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Offenheit: Poster zur Nacht des Wissens Hamburg 2015

Hapke, Thomas; Rajski, Beate; Bieler, Detlev

Abstract

Die Posterserie zum Thema Offenheit wurde von der Universitätsbibliothek der Technischen Universität Hamburg für die Nacht des Wissens am 7. November 2015 erstellt. Sie enthält die Poster Offenheit vonWissen Open Access Open Access Publizieren Offene Inhalte - Creative Commons Lizenzen TUBdok: Open Access Repository der TUHH Offene Bildung - Open Educational Resources Zur Geschichte der Offenheit des Wissens

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Eine Definition: „Wissen ist offen, wenn jedeR darauf frei zugreifen, es nutzen, verändern und teilen kann – eingeschränkt höchstens durch Maßnahmen, die Ursprung und Offenheit des Wissens bewahren.“ Offenheit von Wissen Abb. aus: e-InfraNet: ‘Open’ as the default modus operandi for research and higher education (2013) CC-BY-SA 3.0 Lizenz tinyurl.com/Vielfalt-Offenheit Denickestr. 22 21073 Hamburg www.tub.tuhh.de Universitätsbibliothek TU Hamburg tub. tub. Eine globale digitale Welt, die an Nachhaltigkeit orientiert ist, ist immer mehr auf Offenheit angewiesen. Diese umfasst u.a. den kostenfreien und öffentlichen Zugang zu Literatur und anderen Materialien im Netz -> Open Access, zu Lernund Lehrmaterialien -> Open Educational Resources sowie zu Datenbeständen jedweder Art -> Open Data: Dieser Zugang wird durch eine offene technische Infrastruktur, z.B. -> Open Source Software unter Nutzung offener Standards, sichergestellt, die auch offene Entwicklungsprozesse ermöglicht -> Open Development, Open Peer Review, Open Research,… . opendefinition.org/od/2.0/de „Open Access ist ein strategisches Ziel der TUHH“ Präsidium der TUHH am 20.03.2013 Open Access bedeutet, dass Literatur, Forschungsergebnisse und andere Materialien im Internet frei und ohne Einschränkungen zugänglich sind. Für Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen eröffnet dies zugleich die Chance zur Förderung der eigenen Sichtbarkeit innerhalb der Forschung. www.tub.tuhh.de/openaccess Texte teilweise aus einem Poster der Technischen Informationsbibliothek (TIB) Hannover, 20.100. 2014, Lizenz CC BY 3.0 DE blogs.tib.eu/wp/tib/2014/10/20/unsere-posterausstellung-zur-internationalen-open-access-week Open Access: Gut für die Wissenschaft Finanzen: Reaktion auf immense Preissteigerungen bei Zeitschriftenabonnements Sichtbarkeit: weltweite, unbehinderte Sichtbarkeit der Forschungsleistung Qualität: frei zugängliche Publikationen können von vielen und uneingeschränkt überprüft werden Impact: Open-Access-Publikationen können einfacher und häufiger zitiert werden, neue Arbeiten darauf aufbauen Remix: neue Ausgaben, Modifikationen, Übersetzungen werden erleichtert Freiheit: Verzicht auf Übertragung von Exklusivrechten an Verlage stärkt Autorinnen und Autoren Geschwindigkeit: Forschungsergebnisse stehen schnell und unmittelbar zur Verfügung Open Access wird von vielen Wissenschaftsorganisationen in Deutschland unterstützt, darunter Max-Planck-Gesellschaft, Leibniz-Wissenschaftsgemeinschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Fraunhofer-Gesellschaft, Deutsche Forschungsgemeinschaft, Hochschulrektorenkonferenz und Wissenschaftsrat. tub. Herausforderungen Kosten, nachhaltige Finanzierbarkeit, Kostenkontrolle und –transparenz Qualitätskontrolle Erkennen unseriöser Verlage Langzeitarchivierung Stärkere Betonung der Nachnutzbarkeit, konsequente Vergabe freier Lizenzen Freier Zugang und Nachnutzbarkeit als Standard in allen Prozessen verankern: Open-Access-Infrastruktur Beförderung des Wissenstransfers in Öffentlichkeit und Gesellschaft Universitätsbibliothek TU Hamburg Denickestr. 22 21073 Hamburg www.tub.tuhh.de tub. Open Access Publizieren Der Goldene Weg: Erstveröffentlichung in Open Access Zeitschrift Nur Artikel in reiner, qualitätsgesicherter Open Access Zeitschrift Die richtige Zeitschrift finden: Directory of Open Access Journals www.doaj.org Publikationsgebühren: Förderung durch TUHHPublikationsfonds Alternativen an der TUHH Wir bieten: •Beratung beim Publizieren •Das Open Access Repository TUBdok als Dokumentenserver für Open Access Dokumente: tubdok.tub.tuhh.de •Publikationsfonds für die Übernahme von Publikationsgebühren für förderungswürdige Open Access Zeitschriftenartikel Open Access Artikel www.tub.tuhh.de/openaccess Die Universitätsbibliothek unterstützt Sie bei Fragen zu Open Access tub. Der Grüne Weg: Parallelveröffentlichung als Open Access Wahrnehmung des Zweitverwertungsrechts Selbstarchivierung in TUBdok: Open Access Repository der TUHH Was erlaubt mein Verlag: Open Access Policies www.sherpa.ac.uk/romeo/ Denickestr. 22 21073 Hamburg www.tub.tuhh.de Universitätsbibliothek TU Hamburg tub. Offene Inhalte Creative Commons Lizenzen CC-Lizenz generieren: creativecommons.org/choose Lizenzen nach dem Baukastenprinzip von Creative Commons CC 0 Public Domain = gemeinfrei CC BY 4.0 Namensnennung, Hinweis bei Bearbeitung CC BY-SA 4.0 Namensnennung, Weitergabe von Bearbeitungen unter gleicher Bedingung CC BY-ND 4.0 Namensnennung, keine Bearbeitung CC BY-NC 4.0 Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung CC BY-NC-SA 4.0 Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen CC BY-NC-ND 4.0 Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung Namensnennung by (BY) Namen nennen und auf Anpassungen hinweisen Nicht kommerziell non commercial (NC) Durch das Werk dürfen keine Einnahmen generiert werden Weitergabe unter gleichen Bedingungen share alike (SA) Teilen nur unter den genannten Bedingungen Keine Bearbeitung no derivatives (ND) Genau so verwenden! Keine Bearbeitung Share – Adapt – Remix Offene Inhalte brauchen Lizenzen, die die Nachnutzung verbindlich beschreiben •Wie dürfen andere meine Arbeit verwenden? •Wie darf ich fremde Werke verwenden? Foto: TilarX / Flickr www.flickr.com/photos/tylerstefanich/2117633427/ CC BY 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/) tub. Denickestr. 22 21073 Hamburg www.tub.tuhh.de CC-Grafiken: creativecommons.org/examples / CC BY 4.0 creativecommons.org/licenses/by/4.0 Universitätsbibliothek TU Hamburg tub. Open Access Repository der TUHH: tub.dok Karl-Heinz Zimmermann vom TU-Institut Rechnertechnologie: 5. Auflage „Computability Theory“, Grundlage seiner Lehrveranstaltung Martin Heinig vom TU-Institut Produktionsmanagement und -technik : Dissertation „Nutzung von Virtuellen Technologien für die Montageplanung von Unikaten“ Sabine Bechtle, Siang Fung Ang und Gerold A. Schneider vom TU-Institut Keramische Hochleistungswerkstoffe: Open-Access-Version eines Artikels der Zeitschrift Biomaterials „On the mechanical properties of hierarchically structured biological materials” TU-Institute Logistik und Unternehmensführung sowie Personalwirtschaft und Arbeitsorganisation: Konferenz-Beiträge der „Hamburg International Conference of Logistics (HICL)“ 2014 Zentrum für Lehre und Lernen der TUHH: Broschüre „Die Masse in Bewegung bringen: Aktives Lernen in Großveranstaltungen“ Langzeitarchivierung Akademische Suchmaschinen Übernahme in das eigene Autorenprofil Nachweis für Projektförderungen Studentische Blue Engineering AG der TUHH: Nachrichtenblatt „The Blue Engineer: IngenieurInnen mit ökologischer und sozialer Verantwortung“ Bibliothekskataloge Eindeutige Referenzierung tub.dok Archivierung Referenzierung Nachweis tubdok.tub.tuhh.de Wissenschaftliche Publikationen aus der TUHH •Kostenfreier Zugriff •Ohne technische und rechtliche Barrieren •Weltweite Nutzung tubdok.tub.tuhh.de tub. Denickestr. 22 21073 Hamburg www.tub.tuhh.de Universitätsbibliothek TU Hamburg tub. Offene Bildung Open Educational Resources Hinter der Hamburg Open Online University (HOOU) steht die Vision einer Universität für alle. Bürgerinnen, Bürger und Angehörige der Hamburger Hochschulen erforschen und bearbeiten wissenschaftliche Projektthemen, die die breite Öffentlichkeit interessieren (Stichwort „Citizen Science“). Durch offene Lernprozesse sowie qualitätsgeprüfte offene Lernressourcen und Publikationen (Open Educational Resources) erfahren Teilnehmende die Möglichkeiten einer offenen Wissenschaft („Open Science“) in einer digitalen und nachhaltigen Gesellschaft, die sich nur mit Hilfe von Wissenschaft und Technik weiterentwickeln kann. Abb. aus: Concepts of Openness and Open Access. United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization (UNESCO), Paris, 2015. www.unesco.org/new/en/communication-andinformation/resources/news-and-in-focus-articles/allnews/news/unescos_open_access_oa_curriculum_is_now_online/ Lizenz: CC-BY-SA 3.0 IGO OER Global Logo by Jonathas Mello is licensed under a Creative Commons Attribution Unported 3.0 License Open Educational Resources (OER) sind „Lehr-, Lernund Forschungsressourcen in Form jeden Mediums, digital oder anderweitig, die gemeinfrei sind oder unter einer offenen Lizenz veröffentlicht wurden, welche den kostenlosen Zugang sowie die kostenlose Nutzung, Bearbeitung und Weiterverbreitung durch Andere ohne oder mit geringfügigen Einschränkungen erlaubt.“ („Leitfaden zu Open Educational Resources in der Hochschulbildung“, hrsg. von der Deutschen UNESCO-Kommission, Bonn 2015, S. 5. Lizenz CC-BY-SA 3.0 Unported www.unesco.de/fileadmin/medien/Dokumente/Bildung/DUK_Leitfaden_O ER_in_der_Hochschulbildung_2015_barrierefrei.pdf) L3T, das „Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien“, ist in Deutschland eines der bekanntesten offenen Bildungsressourcen: l3t.eu Auch zum Thema Offenheit und Offen Access gibt es offene Bildungsressourcen. So bietet die UNESCO in 5 Modulen Unterrichtseinheiten zum Thema Open Access an. www.hoou.de tub. Denickestr. 22 21073 Hamburg www.tub.tuhh.de Universitätsbibliothek TU Hamburg tub. Zur Geschichte der Offenheit von Wissen Von den Philosophical Transactions zu Open Educational Resources 1665 1751 1889 Um 1900 Heute Abb.: Henry Oldenburg Philosophical Transactions Titelblatt. CC BY 4.0 (creativecommons.org/licenses/by/4.0), via Wikimedia Commons commons.wikimedia.org/wiki/File:Philosophical_Transactions _Volume_1_frontispiece.jpg Erste wissenschaftliche Fachzeitschriften wie die „Philosophical Transactions“ der britischen Royal Society und das französische „Journal des sçavans“ erlaubten es, den vorher üblichen Briefwechsel zwischen den einzelnen Gelehrten öffentlich zu machen. Erster Band der „Klassiker der exakten Wissenschaften“ erscheint Der Herausgeber der Klassiker, der Chemie-Nobelpreisträger von 1909 Wilhelm Ostwald, schlug später vor, die wissenschaftliche Zeitschrift aufzulösen und stattdessen nur einzelne Artikel zu publizieren, da kein Wissenschaftler alle Aufsätze eines Zeitschriftenbandes lese. Mit den „Klassikern“, die wichtige Originalwerke aus allen Bereichen der Naturwissenschaften einfach zugänglich machten, hatte Ostwald ein von ihm so genanntes „Prinzip der unabhängigen Handhabung des einzelnen Stückes“ oder „Monographieprinzip“ angewandt. By Wikimedia Foundation (Wikipedia-logo-v2-de) CC BY-SA 3.0 (creativecommons.org/licenses/bysa/3.0), via Wikimedia Commons OER Global Logo by Jonathas Mello is licensed under a Creative Commons Attribution Unported 3.0 License Abb.: Titelseite der "Encyclopédie …“ Public Domain, via Wikimedia Commons commons.wikimedia.org/wiki/File:Encyclopedie_ de_D%27Alembert_et_Diderot__Premiere_Page_-_ENC_1-NA5.jpg Der erste Band der französischen „Encyclopédie“, das Wissen der Zeit in 35 Bänden 1780 wurde die von Denis Diderot und Jean Baptiste le Rond d’Alembert herausgegebene „Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers“ (Enzyklopädie oder ein durchdachtes Wörterbuch der Wissenschaften, Künste und Handwerke) mit dem 35. Band abgeschlossen. Als Symbol der Aufklärung berücksichtigte die Enzyklopädie dabei auch Naturwissenschaft, Handwerk und Kunst. Insbesondere zusammen mit den detailgetreuen Abbildungen in den zusätzlichen Bildtafel-Bänden machte sie den Fortschritt des Wissens der Zeit sichtbar. Noch heute erscheinen thematische Kurzeinführungen in Reihen wie „A very short introduction“ von Oxford University Press, „Beck Wissen“ oder „For Dummies“ vom Wiley-Verlag. Erste populäre, kostengünstige „Fachbücher“ Das Wachstum des Wissens führte zu einer wachsenden Fragmentierung von Wissen. Gleichzeitig war durch die naturwissenschaftlich-technische Entwicklung eine Popularisierung unumgänglich. Schriftenreihen in kleinem Format wie die „Sammlung Göschen“, „Aus Natur und Geisteswelt“ sowie die Bände von „Reclams Universal-Bibliothek“ boten erschwingliches Wissen in kleinen monografischen Bänden, teilweise bis in die Gegenwart. Wilhelm Ostwald 1929 zur Entwicklung von der Enzyklopädie zu populären, monografischen Schriften: „Denn jetzt ist es nicht […] der wohlhabende Mittelstand […] aus dem die Ernte zu erwarten ist, sondern die darunter liegende Schicht der Industriearbeiter. Folglich kann von der Seite des Buches die Wirkung nicht durch eine vielbändige Enzyklopädie hervorgebracht werden, sondern nur durch eine in dünne, wohlfeile Heftchen zerlegte wissenschaftliche Literatur, die in sorgsam durchgearbeiteter methodischer Ordnung den Aufstrebenden von den einfachsten Anfängen bis zu dem Ort führt, an den er gelangen will, und von dem er mit Erfolg die vorhandenen wissenschaftlichen Spezialwerke studieren kann.“ Wikipedia als freie Enzyklopädie bietet offenen Zugang zum Wissen. Open-Access-Publikationen ermöglichen freien Zugang auf Literatur und Forschungsergebnisse, Open Educational Resources (OER) erlauben zusätzlich freie Nutzung, Bearbeitung und Weiterverbreitung von Bildungsmaterialien durch Andere ohne oder nur mit geringfügigen Einschränkungen. tub. Denickestr. 22 21073 Hamburg www.tub.tuhh.de Universitätsbibliothek TU Hamburg tub.