Stufenmodell zur Integration von planetarer Gesundheit in Aktivitäten der Gesundheitsförderung und Prävention
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Stufenmodell zur Integration von planetarer Gesundheit in Aktivitäten der Gesundheitsförderung und Prävention Eine Präventionsinitative von BARMER und KLUG 08.12.2025 Annkathrin von der Haar1, Hannah Otto2, Milva Ende3, Katharina Wabnitz1 & Johanna Weis2 DOI: 10.5281/zenodo.17673670 1 CPHP (ehemals) – Centre for Planetary Health Policy 2 KLUG – Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. 3 CPHP – Centre for Planetary Health Policy 1 CPHP (ehemals) – Centre for Planetary Health Policy 2 KLUG – Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V.
2 Eine Präventionsinitiative von BARMER und KLUG Vorbemerkung Das vorliegende Stufenmodell wurde von der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. (KLUG) und dem Centre for Planetary Health Policy (CPHP) im Rahmen der Präventionsinitiative „Prävention und Gesundheitsförderung aus Planetary Health Perspektive“ erstellt. Grundlage waren die Leitfäden der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Prävention und für Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen. Ergänzend wurden zudem die Kriterien für gute Praxis der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit herangezogen. Die Verantwortung für die Inhalte liegt bei KLUG e.V. Präambel Akteur:innen der Gesundheitsförderung und Prävention haben sich zur Aufgabe gemacht die Gesundheit im Einklang mit den planetaren Belastungsgrenzen – für heutige und zukünftige Generationen zu fördern (§20 Abs. 2 SGB V, §5 SGB XI). Die damit verbundene gesundheitsförderliche Ausrichtung orientiert sich an einem sicheren und gerechten Handlungsrahmen, der sowohl den Erhalt der planetaren Grenzen als auch gerechte Lebensbedingungen für alle Menschen und Lebewesen zum Ziel hat. Vor diesem Hintergrund gewinnen Maßnahmen, die sowohl der Gesundheit als auch dem Klima und der Umwelt zugutekommen, sogenannte Maßnahmen mit Co-Benefits , zunehmend an Bedeutung. Die derzeitige Evidenz zeigt, dass hierfür insbesondere verhältnispräventive Maßnahmen in den Bereichen Mobilität, Ernährung und Stärkung der mentalen Gesundheit gewinnbringend sind (Wabnitz et al., 2024). Einen entscheidenden Beitrag können innovative Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention leisten – insbesondere dann, wenn diese darauf abzielen, Handlungspotential von Individuen und Personengruppen zu stärken und gleichzeitig die nötigen Rahmenbedingungen und Verhältnisse für eine möglichst gesunde Zukunft innerhalb der planetaren Grenzen fördern (Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) 2011; 2023). Im Fokus steht dabei der Health for all Policies Ansatz („Gesundheit für alle Politikbereiche“), der die wechselseitige Beziehung zwischen Gesundheit und anderen Politikfeldern betont. Er geht davon aus, dass durch die Förderung der Gesundheit auch zur Erreichung von Zielen in anderen Politikbereichen beitragen kann. Der Ansatz zielt darauf ab, Gesundheit in allen politischen Entscheidungen zu berücksichtigen und die Co-Benefits für andere Sektoren auszunutzen (Greer et al., 2022).. Ziel ist es, gesamtgesellschaftliches Handeln zu stärken und dabei nicht nur unseren gesamtgesellschaftlichen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern, sondern vor allem unseren Handabdruck zu vergrößern (Germanwatch e.V., o. D.). Damit ist gemeint gesundheitsförderliche, klimaund umweltfreundliche sowie zukunftsfähige Rahmenbedingungen aktiv mitzugestalten und gleichzeitig andere Menschen zu befähigen, sich daran zu beteiligen (WBGU, 2023). Um die beschriebenen Potenziale auszuschöpfen, sind praxisnahe Anregungen und inspirierende Impulse, die neue Perspektiven eröffnen und kreative Lösungsansätze anstoßen, hilfreich. Das vorliegende Stufenmodell wurde daher mit dem Ziel entwickelt, Akteur:innen der Gesundheitsförderung und Prävention eine fundierte Arbeitsgrundlage bereitzustellen, die zugleich als Inspirationsquelle dient. Es soll Fachkräfte beispielsweise aus Gesundheitsämtern, Bildungseinrichtungen, sozialen Trägern, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) oder Agenturen ermutigen, Maßnahmen qualiUnter Co-Benefits verstehen wir den zusätzlichen gesundheitlichen Nutzen, den eine Intervention neben ihrem eigentlich intendierten Effekt haben kann (IPCC, 2019). So können Klimaund Umweltschutzmaßnahmen positive Effekte für die Gesundheit haben und Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention können sich positiv auf Klima und Umwelt auswirken (Haines, McMichael et al. 2009, Whitmee, Green et al. 2024). Der Handabdruck beschreibt, wie wir durch unser eigenes und gemeinsames Handeln in Gruppen eine positive Veränderung der gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen hin zu einer nachhaltigen und gesunden Lebensweise für alle unterstützen können. Ein solches Engagement kann im Kleinen wie im Großen stattfinden und zielt statt auf die individuelle Verhaltensänderung vor allem auf eine Änderung der Verhältnisse (z.B. Schule, Beruf, Kommune oder Politik) (Germanwatch e.V., o.D.).
3 Eine Präventionsinitiative von BARMER und KLUG tativ zu bewerten, weiterzuentwickeln und strategisch im Sinne der planetaren Gesundheit auszurichten. Neben seiner Funktion als Instrument der Qualitätssicherung und Evaluation unterstützt das Stufenmodell Fachkräfte dabei, Aktivitäten systematisch an den Zielen der planetaren Gesundheit auszurichten, ihre Wirkung sichtbar zu machen und zugleich innovative Ansätze zu fördern. Durch die öffentliche Zugänglichkeit können die Kriterien bereits in frühen Phasen der Antragstellung und Konzeptentwicklung berücksichtigt werden. Damit kann das Modell ein Grundverständnis für die Ausrichtung von Maßnahmen im Sinne der planetaren Gesundheit schaffen. Nachfolgend werden die konzeptionelle Herleitung sowie die konkrete Anwendung erläutert. Konzeption und Anwendung des Stufenmodells Konzeption: Das Stufenmodell wurde auf Grundlage einer Analyse der Leitfäden Prävention und Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen entwickelt. Darauf aufbauend wurden 11 Kriterien ermittelt, die zentrale Dimensionen gesundheitsförderlicher Maßnahmen systematisch abbilden. Hierfür wurden die Definitionen der jeweiligen Förderkriterien des Leitfadens Prävention (nach §20 Abs. 2 SGB V) und des Leitfadens Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen (nach §5 SGB XI) herangezogen und durch Aspekte der planetaren Gesundheit ergänzt. Anschließend wurde jedes Kriterium in aufeinander aufbauenden Stufen gegliedert. Die Beschreibung und Gestaltungsidee der Stufen orientiert sich an den Kriterien für gute Praxis der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit. •Kriterium 1: Bedarf •Kriterium 2: Ausrichtung der Intervention •Kriterium 3: Zieldefinition •Kriterium 4: Zielgruppenbestimmung und Vielfalt/Diversität •Kriterium 5: Partizipation •Kriterium 6: Empowerment •Kriterium 7: Multiplikator:innenkonzept •Kriterium 8: Partnerschaften •Kriterium 9: Nachhaltigkeit •Kriterium 10: Transparenz •Kriterium 11: Anbietendenqualifikation Weitere Materialien, die im Rahmen der Präventionsinitiative von BARMER und KLUG entstanden sind und zur Weiterentwicklung einer gesundheitsfördernden Praxis innerhalb planetarer Grenzen beitragen: •Evidenzsynthese zu Co-Benefits: Eine Aufarbeitung der aktuellen wissenschaftlichen Evidenz. •Analyse des Handlungsrahmens von Krankenund Pflegekassen hinsichtlich planetarer Gesndheit. •Diverse informative Factsheets mit praxisnahen Einblicken in die gesundheitlichen Auswirkungen der Klimaund Umweltkrisen und Handlungsmöglichkeiten für eine gesundheitsförderliche, klimaund umweltfreundliche Gestaltung von Lebenswelten. •Zukunft gestalten – Der Podcast über Planetary Health
4 Eine Präventionsinitiative von BARMER und KLUG Das Stufenmodell stellt einen expertisebasierten Vorschlag dar, dessen Anwendbarkeit und Vollständigkeit in weiteren Überprüfungsprozessen, beispielsweise in Delphi-Befragungen mit Fachkräften, weiterentwickelt werden kann. Anwendung: Das Modell kann breite Anwendung finden, etwa für eigene Projekte, Maßnahmen oder Arbeitsabläufe, aber auch zur Formulierung von Anforderungen an Dritte, z.B. im Rahmen von Leistungsbeschreibungen oder Vertragsverfahren im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention. Konkret soll das Stufenmodell vor allem folgende Aspekte unterstützen: • Fortlaufender Prozess: Das Stufenmodell verdeutlicht, dass die Integration von planetarer Gesundheit in Aktivitäten der Gesundheitsförderung und Prävention ein fortlaufender und iterativer Prozess ist, der durch Prozessund Wirkungsevaluationen begleitet werden sollte. • Bewertung und Auswahl von Maßnahmen: Das Stufenmodell ermöglicht die Bewertung und gezielte Auswahl von Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention hinsichtlich der Integration planetarer Gesundheit – sowohl punktuell als auch über den Zeitverlauf hinweg. • Inspiration, Motivation und Orientierung: Das Modell stellt eine Inspirationsquelle dar und kann gleichzeitig die Motivation sowie die Bereitschaft zum Handeln stärken, indem es leicht zugängliche Einstiegsmöglichkeiten und Perspektiven aufzeigt. Gleichzeitig dient es als Orientierungshilfe, um kurz-, mittelund langfristige Ziele für die Integration planetarer Gesundheit in Aktivitäten der Gesundheitsförderung und Prävention zu entwickeln. Jedes der 11 Kriterien ist in drei bis sechs Stufen untergliedert. Die nächsthöhere Stufe des jeweiligen Kriteriums stellt jeweils einen Anstieg der Qualität und Wirksamkeit dar und baut auf der vorherigen Stufe auf. Hinweis zur Anwendung Die unteren Stufen der Kriterien sollen nicht als Mindeststandard verstanden werden, sondern vor allem Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen. Die höchste Stufe jedes Kriteriums verdeutlicht das strategische Potenzial für planetare Gesundheit. Dabei geht die Beschreibung über punktuelle Einzelmaßnahmen hinaus. Der Fokus liegt vielmehr auf systemischen Zusammenhängen und strukturellen Veränderungen von Verhältnissen sowie der Initiierung von und Beteiligung an sektorenübergreifenden Bündnissen und stellt ein nahezu erreichtes Optimum der Integration planetarer Gesundheit dar. Je mehr Kriterien bei der Maßnahmenplanung berücksichtigt werden, desto umfassender ist der Beitrag zur Planetaren Gesundheit. Um den Transfer auf den eigenen Anwendungsfall zu erleichtern, enthalten die einzelnen Stufen zusätzlich Beispiele aus den Handlungsfeldern Bewegung, Ernährung und mentale Gesundheit. Pro Kriterium wird eines der Handlungsfelder für alle Stufen durchdekliniert. Mit dieser praxisnahen Darstellung soll sowohl die Entwicklung gesundheitsförderlicher Rahmenbedingungen unterstützt als auch die notwendige Reichweite geschaffen werden, um den schnell voranschreitenden ökologischen Krisen wirksam zu begegnen.
5 Eine Präventionsinitiative von BARMER und KLUG Kriterienverzeichnis Kriterium 1: Bedarf. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Kriterium 2: Ausrichtung der Intervention. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Kriterium 3: Zieldefinition . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .10 Kriterium 4: Zielgruppenbestimmung und Vielfalt/Diversität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .12 Kriterium 5: Partizipation. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .14 Kriterium 6: Empowerment . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .17 Kriterium 7: Multiplikator:innen-konzept . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .20 Kriterium 8: Partnerschaften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .23 Kriterium 9: Nachhaltigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .25 Kriterium 10: Transparenz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .28 Kriterium 11: Anbietendenqualifikation. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .30
6 Eine Präventionsinitiative von BARMER und KLUG Kriterium 1: Bedarf Einordnung Das Kriterium „Bedarf“ wurde auf Grundlage des gleichnamigen Förderkriteriums aus dem Leitfaden Prävention entwickelt. Zusätzlich floss das Gute-Praxis-Kriterium „Konzeption“ aus den Kriterien für gute Praxis der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung in die Ausgestaltung ein. Beschreibung „Für die geplanten Aktivitäten wird ein Bedarf nachgewiesen (GKV-Spitzenverband, 2024)“. Im Rahmen der Bedarfsermittlung wird nicht nur die gesundheitliche und soziale Problemlage analysiert, sondern auch Bedarfe hinsichtlich der Auswirkungen der Klimaund Umweltkrisen sowie die Potenziale für das Ausschöpfen von klimaund umweltbezogenen Co-Benefits durch die geplanten Aktivitäten. Wissenschaftliche Erkenntnisse werden dabei berücksichtigt und die Ergebnisse der Analyse werden in die Planung der Aktivität einbezogen. Bedarfsermittlung mit Gesundheitsund Sozialbezug: Die Bedarfsermittlung wird ausschließlich auf Basis der gesundheitlichen und sozialen Problemlage vorgenommen. Die möglichen Bedarfe hinsichtlich der Auswirkungen der Klimaund Umweltkrisen oder das Co-Benefit-Potenzial von Maßnahmen werden nicht berücksichtigt. Beispiel: Für eine geplante Aktivität zur Bewegungsförderung im Setting Betrieb wird das Bewegungsverhalten von Mitarbeitenden eines Unternehmens untersucht. Es zeigt sich, dass ein Großteil der Beschäftigten einen hohen Anteil der Arbeitszeit im Sitzen verbringt. Dabei wird festgestellt, dass die Mitarbeitenden durch das lange Sitzen ein erhöhtes Risiko für Rückenschmerzen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben. Zudem wird untersucht, wie sich das eingeschränkte Bewegungsverhalten auf das soziale Wohlbefinden, die Arbeitszufriedenheit oder das Miteinander im Team auswirkt. 1 Stufen Bedarfsermittlung mit Gesundheitsund Sozialbezug 1 2 3 Punktuelle Berücksichtigung ökologischer Bedarfe Bedarfsermittlung im Sinne Planetarer Gesundheit
7 Eine Präventionsinitiative von BARMER und KLUG Punktuelle Berücksichtigung ökologischer Bedarfe: Die Bedarfsermittlung wird nicht nur auf Basis der gesundheitlichen und sozialen Problemlage vorgenommen. Punktuell werden auch Bedarfe hinsichtlich der Auswirkungen der Klimaund Umweltkrisen und/oder das Co-Benefit-Potenzial von Aktivitäten anerkannt und berücksichtigt. Die Ergebnisse werden teilweise in den Planungsprozess einbezogen. Beispiel: Für eine geplante Aktivität zur Bewegungsförderung im Setting Betrieb wird das Bewegungsverhalten von Mitarbeitenden eines Unternehmens ermittelt. Neben den gesundheitlichen und sozialen Auswirkungen werden auch die Auswirkungen des Mobilitätsverhaltens der Mitarbeitenden auf Klima und Umwelt berücksichtigt. So wird ermittelt, mit welchen Fortbewegungsmitteln die Mitarbeitenden ihre Arbeitswege zurücklegen, um Potenziale für klimaund umweltfreundliche Mobilitätsoptionen zu identifizieren und bei der Planung zu berücksichtigen. 2 Bedarfsermittlung im Sinne Planetarer Gesundheit: Die Bedarfsermittlung erfolgt nicht nur auf Basis der gesundheitlichen und sozialen Problemlagen, sondern auch unter umfassender Berücksichtigung der Auswirkungen von Klimaund Umweltkrisen auf die Gesundheit sowie des Co-Benefit-Potenzials der geplanten Aktivitäten. Dabei werden auch strukturelle Aspekte analysiert, um Potenziale zu erschließen, die über das einzelne Setting hinausgehen. Die Ergebnisse fließen systematisch in die weitere Planung ein. Beispiel: Für eine geplante Aktivität der Gesundheitsförderung und Prävention zur Bewegungsförderung im Setting Betrieb wird das Bewegungsverhalten von Mitarbeitenden eines Unternehmens ermittelt und gleichzeitig bewegungsrelevante Rahmenbedingungen und Strukturen (Verhältnisse) analysiert. Die Bedarfsermittlung umfasst sowohl die gesundheitlichen als auch die ökologischen Auswirkungen. Es wird beispielsweise nicht nur erhoben, wie die Mitarbeitenden zur Arbeit kommen, sondern z. B. auch wie häufig die Mitarbeitenden während der Arbeitszeit motorisierte Verkehrsmittel nutzen, wie viele Treibhausgasemissionen sie dabei ausstoßen und welche Alternativen, Anreize sowie Rahmenbedingungen für aktive Mobilität in der Unternehmensumgebung bestehen. Darüber hinaus werden relevante Entscheidungstragende identifiziert sowie die Verbindung zu lokalen und nationalen Verkehrsinfrastrukturen und politischen Rahmenbedingungen (z. B. Subventionen für aktive Mobilität, Ausbau von Radwegen) systematisch analysiert. Die Analyseergebnisse fließen systematisch in die Planung von Aktivitäten mit Fokus auf die Verhältnisebene ein, die sowohl auf die direkte Förderung der Gesundheit der Mitarbeitenden abzielen (z. B. Reduktion des Risikos für HerzKreislauf-Erkrankungen) als auch Co-Benefits für Klima/Umwelt (z. B. Reduktion von Treibhausgas-Emissionen, Luftschadstoffen und Lärmbelastung durch aktive Arbeitswege) ausschöpfen und zudem sichtbare Impulse setzen. 3
8 Eine Präventionsinitiative von BARMER und KLUG Kriterium 2: Ausrichtung der Intervention Das Kriterium „Ausrichtung der Intervention“ wurde auf Grundlage des gleichnamigen Förderkriteriums aus dem Leitfaden Prävention entwickelt. Zusätzlich flossen die GutePraxis-Kriterien „Setting-Ansatz“ und „Konzeption“ aus den Kriterien für gute Praxis der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung in die Ausgestaltung ein. Verhaltensorientierte Einzelmaßnahmen: Die Intervention zielt primär auf die individuelle Krankheitsvermeidung ab und setzt den Fokus auf Vermittlung verhaltensbezogener Informationen. Ökologische Determinanten der Gesundheit werden bei der Ausrichtung der Intervention nicht berücksichtigt, wodurch wegweisende Potenziale für Mensch, Klima und Umwelt ungenutzt bleiben. Beispiel: Eine Aktivität zur Förderung von gesunder Ernährung in Grundschulen zielt darauf ab, Adipositas bei Kindern vorzubeugen. Zur Sensibilisierung werden Infotafeln zu den gesundheitlichen Auswirkungen der Ernährung für die Kinder in der Schule verteilt und die Inhalte im Unterricht kommuniziert. Die Maßnahme konzentriert sich auf die reine Wissensvermittlung (z. B. „Was ist gesund?“), ohne dass die Verhaltensänderung thematisiert wird, die Schulverpflegung oder das Umfeld einbezogen oder ökologische Aspekte berücksichtigt werden. 1 Einordnung Beschreibung Stufen Verhaltensorientierte Einzelmaßnahmen 1 2 3 Erste Impulse für Interventionen im Sinne der Verhältnisprävention Systematische Ausrichtung im Sinne der Verhältnisprävention „Die geplanten Aktivitäten stärken über die Krankheitsvermeidung hinaus die gesundheitsfördernden und -schützenden Ressourcen“ (GKV-Spitzenverband, 2024) inklusive Handlungsmöglichkeiten und Kompetenzen Einzelner und von Personengruppen. Gleichzeitig verbessern sie die Rahmenbedingungen und Strukturen (Verhältnisse) in den Lebenswelten dahingehend, dass klimaund umweltbezogene Co-Benefits ausgeschöpft werden. Bei der Ausrichtung der Intervention werden neben den sozialen auch die ökologischen Determinanten von Gesundheit einbezogen. Von Anfang an werden dabei die Kriterien Partizipation, Empowerment und Multiplikator:innenkonzepte systematisch mitgedacht.
9 Eine Präventionsinitiative von BARMER und KLUG Erste Impulse für Interventionen im Sinne der Verhältnisprävention: Bei der Ausrichtung der Intervention werden soziale und ökologische Determinanten von Gesundheit punktuell berücksichtigt. Dabei werden erste Impulse für eine Stärkung der Handlungsfähigkeit und Verhältnisprävention gesetzt, diese sind jedoch nicht umfassend und systematisch angelegt. Beispiel: Eine Aktivität zur Förderung von gesunder Ernährung in Grundschulen ist nicht nur darauf ausgerichtet, Erkrankungen wie Adipositas bei Kindern vorzubeugen und soziale Teilhabe zu fördern, sondern bezieht auch ökologische Potenziale von Ernährung punktuell ein. Es werden Workshops für Schulkinder organisiert, in denen sie einfache, gesunde und ökologisch nachhaltige Gerichte und Snacks zubereiten und mehr über die Herkunft der Lebensmittel erfahren. Zudem wird ein Schulgarten gemeinsam mit den Kindern angelegt und in den Unterricht integriert, dabei lernen Kinder nicht nur den Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern, sondern auch die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Klima und Umwelt kennen. 2 Systematische Ausrichtung im Sinne der Verhältnisprävention: Bei der Ausrichtung der Intervention werden soziale und ökologische Determinanten von Gesundheit systematisch berücksichtigt. Aspekte der Stärkung der Handlungsfähigkeit und der Verhältnisprävention werden priorisiert, um gesundheitsfördernde Strukturentwicklungen im Sinne der planetaren Gesundheit umzusetzen. Beispiel: Maßnahmen zur Förderung gesunder Ernährung sind nicht nur darauf ausgerichtet, Erkrankungen wie Adipositas bei Kindern vorzubeugen, sondern integrieren auch Aspekte ökologisch nachhaltiger Ernährung systematisch und institutionell. Dafür entwickelt die Schule ein schulisches Gesamtkonzept für gesunde und ökologisch nachhaltige Ernährung, das unterschiedliche Ebenen der Verhaltensund Verhältnisprävention adressiert. Um einen partizipativen und koordinierten Prozess zu begleiten und gesundheitspolitisch aktiv zu sein, initiiert die Schule einen Steuerkreis mit politischen Vertreter:innen, kommunalen Entscheidungstragenden und anderen Schulen. Modellschulen teilen ihre Erfahrungen und Good-Practice-Beispiele. Zentraler und wirksamer Hebel der Strategie ist die Umgestaltung der Gemeinschaftsverpflegung hin zu einer überwiegend pflanzlichen Verpflegung in Anlehnung an die Planetary Health Diet1. Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Nüsse und Hülsenfrüchte haben in der Planetary Health Diet einen höheren Anteil als Fleischund Milchprodukte und die Vermeidung von Lebensmittelabfällen hat Priorität. Gemeinsam setzt sich der Steuerkreis dafür ein, verbindliche Standards in der Schulverpflegung gesetzlich zu verankern. 1 Die Planetary Health Diet ist ein internationaler Referenzrahmen, der Gesundheit und ökologische Nachhaltigkeit vereint. Sie wurde 2019 von der EAT-Lancet Kommission veröffentlicht und stellt dar, wie die wachsende Weltbevölkerung gesund ernährt werden kann, ohne die planetaren Grenzen zu überschreiten (Willett et al. 2019). Die lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen der DGE haben sich bis auf wenige Ausnahmen den Empfehlungen der Planetary Health Diet stark angenähert und sind teilweise sogar identisch (Klatt et al., 2024). 3
16 Eine Präventionsinitiative von BARMER und KLUG Selbstorganisation: Die letzte Stufe überschreitet die Partizipation und umfasst alle Formen selbstorganisierten Handelns. Folglich wird eine Maßnahme zum Schutz der Gesundheit, des Klimas und der Umwelt von der Zielgruppe selbst initiiert und durchgeführt. Die Entscheidungen treffen die Gruppenmitglieder eigenständig und eigenverantwortlich. Alle Entscheidungstragende sind Mitglieder der Gruppe. Beispiel: Ein gewähltes Gremium aus Mitarbeitenden initiiert ein eigenes Projekt mit dem Namen „Teller der Zukunft“. Sie organisieren eigenständig Geschmacksworkshops und ziehen ein Bewertungssystem (Rechner) für die Klima-/Umweltfreundlichkeit und das Gesundheitsförderungspotenzial der Mahlzeiten heran. Die Küchenleitung ist Teil der Gruppe und hat gleiche Entscheidungsbefugnisse wie alle weiteren Gremiumsmitglieder. Neben der unternehmensinternen Vernetzung knüpft das Gremium auch Netzwerke mit externen Verbänden der Gemeinschaftsverpflegung, um eine koordinierte Ernährungsstrategie zu entwickeln, die unter anderem darauf abzielt, eine gesunde und klima-/umweltfreundliche Ernährung als Standard in Betriebskantinen zu etablieren. 6
17 Eine Präventionsinitiative von BARMER und KLUG Raum für eigene Anliegen: Es werden Gelegenheiten und Räume geschaffen, um sich auszutauschen, eigene Anliegen und Herausforderungen zu beschreiben und diese vor dem Hintergrund sozialer und ökologischer Bedingungen zu reflektieren sowie Handlungsmöglichkeiten abzuleiten. Im Fokus steht es, Kontakt mit der Zielgruppe aufzunehmen sowie relevante Themen zu sammeln. Beispiel: Im Rahmen eines Beteiligungsverfahren, das von einer Kommune initiiert wurde, können Bürger:innen ihre individuellen Anliegen zum Thema Bewegungsförderung im Sinne aktiver Mobilität formulieren (z.B. fehlende Fußoder Radwege). Gleichzeitig reflektieren die Bürger:innen die Bedeutung von Bewegung für die Gesundheit sowie ökologischen Auswirkungen, um das Handlungsfeld in den Kontext planetarer Gesundheit zu setzen. 1 Einordnung Beschreibung Stufen Kriterium 6: Empowerment Das Kriterium „Empowerment“ wurde auf Grundlage des gleichnamigen Gute-PraxisKriteriums aus den Kriterien für gute Praxis der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung konzipiert. Es handelt sich hierbei um kein eigenes Förderkriterium aus dem Leitfaden Prävention. Das Kriterium wurde aufgenommen, da Empowerment für das aktive Mitgestalten gesundheitsförderlicher, klimaund umweltfreundlicher Rahmenbedingungen eine zentrale Rolle spielt. Gesundheitsförderung und Prävention schaffen Voraussetzungen, in denen die Zielgrup-pe ihre individuellen und kollektiven Fähigkeiten und Kompetenzen entdeckt, weiter-entwickelt und im (gemeinsamen) Handeln einsetzt. Die Zielgruppe versteht die Zusam-menhänge zwischen ihrer individuellen gesundheitlichen Lage und den ökologischen sowie gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und kann daraus Handlungsmöglichkei-ten und damit verbundene konkrete Umsetzungsschritte ableiten. Die Zielgruppe fühlt sich befähigt, sich kollektiv in ihrer Lebenswelt und für positive Veränderungen der gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen hin zu einer gesunden Zukunft innerhalb der planetaren Grenzen einzusetzen und vergrößert damit ihren Handab-druck. Empowerment steht im engen Zusammenhang mit erfolgreicher Partizipation. Mit dieser Ausrichtung und im Kontext der sozialökologischen Transformation vergrö-ßert die Zielgruppe als Change Agents durch ihr kollektives Handeln die Wirksamkeit von Gesundheitsförderung und Prävention. Gemeinsam Position beziehen 4 Kollektiv handeln & Strukturen aufbauen Selbstorganisiert sozial-ökologische Transformation unterstützen Raum für eigene Anliegen 1 2 3
18 Eine Präventionsinitiative von BARMER und KLUG Gemeinsam Position beziehen: Die Einzelanliegen werden zu einem gemeinsamen Thema der Zielgruppe formuliert. Die Gruppe einigt sich auf ein gemeinsames Anliegen, das sie bearbeiten möchte. Ziel ist es, die sozialen und ökologischen Einflussfaktoren für das gemeinsame Thema in der Gemeinschaft zu konkretisieren und Handlungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Im Fokus steht es, Gruppen zu bilden, sich auszutauschen und die Motivation zum kollektiven Handeln zu stärken, um die sozial-ökologische Transformation voranzutreiben. Fachpersonal kann diesen Prozess begleiten und beraten. Beispiel: Nach der Sammlung individueller Anliegen einigen sich die Teilnehmenden, Bewegungsförderung durch mehr Radverkehr in der Kommune als gemeinsames Ziel zu verfolgen. Die Gruppe identifiziert Hindernisse (z.B. unsichere Straßen, fehlende oder beschädigte Radwege, fehlende sichere Fahrradparkplätze) und Umweltund Gesundheitsvorteile (z. B. Reduktion von Treibhausgasemissionen, Luftschadstoffen und Verkehrslärm und mehr Alltagsbewegung an der frischen Luft). 2 Kollektiv handeln und Strukturen aufbauen: Der Handlungsspielraum der Zielgruppe wird durch einen gezielten Einsatz von Ressourcen wie Orientierungshilfen oder die Mediation zwischen verschiedenen Perspektiven erweitert. Neben der Kompetenzförderung wird auch politisches Handeln einbezogen, um als Change Agents Veränderungen im Sinne der sozial-ökologischen Transformation voranzutreiben. Entscheidungstragende können dabei aktiv einbezogen und Potenziale für Veränderungen mit Co-Benefit-Potenzial, die sowohl der Gesundheit als auch dem Klima und der Umwelt zugutekommen, aufgezeigt werden. Im Fokus steht der Aufbau lokaler Kapazitäten, Strukturen und Netzwerke, um sich gemeinsam für eine gesunde Zukunft innerhalb der planetaren Grenzen einzusetzen. Beispiel: Die Gruppe ist mit Expert:innen vernetzt, die Informationen über sichere Radwegeplanung und Fördermöglichkeiten bereitstellen, dafür werden u.a. GoodPractice-Beispiele herangezogen. Entscheidungstragende (z.B. Vertreter:innen der kommunalen Verkehrsplanung) werden eingebunden, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln, wie neue Radwege finanziert und gebaut sowie bestehende saniert werden können. Dabei wird auch betont, dass eine Bewegungsförderung in Form von aktiver Mobilität nicht nur den Treibhausgasausstoß reduziert, sondern auch die lokale Luftqualität verbessert, Verkehrslärm und das Verkehrsaufkommen reduziert, was einen indirekten Gesundheitsnutzen darstellt. 3
19 Eine Präventionsinitiative von BARMER und KLUG Selbstorganisiert sozial-ökologische Transformation unterstützen: In Selbstorganisation gelingt es der Zielgruppe, sich für den Erhalt unserer Lebensgrundlage einzusetzen und individuelle und gemeinschaftliche Lebensbedingungen selbstbestimmt zu gestalten. Die Begleitung durch Fachpersonal wird sukzessive verzichtbar, um eine aktive und gestaltende Teilhabe der Zielgruppe innerhalb bestehender Strukturen dauerhaft zu sichern. Die Selbstorganisation der Zielgruppe wird nicht nur auf kommunaler Ebene wirksam, sondern zielt auf systemische Veränderungen ab, indem regionale und überregionale Netzwerke geschaffen werden. Die Zielgruppe agiert als Treiberin der sozial-ökologischen Transformation und arbeitet aktiv daran, dass ihre Anliegen in langfristige politische Strategien einfließen. Beispiel: Die Gruppe gründet ein Bürger:innenkomitee zum Thema Bewegungsförderung durch aktive Mobilität, das eigenständig Projekte wie Radwegpatenschaften, Radentscheide oder gemeinsame Fahrradaktionen organisiert. Die Fachkräfte ziehen sich schrittweise zurück, da die Gruppe selbstständig arbeitet und ihre Anliegen in politische Entscheidungsprozesse einbringt, z. B. durch Gespräche mit der Stadtverwaltung oder Anträge zur Radverkehrsförderung. Das Komitee vernetzt sich mit anderen Mobilitätsinitiativen auf regionaler und nationaler Ebene, um eine koordinierte Mobilitätsstrategie zu entwickeln. 4
20 Eine Präventionsinitiative von BARMER und KLUG Kriterium 7: Multiplikator:innenkonzept Das Kriterium „Multplikator:innenkonzept“ wurde auf Grundlage des gleichnamigen Gute-Praxis-Kriteriums aus den Kriterien für gute Praxis der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung konzipiert. Es handelt sich hierbei um kein eigenes Förderkriterium des Leitfadens Prävention wurde aber aufgrund seiner zentralen Bedeutung für die langfristige Verankerung, Skalierung und transformative Wirkung gesundheitsförderlicher Maßnahmen im Sinne der planetaren Gesundheit ergänzt. Reflexionsraum und Themenerkundung im Kontext planetarer Gesundheit: Die Maßnahme priorisiert potenzielle Multiplikator:innen mit dem Ziel, sie aktiv in den Gesundheitsförderungsprozess einzubinden. Interessierte Multiplikator:innen werden darum gebeten, die Ziele der Maßnahme zu unterstützen und aktiv zur Förderung von Gesundheit unter Berücksichtigung von Co-Benefits für Klima und Umwelt innerhalb ihrer Zielgruppen beizutragen. 1 Einordnung Beschreibung Stufen Gut vernetzte und akzeptierte Personen oder Personengruppen, die in den Lebenswelten als Schlüsselpersonen fungieren (z.B. medizinisches Personal, Gesundheitsfachkräfte, Lehrkräfte, Sozialarbeiter:innen), werden als Multiplikator:innen in den gesamten Gesundheitsförderungsprozess eingebunden. Sie arbeiten eng mit den Zielgruppen zusammen, stärken deren Kompetenzen und befähigen sie, sowohl soziale als auch ökologische Determinanten der Gesundheit zu berücksichtigen und bestehende Ungerechtigkeiten abzubauen. Dabei integrieren sie Aspekte der planetaren Gesundheit, wie die Bedeutung von Co-Benefits und damit verbundene Handlungsmöglichkeiten, in ihre Arbeit. Im Kontext der sozial-ökologischen Transformation wird diese Personengruppe als Change Agents bezeichnet und vergrößert durch ihr Handeln ihren eigenen Handabdruck. Die Change Agents spielen eine zentrale Rolle in der Kommunikation zwischen Fachkräften und Zielgruppen und tragen entscheidend zur Verstetigung des Projektes bei. Das Kriterium steht im engen Zusammenhang mit Empowerment und erfolgreicher Partizipation. Gruppenbildung und kollektive Zieldefinition im Kontext planetarer Gesundheit 4 Stärkung der Handlungsfähigkeit für die sozial-ökologische Transformation Selbstorganisation mit systemischer und struktureller Wirkung Reflexionsraum und Themenerkundung im Kontext planetarer Gesundheit 1 23
21 Eine Präventionsinitiative von BARMER und KLUG Gruppenbildung und kollektive Zieldefinition im Kontext planetarer Gesundheit: Eine gezielte Schulung von Multiplikator:innen ist Teil der Maßnahme. Neben gesundheitlichen Themen adressiert die Schulung auch Aspekte der planetaren Gesundheit im Sinne der transformativen Bildung. So werden Multiplikator:innen in die Lage versetzt, ihre Zielgruppen über die ökologischen und sozialen Determinanten von Gesundheit zu informieren und Lösungen für die jeweilige Lebenswelt zu formulieren. Beispiel: Die Beschäftigten des BGMs nehmen an interaktiven Workshops für Multiplikator:innen im Rahmen des Projekts teil. Im Sinne der transformativen Bildung werden ihnen nicht nur die gesundheitlichen Auswirkungen der planetaren Krisen, sondern auch die Co-Benefits der Handlungsfelder Bewegung, Ernährung und mentale Gesundheit vermittelt. Die Multiplikator:innen identifizieren eigenständig Handlungsmöglichkeiten und generieren Lösungsansätze, um das Gelernte an die Mitarbeitenden weitergeben zu können. So erleben sie selbst ihre Wirksamkeit und vermitteln zudem ihrer Zielgruppe Fähigkeiten, die die individuelle sowie kollektive Selbstwirksamkeit steigern. 2 Stärkung der Handlungsfähigkeit für die sozial-ökologische Transformation: Die Multiplikator:innen werden kontinuierlich betreut und regelmäßig fortgebildet. Fortlaufender Austausch und kontinuierliche Weiterbildung sorgen dafür, dass Multiplikator:innen ihre Arbeit unter den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu den sozialen und ökologischen Determinanten von Gesundheit durchführen können. Beispiel: Die Beschäftigten des BGMs sind in ein Expert:innen-Netzwerk „Planetare Gesundheit im BGM“ außerhalb des eigenen Unternehmens eingebunden (z.B. Initiativen von Krankenkassen, Fachverbände, Forschungsinstitute oder einer spezialisierten NGO), um kontinuierlich ihr Wissen zu den Zusammenhängen zwischen Gesundheit, Klima und Umwelt aufzufrischen, zu vertiefen und sich über GoodPractice-Beispiele auszutauschen. Dadurch können sie ihr Wissen und ihre Fähigkeiten weitergeben und gezielt die Gesundheit der Beschäftigten unter Berücksichtigung planetarer Gesundheit fördern. 3 Beispiel: Ein Projekt zur Förderung der Mitarbeitendengesundheit eines Unternehmens zielt darauf ab, die Gesundheit von Beschäftigten zu steigern und gleichzeitig Co-Benefits für Klima und Umwelt auszuschöpfen. Beschäftigte des betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) eines Unternehmens werden bei der Konzeption des Projekts als geeignete Multiplikator:innen identifiziert. Die Ansprache der potenziellen Multiplikator:innen erfolgt über die Geschäftsführung des Unternehmens. In Erstgesprächen werden die Multiplikator:innen über die Ziele der Maßnahme informiert.
22 Eine Präventionsinitiative von BARMER und KLUG Selbstorganisation mit systemischer und struktureller Wirkung: Multiplikator:innen übernehmen eigenverantwortlich die Initiierung und Koordination von Maßnahmen, tauschen sich regelmäßig aus und bilden sich selbstorganisiert weiter. Sie sind innerhalb und außerhalb des Unternehmens in alle relevanten Bereiche gut vernetzt und haben die Befugnis und die notwendigen methodischen Kompetenzen, selbstständig Weiterbildungsformate für neue Muliplikator:innen anzubieten (Train-the-Trainer-Konzept). Die Arbeit der Multiplikator:innen wird kontinuierlich von Fachkräften evaluiert, um sicherzustellen, dass die Ziele der Gesundheitsförderung im Kontext der planetaren Gesundheit effektiv umgesetzt werden. Beispiel: Multiplikator:innen des BGMs koordinieren eigenständig die Integration planetarer Gesundheit in bestehende Prozesse und schaffen Vernetzungsformate, um den Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch zwischen Führungskräften, Beschäftigten und externen Expert:innen langfristig zu fördern. Ein zentrales Element bildet das Train-the-Trainer-Konzept, bei dem erfahrene Multiplikator:innen regelmäßig neue Multiplikator:innen fortbilden, um planetare Gesundheit im gesamten Unternehmen zu verankern. Fachkräfte einer wissenschaftlichen Einrichtung begleiten die Umsetzung des Multiplikator:innenkonzepts zur Förderung der Mitarbeitendengesundheit. Hierbei wird beispielsweise der Wissenszuwachs der Beschäftigten zu den Zusammenhängen zwischen Gesundheit, Klima und Umwelt, die Steigerung der Selbstwirksamkeit und die Integration von planetarer Gesundheit in Rahmenbedingungen und Strukturen des Unternehmens untersucht. Parallel dazu wird im Rahmen der Evaluation ein kollaborativer Prozess zur Weiterentwicklung des Multiplikator:innenkonzepts moderiert, um das Konzept potenziell über die Unternehmensstrukturen hinaus zu skalieren. 4
23 Eine Präventionsinitiative von BARMER und KLUG Kriterium 8: Partnerschaften Das Kriterium „Partnerschaften“ wurde auf Grundlage des gleichnamigen Förderkriteriums aus dem Leitfaden Prävention entwickelt. Zusätzlich floss das Gute-Praxis-Kriterium „Integriertes Handeln“ aus den Kriterien für gute Praxis der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung in die Ausgestaltung ein. Nutzung vorhandener Partnerschaften: Vorhandene Strukturen, Einrichtungen, Netzwerke und Akteur:innen werden bei der Planung einer Maßnahme unter Berücksichtigung sozialer und ökologischer Determinanten von Gesundheit erfasst und möglichst mit eingebunden. Bestehende Partnerschaften und Finanzierungsträger:innen, die für die Maßnahme relevant sind, werden identifiziert und einbezogen. Beispiel: Bei der Planung einer Maßnahme zur Förderung der mentalen Gesundheit in einer Pflegeeinrichtung werden bestehende Strukturen und potenziell relevante Akteur:innen erfasst. Das Pflegeheim identifiziert lokale Gesundheitsämter, Krankenkassen und Senior:innenverbände als relevante Partner:innen. Vorhandene Ressourcen wie Gemeinschaftsräume und Grünflächen der Einrichtung werden in die Planung einbezogen. 1 Einordnung Beschreibung Stufen „Die originär zuständigen Träger:innen beteiligen sich mit ihren jeweiligen Kompetenzen und finanziellen sowie personellen Ressourcen an der Prävention und Gesundheitsförderung. Vorhandene Strukturen, Einrichtungen, Netzwerke und Akteur:innen, Finanzierungsträger:innen (Drittmittel) im Setting [und über das Setting hinaus] werden ermittelt und möglichst genutzt bzw. eingebunden Ressortübergreifende Strukturen werden gefördert (GKV-Spitzenverband, 2024).“ Neue Partnerschaften und Netzwerke, die auf dem Weg hin zu einer nachhaltigen und gesunden Zukunft innerhalb der planetaren Grenzen unterstützend wirken können, werden aufgebaut. Ressortübergreifende Synergien, Strukturen Professionen, Partner:innen und Bündnisse werden im Sinne des Health for all Policies Ansatzes gefördert und genutzt, um gemeinsam Lösungen für eine gesunde Zukunft zu entwickeln und dauerhafte Wirkung zu entfalten. Die gesamtgesellschaftliche Verantwortung für die Förderung von Gesundheit und den Erhalt unserer Lebensgrundlage erfordert kollektives Handeln auf unterschiedlichen Ebenen. Nutzung vorhandener Partnerschaften 1 2 3 Netzwerkbildung mit neuen Akteur:innen Aufund Ausbau von sektorübergreifenden Bündnissen
24 Eine Präventionsinitiative von BARMER und KLUG Aufund Ausbau von sektorübergreifenden Bündnissen: Es entstehen dauerhafte, sektorenübergreifende Kooperationen mit neuen und bestehenden Partnerschaften und Netzwerken, die gemeinsam ins transformative Handeln kommen, um die Vision einer gesunden Zukunft innerhalb der planetaren Grenzen zu verwirklichen – auch über das spezifische Setting und die geplante Maßnahme hinaus. Erfolgreiche Bündnisarbeit trägt dazu bei, eine langfristige Verankerung von planetarer Gesundheit über Sektoren hinweg zu verwirklichen. Beispiel: Aus der Zusammenarbeit entsteht ein dauerhaftes, sektorenübergreifendes Bündnis „Gesundes Altern in gesunder Umgebung“. Dieses Bündnis setzt sich aus Pflegeeinrichtungen, Umweltorganisationen, Gesundheitsakteur:innen, Wohlfahrtsverbänden und kommunalen Institutionen wie der Stadtentwicklung und Stadtplanung zusammen und entwickelt gemeinsam Strategien zur Stärkung der Resilienz und Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen. Das breite Bündnis versteht den Gemeinschaftsgarten als generationsübergreifenden Begegnungsort für gesellschaftliche Teilhabe und setzt sich für dessen vielfältiges Co-Benefit-Potenzial ein (z.B. neben mentaler Gesundheit auch Bewegung, Ernährung, Luftqualität und Hitzeschutz). Es initiiert über die ursprüngliche Maßnahme hinaus weitere Projekte zur Entwicklung von Konzepten für klimaresiliente Pflegeeinrichtungen. Das Bündnis tauscht sich regelmäßig aus und arbeitet gemeinsam an der Vision einer flächendeckenden gesunden Zukunft für ältere Menschen. Es sorgt dafür, dass die Prinzipien der planetaren Gesundheit und des gesunden Alterns nicht nur in der Pflegeeinrichtung selbst, sondern auch in städtischen und ländlichen Kontexten und darüber hinaus in weiteren politischen und gesellschaftlichen Strukturen verankert werden. 3 Netzwerkbildung mit neuen Akteur:innen: Zusätzlich zu bestehenden Strukturen werden gezielt neue Partnerschaften und Netzwerke identifiziert, die für die geplante Maßnahme unter Berücksichtigung sozialer und ökologischer Determinanten von Gesundheit unterstützend wirken. Dabei werden vor allem Akteur:innen aus Bereichen wie Klimaund Umweltschutz, Stadtplanung oder Ernährung in die Projektplanung einbezogen. Beispiel: Zusätzlich zu den bestehenden Partnerschaften werden neue Kooperationen angestrebt. Die Pflegeeinrichtung kontaktiert eine lokale Gartenbauschule für die Gestaltung eines Gemeinschaftsgartens sowie einen Umweltverband für die Beratung zur nachhaltigen Gestaltung der Innenund Außenanlagen. Diese neugewonnenen Partnerschaften werden in die Projektplanung eingebunden, um soziale und ökologische Aspekte der psychischen Gesundheitsförderung zu berücksichtigen. 2
25 Eine Präventionsinitiative von BARMER und KLUG Kriterium 9: Nachhaltigkeit Das Kriterium „Nachhaltigkeit“ wurde auf Grundlage des gleichnamigen Förderkriteriums aus dem Leitfaden Prävention entwickelt. Zuletzt floss das Gute-Praxis-Kriterium „Finanzierungskonzept“ aus den Kriterien für gute Praxis der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung in die Ausgestaltung ein. Außerdem wurde es im Sinne der ökologischen, sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeit erweitert. Mehrdimensionale Nachhaltigkeitsanalyse: Eine umfassende Bedarfsermittlung wird durchgeführt und dabei die sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Determinanten der Gesundheit berücksichtigt. Es wird bestimmt, welche der identifizierten Probleme im Rahmen der Maßnahme bearbeitet, welche individuellen und kollektiven Ressourcen gefördert und welche Möglichkeiten zur Integration von Nachhaltigkeit verfolgt werden sollen. Beispiel: Eine Kommune führt eine umfassende Bedarfsermittlung durch, die zeigt, dass in einem bestimmten Stadtteil junge Familien mit Kindern häufig unter Stress und Einsamkeit leiden. Es stellt sich heraus, dass die Familien erschwerten Zugang zu nahen Erholungsgebieten haben und wenig Bewusstsein für die positiven Auswirkungen von Bewegung an der frischen Luft besteht. Auf Basis dieser Ergebnisse wird empfohlen, Bewegungsangebote zu entwickeln, die gesundheitsförderlich und umweltbewusst sind. 1 Einordnung Beschreibung Stufen „Ein Nachhaltigkeitskonzept, z.B. zur Verstetigung des Prozesses, auch durch (weitergebildete) Fachkräfte in den Einrichtungen bzw. Peers aus den Zielgruppen/Lebenswelten, zur Strukturbildung und Vernetzung liegt vor (GKV-Spitzenverband, 2024).“ Nachhaltigkeit wird als ganzheitliches Prinzip verstanden, das die Bedürfnisse der heutigen Generation befriedigt, ohne zukünftige Generationen zu gefährden. Dabei werden ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt. Ein umfassendes Konzept integriert Nachhaltigkeit in den gesamten Gesundheitsförderungsprozess und geht über die bloße Verstetigung und Dauerhaftigkeit der Maßnahme hinaus. Das Konzept verbindet Aspekte der gesundheitlichen Chancengleichheit mit Klimaund Umweltgerechtigkeit und bezieht relevante Akteur:innen in die Umsetzung ein. Nachhaltigkeit wird u.a. durch die Entwicklung von strukturellen Veränderungen, partnerschaftlichen Netzwerken und weiterführenden Initiativen sichergestellt. Vorbereitung einer nachhaltigkeitsorientierten Umsetzung 4 Kooperative Verstetigung im Sinne planetarer Gesundheit Systemische Resilienz und kontinuierliche Weiterentwicklung Mehrdimensionale Nachhaltigkeitsanalyse 1 2 3
32 Eine Präventionsinitiative von BARMER und KLUG Literatur Deutsche Industrieund Handelskammer. (o.D.). Neue Nachhaltigkeitsberichterstattung. https://www.dihk.de/de/ueber-uns/die-ihk-organisation/neuenachhaltigkeitsberichterstattung-93090 [15.09.2025]. Germanwatch e.V. (o.D.). Was ist der Handabdruck?. https://www.germanwatch.org/de/ handabdruck [15.09.2025]. GKV Spitzenverband. (2024). Leitfaden Prävention: Handlungsfelder und Kriterien nach § 20 Abs. 2 SGB V zur Umsetzung der §§ 20, 20a und 20b SGB V. Berlin: GKV-Spitzenverband. https://www.gkv-spitzenver-band.de/krankenversicherung/praevention_selbsthilfe_ beratung/praevention_und_bgf/leitfaden_praevention/leitfaden_praevention.jsp [15.09.2025]. Greer, S. L., Falkenbach, M. & Siciliani, L., et al. (2022). From Health in All Policies to Health for All Policies. The Lancet Public Health, 7(8), e718–e720. https://doi.org/10.1016/S24682667(22)00155-4 [15.09.2025]. Haines, A., McMichael, A. J. & Smith, K. R., et al. (2009). Public health benefits of strategies to reduce greenhouse-gas emissions: Overview and implications for policy makers. The Lancet, 374(9707), 2104–2114. https://doi.org/10.1016/S0140-6736(09)61759-1https:// pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19942281/ [15.09.2025]. Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) (2019). Global Warming of 1.5°C: An IPCC Special Report on the impacts of global warming of 1.5°C above pre-industrial levels and related global green-house gas emission pathways, in the context of strengthening the global response to the threat of climate change, sustainable development, and efforts to eradicate poverty. https://www.ipcc.ch/sr15/ [15.09.2025]. Klatt, A., Grehl, C. & Eberle, U., et al. (2024). Nachhaltige Ernährung konkret: Mit den neuen Empfehlungen der DGE auch für die „planetare Gesundheit“ sorgen. Umweltbundesamt. https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/nachhaltige-ernaehrung-konkretdenneuen [15.09.2025]. Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit. (2021). Kriterien für gute Praxis der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung. 4. Auflage, Stand Juli 2021. https://shop.bioeg.de/kriterien-fuer-gute-praxis-der-soziallagenbezogenengesundheitsfoerder-61411002/ [15.09.2025]. Wabnitz, K., Ende, M. & Otto, H., et al. (2025). Eine Analyse des Handlungsrahmens von Krankenund Pflegekassen hinsichtlich planetarer Gesundheit. https://cphp-berlin.de/wpcontent/ uplo-ads/2025/06/CPHP_ Analyse_01-2025.pdf Whitmee, S., Green, R. & Belesova, K., et al. (2024). Pathways to a healthy net-zero future: report of the Lancet Pathfinder Commission. The Lancet, 403(10421), 67-110. https://doi. org/10.1016/S0140-6736(23)02466-2 [15.09.2025]. Willett, W., Rockström, J. & Loken, B., et al. (2019). Food in the Anthropocene: the EAT–Lancet Commission on healthy diets from sustainable food systems. The Lancet, 393(10170), 447492. https://doi.org/10.1016/S0140-6736(18)31788-4 [15.09.2025]. Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) (2011). Welt im Wandel: Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation. https:// www.wbgu.de/de/publikationen/publikation/welt-im-wandel-gesellschaftsvertrag-fuereine-grosse-transformation [15.09.2025]. Wissenschaftlicher Beirat Globale Umweltveränderungen (WBGU) (2023). Gesund leben auf einer gesunden Erde. https://www.wbgu.de/fileadmin/user_upload/wbgu/publikationen/ hauptgutachten/hg2023/pdf/wbgu_hg2023.pdf [15.09.2025].
33 Eine Präventionsinitiative von BARMER und KLUG Impressum © CPHP, 2025 Alle Rechte vorbehalten Centre for Planetary Health Policy Körberlesteig 16, 13156 Berlin Das CPHP ist eine unabhängige Denkfabrik, die zu Gesundheitspolitik und globalen Umweltveränderungen arbeitet. Zitationsvorschlag: von der Haar, A., Otto, H., Ende, M., Wabnitz, K., Weis, J. (2025). Stufenmodell zur Integration von planetarer Gesundheit in Aktivitäten der Gesundheitsförderung und Prävention. https://cphp-berlin.de/ wp-content/uploads/2025/11/CPHP_ Stufenmodell_12-2025.pdf CPHP-Publikationen unterliegen einem dreistufigen internen Überprüfungsverfahren und geben die Auffassung der Autor:innen wieder. [email protected] www.cphp-berlin.de Gefördert durch:
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