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Evaluation der USE-Foundation in Uganda: Wirkung und Nachhaltigkeit der Vorgehensweise der USE-Foundation: Projektbericht

Hammer, Mike; Nguyen, Quoc; Steiner, Carolina

Abstract

Die Uriama Seff Empowerment Foundation (USEF) strebt an, nachhaltige Veränderungen im Leben der ärmsten Familien im Terego District in Uganda zu bewirken. Ihre Ziele umfassen die Förderung von Bildung und Wissen sowie landwirtschaftliche Fähigkeiten die eigene Ermächtigung. Dies erreicht die USEF durch Workshops und Heimbesuche. Dabei geht die USEF methodisch vor und orientiert sich an zentralen Konzepten: systemisches Denken, kreative Lebensorientierung. Im Auftrag der USEF wurde ein Evaluationsprojekt gestartet. Ziel war es, die Projekte der USEF zu evaluieren und ihnen mittels Standortbestimmung und einem Evaluationsbericht eine fundierte Rückmeldung zu geben. Dieses Ziel sollte durch unterschiedliche Evaluationsmethoden erreicht werden, welche quantitativ und qualitativ eine Übersicht über die momentane Situation geben sollten. Diese wurden vor Ort im Terego District durchgeführt. Die Ergebnisse der Evaluation zeigen auf, dass die USEF bereits wirkungsvolle Workshops und Heimbesuche anbietet, nachhaltige Arbeit leistet und starke Beziehungsarbeit leistet. Die Empfehlungen sprechen unter anderem klare Rollenaufteilungen, transparente Kommunikation bezüglich Erwartungen und Verantwortung sowie sozialräumliche Vertiefung an.

Full text

IV Evaluation der USE-Foundation in Uganda Wirkung und Nachhaltigkeit der Vorgehensweise der USE-Foundation Evaluationsbericht Wirkung und Nachhaltigkeit der Vorgehensweise der USE-Foundation Projektzeitraum von 06. Januar 2025 bis 14. September 2025 Carolina Steiner, Quoc Nguyen, Mike Hammer Hochschule Luzern – Soziale Arbeit Studienrichtung Sozialarbeit Begleitperson: Nadin Saxer Eingereicht am: 14. September 2025 Diese Arbeit wurde am 14. September 2025 an der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit eingereicht. Für die inhaltliche Richtigkeit und Vollständigkeit wird durch die Hochschule Luzern keine Haftung übernommen. Studierende räumen der Hochschule Luzern Verwendungsund Verwertungsrechte an ihren im Rahmen des Studiums verfassten Arbeiten ein. Das Verwendungsund Verwertungsrecht der Studierenden an ihren Arbeiten bleibt gewahrt (Art. 34 der Studienordnung). Studentische Arbeiten der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit werden unter einer Creative Commons Lizenz im Repositorium veröffentlicht und sind frei zugänglich. 09-2022 Originaldokument gespeichert auf LARA – Lucerne Open Access Repository and Archive der Zentralund Hochschulbibliothek Luzern Urheberrechtlicher Hinweis: Dieses Werk ist unter einem Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle NutzungKeine Bearbeitung 3.0 Schweiz (CC BY-NC-ND 3.0 CH) Lizenzvertrag lizenziert. Um die Lizenz anzuschauen, gehen Sie bitte zu https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/ch Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder Medium vervielfältigen und weiterverbreiten. Zu den folgenden Bedingungen: Namensnennung — Sie müssen angemessene Urheberund Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht werden, allerdings nicht so, dass der Eindruck entsteht, der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung besonders. Nicht kommerziell — Sie dürfen das Material nicht für kommerzielle Zwecke nutzen. Keine Bearbeitungen — Wenn Sie das Material remixen, verändern oder darauf anderweitig direkt aufbauen dürfen Sie die bearbeitete Fassung des Materials nicht verbreiten. Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen, was die Lizenz erlaubt. Jede der vorgenannten Bedingungen kann aufgehoben werden, sofern Sie die Einwilligung des Rechteinhabers dazu erhalten. Diese Lizenz lässt die Urheberpersönlichkeitsrechte nach Schweizer Recht unberührt. Eine ausführliche Fassung des Lizenzvertrags befindet sich unter https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/ch/legalcode.de VI Abstract Die Uriama Se Empowerment Foundation (USEF) strebt an, nachhaltige Veränderungen im Leben der ärmsten Familien im Terego District in Uganda zu bewirken. Ihre Ziele umfassen die Förderung von Bildung und Wissen sowie landwirtschaftliche Fähigkeiten die eigene Ermächtigung. Dies erreicht die USEF durch Workshops und Heimbesuche. Dabei geht die USEF methodisch vor und orientiert sich an zentralen Konzepten: systemisches Denken, kreative Lebensorientierung. Im Auftrag der USEF wurde ein Evaluationsprojekt gestartet. Ziel war es, die Projekte der USEF zu evaluieren und ihnen mittels Standortbestimmung und einem Evaluationsbericht eine fundierte Rückmeldung zu geben. Dieses Ziel sollte durch unterschiedliche Evaluationsmethoden erreicht werden, welche quantitativ und qualitativ eine Übersicht über die momentane Situation geben sollten. Diese wurden vor Ort im Terego District durchgeführt. Die Ergebnisse der Evaluation zeigen auf, dass die USEF bereits wirkungsvolle Workshops und Heimbesuche anbietet, nachhaltige Arbeit leistet und starke Beziehungsarbeit leistet. Die Empfehlungen sprechen unter anderem klare Rollenaufteilungen, transparente Kommunikation bezüglich Erwartungen und Verantwortung sowie sozialräumliche Vertiefung an. VII Inhaltsverzeichnis ABSTRACT ................................................................................................................................... VI INHALTSVERZEICHNIS ................................................................................................................ VII ABBILDUNGSVERZEICHNIS........................................................................................................... X TABELLENVERZEICHNIS ................................................................................................................ X EINLEITUNG ................................................................................................................................. 1 1 TRÄGERSCHAFT .................................................................................................................... 1 2 AUSGANGSLAGE ................................................................................................................... 1 3 FRAGESTELLUNG .................................................................................................................. 2 4 PROJEKTMOTIVATION ............................................................................................................ 2 HAUPTTEIL: PROJEKTPLANUNG ..................................................................................................... 3 5 ANALYSE DER SITUATION – THEORETISCHER BEZUGSRAHMEN ............................................... 3 5.1 Lebensweltorientierung ........................................................................................................ 3 5.2 Capability Approach ............................................................................................................. 3 5.3 Kommunikationstheorie Watzlawick ...................................................................................... 4 6 BESTIMMUNG DES HANDLUNGSBEDARFS .............................................................................. 5 7 ZIELGRUPPE, ZIELE UND INTENDIERTE WIRKUNGEN .............................................................. 6 8 PROJEKTAUFBAUORGANISATION ........................................................................................... 8 9 PROJEKTABLAUFORGANISATION ............................................................................................ 9 9.1 Rechercheund Planungsphase ............................................................................................ 9 9.2 Datenerhebung und Realisierung ........................................................................................... 9 9.3 Evaluationsphase ................................................................................................................. 9 9.4 Projektabschlussphase ......................................................................................................... 9 9.5 Übergreifende Phase........................................................................................................... 10 10 PROJEKTEVALUATION ........................................................................................................... 10 HAUPTTEIL: DURCHFÜHRUNG ..................................................................................................... 12 11 METHODIK ........................................................................................................................... 12 11.1 Leitfadeninterview (qualitativ) .......................................................................................... 12 11.1.1 Erklärung .................................................................................................................... 12 11.1.2 Auswahl ..................................................................................................................... 12 11.1.3 Einsatz ....................................................................................................................... 12 11.2 Strukturlegeverfahren (qualitativ) ..................................................................................... 13 11.2.1 Erklärung .................................................................................................................... 13 11.2.2 Auswahl ..................................................................................................................... 13 11.2.3 Einsatz ....................................................................................................................... 13 11.3 Beobachtungsbogen (qualitativ) . .. . . .. . . .. . . .. . . .. . . .. . . .. . . .. . .. .. . . .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. . . .. . . .. . . .. . . .. . . .. . . . . . . . . 14 11.3.1 Erklärung .................................................................................................................... 14 11.3.2 Auswahl ..................................................................................................................... 14 11.3.3 Einsatz ....................................................................................................................... 14 11.4 Feedbackbox (quantitativ) . . . . .. . . .. . . .. . . .. . . .. . . .. . . .. . . . . . . .. . . .. . . .. . . .. . . .. . . .. . .. .. . . .. . . . . . . . . . . . . . . .. . . .. . . .. . . .. . . 15 VIII 11.4.1 Erklärung .................................................................................................................... 15 11.4.2 Auswahl ..................................................................................................................... 15 11.4.3 Einsatz ....................................................................................................................... 15 12 ERGEBNISSE ........................................................................................................................ 16 12.1 Methoden . . .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. . . .. . . .. . . .. . . .. . . .. . . .. . . . . . . .. . . .. . . .. . . .. . . .. . .. .. . . .. . . .. . . .. . . . . . . . . . . .. . . .. . . .. . . .. 16 12.1.1 Leitfadeninterviews (Heimbesuche und am Workshop) ................................................. 16 12.1.2 Strukturlegetechnik (Workshop) ................................................................................... 16 12.1.3 Beobachtungsbögen (Workshop) ................................................................................. 16 12.1.4 Feedbackbox (Workshop) ............................................................................................ 17 12.1.5 Workshop-Kontext (Feedbackbox, SLT, Beobachtung) ................................................... 17 12.2 Zusammenführende Betrachtung ........................................................................................ 18 12.2.1 Wissen und Haltung .................................................................................................... 18 12.2.2 Didaktische Herausforderungen................................................................................... 18 12.2.3 Langfristige Wirkungserwartung ................................................................................... 18 12.2.4 Bildungsund Infrastrukturdefizite ................................................................................ 18 12.2.5 Empowerment-Paradox ............................................................................................... 18 12.2.6 Vertrauen und Identifikation ......................................................................................... 19 12.2.7 Enttäuschungspotenzial und Erwartungsmanagement .................................................. 19 12.3 Zwischenfazit ..................................................................................................................... 19 13 BEWERTUNG / ANALYSE ....................................................................................................... 20 13.1 Theoretische Bezüge in der Praxis ..................................................................................... 20 13.1.1 Lebenswelt ................................................................................................................. 20 13.1.2 Fähigkeiten ................................................................................................................. 20 13.1.3 Kommunikation .......................................................................................................... 20 13.2 Bezug zum Berufskodex .................................................................................................... 20 13.3 Zusammenführende Betrachtung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 1 13.3.1 Wissen und Haltung .................................................................................................... 21 13.3.2 Didaktische Herausforderungen................................................................................... 21 13.3.3 Langfristige Wirkungserwartung ................................................................................... 21 13.3.4 Bildungsund Infrastrukturdefizite ................................................................................ 21 13.3.5 Empowerment-Paradox ............................................................................................... 21 13.3.6 Vertrauen und Identifikation ......................................................................................... 21 13.3.7 Enttäuschungspotenzial und Erwartungsmanagement .................................................. 21 14 EMPFEHLUNG ...................................................................................................................... 23 14.1 Workshop . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 3 14.1.1 Lernund Beteiligungsqualität verbessern .................................................................... 23 14.1.2 Rollenund Ablaufklarheit zu Beginn sicherstellen ........................................................ 23 14.1.3 Übersetzungsund Sprachmanagement in optimieren .................................................. 23 14.1.4 Methodik weiterentwickeln .......................................................................................... 23 14.2 Heimbesuch...................................................................................................................... 24 14.2.1 Struktur und Wirkung langfristig stärken ........................................................................ 24 14.2.2 Sozialräumliche Wirkung vertiefen ............................................................................... 24 14.2.3 Zielorientierung und Visionen sichtbarer machen .......................................................... 24 14.3 Allgemein .......................................................................................................................... 24 14.3.1 Unterstützungsrahmen klar kommunizieren .................................................................. 24 14.3.2 Beziehungsgestaltung weiter professionalisieren .......................................................... 25 14.3.3 Strukturelle Hürden klar kommunizieren ....................................................................... 25 IX SCHLUSSTEIL .............................................................................................................................. 26 15 EVALUATION UND SICHERUNG DER NACHHALTIGKEIT .......................................................... 26 16 SCHLUSSFOLGERUNG UND PERSPEKTIVEN .......................................................................... 27 17 LITERATURVERZEICHNIS ...................................................................................................... 28 ANHÄNGE ................................................................................................................................... 30 18 FEEDBACKBOX ..................................................................................................................... 30 19 STRUKTURLEGEVERFAHREN ................................................................................................. 38 19.1 Beschreibung SLT ............................................................................................................... 38 19.2 Vorgehen ............................................................................................................................ 38 19.3 Inhalt Workshop ................................................................................................................. 38 19.4 Vorbereitung Karten ............................................................................................................ 39 19.5 Datenauswertung ............................................................................................................... 44 19.6 Kategorie Bildung ................................................................................................................ 45 19.7 Ergebnis ............................................................................................................................. 50 19.8 Codierung .......................................................................................................................... 53 19.9 Auswertung ........................................................................................................................ 54 21 BEOBACHTUNGSBOGEN ...................................................................................................... 57 21.1 Theorieteil .......................................................................................................................... 57 21.2 Praxisteil ............................................................................................................................ 58 21.3 Leitfadeninterviews ............................................................................................................ 78 X Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Grundsätze Ermächtigung und Selbstbestimmung (AvenirSocial, 2010, S. 10) ........ 5 Abbildung 2: Projektaufbauorganisation (eigene Darstellung) .................................................... 8 Abbildung 3: Heimbesuch - Unterstützte Person durch USEF (eigene Aufnahme, 2025)………….12 Abbildung 4: Heimbesuch - eigenes Feld (eigene Aufnahme, 2025) …………………………………….12 Abbildung 5: SLT - während der Aufgabe (eigene Aufnahme, 2025) ……………………………………..13 Abbildung 6: SLT - fertiges Produkt (eigene Aufnahme, 2025) ……………………………………………..13 Abbildung 7: Workshop - während Unterricht (eigene Aufnahme, 2025) …………………………….. 14 Abbildung 8: Workshop – Energizer (eigene Aufnahme, 2025) …………………………………………….14 Abbildung 9: Schulgebäude - Gelände (eigene Aufnahme, 2025) ………………………………………..15 Abbildung 10: Schulgebäude - weitere Schulen im Aufbau (eigene Aufnahme, 2025) …………….15 Abbildung 11: Heimbesuch: Ältestes Mitglied eines Dorfes (eigene Aufnahme, 2025) ……………17 Abbildung 12: Heimbesuch - Ben Anguma auf Besuch (eigene Aufnahme, 2025) ………………….19 Abbildung 13: Workshop – Abschlussfoto (eigene Aufnahme, 2025) ………………………………….. 22 Tabellenverzeichnis Tabelle 1: Zielgruppen (eigene Darstellung) ............................................................................... 6 Tabelle 2: Zielbaum (eigene Darstellung) .................................................................................. 7 Tabelle 3: Kriterien Verlaufsevaluation (eigene Darstellung) ..................................................... 10 Tabelle 4: Kriterien Meilensteinsitzungen (eigene Darstellung) ............................................... 111 Projektbericht 1 Einleitung 1 Trägerschaft Die Uriama Se Empowerment Foundation (USEF) wurde 2022 in Uganda als Non-Profitund Nichtregierungsorganisation registriert (USEF, o. J.a/eigene Übersetzung). Die Hauptakteur:innen in Uganda sind Ben Anguma (führender Direktor), Andiku Bosco Munguci (Programmentwicklungsmanager) und Hellen Oyeru (Finanzund Verwaltungsbeauftragte). Neben der USEF in Uganda gibt es auch den gemeinnützigen Verein USEF Europe, dessen Gründung jedoch noch nicht vollständig abgeschlossen ist. Mirko Kleingries, der das Projekt an der Hochschule Luzern initiiert hat, ist Vorsitzender von USEF Europe und zusammen mit Ben Anguma unser direkter Ansprechpartner. Der Hauptgrund für die Gründung einer europäischen Niederlassung war die Sicherstellung von Finanzierungsquellen. Dafür sind Ansprechpartner und ein Konto in Europa notwendig (Gründungsprotokoll USEF Europe, 12. November 2022). Die Geschichte der USEF reicht bis ins Jahr 2010 zurück. Die Gründer:innen hatten die Vision nachhaltige Veränderungen im Leben der ärmsten Familien, insbesondere im Terego District und allgemein in ganz Uganda, zu erreichen. Ihr Anliegen war es, diesen Menschen ein Leben zu ermöglichen, das genauso würdevoll ist wie das anderer (USEF, o. J.a/eigene Übersetzung). Sie waren der Meinung, dass die Familien eine Ausbildung in den Grundsätzen von Creative Life Orientation, des Systemdenkens und der nachhaltigen Entwicklung benötigen, um ihre Träume zu verwirklichen (USEF, o. J.b/eigene Übersetzung). Ihr Fokus lag daher auf der Mobilisierung der Gemeinschaft und dem Aufbau von Fähigkeiten durch Schulungen sowie der Unterstützung für selbst initiierte Projekte (USEF, o. J.a/eigene Übersetzung). Laut Anguma (E-Mail, 7. November 2024/eigene Übersetzung) befähigen sie mit Creative Life Orientation Menschen, ihre eigenen Visionen für das zu entwickeln, was ihnen wirklich wichtig ist und was sie sich wünschen. Sie unterstützen sie dabei, den Unterschied zwischen ihrem Ist-Zustand und ihrer Vision zu verstehen. Sobald sie erkannt haben, wo sie im Vergleich zu ihren Wünschen stehen, wird ihnen dabei geholfen, Massnahmen zu ergreifen, um ihre Vision zu verwirklichen. 2 Ausgangslage Das im Osten von Afrika gelegene Uganda zeichnet seit geraumer Zeit ein prekäres Bild. Laut einem Bericht der CARE Evaluations (2023) leidet die Bevölkerung unter hoher Ernährungsunsicherheit. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und reichen von Klimaveränderungen, die längere Trockenperioden verursachen, über politische Instabilität bis hin zu steigenden Nahrungsmittelpreisen. Eine zentrale Rolle für das Leben in Uganda spielt die Landwirtschaft, die 27 % des BIP ausmacht und rund 70 % der Bevölkerung betrit (CARE Evaluations, 2023/eigene Übersetzung). Aus früheren Aktivitäten der USEF wurden Defizite in den Bereichen Armut, Bildung, Infrastruktur, Nahrung und Wohnen in Uganda festgestellt. Durch vor Ort durchgeführte Projekte und die beständige Zusammenarbeit internationaler Mitglieder wurden diese Herausforderungen analysiert und USEF hat ihre Vorgehensweise und Umsetzung kontinuierlich angepasst. Die zu Beginn gewählten Methoden erzielten kein Erfolg. Die ersten Hilfeleistungen waren Sachspenden, welche jedoch keine nachhaltige Veränderung hinterliessen, weswegen sich USEF anderweitig orientiert Projektbericht 8 8 Projektaufbauorganisation Die Projektaufbauorganisation dient dazu, die Aufgaben und Kompetenzen aller Beteiligten in einem Projekt darzustellen. Im Rahmen der Projektumsetzung arbeiten vier Personengruppen zusammen (siehe Abbildung 2). Abbildung 2: Projektaufbauorganisation (eigene Darstellung) Projektbericht 9 9 Projektablauforganisation 9.1 Rechercheund Planungsphase In der Rechercheund Planungsphase wird in einem ersten Schritt vertiefte Recherchen zu den angewendeten Methoden der USEF wie beispielsweise Creative Life Orientation durchgeführt. Nach der Recherche ist eine erste Rückmeldung durch die Begleitperson vorgesehen. Parallel muss die Reise nach Uganda vorbereitet werden. Nach Abschluss dieser Tätigkeiten kann mit der Vorbereitung der Datenerhebung fortgefahren werden. Dies beinhaltet unteranderem das Formulieren der Fragen, die im Rahmen der Leitfadeninterviews gestellt werden. Das Leitfadeninterview liefert vertiefte Einblicke und qualitative Daten. Ebenfalls wird ein Beobachtungsbogen vorbereitet, die Methode bietet eine gute Struktur, um das Geschehen während des Workshops zu erfassen. Das Strukturlegeverfahren ermöglicht es, komplexe Themen und Prozesse visuell darzustellen und alle Teilnehmenden, auch jene, die nicht direkt mit der Projektleitung in Kontakt stehen, einzubeziehen. In dieser Phase entscheidet die Projektleitung, welche Methode für die quantitative Datenerhebung verwendet werden, z.B. Skalenbewertung oder ein Zahlenstrahl mit Klebern. Ziel ist es, den Teilnehmenden eine einfache Möglichkeit zu bieten, ihre Meinungen auszudrücken. Die Phase endet mit einer Meilensteinsitzung und mit einer Rückmeldung der Begleitperson. Die auftraggebende Organisation entscheidet, ob sie mit dem vorbereiteten Fragebogen und den ausgewählten Kriterien einverstanden ist, und bringt gegebenenfalls Wünsche an. 9.2 Datenerhebung und Realisierung Die Phase der Datenerhebung und Realisierung umfasst die Reise nach Uganda, das Kennenlernen der USEF Mitglieder und die Datenerhebung mit den in der vorherigen Phase festgelegten Methoden. Nachdem die Datenerhebung abgeschlossen ist, erfolgt die Rückreise. Die Phase endet mit einer Rückmeldung durch die Begleitperson. 9.3 Evaluationsphase Zu Beginn der Evaluationsphase werden die gewonnenen Daten aufbereitet, ausgewertet (beispielsweise mittels der Cut and Paste Technik) und visualisiert. Ein Teil dieser Phase ist es auch eine Rückmeldung zur Datenaufbereitung -und -auswertung bei der Begleitperson einzuholen. Dadurch stellt die Projektleitung sicher, dass keine wesentlichen Informationen übersehen wurden und die Daten korrekt aufbereitet sowie ausgewertet wurden. Anschliessend werden die Ergebnisse analysiert, bewertet und Empfehlungen erarbeitet. Die Phase endet mit einer Meilensteinsitzung. Im Rahmen der Meilensteinsitzung werden der auftraggebenden Organisation die Ergebnisse präsentiert. Anschliessend entscheidet die Organisation, ob die Ergebnisse ihren Vorstellungen entsprechen oder ob sie eine vertiefte Rückmeldung zu einem spezifischen Thema wünscht. 9.4 Projektabschlussphase In der Projektabschlussphase wird mit der Auftraggebenden Organisation USEF sowie mit der Begleitperson der HSLU eine Projektabschlusssitzung geplant und durchgeführt, darin werden unteranderen die Erfahrungen und Zusammenarbeit reflektiert. Die Ergebnisse fliessen anschliessen in den Projektbericht mit ein. Die Phase endet mit der Erstellung und termingerechten Abgabe des Projektberichts. Projektbericht 10 9.5 Übergreifende Phase Im phasenübergreifenden Teil sind Aktivitäten geplant, die uns während der ganzen Projektumsetzung begleiten, dazu gehören regelmässige Sitzungen der Projektleitenden inklusive Vorund Nachbearbeitung, Selbstund Gruppenreflexion sowie Puerzeit für Unvorhergesehenes.Projektevaluation 10 Projektevaluation Unser Evaluationsprojekt soll anhand der Methode Verlaufsevaluation ausgewertet werden. Diese Methode beruht darauf, dass man zu mehreren Zeitpunkten während der Umsetzung eine Standortbestimmung macht, und diese kurz dokumentiert, um schlussendlich einen Verlauf zu erkennen. Dafür ist es wichtig, dass man klare Kriterien hat, um den Prozess vielschichtig zu betrachten. Für die Kriterien werden wir uns an folgenden Fragen orientieren (vgl. Tabelle 11), die regelmässig in Teamsitzungen beantwortet und dokumentiert werden. Tabelle 3: Kriterien Verlaufsevaluation (eigene Darstellung) Ebenfalls wird die Zusammenarbeit im Team in den Teamsitzungen anhand der Fünf-Finger-Methode ausgewertet und bei Bedarf angepasst. Diese Methode besteht darin, dass jedes Mitglied fünf Fragen beantwortet. Diese Fragen beziehen sich darauf, was man als gut/schlecht empfunden hat, auf was man hinweisen möchte, was zu kurz gekommen ist und was man selbst dazu beigetragen/verändern kann. Somit wird eine transparente Zusammenarbeit angestrebt, bei der sich jede:r gehört und gesehen fühlt. Die Ergebnisse dieser Besprechung werden ebenfalls kurz dokumentiert, um sie festzuhalten (Aldermann & Barausch-Hummes, 2013, S. 61). Die Zusammenarbeit mit USEF wird jeweils in den Meilensteinsitzungen thematisiert. Dies geschieht anhand von Fragen zu folgenden Kriterien (vgl. Tabelle 12). Projektbericht 11 Tabelle 4: Kriterien Meilensteinsitzungen (eigene Darstellung) Damit die nachhaltige Verankerung des Projekts sichergestellt ist, wird eine Evaluation durchgeführt und Handlungsempfehlungen für die USEF erarbeitet. Die Empfehlungen beinhalten den aktuellen Stand sowie umsetzbare und realistische Verbesserungsmöglichkeiten. Dabei wird besonderer Wert daraufgelegt, dass die Empfehlungen auch den Lebenswelten der Bevölkerung in Uganda entsprechen. Alle Ergebnisse werden den Mitarbeitenden der USEF in Europa und Uganda zur Verfügung gestellt, um eine möglichst nachhaltige Veränderung zu fördern. Projektbericht 12 Hauptteil: Durchführung 11 Methodik Zum Einsatz kamen vier Methoden: qualitative Leitfadeninterviews, ein Strukturlegeverfahren, strukturierte Beobachtungen sowie eine Feedbackbox. Alle Methoden wurden mit Workshop-Teilnehmenden durchgeführt und auf der Basis einheitlicher Bewertungskriterien durchgeführt. Die Evaluation versteht sich als lernund entwicklungsorientierter Beitrag zur Qualitätssicherung und soll der USEF dabei unterstützen, ihre Wirkung nachhaltig zu erhöhen und die Partizipation der Zielgruppe zu stärken. 11.1 Leitfadeninterview (qualitativ) 11.1.1 Erklärung Das Leitfadeninterview ist ein qualitatives Erhebungsinstrument, das durch eine strukturierte, jedoch flexible Gesprächsführung gekennzeichnet ist. Es basiert auf einem Leitfaden, der zentrale Themen vorgibt, aber oen genug bleibt, um individuelle Schwerpunkte der befragten Person zuzulassen. Ziel ist es, sicherzustellen, dass alle relevanten Aspekte zur Sprache kommen und gleichzeitig Raum für persönliche Erfahrungen und Einschätzungen bleibt. Diese Methode eignet sich besonders gut zur Gewinnung tiefgehender Einsichten in subjektive Wahrnehmungen (Grellert et al., 2021, S. 36–39). 11.1.2 Auswahl Für unsere Evaluation war es zentral, in persönlichen Kontakt mit den Teilnehmenden zu treten, um deren Sichtweisen direkt und authentisch zu erfassen. Das Leitfadeninterview bot dafür den geeigneten Rahmen, da es ehrliches, individuelles Feedback fördert. 11.1.3 Einsatz Insgesamt wurden zehn Leitfadeninterviews durchgeführt – sowohl im Rahmen des Workshops als auch während der Heimbesuche. Dabei wurden qualitative Daten erhoben, um ein möglichst umfassendes Verständnis der zentralen Fragestellungen der Evaluation zu erhalten. Abbildung 3 : Heimbesuch - Unterstützte Person durch USEF (eigene Aufnahme, 2025) Abbildung 4 : Heimbesuch - eigenes Feld (eigene Aufnahme, 2025) Projektbericht 13 11.2 Strukturlegeverfahren (qualitativ) 11.2.1 Erklärung Die Strukturlegetechnik (SLT) dient der systematischen und visuellen Darstellung individueller oder kollektiver Vorstellungen zu einem Thema. Dabei werden Karten mit Begrien beschriftet und in Beziehung zueinander gesetzt. Die entstehende Struktur spiegelt Denkprozesse und Assoziationen wider und kann anschliessend analysiert werden. Die SLT ist ein partizipatives Dialogund Konsensverfahren, das häufig in Gruppenprozessen eingesetzt wird (Grellert et al., 2021, S. 148–151). 11.2.2 Auswahl Die Entscheidung für die SLT fiel aufgrund ihrer visuellen und kollaborativen Ausrichtung. Sie erleichtert Kommunikation über Sprachgrenzen hinweg und erlaubt einen gemeinsamen Reflexionsprozess über Begrie, Inhalte und Bedeutungen. Dadurch eignet sie sich hervorragend für heterogene Gruppen. 11.2.3 Einsatz Die SLT wurde am letzten Workshoptag (02.05.2025) eingesetzt. Eine Vierergruppe (zwei Mütter mit je einem Kind) bearbeitete vorbereitete Karten mit zentralen Workshop-Inhalten sowie zusätzlichen Karten zur Strukturierung («nächster Schritt», «Aufgabe 1», etc.). Die Aufgabe wurde in einem vorbereiteten Raum mit einem Zeitfenster von 60 Minuten durchgeführt, einschliesslich Reflexionsphase. Ein Gruppenleiter beobachtete den Prozess, fertigte Notizen an, und das resultierende Flussdiagramm wurde fotografisch dokumentiert. Abbildung 5 : SLT - während der Aufgabe (eigene Aufnahme, 2025) Abbildung 6 : SLT - fertiges Produkt (eigene Aufnahme, 2025) Projektbericht 14 11.3 Beobachtungsbogen (qualitativ) 11.3.1 Erklärung Bei Beobachtungen werden Personen, Situationen, soziale Zusammenhänge oder Ereignisse gezielt und nach klar definierten methodischen Kriterien betrachtet. Die beobachtenden dokumentieren ihre Wahrnehmung und Eindrücke in einem Beobachtungsbogen. Der Einsatz von Beobachtungen empfiehlt sich insbesondere dann, wenn verbale Methoden an ihre Grenzen stossen, nonverbale Aspekte von Bedeutung sind oder neue, bisher wenig erforschte Themenfelder erschlossen werden sollen. Der eingesetzte Beobachtungsbogen orientierte sich an mehreren grundlegenden Unterscheidungskriterien der Beobachtungsmethodik (Grellert et al., 2021, S. 79 – 82). 11.3.2 Auswahl Es handelt sich um eine oene Beobachtung, bei der den beobachteten Personen bewusst war, dass sie Gegenstand einer Beobachtung sind. Die Beobachteten nahmen selbst nicht am Geschehen teil, sondern hielten sich im Hintergrund, um den Ablauf möglich wenig zu beeinflussen. Die Beobachtung erfolgte systematisch, das heisst, bereits im Vorfeld wurden klare Kriterien und Beobachtungsaspekte definiert, anhand derer die Beobachtung durchgeführt wurde. Sie fand in der natürlichen Umgebung und nicht in einem Versuchsraum statt, was eine möglichst authentische Erfassung des Geschehens ermöglichte. Zudem handelte es sich um eine Fremdbeobachtung, bei der die beobachtenden Personen nicht selbst Teil des untersuchten Feldes waren, sondern externe Beobachtende darstellten. 11.3.3 Einsatz Der Beobachtungsbogen kam an allen besuchten Workshop-Tagen zum Einsatz. Es wurden sechzehn Beobachtungskriterien entwickelt und theoretisch fundiert. Zusätzlich gab es ein Auswertungsfeld («erfüllt», «teilweise erfüllt», «nicht erfüllt»), um die Beobachtungen systematisch zu dokumentieren. Die beiden Beobachtenden führten ihre Beobachtungen unabhängig voneinander durch. Abbildung 7 : Workshop - während Unterricht (eigene Aufnahme, 2025) Abbildung 8 : Workshop – Energizer (eigene Aufnahme, 2025) Projektbericht 15 11.4 Feedbackbox (quantitativ) 11.4.1 Erklärung Die Feedbackbox ist ein einfaches, schriftliches Erhebungsinstrument zur Sammlung von Rückmeldungen in Projekten. Teilnehmende erhalten die Möglichkeit, ihre Meinung, Kritik, Erfahrungen oder Wünsche anonym und ohne mündliche Kommunikation mitzuteilen. Dabei werden Zettel oder Formulare in eine Box eingeworfen, meist im Anschluss an eine Veranstaltung oder ein Angebot. Sie wird häufig nach Veranstaltungen genutzt, um ehrliche Eindrücke zu erhalten. 11.4.2 Auswahl Die Entscheidung fiel auf die Feedbackbox, da sie eine einfache, anonyme und freiwillige Beteiligung ermöglicht. Die Methode steht in direktem Zusammenhang mit dem Partizipationsgedanken der AvenirSocial und berücksichtigt die subjektive Perspektive der Teilnehmenden. 11.4.3 Einsatz Die Feedbackbox wurde am Ende des Workshops im Terego-Distrikt eingesetzt. Über 30 Teilnehmende nutzten die Möglichkeit, sich schriftlich – meist in kurzen Aussagen oder Stichpunkten – zu äussern. Dies ermöglichte eine oene, ehrliche Rückmeldung zur Veranstaltung und ihren Inhalten. Abbildung 9 : Schulgebäude - Gelände (eigene Aufnahme, 2025) Abbildung 10 : Schulgebäude - weitere Schulen im Aufbau (eigene Aufnahme, 2025) Projektbericht 16 12 Ergebnisse n diesem Kapitel werden die einzelnen Methoden nochmals aufgegrien und die jeweiligen Ergebnisse zusammengeführt. Ziel ist es, ein dierenziertes Bild davon zu zeichnen, wie die Teilnehmenden den Workshop sowie die Homevisits erlebt und bewertet haben. Dabei werden zunächst die Rückmeldungen aus den Leitfadeninterviews, der Strukturlegetechnik, der Feedbackbox und den Beobachtungsbögen einzeln dargestellt. Im Anschluss daran erfolgt eine zusammenführende Betrachtung, in der zentrale Themen, Wirkungen und Spannungsfelder im Gesamtzusammenhang sichtbar gemacht werden. 12.1 Methoden 12.1.1 Leitfadeninterviews (Heimbesuche und am Workshop) Die Leitfadeninterviews fanden im Umfeld der Teilnehmenden statt, insbesondere während der Heimbesuche. Die Gespräche zeigten, dass viele Familien das vermittelte Wissen als hilfreich einschätzen, aber einen längeren Zeitraum für die Umsetzung benötigen. Mehrfach wurde ein Horizont von zwei bis sechs Jahren genannt, um das Erlernte im Alltag zu verankern. Gleichzeitig äusserten viele den Wunsch nach einer längerfristigen Begleitung. Es zeigte sich, dass der Workshop als Initialzündung verstanden wurde – aber nicht als abgeschlossener Prozess. Erste Veränderungen, wie etwa bessere Alltagsorganisation, wurden genannt. Die Interviews bestätigen, dass USEF im Alltag der Familien präsent ist, gleichzeitig aber eine klare Erwartungshaltung an eine kontinuierliche Unterstützung besteht. 12.1.2 Strukturlegetechnik (Workshop) Die Strukturlegetechnik wurde am letzten Workshoptag durchgeführt. Sie machte Denkprozesse sichtbar und zeigte, wie Teilnehmende Begrie wie „fixed mindset“, „ vision“, „community goal“ und „planning“ in Verbindung brachten. Dabei entstanden verschiedene thematische Cluster, etwa zu „education & mindset“, „garden & current reality“ oder „work & house“. Besonders auffällig war, dass Kinder aktiver an der Aufgabe teilnahmen als Erwachsene. Die Zusammenarbeit fand meist in Mutter-Kind-Dyaden statt. Im Gruppendialog wurden viele Aussagen zur eigenen Entwicklung gemacht – etwa zur Notwendigkeit von Kommunikation, zur Planung in Schritten und zur Bedeutung von Ressourcen wie Werkzeug oder Samen. Die Strukturlegetechnik verdeutlichte, dass eine kognitive Auseinandersetzung mit den Workshopinhalten stattfand und viele Teilnehmende in der Lage waren, diese in eine alltagsnahe Logik zu übersetzen. 12.1.3 Beobachtungsbögen (Workshop) Die Workshops wurden über mehrere Tage hinweg beobachtet. Dabei wurden 16 deduktive Kriterien verwendet, die auf sozialarbeiterischen Grundsätzen basieren. In den Beobachtungen zeigte sich, dass Kinder sehr aktiv mitarbeiteten, während Erwachsene sich eher zurückhielten. Die Ziele der einzelnen Workshopphasen waren nicht immer klar ersichtlich, was zu Unsicherheiten in der Durchführung führte. Medien wurden vereinzelt eingesetzt, jedoch ohne erkennbare Systematik. Auch Feedbackprozesse innerhalb des Workshops fanden nur punktuell statt. Die Motivation der Teilnehmenden war insgesamt hoch – allerdings wurde deutlich, dass es an struktureller Begleitung und methodischer Vereinfachung fehlte, vor allem zu Beginn der Einheiten. Projektbericht 17 12.1.4 Feedbackbox (Workshop) Die Feedbackbox ermöglichte eine anonyme Rückmeldung durch Teilnehmende und wurde rege genutzt. Insgesamt gingen 33 Rückmeldungen ein – von Eltern und Schüler:innen. In der Analyse zeigen sich klare Tendenzen: Die Inhalte des Workshops wurden vielfach als sinnvoll, inspirierend und hilfreich bewertet. Viele nannten konkrete Lerninhalte wie „mindset“, „Zielsetzung“ oder „Vision“. Gleichzeitig wurden strukturelle Herausforderungen deutlich: Am häufigsten wurden fehlende Transportkostenerstattungen, unzureichende Verpflegung, fehlende Materialien (z.B. TShirts, Pads, Schreibwaren) und sprachliche Barrieren genannt. Die emotionale Bindung an USEF war bei vielen Rückmeldungen spürbar, was den hohen Stellenwert der Organisation im Lebensalltag der Familien verdeutlicht – aber auch das Potenzial für Enttäuschung, wenn Erwartungen nicht erfüllt werden. 12.1.5 Workshop-Kontext (Feedbackbox, SLT, Beobachtung) Die eingesetzten Methoden im Rahmen des Workshops zeigen ein gemischtes Bild: In der Wissensund Haltungsebene wirken die Inhalte stark – das zeigen sowohl die Rückmeldungen der Feedbackbox als auch die Ergebnisse der Strukturlegetechnik. Teilnehmende konnten komplexe Denkprozesse formulieren, sich mit ihrer Lebensrealität auseinandersetzen und erste Visionen entwickeln. Gleichzeitig treten in der Praxis Grenzen auf: fehlende Materialien, mangelnde Zielklarheit und sprachliche Barrieren. Besonders die Beobachtungen machen deutlich, dass methodische Unterstützung notwendig wäre – etwa durch visuelle Hilfen, stärkere Begleitung zu Beginn und aktivierende Formate für Erwachsene. Die emotionale Beziehung zu USEF ist stark, jedoch auch mit Erwartungen auf eine umfassendere Unterstützung verknüpft. Abbildung 1 1 : Heimbesuch: Ältestes Mitglied eines Dorfes (eigene Aufnahme, 2025) Projektbericht 24  Wiederholungseinheiten mit kreativen Medien (z.B. Ballwurf, Symbolkarten) weiter nutzen  Mediennutzung reflektieren: Reduktion auf wesentliche Aussagen bei PowerPoint, ressourcenschonende Visualisierungen (z.B. echte Materialien statt Flipchart-Zeigestock). 14.2 Heimbesuch 14.2.1 Struktur und Wirkung langfristig stärken  Weitere Begleitung im Umgang mit Saatgut, Planung nach Jahreszeiten, Wasserknappheit und Marktpreisen  Visualisierte Jahreskalender für Anbauzyklen einführen  Förderung von sparsamem Wassergebrauch durch gezielte Auswahl dürreresistenter Pflanzen  Wissensvervielfältigung stärken: Personen geben ihr Wissen bereits weiter – diese Multiplikatorinnen gezielt unterstützen 14.2.2 Sozialräumliche Wirkung vertiefen  Teilnehmer*innen berichten, dass sie von der USEF lernen, ihr Umfeld aktiv zu verändern  Diese Wirkung kann durch gezielte Förderung gemeinschaftlicher Projekte weiter gestärkt werden  Thema „Community Work“ sollte immer zentrales Thema in Heimbesuchen sein 14.2.3 Zielorientierung und Visionen sichtbarer machen  Visionen könnten stärker visualisiert werden (z.B. Visionstafeln, Zukunftsbäume)  Die Entwicklung von Plan-B-Szenarien bei schwierigen Lebensumständen kann realistische Handlungsstrategien fördern 14.3 Allgemein 14.3.1 Unterstützungsrahmen klar kommunizieren  Umfang und Bedingungen der Ressourcen klären  Kriterien und Dauer der individuellen Unterstützung kommunizieren  Schlusspunkt der USEF-Unterstützung partizipativ festlegen und transparent machen Projektbericht 25 14.3.2 Beziehungsgestaltung weiter professionalisieren  Diese Beziehung auf Augenhöhe, geprägt von Vertrauen und respektvollem Umgang, sollte als pädagogisches Prinzip weiter verankert werden  Feedbackrunden und partizipative Reflexion helfen, dieses Vertrauen aufrechtzuerhalten 14.3.3 Strukturelle Hürden klar kommunizieren  Fehlende Transportmittel, Materialien oder Zugang zu Strom / Licht ernst nehmen – ggf. durch einfache Lösungen oder Kooperationen vor Ort abfedern  Übersichtliche Bedarfserhebung am Anfang - Was braucht es, um zu Hause weiterzuarbeiten?  Sichtbarmachung der Hürden im Team: Auch strukturelle Probleme sind Teil der pädagogischen Realität und sollten als solche dokumentiert und weitergetragen werden  Verteilungskriterien oenlegen, um Ungleichheiten zu vermeiden Diese Empfehlungen knüpfen an eine bereits starke Grundlage an: USEF arbeitet mit hoher Wirksamkeit, grossem Engagement und in enger Verbindung zu den Teilnehmenden. Die Evaluation zeigt, dass bereits vieles gut läuft – und gleichzeitig noch Luft nach oben besteht. Wer so viel Vertrauen aufbaut, kann mit gezielten Anpassungen und kreativen Ideen noch mehr bewirken. Es lohnt sich, diesen Weg weiterzugehen – mutig, zugewandt und mit einem oenen Blick für das, was gebraucht wird. Projektbericht 26 Schlussteil 15 Evaluation und Sicherung der Nachhaltigkeit Das Projekt konnte insgesamt erfolgreich durchgeführt werden. Es traten keine gravierenden Komplikationen auf, und die geplanten Abläufe konnten mit hoher Konsequenz umgesetzt werden. Die zu Beginn definierten Projektziele wurden vollständig erreicht. Dabei ging es nicht nur um das formale Erfüllen der Zielvorgaben, auch qualitativ konnten die meisten Zielsetzungen in überzeugender Weise realisiert werden. Fast alle zuvor definierten Indikatoren wurden erfüllt, was auf eine sorgfältige Planung und Umsetzung hinweist. Auch aus finanzieller Sicht verlief das Projekt weitgehend im vorgesehenen Rahmen. In den meisten Bereichen konnten die Budgetvorgaben eingehalten werden. Eine Ausnahme bildete der Posten Transport, bei dem es zu unerwarteten Mehrkosten kam: Mehrere Fahrzeugpannen führten zu zusätzlichen Reparaturkosten sowie zur kurzfristigen Organisation alternativer Transportmittel. Diese ungeplanten Ausgaben überschritten die ursprünglich veranschlagten Transportkosten. Gleichzeitig konnten an anderer Stelle Einsparungen erzielt werden, etwa bei der Unterkunft, da das Team ein gemeinsames Zimmer nutzte und dadurch auf die Buchung mehrerer Zimmer verzichten konnte. Der Zeitplan wurde grösstenteils eingehalten. Ein Lernpunkt in der zeitlichen Planung war, dass keine Erholungsphase nach der Rückreise eingeplant worden war. Eine kurze Pause hätte geholfen, Abstand zum Erlebten zu gewinnen und die Erfahrungen besser zu reflektieren. Dennoch konnte der Zeitrahmen, mit kleineren Abweichungen von etwa einer Woche, im Wesentlichen eingehalten werden. Die Ergebnisse des Projekts wurden der Partnerorganisation USEF zur Verfügung gestellt, um eine nachhaltige Ergebnissicherung zu ermöglichen. Dazu wurden die Resultate sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch schriftlich aufbereitet und allen Beteiligten zugänglich gemacht. Die zweisprachige Dokumentation trägt zur breiteren Nutzbarkeit und Verständlichkeit der Ergebnisse bei. Ergänzend zu den schriftlichen Auswertungen wurde ein erstes Feedbackgespräch direkt vor Ort in Uganda durchgeführt. Diese persönliche Rückmeldung ermöglichte einen direkten Austausch, wodurch oene Fragen geklärt und die Ergebnisse besser kontextualisiert werden konnten. Ein weiterer Bestandteil der Ergebnissicherung war die Schlusspräsentation, zu der auch andere Mitglieder der Organisation USEF eingeladen wurden. Die Einladung erfolgte im Vorfeld, um eine möglichst hohe Reichweite und Transparenz zu gewährleisten. Darüber hinaus enthält der Abschlussbericht eine detaillierte Darstellung der eingesetzten Methoden. Dies hat den Zweck, dass die Organisation bei Bedarf auf diese Methoden zurückgreifen, sie nachvollziehen und für zukünftige Projekte adaptieren kann. Projektbericht 27 16 Schlussfolgerung und Perspektiven Im Rahmen unserer Projektarbeit konnten wir feststellen, dass USEF bereits über viele Stärken verfügt und sich insgesamt auf einem vielversprechenden Weg befindet. Die vorhandenen personellen und materiellen Ressourcen werden bemerkenswert eizient eingesetzt, was auf eine gute interne Organisation und ein hohes Mass an Engagement hinweist. Ein zentrales Ergebnis unserer Analyse ist, dass die Arbeit von USEF nachhaltige Wirkung entfaltet, nicht nur kurzfristig, sondern auch mit dem Potenzial, langfristig positive Veränderungen in der Region zu bewirken. Trotz dieser positiven Beobachtungen wurde auch deutlich, dass materielle Ressourcen, insbesondere Spendengelder, derzeit noch ein Engpass sind. Dieses Defizit wirkt sich auf die Reichweite und die Wirkung der Aktivitäten aus und stellt eine der zentralen Herausforderungen für die weitere Entwicklung dar. Da sich USEF derzeit noch in einer frühen Phase seiner Entwicklung befindet, stellt unsere Evaluation eine erste Momentaufnahme dar. Um die Qualität und Wirkung der Arbeit langfristig sichern und weiterentwickeln zu können, sollten regelmässige Evaluationen, sowohl intern als auch extern, fester Bestandteil des Qualitätsmanagements werden. So kann gezielt auf Veränderungen reagiert und die strategische Entwicklung kontinuierlich begleitet werden. Unser Projekt hat somit einen kleinen, aber wertvollen Beitrag dazu geleistet, den Status quo zu erfassen und erste Impulse für mögliche Weiterentwicklungen zu geben. Die im Rahmen unserer Untersuchung gewonnenen Daten und Analysen können als Grundlage für strategische Entscheidungen dienen. Ein nächster logischer Schritt für USEF besteht nun darin, die Mittelbeschaung zu professionalisieren, insbesondere mit Blick auf grössere Förderungen und Spendengelder aus Deutschland. Die Stärkung der finanziellen Basis ist entscheidend, um die Vision von USEF langfristig zu realisieren und das Wirkungsspektrum in der Region weiter auszubauen und die Organisation zu vergrössern. Im Gesamten war das Projekt erfolgreich gelungen und eine grosse Lernerfahrung für uns und für die Uriama Se Empowerment Foundation. Projektbericht 28 17 Literaturverzeichnis Aldermann, B. & Barausch-Hummes, E. (2013). Empowerment durch Feedback – Praxiserfahrungen im Integrierten Orientierungspraktikum an der Universität zu Köln. In D. Rohr, A. Hummelsheim, M. Kricke & B. Amrhein (Hrsg.), Reflexionsmethoden in der Praktikumsbegleitung: Am Beispiel der Lehramtsausbildung an der Universität zu Köln (S. 57 – 62). Waxmann Verlag. AvenirSocial.(2010). Berufskodex Soziale Arbeit Schweiz: Ein Argumentarium für die Praxis. https://avenirsocial.ch/wp-content/uploads/2018/12/SCR_Berufskodex_De_A5_db_221020.pdf EDA. (o.J.). Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung: 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung. https://www.eda.admin.ch/agenda2030/de/home/agenda-2030/die-17-ziele-fuer-einenachhaltige-entwicklung.html Leßmann, O. (2011). Verwirklichungschancen und Entscheidungskompetenz. In C. Sedmak, B. Babic, R. Bauer & C. Posch (Hrsg.), Der Capability-Approach in sozialwissenschaftlichen Kontexten: Überlegungen zur Anschlussfähigkeit eines entwicklungspolitischen Konzepts (S. 53 – 74). VS Verlag. Nussbaum, M. (2015). Fähigkeiten schaen: Neue Wege zur Verbesserung menschlicher Lebensqualität (V. Friemert, Übers.). Verlag Karl Alber (engl. Creating Capabilities: The Human Development Approach, Harvard 2011). Thiersch, H. (2020). Lebensweltorientierte Soziale Arbeit – revisited. Beltz Juventa. USEF (o. J.a). This is us. https://www.use-foundation.org/about-us USEF (o. J.b). Welcome. https://www.use-foundation.org Watzlawick, P., Beavin, J. H. & Jackson, D. D. (2016). Menschliche Kommunikation: Formen, Störungen, Paradoxien. Hogrefe. CARE Evaluations. (2023). Uganda: Food insecurity a pressing concern. https://careevaluations.org/evaluation/uganda-food-insecurity-a-pressing-concern/ Ziegler, H. (2011). Soziale Arbeit und das gute Leben – Capabilities als sozialpädagogische Kategorie. In C. Sedmak, B. Babic, R. Bauer & C. Posch (Hrsg.), Der Capability-Approach in Projektbericht 29 sozialwissenschaftlichen Kontexten: Überlegungen zur Anschlussfähigkeit eines entwicklungspolitischen Konzepts (S. 117 – 137). VS Verlag. Projektbericht 30 Anhänge 18 Feedbackbox Feedback 1: Good things: School fees, School materials, feeding Bad things: No school sweater, no school t-shirt, no transport, no smartphone for research used by the students. Feedback 2: Positive: We thank you and welcome you to Terego district. We thank you for helping our children. Good feeding, good knowledge, skills, time management is good. Negative: Turn in time school fees, a good shopping to our children -> bringing us training. God bless you and safe journey, thank you Negative: Training manuel for us are not their. Visibility items are not. For me I have boys, why no boys because i lost my husband but my baby boy has no school fees may pick with boy. Transport returned because both i and daughter we are here no body to help. Feedback 3: Good things: Studies, feeding, they paid our school fees, they gave my child scholastic materials. Bad things: No transport for parents, no drinks, not enough pads for the girl. Feedback 4: Positive: Good knowledge, good advice, good feeding Negative: We have use the some cup to drink a water. We do not have a T-shirt. We do not have transport refund. USEF do not talk about training allowance. Feedback 5: Positive Feedback: We had balanced diet for this I want to thank USEF. We learnt more things in this workshop. Feedback 6: Wonderful activities. The workshop has really proved its worth. New ideas on development for both parents and teachers. The sponsorship for the girl child’s education is very good. The facilitators for the workshops are really passionate. The USEF sta to are really very good and organized. USEF has facilitated and fed the participants so well. USEF has real cordial relationship with our school in aripea SrS. I really recommend USEF programs to continue being hosted here. You have done commendable job. Feedback 7: Transport refund, workshop are now ok, I will get knowledge, allowance it. Feedback 8: I learnt the importance of mind set which enable to achieve goals. Vision with clean mental picture of what some one truly wants to achieve. I learnt the actions con lead to development of community which are: hard working, by being co-operative, by respecting others. Negative: Feeding, they are given us porridge which is watery and sugarless. Projektbericht 31 Feedback 9: Positive: support girls from humble background. Train parents and students to stand on their own. Support schools to. Bring more students. Improve lives of poor family by bringing knowledge during training. During training: behavior change, development, mindset exchange, set a vision, how to live a sustainable life. Feedback 10: Thank you USEF. Go ahead with the help you have given us. My carry to you is that you should condious our girls. Help us with some seeds. Transport refund. Feedback 11: Positive eects: The good skills taught in the training. (USEF) needs to organize more trainings to impact more knowledge to the parents and students. (USEF) needs to hold the students for six years in order to make them become job-crators as they continue with their education process. Negative eects: Transport refund, language problems, all the parents didn’t come for the training due to transport problem. There are no t-shirts. The t-shirts are needed for identification. Feedback 12: Positive ones about USEF: Appreciate USEF members Positive ones about workshop: I acquire knowledge, I acquire new skills, I have know how to draw a vision Negative ones about workshop: No transport refunds, no visibility item, feeding was not all good. Feedback 13: I acquire knowledge and skill for planting. I learnt that development is a gradual change. I learnt about behavior change. I learnt about mindset. I am happy for USEF because they are paying our school fees. I learnt about the definition of behavior is the way one conduct oneself. Feedback 14: Good teaching, my vision is piggery, good feeding. No transport, no training allowance. Feedback 15: Positive things USEF has done to us: Training is very good. I thank USEF to help me to take my daughter. Thank USEF to continue with their work. We had good breakfast, lunch. We have learnt many about development. Negative: Am many sorry, I had no transport for going back. Some students where told no prepane fedding. Feedback 16: Thank USEF. I had good feeding in the workshop. I have got mor knowledge. I have acquired leadership skills from the workshop. Negative: There was no freshmen, Training mainual, Visibility Items, transport refund, giving out tree seedlings (Teak). Projektbericht 32 Feedback 17: Positive Eects: We acquire skills to help people in our community and develop our area. I also acquire knowledge to develop our area. I learnt how to change our behavior. I learnt how to overcome factors that cause development in our area. The negative: I don’t feed as well. Language barrier. Feedback 18: Positive ones: Has reduced teenage pregnancy in Terego district through supporting girl child education. Has made communities to develop through sensitizing people about mindset, behavior change, development, steps taken during development, obstacles and solutions to overcome the obstacles. Negative ones: USEF has brought us to school but has not yet bought for us enough uniforms like school T-shirt, sweater and gave us only one skirt and one white t shirt which are not enough. And at school, when we fall sick, they will not give us treatment and always send us home which is very bad. Feedback 19: Positive: Promoting girl child education in Uganda by sponsoring 14 girls in aripea SS. Helping poor families by taking the bright children in the families to school. By giving me books, 3 pens, 3 pads, a case, a mattress and a pair of bedsheets. I pair of uniform to children. Train us by organization workshops and trainings. Negative: Scholastic material are not enough. Uniforms are not enough Feedback 20: Positive: The organization has supported us to pay our school fees and to improve our families and to develop our country Uganda. The organization has organized a workshop with students and the parents which helps us to acquire many knowledge and practical skills to be practiced to earn income. Negatives: The organization told us that they will pay ½ fees for us and the parents will pay the half fees. The organization told that there is no sitting money for the parents while in the workshop. But the parents of us lives home for five days without a homework. Feedback 21: Paying my school fees. Gift of schoolacity: Books, pens, pants. Workshop training is good. According to feeding is not good prodye some times maybe. Workshop training good thing is the way how to change our behavior. Feedback 22: No transport. Sponsoring my daughter through scholar ship. Workshop training is good but next workshop you break t-shirts for easy identification parents and students easy to be identify. Workshop the good thing is the way of development. Feedback 23: Positive Feedback: They give scholarship for our children for that we thank USEF. Negative: I looked for a way to care for my children, but I couldn’t manage since my husband died. It is hard for me to manage then. How can you help me? Projektbericht 33 Feedback 24: Positive feedback: Thanks for USEF for the scholarship. Thanks for USEF for the workshop which is organized. It enables us to gain more skills and knowledge. Negative feedback: We had porridge without sugar, that one should be corrected. Feedback 25: Evaluation: The training USEF has organized has helped a lot to change the mindset of the people. USEF has made us to acquire more knowledge and skills that we never have. USEF has made us known to the people of Europe / Switzerland. USEF has supported the eradication of pover ty since we are able to generate income. The scholarship USEF has given us supported to get educated since our parents could not aord to pay. USEF has made us to work hard to get self-reliant and develop on our own. On the training workshop we have attained skills. In conclusion we urge to lobe for ore money to support from Europe-USEF. Feedback 26: Positive: From USEF I have acquired a lot of knowledge, skills for development. Negative: We are lacking a lot of funds to start projects since we have poor family back grounds and corruptive from our government leaders. Feedback 27: Good facilitation, good feeding, good support for the chm, good environment, transport refund and training allowance should be given. Feedback 28: Positive: The first point is that I thank USEF very much for this organization USEF and the one from Europe. The workshop is so nice and norlagarble and educative. I also got more information about education. USEF has improved my standard of living with people. Also USEF has taught me a lot about the importance of education. I also learned about the responsibility at schools areas. Negative: Transport problems or refund to go back to our homes. Provision of T-shirts we do not have during this workshop. Lack of breakfast for the fast time. What I lack for this workshop is poor transport as I said. As a parent I also lack some apparatug at home. Feedback 29: Workshop feedback: Generally the workshop went excellent though it is not completed however (challenges). Worny at transport refund because we do not know how we can transport our selfs back. Time management in morning hours was not followed as expected. Feedback 30: Good support, support for the cdm, good feeding, transport refund and training allowance. Feedback 31: Positive: acquire skills, I have knowledge to develop, feeding is good, I become united. Negative: transport refund, t-shirts are not available. Feedback 32: Thank you USEF for giving us some of the scholastic materials and the materials are not enough such as the school t-shirts are not there, calculators. Teaching in this school is not enough and Projektbericht 40 Problem Verhalten Jetzige Realität Lösung Nachhaltig Haltung Behav oir Projektbericht 41 Zukunft Future Setzlinge Seeds Günstig Einkaufen to buy cheap Geld money Teuer Einkaufen to buy expensive Für Geld arbeiten to work for money Projektbericht 42 Planung Plan Entwicklung development Gemeinschaftsziel community goal Individuelle Ziele individual goals Ziel target Schütze shooter Projektbericht 43 Warten wait Organisation organisation Gartenwerkzeug garden tool Harte Arbeit hard work Garten garden Haus House Gute Ratschläge good advise Projektbericht 44 19.5 Datenauswertung Strukturierte Inhaltsanalyse nach Mayring (Siehe Beobachtungsbogen Auswertung) Vorgehen 1. Materialauswertung Was wird ausgewertet?  Bezeichnung und Zuordnung der Karten durch Teilnehmer:innen  Der Dialog und Beobachtungen während der SLT 2. Analyseziel Welches Ziel wird verfolgt?  Welche Denkmuster zeigen sich über Bilderbeschreibung, Bilderzuordnung und Gruppendialog?  Was war einfach und was war schwierig?  Welche Taxomoniestufe wurde erreicht?  Welche sozialarbeiterischen Theorien lassen sich verknüpfen?  Wie hängt das mit der Wirkung und Nachhaltigkeit der Arbeit der USEF zusammen? 3. Kategorie Bildung Praktische Analyse  Induktive Kategorien bilden und Zusammenhänge bilden 4. Codierung Praktische Analyse  Beobachtungen und Textstellen den Kategorien zuordnen und Tabelle erstellen 5. Kategorien / Codierung überarbeiten Zirkuläres Verfahren  Stimmen Kategorien mit Material überein?  Kommen neue Kategorien hinzu? Fallen andere Kategorien weg? 6. Auswertung Interpretation und Zusammenhänge  Welche Muster zeigen sich bei dem Teilnehmer:innen?  Was war einfach und was war schwierig?  Welche Taxomoniestufe wurde erreicht?  Welche sozialarbeiterischen Theorien lassen sich verknüpfen?  Wie hängt das mit der Wirkung und Nachhaltigkeit der Arbeit der USEF zusammen? 7. Fazit  Welche Empfehlungen ergeben sich? Projektbericht 45 19.6 Kategorie Bildung Bilder Bezeichnung der Teilnehmer:innen First no idea needed help First no idea needed help First no idea needed help Vision / Dream good mindset fixed mindset Projektbericht 46 problem behavior current reality solution sustainable attitude Behav oir Projektbericht 47 Months First no idea needed help To buy things like bricks money To buy also things like bricks To work Projektbericht 48 Steps First no idea needed help community goal individual goals First no idea needed help First no idea needed help Projektbericht 49 Time First no idea needed help First no idea needed help First no idea needed help» garden House Talk to each other Projektbericht 56 Literaturverzeichnis Aldermann, B. & Barausch-Hummes, E. (2013). Empowerment durch Feedback – Praxiserfahrungen im Integrierten Orientierungspraktikum an der Universität zu Köln. In D. Rohr, A. Hummelsheim, M. Kricke & B. Amrhein (Hrsg.), Reflexionsmethoden in der Praktikumsbegleitung: Am Beispiel der Lehramtsausbildung an der Universität zu Köln (S. 57 – 62). Waxmann Verlag. 20 Dialog-Konsens-Methoden zur Rekonstruktion Subjektiver Theorien: die Heidelberger StrukturLege-Technik (SLT), konsuale Ziel-Mittel-Argumentation und kommunikative FlussdiagrammBeschreibung von Handlungen https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/3973 Der Methodenkoer – Eine Sammlung von Methoden zur Anwendung in Evaluationen https://www.uni-heidelberg.de/md/slk/medien/strukturlegetechnik_methodenbox.pdf Projektbericht 57 21 Beobachtungsbogen 21.1 Theorieteil Was ist die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring Laut dem Handbuch für qualitative Forschung in der Psychologie von P. Mayring hat die qualitative Inhaltsanalyse ihren Ursprung in den Kommunikationswissenschaften und wurde für eine eiziente und systemische Bearbeitung von grossen Datenmengen entwickelt (S. 601). Mit dieser Methode lassen sich Daten, die eine Kommunikationsform beinhalten, wie Transkripte, Gruppendiskussionen, Beobachtungsprotokolle oder Fragebögen zusammenfassen und Kernaussagen filtern. Unklare Textstellen können hingegen systematisch in den Textkontext gesetzt werden, um diese verständlich zu machen. Mit einem System werden unterschiedliche Texte wie beispielsweise Interviews querausgewertet und Gesichtspunkte vorgerückt (S. 602). Dabei sollen mit inhaltsanalytischen Methoden das Interpretieren von Texten überprüfbar gemacht werden. Über definierte Kategorien lassen sich Textstellen zuordnen und auch Kategorie Häufigkeiten auslesen (S. 602). Das Kategorienbildung lässt sich in zwei Verfahren unterteilen. In der deduktiven Kategorienbildung werden Literaturen und Theorien genutzt, um bereits existierende Kategorien in die Inhaltsanalyse der Daten einzubetten. Bei der induktiven Kategorienbildung werden in den Textstellen nach Mustern gesucht, die man zu Kategorien bildet (S. 603). Laut der Literatur von P. Mayring aus dem Jahr 1991 lässt sich die Inhaltsanalyse in drei bekannte Verfahren anwenden. Die zusammenfassende Inhaltsanalyse reduziert den Textgegenstand auf das wesentliche und lässt den Inhalt zentral werden. Die explizierende Inhaltsanalyse kommt bei unklaren Textstellen zur Anwendung, hierfür werden weiteres Kontextmaterial zur Anwendung gezogen, um den Textgegenstand verständlich zu machen. Die strukturierende Inhaltsanalyse hingegen arbeitet mit Ordnungskriterien und bringt einen Querschnitt und eine Einschätzung in diese Kriterien hinein (S. 211-213). Welche Art der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ist für die Auswertung des Beobachtungsbogen am besten geeignet? Für unsere Auswertung ist eine (deduktive) strukturierende Inhaltsanalyse die beste Lösung. Die Beobachtungsbogen wurden bereits deduktiv erarbeitet und brauchen keine weiteren Mustergliederungen oder Kategorie Bildungen. Die vordefinierten Kriterien basieren auf Literatur und stützen sich daher bereits auf die Sozialforschung. Eine strukturierende Inhaltsanalyse ist für die Beobachtungsbogen am besten geeignet, da für die Auswertung gezielt nach Material gesucht wurde, die den Kriterien entsprechen. Eine zusammenfassende Inhaltsanalyse wäre eine induktive Variante und hätte zum Ziel, dass im Text nach weiteren Kriterien gesucht wird, was es nicht braucht. Ebenfalls wäre die explizierende Inhaltsanalyse nicht zentral geeignet, da dieses Verfahren genutzt wird wenn keine klaren Kriterien beziehungsweise ein Leitfaden vorhanden sind. Projektbericht 58 Wie wendet man die strukturierende Inhaltsanalyse an? 1. Materialbestimmung - Wurde bereits gemacht -Beobachtungsbogen aus dem Workshop -Kriterien wurden erarbeitet 2. Analyseziel - Wurde bereits gemacht Beobachtende Kriterien im Workshop systematisch erfassen und interpretieren -Verbesserungspotenzial erkennen und dokumentieren 3. Kategorie System - Kategorien leiten sich aus dem Beobachtungsbogen und Hauptkriterien zusammen -Eigene Kategorie Definition fertigen 4. Codieren - Textstellen aus Beobachtungen in Kriterien einordnen -Visualisierung, Häufigkeiten und Typen definieren und anwenden 5. Revision Kategorie System - Zirkulär die Schritte wiederholen, wenn Bedarf besteht 6. Auswertung - Welche Kriterien sind wie erfüllt worden? -Gab es Unterschiede in den Beobachtungen? 7. Fazit - Welche Schlussforderungen sind gezogen worden? -Wo waren Stärken, wo Schwächen? -Empfehlungen? 21.2 Praxisteil Kategorie System Die Kriterien im Beobachtungsbogen wurden definiert. Damit diese klar einzuordnen sind, werden sogenannte Definitionen und Ankerbeispiele verwendet, damit die Auswertung systematisch folgen kann. Kriterium 1: Klare Ziele für den Workshop/Lerneinheit definiert Definition: Ziele des Workshops oder der Lerneinheit sind klar und explizit kommuniziert. Am besten sollten diese Ziele zu Beginn kommuniziert werden und gegen Ende kontrolliert werden. Kr iterium 2: Rahmen geklärt: Dauer, Rollen, Erwartungen Definition: Struktur des Workshops ist zu Beginn deutlich: Zeitplan, Rollen, Erwartungen etc. Dauer/Zeitplan: Wie lange geht der Workshop? Wie lange gehen die einzelnen Tage? Wie lange gehen die einzelnen Lerneinheiten? Rollen: Wer hat welche Rolle? Was beinhaltet die Rolle? Erwartungen: Welche Erwartungen hat die USEF an die Teilnehmenden? Welche Erwartungen haben die Teilnehmenden an die USEF? Kriterium 3: Ziel und Nutzen des Gelernten wird den Teilnehmerinnen immer vor Augen geführt. Definition: Teilnehmende wissen, wozu das Gelernte dient oder wie es angewendet wird. Damit ist gemeint, dass die Teilnehmenden nach dem Workshop möglichst selbstbestimmt und wirksam das gelernte anwenden können. Das Ziel und der Nutzen des Workshops Projektbericht 59 beinhaltet unter anderem, dass die Teilnehmenden die Schulgebühren zahlen können und Überleben können. Kriterium 4: Die Lerninhalte knüpfen an das Vorwissen der Teilnehmer:innen und haben ein Bezug zu ihrer Lebenswelt. Definition: Die einzelnen Lerninhalte beziehen sich auf das Vorwissen und die Lebenswelt der Teilnehmenden. Das Vorwissen beinhaltet Themen wie Lesen, Schreiben, Rechnen, Vorwissen der einzelnen Lerneinheiten, Vorwissen, das im Kontext zur Lerneinheit steht. Die Lebenswelt beinhaltet die nahe Anknüpfung an den Alltag der Teilnehmenden. Kriterium 5: Die Aufnahmedauer für Lehrinhalte wurde richtig gewählt. Definition: Die Dauer der Aufnahme für die Lehrinhalte wurde gut gewählt. Die Aufnahmedauer sagt das, ob die Teilnehmenden die Lehreinheit aufnehmen können oder nicht. Des Weiteren sagt eine zu kurze Lehreinheit aus, das die Aufnahmedauer nicht voll ausgeschöpft wurde. Kriterium 6: Themen und Aufgaben werden klar und verständlich präsentiert. Definition: Inhalte und Aufgabenstellungen sind klar und nachvollziehbar präsentiert. Zur Verständlichkeit und Klarheit gehört Lautstärke, Sprachlichkeit, Sprache, Betonung und klare und einfache Sätze. Kriterium 7: Es konnten sich alle Teilnehmer einbringen und mitmachen. Definition: Es gibt genug Raum für Beteiligung und Mitgestaltung aller Teilnehmenden. Jede Person darf sich einbringen und erhält den Raum dazu. Kriterium 8: Es wurden förderliche Medien genutzt, um den Lernprozess bestmöglich zu unterstützen. Definition: Es werden passende, unterstützende Medien (z. B. Visualisierungen) eingesetzt. Es werden Präsentationen, Flipcharts und andere Medien genutzt, um den bestmöglichen Lernprozess zu ermöglichen. Kriterium 9: Es wird regelässig (Am besten währenddessen und zum Schluss) nach Feedback in den Workshops gefragt, um Anpassungen zu machen, welche förderlich für den Lernprozess sind. Zu Beginn werden die Erwartungen geklärt. Definition: Die Mitarbeitenden der USEF fragen regelmässig nach Feedback, das heisst mindestens einmal täglich, um konkrete Anpassungen für weitere Workshops vornehmen zu können. Diese Feedback dient dem Zweck, den Lernprozess für die Teilnehmenden zu verbessern. Kriterium 10: Die erarbeitete Vision ist langfristig, bildlich/klar, emotional verknüpft an Werte, anspruchsvoll und wegweisend/handlungsorientiert. Definition: Die Vision die die Teilnehmenden erarbeiten, ist für jede einzelne Person so abgestimmt, dass die Person das bestmögliche heraus holen kann. Typischerweise soll sie bildlich sein, langfristig sein, Werte vermitteln, anspruchsvoll sein und wegweisend sein. Kriterium 11: Ressourcen von den Beteiligten werden eingesetzt und gefördert. Definition: Die Ressourcen der Teilnehmenden wurden korrekt eingesetzt und gefördert. Darunter sind vor allem Ressourcen aus pädagogischer und didaktischer Sicht gemeint. Kriterium 12: Die Leitenden ermutigen die Teilnehmer mit Feedbacks und positiven Worten und einer positiven Fehlerkultur. Definition: Die Leitenden ermutigen die Teilnehmenden mit positiven Worten und einer positiven Fehlerkultur dazu, dass sich jede Person wohlfühlt und den Raum für den bestmöglichsten Lernprozess erhält. Projektbericht 60 Kriterium 13: Die Teilnehmer sind motiviert und behalten diese Motivation über die ganze Zeit Definition: Die Teilnehmenden sind motiviert und behalten diese Motivation über die ganze Zeit. Damit ist gemeint das sich die Teilnehmenden engagieren und am Unterricht mitmachen und lernen und das die Leitenden den Unterricht so gestalten, dass die Motivation der Teilnehmend konstant hoch bleibt und entsprechend reagieren. Kriterium 14: Teilnehmer können eigene Lösungen entwickeln oder herausfinden in denen Bereichen, wo dies gefordert ist. (Aktive Lerneinheiten) Definition: Die Teilnehmenden können in den Lehreinheiten eigene Lösungen entwickeln und somit Selbstwirksamkeit ausüben. Die Leitenden bauen gezielt aktive Lehreinheiten in den Unterricht ein, dort wo es angebracht ist. Kriterium 15: Die Teilnehmer des Workshops verstehen die Lerninhalte auf einer höheren Taxonomiestufe (anwenden, analysieren, synthetisieren, bewerten). Definition: Die Teilnehmenden verstehen das Gelernte auf einer höheren Taxomoniestufe. Die Stufen sind wie folgt gegliedert: Erinnern, Verstehen, Anwenden, Analysieren, Evaluieren und Kreieren. Unter einer höheren Taxomoniestufe ist die Stufe anwenden gemeint. Kriterium 16: Dauer des Workshops ist passend gewählt zum Thema und zum Inhalt. Definition: Die Dauer des Workshops ist so ausgewählt, dass umfangreiche Themen und Inhalte nicht gekürzt werden müssen und kürzere nicht in die Länge gezogen werden. Ebenfalls sollte der gesamte Workshop darauf abgestimmt sein und nicht Lückenfüller beinhalten, die nichts mit dem Workshop zu tun haben. Hauptkriterien der USEF: Wirksamkeit und Nachhaltigkeit Definition: Mit Wirksamkeit ist gemeint, wie wirksam die Arbeit der USEF in Bezug zum Workshop für die Teilnehmenden ist. Das beinhaltet: Förderung Selbstwirksamkeit, des Wissens, der praktischen Fähigkeiten, der Ziele und der Finanzen. Mit Nachhaltigkeit ist gemeint, wie nachhaltig die Arbeit der USEF in Bezug zum Workshop für die Teilnehmenden ist. Das beinhaltet: Nachhaltigkeit der Selbstwirksamkeit, des Wissens, der praktischen Fähigkeiten, der Ziele und der Finanzen. Codierungregeln: Beobachtungsbogen 1 Beobachtungsbogen 2 Codierung: Erfüllt / teilweise erfüllt / nicht erfüllt Codierung: Interpretation und Begründung Projektbericht 61 Kriterium 1: Es sind klare Ziele für den Workshop/Lerneinheit definiert Gar nicht erfüllt Ab und Zu erfüllt Perfekt erfüllt 1: Workshop Erönung: Mit klaren Zielen beim Workshop ist gemeint, was das Ziel am Ende des Workshops ist, darunter fallen auch Teilziele. Bei der Erönung wurde viel auf die USEF eingegangen, eingeschlossen die Vorstellungen und Erwartungen und Visionen. Man könnte mehr auf den Workshop Bezug nehmen und die Ziele für die Teilnehmenden unterstreichen. Chairman hat über Education gesprochen und damit ein allgemeines Ziel des Workshops hervorgehoben. Lerneinheiten: Mit klaren Zielen für die Lerneinheiten ist gemeint, dass man am Start des Unterrichtstages weiss welche Ziele heute anstehen. Die Trainerin hat nur teilweise auf das Tagesziel angesprochen, dafür aber die einzelnen Lerneinheiten gut mit Zielen versehen. 2: Zu Beginn wurde dies nicht erwähnt. Auch während des Workshops. Für die USEF-Mitarbeitenden und Workshopleiterin war dies bekannt, wurde jedoch nicht kommuniziert. Codierung: Das Ziel wurde nur teilweise erreicht. «Bei der Erönung wurde viel auf die USEF eingegangen, eingeschlossen die Vorstellungen und Erwartungen und Visionen. Man könnte mehr auf den Workshop Bezug nehmen und die Ziele für die Teilnehmenden unterstreichen.» «Zu Beginn wurde dies nicht erwähnt. Auch während des Workshops. Für die USEF-Mitarbeitenden und Workshopleiterin war dies bekannt, wurde jedoch nicht kommuniziert.» Das Ziel war für die USEF-Mitarbeitenden klar, aber nicht wirklich klar an die Teilnehmenden kommuniziert. Die Trainerin hat nur teilweise die Ziele kommuniziert. Projektbericht 62 Kriterium 2: Zu Beginn wird der Rahmen geklärt: Dauer, Rollen, Ziele, Erwartungen usw. Gar nicht erfüllt Ab und Zu erfüllt Perfekt erfüllt Beobachtung Nr. 1 Erönung Workshop: Bei der Erönung wurden Dauer, Rollen und Erwartungen gut geschildet. Die Teilnehmenden wussten, wie lange der Workshop dauert, wer welche Rolle übernimmt und sie haben am ersten Tag Flipcharts gemacht mit ihren Erwartungen für den Workshop. Die Erwartungen der strategischen Gruppe wurden ebenfalls geäussert. Verlauf vom Workshop: Die Dauer der einzelnen Tage war klar, die Schulzeiten waren immer dieselben. Es gab jedoch Zwischenfälle und der Tagesablauf wurde somit verschoben. Hier könnte man mehr informieren. Die Erwartungen wurden von der USEF nicht eingehalten, wie beispielsweise nicht das Handy benutzen. Förderlich wäre eine Vorbildfunktion. Die Ziele wurden teilweise behandelt. Beobachtung Nr. 2 Dauer wurde zu Beginn kurz geklärt, dass es eine Woche dauern wird. Rollen wurden gut erklärt. Regeln und Erwartungen wurden von Eunice abgeholt. Diese wurden jedoch nicht ganz eingehalten und auch nur kurz angesprochen. Codierung: Beide Beobachtungen sind miteinander stimmig. Die Rollen wurden verständlich erklärt. Die Dauer des Workshops wurde besprochen. Die Erwartungen wurden nicht eingehalten, Beobachtung Nr. 1 äussert: «Die Erwartungen wurden von der USEF nicht eingehalten, wie beispielsweise nicht das Handy benutzen.» Im Grossen und Ganzen sprechen mehr Beobachtungen für die Erfüllung als dagegen. Projektbericht 63 Kriterium 3: Ziel und Nutzen des Gelernten wird den Teilnehmerinnen immer vor Augen geführt. Gar nicht erfüllt Ab und Zu erfüllt Perfekt erfüllt Beobachtung Nr. 1 Ziel und Nutzen des Gelernten wurde nur teilweise erreicht. Positiv war, was die Teilnehmenden einzelne Lerneinheiten gut verstanden haben und durch die Trainerin wussten, was das ihnen bringt. Beispielsweise das Mindset. Positiv war auch das über das Recap das zuletzt gelernte vor Augen gehalten wurde. Jedoch gibt es noch Verbesserungspotential. Vorschläge für Verbesserungen: Man kann am Ende des Tages ein Energizer machen und die Teilnehmenden fragen, welchen Nutzen Sie vom Gelernten ziehen. Beobachtung Nr. 2 Die Lernenden haben das Ziel Schulgebühren zahlen zu können und gute Nahrung zu haben. Dies sollte jedoch zu Beginn des Workshops erwähnt werden und bei den einzelnen Themen aufgegrien werden. Codierung: Ziel und Nutzen wurden unterschiedlich beobachtet, aber es gab keine Unstimmigkeiten in einer gemeinsamen Beobachtung. Laut Beobachtung Nr. 2 wurden diese gar nicht angesprochen «Dies sollte jedoch zu Beginn des Workshops erwähnt werden und bei den einzelnen Themen aufgegrien werden.» und laut Beobachtung Nr. 1 hat die Trainerin Elemente eingebaut, um das Kriterium zu erfüllen. Insgesamt ist das Kriterium und teilweise erfüllt worden. Projektbericht 64 Kriterium 4: Die Lerninhalte knüpfen an das Vorwissen der Teilnehmer:innen und haben ein Bezug zu ihrer Lebenswelt. Gar nicht erfüllt Ab und Zu erfüllt Perfekt erfüllt Beobachtung Nr. 1: Beim Vorwissen geht es darum, das allgemeine Vorwissen, dass die Teilnehmenden mitbringen und das Vorwissen der vorherigen Tage, zu vernetzten. Die Schlüsselperson ist die Trainerin. Die Trainerin hat oft auf das Vorwissen Bezug genommen. Beispielsweise über das morgendliche Recap. Sie hat auch Verknüpfungen zu den einzelnen Lerneinheiten gemacht. Die USEF hat ebenfalls oft auf das Vorwissen Bezug genommen und hat Bezug auf ihre Lebenswelt genommen. Wichtig ist für die USEF das sie sich bewusst ist, dass es vor allem auf die Trainerin drauf ankommt, da sie die Hauptrolle des Workshops übernimmt. Beobachtung Nr. 2 Eunice erklärt die Sachen genau. Sie sucht andere Wörter für schwierige Begrie mit den Teilnehmer:innen. Sie versucht viele Beispiele in ihrer Lebenswelt zu machen (ab und zu geht durch diese die Botschaft etwas unter, es hilft jedoch ein Bild im Kopf zu bekommen. Sie hat auch eine Wiederholung zu Beginn gemacht um an das Vorwissen des vorhergehenden Tages anzuknüpfen. Codierung: Beide machen zentrale und stimmige Beobachtungen zur Trainerin. Laut Beobachtung Nr. 1: «Die Trainerin hat oft auf das Vorwissen Bezug genommen. Beispielsweise über das morgendliche Recap.» und laut Beobachtung Nr. 2: «Eunice erklärt die Sachen genau. Sie sucht andere Wörter für schwierige Begrie mit den Teilnehmer:innen. Sie versucht viele Beispiele in ihrer Lebenswelt zu machen». Das Kriterium wurde seitens Trainerin mehrheitlich gut erfüllt. Projektbericht 65 Kriterium 5: Die Aufnahmedauer für Lehrinhalte wurde richtig gewählt. Gar nicht erfüllt Ab und Zu erfüllt Perfekt erfüllt Beobachtung Nr. 1 Dieses Kriterium wurde teilweise erreicht. Bei der Aufnahmedauer geht es darum, dass der Workshop so ausgerichtet ist, dass die Aufnahmedauer der Teilnehmenden optimal ist. Die Konzentration sinkt im Verlaufe des Tages. Positiv war, das am Workshop viele Energizer durchgeführt wurden. Somit wurde die Aufnahmedauer wieder erhöht. Ebenfalls gut war, dass die Lerneinheiten mehrheitlich kompakt gestaltet wurden. Vorschläge zur Verbesserungen: Die Teilnehmenden waren oft müde und schliefen während dem Workshop. Man könnte mehr Energizer oder eine Pause einrichten lassen. Ebenfalls möglich ist eine WC-Pause. Die Lerneinheiten wurden teilweise durch Einschübe der USEF hinausgezögert. Die Einschübe sind sehr hilfreich für den Lernprozess, gleichzeitig würde sich eine Absprache lohnen, um die Zeit und somit die Aufnahmedauer besser zu optimieren. Ebenfalls könnte man den Teilnehmenden mitteilen, wie lange die Lerneinheit dauert. Beobachtung Nr. 2 Personen sind, während Unterricht eingeschlafen= Zeichen dafür, dass es zu lange war für gewisse war. Zwischendurch gute Energizer. Zu lange am Stück Frontalunterricht, um alles aufnehmen zu können. Codierung: Beide Beobachtungen weisen auf die Ermüdung der Teilnehmenden hin. Laut Beobachtung Nr. 2: «Personen sind, während Unterricht eingeschlafen= Zeichen dafür, dass es zu lange war für gewisse war.». Ebenfalls wurden gute Energizer eingebaut, um entgegenzuwirken. Beobachtung Nr. 1 äussert ein weiteres Thema: «Die Lerneinheiten wurden teilweise durch Einschübe der USEF hinausgezögert». Das Kriterium wurde mehrheitlich nur teilweise erfüllt, es wurden keine Rückschlüsse auf andere Gründe der Müdigkeit geschlossen. Projektbericht 72 Kriterium 12: Die Leitenden ermutigen die Teilnehmer mit Feedbacks und positiven Worten und einer positiven Fehlerkultur. Gar nicht erfüllt Ab und Zu erfüllt Perfekt erfüllt Beobachtung Nr. 1 Trainerin: Wurde mehrheitlich erfüllt. Ein grosser Pluspunkt ist die positive Beziehungsgestaltung. Sie hat zu Anfang des Workshops eine Vorstellungsrunde gemacht und somit Nähe aufgebaut. Für eine hilfreiche Lernumgebung braucht es das Vertrauen, Fehler machen zu dürfen. Sie hat sich darauf geachtet, oft danke zu sagen. Diese zwei Faktoren sind indirekte, ermutigende Anforderungen, die erfüllt werden müssen um Feedbacks positiv zu gestalten. Sie hat manchmal auch direkt nach Feedback nachgefragt, hilfreich ist es, wenn es regelmässiger gemacht wird. USEF: Die USEF hat das Kriterium weniger gut erfüllt. Im Vergleich zur Trainerin hat die USEF weniger oft positive Rückmeldung verteilt. Im Gegensatz zur Trainerin war die Rückmeldung aber direkter und skeptischer, was manchmal auch hilfreich sein kann. Beobachtung Nr. 2 Positive Fehlerkultur wurde erwähnt. Keine Feedbacks an Teilnehmer:innen zurück oder sehr wenig. Sehr viel Kritik bei den Visionen und wenig positive Feedbacks. Teilnehmende wirkten teilweise niedergeschlagen nach der Kritik. Codierung: Beide Beobachtungen sind sich in der positiven Fehlerkultur einig. Laut Beobachtung Nr. 1: «Sie hat zu Anfang des Workshops eine Vorstellungsrunde gemacht und somit Nähe aufgebaut. Für eine hilfreiche Lernumgebung braucht es das Vertrauen, Fehler machen zu dürfen. Sie hat sich darauf geachtet, oft danke zu sagen. Diese zwei Faktoren sind indirekte, ermutigende Anforderungen, die erfüllt werden müssen um Feedbacks positiv zu gestalten». Des Weiteren wurden nur teilweise bis kaum Feedbacks an die Teilnehmenden zurückgeben, und beide beobachten bei der USEF eine Kritikkultur. Das Kriterium wurde nur teilweise erreicht, da es insgesamt betrachtet wird. Projektbericht 73 Kriterium 13: Die Teilnehmer sind motiviert und behalten diese Motivation über die ganze Zeit Gar nicht erfüllt Ab und Zu erfüllt Perfekt erfüllt Beobachtung Nr. 1 Das Kriterium wurde nur teilweise erreicht. Positiv war, das einige Energizer gemacht wurden. Die Teilnehmenden waren müde oder gelangweilt und konnten die Motivation nicht aufrechterhalten. Vorschläge zu Verbesserung: Mehr Pausen oder eine grosse WC-Pause Mehr Energizer Mehr Gruppenarbeiten Beobachtung Nr. 2 Teilnehmende sind intrinsisch motiviert zu lernen. Keiner hat den workshop verlassen. Motivation wärend der Übersetzungen schwindet. Motivation nach negativer Kritik kleiner. Zudem wurde die Motivation kleiner, wenn lange keine Pause stattgefunden hat. Codierung: Beide Beobachtungen sind stimmig zueinander. Laut Beobachtung Nr. 2: «Teilnehmende sind intrinsisch motiviert zu lernen. Keiner hat den workshop verlassen.» und laut Beobachtung Nr. 1: «Positiv war, das einige Energizer gemacht wurden» was für eine Teilerfüllung des Kriteriums spricht. Beide sind sich einig, dass die Motivation teilweise stark nachgelassen hat, Beobachtung Nr. 2 begründet dies unter anderem mit dem tendenziell weniger wohlwollenderem Feedback der USEF. Das Kriterium wurde teilweise erfüllt. Projektbericht 74 Kriterium 14: Teilnehmer können eigene Lösungen entwickeln oder herausfinden in denen Bereichen, wo dies gefordert ist. (Aktive Lerneinheiten) Gar nicht erfüllt Ab und Zu erfüllt Perfekt erfüllt Beobachtung Nr. 1 Dieses Kriterium wurde teilweise erreicht. Lösungen entwickeln bedeutet eine Aufgabe kreativ zu lösen und die eigenen Gedanken hineinzubringen. Positiv war, dass bei den Gruppenarbeiten aktive Lerneinheiten vorhanden waren. Im Grossen und Ganzen fehlte es aber eher, da es mehrheitlich passive Lerneinheiten gab. Beobachtung Nr. 2 Gewisse aktive Lerneinheiten haben bestanden. Zum Beispiel Energizer, Gruppendiskussionen, Tisch gemeinsam heben. Jedoch sehr viel Frontalunterricht ohne Einbezug und ohne eigenes Wissen anregen. Codierung: Beide Beobachtungen weisen auf gewisse aktive Lerneinheiten hin und auf viel Frontalunterricht. Mehrheitlich fehlte laut den Beobachtungen also aktive Lerneinheiten. Das Kriterium wurde teilweise erreicht. Projektbericht 75 Kriterium 15: Die Teilnehmer des Workshops verstehen die Lerninhalte auf einer höheren Taxonomiestufe (anwenden, analysieren, synthetisieren, bewerten). Gar nicht erfüllt Ab und Zu erfüllt Perfekt erfüllt Beobachtung Nr. 1 Erinnerung: Erfüllt. Die meisten konnten sich an zentrale Erkenntnisse erinnern. Mit den Flipcharts wurde der Lernprozess förderlich gestaltet. Verstehen: Teilweise erreicht. Einige Teilnehmende hatten Schwierigkeiten das Gelernte zu verstehen. Gründe: Sprachbarriere, Alter, Schnelligkeit, Tiefe Lerneinheit. Anwendung: Die Schlussaufgabe der Teilnehmenden war das errichten ihres Zukunftsplanes. Hier mussten die Teilnehmenden das gelernte anwenden und das wurde sehr gut gemacht. Es gab im Grossen und Ganzen aber Schwankungen, da wahrscheinlich nicht alles verstanden wurde. Analyze: Teilweise Evaluation: - Create: - Beobachtung Nr. 2 Sehr tiefe Taxonomiestufe. Wiederholen jedoch noch nicht im verstehen. Durch dies ist die Anwendung so noch nicht gross denkbar. Codierung: Beide Beobachtungen weisen auf ein fehlendes Verständnis der Teilnehmenden hin. Die Anwendung ist die Nachstufe und Beobachtung Nr. 1 äussert: «Die Schlussaufgabe der Teilnehmenden war das errichten ihres Zukunftsplanes. Hier mussten die Teilnehmenden das gelernte anwenden und das wurde sehr gut gemacht.», jedoch gab es laut ihm Schwankungen, welche mit den Beobachtungen Nr. 2 übereinstimmen. Das Kriterium wurde teilweise bis kaum erreicht. Projektbericht 76 Kriterium 16: Dauer des Workshops ist passend gewählt zum Thema und zum Inhalt. Gar nicht erfüllt Ab und Zu erfüllt Perfekt erfüllt Beobachtung Nr. 1 Die Dauer der Workshop Themen dienen dazu, für wichtige Lerneinheiten genügend Zeit einzuplanen und für Randthemen weniger Zeit einzurechnen. Des Weiteren braucht es Pausen und daher ein Zeitmanagement. Die Dauer der Themen im Workshop war im Grossen und Ganzem gut gewählt. Verbesserungsvorschläge: Das Anfangsritual war sehr lange, dass könnten sie reduzieren und diese Zeit für mehr Gruppenarbeiten nutzen. Das Abschlussritual war ebenfalls sehr lange und könnte für eine weitere Gruppenarbeit genutzt werden, wie beispielsweise einen Plan B bei de Erarbeitung des Visionsplanes. Beobachtung Nr. 2 Eine Woche ist eine gute Dauer. Die Zeit könne mit kleinen Veränderungen noch eizienter genutzt werden und so zum Beispiel genügend Zeit einplanen für die Verbildlichung der Visionen. Sonstiges: Umgang mit Ressourcen auch SuS und Eltern weitervermitteln. Andere Nebenaktivitäten vermeiden: Namen anschreiben, Liste unterschreiben, WC… ¨ Codierung: Beide Beobachtungen sind sich einig das die Dauer des Workshop gut gewählt wurde. Ebenfalls einig waren sich beide das die Zeit besser genutzt werden konnte. Das Kriterium wurde daher teilweise erreicht bis gut erreicht. Projektbericht 77 Literaturverzeichnis: Mike: Mayring, P. (1991). Qualitative Inhaltsanalyse. In U. Flick, E. v. Kardo, H. Keupp, L. v. Rosenstiel, & S. Wol (Hrsg.), Handbuch qualitative Forschung : Grundlagen, Konzepte, Methoden und Anwendungen. München: Beltz - Psychologie Verl. Union. https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0168-ssoar-37278 Mayring P., (2015). Qualitative Inhaltsanalyse: Grundlagen und Techniken. 12 Aufl.. Beltz Verlag. G. Mey & K. Mruck. (2010). Handbuch Qualitative Forschung in der Psychologie. VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2010. doi: 978-3-531-92052-8_42 Carolina: Becker, F. (2024). Visionen entwickeln und einsetzen. In F. Becker, Positive Psychologie—Wege zu Erfolg, Resilienz und Glück (S. 103–124). Springer Berlin Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-662-67620-2_6 Schubiger, A. (2016). Lehren und Lernen: Ressourcen aktivieren, Informationen verarbeiten, Transfer anbahnen, Auswerten. 2. überarbeitete Ausgabe. hep Verlag. Sufi, S., Nenadic, A., Silva, R., Duckles, B., Simera, I., de Beyer, J. A., Struthers, C., Nurmikko-Fuller, T., Bellis, L., Miah, W., Wilde, A., Emsley, I., Philippe, O., Balzano, M., Coelho, S., Ford, H., Jones, C., & Higgins, V. (2018). Ten simple rules for measuring the impact of workshops. PLOS Computational Biology, 14(8), e1006191. https://doi.org/10.1371/journal.pcbi.1006191 Tolg, B. (2024). Informatik auf den Punkt gebracht: Informatik für Life Sciences Studierende und andere Nicht-Informatiker. Springer Fachmedien Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3658-43715-2 Reitzer, C. (2014). Erfolgreich Lehren (1st ed). Springer Berlin / Heidelberg. Weinreich, H. (2005). Erfolgreiche Moderation kulturund funktionsübergreifender InnovationsWorkshops. In J. Amelingmeyer & P. E. Harland (Hrsg.), Technologiemanagement & Marketing (S. 205–225). Deutscher Universitätsverlag. https://doi.org/10.1007/978-3-322-82154-6_13 Weber, E., & Kunz, D. (2012). Beratungsmethodik in der Sozialen Arbeit: Das Unterrichtskonzept der Beratungsmethodik an der Hochschule Luzern - Soziale Arbeit (3., überarb. Aufl). interact Verlag für Soziales und Kulturelles. Projektbericht 78 21.3 Leitfadeninterviews EMPOWERMENT:  Viele Teilnehmende berichteten von neuen Träumen und Zukunftsvisionen. Diese Entwicklung wurde sowohl bei den Homevisits als auch von den Schulkindern bestätigt. Zitat: I should work hard in future to become a medical doctor.  Sie planen in die Zukunft neu und können so mehr Einfluss nehmen. Sie kämpfen nicht mehr je-den Tag ums Überleben, sondern können auch Visionen verfolgen. Zitat: Yes, she said that USEF changed her mindset from being traditional to come in modern farming. You plan future before you reach there. USEF organized training about mindset. For She attended that one. She said it was very helpful to her.  Viele zeigten sich dankbar für erste materielle Unterstützung, wie etwa Saatgut, Werkzeuge oder im schulischen Kontext, Bücher, Stifte und einen Koer. Zitat 1: She got support from USEF through the seeds. Zitat 2: Experience, actually I say they distributed us suitcase, some sanitary pads and some books.  Die Schulmädchen empfinden es als sehr hilfreich, dass die Schulgebühren übernommen werden. Zitat: In that part of support USEF had helped us a lot in paying the school fees. As I talk now if USEF could not be there I would not be able to be in secondary school maybe I would be staying at home.  Insgesamt äusserten sich alle Befragten dankbar für das erworbene Wissen und die erlernten praktischen Fähigkeiten. Sowohl die Schulmädchen als auch die Homevisits bestätigten, dass dieses Wissen nicht nur theoretisch vorhanden ist, sondern im Alltag aktiv angewendet wird. Zitat: The best is somebody should teach you how to get fish from water. And that is what you are doing. So if they were to give money, hard cash money like this, it could end up by being misused by people. And they are giving skill training and you can use your own knowledge to get the wealth that is needed by you. And to me what USEF is doing is very good.  Insbesondere die landwirtschaftlichen Techniken wurden als besonders wertvoll hervorgehoben, da sie direkt in der täglichen Praxis eingesetzt werden können. Zitat: First of it we learned from this group is how to apply chemicals, these fertilizers. And she knows how seedlings or seeds are placed or planted, and how the seeds should be planted, and how to manage them.  Viele berichteten, dass sich ihre Lebenssituation im Hinblick auf Ernährungssicherheit und eine ausgewogene Ernährung durch die neu gewonnenen Kenntnisse und Fähigkeiten verbessert hat. Projektbericht 79 Zitat: Before USEF came, he used to grow tobacco and cotton. Majorly. But the food security was not there. Then after this year, USEF, he knows how to grow these vegetables. Right now he's now growing this one, eggplants, even maize, even the cassavas. His products are now around. His life changed. He started investing on farming, particularly in food security and then animal, where by he bought two piglets there. He started investing in those things.  Einige der Befragten gaben an, dass sie nicht nur ausreichend Nahrung für ihre Familien produzieren können, sondern darüber hinaus auch in der Lage sind, Schulgebühren für ihre Kinder zu bezahlen. Dies trit jedoch nicht auf alle zu, einige Familien stossen hier weiterhin an finanzielle Grenzen. Zitat: And then you learn for your family, where by you can be able to pay your children's school fees.  Gewisse Personen schilderten, dass sie sich aus ihren ersten Projekten heraus weiterentwickeln konnten. Sie investierten in neue Vorhaben und verfügen nun über zusätzliche Einkommensquellen. Dadurch sind sie in der Lage, bei finanziellen Engpässen flexibel zu reagieren. Zum Beispiel durch den Verkauf einzelner Produkte und ihre Lebensqualität langfristig zu sichern. Zitat 1: One pig was given to her, that's the small one, piglet. Then we started looking after it. It grew very well. Then later on, we sold it. After selling it, she was now able to get those goats. The goat was one, and then it gave birth to a kid. Then the other one, she aorded it out of what is the little, the easy. Eggplants which were planted and we used to harvest the eggplants and then we make some to dry in the in the sun, then people come and they buy them; after that, we battered the money with the goat that's how she managed to aord the other goat. Zitat 2: These things the animals they are useful. We have these chickens. See in case of problem you can even get one and slaughter. And when there's a problem of money, you pick one, you sell, and they solve that problem. Then the others were chickens, and then the chickens were sold; then we now managed to pick the money and then we aorded that sheep.  Gewisse erwähnten auch, dass sie jetzt selbstständig sind und alleine sorgen können. Zitat: That we learnt from USEF to start on your own. You depend on your own, don't depend on somebody. And then you learn for your family, where by you can be able to pay your children's school fees. And then you have good food at home. You change your lifestyle at home.  Jemand erklärte, dass es durch das neu erworbene Wissen und die praktischen Fähigkeiten nun deutlich einfacher sei, Krankheiten vorzubeugen oder zu behandeln. Insbesondere die verbesserte Ernährung und die damit einhergehende Ernährungssicherheit hätten dabei eine zentrale Rolle gespielt. Zitat: Due to the knowledge she knows from USEF, the control of disease is now very easy for her. When USEF is helpful to her, before she used to buy things from market and not plant her own things. This time she's now having food security at home well balanced food she's eating like vitamins chicken meal  Eine weitere Rückmeldung bezog sich auf verändertes Planungsverhalten. Die Person lernte, nicht alles sofort zu verbrauchen, sondern auch für die Zukunft vorzusorgen. Projektbericht 80 Zitat: When you get a resource like this, you don't use it all; you plan for the future and then you save some for the future.  Jemand erwähnte auch, dass man durch USEF auch lernt in einer Gruppe zu agieren. Die Person schätzt das Gefühl Teil einer Gruppe zu sein. Zitat: You have changed her life through training and then being in a group. How you do things in a group. When you are in group, how do you behave. PROBLEME: Trotz der positiven Feedbacks schilderten die Befragten auch Herausforderungen, die sie bislang nicht überwinden konnten. Diese sind folgende:  Sie haben zu wenig Geld erwirtschaftet, um weitere Samen kaufen zu können, durch das können sie ihre Projekte nicht ausweiten oder neue Projekte beginnen. Zitat: That the diiculty he is now facing is when he wanted to plant these vegetables, if there is insuicient money, he is now facing challenge of buying some of those things; the inputs, seeds, it limited him to have small-scale farming.  Einige gaben zudem an, dass sie sich keine Werkzeuge leisten können, was die Umsetzung ihrer Projekte erheblich erschwert. Zitat: For him, he wanted USEF to improve on his farming, where by he supported him by providing him with the necessary equipment or necessary things for farming like seeds and then the tools.  Ein häufig genanntes Problem betrit die Wasserversorgung in der Trockenzeit. In den Dörfern steht nicht genügend Wasser zur Verfügung und der Weg zum Fluss ist lang und kräftezehrend. Dies verlängert die Arbeitszeit deutlich. Ausserdem ist es in dieser Zeit besonders schwierig, Gemüse anzupflanzen, da die Hitze die Pflanzen stark belastet. Zitat: During dry seasons, like last year we planted our cabbage there. It was very hot. These ladies or women, they used to fetch water by their head. By means of this basin, this basin, big basin. That one, the green one. Yeah, from the river up to the field. It was very diicult.  Von vielen ist es eine Vision ein besseres Haus zu bauen, jedoch erlernen sie diese Techniken nicht von USEF und müssen externe Fachkräfte für dies einstellen, was wiederrum hohe Kosten generiert. Zitat: She said that, building house, he hired a labor from outside for her. He doesn't know how to build, but he hired labor to come and build for her.  Ein weiteres Problem, welches einige Personen erwähnten, bestand darin, dass es schwierig ist, die geernteten Lebensmittel zu einem guten Preis zu verkaufen. Der nächste Markt ist weit entfernt, wodurch Transportkosten entstehen. Zudem ist der Markt sehr lokal, was dazu führt, dass bestimmte Lebensmittel in grossen Mengen angeboten und dadurch im Wert gemindert werden. Zitat: For her the diiculty thing is transport transporting her product to the market is still a problem for her. From here to the market it is 10 kilometers. Every day she comes out every Projektbericht 81  Andere berichteten, dass sie zwar inzwischen Schulgebühren zahlen können, dadurch jedoch nicht genug Geld übrig bleibt, um ihre Projekte auszubauen, oder dass es ihnen nicht möglich ist, die Schulgebühren für alle Kinder zu zahlen. Zitat: Since she's been paying school fees, money is not enough for her to improve on her projects.  Eine Person erwähnte, dass es ihr an Arbeitsunterstützung mangelt, was den grossflächigen Anbau erschwert. Zitat: And then the diicult thing was the labour force is not enough for her. Since she's a widow, the labor is not enough of growing things in a big era.  Zudem erwähnte jemand, dass nicht genügend Land ein Problem ist, um die Projekte voranzutreiben. Zitat: The problem that we are facing here is the problem of land shortage because as you you have seen the land some of the land that we have shown to you people are being rendered using a money using the little money that we get and we needed to expand the project more and more but we are struck up by the issue of land, so getting the money to rent the land is a problem.  Eine Person hat gesundheitliche Probleme erwähnt und jemand hohes Alter, welche es schwer machen, die Arbeit zu erledigen. Zitat: The group, he was very interested in it and it was very good for him. But now he is having a problem in the waist. So it was a challenge for him.  Die Schulmädchen sehen ein Problem in den Transportkosten. Sie wissen nicht, wie ihre Familien die Transportkosten zahlen können. Zudem wünschen sie sich noch weitere Orte zu sehen und kennenzulernen. Zitat: If you could be able to aord for us to transport it. And also tell our parents to raise some little amount of money to help us and go to see the places outside. That way we shall also acquire knowledge. We shall also be able to say that, ah, outside things are like that.  In der Schule berichteten die Mädchen, dass es ihnen an schulischen und anderen grundlegenden Materialien fehlt. Sie erklärten, dass ihre Bücher bereits vollgeschrieben seien, sie die falschen Taschenrechner hätten und dringend bessere benötigten. Auch T-Shirts (idealerweise mit Logo) fehlen, da sie meist nur ein bis zwei besitzen. Zudem baten sie um Seife, Pads und Saatgut für ihre Projekte. Zitat: There are some calculators here, they are bought for 5, 000. Now our teacher of mathematics said that that quality is not okay. The one he is needing is the one of, what is it? 60 or 80. Yeah,80, 000 ceilings. For us we don't know how we shall aord that one.  Die Mädchen erwähnten ausserdem, dass die Beleuchtung in ihrer Unterkunft defekt sei und jederzeit ganz ausfallen könne. Auch die sanitären Bedingungen wurden als problematisch beschrieben: Für alle Mädchen steht nur eine Toilette zur Verfügung, was als unzureichend empfunden wird.