Jahresbericht / Rapport d'activité 2006
Abstract
Jahresbericht - Rapport d'activité 2006
Full text
Jahresbericht 2006 Rapport d’activité 2006 Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung DT-39/2007 www.ta-swiss.ch
Herausgeber TA-SWISS Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung, Birkenweg 61, CH-3003 Bern Telefon: +41 (0) 31 322 99 63 Fax: +41 (0) 31 323 36 59 E-Mail: [email protected] Internet: www.ta-swiss.ch, www.publiforum Jahresbericht 2006. Rapport d’activité 2006 Redaktion Walter Grossenbacher-Mansuy Texte Danielle Bütschi, Michael Emmenegger, Walter Grossenbacher-Mansuy, Adrian Rüegsegger
Jahresbericht 2006 Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung Rapport d’activité 2006 Centre d’évaluation des choix technologiques Bern 2007 Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung beim Schweizerischen Wissenschaftsund Technologierat Birkenweg 61 CH-3003 Bern
2 TA-SWISS Jahresbericht 2006
TA-SWISS Jahresbericht 2006 3 Inhalt 1. Das Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung …5 2. Fachbereich «Biotechnologie und Medizin» …………7 2.1. Hirnuntersuchungen mit bildgebenden Verfahren (Studie abgeschlossen 2005) 2.2. Anti-Aging? Better Aging (Studie gestartet 2005) 3. Fachbereich «Informationsgesellschaft» ……………13 3.1. Verselbständigung der Computer (Studie gestartet 2004) 4. Fachbereich «Nanotechnologien» ……………………15 4.1. Nanotechnologien im Bereich der Lebensmittel (Studie startet 2007) 5. Dialog-Verfahren von TA-SWISS ………………………18 5.1. publifocus «Nanotechnologien» (Projekt abgeschlossen 2006) 6. Weitere laufende Projekte ………………………………22 6.1. Sozialund kulturwissenschaftlich ausgerichtete Technologiefolgen-Abschätzung (Auftragsarbeit abgeschlossen 2005) 7. Internationale Tätigkeiten ……………………………… 25 7.1. INES Institutionalisation of Ethics in Science Policy (Projekt abgeschlossen 2006) 7.2. ICT and privacy (Projekt abgeschlossen 2006) 7.3. EPTA European Parliamentary Technology Assessment Network 7.4. NTA Netzwerk der deutschsprachigen TA Gemeinschaft 8. Öffentlichkeitsarbeit …………………………………… 32 9. TA-SWISS Leitungsausschuss ……………………… 34 10. TA-SWISS Geschäftsstelle …………………………… 35 Anhang……………………………………………………………………………… 36 1) TA-SWISS Aktivitäten 2006 2) TA-SWISS Liste der Themen in der Pipeline 2007 3) TA-SWISS Projektübersicht 2007
4 TA-SWISS Jahresbericht 2006
TA-SWISS Jahresbericht 2006 5 1. TA-SWISS – Das Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung Das Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung TA-SWISS untersucht die Chancen und Risiken neuer technologischer Entwicklungen in den Bereichen «Biotechnologie und Medizin», «Informationsgesellschaft» und «Nanotechnologien». TA-SWISS erfüllt seinen Auftrag der Politikberatung durch Expertenstudien und partizipative Verfahren der Technologiefolgen-Abschätzung. Seine interdisziplinären, von Experten verfassten Studien und die dazu erstellten Kurzfassungen richten sich sowohl an die Entscheidungsträger/innen in Politik und Wirtschaft, als auch an die breite Öffentlichkeit. Dasselbe gilt für die Empfehlungen und Resultate aus den Mitwirkungsverfahren mit der Bevölkerung (PubliForum, publifocus und PubliTalk). Das Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung ist dem Schweizerischen Wissenschaftsund Technologierat (SWTR) angegliedert. Der SWTR berät den Bundesrat in wissenschaftsund technologiepolitischen Belangen. Meilensteine 2006 Thematische Schwerpunkte 2006 Fünf Projekte konnten im Laufe des Berichtsjahres erfolgreich abgeschlossen werden. Dabei handelt es sich um drei inhaltliche Beiträge zu «Nanotechnologien», «Neuroimaging» und «Privacy» und zwei methodische Projekte. Das erste dieser beiden beschäftigte sich mit dem stärkeren Einbezug der Sozialund Kulturwissenschaften in die Technologiefolgen-Abschätzung. Das zweite, das europäische Projekt INES (Institutionalisation of Ehtics in Science Policy), untersuchte das Einbinden der Ethik in die Politikberatung. Zusammen mit anderen Mitgliedern des European Technology Assessment (EPTA) Netzwerkes beteiligte sich TA-SWISS an der Herausgabe des ersten EPTA-Berichts. Dieser trägt den Titel «ICT and Privacy in Europe».
6 TA-SWISS Jahresbericht 2006 WBK unterstützt TA-SWISS Die nationalrätliche Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur behandelte im April 2006 die Motion von NR Bortoluzzi (05.3369) zur Abschaffung von TASWISS. Fünfzehn Parlamentarier/innen gegen fünf (ohne Enthaltungen) haben für die Ablehnung der Motion gestimmt. Damit folgten die WBK Mitglieder der Stellungnahme des Bundesrates von Ende August 2005. Darin heisst es u.a., dass die Technologiefolgen-Abschätzung auch im internationalen Vergleich von allen führenden Forschungsnationen als notwendige Aufgabe anerkannt sei. Künftige institutionelle Angliederung Breiten Platz eingenommen haben 2006 die Diskussionen um die zukünftige institutionelle Anbindung von TA-SWISS. Zur Diskussion standen eine Fusion mit der Stiftung Science et Cité, eine Eingliederung in den neugeschaffenen Verbund Akademien der Wissenschaften Schweiz und das Weiterführen der Angliederung beim Schweizerischen Wissenschaftsund Technologierat. Die betroffenen Stellen haben unter Führung des Staatssekretariates für Bildung und Forschung die verschiedene Lösungen eingehend diskutiert. TA-SWISS in der Botschaft über Bildung, Forschung und Innovation 2008-2011 Im Januar 2007 verabschiedete der Bundesrat die Botschaft über Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2008-2011. Darin vorgeschlagen wird eine Änderung des Forschungsgesetzes (FG Art. 5a Abs.4 aufgehoben, neu Art. 9, Abs. 1c). Die Annahme dieser Änderung würde dazu führen, dass TA-SWISS künftig an den Verein der Akademien der Wissenschaft Schweiz angegliedert wäre und nicht mehr wie bisher an den Schweizerischen Wissenschaftsund Technologierat. Die künftige institutionelle Zuordnung von TA-SWISS wird im Laufe des Jahres 2007 vom Parlament entschieden. Webseite www.ta-swiss.ch komplett überarbeitet Im Berichtsjahr hat die Geschäftsstelle den Internetauftritt vollständig neu gestaltet. Die Webseite von TA-SWISS bietet nicht nur optisch Neues. Die Inhalte sind neu gegliedert. Der Zugang zu den seit dem Jahr 2000 abgeschlossenen Projekten erfolgt neu über ein Archiv. Die Listen mit allen publizierten Berichten sind sowohl chronologisch als auch thematisch vollständig einsehbar. Alle Informationen stehen durchgängig auf Deutsch und Französisch zur Verfügung. In italienischer und englischer Sprache besteht ein Grundangebot.
TA-SWISS Jahresbericht 2006 7 2. Fachbereich «Biotechnologie und Medizin» 2.1. Hirnuntersuchungen mit bildgebenden Verfahren So genannte «bildgebende Verfahren» erlauben Einblicke in die Funktionsweise des Gehirns, die sowohl Hoffnungen wie auch Befürchtungen wecken. Während die Verbesserung der Diagnose und Therapie von Gehirnerkrankungen unbestrittene Ziele der Neurowissenschaften sind, werden Erkenntnisse, die keinen unmittelbaren Bezug zu Krankheiten haben, bisweilen sehr kontrovers beurteilt. Wie weit dürfen Forscher/innen gehen bei der Untersuchung der Hirnfunktionen, die unseren Charakter, unsere Begabungen und Neigungen prägen und wie sollen wir mit den Erkenntnissen dieser Forschung umgehen? Der Auftrag für die Studie ging im Juni 2004 an eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe unter der Leitung der Biologin Dr. Bärbel Hüsing vom Fraunhofer Institut für Systemund Innovationsforschung in Karlsruhe. Aus der Schweiz arbeiten folgende Fachpersonen in der Projektgruppe mit: Der Physiker Prof. Peter Bösiger (Universität und ETH Zürich), der Neuropsychologe Prof. Lutz Jäncke und die Juristin Prof. Brigitte Tag (beide Universität Zürich). In der Studie wurden die Zukunftsperspektiven der Verwendung bildgebender Verfahren bei Untersuchungen des Gehirns abgeschätzt. Dargestellt wurden die aktuellen technischen Entwicklungen auf dem Gebiet sowie mit der Anwendung entsprechender Verfahren verbundene Chancen (beispielsweise in der Diagnostik) bzw. Risiken (beispielsweise durch starke Magnetfelder). Bei der Bearbeitung der ethischen und gesellschaftlichen Fragestellungen wurde untersucht, inwiefern die Ergebnisse der Anwendung bildgebender Verfahren Aussagen zulassen, die sich auf die Psychiatrie und ausserhalb der Medizin auf Bereiche wie das Strafrecht, die Pädagogik oder die Marktforschung auswirken könnten und inwiefern das Selbstverständnis des Menschen durch die neuen Erkenntnisse tangiert wird. Auch die Problematik der Abgrenzung zwischen Therapie einer Krankheit und Verbesserung der Hirnleistung bzw. Steigerung des Wohlbefindens («enhancement») ist dabei von Interesse. Ferner werden rechtliche Fragen vertieft analysiert. Dabei geht es einerseits um die Rechtslage bei der Untersuchung von Patientinnen und Patienten bzw. von gesunden Versuchspersonen, andererseits wird die Thematik der Willensfreiheit erörtert, die für das Strafrecht von grosser Bedeutung ist. Es wird ein Bezug zur rechtlichen Situation in der Schweiz hergestellt, wobei die
14 TA-SWISS Jahresbericht 2006 Le fruit de ces réflexions devrait être publiés dans un ouvrage collectif, au cours du deuxième semestre 2007. En réunissant des experts ayant déjà eu l’occasion de réfléchir au phénomène de l’autonomisation des systèmes informatiques sous l’angle de leur spécialité, TA-SWISS espère offrir une vue d’ensemble des développements en cours et de leurs implications sociales, économiques, juridiques et politiques. Relations publiques Publications Publication d’un ouvrage dans le deuxième semestre 2007. Site internet de TA-SWISS En français : http://www.ta-swiss.ch/f/them_info_vers.html Deutsch : http://www.ta-swiss.ch/d/them_info_vers.html
TA-SWISS Jahresbericht 2006 15 4. Fachbereich «Nanotechnologien» In den Nanotechnologien wird auf der Ebene von einzelnen Atomen und Molekülen geforscht und experimentiert. Nano steht dabei für die Grössenordnung von einem Milliardstel Meter. In dieser Dimension ändern die Eigenschaften von Stoffen teilweise radikal. Genau das eröffnet der Technik neue Möglichkeiten. Chancen verspricht man sich von der neuen Technologie v.a. in der Informatik, der Medizin und für neue Materialien. Das wirtschaftliche Potenzial ist gross – aber auch die Unsicherheit über mögliche Risiken. Derzeit erarbeiten das Bundesamt für Gesundheit und das Bundesamt für Umwelt den Schweizerischen Aktionsplan zum sicheren Umgang mit synthetisch hergestellten Nanomaterialien. TA-SWISS ist im Projektteam mit dabei. Das Spannungsfeld in Bezug auf die Nanotechnologien liegt auf verschiedenen Ebenen. Erstens besteht eine Kluft zwischen den grossen Visionen und Hoffnungen der neuartigen Technik, dem damit verbundenen grossen ökonomischen Potenzial und der Ungewissheit, ob und wann diese Visionen Realität werden können. Zweitens ist heutige Nanotechnik, meist in Form von künstlich hergestellten Nanopartikeln, zunehmend in Konsumprodukten anzutreffen. Es gibt bisher aber nur wenig wissenschaftlich gesicherte Aussagen zu allfälligen negativen Wirkungen dieser Partikel im menschlichen Körper oder im Ökosystem. Ein drittes Spannungsfeld liegt darin, dass alle Forschungs-, Industrieund Produktionszweige mit Nanotechnologie in Berührung kommen werden, aber weder klare Vorstellungen bestehen, welche Auswirkungen die Nanotechnologie für die Gesellschaft hat, noch auf welchen Grundlagen Fragen nach Regulation oder gar Deklaration beantwortet werden sollen. Heute ist der Kenntnisstand in der Politik zu Nanotechnologien noch niedrig und die Haltung der Öffentlichkeit indifferent. Eine öffentliche Diskussion über Nanotechnologien findet in der Schweiz nicht statt. Bereits 2003 hat die TASWISS Studie «Nanotechnologie in der Medizin» empfohlen, die öffentliche Debatte aufzunehmen und gefordert, dass über Möglichkeiten und Risiken unter Einbezug breiter Kreise reflektiert wird. Allfällige neue Gesetze müssen die Meinungen und Haltungen der Bürgerinnen und Bürger mit einbeziehen.
16 TA-SWISS Jahresbericht 2006 4.1. Nanotechnologien im Bereich der Lebensmittel Die Grundlagenforschung zu Nanotechnologien läuft auch Hochtouren. In den populären Medien wird nun auch schon über «Nanofood» als eine mögliche Anwendung berichtet. Dabei ist einerseits von unabsehbaren Risiken die Rede, andererseits werden Produktbeispiele und futuristische Szenarien für die Ernährung präsentiert. Fachpersonen aus dem Bereich der Lebensmittelwissenschaften finden allerdings, dass die Nanotechnologie bei Nahrungsmitteln derzeit noch kaum zum Einsatz kommt. Die Industrie aber erforscht entsprechende Möglichkeiten bereits mit grossem Aufwand. Eine frühzeitige Abklärung des Themas drängt sich auf. In der interdisziplinären Studie sollen die bereits heute verfügbaren Möglichkeiten bzw. auf dem Markt erhältlichen Produkte (Lebensmittel und Verpackungsmaterialien) beschrieben werden. Anhand einer Analyse der aktuellen Forschungsergebnisse soll aber auch das Potenzial für künftige Anwendungen abgeschätzt werden, wobei auf die Diskrepanz zwischen den «Nano-Fictions», wie sie in den Publikumsmedien immer wieder präsentiert werden und den wissenschaftlichen Grundlagen und den darauf basierenden Möglichkeiten einzugehen ist. Die Thematik soll im Kontext des Wandels der Ernährungsgewohnheiten betrachtet werden. Dabei soll auch die Debatte rund um die Naturbelassenheit bzw. «Manipulation» von Lebensmitteln reflektiert werden. Neben der Machbarkeit soll auch die Wünschbarkeit der Nanotechnologie im Bereich der Lebensmittel untersucht werden. Ferner ist abzuklären, welche wirtschaftlichen Potenziale für die Lebensmittelindustrie bzw. für zuliefernde Firmen absehbar sind und mit welchen rechtlichen Fragen (z.B. im Hinblick auf die Zulassung) die Vermarktung von NanotechKomponenten allenfalls verbunden ist. Abschliessend sollen Empfehlungen für Entscheidungstragende – insbesondere Politiker/innen – formuliert werden. Die Studie wurde im Dezember 2006 ausgeschrieben. Die Frist für die Eingabe von Projekt-Offerten wurde auf den 9. März 2007 angesetzt.
TA-SWISS Jahresbericht 2006 17 Öffentlichkeitsarbeit Publikationen Die Veröffentlichung des Schlussberichts und der Kurzfassung ist 2008 vorgesehen. TA-SWISS Internetseite Deutsch: http://www.ta-swiss.ch/a/aktu/061204_AU_Nanofood_d.pdf En français: http://www.ta-swiss.ch/a/aktu/061212_AU_Nanofood_f.pdf
18 TA-SWISS Jahresbericht 2006 5. Dialog-Verfahren von TA-SWISS 5.1. publifocus «Nanotechnologien und ihre Bedeutung für Gesellschaft und Umwelt» Die interessierte Bevölkerung sachlich zu informieren und diese frühzeitig in technologiepolitischen Entscheidprozessen anzuhören, das ist eines der Ziele von TA-SWISS, so auch im Themenfeld der Nanotechnologien. TA-SWISS führte deshalb im Herbst 2006 in der Deutschschweiz, der Romandie und im Tessin fünf Diskussionsrunden mit Bürgerinnen und Bürgern zur Nanotechnologie durch. Aufgrund der Rückmeldungen von zufällig angeschriebenen Bürgerinnen und Bürgern wurden diese Gruppen mit je etwa 15 Personen zusammengestellt. Die Personen waren unterschiedlichen Alters und Geschlechts und von unterschiedlichem Bildungsund Berufsstand. Vier der Gesprächsrunden deckten verschiedene Regionen der Schweiz ab (Nordund Ostschweiz in Winterthur, zentrale Landesteile in Bern, die Romandie in Lausanne und das Tessin in Lugano). Eine Diskussionsgruppe setzte sich aus 16 Vertreter/innen von 13 verschiedenen nationalen Organisationen und Verbände zusammen, die in ihrer Funktion mit Nanotechnologien konfrontiert sind. Ziel der fünf publifocus – Anlässe war es von den teilnehmenden Bürgerinnen und Bürgern in den Diskussionen über Nanotechnologien folgendes zu erfahren: Kenntnisstand zu Nanotechnolgien persönliche Betroffenheit Meinungen zu Produkten und Anwendungen Einschätzung der Vorteile und Benennung der Risiken Abwägen von Risiken gegenüber Vorteilen Haltung zu Regulation und Deklaration Beurteilung der Visionen und Entwicklungen. Die Teilnehmenden informierte TA-SWISS rund einen Monat vor der Veranstaltung mit einer ausgewogen formulierten und einfach lesbaren Informationsbroschüre zum Thema. Jede publifocus - Veranstaltung dauerte vier Stunden und wurde professionell moderiert und protokolliert. Zu Beginn der Diskussionsrunden hielten zwei Experten zusätzlich noch einen Einstiegsvortrag zu Nanotechnologien aus technischer und aus gesellschaftlicher Sicht.
TA-SWISS Jahresbericht 2006 19 Ergebnissse In allen Diskussionsrunden gab es eine grosse Vielfalt an Argumentationen und Sichtweisen. Systematische Unterschiede konnten jedoch nicht festgestellt werden. Die Grundzüge der Diskussionen stimmten in allen Gruppen miteinander überein. Bezeichnend war, dass zahlreiche Teilnehmende aus einer Position der persönlichen Betroffenheit argumentierten. In allen Runden gab es kritische Stimmen und Vorbehalte gegenüber den Nanotechnologien, aber keine grundsätzliche Ablehnung. Potenzial wurde der Nanotechnologie auch von härtesten Kritikern zugestanden, besonders im medizinischen Bereich. Die publifocus Diskussionen zeigen insbesondere, dass: erst sehr wenige Personen sich vertiefter mit Nanotechnologien auseinandersetzen und der Kenntnisstand allgemein noch eher gering ist. Deshalb ist weitere Information bzw. eine Debatte erwünscht und notwendig. die Teilnehmenden aber – auch sensibilisiert durch die zur Vorbereitung abgegeben Informationsbroschüre «Nano! Nanu?» von TA-SWISS – eine Reihe heikler Fragen benennen, aber noch keine verhärteten Fronten bestehen. trotzdem die Hoffnungen in die neue Technologie die Bedenken überwiegen und eine Deklarationspflicht resp. eine Regulierung gefordert wird. die grössten Chancen in der Medizin und für die Umwelt gesehen werden. die grössten Vorbehalte gegenüber nanotechnologisch veränderten Lebensmitteln bestehen. Trägerschaft und Begleitgruppe Die Trägerschaft bilden neben TA-SWISS die Bundesämter für Gesundheit (BAG) und Umwelt (BAFU) sowie die Zürcher Hochschule Winterthur (ZHW). Vertreterinnen aus Politik, Forschung, Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft, Medien und Konsumentenschutz haben in einer Begleitgruppe über die sorgfältige Vorbereitung und ausgewogene Durchführung des publifocus gewacht.
20 TA-SWISS Jahresbericht 2006 Öffentlichkeitsarbeit Publikationen Bericht TA-P 8/2006 d, TA-SWISS: «Nanotechnologien in der Schweiz: Herausforderungen erkannt». Bericht zum Dialogverfahren publifocus «Nanotechnologien und ihre Bedeutung für Gesellschaft und Umwelt», Bern TA-P 8/2006 f, TA-SWISS: «Les nanotechnologies en Suisse : le défis à relever sont désormais connus». Rapport du processus de dialogue publifocus «Les nanotechnologies et leur importance pour la santé et l’environnment», Berne TA-P 8/2006 i, TA-SWISS: «Le nanotecnologie in Svizzera». Rapporto sulla procedura di dialogo publifocus «Le nanotecnologie eil loro significato per la salute e l’ambiente», Berna TA-P 8/2006 e, TA-SWISS: «Public Reactions to Nanotechnology in Switzerland». The findings of the publifocus discussion forum «Nanotechnology, Health, and the Environment», Bern Informationsbroschüre TA-P IB 8/2006 d, TA-SWISS: Informationsbroschüre «Nano! Nanu?» zum publifocus «Nanotechnologien und ihre Bedeutung für Gesellschaft und Umwelt», Bern TA-P IB 8/2006 f, TA-SWISS: Brochure d’information «Nano! Nenni?», publifocus «Les nanotechnologies et leur importance pour la santé et l’environment», Berne TA-P IB 8/2006 i, TA-SWISS: Opuscolo informativo «Nano… e allora?», publifocus «Le nanotecnologie eil loro significato per la salute e l’ambiente», Berna TA-P IB 8/2006 e, TA-SWISS: Information Brochure «Know your Nano!», publifocus «Nanotechnology, Health, and the Environment», Bern Medieninformation 12.07.2006 publifocus «Nanotechnologien und ihre Bedeutung für Gesellschaft und Umwelt»: Chancen und Risiken frühzeitig diskutieren 11.12.2006: Bürgerbefragung: Was Laien über Nanotechnologie denken und was daraus folgt. Bericht und Resultate zum publifocus «Nanotechnologien» Veranstaltungen 11.12.2006 ParlamentarierInnen Lunch zu den Ergebnissen des publifocus «Nanotechnologien und ihre Bedeutung für Gesellschaft und Umwelt» 13. - 14.09.2006: NanoRegulation Conference im Rahmen der NanoEurope 2006, Spotlight Presentation: Communication, Education and Participation. Public Participation in Nanotechnology in Switzerland: The publifocus «Nanotechnology, Health and the Environment». St. Gallen 12. - 14.09.2006: NanoPubli, öffentliche Publikumsausstellung im Rahmen der NanoEurope 2006, Ausstellungsstand und Verteilen der Informationsbroschüre «Nano! Nanu?», Olma-Hallen, St. Gallen
TA-SWISS Jahresbericht 2006 21 30.08.2006: Nanotechnologie, Revolution für Lebensmittel und Verpackung? Referat «Was denken Schweizerinnen und Schweizer über Nanotechnologien? Ein publifocus verspricht Antworten». Euroforum-Fachtagung, GDI Rüschlikon 23.06.2006: Nanoconvention der Empa. Referat im Workshop 4: Nanotechnology & Society. Nanotechnologies: What are the opinions of so-called laymen? A publifocus provides answers. Kursaal Bern TA-SWISS Internetseite Deutsch http://www.ta-swiss.ch/d/them_nano_pfna.html En français http://www.ta-swiss.ch/f/them_nano_pfna.html
22 TA-SWISS Jahresbericht 2006 6. Weitere laufende Projekte 6.1. Sozialund kulturwissenschaftlich ausgerichtete Technologiefolgen-Abschätzung Der Bericht «TA-SWISS erweitert seinen Blick. Sozialund kulturwissenschaftlich ausgerichtete Technologiefolgen-Abschätzung» ist eine Auftragsarbeit, ausgeführt durch die beiden Wissenschaftsforscherinnen Prof. Dr. Sabine Maasen und Dr. Martina Merz. Dieser befasst sich mit den Grundzügen und dem Design einer sozialund kulturwissenschaftlich ausgerichteten Technologiefolgen-Abschätzung. Auslöser für den von der Schweizerischen Akademie für Geistesund Sozialwissenschaften SAGW mitunterstützten Bericht ist die Beobachtung, dass in den bisherigen Arbeiten von TA-SWISS, Technologien oft als «neutraler» bzw. Kontext unabhängiger Gegenstand thematisiert werden. Zudem analysiert TASWISS heute vorwiegend «naturwissenschaftliche» Technologien, verstanden als Massnahmen, Einrichtungen und Verfahren, die dazu dienen, naturwissenschaftliche Erkenntnisse praktisch nutzbar zu machen. Aus sozialund kulturwissenschaftlicher Perspektive kommen dabei einerseits der soziokulturelle Kontext von Technologien und andererseits die so genannten Sozialtechnologien zu kurz. Ergebnisse Der Bericht befasst sich allem voran mit der Frage, welche inhaltlichen Auswirkungen der systematische Einbezug der sozialund kulturwissenschaftlichen Perspektive auf den Untersuchungsgegenstand der TechnologiefolgenAbschätzung hat. Ausgehend von einer exemplarischen Ist-Analyse inund ausländischer TA-Projekte, wird unter Berücksichtigung des soziokulturellen Kontexts und von Sozialtechnologien ein möglicher Soll-Zustand skizziert und dieser im Hinblick auf eine zukunftsgerichtete Technologiefolgen-Abschätzung beurteilt. Technologien und ihre Entwicklungen sind in einen gesellschaftlichen Kontext eingebunden. TA-Projekte können zur Analyse dieses
TA-SWISS Jahresbericht 2006 23 sozialkulturellen Umfeldes wesentliche Beiträge leisten. Die sozialund kulturwissenschaftliche Perspektive erschliesst für die Technologiefolgen-Abschätzung neue Themen. Damit sind die Sozialtechnologien gemeint. Dies sind jene Technologien, die das sozialund kulturwissenschaftliche Wissen zur Lösung praktischer Fragestellungen der Gesellschaft nutzbar zu machen versuchen. Sowohl die für TA neuartigen Themen der Sozialtechnologien als auch das Herausarbeiten des sozio-kulturellen Kontextes dürften letztlich die politische Relevanz von TA-Projekten und ihrer Ergebnisse erhöhen. Empfehlungen Sowohl bei partizipativen Projekten wie auch bei Studien empfehlen die Autorinnen in Zukunft verstärkt den Ausgangspunkt in sozialen Bereichen zu wählen wie etwa der Arbeitswelt (z.B. Verwaltung), dem Alltag (z.B. Senioren) und der Innovation (z.B. Wirtschaft). Dadurch wird der sozialkulturellle Kontext bereits bei der Themenwahl explizit mitberücksichtigt. Eine Sozialtechnologie-Folgenabschätzung stellt ein eigentliches Novum dar. An keinem der von den Autorinnen betrachteten Institute im Ausland wird bisher etwas ähnliches durchgeführt. Aus diesem Grund empfehlen sie in einem ersten Schritt zunächst noch konzeptuelle Vorarbeit zu leisten, bevor dann in einem zweiten Schritt einzelne Sozialtechnologien ausgewählt werden können. Um eine sozialund kulturwissenschaftlich fundierte TechnologiefolgenAbschätzung aufzubauen, legen die Verfasserinnen den TA-SWISS Verantwortlichen im weiteren eine umfangreiche Liste mit Ansatzpunkten vor.
30 TA-SWISS Jahresbericht 2006 7.3. EPTA European Parliamentary Technology Assessment Network TA-SWISS ist Mitglied des europäischen Netzwerks parlamentarischer Technologiefolgen-Abschätzung. Das EPTA Netzwerk wurde 1990 gegründet. Zur Zeit zählt es 13 Mitglieder und vier assoziierte TA Institutionen. Die Partner Institutionen im EPTA Netzwerk unterscheiden sich hinsichtlich ihrer institutionellen Verankerung und ihren Arbeitsweisen. Alle EPTA Mitglieder teilen jedoch das Ziel, die Parlamentsmitglieder mit fundierten, unabhängigen Informationen über die Folgen wissenschaftlich und technologisch neuester Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten. Das Netzwerk wird geleitet durch den EPTA Rat. In diesem sind neben Parlamentsmitgliedern auch die Direktionen der einzelnen TA Institutionen vertreten. Im Jahr 2000 wurde TA-SWISS als vollwertiges Mitglied aufgenommen und hielt 2003 den Vorsitz im EPTA Rat. Im Jahr 2006 präsidierte Norwegen resp. der Teknologirådet - The Norwegian Board of Technology das EPTA Netzwerk. Öffentlichkeitsarbeit Publikationen EPTA Report on ICT and Privacy, 2006 (siehe Kap. 6.2.) Link: http://www.eptanetwork.org/EPTA/EPTA-pressrelease-ict.php EPTA Report on Energy transition in Europa, 2006 Link: http://www.eptanetwork.org/EPTA/EPTA-energy-overview.php Veranstaltungen 17.10.2006 EPTA Conference 2006: Energy transition in Europe, Oslo Internet www.eptanetwork.org
TA-SWISS Jahresbericht 2006 31 7.4. NTA Netzwerk der deutschsprachigen TA Gemeinschaft TA-SWISS beteiligt sich am «Netzwerk TA» (NTA). Dieses ist ein Zusammenschluss von deutschsprachigen Wissenschaftler/innen, Expert/innen und Praktiker/innen im breit verstandenen Themenfeld TA (TechnikfolgenAbschätzung/Technology Assessment). Die Mitglieder des Netzwerks vertreten die verschiedenen Ausprägungen der Technologiefolgen-Abschätzung und decken das weite Spektrum zwischen Theorie und Praxis, zwischen Forschung und Beratung sowie zwischen den verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen ab. Sie verstehen die dadurch entstehende Vielfalt als Chance, themenbezogen Kompetenzen und Erfahrungen zu bündeln und auf diese Weise zu einer optimalen Nutzung der Ressourcen beizutragen. Gegründet wurde das Netzwerk TA 2004. TA-SWISS ist institutionelles Mitglied und übernimmt die Koordinationsfunktion des Netzwerkes in der Schweiz. Öffentlichkeitsarbeit Veranstaltungen 22.-24.11.2006 NTA2: Zweite Konferenz des Netzwerks TA zum Thema «Technology Assessment in der Weltgesellschaft», Berlin 22.11.2006 2. Jahrestreffen des NTA, Berlin Internet www.netzwerk-ta.net
32 TA-SWISS Jahresbericht 2006 8. Öffentlichkeitsarbeit Im Jahr 2006 organisierte und beteiligte sich TA-SWISS an dreizehn Veranstaltungen (siehe Anhang 1). Für Parlamentarier/innen veranstaltete TASWISS während den Sessionen drei spezielle Veranstaltungen: «Einblick ins Gehirn. Hirnbilder und ihre Folgen», «Nanotechnologien - die Chancen und Risiken aus der Sicht der Laien» und «Privacy – Politische Herausforderung in der Schweiz und in Europa». Zu den Veranstaltungen von TA-SWISS waren auch die Medienschaffenden eingeladen. Radio, Tagesund Fachpresse in der deutschen, französischen und italienischen Schweiz berichteten über die Ergebnisse publizierter TA-SWISS Berichte. Die Presseberichte über die laufenden Studien und Dialogverfahren sammelt die TA-SWISS Geschäftsstelle in Pressespiegeln. Hervorzuheben aus der Sicht der Öffentlichkeitsarbeit ist 2006 die Berichterstattung zu den Ergebnissen des Projekts publifocus «Nanotechnologien». So erschienen dazu neben zahlreichen Artikeln auch Interviews mit dem Geschäftsführer Dr. Sergio Bellucci und dem Projektleiter Michael Emmenegger. In den Printmedien u.a. in der Neuen Zürcher Zeitung vom 7. Juli 2006, der Coop-Zeitung vom 12. Dezember 2006 und in der Fachzeitschrift Swiss Engineering (Ausgabe 12/2006). In den elektronischen Medien wurden Interviews ausgestrahlt u.a. in der Sendung Kassensturz vom 12. September 2006 und im Radio de la Suisse Romande vom 11. Dezember 2006. Weiter erwähnenswert ist die Sendung Doppelpunkt vom 25. Juli 2006 auf Radio DRS 1 von Hans-Peter Gschwend. Darin beantwortet M. Emmenegger ausführlich Fragen zum Thema Nanotechnologien. Die vierteljährlich publizierten Newsletter erschienen 2006 gedruckt in einer deutschen Auflage von 5’000 Exemplaren (2005: 5'000 Ex.). Die französische Auflage betrug 1’600 Exemplare (2005: 1'600 Ex.). Die Newsletter werden auch in PDF-Format verschickt. Die Anzahl der Abonnenten der elektronischen Version betrug Ende Jahr 530 (2005: 350). Alle publizierten schriftlichen Dokumente und Hintergrundinformationen zu den Projekten finden sich auf der vierzehntäglich aktualisierten Internetseite: www.taswiss.ch. Im Laufe des Jahres 2006 wurde der Internetauftritt von TA-SWISS
TA-SWISS Jahresbericht 2006 33 vollständig überarbeitet. Die Inhalte sind neu gegliedert. Der Zugang zu den seit dem Jahr 2000 abgeschlossenen Projekten erfolgt über ein Archiv. Die Listen mit allen publizierten Berichten sind sowohl chronologisch als auch thematisch vollständig einsehbar. Alle Informationen stehen durchgängig auf Deutsch und Französisch zur Verfügung. In italienischer und englischer Sprache besteht ein Grundangebot. Zwei Angaben zu den Besucherfrequenzen der Webseite. Die Anzahl unterschiedlicher anfragender Hosts betrug 2006 im Durchschnitt 7300 pro Monat (2005: 5900). Die Anzahl erfolgreich bearbeiteter Anfragen betrug pro Monat rund 71'000 (2005: 47'000). Speziell für Medienschaffende ist ein elektronischer TA-SWISS news Service eingerichtet. Mit insgesamt fünfzehn Versänden wurden je rund 1’300 Adressen bedient. Wie in den Vorjahren pflegte die Geschäftsstelle auch 2006 den Kontakt zu nationalen Partnerorganisationen im Umfeld der Technologiefolgen-Abschätzung. So koordinierte zum Beispiel TA-SWISS seine Aktivitäten mit den vier wissenschaftlichen Akademien (SAGW, SAMW, SATW und scnat), dem Transdisciplinarity Network td-net und mit der Stiftung Science & Cité. Kontakte wurden ebenfalls gepflegt zum Swiss Re Centre for Global Dialogue, zur Stiftung Risiko-Dialog und zum Réseau Romand Science et Cité. Im weiteren ist TA-SWISS Mitglied von SUPRIO, der Konferenz der Informationsund Public Relations Abteilungen der Schweizer Universitäten und Hochschulen.
34 TA-SWISS Jahresbericht 2006 9. TA-SWISS Leitungsausschuss Mitglieder (Stand 31.12.2006) Prof. Dr. Ueli Aebi, Biozentrum, Universität Basel Dr. Bruno Baeriswyl, Datenschutzbeauftragter des Kantons Zürich Dr. Beat Butz, Vertreter Schweizerischer Nationalfonds SNF Dr. Fulvio Caccia (Präsident ab 1.1.2006) Prof. Dr. Oreste Ghisalba, Leiter KTI Biotech, Novartis Pharma AG Prof. em. Dr. Philipp Heitz Philipp U. Heitz Dr. Ruedi Jörg-Fromm, Vertreter Schweizerischer Gewerkschaftsbund Alain Kaufmann, Directeur Interface sciences-société, Université de Lausanne Dr. Pedro Koch, Schweizerische Patientenorganisation Prof. em. Dr. Albert Kündig René Longet, Equiterre, Genève Prof. Dr. Sabine Maasen, Wissenschaftsforschung/ -soziologie, Universität Basel Nationalrat Dr. Johannes Randegger Prof. Dr. Fridolin Stähli, Fachhochschule Aargau Nationalrätin Dr. Doris Stump Dr. Rosmarie Waldner Ständige Gäste in Vertretung von Institutionen: Dr. Andrea Arz de Falco (Bundesamt für Gesundheit BAG), Thomas Bachofner (Bundesamt für Bildung und Technologie BBT), Michel Kammermann (Bundesamt für Statistik BFS), Bernhard Nievergelt (Schweizerischer Wissenschaftsund Technologierat), Dr. Elisabeth Veya (Stiftung Science et Cité), Ariane Willemsen (Eidg. Ethikkommission für die Gentechnik im ausserhumanen Bereich EKAH), Dr. Corina Wirth (Staatssekretariat für Bildung und Forschung SBF)
TA-SWISS Jahresbericht 2006 35 10. TA-SWISS Geschäftsstelle Ständige Mitarbeiter/innen Aeschlimann Marlène (Sekretariat) Dr. Sergio Bellucci (Geschäftsführer) Walter Grossenbacher-Mansuy (stv. Geschäftsführer) Emmenegger Michael (seit Mitte Dezember 2005 bis Ende Dezember 2006) Dr. Adrian Rüegsegger Praktikantin Anne Boesch (seit Februar 2006 bis Mitte Januar 2007) Mandate: Danielle Bütschi Lucienne Rey Rosmarie Waldner Brigitta Walpen (September 2006 bis September 2007)
36 TA-SWISS Jahresbericht 2006 Anhang 1 TA-SWISS Aktivitäten 2006 26.01.2006 Nationalrätliche Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur: Diskussion und Entscheid zur Motion von NR Bortoluzzi (05.3369), R. Waldner vertritt TA-SWISS Leitungsausschuss Präsidenten. 17.02.2006 Recherche impliquant des êtres humains, Auditoire César-Roux, CHUV Lausanne (100 participants) 31.03.2006 Informationsstand von TA-SWISS am Symposium «Forschung am Menschen» der SAMW, Kursaal Bern (70 Teilnehmende) 21.04.2006 «TA-SWISS weitet seinen Blick» Tagung gemeinsam organisiert mit der SAGW, Palais du Peyrou, Neuchâtel (60 Teilnehmende) 08.05.2006 «Einblick ins Gehirn. Hirnbilder und ihre Folgen», Parlamentarier/innen und Medien Anlass, Bern (15 Teilnehmende) 15.05.2006 EPTA Practioners’ Meeting 2006. Referate von M. Emmenegger publifocus ‘Nanotechnologies» und W. Grossenbacher-Mansuy «Evaluation – a tricky, difficult and necessary instrument, but not the ‘music’…», Withersdane Centre, Wye College, Kent 23.06.2006 Nanoconvention der Empa. Referat von M. Emmenegger «Nanotechnologies: What are the opinions of so-called laymen? A publifocus provides answers», Kursaal Bern 24.08.2006 «New Perspectives for Technology Assessment», Session organisiert durch TA-SWISS an der EASST 2006, Lausanne (30 Teilnehmende) 30.08.2006 Nanotechnologie, Revolution für Lebensmittel und Verpackung? Referat von M. Emmenegger «Was denken Schweizerinnen und Schweizer über Nanotechnologien? Ein publifocus verspricht Antworten, Euroforum-Fachtagung, GDI, Rüschlikon 13./14.09.2006 Informationsstand von TA-SWISS und Vortrag von M. Emmenegger zu «Public Participation in Nanotechnology in Switzerland: The publifocus Nanotechnology, Health and the Environment», St. Gallen 22.11.2006 «Hirnbilder – Konsequenzen für Strafrecht und Datenschutz», Zürcher Hochschule Winterthur (60 Teilnehmende) 11.12.2006 «Nanotechnologien – Die Chancen und Risiken aus Sicht der Laien», Parlamentarier/innen und Medien Anlass, Bern (30 Teilnehmende) 12.12.2006 «Privacy – Politische Herausforderung in der Schweiz und in Europa», Bern (abgesagt) kursiv Veranstaltungen unter Mitwirkung von TA-SWISS. Übrige Veranstaltungen durch TA-SWISS organisiert und durchgeführt.
TA-SWISS Jahresbericht 2006 37 Anhang 2 Liste der Projektideen in Diskussion und in Arbeit (Stand Ende 2006) Diskutierte Themen für künftige TechnologiefolgenAbschätzung in Arbeit in Diskussion zurückgestellt eHealth x Nanotechnologien in Lebensmitteln und Verpackungen x Indikator gestützte Entscheidungsprozesse x Second Life x IT based Social Networking x Virtual Currencies x Umgang mit ICT: Deutungsmacht der Bilder. Bedeutung bei der Konstruktion der Wirklichkeit x MONET, Nachhaltige Entwicklung messen x Emissionsrechtehandel x CO2-Abgabe x PISA x Datamining x Videoportale und Privacy x Geografische Informationssysteme Nutzen und Gefahren x Treibstoffe aus Biomasse (Biofuel) x Treibstoff aus dem Bioreaktor x Web 2.0: Neue Tendenzen der Internetnutzung x Führungsindikatoren x Freiwilligenarbeit und ihre Folgen x Leistungsfähigere und billigere Genomanalysen x Pharming - Cognitive Enhancer x Gemeindefusionen - Chancen und Hindernisse x Gentherapie - Eine alte Geschichte mit neuen Perspektiven x Synthetische Biologie: Fortsetzung der Gentechnik mit anderen Methoden oder komplett neues Konzept? x Internet bringt mehr Demokratie in die Forschung x Roboter drängen ins Kinderzimmer und in unseren Alltag x Hirnforschung für besseren Unterricht x Fabber - Fabrikation auf dem Pult. Vom PC zum PF personal fabricator x Kinder mit Genen dreier Eltern? x Stand 31.1.2007
38 TA-SWISS Jahresbericht 2006 Anhang 3 TA-SWISS Projektübersicht 2007 TA-SWISS Studien Biotechnologie und Medizin Anti-Aging? Better Aging (Arbeitstitel; Abschluss 2007) Bringt uns die Medizin ein «besseres Altern»? Gemeinsam mit der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften, Förderagentur für Innovation KTI/CTI Kontakt: Adrian Rüegsegger, Tel. 031 324 14 58 E-Mail: [email protected] Informationsgesellschaft Synthesebericht: Die Verselbständigung der Computer (Arbeitstitel; Abschluss 2007) Autonome IT Systeme und ihre Auswirkungen auf Individuum und Gesellschaft. Gemeinsam mit dem Bundesamt für Kommunikation BAKOM Kontakt: Danielle Bütschi, Tel. 022 348 05 77 E-Mail: [email protected] Nanotechnologien Nanotechnologien im Bereich der Lebensmittel und Verpackungen (Arbeitstitel; Abschluss 2008) Gemeinsam mit der Förderagentur für Innovation KTI/CTI Kontakt: Adrian Rüegsegger, Tel. 031 324 14 58 E-Mail: [email protected] Sozialund Kulturtechnologien «Quantifizieren, Messen, Steuern: Indikator gestützte Entscheidungsprozesse. (geplant) Sozialund kulturwissenschaftlich ausgerichtete TechnologiefolgenAbschätzung (Arbeitstitel; Abschluss 2008). Kontakt: Walter Grossenbacher, Tel. 031 324 13 42 E-Mail: [email protected] Dialog-Verfahren Biotechnologie und Medizin PubliForum «eHealth» (geplant) Bedeutung, Anwendung und Akzeptanz von Informationstechnologien im Gesundheitswesen: elektronische Patientenkarte, medizinische Beratung via Internet, zukünftige Anwendungen (Arbeitstitel; Abschluss 2008) Kontakt: Sergio Bellucci, Tel. 031 322 99 66 E-Mail: [email protected]
TA-SWISS Jahresbericht 2006 39 Internationale Projekte EPTA Project: Genetically modified plants and foods (Abschluss 2008) Projekt des Europäischen Netzwerks Parlamentarischer Institutionen für Technikfolgen-Abschätzung Kontakt: Sergio Bellucci, Tel. 031 322 99 66 E-Mail: [email protected] Institutionalisation of Ethics in Science Policy (Abschluss 2007) Kontakt: Sergio Bellucci, Tel. 031 322 99 66 E-Mail: [email protected] 15.01.2007