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Ferienlager mit dem Turmalin: mitgestalten, mitmachen, miterleben: Projektarbeit

Huber, Fabienne

Abstract

Das partizipative Projekt «Ferienlager mit dem Turmalin – mitgestalten, mitmachen, miterleben» wurde initiiert, weil es seitens der Auftraggeberschaft sowie der Projektleitung von grossem Wert war, das jährlich stattfindende Ferienlager stärker an den Wünschen der Kinder und Jugendlichen auszurichten. Die Kinder und Jugendlichen der Wohngruppe Turmalin hatten die Möglichkeit in Einzel- und Gruppensettings partizipativ an der Planung und Durchführung mitzuwirken. Die Interessen und Bedürfnisse wurden aktiv miteinbezogen. So entstand im Voraus eine Lagerplanung mit den berücksichtigten Wünschen und Bedürfnissen, aber auch eingeplante Zeitslots, wo vor Ort auf die Kinder und Jugendlichen eingegangen werden konnte. Die Projektleitung orientierte sich an unterschiedlichen Methoden und achtete auf den Entwicklungsstand. Mithilfe einer ausführlichen Evaluation wurden die wichtigsten Erkenntnisse festgehalten. Diese sollen als Grundlage für zukünftige Ferienlager dienen.

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Modul 251 I Projektbericht Praxisprojekt Fabienne Huber Hochschule Luzern 1 Seite 1/1 Ferienlager mit dem Turmalin -mitgestalten, mitmachen, miterleben Projektzeitraum von Januar bis August 2025 Fabienne Huber Hochschule Luzern – Soziale Arbeit Studienrichtung Sozialpädagogik Begleitperson: Judith Adler Eingereicht am: 12. September 2025 Diese Arbeit wurde am 12. September 2025 an der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit eingereicht. Für die inhaltliche Richtigkeit und Vollständigkeit wird durch die Hochschule Luzern keine Haftung übernommen. Studierende räumen der Hochschule Luzern Verwendungsund Verwertungsrechte an ihren im Rahmen des Studiums verfassten Arbeiten ein. Das Verwendungsund Verwertungsrecht der Studierenden an ihren Arbeiten bleibt gewahrt (Art. 34 der Studienordnung). Studentische Arbeiten der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit werden unter einer Creative Commons Lizenz im Repositorium veröffentlicht und sind frei zugänglich. 09-2022 Originaldokument gespeichert auf LARA – Lucerne Open Access Repository and Archive der Zentralund Hochschulbibliothek Luzern Urheberrechtlicher Hinweis: Dieses Werk ist unter einem Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle NutzungKeine Bearbeitung 3.0 Schweiz (CC BY-NC-ND 3.0 CH) Lizenzvertrag lizenziert. Um die Lizenz anzuschauen, gehen Sie bitte zu https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/ch Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder Medium vervielfältigen und weiterverbreiten. Zu den folgenden Bedingungen: Namensnennung — Sie müssen angemessene Urheberund Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht werden, allerdings nicht so, dass der Eindruck entsteht, der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung besonders. Nicht kommerziell — Sie dürfen das Material nicht für kommerzielle Zwecke nutzen. Keine Bearbeitungen — Wenn Sie das Material remixen, verändern oder darauf anderweitig direkt aufbauen dürfen Sie die bearbeitete Fassung des Materials nicht verbreiten. Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen, was die Lizenz erlaubt. Jede der vorgenannten Bedingungen kann aufgehoben werden, sofern Sie die Einwilligung des Rechteinhabers dazu erhalten. Diese Lizenz lässt die Urheberpersönlichkeitsrechte nach Schweizer Recht unberührt. Eine ausführliche Fassung des Lizenzvertrags befindet sich unter https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/ch/legalcode.de Die Hochschule Luzern – Soziale Arbeit empfiehlt diesen Projektbericht besonders zur Lektüre! Modul 251 I Projektbericht Praxisprojekt Fabienne Huber Hochschule Luzern 2 Abstract Das partizipative Projekt «Ferienlager mit dem Turmalin – mitgestalten, mitmachen, miterleben» wurde initiiert, weil es seitens der Auftraggeberschaft sowie der Projektleitung von grossem Wert war, das jährlich stattfindende Ferienlager stärker an den Wünschen der Kinder und Jugendlichen auszurichten. Die Kinder und Jugendlichen der Wohngruppe Turmalin hatten die Möglichkeit in Einzelund Gruppensettings partizipativ an der Planung und Durchführung mitzuwirken. Die Interessen und Bedürfnisse wurden aktiv miteinbezogen. So entstand im Voraus eine Lagerplanung mit den berücksichtigten Wünschen und Bedürfnissen, aber auch eingeplante Zeitslots, wo vor Ort auf die Kinder und Jugendlichen eingegangen werden konnte. Die Projektleitung orientierte sich an unterschiedlichen Methoden und achtete auf den Entwicklungsstand. Mithilfe einer ausführlichen Evaluation wurden die wichtigsten Erkenntnisse festgehalten. Diese sollen als Grundlage für zukünftige Ferienlager dienen. Modul 251 I Projektbericht Praxisprojekt Fabienne Huber Hochschule Luzern 3 Inhaltsverzeichnis Abstract ................................................................................................................................. 2 1. Einleitung .......................................................................................................................... 5 1.1 Aufbau des Projektberichts .......................................................................................... 5 1.2. Projekt allgemein ........................................................................................................ 5 1.3 Auftraggeberschaft....................................................................................................... 5 1.4 Ausgangslage und Projektmotivation ........................................................................... 6 1.4.1 Fragestellung ........................................................................................................ 7 2. Situationsanalyse .............................................................................................................. 7 2.1. Projekterklärung und -begründung .............................................................................. 7 2.2 Theoretischer Bezugsrahmen ...................................................................................... 8 2.3 Handlungsbedarf aus Sich der Sozialen Arbeit ............................................................ 9 2.4 Projektmethodische Fundierung .................................................................................10 2.4.1 Zielgruppe ............................................................................................................10 2.4.2 Ziele .....................................................................................................................10 2.4.3 Projektaufbau ....................................................................................................... 11 2.4.4 Projektablauf ........................................................................................................12 2.5.Methodisches Vorgehen .............................................................................................13 3 Projektverlauf ....................................................................................................................14 3.1 Kurzübersicht Projektverlauf .......................................................................................14 3.2 Buchung Ferienhaus ...................................................................................................14 3.3 Ferienbedürfnisse und Programmwünsche einholen ..................................................15 3.4 Information Betreuungsteam über die Strukturen und Aufteilung Verantwortlichkeiten 18 3.5 Ferienprogramm .........................................................................................................18 3.6 Durchführung Ferienlager ...........................................................................................19 4 Evaluation und Reflexion ...................................................................................................21 4.1 Evaluationsinstrumente ..............................................................................................21 4.1.1 Evaluation Stimmungsbarometer .........................................................................22 Modul 251 I Projektbericht Praxisprojekt Fabienne Huber Hochschule Luzern 4 4.1.2 Evaluation Auswertung Erwachsene ....................................................................23 4.1.3 Evaluation Feedbackrunde allgemein ..................................................................23 4.2 Evaluation der Ziele ....................................................................................................24 4.3 Erkenntnisse zur Partizipation ....................................................................................25 4.4 Selbstreflexion ............................................................................................................26 4.5 Nachhaltigkeit .............................................................................................................26 5 Schlussfolgerung ...............................................................................................................26 6 Dank ..................................................................................................................................27 7 Quellenverzeichnis ............................................................................................................28 7.1 Literaturverzeichnis.....................................................................................................28 7.2 Tabellenverzeichnis ....................................................................................................29 7.3 Abbildungsverzeichnis ................................................................................................29 8 Anhang ..............................................................................................................................30 Leitfaden für das Ferienlager 2025 ...................................................................................30 Zielbaum ..........................................................................................................................31 Übersicht Lagerplanung mit Piktogrammen ......................................................................32 Übersicht Lagerplanung ....................................................................................................34 Beispiel eines Tagesplans ................................................................................................35 Auswertung Evaluation Erwachsene .................................................................................36 Teamaustausch zum Lager ...............................................................................................37 Beispiel Evaluation Kinder ................................................................................................39 Modul 251 I Projektbericht Praxisprojekt Fabienne Huber Hochschule Luzern 5 1. Einleitung 1.1 Aufbau des Projektberichts Der Projektbericht beschreibt das Interventionsprojekt «Ferienlager mit dem Turmalin – mitgestalten, mitmachen, miterleben». Durchgeführt wurde es auf der Wohngruppe Turmalin in der St. Josef-Stiftung in Bremgarten, Kanton Aargau. In der altersund geschlechtergemischten Wohngruppe leben sieben Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Voraussetzungen in einem familienähnlichen Umfeld zusammen. Die Projektleiterin Fabienne Huber führte das Projekt zusammen mit diesen sieben Kindern und Jugendlichen durch. Die Projektskizze sowie die Projektplanung dienten als Grundlage für die Umsetzung. Im vorliegenden Projektbericht wird zuerst auf allgemeine wissenswerte Informationen zum Projekt eingegangen. Darauf folgen Informationen zur Auftraggeberschaft sowie zur Beschreibung der aktuellen Situation (Ausgangslage) und der Projektmotivation. Bei der Situationsanalyse werden die Projekterklärung und die genaue Begründung dargelegt. Zudem wird auf die Theorie eingegangen und damit der Handlungsbedarf aufgezeigt. Derselbe Teil enthält die projektmethodische Fundierung wie auch das methodische Vorgehen. Bei dem Projektverlauf wird näher auf die Meilensteine eingegangen und schliesslich rundet die ausführliche Evaluation wie die Schlussfolgerungen den Bericht ab. 1.2. Projekt allgemein In der Wohngruppe Turmalin, in der Fabienne Huber arbeitet, leben sieben Kinder und Jugendliche, die nicht oder nur selten nach Hause gehen können. Dies führt dazu, dass sie hauptsächlich im vertrauten Umfeld der Wohngruppe aufwachsen. Sie haben wenig Gelegenheit, neue Umgebungen zu erleben oder ausserhalb des gewohnten Settings zu interagieren. Jährlich in den ersten zwei Wochen der Sommerferien geht jede Wohngruppe des Hauses am Rank separat mit den Kindern in eine Art Ferienlager, um dies zu ermöglichen. Fabienne Huber übernahm die Leitung des Projektes und trug die gesamte Verantwortung für die Planung und Umsetzung des Ferienlagers der Wohngruppe, in der sie arbeitet. Unterstützt wurde sie dabei stark von der Wohngruppenleitung (welche ebenfalls zugleich die Seite der Auftraggeberschaft darstellt) sowie vom Team der Wohngruppe, welche sie gemeinsam sowohl in der Betreuung vor Ort als durch die Übernahme organisatorischer Aufgaben entlasteten. Als Begleitung seitens der Hochschule Luzern, diente die Mentorin von Fabienne Huber als Ansprechperson und unterstützte sie bei Fragen. 1.3 Auftraggeberschaft Die St. Josef-Stiftung in Bremgarten, Kanton Aargau, ist eine gemeinnützige Einrichtung, die sich seit vielen Jahren der Betreuung, Unterstützung und Förderung von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen widmet. Sie bietet ein umfassendes Angebot an Leistungen von Modul 251 I Projektbericht Praxisprojekt Fabienne Huber Hochschule Luzern 6 der frühkindlichen Förderung bis hin zur Wohnbetreuung im Erwachsenenalter (St. JosefStiftung, 2025). In der St. Josef-Stiftung arbeitet Fabienne Huber in der Wohngruppe Turmalin, welche im Haus am Rank liegt. Im Haus am Rank befinden sich insgesamt drei Wohngruppen. Das Wohnkonzept im Haus am Rank richtet sich an Kinder und Jugendliche ab der ersten Klasse, die eine hohe Mobilität und Selbstständigkeit im Alltag mitbringen. Das Team von Fachmitarbeitenden unterstützt die Kinder und Jugendlichen individuell bei der Bewältigung ihres Alltags und legt gemeinsam mit ihnen regelmässig Förderziele fest. Dabei wird grossen Wert auf die Lebensqualität und die Förderung der Selbstständigkeit der jungen Menschen gelegt (St. Josef-Stiftung, 2025). 1.4 Ausgangslage und Projektmotivation Für viele der jungen Menschen der Wohngruppe Turmalin stellt die Wohngruppe über weite Teile ihres Lebens den Mittelpunkt dar – nicht nur unter der Woche, sondern oft auch über Wochenenden und in den Ferien. Die Kinder und Jugendlichen wachsen somit in einem konstanten, institutionellen Rahmen auf, der ihnen zwar Sicherheit und Struktur bietet, jedoch gleichzeitig ihre Möglichkeiten einschränkt, neue Erfahrungen in anderen sozialen und räumlichen Kontexten zu machen. Die Chance, andere Umgebungen kennenzulernen, ergibt sich für viele dieser Kinder einzig durch die jährlich stattfindenden Ferienlager. Diese finden jeweils in den ersten beiden Wochen der Sommerferien statt. Jede Wohngruppe des Hauses am Rank organisiert dann ein eigenes Lager – ein Angebot, das es den Kindern ermöglichen soll, den Alltag hinter sich zu lassen, neue Eindrücke zu sammeln und Erlebnisse ausserhalb des gewohnten Settings zu machen. Auf diese Weise sollen Abwechslung, Erholung und positive Gemeinschaftserfahrungen geschaffen werden, die über den normalen Gruppenalltag hinausgehen. Allerdings zeigt sich in der Praxis, dass die Planung und Durchführung solcher Lager häufig stark durch die Perspektive und Bedürfnisse der Betreuungspersonen geprägt ist. Im Vordergrund stehen oftmals die Organisation eines reibungslosen Ablaufs sowie die pädagogische Verantwortung, welche die Fachpersonen tragen. Dabei besteht die Gefahr, dass die individuellen Bedürfnisse und Wünsche der Kinder und Jugendlichen zu wenig berücksichtigt werden. Nicht selten werden Programme vorab detailliert geplant, ohne die Kinder aktiv in die Gestaltung einzubeziehen. Während für die Betreuungspersonen das Ferienlager eine Phase des «Arbeitens» ist, nach der sie selbst Erholung suchen können, erleben Kinder diese Zeiten anders. Sie haben nicht die Möglichkeit, nach dem Lager in den «Ferienmodus» zu wechseln, sondern müssen die Erholung direkt während dieser Zeit finden. Das bedeutet, dass sie ihre Erholung innerhalb des Lagers finden und erleben müssen, was jedoch nur dann gelingt, wenn ihre Bedürfnisse nach Rückzug, Mitgestaltung, Entspannung und Freude ernst genommen und in die Planung integriert werden. Modul 251 I Projektbericht Praxisprojekt Fabienne Huber Hochschule Luzern 13 stärken. Der partizipative Einbezug der Kinder stand im Vordergrund. Information Ferienbetreuungsteam Das Ferienbetreuungsteam wurde in das Projekt eingeführt. Dabei erhielt es eine Einführung in den Begriff der Partizipation und wurde über das Ferienkonzept, die Organisation und Strukturierung des Lagers informiert. Ebenfalls wurden Verantwortungen und kleinere Aufgaben im Betreuungsteam verteilt. Erstellung eines Ferienprogramms Die Bedürfniserhebung wurde ausgewertet und das Lager wurde anschliessend anhand der Bedürfnisse und Wünsche der Kinder möglichst ausgewogen gestaltet. Feriendurchführung Das Ferienlager wurde gemäss des Ferienprogramms durchgeführt, wobei ausreichend Flexibilität bestand, um spontan auftretende Bedürfnisse der Kinder zu berücksichtigen. Evaluation des Ferienprogramms Nach Abschluss des Ferienprogramms wurde eine Evaluation durchgeführt, um die Wirksamkeit sowie die Zufriedenheit der Kinder und weiteren Beteiligten zu überprüfen. Ergänzend dazu wurden im Lager täglich kurze Feedbackrunden mit den Kindern und Erwachsenen durchgeführt, beispielsweise mithilfe eines Gefühlsbarometers. Die gesammelten Erkenntnisse aus der täglichen Reflexion und der abschliessenden Evaluation wurden schriftlich dokumentiert, um als Grundlage für die Planung und Optimierung des Programms im kommenden Jahr zu dienen. Die Auswertungen wurden an der Abschlusssitzung und an einer Teamsitzung präsentiert. Meilensteine Tabelle 2 2.5.Methodisches Vorgehen Das methodische Vorgehen im Projekt zeichnete sich durch eine aktive Beteiligung der Kinder und Jugendlichen aus. Mithilfe von Piktogrammen, Bildern, Spielen und Gesprächen wurden ihre Wünsche und Bedürfnisse erhoben. Methoden der persönlichen Zukunftsplanung (Volkmann & Netzwerk, 2014) wurden berücksichtigt sowie weitere Methoden wie Rekognoszierungen vor Ort, Finden von Ideen durch Google Maps, Aufgaben (z. B. Lieblingsspielzeug aus dem Zimmer mitbringen) oder Alltagsgespräche ergänzten die Planung. Ausserdem wurde der Projektprozess mithilfe des Stufenmodells nach Roger Hart (1992) unter dem Aspekt der Partizipation analysiert und ausgewertet. Modul 251 I Projektbericht Praxisprojekt Fabienne Huber Hochschule Luzern 14 3 Projektverlauf 3.1 Kurzübersicht Projektverlauf Das Projekt enthält Teile der Planung des Ferienlagers, der Durchführung sowie der Evaluation. Insgesamt wurde das Projekt in sechs unterschiedliche Meilensteile unterteilt. Nachfolgend werden die Erreichung der Meilensteine genauer erläutert sowie die Ergebnisse anhand der Partizipationsstufen nach Roger Hart (1992) interpretiert. 3.2 Buchung Ferienhaus Bereits vor dem offiziellen Start des Projekts (Kick-off-Veranstaltung) musste aus Zeitgründen mit der Suche nach einem geeigneten Lagerhaus begonnen werden. Das war notwendig, da nur noch wenige Häuser verfügbar waren und verschiedene Bedürfnisse berücksichtigt werden mussten. So durfte die Unterkunft beispielsweise nicht über 1500 Meter über Meereshöhe liegen, da ein Kind Herzprobleme hatte, oder es waren aufgrund unterschiedlicher Bedürfnisse Einzelzimmer erwünscht sowie das Budget setzte auch klare Grenzen. Die Projektleiterin bezog die Kinder in den Entscheidungsprozess mit ein, indem sie mithilfe von Piktogrammen, «Entweder-Oder»-Fragen sowie einer Auswahl an möglichen Lagerhäusern deren Wünsche abholte. Dabei zeigte sich jedoch, dass den Kindern und Jugendlichen die Entscheidung schwerfiel oder sie oft mehrere Varianten passend fanden. Da die Zeit drängte und in der Zwischenzeit die ausgewählten Lagerhäuser nicht mehr zur Verfügung standen, musste rasch eine Entscheidung seitens der Projektleitung getroffen werden, was den Kindern und Jugendlichen transparent mitgeteilt wurde. Das Lagerhaus deckte sich allerdings trotzdem mit den abgefragten Wünschen seitens der Kinder. Kurz darauf fand dann das offizielle Kick-off statt, bei dem das Projekt gemeinsam gestartet wurde. Bedürfnisse abholen Abbildung 2 Das Ziel bestand darin, das Lagerhaus nach Stufe 7 der Partizipationsstufen nach Roger Hart (1992), also im Sinne einer Mitbestimmung, das Lagerhaus zu wählen und gemeinsam zu buchen. Aufgrund der Umstände wurde dieser Meilenstein jedoch unter der Stufe 6 realisiert. Modul 251 I Projektbericht Praxisprojekt Fabienne Huber Hochschule Luzern 15 3.3 Ferienbedürfnisse und Programmwünsche einholen Die im Kick-off erhaltenen Anmerkungen gaben eine Richtung für die nächsten Schritte vor. Auf dieser Basis konnte gezielter Fachliteratur und ergänzende Inputs herangezogen werden, um das methodische Vorgehen sorgfältig zu planen und eine Grundlage für die kommenden Arbeitsschritte zu schaffen. Nach einer Literaturrecherche wurden die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder für das Ferienlager erhoben und bildeten eine zentrale Grundlage für die weitere Planung. Besonders Methoden der persönlichen Zukunftsplanung (2014) wurden stark berücksichtigt. So hatten sie beispielsweise die Gelegenheit, ein Bild mit dem Titel «Wie sieht der perfekte Tag aus?» zu gestalten. Dadurch wurde sichtbar, welche Vorstellungen und Wünsche sie mit einem gelungenen Lagertag verbanden. Beispielsweise zeichnete ein Kind ein Bild mit ganz vielen Regentropfen. Auf genaueres Nachfragen erklärte sich daraus, dass dieser gerne lang und ausgiebig badet. Bewusst wurden Einzelsowie Gruppensettings gewählt, um die Bedürfnisse zu erfassen. Somit konnten individuelle Anliegen ohne Beeinflussung der anderen Kinder sichtbar gemacht werden und gleichzeitig Ideen in der Gruppe gesammelt werden. In den Einzelsettings kamen Methoden wie Piktogramme, «Entweder-Oder»-Fragen oder kurze Gespräche zum Einsatz. Dies ermöglichte auch jüngeren Kindern oder solchen mit eingeschränkter Sprachfähigkeit, ihre Vorstellungen mitzuteilen. Im Rahmen eines gemeinsamen Zukunftsplanungsspiels konnten die Kinder zusätzlich in die Rolle von «Planer:innen» schlüpfen und sich überlegen, welche Aktivitäten sie sich für das Lager wünschen würden. Hier kamen auch neue Ideen zum Vorschein, die zuvor noch nicht bekannt waren, etwa Velooder Kickboardfahren. Hier ein Beispiel eines Kindes auf die Übung, einen Lieblingsgegenstand aus dem Zimmer zu holen. Dieser Junge spielt sehr gerne in seiner Freizeit mit Leuchtpfeilen und ihm war es im Ferienlager von Bedeutung, in der Nähe eine grosse Wiese zu haben, um mit seinen Leuchtpfeilen zu spielen. Lieblingsgegenstand Beispiel Abbildung 3 Modul 251 I Projektbericht Praxisprojekt Fabienne Huber Hochschule Luzern 16 Als eine bewährte Methode erwies sich ebenfalls, die Angehörigen wie beispielsweise die ältere Schwester eines Kindes der Wohngruppe zu befragen, was ebenfalls weitere Ideen zum Vorschein brachte. Zudem wurden einzelne Kinder, welche besonders motiviert bei der Planung dabei waren, bei Rekognoszierungen des Lagerortes oder möglicher Aktivitäten direkt eingebunden. Vor Ort sprangen ihnen sofort neue Ideen in den Kopf, die sie später auch mit den anderen Kindern teilten. Ergänzend fanden beiläufige Tür-und-Angel-Gespräche statt, die sich ebenfalls als sehr wertvoll zeigten, da sich manche Kinder in einer lockeren, ungezwungenen Atmosphäre offener äusserten. Weiter wurde auch der Einsatz von Google Maps genutzt (zum Beispiel zur Suche nach Freizeitmöglichkeiten wie einem Pump Track), ein Countdown bis zum Lagerbeginn für das Visualisieren des Zeitpunktes des Lagers erstellt sowie das spontane Aufgreifen von Ideen vor Ort als weitere Möglichkeit genutzt. Auch in Bezug auf die Menüplanung oder die allgemeine Lagergestaltung (zum Beispiel Fragen im Sinne von, ob ein Ämtliplan seitens der Kinder gewünscht wird oder nicht) wurden die Kinder und Jugendliche abgeholt. Für das Abholen der Bedürfnisse und Wünsche der Kinder und Jugendlichen wurde schlussendlich doch mehr Zeit genutzt als ursprünglich eingeplant. Denn das Abholen der Ideen war zum Teil zeitlich noch zu weit weg vom Lagerzeitpunkt und benötigte deshalb noch eine «Einlaufphase». Ausserdem stellte sich während des Prozesses die Frage, inwiefern die Kinder bereits mit einem fertigen Plan konfrontiert werden sollten. Einerseits war es wichtig, ihnen Orientierung und Struktur zu geben, andererseits bestand die Gefahr, dass sie sich zu stark auf bestimmte Programmpunkte fixierten, die sich im Laufe der Planung möglicherweise noch ändern mussten. Deshalb wurde für das Abholen der Bedürfnisse bewusst mehr Zeit eingeplant als für das gemeinsame Erstellen des Ferienprogrammes (4. Meilenstein). Die Vielfalt der Methoden ermöglichte es, die Kinder ihren individuellen Voraussetzungen entsprechend zu beteiligen. Grundsätzlich wurde dieser Meilenstein auf der Partizipationsstufe 7 – «Mitbestimmung» und 8 – «Selbstbestimmung» verwirklicht. Countdown Abbildung 4 Modul 251 I Projektbericht Praxisprojekt Fabienne Huber Hochschule Luzern 17 Entweder-Oder-Fragen Abbildung 5 Gemeinsames Planungsspiel Abbildung 6 Modul 251 I Projektbericht Praxisprojekt Fabienne Huber Hochschule Luzern 18 3.4 Information Betreuungsteam über die Strukturen und Aufteilung Verantwortlichkeiten Im weiteren Verlauf der Projektplanung wurden zunächst Erfahrungen und Dokumentationen aus vorgängigen Lagern herangezogen, um praxisnahe Anhaltspunkte und bewährte Vorgehensweise in die Planung zu integrieren. Die Grundprinzipien aus den erarbeiteten Zielen wurden in einem Leitfaden (siehe Anhang) für die Mitarbeitenden festgehalten. Dies dient dem Team der Wohngruppe Turmalin, welches mit den Kindern und Jugendlichen das Ferienlager gemeinsam bestreitet, als Orientierung. Der Leitfaden wurde vor Beginn des Ferienlagers an die Mitarbeitenden weitergegeben. Bereits frühzeitig wurde innerhalb des Teams geklärt, welche Mitarbeitenden in welcher Woche des Ferienlagers anwesend sind und welche organisatorischen Aufgaben übernommen werden sollten. Dazu gehörte unter anderem die Aufteilung der Ämtli, wie beispielsweise die Organisation der Mahlzeiten, das Einholen von Essenswünschen, das Bestellen und Bereitstellen der notwendigen Medikamente, die Verantwortung für die Lagerzeitung oder auch das Vorbereiten von Freizeitaktivitäten und das allgemeine Packen. Auch die Anreiseplanung stellte einen wichtigen Bestandteil dieser Organisation dar. Die Projektleitung war sehr dankbar für die Unterstützung durch das Team, da die Vielzahl an Aufgaben ansonsten kaum allein zu bewältigen gewesen wäre. Durch die rechtzeitige Klärung konnten die Verantwortlichkeiten klar verteilt werden, sodass jedes Teammitglied eigenständig an seinen Aufgaben arbeiten konnte. Auf diese Weise wurde eine verlässliche Grundlage geschaffen, die den weiteren Planungsprozess wesentlich erleichterte. 3.5 Ferienprogramm Weiter standen zahlreiche organisatorische und inhaltliche Schritte an. Ein zentraler Bestandteil war die Klärung des Budgets, bei der Rückmeldungen seitens der Auftraggeberschaft eingeholt wurden, bevor schlussendlich ein detailliertes Budget aufgestellt wurde. Aufgrund zeitlicher Ressourcen wurde das Detailbudget, welches auch intern von der St. Josef-Stiftung verlangt wurde, von der Gruppenleitung fertiggestellt. Parallel dazu entstand die Ausarbeitung des Ferienprogramms. Das orientierte sich stark an den im Vorfeld erfassten Wünschen und Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen. Zur Übersicht wurde das Ferienprogramm mithilfe von Excel festgehalten, wo eine Gesamtübersicht als auch eine Detailplanung für jeden einzelnen Tag erstellt wurde (siehe Anhang). Der erste Entwurf wurde kurz mit den Kindern und Jugendlichen gemeinsam angeschaut. Allerdings wurde während des Projektverlaufs bewusst mehr Zeit eingeplant für die Ausarbeitung der Bedürfnisse anstelle der gemeinsamen Erarbeitung des Ferienprogramms. Somit wurde die Projektplanung ein wenig umgestellt. Es zeigte sich, dass das Ferienlager für einige Kinder und Jugendliche noch zu weit entfernt war, sodass ihre Vorstellungen weniger konkret Modul 251 I Projektbericht Praxisprojekt Fabienne Huber Hochschule Luzern 19 ausfielen. Zudem waren manche daran gewöhnt, dass Erwachsene die Entscheidungen übernehmen, oder sie waren schlicht noch zu jung und kannten den Ablauf eines Ferienlagers kaum. Deshalb wurde das gemeinsame Besprechen des Ferienprogramms weniger gewichtet und mehr Pufferzeit eingeplant, um während des Lagers auch noch spontan auf Wünsche eingehen zu können. Ein weiterer wichtiger Arbeitsschritt war die Information und Anmeldung der Eltern, die schriftlich erstellt und rechtzeitig versendet wurde. Im Anschluss erfolgte die Kontaktaufnahme mit dem Ferienhaus, um die endgültige Anzahl der Teilnehmenden verbindlich mitzuteilen. Darauf aufbauend wurden zentrale Teilbereiche organisiert, die teilweise an Teammitglieder delegiert werden konnten. Dazu gehörten die Erstellung des Menüplans, das Erarbeiten eines Sicherheitskonzepts, die Zusammenstellung eines Ämtliplans für die Kinder sowie die Ausarbeitung einer Materialliste. Ebenso wurde eine Einkaufsliste erstellt und die notwendigen Bestellungen für Lebensmittel und Putzmittel rechtzeitig vorgenommen. Auch organisatorische Punkte wie die Sicherstellung der benötigten Fahrzeuge für die Anund Abreise fielen in diesen Planungsbereich. Diese Schritte bewegten sich auf den Partizipationsstufen 6 (Mitwirkung) und 7 (Mitbestimmung) nach Roger Hart (1992). Während viele Bereiche – wie beispielsweise die Bedarfsanalyse oder einzelne Programmpunkte – tatsächlich im Sinne der Stufe 7 selbstbestimmt von den Kindern und Jugendlichen mitgestaltet werden konnten, blieb die gemeinsame Ausarbeitung des Ferienprogramms insgesamt eher auf Stufe 6. Grund dafür war, – wie bereits erwähnt, dass das Lager für die Kinder und Jugendlichen noch zu weit in der Zukunft lag und ihre Vorstellungen oft weniger konkret ausfielen. Deshalb beschränkte sich die Beteiligung in diesem Punkt eher auf eine Mitwirkung, indem das fertige Programm kurz vorgestellt wurde. 3.6 Durchführung Ferienlager Das Ferienlager konnte schliesslich in den beiden Juli-Wochen erfolgreich durchgeführt werden. Trotz unvorhergesehener Herausforderungen, wie dem krankheitsbedingten Ausfall einer Betreuungsperson, wodurch das Team pro Woche jeweils nur zu zweit arbeiten musste, gelang es, das Lager zu gestalten und die Kinder gut zu begleiten. Auch auf Seiten der Kinder gab es Krankheitsfälle: Ein Kind konnte erst später ins Lager anreisen und war zudem während der Zeit gesundheitlich eingeschränkt, sodass das Programm flexibel angepasst werden musste. Insgesamt war das Lager jedoch ein voller Erfolg. Die Kinder hatten Freude an den gemeinsamen Aktivitäten und es wurde deutlich, dass Spontaneität ein wichtiger Bestandteil der Durchführung war. Da es bereits im Vorfeld schwierig gewesen war, den Kindern das detaillierte Programm zu vermitteln, wurde bewusst auch daraufgesetzt, vor Ort partizipativ zu arbeiten. So wurden die Kinder während des Ferienlagers immer wieder direkt nach ihren Wünschen gefragt und es entstand ein Programm, das sich auch stark an den aktuellen Bedürfnissen und Ideen der Teilnehmenden orientierte. Ein Beispiel dafür war die Möglichkeit, Aktivitäten spontan zu verlängern oder zu verändern: Wenn die Kinder etwa beim Spielen im Modul 251 I Projektbericht Praxisprojekt Fabienne Huber Hochschule Luzern 20 Dorfbach besonders viel Freude hatten, wurde die geplante Zeit dort ausgedehnt, anstatt das Programm strikt weiterzuführen. Auch kleinere Wünsche, wie etwa länger wach zu bleiben oder gemeinsam die Kirche oder den Busbahnhof zu besichtigen, wurden aufgenommen und umgesetzt. Dadurch erhielten die Kinder spürbar mehr Mitbestimmung, was zur positiven Atmosphäre beitrug. Ein weiteres Highlight war der Besuch ehemaliger Teammitglieder, die von den Kindern sehr geschätzt wurden. Zudem wurden altersgerechte Gruppenaktivitäten angeboten: Während die älteren Kinder beispielsweise das Busund Zugfahren erlebten, hatten die jüngeren einen speziellen Action-Tag. Diese Aufteilung ermöglichte es, auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Interessen einzugehen. Besondere Aufmerksamkeit erhielt auch der ältere Jugendliche, der nur widerwillig am Lager teilnahm. Hier wurde vor Ort individuell versucht, seine Wünsche zu berücksichtigen und ihm Freiräume einzuräumen, um seine Teilnahme so angenehm wie möglich zu gestalten. Rückblickend zeigte sich, dass gerade durch die Flexibilität und die Bereitschaft, auf spontane Ideen und Situationen einzugehen, ein abwechslungsreiches und für die Kinder bereicherndes Ferienlager entstand. Trotz der personellen und organisatorischen Herausforderungen war das Lager sowohl für die Kinder als auch für das Team eine gelungene Erfahrung, die von Freude, Mitgestaltung und vielen positiven Momenten geprägt war. Bei der Durchführung des Ferienlagers bewegte sich die Partizipation der Kinder und Jugendlichen nach Einschätzung der Erwachsenen auf einem breiten Spektrum – von Mitwirkung (Stufe 6) bis hin zu Selbstbestimmung (Stufe 8). Je nach Situation konnten die Kinder aktiv mitwirken, eigene Entscheidungen treffen oder sogar selbstständig Verantwortung übernehmen. Besonders bei den älteren Jugendlichen zeigte sich teilweise auch eine Form von Selbstverwaltung, etwa wenn sie bestimmte Aufgaben eigenständig organisierten und umsetzten. 3.7 Erfassung Evaluationen Im Rahmen von Meilenstein 6 wurde die Evaluation des Projekts vorbereitet. Dazu gehörten eine Literaturrecherche zu geeigneten Methoden für eine kindgerechte Bedarfsanalyse sowie die Auswahl und Erstellung entsprechender Befragungsinstrumente. Zudem wurden Rückmeldungen von Kindern und Mitarbeitenden eingeholt, welche im Anschluss ausgewertet und in einem Dokument zusammengefasst wurden. Die detaillierte Auseinandersetzung mit der Evaluation wird im folgenden Kapitel 4 noch vertieft aufgegriffen. Modul 251 I Projektbericht Praxisprojekt Fabienne Huber Hochschule Luzern 21 4 Evaluation und Reflexion 4.1 Evaluationsinstrumente Am Ende des Projektes wurde eine umfassende Evaluation durchgeführt, um die Erfahrungen, Stärken sowie Verbesserungspotenziale des Ferienlagers zu ermitteln. Ziel ist es, die gewonnenen Erkenntnisse für die Weiterentwicklung des Ferienlagers in Zukunft zu nutzen und die Qualität zu verbessern. Die Evaluation erfolgte auf folgenden Ebenen: Evaluationsart Beschrieb Wann Stimmungsbarometer der Kinder Die Kinder konnten an einem kindgerechten Stimmungsbarometer ein Smiley aufkleben, je nach dem, wie ihnen der Lagertag gefallen hat. Täglich im Lager Reflexionsrunde im Team Am Ende jedes Tages erfolgte eine kurze Reflexionsrunde, an welcher folgende Fragen besprochen werden: Was ist heute besonders gut gelungen? Welche Herausforderungen sind aufgetreten und wie können sie künftig bewältigt werden? Gibt es Hinweise aus den Rückmeldungen der Kinder, die berücksichtigt werden sollten? Braucht es eine Anpassung des Programms? Täglich im Lager Abschlussbefragung der Kinder Nach dem Lager erfolgte eine kindergerechte Abschlussbefragung, in der die Kinder ihre Gesamteindrücke mittels Piktogramme schildern konnten. Nach dem Lager Feedbackgespräche im Team Nach dem Lager erfolgte eine umfassende Evaluation im Team. Dabei werden die Erfahrungen aller beteiligten Personen reflektiert und es wird gemeinsam erarbeitet, welche Massnahmen zur Verbesserung in künftigen Ferienlagern sinnvoll sind in Bezug auf die Partizipation. Nach dem Lager Modul 251 I Projektbericht Praxisprojekt Fabienne Huber Hochschule Luzern 22 Dokumentation der Ergebnisse Während des gesamten Projektverlaufs wurden die Erfahrungen in einem Projektjournal festgehalten. Zum Schluss wurden alle Ergebnisse ebenfalls sorgfältig dokumentiert, analysiert und nachgetragen. Diese Auswertungen bilden die Grundlage für einen detaillierten Evaluationsbericht, der die Stärken und Schwächen des Ferienlagers aufzeigt und konkrete Handlungsempfehlungen für zukünftige Projekte enthält. Die Ergebnisse wurden an der Abschlusssitzung und an einer Teamsitzung präsentiert. Während dem gesamten Projektverlauf sowie nach Abschluss der vorherigen Evaluationen Projektevaluation Tabelle 3 4.1.1 Evaluation Stimmungsbarometer Grundsätzlich zeigte sich dabei, dass die Mehrheit der Kinder ihre Erlebnisse positiv bewertete, auch wenn diese Einschätzung aus Sicht der Erwachsenen nicht immer mit den tatsächlichen Erfahrungen der Kinder übereinstimmte. Gelegentlich gab es kleine Tiefpunkte, zum Beispiel dann, wenn nicht alle Kinder gleich begeistert von den gewählten Ausflügen waren. Besonders beim Besuch des Baumwipfelpfades in Laax zeigte sich dies, da einige Kinder Angst vor der Höhe hatten. Auch krankheitsbedingt war ein Kind an manchen Tagen nicht so gut gelaunt, während ein anderes sich grundsätzlich schwer damit tat, ins Lager zu gehen. Dennoch konnte es auch für dieses Kind schöne Momente geben, etwa durch den Besuch ehemaliger Teammitglieder, zu denen eine enge Bezugsperson gehörte. Mit ihr konnte das Kind an Ausflügen teilnehmen, was schliesslich zu einem persönlichen Highlight wurde. Auch das Thema Heimweh spielte im Lageralltag eine Rolle, war aber ebenfalls Teil der individuellen Erlebnisse der Kinder. Ausschnitt Stimmungsbarometer Abbildung 7 Modul 251 I Projektbericht Praxisprojekt Fabienne Huber Hochschule Luzern 29 7.2 Tabellenverzeichnis Tabelle 1: Beteiligungsgrad (Ruosch, 2025, S. 9 – 10) ……..…………………………………… 8 Tabelle 2: Meilensteine (eigene Darstellung) ...…………………………………………………...12 Tabelle 3: Projektevaluation (eigene Darstellung) ………………………………………………..21 7.3 Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Titelblatt (eigene Darstellung) ………………………………………………………..1 Abbildung 2: Bedürfnisse abholen (eigene Darstellung) ……………………………………….14 Abbildung 3: Lieblingsgegenstand Beispiel (eigene Darstellung) ……………………………..15 Abbildung 4: Countdown (eigene Darstellung) …………………………………………………..16 Abbildung 5: Entweder-Oder-Fragen (eigene Darstellung) ……………………………………..17 Abbildung 6: Gemeinsames Planungsspiel (eigene Darstellung) ………………………………17 Abbildung 7: Ausschnitt Stimmungsbarometer (eigene Darstellung) …………………………. 22 Modul 251 I Projektbericht Praxisprojekt Fabienne Huber Hochschule Luzern 30 8 Anhang Leitfaden für das Ferienlager 2025 Modul 251 I Projektbericht Praxisprojekt Fabienne Huber Hochschule Luzern 31 Zielbaum Modul 251 I Projektbericht Praxisprojekt Fabienne Huber Hochschule Luzern 32 Übersicht Lagerplanung mit Piktogrammen Modul 251 I Projektbericht Praxisprojekt Fabienne Huber Hochschule Luzern 33 Modul 251 I Projektbericht Praxisprojekt Fabienne Huber Hochschule Luzern 34 Übersicht Lagerplanung Modul 251 I Projektbericht Praxisprojekt Fabienne Huber Hochschule Luzern 35 Beispiel eines Tagesplans Modul 251 I Projektbericht Praxisprojekt Fabienne Huber Hochschule Luzern 36 Auswertung Evaluation Erwachsene Modul 251 I Projektbericht Praxisprojekt Fabienne Huber Hochschule Luzern 37 Teamaustausch zum Lager Modul 251 I Projektbericht Praxisprojekt Fabienne Huber Hochschule Luzern 38