simon J., Beiträge zu „Haftung des Rechtsanwalts gegenüber Mandanten beim Einsatz von Legal Tech-Tools“ und „Haftung“ (als Verweisstichwort) in: Ebers (Hrsg.), Stichwortkommentar Legal Tech, im Erscheinen. • Geplante Veranstaltungen Auch im nächsten Jahr plant die Forschungsstelle Versicherungsrecht wieder mindestens ein Diskussionsforum zu aktuellen Themen der Rechtsprechung, so beispielsweise im Mai 2023 mit Vorträgen von Mitgliedern der Forschungsstelle sowie von einem externen OLG Richter. 70 3.3 Forschungsstelle FaRis1 (Prof. Dr. Maria Heep-Altiner) Die Forschungsstelle finanzielles & aktuarielles Risikomanagement (FaRis) am Institut für Versicherungswesen besteht in ihrer jetzigen Form seit dem Jahr 2011. 3.3.1 Zielsetzung und Mitwirkende Risiko als ein prägendes Element unserer Gesellschaft kann man nicht völlig vermeiden, aber durch ein angemessenes Risikomanagement beherrschbar(er) machen. In Ergänzung zum technischen Risikomanagement fokussiert das finanzielle Risikomanagement auf die Bewältigung finanzwirtschaftlicher Risiken; Kernaufgabe des aktuariellen Risikomanagements ist dabei die Bewertung und Steuerung der finanzwirtschaftlichen Risiken durch geeignete mathematische Modelle und Methoden. Die Forschungsstelle FaRis bündelt die Forschungsaktivitäten des ivwKöln im Hinblick auf das finanzielle und aktuarielle Risikomanagement. FaRis versteht sich dabei als Bindeglied zwischen mathematischer Forschung und praxisorientierten wirtschaftswissenschaftlichen Fragestellungen. Die Forschungsstelle deckt eine große Bandbreite von Projekten und Forschungsthemen ab wie beispielsweise • aktuarielle Modelle & Methoden in der Personenund Schadenversicherung sowie in der Rückversicherung, insbesondere • Modellierung des Langlebigkeitsrisikos sowie kollektiver Risikoausgleich bei Sparund Entsparprozessen, • Kapitalanlageund Liquiditätsmanagement in Versicherungsunternehmen und • wertorientierte Steuerung in der Lebens-, Krankenund Schadenversicherung. Die Mitwirkung bei FaRis ist dabei nicht nur auf Mitglieder des ivwKöln beschränkt, sondern bezieht auch explizit Angehörige anderer Institute, Hochschulen oder Forschungsbereiche mit ein. Derzeit wirken bei FaRis die nachfolgend aufgelisteten Personen mit. 1 Der Begriff „FaRis“ ist seit dem 16.11.2015 beim Deutschen Patentund Markenamt in München als geschützte Wortmarke unter der Nummer 30 2015 041 105 (Az.: 30 2015 041 105.1 / 42) eingetragen. 77 • Promotionskolleg Prof. Dr. Goecke, Prof. Dr. Heep-Altiner und Prof. Dr. Rohlfs sind Mitglieder der Fachgruppe Unternehmen und Märkte des Promotionskollegs. Dieses soll nicht nur die Forschungen in NRW zu diesem Themenkreis bündeln, sondern auch die Durchführung von Promotionsvorhaben erleichtern. • Sonstiges Prof. Dr. Jan-Philipp Schmidt wird weiterhin zusammen mit Prof. Dr. Heiko Knospe (Fakultät 07) und Prof. Dr. Angela Schmitz (Fakultät 09) im Rahmen der Förderlinie „Fellowship für Innovationen in der digitalen Hochschullehre (digiFellow)“ finanziell unterstützt, um fakultätsübergreifend einen digitalen Aufgabenpool in Mathematik zu entwickeln und systematisch aufzubauen. Die Aufgaben sollen für die Mathematik-Lehrveranstaltungen zu Übungsund Trainingszwecken, für Hausaufgaben und prüfungsrelevante Vorleistungen sowie für digitale Prüfungen verwendet werden. • Geplante Projekte Die derzeit aufgelisteten aktuellen Projekte sind über einen längeren Zeitraum angelegt und werden auch im Folgejahr fortgeführt. • Geplante Veröffentlichungen Für 2023 ist ein Band anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des ivwKöln als Ergebnis der diversen Forschungsaktivitäten aus dem Jubiläumsjahr wie folgt geplant: ivwKöln (Hrsg.) (2023): Risiko im Wandel. Herausforderung für die Versicherungswirtschaft, Springer Verlag, 2023 − darin enthalten von Mitgliedern der Forschungsstelle FaRis (sofern nicht an anderer Stelle genannt): • Rolf Arnold, Marcel Berg, Oskar Goecke, Maria Heep-Altiner, Horst Müller-Peters, Vorab: Risiko im Wandel als Herausforderung für die Versicherungswirtschaft. • Oskar Goecke, Risiko und Alterssicherung. • Maria Heep-Altiner, Torsten Rohlfs, Marcel Berg, Jan-Philipp Schmidt, Klimaund Nachhaltigkeitsrisiken in der Versicherungswirtschaft. • Jürgen Strobel, Versicherungstechnische Risiken in der Berufsunfähigkeitsversicherung. • Bernd Schnur, Optimierung von Testprozessen und Anforderungsmanagement, Die Rolle der internationalen Standards ISTQB und IREB. • Lutz Reimers-Rawcliffe, Zum Schluss: Die Arche Noah aus Sicht der Seekaskoversicherung. Darüber hinaus sind die folgenden weiteren Veröffentlichungen von FaRis Mitgliedern im aktuellen Jahr geplant: • Heep-Altiner, Maria / Berg, Marcel / Goebel, Arne (2023), Effizienzkriterien für das bedingungslose Grundeinkommen, Forschung am ivwKöln. 78 • Heep-Altiner, Maria / Rohlfs, Torsten (2023), Konzeption eines versicherungstechnischen Klimaindexes, Forschung am ivwKöln. • Rohlfs, Torsten (2023), Rechnungslegung und Controlling der Versicherungsunternehmen, 2. Auflage, Verlag Versicherungswirtschaft. • Geplante Vorträge & Veranstaltungen Folgende Vorträge und Veranstaltungen sind von den FaRis Mitgliedern im aktuellen Jahr geplant: qx-Club meets FaRis In diesem Jahr soll im Rahmen dieser Reihe das 70-jährige Jubiläum des qx-Clubs begangen werden. Referenten und Themen werden aufgrund der Konzeption der Reihe erst kurzfristig bekannt gegeben. FaRis & DAV Symposium Das 18. FaRis & DAV Symposium ist für Anfang Dezember 2023 geplant. Referenten und Themen werden noch rechtzeitig bekannt gegeben. 79 3.4 Forschungsstelle Versicherungsmarkt (Prof. Dr. Michaele Völler, Prof. Horst Müller-Peters) Die Forschungsstelle Versicherungsmarkt am Institut für Versicherungswesen besteht in ihrer jetzigen Form seit dem Jahr 2012. 3.4.1 Zielsetzung und Mitwirkende Digitalisierung, Innovation, Kostendruck und Änderung des Kundenverhaltens: Die Versicherungswirtschaft befindet sich in einem fortlaufenden Umbruch. Die Kölner Forschungsstelle Versicherungsmarkt erforscht Grundlagen und dynamische Veränderungen von Angebot und Nachfrage im Markt für Versicherung und Risikovorsorge. Dies erfolgt aus Perspektive unterschiedlicher Disziplinen wie Betriebswirtschaftslehre, Psychologie, Mathematik, Rechtswissenschaften und Volkswirtschaftslehre. An der Forschungsstelle wirken derzeit folgende Professoren, Lehrbeauftragte und wissenschaftliche Mitarbeiter des ivwKöln mit: Name Funktion / Schwerpunkt Institut / Unternehmen Kontakt Prof. Dr. Christine Arentz Volkswirtschaftslehre, Gesundheitsökonomik, Finanzierungsfragen der gesetzlichen und privaten Krankenund Pflegeversicherung ivwKöln, s. a. FaRis [email protected] Prof. Dr. Rolf Arnold Personal, Vertrieb ivwKöln [email protected] Dr. Tim Jannusch Postdoc im Projekt PLan_CV, Telematik, Mobilität, MenschMaschine-Interaktion, Rechtsschutz und LegalTechs ivwKöln [email protected] Prof. Horst Müller-Peters Leitung der Forschungsstelle, Kundenverhalten, Marketing, Marktforschung, Behavioral Insurance, Digitalisierung und Big Data ivwKöln [email protected] Prof. Dr. Torsten Oletzky Strategie und Prozessmanagement in der Versicherungswirtschaft ivwKöln [email protected] M.Sc. Juliane Ressel Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin, Künstliche Intelligenz und Kundenverhalten ivwKöln [email protected] Prof. Dr. Michaele Völler Leitung der Forschungsstelle, Versicherungsmarketing, Digitalisierung, insb. Innovation, Social Media, Kundenverhalten, CRM ivwKöln [email protected] Prof. Dr. Gabriele Zimmermann Versicherungsvertrieb, Führung, Organisationsentwicklung ivwKöln [email protected] Die Forschungsaktivitäten der Forschungsstelle Versicherungsmarkt für das Berichtsjahr sind nachfolgend dokumentiert. 80 3.4.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge >> Projekte Im aktuellen Jahr wurden im Rahmen der Forschungsarbeit folgende Forschungsschwerpunkte gesetzt: • Digitalisierung und Innovation in der Versicherungswirtschaft, insbesondere o Vernetzung, Big Data und Künstliche Intelligenz sowie Telematik, o neue Geschäftsmodelle und InsurTechs im Versicherungsmarkt, • Konsumentenverhalten, Behavioral Insurance, Psychologie des Risikos • Versicherungsbetrug, • Frauen im Versicherungsvertrieb, • Change Management in Versicherungsunternehmen sowie • neue Arbeitswelten und kultureller Wandel hin zu mehr Agilität in Versicherungsunternehmen. Zu diesen Themen trägt die Forschungsstelle durch regelmäßige Projekte, Publikationen und Veranstaltungen zur laufenden Forschung bei und betreibt entsprechende Fallstudien. Im Rahmen der forschungsorientierten Formate ProjektArbeit Marketing und Innovation (PAMI) und ProjektArbeit MAster (PAMA) wurden im vergangenen Jahr erneut unter der Betreuung von Prof. Horst Müller-Peters und Prof. Dr. Michaele Völler verschiedene aktuelle Themen erfolgreich für Auftraggeber aus der Assekuranz bearbeitet. Im Sommersemester 2022 wurden folgende Projektarbeiten im Modul PAMA bearbeitet: • Kooperation mit Legal Techs – Fluch oder Segen? • Onlineverkaufsfähige Produkte der PKV. Im Modul PAMI wurden im Wintersemester 2022/2023 die folgenden Projektarbeiten abgeschlossen: • Integration von Fahrrad-Schutzbriefen bei relevanten Marktteilnehmern • Nudging im Onlinevertrieb • Personal Branding bei LinkedIn – wie können sich Vorstände eine eigene Marke aufbauen? • Steigerung der Arbeitgeberattraktivität Prof. Dr. Christine Arentz wirkt als Expertin für das deutsche Gesundheitssystem an Projekten des American Institute for Contemporary German Studies (AICGS) an der Johns Hopkins Universität Washington mit. Prof. Dr. Christine Arentz wirkt im vom PKV-Verband initiierten interdisziplinären Expertenrat „Pflegefinanzen“ mit. Der Expertenrat, der von Prof. Dr. Jürgen Wasem (Universität DuiburgEssen) geleitet wird, soll die politische Diskussion um die Zukunft der Pflegeversicherung begleiten und durch einen Reformvorschlag unterstützen. Dr. Tim Jannusch, M. Sc. Juliane Ressel und Prof. Dr. Michaele Völler führten im Jahr 2022 ein gemeinsames Forschungsprojekt zu Treibern und Hürden der Akzeptanz von 81 Telematik-Versicherungen durch. Erste Ergebnisse werden im Jahr 2023 in der internationalen Fachliteratur publiziert. Prof. Horst Müller-Peters ist als Beirat des Goslar Instituts für verbrauchergerechtes Versichern in Zusammenarbeit mit Professor*Innen der Universität Leipzig, der Universität Erlangen-Nürnberg und der Hochschule Osnabrück federführend an Forschungsarbeiten zur Digitalisierung und Big Data im Versicherungsmarkt beteiligt. Im Rahmen eines Forschungsfreisemesters arbeitet Prof. Dr. Torsten Oletzky aktuell an einer Studie zum Thema „Eine vergleichende Untersuchung zur InsurTech-Entwicklung im Ländervergleich USA vs. Deutschland“. Die Ergebnisse werden voraussichtlich im Jahr 2023 veröffentlicht. M. Sc. Juliane Ressel, Prof. Dr. Christine Arentz, Prof. Dr. Rolf Arnold, Prof. Horst MüllerPeters und Prof. Dr. Michaele Völler führten im Jahr 2022 ein gemeinsames Forschungsprojekt zu neuen Arbeitswelten in der Versicherungswirtschaft durch. Erste Ergebnisse wurden im Rahmen des 27. Kölner Versicherungssymposiums am 24. November 2022 vorgestellt. >> Veröffentlichungen Folgende Veröffentlichungen wurden im Berichtsjahr von den Mitwirkenden der Forschungsstelle Versicherungsmarkt erstellt: • Gatzert, Nadine / Knorre, Susanne / Müller-Peters, Horst / Wagner, Fred (2022), Big Data in der Mobilität – das Grünbuch, Goslar 2022. • Müller-Peters, Horst / Wagner, Fred (2022), Nachhaltigkeit im Vermittlerbetrieb: Nachhaltigkeitsmanagement ist mehr als die Erfüllung gesetzlicher Vorgaben, Versicherungsjournal Extrablatt 2/2022 S. 24-26. • Oletzky, Torsten / Reinhardt, Armin (2022), Herausforderungen der Regulierung von und der Aufsicht über den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Versicherungswirtschaft, ZVersWiss, 29.11.2022, DOI: https://doi.org/10.1007/s12297-022-00541-4 • Oletzky, Torsten (2022), The InsurTech wave – just a hype or a real challenge for established insurers? In: GenRe Risk Management Review, Edition 2022. • Oletzky, Torsten (2022), Überlegungen zur Nachhaltigkeit in der Versicherungswirtschaft, VersicherungsPraxis, Heft 12/2021 / 1/2022, S. 7-10. • Owens, Emer / Sheehan, Barry / Mullins, Martin / Cunneen, Martin / Ressel, Juliane / Castignani, German (2022), Explainable Artificial Intelligence (XAI) in Insurance, Risks 10(12): 230, DOI: https://doi.org/10.3390/risks10120230 >> Vorträge und Konferenzbeiträge Folgende Vorträge wurden im Berichtsjahr von den Mitwirkenden der Forschungsstelle Versicherungsmarkt gehalten: 82 • Völler, Michaele, Das aktuarielle Berufsbild im Wandel: Wie verändert sich das Wirken und Werden? Online-Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsserie „Dialog Zukunft DAV“ der Deutschen Aktuarvereinigung, 27.01.2022. • Müller-Peters, Horst, Versicherungsbetrug aus psychologischer Perspektive, „HS/SAS-Dubiostagung“ der R+V-Versicherung, 16.02.2022. • Völler, Michaele, Nachhaltiges kompetenzorientiertes Lernen und positive Emotionalität in der Projektwoche Internationale Märkte, Online-Vortrag und Online-Workshop im Rahmen der „Lehrportfolio-Challenge“ der TH Köln, 11.03.2022. • Ressel, Juliane, The relationship between fairness and trust in promoting consumer acceptance of Artificial Intelligence in the European insurance industry, Online-Vortrag auf der virtuellen Jahrestagung des Deutschen Vereins für Versicherungswissenschaft (DVfVW) e.V., 17.03.2022. • Oletzky, Torsten, Herausforderungen der Digitalisierung der Versicherungswirtschaft für etablierte Versicherer und neue Marktteilnehmer, Insurance Forum Austria, Stegersbach/Österreich, 23./24.06.2022. • Jannusch, Tim, Quantitative und Qualitative Marktbeobachtung im Rechtsschutzmarkt, Kaminabend Vertrieb von ROLAND Rechtsschutz,12.09.2022. • Oletzky, Torsten, Gastvorträge an der Fox Business School, Temple University, Philadelphia, USA zu folgenden Themen: o Innovation and Digitization in the Insurance Industry, 14. und 19.09.2022. o The InsurTech Revolution – What can we learn from comparing developments in the US and Europe? 06.10.2022. o The German Insurance Market – current developments and new macroeconomic risks, 07.11.2022. o Perspectives on Career Development, Leadership Skills, and International Career Opportunities, 30.11.2022. • Ressel, Juliane, „Interviewen? Kann ich!“ Verhalten als Interviewer*in – aus (m)einem Fehler lernen“, Reihe „5 vor 12 – Zeit für die Promotion“ des Graduiertenzentrums der TH Köln, 17.10.2022. • Ressel, Juliane, Vertrauenswürdig, ethisch, fair – gehoppt wie gedoppt? Über die Akzeptanz KI-basierter (Versicherungs-)Entscheidungen, 13. Mitgliederkonferenz der ICIS-User-Group, Wiesbaden, 27.10.2022. • Müller-Peters, Horst, Versicherungsbetrug aus psychologischer Perspektive, HS/SASDubiostagung der R+V-Versicherung, 09.11.2022. • Ressel, Juliane, Neue Arbeitswelten: Was erwarten die ivwKöln-Studierenden? 27. Kölner Versicherungssymposium, Köln, 24.11.2022. Weiterhin wurden folgende Moderationen, Interviews etc. von Mitgliedern der Forschungsstelle durchgeführt: • Müller-Peters, Horst, Teilnahme an der Podiumsdiskussion des Goslar-Diskurses 2022 zu dem Thema „Big Data in der Mobilität“, 27.01.2022. • Müller-Peters, Horst, Moderation der Podiumsdiskussion „Der tragische Disconnect zwischen Marktforschung und Psychologie?“ auf der Woche der Marktforschung (WDM), 10.05.2022. 83 • Müller-Peters, Horst, Interview der ESOMARPräsidentin Kristin Luck zu dem Thema „The President’s View of the Market Research Industry“ auf der Woche der Marktforschung (WDM), 17.05.2022. • Jannusch, Tim, Data privacy and surveillance issues in telematics use: a study in young German drivers, Interview im Hochschulnetzwerk NRW am 21.07.2022. • Müller-Peters, Horst, Moderation der Vorstandstagung Zukunftsforum Assekuranz von dem Verlag Versicherungswirtschaft gemeinsam mit BusinessForum2, Köln, 19.09.2022. 3.4.3 Wissenschaftliche Veranstaltungen Folgende wissenschaftliche Veranstaltungen wurden von der Forschungsstelle Versicherungsmarkt durchgeführt: • Change Management Circle Am 8. Februar 2022 fand das jährliche Treffen des „Change Management Circle“ der Forschungsstelle Versicherungsmarkt unter der Leitung von Prof. Dr. Gabriele Zimmermann in digitaler Form statt. Wie in der Vergangenheit kamen in diesem Rahmen ManagementExperten diverser Versicherungsunternehmen zusammen, um sich über aktuelle Veränderungsthematiken in der Versicherungsbranche auszutauschen. Das Thema „Back to office“ und die gesammelten Erfahrungen der Teilnehmenden standen im Vordergrund der Vorträge und Diskussionen. Sonstige Aktivitäten und Vorhaben • Kölner Versicherungssymposium Das 27. Kölner Versicherungssymposium zum Thema „Neue Arbeitswelten in der Versicherungswirtschaft – Herausforderungen für die Unternehmen, für die Hochschulen und durch die Nachwuchsgeneration“ am 24. November 2022 wurde von Prof. Dr. Christine Arentz, Prof. Dr. Rolf Arnold, M.Sc. Juliane Ressel und Prof. Dr. Michaele Völler organisiert. 3.4.4 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben Die sonstigen Aktivitäten im Berichtsjahr bzw. die geplanten Vorhaben im Folgejahr der Forschungsstelle Versicherungsmarkt sind nachfolgend zusammengestellt. • Promotionsvorhaben Unter der Betreuung von Prof. Dr. Michaele Völler in Kooperation mit der Universität Limerick führt Juliane Ressel ihr Promotionsvorhaben durch, wobei sie zum Thema „Adoption of Artificial Intelligence in the insurance sector: Creating a governance framework to ensure consumer protection“ forscht. Sie ist Mitglied der Promotionsförderung des Mathilde-von-MevissenProgramms der TH Köln. 84 • InsurLab Germany Das 2017 in Köln gegründete „InsurLab Germany“ bietet eine Plattform, um gemeinsam mit innovativen nationalen und internationalen Gründerinnen und Gründern alle relevanten Themen rund um die Versicherungswirtschaft wie E-Payment, Blockchain, Internet of Things, eHealth, Virtual Reality und Big Data zu bearbeiten und um die Versicherungswirtschaft der Zukunft zu gestalten. Prof. Dr. Völler ist Mitglied des „Advisory Board“ und seitens der TH Köln für die Kooperation mit dem InsurLab Germany verantwortlich. In diesem Zusammenhang werden regelmäßig Veranstaltungsformate durchgeführt, bei denen sich Wissenschaft und Praxis begegnen. Prof. Dr. Völler beteiligt sich zudem aktiv an den beiden Topic Groups „Design Thinking“ und „Innovationsmanagement“ des InsurLab Germany. Prof. Dr. Oletzky ist Mitglied des Vorstands. Das ivwKöln/ TH Köln bietet den Mitgliedsunternehmen u.a. Zugang zu Forschungsergebnissen und Talenten, veranstaltet Innovationsworkshops („Design Sprint“) mit Studierenden und Vertretern der Mitgliedsunternehmen und führt Projekte (PAMI und PAMA) durch. Zudem organisierte Prof. Dr. Michaele Völler im November 2022 einen zweitägigen DesignThinking-Workshop in Kooperation mit der HPI Academy zu einer Detailfragestellung des Forschungsprojektes „Neue Arbeitswelten in der Versicherungswirtschaft“. Die Design Teams, die die Fragestellung bearbeiteten, setzten sich aus Mitarbeitenden von Mitgliedsunternehmen des InsurLab Germany und den ivwKöln-Masterstudierenden „Risk and Insurance“ des dritten Semesters zusammen. • Projekt StartUpLab@TH Köln Die TH Köln wird bis zum 31. März 2024 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Innerhalb der StartUpLab-Governance gehört Prof. Dr. Völler dem hochschulinternen Lenkungskreis an. Das StartUpLab an der TH Köln verfolgt das Ziel, Gründergeist unter Studierenden und anderen Hochschulangehörigen zu wecken. Die geplanten Aktivitäten im StartUpLab decken die Bereiche Sensibilisierung, Mobilisierung, Qualifizierung sowie Coaching & Mentoring im Bereich der Gründung von Studierenden und anderen TH Köln-Gründungsinteressierten ab. Prof. Dr. Völler bringt unter anderem das am ivwKöln bewährte Format eines Tagesinnovationsworkshops (des Design Sprints) ein und wird diesen Ansatz interdisziplinär weiterentwickeln. Zuletzt im Februar 2022 initiierten und leiteten Prof. Dr. Michaele Völler und Prof. Dr. Annette Blöcher einen zweitägigen Design-Thinking-Workshop in Kooperation mit der HPI Academy. • Geplante Veranstaltungen Auch für 2023 ist wieder der Change Management Circle unter Leitung von Prof. Dr. Zimmermann geplant. 85 • Geplante Veröffentlichungen Für 2023 ist die Veröffentlichung des Bandes anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des ivwKöln als Ergebnis der diversen Forschungsaktivitäten im Jubiläumsjahr wie folgt geplant: ivwKöln (Hrsg.) (2023): Risiko im Wandel. Herausforderung für die Versicherungswirtschaft, Springer Verlag, 2023 − darin enthalten folgende Beiträge von (bzw. betreut von) Mitgliedern der Forschungsstelle Versicherungsmarkt (sofern nicht an anderer Stelle aufgeführt): • Arentz, Christine / Läufer, Ines, Die Absicherung von Pflegekostenrisiken im Spannungsfeld zwischen Versicherungsprinzipien und Solidaritätsnormen. • Arnold, Rolf, Personalrisikomanagement und der Beitrag des ivwKöln. • Arnold, Rolf / Berg, Marcel / Goecke, Oskar / Heep-Altiner, Maria / MüllerPeters, Horst, Vorab: Risiko im Wandel als Herausforderung für die Versicherungswirtschaft. • Eichner, Daniel / Fritsch, Christian / Kothe, Gina-Luisa / Kühner, Sina / Remond, Yannik / Warnke, Jonas, Risikowahrnehmung durch und nach Corona. Haben sich Verständnis und Wahrnehmung von Risiken verändert? • Müller-Peters, Horst: Risikowahrnehmung und Risikowirklichkeit. • Arenz, Jonas / Bierwirth, Max / Schüssler, Robin / Tribull-Potapczuk, Ken / Weis, Benedikt / Winkler, Erik, Die Grenzen der Versicherbarkeit, Implikationen für Risikomanagement, Vorsorge und Versichern. • Jannusch, Tim / Ressel, Juliane / Völler, Michaele, Das Sicherheitsversprechen im Wandel, Risikominderung bei Fahranfängern durch präventive Produkte. • Oletzky, Torsten, Digitalisierung und Risikotransfer, Wie im Zuge der Digitalisierung neue Geschäftsmodelle entstehen. • Zimmermann, Gabriele / Faßbender, Katharina, Führung ernst nehmen, Chancen und Risiken von Operationsbereichen in Versicherungsunternehmen. Folgende Veröffentlichungen befinden sich zurzeit im Druck: • Gatzert, Nadine / Knorre, Susanne / MüllerPeters / Horst, Wagner / Fred, Big Data in der Mobilität – Akteure, Geschäftsmodelle und Nutzenpotenziale für die Welt von morgen, Springer Verlag, im Druck. • Müller-Peters, Horst, Überzeugst du noch oder „stupst“ du schon? Entscheidungsarchitektur und Nudges im Dienste der Berufsunfähigkeitsund Gesundheitsvorsorge, BU Aktuell, GenRe Business School, im Druck. Zudem wird das Buch „Big Data in der Mobilität – Akteure, Geschäftsmodelle und Nutzenpotenziale für die Welt von morgen“, ein gemeinsames Buchprojekt von Prof. Horst MüllerPeters mit Prof. Dr. Nadine Gatzert, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Prof. Dr. Susanne Knorre, HS Osnabrück, und Prof. Dr. Fred Wagner, Universität Leipzig, als Open Access Book im Springer Gabler Verlag erscheinen. 86 Weiterhin sind Veröffentlichungen zu den Forschungsprojekten „Neue Arbeitswelten in der Versicherungswirtschaft“ sowie „Treiber und Hürden der Telematik-Versicherung“ geplant.