scieee Open visual document viewer

Vom Kleingewerbe zur Großindustrie. Quantitativ-regionale und politisch-rechtliche Aspekte zur Erforschung der Wirtschafts- und Gesellschaftsstruktur im 19. Jahrhundert

Winkel, Harald

Abstract

EconStor is a publication server for scholarly economic literature, provided as a non-commercial public service by the ZBW.

Full text

Winkel, Ha ald (Ed.) Book Vom Kleingewe be zu G oßindus ie. Quan i a i - egionale und poli isch- ech liche Aspek e zu E o schung de Wi scha s- und Gesellscha ss uk u im 19. Jah hunde Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, No. 83 P o ided in Coope a ion wi h: Ve ein ü Socialpoli ik / Ge man Economic Associa ion Sugges ed Ci a ion: Winkel, Ha ald (Ed.) (1975) : Vom Kleingewe be zu G oßindus ie. Quan i a i - egionale und poli isch- ech liche Aspek e zu E o schung de Wi scha s- und Gesellscha ss uk u im 19. Jah hunde , Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, No. 83, ISBN 978-3-428-43427-5, Duncke & Humblo , Be lin, h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/285487 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen (insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en, gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e. Te ms o use: Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal and schola ly pu poses. You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public. I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence. h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/legalcode.de OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik Gesellscha ü Wi scha s· und Sozialwissenscha en Neue Folge Band 83 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 SCHRIFTEN DES VEREINS FVR SOCIALPOLITIK Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en Neue Folge Band 83 Vom Kleingewe be zu G oßindus ie DUNCKER & HUMBLOT I BERLIN OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Vom Kleingewe he zu G oßindus ie Quan i a i - egionale und poli isch- ech liche Aspek e zu E o schung de Wi scha s- und Gesellscha ss uk u im 19. Jah hunde Von F i z Blaich, Ka ! Hein ich Kau hold, Jü gen Kocka, Gus a O uba, Died ich Saal eld, Hans-Jü gen Teu ebe g He ausgegeben on Ha ald Winkel DUNCKER & HUMBLOT IBERLIN OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Alle Rech e o behal en © 1975 Duncke & Humblo , Be lin 41 Ged uck 1975 bei Be line Buchd ucke ei Union GmbH., Be lin 61 P in ed in Ge many ISBN 3 428 03427 9 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Vo wo De o liegende Band en häl eine Auswahl de Re e a e, die au den A bei s agungen des Wi scha shis o ischen Ausschusses de Gesell- scha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en - Ve ein ü Social- poli ik - in den Jah en 1973 und 1974 gehal en wu den. Bei den A bei- en des Ausschusses s anden F agen de Indus ialisie ung im 19. Jah - hunde und dami e bundene P obleme sowie Aspek e de his o- ischen S a is ik im Vo de g und. Alle dings schließ dies nich aus, daß auch ande e wissenscha liche A bei en de be eilig en Kollegen o ge- s ell und disku ie we den können. Sachlich ode zei lich es geleg e Rahmen hemen sollen nich zu eine Fessel we den, die die Fo schungs- a bei in bes imm e Bahnen lenk . So gib denn diese zusammen as- sende Publika ion ehe einen Übe blick übe ech ielsei ige Fo - schungsansä ze, die on quan i a i en Analysen des Gewe bes übe ech shis o ische Be ach ungen bis zu Un e suchungen de Sozials uk- u eichen. In E gänzung de u sp ünglichen Re e a e wu de on den Au o en um ang eiches Quellenma e ial eingea bei e , so daß die Bei- äge in diese Fo m Möglichkei en ü den Ansa z e gänzende ode wei e üh ende A bei en bie en, wie dies z. B. on O uba und Kocka ausd ücklich angesp ochen wi d. Allen Au o en gebüh Dank ü ih e Mi a bei , da sie es au diese Weise e möglich haben, einem b ei en K eis In e essie e Einblick in die A bei zu gewäh en, die de Wi scha shis o ische Ausschuß sei 1968 nunmeh leis e . Ha ald Winkel OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Inhal s e zeichnis Das deu sche und b i ische Wollgewe be um die Mi e des 19. Jah hun- de s. Ein Bei ag zu quan i a i -kompa a i en Wi scha sgeschich e Von P o . D . Hans-Jü gen Teu ebe g, Müns e ........................ 9 Quan i a i e, s uk u elle und egionale Dynamik des Indus ialisie ungs- p ozesses in Ös e eich-Unga n om Ausgang des 18. Jah hunde s bis zum Ausb uch des e s en Wel k ieges Von P o . D . Gus a O uba, Linz .................................... 105 Die Auswi kungen de Einsch änkung de Gewe be eihei in P eußen du ch die Ve o dnung om 9. Feb ua 1849 au das Handwe k Von P o . D . Ka l Hein ich Kaujhold, Gö ingen ...................... 165 Ökonomische und poli ische Hin e g ünde des "Gese zes übe den Absa z on Kalisalzen" om 25. 5. 1910 Von P o . D . F i z Blaich, Regensbu g ................................ 189 Expansion - In eg a ion - Di e si ika ion. Wachs umss a egien indu- s ielle G oßun e nehmen in Deu schland o 1914 Von P o . D . Jü gen Kocka, Biele eld .................................. 203 Me hodische Da legungen zu Einkommensen wicklung und Sozials uk- u 1760 -1860 am Beispiel einige deu sche S äd e Von D . Died ich Saaljeld, Gö ingen .................................. 227 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 14 Hans-Jü gen Teu ebe g Höhepunk e eich e 9• Da die Weidewi scha im Gegensa z zum Acke bau seh iel en able wa , wand en sich damals imme meh G undhe en de Scha zuch zu. Abhängige Baue n und Tagelöhne e lo en nich nu ih e übe lie e en Nu zungs ech e an den "Gemein- hei en", sonde n iel ach auch das gepach e e Acke land, da dies ü die Scha weide geb auch wu de. Manche G undhe en gingen sowei , ganze Pach hö e und selbs O scha en dem E dboden gleichzumachen, um Raum ü die neuen He den zu scha en. In den G a scha en Su olk, Essex, Ken , He o d, Wo ces e und No hhamp on soll damals as alle landwi scha liche Boden zei weise zu diesem Zweck eingeheg wo den sein. Die Einhegungen e hiel en einen zusä zlichen Impuls, als Hein ich VIII. den Klos e besi z säkula isie e und seine hö ischen A is ok a ie übe ließ, die diesen Besi zzuwachs haup sächlich als Scha weide e we e e. Auch s äd ische Kau leu e e g i en die Gelegenhei , um mi Hil e ih es g öße en Kapi als die Kleinpäch e zu e d ängen und die Wollp oduk ion im g oßen S il au zunehmen. Diese Au schwung de englischen Wollp oduk ion e olu ionie e die mi elal e liche englische Ag a e assung: Da die g oßen "g azie s", wie die Scha züch e genann wu den, die Meh zahl de ühe ab- hängigen Landbewohne nich meh b auch e, die zün igen S äd e mi Hil e des Pa lamen s und de K one einen Zud ang om Lande abe zu e hinde n ach e en, bo en sich die hausindus ielle ländliche Tuchmache ei, S ump wi ke ei und Mü zenmache ei als einzige E - we bsmöglichkei en g öße en S ils an. We bei de Einhegung sein Haus und e was Land ü die eigene Nah ungsp oduk ion ge e e ha e, such e du ch solchen Nebene we b seine Lage zu e besse n. Wenn- gleich die schon 1437 beginnende und on den Tudo s ene gisch o - gese z e Gese zgebung den "Zun mißb auch" zu bekämp en such e, nahm die Abschließung de Handwe ke abe zu, so daß nun auch zu- nehmend meh Handwe ke , die in de S ad keine Au s iegschancen sahen, sich au dem Lande als Tuch e lege niede ließen. Ein g oße Teil de neuen ländlichen Tuchmache ha e kein zün iges Hand- we k meh e le n . K one und Pa lamen haben diese En wicklung wei gehend hingenommen und die En s ehung diese unzün igen ländlichen Tuchmache ei nich e ns lich behinde l°. Jeden alls wu de 9 William James Ashley, In oduc ion o English Economic His o y and Theo y, ol. 2, London 1893, p. 265 . -De s., The Ea ly His o y o he English Woollen Indus y, New Yo k 1887. - WilUam Cunningham, The G ow h o English Indus y and Comme ce du ing he Ea ly and Middle Ages, 5 h e . (Rep in ) ol. I, London 1968, p. 396 . und p. 434 . -Ochen- kowski, Englands wi scha liche En wicklung im Ausgang des Mi elal e s, Jena 1879. - E. C. K. Gonne , Common Land and Enclosu e, London 1912. 10 F ied ich Lohmann, Die s aa liche Regelung de englischen Wollin- dus ie om XV. bis zum XVII Jah hunde , Leipzig 1900, S.29. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Das deu sche und b i ische Wollgewe be 15 das neue ländliche Gewe be übe all do s illschweigend gedulde , wo es wi klich zu Bedeu ung gelang e. Das au s ebende Wollgewe be muß e du ch Gese ze egulie we - den. Schon 1197 ha e Richa d H. ein besonde es Gese z e lassen, das die Länge und B ei e eines zu webenden Woll uches es leg e. Alles ande e wu de abe noch den Tuchmache zün en übe lassen, die haup - sächlich ih en Si z in London, Ox o d, Lincoln, Winches e , Yo k, Bu y S . Edmunds, No hhamp on, Leices e , S am o d, S . Albans, B is ol, Tewkesbu y, Wo ces e , Manches e und Be e ley ha en. E wa hunde Jah e nach diese "Assize o Measu e" wu de zu besse en übe - wachung de Ano dnung das Am des königlichen Tuchmesse s (Aulnage , wö lich Ellenwa ) in jede G a scha einge üh ll . Die Wollwebe ei wa dami das e s e Gewe be, das in England eine einhei lichen ob igkei lichen Regelung un e wo en wu de. In de P axis wu den dieses Gese z und nach olgende ähnliche Ano dnungen eilich zunächs wenig beach e , zumal sich die in England ansässigen 11 Die 1298 e s mals e wähn en "Aulnage " ha en die he ges ell en Tuche mi de o he geeich en Elle zu messen, mi dem königlichen Wappen zu s empeln und da ü eine Gebüh zu e heben. S o e, die nich das o ge- sch iebene Maß ha en, e ielen dem König. Sei 1553 wu de dami eine S eue e bunden, was zu Ve pach ung des Tuchmesse am es üh e. Da- du ch e lo es seine Bedeu ung ü die Kon olle des Wollgewe bes. Die Tuche mi ungese zliche Länge und B ei e wu den spä e auch nich meh kon iszie , sonde n mi eine Gelds a e beleg . An diese P axis hiel man bis zum Beginn de Indus ialisie ung es . Auch du e kein unges empel es S ück eilgebo en we den. Ab 1465 wu de du ch Gese z den "Aulnage s" be ohlen, übe alle S ücke und ih e Eigen üme ein Regis e zu üh en. Ab 1483 du en die Kon olleu e nu noch gele n e Tuchmache sein, wobei ih e Am sbezi ke genau abge enn wu den. Mi de sich ausbildenden Selbs e wal ung wu de das S ad - ode G a scha siegel ü den S empel einge üh . Da abe die Tuchmache bei de P oduk ion wei gehend unbe- au sich ig blieben und die Au sich spe sonen nu das e ige P oduk zu sehen bekamen, wu den 1549 die Magis a e und F iedens ich e e p lich e , auße dem unpa eiische "O e see s" zu Inspek ion de We ks ä en zu e - nennen. Diese muß en bei 10 P d. S . S a e ie eljäh lich jede We ks a besuchen, wo an sie niemand hinde n konn e. Besonde s ha en sie gegen das une laub e S ecken de Tuche einzusch ei en. Diese bekamen s a des Siegels ein "F" (Faul y). Da das Am des "Aulnage s" als Finanzins i u ion sei de Mi e des 16. Jhs. nu an g oße Lo ds e pach e wu de, ging die eigen liche Tuchkon olle ganz an die "O e see s" übe . Nu in einigen p i ilegie en Tuchmache s äd en du en die Zün e dies Am des Messens, Wiegens und S empelns noch selbs wah nehmen. Ebenso wu de übe jedes S ück, das die Walke ei passie e, Buch ge üh . Da die F iedens ich e , denen die O e see s e an wo lich wa en, sich häu ig aus dem ländlichen Ve lege um ek u ie en, gab es imme auch iele Mißs ände bei diese Kon olle wie die Flugsch i ensammlung "T ac s o Wool" im B i ischen Museum zeig . Vgl. Ashley, Ea ly His o y o he English Woollen His o y, New Yo k 1887. -De s., Englische Wi scha sgeschich e, Bd.2, Leipzig 1896, S.201-73. - T. H. Lloyd, The Mo emen o Wool P ices o Medie al Eng- land (Economic His o y Re iew Supplemen ol. 6), Ox o d 1973. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 16 Hans-Jü gen Teu ebe g hansischen und i alienischen Kau leu e diesen Regelungen nich ügen woll en. Ih e S ellung gegenübe de englischen K one wa bis zu Mi e des 16. Jah hunde s so s a k, daß eine Kon iska ion ih e Tüche nich e zwungen we den konn e. So wu de das Gese z meh ach au - gehoben, abgewandel und dann wiede e neue . Zu S ä kung de Londone Tuchhändle e ich e e man 1396 eine besonde e Tuchhalle mi de Maßgabe, daß alle on auswä s kommenden Tuche do zu- e s ges apel und nu an bes imm en Wochen agen e kau we den du en. Dami soll e in e s e Linie e hinde we den, daß die em- den Kau leu e übe die Köp e de Einheimischen hinweg De ailhandel be ieben. Solche monopola igen "Clo h Halls" gab es spä e auch in No wich, B is ol, Yo k und ande en kleine en Tuchmache s äd en. Bis zum 13. Jah hunde muß das englische Wollgewe be gegenübe dem Kon inen als ücks ändig angesehen we den. Denn die meis e e zeug e Rohwolle wu de nach Flande n und die benachba en Lände ausge üh und de gesam e Beda an eine en Tuchen einge üh . Zwa e ließen die englischen Könige zwischen dem 13. und dem 14 . • J ah hunde schon zahl eiche Ve bo e zu Rohwollaus uh , doch wa en dami in e s e Linie mili ä ische ode inanzpoli ische E wägungen e bunden, die mi de Fö de ung des Wollgewe bes wenig zu un ha en. Sie soll en de K one als dem g öß en Wollexpo eu ode abe einigen wenigen S apelkau leu en ein Aus uh monopol siche n, die da ü dann hohe Zölle bezahl en. Zuweilen dien en die Aus uh e - bo e auch nu dem Zweck, sich du ch Ve gabe en sp echende Aus- nahmelizenzen eine zusä zliche Einnahme zu e scha en ode abe um au auswä ige Beziehe einen poli ischen D uck auszuüben. Dahin e s and jeden alls noch keine me kan ilis ische übe legung, den Rohs o p inzipiell dem eigenen einheimischen Gewe be zu siche n. Die Rück- sich au die mäch ige Pa ei de Scha züch e und S apelkau leu e und die hie aus ließenden Wollzölle wa en siche lich die wich igs en G ünde, keine daue nden Wollaus uh e bo e zu e lassen. Auch als Edua d III. 1376 zei weise die Aus uh ungewalk e Tuche e bo , ha e e meh iskalische und poli isch-mili ä ische als gewe be ö de nde Mo i e o Augen. Die Spe ung und Zulassung des Außenhandels gal als ein legales Mi el de Poli ik. Seh iel en schiedene i de wi - scha spoli ische S andpunk hunde Jah e spä e zu age, als Edua d VI. 1467 die Aus uh on Wollga n und gewalk em Wollenzeug e bo , weil die königlichen Zolleinkün e geschmäle und die "a men Webe und Tuchsche e " um ih en Ve diens geb ach wü den. T eibende K ä e hin e diesem Ve bo wa en die App e ie e (Clo hwo ke 's Company) und Fä be (Company o Dye s) in London, die an diesem g öß en S apelpla z die Aus uh halb e ige Tuche möglichs e hinde n OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Das deu sche und b i ische Wollgewe be 17 woll en l2 • Zu Bekämp ung diese Ak e e bünde en sich die sons eindlich gegenübe s ehenden Hansekau leu e und die "Company o he Me chan Ad en u e s" , in de en Händen die Woll-, Ga n- und unge- walk e Tuchaus uh lag. Sie e klä en, au den emden Mä k en wü de englisches Tuch nu im ohen und weißen Zus ande gekau , ge ä b es und app e ie es Tuch we de man nich los, weil die englische Fä be ei und App e u noch nich gu genug seien. Hein ich VII. wie Hein ich VIII. e neue en abe die Aus uh e bo e ü ungewalk e, unge auh e und ungescho ene Tüche bis au wenige billige So en. Elisabe h I. e such e, die Kau leu e mi den Fä be n und App e eu en du ch Komp omisse zu e söhnen, e bo abe daneben die Aus uh lebende Scha e, um die Ve p lanzung de englischen Wollzuch au den Kon- inen zu e hinde n. Schon o he wa den un e en und mi le en Volksklassen du ch ein Gese z Hein ich VIII. 1511 e bo en wo den, ausländische Hü e und Mü zen zu agen. Elisabe h a noch ene - gische ü die heimischen Wollmü zenmache ein. Nach ih em "Mü zen- gese z" on 1571 muß en alle Pe sonen om sechs en Lebensjah an mindes ens jeden Sonn ag eine in England ges ick e wollene Mü ze agen. Jakob I. ha e soga die Absich , eine P oklama ion " o wea ing English clo h" zu e lassen, was abe wegen des Wide s andes aus Handelsk eisen nich zus ande kam. Am be ühm es en un e allen Gese zen zu Fö de ung de Wollgewe be wu de abe das "Leichen- uchgese z" on 1666, das bei 5 P d. S . S a e e bo , ü Leichen üche ande e S o e als Wolle zu nehmen, womi in e s e Linie die Ein uh anzösischen Leinens e hinde we den soll e l3 • Den g öß en Ein luß au den Au schwung des englischen Woll- gewe bes ha e abe die Einwande ung lämische Tuchwebe . Sie and abgesehen on eine bedeu ungslosen Ansiedlung niede ländische Webe un e Wilhelm I. e s mals un e Edua d III. s a , als das eng- lische Wollgewe be im "Zeni seine mi elal e lichen Blü e" N. Cunningham) s and. Diesel' englische Mona ch ha e du ch seine Ge- mahlin, eine Toch e des G a en on Hennegau, enge Beziehungen zu den südlichen Niede landen. In de land ischen Tuchmache ei gab es damals g oße Un uhen, als die S äd e B ügge, Gen , An we pen und Ype n die en s ehende ländliche Tuchmache ei mi dem mi elal e - lichen Zun zwang zu besch änken such en und aus den S äd en selbs iele Tuchmache o den Ve olgungen des G a en on Flande n 12 Eileen Powe , The Wool T ade in he Fi een h Cen u y. In: E. Powe and M. M. Pos an (ed.), S udies in English T ade in he Fi een h Cen u y, London 1933. -Geo g Schanz, Englische Handelspoli ik gegen Ende des Mi elal e s, Leipzig 1881, S. 183 ., 206 . und S. 551 . 13 Die Ak e wu de el Jah e danach mi schä s en Aus üh ungsbes im- mungen e neue als Zeichen da ü , wie e ns diese Maßnahme gemein wa . Vgl. Loh nann, Wollindus ie, S.84. 2 Sch i en d. Ve eins . Socialpoli ik 83 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 18 Hans-Jü gen Teu ebe g lüch e en. Die al en Handelsbeziehungen leg en es nahe, auch au de Insel eine Zu luch zu suchen. Als Edua d II!. dem e s en Einwande e John Kempe mi seinen Walke n und Webe n 1331 einen Schu zb ie gewäh e, ging es ihm eilich meh um Geld und Poli ik als um die Hebung de eigenen Wi scha . Ha e diese Schu zb ie und de on 1337 nu einzelnen Einwande e n gegol en, so wu den die nun olgen- den au alle einwande nden lämischen Webe ausgedehn . Ihnen wu de keine Besch änkung des Ellenmaßes au e leg und de königliche Schu z bei de Be eibung des Gewe bes zugesiche 14• Un e de He scha Edua d II!. ließen sich nun iele lämische Tuchmache in den G a - scha en No olk, Sussex und Essex, dann abe auch in Os england niede , wo sie eigene Kolonien on Webe n, Walke n und Fä be n beg ünde en 15• Ha e das englische Tuchgewe be bis dahin in de Haup sache nu Halb ab ika e he ges ell , weil die Kuns des Walkens, Fä bens und App e ie ens au dem Kon inen als Zun geheimnisse behandel wu de, so konn e man o z alle ei e süch igen Auseinande - se zungen mi den Einwande e n nun in diese neuen Techniken ein- d ingen 16• Wa en un e Edua d II!. jäh lich noch e wa 30000 Sack Roh- wolle ausge üh wo den, so wa diese Aus uh ande halb Jah hun- de e spä e au ein Sechs el gesunken, was o allem eine Schädigung ü das lämische Tuchgewe be bedeu e e, da dieses s a k au die 14 Cunningham, G ow h o English Indus y and Comme ce, ol. 1, p. 283. - Ashley, In oduc ion ol. 2, p. 195. 15 John James, His o y o he Wo s ed Manu ac u e in England, om he Ea lies Times, London 1857, p.50. 16 Im Mi elpunk diese neuen Technik s and das Fä ben. Au de Insel ehl e es wei gehend an Waid und K app, die ü das daue ha e Fä ben de Tuche au Schwa z, Dunkelg ün, Dunkelb aun und S ahlblau no wendig wa en. Wie übe lie e e Fä belöhne zeigen, wa das Fä ben on g auen ode gelben Tüche n wesen lich ein ache und b ach e wenige Gewinn. Die im 16. Jah hunde onangebende spanische Mode sch ieb die Fa be Schwa z o . Das "B aban e Schwa z" wa dabei on une eich e Quali ä . Das Fä ben wie auch das Zu ich en wu de damals noch on selbs ändigen Hand- we ksmeis e n beso g . Auch in England wu den die Fä be und "Wand- be ei e " (clo h wo ke ) deu lich on den wenige angesehenen Ga nspin- ne n und Tuchwebe n (clo h makel') un e schieden. Das Zu ich en und Fä ben de englischen Halb ab ika e e lage e sich spä e on An we pen nach Hambu g, als de englische Tuchs apel do hin e leg wu de. Noch 1593 wa en abe die in England ge ä b en und zube ei e en Woll uche au dem Fes land 10 -12 sh wenige we als die unbe ei e en. Du ch die lämi- schen Einwande e wu de die G a scha No olk zu Heima de englischen Kammga nindus ie. Nach dem O Wo s ed in No olk, wo diese Wollzuch zue s au auch e, wu de das Kammga n "wo s ed ya n" und die da on ge- e ig en S o e "wo s ed s u s" ode "wo s ed goods" genann . Zwa ha e es schon o he Kammga ngewebe au de Insel gegeben, abe diese wu den du ch die Einwande ung und die neue Technik wesen lich ausgebilde . No wich blieb bis zum 18. Jah hunde das Zen um dieses Gewe bes. Die Aus uh de Kammga ns o e begann e s nach de lämischen Einwande- ung. Vgl. James, His o y o he Wo s ed Manu ac u e, chap e IH. Eh en- be g, Hambu g und England, S. 280. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Das deu sche und b i ische Wollgewe be 19 englische Wolle angewiesen wa . An die S elle de Wollaus uh a in England nun imme meh de Tuchexpo . übe all wuchsen. in de Folge übe den lokalen Ma k hinaus p oduzie ende Ve lage empo , die mi ih en einen englischen Kammga ns o en den lämischen, hansischen und obe i alienischen S äd en Konku enz mach en. De Au schwung geh aus den Aus uh lis en und Zöllen de Tudo zei he o : 1354 belie sich die englische Tuchaus uh noch nich au ganz 5000 S ück im Jah . Am Ende des Jah hunde s üh en die "Me chan Ad en u e s" allein schon übe 60000 S ück aus. 1509 s ieg die Aus uh au 84789 S ück, 1547 au 122345 S ück. Da de Woll aus uh zoll eine de Haup einnahmen de K one wa , wu de 1347 ein Zoll au die Tuchaus uh geleg . Dabei wu de die Webe ei begüns ig : Wäh end bei Wolle ein We zoll on 33 .H. e hoben wu de, b auch en Tuchhändle nu 2 .H. zu zahlen. Imme hin lie e e de Wollzoll 1421 noch und 74 .H. alle S eue einkün e. E sank au 33 .H. un e Hein ich VIII. ab, wäh end die Tuchzölle au 24 .H. de königlichen Einkün e s ie- gen. Nach eine zei genössischen Schä zung bes and die englische Aus- uh 1564/65 be ei s zu 81,6 .R. aus Woll uchen und ande en Woll- wa en und nu noch zu 8,5 .H. aus Rohwolle und Scha ellen, wäh end de e bleibende Res au Zinn, Blei und ande e Rohs o e en iel. Ins- gesam wu de de englische Tuchexpo zwischen 1500 und 1550 nach englischen Schä zungen mögliche weise soga e d ei ach 17• Wie B ügge und An we pen such en spä e auch Hambu g, Emden, S ade, Danzig, Elbing, Memel, Kulm und ande e S äd e du ch übe - nahme eines englischen Wolls apels und P i ilegie ung englische Kau mannsgemeinden (Englische Cou s) den Ve all des eigenen Tuch- gewe bes au zuhal en und am Handel de "Wagenden Kau leu e" zu pa izipie en. De Kamp de Tudo s gegen das hansische S äd e- bündnis is bekann lich un ennba mi de Ausb ei ung des englischen Tuchhandels e bunden gewesen 18• 17 B i isches Museum Add. Mss. 10 ol. 21/222. -P. J. Bowden, The Wool T ade. In: Tudo and S ua England, 2nd edi ion, London 1971. 18 Eileen Powe - M. Pos an, S udies in English T ade in he Fi een h Cen u y, London 1951. - Geo g Schanz, Englische Handelspoli ik gegen Ende des Mi elal e s, Leipzig 1881. - Ka l Pa gel, Die Hanse, 3. Au l., B aun- schweig 1963. - Wal e S ein, Die Hanse und England, Leipzig 1905. - Jacob Ma cus Rade , Die handelspoli ischen Beziehungen zwischen England und Deu schland 1576 - 1585. Diss. Be lin 1925. - Ludwig Beu in, Hanse und Reich im handelspoli ischen Endkamp gegen England, 1929. - F ied ich Schulz, Die Hanse und England on Edua d 111. bis au Hein ich VIII. Zei . Be lin 1911. - Rudol Häpke, Die Handelspoli ik de Tudo s. In: Hansische Geschich sblä e , Jg. 1914. - Lingelbach, The Me chan Ad en u e s o Eng- land, London 1902. - Hein ich Hi zig a h, Die Kompanie de Me chan Ad en u e s und die englische Ki chengemeinde in Hambu g 1611 - 1835, Hambu g 1904. - Geo g G osch, Geldgeschä e hansische Kau leu e mi englischen Königen im 13. und 14. Jah hunde . In: A chi ü Kul u ge- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 20 Hans-Jü gen Teu ebe g Als das eine lämische Tuchgewe be in olge de s ä ke we denden englischen Konku enz Einbußen e li , such en sich o allem die Kleinmeis e zunächs mi de He s ellung ein ache e und billige e S o e zu e en, wobei du ch die Abwande ung e a m e s äd ische Handwe ke neue Wollgewebezen en in Hondschoo e, Be gues, A men- ie es und Ve ie s en s anden. Abe auch dieses wei gehend e lags- mäßig gep äg e ländliche Gewe be konn e sich nach an änglichem Au - schwung sei Ende des 16. Jah hunde s nich meh du chse zen. De Ein all des He zogs on Alba in die Niede lande e s ä k e diesen Niede gang so apide, daß sich e neu land ische und wallonische Tuch- mache nach England wand en. Ha en un e de ku zen He scha Ma ia de Ka holischen die F emden das Land wiede e lassen müs- sen, so wi k e die Th onbes eigung Elisabe hs anziehend ü alle die, die de spanisch-päps lichen He scha en gehen woll en. Mi dem Beginn de Regie ung Philipp 11. wa de Gedanke naheliegend, dem Beispiel de Vä e olgend nach England auzuwande n. 1561 lande en die zwei e Welle niede ländische Tuchmache im Ha en on Sandwich, wo 25 Meis e n mi ih en Familien die Gewe bee laubnis gegeben wu de. Na ü lich blieb No wich das Zen um de nun olgenden Ein- wande ung. 1583 zähl e man do be ei s 4679 Pe sonen. Nach Elisa- be hs Schu zb ie du en sie ab izie en "bays, says, apes y, mocka- does, s amens, ke seys and such o he ou landish commodi ies as no been made wi hin ou ealm"19. Ande e niede ländische Tuchmache - kolonien en s anden in de zwei en Häl e des 16. Jah hunde s in Colches e , Sou hamp on, London, Ya mou h, S am o d, Lynn, Yo k, Do e und Can e bu y. Wenngleich de Haup s om de Einwande e um 1570 e sieg e, daue e e doch im kleine en Um ang noch die nächs en hunde Jah e an. Sei diese zwei en lämischen Einwande ung zu Zei Elisabe hs be- gann man au de Insel zwischen de "Old D ape y" und de "New D ape y" zu un e scheiden 20• Un e de "Old D ape y" e s and man die schich e, Bd. 2 (1904), S. 121 . und S. 265 . - Reinhold PauLi, Hansische und bal ische Beziehungen zu Scho land im 16. und 17. Jah hunde . In: Han- sische Geschich sblä e , Jg. 1879, S. 85 . - Ench Ma cks, Königin Elisabe h und ih e Zei , 2. Au l., Biele eld 1926. - Eh enbe g, Hambu g und England im Zei al e de Königin Elisabe h, S. 5 . - Be nha d Hagedo n, Os ies- lands Handel und Schi ah im 16. Jah hunde , 1910. - Bowden, The Wool T ade in Tudo and S ua England, a.a.O. 19 James, His o y o he Wo s ed Manu ac u e, p. 107. 20 Henn Pi enne, Une c ise indus ielle au XVIe siec1e. La d ape ie u baine e la nou elle d ape ie en Fland e. In: Bulle in de l'Academie oyale de Belgique, o ne 1905. - G. Espinas, La d ape ie dans la Fland e anc;;aise, 2 o nes Pa is 1923. -H. Lau en , Un g and co n ne ce d'expo - aUon au noyen äge. La d ape ie des Pays-Bas en F ance e dans les pays nedi e aneens, Pa is 1935. - Joan Thi s~. Indus ies in he Coun yside. In: F. J. Fishe (ed.), Essays in he Econo nic and Social His o y o Tudo OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Das deu sche und b i ische Wollgewe be 21 gla en S eichga ns o e und eigen lichen adi ionellen Tuche, wo das Schwe gewich de Fab ika ion beim Walken und App e ie en lag. Bei de in Os england du ch die Niede lände sich einbü ge nden Kamm- ga nindus ie lag jedoch de Schwe punk in de S uk u des Gewebes, das o en sich ba blieb und nich wie beim Tuch du ch Walken und App e ie en e ilz wu de. Kam es in de "Old D ape y" au die E indung neue Fä be- und App e u me hoden an, so such e man in de "New D ape y" neue Kombina ionen bei Ke e und Einschlag zu inden, um neue Gewebemus e he auszub ingen. Na ü lich b ach en die Kolo- nis en neue Mus e zum Weben und neue Fä beme hoden mi . Vo allem zeig en sie den englischen Webe n, wie das Wollga n mi Seide ode Leinen e misch we den konn e, wodu ch sich ganz neue Misch- gewebe e gaben. Die "New D ape ies" wa en un e Ve wendung on Kammga n he ges ell e Gewebe, die wenig ode ga nich gewalk zu we den b auch en und besonde s dünn und leich wa en. Sie konn en dahe bedeu end billige he ges ell we den als die al en Tuche und sahen besse und eine aus. Die S o e de "New D ape ies" wa en nich so hal ba , ha en abe lebha e e Fa ben und schnelle wechseln- de Mus e . Da die Tex ilhe s ellung om modischen Wechsel behe sch wi d, anden diese S o e schnell Eingang. Vo allem eigne en sich die neuen leich en S o e auch ü den Expo in die Kolonien, wo die al en Tuche wegen des heißen Klimas bishe nich ge ag wo den wa en. Die Os indische und die Le an e-Kompanie übe nahmen als e s e die Aus uh do hin. So e dank e das englische Wollgewe be de Einwande ung de kuns e igen und gewe blich e ah enen Flamen seh iel. Vo allem wu de es nun endgül ig on seinem Zwang be ei , Rohwolle und Halb ab ika e aus üh en zu müssen. Bis zum 18. Jah - hunde keh e sich das ühe e Ve häl nis so öllig um, daß un e ige Tüche in g oßen Mengen on den Niede landen nach England ge- b ach wu den, wo sie nach neuen Ve ah en ge ä b und app e ie wu den. Nach S agna ion. P eis e all und o übe gehendem Rückgang, on denen abe die "Wo s ed Indus y" wenige be o en wu de, gelang en im 17. Jah hunde die englischen Wollgewe be zu eine hohen Blü e, wobei sich die Aus uh nach zei genössischen Schä zungen e wa e d ei- and s ua England, Camb idge 1961. - B. Sliche an Ba h, The Ag a ian His o y o Wes e n Eu ope, 1500 -1850, 1963. - E. L. Jones, Ag icul u al O igins o Indus y. In: Pas and P esen , ol. 40 (1968). - J. A. an Hau e, S and und Land in de Geschich e des land ischen Gewe bes im Spä mi el- al e und in de Neuzei . In: F ied ich Lü ge (H sg.), Wi scha liche und soziale P obleme de gewe blichen En wicklung im 15.116. und 19. Jah - hunde , S u ga 1968, S. 90 - 201. - N. J. Williams, Two Documen s con- ce ning he "New D ape ies". In: Economic His o y Re iew, 2nd se o ol. 4 (1952), p. 353 - 58. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 22 Hans-Jü gen Teu ebe g ach e. Zu Beginn des Jah hunde s soll de We de ausge üh en Wollwa en ( e mu lich wu de zwei Fün el de Gesam p oduk ion expo ie ) e wa 3 Mill. P d. S . be agen haben. G ego y Kings S a is ik schä z den We de he ges ell en b i ischen Wollwa en zu Zei de "Glo eichen Re olu ion" um 1688 be ei s au e wa 8 Mill. P d. S . im Jah , wo on 2 Mill. P d. S . ins Ausland gingen 21 • Zu S ä kung des englischen Tuchgewe bes ugen diesmal auch anzö- sische Hugeno en bei, die nach de Au hebung des Edik es on Nan es nach England kamen. Un e diesen p o es an ischen Glaubens lüch lin- gen wa en besonde s iele no d anzösische Tuchwebe . Ihnen wa es mi zu e danken, wenn sich die englischen Tuchexpo e im 18. Jah - hunde dann noch einmal e doppel en. Besonde s g oß wa die Nach- age nach englischen Tuchen in Po ugal und Spanien, abe auch in I alien, den Niede landen und in den no d ame ikanischen Kolonien 21a • De Rohwollbeda Englands konn e bis au die Ein uh eine spani- sche Wolle abe noch zunächs on de s a k expandie enden Scha - zuch im 18. Jah hunde in olge de g oßen Einhegungswellen und de Ausdehnung de Weide lächen gedeck we den. Das Wollgewe be b ei e e sich nun übe die ganze Insel aus, doch blieben die beiden adi ionellen Schwe punk e bes ehen, die bei de lämischen Einwande ung en s anden wa en 22• Ein Zen um ha e sich in 21 Zi ie nach Lipson, Sho His o y o Wool, p.11. Vgl. Cha es WHson, Clo h P oduc ion and In e na ional Compe i ion in he Se en een h Cen u y. In: Economic His o y Re iew, 2nd. se . ol. 1960. 21a Die wachsende Bedeu ung de englischen Wollwa enaus uh in die medi e anen Lände sei de Mi e des 17. Jah hunde s zeigen die Zahlen bei M. P ies ley, Anglo-F ench T ade and he un a ou able Balance Con o- e sy 1660 - 1685. In: Economic His o y Re iew 2nd se . ol. 4 (1951), p.47. 22 Lipson, Sho His o y o Wool, p.45. -Vgl. e ne WiHiam James Ashley, The Ea ly His o y o he English Woollen Indus y, New Yo k 1887. - Edwa d Baines, Accoun o he Woollen Manu ac u e o England (1835), 2nd edi ion New on Abbo 1970. - J. H. Clapham, Woollen and Wo s ed Indus ies, London 1901. -WiHiam Cunningham, G ow h o English Indus y and Comme ce in Mode n Times, 3 d edi ion, Camb idge 1903. - John James, His o y o he Wo s ed Manu ac u e in England, om he Ea lies Times wi h In oduc o y No ices o he Manu ac u e among he Ancien Na ions and du ing he Middle Ages, London 1857. Übe das wes englische Wollgewe bezen um be ich en speziell: D. M. Hun e , The Wes o England Wool Indus y, London 1910. - Julia de Lacy Mann, Documen s illus a i e o he Wil shi e Tex ile T ades in he Eigh een h Cen u y. In: Wil shi e A chaecological and Na u al His o y Socie y, Reco ds B anch, ol.19 (1964). -Dies., The Clo h Indus y in he Wes o England om 1640 o 1880, Ox o d 1971. K. G. Pon ing, A His o y o he Wes o England Clo h Indus y, London 1957. - N. J. Williams (ed.), T adesmen in Ea ly Wil shi e, De ies 1960. - J. G. Jenkins, The Welsh Woollen Indus y, Ca di 1969. Das os - englische Wollgewe bezen um behandeln: R. G. Wi son, Gen leman-Me - chan s: The Me chan Communi y in Leeds 1700 -1830, Manches e 1971. - F. A kinson (ed.), Some Aspec s o he Eigh een h Cen u y Woollen and Wo s ed T ades in Hali ax, Hali ax 1956. - Edwa d Baines, The Wo oIen OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Das deu sche und b i ische Wollgewe be 23 Leices e shi e, Glouces e shi e und Wil shi e gebilde , wo de Se e n die kleinen e s eu en Gewe beo e mi dem Tuchhaup aus uh ha en B is ol e band. Neben diese ü damalige Ve häl nisse he o agen- den T anspo möglichkei gab es in den wes lichen Teilen Englands iel Weideland, was die Hal ung on Scha en mi eine gu en Wollquali ä begüns ig e. Leices e shi e wa nich zu ällig wegen seine Viehzüch e- ei bekann . Das ande e Zen um de Wollp oduk ion und - e a bei- ung lag in de os englischen G a scha Yo k (Wes Riding) mi den Mi elpunk en Leeds und Hali ax sowie in No olkshi e mi dem Tuch- ma k No wich. Wäh end die wes englischen Tuchmache ih e eine en E zeugnisse nach F ank eich, den Niede landen und Wes deu schland lie e en, e sand en die os englischen Wollwebe ih e P oduk e eben- alls au dem Seewege nach Skandina ien und nach Os eu opa, da man do die g öbe en Wollsachen e lang e. An diese egionalen S and- o e eilung ha e sich noch in de Mi e des 19. Jah hunde s wenig e ände . Die Woll e a bei ung in Scho land und I land blieb dagegen s e s unbedeu end. In I land wu de sie küns lich niede gehal en. Im spä en 17. Jah hunde e zeug e die "G üne Insel" zunächs au g und ih e blühenden Scha zuch eine o zügliche Kammwolle und besaß eine sich ausdehnende Spinne ei. Da die A bei slöhne seh iel nied ige als in England lagen, wa en alle Chancen ü die G ündung eine eigenen Woll e a bei ung gegeben. Schon nach dp Res au a ion 1660 begannen englische "Clo hie s" in I land mi de P oduk ion de "New D ape y" und konn en mi den billigen S o en e olg eich au den englischen Mä k en konku ie en 23• Die Tuchmache in den wes englischen G a - scha en sahen mi Miß e gnügen, wie sich das Geschä meh und meh nach Dublin e lage e und die begeh e i ische Wolle ausblieb. Au ih D ängen e ließ das Pa lamen 1699 einen hohen Aus uh zoll ü i ische Woll e igwa en, wodu ch das i ische Wollgewe be so gu wie Manu ac u e o England wi h Special Re e ence o he Leeds Clo hing Dis ic : Pape ead o he B i ish Associa ion in 1858. In: Thomas Baines, Yo kshi e Pas and P esen , A His o y and Desc ip ion o he h ee Ridings o he G ea Coun y o Yo k ... , ol. 1, London 1870 (Auszug in: J. T. Wa d, The Fac o y Sys em, ol.1, New on Abbo 1970, pp. 30 - 31). - James Bischo , A Comp ehensi e His o y o he Woollen and Wo s ed Manu ac u e and he Na u al and Comme cial His o y o Sheep. om he ea lies Reco ds o he p esen Pe iod, 2 ols., London 1842 (Neuau lage London 1968). - J. H. Clapham, The T ans e ence o he Wo s ed Indus y om No olk o he Wes Riding. In: Economic Jou nal, ol. 1910. - W. B. C ump, The Leeds Woollen Indus y 1780 -1820, Leeds 1931. - W. B. C ump - G. Gho bal, His o y o he Hudde s ield Woollen Indus y, Hudde s ield 1935. - He be Hea on, The Yo kshi e Woollen and Wo s ed Indus ies, Ox o d 1920. - De s., Yo kshi e Clo h T ade in he Uni ed S a es 1770 -1840, Leeds 1941. 23 Cunningham, G ow h o English Indus y and Comme ce, 5 h edi ion, ol. 2, London 1968, p. 376 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 30 Hans-Jü gen Teu ebe g kaum eale Bedeu ung, da de Beschluß nich om Kaise un e s ü z wu de. Als 1578 Hambu g zu Hanse eue zu ückkeh e und den Eng- lände n den Tuchhandel en zog, wa en so o Emden und S ade be ei , den englischen Wolls apel zu übe nehmen. Von 1580 bis 1587 und on 1599 bis 1602 wu de e dann on Emden, on 1587 bis 1599 sowie on 1602 bis 1611 on S ade aus be ieben. Elbing ha e schon sei 1560 de eben alls mi Woll uchen handelnden "Eas land Company" eine Niede - lassung einge äum 33 • De Kamp gegen die englischen Wollwa en wa zugleich eine e s e Kon on a ion mi de ziel bewuß en Me kan ilpoli ik Elisabe hs. In- 33 Englische Wollhändle sind wah scheinlich im T oß hansische Kau - leu e schon in de zwei en Häl e des 13. Jah hunde s nach Al p eußen und ins Bal ikum gekommen. Da au deu e jeden alls ein holländische An ag an die Hanses ad Lübeck, den B i en die Os see ah zu un e - sagen. 1437 wu de b i ische sei s gel end gemach , daß man schon 150 (!) Jah e lang in Danzig, Memel und Kulm ein "P ahlgeld" en ich e, d. h. do ansässige B i en ha en do Bü ge ech e wo ben. Danzig schein sei 1337 egelmäßig on englischen "Lakenhändle n" besuch wo den zu sein, die als Rück ach Holz und Ge eide mi nahmen. Alle Ve bo e eich en o enba nich aus, diesen Handel umzulenken. Nach dem Ende de han- sischen P i ilegien nahm die Os see ah de B i en einen Au schwung, wobei sich die Scho en besonde s he o a en. Sie übe nahmen ab 1385 den gesam en Seehandel Al p eußens. Ih e Ein uh bes and o nehmlich wie in ande en deu schen Hä en in g oben Woll uchen, on denen in manchen Jah en bis zu 60000 S ück zu 42 - 44 Ellen Länge einge üh wu den, nu e wa 25 .H. da on gehö en zu den eine en So en. O dens i e hüll en sich ge n in einen Man el on englischem Tuch, und wohlhabende Bü ge ugen ein Wams aus einem S o , den man in den "Englischen Kelle n" on Tho n ode Danzig e we ben konn e. Auch de wohlhabende Kulme Baue , dem das ein ache g aue Ma ienbu ge ode Koni ze Tuch nich meh behag e, zog einen Rock aus "Lundischen Laken" (Londone Tuch) o , wäh end B aban e S o e nu bei ganz g oßem Luxus ge agen wu den. Nach de Niede lage des Deu schen O dens 1410 bei Tannenbe g konn en die "Me chan Ad en u e s" das spä e so genann e "Englische Haus" am Langenma k in Danzig e we ben und wie die Hanse im Londone S alho do ein eigenes ko po a i es Leben üh en. Zu ö mlichen O ganisa ion de englischen Handelsin e essen in den os deu schen Küs ens äd en kam es abe e s du ch die E ich ung de "Eas land Company" un e Elisabe h I., ü die 1560 in Elbing eine Zulassung e wi k we den konn e. Diese englische Gesellscha e scha e Danzigs g oße wes p eußische Ri alin einen neuen Handels lo und wi k e do bis 1628. Nach eine zei genössischen Ch onik wu den om 1. Ap il bis 1. Dezembe 1594 allein in Elbing englische Wolls o e im We on d. 500000 p . Tale n einge üh . Danzig e wi k e dann die Au hebung de Elbinge englischen Gemeinde du ch einen Reichs- agsbeschluß. Vgl. A. Ho n, Al -England und Al -P eußen. In: Al p eußische Mona ssch i , Bd. 1 (1864), S. 63 - 71. - Theodo Hi sch, Danzigs Handel- und Gewe begeschich e un e de He scha des Deu schen O dens, Danzig 1858. - Th. A. Fishe , The Sco s in Eas e n and Wes e n P ussia, Edinbu gh 1903. -De s., The Sco s in Ge many, Edinbu g 1901. -T. C. Smou h, Sco isch Comme cial Fac o s in he Bal ic. In: Sco ish His o ical Re iew, ol. 39 (1960), pp. 122 - 28. - J. Semb i zki, Geschich e de kgl. p eußischen See- und Handelss ad Memel, 2. Au l., Königsbe g 1926. -Fuchs, Geschich e de S ad Elbing, Theil 1, Königsbe g 1818, S. 136 . - Neue P eußische P o inzblä e , Jg.2 (1857), S. 41 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Das deu sche und b i ische Woll gewe be 31 e essan e weise s ü z e sich die Anklage de Hanse o dem Reichs ag au die Ta sache, des "deu schen Landes Ba scha " we de so in emde Lände geb ach , de Englände ich e sich übe all do ein, wo Deu - sche ühe Handel ge ieben hä en usw. Man behaup e e e ne , man könne die englischen Tuche gu en beh en, da man selbs solche Fab i- ka e aus üh e. Den B i en wu de auße dem o gewo en, sie wü den zum Tuchmachen Kinde im Al e on 4 - 5 (!) Jah en e wenden, die P eise d ücken und so mi de Ein üh ung englische Tüche den deu schen Handwe ke n das B o wegnehmen und die Zahl de Müßig- gänge e meh en 34 • Du ch diese Ein ich ung englische Wolls apel wu de die deu sche Wollwebe ei sei dem ausgehenden 16. Jah hunde s a k geschädig , zumal die englische Aus uh on Rohwolle und unge- ä b en Tüche n meh und meh e sieg e. De Niede gang de Hanse und das E s a ken de englischen Wi scha ha e noch iele ande e G ünde, abe de e bi e e Kamp um den Tuchhandel beweis , welche p imä e Rolle ge ade das Wollgewe be in de nich ag a ischen P oduk- ion des F ühme kan ilismus spiel e. Auch in Deu schland ha de au auchende me kan ilis ische S aa eine seine Haup au gaben im Be eich de Gewe be ö de ung da in gesehen, die Scha zuch wie die Woll e a bei ung zu e mun e n ode in eigene Regie auszubauen. Als eine de e s en S aa en ging hie B andenbu g-P eußen o an. Du ch das englische Wollaus uh e bo on 1579 wa die Fab ika ion de besse en Tüche in de Ma k ganz zum E liegen gekommen. Die besse e Wolle wu de on den adligen Ri e gu sbesi ze n ausge üh und nu die im Lande e bleibende schlech e e e a bei e , wodu ch die Tuchmache in die Abhängigkei de expo ie enden Tuchhändle ge ie en. Ve geblich ha en die b an- denbu gischen Ku ü s en wie auch die allgemeinen Reichs agsab- schiede on 1555, 1559 und 1566 die imme s ä ke we denden "Miß- b äuche" bei den Tuchmache zün en abzus ellen e such . Schon 1572 wu de du ch eine besonde e Ve o dnung die ku ü s liche wie p i a e Schä e ei zu heben e such , was den Ve all des Wollgewe bes abe nich au hal en konn e. England und Holland issen den eins so ein- äglichen Tuchhandel nach Skandina ien öllig an sich und d angen schließlich soga in den ussischen Ma k mi ih en Tuchen ein, als de neue Seeweg du ch das Weißmee endeck wa . De 30jäh ige K ieg beschleunig e diesen Niede gang. Du ch das Niede b ennen de Schä e- 84 Angesich s de S ei igkei en zwischen de Hanse und England wu de eine eichseinhei liche Fö de ung de Wollgewe be du ch P i ilegie ung de einen Zeugp oduk ion und Bes eue ung de englischen Impo e e wogen, doch kam wegen de Ei e süch e de S äd e und de Zün e un e einande niemals eine einhei liche Maßnahme zus ande. Vgl. Gülich, Geschich liche Da s ellung des Handels, de Gewe be und des Acke baues, Bd.2, Jena 1800, S.184. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 32 Hans-Jü gen Teu ebe g eien und Abschlach en de Tie e wu de de Rohs o mangel wei e e schä , wäh end die englischen Wollaus uh e bo e noch 1660 wiede um e neue wu den. De Bezug de au kommenden einen spanischen Me inowolle wa zu eue und ums ändlich. Ku ü s F ied- ich Wilhelm I. so g e du ch seine Edik e on 1667, 1669 und 1683, mi denen de Au bau wüs e Dö e und die Ansiedlung on Kolonis en ge ö de wu den, auch ü die Niede lassung on Tuchmache n aus dem Gebie on Jülich und Holland, wodu ch die Fab ika ion eine e Tüche in de Ma k eingelei e wu deJ5. Das schon ühe e lassene Ve bo de Wollaus uh wu de e neue und un e seinen Nach olge n F ied ich III. (1.) und F ied ich Wilhelm I. so e schä , daß dieses Gebo auch au die Gü e des Adels und de Geis lichkei ausgedehn wu de, wo man sich bishe niemals an diese Aus uh besch änkung ge- keh ha e. Diese s ik en Handels e bo e wa en eine Aus üh ung ühe e lassene Reichs agsbescheide. Schon 1687 wu de jede Woll- handel an O en s ik un e sag , wo keine Zun o handen wa . Die Ein uh on "o dinai em Tuch" kam eben alls un e Ve bo . De Wollhandel wu de un e ob igkei liche Kon olle genommen, das Ve - häl nis de Tuchmache zu den Ve lege n sowie das Abhal en de Jah mä k e geo dne . Gleichzei ig wu de du ch P i ilegie ung de F eimeis e das mi elal e liche Zun sys em e s mals sys ema isch du chb ochen. F ied ich Wilhelm I. widme e seine ganze Ta k a ge ade dem Aus- bau dieses Gewe bes. Nachdem de p eußische Residen in London 1711 in einem Memo andum aus üh lich auch übe die englische Tuch- mache ei be ich e und diese als den "Haup punk des englischen Ge- we be leißes" bezeichne ha e, e ließ de König ganz ähnlich den englischen Pa lamen sak en ein e schä es Rohwollaus uh e bo und g ünde e danach das "Königliche Lage haus" in Be lin 36• Auch 35 ea l Hin ichs, Die Wollindus ie in P eußen un e F ied ich Wilhelm I. Da s ellung mi Ak enbeilagen. In: Ac a Bo ussia, Ab . 2, Reihe 5, Be lin 1933. - Hugo Rachel, De Me kan ilismus in B andenbu g-P eußen. In: Fo schungen zu b andenbu gischen und p eußischen Geschich e, Bd.40 (1927). - Ku Hin ze, Die A bei e age zu Beginn des Kapi alismus in B andenbu g-P eußen, Be lin 1927, S. 231 . 36 Um einen Eind uck on de s ä ke de englischen Woll uchp oduk ion zu e mi eln, gib de p eußische Residen Bone an, im Jah de "Glo - eichen Re olu ion" 1688 seien in England Tuche im We on 4850458 P d. S . p oduzie wo den (G ego y King schä z e den We zu gleichen Zei au 8 Mio. P d. S .). E lob e die billige Ein uh on Rohs o en ü die Tuchgewe be, un e ande em de Fa bd ogen, die zum Fä ben und Bed ucken de Tüche geb auch we den, sowie de einen spanischen Me inowolle. Bone miß diese spanischen Wolle eine ganz en scheidende Bedeu ung zu, weil bes imm e So en des englischen Tuches ohne die Beimischung de einen Wolle zu g ob gewesen wä en, um im Ausland e kau zu we den. Da England im Falle de Ve einigung F ank eichs und Spaniens diese wich ige Impo quelle e lie en wü de, un e s ü z e es OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Das deu sche und b i ische Wollgewe be 33 wu de de Geb auch emde Wollwa en in P eußen e bo en. Ein gänzliches Ve bo wag e man nich auszusp echen, um den gewinn- b ingenden Zwischenhandel nich zu ge äh den. Bald s ell e sich je- doch ein P eis e all ein, de e s zwischen 1730 und 1735 wiede be- hoben we den konn e. Wich ige wa noch de E laß eine Tuch- und Zeugmache -Schauo dnung am 30. 1. 1723, die die ühe e Regelung on 1687 wesen lich e besse e. Zwa wu den die Innungen nich ange- as e , doch wu de de Lohn des Webe s nun jäh lich on einem Fab ikinspek o es gese z . Einen Handel nach auswä s du e nu noch de eiben, de ein Ve lege wa ode meh als zwei S ühle be- saß. Alle Hausie e ei wu de zu Ve meidung eine Schleude konku - enz e bo en. Du ch diese Maßnahmen ku bel e P eußen zwa seine Wollwa enindus ie an, doch kam ein nennenswe e Außenhandel noch nich zus ande. Den skandina ischen Ma k behe sch en wei e - hin allein die Englände und die Hollände , so daß die p eußischen Woll uche um 25 .H. höhe lagen als die Wa en de beiden Kon- ku en en. In Schweden muß en p eußische Wollkau leu e soga den doppel en Zollsa z en ich en. So e blieben nu Polen und Rußland als adi ionelle Absa zgebie e. Die Ausdehnung de Expo e do hin kam o allem den neumä kischen Wollgewe ben zugu e, wäh end die Ku ma k den Beda des Inlandes und des neu einge ich e en s ehenden Hee es be iedig e. De e häl nismäßig g oße und daue nde Beda an einhei lichen Uni o men ha e bekann lich wesen lich zu s aa lichen Fö de ung de Wollgewe be in P eußen beige agen. Wie in England e gab sich au die Daue eine dualis ische P oduk ions- s uk u : Wäh end in de Ku ma k B andenbu g die He s ellung und de Ve kau wei e hin in den Händen selbs ändige Handwe ksmeis e e blieb, die den lokalen Ma k e so g en, en wickel e sich in de ös lichen Neuma k ein e s es Ve lege um, das einen Absa z übe g öße e En e nungen be ieb. Diese e s e Au schwung de p eußischen Wollgewe be a o allem das benachba e Ku sachsen, das sich in meh ache Hinsich bed äng sah. Von de s aa lichen Fö de ung mi allen Mi eln den Spanischen E b olgek ieg. Bone sah in de spanischen Wollein uh soga einen Haup g und ü die Be eiligung Englands an diesem K ieg. Seinem Be ich zu olge wu den jäh lich übe 500 Schi s- ladungen seine spanische Wolle nach England einge üh . Im Jah e 1711 ha en sich abe die F anzosen as ganz de spanischen Wolle bemäch ig . In e essan e weise nann e Bone die englischen S o e in de Quali ä den niede ländisch- lämischen imme noch un e legen. Alle dings be uh e die Aus uh englische Wolle zeugnisse, die 1684 und nach dem Me huen e ag 1703 z. B. in g oßen Mengen nach Po ugal ausge üh wu den, ge ade au de en Billigkei gegenübe ande en Lände n. Vgl. Ac a be . die Schilde ung des König eichs G oß-B i annien om Residen (And e-Louis F ede ic) Bone , 1711. -Deu ches Zen ala chi Me sebu g, Gen. Di . Gene aldepa - men Ti . LIV, N . 2. - B en ano, Wi scha liche En wicklung Englands, Bd.2, S.259. - ea l Hin ichs, Das Königliche Lage haus. In: Fo schungen zu b andenbu gisch-p eußischen Geschich e, Bd.44 (1935). 3 Sch i en d. Ve eins . Soclalpoll lk 83 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 34 Hans-Jü gen Teu ebe g F ied ich Wilhelms I. angelock , begannen sächsische Wollhandwe ke in g oße Zahl nach P eußen auszuwande n, was de Quan i ä wie de Quali ä de p eußischen Wollgewe be zugu e kam. In das Jah 1723 äll schließlich die Reichszun e o m. Alle eigene Jus iz de Zün e wu de da in e bo en, Disziplina gewal gegen Leh linge und Gesellen besch änk , die Ko espondenz und eigene Finanzgeba ung wesen lich beschni en und die Konku enz zwischen den Zün en zu beleben e such . Meis e söhne soll en nich länge einsei ig be o zug we den, die An o de ungen ü die Meis e s ücke wu den he abgese z , das Wande n au 3 Jah e beg enz und ins Aus- land ganz e bo en. Auch das Au eiben, Schel en und die Gesellen- koali ionen wa en nun un e sag . Die ganze Reichszun e o m and insgesam im Reich wenig Be olgung. Imme hin blieb in P eußen das 1732 au g und de Reichszun e o m e lassene "Gene al-P i ilegium und Güldeb ie des Tuchmache -Gewe bes in de Chu - und Ma k B andenbu g" bis zu libe alen Gewe beo dnung on 1845 in K a . sieh man on einigen Ände ungen 1807 bis 1811 ab. Ein zwei es Zen um de Wollgewe be in P eußen wa die Rhein- p o inz und hie o allem de Aachene Raum 36a • Die bis in die ka olingische Zei zu ück eichende Tuchmache ei ha e ü die He s el- lung hie güns ige Vo ausse zungen. Die g oßen Scha he den in de Ei el und in den Vogesen b ach en die e wünsch en Rohs o e, die ielen Bäche bzw. das Holz de Wälde lie e en die no wendige Ene - gie, und die heißen Quellen wa en ü die Woll- und Tuchbea bei ung seh nü zlich. Absa zmöglichkei en wa en in den ela i dich besiedel- en Gebie en zwischen Rhein und Maas eichliche als sons o handen, zumal Aachen als K önungss ad Ve keh und Gewe be beleb e. Ve - häl nismäßig üh en wickel e sich dahe ein ausgedehn e Handel mi dem "Aachene Tuch", de alle dings iel ach mi dem Rohwollhandel e knüp blieb, besonde s mi den ang enzenden lämisch-niede - ländischen und anzösischen Gebie en. Da do bekann lich eine be- 36a Clemens B uckne , Aachen und seine Tuchindus ie, T au heim/übe Da ms ad 1949. - Jose! Dahmen, Das Aachene Tuchgewe be bis zum Ende des 19. Jah hunde s, 2. Au l., Be lin-Leipzig-Wien 1930. - He be Kisch, Das E be des Mi elal e s, ein Hemmnis de En wicklung: Aachens Tuchgewe be o 1790. In: Rheinische Vie eljah esblä e , Jg. 30 (1965), S. 253 -308. - He mann Lehmann, Die Tex ilindus ie. In: Die Rheinp o inz on 1815 -1914, Bonn 1917, S. 388 -424. -Go lieb Schmid , De Doppels uhl in de Aachene Wollwebe ei, Diss. Köln 1921. - An on Seidel, Die Aachene Wollindus ie im Rahmen de heinischen Wi scha bis zu Gewe be- eihei 1798, Diss. Köln 1923. - Jose! S auch, Die Aachene Tuchindus ie wäh end de anzösischen He scha (1798 -1814), Diss. Müns e 1922. - Richa d Wich e ich, Die En wicklung de Aachene Tuchindus ie 1815 -1914, Diss. Masch. Sch . Köln 1922. -Clemens B uckne , Zu Wi scha sgeschich e des Regie ungsbezi ks Aachen. In: Sch i en zu Rheinisch-Wes älischen Wi scha sgeschich e, Bd. 16, Köln 1967, S. 195 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Das deu sche und b i ische Woll gewe be 35 sonde s hoch ausgebilde e Tuchp oduk ion bes and, muß e auch in Aachen au eine hochwe ige Fe igung geach e we den. Die "Wollen- ambach ", die zün le ische Ve einigung alle selbs ändigen Wollhand- we ke , ach e e sei de Mi e des 12. Jah hunde s au die Gü e de abgelie e en S ücke. Nu die Tuchsche e gehö en de Schneide - innung, die Gewandschneide , die auch De ail e kau be ieben, de K äme zun an, wäh end die Fä be eine eigene Ko po a ion bilde en. Zu Un e s ü zung des Wollgewe bes ha e die S ad eine gemeinsame "Wollküche" ü die Reinigung de Wolle in den heißen Dämp en, eine gemeinsame Walke und sei 1166 eine Tuchhalle ü den gemeinsamen Ve kau einge ich e . Ein P i ileg Kaise Ba ba ossas b ach e den Aachene Kau leu en eine Zollbe eiung und e laub e jäh lich zwei Mä k e on 14 Tagen Daue , die dann zu besonde en Tuchmä k en aus- ges al e wu den, wobei die land ischen Händle gewisse Vo ech e ein- ge äum e hiel en. Das Aachene Tuchgewe be b auch e o enba den We bewe b mi dem lämischen Tuch nich zu scheuen. Tuchkau leu e e hiel en in dem zu eien Reichss ad e hobenen Aachen im 13. Jah - hunde einen maßgeblichen Ein luß im Ra und in de gesam en "Wollenambach ". Aachene Tuche, die mi dem S ad siegel e sehen wa en, wu den im 14. Jah hunde egelmäßig in Riga, Nowge od und au den Tuchmessen de Champagne gehandel . Aachene Tuchkau - leu e ha en übe dies einen eigenen S apel in An we pen und in Venedig. Mi den Glaubenskämp en im Re o ma ionszei al e begann dann de Niede gang de s äd ischen Tuchmache zün e. Nach de Exeku ion de Reichsach 1614 e ließen die Anhänge des neuen Glaubens die S ad und siedel en sich in den Bezi ken um Dü en, Mon- schau, Eupen und Bu scheid neu an 37 • Das s äd ische Wollhandwe k kümme e nach einem e s en Au schwung un e übe leb en Zun - o dnungen des Mi elal e s dahin, wobei die Abhängigkei on Ve - lege n imme g öße wu de. E s die Ein üh ung de Gewe be eihei nach de anzösischen Bese zung 1798 beende e diese S agna ionszei und e wei e e das P oduk ions- wie Absa zgebie wiede . 37 E ns Ba khausen, Die Tuchindus ie in Mon joie, ih Au s ieg und ih Niede gang, Köln 1925. - Ma in Feh , Geschich e de Dü ene Tuchmache , Dü en 1927. - Ma ia Hamme , Geog aphische Be ach ungen des Woll- gewe bes am Rande des Hohen Venns, Diss. Aachen 1937. -H. Renel , Die his o ische En wicklung de Euski chne Tuchindus ie bis 1914. Eus- ki chen 1921. - W. Scheible , Scheible . Geschich e und Schicksalsweg de Fi ma in 6 Gene a ionen 1724 -1937, Aachen 1937. - He ibe Kley, Das Dü ene Wi scha sgebie un e besonde e Be ücksich igung de Papie - und Tex ilindus ie, Be lin 1921. - Hans F ied ich Weinga en, Die Tuch- indus ie in Mon joie, Diss. Köln 1922. - A phons Thun, Die Indus ie am Niede hein und ih e A bei e . Teil 1: Die links heinische Tex ilindus ie, Leipzig 1879. - Rena e Jacques (H sg.), Tex ilkuns am Niede hein, Bd.l, Ke elae 1950. - Wi ly F ei ag, Die En wicklung de Kaise slau e e Tex il- indus ie sei dem 18. Jah hunde , S olbe g 1963. 3* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 36 Hans-Jü gen Teu ebe g Un e F ied ich d. G . wu de das Wollgewe be in P eußen e neu ge ö de . So wu de das al e Wollaus uh e bo 1774 nochmals e - schä und die Scha zuch du ch Ankau spanische He den zu e - besse n e such . Unwissenhei de Landwi e und die schlech e Acke - und Wiesenkul u o dem Beginn de a ionellen Landwi scha s an- den abe dem aschen Fo sch i en gegen. Fü die E zeugung des einen Tuches muß e man noch lange die Wolle aus Spanien holen. E olg eiche wa die Regulie ung de Zün e, wo de Loskau om Meis e s ück du ch Geld ode Geschenke mi schä s en S a en e - bo en und die ielen Uneh lichkei en bei de He s ellung du ch genaue Gü e es legungen bei den Tuchso en abges ell wu den. Du ch ein Edik on 1772 wu de genau bes imm , wie iel Wolle man ü ein Tuch e wenden, wie lang, wie b ei und wie schwe es sein muß e. Ebensolche de aillie en Vo sch i en wu den ü Walken, Fä ben und App e u e lassen. 1783 e laub e ein wei e es Edik das Hal en meh e e Leh linge und die Beschä igung on weiblichen Pe sonen in de Webe ei, was bis dahin nich möglich gewesen wa . Niemand du e wegen "Uneh lichkei " on dem Gewe be o an ausgeschlossen we - den. Um dem Mangel an Spinne n abzuhel en, hol e man zwischen 1746 und 1756 o allem böhmische Spinne ins Land, die geschlossen ange- siedel wu den, um die on Ve lege n und Fab ikan en o so ie e Wolle zu e spinnen. Auch in alide Solda en, Diens bo en, Höke - weibe wu den in "Spinnhäuse " ges eck . Sie wa en alle Zulie e e ü die neuen p i a en und s aa lichen Wollmanu ak u en, die im s aa lichen "Lage haus" ih Vo bild besaßen. Die Be iebs o m blieb eilich übe wiegend handwe ksmäßig. P eußische Tuche, aus mä ki- sche , sächsische und polnische Wolle gea bei e , gingen nach Polen, Rußland, die Wallachei, abe auch nach Holland, Wes indien und in die USA. Das Wollgewe be wa beim Tod F ied ich d. G . zum zwei g öß en Ge- we bezweig de Mona chie nach de Leinewebe ei he angewachsen, wie die nebens ehende Tabelle "Fab iken und Manu ak u bes and des gan- zen p eußischen S aa es im Jah e 1785" des Minis e s He zbe g zeig 38• Es e ziel e einen jäh lichen übe schuß on 1 Mio. p . Tale n und wu de hie in nu on dem Leinengewe be noch übe o en. Auch inne halb Deu schlands muß das Wollgewe be P eußens zumindes quan i a i um 1800 am wei es en en wickel gewesen sein. Im Jah e 1819 zähl e man nach eine Mi eilung des sach e s ändigen p eu- ßischen S aa s a s Kun h 16014 Webs ühle, was alle dings einen leich en Rückgang gegenübe 1785 da s ell 39• Wich igs e Zen en de 38 Ewald F ied ich G a on He zbe y, Hui Disse a ions, p.254. -Vgl. WiHiam O. Hende son, Die S uk u de p eußischen Wi scha um 1786. In: Zei sch i ü die gesam e S aa swissenscha , Bd. 117 (1961). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Das deu sche und b i ische Woll gewe be 37 Tabelle 1 Die p eußisme "Manu ak u indus ie" nach P oduk ionswe , Besmä ig en und Webs ühlen 1785 P oduk- P ozen uale Gewe bezweiga) Webs ühle Beschä ig e ionswe An eil Mio. p . Tl . Leinen 51000 80000 9,0 30,8 Wolle 18000 58000 8,0 27,4 Seide 4200 6000 3,0 10,2 Baumwolle 2600 7000 1,2 4,2 Lede 4000 2,0 6,85 Eisen, S ahl, Kup e (Ve - a bei ung) 3000 2,0 6,85 Tabak 2000 1,0 Zucke 1000 2,0 6,85 Po zellan und S eingu (Fayence) 700 0,2 Papie 800 0,2 Talg und Sei e 300 0,4 Glas und Spiegel 0,2 Gold, Silbe , Spi zen, S icke eien e c. 1000 0,4 Schlesisch K app 0,3 Öl 600 0,3 Be ns ein 600 0,1 Zusammen 75800 165000 30,3 a) Ohne Be gbau, HU en- und SalInenwesen sowie das lokal o ien ie e Handwe k Woll e a bei ung wa en noch imme die Lausi z in de Ma k B an- denbu g und das links heinische Gebie um Aachen; hie wu de wie auch in de P o inz Schlesien o allem S eichga nwebe ei be ieben, wäh end die eine Zeugmache ei (Kammga nwebe ei) sich au einige S äd e in de P o inz Sachsen (Reg. Bez. E u und Me sebu g) sowie des p eußischen Rheinlandes (Reg. Bez. Düsseldo ) besch änk e 4(). Nach Ho s Blumenbe gs Be echnungen besaß die Rheinp o inz 1834 28 .H., die P o inz B andenbu g 27 .H., Schlesien 16 .H. und die P o inz 39 Go lieb Johann Ch is ian Kun h, übe Scha zuch und Wollgewe be unse es Landes. In: Ve handlungen des Ve eins zu Be ö de ung des Ge- we be leißes in P eußen, Bd. I, Be lin 1821, S.54. -Vgl. Blumbe g, Deu sche Tex ilindus ie, S.70 und S. 384 (Tabelle 4: Wollwebe ei P eußens). - Gus a Schmoll e , Zu Geschich e des deu schen Kleingewe bes im 19. Jah hunde , Halle 1870, S.524. - Wol gang Zo n, Eine Wi scha ska e Deu schlands um 1820. In: F ied ich Lü ge (H sg.), Wi scha liche und soziale P obleme de gewe blichen En wicklung im 15. - 16. und 19. Jh., S u ga 1968, S. 148 (Die haup gewe blichen Webs ühle im Jah e 1822). 40 Geo g Quand , Die Niede lausi ze Scha wollindus ie in ih e En - wicklung zum G oßbe ieb und zu mode nen Technik, Leipzig 1895. - F. Schmid , Die En wicklung de Co buse Tuchindus ie, Co bus 1928. - Cu F ahne, Die Tex ilindus ie im Wi scha sleben Schlesiens und ih e En wicklung, Diss. Tübingen 1905. - O o Spe lich, Die En wicklung de schlesischen Tex ilindus ie bis zu Ein üh ung de Maschinen, Diss. B eslau OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 38 Hans-Jü gen Teu ebe g Sachsen 14 .H. de in P eußen haup gewe blich be iebenen Web- s ühle im Wollgewe be 41 • Ebenso ha e P eußen 71 .H. alle Fein- spindeln ü S eichga ne im Zoll e ein: Au die Rheinp o inz en ielen 24 .H., au B andenbu g 23 .H., au Schlesien 8 .H. und au Sachsen 9 .H. alle Feinspindeln des Zoll e eins. In de Kammga nspinne ei besaß P eußen 1846 dagegen nu 24 .H. alle Feinspindeln des Deu - schen Zoll e eins 42• Das g öß e Wollgewe bezen um auße halb P eußens lag zu Beginn des 19. Jah hunde s im König eich Sachsen. Schon im 12. und 13. Jah hunde ha en sich hie die e s en Wollhandwe ke aus F on- hö en und Klös e n kommend, wo die Technik des Spinnens und Webens e s mals e eine wo den wa , in den au blühenden säch- sischen S äd en niede gelassen 43• Wie in Aachen beg ünde en sie im 1924. -L. Jacdbi, Das Wollgewe be in G ünbe g. In: Schlesische P o inzial- be ich e, Jg.6 (1867). -R. Isenbu g, Un e suchungen übe die En wicklung de be gischen Wollindus ie, Diss. Heidelbe g 1906. - Fuh mann & Co., 200 Jah e Wollhandel 1735 - 1935, Düsseldo 1935. Wal e Die z, Die Wuppe - ale Ga nnah ung, Neus ad /Aisch 1957. - Edua d Ki chne , Die Ba me Tex ilindus ie, Diss. Müns e 1921. 41 Blumbe g, Deu sche Tex ilindus ie, S. 71 und S. 384 (Tabelle. 5: En wick- lung de Wollwebe ei in den ü die Wollwebe ei wich igen p eußischen P o inzen). 42 Ebd., S. 71 und S. 88 (Tabelle 11: Die deu sche S eichga nspinne ei 1846/47 und Tabelle 12: Die deu sche Kammga nspinne ei 1846/47). 43 Vgl. allgemein zum sächsischen Wollgewe be K. Finkenwi h, U kund- liche Geschich e de Ge a-G eize Wollwa enindus ie on 1572 bis zu Neuzei , Diss. Leipzig 1909. -Johannes Falke, Die Geschich e des Ku ü s en on Sachsen in olkswi scha liche Beziehung, Leipzig 1866. - Hein ich Gebaue , Die Volkswi scha im König eich Sachsen, D esden 1898. - Theodo Ebe ing, Die Landes-Oeconomie-Manu ac u -Comme zien-Depu a- ion in Sachsen, Diss. Masch. Sch . o. J. (1925). - Cu Böckelmann, Das Au kommen de G oßindus ie im sächsischen Wollgewe be, Heidelbe g 1906. - Louis Bein, Die Indus ie des sächsischen Vog landes, Leipzig 1884. - Rudol Fo be ge , Die Manu ak u en Sachsens am Ende des 16. bis zum An ang des 19. Jah hunde s, Be lin-Os 1958. - Ku Kunze, Die Woll- indus ie. In: Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, Bd.55, Leipzig 1903. - A. Beu le , Die En wicklung de sozialen und wi scha lichen Lage de Webe im sächsischen Vog land, Diss. G ei swald 1921. -F. Die el, Die En - wicklung de Wollkämme ei und Kammga nspinne ei im sächsischen Voig - land on 1862 bis 1900 nach den Jah esbe ich en de Handels- und Gewe be- kamme Plauen im Voig land, Plauen 1905. - We ne Genzme , Hunde Jah e Kammga nspinne ei Schedewi z 1835 - 1935, Zwickau 1935. -H. Me - kel, Eine Wi scha sgeog aphie des og ländischen Wollgewe bes, Diss. Leipzig 1933. - Heinz Pönicke, Die G€schich e de Tuchmache ei und e - wand e Gebie e in Reichenbach i. S. om 17. bis zum An ang des 19. Jah - hunde s, Diss. Leipzig 1926. - He be Schu ig, Die En wicklung de Obe lausi ze Tex ilindus ie, Radebe gISachsen 1935. - G. Wendisch, Die En wicklung de kapi alis ischen P oduk ions e häl nisse in de sächsischen Tex ilindus ie bis 1800, o. O. 1956. -H. R. Wol , Hunde Jah e Kammga n- spinne ei zu Leipzig als Ak iengesellscha 1836 - 1936, Leipzig 1936. -De s., Fün zig Jah e Spinne ei Cossmannsdo , D esden 1930. - Blumbe g, Deu sche Tex ilindus ie, S. 14 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Das deu sche und b i ische Woll gewe be 39 14. und 15. Jah hunde es e Tuchmache zün e, die, sich gegen das äl e e Pa izia du chse zend, auch ech lich-ö en liche Be ugnisse übe nahmen. Sei dem Spä mi elal e lie e en Plauen, G eiz und Ge a Woll uche in wei en e n e Lände , da die S empel einen gu en Ru genossen. Als He zog Alba du ch die spanische Inquisi ion um 1567 e wa 22 000 niede ländische Familien e ieb, wand e sich ein Teil, besonde s aus de An we pene Tuchhändle scha , nach Leipzig, wodu ch auch niede ländische Tuchmache nach Sachsen kamen. Schon o he ha e Kamme di ek o F anz on A nim nach den Plänen seines Va e s, de in b andenbu gischen Diens en ges anden ha e, im Jah e 1555 niede ländische Wollwebe nach Ku sachsen ge u en. 1568 soll es in olge diese holländischen Kolonisa ionswelle in ku sächsischen S äd en schon 18000 Tuchmache , 11 000 Zeugmaehe meh als o he gegeben haben. Ku ü s Augus on Sachsen nahm sich dann zusam- men mi seine Gemahlin, die de Volksmund "Mu e Anna" nann e, besonde s de Kammga nhe s ellung an, zu de dann die Glauchaue und Mee ane Webe übe gingen 44• Wachsende Wohls and üh e dazu, auch Seide mi dem Kammga n zu e spinnen und die Fä beme hoden zu e besse n. Im 16. Jah hunde gab es in Sachsen ausgesp ochene "Zeugmache s äd e", die ih e hochwe igen P oduk e e einzel bis nach Os indien und as asien e sand en. Die Masse de Aus uh en ging eilich in das benachba e und spä e auch noch dynas isch e bun- dene Polen sowie nach Rußland. Nach dem 30jäh igen K ieg muß e sich Sachsen neue Absa zgebie e im Süden und Wes en suchen, da im Os en eilweise neue Gewe be he angewachsen wa en. Tuchhändle aus dem Vog land en sand en einen eigenen Residen en nach Hambu g, um do de eind ingenden englischen Konku enz zu begegnen. Die Konjunk- u de sächsischen Wollgewe be hing o allem on de Tüch igkei de Kau leu e und Ve lege ab, neue Absa zmä k e zu e schließen und sich dem neues en S and de Technik anzupassen. Nu die Expo - ähigkei de he ges ell en Gewebe siche e den Fo bes and de Woll- gewebe. Wie schon geschilde nahm sei dem ühen 18. Jah hunde die Zahl de selbs ändigen sächsischen Tuchmache meis e in olge de es ik i en Handelspoli ik P eußens ab. Vo allem konn en keine g oben Wollwa en meh in P eußen abgese z we den. Da ü d äng en nach dem Abschluß des Handels e ages p eußische Tuche mi billige- en P eisen au die sächsischen Mä k e. 1718 beschwe e sich de Ku - ü s Augus on Sachsen bei F ied ich Wilhelm 1., p eußische Kom- missa e wü den un e dem Vo wand, sächsisches Tuch kau en zu wollen, die geschick es en Handwe ke abwe ben. In de Folge en wickel e sich ein egel ech e Handelsk ieg wegen de Wolle zeugnisse zwischen beiden S aa en, de e s 1728 du ch einen Handels e ag beende we - 44 G. Demme ng, Die Glauchau-Mee ane Tex ilindus ie, Leipzig 1928. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 46 Hans-Jü gen Teu ebe g Tabelle 4 Scha zuch in G oßb i annien 1800 -1868 in Mio. S ück Gebie 1800 1841 1868 ------------ England 26,1 24,0 Wales 0,6 Scho land 2,9 3,4 I land 2,0 2,1 Zusammen 31,6 29,5 35,6 Quellen: Si John Luccock, The Na u e and P ope ies o Wool, London 1805. - Hub- ba d, Mlnu es o E idence aken be o e he Commi ee o he Lo ds on he S a e 01 he B i lsh Wool T ade. In: Session al Pape s ol. VIII (1828), pp. 232 - 22. - Si John Sinc!ai , Appendix o he Gene al Repo o he Ag icul u al S a e and Poli ical Ci cums ances o Sco land, ol. II, Edinbu gh 1814, p. 135. - James McCuUoch, S a is- ical Accoun o he B l lsh Empi e, 2. Au i. London 1839, p. 496. - A chiba!d Hami on, On Wool Supply. In: Jou nal o he Royal S a ls ical Socie y ol. 33 (1870). Zi ie nach Phyllis Deane, B i lsh Economic G ow h, 1688 -1959, Camb idge 1967, p. 195 und Hen y Behnsen - We ne Genzme , Wel wi scha de Wolle. In: R. O. He zog (H sg.), Technik de Tex il ase , Bd. VIII, Tell 4, Be lin 1932, S. 3. Danach schein de Scha bes and G oßb i anniens in de e s en Häl e des 19. Jah hunde s bei e wa 30 Mio. S ück s agnie zu haben, um sich dann e s nach de Jah hunde mi e zu heben. T o z diese Zahlen übe den Scha bes and is es nich möglich, die Rohwollp oduk ion beide Lände exak zu e gleichen. Zwa liegen au beiden Sei en eine Reihe zei genössische Schä zungen o , doch gehen die Au o en on un e schiedlichen du chschni lichen Schu - e ägen und Au be ei ungsg aden (ungewaschen, ückengewaschen e c.) aus. In olge de Reinigung on Schmu z und Schweiß kann die Rohwolle bis zu 40 .H. ih es Gewich es e lie en 52• Auch beim Käm- men de Wolle i ein Ve lus ein, doch können solche Rücks ände bei de S eichga n e a bei ung wiede e a bei e we den. Demen - sp echend gehen die Zahlen wei auseinande . In P eußen wi d ein jäh liche Woll e ag eines un e edel en Scha es au 2 P d., eines halb- e edel en au 2,5 P d. und eines ganz e edel en au 3 P d. geschä z 53• In England wi d dagegen nach McCulloch de E ag eines gu en Scha es aus No olk mi 3 bis 3,5 P d. angegeben. Wenngleich in de Mi e des 19. Jah hunde s einem englischen Gewich sp und (11b) nu 0,969 p eußische Gewich sp und en sp echen und nach diese Di e enz M Vgl. F ied ich Wilhelm Reden, Deu schland und das üb ige Eu opa. Handbuch de Boden-, Be ölke ungs-, E we bs- und Ve keh ss a is ik, des S aa shaushal s und de S ei mach , Wiesbaden 1864. - R. Sonndo e , Die Technik des Wel handels, Bd.2, 4. Au l., Wien-Leipzig 1912, S. 265 . 53 ea l F ied ich Wilhelm Die e ici, S a is ische übe sich de wich igs en Gegens ände des Ve keh s und Ve b auchs im deu schen Zoll e bande, 5. Fo se zung 1849 - 1853, Be lin 1857, S.320. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Das deu sche und b i ische Wollgewe be 47 on 0,03 P ozen de englische Wolle ag p o Scha nach p eußischem Maß nu 2,9 P d. bzw. 3,4 P d. be äg , so is doch de Un e schied au den e s en Blick e blü end. Insgesam scheinen die deu schen Scha e du chschni lich seh iel wenige Wolle als die englischen gelie e zu haben, was auch de zei genössischen S a is ik schon au ge allen is 54 • Bei Landwi en wu de damals die Meinung e e en, daß bei einem höhe en Ve edlungsg ad die Feinhei de Wolle zunehme, die E ags- menge abe abnehme. Da die englischen Au o en gene ell zu einem höhe en du chschni lichen Schu e ag kommen, kann de Schluß da aus gezogen we den, daß die Ve edlung in Deu schland wei e o - gesch i en wa als au de Insel. Da abe de An eil de e edel en und halb e edel en Scha e am Gesam bes and in G oßb i annien nich ausgewiesen is , läß sich dies nich gen au beweisen. Die Zei genossen behaup e en, die bes e englische Wolle lie e en in de Mi e des 19. Jah hunde s die G a scha en Leices e , Lincoln und Ken . Scha e aus dem al en Wollgewe bezen um Leices e b ach en es au Spi zen- leis ungen on 6 P d. lange Wolle p o Jah , Scha e aus den Sou h Downs in Ken au 3,5 bis 4 P d. ku ze Wolle. Aus de langen Wolle wu den die be ühm en englischen Be - und Wolldecken (Blanke s) ange e ig , wäh end die ku ze Wolle (wozu auch die scho ische und i ische gehö e) zu gewöhnlichen Tüche n und Teppichen (Ca pe s) bzw. zu Mischung mi emden Wollso en e wand wu de. Im Gegensa z zu Deu schland wu de au de Insel meis ens Langwolle e zeug , daß Vließ du chschni lich zu 4 - 5 P und schwe . Auch dies hil , den Un e schied zu e klä en. Mi Siche hei muß schließlich noch angenommen we den, daß die Schä zungen übe die Ve lus quo e bei de Pelzwäsche di e ie haben. Fü Deu schland sind die jäh lichen ückengewaschenen Wolle äge eines du chschni lichen Scha es um 1800 au 1,7 P d., um 1860 au 2,1 P d. und um 1890 au 2,4 P d. geschä z wo den 55• Die eins e Wolle lie e en Sachsen, Schlesien und die Ma k B andenbu g, wobei besonde s die schlesische und sächsische "Elec o al- wolle" in England seh ge ag wa . Zwa ha e man auch in England die einheimischen Scha assen mi spanischen Me inos e edel , doch üb e das euch e Klima einen schlech en Ein luß au die Wollquali ä , aus, zumal die Scha e das ganze Jah im Gegensa z zu Deu schland im F eien gehal en wu den 56• 54 Hein ich Meidinge , Das B i ische Reich in Eu opa. S a is ische Da s el- lung seine En wicklung besonde s un e dem je zigen Ve wal ungssys em, Leipzig 1851, S. 361. -Cesa Mo eau, übe Wollhandel und Wollmanu ak u G oßb i anniens. A. d. F anz., Be lin 1829. 55 Vgl. P. Wagne , Die S eige ung de Rohe äge de Landwi scha im Lau e des 19. Jah hunde s, Diss. Jena 1896, S. 68. - Ca l F ied ich Wilhelm Die e ici, Handbuch de S a is ik des P eußischen S aa es, Be lin 1861, S.236. - Wal he G. Ho mann, Das Wachs um de deu schen Wi scha sei de Mi e des 19. Jah hunde s, Be lin 1965, S. 305. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 48 Hans-Jü gen Teu ebe g Geh man on de Annahme des p eußischen S a is ike s Fe be aus, daß zehn Scha e einen "schwe en S ein" Wolle ( d. 22 P d.) e b ingen, so komm man au eine deu sche Wollp oduk ion on 65,9 Mill. P d. ü das Jah 1864 57 • Senkel bezi e bei Annahme eines e wa gleichen Scha bes andes die deu sche Wollp oduk ion au 70 Mio. P d. ücken- gewaschene Wolle 58• Deane bemiß dagegen die b i ische Wollp oduk- ion im Jah 1800 au 114,1 Mio. P d., 1828 au 131,2 Mio. P d. und 1841 au 127,5 Mio. P d. p o anno 59 • Das bedeu e einen jäh lichen Schu - e ag on 4,3 P d. p o Scha . Handel es sich bei diesen Schä zungen um ungewaschene Schweißwolle, so wü de sich au g und de geschä z- en Ab allquo e on 40 .R. eine b i ische Jah eswollp oduk ion on 75,5 Mio. P d. e geben. Die nach olgende Tabelle übe die b i ische und zoll e einsländische Wollp oduk ion kann ganz abgesehen on den e was abweichenden Gewich smaßen nu mi g oßem Vo behal be- ach e we den, da wie gesag nähe e Angaben übe den Zus and de englischen Rohwolle ehlen. Tabelle 5 B i ische und zoll e einsländische Wollp oduk ion 1834 -1864 in Mio. P d. G oßb i annien in engl. P d. ( e mu lich ungewaschene Schweißwolle) 1830 - 34 120 1840 - 44 125 1845 - 49 130 1850 - 54 135 1855 - 59 140 1860 - 64 145 Zoll e ein in p . P d. (Wolle ückengewaschen) 1834 42,9 1840 55,5 1846 56,1 1852 58,1 1858 55,8 1864 69,2 Quellen: Mi che !-Deane, His o !cal s a ls lcs. p. 190. - Geo g Quand , Die Niede - lausi ze Scha wollindus ie, Leipzig 1895, S. 134 - 35. - Robe F eihe on Pa ow, Die Wollp oduk Ion des deu schen Zoll e eins, Be lln 1851. 56 Im Jah 1848 se z e man zu Ve besse ung de Wollp oduk ion in Scho land ibe anische Ziegen aus und b ach e kleine He den on pe ua- nischen Lamas (Kamelziegen) au die Insel, da die da aus gewonnene Mohai - bzw. Alpacawolle seh ge ag wa . Abe die meis en Tie e s a ben au de See eise und in dem ungewohn en Klima. Vgl. Meidinge , Das B i ische Reich, S. 362. 57 Die e ici, S a is ische übe sich , S. 320. 58 Senkel, Wollp oduk ion, S. 15. 59 Deane, B i ish Economic G ow h, p. 195 (Schä zungen nach zei genös- sischen Quellen wie in Tabelle 4 angegeben). Po e schä z die jäh liche Wollp oduk ion in England und Wales 1845 au 145,7 Mio. P d., ü Scho land und I land au je 11 Mio. P d. Meidinge s ell hie eine jäh liche deu sche Wollp oduk ion on 180 Mio. P d. gegenübe . Da hie abe Ös e eich ein- beg i en is und genaue Quellenhinweise deu sche sei s ehlen, können diese Angaben nich zum Ve gleich dienen. Vgl. G. R. Po e , P og ess o he Na ions, London 1847. - Meidinge , Das B i ische Reich, S.361. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Das deu sche und b i ische Wollgewe be 49 Insgesam wa die du chschni liche b i ische Wollp oduk ion höhe , wah scheinlich lag die Quali ä abe un e de deu schen. Wäh end die Schä zungen übe die Rohwollp oduk ion in beiden Lände n au eine Reihe unsiche e Hypo hesen be uhen, liegen übe den Um ang des Wollhandels seh de aillie e und um ang eiche An- gaben o . Die Angaben wu den zu besse en Ve gleichba kei in Ge- wich sp unde umge echne : Tabelle 6 Wollhandel im Zoll e ein 1835 -1865 in Mio. P d. Jah Ein uh Aus uh Saldo 1835 12,3 16,5 + 4,2 1840 16,3 14,9 -1,4 1845 16,5 14,9 -1,6 1850 22,0 8,5 -13,5 1853 22,4 7,0 -15,4 1857 37,2 8,0 -29,2 1860 37,6 9,4 -28,2 1863 44,0 14,9 -29,1 1865 91,0 29,6 -61,4 Quelle: Senke , Wollp oduk ion und Wollhandel. S. 38. Die Tabelle weis aus, daß die Di e enz zwischen Impo en und Expo en imme g öße wi d, obwohl 1844 und 1848 noch einmal kleine Expo übe schüsse e ziel we den können. Deu schland wu de zwischen 1835 und 1840 aus einem Rohwollaus uh land zu einem Rohwollein- uh land. Die Zahlen, die au Rück echnungen des S a is ischen Reichs- am es am Ende des 19. Jah hunde s be uhen, geben leide keinen Au - schluß da übe , inwiewei die Aus uh aus deu sche ode ausländische Wolle bes and, wie es beispielsweise in den S a is iken des b i ischen "Boa d o T ade" geschah. Ein Teil de s eigenden Aus uh en dü e abe wie in G oßb i annien aus Re-Expo en bes anden haben. Die englischen Handelss a is iken eichen bekann lich wei zu ück. Elizabe h B. Schumpe e ha die Rohwollimpo e in England und Wales zwischen 1700 und 1808 zusammenges ell 60 • Abe die Angaben übe die i ische und spanische Wolle, die in "G ea S ones" (schwe en S einen) ode "Bags" (Packen) au Schi en einge üh wu de, eignen sich nich als Ve gleichszi e n. Zudem sind ge ade diese Gewich smaße seh unsiche und schwankend 61 • In e essan we den abe die Zahlen ab 60 Elizabe h B. Schumpe e , English O e seas T ade S a is ics, 1697 -1808, Ox o d 1960, Table XVI. 61 1 s one = 14 engl. Gewich sp und = 6,35 kg. 1 g ea s one = 1 qua e = 2 s ones = 12,70 kg. Ein Packen ode Ballen soll e wa 250 p eußische P d. gehab haben. 4 Sch i en d. Ve eins . Soclalpoll 1k 83 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 50 Hans-Jü gen Teu ebe g 1816, als man sie ü das gesam e König eich einhei lich e aß e und zwischen Expo en inländische Wolle und Re-Expo en un e schied. Alle dings is in den Expo en, die aus Inlandswolle bes ehen, auch die emde Wolle einbezogen, die in i gendeine Fo m au be ei e wu de. Die mi dem Zoll e ein e gleichba e S a is ik sieh dann olgende - maßen aus: Tabelle 7 Wollhandel in G oßb i annien 1835 -1865 in Mio. engl. Gewicb. sp und Jah Ein uh Ein uh Re-Expo e Expo Expo Saldo o al Aus alien o al o al u. Asien 1835 42,2 4,2 4,1 4,6 8,7 33,5 1840 49,4 9,7 1,0 4,8 5,8 43,6 1845 76,8 24,2 2,7 9,1 11,8 65,0 1850 74,3 39,0 14,4 12,0 26,4 47,9 1853 119,4 47,1 11,7 6,7 18,4 -101,0 1857 129,8 49,2 36,5 15,1 51,6 -78,2 1860 148,4 59,2 30,8 11,3 42,1 -106,3 1863 177,4 77,2 63,9 8,2 72,1 -105,2 1865 212,2 109,7 82,4 9,1 91,5 -120,7 Quelle: B ian R. Mi chell - Phy is Deane, Abs ac o B i ish His o ical S a is ics, Camb ldge 1962. pp. 192 -93. Die englische Zollpoli ik ha e in ühe en Jah hunde en im wesen - lichen aus wiede hol e lassenen Wollaus uh e bo en bes anden, die abe zunächs wenig beach e und zwischenzei lich auch wiede au ge- hoben wu den. E s ein 1622 e lassenes Aus uh e bo wa on länge e Wi ksamkei und Daue . Es wu de o iziell e s 1824 auße K a ge- se z 62• Sei dem F ieden on Amiens 1803 muß e ausländische Rohwolle bei de Ein uh wiede e zoll we den, wobei du ch die Na iga ions- ak e de Impo aus den eigenen Kolonien güns ige ges ell wu de. E s 1844 e hiel die b i ische Wollindus ie gemäß de allgemeinen Libe alisie ung des Außenhandels eine öllige Zoll eihei . T o z des g öße en Scha bes andes als im Zoll e ein und des höhe en Wolle ags p o Tie wa G oßb i annien nach den o liegenden Zahlen sei 1826 (in Wah hei abe schon iel ühe !) nich meh in de Lage, den Rohwollbeda aus de eigenen Wollp oduk ion zu bes ei en und muß e einen be äch lichen Teil ein üh en. Da Deu schland sei dem spä en 18. Jah hunde einen imme s ä ke en Ans ieg seine Woll- p oduk ion e leb e, muß e o allem G oßb i annien mi seinem 62 Senkel. Wollp oduk ion und Wollhandel, S. 28 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Das deu sche und b i ische Wollgewe be 51 wachsenden "Wollhunge " de ideale Abnehme sein, als sich die al en Ein- und Aus uh spe en des Me kan ilismus locke en 63• Na ü lich auch hie die F age au , wa um England in de P oduk- ion de ku zen S eichwolle du ch Deu schland jah zehn elang quali a- i übe lügel we den konn e. Das hing zunächs dami zusammen, daß die englischen Mus e landwi e im spä en 18. Jah hunde meh an de Fleisch- als an de Wolle zeugung in e essie wa en 63a • Nach A hu Youngs Be ich en ha e sich die englische Wolle zeugung inne halb on 70 Jah en e ie ach , da die Mä k e im Mi elmee - aum wie in de Neuen Wel eine s eigende Nach age nach "Wo s ed S u s" zeig en. Nach dem ame ikanischen Unabhängigkei sk ieg mi dem Ve lus al e Mä k e a eine Handelss ockung ein, die du ch die du ch die au kommende Baumwoll ab ika ion ungemein e s ä k wu de. A kw igh s E indung wu de im Wollgewe be an angs so gu wie ga nich au genommen, sonde n wie ühe im kleingewe b- lichen S il wei e p oduzie . Kein Wunde , wenn sich die Wollp eise in England zwischen 1777 und 1782 um die Häl e e minde en. Sie s iegen dann zwa nach dem Ausb uch des englisch- anzösischen K ie- ges wiede e wa au den S and o dem Ab all de no d ame ikanischen Kolonien an, um dann nochmals bis 1795 zu allen. E s dann e - klommen sie un e dem Ein luß de Kon inen alspe e bis 1815 einen Reko ds and. Die a ionelle englische Landwi scha e such e ange- sich s diese K isen na ü lich möglichs schnell e we dende Scha e zu züch en. De be ühm e Züch e Bakewell hä e am liebs en ein "Scha ganz ohne Wolle" gehab . So wu de die on ihm gezüch e e neue Leices e - ode Dishley-Rasse mi lange Wolle o he schend. E s spä e kamen un e dem Eind uck de wiede s eigenden Wollp eise Mus e landwi e wie Cooke, Sinclai und Cu wen da au , auch die Wolle zeugung züch ungsmäßig zu e besse n. Man e s eh nun bes- se , wa um sich die deu sche Woll aus uh nach G oßb i annien wie olg en wickeln konn e: 63 F ahne, Tex ilindus ie im Wi scha sleben Schlesiens, S. 190. 63a Vgl. [Ch is ian Pe e Wilhelm] Beu h, übe die Kammga np oduk ion in England und die Ein- und Aus uh on Wolle und Wollen ab ika en daselbs . Nach ag zu: [Johann Geo g] May: übe Kammga n-Maschinen- spinne ei und Ve gleichung einige P oben on Maschinen-Kammga n mi de gleichen inländischen Maschinen- und Handgespins en. In: Ve handlun- gen des Ve eins zu Be ö de ung des Gewe be eißes in P eußen, Jg.5 (1826), S.181- 84 . •• OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 52 Hans-Jü gen Teu ebe g Tabelle 8 Rohwollimpo G oßb i anniens 1801 -1850 in 1000 engI. Gewich sp unden Jah Gesam impo Da on aus P ozen an eil am Deu schland jeweiligen Gesam - impo 1801 7361 196 2,65 1805 8057 62 0,77 1810 10873 834 7,65 1815 13634 3243 23,90 1820 9776 5221 53,50 1825 43817 28931 66,00 1830 32313 26787 83,00 1835 42175 25054 59,50 1840 49448 21837 44,00 1845 75552 18681 24,80 1850 74327 9191 1,24 Que en: Senkel: Wollp oduk Ion und Wollhandel, S. 32. - Vgl. Me!dinge , Das B i- ische Reich, S. 367. Die Zahlen eihe demons ie die wachsende Bedeu ung des deu - schen Rohwollexpo s nach G oßb i annien. Ha e die spanische Wolle 1801 noch einen An eil on 88 .H. am b i ischen Gesam ohwollimpo so wuchs de deu sche An eil bis 1820 schon au übe 50 .H. an. Diese S ellung konn e die deu sche Wolle au dem englischen Ma k ziemlich unange och en bis e wa 1840 hal en. Wie Tabelle 9 zeig , wuchs dann abe de Expo billige aus alische und neuseeländische Wolle in- olge de Ein üh ung de Damp schi ah s eil an, um die deu sche sei de Jah hunde mi e aus de üh enden Posi ion zu e d ängen. Tabelle 9 Scha zuch und WoIIp oduk ion in Aus alien 1788 -1865 Jah Scha e Ballen expo ie 1788 29 1800 6124 1810 33818 161 1820 290158 331 1830 ? 6557 1835 ? 19762 1840 6312004 41025 1845 17326021 77 479 1850 ? 138679 1855 ? 163192 1860 20338812 186467 1865 34269736 333760 Quellen: Senkel, Wollp oduk ion und Wollhandel, S. 18. - J. Mues, Die O ganisa ion des Wollhandels und de Wollmä k e, Diss. Unna 1930, S. 155. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Das deu sche und b i ische Wollgewe be 53 In keinem Land de Wel nahm die Scha zuch einen so glänzenden Au schwung wie in Aus alien, was an den iesigen ungenu z en Weiden und dem milden Klima lag. Als die e s en Einwande e 1788 in Po Jackson lande en, ha en sie 29 Scha e zu Fleisch e so gung bei sich. 1793 leg e sich ein Cap ain MacA hu eine e s e He de zu, die 1804 mi Me inos gek euz wu de. Nun e s e kann e G oßb i annien die g oße Möglichkei , sich on de spanischen und deu schen Wolle unabhängig zu machen. 1849 konn en nach eine S a is ik des "O ice o he Inspec o Gene al o Impo s and Expo s" im Londone Cus om House Wes - und Südaus alien, No d- und Südwales, Van Diemensland und Neuseeland zusammen schon 30 Mio. P d. Rohwolle nach G oß- b i annien impo ie en, wäh end Deu schland mi 14,5 Mio. P d. schon au einen bescheidenen Pla z zu ückge allen wa . Süda ika ha e sich mi 5,9 Mio. P d., U uguay mi 3,3 Mio. P d. und Pe u mi 2,3 Mio. P d. die nach olgenden Plä ze gesiche . Die sich schnell e besse nden Ve - keh s e bindungen wi k en sich hie aus. Deu sche Wollhändle be- eilig en sich o an nich nu an den üh enden Londone Kolonial- Wollauk ionen, sonde n beg ünde en selbs eigene Kommissionen in übe see wie die üh enden B eme Un e nehmen Fuh mann, Johann Lange Sohns Ww. & Co., Finke & Weinlig, Kulenkamp & Koni zky, W. A. F i ze & Co. und Engelha d & Co. Diese Fi men sahen bald ih e Haup au gabe nich meh im Expo , sonde n im Impo , wo aus sich dann selbs ändige Kammzuggeschä e, wie z. B. die B eme Woll- kämme ei in Blumen hai und Hanno e und die Leipzige Wollkäm- me ei en wickel en 63lJ• Wollimpo eu e und Kammzuggeschä e gingen eine bis heu e wi ksame enge Ve bindung ein. Du ch die billigen übe seeimpo e und ande e Fak o en gingen die Wollp eise in de zwei en Häl e des 19. Jah hunde s s ändig zu ück, was sich dann en sp echend au die deu sche Scha hal ung auswi k e 64• Die b i ischen Wollimpo e wa en im Du chschni e wa d eimal so hoch wie die des Zoll e eins. Das gil auch ü die Meh ein uh en, wenn man on de auße gewöhnlichen S eige ung de deu schen Woll- impo e im Jah e 1865 absieh . G3b Vgl. We ne Genzme , Fuh mann & Co., 200 Jah e Wollhandel, Ams e - dam-Be lin 1935. -Die B eme Wollkämme ei, Blumen haI/Hanno e 1884 bis 1909, Be lin 1909. -Robe Ba gmann, B emens Wollhandel, B emen 1941. - Ka l Jano sky, Die Technik des Wollhandels, Wien 1919. - Joachim Mues, Die O ganisa ion des Wollhandels und die Wollmä k e, Diss. Unna 1930. 64 Schmid, Die ausländische Konku enz au dem Wollma k und ih Ein luß au die Ausges al ung de deu schen Scha zuch . In: Zei sch i ü Scha zuch , Jg.1923, H. 12 - 13. - W. Hi s , His o y o he Woollen T ade du ing he las Six y Yea s, Leeds 1844. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 54 Hans-Jü gen Teu ebe g 3. Das Eind ingen neue P oduk ionsme hoden und die Phasen de Mechanisie ung Die bishe genann en Zahlen geben nich nu Au schluß übe die gegensei igen Abhängigkei en bei de Wollp oduk ion, sonde n lassen au g und de be äch lichen Ein uh un e schiede be ei s au eine höhe e b i ische Wollwa enp oduk ion schließen. Ehe diese Zahlen o - ge üh we den, schein es abe no wendig, au den Wandel de P oduk- ions echnik und besonde s die Phasen de Mechanisie ung einzugehen. Das Wollgewe be bie e - wei besse als die on Adam Smi h zi ie e S ecknadelindus ie - das klassische Beispiel ü eine ühzei ige A bei s eilung. U sp ünglich gehö e die gesam e Tex ilhe s ellung wie die E zeu- gung und Ve a bei ung on Nah ungsmi eln bekann lich zu Wi - scha des "ganzen Hauses" (0. B unne ). Wäh end abe Bie b auen, B o backen und ähnliche Tä igkei en als ganzes bis ins 19. Jah hunde in de hauswi scha lichen Eigenp oduk ion e blieben, wu de die Tex ilhe s ellung ühzei ig in einzelne A bei s ollzüge au gespal en und einige da on wie das Walken, Zu ich en, Fä ben, App e ie en und Bed ucken aus de al en Hauswi scha ausgegliede . Abe das Spinnen und Weben blieben nach wie o eine heimgewe bliche Tä ig- kei , wenngleich sie sich eilweise zu lohnabhängigen A bei wandel e. Wäh end die Mu e und ih e Töch e spannen, und die Knaben die Wolle kämm en, saß de Va e gewöhnlich am Web ahmen. U sp üng- lich wa en die Spinnenden und Webenden selbs ändig gewesen, indem sie ih e Rohwolle selbs einkau en und e a bei e en. Mi den übe den lokalen Ma k hinaus p oduzie enden Ve lagen wu den sie on einem s äd ischen Un e nehme (Tuchhändle , Manu ak u is , Clo hie , Manu- ac u e ) abhängig, de ihnen die Wolle ode das Ga n lie e e sowie die Halb- ode Fe igp oduk e, o übe einen Zwischenmeis e , wiede abnahm. De ein ache Spinne und Webe wa wegen des ehlenden Kapi als und de zu ge ingen Ma k kenn nisse kaum in de Lage, einen g öße en Fe nhandel mi Rohs o en und P oduk en zu üh en. Du ch K edi gewäh ung konn e sich die Abhängigkei schnell e s ä ken. O gehö en dem Ve lege nich nu die Rohwolle und das Ga n, son- de n auch de Webs uhl ode die Walkmühle. Manche Webe wa auch nich nu on einem, sonde n gleich on meh e en Ve lege n abhängig. En sp echende be u liche und gesellscha liche Abs u ungen bilde en sich he aus: In England gab es beispielsweise neben dem "Mas e Wea e ", de noch einen eigenen Webs uhl besaß und den u sp üng- lichen Handwe ke ypus e kö pe e, den uns ändigen "Jou neyman- Wea e " , de sich gegen En gel ode Kos und Logis beim "Mas e - Wea e " au Zd e ding e, da e wede eigene P oduk ionsmi el noch OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Das deu sche und b i ische Wollgewe be 55 Rohs o e besaß. Wenngleich die Wollwebe p oduk ion somi meis ens wei e in de dezen alisie en Fo m e blieb, so wa die Abhängig- kei on einem Ve lege o allem in England schon am Ende des 17. Jah hunde s die Regel. Die al e Zun o m wa längs du ch- b ochen. F eilich bo die Landwi scha , die neben- ode haup be u - lich be ieben wu de, bei ländlichen Wollhandwe ke n s e s eine wei e e E we bsquelle. Die Haup au gabe des englischen "Clo hie " ("Clo hmake ") bes and im Ankau de Rohwolle, so e n e nich eine eigene Scha he de besaß, und im Ve kau de geweb en Zeuge, die ihm die "Kleinmeis e lie e en. Manche diese Ve lege beschä ig en hunde e solche Webe . Die Rohwolle bezog man einmal on den "S aple s", die zwischen den Gegenden mi iel Scha zuch und den Woll e a bei ungszen en eine A Ve mi le unk ion ausüb en. De "S aple " beso g e zum Beispiel ü die "Clo hie s" in Yo kshi e die besonde s ku zhaa ige Wolle aus No olkshi e, wo diese haup sächlich p oduzie wu de. Eine zwei e G uppe on Wollhändle n wa en die "Fac o s" (Agen en ode Kommissionä e), die sich in den höhe en - wickel en Zen en des Wollgewe bes als wei e es Glied in die Ke e zwischen dem P oduzen en und dem Kunden zu schieben wuß en. Sie wa en o besonde s kapi alk ä ig und gaben mi un e kleine en "Clo hie s" die Rohwolle au K edi , wodu ch sie sich ein Ve kau s- monopol siche en 65• Die "Fak o en". die au ih e eigene Rechnung kau en und dahe nich als gewöhnliche Kommissionä e angesehen we den dü en, wu den o mals in ku ze Zei zu e mögenden Leu en und on ande en Clo hie s e s ändliche weise als Pa asi en in ih em Geschä szweig angesehen. Manu ak u en gehö en dagegen im eng- lischen Wollgewe be noch im 18. Jah hunde zu den Ausnahmen, wie eine Pa lamen sun e suchung 1806 es s ell e 66• In Os england, o allem im Bezi k Wes -Riding de G a scha Yo kshi e, blieb die A bei s eilung dagegen lange ge ing. Es ehl e hie die Di e enzie ung on Ve lege n und Webe n. De Webs uhl und auch das Rohma e ial wa en Eigen um de P oduzie enden. In diesem Wollgewe bezen um leb e man im Gegensa z zu den wes lichen 65 Lipson, Sho His o y o Wool, p.28. 66 übe die An änge eine zen alisie en Wollmanu ak u in B is ol wi d schon aus dem Jah e 1340 be ich e . Siche is auch, daß g oße Wollhändle am Ende des 14. Jah hunde s begannen, die Wolle im Inland in g öße en We ks ä en e a bei en zu lassen. Eine on ihnen namens John Winchcombe soll so eich gewesen sein, daß e nach eine Legende Hein ich VIII. be- wi en konn e. Ein Gedich on 1597 besch eib seine Manu ak u , die on seinen Nachkommen wei e be ieben wu de. Da in we den 200 Webe in einem Saal, 200 spulende Knaben, 100 k empelnde Weibe , 200 spinnende Mädchen, 150 wollezup ende Kinde , 50 Tuchsche e , 80 Rauhe , 20 Walke und 40 Fä be au gezähl . Vgl. Ash ey. Hiso y o English Woollen Indus y, p.270. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 62 Hans-Jü gen Teu ebe g kann soga die Ve bannung (T anspo a ion) nach Ame ika ausge- sp ochen we den. Au de ande en Sei e e häl die bes e Ga nspinne in in jedem Do jäh lich eine Belohnung und wi d als "Ga nkönigin" mi einem Umzug zu Ki che geeh . Man eu sich deu sche sei s, daß man den kleins en Ums änden bei de Woll e a bei ung Beach ung schenk , so daß die he ges ell en E zeugnisse on hohe Gü e sind: "Webe - s ühle sind in Eu opa ebenso unen beh lich und no wendig wie Back- ö en", s ell Taube es . Auch die Fä be ei und D ucke ei is dank solche übe wachungen und P ämien zu eine hohen Blü e in England gelang . Eine einzige Fä be ei in Wake ield e b auch jäh lich 40 - 50 Zen ne Cocchenille und das zehn ache an Indigo. Die "Schön ä be " besi zen alle hand Geheimnisse, die auße halb de Insel nich bekann sind. So is es be ei s gelungen, ü die au de Insel wenig o handene K appwu zel einen Fa be sa zs o zu inden, de nich wenige daue - ha ä b . Nu will die Schwa z ä be ei imme noch nich ech gelin- gen, so daß man unge ä b e Tüche zum Schwa z ä ben nach Holland und holländische zum Scha lach ä ben nach England schick . Nach den Schä zungen de beiden zei genössischen Beobach e be äg de We de englischen Wollwa enp oduk ion um die Mi e des 18. Jah hunde s jäh lich 6 - 7 Mio. P d. S . (54 Mio. l..), wobei e wa gleich iel ein- heimische und ausländische Wolle e a bei e sei. Im Mi elpunk de nach olgenden deu schen Be ich e s a ung übe die Fo sch i e de englischen Wollgewe be s and zunächs imme wiede Leeds mi seinem be ühm en Woll- und Tuchma k sowie seinen Manu ak u en und Fab iken. Un e ande em haben hohe p eußische Beam e wie Theodo on Schön, G a on Dohna und Ca l F ied ich Schinkel, de Schweize Indus iepionie J ohann Geo g Bodme und de sächsische Leiba z und Mi beg ünde de Psychologie Ca l Gus a Ca us dem g öß en do igen Wollzeug ab ikan en Benjamin Go einen Besuch abges a e 79• Faß man ih e Besch eibungen zusammen, dann e geben sich olgende Einsich en: 79 Au die z. T. seh anschaulichen und auch echnischen Einzelbesch ei- gungen kann hie na ü lich nich eingegangen we den. Vgl. TheodoT on Schön, S udien eisen eines jungen S aa smannes in England am Schlusse des o igen Jah hunde s, Be lin 1891, S. 225 - 6. -DeTs., Jou nal o he Jou ney h ough England om he 2nd o Ap il o he 10 h o Ap il 1799. S A Gö ingen, Schön-Nachlaß (Deposi um . B ünneck) N .57 (Tagebuchno iz . 11. Mä z). - Philipp AndTeas Nemnich, Besch eibung eine im Somme 1799 on Hambu g nach und du ch England geschehenen Reise, Tübingen 1800, S. 177 - 183. -Ae a wegen aus Engeland einzuziehende Handels- Nach ich en, auch on neuen E indungen im Fab icken- und Manu ae u - Fache, 1801 - 1809. -DZA Me sebu g; Gen. Di . Fab iken-Depa emen , Ti . LXXX N . 55 (Technische Besch eibung de Go schen Wollmanu ak u du ch G a on Dohna.) -[FTiedTich LebeTech CTusius}, Reise eines jungen Deu schen in F ank eich und England im Jah e 1815, Leipzig 1909, S. 129 - 31. - Johann GeoTg BodmeT, Tagebuch übe meine Reise im Ine en [sie!] on England ange angen am 5 8 b e 1816. H sg. on Helen und Paul Schoch- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Das deu sche und b i ische Wollgewe be 63 De Bezi k Wes -Riding in Yo kshi e is auch im ühen 19. Jah - hunde noch imme wie ühe das Zen um ü die He s ellung on "o dinä em Tuch". Die 6 - 8 000 ländlichen Tuchmache , die e wa im Umk eis on 10 Meilen um Leeds wohnen, e ügen nu übe wenig Kapi al und müssen nebenbei noch on de Landwi scha leben. Die meis en besi zen abe nu ein bis zwei Mo gen (ac es) Land, um eine Kuh ode ande es Vieh da au zu hal en. Sie kau en ih e Wolle on den umhe ziehenden "Wool S aple s" ode di ek au dem Woll ma k in Leeds, wobei man zwischen ku ze und lange Wolle un e scheide . Die e s e wi d gek a z und zu S eichga n bzw. ein achen Woll üche n, die ande e gekämm und zu Kammga n bzw. gla en Zeugen (Wo s ed) e a bei e . Die Wollhändle sind e eidig und haben die Rohwolle nach de Gü e o so ie . Die Wolle wi d zue s g ob ge einig , dann in U inlauge und Wasse nacheinande g ündlich gewaschen (scou ed), in den Wol (de il) gewo en und om S aub ge einig (picked), geöl , gesch obbel (sc ibbled) und au eine Maschine ges ichen (ca ded), au eine Maschine (slubbing machine ode "Billy") locke o gesponnen und schließlich au de Jenny ein nachgesponnen. O ensich lich sind die kleinen Spinnmaschinen, die Jennys, in den e s en d ei Jah - zehn en hie übe all die Regel. Manche Tuchmache beziehen alle dings ih Gespins auch di ek on de Fab ik, die eben alls in de Um- gebung on Leeds s eh und mi Wasse - ode Damp k a be ieben wi d. Anschließend wi d das Ke enga n geleim (sized wi h glue) und schließlich als le z es geweb . Das Tuch wi d dann om Öl in eine Taubenmis b ühe ge einig , die Kno en, Spli e , Hä chen usw. aus- gezup (bu led and spiled) und dann in die Walke ei geb ach . E s nun is es sowei , um in Leeds jeden Diens ag ode Sams ag in eine de Tuchhallen zum Ve kau ausges ell zu we den. Hie e scheinen die ansässigen Tuchhändle , suchen die Pa ien nach Gü e und Fa be aus und lassen, wenn man sich übe den P eis einig gewo den is , diese in ih e Wohnungen b ingen. Do we den die Tüche genaue gemus e , gemessen und bezahl . Anschließend we den die S ücke mi gewöhn- lichen Dis eln ode au K a zenmaschinen ge auh , d eimal on Tuch- sche e n gescho en, im S ück ge ä b (dyed in he piece), on Spli e n und Fase n e neu be ei , Löche zuges op und heiß und kal ge- Bodme (S . Gallen). In: Vie eljah essch i de Na u o schenden Gesell- scha in Zü ich, Bd.81, Zü ich 1936, Beibl. No. 25, S. 21. - H. S. Spike , Reise du ch England, Wales und Scho land im Jah 1816, Bd. 1, Leipzig 1818, S. 146 - 52. - E. [dua d1 F. [ o ens] Ri inus, His o isch-S a is ische Da s el- lung des nö dlichen Englands nebs e gleichenden Beme kungen au eine Reise du ch die südwes lichen G a scha en, in B ie en, Leipzig 1824, S. 26 bis 56. - Ca l F ied ich Schinkel, Tagebuch de Reise nach F ank eich und England im Jah e 1826. In: Aus Schinkel's Nachlaß. H sg. on Al ed F ei- he on Wolzogen, Bd.3, Be lin 1863, S. 87 - 89. - G. [us a 1 Ca us, Eng- land und Scho land im Jah e 1844, Bd.2, Be lin 1845, S. 156 - 58. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 64 Hans-Jü gen Teu ebe g p eß . Alle diese zule z genann en App e ie - und Fä bea bei en we den in besonde en Manu ak u en du chge üh , die den Tuch- händle n gehö en. Je nachdem es aus einem b ei en ode schmalen Webs uhl komm , wi d das Tuch B oad ode Na ow (Plain) Clo h ge- nann . Das B ei e Tuch wi d wiede um in Li e ey Clo h, Second ode Re ined Clo h, Second Supe ine Clo h bzw. Bes ode Supe ine Clo h mi en sp echenden P eisklassen un e eil . Neben diesen beiden Haup so en kamen olgende Woll uchso en au den Ma k : Hun e (nich gep eß es, einsei ig gescho enes Tuch ü Jäge ), Casimi (aus Kaschmi e ballho n ), Coa ing (Bibe ). Ra een Clo h ( isie es Tuch), Calmuck, Du il, Shag (Plüschs o e), Swankin, Toiline , Moleskin und ande e Modes o e. Vel e Clo h wa ein wollne Sam nach A des Manches e co d. Tu key clo h wa dagegen ein besonde s dünne Woll- s o (Shallees, D ap de Se ails usw.). übe die P oduk ion on b ei en und schmalen Woll üche n in dem Haup zen um Wes -Riding gib es olgende deu sche Au s ellung: Tabelle 10 Woll ucl p oduk ion in Wes -Riding (Yo kshi e) 1732 - 1821 in S ück Zei aum S ückzahl Zei aum S ückzahl 1732 - 1741 580645 1772 -1781 2009972 1742-1751 1236304 1782 -1791 2768200 1752-1761 1255339 1792 -1801 3940227 1762 - 1771 1546822 1802 -1811 4344 011 1812 -1821 4521742 Que!!e: Ri nus, His o isch-S a is ische Da s ellung des nö dlichen Englands, S. 256. Die Zahl de hausgewe blichen Tuchmache geh sei 1820 o enba zu ück, doch schä z man deu sche sei s 1823, daß imme noch 30 bis 40 000 E we bs ä ige mi ih en Familien di ek ode indi ek in diese Fo m om Wollgewe be leben. Na ü lich haben sich die deu schen Englandbesuche auch mi dem Mechanisie ungsp ozeß be aß . So wi d die Flying Shu le schon 1766 on zwei jungen p eußischen Beam- en eingehend besch ieben, die de schlesische P o inzialminis e E ns Wilhelm on Schlab endo mi Billigung F ied ichs d. G . zu E kun- dungszwecken au die Insel geschick ha e 80 • Die eingehends e Be- 80 Auch ande e kleine Maschinen zum Rauhen, P essen und Walken we - den hie genau besch ieben. Die beiden schlesischen Beam en haben sich länge e Zei in Leeds, Hali ax und Lancashi e au gehal en. Vgl. Be ich e und Dia ia de behu s de E le nung de Landwi scha nach England abge- schick gewesenen app en i s. -DZA Me sebu g Gen. Di . Gene al-Depa - emen Ti . LXIII, N . 4. -Zwey Be ich e des Obe am mann Reisel und des Obe am mann Mülle ih e in Engeland anges ell en wi scha lichen Be- obach ungen 1765 und 1766. (Aus eine Handsch i .) In: Sammlung ku ze Reisebesch eibungen und ande e zu E wei e ung de Lände - und Menschen- kenn niß dienenden Nach ich en ,Bd.13, Be Un 1784, S. 325 - 62. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Das deu sche und b i ische Wollgewe be 65 sch eibung de beginnenden Mechanisie ung im englischen Woll- gewe be s amm on dem p eußischen Fab ikenkommissions a Johann Geo g May, de im Au age Beu hs 1825 die Insel be eis e 81 • Nach Be- sich igung de g öß en Wollgewe bezen en s ell e e in einem Be- ich ü den "Ve ein zu Be ö de ung des Gewe b leißes in P eußen" es , daß die meis en englischen Tuchmache noch kleine Spinn- maschinen mi 30 - 40 Spulen benu z en. Das Vo gespins wu de an ielen O en noch au den handbe iebenen Spinn äde n und nu in g öße en We ks ä en du ch eine besonde e Spinnmaschine ange e - ig . In eine Fab ik in Leeds sah e zwanzig al e Spinnmaschinen, wie sie um 1800 geb auch wu den. Au sein Be agen e klä e de Fab ik- un e nehme , es gebe zwa neue e und o eilha e e Maschinen, doch hä en sich seine A bei e an diese hie gewöhn . So we de e e s neue anscha en, wenn diese e b auch seien. Alle dings ha e man iele neue Klop -, B ech-, K a z-, S eich- und Vo spinnmaschinen. Das al e Spinn ad wu de nu noch on al en F auen benu z . Das Weben geschah nun übe all mi dem Schnellschü zen. ("Man ha keine Idee meh da on, wie man ohne Schnellschü zen e ig we den könn e.") Die Schü zen und Rollen wa en alle dings noch oh aus Holz gea bei e und nu mi Eisen beschlagen. Bei den Walkmühlen and e keine g oßen Un e schiede gegenübe den deu schen Aus üh ungen, nu bei den Rauh- und Sche maschinen. Diese be anden sich abe nu in zwei ode d ei g öße en Fab iken und wu den aus Fu ch o Nachahmung und Maschinens ü me ei nu sel en gezeig . Im wes englischen Wollzen um Wil shi e, Some se und Glouces e shi e sah man sie dagegen nach Mays Angaben schon als gewöhnlich an. Am wei es en o gesch i en wa die Mechanisie ung in de Kammga nspinne ei und -webe ei. Wenngleich die lange Wolle an manchen O en noch nach de al en A mi de Hand gekämm wu de, so wa man nach Mays Beobach ungen doch übe all dabei, sich auch hie maschinell umzus ellen. Die kon- inuie lichen Kammga nspinnmaschinen, die du ch P e de und Wasse ode auch schon du ch Damp k a ange ieben wu den, hiel man abe noch übe all seh geheim, so daß e sich nu mi Hil e on Be- s echungen Zu i e scha en konn e. Ihm iel au , daß im Gegensa z zu Deu schland die meis en Maschinen eile nun übe all aus Eisen wa en. Wo die Wollwebe ze s eu au dem Lande wohn en und die P oduk ion noch nich in eine Hand lag, do wa auch die Mechanisie- ung nich wei o gesch i en. Die Kammga nindus ie s ell e neben dem "wo s ed ya n" die "wo s ed s u s" ( eine Wollzeuge) und "wo - 81 {Johann Geo g] May, übe Kammga nspinne ei und Ve gleichung einige englische P oben on Maschinen-Kammga n mi de gleichen inländischen Maschinen und Handgespins . Gesch ieben im Janua 1825. In: Ve handlun- gen des Ve eins zu Be ö de ung des Gewe be eißes in P eußen, Jg.5 (1826), S. 98 -103. 5 Sch i en d. Ve eins . Soclalpol1 lk 83 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 66 Hans-Jü gen Teu ebe g s ed s ockings" he . Bei den "wo s ed s u s", die haup sächlich in No wich p oduzie wu den, gab es olgende Haup wa en: Feine Kamelo e, Wolldamas , Wolla las und iele Un e ab eilungen. Alle diese So en wu den ins Ausland expo ie und ich e en sich nach dem besonde en Geschmack des jeweiligen Landes. Die englischen Woll- ab ikan en sand en ih e Söhne ode besonde e Reisende (Ride s) do - hin, um die Wünsche de Kundscha kennenzule nen und Bes ellungen en gegenzunehmen. Die g oße Konku enz bilde en die billigen Baum- wolls o e, die den Absa z au den adi ionellen Mä k en ge äh de en. So ha en sich manche Be iebe da au e leg , die billigen Ka un- Shawls in Wolle nachzuahmen, was besonde s die "a men Hau en" des Webe olks um No wich eine Weile übe Wasse hiel . Insgesam s ell e sich diese P oduk ion abe als ein Miße olg he aus. Die imme schnelle wechselnde Mode wa ge ade ü die Kleinmeis e schlech zu bewäl igen. Bes imm e So en kamen plö zlich ganz auße Geb auch, wie Möbela las ode Bombasins. Die bun en, leich bed uckba en und iel ge ällige wi kenden Baumwolls o e, aus denen sich ges ei es Ma osenzeug, gewü el es Be zeug und Schü zen, Tisch üche und Hemden he s ellen ließen, mach en in de Nach age das Rennen, so daß Wollwebe au diesen Gewe bezweig übe wechsel en. Bes imm e Spezialwebe eien, die z. B. S ump bände , Li eebo en, Schnü senkel usw. p oduzie en, konn en sich im Raum Manches e e häl nismäßig gu hal en. Wie die e s e Wel indus ieauss ellung 1851 in London zeig e, wa das Wollgewe be insgesam in seine Bedeu ung wei hin e die Baumwollindus ie zu ückge allen. Ebenso wie in G oßb i annien he sch e in Deu schland jah hunde e- lang eine a bei sin ensi e amiliengebundene A bei sweise o , bei de sich die Vo gänge des K empeIns. Spinnens, Walkens, Sche ens und Fä bens om zen alen Web o gang allmählich ablös en und e selb- s ändig en. Die ü die einzelnen A bei s ollzüge no wendigen Ge ä e und Hil smi el wu den im Lau e de Zei imme kos spielige und komplizie e , so daß sie die Kapi alk a und die Fe igkei des ein- zelnen Handwe ke s zu einem gewissen Zei punk übe s iegen. Walk- mühlen, Bleichen und Fä be eien muß en schon ühzei ig o on de Zun gemeinsam un e hal en we den. Die Ums ellung om dezen ali- sie en handwe klichen Gewe be zum zen alisie en maschinellen G oßbe ieb ollzog sich, nimm man die ela i wenigen Woll- manu ak u en des 18. Jah hunde s aus, im ganzen e s im 19. Jah - hunde . Im Gegensa z zum Leinen-, Baumwoll- und Seidengewe be konn e sich die zun mäßige O ganisa ion beim Wollgewe be e - häl nismäßig lange hal en. Die Rezep ion de englischen Maschinen- spinne ei und -webe ei ollzog sich dahe noch zöge nde als au de Insel. Me kwü dige weise gib es bis heu e keine einzige Da s ellung, OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Das deu sche und b i ische Wollgewe be 67 die die Au nahme und Du chse zung de b i ischen Tex ilmaschinen in Deu schland zusammenhängend besch eib . Die Nach ich en übe das Au auchen diese echnischen Inno a ionen sind in ielen egionalen S udien e s eu und höchs wide sp uchs oll. übe blick man die ze - s eu en Nach ich en, dann schein es, als habe die Mechanisie ung de Tex ilgewe be zue s im sächsischen Vog land und E zgebi ge, in Be - lin, im Zü che Obe land und Kan on S . Gallen sowie im Obe elsaß Fuß ge aß 82• De Wandel de P oduk ions e häl nisse und de Mechanisie ungs- p ozeß lassen sich am bes en in Sachsen e olgen. Bei dem übe gang zum Ve lag und dem Fe nhandel wa wie in England de kapi al- schwache Kleinmeis e ühzei ig in die Abhängigkei s äd ische Woll- und Tuchhändle ge a en, die ihn zum Lohnwe ke he abd ück en. De übe gang zu Ve lags o m üh e zu he igen wi scha lichen und sozialen Kon lik en, die sich noch e schä en, als nach de Blü ezei des zün igen Wollgewe bes im 14. Jah hunde un e dem Ein luß ausländische Konku enz Absa zk isen au a en. Die P i ilegie ung de Händle in de Zu ich ung und Fä be ei und die He anziehung billige ländliche Spinne und Webe zu Du chb echung des Zun - monopols du ch die G oß e lege ließ dem s äd ischen Wollwebe au die Daue keinen Ausweg: E muß e sein Rohgewebe dem Ve lege , spä e dem Manu ak u - ode Fab ikhe en anbie en. Es a eine Ve - schiebung om al en selbs ändigen Tuchhandwe ke zum unselbs ändi- gen Tuch- und Zeugmache ein. Die Abhängigkei des sächsischen Woll- handwe ks on g oßen Woll- und Tuchhändle n in Leipzig, C immi - schau, Ge a und G eiz bes and schon lange, als sich die e s e Mechani- sie ung eins ell e. Sowei man e kennen kann, sind die e s en Jenny-Spinnmaschinen 1785/86 du ch die Ve lege Geb . G äse in Langensalza und den Tuch- händle Bugenhagen in Chemni z au ges ell wo den 83• Sie e meh en sich bis zum Ende des Jah hunde s wie olg : 82 Josej Kulisehe , Allgemeine Wi scha sgeschich e des Mi elal e s und de Neuzei , 2. Au l., Bd.2, München 1958, S. 475 - 76. 83 Albin König, Die sächsische Baumwollindus ie am Ende des o igen Jah hunde s und wäh end de Kon inen alspe e, Leipzig 1909, S.96. - Vgl. Geo g Mee wein, Die En wicklung de Chemni ze bzw. sächsischen Baumwollspinne ei on 1789 - 1879. Diss. Be lin 1914, S. 18. - William O. Hende son, B i ain and Indus ial Eu ope 1750 - 1870, 2nd ed. Manches e 1965, p.268. 5* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 68 Hans-Jü gen Teu ebe g Tabelle 11 Zunahme de Jenny-Maschinen in Ku sachsen 1785 -1800 Jah Jennys Jah Jennys 1785 3 1793 107 1786 9 1794 d. 213 1789 23 - 25 1795 253 1790 57 1796 453 1791 87 1797 903 1792 97 1800 2004 QueUe: König, Baumwollindus ie, S. 95. - Die Zahlen beziehen sich au den No em- be (Michaelis) eines jeden Jah es und en hal en auch die in Sachsen nachgebau en Spinnmaschinen. Wie iele diese e s en Spinnmaschinen im Baumwollgewe be und wie iele im Wollgewe be Au s ellung ge unden haben, läß sich diese Au s ellung nich en nehmen. Dem Plauene Ve lege Johann Ch is ian Baumgä el glück e nach eine England eise 1792 de Nachbau des Schnellschü zen und eine Tuchsche maschine und dem Chemni ze "Baumwollen-Manu ak u g oßhändle " Kon ad Wöhle zusammen mi dem angewo benen englischen Mechanike William Wi he ield aus Hali ax de Nachbau eine e s en A kw igh schen Spinnmaschine 84• Whi e ield bau e auch nochmals den Schnellschü zen nach und un e - b ei e e de sächsischen "Landes-Oekonomie-Manu ak u -Comme cien- Depu a ion" den Plan, ü alle kleine en sächsischen Spinne eibesi ze ein ganzes So imen on K empel- und Vo spinnmaschinen zu bauen, dami sie das on Wöhle gelie e e Ga n unmi elba wei e e a bei- en konn en. De Vo schlag wu de genehmig und Whi e ield in es en Diens genommen. Die Aus üh ung schei e e dann abe da an, daß das neue Wöhle sche Ga n ü die Jennymaschinen nich geeigne wa . Da ü e ich e e Whi e ield 1799 ü den spä e en sächsischen Kabine s- minis e G a De le on Einsiedei (1773 -1861) in de Nähe dessen Schlosses Wolkens ein an de Zschopau in de Am shaup mannscha Ma ienbe g eine mechanische Wollspinne ei, die auch einen englischen 84 He be Pönicke, De An eil Mi eldeu sche an den echnischen E un- genscha en des 19. Jah hunde s. In: Hambu ge Mi el-Os deu sche Fo - schungen, Bd.3 (1961), S. 27 - 94. -De s., Sächsische Wi scha sköp e. In: Jah buch de Akademie gemeinnü zige Wissenscha en, E u , Jg.1955, S. 77 -105. -Bein, Indus ie des sächsischen Vog landes, Teil 2, S. 119 . - König, Baumwollindus ie, S. 3 . -Fie e Benae s, Les o igines de la g ande indus ie allemande, Pa is 1939, S.360. -Ho s K üge , Zu Ge- schich e de Manu ak u en und Manu ak u a bei e in P eußen, Be lin-Os 1958, S. 106. - Baumgä el-Ak en, S A D esden, Loc. 11 466 und P o okolle und Rela ion on de Leipzige Michaelis-Messe anno 1795, BI. 65. Zi ie nach We ne K oke , Wege zu Ve b ei ung echnologische Kenn nisse zwischen England und Deu schland in de zwei en Häl e des 18. Jah hun- de s, Be lin 1971, S. 168. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Das deu sche und b i ische Wollgewe be 69 Maschinenmeis e bekam 85• 1798 e hiel de sächsische Kau mann und Ve lege Ka l F ied ich Be nha d, de zu o in Manches e gewesen wa , on de sächsischen Regie ung ein "P i ilegium exclusi um" ü zehn Jah e und e ö ne e in Ha hau bei Chemni z eine e s e Baum- woll-Mule-Spinne ei, wobei ihm wiede um englische Maschinenbaue und s aa liche Zuwendungen bei de P oduk ionsau nahme hal en 86• Die Zahl de Maschinenspindeln s ieg dann wie olg an: Tabelle 12 Zahl de säcbsiscl en Masdlinenspinne eien 1812 -1831 Jah 1812 1831 Anzahl de Maschinen- Spindeln spinne eien 108 84 255904 361202 Abe die Zahlen und spek akulä en G ündungen dü en nich übe - schä z we den. Obwohl die sächsischen Tex ilun e nehme nich s ü die Pa en e zu bezahlen b auch en und de S aa ihnen die Bezahlung de Facha bei sk ä e und die So ge um den Absa z mi Hil e eines Monopols wei gehend abnahm sowie s aa liche Da lehen zu ge ingen Zinsen das nö ige Kapi al siche en, konn en ohne englische Hil s- k ä e die e s en Maschinen nich e olg eich be ieben we den. T o z all diese Vo eile, die die englische Konku enz nich besaß, wa de ökonomische E olg an angs bescheiden. 1804 melde e de p eußische Fab ikenkommissa Johann Geo g May nach Be lin, die nach engli- schem Mus e einge ich e e "Wa e -Ga n-Spinne ei" Wöhle & Lange sei in einem ganz schlech en Zus and und e zeuge eine schlech e Ga n- quali ä . Dagegen habe die Mule-Ga n-Spinne ei de Geb . Be nha d 1801 einen gu en Fo gang genommen 87• Wie die zei genössische deu sche Li e a u beleg , wa man sich e wa sei den neunzige Jah en de Bedeu ung de A kw igh schen E indung ü die Maschinenspinne ei oll bewuß . Sie wu de p ak- isch gleich nach ih e e s en e olg eichen Du chse zung s aa liche sei s 85 F ied ich Geo g Wieck, Indus ielle Zus ände Sachsens, Chemni z 1840, S.292. - Vgl. Köhle , His o ische Nach ich übe die Be gs ad Wolkens ein, Leipzig 1781. 86 König, Baumwollindus ie, S.101. -Schön, S udien eisen, S.127. 87 Ac a, wegen des Nachbaues de in England e undenen und in Sachsen be ei s e ich e en Wa e -Mule-Maschinen ü Baumwolle: i em Nach ich übe den Zus and de Chemni ze Baumwollen-Spinne eien. -DZA Me se- bu g, Gen. Di . Manu ac u - und Comme z- Collegii, Ti . XXXX, XL N . 46. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 70 Hans-Jü gen Teu ebe g ezipie . Abe o enba bes and iele o s noch keine d ingende ökonomische No wendigkei zu Ein üh ung, weil z. B. im Gegensa z zu England de Schnellschü ze noch e gleichsweise wenig in de Webe ei Eingang ge unden ha e. De g oße "Ga nhunge " wa noch nich ausgeb ochen, wie auch de s eigende Rohwollexpo beweis . Die eu en mechanischen Spinnmaschinen anden im Gegensa z zu den billigen Jennys ausnahmslos in dem meh zen alisie en Baum- wollgewe be zue s Au s ellung. Die Ein üh ung im Wollgewe be, ins- besonde e zu He s ellung on S eichga nen, blieb auch nach 1800 zunächs eine Ausnahme 88• Das Spinnen als Nebenbeschä igung ü F auen, Kinde und Gesinde wa o enba noch so kos engüns ig, daß die Au s ellung neue Maschinen dadu ch behinde wu de. Demgegen- übe wa en, wie de sach e s ändige Englände And ew U e spä e schä z e, 1788 in England und Scho land be ei s 143 mechanische Baumwollspinne eien mi e wa 2 Mio. Spindeln, 600 Mule-Maschinen und d. 20000 Jennys im Be ieb 69 • Um 1800 konn en sowohl on de Scha - wie on de Baumwolle Ga ne alle möglichen Feinhei sg ade (Numme n) mi Hil e de neuen Maschinen he ges ell we den. In de Regel lie e en die mi de Hand bedien en "Jennys" und die mode ne en "Mules" als Zugmaschinen den locke gesponnenen Faden ü den Einschlag, die "Wa e ames" als Rahmenmaschinen mi Wasse - und Damp an ieb den es e en "Wa e wis " ü die Ke e. Dazu gehö en Maschinen zum Au locke n de Wolle und zum Reinigen on S aub und F emdkö pe n, die "Wol " genann wu den, sowie S eich- und Vo spinnmaschinen 89a • E s dann kam das Ga n zu Zug- ode Rahmenmaschine, wo es endgül ig e sponnen wu de. Die mechanische Kammga nspinne ei schein da- gegen, obwohl einzelne Besch eibungen aus dem "Repe o y o A s" nich unbekann geblieben wa en, um diese Zei in Deu schland noch nich be ieben wo den zu sein 90• Abe diese b auch e auch in England lange zu eine e s en Vollkommenhei . 88 Blumbe g, Kammga n- und S eichga nindus ie, S. 14. 89 And ew U e, The Philosophy o Manu ac u e, London 1835. -Deu sch: Das Fab ikwesen in wissenscha liche , mo alische und komme zielle Hin- sich . A. d. Engl. on A. Die zmann, Leipzig 1835 (3. Au l. 1861). -Die gleichen Zahlen inden sich auch in dem anonymen A ikel: übe die Maschinen-Spinne ey, haup sächlich im P eußischen s aa e. In: Jah büche de P eußischen Mona chie un e de Regie ung F ied ich Wilhelms II!. H sg. on F ied ich Rambach, Jg.101, Bd. I, S.11. 89a Das mi de Hand e olgende Wol en und K empeln, das sei 1800 du ch e schiedene Maschinen e se z wu de, is besch ieben bei: Duhamel de Monceau, Die Tuchmache kuns , o nehmlich au einen Tüche n. A. d. F anz. on Go ied Daniel Sch ebe , Leipzig-Königsbe g-Mie au 1766. - J. G. Scheible , G ündliche und p ak ische Anweisung einwollne Tüche zu ab izie en, B eslau-Leipzig 1806. 90 übe die Maschinenspinne ei. S. 12. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Das deu sche und b i ische Wollgewe be 71 Eine ähnliche En wicklung läß sich im benachba en P eußen zu diese Zei beobach en. Sei den ach zige Jah en des 18. Jah hunde s gab es ein s a kes In e esse an den englischen Tex ilmaschinen. De s ändige Mangel an Gespins en, de zu einem P eis ans ieg ge üh ha e, lenk e den Blick des "Königlichen Lage hauses" in Be lin au die A kw igh sche Spinnmaschine 91 • Noch un e F ied ich d. G . wu de 1784 eine Summe bewillig , um aus England die no wendigen neuen Spinn- und K a zmaschinen ü den Au bau eine "Manches e - Fab ique" kommen zu lassen. Die neuen Maschinen soll en hel en, die Aus üs ungskos en ü die A mee zu senken und om Ausland unab- hängige zu we den 92 • O enba dach e de König abe noch nich an eine allgemeine Ein üh ung de Maschinen, da man sons eine Massen- a bei slosigkei de Spinne be ü ch en muß e 93• Noch 1799 and de junge Theodo on Schön au seine S udien eise du ch Schlesien, daß die do igen Behö den sich imme noch aus dem gleichen Mo i he aus gegen die neuen englischen Spinnmaschinen weh en 94• Nach e s en mißglück en Ve suchen und Konku sen um 1788, bei denen die Baumwollspinne Hol z, Thomas Ho ho und Johann Geo g Siebu g sowie die in England und F ank eich gewesenen Mechanike K a zen- s ein, Ka l Axel No dbe g, Wilhelm Tappe , Thomas Woodwa d und Cha les Du on eine üh ende Rolle spiel en, wu den sei den neun- zige Jah en wie in Sachsen die e s en mechanischen Spinne eien in P eußen in Gang gese z 95• Das "Kuns genie" Tappe und sein Kompagnon gingen sei 1791 auch schon dazu übe , mi s aa liche Un e s ü zung selbs Spinnmaschinen he zus ellen. 1801 e ich e e de e wähn e sächsische Un e nehme Be nha d zusammen mi dem Be - line Bankhaus Cohen eine mechanische Mus e spinnans al in Be lin, 91 Hugo Rachel, Das Be line Wi scha sleben im Zei al e des F ükapi- alismus, Be lin 1931, S.150. 92 De s., Die Handels-, Zoll- und Akzisepoli ik P eußens 1740 - 1786, Bd. 3, Be lin 1928, S. 558 . 93 DZA Me sebu g, Gen. Di . Fab iken-Depa men CCXXXIV, N .59. - Vgl. Ca l E gang, F ied ich d. G. in seine S ellung zum Maschinenp oblem. In: Bei äge zu Geschich e de Technik und Indus ie, Bd.2, (1910), S. 81 . - K üge , Geschich e de Manu ak u en und Manu ak u a bei e in P eußen, S.46. - Con ad Ma schoß, F ied ich d. G . als Be ö de e des Gewe be- leißes, Be lin 1912, S.67. 94 Schön, Theodo on, S udien eise eines jungen S aa swi hs am Schlusse des o igen Jah hunde s, Leipzig 1897, S.328. 95 übe die No hwendigkei , die englischen Spinnmaschinen in den p eußi- schen S aa en einzu üh en. In: Jou nal ü Fab ik, Manu ak u , Handlung und Mode, Jg.1794, S. 193 - 215. - übe die Maschinen-Spinne ey, S.115 bis 118. -Rachel, Be line Wi scha sleben, S.47. - K üge , Geschich e de Manu ak u en, S.150. - K oke , Wege zu Ve b ei ung echnologische Kenn nisse, S.142. -Das Ane bie en des Englände s Woodwa d, im Land Kammga n-Maschinen zu bauen. -DZA Me sebu g, Gen. Di . Technische Depu a ion, Ti . X, 17. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 78 Jah 1840 1843 1846 1855 1861 Hans-Jü gen Teu ebe g Tabelle 15 Zahl de Kammga nspinne eien und Feinspindeln in P eußen und Sachsen 1840 - 1861 Spinne eien P eußen Sachsen 759 649 253 119 48 20 33 39 42 39 Feinspindeln P eußen Sachsen 56258 47061 32470 42235 47153 33873 40000 53177 104622 Du chschni l. Spindelzahl p o Spinne ei P eußen Sachsen 74 73 128 355 981 1684 1212 1364 2657 Das besonde e Cha ak e is ikum de Kammga nspinne ei wa das Kämmen de langen weichen und kaum gek äusel en Wolle, die in England alle dings im allgemeinen auhe und e was g obe aus iel. Die unp oduk i e Handkämme ei, de en du chschni liche Leis ung p o Tag und A bei sk a sel en meh als 2 P d. Wolle be ug, e wies sich als das g öß e Hemmnis ü eine Mechanisie ung und Indus iali- sie ung. Handel e es sich um ganz eine Wolle, so wa das E gebnis un e Ums änden noch ge inge . Die e s en Kämm-Maschinen, 1790 on Edmund Ca w igh kons uie , e ich e en gleich die Tages- leis ung on 25 Handkämme n 106 • De Wide s and de Handkämme ei, die hohen Anscha ungskos en und die komplizie e Bedienung e - hinde en abe zunächs eine Ausb ei ung. 1827 gelang es e wa zu gleichen Zei F ied ich Geo g Wieck und Mi a bei e n, wesen lich e - besse e Kämm-Maschinen he zus ellen. In den nächs en Jah zehn en wu den noch leis ungs ähige e Kamms ühle on dem Englände Lis e (1843), dem Elsässe Heilmann (1845) und dem B i en James Noble (1853) e unden. Nun e s wa de Weg zu ölligen Mechanisie ung de Kammga nspinne ei ei. De Ausb ei ung de Kamms ühle ha e die ela i ge inge Aus- dehnung des Gewe bes und o allem de Ums and en gegenges anden, daß die Kämme ei on F auen, Kinde n, Saisona bei e n im Win e ode Insassen on A menhäuse n und Zuch häuse n billigs beso g wu de. De imme wiede zu Technisie ung an eibende A bei s- k ä emangel bes and ge ade hie nich . Eine selbs ändige Hand- kämme ei als Gewe be gab es so gu wie ga nich . So konn e sich die al e Handkämme ei inmi en eine imme schnelle mechanisie- enden Tex ilindus ie bis in die sechzige Jah e hinein hal en. Die hohen Woll e lus e, die ungleichmäßige Bea bei ung, langsam ein- e ende A bei sk ä emangel und de Ra ionalisie ungswunsch nach 106 Behnsen, Wel wi scha de Wolle, S.119. - Schmolle , Kleingewe be, S. 483 . -Vgl. Blumbe g, Tex ilindus ie, S. 82 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Das deu sche und b i ische Wollgewe be 79 Zen alisie ung alle P oduk ions o gänge haben ih schließlich abe doch das Ende be ei e . Die Kammga nspinne ei ha e wegen des Kämmp ozesses iel Ähn- lichkei mi de Baumwollspinne ei und konn e dahe die do ge- mach en Inno a ionen leich e als die S eichga nspinne ei übe neh- men. Bezeichnende weise wu de de Übe gang zu Mechanisie ung auch gleich ohne Zwischens u e im geschlossenen Fab ikbe ieb mi Spinnmaschinen de zwei en Gene a ion ollzogen. Benu z wu den meis ens die Mule-Jennys, wäh end man in England wegen de s ei e- en Kammwolle au den Wa e -F ame übe ging 107• Mi de echnischen Auss a ung wa gleichzei ig auch die nö ige Zahl de A bei sk ä e de e minie . B auch e man bei 1000 Feinspindeln und "Sel ac o s" 13 - 14 A bei e zum He s ellungsp ozeß, so s ieg die Zahl bei den äl e en "Hand-Mules" au 20 -25 Pe sonen. Bis zu endgül igen Ab- lösung de Handkämme ei in den sechzige Jah en be ug abe z. B. in Sachsen de An eil de Mule-Spindeln noch übe 80 .H., de Wa e - Spindeln d. 15 .H. und de Sel ac o s e s 1,8 .R. alle Kammga n- einspindeln 108• Im Zoll e ein konzen ie e sich die Kammga nspin- ne ei au die Gebie e, wo das Wollgewe be den g öß en Kammga n- e b auch ha e. Dies wa en neben den p eußischen P o inzen Schle- sien, Sachsen und Rheinland o allem Baye n, Wü embe g, das König eich Sachsen und Thü ingen. Die g öß en Kammga nspinne eien in de Mi e des 19. Jah hunde s be anden sich in Augsbu g, Nü n- be g, Ansbach und Kaise slau e n sowie in de p eußischen P o inz Sachsen (sechs G oßspinne eien) sowie in de Rheinp o inz, wo die Kammga nspinne ei Bockmühl in Düsseldo wah scheinlich das g öß e E ablissemen seine A im Zoll e ein bilde e 108• Die Kammga n- spinne ei bie e um die Mi e des 19. Jah hunde s dann olgendes Bild (s. Tab. 16, S. 80). Die du chschni liche Kammga nspinne ei des Zoll e eins wa mi 65 A bei e n und 1 725 Feinspindeln e wa d eimal g öße als eine du ch- schni liche S eichga nspinne ei. Ganz e schieden s ell e sich auch de Einsa z des P oduk ions ak o s A bei da : In de Kammga nspinne ei bedien e ein A bei e 26 Spindeln und dami 15 wenige als in de S eichga nindus ie. In G oßb i annien wa die Kammga nspinne ei au g und de e - wähn en engen Ve wand scha mi de Baumwollindus ie und an- de e adi ionelle Fak o en wei aus s ä ke e b ei e als in Deu sch- land. Das Wollgewe be insgesam ha e dami hie wesen lich meh 107 Viebahn, S a is ik des zoll e ein en und nö dlichen Deu schlands, Bd.3, S.885. 108 Ebd., Bd. 3, S. 886. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 80 Hans-Jü gen Teu ebe g Tabelle 16 Kammga nspinne ei im Zoll e ein 1861 Ve einsland Zahl de Feinspindeln A bei e Spinne eien P eußen 66 50853 2693 König eich Sachsen 39 104622 3007 Thü ingen 20 31208 1326 Wü embe g 7 17190 1033 G oßhe zog um Hessen 7 16834 544 Baye n 5 30980 896 Oldenbu g 2 180 11 Baden Luxembu g Gesam e Zoll e ein 146 251867 9510 QueUe: Viebann, s a is ik des zoll e ein en und nö dlichen Deu schlands, Bd. 3, S. 887. an den neuen P oduk ionsme hoden de Baumwollindus ie p o i ie . So wa en 1839 in de b i ischen S eichga nindus ie e s 36 .R. de Be iebe zu Damp k a übe gegangen, abe schon 71 .H. de Baum- woll- und Kammga nindus ie l09• Auch die Zahl de Spindeln läß den Vo sp ung Englands gegenübe dem Zoll e ein e kennen: Jah 1850 1861 Tabelle 17 Kammga nspinne ei in G oßb i annien 1850 - 1861 Kammga n-Spindeln in Mio. 0,876 1289 Gesam -Spindeln (S eich- u. Kammga n) in Mio. 2471 3472 Quelle: Deane-Co/e, B i ish Economic G ow h, p. 200. Ve gleich man diese Zi e n mi denen de S eichga nspinne ei in beiden Lände n, so sieh man, daß de englische Vo sp ung gegenübe Deu schland ela i noch g öße wa : Die B i en besaßen e wa ün mal so iel Spindeln! Wäh end die deu sche Kammga nspinne ei nu einen An eil on 18,5 .H. (gemessen an de Spindelzahl) an de gesam en Wollspinne ei besaß, be ug diese An eil in G oßb i annien 37 .H. S ell man abschließend die deu schen und die englischen Zahlen noch einmal zusammenge aß gegenübe , so e gib sich die Disk epanz noch deu liche : 109 Po e , P og ess o he Na ion, p. 173. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Das deu sche und b i ische Wollgewe be Tabelle 18 Die Feinspindeln de deu schen und de b i ischen Wollspinne ei 1861 Zoll e ein G oßb i annien S eichga n- spinne ei 1117870 2183000 Kammga n- spinne ei 251897 1289000 Wollspinne ei zusammen 1369767 3472000 81 Diese absolu en Zahlen übe die Spindeln sind jedoch nu beding aussagek ä ig, da sie noch wenig übe den Mechanisie ungsg ad, die Zahl de Be iebe und Beschä ig en sowie die du chschni liche Spin- delanzahl p o Un e nehmen ode A bei e aussagen. In olge des wei e o gesch i enen Einsa zes de Wasse - und Damp k a wa de Un e schied in de Wollspinne ei in Wi klichkei noch iel g öße als diese Zahlen zeigen. T o z iele Angaben übe Spindeln, Spinne eien und de in de Wollspinne ei Tä igen liegen keine zei genössischen Zahlen übe die Wollga np oduk ion um die Mi e des 19. Jah hunde s deu sche sei s o . Sie läß sich aus dem e ügba en Ma e ial abe ex apolie en. Die Ga np oduk ion kann nich mi Hil e de Spindelzahl be echne we den, da man so nich die a sächliche P oduk ionsmenge, sonde n nu die mögliche Kapazi ä smenge e häl . Au g und ökonomische E ah ungen muß un e s ell we den, daß die o handenen P oduk- ionskapazi ä en nich imme oll ausgenu z wu den. Zu Schä zung de P oduk ion bleib nu de Ve b auch an Rohwolle als Hil sg öße üb ig. De a sächliche Ve b auch se z sich s e s aus de Inlandsp o- duk ion und dem Außenhandelssaldo zusammen. Die Summe de im Land e bleibenden RohwolImenge wi d dann um die du chschni - liche Ab allquo e gekü z . T o z alle Einsch äkungen, die on Dean übe die b i ische Rohwollp oduk ion gemach we den, soll die Woll- ga np oduk ion nach diese Me hode be echne we den. Eine Schä zung übe die Spindelzahlen wü de auch hie ungenau aus allen, da keine exak en Angaben übe die Leis ungs ähigkei eine Wollspindel im Jah o liegen und die Annahme eine Du chschni sspindelleis ung au g und de seh e schiedenen A en de Wollspinne ei ziemlich un ealis isch wä e. Nimm man ü beide Lände einen du chschni - lichen Schu e ag p o Scha on 2,5 P d. p o Jah und einen englischen Scha bes and on 32 Mio. S ück im Jah 1864 (genaue Zahlen liegen nu 1841 und 1868 o !) und nach Ho mann eine du chschni liche Ab- allquo e on 20 .H. beim Ve spinnen an, so e gib sich olgende Ve - gleich zwischen de Wollga np oduk ion G oßb i anniens und des Zoll e eins 186411 °; 110 Eine du chschni liche Ve lus quo e on 17 .H. wi d angenommen bei O o Hübne , Jah buch ü Volkswi scha und S a is ik, Bd.8, Leipzig 1863, 8.17. 6 Sch i en d. Ve eins . Soclalpoli lk 83 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 82 Hans-Jü gen Teu ebe g Tabelle 19 Wollga np oduk ion G oßb i anniens und des Zoll e eins 1864 Zoll e ein G oßb i annien ------ ---------- ---------------- Scha bes and 27,8 Mio. s ück 32,0 Mio. S ück Rohwollp oduk ion (2,5 P d. p o Scha ) 69,5 Mio. P d. 80,0 Mio. P d. + Ein uh übe schuß (1865) + 61,4 Mio. P d. + 120,7 Mio. P d. Zusammen 130,9 Mio. P d. 200,7 Mio. P d. Abzüglich Ab allquo e beim Ve - spinnen (20 .H. de Rohwolle) -26,18 Mio. P d. -40,14 Mio. P d. ------------ Wollga np oduk ion 104,72 Mio. P d. 160,56 Mio. P d. Nach diesen Be echnungen wa die b i ische Wollga np oduk ion um e wa 50 .H. höhe als die des Deu schen Zoll e eins 111• Ein oll- s ändige Ve gleich des b i ischen und deu schen Wollga nhandels is wegen de ehlenden Angaben übe die b i ischen Wollga nimpo e nich möglich. Dies bedeu e , daß nu ü den Zoll e ein eine en - sp echende S a is ik au ges ell we den kann. Eine Schä zung de b i ischen Ein uh en wä e hie mangels geeigne e Anhal spunk e so willkü lich, daß beim nach olgenden Ve gleich de Wollwa enp oduk- ion leich eine g oße Fehlin e p e a ion möglich wä e. Es e gib sich dahe nu olgendes Bild: Jah 1850 1864 Tabelle 20 Wollga nimpo und -expo des Zoll e eins 1850 -1864 in P d. Ein uh 6283640 24996730 Aus uh 444510 4224000 Saldo (Meh ein uh ) - 5839130 -20772730 Die Meh ein uh en des Zoll e eins an Wollga nen nahmen also zwischen 1850 und 1864 um das D eieinhalb ache zu. Im gleichen Zei - aum s iegen die Ein uh en um das Vie ache, die Expo quo e konn e abe um das Zehn ache ges eige we den. Die zusä zlichen Impo e des Zoll e eins mach en 1864 e wa 20 .H. de zoll e einsländischen Woll- 111 Wü de man die Zahlen on Phyllis Deane und Gus a Jacobs e - gleichen, so wü de de Abs and zwischen de deu schen und de b i ischen Wollga np oduk ion noch g öße aus allen. Da abe die G undlagen ü die Be echnungen bei den b i ischen Zahlen nich genau bekann sind, wu de au diese Gegenübe s ellung e zich e . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Das deu sche und b i ische Wollgewe be 83 ga np oduk ion aus. Dies zeig , wie seh das deu sche Wollgewe be noch au das Ausland bei de Ga np oduk ion angewiesen wa . Dies e hä e eine übe sich übe die b i ischen Wollga nexpo e, on denen hie nu einige Zahlen he ausgeg i en we den sollen: Tabelle 21 Wollga nexpo e G oßb i anniens 1820 -1864 in 1000 engI. P d. Jah Expo an Ga n Jah Expo an Ga n 1820 11 1845 9406 1825 77 1850 13794 1830 1108 1855 20408 1835 2357 1860 27534 1840 3797 1864 31824 -------- ------ Que!le: Mi che!l - Deane, Abs ac o B i ish Hls o ical S a is ics, pp. 195 - 96. Die b i ischen Wollga nexpo e wiesen on 1820 bis zu Jah hunde - mi e eine kons an e S eige ungs a e au , die alle dings zule z e was nachließ, um dann in de zwei en Häl e des Jah hunde s zu s agnie- en und spä e soga zu ückzugehen. Daß die deu schen Woll ga n- expo e ab 1850 abe s ä ke s iegen, zeig die e ände e Rela ion 1864: Wäh end im e s genann en Jah die deu sche Aus uh e wa nu ein D eißigs el de b i ischen be ug, üh e es im zule z genann en Jah schon ein Ach el de Menge aus, die G oßb i annien expo ie e. Dies läß da au schließen, daß die deu sche Wollindus ie dabei wa , den englischen Vo sp ung einzuholen. 5. Wollwebe ei Die Mechanisie ung de Wollwebe ei konn e sich insgesam nu schwe du chse zen. Wie schon e wähn , wa en 25 Jah e nach de E indung Ca w igh s im .Tah 1803 e s 2400 kon inuie lich a bei ende Webmaschinen im b i ischen Baumwollgewe be in Tä igkei . Sie ha en sich bis 1829 au 55500 e meh und s iegen 1833 au 100000 S ück an, so daß nun e s die Handa bei e ns ha e d äng wu de. De Ma- schinenwebs uhl wa in den e s en d ei Jah zehn en des 19. Jah hun- de s mi ande en Wo en meh ein psychologisches als ein ökono- misches P oblem und da in seine a sächlichen Auswi kung nich übe schä z we den. Im englischen Wollgewe be ging die Hinwendung zu den "Powe Looms" noch langsame ons a en, wie die olgende Tabelle zeig : 6' OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 84 Hans-Jü gen Teu ebe g Tabelle 22 Mechanische Webs ühle im b i ischen Wollgewe be 1835 -1870 I II III Jah Webs ühle mi Webs ühle mi Mechanische Wasse an ieb Damp an ieb Webs ühle o al 1835 ? ? 5127 1838 10000 17000 ? 1850 10000 23000 42056 1856 9000 31000 53409 1861 11 000 53000 64518 1867 12000 85000 118805 1870 12000 103000 115484 Die zum Teil au den le z en S ellen abge unde en Zahlen um assen die S eich- und Kammga nindus ie. Es is nich kla , ob die Fab ikinspek o en bei ih en Zählun- gen alle in einem Be ieb o handenen Maschinen ode nu die a sächlich in Tä igkei be indlichen gezähl haben. Spal e IU en s amm eine ande en Quelle und is keine Addi ion de Spal en I und U. QueUe: Re u ns made by he Fac o y Inspec o s. In: Sessional Pape s ol. 1836 . Zi ie nach: Mi cheU-Deane, Abs ac o B i ish His o- ical S a is lcs p.198. -W. Page, Comme ce and Indus y. Tables o S a is ics o he B i ish Empi e om 1815, London 1919, p. 230. Nach diesen Zahlen is es kein Wunde , wenn man es s ell , daß auch in de deu schen Wollwebe ei die Mechanisie ung auße o den lich lang- sam o sch i . In den e s en Jah zehn en web e man übe all aus- schließlich noch mi de Hand. Selbs die wich igs en Neue ungen wu den mi me klich zei liche Phasen e schiebung au genommen: Kays Schnellschü ze, de wie e wähn gleich nach seine E indung in Deu schland bekann gewo den und ku z nach 1790 meh ach in P eußen und Sachsen e olg eich mi englische Hil e nachgebau wo - den wa , begann sich, sowei man e kennen kann, e s ab 1820 im deu schen Wollgewe be im g öße en Maßs ab du chzuse zen. In de Lausi ze Wollwebe ei wu de e e s ab 1833 einge üh und in de Eichs elde Kammga n e a bei ung noch in de Mi e de ie zige Jah e nu bei de He s ellung b ei e Tüche benu z 112• Wie Blumbe g es ges ell ha , anden 1835 bei einem Tuch ab ikan- en ea l in Luckenwalde die e s en Ve suche mi einem ame ikanischen Maschinens uhl s a . 1837 wu den Maschinenwebs ühle in Ge a und Aachen au ges ell sowie schließlich 1842 on de "Königlichen See- handlung" in Wüs e-Gie sdo (Niede schlesien) eine e s e mechanische Kammwollwebe ei e ö ne 113• Wei e e Maschinenwebs ühle wu den dann aus de Lausi z, Wü embe g, Baye n, Ku hessen, Thü ingen und Be lin gemelde , doch konn e insgesam die mechanische Webe ei auch in den ün zige Jah en noch kaum eine g öße e Ausdehnung e ah en. 112 G. Demme ing, Glauchau-Mee ane Tex ilindus ie, S.71. - Rudol Delb ück, Reisebe ich übe die P o inz Sachsen aus dem Jah e 1846. Zi ie nach Blumbe g, Tex ilindus ie, S.88. 113 Blumbe g, Tex ilindus ie, S.89. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Das deu sche und b i ische Wollgewe be 85 E s in den sechzige Jah en wu de die Handa bei e ns ha du ch die neue mechanische Webe ei bed äng 114• Das S e ben de al en hand- we klichen Wollwebe ei wa dami ein jah zehn elange P ozeß, de sich e s in de zwei en Häl e des 19. Jah hunde s sowohl in England wie in Deu schland ollende e: Tabelle 23 Mechanische Webs ühle im deu schen Wollgewe be 1846 -1875 Jah 1846 1861 1875 Hands ühle 47290 67485 56214 ------------ Maschinenwebs ühle Webs ühle o al 1372 48662 6247 73732 29341 85555 QueUe: B umbe g, Tex iJindus ie, S.90, und Viebahn, S a is ik, Bd.3, S.917. Im Jah e 1846 kam also e s ein Maschinenwebs uhl au 34 Hand- webs ühle, die bis 1861 absolu soga noch zunahmen. E s nach de Beg ündung des Bisma ck eiches wa e was meh als die Häl e alle Webs ühle mechanisie . Ge ade diese Zahlen zeigen, daß de Ein luß des Maschinenwesens mi allen seinen da an hängenden Folgen nich übe schä z we den da , wie es leide in de Li e a u imme wiede geschieh . Die Hinde nisse ü eine schnelle Mechanisie ung de Wollwebe ei wa en mannig al ig: Zunächs einmal s and die häusliche Webe ei in Deu schland niemals in di ek e Konku enz zu de gewe bsmäßig in geschlossenen Fab ikans al en be iebenen Webe ei. Im Gegensa z e wa zum Leinengewe be wa die Wollwebe ei kein ag a isches Neben- gewe be, sonde n o allem sei al e she in den S äd en ansässig. Um 1850 ha e sich die ländliche heimgewe bliche Wollwebe ei in ganz wenigen p eußischen P o inzen e b ei e . Nu in Os - und Wes - p eußen, Posen und Pomme n web e die ländliche Be ölke ung ih g obes wollenes Zeug ("Wand") selbs , im üb igen übe ließ man diese Beschä igung dem s äd ischen Handwe k. Nach olgende Tabelle 24 zeig die Ve eilung de haup - und nebengewe blich be iebenen Wollwebs ühle P eußens: 114 Vgl. B uno Hildeb and, Zu Geschich e de deu schen Wollindus ie. In: Jah büche ü Na ionalökonomie und S a is ik, Bd.6 (1866), S, 186 - 254, und Bd. 7 (1866), S. 81 - 153. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 86 Jah 1831 1834 1837 1840 1843 1846 1849 1852 1855 1858 1861 Hans-Jü gen Teu ebe g Tabelle 24 Ve häl nis de haup - und neben- gewe blichen Wollwebe ei P eußens 1831-1861 Webs ühle 15361 15075 16937 17846 17911 22967 26724 28643 28372 30019 37273 Nebengewe bliche Webs ühle ---------------- 2693 3549 4085 6072 5912 4519 3403 3768 4460 4335 4447 Quel e: SChmal eT, Kleingewe be, S. 504 . - Viebahn, S a is ik. Bd. 3, S. 923. Wie die S a is ik beweis , wa nu ein ge inge Teil de Tuchp oduk- ion ländliches Nebengewe be. Zwa nahm im Zeichen des o mä z- lichen Paupe ismus, de im Ke n eine ag a ische Massena bei slosig- kei wa , die nebengewe bliche Wollwebe ei bis 1840 s a k zu, sank dann abe wiede und s agnie e mi einem An eil on e wa 12 .H. an de Gesam zahl alle p eußischen Wollgewe bs ühle. Auße in P eußen wu de nu noch im König eich Hanno e de Beda an g oben Wollzeugen on de Landbe ölke ung selbs p oduzie . Na ü - lich konn e die Quali ä de aus diese Nebenbeschä igung he o - gehenden Wollwa en niemals mi den haup gewe blich p oduzie en P oduk en konku ie en. Die he ges ell en Wa en dien en im Un e - schied zu Wollspinne ei und dem Leinwandgewe be ausschließlich de Eigenkonsum ion. Im Jah e 1861 be ug die Gesam zahl alle im Zoll- e ein nebengewe blich be iebenen Wollwebs ühle 6284 und dami 8,5 .H. an de Gesam zahl. In G oßb i annien wa die nebengewe b- liche Wollwebe ei, wenn man den ühe angegebenen zei genössischen Schilde ungen olg , o enba g öße als in Deu schland, doch liegen keine Zahlen übe ih Ve häl nis zu haup gewe blichen Wollwebe ei o . Ein wei e e wich ige G und ü die langsame Ausb ei ung des Maschinenwesens in de Wollwebe ei lag da in, daß die P eis- und Quali ä sun e schiede an angs zwischen de Hand- und Maschinen- webe ei nich seh g oß wa en. Nach einem sach e s ändigen zei - genössischen Beobach e be anden sich um 1840 die kleinen hand·- we klichen Tuchmache zwa nich in den blühends en Ve häl nissen, konn en abe du chaus mi den "Tuch ab iken" konku ie en, wo sie sich die zei gemäßen P oduk ionsme hoden zu eigen gemach ha en. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Das deu sche und b i ische Wollgewe be 87 Einige wa en so üch ig, daß sie sich allmählich zu Fab ikan en au - schwangen 115• Vo allem konn e sich die handwe kliche Wollwebe ei um Aachen, im sächsischen Vog land, in de mä kischen und sächsischen Lausi z sowie in Wü embe g und Baye n gu hal en und den e ~ meh en Beda de schnell wachsenden Be ölke ung mi Hil e de s eigenden Ga nein uh decken. Als die aus alische billige Wolle au dem eu opäischen Ma k e schien und einen P eiss u z e zeug e, be- deu e e dies einen s a ken An eiz ü die Woll e a bei ung. Die sinken- den Rohs o p eise und die in olge Be ölke ungs e meh ung übe - p opo ional ans eigende Nach age sind wah scheinlich die wich igs en G ünde, weshalb sich die al e Wollwebe ei so lange übe Wasse hal en konn e. Wede he sch e ein Mangel an achlich geeigne en Webe n. noch wa en die P oduk e des Handwebs uhls wesen lich un e legen. De K a webs uhl b ach e gegenübe dem Handwebs uhl zunächs das Ande halb ache ode höchs ens das Doppel e in de P oduk ion 116 • Vo allem ha e de maschinell be iebene S uhl auch noch den g oßen Nach eil, das gegenübe Leinen und Baumwollga n sowie schon locke e Wollga n meh zu beansp uchen als de al e Hands uhl, so daß die Ge ah des Faden eißens gegeben wa . Das bedeu e e häu iges Aus- se zen des Maschinens uhls bzw. wesen lich höhe e An o de ungen an die Ga nquali ä en. Besonde s leich neig e das S eichga n zum Reißen. Da in Deu schland im Gegensa z zu England die S eichga n- spinne ei dominie e, wa hie noch ein zusä zliche Hinde ungsg und und eine E klä ung ü den Ums and gegeben, weshalb die Mechanisie- ung in de Kammga nindus ie mi ih en es e en Ga nen im ganzen schnelle o ansch i als in de S eichga nindus ie. Wie Blumbe g zu Rech be on , bes and de Vo eil des Maschinenwebs uhls gegen- übe dem Handwebs uhl zunächs nich in de höhe en P oduk i i ä , sonde n lediglich in de gleichmäßige en A bei , de genaue en Wiede - gabe de Mus e sowie na ü lich in de g öße en zei lichen Aus- nu zung 117• Schließlich da nich übe sehen we den, daß wie beim Spinnen so auch beim Weben eine Reihe on Vo a bei en wie das Spulen, Schwei en, Sche en, Leimen, Au bäumen und Anknüp en nö ig wa en, die noch billig on F auen und Kinde n als häusliche Nebena bei e ledig we den konn en. E s sei 1850 e d äng en auch hie Maschinen die Menschen. Die hohen inanziellen Au wendungen ü die Maschinenwebs ühle, die meh und meh om Wasse - zum Damp an ieb übe gingen, wi k en eben alls absch eckend, diesen 115 Ac a be . die echnologischen Reisen des Regie ungsassesso s . Schü z und dessen Be ich e da übe , 1840 -43. -DZA Me sebu g Rep. 120, DI, 1, N . 35, BI. 322. 116 He mann G o he, Bilde und S udien zu Geschich e on Spinnen, Weben und Nähen, 2. Au I., Be lin 1875, S. 236 . 117 Blumbe g, Tex ilindus ie, S. 91. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 94 Hans-Jü gen Teu ebe g des Zoll e eins wu den 1861 nach Viebahns Be echnungen ü alle Spinne eien und Tex ilgewe be zusammen 29 128 PS eingese z , die on 1 394 Maschinen mi eine du chschni lichen Leis ung on 22 PS au geb ach wu den 128• Ohne zwischen Wasse - und Damp k a und de en Anwendung in de Spinne ei und Webe ei zu di e enzie en und bei Beach ung, daß diese Viebahnschen Zahlen ü das gesam e zoll- e einsländische Tex ilgewe be gel en, kann doch wenig Zwei el da übe bes ehen, daß de Mechanisie ungsg ad in P e des ä ken (PS) ausged ück in de b i ischen Wollwebe ei in de Mi e des 19. Jah - hunde s um ein Viel aches höhe lag als in Deu schland. 6. Wollwa enaus uh Wie Blumbe g in aus üh lichen Belegen zeig , wa de inne e Ma k ü den Wollhandel im ühen 19. Jah hunde noch wenig ausgebilde . Das einwollene Tuch. das die Masse de Be ölke ung als wich igs es Konsum ionsgu on dem Wollgewe be bezog, soll e on g oße Hal - ba kei und Lebensdaue sein, da man Kleidungss ücke den g öß en Teil des Lebens ug und o auch noch den Nachkommen e mach em. De Ve b auch an Wollwa en wa dahe gemessen an heu igen Maß- s äben ge ing. Ein Teil de Wollkleidung wu de, wie in einem ühe en Abschni gezeig , noch selbs e zeug . Alle dings wa im Gegensa z zum Leinengewe be diese Eigenp oduk ion beim Wollgewe be seh schwach in Deu schland ausgebilde , so daß man ela i meh Woll- als Leinenwa en kau e. De Jah esp okop e b auch on 1 Elle Woll- s o lag alle dings e heblich un e dem du chschni lichen Konsum on Leinwand und Baumwolle, on denen im Jah 1316 bzw. 7 Ellen p o Kop und Jah e b auch wu den. Die G ündung des Zoll e eins mi dem Weg all de Binnenzölle, Ve besse ung des T anspo wesens und de ges eige en Nach age in olge des Au schwungs de gesam en Wi scha wi k en sich ungemein belebend au den inne en Absa z aus. Noch meh konn e abe de Expo ges eige we den. Nach diesen Zahlen eihen, die wegen de konjunk u ellen Schwan- kungen seh aus üh lich zi ie wu den, kann es keinen Zwei el geben, daß das deu sche Wollgewe be insgesam nach de Scha ung des Zoll- e eins auße o den lich schnell expandie e und sich o ensich lich mi seinen P oduk en au den Auslandsmä k en, on gelegen lichen kleinen Rückschlägen abgesehen, zunehmend meh du chse zen konn e. Von 1833 bis 1864 gab es in jedem Jah einen Expo übe schuß. Im Jah e 1864 als Maximum in diesem Zei aum wu den as 30 .H. alle im 128 Viebahn, S a is ik, Bd. 3, S. 113 . 129 Blumbe g, Tex ilindus ie, S. 146. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Das deu sche und b i ische Woll gewe be 95 Tabelle 29 Außenhandel des Zoll e eins mi Wollwa en 1833 -1864 in Mio. P d. Jah Ein uh Aus uh Saldo (+ = Meh aus uh ) 1833 1,34 5,10 + 3,76 1834 1,30 5,63 + 4,33 1835 1,51 6,63 + 5,12 1836 1,60 7,75 + 6,15 1837 1,94 7,56 + 5,62 1838 2,28 6,95 + 4,67 1839 2,75 6,99 + 4,24 1840 2,66 6,27 + 3,61 1841 3,13 6,68 + 3,55 1842 3,84 6,44 + 2,60 1843 3,36 6,91 + 3,55 1844 3,31 7,59 + 4,28 1845 3,76 7,61 + 3,85 1846 2,46 8,14 + 5,68 1847 1,72 8,86 + 7,14 1848 1,35 8,40 + 7,05 1849 1,55 10,30 + 8,75 1850 1,95 11,40 + 9,45 1851 2,23 11,70 + 9,47 1852 2,40 12,22 + 9,82 1853 1,85 14,19 + 12,34 1854 1,89 17,62 + 15,73 1855 2,18 19,07 + 16,89 1856 2,23 18,88 + 16,65 1857 2,68 21,97 + 19,29 1858 2,72 18,55 + 15,83 1859 2,60 21,66 + 19,06 1860 2,95 22,95 + 20,00 1861 3,44 17,40 + 13,96 1862 3,52 19,30 + 15,78 1863 3,42 24,00 + 20,58 1864 2,98 28,60 + 25,62 ---------_._-- QueUe: Ca1· F ed ich Wi he m Die e ici, S a is ische übe sich de wich igs en Gegen- s ände des Ve keh s und Ve b auchs im p eußischen S aa e und im Zoll e bande in dem Zei aum on 1831 bis 1936, 1. -4. Fo s. Be lin 1838 -53. - Viebahn, S a is ik Bd. 3, S.917 und 921. - Augus Bieneng äbe , S a is ik des Ve keh s und Ve b auchs im Zoll e ein ü die Jah e 1842 bis 1964, Be lin 1868, S. 288 . - gl. B umbe g, Tex il- indus ie, S. 391 - 92 (Tabelle 17 weis do im Saldo Rechen ehle au ). Zoll e ein he ges ell en Wa en im Ausland abgese z . Diese hohe Expo an eil beweis , daß das deu sche Wollgewe be nich nu die wegen de Be ölke ungsexplosion und des wachsenden Lebenss an- da ds asch wachsende Inlandsnach age ollau be iedigen konn e, sonde n im Rahmen des deu schen Tex ilgewe bes wie de Gesam wi - scha einen maßgeblichen Expo ak o spielen konn e. Die du ch- schni liche Aus uh s eige e sich om Jah o de Zoll e eins- g ündung 1833 bis 1838 allein um 35 .H., die Meh aus uh soga um 38 .H. Dies Resul a is um so e wunde liche , wenn man an die OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 96 Hans-Jü gen Teu ebe g spä e und zöge nd e lau ende Mechanisie ung und Indus ialisie ung des Wollgewe bes denk . Dabei muß nach gewalk en Tuch- und Filz- wa en sowie nach ungewalk en Zeugwa en di e enzie we den. Wie die Viebahnsche S a is ik beweis , bes and die Masse de Aus uh aus den gewöhnlichen g öbe en S eichga n uchen, die nach I alien, dem O ien , Skandina ien und o allem in die USA geb ach wu den, wobei alle dings im Lau e de Zei de An eil de gemisch en S eich- ga nzeuge zunahm. Konn e die deu sche Kammga nindus ie Mi e de ie zig e Jah e e s ein Fün el am Wollwa enexpo bes ei en, so wu den im S ichjah 1864 nu noch doppel so iel Tuche wie eine e Wollenzeugwa en ausge üh . Das ühe skizzie e asche Wachs um des Wollgewe bes muß du ch die lang is ige güns ige Absa zkonjunk- u s imulie wo den sein. De deu sche Wollenwa enexpo übe a den b i ischen in de S eige ung de Meh aus uh in de be ach e en Pe iode ganz be- äch lich, wie die nach olgende Au s ellung beweis : Tabelle 30 Aus uh G oßb i anniens an Wollwa en 1833 -1864 in Mio. P d. Jah Aus uh Jah Aus uh 1833 6,54 1849 8,43 1834 5,98 1850 10,05 1835 7,15 1851 9,86 1836 8,00 1852 10,16 1837 4,99 1853 11,63 1838 6,18 1854 10,68 1839 6,70 1855 9,74 1840 5,79 1856 12,39 1841 6,30 1857 13,65 1842 5,82 1858 12,74 1843 7,53 1859 15,14 1844 9,16 1860 16,00 1845 8,76 1861 14,67 1846 7,24 1862 17,00 1847 7,90 1863 20,58 1848 6,51 1864 23,95 QueUe: w. Page, Comme ce and Indus y. Tables o S a is lcs o he B i ish Empi e om 1815, London 1919, p. 133. Vgl. Blumbe g, Tex 1lindus ie, S. 405 (Tabelle 32). Wäh end sich die b i ische Aus uh im Jah e 1840 gegenübe 1833 um 0,9 .H. e minde e, ha e sich de deu sche Expo um 1,5 .H. ges eige . 1864 wies de deu sche Wollwa enexpo gegenübe dem Jah o de Zoll e einsg ündung eine S eige ung um das 5,6 ache, de englische abe nu um das 3,7 ache au . Anscheinend haben die deu schen Tuche die englischen o allem au dem schnell wachsenden ame ikanischen Ma k e d äng l 30• OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Das deu sche und b i ische Wollgewe be 97 Zwischen 1833 und 1840 e minde e sich die englische Tuchaus- uh in die USA um meh als zwei D i el. Wie emp indlich dies die englischen Wollgewe be ge o en haben muß, geh da aus he o , daß die USA Englands g öß e Auslandsma k ü Wollwa en wa en. Im Jah e 1846 gingen z. B. in die USA 261209 S ück Tuch und 8,3 Mio. Ya d S o , nach Deu schland (einschließlich de T ansi wa en) 406837 Tuche und 4,6 Mio. Ya d S o . Ande e Expo lände wie Holland (225586 S ück Tuche und 0,97 Mio. Ya d S o ), die b i ischen Kolonien in No dame ika (191239 S ück Tuch, 2,7 Mio. Ya d S o ) ode F ank- eich (521126 S ück Tuch, 2 Mio. Ya d S o ) spiel en demgegenübe eine ge inge Rolle 131 • Mi den einen Aachene Tuchen und den wollenen sächsischen S ump wa en (Hosie y) konn e Deu schland die Englän- de in den USA aus dem Felde schlagen. Die g oßen inländischen Woll- ab ikan en gingen in diese Zei dazu übe , sich on den Hambu ge Kommissionshäuse n zu be eien und eigene Geschä sbeziehungen mi dem Ausland anzuknüp en. Als Haup g und wu de angegeben, daß Deu schland wegen de ge inge en Löhne p eislich besse lie e n könne. Sächsische S ump wa en konn en deshalb o z des hohen englischen Ein uh zolls on 10 .H. soga in England selbs konku ie en. Mi den ganz billigen Wa en wa in den USA kein Geschä zu machen, da diese do nun schon selbs p oduzie wu den. De Expo e olg de deu schen Wollgewe be be uh e sowohl au de Quali ä wie au den nied igen He s ellungskos en. Dennoch bleib e e s aunlich, wenn man an die noch ge inge Mechanisie ung und Indus ialisie ung denk . Die Masse de Expo wa en wu de wie gesag noch kleingewe blich e - zeug . Leide läß sich die deu sche und die b i ische Außenhandels- s a is ik o z alle Um echnungen nich wei e e gleichen. So sind in den b i ischen Zahlen die Wollga nmengen einge echne , in den deu - schen e mu lich nich . Vo allem ehl au de b i ischen Sei e eine e gleichba e Impo s a is ik, so daß sich kein Saldo an Meh ein uh en ode Meh aus uh en ziehen läß . Dazu kommen noch die Abweichungen de deu schen und englischen Gewich sp unde, die man alle dings leich be echnen könn e. Ande e Handelss a is iken ü das b i ische Woll- gewe be s ü zen sich au S ücke ( ü ein ache Woll uche) und Ya ds ( ü Wollzeuge), wo ü deu sche sei s wiede um die e gleichba en Langzei eihen ehlen. Es muß dahe beim Ve gleich de Zuwachs a en des Expo s bleiben. 130 Wollhandel und die Tuch ab iken in England. In: Das Zoll e einsbla , Jg. 1 (1843), N . 34, S. 668 - 70. Vgl. Blumbe g, Tex ilindus ie, S. 156 und S.397 (Tabelle 22: En wicklung de Wollwa enimpo e de USA 1850 bis 1868 mi den do angegebenen Quellen, die alle dings on ame ikanische Sei e he kon ollie we den müß en). 131 Meidinge , B i isches Reich, S.369. 7 Sch i en d. Ve eins . Socialpoll lk 83 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 98 Hans-Jü gen Teu ebe g Am alle schwie igs en e weis sich eine e gleichende Schä zung de mengenmäßigen Wollwa enp oduk ion. An sich is die Me hode ech ein ach: Als G undlage dien wiede um de Scha bes and und de du ch- schni liche Schu e ag on 2,5 P d. p o Jah und Scha , wo aus ab- züglich eine Ab allquo e on 20 .H. die Wollga np oduk ion be ech- ne wi d. Diese Wollga np oduk ion zuzüglich des Wollga nein uh - übe schusses bzw. abzüglich des Wollga naus uh übe schusses e gib dann die e mu liche Wollwa enp oduk ion, wenn man o he noch eine Quo e on 5 .H. ü Web ab älle abzieh . Die deu sche Woll- wa enp oduk ion wü de sich dann ü das Jah 1864 wie olg be p.ch- nen lassen: Wollga np oduk ion + Ein uh übe schuß Wollga np oduk ion -Webab allquo e Wollwa enp oduk ion 104,72 Mio. P d. 20,77 Mio. P d. 125,49 Mio. P d. 6,27 Mio. P d. 119,22 Mio. P d. Eine Reihe on Au o en ha nach diese Me hode die deu sche Woll- wa enp oduk ion nach de G ündung des Zoll e eins zu be echnen e such . Da abe on un e schiedlichem du chschni lichen Schu - e ag und Rohwoll e b auch ausgegangen wi d, komm man zu ab- weichenden E gebnissen. Au ih e Da s ellung und K i ik sowie die Au s ellung eine eigenen Langzei eihe soll an diese S elle abe e zich e we den, da wegen de ehlenden Impo zi e n au eng- lische Sei e kein wei e gehende Ve gleich s a inden kann. Es muß dahe bei dem schon besch iebenen Ve gleich de Wollga np oduk ion bleiben 132• Zusammen assung übe blick man abschließend die hie au gezeichne en En wicklungs- linien, so bleiben iele be ech ig e Wünsche o en: Wede konn en die S ando e eilung und die Wolle zeugung, noch die Phasen de Mechanisie ung und die S eige ung de Ga n- und Gewebep oduk ion un e allen Aspek en ausgeleuch e we den. Es muß e aus Quellen- g ünden bei de Skizzie ung einige cha ak e is ische Que e gleiche bleiben, die le z lich nu endenzielle Aussagen e lauben. Das meis e da nu als G obanalyse be ach e und in seinem Aussagewe 132 Bis 1864 spiel auch ein hohe , kaum zu messende An eil on Eigen- p oduk ion eine ausschlaggebende Rolle, so daß alle P oduk ions echnungen mi einem hohen Unsiche hei s ak o belas e sind. Alle Rohwolle is auch nich in die Ve a bei ung und siche nich in die Woll e a bei ung ge lossen. Die Zahl de Mischgewebe nahm zu, da ü die Ab allquo e ab. Spä e konn e auch schlech e e Wolle noch zu gu en Tuchen e a bei e we den. Auch dies wü de eine P oduk ionsbe echnung seh unsiche machen. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Das deu sche und b i ische Wollgewe be 99 nich übe schä z we den. Das Zahlenma e ial o dem Beginn de eichseinhei lichen S a is ik is bekann lich lückenha und geh on un e schiedlichen Be echnungs e ah en aus. Viele mi de Woll-, Wollga n- und Wollgewebep oduk ion zusammenhängenden P oblem- komplexe, die sons in eine Geschich e de Wollgewe be hineingehö en wü den, konn en hie ga nich ode nu im Vo übe gehen ange üh we den, z. B. F agen de Kapi als ockbildung und In es i ionen, de we mäßigen Gesam p oduk ion sowie Ve gleiche zwischen Be iebs- g ößen und Beschä ig enzahlen. Auch muß e de wei e Komplex de eng dami e bundenen sozialgeschich lichen P obleme hie gänzlich ausgeklamme we den l33 • T o z alle diese me hodologischen Vo be- hal e, quellenmäßigen Besch änkungen und g oßen E kenn nislücken schälen sich abe doch einige gene elle Thesen he aus, die sich wie olg zusammen assen lassen: In Deu schland wie in England bilde en sich sei dem Spä mi el- al e bes imm e Wollgewe bezen en mi deu lich di e enzie en P o- duk ionsweisen he aus. Diese Haup e a bei ungsgebie e blieben auch im Zei al e de Indus ialisie ung bes ehen, als ganz ande e S and- o ak o en bes immend wu den, wobei alle dings s a ke Bedeu ungs- e schiebungen s a anden. Die mode ne Wollindus ie konn e dahe 133 Vgl. aus de g oßen Fülle de einschlägigen Li e a u u. a. Beu h, übe Kammga n ab ika ion, S.186. - Samuel Bam o d, Ea ly Days (Rep in ), London 1849. - A. on Minu oZi, Die Lage de Webe im schlesischen Gebi ge und die Maß egeln de P eußischen S aa s egie ung zu Ve besse ung ih e Lage, Be lin 1851. - Alphons Thun, Die Indus ie am Niede hein und ih e A bei e , Teil 1, Leipzig 1879. -SchmolZe , Kleingewe be, a.a.O. - Ka l Kae ge , Die Lage de Hauswebe im Weile al, S aßbu g 1886. - Rudol Ma in, Die Ve kü zung de A bei szei in de mechanischen Tex ilindus ie. In: A chi ü soziale Gese zgebung und S a is ik, Bd.8 (1895). - Albe Beu le , Die En wicklung de sozialen und wi scha lichen Lage de Webe im sächsischen Vog land, Diss. G ei swald 1921. - Ka l Ho mann, Die Haus- webe ei in Obe anken. In: Heima bei und Ve lag in de Neuzei , H.2, Jena 1927. - A. B eye , Deu sche Tuchmache einwande ung in den os - mi eleu opäischen Raum 1550 - 1850, Leipzig 1941. - K üge , Manu ak u en und Manu ak u a bei e in P eußen, a.a.O. -JuZia de Lacy Mann, Clo hie s and Wea e s in Wil shi e du ing he 18 h Cen u y. In: L. S. P esnelZ (ed.), S udies in he Indus ial Re olu ion p esen ed o T. S. Ash on, London 1960. - Ral Paas, Die Beein lussung de sozialen und wi scha lichen Lage de Webe du ch die Mechanisie ung de deu schen Tex ilindus ie, Köln 1961. - Pel ze , Die A bei e bewegung in de Aachene Tex ilindus ie on de Mi e des 19. Jhs. bis zum Ausb uch des 1. Wel k ieges un e besonde e Be ück- sich igung des Zweis uhlsys ems, Diss. Masch. Sch . Ma bu g 1924. - SchmolZe , S aßbu ge Tuche - und Webe zun , a.a.O. - Edwa d P. Thompson, The Making o he English Wo king Class, 2nd e . edi ion, Ha mondwo h 1968. - Blumbe g, Tex ilindus ie, S. 300 - 76. -S. D. Chap- man, The Ea ly Fac o y Mas e s, New on Abbo 1967. -D. By hell, The Hand100m Wea e s, Camb idge 1969. - Hans J. Teu ebe g, Zei genössische deu sche Re lexionen übe die Rolle des Fak o s A bei in den ühen Phasen de b i ischen Indus ialisie ung. In: He mann KelZenbenz (H sg.), Wi - scha spoli ik und A bei sma k , Wien 1974, S. 238 - 70. 7* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 100 Hans-Jü gen Teu ebe g übe all au jah hunde eal e Gewe be adi ionen zu ückg ei en und and güns ige Vo ausse zungen o . In beiden Lände n gaben die Ein- wande ungen on niede ländischen Tuchmache n mi einem un e - gleichlich hohen Fachwissen insbesonde s in de Zube ei ungs echnik und Fä be ei ühzei ig en scheidende Inno a ionsimpulse. Ih e plan- mäßige Ansiedlung und P i ilegie ung gehö e zu den zahl eichen Maßnahmen des ühme kan ilis ischen S aa es, de im Wollgewe be eine seine wich igs en ökonomischen S ü zen sah. Die Fes se zung ein- hei liche Längen-, B ei en- und Gewich smaße, die Ein üh ung on Schauo dnungen und S empeln, die Einsch änkung de Hausie e ei, des De ail- und Fe nhandels ü den ein achen Webe sowie die zahl eichen Wollaus uh e bo e beschni en die handwe kliche Au onomie und e s ä k en den Zug zum Ve lagssys em und zu dezen alisie en Manu ak u . Diese de gesam wi scha lichen Ve einhei lichung dienen- den Maßnahmen können als e s e Ansä ze eines s aa lichen Gewe be- ech s übe haup angesehen we den. Die s aa liche Fö de ung und Regulie ung des Wollgewe bes e olg en au de Insel o enba abe seh iel ühe und nachhal ige . Die igo osen Eing i e de Tudo s und S ua s, wie e wa das be ühm e "Leichen uchgese z", wä en in Deu schland zu diese Zei kaum möglich gewesen, wo sich Adel und Geis lichkei z. B. lange noch übe Ve bo e de Rohwollaus uh ode einen Tuchimpo e hinwegse z en. E s sei dem ühen 18. Jah hun- de sind in B andenbu g-P eußen, Ös e eich und Ku sachsen langsam zu einem wi ksamen Ausbau de Wollgewe be o angesch i en. Die Rohwollaus uh - und Woll uchein uh e bo e wa en dabei o mals mi poli isch-mili ä ischen ode allgemein iskalischen Bewegg ünden e - knüp . Die planmäßige Au mun e ung de Wollgewe be wu de e s nach und nach die Haup absich . Deu schland und England wa en an sich beide klassische Rohwoll- p oduzen en. Als nach dem ame ikanischen Unabhängigkei sk ieg 1776 die englischen Wollp eise lange Zei einen jähen S u z e leb en, wu de bei de b i ischen Scha zuch meh au das Fleisch als au die Wolle geach e . Die wäh end de Kon inen alspe e einse zende K iegs- konjunk u wa dann so s a k, daß die b i ische Wollp oduk ion e s - mals mi de Nach age nich meh Sch i hal en konn e. Die Insel wu de aus einem Woll aus uh - zu einem Wollein uh land. Deu schland, das in seinen g oßen Te i o ials aa en sei dem spä en 18. Jah hunde eine einziga ige Ve edlung seine Scha zuch e leb e und die bes e spanische Wolle quan i a i wie quali a i übe lügel e, wu de nun zum unen beh lichen e s en Wollie e an en Englands. Ein Teil de no wendigen b i ischen Ein uh en im Zei al e de beginnenden F üh- indus ialisie ung, o allem Maschinen, konn en siche lich mi den Rohwollexpo übe schüssen bezahl we den. Deu schland und England OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Das deu sche und b i ische Wollgewe be 101 wa en jah zehn elang keine Konku en en, sonde n konn en sich he - o agend e gänzen. Ab 1840 wu de die deu sche Wolle eilich on de aus alischen, spä e auch de süda ikanischen Wolle om englischen Ma k gänzlich e d äng . Dies wi k e sich abe nich so massi aus, weil Deu schland nun imme meh Rohwolle benö ig e und selbs ein Rohwollein uh Iand wu de. Deu schlands Woll i men kau en nun Kolonialwolle au dem zen alen Londone Wollma k ein und en sand- en Einkäu e nach übe see. In diesem Zusammenhang en s and die selbs ändige mechanisie e Wollkämme ei. Insgesam bie e das Wollgewe be das klassische Beispiel ü ein du ch A bei s eilung ini iie es Wi scha swachs um. In beiden Län- de n wu de die s äd ische Zun o m ühzei ig du chb ochen und die kapi alin ensi e en A bei s ollzüge ausgegliede und zen alisie , wäh end das a bei sin ensi e Spinnen und Weben wei e hin heim- gewe blich blieben. De Au bau öllig zen alisie e Manu ak u en blieb im Gegensa z zu ande en Tex ilzweigen in beiden Lände n abe eine Ausnahme. Die Mechanisie ung als zwei e Ausbaus u e, die übe - all in de S eichga nspinne ei begann, ging gegenübe dem Baumwoll- gewe be me klich e zöge o sich. Da echnisch ähnliche P obleme zu lösen wa en, kann diese au ällige Ve zöge ung nu ökonomische U sachen gehab haben. Die Mechanisie ung de Wollwebe ei e olg e spä e als die de Wollspinne ei, die de Kammga nspinne ei wiede um spä e als die de S eichga nspinne ei. Deu schland olg e da übe hinaus übe all diesen Mechanisie ungss u en mi eine gewissen zei - lichen Phasen e schiebung. Beme kenswe e weise wu den alle wich i- gen E indungen und Ve besse ungen o enba seh schnell in Deu sch- land bekann , wobei s aa liche Finanzhil e wie auch p i a e englische Technikhil e bei de Ve b ei ung de echnischen Neue ungen aus- schlaggebend wa en. Von wi klichen Lücken im echnischen Wissen deu sche sei s kann eigen lich kaum gesp ochen we den, wenn man bedenk , wie schwe sich auch in England die Mechanisie ung des Woll- gewe bes du chse zen konn e. Vom e s en Imi ie en und Ausp obie en eine echnischen Inno a ion bis zu endgül igen Rezep ion in de Volkswi scha im g oßen wa in beiden Lände n jeweils ein wei e Weg zu ückzulegen. Die Mechanisie ung e olg e insgesam eigen lich e s aunlich langsam und wenig e olu ionä , was den Beg i de "In- dus iellen Re olu ion" einmal meh in F age s ell . In e essan e als die wachsenden Spindel- und Webs uhlzahlen, de en Bedeu ung gesam wi scha lich im s a is ischen Langzei e gleich zunächs ge ing blieb, is die E o schung de zahl eichen Hinde nisse, die sich de Mechanisie ung en gegens ell en. Die Handspinne ei wie die Hand- webe ei konn en sich aus ielen gu e klä ba en G ünden lange gegen- übe den Maschinen behaup en: Die hohen Anscha ungs- und Be- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 102 Hans-Jü gen Teu ebe g iebskos en, de Mangel an geeigne e An iebsene gie, die schnelle und o wäh ende Ums ellung de S ühle wegen de wechselnden Mode, das zu leich e Reißen de Woll äden und dami die spezielle Eigena des Rohs o es, die kleinen S ückzahlen, das eichliche Ange- bo on A bei sk ä en u. a. haben diesen übe gang on de Hand- zu Maschinena bei so ungemein ausgedehn . Die Handwebe ei konn e sich in beiden Lände n lange Jah zehn e e olg eich gegen das Ma- schinenwesen behaup en und un e lag zule z nich so seh de Technik als de imme wei e gehenden A bei s eilung. Das jah hunde eal e hauswi scha liche ländliche Ve lagssys em e wies sich dami gegen- übe K isen und s uk u ellen Ums ellungen ungemein elas isch und anpassungs ähig. Von hie aus bedü en insbesonde s alle Aussagen übe die Paupe isie ung und P ole a isie ung de Wollspinne und Wollwebe in olge des Maschinenwesens eine übe p ü ung. Au keinen Fall kann nach diesen Zahlen die Rede da on sein, daß die kleinen Gewe be eibenden gleichsam übe Nach aus einem ied- lich auskömmlichen Dasein in die Ve elendung ges ü z seien. Die de ini i e Ablösung on de Handa bei ollzog sich im G unde e s nach 1860, as einhunde Jah e nach dem Au auchen de e s en Tex ilmaschinen. Wo und wann die b i ischen Inno a ionen in das deu sche Wollgewe be eind angen und wie sie sich bis zu massen- ha en Anwendung du chse z en, is bishe wissenscha lich noch wenig geklä und beda d ingend de zusammen assenden E o schung. Gene elle Aussagen übe Wachs ums a en, Beschä ig enzahlen und Außenhandelszi e n besagen wenig, wenn sie nich zugleich auch einzelne Wi scha szweige und Wi scha s äume in de F ühindu- s ialisie ung besch eiben. Das b i ische Wollgewe be eil e, obwohl his o isch eigen lich wesen - lich jünge , in de Deg ession de P oduk ionskos en und dami in de jäh lichen We schöp ung im Rahmen de Volkswi scha spä es ens sei dem ausgehenden 17. Jah hunde , wah scheinlich abe schon ehe , Deu schland o aus. Beim Ein i in die eigen liche Phase de e s en b i ischen Indus ialisie ung bes and zwischen beiden Lände n o en- ba schon eine e hebliche quan i a i e wie quali a i e Dispa i ä im Wollgewe be, was sich alle dings nu au g und einzelne zei genös- sische S immen belegen läß . Die höhe e P oduk i i ä Englands wa das Resul a eines ühe en einhei lichen Binnenma k es mi ela i besse en T anspo e häl nissen und eine dem Wollgewe be güns ige- en Handelspoli ik, die aus eichende Rohs o zu uh en siche en. Höhe e gewe bliche Ve dich ung und de ühe e Ein i in die Mechanisie ung siche en zunächs diesen Vo sp ung. Daß die b i ische Kammga n- webe ei um 1800 quali a i seh iel besse als die deu sche wa , be- zeug niemand ande s als Ch is i an Pe e Wilhelm Beu h als Lei e de OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Das deu sche und b i ische Wollgewe be 103 p eußischen Gewe be ö de ung 134• Nach eine Besich igungs eise 1826 du ch G oßb i annien k i isie e e die kleinen deu schen Tuchmache , die gewöhnliche Tuche p oduzie en. Da sie e un einig e Wolle e - wenden wü den, ha e ih en Tüche n ein "schlech e Ge uch" an. Das sei zwa kein Hinde nis beim Ve kau in ös lichen Lände n, abe dami könne man nich meh au dem Wel ma k gegen b i ische E zeugnisse konku ie en. Als höchs unzu eichend wu den auch die deu sche Walke ei, App e u und Fä be ei k i isie , wo die no wendigen Ma- schinen ehlen wü den. P ophe isch e künde e Beu h o dem Be - line "Ve ein zu Be ö de ung des Gewe b ieißes" , nu du ch imme g öße e Mechanisie ung de einzelnen A bei s ollzüge we de man au die Daue England einholen. Deu schland hink e so zwa hin e de englischen En wicklung deu - lich hin e he , konn e dann abe inne halb eine Gene a ion den Ab- s and zu e s en Indus iena ion e inge n. Die Langzei eihen be- legen die Un e schiede im P oduk ionsauss oß, abe zugleich auch das iel g öße e Ausmaß de deu schen S eige ungs a en. Die ühe o e e ene Ansich , Deu schland habe e s nach 1870 au dem Wel - ma k mi den b i ischen Fe igwa en e olg eich konku ie en kön- nen, i beim Wollgewe be jeden alls nich zu. Du ch Quali ä wie P eis konn e England schon o he au dem wich igen US-Ma k ge- schlagen we den. Das Wollgewe be bilde e somi im allgemeinen Wi - scha swachs um des 19. Jah hunde s einen höchs bedeu samen Fak- o , wenngleich seine Mechanisie ung und Mode nisie ung nu zöge nd e olg en. 134 Beu h, Kammga n ab ika ion, a.a.O. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 110 Gus a O uba 15 bis 22 beziehen sich au die ös e eichische Reichshäl e, jene on 23 bis 24 au die unga ischen Lände . In den Tabellen 25 bis 28 wi d de We de indus iellen E zeugung de ös e eichischen Lände bzw. des P oduk ions olumens de Indus ie Unga ns, g oß eils ge- schä z nach den S eue au kommen ( e gleiche Tab. 26), nach E zeu- gungsspa en au gegliede . Von de wei e en Möglichkei , die En - wicklung de Ene gie e so gung de einzelnen Indus iespa en mi Damp k a und Elek izi ä jeweils in PS-S ä ken auszud ücken!!O, wu de im o liegenden Fall kein Geb auch gemach . Die Zielse zung bei de Dokumen a ion wa eine möglichs ühzei ige E assung de "in Indus ie und Gewe be ä igen Pe sonen" sowohl un e Be ücksich igung de E zeugungsspa en als auch de lände - weisen Ve eilung. Bei den Be ieben soll en die in den "Fab iken" Tä igen he ausgeg i en we den. De Beg i "Fab ik" un e lag alle - dings im Wandel de Zei seh wechselnden De ini ionen: Gleiches gil ü die Angabe des We es de E zeugnisse beziehungsweise jene des P oduk ions olumens. Zum Abschluß soll au die egionale Ve eilung und de en Da s ellungsmöglichkei en in Fo m on Indus ieka en be- ziehungsweise de Anlage on Indus ie opog aphien - sowei dies lände weise be ei s geschehen is - eingegangen we den. Aus inanziellen und mili ä ischen In e essen gab es be ei s in o - me kan ilis ische Zei Ve suche pe iodische übe sich en, wie Manu- ak u in en a e, Mau egis e und Angaben übe S eue e ägnisse einzelne Landes eile, die bis in die Zei Maximilian 1., Ka l V. und Fe dinand 11. zu ück eichen. Die Kame alis en Beche , Hö nigk und Sch öde e lang en eine am liche S a is ik als "S aa sb ille", die eine sei s einen übe blick übe die wi scha lichen Möglichkei en, ande e sei s auch die G undlage ü die Ein üh ung neue S eue n bie en soll e. In diesem Sinne o dne e Kaise Leopold I. im Jah e 1695 eine Besch eibung des "Nume us anima um" an, die übe die s eue - s a is ischen Angaben hinaus Ansä ze eine Ve wal ungss a is ik zeig , indem sie die gesam e Be ölke ung nach Geschlech , Al e und soziale S ellung gliede e. Kaise Ka ! VI. ließ zu Vo be ei ung seine g oßen Zun e o m on 1731/32 mi E laß om 29. No embe 1724 e mi eln, "Wie iel P o essionis en, Meis e scha en und Handwe ksgenossene" sich in Ös e eich un e und ob de Enns, sowohl in S äd en als au dem Land, jedoch mi Ausnahme Wiens und seine Vo s äd e be inden!!!. Alle diese E hebungen ugen jedoch nu ein lokalen Cha ak e und wu den nie ü das agliche Lände gebie gleichzei ig und nach gleichen Gesich spunk en du chge üh . E s das Gese z om 13.0k o- 30 Wie dies zum Beispiel Ka us, gl. Fußno e 18, e such e. 31 Codex Aus iacus suppl. II, Wien 1752, S. 249. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Dynamik des Indus ialisie ungsp ozesses in Ös e eich-Unga n 111 be 1753 bes imm e ü säm liche deu sch-slawische P o inzen Ös e - eichs eine allgemeine, zu seI ben Zei und nach gleichen Gesich spunk- en o zunehmende Be ölke ungsau nahme. Die anbe ohlene "Häuse - besch eibung" e lang e eine wi scha liche Cha ak e is ik de Haus- wi e als Ganz- ode Halbbaue , als Gä ne , Schmiede, Taglöhne und P o essionis en, somi ziemliche Genauigkei de be u lichen und sozialen Gliede ung. Ein nächs e en scheidende Sch i wa die Neu- o ganisa ion des Seelen-Consigna ionswesens du ch die k. k. Resolu ion om 15. Ap i11762, welche eine T ennung de Seelenbesch eibung nach dem Un e schied des S andes u. zw.: Geis lichkei (wel liche P ies e , Religions- und Klos e auen), adelige Pe sonen, landes ü s liche Beam e, landscha liche Beam e, s äd ische ode he scha liche Beam e, Pa ikula diens bo en, Bü ge , un e schieden on Bü ge n, die keine P o essionis en, behaus e und unbehaus e Un e anen. A me in Spi äle und Waisenhäuse , Summa nebs eine Seelenbesch eibung nach Un e - schied des Al e s e lang e. An dem P inzip de Doppelzählung du ch die Geis lichkei und die wel lichen Behö den hiel man es , an s a de bishe o gesch iebenen d eijäh igen Zählungspe iode wu de abe eine alljäh liche Wiede holung einge üh . Wei e s leg e man ü die geis liche und wel liche Zählung e schiedene Fo mula e au . Die o - läu igen E gebnisse de Zählung on 1763 konn en be ei s am 30. Juli 1763 ü die ün Lände Böhmen, Mäh en, Schlesien, Kä n en und K ain de böhmisch-ös e eichischen Ho kanzlei o geleg we den. Die E gebnisse de üb igen Lände lang en nu langsam ein, so aus Niede ös e eich mi dem Ho kanzlei o ag on 3. Sep . 1763, aus Gö z und G adisca mi dem Vo ag on 1. Ok .1763, endlich aus Obe ös e eich und S eie ma k mi dem Vo ag on 12. No . 1763, dem zugleich die "Summa ische Haup -Tabell" ü 1762 beigeleg wu de. (Ve gleiche Tabelle 1.) Rauchbe g beme k e zu den E gebnissen: "Was an diesen Au nahmen in e s e Linie beme kenswe e schein , is , daß in ihnen das olkswi scha liche und poli ische In e esse an de Ge- s al ung de Volkszahlen du ch Reihen zu age i , und nich wie bei den spä e en Zählungen, on den Maßnahmen ü die Geschä e de Hee ese gänzung übe wuche wi d." Be ei s mi dem Pa en om 10. Mä z 1770 a de mili ä ische Cha ak e de Volkszählungen in den Vo de g und. Eine eigene Rub ik " on dem Mili ä s ande" en hiel u. a. neben Geis lichen und Adeligen, F emden, Hono a io en usw. auch die Comme cian en mi ih en Söhnen, Gesellen und Jungen sowie die Haus ä e , die eingesessenen einzigen Söhne und Töch e -Männe on un e änigem S and. Die d i e und le z e Epoche de Neuo dnung de Ma ia-The esianischen Volkszählung wi d du ch das Konsk ip ions- pa en om 7. Jänne 1777 eingelei e , das im g oßen und ganzen bis 1790 in Gül igkei blieb. Die He scha en ha en nun mi els indi i- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 112 Gus a O uba duelle Haus- und Familienbogen bei de männlichen Be ölke ung olgende Da en zu e heben: "Die Zahl de Geis lichen, Adeligen, Be- am en und Hono a io en, Bü ge in den S äd en, auch P o essionis en au dem Lande, Baue n, o ans ehende Bü ge und Baue n, Gewe bs- nach olge ode nächs e E ben, Keuschie , Be gholden, Weinzö l e c. sowie sons beim Näh s and- und P o inzialbeschä igungen sowie die zu ande en S aa sno dü en Anwende wa en, nebs dem Nachwuchs de selben, on ein bis 12 Jah en und 13 bis 17 Jah en" gegliede . Die Klassi ika ions ub ik "Bü ge in S äd en, auch P o essionis en au dem Lande" soll e nich allein in S äd en, sonde n auch au dem Lande, nämlich in Dö e n alle jene zusch eiben: ,,1. welche in e s e en bü ge - liche Häuse in Eigen um haben ode 2. daselbs ode au dem Lande auch ohne Besi zung eines bü ge lichen Hauses Gewe bscha en, es sei du ch Manu ak u en, Fab iken, Salz- und E zwe ke und Hämme , du ch Küns e ode Handwe ke eiben, wohe sie sich und ih e Familie o züglich e näh en, wenn sie gleich daneben auch einige G unds ücke hä en, die jedoch den Haup zweig ih e Nah ung nich ausmachen. Das Wo Handwe k e s eck sich abe nich au jeden, de sich e wa, es sei in Dö e n ode in S äd en, zwa dami abgib , jedoch en wede nu schlech e ode sogenann e P uscha bei e e ige ode nu ein No - ode Hausa bei e is , wie es iel äl ig mi de Webe ei geschieh ode dessen Handwe ksbe ieb ga nich be äch lich is . De lei Leu e sind nich un e die Rub ik de Bü ge , sonde n die sons bei Näh s and ode P o inzialbeschä igungen einzub ingen." In die Rub ik " o - s ehende Bü ge und Baue n-Gewe bsnach olge ode nächs e E ben" du e einem jeden, in die o ans ehenden zwei Rub iken geb ach en Haus a e , nach de he geb ach en Gewohnhei des Landes, de Äl es e ode jüngs e, mi einem Wo eine seine ehleiblichen Söhne ode Töch e -Männe zum Nach olge in seinem Gewe be in diese Rub ik auszuwe en sein. Gleiches gal , wenn eine Wi we Haup eines bü ge - lichen Gewe bes wa , obgleich sie selbs nich in de o s ehenden Rub ik, sonde n ih es Geschlech s wegen nu in de nach olgenden de des weiblichen Geschlech s angeme k we den du e. Un e den "Sons en beim Näh s and und P o incial-Beschä igung" gehö en neben Häusle , Gä leI', Winze , Taglöhne usw. auch alle beim Be gbau, bei Salzwe ken ode ande en P o incial-Beschä igungen als Schi ah , S aßenbau, Holzschlag, Holz lößen, Wegmachen und de - gleichen ü bes ändig Anges ell e, wenn sie auch un e hei a e wä en. Wei e s alle übe 40 Jah e al en, e ne jene, de en Wachs um au wenigs ens 5 Schuh ein Zoll nich eich e und in de Quali ika ions- ub ik als ga zu klein eingesch ieben we den muß en, wei e s alle mi einem Leibesgeb echen beha e e Menschen. Besonde s le z e e Be- s immungen zeigen den ausschließlich mili ä ischen Cha ak e de OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Dynamik des Indus ialisie ungsp ozesses in ös e eich-Unga n 113 E hebung. Die in de Dokumen a ion ausgewiesene Konsk ip ions- Haup abelle des Jah es 1784 wu de nach obgenann en K i e ien e s ell . (Ve gleiche Tabelle 2.) Eine Gube nial e o dnung ü Böhmen '·om 30. Sep . 1788 soll e die Ein üh ung de "Be ölke ungs-Land- wi scha - und Emsigkei s abellen" b ingen. In den Emsigkei s abellen hä en alle Fab ikan en- und Comme cial-P o essionis en on säm - lichen Municipal-S äd en und -Mä k en ange üh und mi ih em Ma e ialbe ag und P oduk en e schleiß gehö ig ausgewiesen we den sollen. Die Tabelle übe den Nah ungss and um aß e im Sinne unse e Te minologie eine Be iebszählung de indus iellen P oduk ion un e Ausschluß de gewe blichen im enge en Sinne, ielleich besse gesag de kleingewe blichen. Gü le häl diese Tabelle ü ein s a is isches Kleinod und s ell die olkswi scha lichen E kenn nisse ih es Ve - asse s hoch übe die manches mode nen Na ionalökonomen. Ein Ein- luß diese Ak ion au die Wei e en wicklung de Konsk ip ionsgese z- gebung is jedoch nich nachweisba , da in olge des Todes Jose 11. diese Bes ebungen einges ell wu den. In den äl es en "Ta eln zu S a is ik des Kaise um Ös e eichs" on 1827 bis 1840 begegnen wi wiede de u sp ünglichen s ändischen Gliede ung, wobei die Rub ik "Bü ge , Gewe bsleu e, Küns le " zum Teil noch wei e ge aß is , als dies u sp ünglich die Seelenbesch eibung on 1762 a . Die s ändische Glie- de ung wu de auch noch bei de Volkszählung on 1857 beibehal en, alle dings gib es nunmeh eine eigene Rub ik "Fab ikan en und Ge- we bsleu e" sowie "Hil sa bei e bei Gewe ben". Aus den Tabellen 1 bis 6 läß sich aus meh e en G ünden keine konk e e Aussage übe den Um ang de in "Indus ie und Gewe be" zu jene Zei ä igen Pe - sonen gewinnen: Allein schon deshalb, weil die o alen Be ölke ungs- zahlen de beiden äl es en Zählungen s a k di e gie en und das "To ale de männlichen Be ölke ung" en wede nu die einheimische Be ölke ung ode die o s anwesende Be ölke ung ohne Mili ä und JUden in un e schiedliche Weise e aß e. In de Zahl de P o es- sionis en ehl die Zahl de in den Manu ak u en und Comme cial- gewe ben Beschä ig en, wäh end ande e sei s sich jene Bü ge , die keine P o essionis en wa en, nich imme ausgliede n lassen. Bei den P o essionis en au dem Lande ehlen siche alle jene, die on Manu- ak u en e leg wu den. Hinzuzu echnen sind wei e s die Handwe ks- gesellen und Leh linge sowie die in s aa lichen Be ieben ä igen Pe - sonen, insbesonde e auch Be gleu e. Ähnliches gil ü die Be ölke ung Unga ns und hie ha Me epz ü diesen Pe sonenk eis im Jah e 1846 eine Schä zung anges ell . (Ve gleiche Tabelle 11.) De spä e un e "Gewe be und Indus ie" allende Pe sonenk eis dü e sowohl 1762 als auch 1784 wesen lich höhe als de do genann e An eil on 5 bzw. 32 Vgl. Fußno e 22. 8 Sch i en d. Ve eins . Socialpoll ik 83 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 114 Gus a O uba 3,9 P ozen im Schni liegen. Fü 1857 is zumindes ein du chschni - liche An eil on 14,7 P ozen bezeug . (Ve gleiche Tabelle 5.) Ve - gleich man alle dings Tabelle 1 mi Tabelle 4, wobei man in beiden Fällen die zün igen P o essionis en allein he ausg ei en kann, so zeig sich on 1762 bis 1840 im Du chschni swe ein Rückgang on 3,5 au 1,4 P ozen om To ale de Be ölke ung, dem alle dings de We on 1857 mi 4,7 P ozen wide sp ich . Leide läß sich ein Wachs- um de in den Manu ak u en und Comme cialgewe ben beschä ig en, das zwei ellos in diese Epoche o lieg , nu ü bes imm e Lände und spo adisch zahlenmäßig nachweisen 33 . Regional is es zus ellen, daß on An ang an bes imm e Lände mi dem An eil ih e P o essionis en wei übe dem Du chschni lagen, z. B. Niede - und Obe ös e eich, Kä n en Schlesien und Böhmen. Fü 1840 e schieb sich nu unme klich das Bild: Das Küs enland T ies a an die Spi ze, ge olg on Niede - und Obe ös e eich und Böhmen, wäh end Mäh en und Schlesien nu meh knapp den Du chschni e eichen. Nach de gleichen S a is ik lag Unga n schä zungsweise knapp übe dem Du chschni . Nach dem Ausweis de Volksmenge on 1786 be ug de An eil de Bü ge und P o essionis en au dem Lande in Unga n abe e s 0,1 P ozen und lag somi wei un e allen e gleichba en Da en de ös e eichischen Reichshäl e on 1784. (Ve gleiche Tabelle 2 und 10.) Jö n Pe e Hasso Mölle ha in seine Disse a ion "Wandel de Be u ss uk u in Ös e eich zwischen 1869 und 1961"34 den Ve such eine Da s ellung wi scha ssek o ale En wicklungs endenzen anhand on be u ss a is ischen Au zeichnungen un e nommen. Danach läß sich de An eil de in "Indus ie und Gewe be" Be u s ä igen sei de Volks- zählung on 1869 bis zu Volkszählung 1910 kon inuie lich e olgen. (Ve gleiche Tabelle 7.) De P ozen an eil dieses Pe sonenk eises an den gesam en Be u s ä igen zeig ü 1869 einen Du chschni on 19,6 P ozen . Wei übe diesem Du chschni lag Niede ös e eich mi 34,6, ge olg on Schlesien, Böhmen, Mäh en und Obe ös e eich. Die Alpenlände angie en alle un e diesem Du chschni und am Ende diese Tabelle inde man Dalma ien, Galizien und Bukowina. Bis zum Jah e 1910 e höh e sich de Du chschni de in Indus ie und Gewe be Be u s ä igen au 22,7 P ozen . Den g öß en An eil an Be u s ä igen in de Spa e "Indus ie und Gewe be" e ziel e nunmeh Vo albe g mi 33 Vgl. H. Hassinge , De S and de Manu ak u en in den deu schen E b- lände n de Habsbu ge mona chie am Ende des 18. Jah hunde s (in: Die wi scha liche Si ua ion in Deu schland und Ös e eich um die Wende om 18. zum 19. Jah hunde , he ausgegeben on F ied ich Lü ge), S u ga 1964' 34 J. P. H. Mölle , Wandel de Be u ss uk u in Ös e eich zwischen 1869 und 1961. Ve such eine Da s ellung wi scha ssek o ale En wicklungs- endenzen anhand be u ss a is ische Au zeichnungen (Disse a ionen de Johannes-Keple -Hochschule Linz, Band 2), Wien 1974. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Dynamik des Indus ialisie ungsp ozesses in Ös e eich-Unga n 115 42,3 P ozen , ge olg on Schlesien, Niede ös e eich, Böhmen, T ies und Mäh en. Wäh end die Alpenlände ih e Posi ion wei un e dem Du chschni im Rahmen de allgemeinen S eige ung hal en konn en, blieben Dalma ien, Galizien und die Bukowina am Ende de Tabelle. Tabelle 8 e möglich es uns, im Ve gleich zu En wicklung de allge- meinen Be u s ä igkei lände weise die Wachs ums a en de in Indu- s ie und Gewe be Beschä ig en zu übe blicken. Fü den Gesam zei - aum 1869 bis 1910 wa die S eige ung de Be u s ä igkei 43,4 P o- zen , in de Spa e "Indus ie und Gewe be" soga 65 P ozen . Die höchs e S eige ungs a e wies Is ien mi 194,1 P ozen , Galizien mi 101,6, Bukowina mi 98,4, T ies und Gebie mi 89 und Niede ös e - eich mi 85 P ozen au . Dabei muß alle dings be ücksich ig we den, daß die Zunahme de Be u s ä igen un e Be ücksich igung de Wande- ungsbewegung in manchen Lände n (in Niede ös e eich mi 70,6 P ozen ) as an die S eige ung de in "Indus ie und Gewe be" Be- schä ig en he an eich e. Die klassischen al en Indus ielände Böhmen und Mäh en mi Ausnahme on Schlesien zeig en im Gesam zei aum eine un e du chschni liche En wicklung. Am schlech es en schni Obe - ös e eich mi 7,3 P ozen ab sowie Dalma ien mi 55,3 P ozen , weil in beiden Fällen das allgemeine Wachs um de Be u s ä igkei g öße als jenes de in Indus ie und Gewe be Beschä ig en wa . Dieses Wach- s um e olg e keineswegs kon inuie lich, so be ug die Zuwachs a e on 1869 bis 1880 als Folge de schwe en K ise on 1873 nu 3,7 P ozen , on 1880 bis 1890 dann wiede 19,1, on 1890 bis 1900 e olg e ein neue liche Rückgang au 8,4 P ozen und on 1900 bis 1910 konn e dann die höchs e Wachs ums a e mi 23,2 P ozen im Du chschni ge- messen we den. In de g oßen K ise bis 1880 zeig e sich in Obe ös e - eich, Ti ol, Vo a lbe g und Mäh en ein deu liche Rückgang. Von 1880 bis 1890 a en neue dings Rückgänge in Kä n en, T ies sowie Dalma- ien au und on 1890 bis zu Jah hunde wende wu den Obe ös e - eich, abe auch Galizien on solchen be o en. Sei de Jah hunde - wende wies die Beschä igungs a e de in Indus ie und Gewe be Tä igen in allen Lände n nu Zugänge au , wobei die bishe ück- s ändigs en Lände , wie Galizien und Bukowina, ela i güns ig ab- schni en. Aus den Volkszählungse gebnissen läß sich leide kaum ein Bild de Ve eilung de Be u s ä igen au Be iebsg ößen ode E zeu- gungsspa en gewinnen. Die Möglichkei eine T ennung de in de Indus ie Beschä ig en on den üb igen im Gewe be Tä igen is e s mals au g und de Zäh- lungen de Handelskamme n in den Jah en 1880 und 1885 möglich ( e gleiche Tabelle 6), jedoch e olg e die Zu eilung zum Fab iksbe ieb bei diesen Zählungen au g und de S eue leis ung, die inne halb de einzelnen Indus iezweige s a k a iie e und im Gesam zei aum OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 116 Gus a O uba Schwankungen un e lag. Eine e s e und auch le z e exak e Ve eilung de E we bs ä igen au die indus iellen Fab iksbe iebe bie e die im Jah e 1902 du chge üh e am liche Be iebszählung 35 , wobei die Lände - e gebnisse auch noch eine Un e gliede ung nach E zeugungsspa en e - möglichen. (Ve gleiche Tabelle 9.) Als "Fab iksbe ieb" be ücksich ig- en wi in de Dokumen a ion um die Jah hunde wende eine Be- schä ig enzahl on meh als 20, was de damals üblichen Te minologie en sp ich . Im üb igen s ell die on uns au ges ell e Tabelle e gleich- ba e We e zu den o angegangenen und olgenden S a is iken wie auch zu jenen de unga ischen Reichshäl e da und is in diese Fo m bishe noch nich e ö en lich wo den. Im Jah e 1880 zeig e sich ein übe gewich de in de Tex ilindus ie sowie bei de Lebensmi ele zeu- gung Beschä ig en, bis 1902 e ände e sich die Si ua ion inso e n, als diese beiden Indus ien s a k an Bedeu ung einbüß en, wäh end o allem die Eisen-, Me all- und Maschinenindus ie sowie Bauma e ialien und Papie an Bedeu ung gewannen. Insgesam e olg e in dem Zei - aum on 1880 bis 1902 eine S eige ung de in de Indus ie Be- schä ig en um 82,8 P ozen wobei de G oß eil diese S eige ung in den e s en ün Jah en e olg e. Die höchs en S eige ungs a en mi 288 und 287,7 P ozen wiesen Lede - und Maschinene zeugung au , Eisen und Me all e eich en Zugänge on und 163 P ozen , wei un e dem Du chschni blieben Tex il und Bekleidung, wäh end die Lebens- mi elindus ie, zumindes s a is isch, Ve lus e au zuweisen ha , die wohl au geände e E hebungsg undsä ze zu ückge üh we den müs- sen. (Ve gleiche Tabelle 6.) Tabelle 9 e möglich es uns, nach de Be- iebszählung on 1902 die indus ielle S uk u de einzelnen Lände genau zu du chleuch en. Danach be anden sich in de S eie ma k und Kä n en die indus iellen Schwe punk e de Eisen- und Me allindus ie, in T ies , Is ien und Niede ös e eich jene de Maschinenindus ie, in Salz bu g und Obe ös e eich solche bei Bauma e ialien, in de Buko- wina bei Holz, in Vo a lbe g, Gö z, G adisca, Böhmen, Schlesien, Mäh en und Ti ol in de Tex ile zeugung, in Dalma ien und Galizien in de Nah ungsmi elindus ie. Fü Unga n läß sich ab 1844 die Zahl de Indus iebeschä ig en, sei 1884 zusä zlich nach E zeugungsspa en au gegliede , ( e gleiche Tabelle 12) e olgen. Von 1890 an geschah im Rahmen de Volkszäh- lungen auch eine Au gliede ung ü K oa ien und Slawonien ( e gleiche Tabelle 13) sowie nach E zeugungsspa en. (Ve gleiche Tabelle 14.) 1884 zeig e sich ein bedeu endes übe gewich de in de Lebensmi el- indus ie Beschä ig en, jedoch wa en auch die Eisen- und Me all- indus ie sowie de Maschinenbau und die Holzindus ie ela i be- 35 W. Schi . Die E gebnisse de gewe blichen Be iebszählung om 3. Juni 1902 (in: S a is ische Mona ssch i , 34. Jg.), B unn 1907. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Dynamik des Indus ialisie ungsp ozesses in Ös e eich-Unga n 117 deu end. In de Beschä ig ens uk u des Jah es 1913 ha die Lebens...; mi elindus ie, die noch imme an e s e S elle s eh , be ei s wei ...; gehend an Gewich eingebüß . In olge des s a ken Au holens de Tex il- und Bekleidungsgewe be, abe auch de Papie indus ie, de Bauma e ialien und de Lede e zeugung sank die Bedeu ung de Eisen- Me all- und Maschinenindus ie. Insgesam wies die Zahl de in de Indus ie Beschä ig en ü den Gesam zei aum on 1884 bis 1913 eine S eige ung on 329,7 P ozen au , wobei in den Jah en 1884 bis 1898 eine wei aus höhe e S eige ungs a e als spä e es s ellba is . In olge de ge ingen Ausgangswe e einzelne Indus iezweige e scheinen de en S eige ungs a en dubios. Die höchs en Zuwachs a en inden sich in de Bekleidungsindus ie, bei Bauma e ialien, Tex il-, Elek o- und g a- phischem Gewe be. Wei un e dem Du chschni en wickel en sich je z Lebensmi el, Eisen und Me all sowie Maschinenbau. Die Zahl de in de Indus ie Unga ns Beschä ig en s ieg on 1890 bis 1910 on 13,16 au 17,4 P ozen , in K oa ien und Slawonien abe nu on 7,6 au 9,5 P ozen . Insgesam be ug die S eige ungs a e on 1890 bis 1910 in Unga n 79,7, in K oa ien abe nu 39 P ozen . Wäh end Unga n on 1890 bis 1900 eine S eige ungs a e on 38,5 und on 1900 bis 1910 on nu 29,7 au wies, e eich e K oa ien und Slawonien in de e s en Pe iode 8,8 P ozen und in de zwei en 27,8 P ozen . (Ve gleiche Tabelle 13.) Ein Ve gleich de Beschä ig enzahlen nach den Volkszählungse geb- nissen on 1900 und 1910 zeig ü Unga n das be ei s bekann e Bild eine S eige ung de bei Tex il, Bekleidung, Chemie, Bauma e ialien und Holz und eines gleichzei ige i s a ken Rückganges de in de Nah- ungsmi elindus ie Beschä ig en sowie ge ing ügige Einbußen bei Eisen und Me all. Fü K oa ien-Slawonien wa um die Jah hunde - wende die Holzindus ie bzw. Nah ungsmi ele zeugung am wich ig- s en. Bis 1910 büß e das Holz s a k an Bedeu ung ein, wäh end die Bauma e ialien und auch die Nah ungs- und Genußmi el ih en An eil an den Indus iebeschä ig en s a k e g öße n konn en. (Ve gleiche Tabelle 14.) We die Anzahl de Be iebe, ge enn nach Klein-, Mi el- und G oß- be ieben, his o isch e assen will, s ell sich eine seh schwie ige Au - gabe. Die äl es e E hebung diese A e olg e im Jah e 1773 du ch Hö nigk, den Schwage Beche s in Zusammenhang mi de geplan en Ein üh ung eine Handwe kss eue 36 • Von Ende Augus bis Mi e Ok o- be besuch e diese 92 S äd e und 16 Mä k e in Schlesien, Teilen on Böhmen und No dmäh en. Im Ok obe be eis e e Inne ös e eich und Ös e eich ob und un e de Enns südlich de Donau. Als e abe dann übe Wien, wo e im Dezembe Be ich übe Inne ös e eich e s a e e, in die es lichen Teile Mäh ens und Böhmens au b ach, 36 Vgl. Fußno e 8, S. 177 - 196. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 118 Gus a O uba wu de e am 30. Dezembe bei Mäh isch-T übau als Spion angehal en und konn e ohne Paß de böhmischen Ho kanzlei nich meh wei e - eisen. Fü 95 S äd e und Mä k e liegen s a is ische Da en diese Reisen o : Lände Meis e Gesellen I Insgesam Ös e eich ob und un e de Enns einschließlich Wien ............... . 3765 6184 Inne ös e eich ................... . 2593 2138 Schlesien ......................... . 10804 6623 Böhmen, Mäh en, Gla z ........... . 3595 2073 Summe ........................... . 20757 17018 37775 Hassinge e mu e , daß bei diesen Zahlen höchs ens eine Fehle - g enze on 10 bis 15 P ozen anzunehmen is . Fü wei e e Lände , insbesonde e Schlesien und Böhmen s ell e Hö nigk Schä zungen an, die jedoch eilweise als willkü lich zu bezeichnen sind. E s aus de Zei Ma ia The esias und Joseph I . sind wiede genaue e Da en be- kann , wobei insbesonde e die Komme zialgewe be, die au G und eine Ve o dnung de Kaise in om 4. Jänne 1754 on den Polizeigewe ben abge enn wu den, eine s a is ischen E hebung un e lagen. Als Cha ak e is ikum ü die Komme zialgewe be - o nehmlich Tex il-. Seiden-, Lede - und Me allindus ie - gal , daß sie ü den g oßen Ma k a bei e en und deshalb on den Fesseln de Zun e assung be ei wu den. S a is ische Nachweisungen übe die bes ehenden Comme zialgewe be e lang e das Di ek o ium du ch Ci kula e 1l1 sei 1762 on dem Comme zkonzessen de Landess ellen jäh lich ab. Die Fo mula e um aß en ün Rub iken: Name de Wa e, O de E zeu- gung, S ückzahl de p oduzie en Wa en, abges u nach ein, mi el, g ob, Wa enp eise, Namen de Fab ikan en, Ve lege und Ko espon- den en. Die Ho en schließung om 18. 7. 1770 o dne e gene ell an, am Ende jeden Jah es die Ve meh ung de Comme zialgewe be bekann - zugeben. Schließlich bes imm e das Ho dek e om 12. 3. 1770, daß die Comme z abellen alle Qua ale an den Comme zkonzeß (Landes s elle) abge üh we den muß en. Die handsch i lich abge aß en Manu ak u - abellen ü Niede ös e eich und Böhmen habe ich be ei s g oß eils e ö en lich 38 , die ande e Lände sind . a. on He be Hassinge 31 Ci kula e on 26. I . 1762, 19. II . 1763, 23. VII. 1767 und Ho esk ip om 17. X.1764. 38 Vgl. ußno e 21. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Dynamik des Indus ialisie ungsp ozesses in Ös e eich-Unga n 119 zu G undlage genommen wo den 39 • Kaise Joseph II., de die gewe b- liche P oduk ion o allem du ch Besei igung de Locke ung de übe - kommenen Zun sch anken und En esselung de eien Konku enz zu s eige n ach e e, leg e g oßes Gewich au die Einsendung de Manu- ak u abellen. Diese wa en on de k. k. Fab iks-Inspek ion aus den eils on ih selbs e hobenen, eils on den K eisäm e n eingesende en Da en zusammenzus ellen. Dieses Sys em de s a is ischen Be ich - e s a ung wa bis in die Zei de napoleonischen K iege in K a . Te minologisch en s eh da aus eine Schwie igkei , daß de K eis de Comme zial-Gewe be gegenübe den Polizeigewe ben in dem Um- ang, wie die Indus ialisie ung o sch i , au Kos en de Polizei- gewe be e wei e wu de. Das Resk ip om 8. Feb ua 1755 en hiel be ei s eine Spezi ika ion on 48 "P o essionis en, de en A e ac a in das hie ländige Manu ac u wesen und da on abhängende Comme zium einschlagen". Eine Ho en schließung om 1. Augus 1767 sowie ein Dek e om 3. Sep embe 1768 b ach en ein Ve zeichnis de "zu dem Comme zio gehö igen P o essionen und Gewe bscha en". Dieses en - hiel : 1. alle Meis e scha en, welche in die Leinwand-, Tuch-, Ko on- ode Baumwollmanu ak u einschlagen, de en beispielsweise 17 genann wu den; 2. die Seidena bei e (ach Gewe bea en); 3. die Me all ab ikan en, on denen 27 exemplika i au gezähl wu den; 4. die Glas- und Spiegelmache , Diaman en- und K is allschneide , Ro - und Weißge be , Fell ä be , Handschuhmache , Kü schne und Buchd ucke und 5. alle Kau - und Handelsleu e in S äd en und Mä k en. Alle Gewe be, die nich un e die obgenann en Punk e ielen, wu den als Polizei gewe be angesehen. Du ch die Ho dek e e om 23. Mä z 1792 und 9. Ap il 1799 a en neue dings p inzipielle Ve schiebungen in de Abg enzung ein. Bis dahin gal en die Polizeigewe be als die Regel, die Comme zialgewe be als die Ausnahme. Im Jah e 1809 wu den in einem Ho dek e om 2. Mai nich meh die Comme zialgewe be, sonde n nu meh die Polizeigewe be axa i au gezähl . Demnach gal en 97 Be- schä igungen als polizeilich. In den olgenden Jah zehn en sind eben- alls noch einzelne Polizeigewe be zu Comme zialgewe ben umgewan- del wo den. Eine Reduk ion de un e die Polizeigewe be zu echnen- den Gewe bea en is e mu lich auch dadu ch e olg , daß die Speziali- sa ion de Gewe be in manche Beziehung abgenommen zu haben schein . 39 Vgl. Fußno e 33. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 126 Gus a O uba nische S eue g enze besei ig . Die De ailnachweisungen soll en sich inne halb de bes imm en Gewe bea en au alle Be iebe beziehen, die im Sinne de Gewe beo dnung als ab iksmäßig anzusehen sind. Eine En scheidung übe das Vo handensein dieses Me kmales blieb dem E messen de einzelnen Kamme n übe lassen. Alle diese Einsch än- kungen sind bei Be ach ung de on Nachum G oss e we e en Zäh- lungen on 1880 und 1885 ( e gleiche Tabelle 6) in Be ach zu ziehen. Aus diesem G und wu den auch die Be iebszählungen diese Jah e ü die o liegende Dokumen a ion als kaum e we ba auße Be ach gelassen. Ein öllig e ände es Bild b ach e die Gewe bezählung des Jah es 1897, die lediglich die Zahl de Be iebe ohne De aillie ung be iebs- s a is ische Da en ü G oßbe iebe en hiel . Diese Zählung e olg e auch au ganz ande e G undlage als die bishe igen und nach eine geände en Ein eilung de Gewe be. De g undlegende Un e schied bes and da in, daß sich die E kenn nis on de Mangelha igkei de bishe igen gewe be s a is ischen E hebungen dahingehend auswi k e, daß man eine Besch änkung nu au "Fab iken" als Willkü de E - hebungso gane zu e meiden ach e e. Eine solche Einsch änkung e - schien auch deshalb unge ech e ig , weil die Kleinbe iebe in olge ih e übe wiegenden Zahl eine ebenso g oße Bedeu ung ü die P o- duk ion wie diese besaßen. An S elle des bishe igen E we bss eue - ka as e s a sei 1896 ein "Gewe beka as e ". Diese und die da au basie ende Gewe bezählung on 1896 kamen wenigs ens hinsich lich de o dnungsmäßig angemelde en, espek i e bes eue en Be iebe de Wi klichkei wohl iel nähe als die al en E we bss eue egis e , wenn auch nu ein Teil de Gesam hei alle Be iebe e aß wu de. Die Heima bei ehl e g oß eils und die gewe be ech lich unbe ug en Be iebe gänzlich. De neue Gewe beka as e läß keine Ve gleichs- möglichkei zu den ühe en Zählungen zu und blieb deshalb auch on uns unbe ücksich ig . Anläßlich de Vo be ei ung zu Volkszählung on 1890 aß e die S a is ische Zen alkommission e s mals den Plan eine allgemeinen di ek en Zählung alle gewe blichen und landwi scha lichen Be iebe du ch unmi elba e Be agung säm liche Be iebsinhabe 41• Als Aus- gangspunk soll e de bishe ige Gewe beka as e keine Ve wendung inden, da e jede Auskun übe be iebss a is isch wich ige Da en e sag e. Sei ens de Handels- und Gewe bekamme n e wog man im Jah e 1895 eben alls das P ojek eine selbs ändigen Be iebszählung, ließ dieses jedoch dann allen. Neue dings bei den Vo be ei ungen zu 41 C. Th. . Inama-S e negg, Die nächs e Volkszählung (in: S a is ische Mona ssch i , 16. Jg.), Wien 1890. Vgl. auch Fußno e 29. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Dynamik des Indus ialisie ungsp ozesses in Ös e eich-Unga n 127 Volkszählung on 1900 o de e die S a is ische Zen alkommission die längs ällige Be iebszählung und am 31. Dezembe 1902 konn e diese au g und des Pa ag aphen 14 des Volkszählungsgese zes e olgen. Neben de Landwi scha wu den auch die gewe blichen Kleinbe iebe und die Heima bei mi einbezogen. Alle ü die P oduk ion maßgeben- den Fak o en wie Pe sonen, Tie e, Mo o en, A bei smaschinen soll en möglichs olls ändig e aß we den, nich abe die Höhe de A bei s- löhne, die A bei szei ode pe sönliche Ve häl nisse de A bei e . Die Da en wu den du ch Be agung de A bei gebe un e wei gehende Mi wi kung de Handels- und Gewe bekamme n e hoben. Die Kam- me n kon ollie en du ch Ve gleich des gewe blichen Be iebszählungs- ma e ials mi dem Gewe beka as e und beso g en die Auszeichnung nach dem Klassi ika ionsschema de Gewe bea en desselben. Tabelle 20 b ing eine Eigenbea bei ung des Ma e ials de Be iebs- zählung on 1902 in de ös e eichischen Reichshäl e, wobei die Au - eilung nach B anchen und Lände n sich au Be iebe mi meh als 20 Beschä ig en bezieh 42• Diese Be iebsg öße en sp ich de damaligen De ini ion eine Fab ik. In de S uk u de B anchengliede ung zeig sich wiede deu lich ein übe wiegen de Tex ilindus ie, de sich ein beach lich s a kes Bekleidungsg oßgewe be angegliede ha e. Die Bedeu ung de me all e a bei enden Indus ie schein zumindes gegen- übe 1841 zu ückgegangen zu sein, jedoch a eine s a ke Maschinen- ab ika ion hinzu. Une wa e e meh e sich de An eil de Un e - nehmen aus S einen und E den, besonde s de He s ellung on Bau- ma e ialien, de Holz e a bei ung und de Papie e zeugung, wäh end Lede , Nah ungsmi el, Chemie und g aphische Be iebe an Bedeu ung einbüß en. Die Elek oindus ie s and e s an ih em Beginn. Die indu- s ie eichs en Lände wa en Böhmen, Mäh en und Niede ös e eich. Von den Alpenlände n ha en nu die S eie ma k und Vo a lbe g g öße e Bedeu ung. Konzen a ion d ' Tex ilindus ie bes and in Böhmen, Mäh en und Niede ös e eich, in de Kon ek ionsindus ie besonde s in Wien und Böhmen. Die Me allindus ie dominie e s uk u ell in S eie ma k und Kä n en, die meis en Be iebe zähl en Niede ös e eich und Böh- men. In de Maschinenindus ie üh e Niede ös e eich o Böhmen. Bei E zeugnissen aus S einen und E den bes and s uk u ell eine ela i g oße Konzen a ion in Gö z und G adisca sowie in Obe ös e eich, wäh end sich die meis en Be iebe in Böhmen, Niede ös e eich und Mäh en be anden. In de Holzb anche anden sich die meis en Be iebe in Böhmen und Niede ös e eich. Lede ab iken gab es o allem in Böhmen und Niede ös e eich. Die Papie indus ie besaß s uk u ell 42 Vgl. Fußno e 35. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 128 Gus a O uba eine ela i e Konzen a ion in Kä n en und S eie ma k, die meis en Be iebe lagen in Niede ös e eich und Böhmen. Nah ungsmi elbe- iebe dominie en in Böhmen und Niede ös e eich. Die Chemie besaß die meis en Be iebe in Böhmen und Niede ös e eich. Gleiches gil ü die g aphischen Gewe be sowie die Elek izi ä . Aus Tabelle 21 kann de Um ang de Konzen a ion de Mi el- und G oßbe iebe im Be eich de einzelnen E zeugungsspa en abgelesen we den. Die Mi elbe iebe mi 21 bis 50 Beschä ig en e eich en im Du chschni 0,8 P ozen alle Be iebe, wobei wei übe diesem Du ch- schni die Hü enbe iebe, die Elek oanlagen, das g aphische Gewe be, die Papie indus ie, Kau schukhe s ellung und Bauma e ialien lagen. Un e diesem Du chschni blieben Bekleidung, Tex ilgewe be, Holz- und Flech indus ie sowie Nah ungsmi el. Bei den G oßbe ieben mi übe 50 Beschä ig en e eich e de Du chschni 0,6 P ozen , wobei sich die s ä ks en Konzen a ionen in den Hü enbe ieben, bei Kau schuk U p oduk ion und Elek oanlagen zeig en. Wei un e dem Du chschni kamen Bekleidung, Holz- und Flech indus ie sowie Nah ungsmi el zu liegen. In den Be ich en de k. k. Gewe beinspek o en 43, die sei 1884 jäh - lich e schienen, inde sich e wa sei de Jah hunde wende nich nu die Zahl de besuch en und kon ollie en ab ikmäßigen Be iebe, sonde n auch de en Gesam zahl e wähn . Es läß sich jedoch nich es - s ellen, nach welchen K i e ien die ab ikmäßigen Be iebe ausgewähl wu den. Bei einem Ve gleich diese Angabe mi de Zahl jene Be- iebe, die in de Be iebszählung on 1902 ( e gleiche Tabelle 20 mi Tabelle 22) als ab iksmäßig au scheinen, läß sich nu aussagen, daß sich in einzelnen Zweigen, wie z. B. de Nah ungs- und Genußmi el- indus ie, den Bekleidungsgewe ben, bei Chemie, g aphischen Gewe be und Elek oindus ie seh g oße Un e schiede zeigen. Es is zu e mu en daß die Gewe beinspek o a e alle jene Be iebe, die mi besonde en echnischen Ein ich ungen ausges a e wa en und deshalb ih e übe - p ü ung un e lagen (z. B. Damp kessel e c.) ohne Rücksich au die Beschä ig enzahl zu den Fab iken zähl en. Obgleich Ma is« diese Zahlen seine lokalen S uk u analyse zug unde leg e, müssen sie m. E. doch nu mi g oße Vo sich in e p e ie we den. Das Wachs um einzelne E zeugungsspa en jedoch kann als halbwegs e läßlich an- genommen we den, weil ja die K i e ien de Auswahl e mu lich 1902 und 1913 kaum geände wu den. Bei eine du chschni lichen S eige- 43 Be ich de k. k. Gewe beinspek o en übe ih e Am s ä igkei im Jah e 1884, Wien 1885 . 44 H. Ma is und K. Bachinge , Ös e eichs indus ielle En wicklung (in: Die Habsbu gennona chie 1848 -1918, Bd. 1: Die wi scha liche En wicklung, Wien 1973), S. 220 -229. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Dynamik des Indus ialisie ungsp ozesses in Ös e eich-Unga n 129 ung on 42,5 P ozen lagen die höchs en Wachs ums a en im Be eich on Elek oindus ie und Bekleidung, ela i hohe bei Maschinenindu- s ie, E zeugnissen aus S einen und E de sowie g aphischen Gewe ben, du chschni liche in de Holzindus ie sowie un e du chschni liche bei Chemie, Papie , Lede , Kau schuk und Tex il. In den Tabellen 23 und 24 wi d e such , die Be iebszählungen ü Unga n und die Lände de unga ischen K one in ähnliche Weise wie ü Cislei hanien da zus ellen. Leide geben die on Me ei 45, Sando 46 und Be end-Ranki 47 gesammel en Da en nu ein ech globales Bild, das au De ails de En wicklung in den einzelnen E zeugungsspa en kaum eingeh . Manu ak u en und Fab iken wu den auch in Unga n sei 1785 e aß , jedoch ha en sie keines alls die Bedeu ung wie in de ös e eichischen Reichshäl e. De be ühm e unga ische S a is ike de e s en Häl e des 19. Jah hunde s, Elek Fenyes 48 en wa ein äuße s düs e es Bild om ländlichen Gewe be und om Indus iea ikelbeda de Do bewohne Unga ns: "Die k oa ischen, umänischen, se bischen F auen kleiden ih e Männe mi eigenhändig he ges ell e Leinwand, Tuch und mi Filzmän eln, de unga ische Baue is ein gebo ene Zimme mann und Wagne , ih e F auen backen B o , e e igen Lein- wand, Sei e, und so haben sie de a ige Handwe ke nich nö ig. Nu in den deu schen Dö e n sehen wi in den Au nahme ub iken übe all Bäcke , Webe , Wagne und ande e Handwe ke p imä e Bedü nisse." Ve gleich man - be on Fenyes besonde s - die Zahl de unga ischen kapi alis ischen Un e nehmen mi de Zahl de lomba dischen und ös e eichischen Be iebe, so beweise nich bloß die ge inge e absolu e Zahl de unga ischen Un e nehme den Rücks and; und e se z o : "Und hie wiede um, welch ein Un e schied zwischen eine unga ischen Papie mühle ode S eingu ab ik, die höchs ens 30 bis 40 A bei e be- schä ig und Wa en im We on 20 bis 24000 Gulden he s ell , und z. B. de Wolls o ab ik on Linz, die auch zu Zei ih es Ve alls 6000 A bei e n und 110 Beam en B o gab." Un e solchen Ums änden e schein m. E. ein Ve such, das Wachs um de Fab iksindus ie in P ozen en zu be echnen, wie dies Me ei in Ta el 23 un e nahm, meh als dubios. Die kapi alis isch-indus ielle En wicklung begann auch in Unga n in de Tex ilindus ie. Die e s e Baumwollwebe eimanu ak u g ünde e de Ga e Ma ia The esias 1756 in Sas a (Sassin). G a Fe enc Es e hazy olg e dem Beispiel und e ich e e au seinem Gu in Csekles einen ähnlichen Be ieb. Sei 1785 gehö e Sass in dem Wiene Johann Ch is ian Pu hon, de die Fab ik in den napoleonischen K ie- 45 Vgl. Fußno e 22. 46 Vgl. Fußno e 16. 47 Vgl. Fußno e 15. 48 E Fenyes, Magya o szag s a isz ikaja, Pes 1842. 9 Sch i en d. Ve eins . Socialpoli ik 83 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 130 Gus a O uba gen g oß ausbau e. Ein d i e G oßbe ieb de Tex ilb anche gehö e in Mosonmagya o a (Unga isch-Al enbu g) de E zhe zogin Ma ia Ch i- s ine. 1815 we den ie Tex ilmanu ak u en e wähn . Die K ise nach dem Wiene Kong eß b ach e de unga ischen Tex ilindus ie schwe e Einbußen, jedoch wu den nach 1816 imme noch 6 Seiden-, 8 Scha woll-, Baumwoll- und Halbseidens o ab iken gezähl . De Au schwung de unga ischen Eisenp oduk ion hing eben alls on den Bedü nissen de K iegsindus ie des Ae a s en scheidend ab. Die Un e nehmen kon- zen ie en sich as ausschließlich au den Raum de heu igen Slowakei 49 und Rumänien. Im Sajo al en s and 1730 ein Eisenwe k in Rado a, e was spä e ein wei e es in Reschi za. Fü 1846 üh en die "Ta eln" 159 Eisenwe ke an. Nach Joseph Hai i 50 exis ie en sei 1853 in Unga n 109 Eisenschmelzhämme , Puddling- und Walzwe ke. Hin e diesen beiden üh enden Indus iezweigen blieben die Glas-, Papie -, Lede -, Likö - und B ann wein-, die S eingu - und Tonwa enindus ie s a k zu ück. Die We kzeug- und Ge ä ehe s ellung zähl e um 1815 d ei bis ie kleine We ks ä en, die Öle zeugung d ei. die Papie e zeu- gung e wa 25 Mühlen, on denen nu eine einzige spä e zu Papie - ab ik sich en al e e, die Chemie besaß ein einziges g öße es Un e - nehmen, ebenso die Pu zwa enindus ie. Die in de zwei en Jah - hunde häl e so wich ige Damp mühlenindus ie 51 , die sich au und um Pes konzen ie e, zähl e um 1850 e s sieben Be iebe, die sich bis 1865 au 24 e meh en. In Fiume exis ie e sei dem 18. Jah hunde eine g oße Zucke a ine ie, daneben gab es 1815 noch zwei wei e e kleine Zucke siede eien, die sich bis 1866 au 19 Zucke ab iken e - meh e: i52• 1818 wu den 5 Seidenwebe eien, 1 Zucke siede ei und 27 Papie mühlen genann , im Jah e 1840 31 Glasp oduzen en und 5 S eingu ab iken sowie 1846 94 Spi i usb enne eien. Die Rücks ändig- kei Unga ns gegenübe den ös e eichischen Lände n wi d un e ande em da aus deu lich, daß im Jah e 1841 nu sechs Damp maschinen mi 74 PS in Unga n gegenübe 337 Damp maschinen mi 7 733 PS in den Lände n de ös e eichischen Reichshäl e in Be ieb s anden. Tabelle 24 e möglich , die Anzahl de Fab iksbe iebe mi meh als 20 Beschä ig en eine sei s in Unga n, ande e sei s in K oa ien-Sla- wonien im Zei aum on 1900 bis 1910 zu e gleichen. Unga n besaß um die Jah hunde wende Schwe gewich e im Holz-, Nah ungsmi el- 49 A. Pauliny, Zelezia s o na poh oni 18. a p e j polo ici 19. s o ocia (1966). 50 J. Hain, Handbuch de S a is ik des Ös e eichischen Kaise s aa es, Wien 1853. 51 V. Sando , A budapes i malomipa kialakulasa 1839 -1880 (Geschich e de Budapes e Mühlenindus ie 1839 -1880), Budapes 1954. 52 M. Wiene , A magya cuko ipa ö ene e (Geschich e de unga ischen Zucke indus ie), Budapes 1902. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Dynamik des Indus ialisie ungsp ozesses in Ös e eich-Unga n 131 und Bauma e ialiengewe be. Eisen- und Me allindus ie blieben - e - glichen mi den ös e eichischen Lände n - on ela i ge inge Be- deu ung. Tex il, Bekleidung, Lede und Chemie sowie die g aphischen Gewe be wa en s a k un e du chschni lich en wickel . Die Zahl de Be iebe e meh e sich bis 1910 im Du chschni um 78,5 P ozen . Wei übe diesem Du chschni en wickel en sich Bekleidungs-, Tex il-, Ma- schinen- und Papie indus ie, d. h. alle bishe s a k zu ückgebliebenen E zeugungsspa en. Dadu ch e ände e sich die Indus ies uk u s a k. Wäh end Nah ungsmi el, Holz sowie Bauma e ialien an Be- deu ung e lo en, gewannen Maschinen, Tex il und Bekleidung be- äch lich. In K oa ien- Slawonien zähl en um die Jah hunde wende zu den wich igs en Indus iezweigen Holz und Nah ungsmi el, ge olg on "S eine und E de" e c., wäh end alle ande en Zweige, mi Aus- nahme de D ucke eien, s uk u ell un e de 5 P ozen -G enze lagen. Bis 1910 e höh e sich in K oa ien-Slawonien die Zahl de Be iebe nu seh bescheiden (ca. um 20 P ozen ). Die höchs en Zugänge wiesen Tex il- und Papie sowie Bekleidung und Maschinenbau au . De S uk- u nach büß e in K oa ien-Slawonien die Holzindus ie be äch lich an Bedeu ung ein, wäh end die Nah ungsmi el-, Maschinen-, Tex il- und Bekleidungsgewe be, abe auch Papie und D ucke eien ih e Posi ionen e besse n konn en. Das Gesam bild de Lände de unga ischen K one wu de bei Mi be ücksich igung K oa ien-Slawoniens du ch de en Rücks ändigkei ungüns ig beein luß . Die Tabellen 25 bis 28 e suchen au g und de E we bss eue abellen bzw. on Schä zungen den We bzw. das P oduk ions olumen de indus iellen E zeugung in beiden Reichshäl en on 1841 bis 1911 übe sich lich da zus ellen. Dabei wu den die Fo schungen on Nachum G oss 53, Be end-Ränki 5 4, Ka mi 55 sowie die Schä zungen on F ied ich Fellne 56 als Quellen he angezogen. übe die P oblema ik de Ve we - ung on S eue quellen wu de anläßlich de Geschich e de Be iebs- zählungen de no wendige Vo behal gemach . De Cha ak e on Schä zungen, de Wandel de E hebungsg undsä ze, das Momen de S eue hin e ziehung und ande es meh lassen eine zu e lässige Aus- we ung diese Da en nich zu. Fü die ös e eichischen Lände kann ü 1841 alle dings es ges ell we den, daß die Tex ilindus ie we - mäßig wei aus o Lebensmi el und Eisen sowie Me all e a bei ung dominie e. Dieses Bild ände e sich bis 1865 kaum, abgesehen da on, daß die Eisen- und Me allindus ie on de Maschinenindus ie im 53 Vgl. Fußno e 13. M Vgl. Fußno e 15. 55 Vgl. Fußno e 18. 56 F. Fellne , Ausz ia es Magya o szag nemze i jö edelme (Das Volks- einkommen Ös e eichs und Unga ns), Budapes 1916. 9* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 132 Gus a O uba g öße en Um ang e d äng wu de und die Holz- und Papie indus ie an Bedeu ung au hol e, was au Kos en de Chemie und Bauma e ialien geschah. Die Indus ies uk u Cislei haniens wu de alle dings du ch die Schä zungen des Jah es 1880 und 1885 inso e ne s a k e ände , als plö zlich die Lebensmi elindus ie an e s e S elle au auch e. E s 1911 a diese, noch imme an de Spi ze, wiede in einem mi 1865 e gleichba en Ausmaß in E scheinung. Beme kenswe is e ne , daß einzelne Indus iezweige, o allem Tex il und Lede , im Gesam - zei aum we mäßig einem kon inuie lichen Rückgang un e lagen. Bei Eisen und Me all a e s in de le z en Phase on 1885 bis 1911 wiede ein Au schwung ein, wobei alle dings auch das übe du chschni liche Wachs um de Maschinenindus ie in de Gesam pe iode zu be ück- sich igen bleib . Aus Tabelle 26 wi d die S uk u de s eue p lich igen Gewe be des ös e eichischen Kaise s aa es nach E zeugungsspa en und Lände n ü das .Tah 1862 e sich lich57, die eine we olle E gänzung zum Ve - s ändnis de Tabelle 25 (S ichjah 1865) bie e . De Anzahl de S eue - p lich igen nach dominie e auch hie die Tex ilindus ie, alle dings nich in dem ü 1865 angezeig en Ausmaß. übe aschend g oß wi d auch die Bedeu ung de Sek o en Lede , Pelze und Kau schuk, dich ge olg on de Nah ungsmi elindus ie. Le z e e lieg 1862 mi 1865 in e gleichba e G ößeno dnung, wäh end Eisen und Me all im Jah e 1862 eine bedeu end besse e Posi ion einnahmen. Umgekeh e häl es sich bei de Maschinenindus ie. Die P oblema ik de Abg enzung zwischen ab iksmäßigen und gewe blichen Be ieben läß beide S a is i- ken schwe in ein ich iges Ve häl nis se zen. Ve gleich man 1862 die Anzahl de S eue p lich igen mi dem An eil de E we bss eue , so zeig sich, daß die Nah ungsmi elindus ie übe du chschni lich hoch als S eue äge he o a , wäh end die Tex ilindus ie unge äh im Rahmen ih e S eue p lich igen blieb. Lede , Pelze und Kau schuk lagen s a k da un e . Bei Eisen, Me all und Maschinen zeig e sich eben alls ein ausgeglichenes Ve häl nis, wäh end in de Chemie und Papie indus ie ela i hohe S eue e äge e ziel wu den. Au Län- de ebene e gib sich bei de Anzahl de S eue p lich igen eine dominie- ende S ellung Böhmens mi e wa einem D i el, ge olg on Niede - ös e eich und Mäh en. Bei den E ägen de E we bss eue zeig e sich abe eine üh ende Rolle Niede ös e eichs, ge olg on Böhmen und Mäh en. Unga n, dessen An eil an S eue p lich igen nu e was meh als ein Fün el de Gesam mona chie ausmach e, schni mi den E ägen seine E we bss eue noch wesen lich ungüns ige ab. 57 Mi eilungen aus dem Gebie e de S a is ik, 18. Jg., 1. He , Wien 1865. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Dynamik des Indus ialisie ungsp ozesses in Ös e eich-Unga n 133 Aus Tabelle 27 geh de We de indus iellen E zeugung Unga ns ü 1841 und 1865 und aus Tabelle 28 das P oduk ions olumen de Indus ie Unga ns on 1898 bis 1913 nach E zeugungsspa en he o . Die wenig glaubwü dige Tabelle on 1841 weis de S uk u nach eine üh ende Rolle de Tex il- und Lede indus ie zu, ge olg on Chemie und Eisen- und Me allgewe ben. Jedoch be ei s 1865 e ände e sich die Lage eindeu ig zuguns en de Lebensmi el e a bei ung, die meh als ein D i el des indus iellen We es e b ach e. Die üb igen, be ei s genann en E zeugungsspa en behaup e en in s a k abgeschwäch e Fo m ih e Ausgangsposi ion. Ein Ve gleich des P oduk ions olumens on 1898 und 1913, de au Angaben on Be end-Ränki be uh , be- s ä ig die u sp ünglich allein üh ende Rolle de Lebensmi elindus ie, die nahezu die Häl e des Gesam we es um aß e. Eisen und Me all so- wie Maschinenindus ie lagen knapp übe und knapp un e dem 10- P ozen we , Tex il, Lede und Bekleidung spiel en eine öllig un e - geo dne e Rolle. Die S uk u des Jah es 1913 b ach e dann eine deu - liche Abschwächung de üh enden Rolle de Lebensmi elindus ie bei einem Anwachsen on Eisen und Me all, o allem abe auch on Tex il, Papie und Chemie. Au g und de Schä zungen on Fellne lassen sich Zwischenwe e ü 1906 annehmen. Danach dü e das Wachs um in de e s en Pe iode wesen lich s ä ke als in de zwei en e lau en sein. Im Gesam zei aum on 1898 bis 1913 e ziel en die höchs en S eige ungs a en die Tex il- und Papie indus ie, wei un e dem Du chschni lagen Maschinen, Bekleidung und Lebensmi el. Maschinen und Bekleidung muß en on 1906 bis 1913 s uk u ell soga Rückgänge hinnehmen. Wäh end im Zei aum on 1898 bis 1906 die höchs en Zugänge bei Lede , Papie und Bekleidung au a en, bes and on 1906 bis 1913 ein übe du chschni liches Wachs um nu meh bei Eisen und Me all, Bauma e ialien, Tex il, Chemie und dem D ucke ei- gewe be. Abschließend will ich noch ku z au die P obleme eine Da s ellung de indus iellen En wicklung de Donaumona chie anhand ka o- g aphische Da s ellungen eingehen 58• Es is du chaus kein Zu all, daß mi den e s en s a is ischen Ve suchen de Manu ak u abellen 1795 auch ein Ka enwe k en s anden is : de "Na u - und Kuns p oduk en A las de ös e eichisch- eu schen S aa en" on H. W. Blum, F eihe on Kempen 59 • Das We k is in meh e e Blä e au ge eil , wobei jede Ka e ein K onland um aß . De A las zeig neben de Ve b ei ung 58 R. K op , P obleme eine indus iellen En wicklung de Donaumo- na chie an Hand ka og aphische Da s ellungen (in: Ve ö en lichungen des Ve bandes Ös e eichische Geschich s e eine, He 19), Wien 1972. 59 H. W. Blum, F h . on Kempen, Na u - und Kuns p oduk en A las de ös e eichisch- eu schen s aa en, Wien 1796. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 134 Gus a O uba de Manu ak u en auch die g öße en Gewe be und den Be gbau. E un e scheide zwischen Na u - (Be gbau) und Kuns p oduk en (Ge- we be, Indus ie). Du ch die Da s ellung de Signa u en in Fa ben sind die einzelnen Manu ak u en deu lich e kennba . Eine Zusammen- assung nach Zweigen bzw. G uppen de selben e olg e jedoch nich . In den olgenden Jah en wu den nu ü einzelne Lände und Bezi ke Indus ieka en angeleg , un e ande en 1842 die "S a is isch- opo- g aphische Indus ieka e des König eiches Böhmen" on E ns on Schwa ze 60 • Nach 1848 bemüh en sich die neugeg iinde en Handels- kamme n um die He ausgabe solche Ka en 60a • Anläßlich de 2. Wel - auss ellung in Pa is 1855 äuße e die anzösische Regie ung den Wunsch, zu den ausges ell en Indus ieobjek en S ando ka en de egionalen Ve eilung de Indus ie zu zeigen. De Vizedi ek o de adminis a i en S a is ik, F ied ich Schmi , a bei e e sei 1853 an de Ve wi klichung dieses Planes, so daß bei de Pa ise Wel auss ellung be ei s einige seine Ta eln handgezeichne o lagen. De on ihm e igges ell e handgezeichne e Indus iea las de Mona chie 61 um aß e zule z 78 Blä e , on denen jedoch nu wenige e ö en lich wu den 62• In den olgenden Jah en en s anden wei e e Indus ieka en ü die Bukowina 18616: , eine Ka e de Rübenzucke ab iken Ös e eichs 186564, eine solche de selben in Böhmen, Mäh en und Schlesien ü 187065• A. L. Hickmann gab on 1862 bis 1864 einen "Indus iea las des König eiches Böhmen"66 he aus, de einen übe blick übe die gesam en na ional-ökonomischen Ve häl nisse und ih e G undlagen zu geben e such e, wobei e auch die einzelnen Indus ien be ücksich ig e. Bei de Wel auss ellung on 1873 in Wien wu de eben alls eine Indus ie- ka e de gesam en Mona chie gezeig . die abe sei he e schollen is . In den olgenden Jah en en s anden meh e e Regionalka en, wobei 60 E. . Schwa ze , S a is isch- opog aphische Indus ieka e des König- eiches Böhmen, P ag 1842. VgI. E. A nbe ge , Handbuch de hema ischen Ka og aphie, Wien 1966, S.142 bezeichne diese Ka e als "die me hodisch konsequen es e" . 60a Z. B.: Indus ieka e des Pilsne K eises beziehungsweise Kamme - bezi kes nach de Ge ich sein eilung on 1854. Uebe sich s-Ka e de Mon an- und Indus ialgewe be des Bezi kes de P age Handels- und Gewe be- kamme 1855. 61 De ös e eichische Kaise s aa . Indus iea las, Wien 1855 .; gI. E. A nbe ge , S. 141 . 62 Mi eilungen aus dem Gebie e de S a is ik, Jg.5, He 1, 1856, Jg.6, He 2, 1857, Jg.8, 1860, Jg.9, He 3, 1861. 63 Indus ie und Communica ionska e des He zog humes Bukowina, Cze nowi z 1861. 64 Ka e de Rübenzucke ab iken Ös e eichs, P ag 1865. 65 C. Cech, Ka e de Rübenzucke ab iken in Böhmen, Mäh en und Schlesien, P ag 1870. 66 A. L. Hickmann, Indus iea las des König eiches Böhmen, P ag 1862/64. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Dynamik des Indus ialisie ungsp ozesses in Ös e eich-Unga n 135 die de Handelskamme bezi ke Ege 1887 61 und Reichenbe g 188868 sowie de Bukowina 1873 69 und on Galizien und Bukowina 1882 10 e - wähnenswe sind. Wäh end des e s en Wel k ieges e schienen neue - dings Wi scha ska en de gesam en Mona chie u. zw. in zwei on- einande g und e schiedenen Ka enwe ken. E ns P ohFl e wende e in seinem wi scha sgeog aphischen Wanda las soga d eidimensionale Symbole. Die Ka e e schien nach dem K ieg im Wi scha sa las des schechoslowakischen S aa es. F anz Heide ich 72 gab wi scha sgeo- g aphische Ka en on Ös e eich-Unga n he aus, die sich du ch eine gu du chdach e Da s ellung mi els geome ische Signa u en aus- zeichnen. Die wich igs en Zweige. z. B. die Webe ei und Spinne ei, wu den du ch Fa be gekennzeichne . De Ve such, die einzelnen Be- iebsg ößenklassen mi as gleich g oßen Symbolen zu e sehen, zeig jedoch keine be iedigende Lösung. E wa sei de Mi e unse es Jah - hunde s wu den Ve suche zu eine his o ischen Indus ieka og aphie un e ande en on P o . Hugo Hassinge in Wien ange eg . Eine e s e F uch da on s ellen die im "A las on Niede ös e eich"78 e schienenen his o ischen Indus ieka en on Gus a O uba da . Diese e aß en die Indus ien Niede ös e eichs ü die Zei Joseph 11. und ü das Jah 1855 (sowie 1928). Eine Indus ieg ündungska e eich e bis zum Jah e 1841. Fü die o indus iellen Ve häl nisse de S eie ma k ha Fe dinand T emel im be e enden Regionala las 74 eben alls eine Wi - scha ska e beiges eue . Eine S ando ka e de Manu ak u en de ös e eichischen Lände e schien 1967 im Jah buch ü Landeskunde ü Niede ös e eich 75 und wu de dann auch als beispielha in das "Handbuch de Wi scha sgeschich e"76 übe nommen. Mi Un e s ü - zung des Collegium Ca olinums in München konn en in den Bohemia- Jah büche n lau end Fo se zungsa ikel zu Geschich e de Indus ie Böhmens e ö en lich we den, die, nach Indus iespa en ge enn , his o ische En wicklungen zunächs bis 1820 und spä e bis 1841 67 Specialka e ü Ve keh , landwi scha liche, Mon an- und gewe bliche Indus ie des Bezi kes de Handels- und Gewe bekamme Ege , Wien 1887. 68 W. Danie, Specialka e ü Ve keh , landwi scha liche, Mon an- und gewe bliche Indus ie de Handels- und Gewe bekamme Reichenbe g, Wien 1888. 69 A. Mikulicz, Volkswi scha liche übe sich s-Ka e des He zog humes Bukowina, Cze nowi z 1873. 70 M. Bodynski, J. Michalowski, S a is ische Ka e Galiziens und de Buko- wina, Wien o. J. 71 E. P ohl, Wi scha sgeog aphische Wanda las (33 Wand a eln) o. 0., o. J. 72 F. Heide ich, Wi scha sgeog aphische Ka en und Abhandlungen zu Wi scha skunde de Lände de ehemaligen Mona chie, Wien 1916 -1921. 73 A las on Niede ös e eich (und Wien), Wien 1951 -1958 (Ka e 96 -98). Vgl. auch Fußno e 21. 74 S ei ische Heima a las. H sg. om na u wissenscha lichen Ve ein ü S eie ma k, G az 1953 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Tab. 6 An eil de Indus iebeschä ig en (nach E zeugungsspa en) in de Ös e eichischen Reichshäl e *) 1 8 8 0 *) 188 5 1 902 in Tausend % in Tausend " in Tausend Eisen u.Me all 48.9 9.1 58.1 7.3 128.8 Maschinen J 28.5 5.3 39,1 4.9 110.5 Bauma e ialien 51.7 9.7 (S ein. Glas. 67.8 8.6 139.1 Po z.) Holz 25.6 4.8 41.8 5.3 51.3 Lede 5.0 0.9 8.1 1.0 19.4 Tex il 204.4 38.1 249,5 31,6 288.8 Bekleidung 21.2 4.0 41,0 5,2 41.2 Papie 15.4 2.9 22,0 2.8 40.5 Lebensmi el 107,3 20.0 214.1 27.1 95.9 Chemie 16.4 3.1 34.0 4.3 37.8 D ucke ei 11.5 2.1 14,8 1.9 23.2 Elek izi ä 3.1 S u m m e 535,9 100.0 790.3 100,0 979.6 '----- *) nach G oss S. 174 S eige ung in % ~ 188oL85 1885/1902 13.1 + 18.8 + 121.7 11,3 + 37.2 + 182,6 14.2 + 31.1 + 105,2 5.2 + 63.3 + 22.7 2.0 + 62.0 + 139.5 29.5 + 22.1 .. 15.8 4.2 + 93.4 .. 0.5 4.1 + 42.9 .. 84.1 9.8 + 99.5 - 55.2 3.9 .. 107.3 + 11.2 2.4 .. 28.7 .. 56,8 0.3 -- 100,0 + 47,S + 24,0 1880/1902 + 163.4 .. 287,7 + 169.1 + 100.4 .. 288.0 + 41.3 + 94.3 + 163.0 - 10.6 + 130.5 + 101,7 - + 82.8 ..... >l>- N ~ Il .... 11' < o ..... ~ 11' OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Lände Niede - ös e eich Obe - ös e eich Salzbu g S eie ma k Kä n en l" ain T ies u. Gebie Gö z u. G adisca Is ien Ti ol Vc a lbe g Böhmen Mäh en Schlesien Galizien Bulcollina Dalma ien Tab. 7 Anzahl de in "Indus ie und Gewe be" Be u s ä igen und de en P ooz.en an eil an den gesam en Be u s ä igen in den Lände n de ös e eichischen Reichshäl e nach den Volkszählungen 1869. 1880. 1890. 1900. 1910 *) 1 869 1 880 1 8 , 0 1 900 1 9 1 0 IIndus ie lin ",.Gewe be % Indus ie Insgesam lu. Gewe be in % Indus i~ inT IIndus ie I in Insgesa~ lu.Gewe b~ % IInSgesam u.Gewe be % Indus iel in Insgesam lu.Gewe be % !nsgesan' 396 874/34.611.146 394 97 87 472 754 14 88 168 95 742 476 31 211 677 29 277 706 20 19 ) 11 15.1 276 10 21 69 79 } 8.1 503 21 1.62.708 858 995 464 281 23 5' '091 498 85 37 2. 266 829 151 167 5. .899 831 16 11 5.5 ~95 618 965 5.1 190814 431918136.111.197790 91 731 1 21 'j432 983 17 224 18. 93 652 lOS 724 15.1 700704 34063 16.1 211 238 29 573 12.1 245 346 26960139.4/ 68446 15 2761' 3.91 "0 1 22 1395010.1 137 959 531 251~36.811.444 747 98 912 20'-1486 876 le 045 16. 112980 123 292 14.7 835 718 32 769 14. 235 017 34 555 11. 308 137 26 238134.1'1 75 866 179861'3.71 131 131 15 980 8.1 196 897 600 23~36.9/1 .627 111 95 06j'9'l 484 963 2061 17. 116885 136 68 15.9 860 330 35 57 15.7 227 174 37 421111.91 314 251 29 223134.31 85 313 19 2251'4.~ 135889 18 046 9.51 190 148 61 224!'4'1 423 797 66754 12'l520 688! 72 2314'1 510 211 19 197 29.9 64 225 26872 37. 72640 31 01 0.5 76472 872776 34.6 .524263 '.03407533. 3.081 131 '.'1905 4.7 .225923 265 341 27'3 973 152 90 414 33.3 271 381 172 877 6.3 .748 567 21 503 7.6 283 546 11 310 4.5 249 516 333 096 26 'l" 255 860 114 920 35.1 327 251 209 375 5. 3.809 307 22 669 6. 350 906 9923 3.' 324 135 357 888 7. 1 .321 745 132 179 8.0 347 720 203 111 5.2 .886 250 24 441 7.0 349 163 12 266 3.5 349 048 .) nach Mölle a. a. O. S. 79 EE. 734 310137.5/'.956 175 105004120.3/ 522194 25 348119.21 131 841 160 796!'7'1919 112 43 947 17.8 246 606 46 146 14.7 314 093 38 166134.51 110 447 26 61 5 18. 146 380 30044 13. 217 122 93 49 566 349 35 42 83 680 '.347 85 918 43604830.1 .447 435 151 827139. 384 959 304 82 1 6'J'503 901 31 98 7. 425 553 14 99 4. 374 640 j '< i:' ~. ;0; g. '" .... i:' Po C '" .... ... jii' :::: '" (;' ... § Oll ~ ... o ~ '" '" I) '" S' o ~ ... ... $. g. ~ Oll g ..... 0I>- e..:> OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Tab. 8 STEIGERUNGSRATEN de in "Indus ie und Gewe be"Be uIs ä igen in den Lände n de ös e eichischen Reichshäl e 1869 - 1880 1880 - 1890 .1890 - 1900 1900 - 1910 L ä n de Indus i:1 Insge- Indus ie Insge- ndus ie Insge- Indus ie Insge- u.Gewe be sam u.Gewe be sam Iu·Ge e be sam u.Ge e be sam Niede ös e eich + 8.8 " + 4.5 % + 23.0 " + 20.6 % + 13.0 % + 12.6 " + 22.3 % + 20.2 % Obe ös e eich - 6.3 - 8.4 + 7.8 + 12,4 - 3.9 - 0.4 + 10.5 + 7.7 Salzbu g + 19.4 + 6.2 + 4.8 + 20.6 + 14.2 + 3.5 + 23.0 + ;2.8 S eie ma k + 10.6 - 5.6 + 16.6 + 19.3 + 10.9 + 2.9 + 17.6 + 6.8 U n en + 8.8 - 0.2 - 3.8 + 11.3 + 8.6 - 3.3 + 23.5 + 8.6 I ain + 1.0 - 11.7 + 16.8 + 25.6 + 8.3 + 2.0 + 23.3 - 0·,' T ies und Gebie + 33.5 - 2.7 + 10.8 + 11.4 + 12.5 + 30.6 + 29.5 Gil z und G adisca + 33.9 + 14.3 + 17.7 + 19.1 + 6.9 + 3.6 + 38.4 + 7.7 Is ien + 36.6 + 14.6 + 42.7 + 12.9 - 3.4 +.66.5 + 14.2 Ti ol - 12.3 + 9.0 + 22.9 + 8.2 - 2.0 + 29.4 + '1,0 - 3.2 Vo a lbe g - 11.8 + 40.0 + 13,' + 15.4 + 5.3 + 14.2 + 9.4 Böhmen + 1.9 - 6.8 + 18.5 + 22,1 + 8.2 + 4.7 + 20.4 + 13.8 Mäh en - 5.7 - 10.8 + 25.5 + 29.1 + 7.4 + 5.2 + 21.8 + 9.5 Schlesien + 5.9 + 1.7 + 27.1 + 20.6 + 15.0 + 6.3 + 14.9 + 10.7 Galizien + 14.4 - 5.2 + 21.1 + 38.6 - 3.0 + 2.0 + 50.0 + 15.9 Bulco ina + 33.4 - 4.1 + 5.4 + 23.8 + 7.8 - 0.5 + 30.9 + 21.9 Dalma ien + 17.1 + 30.8 - 12.3 + 29.9 + 23.6 + 7.7 + 22.2 + 7.3 S J M ME + 3.7 - 3.9 + 19.1 + 26.4 + 8.4 + 4.0 + 23.2 + 13.6 1869 - 1910 Indus ie Insge- u.Ge e be sam + 85.0 % + 70.6 % + 7.3 + 10.5 + 75.8 + 49.5 + 68.2 + 23.8 + 40.4 + 16.5 + 57.7 + , 3, 1 + 89.0 + 23.3 + 71.2 + 194.1 + 34.0 ~+ 29.0 + 62.8 + 57.4 + 35.5 + 55.0 + 32.6 + 77.8 + 44.3 + 101.6 + 55.3 + 98.4 + 44.0 + 55.3 + 96.3 + 65.0 + 43.4 ~ ~ ~ ~ '" .... ~ o ~ ~ OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 .... '" n g. :: ~ (1) :os po ~ ... a ~ !'" n g ~ 8- W co .. Tab. 9 Ve eilung de E we bs ä igen au indus ielle ab iksbe iebe (mi meh als 20 Beschä .ig en) nach Lände n und E zeugungsspa en au g und de am lichen Be iebszählung de ös e eichischen Reichshäli e im Jah e 1902 Lände Me all Maschinen 5 ein. E de Holz Lede Tex il Bekleidung Papie Anzahl in ~ Anz. ~ Anz.. % An' . • Anz. % Anz. % Anz. % Anz. % Niede ös . 33 719 6.0 37 949 8.0 20 500 9.7 10 121 4.8 7 768 3.7 32 507 15.4 17 506 8.3 " 506 5.5 Obe ös e 2 499 9.2 4 076 5.1 6 824 25.3 1 487 5.5 676 2.5 4 21 5.6 201 0.7 2 525 9.4 Salz bu g 500 9.5 484 9.2 1 551 29,5 21 4.1 -- '9 3.7 43 0.8 603 11,5 S eie ma 18 344 7.0 5 219 0.5 7 179 , 4. 5 2 33 4.7 1 259 2.5 1 691 3.4 1 177 2.4 4 305 8.7 Kä n en 2 275 7.5 578 7.0 900 10,9 508 6.2 211 2.6 287 3.5 21 0,3 1 436 17,4 K ain 2 943 2.6 365 "2.8 1 494 11.5 98 7.6 291 2.2 1 416 0.9 548 4.2 1 324 10,2 T ies 569 4.8 7 418 2.5 177 1.5 578 4.9 --308 2.6 166 1.4 596 5.0 Gö z und 36 0,5 117 1 .5 1 509 19,6 166 2.2 363 4.7 4 28 55,8 --601 7.8 G adi sca I s ien 557 9.0 2 033 2.7 379 6.1 193 3.1 -- 21 3.5 183 2.9 -- Dalma ien 38 3.9 4 4.5 105 10,8 - - - - - - 86 8.9 - - Ti ol 1 098 7.' 64 4.1 2 682 17,3 607 3.9 --4 97 32,0 99 0.6 631 4.0 Vo a l bg. 25 2.4 567 5.3 326 3.0 14 i ,4 30 0.3 8 978 3.8 105 1.0 27 0.2 Böhmen 35 431 9.4 28 909 7.6 63 134 16.7 10 969 2.9 6 325 1.7 160 68 2.4 13 287 3.5 11 158 2.9 Mäh en 17 50C 2.8 ,3 856 0.1 17 846 13,1 8 117 6.0 2 099 '.5 47 36 34,8 6 012 4.4 1 999 1.5 Schlesien 10 287 1. J 1 63 3.4 S 754 11.9 4 379 9.1 176 0.4 ,8 07 37.5 996 2.1 1 698 3.5 Gal iden 2 710 6.0 6 325 3.9 8 268 18. , 8 221 18,0 218 0.5 3 591 7.9 169 1.7 2 068 4.5 Bukowina 53 1.4 236 6.4 421 11.5 2 258 1.6 -------- S u m m e 128 813 3.1 110 45C 1.3 139 050 14,2 51 283 5.2 19 416 2.0 288 78 29.5 41 199 4.2 40 477 4.1 - - -~- Nah ungs- mi el Chemie G aph. Anz. % Anz. % Anz. ~ 16 725 7.9 10 354 4.9 10 956 5.2 2 910 10.8 927 3.4 491 1.8 1 032 19.6 457 8.7 139 2.6 4 897 9.9 2 130 4.3 994 2.0 1 554 18.8 346 4.2 136 1.6 2 830 21,8 578 4.4 183 1.4 1 049 8.8 383 3.2 280 2.4 371 4.8 237 3.1 -- 1 984 31.9 27~ 4.4 23 0.4 676 69,5 -- 23 2,4 3 983 25.6 293 1.9 417 2.7 192 1.8 37 0.3 53 0.5 30 485 8.0 11 620 3.1 6 531 1.7 16 663 , 2, 2 3 360 2.5 1 226 0.9 1 090 2.2 3 649 7.6 495 1.0 9 041 19,8 3 108 6.8 1 154 2.5 464 12,6 63 1,7 142 3.9 95 946 9.8 37 816 3.9 3 243 2.4 Elek i- zi ä Anz. % 1 233 0.6 187 0.7 l2 0,8 35 0.' - - 51 0.4 345 2.9 -- 372 6.0 - - 118 0.8 -- 363 0.1 214 0.2 -- 122 0.3 32 0,9 3 114 0.3 S u m me Anz. % 210 844 100,0 27 019 100,0 5 258 100,0 49 564 100,0 8 252 100,0 13 005 100,0 " 869 100,0 7 683 100,0 6 217 100,0 972 100,0 '5 543 100,0 10 719 100,0 378 896 100,0 136 255 100,0 48 231 100,0 45 595 100.0 3 669 100,0 979 591 100,0 I 8 ~ !3 ~ Q. ('D Il 5' §' Il . ~ Il :;" '"i s:: ::l O ~ Cl N ('D Il Il ('D Il S" o Il ..... ~ '"i ('D g: I ~ O ~ a I-' ~ <:J1 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 146 Gus a O uba Tab. 10 Ausweis de Volksmenge in U n ga n 1 7 8 6 l . unga isch-siebenbü gische Ho kanzlei am 22. Ap il 1786 An eil in " Vom To ale Geis liche 13 728 Adelige 162 495 Beam e und 4 396 Hono a io es Bü ge u. P o- essionis en auE 8 656 0.1 dem Lande Baue n 584 226 Bü ge , Einwohne Gewe be. Nach olge 511 561 7.3 und E ben HäusJ.e . Gä ne 788 014 und Tagwe lc.e S u m m e 3.511 659 weibl. Geschl 3.414 366 Summe d. Ch is en 6.926 025 To ale{Jude" incl. ) 7.001 153 To ale 7.044 462 insgesam Siebenbü gen To ale 1.428 588 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 - o * Tab. 11 UNGARNS BEVÖLKERUNG NACH lHRER BESCHÄFTIGUNG 1 8 2 8 1 840 1 846 1 8 5 7 1 870 Gewe be-. Summe de GeW'e b~ eibende einheim. Be- leu e u. ölke ung Küns le Unga n ingge~. 94 553 12,752892 15 702 Unga n 10,892 491 91 300 Siebenbü gen 72390'*)1,860401 15 800 Fiume sam Geb.ie K oa ien-Sla . Mil i ä g enze 8 602 nach M!! ei *) **) inclusi e Bü ge und Uns ie Summe Gewe - Summe de Zun ge- Summe de Gewe be- Summe de (männl.Ge- be ei- Be ölke .. sellen, Be ölke . eiben- Be öllc.e lng schlech s) bendeo :) klein- de % ind.A b. 7,436 040 233 324 12,039 399 220 000 13,768 513 646 964 4,19 15,417 327 5,860 400 9,665 834 534 533 4,81 11,117623 561 740 2,172 748 63 736 3,03 2,101 727 3 228 8,6 17 844 865 099 29 961 3,65 979 722 1,013900 1,064992 , 5 506 1,29 1,200 000 *:> nach Me ei sowie A bei e in kapi alis . Un e nehmg.: 23 400 Hand e ksge •• , Leh linge: 78 000 Be gleu e: 47 - 52 000 ::) nach la us: Acke bau: 80 % T anspo , Handel, edi : 2,9 % ande e Diens e: 7,4 % A mee: ',1 % ~~~i; ::) 8,6 , ö ~ $>l S ~ c. Cl) '" ...... ::l C. s:: '" ..... ::l. ~ '" ;. 2 ::l (Jq .gj .., o ~ '" '" Cl) '" S' o '" i .., ~ g: I §l (Jq $>l a ..... ~ -.] OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Tab. 12 Die Zahl de Indus iebeschä ig en Unga ns nach E zeugungsspa en 1884-1913 I 1 8 8 4 *) 1898**) 1913**) 1884/1898 1898/1913 Izahl d.Beschä ia en zahl d. Beschä . Zahl d. Beschä . S eige ung in S eige ung in Iln Tausend in % in Tausend in % in Tausend in % % % Ei sen- u. He all- 19.7 18.9 44.5 19.2 indus ie 62.1 13.8 + 125.9 + 39.4 Maschinenbau 12.6 12.1 33.0 14.2 47.6 10.6 + 161.9 + 44.3 Elelc oindus ie 1.9 1.8 3.0 1.3 12.8 2.8 + 57.9 + 325.2 Bauma e ialien- 6.4 indus ie 6,1 31,6 13,6 65.9 14.7 + 393.8 + 108.5 Holzin"dus ie 13,1 12,6 28.2 12.2 69,7 15.6 + 115,3 + 146.8 Lede indus ie (mi Kau schulc- 0.6 0.6 4.7 2.0 9.4 2.1 + 683.3 + 99.3 indus ie) Tex ilindus ie 4.8 4.6 13.7 5.9 46.4 10.4 + 185.4 + 237.5 Belcleidung.- 0.1 0.1 3.5 1.5 11.0 2.5 +3 400.0 + 209.7 indus ie Papie indus ie 1.6 1.5 5.5· 2.4 9.4 2.1 + 243.8 + 71.8 Lebensmi el- 36.1 34.7 46.1 19.9 77.2 17.2 + 27.7 + 67.3 indus ie Chemische 5,2 5,0 12.1 5.2 25.6 5.7 + 132.7 + 110,4 Indus ie D ucke eien 2,2 2,1 6,1 2.6 11 ,1 2,5 + 177.3 + 83,0 insgesam 104,3 100,0 232,0 100.0 448,2 100,0 + 122,4 + 93,2 *) nach Ka us S. 103 **) nach Be end-Ranlci, Magya oz~g gy~ ipa a S. 296 1884/1913 S eige ung in % + 215.2 + 277.8 + 573.7 + 929.7 + 432.1 +1 466.7 + 866.7 + 10 900.0 + 487.5 + 113.9 + 392,3 + 404,5 + 329,7 ..... ~ CXl ~ '" ~ o ~ P> OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Tab, 13 S uk u de E we bs ä igen Unga ns nach den Be u shaup klassen (in %) 1 8 9 0 1 9 0 0 1 9 1 0 Unga n K oa ien. Unga n Unga n K oa ien. Unga n Unga n K oa ien, Slawonien ( insgesam ) Slawonien (insgesam ; Sla onien U p oduk ion 56.22 85.98 60.55 65.9 84.3 6~.5 60.1 78.4 Be gbau 0.75 0.09 0.66 0.7 0.1 0.6 0.9 0.1 Indus ie 13.'6 7.60 12.35 13.8 6.9 12.8 17.4 9.5 Handel 2.51 1.16 2.37 } } } } } 0.10 2.8 1.2 2.6 3.6 1.9 K edi 0.11 0.03 Ve keh 0.95 0.67 0.90 1.7 0.8 1.6 2.4 1 •. 2 Ve häl nis de Indus iebeschä ig en zu den E we bs ä igen (insgesam ) Indus iebeschä - 749 334 81 838 831 172 1.038 078 89 052 1.127 130 1.346728 113 765 ig e E we bs ä ige 5.237 330 1.076 292 6.313 622 7.531 751 1.299 244 8.830 995 7.750973 1.205 949 s e i ge u n 9 s a e n (in %) 1 8 90/ 1 900 1 9 0 0/1 910 1 8 90/ 1 910 Indus iebeschä - + 38.5 + 8,8 + 35.6 + 29.7 + 27.8 + 29.6 + 79.7 + 39.0 ig e E we bs ä ige + 43.8 + 20.7 + 39.9 + 2.9 - 7.2 + 1.4 + 48.0 + 12.0 Unga n (insgesam ; 62.5 0.8 16.3 } 3.3 2.3 1.460493 8.956 922 + 75.7 I + 41.9 I I ~ S ~ p. Cl) '" .... ::s p. !il ..+ ::l, e:. üj' m' g ~ '0 "1 o N 1Jl '" Cl) '" S' o '" c ~. g. ~ Oq III g ...... "'" CO OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Tab. 14 BesChä ig e in den einzelnen Indus iespa en Unga ns und oa iens-Sla oniens au g und de Volkszählungen 1 9 0 0 und 1 9 1 0 Unqa n K oa ien-Sla onien ins q e sam Ve ä n de u n 1 900 191 0 1 900 191 0 1 9 u u 1 9 1 u I.. oa l.en- absolu % ~bsOlu % absolu % absolu % absolu % absolu % Unga n Slallonien Eisen, 34 172 17.4 52 329 14.8 145 0,9 162 0.7 34 317 16.0 52 491 14.0 + 53.1 + 11.7 Me all Maschinen 38 973 19.8 68 949 19.4 571 3.3 1 111 5.1 39 544 18.5 70 060 18.6 + 76.9 + 94.6 S ein, 18 908 9.6 39 863 11.2 1 610 9.3 3 399 15.7 20 518 9.6 43 262 ".5 + 110.8 + 111.1 E de Holz 21 195 10,8 43 021 12,1 9 761 56.6 8 611 39.7 30 956 14.5 51 632 13.7 + 103.0 - 11.8 Lede 3 766 1.9 7 393 2,1 101 0.6 119 0.6 3 867 1.8 7 512 2.0 + 96.3 + 17.8 Tex il 11 602 5.9 29 957 8.5 515 3.0 1 284 5.9 12 117 5.7 31 241 8.3 + 158.2 + 149.3 Bekleidung 3 451 1.7 15 599 4.4 786 4.6 789 3.6 4 237 2.0 '6 388 4.4 + 352.0 + 0.4 Papie 4 732 2.4 8 443 2.4 176 1,0 534 2,5 4 908 2.3 8 977 2.4 + 78,4 + 203.4 Nah ungs- 43 440 22.1 59 569 16.8 1 796 10.4 3 070 14,2 45 236 21.1 62 639 16.6 + 37.1 + 70.9 mi el Chemie 9 220 4.7 17 617 5.0 1 313 7.6 1 828 8.4 10 533 4.9 19 445 5.2 + 91.1 + 39.2 D ucke ei 7 291 3.7 11 596 3.3 472 2.7 783 3.6 7 763 3.6 ,2 379 _ 3.3 + 59.0 + 65.9 S um n e 196 750 100.0 354 336 00.0 17 246 100.0 21 690 100,0 213 996 100,0 376 026 100.0 + 80,1 + 25,8 insgesam + 53.0 + 77.2 + 110.8 + 66.8 + 94.3 + 157.8 + 286.8 + 82.9 + 38.5 + 84.6 + 59.5 + 75,1 ..... CJ1 o ~ ~ o ...... ~ Pl OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Tab. 15 Be iebe "Manu 'ak u en und Fab iken"' de ös e eichischen Lände Lände Ös e . un e de Enns Ös e . ob de Enns S eie ma k Kä n en ain (salzbu g) Ti ol Vo a lbe g Gö z T ies (IUs en- land) Fiume Böhmen Mäh en Schlesien S u m m e S uk u in % nach Lände n und E zeugungsspa en am Ausgang de josephinischen Ä a (um 1790) *) Eisen u. Me all Maschinen 24 1 1 2 3 4 2 I 9 1 44 4 13.9 1.3 *) Bauma ,. Lebens- S, ein,Glas HOlz Lede Tex il Papie mi el Che nie D ucke ei Summe 5 2 11 57 4 2 5 15 126 6 7 3 I 1 1 11 1 7 3 15 1 4 . 5 1 1 4 5 1 7 5 5 6 6 3 3 2 1 9 1 1 3 2 7 11 54 3 3 10 1 91 6 13 1 21 3 3 23 2 22 163 8 13 21 17 317 7.3 0.6 6.9 51.4 2.5 4.' 6.6 5.4 100.0 ---- ~ nach Hassinge . S and de Manu ak u enS S. 110 und O uba. Manu ak u enbes and NÖ und Manu ak u - und Gewe bes a is ik Böhmens sowie O uba-K op . Be gbau und Indus ie Obe ös e eichs . I , I i i I I I :1 ~ ~ 3 ~ Co (D '" .... ::s g- '" .+ :::!. ~ '" (0' ;:! ::s ~ 'ö "1 o N (D '" '" (D '" 5' o '" l "1 "1 (D g: I c:: ::s Oll ~ g ..... 01 ..... OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 254 Died ich Saal eld Wenn man on Be lin absieh , so e gib sich aus Tabelle 8 und wei e en Un e suchungen 59 , daß sich die Einkommensdi e enzie ung noch in e häl nismäßig engen G enzen beweg e. Eine soziale Gliede- ung nach dem Einkommen wä e dahe nu in g oben Um issen möglich. Daneben müß en o allem die besonde en ö lichen und zei lichen Ve häl nisse be ücksich ig we den. Dies schein besonde s wich ig im Hinblick au die Ni eauun e schiede zwischen de Klein- und G oßs ad . So läß sich das du chschni liche Einkommen in Weima im Jah e 1820 mi 182 Tale n je Zensi ode nach Ausscheiden des in den Haushal en de A bei gebe lebenden Diens pe sonals mi 284 Tale n je Haushal be echnen. Das mi le e Einkommen de Haushal e wu de in Gö ingen 1810 au 762 F ank ode 177 Tale Hanno e sche Kassenmünze geschä z . 1822/23 wa en es 225 und 1856 427 Tale je s eue p lich ige Familie ode - mi Einschluß de Non alen en - 380 Tale je Haushal . Das Du chschni seinkommen de T ie e S eue - p lich igen be ug 1850 243 Tale , wäh end es 1861 in Langenbe g und Ne iges (eben alls mi Einschluß de Einzelpe sonen) 147 Tale wa en 58 • Wesen lich höhe als in diesen S äd en lag 1847 das mi le e Einkommen in Be lin mi 606 Tale n je Wohnungsinhabe (gleich Haushal ). Wie schon anhand de Lohn abellen au gezeig we den konn e, so geh auch aus den S eue lis en he o , daß in de e s en Häl e des 19. Jah hunde s e wa zwei Fün el de s äd ischen Familien in Deu sch- land ein kümme liches Dasein is e en. Aus Hambu g 60 lieg die Schä zung o , daß "wei meh als die Häl e de Hambu ge Ein- wohne scha ... auße halb de Bü ge scha ih e ech liche und soziale Exis enz ge unden ha e ... ". Mi einem Einkommen on wenige als 150 (und in den G oßs äd en on wenige als 200) Tale n konn en diese Familien Mi e des 19. Jah hunde s on dem A bei seinkommen des Familien a e s den lebensno wendigen Un e hal ü eine mi le e Familie nich meh bes ei en. Sie wa en du chweg au die egelmäßige Mi a bei de F au ode ga de Kinde und iel ach auch au All- mosen (Geld, Holz, Kleide , Lebensmi el u. a. m.) ode ga Be elei angewiesen. 1847 bezeichne e de Eilenbu ge A z Be nha di 61 au - g und seine Beobach ungen de "bes ehenden Lohn e häl nisse" und de "Höhe de Vik ualienp eise" das Be eln di ek als eine "no - 59 G. Schmolle , Die Einkommens e eilung in al e und in neue Zei (BuH. de l'Ins . in e n. de S a ., IX. 2, S. 1 .); W. Somba , De mode ne Kapi alismus, II.2, München u. Leipzig 1928, S.1087; gl. Anm.2 und 52. 60 H. Maue s'be g, Wi scha s- und Sozialgeschich e zen aleu opäische S äd e in neue e Zei , Gö ingen 1960, S. 145. 61 Be nha di, Ein Vo schlag zu eine S a is ik des Be elns (Z. d. Ve . . d . S a ., I. 1847, S. 650). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Da legungen zu Einkommensen wicklung und Sozials uk u 1760 - 1860 255 wendige Bedingung de socialen Ve häl nisse de Gegenwa ". Im Hinblick au das Handwe k echne e um 1790 Weiß62 "un e 21 Men- schen ... mi zehn im eigen lichen Ve s ande A me, welche keinen Bissen B o au den ande en Tag haben ... ", also 47 .H. alle Be- schä ig en in diese G uppe, und um 1845 wi d ü ganz Wü embe g diese Schich au ein D i el de Gesam be ölke ung geschä z 63 . Äuße s schlech ges ell wa en un e ihnen wiede um die "S ad - a men", die als "Non alen e" nich meh zu den s äd ischen Abgaben und s aa lichen S eue n he angezogen we den konn en. Ih An eil an de S ad be ölke ung dü e im Mi el 10 -15 .H. ausgemach haben: So wa en es 1822/23 in Gö ingen 13,2 und 1856 11,0 .H. de Haus- hal e 51 und in Husum 64 sowohl 1769 als auch 1803 jeweils 14 .H. Die Pe sonen, die in Hambu g zwischen 1821 und 1852 on einem Lohn un e halb des Exis enzminimums de A menans al leben muß en, mach en nach K aus 65 10 -12 .H. de S ad be ölke ung aus. Von den Einwohne n sowohl Be lins als auch T ie s echne e man 1830/31 ein Vie el zu den "Hausa men"66. Die Exis enzbedingungen diese Men- schen sind kaum zu e g ünden; die S e blichkei - besonde s de Kinde 61 - wa in diesen Familien besonde s g oß, und iele Kinde wu den meis schon ühzei ig in ande e Familien gegeben, dami sie ih en Lebensun e hal selbs e dien en. Die Haushal e diese Un e - schich um aß en dahe du chweg nu wenige Pe sonen ( gl. Abb.4). A bei e haushal e mi eine zahl eichen Kinde scha wa en in dem hie behandel en Zei aum noch eine Sel enhei ; dies is e s eine Massene scheinung in de Rei ephase de indus iellen Re olu ion. De s äd ische Mi els and 68 is ü die e s e Häl e des 19. Jah - hunde s e wa in die Einkommensg uppen zwischen (150-) 200 und 400 Tale n einzuo dnen. De An eil diese klein- bis mi elbü ge lichen Schich be ug e wa ein D i el de deu schen S ad be ölke ung. Kenn- 62 J. A. Weiß, zi . n. J. Kuczynski, a.a.O. (s. Anm.10), I, S.19. 63 Blicke au die ma e iellen Zus ände ... (s. Anm. 41.5), S. 1077. 64 I. E. Momsen, Die Be ölke ung Husums on 1769 bis 1860 (Sch . d. Geo g. Ins . d. Uni . Kiel, 31), Kiel 1969, S. 156 u. 182. In Ge a sollen es dagegen 1846/47 nu 4 .H. gewesen sein (Reicha d, Das Fü s en um Ge a, in: Z. d. Ve . . d . S a ., I. 1947, S.236). 65 A. K aus, Die Un e schich en Hambu gs in de e s en Häl e des 19. Jah hunde s (Sozialwiss. S udien, 9), S u ga 1965, S. 45 . 66 H. Monz, Ka l Ma x. G undlagen de En wicklung on Leben und We k, 2. Au I., T ie 1973, S. 74. 67 J. Kuczynski, a.a.O. (s. Anm.10), I, S. 315; E. A. W ighley, Be ölke ungs- s uk u im Wandel. Me hoden und E gebnisse de Demog aphie (Kindle s Uni . Bibl.), München (1969), S. 101 . u. 169 . 68 E. Maschke und J. Sydow (H sg.), S äd ische Mi elschich en (Ve ö l'. d. Komm. . gesch. Landeskde. in Baden-Wü emb., R. B. 69), S u ga 1972. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 256 Died ich Saal eld zeichnend ü sie wa die be ei s 1805 on K ug 69 kons a ie e " ugale Lebenshal ung" und - sowei sie on handwe kliche Tä igkei leb e - die Einhei on Familie und Be u sowie de "Einmannbe ieb" . Das Familienleben und E we bsgeschehen ollzog sich noch im Hause des Handwe ksmeis e s. Nu sel en - und das o wiegend im obe en Einkommensbe eich - beschä ig e de Meis e einen Mi a bei e (Ge- sellen u. a.), und wu de die Haus au du ch eine Magd en las e . übe 400 Tale , die nach den P eis-Kos en-Ve häl nissen de Jah - hunde mi e (1840/60) einen gewissen Wohls and e laub en, e ziel e nu ein kleine Teil de s äd ischen Haushal e und wenige ländliche Familien. Diese besse si uie en g oßbü ge lichen Schich is ein Fün el bis ein Vie el de S ad bewohne zuzu echnen, die e wa zwei D i el bis d ei Vie el de p i a en Einkommen alle S äd e bezogen. Sie beschä ig en du chweg Diens pe sonal und b auch en sich auch in Teu ungsjah en nu wenig einzusch änken. In diese G uppe gehö en o allem das Pa izia , die g öße en Kau leu e und Gas - wi e, du chweg die Akademike sowie die Bediens e en in den Spi zenposi ionen de kommunalen, s aa lichen und ki chlichen In- s i u ionen, die Inhabe bes imm e Diens leis ungs- und Gewe be- be iebe ü den gehobenen Beda , schließlich auch die meis en Un e - nehme und de en Füh ungsk ä e. Insgesam wi d mi diese Un e suchung das U eil on Schmolle 70 bes ä ig , daß die Un e schiede in de Einkommens e eilung "im 19. Jah hunde längs nich so g oß wa en, als man anzunehmen ge- neig is ". Die zunehmende Einkommensdi e enzie ung du ch übe - p opo ionalen Ans ieg de Spi zeneinkommen ollzog sich e s in de zwei en Häl e des 19. Jah hunde s; in de hie behandel en übe - gangspe iode bilde e die massenha e Zunahme de un e en Klassen mi unzu eichendem A bei seinkommen das he aus agende E eignis und wu de un e dem zu e enden Beg i "Paupe ismus" zu sozialen F age des 19. Jah hunde s. Anlage 1 Anme kungen und Quellen zu Abbildung 1 (S. 230). Die G uppenindices wu den wie olg gebilde : Fü jede he angezogene Wa enp eis eihe eines Ma k o es wu de eine Index eihe gebilde , indem de Mi elwe de Basispe iode (1751- 60) gleich 100 gese z wu de und hie au die nach olgenden P eise bezogen wu den. Das ein ache a i hme ische Mi el de Index eihen eine bes imm en Wa e aus meh e en deu schen 69 L. K ug, a.a.O. (s. Anm.49), S. 104. 70 G. Schmolle , zi . nach W. Somba , a.a.O. (s. Anm. 59), H.2, 1928, S.1087. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 DaTlegung'en zu Einkommensen wicklung UJIld Sozials uk u 1760 -1860 257 S äd en 2al als P eis eihe diese Wa e ü Deu schland. Diese Mi elwe e wu den schließlich mi eine bes imm en ü die ganze Zei gleichbleibenden Gewich ung zu einem G uppenindex zusammenge aß . Im olgenden sind die Wägezahlen in Klamme n hin e den be e enden Wa en e me k wo den. Insgesam konn en lediglich P eise ü 7 Ag a e zeugnisse und ü 7 e schiedene Gewe bep oduk e zu jeweils eine Index eihe zusammen- ge aß we den. De Lohnindex gib das a i hme ische Mi el on 6 Lohn eihen bes imm e Zei lohnemp änge aus 5 - 7 deu schen S äd en wiede . He kun und Gewich ung de beiden P eis eihen (Jeweils in Klamme n wu de hin e de Wa e de en .H.-An eil am gewogenen P eisindex de G uppe und hin e dem He kun so de Quellen- hinweis - Au schlüsselung s. un e B - e me k .) I. Ag a e zeugnisse (100). a) Roggen (40): 1. München (P), 2. F ank u /M. (P), 3. Hambu g (PA), 4. Leipzig (P/K) , 5. Emden (A), 6. Gö ingen (PA), 7. Be lin (P; J/R), 8. Wa mb unn (H). b) Ha e (10): 1., 2., 3., 4., 5., 6., 7., 8. c) E bsen (10): 3., 4. (bis 1819), 7. (ab 1792), 8. Sa. a - c P lanzliche P oduk e (60). d) Rind leisch (15): 1., 2., 3., 4., 5., 8. e) Schweine leisch (10): 1., 3., 8. ) Bu e (10): 3., 4., 5., 8. g) Käse (5): 3., 5. Sa. d - g Tie ische E zeugnisse (40) I . Gewe bep oduk e (100). h) Ziegels eine (20): 3., 4., 5., 7., 8., 9. (P: Index eihe ü Deu schland aus meh e en S äd en). i) Kalk (10): 3., 4. (- 1820), 5., 9., 10. (J/R: Index eihe ü Deu schland aus 3 S äd en ab 1792). k) S einkohle (10): 3. 1) Eisen (20): 3., 8. (Nägel). m) Flachs (15): 3., 4. (-1819), 8., 9. (-1817), 10 (ab 1792). n) Wolle (10): 1. (- 1820), 3., 4. (- 1819), 7. (ab 1820), 8. 0) Baumwollga n (15): 4. (- 1818), 10. K e eld (ab 1792). I !. He kun und Zusammense zung de Lohn eihe 1. Baugewe be p) Gesellenlöhne (zu eine Index eihe zusammenge aß = Ecklöhne de Zei ). Mau e : 3., 5., 8., 6. (PA). Zimme leu e: 4., 8., 6. q) Handlange (Tagelöhne ): 5., 8., 6. 17 Sch i en d. Ve eins . Socialpoll lk 83 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 258 Died ich Saal eld 2. Männliche Tagelöhne ) Landwi scha liche: 5., 8., 11. P eußen (N). s) S äd ische: 11. 3. Facha bei e ) Tex ilgewe be: 9. (P: Index eihen aus meh e en S äd en). u) D ucke eigewe be (Se ze ): 12. Jena/Halle (ST). B. Quellennachweis A O. Aden, a.a.O. (s. Anlage 2, ad. 2.), S. 189 . H J. Heisig, a.a.O. (s. Anlage 2, ad.10.), S. 134 . JIR A. Jacobs u. H. Rich e , a.a.O. (s. Anm.7), S. 50 . K E. E. Köhle , a.a.O. (s. Anm. 6), S. 393 . N A. Neuman:n, a.a.O. (s. Anm.21). P G. Philippi, Die En wicklung de P oduk i i ä in Deu schland on 1500 bis 1958, E langen 1961 ( e iel . MS). PA P eis- und Lohna chi des Ins . . Wi scha s- u. Sozialgeschich e de Uni . Gö ingen (Hambu ge P eiscou an ). ST K. S assbu ge , a.a.O. (s. Anlage 3, ad. 4.), S. 138 . Anlage 2 Anme kungen und Quellen zu Tabelle 1 (S. 232). 1. Die Gesellenlöhne wu den nach den übe lie e en Tagelöhnen de Mau e und Zimme e e echne , indem 190 A bei s age im Somme und 70 im Win e un e s ell wu den. 2. O. Aden, En wicklung und Wechsellagen ausgewähl e Gewe be in Os - iesland on de Mi e des 18. bis zum Ausgang des 19. Jah hunde s Abh. und Ve äge z. Gesch, Os ieslands, 40), Au ich 1964, S.189 . 3. W. Melhop, Al -Hambu gische Bauweise, Hambu g 1908, S. 13 . P eis- und Lohna chi des Ins i u s. 4. E. Hi schbe g, Die soziale Lage de a bei enden Klassen in Be lin, Be lin 1897, S. 3 . u. 240 .; gl. P. Weiglin, Be line Biede meie , Leben, Kuns und Kul u in Al -Be lin zwischen 1815 und 1848, Leipzig 1942, S. 212 . 5. A chi de S ad Gö ingen: Kämme ei egis e 1790 -1860 und Belege zu den Kämme ei egis e n. 6. A. C. Hanaue , udes economique su l'Alsace ancienne e mode ne, I u. H, Pa is 1876 u. 1878. 7. M. J. Elsas, Um iß eine Geschich e de P eise und Löhne in Deu schland, HA, Leiden 1940, S. 590 .; E. E. Köhle , Haushal s echnungen des Geo genhauses zu Leipzig (Jb. . Wi scha sgesch. 1967, IV, S. 397 .). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23 Da legungen zu Einkommensen wicklung und Sozials uk u 1700 -1860 259 8. W. Schulze, Löhne und P eise 1750 bis 1800 nach den Ak en und Rech- nungsbelegen des S ad a chi s Quedlinbu g (Jb. . Wi scha sgesch. 1965, S. 137 .); de s., Löhne und P eise 1800 -1850 ... (ebd., 1967, I, S. 301 .). 9. R. S auß, Löhne sowie B o - und Ka o elp eise in Chemni z 1770 bis 1850 (ebd., 1962, IV, S. 144 .). 10. J. Heisig, Die his o ische En wicklung de landwi scha lichen Ve häl - nisse au den eichsg ä l.- eis andeshe lich-Scha go schischen Gü e - komplexen (Sammlung na ionalök. u. s a . Abhandl. d. s aa swiss. Sem. zu Halle a. d. S., 3. Bd., 3. H., 1884, S. 140 und 188). Anlage 3 Quellen zu Tabelle 2 (S. 238) und 4 (S. 240). 1. Mi elwe e aus den 10 S äd en de Tabelle 1 (Quellen s. Anlage 2). 2. Mi elwe e aus den S äd en: Emden, Leipzig, Gö ingen, Quedlinbu g, Chemni z und Wa mb unn; Quellen s. Anlage 2. Bei de Be echnung de Jah eslöhne aus den Tagelöhnen wu den bei das ganze Jah gleich- bleibenden Lohnsä zen 300 A bei s age un e s ell (ode 190 und 110 Tage zu Somme - und Win e sä zen). 3. A. Neumann, a.a.O. (s. Anm. 21), S. 393 . 4. K. S assbu ge , S a is ische Bei ag zu Leh e om A bei slohn (Jah - buch . Na . und S a ., 18. 1872, S. 138 .). 5. A l , Ein Jah hunde P euß. Be g e wal ung in den Rheinlanden (Z. . d. Be g-, Hü en- u. Salinenwesen, 69. 1921). 6. A chi de S ad Gö ingen, Kämme ei egis e 1790 -1860 mi Belegen. 7. O. Aden, a.a.O. (s. Anlage 2, ad.2.). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-43427-5 | Gene a ed on 2023-01-16 12:57:23