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Kunterbunt: Eine Aktivität im Namen der Inklusion: Projektbericht

Zberg, Marisa

Abstract

Das Projekt «Kunterbunt: Eine Aktivität im Namen der Inklusion» wird mit der 3. Klasse der Regelschule Altdorf und der 3. Klasse der Heilpädagogischen Schule der Stiftung Papilio umgesetzt. Der Projekttitel «Kunterbunt» steht dabei sinnbildlich für die Vielfalt der beteiligten Kinder, mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Hintergründen und Bedürfnissen. Genau diese Vielfalt soll durch die geplante gemeinsame Aktivität sichtbar gemacht und wertgeschätzt werden. Die Projektidee umfasst die Themen Inklusion, Partizipation sowie Bedürfniserfassung. Die Lehrerschaft und die Schüler:innen sollen durch Befragungen und durch aktive Mitgestaltung bei der Umsetzung der gemeinsamen Aktivität partizipativ in den gesamten Prozess eingebunden werden. Die Auswahl der Aktivität orientiert sich dabei an den Bedürfnissen und Fähigkeiten sowohl der Lehrpersonen als auch der Schüler:innen. Das Projekt befasst sich somit mit der Frage, wie ein inklusiver Schulalltag zwischen Kindern mit und ohne Behinderung partizipativ gestaltet und die Zusammenarbeit zwischen zwei unterschiedlichen Schulsystemen gefördert werden kann. Die Planung und Durchführung der Aktivität erfolgen gemeinsam durch die Lehrpersonen und die beteiligten Schüler:innen.

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Kunterbunt Eine Aktivität im Namen der Inklusion Projektzeitraum von Januar 2025 bis Juni 2025 Marisa Zberg Hochschule Luzern – Soziale Arbeit Studienrichtung Sozialpädagogik Begleitperson: Ricarda Theiler Eingereicht am: 18. August 2025 Diese Arbeit wurde am 18. August 2025 an der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit eingereicht. Für die inhaltliche Richtigkeit und Vollständigkeit wird durch die Hochschule Luzern keine Haftung übernommen. Studierende räumen der Hochschule Luzern Verwendungsund Verwertungsrechte an ihren im Rahmen des Studiums verfassten Arbeiten ein. Das Verwendungsund Verwertungsrecht der Studierenden an ihren Arbeiten bleibt gewahrt (Art. 34 der Studienordnung). Studentische Arbeiten der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit werden unter einer Creative Commons Lizenz im Repositorium veröffentlicht und sind frei zugänglich. 09-2022 Originaldokument gespeichert auf LARA – Lucerne Open Access Repository and Archive der Zentralund Hochschulbibliothek Luzern Urheberrechtlicher Hinweis: Dieses Werk ist unter einem Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle NutzungKeine Bearbeitung 3.0 Schweiz (CC BY-NC-ND 3.0 CH) Lizenzvertrag lizenziert. Um die Lizenz anzuschauen, gehen Sie bitte zu https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/ch Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder Medium vervielfältigen und weiterverbreiten. Zu den folgenden Bedingungen: Namensnennung — Sie müssen angemessene Urheberund Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht werden, allerdings nicht so, dass der Eindruck entsteht, der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung besonders. Nicht kommerziell — Sie dürfen das Material nicht für kommerzielle Zwecke nutzen. Keine Bearbeitungen — Wenn Sie das Material remixen, verändern oder darauf anderweitig direkt aufbauen dürfen Sie die bearbeitete Fassung des Materials nicht verbreiten. Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen, was die Lizenz erlaubt. Jede der vorgenannten Bedingungen kann aufgehoben werden, sofern Sie die Einwilligung des Rechteinhabers dazu erhalten. Diese Lizenz lässt die Urheberpersönlichkeitsrechte nach Schweizer Recht unberührt. Eine ausführliche Fassung des Lizenzvertrags befindet sich unter https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/ch/legalcode.de 251 PMSP Kunterbunt Marisa Zberg III Abstract Das Projekt «Kunterbunt: Eine Akvität im Namen der Inklusion» wird mit der 3. Klasse der Regelschule Altdorf und der 3. Klasse der Heilpädagogischen Schule der Sung Papilio umgesetzt. Der Projektel «Kunterbunt» steht dabei sinnbildlich für die Vielfalt der beteiligten Kinder, mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Hintergründen und Bedürfnissen. Genau diese Vielfalt soll durch die geplante gemeinsame Akvität sichtbar gemacht und wertgeschätzt werden. Die Projekdee umfasst die Themen Inklusion, Parzipaon sowie Bedürfniserfassung. Die Lehrerscha und die Schüler:innen sollen durch Befragungen und durch akve Mitgestaltung bei der Umsetzung der gemeinsamen Akvität parzipav in den gesamten Prozess eingebunden werden. Die Auswahl der Akvität orienert sich dabei an den Bedürfnissen und Fähigkeiten sowohl der Lehrpersonen als auch der Schüler:innen. Das Projekt befasst sich somit mit der Frage, wie ein inklusiver Schulalltag zwischen Kindern mit und ohne Behinderung parzipav gestaltet und die Zusammenarbeit zwischen zwei unterschiedlichen Schulsystemen gefördert werden kann. Die Planung und Durchführung der Akvität erfolgen gemeinsam durch die Lehrpersonen und die beteiligten Schüler:innen. 251 PMSP Kunterbunt Marisa Zberg IV Inhaltsverzeichnis Abstract .................................................................................................................................................. III Abbildungsverzeichnis ............................................................................................................................ VI Tabellenverzeichnis ................................................................................................................................. VI Einleitung ................................................................................................................................................. 1 1. Auau des Berichts .................................................................................................................... 1 2. Allgemeine Informaonen .......................................................................................................... 2 3. Trägerscha / Auraggeber:in ................................................................................................... 3 3.1. Schule Altdorf ............................................................................................................................. 3 3.2. Sung Papilio............................................................................................................................ 3 4. Ausgangslage der aktuellen Situaon ........................................................................................ 4 5. Problemstellung ......................................................................................................................... 4 6. Projektmovaon und -begründung .......................................................................................... 5 Haupeil .................................................................................................................................................. 6 7. Analyse der Situaon – Theorescher Bezugsrahmen ............................................................... 6 8. Handlungsbedarf aus der Sicht der Sozialen Arbeit ................................................................... 7 9. Projektmethodische Fundierung ................................................................................................ 8 9.1. Zielgruppe ................................................................................................................................... 8 9.2. Zielsystemak ............................................................................................................................. 8 9.3. Projektauauorganisaon ....................................................................................................... 10 9.3.1. Rollen und Aufgaben ................................................................................................................ 11 9.3.2. Werte der Zusammenarbeit ..................................................................................................... 11 9.4. Projektablauforganisaon ........................................................................................................ 12 9.5. Budget ...................................................................................................................................... 14 9.6. Ressourcen und Risiken ............................................................................................................ 15 10. Methodisches Vorgehen ........................................................................................................... 17 10.1. Vorbereitung und Wissensaneignung ...................................................................................... 17 10.2. Bedürfnisund Bedarfsabklärung ............................................................................................. 18 10.3. Parzipave Ideenentwicklung und Umsetzung ...................................................................... 18 10.4. Umsetzung und Begleitung der Akvität ................................................................................. 18 10.5. Evaluaon und Reflexion .......................................................................................................... 19 11. Beschreibung und Interpretaon der Ergebnisse ..................................................................... 20 11.1. Projekniierung ...................................................................................................................... 20 11.2. Planungsund Vorbereitungsphase ......................................................................................... 20 11.3. Durchführungsphase ................................................................................................................ 21 11.4. Abschlussund Evaluaonsphase ............................................................................................. 21 251 PMSP Kunterbunt Marisa Zberg V Schlussteil .............................................................................................................................................. 23 12. Evaluaon ................................................................................................................................. 23 12.1. Evaluaon der Projektziele ....................................................................................................... 23 12.1.1. Erstes Teilziel............................................................................................................................. 23 12.1.2. Zweites Teilziel .......................................................................................................................... 23 12.1.3. Dries Teilziel ........................................................................................................................... 23 12.1.4. Viertes Teilziel ........................................................................................................................... 24 12.1.5. Fünes Teilziel .......................................................................................................................... 24 12.1.6. Hauptziel................................................................................................................................... 24 12.1.7. Gesamtevaluaon..................................................................................................................... 25 12.2. Evaluaon Budget ..................................................................................................................... 25 12.3. Evaluaon Risikoanalyse ........................................................................................................... 27 13. Sicherung der Nachhalgkeit ................................................................................................... 28 14. Schlussfolgerungen ................................................................................................................... 29 14.1. Primäre Zielgruppe ................................................................................................................... 29 14.2. Sekundäre Zielgruppe ............................................................................................................... 29 15. Perspekven ............................................................................................................................. 30 16. Literaturverzeichnis .................................................................................................................. 31 17. Anhang ..................................................................................................................................... 32 A. Informaon über das Projekt ................................................................................................... 32 B. Befragungsbögen ...................................................................................................................... 33 C. Auswertung der Befragung....................................................................................................... 36 D. Werte der Projektgruppe ......................................................................................................... 37 E. Mindmap / Brainstorming ........................................................................................................ 38 F. Elternbrief ................................................................................................................................. 39 G. Informaonsbläer für den Ausflug ......................................................................................... 40 H. Fotos Ausflug ............................................................................................................................ 44 I. Feedbackbögen ........................................................................................................................ 45 J. Highlightrunden ........................................................................................................................ 46 251 PMSP Kunterbunt Marisa Zberg VI Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Titelbild (eigene Darstellung) ............................................................................... Abbildung 2: Verantwortliche Personen im Projekt (eigene Darstellung) ................................ 2 Abbildung 3: Zielsystematik (eigene Darstellung) .................................................................. 9 Abbildung 4: Projektaufbauorganisation (eigene Darstellung) ...............................................10 Abbildung 5: Zeitplan (eigene Darstellung) ...........................................................................12 Abbildung 6: SWOT-Analyse (eigene Darstellung) ...............................................................15 Abbildung 7: Partizipationspyramide nach Strassburger & Rieger ........................................17 Abbildung 8: Fünf Finger Methode (eigene Darstellung) .......................................................19 Tabellenverzeichnis Tabelle 1: Budget (eigene Darstellung) .................................................................................14 Tabelle 2: Risikoanalyse (eigene Darstellung) ......................................................................16 Tabelle 3: Evaluation Budget (eigene Darstellung) ...............................................................26 251 PMSP Kunterbunt Marisa Zberg 1 Einleitung Der vorliegende Projektbericht dokumentiert die Konzeption, Umsetzung und Auswertung eines Interventionsprojekts, das im Rahmen des Moduls 251 Praxisprojekt Kunterbunt: Eine Aktivität im Namen der Inklusion» durchgeführt wurde. Ziel des Projekts war die Durchführung einer inklusiven Aktivität mit der Stiftung Papilio und der Schule Altdorf. Diese Aktivität soll die Inklusion anregen und ihre positiven Aspekte aufzeigen. 1.Auau des Berichts Im einleitenden Teil des Berichts werden die beteiligten Institutionen vorgestellt und die Ausgangslage beschrieben. Dabei wird auf die aktuelle Situation Bezug genommen und die Problemstellung, die zur Entwicklung des Projekts geführt hat, dargelegt. Zudem werden die Beweggründe sowie die Motivation für die Projektumsetzung erläutert. Im Hauptteil erfolgt eine fachlich fundierte Analyse der Situation unter Einbezug eines theoretischen Bezugsrahmens. Daraus wird der Handlungsbedarf aus Sicht der Sozialen Arbeit abgeleitet. Im Anschluss werden die Zielgruppe, die Projektziele sowie die organisatorische Struktur und der zeitliche Ablauf des Projekts systematisch dargestellt. Es folgt eine Beschreibung des methodischen Vorgehens sowie eine Auswertung der erzielten Ergebnisse, die im Hinblick auf die angestrebten Zielsetzungen interpretiert werden. Der abschliessende Teil des Projektberichts widmet sich der Evaluation, die in vier Unterkapitel gegliedert ist: Evaluation der Projektziele, Gesamtevaluation, Evaluation des Budgets sowie der Risikoanalyse. Abschliessend werden Überlegungen zur Nachhaltigkeit des Projekts, zentrale Schlussfolgerungen sowie mögliche Weiterentwicklungen für die Praxis formuliert. 251 PMSP Kunterbunt Marisa Zberg 2 2.Allgemeine Informaonen Der Projektname lautet Kunterbunt: Eine Aktivität im Namen der Inklusion Projektklassifikation: Interventionsprojekt Abbildung 2: Verantwortliche Personen im Projekt (eigene Darstellung) Projektleitung Projektbegleitung Marisa Zberg (6 ETCS / 180 Stunden) Ricarda Theiler Sozialpädagogin in Ausbildung Dozenn HSLU Soziale Arbeit Hochschule Luzern Auraggebende Organisaonen Kontaktpersonen der Organisaonen Sung Papilio Daniela Bissig Gohardstrasse 14 Klassenlehrperson Mielstufe 1 6460 Altdorf, Uri 6460 Altdorf, Uri 041 874 13 00 041 847 13 00 Schule Altdorf Angela Gisler Bahnhofstrasse 38 Klassenlehrperson 3. Klasse 6460 Altdorf 6460 Altdorf 251 PMSP Kunterbunt Marisa Zberg 3 3.Trägerscha / Auraggeber:in Nachfolgend werden die beiden Trägerschaften des Projekts genauer vorgestellt. 3.1. Schule Altdorf In Altdorf besuchen rund 900 Kinder und Jugendliche vom Kindergarten bis zur 9. Klasse eines der insgesamt fünf Schulhäuser. Die Schule verfügt über zehn Zweijahreskindergärten, 29 Primarklassen und elf Oberstufenklassen. Rund 120 Lehrpersonen setzen sich dafür ein, dass die Schülerinnen und Schüler in einem angenehmen Umfeld lernen und sich entfalten können (Altdorf, ohne Datum). Die pädagogische Arbeit orientiert sich an den fünf Leitsätzen «Sorge haben», «miteinander und füreinander», «offen sein», «richtig lernen» sowie «leiten und begleiten» 3.2. Sung Papilio Die Stiftung Papilio ist eine Institution im Kanton Uri, die in den Bereichen Familie, Schule und Therapie für Kinder und Familien verschiedene Angebote, wie die Heilpädagogische Schule, Therapiearten, schulund familienergänzende Aufträge abdeckt. Die Schule bietet eine fachgerechte und bedarfsorientierte Bildung und Förderung für Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen. Die Stiftung Papilio fungiert gleichzeitig als Tagesschule, die eine Mittagsverpflegung sowie eine Mittagsbetreuung für die Schüler:innen anbietet. Aktuell betreibt die Stiftung im Bereich Familie drei Kindertagesstätten und einen Hort. Die Anspruchsgruppen sind junge Menschen und deren Familien. Das Ziel ist, dass sie ihr Leben möglichst selbständig gestalten, Neues lernen und sich stetig entwickeln. Als Kompetenzzentrum mit den Geschäftsfeldern Familie, Schule und Therapie nimmt die Stiftung Papilio die Verantwortung wahr und begegnet den Kindern und Erwachsenen mit Offenheit, Respekt und Wertschätzung (Stiftung Papilio, ohne Datum). 251 PMSP Kunterbunt Marisa Zberg 10 9.3. Projektauauorganisaon Die Projektaufbauorganisation definiert die Zusammenarbeit im Projekt. Sie erläutert die Aufgaben der einzelnen Beteiligten. In der nachfolgenden Abbildung kann entnommen werden, welche Akteure involviert sind und wie diese im Zusammenhang stehen. Abbildung 4: Projektaufbauorganisation (eigene Darstellung) 251 PMSP Kunterbunt Marisa Zberg 11 9.3.1. Rollen und Aufgaben Rolle und Aufgaben der Auftraggeberschaft In enger Zusammenarbeit mit der Projektleitung trafen Angela Gisler und Daniela Bissig als Auftraggeberschaft alle strategischen Entscheidungen für das Projekt. Sie gaben den Auftrag, definierten die Ausrichtung und stellten die notwendigen Ressourcen sicher. Als Auftraggeberschaft waren sie die ersten Ansprechpartnerinnen für die Projektleitung und genehmigten die Projektplanung. Sie standen der Projektleitung beratend zur Seite und trafen Entscheidungen bei Abweichungen vom geplanten Verlauf. Regelmässige Abstimmungen sicherten einen reibungslosen Projektablauf. Rolle und Aufgaben der Projektleitung In ihrer Rolle als Projektleiterin war Marisa Zberg für die erfolgreiche Umsetzung des Projekts zuständig. Sie koordinierte die internen Abläufe, managte den Informationsaustausch und überwachte kontinuierlich den Projektfortschritt. Um eine effiziente Zusammenarbeit zu gewährleisten, etablierte sie klare Strukturen für Sitzungen, Informationsflüsse und Kommunikation. Rolle und Aufgaben der Projektbegleitung In ihrer Rolle als Projektleiterin war Marisa Zberg für die erfolgreiche Umsetzung des Projekts zuständig. Sie koordinierte die internen Abläufe, managte den Informationsaustausch und überwachte kontinuierlich den Projektfortschritt. Um eine effiziente Zusammenarbeit zu gewährleisten, etablierte sie klare Strukturen für Sitzungen, Informationsflüsse und Kommunikation. 9.3.2. Werte der Zusammenarbeit Mehrere Personen mit unterschiedlichen Perspektiven arbeiteten an diesem Projekt zusammen, übernahmen diverse Aufgaben und vertraten verschiedene Interessen. Aus diesem Grund wurden die Werte der Zusammenarbeit definiert. In der Zusammenarbeit wurde eine wertschätzende, offene, jedoch auch kritische Kommunikation als wertvoll und zielführend erachtet. Gegenseitige Verpflichtungen sowie die Einhaltung von Terminen und Abmachungen wurden pflichtbewusst umgesetzt. Es war für alle Beteiligten wichtig, dass die Werte der Zusammenarbeit gelebt und mögliche Probleme oder Irritationen möglichst zeitnah angesprochen wurden. 251 PMSP Kunterbunt Marisa Zberg 12 9.4. Projektablauforganisaon Um die fristgerechte Fertigstellung des Projekts zu gewährleisten wurde ein Zeitplan erstellt. Dieser beinhaltet fünf Meilensteinabschnitte, welche jeweils mit einer Sitzung abgeschlossen wurden. Die Meilensteine sind erreicht, sofern alle beinhalteten Aufgaben erledigt wurden. Zu den Eckterminen zählt die Kick-Off-Veranstaltung, die Sitzung zur Entscheidungsfindung, die Durchführung der Aktivität sowie die Abschlusssitzung. Abbildung 5: Zeitplan (eigene Darstellung) 251 PMSP Kunterbunt Marisa Zberg 13 Nachfolgend werden die Phasen nochmals präzisiert. In der Phase der Projektinitiierung wurde die Projektidee mit den Lehrpersonen der Schule Altdorf und der Heilpädagogischen Schule Altdorf (HPS) vorbesprochen. Die Projektgruppe wurde im Rahmen des Moduls 253 festgelegt. Im Verlauf des Moduls wurde zudem die Projektskizze erarbeitet. Der Zwischenstand wurde den Mitstudierenden präsentiert und es wurden Feedbacks eingeholt. Zur ersten Phase gehörte auch die Erstellung einer Projektvereinbarung sowie die Organisation einer Kick-Off-Veranstaltung. In der Planungsund Vorbereitungsphase wurde die Kick-Off-Veranstaltung durchgeführt, die als Beginn der Projektumsetzung galt. Im Anschluss an die Veranstaltung wurde ein Elternbrief verfasst, in dem die Elternschaft über die Durchführung des Projekts informiert wurde. Ein Kennenlernen der Schüler:innen war ebenfalls in dieser Phase vorgesehen. Zudem wurde bereits eine Projektgruppe gebildet, die sich aus interessierten und motivierten Schüler:innen der Klasse von Angela Gisler zusammensetzte. Die Bedürfniserhebung wurde vorbereitet, mit der Lehrerund Schülerschaft durchgeführt und im Anschluss ausgewertet. Aus den Ergebnissen der Bedürfniserhebung sowie den Inputs der Lehrerschaft und der Projektgruppe wurde eine Liste mit drei bis vier möglichen Aktivitäten erstellt. Diese Liste wurde anschliessend mit der Auftraggeberschaft besprochen. In einer Sitzung mir den Lehrpersonen wurde über die definitive Aktivität entschieden. In der Durchführungsphase wurde zu Beginn die Aktivität aufgegleist. Dabei fand ein regelmässiger Austausch mit der Auftraggeberschaft statt. Im Anschluss an die Aufgleisung wurde diese den Schüler:innen sowie der Lehrerschaft präsentiert. Der genaue Ablauf der Aktivität wurde dann erneut mit der Lehrerschaft besprochen. Nach dieser Besprechung wurde ein Informationsschreiben für alle Involvierten und deren Erziehungsberechtigten formuliert. Das Schreiben enthielt die wichtigsten Eckpunkte der Aktivität, sodass alle Beteiligten den geplanten Ablauf kannten. Als Abschluss dieser Phase galt die Durchführung der Aktivität. In der Abschlussund Evaluationsphase wurde die Planung und Durchführung der Aktivität mit der Lehrerschaft reflektiert. Mit den Schüler:innen wurde ein Rückblick gemacht und von ihnen ebenfalls ein Feedback eingeholt. Im Anschluss fand eine Abschlusssitzung des Projekts statt, an der die Auftraggeberschaft, die Projektbegleitung sowie die Projektleiterin teilnahmen. In der Reflexionsund Erkenntnisverarbeitungsphase wurde der hier vorliegende Projektbericht verfasst und im Anschluss bei der Begleitperson eingereicht. 251 PMSP Kunterbunt Marisa Zberg 14 9.5. Budget Zur Kostenberechnung des Projekts wurde ein Budget erstellt. In diesem wird der Personalaufwand, die Sachund Betriebskosten sowie die Leistungsaufträge als Aufwand dargestellt. Der Ertrag stellt sich aus den Eigenleistungen der Studierenden, der Projektberatung, der Auftraggeberschaft und den Kostenübernahmen des Sachaufwandes zusammen. Diese Kosten werden als Ertrag der Institution gutgeschrieben, wodurch ein Erfolgstotal von 0 Franken entsteht. Die genauen Kosten für die Aktivität können erst im Verlauf des Projekts, genauer nach der Bedürfniserfassung, budgetiert werden. Die Auswahl der Aktivität wird, wie im Zeitplan vermerkt, mit der Auftraggeberschaft gemeinsam getroffen. Durch die gemeinsame Entscheidung kann sichergestellt werden, dass die Auswahl finanzierbar ist. Die Kostendeckung für die Aktivität wird seitens Auftraggeberschaft übernommen. Tabelle 1: Budget (eigene Darstellung) Projektbudget Budget Aufwand Total geplant: Personalaufwand pro Person Anzahl Stunden Kosten pro Stunde in CHF Total in CHF Personalaufwand Marisa Zberg 180 50 9000 Personalaufwand Auftraggeberschaft 49 100 4900 Total Personalaufwand 13’900 Sachund Betriebskosten Anzahl Kosten pro Einheit Total in CHF Büromaterial 150 Druckkosten 50 Telefon 50 Kosten Aktivität noch unklar Total Leistungsaufträge Anzahl Stunden Kosten pro Stunde in CHF Total in CHF Projektberatung Ricarda Theiler 12 100 1200 Gesamttotal Aufwand 15'350 + Aktivität Budget Ertrag Eigenmittel Eigenleistung Studierende 9000 Eigenleistung Projektberatung HSLU 1200 Eigenleistung Auftraggeberschaft 4900 Kostenübernahme Sachaufwand (durch Trägerorganisation) 250 + Aktivität Gesamttotal Ertrag 15'350 + Aktivität Budget Erfolg Aufwand 15'350 + Aktivität Ertrag 15'350 + Aktivität Erfolgstotal 0 251 PMSP Kunterbunt Marisa Zberg 15 9.6. Ressourcen und Risiken Ressourcen und Risiken sind Teil eines jeden Projekts. Die Risiken können zu einem Abbruch des Projekts führen. Die Ressourcen und Risiken wurden durch eine SWOT Analyse sowie durch eine Risikoanalyse abgeschätzt und abgegrenzt. Abbildung 6: SWOT-Analyse (eigene Darstellung) Auf Grundlage der Risiken, die sich in der oben aufgeführten SWOT-Analyse ergeben haben, wurde anschliessend eine Risikoanalyse erstellt und die Risiken beurteilt (siehe Tabelle 2). Die Risikoanalyse wird im Kapitel 12.3 evaluiert. 251 PMSP Kunterbunt Marisa Zberg 16 Tabelle 2: Risikoanalyse (eigene Darstellung) 251 PMSP Kunterbunt Marisa Zberg 17 10. Methodisches Vorgehen In den folgenden Kapiteln werden die im Rahmen des Projekts eingesetzten Methoden detailliert beschrieben. Zunächst wird das methodische Vorgehen zur Wissensaneignung und zur Erhebung der Bedürfnisse und Rahmenbedingungen dargestellt. Anschliessend folgt eine Beschreibung der Methoden zur partizipativen Ideengenerierung und -umsetzung mit der Projektgruppe. Abschliessend werden die Methoden zur Reflexion und Evaluation des Projekts erläutert. 10.1. Vorbereitung und Wissensaneignung Zur methodischen Fundierung des Projekts eignete sich die Projektleitung zunächst theoretisches und praktisches Wissen zu partizipativer Arbeit mit Kindern sowie inklusiven Bildungssettings an. Die Wissensaneignung erfolgte über informelle Recherchen zu geeigneten Methoden der Beteiligung, Gespräche mit Fachpersonen aus dem Feld der Schulsozialarbeit sowie durch den Austausch mit den beteiligten Lehrpersonen. Besonders in den Fokus rückte dabei die Bedeutung von visuellen und barrierearmen Kommunikationsmitteln, wie Piktogrammen, Symbolbildern oder visuellen Ablaufplänen, welche für ein inklusives Arbeiten zentral sind. Eine wichtige theoretische Orientierung bot die Partizipationspyramide nach Strassburger und Rieger (Strassburger & Rieger, 2019, S. 12-34), anhand derer die verschiedenen Stufen der Partizipation im Projekt reflektiert und methodisch geplant wurden. Dieses Modell half dabei die Kinder sowohl informativ als auch entscheidend an der Planung des Projekts zu beteiligen. Abbildung 7: Partizipationspyramide nach Strassburger & Rieger 251 PMSP Kunterbunt Marisa Zberg 18 10.2. Bedürfnisund Bedarfsabklärung Zur Planung einer möglichst passenden Aktivität wurden die Bedürfnisse der beiden Zielgruppen erfragt. Dazu wurde für die Kinder ein visueller Fragebogen entwickelt, der sich an den jeweiligen Entwicklungsstufen orientierte (Anhang B). Die Schüler:innen der Regelklasse bearbeiteten eine Version mit Smileys und Bilder, während für die Kinder der Stiftung Papilio Piktogramme der Unterstützten Kommunikation verwendet wurden. Die Datenerhebung kann somit als quantitativ bezeichnet werden, wobei der niederschwellige und visuell gestützte Zugang eine wichtige methodische Aufgabe darstellte. Ergänzend wurden auch die Lehrpersonen mittels eines qualitativen Fragebogens befragt (Anhang B). Ziel war es, pädagogische, organisatorische und soziale Rahmenbedingungen besser zu verstehen und in die Planung zu integrieren. Die Ergebnisse dieser beiden Erhebungen wurden von der Projektleitung zusammengeführt und ausgewertet. Die Ergebnisse der Kinder wurden zusätzlich in Form eines kindgerechten Balkendiagramms visualisiert. Die so aufbereiteten Daten bildeten die methodische Grundlage für die weitere Projektentwicklung. 10.3. Parzipave Ideenentwicklung und Umsetzung Ein zentrales methodisches Element war die Zusammenarbeit mit einer sechsköpfigen Projektgruppe aus der Regelklasse. Die Kinder hatten die Aufgabe, auf Basis der gesammelten Bedürfnisse geeignete Aktivitäten für einen inklusiven Ausflug zu entwickeln. Dabei kamen kreative Gruppenmethoden wie Brainstorming und Mindmapping (Scholz, 2010) zum Einsatz. Die Ideenfindung erfolgte in einem geschützten Rahmen, in dem sich die Kinder frei äussern und ihre Vorschläge einbringen konnten (Anhang E). Im weiteren Verlauf entschieden sich die Kinder demokratisch für vier Vorschläge, die sie in Form einer PowerPoint-Präsentation selbstständig erarbeiteten und schliesslich in der Heilpädagogischen Schule vorstellten. Diese Präsentation wurde ohne Unterstützung durch die Projektleitung durchgeführt, was das hohe Mass an Eigenverantwortung, Kommunikationsfähigkeit und Selbstbewusstsein der Kinder unterstrich. Die methodische Ausrichtung orientierte sich weiterhin an der Partizipationspyramide, da die Kinder sowohl bei der Auswahl, Ausarbeitung als auch in der Kommunikation der Inhalte mitbestimmen durften. 10.4. Umsetzung und Begleitung der Akvität Für den gemeinsamen Ausflug ins Verkehrshaus Luzern wurde ein Ablaufplan unter Einbezug aller Beteiligten erstellt. Die Projektleitung gestaltete mehrere visuelle Informationsmaterialien, darunter Regelblätter, Ablaufskizzen sowie spezifische Hinweise zum Umgang mit Kindern mit besonderen Bedürfnissen (z.B. Autismus-Spektrum). Diese Materialien dienten als Orientierungshilfe und trugen wesentlich zur Sicherheit und Strukturierung des Tages bei (Anhang G). Während der Durchführung wurden Beobachtungen durch die Begleitpersonen gemacht. Im Fokus standen dabei die Dynamiken zwischen den Kindern beider Klassen sowie erste Formen von Kontakt, Austausch und Kooperation. Die Beobachtungen zeigten, dass trotz anfänglicher Zurückhaltung erste Schritte des sozialen Miteinanders sichtbar wurden. 251 PMSP Kunterbunt Marisa Zberg 19 10.5. Evaluaon und Reflexion Zur Evaluation der Wirkung und des Erlebens des Ausflugs wurden zwei verschiedene Methoden eingesetzt, angepasst an die jeweiligen Zielgruppen. In den beiden Klassen wurde am Folgetag eine Highlight-Runde durchgeführt, bei der die Kinder in einfacher Sprache und mit visuellem Rückgriff ihre Erlebnisse schildern konnten. Diese qualitative, kindgerechte Methode ermöglichte spontane Rückmeldungen und lieferte erste Hinweise auf die emotionale Wirkung des Projekts (Anhang J). Die beteiligten Lehrpersonen wurden mittels der Fünf-Finger-Methode (Hempel, 2024) zur Zusammenarbeit, Wirkung und möglichen Verbesserungen befragt (Anhang I). Diese strukturierte Rückmeldeform erlaubte sowohl Lob als auch Kritik und diente gleichzeitig der Selbstreflexion der Projektleitung. Die Lehrpersonen betonten unter anderem die gute Vorbereitung, die kindgerechte Umsetzung und die Beobachtung, dass sich ihre Schüler:innen in kurzer Zeit sichtbar weiterentwickelten. Besonders hervorgehoben wurde der Perspektivwechsel in Bezug auf die Selbstständigkeit der Kinder, die durch den Ausflug noch einmal deutlich wurde. Abbildung 8: Fünf Finger Methode (eigene Darstellung) 251 PMSP Kunterbunt Marisa Zberg 26 Tabelle 3: Evaluation Budget (eigene Darstellung) Das im Voraus erstellte Budget konnte eingehalten werden. Insgesamt wurden 180 Stunden durch die Projektleitung, Marisa Zberg, aufgewendet. Die Auftraggeberschaft brachte zusätzlich 49 Stunden ein, was einem Gesamtpersonalaufwand von 229 Stunden entspricht. Die Stundenverteilung entsprach weitgehend der Planung. Auch wenn gewisse Aufgaben, wie beispielsweise organisatorische Tätigkeiten oder die Begleitung der Projektgruppe, mehr Zeit beanspruchten als vorgesehen, konnte dies durch Flexibilität seitens der Projektleitung sowie durch die Übernahme einzelner Aufgaben durch die Lehrpersonen gut aufgefangen werden. Somit ergaben sich keine Abweichungen beim Personalaufwand, der mit CHF 13’900.– geplant war und entsprechend effektiv aufgewendet wurde. Für die Projektberatung wurden, wie budgetiert, 12 Stunden bei einem Stundensatz von CHF 100.– aufgewendet, was total CHF 1’200.– entspricht. Auch hier ergaben sich keine Abweichungen zur ursprünglichen Planung. Im Bereich des Sachaufwands kam es zu einer deutlichen Unterschreitung des Budgets. Während ursprünglich CHF 250.– (exkl. Aktivitätskosten) eingeplant wurden, beliefen sich die effektiven Ausgaben auf CHF 55.–. Die Differenz ergibt sich aus einem geringeren Verbrauch von Büromaterial und Druckkosten sowie dem vollständigen Wegfall der Telefonkosten. Die Kosten für die gewählte Aktivität, der Ausflug ins Verkehrshaus Luzern, konnten zum Zeitpunkt der Budgeterstellung noch nicht beziffert werden und wurden daher nicht in das ursprüngliche Budget miteinbezogen. Letztlich beliefen sich die effektiven Kosten hierfür auf CHF 350.– und wurden durch die Trägerschaft getragen. Damit wurde auch dieser Posten vollständig gedeckt und verursachte keine Budgetüberschreitung. Die Gesamtkosten des Projekts beliefen sich effektiv auf CHF 15’505.–, was, unter Berücksichtigung der nachträglich erfassten Aktivitätskosten, exakt dem ursprünglich geplanten Gesamtaufwand entspricht. Der Ertrag wurde vollständig über Eigenmittel gedeckt: Die Projektleitung, die Auftraggeberschaft sowie die Projektbegleitung der HSLU leisteten ihre Beiträge im Rahmen ihrer Funktionen. Die Sachkosten übernahm die Trägerschaft des Projekts. Das Projekt konnte kostenneutral und im Rahmen der Budgetvorgaben abgeschlossen werden. Aufwand 15'350 + Aktivität 15'505 Ertrag 15'350 + Aktivität 15'505 Erfolgstotal 0 0 251 PMSP Kunterbunt Marisa Zberg 27 12.3. Evaluaon Risikoanalyse Im folgenden Kapitel werden die Risiken der im Kapitel 9.6 dargestellten Tabelle evaluiert. Elternschaft spricht sich gegen eine gemeinsame Aktivität aus Dieses Risiko trat nicht ein. Die Elternschaft wurde frühzeitig über den Ablauf und die Idee informiert, wodurch Vertrauen aufgebaut werden konnte. Es gab keine Einwände, und die Teilnahme aller Kinder war gewährleistet. Die präventiven und absichernden Massnahmen, wie frühzeitige Information, transparente Kommunikation und Offenheit für Fragen, erwiesen sich als wirksam. Bedürfnisse nicht angemessen erfasst und ausgewertet Dank einer sorgfältigen Planung der Bedürfnisabklärung, der Anpassung der Methoden an die kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten der Kinder sowie der engen Absprache mit der Auftraggeberschaft konnten die Bedürfnisse der Kinder und Lehrpersonen umfassend erfasst werden. Eine fehlerhafte Befragung oder eine unpassende Methodenwahl trat nicht auf. Die im Vorfeld definierten Massnahmen stellten sicher, dass das Projektergebnis auf einer verlässlichen Bedarfsgrundlage basierte. Keine Einigung auf eine Aktivität möglich Auch dieses Risiko realisierte sich nicht. Durch eine frühzeitige Eingrenzung des Rahmens und den Einsatz einer motivierten Projektgruppe konnte eine zügige und einvernehmliche Entscheidungsfindung erfolgen. Alle Beteiligten zeigten sich kooperativ, und es herrschte Einigkeit über die Wahl der Aktivität. Die definierten Vorbeugungsmassnahmen, insbesondere die präzise Bedürfnisabklärung und das zeitnahe Finden der Projektgruppe, wirkten präventiv. Schüler:innen sind nicht interessiert an Partizipation Das Risiko, dass sich die Schüler:innen nicht für die Partizipation interessieren oder nur Aktivitäten im Sinne der Lehrpersonen umgesetzt würden, trat nicht ein. Im Gegenteil, die Kinder beteiligten sich aktiv an der Ideenfindung und brachten kreative Vorschläge ein. Die Projektgruppe zeigte ein hohes Mass an Eigeninitiative und Motivation. Die vorbereitenden Massnahmen, wie das ernsthafte Eingehen auf die Bedürfnisse der Kinder und die Möglichkeit zur aktiven Mitgestaltung, förderten die Partizipation nachhaltig. 251 PMSP Kunterbunt Marisa Zberg 28 13. Sicherung der Nachhalgkeit Um die Nachhaltigkeit des Projekts zu sichern, werden alle Materialien sowie der Projektbericht beiden Schulen zur Verfügung gestellt. Da es sich bei dem Projekt nicht um die Erarbeitung eines physischen Produkts handelt, ist die direkte Nachhaltigkeit durch die Projektleiterin nur bedingt steuerbar. Vielmehr wird die Nachhaltigkeit durch die gemachten Erfahrungen der Kinder und Lehrpersonen gesichert. Das gemeinsame Planen und Erleben einer inklusiven Aktivität hat nicht nur unmittelbare positive Effekte gezeigt, sondern auch langfristig den Weg für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den beiden Schulen eröffnet. Die Erfahrungen, die die Kinder bei der Aktivität gesammelt haben stellen die Grundlage für zukünftige inklusive Begegnungen dar. Der Austausch und das Verständnis zwischen den Kindern mit und ohne Beeinträchtigung sowie zwischen den beiden Schulen sind ein nachhaltiger Gewinn. Die positiven Erlebnisse während des Projekts bieten genügend Anknüpfungspunkte, um weiterhin in Kontakt zu bleiben und die Inklusion aktiv zu leben. So wird der Grundstein für eine langfristige Zusammenarbeit und eine inklusivere Haltung gelegt, die nicht nur auf den einmaligen Erfolg der Aktivität angewiesen ist, sondern auf den gelebten Erfahrungen der Beteiligten, die weiterhin als Impulsgeber für zukünftige Aktivitäten dienen können. 251 PMSP Kunterbunt Marisa Zberg 29 14. Schlussfolgerungen In den beiden nachfolgenden Kapiteln werden die Schlussfolgerungen anhand der primären sowie sekundären Zielgruppe erläutert. 14.1. Primäre Zielgruppe Die primäre Zielgruppe bildeten die Lehrpersonen der beiden beteiligten Klassen. Sie zeigten während des gesamten Projekts grosses Engagement, Offenheit und Interesse an einem partizipativen Vorgehen. Bereits bei der Erarbeitung der Bedürfniserhebungen brachten sie ihre fachliche Perspektive aktiv ein und formulierten hilfreiche Rahmenbedingungen für eine gelingende Aktivität im Sinne der Inklusion. Im weiteren Projektverlauf übernahmen die Lehrpersonen eine zentrale Rolle in der Umsetzung, insbesondere in der Unterstützung der Projektleitung bei organisatorischen Aspekten sowie bei der Betreuung der Kinder. Sie förderten gezielt partizipative Elemente und unterstützten die Kinder darin, eigene Ideen zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen. Die Rückmeldungen der Lehrpersonen zeugen von einer positiven Erfahrung. Sie konnten durch das Projekt einen vertieften Einblick in partizipative Prozesse gewinnen und reflektierten aktiv die Bedeutung von Inklusion im Schulalltag. Durch die Zusammenarbeit im Projekt entstand ein gemeinsames Verständnis für inklusive Bildung und die damit verbundenen Herausforderungen und Chancen. Die Lehrpersonen konnten ihre Beobachtungen und Erfahrungen einbringen und trugen wesentlich dazu bei, dass der Ausflug ins Verkehrshaus nicht nur organisatorisch gelang, sondern auch pädagogisch wirksam wurde. 14.2. Sekundäre Zielgruppe Die sekundäre Zielgruppe umfasste die Schüler:innen der Regelklasse sowie der Heilpädagogischen Schule. Sie wurden gezielt in die Planung und Umsetzung der Aktivität einbezogen. Insbesondere die Projektgruppe aus sechs Schülerinnen der Regelklasse übernahm dabei eine zentrale Rolle. Sie konnten ihre Ideen einbringen, sich kreativ entfalten und schrittweise Verantwortung übernehmen. Die Partizipation der Kinder befand sich auf einem hohen Niveau. Sie entschieden selbst über die Inhalte der Aktivität, gestalteten eigenständig eine PowerPoint-Präsentation und führten diese souverän durch. Während des gemeinsamen Ausflugs konnten erste Begegnungen zwischen den beiden Schulklassen stattfinden. Besonders eindrücklich waren dabei die Beobachtungen von Interaktionen, bei denen Unsicherheiten abnahmen und gegenseitige Akzeptanz wuchs. Durch partizipative Prozesse und gelebte Inklusion konnten die Schüler:innen nicht nur ihre sozialen Kompetenzen stärken, sondern auch ein erstes Bewusstsein für Vielfalt und gegenseitiges Verständnis entwickeln. Das Projekt hat damit die Grundlage für eine langfristige Sensibilisierung und den Abbau von Berührungsängsten geschaffen. 251 PMSP Kunterbunt Marisa Zberg 30 15. Perspekven Durch die Ergebnisse des Projekts lassen sich mehrere Perspektiven für zukünftige inklusive Aktivitäten ableiten. Aufgrund der zeitlichen Begrenzung konnte nur eine einmalige Aktivität umgesetzt werden. In Zukunft könnten jedoch regelmässige Treffen oder Aktivitäten eingeplant werden, um den inklusiven Austausch und die Interaktion zwischen den Kindern nachhaltig zu fördern. Weiter hat das Projekt nicht nur den Kindern, sondern auch den Lehrpersonen wichtige Erkenntnisse über die Vorteile von Inklusion geliefert. Die Lehrpersonen konnten sehen, wie sich die soziale Interaktion und das gegenseitige Verständnis zwischen Kindern mit und ohne Beeinträchtigungen verbessern können. Diese positive Erfahrung könnte als Anstoss dienen, künftig vermehrt inklusive Ansätze in den Unterricht und in andere schulische Aktivitäten zu integrieren. Ein weiteres Potenzial des Projekts liegt in der Möglichkeit, den Erfassungsbogen für die Bedürfniserhebung auch in anderen Kontexten und für weitere Kinder mit unterschiedlichen Bedürfnissen zu verwenden. Mit leichten Anpassungen kann dieser zur inklusiven Planung weiterer Aktivitäten und Projekte beitragen. Zusammenfassend zeigt das Projekt, wie wertvoll inklusive Prozesse für das soziale Lernen und das Verständnis zwischen Kindern sind. Die positive Entwicklung der Kinder und die zunehmende Akzeptanz der Inklusion könnten als Modell für die zukünftige Arbeit in anderen Projekten und Gruppen dienen. 251 PMSP Kunterbunt Marisa Zberg 31 16. Literaturverzeichnis Altdorf, S. (ohne Datum). Portrait Schule Altdorf. Von hps://schule-altdorf.ch/unsereschule/portrait/ abgerufen Avenir Social. (2010). Berufskodex Soziale Arbeit Schweiz. Ein Argumentarium für die Praxis. Berger, P., & Luckmann, T. (2013). Die gesellschaflche Konstutkon der Wirklichkeit; Eine Theorie der Wissenssoziologie. FISCHER Taschenbuch. Berghaus, M. (2022). Luhmann leicht gemacht: Eine Einführung in die Systemtheorie. UTB. Dederich, M. (2012). Körper, Kultur und Behinderung: Eine Einführung in die Disability Studies. transcript . Fedlex die Publikaonen des Bundesrechts. (13. Dezember 2006). 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Befragungsbögen 251 PMSP Kunterbunt Marisa Zberg 34 251 PMSP Kunterbunt Marisa Zberg 35 251 PMSP Kunterbunt Marisa Zberg 42 251 PMSP Kunterbunt Marisa Zberg 43 251 PMSP Kunterbunt Marisa Zberg 44 H. Fotos Ausflug 251 PMSP Kunterbunt Marisa Zberg 45 I. Feedbackbögen 251 PMSP Kunterbunt Marisa Zberg 46 J. Highlightrunden