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Kurzbericht, September 2025 IFT Institut für Therapieforschung Leopoldstraße 175 80804 München www.ift.de Institutsleitung Prof. Dr. Eva Hoch Leitung Forschungsgruppe Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern PD Dr. Larissa Schwarzkopf 30.09.2025 Kooperationspartner: Bayerische Akademie für Suchtund Gesundheitsfragen BAS gGmbH www.bas-muenchen.de IFT Institut für Therapieforschung gGmbH www.ift.de Betreiberverein der Freien Wohlfahrtspflege Landesarbeitsgemeinschaft Bayern für die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern e.V. www.freie-wohlfahrtspflegebayern.de Geschäftsstelle Edelsbergstr. 10 80686 München [email protected] www.lsgbayern.de Personen mit Glücksspielproblemen in der ambulanten Suchthilfe in Bayern: Trends aus dem Kompetenznetzwerk 2014-2024 Andreas Bickl, Pauline Walz, Eva Hoch & Larissa Schwarzkopf Projekt Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern (LSG) Förderung Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention Laufzeit 01.01.2024– 31.12.2027 Projektleitung PD Dr. Larissa Schwarzkopf, Dipl. Gesundheitsökonomie M.Sc. Medizinische Biometrie und Biostatistik Mitarbeitende Andreas Bickl, M.A. Soziologie Pauline Walz, B.Sc. Psychologie
2 1. Einleitung Um veränderten Hilfebedarf, Verschiebungen in der Klientelstruktur oder das Auftreten neuer Problemlagen sichtbar zu machen und rechtzeitig darauf reagieren zu können, ist es notwendig, zentrale Merkmale der Hilfesuchenden im ambulanten Suchthilfesystem über die Zeit hinweg systematisch zu erfassen. Eine wesentliche Datengrundlage hierfür stellt die Deutsche Suchthilfestatistik (DSHS) dar, die neben klinischen und soziodemographischen Charakteristika der Betreuten zentrale Aspekte der Versorgung insbesondere in ambulanten Suchthilfeeinrichtungen dokumentiert. Die Erhebung dieser Merkmale erfolgt jährlich fallbezogen gemäß den bundesweit einheitlichen Standards des Deutschen Kerndatensatzes zur Dokumentation in der Suchthilfe (KDS, Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen, 2021) im Rahmen einer groß angelegten Gelegenheitsstichprobe. Die teilnehmenden Einrichtungen übermitteln die erhobenen Daten in aggregierter Form, so dass keine Rückschlüsse auf Merkmalskombinationen (z. B. Kontaktzahlen nach Altersgruppen) möglich sind. Eine ausführliche Beschreibung der Datenerhebungs-, verarbeitungsund -auswertungsprozesse im Zuge der DSHS findet sich in der Publikation von Schwarzkopf et al. (2020). Ambulante Suchthilfeeinrichtungen halten ein breites Spektrum an Beratungs-, Betreuungsund teilweise auch Behandlungsangeboten vor, das in der Regel unentgeltlich genutzt werden kann. Sie bilden daher häufig die erste Anlaufstelle bei suchtbezogenen Problemen. In Bayern hat die Gründung der Landesstelle Glücksspielsucht (LSG) und der Aufbau ihres „Kompetenznetzwerks Glücksspielsucht“ (KNW) wesentlich zur Ausweitung eines qualifizierten Versorgungsangebots für Menschen mit Glücksspielproblemen beigetragen. Das KNW umfasst in erster Linie Fachstellen und andere interessierte ambulante Beratungsstellen, wobei sich auch einige stationäre Einrichtungen beteiligen. Ziel dieses Kurzberichts ist es, das Versorgungsgeschehen im KNW sowie zentrale Merkmale der Hilfesuchenden über einen 10-Jahres-Horizont (2014 bis 2024) darzustellen, um Hinweise auf mögliche Anpassungsbedarfe auf Landesebene ableiten zu können. 2. Methodik 2.1. Erhebungssystematik Im Erhebungszeitraum waren zwei unterschiedliche (abwärts kompatible) Versionen des KDS in Kraft. Die Datenjahre 2014 bis 2016 wurden gemäß KDS 2.0 dokumentiert, ab 2017 fand der aktuell gültige KDS 3.0 Anwendung. In die Analysen fließen nur Fälle mit Hauptdiagnose (“Betreuungsanlass“) Pathologisches Spielen ein (ICD-10 Code F63.01; Dilling, Mombour, & Schmidt, 2015). Betreuungsepisoden, in denen Pathologisches Spielen als Begleitdiagnose einer anderen Suchterkrankung erfasst wurde, sowie Fälle mit glücksspielbezogenen Problemen unterhalb der ICD-10-Diagnoseschwelle bleiben unberücksichtigt. 1 Im ICD-10 lautet die Diagnose „Pathologisches Spielen“, im DSM-5 „Störung durch Glücksspielen“. In diesem Bericht werden beide Bezeichnung synonym verwendet und werden nicht konzeptuell unterschiedlich gesehen.
3 Darüber hinaus werden nur Fälle berücksichtigt, die im jeweiligen Berichtsjahr neu begonnen („Zugänge“) bzw. beendet („Beender“) wurden und die mindestens zwei Kontakte mit der betreuenden Einrichtung umfassen. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass alle bei Betreuungszugang erfassten Merkmale einen möglichst aktuellen Sachstand spiegeln. Soziodemographische und diagnostische Merkmale werden anhand der „Zugänge“ ausgewertet und Angaben zum Betreuungsverlauf, anhand der „Beender“. Aufgrund der fallbezogenen Erhebung ist es möglich, dass Personen, die innerhalb eines Jahres mehrere Betreuungsepisoden (z. B. bei Einrichtungsoder Kostenträgerwechsel) durchlaufen, mehrfach im Datensatz abgebildet sind. Die Auswertungen basieren jeweils auf einem 100 %-Lauf. Dies bedeutet, dass Informationen aus allen Einrichtungen in die Auswertung eingehen, unabhängig davon wie hoch der einrichtungsspezifische Anteil an Fehlwerten („unbekannt“) für das jeweilige Merkmal ist. 2.2. Datengrundlage Grundlage der Analysen sind alle ambulanten Einrichtungen des KNW, die sich im jeweiligen Jahr an der DSHS beteiligt haben. Seit der Gründung der LSG ist das KNW kontinuierlich gewachsen, zugleich nehmen manche Einrichtungen beständig an der DSHS teil. Daher schwankt die Gesamtzahl der daten-liefernden Einrichtungen von Jahr zu Jahr. Im Beobachtungszeitraum nahmen zwischen 47 (2022) und 61 (2024) ambulante Einrichtungen des KNW an der DSHS teil (siehe Abbildung 1). Beispielhaft für das letzte Beobachtungsjahr 2024 sind dies drei Viertel aller ambulanten Einrichtungen des KNW (76,3 %)2. Abbildung 1: An der DSHS teilnehmende Einrichtungen des Kompetenznetzwerks der LSG 2 https://www.lsgbayern.de/beratung-und-behandlung/kompetenznetzwerk-gluecksspielsuchtgluecksspielsucht) einsehbar. Die Angaben in diesem Bericht beziehen sich auf die N = 80 gemeldeten ambulanten Suchthilfeeinrichtungen zum Stichtag 31.12.2024. 48 54 55 50 51 48 52 50 47 59 61 0 10 20 30 40 50 60 70
4 Bei der Interpretation der Teilnahmezahlen ist ferner zu berücksichtigen, dass mit Einführung des KDS 3.0 organisatorisch verbundene Einrichtungen ihre Daten zusammenfassen und in einem gemeinsamen Datensatz berichten können. Dadurch verringert sich die Zahl der potenziellen Teilnehmer, sodass die Werte ab 2017 nur eingeschränkt mit den Vorjahren vergleichbar sind. 2.3. Auswertung Die Auswertung der Daten erfolgt in erster Linie deskriptiv. Hierbei erlaubt die aggregierte Datenstruktur der DSHS die Darstellung jahresweiser Mitteloder Prozentwerte, wobei letztere durch Angaben zur Unsicherheit (95 %-Konfidenzintervalle) ergänzt wurden. Bei der Interpretation der Anteilswerte ist zu berücksichtigen, dass alle Angaben durch Schwankungen im Prozentsatz der Fälle mit Status „unbekannt“ beeinflusst werden. Insgesamt sind Anteilsangaben belastbarer, wenn der Anteil an Angaben mit Status „unbekannt“ niedrig ist. Zur Abbildung des Betreuungsaufkommen werden Fälle pro Einrichtung berichtet, da eine Analyse der Fallzahlen aufgrund der schwankenden Zahl teilnehmender Einrichtungen nicht zielführend erscheint (siehe Kapitel 2.2). Um die Intensität der Betreuung abzubilden, wird die durchschnittliche Kontaktzahl je Fall dargestellt. Zur Charakterisierung der Hilfesuchenden werden ausgewählte soziodemographische Parameter (Alter, Geschlecht, Partnerschaftsstatus, Migrationshintergrund, Erwerbsstatus, Bildungsstand) sowie das Auftreten begleitender Substanzkonsumstörungen ausgewertet. 3. Ergebnisse 3.1. Fälle pro Einrichtung Die Anzahl der pro Einrichtung betreuten Fälle mit Hauptdiagnose Pathologisches Spielen ist von 2014 bis 2018 kontinuierlich gestiegen. Ausgehend von einer durchschnittlichen Zahl von 22,9 Fällen pro Einrichtung wurde 2018 ein Spitzenwert von 26,8 Fällen pro Einrichtung erreicht (siehe Abbildung 2). Abbildung 2: Zugänge mit Hauptdiagnose Pathologisches Spielen pro Einrichtung 22,9 23,3 25,1 26,0 26,8 21,8 18,3 12,9 13,8 13,5 13,8 0 5 10 15 20 25 30 2014 (n=48Einr.) 2015 (n=54Einr.) 2016 (n=55Einr.) 2017 (n=50Einr.) 2018 (n=51Einr.) 2019 (n=48Einr.) 2020 (n=52Einr.) 2021 (n=50Einr.) 2022 (n=47Einr.) 2023 (n=59Einr.) 2024 (n=61Einr.)
5 In den drei Folgejahren sank die durchschnittliche Fallzahl pro Einrichtung deutlich und erreichte 2021 mit im Mittel 12,9 Fällen einen Tiefststand, bevor sie sich ab 2022 bei rund 14 Fällen pro Einrichtung stabilisierte. 3.2. Kontaktzahl Die durchschnittliche Kontaktzahl je Betreuungsfall variierte im Beobachtungszeitraum zwischen 10,8 (2014) und 14,9 Sitzungen (2020 & 2022; siehe Abbildung 3). Von 2014 bis 2018 lag die durchschnittliche Kontaktzahl niedriger als zwischen 2019 bis 2022. In den letzten beiden Jahren des Beobachtungszeitraums war die durchschnittliche Kontaktzahl wieder rückläufig und belief sich 2024 auf 11,4 Sitzungen. Abbildung 3: Durchschnittliche Kontaktzahl je Betreuungsfall mit Hauptdiagnose Pathologisches Spielen 10,8 11,1 11,7 11,0 12,0 13,7 14,9 14,3 14,9 13,3 11,4 0 2 4 6 8 10 12 14 16
6 3.3. Soziodemographische Merkmale Alter und Geschlecht. Im Beobachtungszeitraum betrafen stabil knapp 9 von 10 Betreuungen Männer (Spanne: 85,7 % (2015) bis 89,9 % (2018)). Abbildung 4: Männeranteil unter Betreuten mit Hauptdiagnose Pathologisches Spielen Das Durchschnittsalter der Hilfesuchenden war 2014 (35,6 Jahre) knapp eineinhalb Jahre niedriger als 2024 (36,9 Jahre). Das niedrigste Durchschnittsalter wurde 2015 dokumentiert (35,0 Jahre) und das höchste 2024, ohne dass sich ein klarer Trend erkennen ließ (siehe Abbildung 5). Abbildung 5: Durchschnittsalter der Betreuten mit Hauptdiagnose Pathologisches Spielen 86,8% 85,7% 86,6% 87,7% 89,9% 86,0% 88,5% 87,7% 88,1% 89,3% 88,8% 0% 20% 40% 60% 80% 100% 35,6 35,0 35,4 36,0 36,0 36,6 35,4 36,7 35,5 36,5 36,9 0 5 10 15 20 25 30 35 40
7 Migrationshintergrund. Im Beobachtungszeitraum hatte die Mehrheit der betreuten Klientinnen und Klienten keinen Migrationshintergrund (siehe Abbildung 6). Der entsprechende Anteil lag 2014 bei 55,0 % [95 %-KI: 52,0 %; 57,9 %], stieg bis 2019 auf 68,2 % [65,3 %; 71,1 %] und ging in den Folgejahren wieder zurück. 2024 war der Anteil an Hilfesuchenden ohne Migrationshintergrund mit 59,9 % [56,5 %; 63,2 %] ähnlich hoch wie 10 Jahre zuvor. Gleiches gilt für den Anteil an Betreuten mit Migrationshintergrund, der sich 2024 auf 27,2 % [24,2 %; 30,2 %] belief und 2014 auf 32,5 % [29,7 %; 35,3 %]. Zwischen 2017 und 2022 blieb der Migrationshintergrund seltener undokumentiert als 2014 (12,5 %; [10,6 %; 14,5 %]). Allerdings war der Anteil an Betreuungen mit unbekanntem Migrationsstatus 2024 wieder ähnlich hoch wie zu Beginn des Beobachtungszeitraums (12,9 %; [10,7 %; 15,2 %]). Anmerkungen. Migrationshintergrund umfasst hierbei Selbstmigrierte (1. Generation) und (Enkel-)Kinder von migrierten Personen (2. bzw. 3. Generation). Abbildung 6: Migrationsstatus unter Betreuten mit Hauptdiagnose Pathologisches Spielen Hilfesuchende, die in ambulanten Einrichtungen des KNW aufgrund Pathologischen Spielens betreut wurden, hatten 2024 mit 27,2 % (95 %-KI: 24,2 %; 30,2 %) ähnlich häufig einen Migrationshintergrund wie die bayerische Allgemeinbevölkerung (30,5 %; Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB), 2024). 55,0% 57,1% 60,1% 61,2% 60,2% 68,2% 64,4% 66,3% 65,9% 61,5% 59,9% 32,5% 32,6% 27,6% 34,8% 33,4% 29,9% 31,0% 28,4% 26,0% 25,5% 27,2% 12,5% 10,2% 12,3% 4,0% 6,3% 1,9% 4,6% 5,3% 8,0% 13,0% 12,9% 0% 20% 40% 60% 80% 100% 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Kein Migrationshintergrund Mit Migrationshintergrund Unbekannt
8 Partnerschaft. Die betreute Klientel lebte im Beobachtungszeitraum mehrheitlich in einer festen Partnerschaft (siehe Abbildung 7). Der entsprechende Anteil war 2014 mit 52,1 % [49,2 %; 55,1 %] ähnlich hoch wie 2024 mit 53,2 % [49,8 %; 56,6 %]. Auch alleinstehende Hilfesuchende fanden sich 2024 mit 39,5 % [36,2 %; 42,9 %] vergleichbar häufig wie 2014 mit 40,1 % [37,2 %; 43,0 %]. Auch der Anteil an Betreuten mit undokumentiertem Partnerschaftsstatus lag 2024 auf einem ähnlichen Niveau (7,2 % [5,5 %; 9,0 %]) wie 2014 (7,7 %; [95 %-KI: 6,1 %; 9,3 %]). Abbildung 7: Partnerschaftsstatus unter Betreuten mit Hauptdiagnose Pathologisches Spielen Schulische Bildung3. Im betrachteten Zeitraum sank der Anteil an Klientel mit Berufsbildungsreife (Volks-, Haupt-, Förderund Mittelschule) von knapp der Hälfte im Jahr 2014 (46,9 %; [44,0 %; 49,9 %]) auf ein Drittel im Jahr 2024 (33,8 %; [30,6 %; 37,0 %]; siehe Abbildung 8). Ab 2020 lagen die Anteile signifikant unter dem Ausgangswert. Parallel dazu nahm der Anteil an Klientel mit mittlerer Reife (Realschule, Polytechnische Oberschule) von 22,0 % [19,5 %; 24,4 %] im Jahr 2014 bis 2023 (28,7 %) beständig zu, bevor er 2024 auf 26,1 % [23,1 %; 29,1 %] zurückging. Ein ebenfalls deutlicher Zuwachs ist beim Anteil an Klientel mit (Fach-)Abitur zu verzeichnen: Der Anteil stieg von 11,1 % [9,3 %; 13,0 %] im Jahr 2014 auf 21,5 % [18,7 %; 24,3 %] im Jahr 2024 an, und überschritt im Jahr 2019 das Ausgangsniveau signifikant. Im Jahr 2014 lag in einem von zwanzig Fällen kein Schulabschluss vor (5,2 %; 95 %-KI: 3,9 %; 6,6 %). 2024 lag dieser Wert mit 3,0 % (95 %-KI: 1,8 %; 4,2 %) ähnlich niedrig, ohne dass sich über die Jahre ein klarer Trend erkennen ließ. 3 Personen, die sich zum Erhebungszeitpunkt in Schulausbildung befanden, wurden ausgeschlossen. Sonstige Abschlüsse wurden aufgrund der vernachlässigbaren Fallzahl nicht berücksichtigt. 52,1% 52,8% 52,2% 54,2% 53,3% 58,0% 58,6% 55,0% 53,0% 53,6% 53,2% 40,1% 38,4% 40,6% 44,0% 41,1% 39,6% 35,6% 41,0% 40,4% 38,2% 39,5% 7,7% 8,8% 7,2% 1,8% 5,6% 2,4% 5,8% 4,0% 6,6% 8,2% 7,2% 0% 20% 40% 60% 80% 100% 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Partnerschaft Alleinstehend Sonstige/Unbekannt
9 Für ein Siebtel der Betreuten war 2014 der Schulabschluss nicht dokumentiert (14,7 % [12,6 %; 16,8]). Dieser Anteil war 2024 ähnlich hoch (15,5 %; [13,1 %; 18,0 %]). Anmerkungen. Hoch = (Fach-)Hochschulreife. Mittel = Realschulabschluss / Polytechnische Oberschule. Gering (Berufsbildungsreife) = Hauptschul-/Volksschulabschluss /Sonderschulabschluss. Abbildung 8: Bildungsabschlusses der Klientel mit Hauptdiagnose Pathologisches Spielen (2014-2024) Ein Vergleich der schulischen Bildung der Betreuten im Jahr 2024 mit der schulischen Bildung der bayerischen Allgemeinbevölkerung im Jahr 2023 – dem derzeit aktuellen Berichtsjahr des Mikrozensus – (Bayerisches Landesamt für Statistik, 2024) zeichnet folgendes Bild: Im KNW betreute Personen haben häufiger einen berufsbildenden Abschluss (34 %; [31 %; 37%]) als die bayerische Allgemeinbevölkerung (21 %). Demgegenüber sind ein mittlerer (26 %; [23 %; 29 %]) bzw. ein hoher Schulabschluss (21,5 %; [18,7 %; 24,3 %]) deutlich seltener als in der bayerischen Allgemeinbevölkerung (mittlerer Schulabschluss: ca. 50 %; hoher Schulabschluss: ca. 29 %). 11,1% 11,3% 14,3% 13,9% 14,8% 16,9% 16,9% 21,0% 17,7% 20,7% 21,5% 22,0% 23,9% 25,6% 25,5% 24,8% 27,8% 27,2% 27,6% 28,2% 28,7% 26,1% 46,9% 47,7% 46,6% 50,4% 45,4% 45,7% 38,3% 37,9% 35,3% 31,0% 33,8% 5,2% 5,5% 4,8% 4,8% 4,9% 5,3% 4,6% 2,7% 3,1% 3,3% 3,0% 14,7% 11,7% 8,6% 5,4% 10,1% 4,3% 13,1% 10,8% 15,7% 16,2% 15,5% 0% 20% 40% 60% 80% 100% 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Hoch Mittel Gering Ohne Abschluss Unbekannt