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Arbeitsprogramm 2025

Austrian Council for Sciences, Technology, and Innovation

Abstract

Aus den gesetzlichen Vorgaben gem. FWITRG erstellt der FORWIT das jährliche Arbeitsprogramm, bei dem konkret drei Aspekte zusammenwirken. Erstens ist das Jahresprogramm im Kontext von Entwicklungszielen zu sehen, die über mehrere Jahre erreicht werden können. Zweitens sind spezifische Rahmenbedingungen zu antizipieren, die für das zu programmierende Kalenderjahr 2025 relevant sein werden. Und drittens sind die Aktivitäten der Geschäftsstelle, die den Rat und seine Mitglieder in der Erreichung der Ziele unterstützen, zu organisieren.

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Forschungs-, Wissenschafts-, Innovationsund Technologieentwicklungsrat Pestalozzigasse 4/D1, 1010 Wien [email protected] | forwit.at 1 WIR BERATEN DIE BUNDESREGIERUNG Arbeitsprogramm 2025 Das vorliegende Arbeitsprogramm wurde von der Ratsversammlung in der dritten Ratssitzung am 13. September 2024 beschlossen. Die Problembeschreibungen der beiden Schwerpunktthemen „Wettbewerbsfähigkeit in FTI“ und „Studieren in Österreich“ wurden in der fünften Ratssitzung am 27. Januar 2025 beschlossen und nachträglich in das Dokument eingefügt. Aufgaben und Ziele des FORWIT Der FORWIT berät die Bundesregierung in Bezug auf die Politikfelder Forschung, Wissenschaft, Innovation und Technologieentwicklung, um die Innovationskraft Österreichs nachhaltig zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu steigern. Diese Beratung bezieht sich gem. FWITRG insbesondere auf die Analyse der Umsetzung der FTI-Strategie, die Erstattung von Vorschlägen für den FTI-Pakt, die Unterstützung des Stiftungsrats FTE hinsichtlich Verteilung der Mittel des Fonds Zukunft Österreich und die selbstständige Ausarbeitung von Empfehlungen zur Verbesserung des österreichischen Innovationssystems. Vom Selbstverständnis ist der FORWIT ein integres, unabhängiges Beratungsgremium, das evidenzbasiert, nachvollziehbar und nachhaltig agiert. Seine Beratungsleistung ist auf die österreichische Bundesregierung ausgerichtet. Dabei lässt er sich von keinen Partikularinteressen vereinnahmen und behält sich vor, politische Vorhaben sowie FTI-bezogene Maßnahmen auf Basis der vorhandenen Evidenz und Expertise zu beurteilen. Aus den gesetzlichen Vorgaben gem. FWITRG erstellt der FORWIT das jährliche Arbeitsprogramm, bei dem konkret drei Aspekte zusammenwirken. Erstens ist das Jahresprogramm im Kontext von Entwicklungszielen zu sehen, die über mehrere Jahre erreicht werden können. Zweitens sind spezifische Rahmenbedingungen zu antizipieren, die für das zu programmierende Kalenderjahr 2025 relevant sein werden. Und drittens sind die Aktivitäten der Geschäftsstelle, die den Rat und seine Mitglieder in der Erreichung der Ziele unterstützen, zu organisieren. Mehrjährige Entwicklungsziele Der FORWIT wurde 2023 als Beratungsgremium neu eingerichtet und seine Mitglieder wurden Ende 2023 auf vier Jahre bestellt. Gegenüber den Vorgänger-Räten, deren Rechtsnachfolge der FORWIT angetreten hat, haben sich nicht nur die Aufgaben und Ziele zumindest teilweise verändert. Es sind auch Großteils neue Mitglieder ernannt worden. Aus diesen Gründen ist insbesondere die erste Periode des Rats (bis 2027) auch für die Etablierung des FORWIT als zuverlässigen Ratgeber der Bundesregierung zu erreichen. Dieses übergeordnete Ziel bedingt, dass sich der FORWIT selbst ambitionierte Entwicklungsziele setzt, die im Laufe der ersten Periode sukzessive erreicht werden. Um seine Aufgaben erfüllen zu können, muss der FORWIT … - ein gesamthaftes, systemisches Bild vom österreichischen Innovationssystem und seinen interagierenden Teilsystemen im internationalen Vergleich haben, Forschungs-, Wissenschafts-, Innovationsund Technologieentwicklungsrat Pestalozzigasse 4/D1, 1010 Wien [email protected] | forwit.at 2 - eine strategische, vorausschauende Perspektive vor dem Hintergrund der Entwicklungen im Gebiet des wissenschaftlichen und technologischen Fortschritts sowie geopolitischer und wirtschaftlicher Veränderungen einzunehmen in der Lage sein, und - die prozeduralen und konzeptionellen Kapazitäten besitzen, die Bundesregierung effektiv zu beraten. Konkret ergeben sich daraus die folgenden Entwicklungsziele: 1. Der FORWIT entwickelt einen robusten Prozess, um jährlich inhaltliche Schwerpunkte zu setzen, die der Bundesregierung dabei helfen, auf eine Verbesserung des sogenannten FTI-Systems hinwirken zu können. 2. Der FORWIT etabliert ein Netzwerk an unterschiedlichen Akteur:innen, innerhalb Österreichs als auch international, damit der Rat über Neuigkeiten im Bereich Forschungs-, Wissenschaftsund Innovationspolitik informiert bleibt und am Puls der empirischen sowie konzeptionell-theoretischen Weiterentwicklungen bleibt. 3. Der FORWIT erarbeitet sich ein Portfolio an Formaten zur Beratung der Bundesregierung, damit daraus je nach Beratungsbedarf und -nachfrage immer die effizienteste und effektivste Beratung erfolgt. 4. Komplementär dazu ist es erforderlich, dass die Geschäftsstelle als Expert:innenorganisation in Erscheinung tritt, und zwar durch eigenständige Analysen sowie Hintergrundinformationen (die gegebenenfalls in Kooperation mit wissenschaftlichen Partnerorganisationen erstellt werden). Das Arbeitsprogramm 2025 trägt dieser mehrjährigen Entwicklungsnotwendigkeit Rechnung; das bedeutet, dass die Entwicklungsziele sorgfältig anhand der konkreten Vorhaben im Jahresprogramm zu erarbeiten sind, und dass sie der engen Einbeziehung der Geschäftsstelle bedürfen, die ihrerseits einen gezielten Skills-Aufbau verfolgt, um die Ratsversammlung möglichst effizient zu unterstützen. Dazu sollen sowohl realistische inhaltliche Schwerpunkte gesetzt werden, als auch Projekte gestartet (bzw. fortgeführt) werden, die diesen Entwicklungszielen zuträglich sind und zugleich den wissenschaftsund innovationspolitischen Erfordernissen des Jahres 2025 entsprechen. Kontext 2025 Im Jahr 2025 finden hinsichtlich der österreichischen FTI-Politik wichtige Weichenstellungen statt, bei denen der FORWIT gefordert sein wird, und die – soweit sie bereits antizipiert werden können – hier dargelegt werden können: zum einen betrifft dies die nationale Arena, die auch die vornehmliche Betätigungsebene des FORWIT ist; zum anderen betrifft dies aber auch europäische und internationale Entwicklungen, die der FORWIT berücksichtigen sollte. - Mit der Nationalratswahl im September 2024 wird voraussichtlich mit Jahresbeginn 2025 eine neue Bundesregierung ihr Amt antreten. Das bedeutet, dass ein neues Regierungsprogramm u.a. die Rolle von Forschung, Wissenschaft, Innovation und Technologieentwicklung als Politikfeld (bzw. komplementäre Politikfelder) behandeln wird. Weiters bedeutet es, dass eine Änderung des Bundesministerien-Gesetzes erfolgen könnte. Hier sind Kapazitäten vorzusehen, um entsprechend auf neue Konstellationen auf politischer Ebene reagieren zu können und die Abläufe des FORWIT mit adaptierten bzw. potenziell neuen Verwaltungsstrukturen zu akkordieren. Ziel ist, den bereits 2024 begonnenen strukturierten Austausch mit der öffentlichen Verwaltung kontinuierlich fortzusetzen und bestehende Kommunikationsformate mit Mitgliedern der Bundesregierung Forschungs-, Wissenschafts-, Innovationsund Technologieentwicklungsrat Pestalozzigasse 4/D1, 1010 Wien [email protected] | forwit.at 3 dahin gehend auszubauen, dass der FORWIT seiner Aufgabe als zuverlässiges Beratungsgremium gerecht wird. - 2025 erreicht die FTI-Strategie 2030 der Bundesregierung ihre Halbzeit, und zugleich wird über die weitere Finanzierung des Fonds Zukunft Österreich entschieden sowie auch der nächste FTIPakt (für die Periode 2027-29) beschlossen. Dies sind wesentliche Ereignisse, zu denen die Beratungsleistung der FORWIT gefragt sein wird; in diesem Zusammenhang wird eine intensive Beratungstätigkeit des FORWIT antizipiert. Ziel ist, dass der FORWIT als Auskunftsorgan bei den Treffen der Task Force FTI teilnimmt und darauf aufbauend beratend für die Evaluierung sowie für Überlegungen zum nächsten FTI-Pakt zur Verfügung steht. In dem Zusammenhang ist auch für die Fortführung des Fonds Zukunft Österreich (FZÖ) relevant, dass geplante Verbesserungen im Entscheidungsfindungsprozess umgesetzt werden. - 2025 werden das neu zusammengesetzte europäische Parlament und die neue europäische Kommission ihr erstes volles Arbeitsjahr haben. Insbesondere wird die Kommission die Vorbereitung des nächsten Finanzrahmens (MFF) und parallel die Ausarbeitung des 10. Rahmenprogramms für Forschung und Entwicklung (FP10) beginnen. Daneben werden Programme mit forschungspolitischen Komponenten (wie Digital Europe) fortgesetzt und industriepolitische Maßnahmen (wie IPCEI) diskutiert. Zugleich wird die ERA Policy Agenda für die Periode 2025-27 in Kraft treten, in die der FORWIT hinsichtlich des neuen absehbaren Schwerpunkts Science4Policy von Seiten der Bundesregierung eingebunden werden soll. Ziel ist, aufbauend auf den Empfehlungen zum FP10 weiterhin die Bundesregierung bei der österreichischen Position hinsichtlich europäischer Vorhaben mit forschungsund innovationspolitischer Komponente zu beraten und die Möglichkeiten zu nutzen, die sich aus der Mitarbeit an der Mutual Learning Exercise (MLE) zu Science4Policy und der darauf u.U. folgenden ERA Action ergeben. - 2025 wird voraussichtlich auch das geopolitische Kräftemessen mit weiteren Auswirkungen auf den globalen Handel sowie Sicherheitsund Verteidigungsfragen weitergehen, gemeinsam mit potentiell disruptiven Entwicklungen etwa im Bereich KI (und generell hinsichtlich wissenschaftlicher Erkenntnis und technologischer Entwicklung). Diese globale Dimension ist ebenfalls in der Arbeit des FORWIT zu berücksichtigen. Ziel ist es, mit anderen Räten in Austausch zu treten und in bestehende Netzwerke vergleichbarer Einrichtungen einzubringen, etwa im Rahmen der Falling Walls-Konferenz 2025 in Berlin. Geschäftsstelle: Aufbau von Skills und Kompetenzen Die Weiterentwicklung der Geschäftsstelle ist im Hinblick auf die oben formulierten Entwicklungsziele des FORWIT von tragender Bedeutung. Die Geschäftsstelle versteht sich als Expert:innenorganisation im Bereich der FTI-Politik. Der Aufbau der dafür erforderlichen Skills (im Sinne von spezifischen Fähigkeiten) soll entlang von drei definieren Bereichen erfolgen: Evidenz, Prozesse und Expertise. Der Skills-Aufbau in den drei Bereichen wird durch ein spezifisches Projekt realisiert, welches wiederum durch die Ratsmitglieder begleitet wird. - Basierend auf dem bereits bestehenden Know-how bezüglich Evidenz im Bereich der Forschung Wissenschaft, Innovation und Technologieentwicklung soll die bereits umfassend erarbeitete Indikatorik weiter vertieft werden. Das betrifft einerseits das Ausbauen der Zahl der angewendeten Leistungsindikatoren im FTI-Monitor. Andererseits betrifft es eine vertiefende Diskussion darüber, welche Möglichkeiten und Grenzen die quantitative Leistungsmessung eines FTI-Systems hat und was sich daraus für das politische Handeln ableiten lässt. Das Projekt im Skills-Bereich Evidenz wird 2025 die Weiterentwicklung des FTI-Monitors sein. Forschungs-, Wissenschafts-, Innovationsund Technologieentwicklungsrat Pestalozzigasse 4/D1, 1010 Wien [email protected] | forwit.at 4 - Unterschiedliche Thematiken und Problemstellungen erfordern auch unterschiedliche Prozesse (inklusive Formate) der Beratung, damit letztere effizient und effektiv geleistet werden können. Dies ist eine wichtige Kompetenz, die wesentliche Grundlage für die Zielsetzung des FORWIT ist, um die Rolle eines zuverlässigen Ratgebers zu erreichen. Das Projekt im Skills-Bereich Prozesse wird eine Kartographie der Beratungsgremien und -organe der Bundesregierung sein. - Ebenso zentrale Voraussetzung zu dieser Zielerreichung ist die Bündelung von Expertise, die sich spezifisch mit Wissenschaftsund Innovationspolitik auseinandersetzt. Die Geschäftsstelle ist personell zu klein, um das gesamte Spektrum abbilden zu können. Allerdings kann über den regelmäßigen Austausch mit Expert:innen ein entsprechender Pool aufgebaut werden, über den die jeweils spezifische Expertise abgerufen werden kann. Das Projekt im Skills-Bereich Expertise wird das Aufsetzen der Seminarserie zu „Science and Innovation Policy“ sein. Als Expert:innenorganisation liegt ein wesentliches Ziel für die Geschäftsstelle darin, verstärkt eigenständige Analysen auf Basis der drei genannten Skills-Ebenen zur Verfügung zu stellen. Daher sollen ergänzend zu den genannten drei Skills-Ebenen auch generell Kompetenzen der Mitarbeiter:innen der Geschäftsstelle in Bezug auf ihre Unterstützungsarbeit durch gezielte Fortbildungen gestärkt werden. 2025 wird dabei besonderes Augenmerk auf die Kompetenzen des Schreibens und des Moderierens gelegt. Vorhaben 2025 Für das Jahr 2025 legt der FORWIT erstmals ein vollständiges Arbeitsprogramm vor, nachdem 2024 noch ein Übergangsjahr war. Damit sind hinsichtlich der eingangs formulierten Entwicklungsziele, vor dem Hintergrund des Skills-Aufbaus an der Geschäftsstelle und den spezifischen, zu antizipierenden Weichenstellungen im Jahr 2025 konkrete Vorhaben vorzusehen. Diese können wie folgt unterschieden werden: A. Schwerpunkte der Beratungstätigkeit, B. Projekte zur Vertiefung der Skills-Ebenen der Geschäftsstelle, C. Veranstaltungen und Vernetzungsaktivitäten. A. Schwerpunkte der Beratungstätigkeit Der FORWIT hat aufgrund der gesetzlichen Vorgaben sowie den im kommenden Jahr anstehenden politischen Weichenstellungen insgesamt vier Aktivitäten vorgesehen: neben den oben bereits angeführten Beratungstätigkeiten zur FTI-Strategie 2030 (Halbzeitevaluierung). Für letztere kann methodisch auf das 2024 begonnene Verfahren der Szenarienbildung und Foresight sowie auf Basis der im FTI-Monitor abgebildeten Indikatorik zur Performancemessung des österreichischen FTI-Systems zurückgegriffen werden. I. Schwerpunkt: Wettbewerbsfähigkeit in FTI Unternehmen in den USA und China investieren deutlich mehr in Forschung und Innovation, um den digitalen und ökologischen Wandel voranzutreiben. Das hat dazu geführt, dass Europa in bestimmten Schlüsseltechnologien hinter den USA und China zurückliegt, wie die jüngsten Berichte von Draghi, Letta und Heitor belegen. Neben den industriepolitischen Maßnahmen führt die zunehmende Rivalität zwischen USA und China zu einem verschärften Wettbewerb, der die EU herausfordert, da sie nicht über annähernd vergleichbare Mittel verfügt. Aber auch Indien hat in den letzten 10 Jahren stark in das Wachstum des ITSektors gesetzt und sich so in den Bereichen Technologie-Dienstleistungen und digitale Innovationen zu einem ernstzunehmenden und weiter aufstrebenden Mitbewerber entwickelt. Forschungs-, Wissenschafts-, Innovationsund Technologieentwicklungsrat Pestalozzigasse 4/D1, 1010 Wien [email protected] | forwit.at 5 Für eine robuste Wettbewerbsfähigkeit – und damit langfristiges Wachstum eines Wirtschaftsstandorts – ist nicht nur die Innovationsfähigkeit bedeutend, sondern vor allem auch die Fähigkeit, Innovationen wertschöpfend zu verwerten. Die Performanceleistung Österreichs (lt. OECD, EIS u.a.) zeigt in diesem Kontext eine Input-Output-Divergenz, d.h. die Ressourcennutzung erzielt nicht den erwarteten Erfolg. Bei der Wettbewerbsfähigkeit in FTI geht es primär nicht darum, alte Produkte und Dienstleistungen zu verwerten, sondern darum, neue (Wissens-)Produkte zu generieren Die zentrale Herausforderung liegt in der Skalierung, die eine Kombination aus technologischem Know-how, effizientem Produktionsmanagement und wirtschaftlicher Strategie erfordert. Der FORWIT widmet sich diesem komplexen Zusammenspiel unteranderem durch eine Sondierungsstudie Science2Business, die sich mit den leaky pipes im Innovationszyklus (sprich dem Transferprozess von der Forschung über die Anwendung in den Markt und dessen Impact) näher beschäftigt. Ziele: Ausarbeitung des Schwerpunktthemas im Laufe des Jahres; Präsentation der daraus resultierenden Erkenntnisse und Empfehlungen II. Schwerpunkt: Studieren in Österreich Die Tatsache, dass viele Studierende ein Studium nicht in der regulären Studiendauer absolvieren, ist in Österreich evident. Basierend auf dieser Diagnose hat der FORWIT in seiner Empfehlung für die FTIund Wissenschaftspolitik im September 2024 als eine der Zielsetzungen vorgeschlagen, in Österreich die „Regelstudiendauer als Normalfall für die Studierenden“ anzustreben. Wie könnte ein effizienteres Studieren an österreichischen Universitäten ermöglicht werden? Im Rahmen des Vorhabens „Studieren in Österreich“ sollen optionale Kriterien identifiziert werden, die zur Beantwortung dieser Leitfrage aufgezeigt werden können. Zentrale Themenfelder der Analyse sind (1) Studierenden-Management und Studienorganisation, (2) Ausbildungskosten, (3) Studienrecht und (4) Soziale Situation Studierender. Ziele: Ausarbeitung des Schwerpunktthemas im Laufe des Jahres; Präsentation der daraus resultierenden Erkenntnisse und Empfehlungen III. Fonds Zukunft Österreich Dem FORWIT obliegt die Unterstützung des Stiftungsrates FTE gemäß § 11 Abs 1 Z 1 des FTE-Nationalstiftungsgesetzes sowie § 2 Abs 2 Z 6 FWIT-Rat-Gesetz. Der Umfang der Unterstützung umfasst die Begutachtung und Bewertung der zum Fonds Zukunft Österreich (FZÖ) eingereichten Programmvorschläge der Forschungsförderungsorganisationen sowie Beratung zur Prozessgestaltung. Für die Begutachtung und Bewertung der eingereichten Programmvorschläge der Forschungsförderungsorganisationen wird eine Arbeitsgruppe im FORWIT eingerichtet. Der Beschluss erfolgt durch die gesamte Ratsversammlung. Ziele: Beratung des Stiftungsrates und Beschluss einer Empfehlung zur Vergabe der Mittel des Fonds Zukunft IV. Europäische Forschungspolitik Die Entwicklungen im Bereich der europäischen Forschungspolitik im Zuge der neuen Europäischen Kommission lassen es zweckmäßig erscheinen, die 2024 eingerichtete Arbeitsgruppe zum Thema 10. Rahmenprogramm für Forschung fortzuführen und dabei die Ausrichtung auf die europäische Forschungspolitik zu konzentrieren. Ziele: Monitoring der Entwicklungen in der europäischen Forschungspolitik, Beratung mit nationalen Stakeholdern Forschungs-, Wissenschafts-, Innovationsund Technologieentwicklungsrat Pestalozzigasse 4/D1, 1010 Wien [email protected] | forwit.at 6 V. FTI-Strategie Der FORWIT bietet sich zur Beratung und Reflexion der 2025 in Aussicht stehenden, maßgeblichen Weichenstellungen für die weitere Implementierung der FTI-Strategie 2030 an. Insbesondere kann der FORWIT die Ergebnisse der Halbzeitevaluierung der FTI-Strategie diskutieren und als Beratungsund Auskunftsorgan für die Erarbeitung des nächsten FTI-Pakts (2027-29) fungieren. Dazu wird eine Arbeitsgruppe des Rats gebildet, die geplante Aktivitäten organisiert und Input und Kommentare für den nächsten FTIPakt sammelt und strukturiert aufbereitet. Ziele: Strukturierte Diskussion der Ergebnisse der Halbzeitevaluierung und basierend darauf Kommentierung derselben; Sammeln und Aufbereiten von Inputs zum nächsten FTI-Pakt B. Projekte zur Vertiefung der Skills-Ebenen der Geschäftsstelle VI. FTI-Monitor Der FTI-Monitor bildet jährlich die Performance des österreichischen FTI-Systems im internationalen Vergleich ab (mit Update zum 31.1. jedes Jahres). Das Dashboard visualisiert rund 250 Indikatoren aus nationalen und internationalen Datenquellen (OECD, WTO, Invest Europe, Statistik Austria, u.a.) geclustert in aktuell 16 Bereiche. Diese Bereiche stellen die Rahmenbedingungen, das Kernsystem und die Querschnittsthemen des FTI-Systems sowie den Impact auf dieses dar. Der Monitor bietet u.a. auch umfassende Zeitreihenfunktionen aller Indikatoren. Zusätzlich wird insbesondere die Zielerreichung der FTI-Strategie 2030 gemessen und analysiert (gegebenenfalls werden auch andere Strategien der Bundesregierung analysiert, sofern diese forschungsund innovationspolitische Komponenten beinhalten, wie etwa die Kreislaufwirtschaftsstrategie). Für 2025 ist geplant, den FTI-Monitor um die Bereiche Wettbewerbsfähigkeit in FTI und Technologische Schlüsselbranchen zu erweitern und neue Indikatoren für KI zu identifizieren. Im Zuge dieser Erweiterungen wird nicht nur die Gültigkeit und Aktualität aller Indikatoren überprüft, es werden auch neue Funktionalitäten erarbeitet, um den Monitor noch intuitiver verwendbar zu machen. Ziele: Vergleichende Leistungsbeurteilung des österreichischen FTI-Systems anhand internationaler FTIIndikatoren; Präsentation der wichtigsten evidenzbasierten Informationen auf einen Blick; verschriftlichtes Dokument mit den wichtigsten Erkenntnissen der Stärkenund Schwächenanalyse; fortgesetzter Aufbau von Know-how zu FTI-Indikatorik an der Geschäftsstelle. Begleitung: Thomas A. Henzinger, Georg Kopetz, Philipp von Lattorff, Johanna Pirker, Sylvia Schwaag Serger VII. Kartographie der Beratungsgremien und -organe Um eine effektive Beratungsleistung sicherzustellen und eine umfassende Wissensbasis über die Aufbereitung von wissenschaftlichem Wissen für politisches Entscheidungshandeln aufzubauen, soll 2025 eine Erfassung von strukturierten Beratungsleistungen und etablierter Beratungsgremien stattfinden, die in Österreich etabliert sind. Für die Erfassung solcher Beratungsleistungen und Beratungsgremien sind voraussichtlich drei Auswahlkriterien ausschlaggebend: die (auch rechtlich gewährleistete) Unabhängigkeit der Beratungstätigkeit; das Vorliegen eines politischen Mandats zur Beratung; und die (explizite oder implizite) wissenschaftliche Expertise, die im Rahmen der Beratungstätigkeit in Anschlag genommen werden soll. Die Ausarbeitung dieser Kartographie wird anlässlich der Teilnahme an der Mutual Learning Exercise der Europäischen Kommission zu Science4Policy auch in diesem europäischen Rahmen diskutiert, und das Feedback daraus kann für den weiteren Skills-Aufbau genutzt werden. Forschungs-, Wissenschafts-, Innovationsund Technologieentwicklungsrat Pestalozzigasse 4/D1, 1010 Wien [email protected] | forwit.at 7 Ziele: deskriptive Erfassung der Gremien und Strukturen zur wissenschaftlichen Beratung politischer Handlungsträger:innen in Österreich; Austausch mit der europäischen Community dazu; Aufbau von Prozesswissen zu politischer Beratung an der Geschäftsstelle. Begleitung: Dietrich Haubenberger, Thomas A. Henzinger, Sonja Sheikh VIII. Programmieren der Seminarreihe Science and Innovation Policy Talks Die Science and Innovation Policy (SIP) Talks widmen sich neuen Entwicklungen und relevanten Themen im Bereich der Finanzierung, Organisation und Steuerung von Wissenschaft, Forschung und Innovation. Die Reihe bietet den Raum, um mit nationalen und internationalen Expert:innen über ihre aktuellen Projekte, Themen und Forschungsergebnisse zu diskutieren und in einen Austausch mit dem FORWIT zu treten. Durch die Seminarserie können aufkommende Themen besser antizipiert und eingeschätzt, das nationale und internationale Informationsnetzwerk ausgebaut und Kooperationspotenziale identifiziert werden. Das gewonnene Wissen fließt in die Beratungstätigkeit des FORWIT ein und leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung neuer Wissenschaftsund Innovationsstrategien. Außerdem ist die Seminarreihe ein Instrument des Rates, seinen Auftrag zur nationalen, europäischen und internationalen Zusammenarbeit mit relevanten Akteur:innen umzusetzen. In diesem Projekt geht es darum, die Seminarreihe zu etablieren und rund 15 Termine im Kalenderjahr 2025 zu programmieren und durchzuführen. Ziele: Etablieren der neuen Seminarreihe zum systematischen und regelmäßigen Austausch zu aktuellen Erkenntnissen und Entwicklungen im Bereich der Wissenschafts-, Forschungsund Innovationspolitik; Programmieren von rund 20 Terminen; Expertise-Aufbau in der Geschäftsstelle und Antizipation neuer Themen. Begleitung: Jörg Flecker, Thomas A. Henzinger, Helga Nowotny, Theresia Voge C. Veranstaltungen und Vernetzung Der FORWIT bzw. Mitglieder des Rats und der Geschäftsstelle nehmen regelmäßig an den wichtigsten Veranstaltungen zur Gestaltung des FTI-Systems bei. Außerdem organisiert der Rat selbst wichtige Veranstaltungen, wo die weitere Gestaltung von FTI-Politik in Österreich diskutiert wird. Ziele: Den Raum zu schaffen, um den FORWIT als Beratungsgremium der Bundesregierung zu positionieren; Vernetzung mit Akteur:innen des FTI-Systems in Österreich sowie internationaler Austausch mit Beratungsgremien und Policymakers I. FORWIT Neujahrsempfang Der Neujahrsempfang des Rates ist als eine community activity etabliert. In der Regel schließt der Neujahrsempfang an die Jännersitzung des Rates an. Neben den beteiligten Minister:innen, hochrangigen Beamt:innen und Politiker:innen versammeln sich bei dieser invite-only Veranstaltung die wichtigsten Vertreter:innen von relevanten Behörden, Institutionen und Organisationen des FTIund Wissenschaftssystems. Er dient dem FORWIT als Rahmen, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und die Erfolge, Herausforderungen und besonderen Ereignisse hervorzuheben. Gleichzeitig wird ein Ausblick auf seine Vorhaben und Ziele im neuen Jahr gegeben. Der Stehempfang ermöglicht eine informelle Kontaktund Kommunikationspflege zwischen dem FORWIT und den Akteur:innen des FTI-Systems sowie zwischen den Teilnehmer:innen untereinander. Dadurch bringt der FORWIT als Gastgeber nicht nur seine eigene zentrale Position und Funktion im FTIund Wissenschaftssystem zum Ausdruck, sondern zeigt damit auch Wertschätzung für die Zusammenarbeit mit seinen externen Partner:innen. Forschungs-, Wissenschafts-, Innovationsund Technologieentwicklungsrat Pestalozzigasse 4/D1, 1010 Wien [email protected] | forwit.at 8 II. Präsentation des FTI-Monitors Die jährliche Präsentation des FTI-Monitors findet üblicherweise im Anschluss an die Maibzw. Junisitzung des Rates statt und bringt die wichtigsten Erkenntnisse zur Leistungsfähigkeit des österreichischen FTISystems im internationalen Vergleich einer breiten Öffentlichkeit zur Kenntnis. Die Zielgruppe umfasst die beteiligten Minister:innen, hochrangige Beamt:innen, Politiker:innen und die wichtigsten Vertreter:innen von relevanten Behörden, Institutionen und Organisationen des FTIund Wissenschaftssystems. Weiters sind auch Medienvertreter:innen eingeladen, um eine möglichst große Berichterstattung und Aufmerksamkeit zu erzielen. III. Delegationsreise Berlin Die Falling Walls-Konferenz – jährlich zum Anlass der Fall der Berliner Mauer Anfang November in Berlin – ist die wichtigste Veranstaltung in Europa, bei der wissenschaftliche und technologische Durchbrüche des letzten Jahres vorgestellt werden. Die Teilnahme an der Konferenz gibt den Mitgliedern des FORWIT die Gelegenheit, sich mit neuesten Erkenntnissen in Wissenschaft und Technologieentwicklung vertraut zu machen und mit hochrangigen Vertreter:innen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft in Austausch zu treten. IV. Weitere Veranstaltungen und Netzwerkaktivitäten Neben den oben genannten Veranstaltungen ist geplant, dass Mitglieder des Rats bzw. Mitarbeiter:innen der Geschäftsstelle auf Einladung an Veranstaltungen teilnehmen und Gelegenheiten für Netzwerkaktivitäten nutzen. U.a. sind für 2025 die folgenden Aktivitäten geplant: - Teilnahme an einer europäischen Konferenz im Mai in Wien in Bezug auf den bei der Kommission angesiedelten Scientific Advice Mechanism (SAM); - Teilnahme an den regelmäßigen Treffen der Bundesländer-Agenturen zum strategischen Austausch; - Teilnahme des Geschäftsführers als Auskunftsperson an den Sitzungen der Task Force FTI - Im Rahmen eines Aufenthalts in Brüssel ist geplant, dass der Vorsitzende mit Vertreter:innen der Europäischen Kommission, des ITRE-Komitees des Parlaments, sowie anderer wichtiger Akteur:innen auf europäischer Ebene in Austausch tritt und den FORWIT vorstellt; - Teilnahme an den regelmäßigen Treffen der europäischen Innovationsund Wissenschaftsräte; - Regelmäßige SIP Talks (siehe oben) richten sich primär an die Mitglieder der Ratsversammlung und die Mitarbeiter:innen der Geschäftsstelle. Die sekundäre Zielgruppe bilden Personen aus dem FTIund Wissenschaftssystem inklusive Mitarbeiter:innen in den Ressorts. Für die interessierte Öffentlichkeit werden die SIP Talks kostenlos online übertragen.