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Otto von Zwiedineck-Südenhorst

Albrecht, Gerhard

Abstract

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Full text

Alb ech , Ge ha d A icle O o on Zwiedineck-Südenho s Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Alb ech , Ge ha d (1959) : O o on Zwiedineck-Südenho s , Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 79, Iss. 3, pp. 1-11, h ps://doi.o g/10.3790/schm.79.3.1 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/290922 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. 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E woll e seine Schwes e , die do ho nungslos e k ank da niede lag, noch einmal wiede sehen — e woll e do , wo e gebo en wa , seine Jugend e leb und seine S udienjah e e b ach ha e, wo das Haus seine El e n s eh , e woll e in seine Heima , de e imme die T eue bewah ha , die müde gewo denen Augen schließen. Im G aze Diakonissenheim is e in den Sonn agmo gens unden des 4. Augus nach o ausgegangenen Tagen schme z ollen Leidens im sechsundach zigs en Jah eines on un- e müdliche A bei im Diens e de Wissenscha e üll en Lebens ied- lich en schla en. Sein le z e Gang, die Heimkeh on de S ä e en scheidenden Wi kens und g öß e E olge in das Jugendland de e s en An änge, und das einsame S e ben des sei Jah en on schwe s en Leiden und iel Leid gezeichne en Mannes ha e was E g ei endes — und doch, so schein es dem, de in seinen le z en Lebensjah en o in e au em F eundesgesp äch mi ihm übe das, was ihn zu ie s beweg e — quäl e und beglück e — gesp ochen ha , wa es die seinem Menschen um, seinem inne s en Wesen, das nach Einkeh und S ille e lang e, gemäße A des Abschiedes on diese E de. Von seinen F eunden und Ve eh e n haben nu ganz wenige ihm das le z e Gelei geben können, de g oßen Zahl seine F eunde und Schüle wa das e weh , weil die schme zliche Bo scha sie e s e - eich e, nachdem sich das G ab übe den s e blichen Res en des e - eh en Mannes geschlossen ha e. Sie wissen es de Fakul ä , de de Heimgegangene so iele Jah e angehö ha e, Dank, daß sie sie zu diese Gedenks unde nach München ge u en ha , um hie an de S ä e seines ün undd eißigjäh igen Wi kens noch einmal das Bild des g oßen * Gedenk ede, gehal en in de on de S aa swissenscha lichen Fakul ä de Ludwig-Maximilians-Uni e si ä München am 24. 2. 1959 e ans al e en Gedäch nis- eie ü O o . Zwiedineck-Südenho s . Schmollen Jah buch 79, 3 1 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.79.3.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:27:29 2 Ge ha d Alb ech [258 Geleh en, des g oßen Menschen, des Leh e s und F eundes in sich lebendig we den zu lassen1. Das wissenscha liche Lebenswe k O o . Zwiedinecks is das E - gebnis eine ungewöhnlich ielsei igen Fo schungsa bei . Es is da um, zumal sich en scheidende Elemen e seines Gesam we kes in eine g o- ßen Zahl wei e s eu e Einzels udien und Gelegenhei sa bei en inden2, nich leich , ihm mi den wenigen Wo en, ü die eine ku ze Gedenks unde Gelegenhei bie e , ge ech zu we den. Vielleich inde sich ü den Ve such, wenigs ens in den g oßen Um issen das Bild de wissenscha lichen Pe sönlichkei . Zwiedinecks es zuhal en, ein gu e Lei gedanke in dem Wo , mi dem e einmal Johann Hein ich . Thünens wissenscha liche Bedeu ung umsch ieben ha 3. Diese habe seinen Rang in de Wi scha swissenscha nich du ch ein geschlossenes Sys em, sonde n mi de Ve ie ung einzelne heo e ische G undp obleme und du ch seine Me hodik gewonnen, . Zwiedineck ha mi diesem Wo e wohl auch seine eigene S ellung im Fach und zugleich seine Au assung on de e wünsch en A bei s- weise des Sozialwissenscha e s kennzeichnen wollen: mi s e s wache Selbs besinnung sich um die dem so ielschich igen und his o isch wan- delba en Fo chungsobjek adäqua e Me hode zu Klä ung seine G undp obleme zu bemühen. E hä e seine Cha ak e isie ung de Be- deu ung . Thünens noch du ch den Hinweis au dessen Bemühungen um die soziale F age e gänzen können, die ih en eine Mahnung an die Nachwel bedeu enden Ausd uck in de E üllung seines Wunsches ge- unden haben, seinem G abs ein die on ihm en wickel e Fo mel ü den ge ech en Lohn einzumeißeln — womi e auch den d i en Haup - bes and eil des eigenen Lebenswe kes bezeichne hä e. Alle dings ha . Zwiedineck in seine als Leh we k abge aß en „Allgemeinen Volkswi scha sleh e" auch ein höchs eind ucks olles „geschlossenes" wi scha swissenscha liches „Sys em" hin e lassen, und siche is seine wissenscha liche Leis ung auch in K eisen des 1 Siehe des Ve . „O o . Zwiedineck-Südenho s zum Gedäch nis" in: Jah - büche ü Na ionalökonomie und S a is ik, Bd. 170, He 1/3 (1958), S. 5—42, und die Nach u e on We ne Mah in: Allgemeines S a is isches A chi 1957, He 3; Ka l Obe pa iei e in: Almanach de ös e eichischen Akademie de Wissenscha en, 107. Jg. (1957), Wien 1958; F ied ich Lü ge in: Jah buch de Baye ischen Akademie de Wisenscha en 1958; A. Ande son in: Re ue de l'Ins i u in e na ional de S a is ique, Vol. 25 (1957). 2 Die wich igs en je z zusammenge aß in: O o . Zwiedineck-Südenho s , Mensch und Wi scha . Au sä ze und Abhandlungen zu Wi scha s heo ie und Wi scha spoli ik. E s e Band. Be lin 1955. Ve lag on Duncke & Humblo . 440 S. (Zwei e Band in Vo be ei ung.) 3 Von de äl e en zu neue en Theo ie de poli ischen Ökonomie, in: Si zungs- be ich e de Baye ischen Akademie de Wissenscha en. Phil.-his . Klasse, Jg. 1951, He 5, Sei e 10. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.79.3.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:27:29 259] O o on Zwiedineck-Südenho s 3 Faches den meis en o allem du ch dieses seh gehal olle We k be- kann gewo den. Abe de ganze Reich um seine Fo schungsa bei , das übe sechs Jah zehn e sich e s eckende Ringen um die G und- p obleme de Sozialökonomie und um die Klä ung on G undau gabe und A bei s e ah en de sozialökonomischen Fo schung e schließ sich nu dem, de seinen wissenscha lichen Weg on seinen An ängen bis in die le z en Tage seines scha ens eudigen und a bei s eichen Lebens nachzusch ei en sich bemüh — was eilich in diese S unde nu eben angedeu e we den kann. Von den beiden en scheidenden Leis ungen . Zwiedinecks •— ab- gesehen on de au dem Gebie e de sozialen F age und de Sozial- poli ik, die, um ih ge ech zu we den, eine gesonde en Wü digung bedü e4 —, de A bei an de Au hellung und e ie en E kenn nis einzelne G undp obleme de Sozialökonomie und de Klä ung de ih e Au gabe angemessenen Me hode, kann de e s en hie nu mi einigen ku zen Hinweisen gedach we den. De g oßen Zahl on Bei- ägen zu sozialökonomischen Einzel agen, wie denen des P eises, des Lohnes, des Kapi als und des Zinses, des Ren enphänomens, des Geldes de Wi scha skonjunk u en, is die hellsich ige Wachsamkei gegen- übe den Ge ah en gemeinsam, die dem Fo sch i de E kenn nis on unk i ische Un e we ung un e he schende Leh meinungen d ohen. Man wi d kaum ehlgehen, wenn man in diese sou e änen F eihei on Au o i ä sabhängigkei , die alles ande e als Mißach ung de Lei- s ung ande e is 5, ielmeh aus einem inne en Zwang en sp ang, den sich ihm s ellenden P oblemen unbeein luß und nu sich selbs e - an wo lich au den G und zu gehen, eines de wesen lichen Me kmale de wissenscha lichen Pe sönlichkei . Zwiedinecks und das Geheim- nis seine E olge sieh . Wie bedeu sam diese Eigenscha ü den Fo sch i de Wi - scha swissenscha is , is jedem kla , de mi ih e Leh geschich e 4 Zusammen assende Hinweis bei G. Alb ech , a.a.O., S. 14/17. 5 Daß wissenscha liche E kenn nis übe haup und in besonde em Maße, wenn ih Objek , wie das de Wi scha swissenscha , eine s ändigem Wandel un e wo - ene und in ih e Ges al ung om höchs wandelba en menschlichen Willen abhän- gige Wi klichkei bilde , „nich ande s möglich is , als wenn jede au den Schul e n de e s eh , die o ihm au dem [be e enden] Gebie gea bei e haben, und allen denjenigen die Hand eich , die gleichzei ig an ihm a bei en" (so: „Vom Glauben md ande en I umsquellen in de heo e ischen Na ionalökonomie", in: Jah b. ü Na ionalökonomie und S a is ik, Bd. 160 [1944], S. 163, Anme kung 1), wa ü ihn selbs e s ändlich. Je nach dem Anlaß is e übe hebliche ode auch nu nachlässig- ku zsich ige Nich ach ung de Leis ungen wissenscha liche Vo läu e ode on Ve e e n ande e A bei s ich ungen mi au wallendem Zo n (so: Kausali ä ode Dogma ik in de Na ionalökonomie", in: Si zungsbe ich e de Baye . Akademie de Wissenscha en, Phil.-his . Ab ., Jg. 1943, He 9, München 1944) ode mi wa - nende Mahnung (so z. B.: „Typus und Gese z" in Z. . d. ges. S aa swissenscha , 109. Band, 3. He (1953), S. 385 .) en gegenge e en. 1* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.79.3.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:27:29 4 Ge ha d Alb ech [260 e au is . Meh ach ha sich in ih em Ve lau e de Vo gang abge- spiel , daß die wissenscha liche A bei on Jah zehn en so gu wie ganz in dem ein logischen, on ih em Wi klichkei sgegens ande los- gelös en Wei e bau an eine zu gegebene Zei konzipie en Theo ie ode einem ganzen Theo iensys em e schöp ha , ohne daß beme k ode doch beach e wu de, daß ih Ansa zpunk nich meh ode iel- leich soga übe haup nich genüg e, um ih e Au gabe, de E klä ung de e ände lichen Wi scha swel , ge ech we den zu können. Dies Schicksal haben die au Ad. Smi h's geniale Konzep ion zu ückgehende sogenann e klassische Leh e und die ös e eichische G enznu zenleh e ge eil , . Zwiedineck ha on seinen ühes en An ängen an diese Ge ah e kann und is ih begegne . E ha die übe kommenen Fo - schungswe kzeuge und die E gebnisse ih e Anwendung imme wiede au ih e Eignung und Gül igkei übe p ü . Diese k i ische Geis ha ihn be ähig , in eine g oßen Zahl on Einzelleh en de E kenn nis eine neue Wendung zu geben. Als besonde s uch ba haben sich seine bis ins Jah 1908 zu ück- gehenden p eis heo e ischen S udien6 e wiesen. Seine (und die einige ande e Au o en) damals noch du ch den Kamp um den Objek i is- mus und den Subjek i ismus in de We heo ie übe scha e e E - kenn nis, daß es ein absolu es P eise klä ungsp inzip, k a dessen monokausal jede beliebige P eis zu jedem beliebigen Zei punk nach einem allgemeingül igen Gese z seine E klä ung zu inden e mag, nich gib , wede im Sinne de au den G undlagen de Klassike ußen- den Ve ech e de objek i en, noch in dem de au dem Boden de G enznu zenleh e s ehenden Ve e e de subjek i en We leh e, — diese E kenn nis bedeu e e die Ze s ö ung des bishe allgemein als un- ums ößlich gel enden we heo e ischen Fundamen es de Wi scha s- heo ie. An seine S elle se z e e die dynamische Be ach ung de nach Gü e a en und Ma k eigen ümlichkei en äuße s iel äl igen P eisbil- dungs o gänge. Das ü die Kon inui ä de P eisen wicklung maß- gebende P eisbeha ungs e mögen beg ünde e e als Sonde all des on ihm so benann en T äghei sgese zes des Ve keh s. Die in de Zei seine wissenscha lichen An änge wei gehend he schende subjek i- is isch-psychologische We heo ie de ös e eichischen Schule wide - leg e e in ih em Ansp uch, Ausgangspunk und Fundamen de Deu- ung des gesam en Wi scha sgeschehens zu sein, mi dem Nachweis, daß „das [ih e G undlage bildende] wi scha liche Wollen66 und die ihm zug unde liegende subjek i is ische Nu zenschä zung „eine kau- sale Wi kung . . . de übe g ei enden Bedeu ung le z o he gegangen 6 Siehe o allem: K i isches und Posi i es zu P eisleh e. I. Subjek i ismus und Objek i ismus in de P eisleh e. II. Theo e isch e nachlässig e P eisbes immungs- g ünde, in: Z. . d. ges. S aa swissenscha , Bd. 64 (1908) und Bd. 65 (1909). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.79.3.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:27:29 261] O o on Zwiedineck-Südenho s 5 ne mäch igs e P eisphänomene", also eben nich subjek i e Ta - bes ände, is , mi hin nich au onomes E klä ungsp inzip sein kann. Mi de E kenn nis de auße o den lichen Viel al de ak ischen Be- dingungen de P eisbildungs o gänge, die an S elle gedanklich ge- se z e Ideal o s ellungen den Ausgangspunk jede ealis ischen P eis- leh e zu bilden habe, ha e den Weg o ausgewiesen, au dem diese sei he gegenübe ih en so lange nachwi kenden An ängen ein on G und au e ände es Ausehen angenomen und imme meh zu wi k- lichkei snahen ode doch -nähe en Einsich en ge üh ha . Schon in seinen ühes en p eis heo e ischen A bei en ha . Zwie- dineck — hie mi eines de Fundamen e des Keynesschen Leh gebäu- des o wegnehmend — dem Einkommen und seine Ve eilung die Be- deu ung de en scheidenden Komponen e des Wi scha sp ozesses als de G öße zugesp ochen, in de die ihn bewegende und e ände nde P imä k a ih en U sp ung ha . Mi dem Nachweis des bes immenden Ein lusses de Einkommensges al ung und -Ve wendung au den Geld- we und seine Ände ungen ha e de in einsei ige Übe schä zung des Geldmengen ak o s be angenen Geldwe heo ie eine neue Wen- dung gegeben7. Mi seinem aus de wi scha s heo e ischen Diskussion in de Zei de g oßen Wi scha sk ise zu An ang de 30e Jah e he - o gegangenen Gese z de zei lichen Einkommens olge8 ha e einen wich igen und wei hin ane kann en Bei ag zu Konjunk u heo ie ge- leis e , dem g öß e Bedeu ung ü die in jüngs e Zei imme e olg- eiche en konjunk u poli ischen, konjunk u ausgleichenden Bemühun- gen zukomm . Allen A bei en . Zwiedinecks, die „de Ve ie ung einzelne heo- e ische G undp obleme46 gewidme sind, is ein on einem Teil de gegenwä ig o he schenden heo e ischen Behandlung und Da s el- lung wi scha liche P obleme g undlegend abweichende Cha ak e eigen. Sie weisen — abgesehen on de auch dem Wi scha sp ak ike e s ändlichen Da s ellung seine Gedanken — das on ihm selbs gelegen lich mi de Fo mel „ ac s and in e ences"9 gekennzeichne e Me kmal au . Das heiß : imme is es ihm um die E assung de Zu- sammenhänge de wi scha lichen Wi klichkei und ih e kausale E - klä ung, nich um eine aus eine bes imm en Idee on ih deduzie e heo e ische Kons uk ion zu un; imme bilde das Bemühen, übe diese Wi klichkei mi ih en an bes imm en E scheinungen und Vo - 7 Die Einkommensges al ung als Geldwe bes immungsg und, in: Schmolle s Jah buch, Neue Folge XXXIII (1909), S. 131 . 8 Die A bei slosigkei und das Gese z de Einkommen olge, in: Wel wi scha - liches A chi , Bd. 34 (1931), He 2. 9 O enba im Anschluß an Joseph Schumpe e , de hie mi G. Schmolle s (und Ma shalls) Ve ah ensa kennzeichne ; siehe Schumpe e , „Gus a . Schmolle und die P obleme on heu e", in: Schmolle s Jah buch, 50. Jg. (1926), 1. Halb-Bd., S. 387. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.79.3.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:27:29 6 Ge ha d Alb ech [262 gängen des Tages sich o enba enden P oblemen und übe die ih zu- g undeliegenden K ä e sich olle Rechenscha abzulegen, den Aus- gangspunk ih e heo e ischen Du chd ingung. Au diesen Weg haben . Zwiedineck schon die e s en Sch i e seine wissenscha lichen En wicklung ge üh . E ha sein (ju is isches) S udium Ende de 80e Jah e in G az begonnen und hie mi nu ku - ze Un e b echung, die ihn ü ein Semes e nach Heidelbe g üh e, beende . In seinen G aze S udienjah en wa e , de His o ike sohn, mi den sozialen und wi scha lichen P oblemen zue s du ch die on ihm gehö en ech sgeschich lichen und die on Richa d Hildeb and, dem Sohn des Mi beg ünde s de his o ischen Schule de Na ionalöko- nomie B uno Hildeb and, im Sinne diese Schule gehal enen olks- und inanzwi scha lichen Vo lesungen in Be üh ung gekommen. Spä e ha e seine S udien in Leipzig, o allem bei Ka l Büche und dem S a is ike Hasse, e gänz ; das ha sein In e esse ü die his o ische Be ach ungsweise wi scha liche F agen e s ä k und ihn zugleich mi dem wich igen und on ihm Zei seines Lebens gep leg en und wis- senscha lich wei e en wickel en Mi el empi ische Sozial- und Wi - scha s o schung, de S a is ik, bekann gemach . Hie ha e auch — in Büche s Semina — die An egungen ü eine Reihe kleine e wis- senscha liche Un e suchungen emp angen, de en Gegens and o allem mi els ands- und sozialpoli ische Einzel agen bilden; ihnen komm ü sein Gesam we k Bedeu ung als Vo s udien ü seine 1911 e schienene „Sozialpoli ik" zu, mi de e eine de Beg ünde diese Sonde disziplin im Be eiche de Sozialwissenscha en gewo den is . Daß e abe die nu his o ische Fo schung au dem Gebie e de Sozial- und Wi scha swissenscha en10 ü unzu eichend hiel , läß schon seine e s e g oße A bei übe Lohnpoli ik und - heo ie11 e ken- nen, die als Habili a ionssch i bei Hildeb and au Ablehnung s ieß, weil sie sich nich an dessen An o de ung ein his o ische Un e - suchungsme hoden hiel , dagegen in Wien, de Me opole de G enz- nu zen heo ie — de . Zwiedineck ablehnend gegenübe s and — be- ei willige Annahme and, obwohl sie keineswegs ein heo e ischen Cha ak e ug. De als Außensei e , als inzwischen in de S aa s- und Wi scha s e wal ung e p ob e Ju is , zu wissenscha lichen Na io- nalökonomie Gelangende such also und inde on o nhe ein seinen 10 S e s ha . Zwiedineck sdiä s ens zwischen de Wi scha sgeschich e als Teil- disziplin de Geschich swissenscha und his o ische Na ionalökonomie un e schieden. Es sei besonde s au die im Sch i en e zeichnis in den Jah büche n ü Na . u. S a . (Bd. 170, He 1/3, 1958, S. 38 .) übe sehene Abhandlung „Gus a on Schmolle s Gewe bepoli ik", in: Schmolle s Jah b. 62. Jg. (1938), II. Halb-Bd., S. 130 (neben ielen ande en S ellen) hingewiesen. Siehe auch G. Alb ech , a.a.O., S. 30 . 11 Lohnpoli ik und Lohn heo ie mi besonde e Be ücksich igung des Maximal- lohnes, Leipzig 1900. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.79.3.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:27:29 263] O o on Zwiedineck-Südenho s 7 eigenen Weg. E beginn seine wissenscha liche A bei un e dem Ein- luß de einen de damals das Fach behe schenden Schulen, de his o- ischen; e e lieg ihm abe nich . E p ü zugleich mi k i ischem Blick die ande e damals he schende, die heo e ische G enznu zenschule, und e lehn sie ih es speziellen Ausgangspunk es und Ve ah ens wegen ab. E e wi nich nu ih en psychologischen Subjek i ismus als le z en E klä ungsg und de die zen alen P obleme de Sozialwi - scha sleh e da s ellenden P eisbildungs- und Ve eilungs o gänge, sonde n auch ih e unk ional- und gleichgewich s heo e ische, mi hin s a ische P oblems ellung. Ih g undlegendes Anliegen abe , Wi - scha swissenscha heo e isch zu be eiben, e kenn e an, gib ihm jedoch die Wendung zu kausal heo e isch-dynamischen F ages ellung. Die Wi scha s heo ie ha hie nach die Au gabe, die wi scha lichen E scheinungen und Vo gänge de Ve gangenhei und Gegenwa in ih em o daue nden Wandel kausal zu e klä en. Das en scheidende Ve diens de his o ischen Schule sah . Zwie- dineck — abgesehen on den his o ischen Einsich en an sich, die sie e mi el — in einem doppel en Diens , den sie de Theo ie geleis e ha : diese au den Boden de Wi klichkei , den sie mi den on ih gese z en Ap io is e lassen ha e, zu ückge üh und sie on de He - scha des Dogmas, on de no ma i en Wegbes immung be ei zu haben. Hie nach is es beg ei lich, daß e mi besonde e He igkei eagie e, als in den ü die Wissenscha übe haup und in besonde em Maße ü die Sozialwissenscha en so k i ischen Jah en des o ali ä en Regimes in Deu schland diese bedeu sams e Fo sch i in de En - wicklung de Sozialökonomie, ih e En dogma isie ung, e neu in F age ges ell wu de. Die beiden bedeu enden Abhandlungen aus dem Jah 194412, in denen das geschah, indem e sich1 u.a. gegen die on eine G uppe on Sozialwissenscha e n e e ene These wand e, die Sozial- ökonomie habe bis in die Theo ie hinein poli isch zu sein, sind das ihn in hohem Maße eh ende We k eines Mannes, de es ü seine heilige P lich e ach e ha , ohne Fu ch und in unbeugsam au ech e Hal ung die Wü de de Wissenscha gegenübe de ih angesonnenen Un e - we ung un e den Mach sp uch poli ische Usu pa o en zu e e en. Als de Wissenscha allein gemäße Übe zeugungsg ünde e moch e e als Sozialwissenscha e nu solche anzue kennen, die auße halb seine , des Fo sche s, selbs , die ielmeh in dem, was ihm als Objek gegen- übe s eh , zu suchen sind. Fü den Wi scha swissenscha e sind das die e ah ba en Fak en des Wi scha slebens, wie sie ihm die Wi - 12 „Kausali ä ode Dogma ik in de Na ionalökonomie", a.a.O., und „Vom Glau- ben und ande en I umsquellen in de heo e ischen Na ionalökonomie", a.a.O. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.79.3.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:27:29 8 Ge ha d Alb ech [264 scha sgeschich e, die S a is ik und die un o eingenommene Beobach- ung de Gegenwa se scheinungen und -Vo gänge lie e n. Nu on diese A de Übe zeug hei , nich abe de des poli isch ode in ande e Weise Gläubigen, nu on dem kausal-logischen Denken, nich abe on eine ande en, höhe en Fo m des Wissens und de Gewißhei kann e wa e we den, daß die ih zug unde liegenden G ünde bzw. die ihm eigene Bes imm hei du ch das Objek nich nu den Fo sche selbs , sonde n auch ande e und möglichs alle, die Wah hei wollen, übe zeugen13. Die Au hellung de in dem einwand ei e aß en Ta sachenma e ial o liegenden, meis übe aus komplizie en Zusammenhänge und u - sächlichen Ve knüp ungen is dann die no wendige heo e ische E - gänzung de o ausgegangenen his o isch-empi ischen A bei . Sie ha zu Vo bedingung die e kenn nis heo e isch gesiche e E assung des die Wi scha swissenscha , die ih Realobjek mi dem au das wi - scha liche Geschehen ausge ich e en Teil de Geschich swissenscha gemeinsam ha , kons i uie enden Elemen es und dami de speziellen wi scha swissenscha lichen F age- und P oblems ellung. Obwohl die A des Zusammenwi kens de g oßen Zahl de Wi scha ssubjek e, die aus ihm bes ehenden ealen Wi scha szusammenhänge s ändigem Wandel, o allem nach den geschich lich! wechselnden ech lichen, so- zialen und poli ischen Gegebenhei en, un e wo en sind, lieg ihnen doch das einhei liche G undphänomen zug unde, aus dem sich die F ages ellung de de Klä ung dienenden sozialökonomischen Wissen- scha e gib : „wie aus de g oßen und imme g öße we denden Zahl on Einzelwi scha splänen und ih e Ve olgung doch ein im wesen - lichen kon inuie liche P ozeß de He s ellung eines Einklanges zwi- schen Beda und Deckung in knappen Gü e n e eich wi d"14. Mi diese F ages ellung is Au gabe und Inhal de heo e ischen Na ional- ökonomie gegeben. Sie beding keine einhei liche und un e allen ge- schich lichen Bedingungen in gleiche Weise gül ige An wo , ielmeh is mi de du ch den Wandel de ech lichen und sozialen G undlagen des wi scha lichen Geschehens beding en „Mannig al igkei de E - ah ungsobjek e auch die Viel al heo e ische Au gaben und Lösun- gen gegeben". Hie du ch un e scheide sich . Zwiedinecks heo e isches Anliegen on allen jenen heo e ischen Sys emen, de en G undlage und Ausgangspunk eine absolu , übe Zei und Raum un e ände lich gül- ige Anschauung om sozialen Kosmos und seine Ges al ung bilde , wie die seine na u ech lichen ode als o d e na u el gegebenen Be- s imm hei ode die on de p äs abilie en Ha monie ode on de „daseins ich igen" poli ischen O dnung. 13 Kausali ä ode Dogma ik, a.a.O., S. 97/99. 14 Vom Glauben, a.a.O., S. 136. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.79.3.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:27:29