AUF DER SUCHE NACH DER PIONIER- BESIEDLUNG. ZUR FRÜHZEIT VON AUGUSTA RAURICA
Abstract
Ausgehend von den Befunden in Insula 30, wird die Frühzeit von Augusta Rauricabeleuchtet. Dabei liegt der Fokus auf den Quartieren in der Augster Oberstadt.Ihnen gemeinsam ist eine Datierung der ältesten stratifizierten Funde ins ersteJahrzehnt vor und nach Christus. So erfolgten Ausbau und Besiedlung der 44 v.Chr. formell gegründeten Colonia Raurica erst nach dem Alpenfeldzug 15 v. Chr.In denselben Zeitraum datieren auch die frühen, lokalen Keramik-Produktionen.Für die Insula 30 konnten neue Fundensembles zusammengestellt und hier vor-gelegt werden, welche eine Datierung des frühesten Bauzustandes A mit seinenwenigen Befundstrukturen in spätaugusteisch-frühtiberische bzw. allerspätestensin die frühclaudische Zeit ermöglichen.
Full text
IANUA PATET COR MAGIS ANA Z. MASPOLI SANDRA AMMANN HANNES FLÜCK SVEN STRAUMANN (HRSG.) XXXIII Veröffentlichungen der Gesellschaft Pro Vindonissa FESTSCHRIFT FÜR PETER-ANDREW SCHWARZ ZUM 65. GEBURTSTAG
ianua patet cor magis
IANUA PATET COR MAGIS ANA Z. MASPOLI SANDRA AMMANN HANNES FLÜCK SVEN STRAUMANN (HRSG.) XXXIII Veröffentlichungen der Gesellschaft Pro Vindonissa FESTSCHRIFT FÜR PETER-A NDR EW SCHWARZ ZUM 65. GEBURTSTAG
GESELLSCHAFT PRO VINDONISSA © 2025 by Gesellschaft Pro Vindonissa, ch-5200 Brugg Promoted by LIBRUM Publishers & Editors LLC, Basel, Frankfurt a. M. isbn 978-3-907662-14-4 ianua patet cor magis by individual Authors is licensed under a Creative Commons AttributionNonCommercial 4.0 International License. www.creativecommons.org Open Access bei: www.librumopen.com doi 10.19218/3907662144 KORREKTORAT. Stefan Worminghaus, Rudolf Känel KOORDINATION. Hannes Flück, Sandra Ammann, Ana Z. Maspoli, Sven Straumann und Jörg Blum GESTALTUNGSKONZEPT, BILDREDAKTION, UMSCHLAG UND SATZ . Jörg Blum, Zürich BILDBEARBEITUNG. Thomas Humm, humm dtp Matzingen, und Jörg Blum, Zürich DRUCK. Druckhaus Müller, Langenargen (D) klima-druck.de ID-Nr. Druckprodukt CO₂ kompensiert Mehr Informationen zur Berechnungsmethodik, zur Kompensation und dem gewählten GoldstandardKlimaschutzprojekt finden Sie unter klima-druck.de/ID. 24181679 Präsidialdepartement des Kantons Basel-Stad t Archäologische Bodenforschung Abteilung Kultur DIE DRUCKLEGUNG WURDE ERMÖGLICHT MIT FINANZIELLEN BEITRÄGEN VON FOLGENDEN INSTITUTIONEN. Swisslos-Fonds Kanton Aargau Dr. Daniel Schuhmann Fonds Stiftung Pro Augusta Raurica Archäologische Bodenforschung Basel-Stadt Kantonsarchäologie Aargau Kantonsarchäologie Solothurn Kantonsarchäologie Zürich Kantonsarchäologie St.Gallen Kantonsarchäologie Schaffhausen Archäologie, Hauptabteilung Kultur, Glarus Archäologischer Dienst Graubünden Section d’archéologie et paléontologie du Canton de Jura Römerstadt Augst Archäologie Schweiz Arbeitsgemeinschaft für die provinzialrömische Forschung in der Schweiz (ARS) Gesellschaft Pro Vindonissa Basler Zirkel für Urund Frühgeschichte Arbeitsgemeinschaft Prospektion Schweiz Albert-Weitnauer-Stiftung Departement Bildung und Kultur Fachstelle Archäologie TITELBILD. Eingang mit Inschrift und Wappen der Familie von Salis. Palazzo Salis, Bondo. Foto: Andrea Badrutt
ianua patet cor magis ZUM GELEIT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Ana Z. Maspoli TABULA GRATULATORIA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 BIBLIOGRAFIE VON PETER-ANDREW SCHWARZ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 LISTE DER VON PETER-ANDREW SCHWARZ AB 2007 BETREUTEN ABSCHLUSSARBEITEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 DIE VINDONISSA-PROFESSUR AN DER UNIVERSITÄT BASEL – EIN INTERKANTONALES ERFOLGSMODELL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 Thomas Doppler, Elisabeth Bleuer und Georg Matter 15 JAHRE LEGIONÄRSPFAD VINDONISSA: EINE ERFOLGSGESCHICHTE . . . . . . . . . . . 31 Rahel Göldi (K)EINE ZUKUNFT OHNE HERKUNFT? GEDANKEN ZUM STATUS QUO UND HERAUSFORDERUNGEN DER ARCHÄOLOGIE IN DER SCHWEIZ IM 21. JAHRHUNDERT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41 Andrea Schaer GÄHNENDE LEERE? VERBREITUNGSKARTEN, IHRE GESCHICHTE UND INTERPRETATION AM BEISPIEL SPÄTREPUBLIKANISCHEN BRONZEGESCHIRRS 49 Holger Baitinger und Gabriele Rasbach ENTRE ARGENTORATE ET VINDONISSA LES CAMPS MILITAIRES JULIO-CLAUDIENS D’OEDENBURG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61 Michel Reddé CIL III 4441 – EINE INSCHRIFT SUCHT IHREN TEMPEL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67 Franziska Beutler, Christian Gugl, Gabrielle Kremer und Mario Wallner DIE JOCHWEIHUNG DES VETERANEN PRIMANIUS INGENU(U)S MIT NENNUNG DER CULTORES UND COLONI AUS KRATZENBURG . . . . . . . . . . . . . . . . 81 Peter Henrich BUILD THAT WALL! ÜBERLEGUNGEN ZUM ARBEITSAUFWAND BEI DER ERRICHTUNG DER GALLIENISCHEN STADTMAUER VON VERONA . . . . . . . . . . . . . . . . . 91 Ulrich Stockinger RETOUR SUR LE BUSTE EN OR D’AVENCHES . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .101 Michel E. Fuchs INHALT
ianua patet cor magis KARNIVORE NEANDERTALER UND RÖMISCHE GERSTENFRESSER: ZUR VERKNÜPFUNG VON TIERISCHEM PROTEIN MIT «URSPRÜNGLICHER MÄNNLICHKEIT» UND MACHT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .111 Brigitte Röder EQUIDEN ALS SPIEGEL VON MENSCH-TIER-BEZIEHUNGEN IN RÖMISCHER ZEIT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .121 Claudia Gerling DONNÉES RÉCENTES SUR L’HABITAT GALLO-ROMAIN DE COURROUX (CANTON DU JURA) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .131 Robert Fellner et Céline Robert-Charrue Linder EINE EISENPFEIFE VON DER SPÄTLATÈNEZEITLICHEN HÖHENBEFESTIGUNG MONTCHAIBEUX (JU) – ENDLICH EIN BEWEIS FÜR KELTISCHE PFEIFENRAUCHER? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .141 Raphael Berger, Andreas Heege und Elena Prado EIN GLÜCKSBRINGER AUS DER VILLA RUSTICA VON FLUMENTHALATTISHOLZWALD IM KANTON SOLOTHURN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .155 Mirjam Wullschleger HANDWERK IM BILD – BERUFSDARSTELLUNGEN AUF RÖMISCHEN GEFÄSSEN ALS AUSDRUCK GEMEINSCHAFTLICHER IDENTITÄT: EIN NEUER BLICK AUF EINEN ALTBEKANNTEN FUND AUS STUDEN BE/PETINESCA . . . . . . . . . . . . . . . . .165 Christa Ebnöther und Andrew Lawrence mit Beiträgen von Markus Scholz und Günther E. Thüry SCHON DREIMAL AUSGEGRABEN UND DENNOCH ETWAS GEFUNDEN – DIE RÖMISCHE VILLA AUF DEM LENDENBERG BEI SCHLEITHEIM . . . . . . . . . . . . . . . .179 Valentin Homberger «THE BITE OF A SNAKE» EINE GUSSFORM FÜR SCHLANGEN ARMREIFEN AUS KEMPRATEN . . . . . . . . . . . . . . . .191 Regula Ackermann, Hannes Flück und Markus Helfert AUF DER SUCHE NACH DER PIONIERBESIEDLUNG. ZUR FRÜHZEIT VON AUGUSTA RAURICA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 203 Sven Straumann, Sandra Ammann und Hans Sütterlin AUGUSTUS IN AUGST: EIN BRONZE NACHGUSS DER STATUE VON PRIMAPORTA IM GARTEN DER VILLA CLAVEL UND DIE ITALIENISCHE KUNSTINDUSTRIE . . . . 221 Martin A. Guggisberg VERFLIXT UND ZUGEMAUERT – NEUES ZUR WESTFRONT DES HAUPTFORUMS VON AUGUSTA RAURICA . . . . . . . . . 233 Juha Fankhauser, Simon Friz, Cédric Grezet und Claude Spiess VOM FEILKLOBEN ZUM SCHRAUBSTOCK – 2000 JAHRE KLEMM VORRICHTUNGEN IM HANDWERK . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 251 Alex R. Furger ERRARE HUMANUM EST: EIN ANTONINIAN FÜR TETRICUS II. MIT FEHLERHAFTER LEGENDE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 267 Markus Peter
ianua patet cor magis SCHÄDEL GEFUNDEN! NEUES ZUM PLATTENGRAB BEIM FELDHOF IN AUGUSTA RAURICA/AUGST . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 271 Michael Baumann EINE SELTENE BEIGABE IN EINEM FRÜHMITTELALTERLICHEN FRAUENGRAB AUS KAISERAUGST . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 277 Simone Mayer ZU ZWEI NEUENTDECKTEN ZIEGELPLATTEN MIT GRAFFITI AUS DEM CASTRUM RAURACENSE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 287 Jakob Baerlocher PRIMI VINDONISSENSES – DIE SPÄTLATÈNEZEITLICHEN BRANDGRÄBER DER GRABUNG WINDISCH-SPILLMANNWIESE V.003.1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 295 Örni Akeret, Cornelia Alder, Sabine Deschler-Erb und Lara Kurmann ACHILL AUF EINEM GOLDRING MIT GLASKAMEO AUS VINDONISSA . . . . . . . . . . . . . 311 Regine Fellmann Brogli und Stefanie Martin-Kilcher EIN BISSCHEN GLAS MUSS SEIN! ZU EINER GESICHTSPERLE AUS DEM GRÄBERFELD AM REMIGERSTEIG IN VINDONISSA/BRUGG AG . . . . . . . . . 321 Sylvia Fünfschilling EINE TÖNERNE STÜTZFIGUR AUS VINDONISSA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 327 Rudolf Känel LETZTE RUHE MIT RHEINBLICK. NEUES UND ALTES ZU DEN SPÄTANTIKEN BESTATTUNGEN IN MUMPF . . . . . . . . . . 335 Nathalie Hertig AUF DEM WINDISCHER SPORN – ANMERKUNGEN ZU EINER SPÄTRÖMISCHEN BEFESTIGUNG VON VINDONISSA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 343 Matthias Flück und Jürgen Trumm MAUERN UND MÜNZEN AUF DER EGG ZWISCHEN MANDACH UND VILLIGEN – EINE ALTE GRABUNG IN NEUEM LICHT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 361 Valentin Häseli EIN ZERSTÖRTES GRÄBERFELD DER MITTELKAISERZEIT AN DER AESCHENVORSTADT IN BASEL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 375 Markus Asal EXILE? ON MAIN STREET? DIE SPÄTANTIK-FRÜHMITTELALTERLICHEN BESTATTUNGEN ÖSTLICH DES MÜNSTERHÜGELS (BASEL-ANTIKENMUSEUM) UND IHR KONTEXT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 387 Martin Allemann und Anna Flückiger WIE KOMMT EINE TÖRICHTE JUNGFRAU VOM MÜNSTER NACH ST. LEONHARD? TRANSFER EINES BASLER STATUEN FRAGMENTES . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 399 Christoph Philipp Matt SECOND LIFE DER DINGE: BASLER SPOLIEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 409 Hans-Rudolf Meier KOT, KULT UND KÜCHE – TAUBEN IN MARRAKESCH . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 419 Thomas Reitmaier und Raphael Sele ABKÜRZUNGEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 429
209 ianua patet cor magis AUF DER SUCHE NACH DER PIONIERBESIEDLUNG Sven Straumann, Sandra Ammann und Hans Sütterlin Funde wurden in der frühkaiserzeitlichen Töpferei des Fronto produziert und das Fundspektrum wirkt insgesamt älter als die beiden Ensembles A1A und A1B, die aus der sekundär verfüllten Grube und dem Backofen stammen. Der Eindruck wird durch drei Münzen, die jüngste, ein As des Augustus 52, datiert in die Zeit 16–6 v. Chr., gestützt. Allerdings waren die Münzen und das Keramikmaterial oft etwas länger in Gebrauch, bevor sie in den Boden kamen und daher dürfte das Ensemble in spätaugusteischer bis frühtiberischer beziehungsweise allerspätestens in frühclaudischer Zeit abgelagert worden sein. DATIERUNG VON BAUZUSTAND A Betrachten wir die drei vorgelegten Ensembles gesamthaft, kommen wir zum Schluss, dass sich die Pionierphase von Insula 30 mit Bauzustand A in die tiberisch-frühclaudische Zeit einstufen lässt. Damit setzt sich diese früheste Phase leicht vor die Zeitstellung des nachfolgenden Bauzustandes B. Ensemble A1C: Berücksichtigte FK: X01313, X01360, X01402, X01422, X01434, X01439, X01444, X01467, X01526, X01553, X01594, X01618 RS BS WS HE Tot MIZ RS MIZ BS MIZ WS MIZ HE MIZ TOT Gattung Typ Grautonige Gebrauchskeramik (Fortsetzung) Kugeliger Becher/Topf mit Randlippe T22 3 3 3 3 Kugeliger Becher/Topf mit horizontal ausgelegtem Rand T23 3 3 3 3 Topf/Becher mit kurzem, aufgestelltem Rand, hohe Schulter T18 2 2 2 2 Tonne/Topf mit dreieckig verdicktem Rand T77 1 1 1 1 Topf mit innen profiliertem Rand T68 1 1 1 1 Töpfchen mit profiliertem Rand T69 (vgl. Fünfschilling 2006, 1489) 1 1 1 1 Topf/Tonne mit ausbiegendem Steilrand T16 2 2 1 1 Grobkeramik, Kochgeschirr Platte/Teller mit Schrägrand P5 1 1 1 1 Kugeliges Töpfchen Randlippe T22 1 1 1 1 kugeliger Kochtopf mit umgelegtem Rand T24 4 4 4 4 Kochtopf mit kurzem Rand, ausgelegt T49 4 4 3 3 Topf mit innen profiliertem Rand T68 2 2 2 2 Kochtopf mit gerilltem Horizontalrand, nach innen gezogen T70 6 6 6 6 Grobkeramik, handgemacht Zylindrische Schüssel S6 1 1 1 1 Dolia Dolium mit Trichterrand O6 1 1 1 1 Dolium mit umgelegtem Rand, dreieckig verdickt O9 1 1 1 1 Amphoren Pasqual 1 (FiA 7/3, Kat. 2036) 1 1 1 1 Dressel 9 (FiA 7/3, Kat. 4028) Dressel 20 (FiA 7/1, Kat. 32) 1 1 1 1 Vindonissa 592 (FiA 7/3, Kat. 5563) 1 1 1 Total 109 11 12 132 91 11 10 111 Kleinfunde Münze: Republik, Quinar (Silber), 90 v. Chr., RRC S. 344, Nr. 341/3. A4/4, K1/1. 1,60 g - Inv.-Nr. 1962.975, FK X01313. Münze: Augustus, As, Rom 16–6 v. Chr., A1/1, K4/4, 5,00 g, halbiert. - Inv.-Nr. 1962.2491, FK X01553. Münze: Augustus, As, Nemausus ca. 20–10 v. Chr., RIC I2, S. 51, Nr. 155. A4/4, K4/4, 6,14 g, halbiert. - Inv.-Nr. 1962.2479, FK X01526. Kleine Bauklammer aus Eisen mit querrechteckigem Querschnitt, erhaltene Länge: 5,6 cm. - Inv.-Nr. 1962.2769, FK X01594. 4 Augst BL, Insula 30: Fundzusammenstellung Ensemble A1C/Schicht (Fragmentmenge und Mindestindividuenanzahlen (MIZ) der RS, BS, WS und HE).
210 ianua patet cor magis AUF DER SUCHE NACH DER PIONIERBESIEDLUNG Sven Straumann, Sandra Ammann und Hans Sütterlin FRÜHE HOLZBAUBEFUNDE IN DER OBERSTADT VON AUGUSTA RAURICA Wie eingangs erwähnt, ging Peter-A. Schwarz in seiner Habilitationsschrift zu Holzbaubefunden auf dem Kastelenplateau33 davon aus, dass die Siedlungstätigkeit in der Oberstadt von Augusta Raurica ihren Ursprung in den zentral gelegenen Insulae nahm. Namentlich führte er die Insulae 17, 18, 20, 24, 25, 30, 31, 35 und die Insula 36 auf34 ▶ 5. Bei der Frage nach dem Siedlungsbeginn in der Oberstadt von Augusta Raurica können zuallererst zwei dendrochronologisch datierte Befunde angeführt werden. Zum einen ist das die Datierung eines Schwellbalkens aus Eichenholz, der noch in situ als Teil einer Gebäudewand in Insula 31 aufgefunden wurde, dessen Fällungsjahr auf 6 v. Chr. datiert werden konnte35. Dieses Datum wird durch Fundmaterial aus zugehörigen Schichten untermauert, welches in den Zeitraum 7 v. Chr. – 9 n. Chr. datiert. Zum anderen ist das der Wurzelstock einer Eiche aus dem Bereich der Nordwestecke des späteren szenischen Theaters, dessen zugehöriger Stamm gemäss dendrochronologischer Untersuchung zwischen 20 und 10 v. Chr. gefällt worden ist und in Verbindung mit Rodungsarbeiten gebracht wird36. Ähnlich früh datierte Keramik wie sie in Insula 31 gefunden wurde, präsentierte Stefanie Martin-Kilcher bereits 1975 in einer Ausstellung in Augst anlässlich einer Tagung der Rei Cretariae Romanae Fautores aus Insula 20. Dieses Fundmaterial zählt zu den frühesten Keramikfunden aus der Augster Oberstadt und stammt aus der Verfüllung eines grossen Kellers, der nach seiner Aufgabe mit einem Mörtelboden abgedeckt wurde. Die Funde aus dem verfüllten Keller datieren ins 1. Jahrzehnt v. Chr. und ins 1. Jahrzehnt n. Chr.37. In derselben Ausstellung legte Elisabeth Ettlinger frühe Funde aus Insula 18 vor. Leider gibt sie für die Datierung der Funde keine Zeitspanne an. Sie erwähnt aber, dass die Funde aus Insula 18 jünger sind als die von S. Martin-Kilcher vorgelegten Stücke aus Insula 2038. Anhand der Beschreibungen und des Kataloges gehen wir für diese Funde von einem tiberisch-claudischen Zeitansatz aus. Reste von Holzbauten und frühe Funde sind ebenfalls aus der benachbarten Insula 17 bekannt. Sie stammen von Vorgängerbauten der ältesten Thermenanlage von Augusta Raurica, den sogenannten Frauenthermen. Der Grossteil dieser frühen Baustrukturen ist durch den Bau des Bades zerstört worden, aber im Nordund Südteil der Insula hatten sich noch Balkengräben erhalten. Funde aus einer zugehörigen vorthermenzeitlichen Schicht konnten spätaugusteisch-frühtiberisch datiert werden39. Zu den wenigen grossflächig untersuchten Insulae gehört Insula 24, die über einen Zeitraum von 20 Jah ren (1939–1959) ausgegraben worden ist. In einigen Teilen haben sich als früheste Spuren Holzbaureste erhalten, die von den Bearbeitern augusteisch-tiberisch datiert werden40. Eine weitere zentral gelegene Insula, in der eine grössere Fläche auf den natürlich anstehenden Boden gegraben wurde, ist Insula 36. Von ihr wurde 1983–1984 fast die gesamte Nordseite ausgegraben, was ungefähr einem Viertel der Insulafläche entspricht. Dabei wurden auch früheste Holzbaustrukturen freigelegt, die ins 1. Jahrzehnt v. Chr. bis ins 2., spätestens 3. Jahrzehnt n. Chr. datieren41. Die Überbauung im restlichen Teil dieser Insula ist bisher nur durch geophysikalische Prospektion erschlossen. Ähnlich verhält es sich bei der westlich von Insula 36 gelegenen Insula 35. Im Zuge einer Überbauung durch Einfamilienhäuser (1981–1983) wurde gleich wie in Insula 36 nur deren Nordteil ausgegraben. Zu diesen Ausgrabungen liegt leider noch keine detaillierte Auswertung vor. Wenn wir uns vom Stadtzentrum entfernen und in unsere Betrachtungen eine nicht zentral gelegene Insula wie beispielsweise Insula 50 miteinbeziehen, so zeigt sich, dass auch dort eine Besiedlung sehr früh eingesetzt hat, möglicherweise bereits in tiberischer Zeit42. Betrachten wir das Vorkommen von frühen Funden, so dürfen in dieser Aufzählung die beiden Töpfer öfen mit frühester Ware im Stadtgebiet nicht fehlen. Zum einen ist das die sogenannte Töpferei des Fronto43 in der Südwestvorstadt (Region 4G), deren Produktion sich noch durch italische (Imitation von frühen arretinischen Formen) sowie durch gallobelgische Einflüsse auszeichnet und in den Zeitraum von 10 v. Chr. bis 10 n. Chr. datiert wird44. Ein zweiter Töpferofen, von dem wir ebenfalls Keramik aus derselben Zeitspanne kennen, wurde ca. 140m weiter östlich in der Flur Kurzenbettli (Region 5C) ausgegraben45. Mit Ausnahme der beiden am südlichen Stadtrand und in der Frühphase noch ausserhalb der Kernsiedlung gelegenen Töpferöfen hatten wir uns mit unseren Betrachtungen bisher auf das Stadtzentrum und 33 Schwarz 2004. 34 Schwarz 2004, 328 bes. Anm. 1169. 35 Furger 1985, 123–125 und Straumann/Bleicher 2024. 36 Furger 1994, 29 f. bes. Abb. 1. 37 Martin-Kilcher 1975, 27–36. 38 Ettlinger 1975, 37– 46. 39 Mattmann/Sütterlin 2015, 129–133 bes. Tab. 2. 40 Lüdin et al. 1962, 22–26 bes. Abb. 4. 41 Asal 2007, 120 f. und 209f. 42 Straumann 2011, 138. 43 So benannt aufgrund der mit diesem Namen gestempelten Ware. 44 Schmid 2003, 106–108 sowie Schmid 2008, 25 und 135. 45 Schmid 2008, 25 und 135. 46 Schatzmann 2003, 136 – «Für die erste Strasse WES04.A bestätigt sich damit die Beobachtung, dass sie bereits vor der Installation der FrontoTöpferei (10 v.–10 n. Chr.) existiert haben muss.» 47 Vgl. Lüdin et al. 1962, 22: «Strassenbett und Strassennetz scheinen demnach, mindestens von Insula XXIV her betrachtet, kaum verändert worden zu sein.» 48 Schwarz 2005, 164 sowie Schwarz 2004, 311.
211 ianua patet cor magis AUF DER SUCHE NACH DER PIONIERBESIEDLUNG Sven Straumann, Sandra Ammann und Hans Sütterlin eine Insula (Insula 50) im Süden konzentriert. Wie Regula Schatzmann zeigen konnte, kann aber davon ausgegangen werden, dass in der Anfangszeit von Augusta Raurica bereits die am südlichen Stadtrand verlaufende sogenannte Westtorstrasse angelegt war. An ihr liegt die oben erwähnte Töpferei des Fronto. Den beiden frühesten Strassenkoffern der Westtorstrasse kann Fundmaterial mittelaugusteischer bis frühtiberischer Zeitstellung, d. h. bis um ca. 20/30 n. Chr., zugewiesen werden46. Aufgrund der frühen Zeitstellung dieser West-Ost verlaufenden Verkehrsachse diente sie somit als Ausgangspunkt für die Entwicklung des sogenannten Südwestquartiers. Die schachbrettartige Anlage des Strassenrasters in den zentralen Quartieren wird schon in der Gründungsphase bestanden haben47. An einzelnen Punkten scheint es aber dem Siedlungsausbau folgend erweitert worden zu sein. So ist der nördlichste Abschnitt zwischen den Insulae 1 und 2 der doch sehr zentral Nord-Süd verlaufenden Heidenlochstrasse erst um 20/40 n.Chr. gebaut worden48. QUELLENKRITIK Die plakative Einfärbung der Insulae mit Nachweisen von frühen Holzbauten oder früh datiertem Fund material ▶ 6 erweckt den Eindruck, dass wir zumindest für die Oberstadt von Augusta Raurica ein gutes Bild der frühen Besiedlung haben. Schaut man jedoch genauer hin und berücksichtigt die tabellarische Zusammenstellung ▶ 5, wird die Unvollständigkeit sichtbar. Quellenkritisch müsste die Kartierung mit derjenigen der effektiv untersuchten Flächen verglichen werden. So bilden Forschungsstand, Erhaltungsbedingungen und die jeweils angewandte Untersuchungsmethode wichtige Faktoren. Aufgrund der modernen Bautätigkeit konzentrieren sich die mittels Ausgrabungen untersuchten Flächen auf die zentralen Insulae. Entsprechend erstaunt es wenig, dass auch die ins erste Jahrzehnt vor und nach Chr. datierten Funde aus diesem Gebiet stammen. Selbst dort wurde aber längst nicht immer bis auf den Insula Datierung Keramik oder Dendrochronologie Befund Literatur 17 spätaugusteisch-frühtiberisch ältere Vorgängerbauten unter dem ältesten Bad der sog. Frauenthermen Mattmann/Sütterlin 2015 18 E. Ettlinger schreibt, dass die von ihr vorgestellten Funde jünger sind als die aus Insula 20 (MartinKilcher 1975). Wir gehen deshalb von einer tiberischclaudischen Zeitstellung aus. unterste Fundkomplexe aus Insula 18 Ettlinger 1975 20 1. Jahrzehnt v. Chr. – 1. Jahrzehnt n. Chr. Verfüllung «eines grossen Kellers, der aber bereits in spätaugusteischfrühtiberischer Zeit mit umliegendem Schichtmaterial verfülIt und danach mit einem kompakten Mörtelboden gedeckt wurde. Die Überbauung der Insula 20 von Augst hat demnach noch im 1. Jahrzehnt v.Chr. eingesetzt.» Martin-Kilcher 1975 24 augusteisch-tiberisch Holzbauphase, etliche Holzstrukturen Lüdin et al. 1962 25 7 v. Chr. – 9 n. Chr. unterste Fundkomplexe Furger 1985 30 Ensembles A1A, A1B: tiberisch-frühclaudisch; Ensemble A1C: spätaugusteisch-frühtiberisch, allerspätestens frühclaudisch Bauzustand A Straumann (in Vorb.) 31 6 v. Chr. Dendrochronologie, Eichenbalken von Gebäudewand Furger 1985; Straumann/Bleicher 2024 31 7 v. Chr. – 9 n. Chr. unterste Fundkomplexe Furger 1985 36 1. Jahrzehnt v. Chr. – 2., spätestens 3. Jahrzehnt n. Chr. Bauzustand A – erste Holzbauten Asal 2007 50 Gefässkeramikspektrum im verfüllten und planierten Material des frühesten Bauzustandes A beschränkt sich nicht auf die vorchristlichen Jahrzehnte. Bebauungsbeginn vermutlich in den ersten Jahrzehnten n. Chr. Fundmaterial aus Zeitraum von ca. 10–30/40 n. Chr. Bauzustand A – erste Holzbaustrukturen Straumann 2011, 137 f. Aus dem Bereich des späteren szenischen Theaters Fälldatum 20–10 v. Chr. Baumstrunk, Rodungsanzeiger? Furger 1994 Töpferofen Fronto 10 v. Chr. – 10 n. Chr. Töpferofenware Schmid 2003 Töpferofen Kurzenbettli 10 v. Chr. – 10 n. Chr. Töpferofenware Schmid 2008 Westtorstrasse «… mittelaugusteischer bis frühtiberischer Zeitstellung d. h. bis um ca. 20/30 n. Chr.» Fundmaterial, das den beiden frühesten Strassenkoffern zugewiesen wurde Schatzmann 2003 5 Augst BL: Tabellarischer Überblick zu den Stadtarealen mit nachweislich frühen Datierungen.
212 ianua patet cor magis AUF DER SUCHE NACH DER PIONIERBESIEDLUNG Sven Straumann, Sandra Ammann und Hans Sütterlin Region5C 5 1 8 14 7 28 6 4 10 11 9 3 33 2 12 16 52 13 47 27 17 35 26 37 29 0 23 36 22 25 32 24 38 31 48 49 50 18 39 19 51 20 21 15 34 43 42 44 46 41 45 5/9 40 Region4G Forum Theater Kastelen WESTTORSTRASSE 050 10025 Meter 2621500 2621500 1264500 1265000 1265000 1264500 6 Augst BL: Die Insulae in der Oberstadt von Augusta Raurica. Grün hinterlegt: Insulae und Subregionen mit frühen Befunden und/oder Funden. Rot hinterlegt: Insulae bisher ohne Nachweis aus der Frühzeit der Besiedlung.
213 ianua patet cor magis AUF DER SUCHE NACH DER PIONIERBESIEDLUNG Sven Straumann, Sandra Ammann und Hans Sütterlin natürlich anstehenden Boden ausgegraben. Hinzu kommt, dass die Holzbaustrukturen vielfach unmittelbar von jüngeren, identisch ausgerichteten Steinbauten überlagert und aufgrund der grabungstechnischen Vo rgehensweise nicht erfasst wurden. Auch wenn gewisse allgemeine Tendenzen in der Siedlungsentwicklung ausgemacht werden können, sind die hier dargelegten recht lückenhaften Resultate mit Vorsicht zu geniessen. Dasselbe gilt auch für die Aussagekraft des Fundmaterials. So macht es einen erheblichen Unterschied, ob dieses effektiv aus Benutzungsschichten von zugehörigen, frühen Holzbauten stammt oder allenfalls verlagertes Material aus Planie schichten darstellt. Entsprechend kritisch sind Fundkartierungen und die Grundlagen, auf welchen sie basieren, zu hinterfragen. Eine blosse Kartierung einer Datenbank-Abfrage von Fundkomplexen mit früher Sigillata (Arretina) kann beispielsweise ein nur scheinbar eindeutiges Ergebnis liefern49. FAZIT Im Bewusstsein der genannten Vorbehalte können wir mithilfe der vorliegenden Beispiele dennoch einige Beobachtungen zur Frühzeit von Augusta Raurica festhalten. Nicht zuletzt forschungsbedingt fassen wir die frühesten Befundund Fundensembles im Gebiet der Augster Oberstadt vornehmlich in den zentral gelegenen Insulae. Die Keramikdatierung weist hier auf eine Begehung und Benutzung ab dem ersten Jahrzehnt v. Chr. hin. Ab diesem Zeitraum setzte auch eine lokale Keramik-Produktion am Südrand der Stadt ein. Die hier verlaufende Westtorstrasse gehörte zu einer wichtigen West-OstVerkehrsachse, entlang derer mit früher Siedlungsaktivität zu rechnen ist50. Es ist generell davon auszugehen, dass das orthogonale Strassenraster und damit die Grundstruktur der Insulae in der Oberstadt bereits sehr früh angelegt wurde. Dies gilt nicht nur für die zentralen, sondern grösstenteils auch für die eher peripheren Quartiere. Das bauliche Befüllen der parzellierten Areale erfolgte anschliessend wohl in einer gestaffelten Entwicklung. Ein konkretes, räumliches Muster dieser Aufsiedlung lässt sich mit dem aktuellen Forschungsstand nicht rekonstruieren. Sowohl zentral gelegene Parzellen, aber auch solche am Nordund Südrand der Oberstadt wurden in der Frühzeit allmählich überbaut. Die frühesten Funde stammen zwar aus den zentralen Insulae 20 und 31. Geht man aber von einem Kern der Besiedlung in diesem Bereich aus, so zeigt sich doch, dass zumindest in den Quartieren gegen Süden die Siedlungstätigkeit fast gleichzeitig oder nur wenig später eingesetzt haben muss. In dieses Bild mit den frühesten Funden aus der Oberstadt, die alle etwa aus dem Zeitraum erstes Jahrzehnt vor und nach Chr. stammen, fügt sich jetzt mit einem leicht späteren Zeitansatz (tiberisch-frühclaudisch) das neu vorgelegte Fundmaterial aus dem Bauzustand A von Insula 30 ein. Wie das Beispiel der Insula 30 verdeutlicht, ist zu Beginn mit einer äusserst lockeren Bebauung zu rechnen, die zahlreiche Freiflächen aufwies. Der frühesten Besiedlung konnten nur einzelne Baustrukturen zugewiesen werden, deren Konstruktionsweise möglicherweise auch nur provisorischen Charakter hatte. Gemeinsam mit den Erhaltungsund Überlieferungsbedingungen könnte dies ein Grund sein, weshalb wir beispielsweise in Insula 30 erst in einem zweiten Bauzustand in claudischer Zeit Holzbaustrukturen als Befunde fassen. Vielleicht bestand eine allererste Pionierbesiedlung ja gar noch nicht aus festen Holzbauten, sondern aus Zeltkonstruktionen und einzelnen, in den Boden eingetieften Anlagen51? Belege für eine solche Hypothese lassen sich aktuell noch keine vorlegen. Die tabellarische Zusammenstellung mit früh datierten Befunden in den zentralen Insulae verdeutlicht aber, dass die grobe Abfolge der frühen Bauzustände chronologisch weitgehend parallel erfolgte. Zu den frühesten Aktivitäten im Jahrzehnt vor und nach Chr. passen auch die bisher bekannten Dendrodatierungen, die allesamt ein Bild bestätigen, wonach erst nach 15 v. Chr., also nach dem Alpenfeldzug, mit einer baulichen Herausbildung der Stadt-Anlage zu rechnen ist52. Die «Pioniere» machten sich somit rund eine Generation nach der formellen Gründung der Colonia Raurica an den faktischen Ausbau und die Besiedlung. Auch wenn der archäologische Befund keine Rekonstruktion der Frühzeit von Augusta Raurica mit Vorgängen wie im «Wilden Westen» zulässt, so schliesst sich für den Jubilar hier dennoch der Kreis. Markiert der Alpenfeldzug den Beginn der Siedlungstätigkeit in der Koloniestadt, so krönt PeterAndrew Schwarz mit dem CVMBAT-Projekt seine Forschungsbiografie. «Last but not least» gratulieren und danken wir ihm ganz herzlich für die tolle Zusammenarbeit. 49 Zum Beispiel Baerlocher 2021, 83 Abb. 38. 50 Dies gilt offensichtlich bereits für die Spätlatènezeit. Vgl. dazu Vogel Müller/Nick/ Peter 2012. 51 Zu den vielfach auch andernorts in den frühesten Phasen angetroffenen Staketen, die kaum zu Holzbaustrukturen rekonstruiert werden können, siehe zum Beispiel Flück 2017, 78 bes. Anm. 327; Sieler 2009, 24f. 52 Vgl. dazu Straumann/Bleicher 2024, 187 f.
214 ianua patet cor magis AUF DER SUCHE NACH DER PIONIERBESIEDLUNG Sven Straumann, Sandra Ammann und Hans Sütterlin > 9 1 RS, TS-Imitation, Schüssel Drack 21, oranger Ton mit rot-orangem Überzug, schlecht haftend. Inv.-Nr. 1960.678C, FK V03529. > 10 1 RS, TS-Imitation, Schüssel Drack 21, grauer Ton, kein Überzug vorhanden. Inv.-Nr. 1960.683, FK V03529. > 11 1 RS, helltonige Gebrauchskeramik, Krug mit Kragenrand, kurz und gerillt K2, orange. Inv.-Nr. 1960.690, FK V03529. > 12 1 RS, helltonige Gebrauchskeramik, Krug mit Kragenrand, hoch und gerillt K3, ocker-orange. Inv.-Nr. 1960.679, FK V03529. > 13 1 RS, grautonige Gebrauchskeramik, Schüssel mit einbiegendem Rand S85, grauer Ton, leicht glimmerhaltig, über dem Rand wenige Brandspuren. Inv.-Nr. 1960.686, FK V03529. > 14 1 RS, grautonige Gebrauchskeramik, Topf mit Randlippe T20, hellgrauer Ton mit grauer Oberfläche. Inv.-Nr. 1960.684, FK V03529. > 15 1 RS, Grobkeramik, Kochtopf mit gerilltem Horizontalrand, hellgrauer Ton, Brandschwärzungen aussen über dem Rand. Inv.-Nr. 1960.687, FK V03529. > 16 Münze, Augustus. As, Lyon 7–3 v. Chr. RIC I2, S. 57, Nr. 230. A1/1, K4/4. 10,71 g. Inv.-Nr. 1960.551, FK V03529. > 1 1 RS, TS (Arretina), Schälchen Consp. 36.4.1. Inv.-Nr. 1960.676, FK V03529. > 2 1 RS, TS (südgallisch), Schälchen Drag. 24. Inv.-Nr. 1960.677, FK V03529. > 3 1 RS, TS (südgallisch), Schälchen Drag. 24. Inv.-Nr. 1960.677b, FK V03529. > 4 1 RS, TS (südgallisch), Schälchen Drag. 24. Inv.-Nr. 1960.677d, FK V03529. > 5 1 RS, TS (Arretina), Teller Consp. 18.2.1. Inv.-Nr. 1960.680, FK V03529. > 6 1 RS, TS (südgallisch), Teller Drag. 18. Inv.-Nr. 1960.678D, FK V03529. > 7 6 RS, 7 WS, TS (südgallisch), Schüssel Drag. 29. Im Relief nach links schreitende Vögel in gedrehten Halb girlanden; dazwischen Segmente mit Grasbüscheln. Inv.-Nr. 1960.678A, FK V03529. > 8 3 WS, TS (südgallisch), Schüssel Drag. 29. Florale spiralförmige Girlanden, darüber kleine Ährchen. Inv.-Nr. 1960.678B, FK V03529. 1 2 3 4 65 7 9 11 12 1514 10 13 8 16 Münze: Augustus, As, 7–3 v. Chr. Tafel 1 Augst BL, Insula 30: Ensemble A1A/Grube: 1–8 Terra Sigillata, 9–10 Terra Sigillata-Imitation, 11–15 Gebrauchskeramik, 16 Münze. Keramik M. 1:3.
215 ianua patet cor magis AUF DER SUCHE NACH DER PIONIERBESIEDLUNG Sven Straumann, Sandra Ammann und Hans Sütterlin > 7 1 RS, helltonige Gebrauchskeramik, halbkugelige Schüssel mit einbiegendem Rand und Lippe S35, helloranger Ton mit roten Überzugsresten. Inv.-Nr. 19 61.110 6 6, FK X01080. > 8 1 RS, grautonige Gebrauchskeramik, Schüssel mit ausladendem Leistenrand, gekehlt S18, hellgrauer Ton und Oberfläche. Inv.-Nr. 1961.11452, FK X01078. > 9 1 RS, grautonige Gebrauchskeramik, Becher/ Topf mit ausbiegendem Rand T16, hellgrau, abgeriebene Oberfläche. Inv.-Nr. 1961.11453, FK X01078. > 10 1 RS, handgemachte Grobkeramik, Schüssel mit einbiegendem Rand, leicht gerillt S81, grauschwarz, feiner Kammstrich auf der Aussenfläche, mit Kalkund Quarzmagerung. Inv.-Nr. 1961.11450, FK X01078. > 1 1 RS, TS (Arretina), Schälchen Consp. 22.1.1. Inv.-Nr. 1961.11447, FK X01078. > 2 1 RS, TS (Arretina), Schälchen Consp. 22.1.1. Inv.-Nr. 1961.11446, FK X01078, passt zu Kat. 4 in Ensemble A1C. > 3 1 RS, TS-Imitation, Schälchen Drack 5/Imit. Consp. 4.5, oranger Ton mit roten Überzugsresten, stark abgerieben. Inv.-Nr. 1961.11448, FK X01078. > 4 1 RS, TS-Imitation, Schälchen Drack 9–10/ Imit. Consp. 22/Hofheim 5, oranger Ton mit roten Überzugsresten, stark abgerieben. Inv.-Nr. 1961.11449, FK X01078. > 5 1 RS, TS-Imitation, Schälchen Drack 9–10/ Imit. Consp. 22/Hofheim 5, oranger Ton mit roten Überzugsresten, stark abgerieben. Inv.-Nr. 1961.11455, FK X01078. > 6 1 RS, Krug mit Kragenrand, kurz und gerillt K2, oranger Ton. Inv.-Nr. 1961.11456, FK X01078. 1 2 3 54 6 7 9 8 10 Tafel 2 Augst BL, Insula 30: Ensemble A1B/Backofen und vorgelagerte Grube: 1–2 Terra Sigillata, 3–5 Terra Sigillata-Imitation, 6–10 Gebrauchskeramik. Keramik M. 1:3.
216 ianua patet cor magis AUF DER SUCHE NACH DER PIONIERBESIEDLUNG Sven Straumann, Sandra Ammann und Hans Sütterlin > 10 3 RS, TS (Arretina), Platte/Teller Consp. 18.2.1. Inv.-Nr. 1962.1420a.b, FK X01439 und 1962.1995, FK X01467. > 11 2 RS, TS (Arretina), Platte/Teller Consp. 4.4.2?. Inv.-Nr. 1962.2764, FK X01594 und 1962.2972, FK X01618. > 12 1 RS, TS (Arretina), Platte/Teller Consp. 7.2.2. Inv.-Nr. 1962.1421, FK X01439. > 13 1 RS, TS (südgallisch), Schüssel Drag. 11, in Bögen zentral fünfblättriges Blatt, daneben langgezogene schmale Blättchen, zwischen den Girlandenbögen gefiederte Blättchen. Inv.-Nr. 1962.2488, FK X01553. > 14 1 WS, TS (südgallisch), Schüssel Drag. 29, unter Grasbüschelzone kleine florale Girlanden mit zentraler kleiner Blume. Inv.-Nr. 1962.2975, FK X01618. > 15 2 RS, TS-Imitation, Schälchen Drack 9–10/ Imit. Hofheim 5, hellbeiger Ton, orange-braune Überzugsreste, stark abgerieben. Inv.-Nr. 1962.920, FK X01313. > 16 2 RS, TS-Imitation, Teller Drack 1/Imit. HA 1, hellbeiger Ton, oranger Überzug, stark abgerieben. Inv.-Nr. 1962.1528a.b; FK X01434. > 17 2 RS, TS-Imitation, Teller Drack 1/Imit. HA 1, beigebrauner Ton, wenig glimmerhaltig, roter Überzug, stark abgerieben mit Brandspuren. Inv.-Nr. 1962.2765a.b; FK X01594. > 18 1 RS, TS-Imitation, Teller Drack 2/Imit. HA 2/Drag. 17, helloranger Ton mit orangem Überzug aussen, innen fast weisse Überzugsreste. Inv.-Nr. 1962.921, FK X01313. > 19 1 RS, TS-Imitation, Teller P3?, oranger Ton, orange-roter Überzug, Kerbbandlinie. Inv.-Nr. 1962.567, FK X01360. > 20 1 RS, TS-Imitation, Schüssel Drack 21, hellbeige-oranger Ton, rote Überzugsreste, stark abgerieben. Inv.-Nr. 1962.1423, FK X01439. > 1 RS, TS (Arretina), Schälchen Consp. 14.2.3. Inv.-Nr. 1962.2762, FK X01594. > 2 2 RS, TS (Arretina), Schälchen Consp. 14.2.3. Inv.-Nr. 1962.1422, FK X01439. > 3 1 RS TS (Arretina), Schälchen Consp. 14.1.5. Inv.-Nr. 1962.2763, FK X01594. > 4 1 RS TS (Arretina), Schälchen Consp. 22.1.1. Inv.-Nr. 1962.915, FK X01313. Passt zu Kat. 2 in Ensemble A1B. > 5 1 RS, TS (Arretina), Schälchen Consp. 22.1.1. Inv.-Nr. 1962.1997, FK X01467. > 6 1 RS, TS (Arretina), Schälchen Consp. 22.6.1, leicht verbrannt. Inv.-Nr. 1962.566, FK X01360. > 7 1 RS, TS (Arretina), Schälchen Consp. 36.4.1, Inv.-Nr. 1962.1590, FK X01409. > 8 3 RS, TS (Arretina), Platte/Teller Consp. 11.1.4. Inv.-Nr. 1962.1060, FK X01444 und 1962.2971a.b, FK X01618. > 9 1 RS, TS (Arretina), Platte/Teller Consp. 12.4.2. Inv.-Nr. 1962.568, FK X01360. 12 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 19 18 20 Tafel 3 Augst BL, Insula 30: Ensemble A1C/Schicht: 1–14 Terra Sigillata, 15–20 Terra Sigillata-Imitation. Keramik M. 1:3.
217 ianua patet cor magis AUF DER SUCHE NACH DER PIONIERBESIEDLUNG Sven Straumann, Sandra Ammann und Hans Sütterlin > 27 1 RS, helltonige Gebrauchskeramik, Krug mit Kragenrand, kurz K5, oranger Ton, leicht brandgeschwärzt. Inv.-Nr. 1962.2762, FK X01594. > 28 1 RS, helltonige Gebrauchskeramik, Kleeblattkanne K28, oranger Ton, grauer Tonkern. Inv.-Nr. 1962.2477, FK X01526. > 29 1 RS, helltonige Gebrauchskeramik, Teller mit einbiegendem Rand P20, oranger Ton, innen rote Überzugsreste und über dem Rand brandgeschwärzt. Inv.-Nr. 1962.1489, FK X01422. > 30 2 RS, grautonige Gebrauchskeramik, halbkugelige Schüssel mit einbiegendem Rand S35, hellbrauner Ton, leicht glimmerhaltig und mit Brandblase, Fehlbrand. Inv.-Nr. 1962.1537, FK X01434. > 31 1 RS, grautonige Gebrauchskeramik, Schüssel mit ausladender Leiste, gekehlt, Wandknick S18, grauer Ton mit schwarzer geglätteter Oberfläche. Inv.-Nr. 1962.1005, FK X01402. > 32 1 RS, grautonige Gebrauchskeramik, Konische Schüssel mit Innenrille ähnlich S9?, grauer Ton mit hellem Kern und mit schwarz-grauer Oberfläche, innen geglättet. Inv.-Nr. 1962.2005, FK X01467. > 33 1 RS, grautonige Gebrauchskeramik, Schüssel mit konischer Wand S1?, grauer Ton mit hellem Kern und mit grauer leicht geglätteter Oberfläche. Inv.-Nr. 1962.925, FK X01313. > 34 3 RS, helltonige Gebrauchskeramik, Schüssel mit einbiegendem Rand S85, oranger Ton. Inv.-Nr. 1962.2476a-c, FK X01526. > 21 1 RS, TS-Imitation, Schüssel Drack 21, hellbeiger Ton, rote Überzugsreste, stark abgerieben. Inv.-Nr. 1962.2470, FK X01526. > 22 1 RS, TS-Imitation, Schüssel AV 227/Luginbühl 18?, helloranger Ton, orange Überzugsreste, stark abgerieben. Inv.-Nr. 1962.1475, FK X01422. > 23 1 RS, Feinkeramik, sog. Soldatenbecher, helloranger Ton, leicht glimmerhaltig, feinsandig und leicht gekörnt. Inv.-Nr. 1962.2768, FK X01594. > 24 1 RS, helltonige Gebrauchskeramik, Krug mit Wulstlippe, Hals weit und zylindrisch K8, oranger Ton, grauer Tonkern. Inv.-Nr. 1962.1070, FK X01444. > 25 4 RS, helltonige Gebrauchskeramik, Krug mit Kragenrand, unterschnitten, gerillt K1, hellbeiger Ton mit feinen orangen Einschlüssen. Inv.-Nr. 1962.2979a-d, FK X01618. > 26 1 RS, helltonige Gebrauchskeramik, Krug mit Kragenrand, unterschnitten, gerillt K1, hellbeiger bis weisser Ton mit feinen orangen Einschlüssen Inv.-Nr. 1962.2490, FK X01594. 21 22 23 24 25 29 30 31 32 33 34 26 27 28 Tafel 4 Augst BL, Insula 30: Ensemble A1C/Schicht: 20–22 Terra Sigillata-Imitation, 23 Feinkeramik, 24–34 Gebrauchskeramik. Keramik M. 1:3.
218 ianua patet cor magis AUF DER SUCHE NACH DER PIONIERBESIEDLUNG Sven Straumann, Sandra Ammann und Hans Sütterlin > 41 1 BS, helltonige Gebrauchskeramik, Untersatz für Becken/Schüssel, oranger Ton mit grauem Kern. Inv.-Nr. 1962.2980, FK X01618. > 42 1 RS, Grobkeramik, Platte/Teller mit Schrägrand P5, grauer Ton mit Quarzmagerung, geschwärzte Oberflächen. Inv.-Nr. 1962.2004, FK X01467. > 43 1 RS, Grobkeramik, kugeliges Töpfchen mit Randlippe T22, graubrauner Ton mit Quarzmagerung, geschwärzte Oberflächen und Wellenbandverzierung. Inv.-Nr. 1962.2475, FK X01467. > 44 1 RS, Grobkeramik, kugeliger Kochtopf mit umgelegtem Rand T24, graubrauner Ton mit Kalkmagerung, schwarze Oberfläche. Inv.-Nr. 1962.2767, FK X01594. > 45 1 RS, Grobkeramik, Topf mit innen profiliertem Rand T68, dunkelgrauer Ton, orange-graue Oberfläche, sehr hart gebrannt. Inv.-Nr. 1962.2766, FK X01594. > 46 1 RS, Grobkeramik, Topf mit innen profiliertem Rand T68, dunkelgrauer Ton mit Quarzmagerung, hellbeige Oberfläche, leichter Glimmer. Inv.-Nr. 1962.1484, X01422. > 47 1 RS, Grobkeramik, Kochtopf mit gerilltem Horizontalrand, nach innen gezogen T70, hellgrauer Ton mit Quarz gemagert, graubraune Oberfläche. Inv.-Nr. 1962.926, FK X01313. > 48 1 RS, Grobkeramik, Dolium mit Trichterrand O6, hellgrauer Ton mit Kalk gemagert, graubraune Oberfläche. Inv.-Nr. 1962.1485, FK X01422. > 49 1 RS, Grobkeramik, handgemachte zylindrische Schüssel S6, braungrauer Ton mit Kalk gemagert, schwarze Oberfläche, aussen unter dem Rand Breireste. Inv.-Nr. 1962.1488, FK X01422. > 50 Republik, Quinar (Silber), 90 v. Chr., RRC S. 344, Nr. 341/3. A4/4, K1/1. 1,60 g - Inv.-Nr. 1962.975, FK X01313. > 51 Augustus, As, Nemausus ca. 20–10 v. Chr., RIC I2, S. 51, Nr. 155. A4/4, K4/4, 6,14 g, halbiert. Inv.-Nr. 1962.2479, FK X01526. > 52 Augustus, As, Rom 16–6 v. Chr., A1/1, K4/4, 5,00 g, halbiert. - Inv.-Nr. 1962.2491, FK X01553. > 35 1 RS, helltonige Gebrauchskeramik, Becher/ Tonne mit Sichelrand T25, hellbeiger Ton mit Stempeldekor, leichte sinterartige Ablagespuren. Inv.-Nr. 1962.1531, FK X01434. > 36 2 RS, helltonige Gebrauchskeramik, Tonne/ Topf mit Horizontalrand T33, sog. Honigtopf, hellbeiger Ton mit roten Einschlüssen. Inv.-Nr. 1962.1536a.b, FK X01434. > 37 1 RS, helltonige Gebrauchskeramik, Töpfchen mit profiliertem Rand T69, helloranger Ton mit Glimmerüberzugsresten. Inv.-Nr. 1962.1481, FK X01422. > 38 2 RS, grautonige Gebrauchskeramik, Topf/ Tonne mit ausbiegendem Steilrand T16, grauer Ton, geglättet. Inv.-Nr. 1962.1068a.b, FK X01444. > 39 1 RS, grautonige Gebrauchskeramik, kugeliger Becher/Topf mit Randlippe T22, hellbrauner Ton, graue Oberfläche. Inv.-Nr. 1962.924, FK X01313. > 40 1 RS, grautonige Gebrauchskeramik, Topf mit dreieckig verdicktem Rand T77, hellgrauer Ton und graue Oberfläche, aussen leicht brandgeschwärzt, Fehlbrand. Inv.-Nr. 1969.1430, FK X01439. 50 51 52 Münze: Republik, Quinar, 90 v. Chr. Münze: Augustus, As, ca. 20 –10 v. Chr. Münze: Augustus, As, 16–6 v. Chr. Tafel 5 Augst BL, Insula 30: Ensemble A1C/Schicht: 35–49 Gebrauchskeramik, 50–52 Münzen. Keramik M. 1:3. 35 3736 38 39 40 42 41 43 44 45 46 48 47 49