EIN ZERSTÖRTES GRÄBERFELD DER MITTELKAISERZEIT AN DER AESCHENVORSTADT IN BASEL
Abstract
In den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts wurden im spätrömisch-frühmittelalter-lichen Gräberfeld von Basel-Aeschenvorstadt Belege für ein zerstörtes mittelkai-serzeitliches Brandgräberfeld gefunden. Dazu gehören u. a. fünf ganz erhalteneBrandschüttungsgräber und ein Körpergrab, die ins 1. und 2. Jahrhundert datieren.Aus den Verfüllungen der spätrömischen und frühmittelalterlichen Körpergräberkonnte mittelkaiserzeitliche Keramik geborgen werden, die eine Nutzung desAreals als Bestattungsplatz bis ins mittlere 3. Jahrhundert belegt.
Full text
IANUA PATET COR MAGIS ANA Z. MASPOLI SANDRA AMMANN HANNES FLÜCK SVEN STRAUMANN (HRSG.) XXXIII Veröffentlichungen der Gesellschaft Pro Vindonissa FESTSCHRIFT FÜR PETER-ANDREW SCHWARZ ZUM 65. GEBURTSTAG
ianua patet cor magis
IANUA PATET COR MAGIS ANA Z. MASPOLI SANDRA AMMANN HANNES FLÜCK SVEN STRAUMANN (HRSG.) XXXIII Veröffentlichungen der Gesellschaft Pro Vindonissa FESTSCHRIFT FÜR PETER-A NDR EW SCHWARZ ZUM 65. GEBURTSTAG
GESELLSCHAFT PRO VINDONISSA © 2025 by Gesellschaft Pro Vindonissa, ch-5200 Brugg Promoted by LIBRUM Publishers & Editors LLC, Basel, Frankfurt a. M. isbn 978-3-907662-14-4 ianua patet cor magis by individual Authors is licensed under a Creative Commons AttributionNonCommercial 4.0 International License. www.creativecommons.org Open Access bei: www.librumopen.com doi 10.19218/3907662144 KORREKTORAT. Stefan Worminghaus, Rudolf Känel KOORDINATION. Hannes Flück, Sandra Ammann, Ana Z. Maspoli, Sven Straumann und Jörg Blum GESTALTUNGSKONZEPT, BILDREDAKTION, UMSCHLAG UND SATZ . Jörg Blum, Zürich BILDBEARBEITUNG. Thomas Humm, humm dtp Matzingen, und Jörg Blum, Zürich DRUCK. Druckhaus Müller, Langenargen (D) klima-druck.de ID-Nr. Druckprodukt CO₂ kompensiert Mehr Informationen zur Berechnungsmethodik, zur Kompensation und dem gewählten GoldstandardKlimaschutzprojekt finden Sie unter klima-druck.de/ID. 24181679 Präsidialdepartement des Kantons Basel-Stad t Archäologische Bodenforschung Abteilung Kultur DIE DRUCKLEGUNG WURDE ERMÖGLICHT MIT FINANZIELLEN BEITRÄGEN VON FOLGENDEN INSTITUTIONEN. Swisslos-Fonds Kanton Aargau Dr. Daniel Schuhmann Fonds Stiftung Pro Augusta Raurica Archäologische Bodenforschung Basel-Stadt Kantonsarchäologie Aargau Kantonsarchäologie Solothurn Kantonsarchäologie Zürich Kantonsarchäologie St.Gallen Kantonsarchäologie Schaffhausen Archäologie, Hauptabteilung Kultur, Glarus Archäologischer Dienst Graubünden Section d’archéologie et paléontologie du Canton de Jura Römerstadt Augst Archäologie Schweiz Arbeitsgemeinschaft für die provinzialrömische Forschung in der Schweiz (ARS) Gesellschaft Pro Vindonissa Basler Zirkel für Urund Frühgeschichte Arbeitsgemeinschaft Prospektion Schweiz Albert-Weitnauer-Stiftung Departement Bildung und Kultur Fachstelle Archäologie TITELBILD. Eingang mit Inschrift und Wappen der Familie von Salis. Palazzo Salis, Bondo. Foto: Andrea Badrutt
ianua patet cor magis ZUM GELEIT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Ana Z. Maspoli TABULA GRATULATORIA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 BIBLIOGRAFIE VON PETER-ANDREW SCHWARZ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 LISTE DER VON PETER-ANDREW SCHWARZ AB 2007 BETREUTEN ABSCHLUSSARBEITEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 DIE VINDONISSA-PROFESSUR AN DER UNIVERSITÄT BASEL – EIN INTERKANTONALES ERFOLGSMODELL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 Thomas Doppler, Elisabeth Bleuer und Georg Matter 15 JAHRE LEGIONÄRSPFAD VINDONISSA: EINE ERFOLGSGESCHICHTE . . . . . . . . . . . 31 Rahel Göldi (K)EINE ZUKUNFT OHNE HERKUNFT? GEDANKEN ZUM STATUS QUO UND HERAUSFORDERUNGEN DER ARCHÄOLOGIE IN DER SCHWEIZ IM 21. JAHRHUNDERT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41 Andrea Schaer GÄHNENDE LEERE? VERBREITUNGSKARTEN, IHRE GESCHICHTE UND INTERPRETATION AM BEISPIEL SPÄTREPUBLIKANISCHEN BRONZEGESCHIRRS 49 Holger Baitinger und Gabriele Rasbach ENTRE ARGENTORATE ET VINDONISSA LES CAMPS MILITAIRES JULIO-CLAUDIENS D’OEDENBURG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61 Michel Reddé CIL III 4441 – EINE INSCHRIFT SUCHT IHREN TEMPEL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67 Franziska Beutler, Christian Gugl, Gabrielle Kremer und Mario Wallner DIE JOCHWEIHUNG DES VETERANEN PRIMANIUS INGENU(U)S MIT NENNUNG DER CULTORES UND COLONI AUS KRATZENBURG . . . . . . . . . . . . . . . . 81 Peter Henrich BUILD THAT WALL! ÜBERLEGUNGEN ZUM ARBEITSAUFWAND BEI DER ERRICHTUNG DER GALLIENISCHEN STADTMAUER VON VERONA . . . . . . . . . . . . . . . . . 91 Ulrich Stockinger RETOUR SUR LE BUSTE EN OR D’AVENCHES . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .101 Michel E. Fuchs INHALT
ianua patet cor magis KARNIVORE NEANDERTALER UND RÖMISCHE GERSTENFRESSER: ZUR VERKNÜPFUNG VON TIERISCHEM PROTEIN MIT «URSPRÜNGLICHER MÄNNLICHKEIT» UND MACHT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .111 Brigitte Röder EQUIDEN ALS SPIEGEL VON MENSCH-TIER-BEZIEHUNGEN IN RÖMISCHER ZEIT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .121 Claudia Gerling DONNÉES RÉCENTES SUR L’HABITAT GALLO-ROMAIN DE COURROUX (CANTON DU JURA) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .131 Robert Fellner et Céline Robert-Charrue Linder EINE EISENPFEIFE VON DER SPÄTLATÈNEZEITLICHEN HÖHENBEFESTIGUNG MONTCHAIBEUX (JU) – ENDLICH EIN BEWEIS FÜR KELTISCHE PFEIFENRAUCHER? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .141 Raphael Berger, Andreas Heege und Elena Prado EIN GLÜCKSBRINGER AUS DER VILLA RUSTICA VON FLUMENTHALATTISHOLZWALD IM KANTON SOLOTHURN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .155 Mirjam Wullschleger HANDWERK IM BILD – BERUFSDARSTELLUNGEN AUF RÖMISCHEN GEFÄSSEN ALS AUSDRUCK GEMEINSCHAFTLICHER IDENTITÄT: EIN NEUER BLICK AUF EINEN ALTBEKANNTEN FUND AUS STUDEN BE/PETINESCA . . . . . . . . . . . . . . . . .165 Christa Ebnöther und Andrew Lawrence mit Beiträgen von Markus Scholz und Günther E. Thüry SCHON DREIMAL AUSGEGRABEN UND DENNOCH ETWAS GEFUNDEN – DIE RÖMISCHE VILLA AUF DEM LENDENBERG BEI SCHLEITHEIM . . . . . . . . . . . . . . . .179 Valentin Homberger «THE BITE OF A SNAKE» EINE GUSSFORM FÜR SCHLANGEN ARMREIFEN AUS KEMPRATEN . . . . . . . . . . . . . . . .191 Regula Ackermann, Hannes Flück und Markus Helfert AUF DER SUCHE NACH DER PIONIERBESIEDLUNG. ZUR FRÜHZEIT VON AUGUSTA RAURICA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 203 Sven Straumann, Sandra Ammann und Hans Sütterlin AUGUSTUS IN AUGST: EIN BRONZE NACHGUSS DER STATUE VON PRIMAPORTA IM GARTEN DER VILLA CLAVEL UND DIE ITALIENISCHE KUNSTINDUSTRIE . . . . 221 Martin A. Guggisberg VERFLIXT UND ZUGEMAUERT – NEUES ZUR WESTFRONT DES HAUPTFORUMS VON AUGUSTA RAURICA . . . . . . . . . 233 Juha Fankhauser, Simon Friz, Cédric Grezet und Claude Spiess VOM FEILKLOBEN ZUM SCHRAUBSTOCK – 2000 JAHRE KLEMM VORRICHTUNGEN IM HANDWERK . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 251 Alex R. Furger ERRARE HUMANUM EST: EIN ANTONINIAN FÜR TETRICUS II. MIT FEHLERHAFTER LEGENDE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 267 Markus Peter
ianua patet cor magis SCHÄDEL GEFUNDEN! NEUES ZUM PLATTENGRAB BEIM FELDHOF IN AUGUSTA RAURICA/AUGST . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 271 Michael Baumann EINE SELTENE BEIGABE IN EINEM FRÜHMITTELALTERLICHEN FRAUENGRAB AUS KAISERAUGST . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 277 Simone Mayer ZU ZWEI NEUENTDECKTEN ZIEGELPLATTEN MIT GRAFFITI AUS DEM CASTRUM RAURACENSE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 287 Jakob Baerlocher PRIMI VINDONISSENSES – DIE SPÄTLATÈNEZEITLICHEN BRANDGRÄBER DER GRABUNG WINDISCH-SPILLMANNWIESE V.003.1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 295 Örni Akeret, Cornelia Alder, Sabine Deschler-Erb und Lara Kurmann ACHILL AUF EINEM GOLDRING MIT GLASKAMEO AUS VINDONISSA . . . . . . . . . . . . . 311 Regine Fellmann Brogli und Stefanie Martin-Kilcher EIN BISSCHEN GLAS MUSS SEIN! ZU EINER GESICHTSPERLE AUS DEM GRÄBERFELD AM REMIGERSTEIG IN VINDONISSA/BRUGG AG . . . . . . . . . 321 Sylvia Fünfschilling EINE TÖNERNE STÜTZFIGUR AUS VINDONISSA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 327 Rudolf Känel LETZTE RUHE MIT RHEINBLICK. NEUES UND ALTES ZU DEN SPÄTANTIKEN BESTATTUNGEN IN MUMPF . . . . . . . . . . 335 Nathalie Hertig AUF DEM WINDISCHER SPORN – ANMERKUNGEN ZU EINER SPÄTRÖMISCHEN BEFESTIGUNG VON VINDONISSA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 343 Matthias Flück und Jürgen Trumm MAUERN UND MÜNZEN AUF DER EGG ZWISCHEN MANDACH UND VILLIGEN – EINE ALTE GRABUNG IN NEUEM LICHT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 361 Valentin Häseli EIN ZERSTÖRTES GRÄBERFELD DER MITTELKAISERZEIT AN DER AESCHENVORSTADT IN BASEL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 375 Markus Asal EXILE? ON MAIN STREET? DIE SPÄTANTIK-FRÜHMITTELALTERLICHEN BESTATTUNGEN ÖSTLICH DES MÜNSTERHÜGELS (BASEL-ANTIKENMUSEUM) UND IHR KONTEXT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 387 Martin Allemann und Anna Flückiger WIE KOMMT EINE TÖRICHTE JUNGFRAU VOM MÜNSTER NACH ST. LEONHARD? TRANSFER EINES BASLER STATUEN FRAGMENTES . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 399 Christoph Philipp Matt SECOND LIFE DER DINGE: BASLER SPOLIEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 409 Hans-Rudolf Meier KOT, KULT UND KÜCHE – TAUBEN IN MARRAKESCH . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 419 Thomas Reitmaier und Raphael Sele ABKÜRZUNGEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 429
381 ianua patet cor magis EIN ZERSTÖRTES GRÄBERFELD DER MITTELKAISERZEIT Markus Asal men von Gefässen, die nicht als Urne gedient haben können. So vor allem Schüsseln, Schälchen, Tassen, Teller, Krüge und Becher. Diese dürften als Behälter für Speisebeigaben gedient haben. Eine erste grobe Auswertung der Verteilung der verbrannten und unverbrannten Keramikscherben auf Gefässformen zeigt, dass vor allem Schüsseln/ Schalen, Schälchen/Tassen, Teller und Krüge auf dem Scheiterhaufen mitverbrannt wurden ▶ 6. Die verbrannten Scherben erreichen bei diesen Gefässen Werte zwischen 66,6% und 78% vom Gesamtbestand. Sie dienten wohl in den meisten Fällen als Behältnisse für Speisebeigaben. Demgegenüber weisen nur 23% der Scherben von Bechern und 21% derjenigen von Töpfen Brandspuren auf. Zahlreiche unverbrannte Scherben von Töpfen stammen von 1 2 3 4 5 6 78 1211109 20 17 18 19 16151413 6 Gräberfeld Basel-Aeschenvorstadt, Grabung 1958/2. Umzeichnung der mittelkaiserzeitlichen Keramik aus der Verfüllung von Grab 360 (Auswahl). 1–12: Terra Sigillata, 2.–1. Hälfte 3. Jh., alle mit Brandspuren ausser Nrn. 2 und 9; 13–19: Gebrauchskeramik, alle mit Brandspuren ausser Nrn. 13, 16 und 17; 20: Reibschüssel, mit Brandspuren. Massstab 1:2.
382 ianua patet cor magis EIN ZERSTÖRTES GRÄBERFELD DER MITTELKAISERZEIT Markus Asal Kochtöpfen, aber auch von feinkeramischen Schulterund Steilrandtöpfen, wie sie uns bereits in den vier vollständig erhaltenen Brandschüttungsgräbern mit Urne begegnet sind. Bei den Töpfen lässt sich das weitgehende Fehlen von Brandspuren sicher damit begründen, dass sie als Urnen gedient haben dürften. Auffallend ist jedoch der hohe Wert an nicht verbrannten Scherben bei den Bechern (77%), aber auch der Anteil von 22 bis 33,3% nicht verbrannter Scherben bei den anderen Gefässkategorien. Einige dieser nicht verbrannten Gefässe sind vielleicht aufgrund ihrer Lage auf dem Scheiterhaufen oder durch Herunterfallen dem Feuer entgangen. Aber die auffällige Häufung bei den Bechern ist sicher ein Hinweis darauf, dass offenbar auch nach der Kremation noch Beigaben ins Grab mitgegeben wurden. Dieser Brauch konnte im Gräberfeld von Courroux/JU nicht beobachtet werden, hier fehlen unverbrannte Keramikscherben fast vollständig23. Ob sich in Basel ein regionaler Unterschied in den Bestattungssitten abzeichnet, wäre noch vertiefter zu analysieren. Die zahlenmässig deutlich selteneren Glasgefässe gehören in den gleichen Kontext: Sie dienten als Behältnisse für flüssige Beigaben und wurden entweder auf dem Scheiterhaufen mitverbrannt oder gelangten als Beigabe nach der Kremation ins Grab. Ob daraus eine soziale Differenzierung abgeleitet werden kann, da Glasgefässe sicher zu den kostbareren Beigaben gezählt werden können, sei an dieser Stelle offengelassen. Die soziale Differenzierung anhand von Grabbeigaben in kaiserzeitlichen Gräberfeldern ist ohnehin sehr schwierig zu bewerkstelligen, da andere Bei gaben als Keramikund Glasgefässe wie z. B. persönliche Gegenstände, die etwas über die bestattete Person aussagen könnten, eher selten sind24. So fanden sich auch in Basel lediglich zwei Münzen, eine Fibel und ein Messer, die keine Rückschlüsse auf die soziale Stellung der Bestatteten erlauben. LAGE, AUSDEHNUNG UND MÖGLICHE GLIEDERUNG DES BRANDGRÄBERFELDES Anhand der Lage der erhaltenen und abgegangenen Brandschüttungsgräber und mithilfe der spätrömischen oder frühmittelalterlichen Körpergräber, in deren Verfüllungen sich mittelkaiserzeitliche Keramik fand, lässt sich die Ausdehnung des ehemaligen Gräberfeldes ungefähr abschätzen. Eine sichere Bestimmung des ursprünglichen Umfangs des mittelkaiserzeitlichen Brandgräberfeldes ist nicht möglich, da zahlreiche Gräber im Verlauf der letzten zwei Jahrhunderte undokumentiert ausgegraben wurden und somit spurlos verschwunden sind. Sämtliche Belege für mittelkaiserzeitliche Bestattungen stammen aus dem nordöstlichen Bereich des spätrömisch-frühmittelalterlichen Gräberfeldes. Dieser Bereich lag neben einer (postulierten) römischen Strasse, die in Richtung heutiger Schifflände und von da westwärts führte. Anhand der Streuung der heute noch nachweisbaren mittelkaiserzeitlichen Befunde und Funde lässt sich eine Ausdehnung des Brandgräberfeldes von ca. 50 auf 50 m annehmen. Der zugehörige mittelkaiserzeitliche vicus von Basel, der sich im südlichen Vorfeld des Münsterhügels befand, lag gut 100–150 m nördlich des Brandgräberfeldes ▶ 7. Anhand der Befunde lassen sich heute nur noch gerade zwölf mittelkaiserzeitliche Bestattungen sicher fassen und lokalisieren, nämlich die vier Urnengräber, das Brandschüttungsgrab ohne Urne, das mittelkaiserzeitliche Körpergrab, die mutmassliche Wiederbestattung in Grab 291 und die Überreste von fünf abgegangenen Brandbestattungen in den spät römisch-frühmittelalterlichen Grabgruben. Wie viele Bestattungen durch die 567 Keramikfragmente, Rhein Wettsteinbrücke Münsterplatz Barfüsserplatz Aeschenplatz Elisabethenstrasse Aeschenvorstadt Steinenberg St. Alban-Graben Freie Strasse Birsig mittelkaiserzeitlicher Siedlungsperimeter spätrömische Strassen aktuelle Bebauung spätrömisch-frühmittelalterliche Gräber Ausdehnung Brandgräberfeld aktueller Gewässerverlauf 100 m050 7 Lage des mittelkaiserzeitlichen Brandgräberfeldes von Basel/Aeschenvorstadt und des vicus von Basel. 23 Vgl. Martin-Kilcher 1976, 93. 24 Vgl. dazu Martin-Kilcher/Castella 2002, 351–354.
383 ianua patet cor magis EIN ZERSTÖRTES GRÄBERFELD DER MITTELKAISERZEIT Markus Asal die Gläser und die vier nichtkeramischen Beigaben aus den Körpergrabverfüllungen und den Streufunden repräsentiert werden, lässt sich beim besten Willen nicht eruieren. Die Anzahl der pro Bestattung gefundenen Reste von Beigaben variiert auch in ande ren Brandgräberfeldern so stark, dass kein plausibler Durchschnittswert errechnet werden kann. Dies ist auch verständlich, wenn man bedenkt, dass die Anzahl der (meist verbrannten) Scherben, die zusammen mit dem Leichenbrand in die Bestattung gelangen, eher zufällig ist. Sie hängt davon ab, was nach der Kremation aufgelesen und ins Grab mitgegeben wurde. Die Verteilung der Belege für mittelkaiserzeitliche Bestattungen erweckt zumindest prima vista den Eindruck, dass hier nicht ohne System bestattet wurde. Vielmehr scheinen die Bestattungen in kleineren, räumlich zusammengehörigen Gruppen erfolgt zu sein ▶ 8. Zwischen diesen Gruppen liegen Zonen mit regelmässig gut dokumentierten Körpergräbern, in deren Verfüllungen keine mittelkaiserzeitlichen Scherben gefunden wurden und in denen auch keine 203 346 (1905) 363 362 361 358 360 359 347 348 349 352 356 354 353 355 357 351 350 26 28 27 32 24 23 33 35 25 72 76 71 66 62 60 43 45 64 48 95 80 103 94 90 85 78 91 57 89 55 47 44 73 69 75 74 65 68 123 84 51 122 22 70/31 29 30 79 34 81 99 92 102/106 96/97 100/101 104/105 86-88 56 63 67 98 93 77/82 176 172-175 178 177 193 192 194 191 189 190 202 203 181 182 188 187 186 195 204 179 196 219 220 223 221 254 239 234 235 236 228 257 102/106 242 104/105 282 280 278 279 276 283 277 281 284 341 342 301 299 345 314 315 320 321 316 298 312 288 294 289 293 297 307 340 317 323 322 313 295 296 287 328 329 330 325 324 327 304 303 308 334 335 326 332 290 344 339 338 333 331 336 337 306 310 311 318 319 285 286 292 291 300 305 305a 309 302 343 379 377 378 414 382 380 406 413 384 417 386/388 416 387 383 390 402 397 407 367 365 364 415 405 409 412 370 366 Grab-Nr. 371 411 372 374 368/369 404 393 403 400 395 398 389 391 385 401 410 408 396 394 381 376 399 392 1970/F 1970/H 1970/J 1970/B 1970/A 1970/D 1970/C 1970/E 1970/G 955 935 915 895 545 565 585 605555 575 595 945 925 905 Aeschenvorstadt Orientierung festgestellt aktuelle Bebauung Reste von Brandgräbern in späteren Körpergräbern mittelkaiserzeitliche Keramik in Grabverfüllungen Orientierung unsicher mittelkaiserzeitliche Grabbefunde Steinplattengrab Brandgrab spätrömische Strasse 10 m0 5 8 Gräberfeld Basel-Aeschenvorstadt, nordöstlicher Ausschnitt. Hellgrün: Mutmassliche Bestattungsgruppen im Brandgräberfeld.
384 ianua patet cor magis EIN ZERSTÖRTES GRÄBERFELD DER MITTELKAISERZEIT Markus Asal mittelkaiserzeitlichen Streufunde vorlagen. Man kann durchaus davon ausgehen, dass beim Anlegen eines Körpergrabes die Keramik aus den dabei zerstörten älteren Brandgräbern nicht über grössere Distanzen verstreut wurde, sondern in einem beschränkten Umkreis zu liegen kam oder eben wieder in die Verfüllungen der gerade ausgehobenen Körper gräber gelangte. Somit darf davon ausgegangen werden, dass diese räumlich vonein ander getrennten Gruppen nicht durch Verlagerungen beim Anlegen der Körpergräber entstanden, sondern tatsächlich eine ehemalige Gliederung des Brandgräberfeldes widerspiegeln. Offen muss dabei bleiben, ob es sich um Bestattungszonen einzelner Familien oder Sippen im vicus gehandelt haben könnte, ähnlich wie dies für das Gräberfeld von Petinesca vermutet wird, wo ebenfalls mehrere Grabgruppen festgestellt wurden25. Eine chronologische Ordnung scheint hingegen ausgeschlossen, denn innerhalb jeder der Gruppen fand sich Keramik vom 1. bis ins 3. Jahrhundert. ANNÄHERUNG AN DIE BELEGUNGSZEIT Grab 394, eines der vier erhaltenen Urnengräber, ist das älteste erhaltene Urnengrab. Als Urne wurden hier ein Kochtopf mit leicht gekehltem Trichterrand, Einstichverzierung und Kammstrich verwendet, der anhand seiner Machart in Spätlatènetradition in die 1. Hälfte des 1. Jahrhunderts datiert werden kann. Anhand der aus den Verfüllungen der Körpergräber und der als Streufunde geborgenen Keramik der mittleren Kaiserzeit lässt sich eine Belegung sicher bis ins mittlere 3. Jahrhundert ablesen. Von den 567 Keramikscherben können 324 anhand der Angaben bei Fellmann-Brogli u.a. 1992 auf ein halbes Jahrhundert genau datiert oder zumindest statistisch einer Jahrhunderthälfte zugewiesen werden26. Trotz der dadurch entstehenden statistischen Unschärfe der Datierungen lassen sich doch deutliche Unterschiede erkennen ▶ 9. Scherben, die in die 1. Hälfte des 1. Jahrhunderts datieren, sind mit 61 Exemplaren (18,8%) bereits recht gut vertreten. In der 2. Hälfte des 1. Jahrhunderts steigt die Zahl dann sprunghaft auf 143,5 Scherben (44,3%), um danach im Verlauf des 2. Jahrhunderts und bis in die 1. Hälfte des 3. Jahrhunderts wieder genauso deutlich abzu fallen. In dieser Mengenverteilung der Scherben könnte sich eine Zuund Abnahme der Anzahl der Bestattungen auf dem Gräberfeld vom 1. bis ins 3. Jahrhundert andeuten. Wenn dem tatsächlich so wäre, dann entspräche dieses Bild zumindest für das 1. Jahrhundert demjenigen, das eine Auswertung der Münzfunde aus dem vicus von Basel für denselben Zeitraum ergab. Die chronologische Auswertung der Fundmünzen aus dem Bereich des vicus konnte nämlich aufzeigen, dass bis um die Mitte des 1. Jahrhunderts nur wenige Münzen verloren gingen, während ab der Mitte des 1. Jahrhunderts ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen ist27. Allerdings steigen die Münzverluste im vicus im 2. Jahrhundert nochmal an, um erst im 3. Jahrhundert wieder deutlich abzufallen, während demgegenüber die Anzahl der im Gräberfeld gefundenen Keramikscherben bereits im 2. Jahrhundert wieder stark rückgängig ist. Dies mahnt zur Vorsicht. Es ist genauso gut denkbar, dass die Mengenentwicklung der Keramik im Gräberfeld nicht die Zuoder Abnahme der Intensität der Bestattungs tätigkeit aufzeigt, die möglicherweise als Indikator für die Besiedlungsdichte des vicus dienen könnte, sondern dass sich dahinter veränderte Beigabensitten verbergen. Möglicherweise wurden im 2. und 3. Jahrhundert einfach mengenmässig weniger Beigaben in die Gräber mitgegeben. Dies scheint eine generelle Entwicklung in der Beigabensitte der frühen und mittleren Kaiserzeit gewesen zu sein28. Ob dies auch für das mittelkaiserzeitliche Brandgräberfeld Basel-Aeschenvorstadt Gültigkeit hat oder ob sich in den Mengenveränderungen vielleicht doch eine Zuoder Abnahme der Bestattungsintensität spiegelt, wäre noch vertiefter zu analysieren. 20 40 0 60 80 100 120 140 160 143,5 61 50 54,5 15 Anzahl Keramikscherben n = 324 1. H. 2. H. 1. Jh. 1. H. 2. H. 2. Jh. 1. H. 3. Jh. 9 Gräberfeld Basel-Aeschenvorstadt. Chronologische Verteilung der in den Fundkatalog aufgenommenen mittelkaiserzeitlichen Keramik aus den Verfüllungen der spätrömisch-frühmittelalterlichen Körpergräber (inkl. Streufunde). 25 Bacher 2006, 89–90. Im Gräberfeld von Petinesca konnten vier Grabgruppen identifiziert werden, bei denen es sich nach Vermutung des Autors um «Begräbnisvereine oder noch wahrscheinlicher um Familiengruppen (sepulcra familiaria oder hereditaria)» handelt. 26 Die Zuweisung zu halben Jahrhunderten erfolgte nach folgendem Schema: Scherben, deren Datierung sich über zwei Jahrhunderthälften erstreckt (z. B. «1. Jh.» oder «2. Hälfte 1./1. Hälfte 2. Jh.»), wurden pro Jahrhunderthälfte mit 0,5 gezählt. Scherben, die über mehr als zwei Jahrhunderthälften datiert wurden, wurden als nicht datierbar ausgeschieden. Scherben, die zum grösseren Teil in eine Jahrhunderthälfte datieren (z. B. «Ende 1./1. Hälfte 2. Jh.» oder «1./Anfang 2. Jh.»), wurden dem grösseren Teil zugeordnet. 27 Asal 2023, 10. 28 Vgl. dazu Martin-Kilcher/Castella 2002, 351; Martin-Kilcher 1976, 93–94.
385 ianua patet cor magis EIN ZERSTÖRTES GRÄBERFELD DER MITTELKAISERZEIT Markus Asal LITERATURVERZEICHNIS Asal 2023: M. Asal, Münzen erzählen Geschichte. Erkenntnisse zur Siedlungsentwicklung im Vorfeld der spätrömischen Befestigung auf dem Basler Münsterhügel auf der Basis numismatischer Auswertungen. Jahrb. AS 106, 2023, 7–22. Bacher 2006: R.Bacher, Das Gräberfeld von Petinesca. Mit Beiträgen von C. Brombacher, E. Büttiker-Schumacher. A. Cueni, S. Frey-Kupper und S. Ulrich-Bochsler. Petinesca3 (Bern 2006). Burckhardt-Biedermann 1895: Burckhardt-Biedermann, Älteste römische Niederlassung in Basel. Anz. Schweizer. Altertumskde. 28, 4, 1895, 482–490. Brun 1891: C. Brun, Kleine Nachrichten. Anz. Schweizer. Altertumskde. 24, 4, 1891, 581–587. Fellmann Brogli u. a. 1992: R.Fellmann Brogli/S. Fünfschilling/R. Marti/B. Rütti/D. Schmid, Das römisch-frühmittelalterliche Gräberfeld von Basel/Aeschenvorstadt. Basler Beitr. Uru. Frühgesch. 10B(Derendingen 1992). Hintermann 2000: D. Hintermann, Der Südfriedhof von Vindonissa. Veröff.GPV17 (Brugg 2000). Martin-Kilcher 1976: S. Martin-Kilcher, Das römische Gräberfeld von Courroux im Berner Jura. Basler Beitr. Uru. Frühgesch. 2 (Derendingen 1976). Martin-Kilcher/Castella 2002: S. Martin-Kilcher/D. Castella, Glaube, Kult und Gräber.In: L. Flutsch/F. Rossi/U. Niffeler (Hrsg.), Die Schweiz vom Paläolithikum bis zum frühen Mittelalter 5 (Basel 2002),305–354. Matt/Alder 2006: Ch. Ph. Matt/C. Alder, Grabung 2007/54, Henric-Petri-Strasse 11 (Drachencenter). Jahresber. Arch. Bodenforsch. Kt. Basel-Stadt, 2009, 46–50. Wahl/Kokabi 1988: J. Wahl/M. Kokabi, Das römische Gräberfeld von Stettfeld I. Mit Beiträgen von S. Alföldy-Thomas und G. Falkner. Forsch. und Ber. Vorund Frühgesch. Baden-Württemberg29 (Stuttgart 1988). Ziegler/Oeri 1958: R. Ziegler/H. G. Oeri, IV. Wissenschaftliche Untersuchungen. Basler Zeitschr. Ges. u. Altertumskde. 57, 1958, IV–VIII. ABBILDUNGSNACHWEIS 1, 2, 7–9 Archäologische Bodenforschung Basel-Stadt. Bearbeitung Karten und Grafiken: Peter von Holzen. 3 Archäologische Bodenforschung Basel-Stadt. Bildbearbeitung: Peter von Holzen; Bearbeitung Foto: Michael Wenk; Zeichnung: Christine Nagel. 4 Archäologische Bodenforschung Basel-Stadt. Bearbeitung Foto: Michael Wenk. 5 Archäologische Bodenforschung Basel-Stadt. Bildbearbeitung: Peter von Holzen; Bearbeitung Foto: Michael Wenk; Zeichnung: Christine Nagel nach Original von R. Moosbrugger-Leu. 6 Fellmann Brogli u. a. 1992, Tafel 26. Zeichnungen: Christine Nagel; Bearbeitung: Peter von Holzen. AUTOR Markus Asal: [email protected]
429 ianua patet cor magis ABKÜRZUNGEN Grundsätzlich gelten die Zitier-Richtlinien und Abkürzungen der Römisch-Germanischen Kommission (vgl. Ber. RGK 71, 1990, 973 – 998; 73, 1992, 477 – 540). Zusätzlich werden folgende Abkürzungen für Zeitschriften verwendet: AKB Archäologisches Korrespondenzblatt AFS Archäologischer Führer der Schweiz AS Archäologie der Schweiz ASA Anzeiger für Schweiz. Altertumskunde ASA N.F. Anzeiger für Schweizerische Altertumskunde, Neue Folge ASSPA Annuaire de la Société Suisse de Préhistoire et d’Archéologie Ber. RGK Berichte der Römisch-Germanischen Kommission BPA Bulletin de l’Association Pro Aventico CAR Cahiers d’Archéologie Romande CIL Corpus Inscriptionum Latinarum HA Helvetica Archaeologica JbAK Jahresbericht aus Augst und Kaiseraugst JbAS Jahrbuch Archäologie Schweiz Jber. GPV Jahresbericht der Gesellschaft Pro Vindonissa Jber. SLMZ Jahresbericht des Schweiz. Landesmuseums Zürich JbHVFL Jahrbuch des Histor. Vereins für das Fürstentum Liechtenstein JbRGZM Jahrbuch des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz JbSGU Jahrbuch der Schweiz. Gesellschaft für Urgeschichte JbSGUF Jahrbuch der Schweiz. Gesellschaft für Urund Frühgeschichte MAGZ Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft Zürich RIC The Roman Imperial Coinage SPM Die Schweiz vom Paläolithikum bis zum frühen Mittelalter UFAS Urund frühgeschichtliche Archäologie der Schweiz Veröff. GPV Veröffentlichungen der Gesellschaft Pro Vindonissa ZAK Zeitschrift für Schweiz. Archäologie und Kunstgeschichte Weitere Abkürzungen und Siglen: ADB Archäologischer Dienst Bern AE L’Année Épigraphique AR Augusta Raurica EAD Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege (Grafische Sammlung SNB) EDCS Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby GPV Gesellschaft Pro Vindonissa GS Grafische Sammlung HLS Historisches Lexikon der Schweiz HMB Historisches Museum Basel HRL Hochrhein-Limes IDR Inscriptiones Daciae Romanae ILAlg Inscriptions latines d’Algérie ILJug Inscriptiones Latinae quae in Iugoslavia … repertae et editae sunt KAAG Kantonsarchäologie Aargau KASG Kantonsarchäologie St.Gallen KDM BS Die Kunstdenkmäler des Kantons Basel-Stadt MAGZ Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft Zürich ÖAI Österreichisches Archäologisches Institut ÖAW Österreichische Akademie der Wissenschaften PIR Prosopographia Imperii Romani PIR² Prosopographia Imperii Romani (2. Auflage) PLRE The Prosopography of the Later Roman Empire RIB The Roman Inscriptions of Britain RIU Die römischen Inschriften Ungarns SMRA Site et Musée romains d’Avenches SNB Schweizerische Nationalbibliothek ThLL Thesaurus Linguae Latinae RPC Münz-Typ nach Burnett u.a. 1992 Allgemeine Abkürzungen: Abb. Abbildung Anm. Anmerkung B. Breite Bd. Band Beg. N. Begrawiyeh Nord bes. besonders Bsp. Beispiel bspw. beispielsweise bzw. beziehungsweise ca. circa cf. vergleiche Dat. Datierung d. h. das heisst Dm. Durchmesser dt. deutsch ebda. ebenda ehem. ehemalig engl. englisch et al. und andere f./ff. folgende fig. figura/figure Fl. Fläche freundl. freundlich Fragm. Fragment frz. französisch Gr. Grab H. Höhe ha Hektare Imit. Imitation indet. unbestimmt insbes. insbesondere it. italienisch Jh. Jahrhundert Kat. Katalog l. links L. Länge lat. lateinisch Lit. Literatur M. Massstab max. maximal mind. mindestens N Norden n. Chr. nach Christus n. l. nach links n. r. nach rechts Nr./no. Nummer Nrn. Nummern O Osten o. ohne o. ä. oder ähnliches Pos. Position
430 ianua patet cor magis r. rechts rät. rätisch resp. respektive röm. römisch S Süden s. siehe S. Seite Sign. Signatur sog. sogenannt s. o. siehe oben St. Stärke s. u. siehe unten s. v. unter dem Stichwort (sub voce) Taf. Tafel u. und u. a. unter anderem v. a. vor allem v. Chr. vor Christus Verf. Verfasser verm. vermutlich Vorb. Vorbereitung W Westen z. B. zum Beispiel z. T. zum Teil
Open Access doi 10.19218/3907662144