scieee AI-readable full text Open interactive document viewer

DIE JOCHWEIHUNG DES VETERANEN PRIMANIUS INGENU(U)S MIT NENNUNG DER CULTORES UND COLONI AUS KRATZENBURG

Gesellschaft pro Vindonissa; Henrich, Peter

Abstract

Dem Jubilar möchte ich die folgenden Zeilen zu einem Fund widmen, der nichtnur neue Erkenntnisse zur Typologie der Jochbeschläge und deren Verwendungals Inschriftenträger liefert, sondern auch mit einer hochinteressanten Weihe-inschrift versehen ist. Obwohl vollständig und problemlos lesbar – sind die Über-setzung und die Interpretation alles andere als eindeutig. Mögen die folgendenZeilen erste Überlegungen zu einer Inschrift sein, deren Deutung mit diesem Auf-satz vermutlich erst ihren Anfang findet und so wichtige Impulse für weiterfüh-rende Studien zur Religion und Landwirtschaft in den Nordwestprovinzen gebensoll.

Full text

IANUA PATET COR MAGIS ANA Z. MASPOLI SANDRA AMMANN HANNES FLÜCK SVEN STRAUMANN (HRSG.) XXXIII Veröffentlichungen der Gesellschaft Pro Vindonissa FESTSCHRIFT FÜR PETER-ANDREW SCHWARZ ZUM 65. GEBURTSTAG ianua patet cor magis IANUA PATET COR MAGIS ANA Z. MASPOLI SANDRA AMMANN HANNES FLÜCK SVEN STRAUMANN (HRSG.) XXXIII Veröffentlichungen der Gesellschaft Pro Vindonissa FESTSCHRIFT FÜR PETER-A NDR EW SCHWARZ ZUM 65. GEBURTSTAG GESELLSCHAFT PRO VINDONISSA © 2025 by Gesellschaft Pro Vindonissa, ch-5200 Brugg Promoted by LIBRUM Publishers & Editors LLC, Basel, Frankfurt a. M. isbn 978-3-907662-14-4 ianua patet cor magis by individual Authors is licensed under a Creative Commons AttributionNonCommercial 4.0 International License. www.creativecommons.org Open Access bei: www.librumopen.com doi 10.19218/3907662144 KORREKTORAT. Stefan Worminghaus, Rudolf Känel KOORDINATION. Hannes Flück, Sandra Ammann, Ana Z. Maspoli, Sven Straumann und Jörg Blum GESTALTUNGSKONZEPT, BILDREDAKTION, UMSCHLAG UND SATZ . Jörg Blum, Zürich BILDBEARBEITUNG. Thomas Humm, humm dtp Matzingen, und Jörg Blum, Zürich DRUCK. Druckhaus Müller, Langenargen (D) klima-druck.de ID-Nr. Druckprodukt CO₂ kompensiert Mehr Informationen zur Berechnungsmethodik, zur Kompensation und dem gewählten GoldstandardKlimaschutzprojekt finden Sie unter klima-druck.de/ID. 24181679 Präsidialdepartement des Kantons Basel-Stad t Archäologische Bodenforschung Abteilung Kultur DIE DRUCKLEGUNG WURDE ERMÖGLICHT MIT FINANZIELLEN BEITRÄGEN VON FOLGENDEN INSTITUTIONEN. Swisslos-Fonds Kanton Aargau Dr. Daniel Schuhmann Fonds Stiftung Pro Augusta Raurica Archäologische Bodenforschung Basel-Stadt Kantonsarchäologie Aargau Kantonsarchäologie Solothurn Kantonsarchäologie Zürich Kantonsarchäologie St.Gallen Kantonsarchäologie Schaffhausen Archäologie, Hauptabteilung Kultur, Glarus Archäologischer Dienst Graubünden Section d’archéologie et paléontologie du Canton de Jura Römerstadt Augst Archäologie Schweiz Arbeitsgemeinschaft für die provinzialrömische Forschung in der Schweiz (ARS) Gesellschaft Pro Vindonissa Basler Zirkel für Urund Frühgeschichte Arbeitsgemeinschaft Prospektion Schweiz Albert-Weitnauer-Stiftung Departement Bildung und Kultur Fachstelle Archäologie        TITELBILD. Eingang mit Inschrift und Wappen der Familie von Salis. Palazzo Salis, Bondo. Foto: Andrea Badrutt ianua patet cor magis ZUM GELEIT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Ana Z. Maspoli TABULA GRATULATORIA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 BIBLIOGRAFIE VON PETER-ANDREW SCHWARZ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 LISTE DER VON PETER-ANDREW SCHWARZ AB 2007 BETREUTEN ABSCHLUSSARBEITEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 DIE VINDONISSA-PROFESSUR AN DER UNIVERSITÄT BASEL – EIN INTERKANTONALES ERFOLGSMODELL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 Thomas Doppler, Elisabeth Bleuer und Georg Matter 15 JAHRE LEGIONÄRSPFAD VINDONISSA: EINE ERFOLGSGESCHICHTE . . . . . . . . . . . 31 Rahel Göldi (K)EINE ZUKUNFT OHNE HERKUNFT? GEDANKEN ZUM STATUS QUO UND HERAUSFORDERUNGEN DER ARCHÄOLOGIE IN DER SCHWEIZ IM 21. JAHRHUNDERT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41 Andrea Schaer GÄHNENDE LEERE? VERBREITUNGSKARTEN, IHRE GESCHICHTE UND INTERPRETATION AM BEISPIEL SPÄTREPUBLIKANISCHEN BRONZEGESCHIRRS 49 Holger Baitinger und Gabriele Rasbach ENTRE ARGENTORATE ET VINDONISSA LES CAMPS MILITAIRES JULIO-CLAUDIENS D’OEDENBURG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61 Michel Reddé CIL III 4441 – EINE INSCHRIFT SUCHT IHREN TEMPEL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67 Franziska Beutler, Christian Gugl, Gabrielle Kremer und Mario Wallner DIE JOCHWEIHUNG DES VETERANEN PRIMANIUS INGENU(U)S MIT NENNUNG DER CULTORES UND COLONI AUS KRATZENBURG . . . . . . . . . . . . . . . . 81 Peter Henrich BUILD THAT WALL! ÜBERLEGUNGEN ZUM ARBEITSAUFWAND BEI DER ERRICHTUNG DER GALLIENISCHEN STADTMAUER VON VERONA . . . . . . . . . . . . . . . . . 91 Ulrich Stockinger RETOUR SUR LE BUSTE EN OR D’AVENCHES . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .101 Michel E. Fuchs INHALT ianua patet cor magis KARNIVORE NEANDERTALER UND RÖMISCHE GERSTENFRESSER: ZUR VERKNÜPFUNG VON TIERISCHEM PROTEIN MIT «URSPRÜNGLICHER MÄNNLICHKEIT» UND MACHT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .111 Brigitte Röder EQUIDEN ALS SPIEGEL VON MENSCH-TIER-BEZIEHUNGEN IN RÖMISCHER ZEIT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .121 Claudia Gerling DONNÉES RÉCENTES SUR L’HABITAT GALLO-ROMAIN DE COURROUX (CANTON DU JURA) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .131 Robert Fellner et Céline Robert-Charrue Linder EINE EISENPFEIFE VON DER SPÄTLATÈNEZEITLICHEN HÖHENBEFESTIGUNG MONTCHAIBEUX (JU) – ENDLICH EIN BEWEIS FÜR KELTISCHE PFEIFENRAUCHER? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .141 Raphael Berger, Andreas Heege und Elena Prado EIN GLÜCKSBRINGER AUS DER VILLA RUSTICA VON FLUMENTHALATTISHOLZWALD IM KANTON SOLOTHURN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .155 Mirjam Wullschleger HANDWERK IM BILD – BERUFSDARSTELLUNGEN AUF RÖMISCHEN GEFÄSSEN ALS AUSDRUCK GEMEINSCHAFTLICHER IDENTITÄT: EIN NEUER BLICK AUF EINEN ALTBEKANNTEN FUND AUS STUDEN BE/PETINESCA . . . . . . . . . . . . . . . . .165 Christa Ebnöther und Andrew Lawrence mit Beiträgen von Markus Scholz und Günther E. Thüry SCHON DREIMAL AUSGEGRABEN UND DENNOCH ETWAS GEFUNDEN – DIE RÖMISCHE VILLA AUF DEM LENDENBERG BEI SCHLEITHEIM . . . . . . . . . . . . . . . .179 Valentin Homberger «THE BITE OF A SNAKE» EINE GUSSFORM FÜR SCHLANGEN ARMREIFEN AUS KEMPRATEN . . . . . . . . . . . . . . . .191 Regula Ackermann, Hannes Flück und Markus Helfert AUF DER SUCHE NACH DER PIONIERBESIEDLUNG. ZUR FRÜHZEIT VON AUGUSTA RAURICA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 203 Sven Straumann, Sandra Ammann und Hans Sütterlin AUGUSTUS IN AUGST: EIN BRONZE NACHGUSS DER STATUE VON PRIMAPORTA IM GARTEN DER VILLA CLAVEL UND DIE ITALIENISCHE KUNSTINDUSTRIE . . . . 221 Martin A. Guggisberg VERFLIXT UND ZUGEMAUERT – NEUES ZUR WESTFRONT DES HAUPTFORUMS VON AUGUSTA RAURICA . . . . . . . . . 233 Juha Fankhauser, Simon Friz, Cédric Grezet und Claude Spiess VOM FEILKLOBEN ZUM SCHRAUBSTOCK – 2000 JAHRE KLEMM VORRICHTUNGEN IM HANDWERK . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 251 Alex R. Furger ERRARE HUMANUM EST: EIN ANTONINIAN FÜR TETRICUS II. MIT FEHLERHAFTER LEGENDE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 267 Markus Peter ianua patet cor magis SCHÄDEL GEFUNDEN! NEUES ZUM PLATTENGRAB BEIM FELDHOF IN AUGUSTA RAURICA/AUGST . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 271 Michael Baumann EINE SELTENE BEIGABE IN EINEM FRÜHMITTELALTERLICHEN FRAUENGRAB AUS KAISERAUGST . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 277 Simone Mayer ZU ZWEI NEUENTDECKTEN ZIEGELPLATTEN MIT GRAFFITI AUS DEM CASTRUM RAURACENSE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 287 Jakob Baerlocher PRIMI VINDONISSENSES – DIE SPÄTLATÈNEZEITLICHEN BRANDGRÄBER DER GRABUNG WINDISCH-SPILLMANNWIESE V.003.1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 295 Örni Akeret, Cornelia Alder, Sabine Deschler-Erb und Lara Kurmann ACHILL AUF EINEM GOLDRING MIT GLASKAMEO AUS VINDONISSA . . . . . . . . . . . . . 311 Regine Fellmann Brogli und Stefanie Martin-Kilcher EIN BISSCHEN GLAS MUSS SEIN! ZU EINER GESICHTSPERLE AUS DEM GRÄBERFELD AM REMIGERSTEIG IN VINDONISSA/BRUGG AG . . . . . . . . . 321 Sylvia Fünfschilling EINE TÖNERNE STÜTZFIGUR AUS VINDONISSA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 327 Rudolf Känel LETZTE RUHE MIT RHEINBLICK. NEUES UND ALTES ZU DEN SPÄTANTIKEN BESTATTUNGEN IN MUMPF . . . . . . . . . . 335 Nathalie Hertig AUF DEM WINDISCHER SPORN – ANMERKUNGEN ZU EINER SPÄTRÖMISCHEN BEFESTIGUNG VON VINDONISSA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 343 Matthias Flück und Jürgen Trumm MAUERN UND MÜNZEN AUF DER EGG ZWISCHEN MANDACH UND VILLIGEN – EINE ALTE GRABUNG IN NEUEM LICHT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 361 Valentin Häseli EIN ZERSTÖRTES GRÄBERFELD DER MITTELKAISERZEIT AN DER AESCHENVORSTADT IN BASEL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 375 Markus Asal EXILE? ON MAIN STREET? DIE SPÄTANTIK-FRÜHMITTELALTERLICHEN BESTATTUNGEN ÖSTLICH DES MÜNSTERHÜGELS (BASEL-ANTIKENMUSEUM) UND IHR KONTEXT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 387 Martin Allemann und Anna Flückiger WIE KOMMT EINE TÖRICHTE JUNGFRAU VOM MÜNSTER NACH ST. LEONHARD? TRANSFER EINES BASLER STATUEN FRAGMENTES . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 399 Christoph Philipp Matt SECOND LIFE DER DINGE: BASLER SPOLIEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 409 Hans-Rudolf Meier KOT, KULT UND KÜCHE – TAUBEN IN MARRAKESCH . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 419 Thomas Reitmaier und Raphael Sele ABKÜRZUNGEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 429 87 ianua patet cor magis DIE JOCHWEIHUNG DES VETERANEN PRIMANIUS INGENU(U)S ... Peter Henrich mehrere Interpretationen an. Sieht man die cultores et coloni im Hinblick auf ihre oben beschriebene landwirtschaftliche Bedeutung, könnte zur Diskussion gestellt werden, ob es sich bei Gorta um eine bislang nicht bekannte Verwaltungseinheit ähnlich des «saltus Sumelocennensis» handelt könnte71. Dann wäre die Gorta mit der Ortsbezeichnung Sucoriacae näher beschrieben. Favorisiert man hingegen die religiöse Bedeutung der cultores, so käme vor allem unter Berücksichtigung, dass es sich um eine Weiheinschrift handelt, auch eine Interpretation als Name einer Göttin in Betracht, die dann wiederum durch die Nennung des Ortes Sucoriacum näher spezifiziert wird. Inwiefern die durch einen grösseren Zeilenabstand und zentrale Positionierung erreichte Hervorhebung des Wortes «sucoriacae» im Zuge der Beschriftung mehr oder weniger zufällig entstanden ist, oder weitergehend zu interpretieren ist, soll hier zur Diskussion gestellt werden. ADRESSATEN DER WEIHUNG UND WEIHENDE Beginnend mit der Standardformel, die das göttliche Kaiserhaus als (einen) Adressat(en) der Weihung ausweist, wird der Veteran Primanius Ingenu(u)s als Weihender am Ende der Inschrift genannt. Nach diesen leicht zu dekodierenden Angaben wird die Interpretation der Inschrift jedoch deutlich schwieriger und uneindeutiger. So werden die cultores und die coloni jeweils im Dativ oder Ablativ Plural genannt, und es folgt die Angabe Gortae Sucoriacae im Genitiv Singular. Bei Weiheinschriften, die mit IN H D D beginnen, existieren drei verschiedene Varianten in der Weiterführung der Inschrift. Neben der Nennung des/der Weihenden: – informiert die Inschrift, dass und gegebenenfalls was geweiht wurde72; – folgt die Nennung mindestens einer weiteren Gottheit/des Kaisers, der die Weihung gemeinsam mit dem göttlichen Kaiserhaus zugeeignet werden sollte73, und die Information, dass und gegebenenfalls was durch wen geweiht wurde74; – folgen die Nennung eines Genius75, der auch in Kombination mit weiteren Göttern gemeinsam genannt werden kann und die Information, dass und gegebenenfalls, was durch wen geweiht wurde76. Für die hier besprochene Inschrift bieten sich nun verschiedene Lesarten an: Zunächst böte sich bei einer Interpretation der cultores und coloni im Dativ an, dass die Weihung des Veteranen zugunsten oder zum Nutzen des göttlichen Kaiserhauses und der cultores und coloni erfolgte. Sieht man hierin einen Ablativ, erfolgte die Weihung zusammen mit oder unter Beteiligung der cultores und coloni. Doch auch die Nennung eines Genius sollte hier diskutiert werden. So findet sich auf der aus dem Heiligtum Irminenwingert bei Trier bekannten Sitzbank folgende Inschrift: In h(onorem) d(omus) d(ivinae) Marti et Ancamnae e[t] / G[e]nio pagi Vilciatis C(aius) Serotini/us Iustus ex voto posuit77. Ist bei diesem Beispiel der Genius noch genannt, fehlt er bei der Inschrift aus Rennes: In honorem / domus divinae / et pagi Matantis / Marti Mulloni / L(ucius) Campanius Priscus / et Virilis fil(ius) sacer/dotes Romae et Aug(ustorum) / statuam cum suis or/namentis de suo posuerunt / l(ocus) d(atus) ex d(ecreto) s(enatus)78. Das Beispiel aus Öhringen zeigt den Wegfall der Geniusnennung und die Verwendung der Wortes vicani im Dativ: In h(onorem) d(omus) d(ivinae) vicanis Aurel(ianensibus) si/gnum Minervae suo / impendio restituit Faus/tius Faventius quaestor / Lupo et Maximo co(n)s (ulibus)79. Die zitierten Beispiele könnten auch bei der Kratzenburger Inschrift die Weihung an den Genius von collegia80, hier der cultores und colonis, vermuten lassen, wobei dann nach dem Wegfall der GeniusNennung die cultores und coloni im Dativ ausgeführt werden. Eng mit diesem Fragekomplex hängt auch die Interpretation von «Gortae Sucoriacae» zusammen. Wollte man dies als reine Ortsangabe deuten, müsste ein anderes Suffix (Gortensibus Sucoriacensibus) verwendet werden, wie dies beispielsweise bei den 50 Johne 1994, 79; Scheidel 1990, 259. 51 Scheidel 1990, 260. 52 Vgl. hierzu Schubert 2008 mit älterer Literatur. 53 Schubert 2008, 253–254; 256. 54 Schubert 2008, 258–259. 55 Schubert 2008, 265. 56 Schubert 2008, 267. 57 Rosafio 1994, 149; Scheidel 1990, 260–264. 58 Köster 2012, 75. 59 Johne 1994, 74. 60 d’Escurac-Doisy 1967, 64. 61 Delamarre 2003, 183; Degavre 1998, 243; Holder 1896, 2033. 62 Delamarre 2003, 285; Degavre 1998, 392; Holder 1904, 1653. 63 Buchmüller-Pfaff 1990, 1. 64 BuchmüllerPfaff 1990, 5–6 mit Belegen in den Anmerkungen 11–13; zum Ursprung des Suffix -iacus aus der keltischen Sprache und die Modifikation im Lateinischen vgl. Buchmüller-Pfaff 1990, 3–4 mit weiteren Nachweisen und Belegen in Anm. 5. 65 Buchmüller-Pfaff 1990, 8, 26. Ein aus einem germanischen Namen gebildetes Wort (Buchmüller-Pfaff 1990, 9–11) kann für das hier zu besprechende Beispiel aufgrund der Datierung ausgeschlossen werden. 66 Hierzu Buchmüller-Pfaff 1990, 12–16. 67 Buchmüller-Pfaff 1990, 13. 68 Buchmüller-Pfaff 1990, 14–15. 69 Buchmüller-Pfaff 1990, 15. 70 Pfister 2008, 437. 71 Zum saltus und dessen Bedeutung vgl. zusammenfassend Künzl 2010, 501–503. 72 Exemplarisch seien hier lediglich CIL 13, 4626 oder CIL 13, 4302 genannt. 73 Aus der grossen Menge der Beispiele seien hier CIL 13, 4192 und CIL 13, 3653 als pars pro toto aufgeführt. 74 Z.B. CIL 13, 5682 oder CIL 13, 7734. 75 Siehe AE 2011, 776; CIL 13, 8183, CIL 13, 6451, CIL 13, 775 oder CIL 13, 8808, um nur einige Beispiele anzuführen. 76 So z.B. bei CIL 13, 5622 oder CIL 12, 8841 bzw. CIL 13, 8015. 77 Binsfeld et al. 1988, 102 Nr. 195. 78 CIL 13, 3148. 79 CIL 13, 6541. 80 CIL 13, 8183; CIL 13, 8808; CIL 13, 7424; AE 2017, 1075a; CIL 13, 6688; AE 2001, 1569. 88 ianua patet cor magis DIE JOCHWEIHUNG DES VETERANEN PRIMANIUS INGENU(U)S ... Peter Henrich Ortsbezeichnungen von vicani regelhaft der Fall ist81. Alternativ wäre hier auch an einen lokativen Genitiv zu denken. Im Hinblick auf die oben in Betracht gezogene Deutung der cultores et colonis als eine Gemeinschaft aus Kolonen, die zugleich auch Mitglieder einer Kultgemeinschaft sind, muss im Vergleich zu anderen epigrafischen Belegen zwangsläufig die von den cultores verehrte Gottheit genannt werden. Hier böte sich an, Gorta als Namen einer Göttin im Genitiv zu interpretieren, die ebenfalls im Genitiv den Namen des Ortes trägt, an dem sie verehrt wird. In dem Zusammenhang ist auf eine Weihung der cultores der Quellgöttin Ura hinzuweisen82, die im Bereich eines Tempels an der Quelle des Eure nordöstlich von Nîmes gefunden wurde. Neben dem Nachweis einer Weihung an eine lokale Göttin ist hier ein direkter Namensbezug zum Ort gegeben. INTERPRETATIONSMÖGLICHKEITEN DER INSCHRIFT Entsprechend kommen sechs verschiedene Übersetzungsmöglichkeiten dieser Inschrift in Betracht: Der Veteran der 22. Legion Primigenia Pia Fidelis hat zu Ehren des göttlichen Kaiserhauses a) gemeinsam mit den cultores der Gorta aus Sucoriacum, die gleichzeitig coloni sind, die Weihung gestiftet. b) gemeinsam mit den cultores und coloni aus Gorta Sucoriaca die Weihung gestiftet. c) und für die cultores der Gorta aus Sucoriacum, die gleichzeitig coloni sind, die Weihung gestiftet. d) und für die cultores und coloni aus Gorta Sucoriaca die Weihung gestiftet. e) und dem Genius der cultores und coloni aus Gorta Sucoriaca die Weihung gestiftet f) und dem Genius der cultores der Gorta aus Sucoriacum, die gleichzeitig coloni sind, die Weihung gestiftet. ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT Bei den hier vorgestellten Funden handelt es sich um Jochbeschläge, die auf der Oberseite mit einer Weihe- (Kratzenburg, Walheim, Mainz) oder Besitzerinschrift (Lyon) versehen wurden. Unterschiede gibt es in der Art der Befestigung am Joch und in der Grösse. Mit der hier vorgelegten Inschrift liegt einer der sehr seltenen Nachweise der Nennung von coloni und cultores vor. Die Kombination von beiden, verbunden mit einem «et» ist bislang genauso einzigartig wie der Name Gorta Sucoriaca. Es lässt sich anhand des Suffixes -iacum, hier in adjektivischer Funktion, ein neuer Ortsname fassen. Alternativ könnte es sich bei Gorta in Kombination mit der Nennung der cultores auch um den Namen einer bisher namentlich nicht überlieferten Göttin handeln. Hinderlich bei einer Gesamtinterpretation sind fehlende Informationen zu Aufbau und Organisation der Landwirtschaft in Gallien, was sich besonders auf die Deutung der cultores und in der Konsequenz auch auf Gorta Sucoriaca auswirkt, sodass es sich bei Gorta in Analogie zu saltus auch um eine Verwaltungseinheit handeln könnte. Die Weihung eines Veteranen der 22. Legion ist in der Region bislang ohne Parallelen. Trotz aller Unwägbarkeiten und fehlender Informationen, einhergehend mit vielen unbeantworteten Fragen zu dem Abschnitt cultoribus et / colonis Gortae / Sucoriacae, möchte ich mich für folgende Interpretation aussprechen: Der Veteran der 22. Legion Primagenia Pia Fidelis, Primanius Ingenuus hat zu Ehren des göttlichen Kaiserhauses und dem Genius der cultores der Göttin Gorta aus Sucoriacum, die gleichzeitig coloni sind, die Weihung gestiftet. 81 Exemplarisch seien hier genannt: AE 2011, 777; CIL 13, 4565 oder CIL 13, 4681. 82 CIL 12, 3076. Vgl. auch Allmer 1888, 366. 89 ianua patet cor magis DIE JOCHWEIHUNG DES VETERANEN PRIMANIUS INGENU(U)S ... Peter Henrich LITERATURVERZEICHNIS Allmer 1888: A. Allmer, Les dieux celtiques, d’après les inscriptions du Midi de la France. Rev. Epigr. Midi France 49, 2, 1888, 366–369. Ankersdorfer 1973: H. Ankersdorfer, Studien zur Religion des römischen Heeres von Augustus bis Diokletian (Dissertation, Konstanz 1973). Becker 1874: J. Becker, Römisch-fränkische Inschrift eines Bronzerings aus Mainz. Ann. Ver. Nassau. Altkde. 13, 1874, 201–209. Bérard 1993: F. Bérard, La garnison de Lyon à l’époque julio-claudienne. In: Y. Le Bohec (Hrsg.), Militaires Romaines en Gaule civile. Tagungsakten Lyon 1991. Collect. Centre d’Études Romaines et Gallo-Romaines, N. S. 11 (Lyon 1993) 9–19. Bieber 1915: M. Bieber, Die antiken Skulpturen und Bronzen des Königlichen Museums Fridericianum in Cassel (Marburg 1915). Binsfeld et al. 1988: W. Binsfeld/K. Goethert-Polaschek/ L. Schwinden, Katalog der römischen Steindenkmäler des Rheinischen Landesmuseums Trier. Trierer Gr. u. Forsch. 12,1 (Mainz 1988). Buchmüller-Pfaff 1990: M. Buchmüller-Pfaff, Siedlungsnamen zwischen Spätantike und frühem Mittelalter: die -(i)acum-Namen der römischen Provinz Belgica Prima. Beih. Zeitschr. rom. Philol. 225 (Tübingen 1990). Clauss 1992: M. Clauss, Cultores Mithrae. Die Anhängerschaft des Mithras-Kultes. Heidelberger Althist. Beitr. u. Epigr. Stud. 10 (Stuttgart 1992). Degavre 1998: J. Degavre, Lexique gaulois. Receuil de mots attestés, transmis ou restitués et de leurs interpretations. Mém. soc. belge études celtiques (Bruxelles 1998). Delamarre 2003: X. Delamarre, Dictionnaire de la langue Gauloise. Une approche linguistique du vieux-celtique continental (Paris 2003²). d’Escurac-Doisy 1967: H. d’Escurac-Doisy, Notes sur le phénomène associatif dans le monde paysan à l’époque du Haut-Empire. Ant. africaines 1, 1967, 59–71. Duval/Boucher 1976: P.-M. Duval/J. P. Boucher, Bronzes antiques du musée de la civilisation gallo-romaine à Lyon. I. Inscriptions, statuaire, vaisselle (Lyon 1976). Henkel 1913: F. Henkel, Die römischen Fingerringe der Rheinlande und der benachbarten Gebiete (Berlin 1913). Henrich 2021: P. Henrich, Der römische Hortfund von Klotten. Materialdepot eines Herstellers für Jochaufsätze und Zügelführungsringe. Bonner Jahrb. 221, 2021, 111–147. Holder 1896: A. Holder, Alt-celtischer Sprachschatz. Erster Band A–H (Leipzig 1896). Holder 1904: A. Holder, Alt-celtischer Sprachschatz. Zweither Band I–T (Leipzig 1904). Johne 1993: K.-P. Johne, Von der Kolonenwirtschaft zum Kolonat. In: K.-P. Johne, Gesellschaft und Wirtschaft des Römischen Reiches im 3. Jahrhundert (Berlin 1993) 64–99. Johne 1994: K.-P. Johne, Die Entwicklung von Kolonenwirtschaft und Kolonat mit besonderer Berücksichtigung der nördlichen Grenzprovinzen des Reiches. In: H. Bender/H. Wolff (Hrsg.), Ländliche Besiedlung und Landwirtschaft in den Rhein-Donau-Provinzen des römischen Reiches. Passauer Universitätsschr. Arch. 2 (Espelkamp 1994) 73–86. Kakoschke 2006: A. Kakoschke, Die Personennamen in den zwei germanischen Provinzen. Ein Katalog. Band 1 – Gentilnomina Abilius-Volusius (Rahden/Westf. 2006). Kakoschke 2007: A. Kakoschke, Die Personennamen in den zwei germanischen Provinzen. Ein Katalog. Band 2,1 – Cognomina Albaius-Lysias (Rahden/Westf. 2007). Kakoschke 2010: A. Kakoschke, Die Personennamen in der römischen Provinz Gallia Belgica. Alpha-Omega. Reihe A. Lexika, Indizes, Konkordanzen zur klassischen Philologie 125 (Hildesheim 2010). Köster 2012: E. Köster, Stadt, Land, Fluss: Rechtliche Aspekte der Landnutzung in der Eifel nach dem Gallischen Krieg. In: M. Grünewald/S. Wenzel (Hrsg.), Römische Landnutzung in der Eifel. RGZM-Tagungen 16 (Mainz 2012) 73–85. Künzl 2010: E. Künzl, Die Zwölfgötter von Rohrdorf. Ein Heiligtum im Saltus Sumelocennensis von Marcus Aurelius bis Caracalla. Fundber. Baden-Württemberg 31, 2010, 450–560. Lőrincz 1999: B. Lőrincz (Hrsg.), Onomasticum Provinciarum Europae Latinarum. Vol. 2: Cabalicius–Ixus (Wien 1999). Lőrincz 2000: B. Lőrincz (Hrsg.), Onomasticum Provinciarum Europae Latinarum. Vol. 3: Labareus–Pythea (Wien 2000). Marbrouk 2021: J. Marbrouk, Les cultores deorum en Afrique à l’époque romaine. Pallas 116, 2021, 275–302. DOI 10.4000/pallas.21765 Pfahl 2012: S. F. Pfahl, Instrumenta latina et graeca inscripta des Limesgebietes von 200 v. Chr. bis 600 n. Chr. (Weinstadt 2012). Pfister 2008: M. Pfister, Onomastik und Morphologie: das galloromanische Suffix -(i)acus. In: A. Greule / H.-W. Herrmann/ K. Ridder/A. Schorr (Hrsg.), Studien zur Literatur, Sprache und Geschichte in Europa. Festschrift Wolfgang Haubrichs (St. Ingbert 2008) 429–438. Rosafio 1994: P. Rosafio, Slaves and coloni in the villa system. In: J. Carlsen (Hrsg.), Landuse in the Roman Empire. Analecta Romana Inst. Danici, Suppl. 22 (Rom 1994) 145–158. Scheidel 1990: W. Scheidel, Agricola, colonus, cultor, rusticus. Beobachtungen zum rechtlichen und sozialen Status der Landwirte in Columellas Schrift «De re rustica». Maia 42, 1990, 257–265. Schleiermacher 1962: W. Schleiermacher, Ein römischer Votivring aus Walheim. Germania 40, 1962, 336–340. Schubert 2008: Ch. Schubert, Die kaiserliche Agrargesetzgebung in Nordafrika von Trajan bis Justinian. Zeitschr. Papyr. u. Epigr. 167, 2008, 251–275. Tisserand/Nouvel 2013: N. Tisserand/P. Nouvel, Sanctuaire de source, sanctuaire des eaux ou simple sanctuaire en milieu humide? Découverte d’un complex cultuel antique à Magny-Cours (Nièvre). Rev. arch. Est 62, 2013, 157–185. ABBILDUNGSNACHWEIS 1 Kartengrundlage: Peter Palm (Berlin); Bildbearbeitung: Rheinisches Landesmuseum Trier, S. Dreßler. 2 Rheinisches Landesmuseum Trier, Th. Zühmer. 3 Landesarchäologie Rheinland-Pfalz, Markus Meinen. 4 Louison Desforêts/Lugdunum. 5 Fundberichte aus Schwaben, NF 18/2, 1967, Taf. 112, F.3; Bildbearbeitung: Rheinisches Landesmuseum Trier, S. Dreßler. 6 Nach Becker 1874, 201; Bildbearbeitung: Rheinisches Landesmuseum Trier, S. Dreßler. AUTOR Peter Henrich: [email protected] 429 ianua patet cor magis ABKÜRZUNGEN Grundsätzlich gelten die Zitier-Richtlinien und Abkürzungen der Römisch-Germanischen Kommission (vgl. Ber. RGK 71, 1990, 973 – 998; 73, 1992, 477 – 540). Zusätzlich werden folgende Abkürzungen für Zeitschriften verwendet: AKB Archäologisches Korrespondenzblatt AFS Archäologischer Führer der Schweiz AS Archäologie der Schweiz ASA Anzeiger für Schweiz. Altertumskunde ASA N.F. Anzeiger für Schweizerische Altertumskunde, Neue Folge ASSPA Annuaire de la Société Suisse de Préhistoire et d’Archéologie Ber. RGK Berichte der Römisch-Germanischen Kommission BPA Bulletin de l’Association Pro Aventico CAR Cahiers d’Archéologie Romande CIL Corpus Inscriptionum Latinarum HA Helvetica Archaeologica JbAK Jahresbericht aus Augst und Kaiseraugst JbAS Jahrbuch Archäologie Schweiz Jber. GPV Jahresbericht der Gesellschaft Pro Vindonissa Jber. SLMZ Jahresbericht des Schweiz. Landesmuseums Zürich JbHVFL Jahrbuch des Histor. Vereins für das Fürstentum Liechtenstein JbRGZM Jahrbuch des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz JbSGU Jahrbuch der Schweiz. Gesellschaft für Urgeschichte JbSGUF Jahrbuch der Schweiz. Gesellschaft für Urund Frühgeschichte MAGZ Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft Zürich RIC The Roman Imperial Coinage SPM Die Schweiz vom Paläolithikum bis zum frühen Mittelalter UFAS Urund frühgeschichtliche Archäologie der Schweiz Veröff. GPV Veröffentlichungen der Gesellschaft Pro Vindonissa ZAK Zeitschrift für Schweiz. Archäologie und Kunstgeschichte Weitere Abkürzungen und Siglen: ADB Archäologischer Dienst Bern AE L’Année Épigraphique AR Augusta Raurica EAD Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege (Grafische Sammlung SNB) EDCS Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby GPV Gesellschaft Pro Vindonissa GS Grafische Sammlung HLS Historisches Lexikon der Schweiz HMB Historisches Museum Basel HRL Hochrhein-Limes IDR Inscriptiones Daciae Romanae ILAlg Inscriptions latines d’Algérie ILJug Inscriptiones Latinae quae in Iugoslavia … repertae et editae sunt KAAG Kantonsarchäologie Aargau KASG Kantonsarchäologie St.Gallen KDM BS Die Kunstdenkmäler des Kantons Basel-Stadt MAGZ Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft Zürich ÖAI Österreichisches Archäologisches Institut ÖAW Österreichische Akademie der Wissenschaften PIR Prosopographia Imperii Romani PIR² Prosopographia Imperii Romani (2. Auflage) PLRE The Prosopography of the Later Roman Empire RIB The Roman Inscriptions of Britain RIU Die römischen Inschriften Ungarns SMRA Site et Musée romains d’Avenches SNB Schweizerische Nationalbibliothek ThLL Thesaurus Linguae Latinae RPC Münz-Typ nach Burnett u.a. 1992 Allgemeine Abkürzungen: Abb. Abbildung Anm. Anmerkung B. Breite Bd. Band Beg. N. Begrawiyeh Nord bes. besonders Bsp. Beispiel bspw. beispielsweise bzw. beziehungsweise ca. circa cf. vergleiche Dat. Datierung d. h. das heisst Dm. Durchmesser dt. deutsch ebda. ebenda ehem. ehemalig engl. englisch et al. und andere f./ff. folgende fig. figura/figure Fl. Fläche freundl. freundlich Fragm. Fragment frz. französisch Gr. Grab H. Höhe ha Hektare Imit. Imitation indet. unbestimmt insbes. insbesondere it. italienisch Jh. Jahrhundert Kat. Katalog l. links L. Länge lat. lateinisch Lit. Literatur M. Massstab max. maximal mind. mindestens N Norden n. Chr. nach Christus n. l. nach links n. r. nach rechts Nr./no. Nummer Nrn. Nummern O Osten o. ohne o. ä. oder ähnliches Pos. Position 430 ianua patet cor magis r. rechts rät. rätisch resp. respektive röm. römisch S Süden s. siehe S. Seite Sign. Signatur sog. sogenannt s. o. siehe oben St. Stärke s. u. siehe unten s. v. unter dem Stichwort (sub voce) Taf. Tafel u. und u. a. unter anderem v. a. vor allem v. Chr. vor Christus Verf. Verfasser verm. vermutlich Vorb. Vorbereitung W Westen z. B. zum Beispiel z. T. zum Teil Open Access doi 10.19218/3907662144