Jahresbericht / Rapport d'activité 2000
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Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung (ZTA) TA-Studien und Aktivitäten im Bereich „life sciences“ PubliForum sur la médecine des transplantations La médecine de transplantation est un thème qui suscite de vives réactions dans la société, souvent contradictoires. La nouvelle loi sur les transplantations qui sera soumise au Parlement au cours de l’année 2001 ne manquera certainement pas de susciter d’importants débats. Pour permettre à toutes les voix de se faire entendre, le Centre d’évaluation des choix technologiques a organisé, conjointement avec l’Office fédéral de la santé publique (OFSP) et le Fonds national suisse (FNS), un PubliForum portant sur les enjeux posés par les transplantations d’organes, de cellules et de tissus du 24 au 27 novembre 2000 à Berne. A l’issue de deux jours de débats intenses avec des personnes de référence (médecins, chercheurs, infirmières, patients, etc.), les 28 citoyens et citoyennes ayant participé au PubliForum ont débattus entre eux des enjeux posés par les transplantations et ont formulé leurs recommandations dans un rapport commun. Leurs recommandations plaident pour un mode de consentement explicite au prélèvement d’organes, pour un meilleur accompagnement psychologique des personnes concernées, pour une attribution décentralisée mais transparente des greffons. Ils ont en outre exprimé des réticences face aux xénotransplantations. Ces recommandations ont été présentées aux milieux intéressés le lundi 27 novembre, en présence des médias. L’Office fédéral de la santé publique et le Fonds national de la recherche scientifique ont salué la qualité de la réflexion des citoyens et ont assuré qu’ils tiendraient compte des résultats du PubliForum pour leur travaux futurs. Les présidentes des Commissions de la sécurité sociale et de la santé du Conseil National et du Conseil des Etats ont aussi commenté les résultats du PubliForum et ont assuré que les recommandations du panel seraient discuté au sein de leur commission lorsque la loi sur les transplantations y serait discutée. D’avantage d’informations sur le PubliForum peuvent être trouvées sur le site Internet www.publiforum2000.ch. Publikationen: • Bericht des Bürgerpanels „PubliForum über Transplantationsmedizin“ (erhältlich auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch) • Fact sheets zu zehn verschiedenen Themen (siehe Internet: www.ta-swiss.ch) • Pressemitteilungen vom 11.4.2000, 14.8.2000, 23.10.2000, 27.11.2000 (siehe Internet: www.taswiss.ch) • Medienspiegel erhältlich Veranstaltungen: • Medienkonferenz 23.10.2000, Bern • PubliForum vom 24.-27.11.2000, Bern TA-Studie: Functional Food Durch ihre gezielte Wirkung auf einzelne Körperfunktionen sollen Functional Food Produkte im Vergleich zu konventionellen Lebensmitteln einen zusätzlichen Nutzen („added value“) aufweisen. Sie werden oft auch als Designer Food, Health(y) Food oder als Nutraceutical bezeichnet. In den USA und in Japan besteht bereits ein grosser Markt dafür. Die Verkaufszahlen erster derartiger
Produkte lassen auch in der Schweiz auf eine gute Akzeptanz schliessen. Wirksamkeit, Sicherheit und Notwendigkeit von Functional Food Produkten werden allerdings kontrovers beurteilt; zudem besteht Regelungsbedarf insbesondere hinsichtlich der Werbemöglichkeiten (Erwähnung medizinischer Argumente) für solche Lebensmittel. Die Arbeitsgruppe unter der Leitung von Herrn Dr. Klaus Menrad (Fraunhofer Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung ISI, Karlsruhe) hat im Verlauf der Studie eine sehr umfangreiche Literaturrecherche durchgeführt und durch zahlreiche Kontakte zu den relevanten Akteuren in der Schweiz die aktuelle Situation zum Thema „Functional Food“ recherchiert. Als Akteure sind dabei insbesondere die Industrie (z.B. Nestlé, Novartis/Wander), die Lebensmittelwissenschaft, die Präventivmedizin, die Verwaltung (Bundesamt für Gesundheit), der Handel (z.B. Grossverteiler), Kosumentenvertreter/innen und Ernährungsberater/innen kontaktiert worden. Die persönliche Befragung der Akteure wurde ergänzt durch eine breit angelegte schriftliche Umfrage bei einem erweiterten Kreis von der Thematik betroffener Personen bzw. Stellen in der Schweiz. Der detaillierte Bericht (TA 37/2000), der eine umfassende Analyse der Situation zu Functional Food liefert und dabei Schwerpunkte in den Bereichen Wirksamkeit (potenzieller gesundheitlicher Nutzen), Wirtschaft und Recht setzt wurde im Sommer 2000 fertig gestellt. Publikationen: • TA-Studie „Functional Food“ (TA 37/2000) • Kurzfassung „Zwischen Küche und Apotheke: Functional Food – Lebensmittel in der Grauzone“ (TA 37A/2000) • Pressemitteilung 16.11.00 (siehe Internet: www.ta-swiss.ch) • Medienspiegel erhältlich Veranstaltungen: • Parlamentarier-Apéro 4.10.2000, Bern • Tagung 16.11.2000, Bern TA-Studie: Zelluläre Xenotransplantation Im Unterschied zur viel diskutierten Xenotransplantation von Organen – der Übertragung von Tierorganen auf den Menschen – wird die zelluläre Xenotransplantation in der Öffentlichkeit kaum zur Kenntnis genommen. Doch dürfte gerade die Verwendung von Tierzellen zur Therapie von vergleichsweise häufigen Krankheiten wie Diabetes als erste Anwendung der Xenotransplantation für die klinische Praxis bereit sein. Man geht davon aus, dass durch die Möglichkeit, Zellen einzukapseln beispielsweise das Risiko einer Infektion durch Krankheitserreger tierischen Ursprungs vermindert werden könnte. Zur Erörterung dieser und zahlreicher weiterer Fragen wurde – als Vertiefung der bereits vorliegenden Studie „Xenotransplantation“ (TA 30/1998) deshalb die Untersuchung des Themas „zelluläre Xenotransplantation“ in Auftrag gegeben. Der Bericht zum Projekt wurde unter der Leitung von Dr. Bärbel Hüsing (Fraunhofer Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung ISI, Karlsruhe) erarbeitet. Die ethischen Fragestellungen wurden von Prof. Eve-Marie Engels, Philosophin, Eberhard-Karls-Universität Tübingen untersucht. Dabei wurde die Thematik der zellulären Xenotransplantation unter Berücksichtigung von Chancen und Risiken umfassend dargestellt, wobei insbesondere die naturwissenschaftlich-klinischen und die ethischen Aspekte vertieft analysiert wurden, dies auch im Vergleich zu alternativen Technologien (z.B. menschlicher embryonaler Stammzellen). Die Hauptarbeit an der Studie wurde Ende 2000 abgeschlossen, der Bericht wird nun in die endgültige Form gebracht.
Publikationen: • TA-Studie „Zelluläre Xenotransplantation“ (TA 39/2001) • Kurzfassung (TA 39A/2001) erscheint 2001 Veranstaltungen: 2. Quartal 2001 TA-Studie: Psychosoziale Aspekte der Ultraschall-Untersuchung in der Schwangerschaft Zur ethischen und gesellschaftlichen Bewertung der Ultraschall-Untersuchung in der Schwangerschaft müssen bis Ende 2001 die psychosozialen Auswirkungen der breiten Anwendung dieser Technologie zuhanden des Bundesamtes für Sozialversicherung (BSV) untersucht werden. Die entsprechenden Ergebnisse werden, zusammen mit der technischen Evaluation der Methode, den Behörden als Entscheidungsgrundlage bezüglich der Kostenübernahme von UltraschallUntersuchungen durch die Krankenversicherungen dienen. Eine Projektgruppe vom Universitätsspital Zürich (Leitung: Prof. Dr. C. Buddeberg, Dr. L. Götzmann, Dr. R. Zimmermann) untersuchte, inwiefern die Ultraschall-Technologie von schwangeren Frauen und ihren Partnern als eher hilfreich oder belastend erlebt wird bzw. wie werdende Eltern die Diagnose einer fetalen Entwicklungsstörung ihres Kindes verarbeiten. Die Befragungen haben im Herbst 1998 begonnen und wurden im Frühjahr 2000 abgeschlossen. Frau lic. phil Stepahnie Schönholzer (Universitätsspital Zürich) hat die Ergebnisse ausgewertet und in einem Bericht präsentiert, der bis Ende 2000 fertig gestellt wurde. Publikationen: • TA-Studie „Psychosoziale Aspekte der Ultraschall-Untersuchung in der Schwangerschaft“ (TA 40/2001) • Kurzfassung (TA 40A/2001) Veranstaltungen: 4. Quartal 2001 TA-Studie: Menschliche (embryonale) Stammzellen Erst seit 1998 ist es möglich, menschliche embryonale Stammzellen im Labor zu kultivieren. Den Stammzellen wird ein enormes Potenzial für die Therapie zahlreicher Erkrankungen und für die Behandlung von Verletzungen zugebilligt. Im Vordergrund stehen dabei die Transplantation von Zellen sowie die Regeneration von Geweben (Tissue Engineering). Zahlreiche aktuelle Forschungsergebnisse unterstützen die hoch gesteckten Erwartungen. Das Interesse und das Engagement der Industrie an der Entwicklung entsprechender Verfahren bzw. Produkte ist gross. Ethische Fragen kommen vor allem im Zusammenhang mit der Gewinnung von menschlichen embryonalen Stammzellen zur Sprache. Neueste Forschungsergebnisse zeigen, dass in einigen Anwendungsbereichen möglicherweise auch aus ‚erwachsenen‘ Geweben gewonnene Stammzellen (adulte Stammzellen) verwendet werden könnten. Dies wäre in ethischer Hinsicht weit weniger problematisch. Das Potenzial der unterschiedlichen Typen von Stammzellen ist aber noch unzureichend bekannt, weshalb es verfrüht sein dürfte, auf die Option der embryonalen Stammzellen zu verzichten. Die rechtliche Situation wurde in einzelnen Ländern bereits auf die viel versprechenden Entwicklungen ausgerichtet, d.h. die Regelungen im Bereich der Embryoforschung wurden gelockert.
Das Projekt wurde Ende 2000 öffentlich ausgeschrieben. Im ersten Halbjahr 2001 werden die eingegangenen Projektofferten begutachtet werden, worauf die favorisierte Projektgruppe bis Mitte 2001 mit der Durchführung der Studie beauftragt wird. Abschluss und Publikation: 3. Quartal 2002 Veranstaltungen: ab 4. Quartal 2002 PubliForum: Génie génétique et Alimentation La Commission de la science, de l’éducation et de la recherche du Conseil National a invité le Centre TA à venir présenter les résultats du PubliForum „Génie génétique et Alimentation“ lors de sa séance du 30 août. Le Directeur du Centre TA, la responsable de projet et deux membres du panel des citoyens ont assisté à cette séance et ont transmis aux parlementaires présentes les principaux enseignements de ce projet. Veranstaltungen: • Mitwirkung an der Ausstellung im Rahmen des Gentech Forums 13.6.2000, Bern • Präsentation der Resultate vor der Kommisson Umwelt, Raumplanung Energie des Nationalrates 30.8.2000, Bern TA-Studien und Aktivitäten im Bereich „Informationsgesellschaft“ Etude TA: Le client transparent L'étude "le client transparent" se penche plus sur la mémorisation des données de clients par des acteurs privées à des fins commerciales. Le but de cette étude qui a débuté début 2000 et qui s’est terminée à l’automne 2000 était de donner un aperçu des techniques présentes et à venir en matière de récolte et d'analyse de données de clients et d’analyser les enjeux de protection des données qu’elles soulèvent. Dans ces conclusions, l’étude met en évidence la nécessité d’une sensibilisation et d’une information à grande échelle sur les enjeux de protection des données, tâche qui incomberait en première instance aux organisations de consommateurs, mais aussi de l’école. L’étude plaide aussi pour la prise en compte des problèmes de protection des données par les professionnels concernés et appelle en ce sens les organisations professionnelles à jouer un rôle plus important. Les entreprises sont aussi concernées par ces efforts de transparence, en édictant par exemple des standards ou en développant des solutions techniques adéquates. L’étude a enfin mis en évidence des opinions partagées quant au rôle que l’Etat devrait prendre en matière de protection des données clients: si les uns préconisent une réglementation plus efficace de la part de l’Etat, les autres estiment que c’est aux clients à mieux assumer leur responsabilité personnelle. Publikationen: • TA-Studie „Der gläserne Kunde“ (TA 38/2000) • Kurzfassung „Einkaufsbummel im digitalen Glashaus. Elektronische Erfassung und Auswertung von Kundendaten“ (TA 38A/2000)
• Pressemitteilung vom 20.11.2000 (siehe Internet: www.ta-swiss.ch) • Medienspiegel erhältlich Veranstaltung: • TA-Talk 20.11.2000, Bern TA-Studie: Computerbasierte Patientendossier Mehr Planung und Koordination in technischer und inhaltlicher Hinsicht bei der Entwicklung und Einführung computerbasierter Patientendossiers ist nötig, um Kompatibilitätsprobleme zu vermeiden. Dies eine der Schlussfolgerungen aus der TA-Studie. Handlungsbedarf besteht auch in Bezug auf den Datenschutz, v.a. was die Umsetzung der Vorschriften betrifft. Die Einführung computerbasierter Patientendossiers eröffnen auch neue Möglichkeiten. So dienen die zur Verfügung stehenden anonymisierten Patientendaten breiten wissenschaftlichen Analysen. Zudem sind in Notfällen die persönlichen Patientendaten rascher verfügbar als die herkömmlichen papierenen Krankengeschichten. Publikationen: • TA-Studie „Computerbasierte Patientendossiers. Chancen und Risiken“ (TA 36/2000) • Kurzfassung „Der Patient im Datennetz – Chancen und Risiken computerbasierter Patientendossiers“ (TA 36A/2000) • Pressemitteilungen vom 15.3.2000, 3.2.2001 (siehe Internet: www.ta-swiss.ch) • Medienspiegel erhältlich Veranstaltungen: • Parlamentarier-Apéro 15.3.2000, Bern • Referat und Ausstellung 3.-5.5.2000, Aarau TA-Studie: Telearbeit Mobile Arbeit ist weit weniger verbreitet, als erste Abschätzungen vermuten lassen. Dies das Ergebnis der quantitativen Erhebung, durchgeführt von der Projektgruppe an der Fachhochschule Solothurn. Allerdings zeigte die ergänzende qualitative Untersuchung der Projektgruppe an der ETH Lausanne, dass gerade mit Blick auf ein fortschrittliches Image mobile Arbeit in Unternehmungen sehr wohl ihre Bedeutung hat. Eine juristische Abklärung, die ergänzend durchgeführt wurde, zeigt, dass das bestehende Arbeitsrecht ausreicht, um die meisten Probleme zu bewältigen, die sich im Zusammenhang mit mobilen Arbeitsformen ergeben können. Publikationen: • TA-Studie „Télématique et nouvelles formes de travail“ (TA 35A/2000) • TA-Studie „Aspects juridiques du télétravail“ (TA 35B/2000) • Kurzfassung (35C/2000) „Vom Schwinden der Sesshaftigkeit. Mobile Arbeit in der Schweiz“ • TA-Arbeitsdokument „Mobile Arbeitsformen: Verbreitung und Potenzial von Telearbeit und Desksharing“ (TA-DT 24/2000) • Pressemitteilungen vom 22.3.2000, 16.1.2001 (siehe Internet: www.ta-swiss.ch) • Medienspiegel erhältlich
Veranstaltung: • Tagung 16.1.2001, Bern TA-Studien und Aktivitäten im Bereich „Energie und Mobilität“ Vorstudie: TA im Verkehrswesen Als Resultat der Vorstudie „TA im Verkehrswesen“ wurde Anfang 2000 der bisherige Schwerpunkt Energie um den Themenbereich Mobilität erweitert. Das erste Jahr diente der Themenfindung und der Abklärung, wie eine effiziente Zusammenarbeit mit den betroffenen Bundesämtern (Bundesamt für Verkehr, Bundesamt für Strassen, Bundesamt für Raumentwicklung, Bundesamt für Luftfahrt) und relevanten gesellschaftlichen Akteuren gestaltet werden könnte. Von dem in der Vorstudie favorisierten Vorschlag, eine formale TA-Koordinationsstelle beim Zentrum für TA einzurichten, wurde abgesehen. Dies würde eine zu komplizierte und zu langwierige Entstehung von TAProjekten mit sich bringen. Um trotzdem eine gute Vernetzung zu erreichen, sollen in Zukunft im Schwerpunkt Mobilität die Vorbereitungsgruppen für neue Projekte aufgewertet werden. So können situationsbezogen und flexibel die betroffenen Bundesämter sowie gesellschaftliche Akteure hinzugezogen werden. Die Themenfindung ergab, dass zunächst ein Projekt zur Verkehrstelematik vorbereitet und Anfang 2001 ausgeschrieben wurde. Publikation: • TA-Vorstudie „Technology Assessment im Verkehrswesen“ (TA 25/2000) Review Studie: Fortgeschrittene Nuklearsysteme Inwieweit bringen neue Reaktorkonzepte eine graduelle oder doch eine erhebliche Verbesserung der Sicherheit? Wie sind fortgeschrittene Nuklearsysteme im Vergleich zu anderen Energieversorgungstechniken zu beurteilen? Diese Fragen wurden anlässlich der Präsentation der Ergebnisse der Studie kontrovers diskutiert. Zum Abschluss der Tagung wurden von den Teilnehmenden Vorschläge für weitere Untersuchungen gemacht. Zum Beispiel wurde angeregt Kriterienraster zu entwerfen für eine rationale Entscheidungsfindung in der Forschungsund Energiepolitik. Da alle Vorschläge entweder sehr spezifisch waren und daher nur wenige TADimensionen betreffen oder sehr umfangreiche Projekte zur Folge hätten, wurde das Thema Nuklearenergie in der Arbeit des TA-Zentrums zunächst zurückgestellt. Veranstaltungen: • Präsentation vor der Kommission Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrates, 17.4.2000, Bern • Tagung 8.5.2000, Bern Andere Themenbereiche
Nanotechnologie Anlässlich eines halbtägigen Workshops Ende November diskutierten Vertreter aus den Nanowissenschaften und der Wirtschaft sowie einige Wissenschaftsjournalisten, ob Nanotechnologie zum jetzigen Zeitpunkt bereits ein Thema für TA sei. Der Nanotechnologie werden einschneidende Veränderungen in den Bereichen Werkstoffe, Medizin, Sensorik und Produktionsverfahren zugetraut. Optimistische Stimmen sprechen von der Nanotechnologie als der Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts und der Auslöserin einer neuen industriellen Revolution. Skeptiker machen auf die riesige Lücke zwischen exemplarischen Experimenten der Grundlagenforschung und den wenigen unspektakulären Anwendungen in der industriellen Praxis aufmerksam. Übereinstimmend vertraten die Workshop Teilnehmer die Auffassung, dass sich TA zum jetzigen Zeitpunkt mit Nanotechnologie befassen sollte. Der Erfolg der Nanotechnologie zeichne sich ab, so dass sich TA unverzüglich der Sache annehmen müsse. Ziel der weiteren Recherchen und Abklärungen vor allem mit dem Technologiezentrum des Vereins Deutscher Ingenieure ist es nun, die TA-relevanten Bereiche der Nanotechnologie zu identifizieren. Veranstaltung: • Workshop 22.11.2000, Bern Méthodes TA International Transdisciplinarity Conference „Joint Problem-Solving among Science, Technology and Society“ (Zürich, 27.2.-1.3.2000) Le Centre TA a participé à la Conférence internationale sur la transdisciplinarité, organisée à Zürich par le Programme Prioritaire Environnement du Fonds national de la recherche scientifique. Il a mis sur pied une session consacrée aux méthodes participatives, à laquelle environ 40 spécialistes et praticiens ont participé. Il a bien sûr été question des PubliForums, mais d’autres procédures ont été présentées. Et des contributions théoriques ont permis d’alimenter la discussion autour de ces exemples. Cette conférence a aussi été l’occasion pour le Centre TA de voir ses travaux reconnus. La contribution sur le „rôle politique du TA participatif“, fruit d’une collaboration entre Danielle Bütschi et de son collègue autrichien Michael Nentwich a reçu, avec dix autres contributions, une distinction pour son apport aux discussions autour de la transdisciplinarité. Publikation: • Michael Nentwich and Danielle Bütschi, 2001: The Role of Participatory Technology Assessment in Policy-Making. In: Julie T. Klein, Walter Grossenbacher-Mansuy, Rudolf Häberli, Roland W. Scholz, Alain Bill and Myrtha Welti (Eds.) Transdisciplinarity: Joint Problem-Solving among Science, Technology and Society. An Effective Way for Managing Complexity. Birkhäuser, Basel, Boston, Berlin, pp. 201-206. Veranstaltung: • Mutual Learning Session ‚Participation‘, 29.2.2000, Zürich
Publications diverses: Méthodes TA • «Konsens-Konferenzen über Genfood: Ist das PubliForum der Schweiz ein Sonderfall?», de Franziska Schwab, TA-DT 26/2000 (Comparaison de 9 conférences de consensus qui ont été organisées à travers le monde sur le thème des organismes génétiquement modifiés.) • «Hinweise zur Rolle des Mediators beim PubliForum», de Ulrich Egger, TA-DT 37/2000 (Après avoir assumé la médiation des deux premiers PubliForums organisés par le Centre TA («Electricité et Société» et «Organismes génétiquement et Alimentation»), Ulrich Egger fait le bilan de son activité.) • «TA mit Bürgerbeteiligung: Die Erfahrungen der Schweiz», de Danielle Bütschi, TADatenbank-Nachrichten, no 3, Octobre 2000. Öffentlichkeitsarbeit Das Jahr 2000 stand unter dem Motto „TA geht zu den Leuten“. In diesem Sinne wurden vierzehn Veranstaltungen bei Zielgruppen durchgeführt. Insbesondere die gemeinsamen Trägerschaften bei Tagungen mit direkt interessierten Verbänden und Organisationen haben sich bewährt. Das Medienecho auf die durchgeführten Anlässe war erfreulich. Ausser in der Tagespresse wurden auch mehrere Beiträge in Fachorganen publiziert. Daneben war das ZTA auch präsent in Radiobeiträgen und wurde zweimal in der Tagesschau des SF DRS erwähnt. Der TA-Newsletter erschien viermal in einer Auflage von 2‘700 Exemplaren in Deutsch und 650 Exemplaren in Französisch. Weitere Informationen bietet die homepage des Zentrums für TA unter: www.ta-swiss.ch. ZTA Veranstaltungen 28.2. – 1.3.2000 Organisation einer „Mutual Learning Session“ zum Thema „TA und Partizipation“ im Rahmen der „International Transdisciplinarity Conference“ in Zürich (Adressat: Wissenschaft, Öffentlichkeit; 40 Teilnehmende) 15.3.2000 Parlamentarier-Apéro im Käfigturm, Präsentation des TA-Berichts „Digitale Patientendossiers“ (Adressaten: Politik; 30 Teilnehmende) 17.4.2000 Präsentation der TA-Studie „Fortgeschrittene Nuklearsysteme“ bei der UREK des NR (Adressaten: Politik; 25 Teilnehmende) 3. – 5.5.2000 Referat (A. Eckhardt) und Ausstellung (Poster und Infotisch) zur TA-Studie „Digitale Patientendossiers“ anlässlich der Schweizerische Gesellschaft für Medzinische Informatik (SGMI) Jahrestagung in Lausanne (Adressat: Fachpublikum) 8.5.2000 Seminar zu TA-Studie „Fortgeschrittene Nuklearsysteme“ im Bankratssaal, Kaiserhauspassage Bern (Adressaten: Fachpublikum; 40 Teilnehmende) 10.5.2000 Medienkonferenz im Inselspital, Vorstellen der TA-Studie „Digitale Patientendossiers“ (Adressaten: Medien, Öffentlichkeit; ca. 60Teilnehmende) 13.6.2000 Gentech-Forum im Kursaal, Bern, Hauptinitiator: BUWAL, TA-Mitwirkung an der Ausstellung (Poster und Infotisch) Beitrag PubliForum ‚Gentechnik und Ernährung (Adressaten: Öffentlichkeit, Medien, ca. 300 Teilnehmende)
30.8.2000 Präsentation der Resultate des PubliForums „Gentechnik und Ernährung“ bei der WBK des NR (Adressaten: Politik; 25 Teilnehmende) 4.10.2000 Parlamentarier-Apéro im Käfigturm, Präsentation des TA-Berichts „Functional Food“ (Adressaten: Politik; 10 Teilnehmende) 23.10.2000 Medienkonferenz zur Ankündigung des PubliForums „Transplantationsmedizin“, Bundeshaus (Adressaten: Medien, Öffentlichkeit; 20 Teilnehmende) 16.11.2000 Tagung „Functional Food – nur ‚fun‘ oder was noch?“, Kursaal Bern, Präsentation und Ausstellung (Nahrungsmittelindustrie, NGO, ZTA) zur TAStudie „Functional Food“ organisiert in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Vereinigung für Ernährung (SVE) und der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährungsforschung (SGE) (Adressaten: Öffentlichkeit, Medien; 180 Teilnehmende) 20.11.2000 TA-Talk „Gläserner Kunde“, Kornhaus Bern, Präsentation der TA-Studie (Adressaten: Medien, Öffentlichkeit; 50 Teilnehmende) 22.11.2000 Workshop „Nanotechnologie“, Bern (Adressaten: Fachleute, Wissenschaftsjournalisten, 40 Teilnehmende) 24. – 27.11.2000 PubliForum „Transplantationsmedizin“, Inselspital Bern organisiert in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit und dem Schweizerischen Nationalfonds (Adressaten: Politik, Medien, Öffentlichkeit, Fachleute; 100 Teilnehmende) Activités nationales et internationales Nationale und internationale TA-Netzwerke Seitens der TA-Geschäftsstelle wurde der Kontakt mit dem Netz der nationalen Partnerorganisationen im TA-Umfeld aufgebaut und intensiviert; zum Beispiel mit dem Rat der schweizerischen wissenschaftlichen Akademien (CASS) und mit der Stiftung Science & Cité. Dies um den Ausstausch zu verbessern und um die jeweilige TA-Aktivitäten besser zu koordinieren. Im weiteren ist das TA-Zentrum bei folgenden nationalen und internationalen Organisationen aktiv vertreten: • SNHTA (Swiss Network on Health Technology Assessment) • EPTA (European Parliamentary Technology Assessment Network) • ECHTA (European Collaboration for Assessment of Health Interventions - Health Technology Assessment) • INAHTA (International Network of Agencies for Health Technology Assessment) 2nd European Workshop for Practitioners in the field of Parliamentary TA on „Technology Assessment and the Outside World – Interaction and Communication“