Auf dem Weg zu einer diskriminierungssensiblen Metadatenpraxis. Erfahrungen aus einem Handbuchprojekt zur ethischen Auszeichnung historischer Quellen und Forschungsdaten
Abstract
Die Präsentation stellt konzeptionelle und praktische Überlegungen zur Entwicklung einer diskriminierungssensiblen Metadatenpraxis vor. Ausgehend von einem Handbuchprojekt im Rahmen des Forschungsprojekts Stadt.Geschichte.Basel diskutieren die Folien– Herausforderungen bei der Publikation sensibler historischer Quellen im Netz,– fehlende Standards und notwendige Best-Practices (2023),– theoretische Rahmung (Content Notes, Positionalität),– konkrete Arbeitsprozesse der Quellenauswahl, Annotation, Kontextualisierung und Bereitstellung,– Überarbeitungszyklus des Handbuchs (Version 2.0) mit Fokus auf kuratorische Workflows und kritische Datenpraktiken.
Full text
Auf dem Weg zu einer diskriminierungssensiblen Metadatenpraxis Erfahrungen aus einem Handbuchprojekt zur ethischen Auszeichnung historischer Quellen und Forschungsdaten Dr. Moritz Mähr & Noëlle Schnegg 2025-04-12
Warum braucht es eine diskriminierungssensible Metadatenpraxis?
Content Note •Rassistische Begriffe sind gewaltvolle Darstellungen. •Die Reproduktion (auch wissenschaftlich) kann •Betroffene retraumatisieren und •Diskriminierung verstärken. • Unser Umgang: Beschränkung auf ein Minimum und kontextualisierte Einordnung.
Positionalität Moritz Mähr ist promovierter Historiker, Noëlle Schnegg studiert Geschichte und Nahoststudien. Wir schreiben aus der Perspektive zweier weisser cis Personen, sozialisiert und institutionell verankert in der Schweiz. Unsere Position innerhalb privilegierter Bildungs-und Gesellschaftsstrukturen prägt unsere analytischen Zugänge und möglichen blinden Flecken.
Stadt.Geschichte.Basel (2017–2026) • Das Projekt: Historisches Forschungsprojekt zur Geschichte Basels (Siedlungsspuren bis Gegenwart). • Team: Über 70 Forschende, spezialisiertes Team für Datenmanagement & Public History. • Budget: > 9 Mio. CHF (Kanton, Lotteriefonds, Stiftungen). • Output: •10 Bände (9 davon Open Access). •Forschungsdatenplattform mit über 1500 Objekten.