Geldmarkt und Geldmarktkonzepte
Abstract
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Full text
Deppe, Hans-Die e
A icle
Geldma k und Geldma k konzep e
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Deppe, Hans-Die e (1980) : Geldma k und Geldma k konzep e, K edi und
Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 13, Iss. 3, pp. 289-322,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.13.3.289
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Geldma k und Geldma k konzep e*
Von Hans-Die e Deppe, Gö ingen
Mi den nachs ehenden Aus üh ungen wi d die F age eine zweck-
mäßigen E assung und Abg enzung des Geldma k s de Bundes epu-
blik Deu schland disku ie . Diese F age ha ge ade in neue e Zei
du ch eine Reihe on Publika ionen mi 'di e gie enden Au assungen
zum Geldma k konzep sowie in olge g a ie ende Ve ände ungen im
Geldma k geschehen des Inlands ( o allem sei F ühjah 1973) beson-
de e Ak uali ä e hal en. Quan i a i es Ausmaß und quali a i e Be-
deu ung de Geldma k ansak ionen sind einmal aus de Sich de
Poli ik de Deu schen Bundesbank sowie zum ande en aus de Sich
einzelne Bankbe iebe — nich zule z auch im Hinblick au de en
Exis enz ähigkei — en scheidende Komponen en. Dabei e scheinen die
Geldma k geschä e iel ach als Vo gänge eine dualis ischen Mischung
hohei liche Ak ionen mi geld- und k edi poli ische Ziel ich ung und
als E gebnis un e nehme ische En scheidungen mi ein be iebswi -
scha lichem Zweck. Abg enzung und' inhal liche Diskussion des Geld-
ma k s e dienen dahe angesich s einande noch imme gegenübe -
s ehende un e schiedliche Geldma k konzep e wei e hin wissenscha -
liche Au me ksamkei .
I. De ini ionen des Geldma k s im Sch i um
1. Un e schiedliche Au assungen als Ausgangspunk
Nach B ehme 1 „wi d im Be eich des ökonomischen Sch i ums wohl
mi keinem Wo so iel Mißb auch ge ieben wie ge ade mi dem
Beg i Geldma k ". Auch meh als zehn Jah e nach dem E scheinen
de 2. Au lage seine beme kenswe en A bei , die e mu lich nach-
* Nachd uck mi eundliche Genehmigung des Au o s und Ve lages aus:
Un e nehmen und Gesellscha . Fes sch i zum 75. Gebu s ag on Wilhelm
Hasenack, He ne/Be lin 1976.
1 E. B ehme , S uk u und Funk ionsweise des Geldma k es de Bundes-
epublik Deu schland sei 1948. Zugleich eine heo e ische G undlegung ü
Geldmä k e im allgemeinen (Kiele S udien, Bd. 65, h sg. on E. Schneide ),
2. Au l., Tübingen 1964, S. 3.
19 K edi und Kapi al 3/1980
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290 Hans-Die e Deppö
hal ig die Beg i sbes immung des Geldma k s in de deu schen Li e-
a u in eine seh engen, au Ges ick2 zu ückgehenden Fassung ixie
ha , is die Beg i s iel al e wi end, de Dissens zwischen aus-
gewiesenen Wissenscha le n auch ü den Eingeweih en zunächs
e s aunlich. Die g oße wissenscha liche Diskussion de Nachk iegszei
ha in übe ün undzwanzig Jah en eine Fülle e diens olle Publika-
ionen zum Geldma k he o geb ach , die sich du chweg auch mi den
seh wich igen Abg enzungs agen be assen.
Die dami einhe gehende Viel al de Beg i e e schein au den
e s en Blick als Sp ach e wi ung; diese Sach e hal soll e abe heu e
nich mi dem we beladenen Te minus „Mißb auch" bezeichne we -
den, sonde n es is in Übe eins immung mi de Wissenscha s heo ie
die Zweckmäßigkei zum K i e ium de P ü ung einzelne Geldma k -
konzep e zu machen3. Ziel de P ü ung muß dahe o allem sein,
einzelne Geldma k konzep e de Li e a u als „zweckmäßig" ode „un-
zweckmäßig" zu Analyse und Lösung zen ale , on Theo ie und
P axis ane kann e F ages ellungen zu beu eilen. Dabei kann es du ch-
aus sein, daß sich ü e schiedene F ages ellungen auch un e schied-
liche Geldma k konzep e als besonde s b auchba anbie en und daß da-
mi de „eine" Geldma k beg i , de B ehme o enba o schweb ,
nich gene ell zu e wa en is .
Wenngleich gegenwä ig im allgemeinen Einigkei in de Li e a u
he sch , un e dem Geldma k einen Ma k ü ku z is iges Geld
zu e s ehen, sind die Au assungen übe wich ige De ails un e schied-
lich, so z. B. übe
— Zwecke on Geldma k geschä sabschlüssen,
— K eis de Ma k eilnehme (z. B. K edi ins i u e, Zen albanken
e c.),
— K eis de einzubeziehenden T ansak ions o men (K edi e, Geld-
ma k papie e e c.)
2 H. Ges ick, K edi und Spa en, 3., du chgesehene Au l., h sg. on W.
Eucken, Düsseldo und München 1957 [Die 1. Au l. e schien 1944 als He 6
de „P obleme de heo e ischen Na ionalökonomie"], S. 59: „Denn de Geld-
ma k is in de Ta nich s wei e als das gegensei ige Aus auschen on
Reichsbankgeld-Übe schüssen und -Fehlbe ägen de Banken [d. h. de K e-
di ins i u e], un e einande , sei es au dem K edi wege, sei es du ch An-
und Ve kau geldma k ähige Ti el." [Im O iginal ku si ]
3 Das be on mi Rech auch: M. Hein, Die in e na ionalen Geldma k -
geschä e wes deu sche Banken (Wi scha liche Abhandlungen, H. 23, h sg.
on E. Kosiol und A. Paulsen), Be lin 1966, S. 12.
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Geldma k und Geldma k konzep e 291
und
— Ma k gebie sowie A und Zusammense zung de Teilmä k e des
Geldma k es.
Da sich die un e schiedlichen Au assungen bis in die jüngs en Publi-
ka ionen üh ende Fach Ve e e o se zen, kann mi hin die Fes -
s ellung on B ehme heu e nich meh ungep ü übe nommen we -
den, man be inde sich mi de engen De ini ion on Ges ick („Handel
mi Zen albankgeld un e K edi ins i u en auße halb de Zen al-
bank"4) „im Lage de mode nen Geld- und K edi heo ie"5.
2. Ve such eine O ien ie ungshil e
Zu e s en O ien ie ung übe die gegensä zlichen Au assungen in
de Li e a u zum Geldma k is es zweckmäßig, on eine ech glo-
balen Klassi izie ung de Quellen auszugehen. Dabei sollen — mi allen
Vo behal en gegenübe einem aus didak ischen G ünden gewähl en
g oben Ras e — d ei Fassungen on Geldma k de ini ionen un e schie-
den we den:
1. eine enge Fassung,
2. eine mi le e Fassung und
3. eine wei e Fassung.
Un e de engen Fassung we den hie die Gelidma k konzep e e -
s anden, die den Geldma k au den Handel mi Zen albankgeld un e
K edi ins i u en auße halb de Zen albank besch änken. Au eine ein-
gesch änk e Va ian e diese engen Fassung wi d in Übe sich 1 hin-
gewiesen.
Un e de mi le en Fassung we den hie die Geldma k konzep e
e s anden, die zum Geldma k den Handel mi Zen albankgeld un e
K edi ins i u en und da übe hinaus solche T ansak ionen zwischen
K edi ins i u en und Zen albank echnen, die mi sogenann en „geld-
ma k ähigen Papie en" (z. B. Scha zwechseln und un e zinslichen
Scha zanweisungen) ollzogen we den. Eine Va ian e diese mi le en
Fassung bezieh auch gewöhnliche Wechsel ediskon - und We papie -
lomba dk edi e bei de Zen albank mi ein ( gl. dazu Übe sich 1).
4 E. B ehme , a.a.O., S. 3.
5 Ebenda.
19*
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292 Hans-Die e Deppe
Übe sich 1: Geldma k konzep e und ih e cha ak e is ischen Me kmale
Me kmale Enge Fassung^)
Konzep e
Mi le e Fassung*») Wei e Fassung
Zweck de
Geldma k -
abschlüsse
Ausgleich o -
übe gehende Li-
quidi ä sdi e-
enzen un e
K edi ins i u en
du ch Um e -
eilung o han-
dene Zen al-
bankgeldbes än-
de de K edi -
ins i u e
Ausgleich o -
übe gehende
Liquidi ä sdi e-
enzen un e
K edi ins i u en
du ch Um e -
eilung o han-
dene Zen al-
bankgeldbes än-
de de K edi -
ins i u e und Ve -
minde ung ode
E höhung de
Zen albankgeld-
bes ände de
K edi ins i u e
du ch Übe nahme
bzw. Abgabe
geldma k ähige
Papie e on de
bzw. an die Zen-
albank du ch
K edi ins i u e
Ku z is ige
K edi gewäh ung
alle A
K eis de
Ma k -
eilnehme
Ausschließlich
K edi ins i u e K edi ins i u e
und Zen albank K edi ins i u e,
Zen albank und
Nich banken
Einzu-
beziehende
T ans-
ak ions-
o men
Handel mi Zen-
albankgel'd un-
e K edi ins i u-
en du ch Geld-
handelsk edi e
und An- und
Ve kau geld-
ma k ähige
Papie e im be-
ach e en Ma k -
gebie e
Handel mi Zen-
albankgeld
un e K edi -
ins i u en du ch
Geldhandels-
k edi e und geld-
ma k ähige
Papie e sowie
T ansak ionen zu
Regulie ung de
Zen albankgeld-
bes ände de
K edi ins i u e
du ch Übe nahme
ode Abgabe geld-
ma k ähige
Papie e on de
und an die Zen-
albank im be-
ach e en Ma k -
gebie b)
Ku z is ige
K edi gewäh un-
gen alle A im
jeweils be ach e-
en Ma k gebie
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Geldma k und Geldma k konzep e
Übe sich 1 (Fo se zung)
293
Enge Fassunga)
Konzep e
Mi le e Fassungb) Wei e Fassung
Ma k gebie : In-
ländische Geld-
ma k Wes -
deu schlands
Teilmä k e:
Tagesgeldma k ,
Te mingeld- _
ma k , P i a -
diskon ma k ,
Ma k de üb igen
geldma k ähigen
Papie e, sowei
un e K edi -
ins i u en gehan-
del
Ma k gebie : In-
ländische Geld-
ma k Wes -
deu schlands
Teilmä k e:
Tagesgeldma k ,
Te mingeld-
ma k , Mä k e
alle geldma k -
ähigen Papie e
Ma k gebie : In-
ländische Geld-
ma k , in e -
na ionale Geld-
mä k e und
na ionale auslän-
dische Geld-
mä k e
Teilmä k e:
Mä k e ü ku z-
is ige K edi e
alle A , z. B.
Geldma k un e
Banken, ku z-
is ige K edi -
mä k e zwischen
Banken und
Nich banken
a) Eine eingesch änk e Va ian e diese engen Fassung echne die allgemein als
Geldma k papie e ane kann en Scha zwechsel und un e zinslichen Scha zanweisungen
nich zu den Geldma k papie en, weil sie in Wes deu schland nich un e K edi ins i u-
en gehandel we den. Nu P i a diskon en sind in diese engs en Va ian e Geld-
ma k papie e (nach K. Scheidl, A . Geld- und Kapi alma k und Be ieb, in: Hand-
wö e buch de Be iebswi scha , 4. Au l., h sg. on E. G ochla und W. Wi mann,
Bd. I, S u ga 1974).
b) Eine e wei e nde Va ian e zu diese mi le en Fassung echne zu den Geldma k -
ansak ionen zusä zlich auch gewöhnliche Wechseldiskon - und We papie lomba d-
k edi e de Bundesbank an die K edi ins i u e (H. Lip e , De Geldma k mi Eu o-
geldma k , 8. Au l., F ank u a. M. 1975, S. 23; on de 1. Au lage bis zu 7. Au lage
1970 wi d diese e wei e nde Va ian e on H. Lip e nich e e en).
Un e de wei en Fassung we den hie die Geldma k konzep e e -
s anden, die un e den Geldma k alle ku z is igen Geldgeschä e
echnen und als cha ak e is ische Me kmale neben den K edi ins i u en
auch die Zen albank und die Nich banken als Ma k pa ne einbe-
ziehen: Geldma k als Pendan zum Kapi alma k .
Die d ei Fassungen sind dami zunächs g ob skizzie . Um eine
leich übe schauba e Gliede ung ih e wich igs en kennzeichnenden
Me kmale ü die wei e e Diskussion zu gewinnen, emp iehl es sich,
jede Fassung die zu o genann en ie K i e ien: Zwecke, Ma k eil-
nehme , T ansak ions o men und Ma k gebie mi Teilmä k en zuzu-
o dnen. Dami e gib sich das Ge üs ü Übe sich 1, die pädagogisch
e kü zend einen e s en Übe blick zum sachlichen Inhal de d ei
un e schiedlichen und im olgenden zu e ö e nden Geldma k assungen
geben soll.
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294 Hans-Die e Deppe
a) Die enge Fassung des Geldma k beg i s und ih e Beu eilung
Diese u. a. au Ges ick und B ehme 6 zu ückzu üh ende De ini ion
besag , „daß un e dem Geldma k nich s ande es e s anden we den
soll als de Handel mi Zen albankgeld un e K edi ins i u en auße -
halb de Zen albank, und1 zwa au dem K edi weg ode du ch An-
und Ve kau on »Geldma k papie en'
Eine neue e Fo mulie ung diese engen Fassung lau e z. B.7: „De
Geldma k läß sich zusammen assend de inie en als die Gesam hei
des sich in bes imm en Usancen ollziehenden Handels on Zen al-
bankgeld un e den Geschä sbanken zum Zwecke des Liquidi ä saus-
gleichs."
Enge Fassungen des Geldma k beg i s we den in ähnliche Weise
gegenwä ig ganz übe wiegend in de Li e a u e e en und können
dahe als die — wenn auch nich unbes i ene — he schende Meinung
angesehen we den. Dem allgemeinen Konzep des engen Geldma k -
beg i s und seinen P oblemen gebüh dahe besonde e Au me ksam-
kei .
Die en scheidenden Me kmale de engen Geldma k beg i s assung
sind om beg enz en Zweck de Geldma k abschlüsse aus zu sehen: Die
Ve e e diese Fassung besch eiben den Geldma k als einen Ma k
un e K edi ins i u en — z. T. noch enge : un e Geschä sbanken —,
au dem sich ein Handel mi Zen albankgeld „zum Zwecke des Liqui-
di ä sausgleichs"8 ollzieh . Die Zen albank gehö nich zu den Ma k -
pa ne n, so daß Geldma k ansak ionen lediglich eine „Um e eilung
de Zen albankgeldbes ände zwischen den einzelnen Geschä sban-
ken"9 bewi ken und die Zen albankgeldmenge dadu ch nich e ände
wi d.
Obgleich die Zen albank als Geldma k pa ne on den Ve e e n
de engen Fassung ausgeschlossen wi d — und dami auch alle T ans-
ak ionen zwischen K edi ins i u en und Zen albank —, we den als
T ansak ions o men des Geldma k s neben den Geldhandelsk edi en
auch de An- und Ve kau sogenann e „Geldma k papie e" in die
« E. B ehme , a.a.O., S. 3.
7 M. Bu cha d , Zu Cha ak e is ik des deu schen Geldma k es, in: Zei -
sch i ü das gesam e K edi wesen, 25. Jg. (1972), S. 97.
s M. Bu cha d , a.a.O., S. 97.
9 H.-J. Ja chow, Theo ie und Poli ik des Geldes. II. Geldma k und geld-
poli ische Ins umen e, Gö ingen 1974, S. 13.
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Geldma k und Geldma k konzep e 295
Geldma k de ini ion einbezogen, sowei diese T ansak ionen mi Geld-
ma k papie en nu un e K edi ins i u en s a inden.
Ganz allgemein we den un e Geldma k papie en in de Wi scha s-
wissenscha heu e du chweg im Anschluß an die Te minologie de
Bundesbank und de Bankp axis diejenigen Papie e e s anden, die
die Bundesbank du ch e ek i e Einbeziehung in die Geldma k egu-
lie ung de Zen albank gem. § 21 BBankG ü „geldma k ähig" e -
klä ha ; d. ih. die Bundesbank is be ei , ein on den K edi ins i u en
angebo enes Geldma k papie jede zei gegen Zen albankgeld und
ohne An echnung au das Rediskon kon ingen de ein eichenden Bank
zu ückzunehmen. Zu den Geldma k papie en echnen mi hin nach die-
se Sp ach egelung „solche liquide Ak i a, die den Banken einen so-
o igen und unbeding en Ansp uch au Zen albankgeld geben"10.
Zu Beu eilung de engen Fassung des Geldma k beg i s läß sich
olgendes sagen: Es bes eh ü Wi scha swissenscha und P axis
siche ein In e esse an de Beobach ung des P ozesses des Liquidi ä s-
ausgleichs un e K edi ins i u en ohne Ve ände ung de Zen albank-
geldmenge. Diese so abgeg enz e Sek o dominie auch in de P axis
allgemein un e de Bezeichnung „Geldhandel" und is ein zen ale
Teilbe eich de bankbe ieblichen Gelddisposi ion. Insowei e schein
de Ausgangspunk de engen Fassung zweckmäßig. F aglich is jedoch,
ob man diese Konzep ion nich besse als Teilbe eich eines wei e
ge aß en Geldma k s e s ehen soll e, und zwa
1. in olge de empi ischen Gegebenhei en des wes deu schen Zen al-
bankgeldhandels un e K edi ins i u en und seine au das engs e übe
„Geldma k papie e" mi de Zen albank gegebenen Ve lech ung so-
wie
2. in olge des in langjäh ige Übung in de bankbe ieblichen P axis
en s andenen Sp achgeb auchs bei de Abg enzung de Geldma k -
papie e.
Auch in de Li e a u wiede hol anzu e ende Vo schläge lassen
diese F age be ech ig e scheinen. Die Vo schläge zielen da au ab,
e wa den in de engen Fassung oben als „Geldma k " de inie en Ma k
nu als „Geldma k im eigen lichen Sinne" zu bezeichnen und daneben
die T ansak ionen zwischen K edi ins i u en und Zen albank als „O -
io Zen albankgeldmenge und eie Liquidi ä s ese en de Banken. —
E läu e ungen zu Liquidi ä s echnung de Bundesbank —, in: Mona sbe-
ich e de Deu schen Bundesbank, 26. Jg. (1974), N . 7, S. 20.
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296 Hans-Die e Deppe
iziellen Geldma k " in die Analyse unmi elba einzubeziehen. Ma e-
iell geh auch die un en zu besp echende mi le e Fassung in diese
Rich ung.
Im Hinblick au die empi ischen Gegebenhei en kann zunächs da on
ausgegangen we den, daß ins i u ionelle Einhei ü die T ansak ionen
eines K edi ins i u s im Geldhandel ode im Handel on Geldma k -
papie en mi de Zen albank die Geld(disposi ions)s elle des K edi -
ins i u s is . Die Gelddisposi ion be ach e nach Auskun zahl eiche
P ak ike als „ih en" Ma k sowohl den ele onischen ode e nsch i -
lichen Geldhanidel un e Banken als auch gleichzei ig den Ve keh ia
geldma k ähige Papie e mi de Zen albank. Auch wenn die Zen al-
bank in diesem Zusammenhang als „Ma k egulie e " ungie , i sie
als Teilnehme an einem Ma k au , de on de P axis wei hin als
Inlandsgeldma k e s anden wi d.
Ein en scheidende Gesich spunk ü die Beu eilung de Zweck-
mäßigkei de engen De ini ion is die Ta sache, daß die Zen albank
nach de engen Fassung kein Geldma k eilnehme is , obwohl sie u. a.
ü einen wich igen Be eich die „Geldma k ähigkei " on Papie en
bes imm und die sogenann en Geldma k papie e z. T. abgib bzw.
be ei s im Bes and de K edi ins i u e be indliche mone isie . In die-
sem Zusammenhang e meide die Meh hei de jünge en be iebs-
wi scha lichen Au o en aus gu em G und das o zu indende A gu-
men , die Zen albank könne auch deswegen nich zu den Geldma k -
eilnehme n ge echne we den, weil sie als Ma k egulie e und als
Fixie e on P eisen ü Geldma k papie e mi öllig ande e Ziel-
se zung als die K edi ins i u e au e e.
Bei de E assung und Abg enzung de Geldma k papie e du ch die
enge Beg i skonzep ion e geben sich g oße P obleme: Ges ich ha e
als ühe Ve e e de engen Beg i s assung des Geldma k s die
Besch änkung au das Aus auschen on Zen albankgeld un e K edi -
ins i u en o ensich lich aus de Beobach ung des Ma k geschehens
zu Zei en de Reichsbank o genommen. Seine übe aus e diens ollen
A bei en zeichnen sich zwa du ch gedankliche Schä e aus, haben
jedoch ih e Reali ä sbasis im Geldma k geschehen de 30e und 40e
Jah e. Niemand wi d Ges ich dahe einen Vo wu machen, daß e
im Gegensa z zu mode nen Sich noch nich kla zwischen zen al-
bank ähigen und geldma k ähigen Ti eln un e schied11 ode „Geld-
ii H. Ges ich, a.a.O., S. 61.
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Geldma k und Geldma k konzep e 303
zu mi le en Fassung — bei g undsä zliche Beibehal ung de mi -
le en Fassung des Geldma k konzep s auch bes imm e Nich banken
(z. B. g oße Ve siche ungsgesellscha en und Finanzab eilungen po en-
e Indus ie- und Handelskonze ne) als Teilnehme des Geldma k s
angesehen.
Die Einbeziehung diese Nich banken als Geldma k eilnehme und
dami die E wei e ung des Geldma k konzep s um einen Banken-
Nich banken-Teilma k geh au empi ische En wicklungen zu ück. So
sind z. B. po en e Nich banken in de Res ik ionspe iode ab F ühjah
1973 gegenübe den K edi ins i u en als Gebe (Gläubige ) hoch e -
zinsliche Tagesgelde und in de Phase wei gehend unausgenu z e
K edi kapazi ä en de K edi ins i u e in de zwei en Jah eshäl e 1975
als Nehme on T^ges- und Te mingelde n au ge e en27. Auße dem
is sei länge em bekann , daß sich die „Finanzab eilungen" ode „Bank-
ab eilungen" g oße Indus ieun e nehmen bei Geld ansak ionen an
den in e na ionalen Finanzmä k en pe manen als Gebe und Nehme
in den ypischen Geldhandels o men om Tagesgeld übe das Mona s-
geld1 bis zu den „b oken da es" be ä igen, um au diese Weise die Vo -
ausse zungen ü eine op imale Finanzie ung de eigenen G uppe zu
scha en28.
Alle diese T ansak ionen haben so iel Ähnlichkei mi Geldma k -
geschä en un e K edi ins i u en, daß on sei en de P axis in diesem
Zusammenhang de Beg i om „e wei e en Geldhandel"29 e wogen
wo den is . Da abe insbesonde e das Gel dbescha ungs olumen zu
Geldma k usancen und -kondi ionen du ch Nich banken als Nehme
am inländischen Geldma k s a is isch z. Z. nich bekann is und da -
übe hinaus e mu lich on den Banken bei übliche Auslas ung ih e
K edi kapazi ä wegen de sons zu be ü ch enden Beein äch igung
ih es Kon oko en k edi geschä s auch wei gehend zu ückged äng
wi d, e schein eine En scheidung übe eine no wendige E wei e ung
des inländischen Geldma k konzep s wegen mangelnde empi ische
27 A. He mann, Neue En wicklungen au dem Geldma k , in: Zei sch i
ü das gesam e K edi wesen, 28. Jg. (1975), S. 1134.
28 Mi eilungen aus de Bankp axis.
29 A. He mann, a.a.O., S. 1134. — Vgl. alle dings auch da on scha zu
ennende geldma k ähnliche Beziehungen zwischen Indus iebe ieben im
Rahmen des sogenann en „Indus ieclea ings", wo ü de Ausd uck „In-
dus iegeidma k " o geschlagen wo den is : L. Schus e , Indus ieclea ing
— K edi ohne Banken. In: Finanzs a egie de Un e nehmung. H sg. A -
bei sk eis Un e nehmens inanzie ung Nü nbe g. He ne und Be lin 1971,
S. 105.
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304 Hans-Die e Deppe
In o ma ionen noch nich angeb ach . Auch ü die geldwi scha liche
und die bankbe iebliche Theo ie lieg hie ein noch o enes P oblem-
eld o . Fü die Analyse bes imm e ausländische Geldmä k e (z. B.
des Londone Geldma k s) e schein ein übe Banken hinaus um be-
s imm e Nich banken e wei e es Geldma k konzep zweckmäßig.
c) Die wei e Fassung des Geldma k beg i s und ih e Beu eilung
Die wei e Fassung des Geldma k s inde sich in de äl e en Li e a u
in iel äl igen Va ian en. Da es die äl es e de d ei genann en Fassun-
gen (enge , mi le e und wei e ) is , läß sich auch his o isch ein En -
wicklungsp ozeß on de wei en zu den enge en Geldma k assungen
e olgen. Viele De ini ions e suche de wei en Fassung e scheinen aus
heu ige Sich unscha , p oblema isch und z. T. soga wide sp üch-
lich.
Die wei e Fassung e s eh im allgemeinen den Geldma k als
„Ma k ü ku z is ige K edi eSie is du ch die Ma k pa ne und
die zwischen ihnen s a indenden T ansak ionen on Hein30 anschaulich
besch ieben wo den, ohne daß sich de Au o mi diese Fassung iden i-
izie :
„Die Geschä e des Geldma k es im wei e en Sinne lassen sich da-
nach gliede n in jene
a — zwischen Zen albank(sys em) und Nich banken,
b — inne halb des Zen albanksys ems,
c — zwischen Zen albank(sys em) und Geschä sbanken,
d — de Geschä sbanken un e einande ,
e — zwischen Geschä sbanken und Nich banken,
— de Nich banken un e einande ."
Zu Beu eilung de Zweckmäßigkei eine so wei en Fassung kann
on olgenden Übe legungen ausgegangen we den: Diese ex em b ei e
Fassung eich o enba om Kassenk edi de Zen albank an den
Bund bis zum Lie e an enk edi un e G oß- und Einzelhändle n.
Wegen dieses konglome a ischen Inhal s und in olge de Fo en wick-
lung des inlandsbezogenen Geldma k beg i s in Rich ung enge ode
mi le e Fassung (mi e wei e nden Va ian en) ha die wei e Fassung
des Geldma k beg i s kaum noch eine wissenscha liche ode p ak i-
30 M. Hein, a.a.O., 16 (Im O iginal eilweise ku si ).
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Geldma k und Geldma k konzep e 305
sehe Bedeu ung. Auch die gelegen lich o geschlagene Ve wendung des
Beg i s „Geldma k im wei e en Sinne" als Pendan zum Beg i des
Kapi alma k s is meh ode wenige als his o isches Relik zu be ach-
en, dem kaum noch ein ane kann e Fach e e e Bedeu ung beimiß .
Vielmeh e schein die Ve wendung eines Geldma k beg i s als Ge-
gens ück zum Beg i des Kapi alma k s zu seh simpli izie end und
nich meh achge ech , sonde n ehe als i e üh end31.
Die o s ehenden Übe legungen sp echen da ü , au die Benu zung
des wei e en Geldma k beg i s möglichs zu e zich en und sich ü
den Inlandsgeldma k au die neue en und wesen lich enge en Kon-
zep e zu besch änken. Im Beda s all (z. B. bei empi ischen Analysen
einige ausländische Geldmä k e) kann on beg enz en E wei e ungen
de engen ode besse de mi le en Fassung des Geldma k beg i s
ausgegangen we den.
3. Zusammen assende Beme kungen zu Li e a u
Die Viel al de Bemühungen um ein die Wi klichkei sachge ech e -
assendes, logisch einwand eies Geldma k konzep ha in neue e Zei
ih en Ausd uck in eine Fülle on Bei ägen zum Geldma k beg i
ge unden. Die un e schiedlichen De ini ionen sind auch Ausd uck ü
die Komplexi ä des abzug enzenden empi ischen Geschehens und ü
die Schwie igkei en eine Abs ak ion. Häu ig wi d schon on den Au-
o en selbs eine abwägende A gumen a ion o anges ell , ehe sie die
on ihnen e e ene Fassung des Geldma k beg i s en wickeln. So-
lange ein Au o die on ihm e e ene Fassung in Kenn nis de Li e-
a u om Zweck he sachlich zu beg ünden e such und logisch ein-
wand ei o äg , soll e man nich om „Mißb auch des Geldma k -
beg i s" ode on „Sp ach e wi ung" sp echen; denn bislang e -
schein kein Konzep im Hinblick au die in den Geldma k einzubezie-
hende Wi klichkei so op imal, als daß au wei e e Übe legungen e -
zich e we den dü e. Da sich abe die neue e Diskussion eindeu ig und
wohl beg ünde au die enge und die mi le e Fassung aus ich e , soll
im olgenden Abschni eine Syn hese diese zwei Fassungen des Geld-
ma k beg i s e such we den.
31 Ein Beispiel ü einen di e enzie en Ansa z bie e u. a. C. Köhle , in-
dem e olgende Teilmä k e eines als Einhei gedach en mone ä en Ma k es
un e scheide : Geldma k , Kapi alma k , Bankenk edi ma k , Bankeneinla-
genma k und Ma k de Finanzie ungsins i u ionen (C. Köhle , Geldwi -
scha . Bd. 1: Geld e so gung und K edi poli ik, Be lin 1970, S. 132).
20 K edi und Kapi al 3/1980
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306 Hans-Die e Deppe
II. Aspek e de Abg enzung des wes deu schen
(na ionalen) Geldma k s und seine Teilmä k e
Die hie o zunehmende inhal liche Abg enzung wi d au den inlän-
dischen (na ionalen) Geldma k Wes deu schlands ausge ich e . Um die
gedanklichen Sch i e zu De ini ionsgewinnuiig anspa en zu ma-
chen, is zweckmäßige weise on den im Abschni I a e wende en
kennzeichnenden Me kmalen besch iebene Geldma k de ini ionen aus-
zugehen: Zweck de Geldma k abschlüsse, Ma k eilnehme , T ansak-
ions o men, Ma k gebie und Teilmä k e.
1. De Zweck de Geldma k abschlüsse
De hie un e s ell e einzelwi scha liche Zweck de Geldma k ab-
schlüsse is die Zen albankgelddisposi ion sowie die Scha ung ode
Ve ände ung on Liquidi ä s ese en. Beides e olg du ch e zinsliche
Übe lassung on Zen albankgeld-Übe schußgu haben de K edi ins i-
u e an ande e K edi ins i u e ü ku ze F is und du ch Kau ode
Ve kau solche zins agende Ak i a ohne Ku s isiko, „die den Ban-
ken einen so o igen und unbeding en Ansp uch au Zen albankgeld
geben"32 (geldma k ähige Papie e), sowie du ch sons ige di ek e Regu-
lie ungsmaßnahmen33.
Die eben e wähn en Zen albankgeld^Übe sdiußgu haben sind iden-
isch mi de en sp echenden Komponen e inne halb de „ eien Liqui-
di ä s ese en" de K edi ins i u e neue De ini ion34. De so o mu-
lie e Zweck de Geldma k geschä sabschlüsse mag auße dem noch p i-
mä au einen Ausgleich o übe gehende Liquidi ä sdi e genzen un e
den K edi ins i u en ge ich e sein; e kann abe auch einen länge i-
s igen E sa z ü ehlende Einlagen ode ü ehlende K edi nach age
bei einzelnen K edi ins i u en da s ellen. Die g oßen Ungleichgewich e
zwischen Geldangebo und Geldnach age de K edi ins i u e am wes -
deu schen Geldma k in de e s en Häl e de siebzige Jah e nach
32 Zen albankgeldmenge und eie Liquidi ä s ese en de Banken, a.a.O.,
S. 20.
33 Di ek e Regulie ungsmaßnahmen diese A müssen de einzelnen Bank
die En scheidung zum Geschä sabschluß selbs übe lassen, wie e wa bei den
„O enma k geschä en übe Wechsel1 mi Rückkau s Ve einba ung" ode beim
„Sonde lomba dk edi ", ( gl. Geschä sbe ich de Deu schen Bundesbank ü
das Jah 1973, S. 66 .).
34 Vgl. hie zu: Zen albankgeldmenge und eie Liquidi ä s ese en de
Banken, a.a.O., S. 20.
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Geldma k und Geldma k konzep e 307
Übe sich 2: In e dependenzen zwischen Gelddisposi ion,
Anlageplanung und Finanzplanung eines K edi ins i u s als
einzelwi scha liche Hin e g und de Geldma k abschlüsse
"1. Ve eldigungs-
1
In eM de K edi -
>Ins i u e (P imä -
1
IquIdP ä s ese e)
"2. Ve eldlgungs-
1
in e" de K edi -
ins i u e Cz.T.
^Sekundä !Iquldi ä s-
ese e)
"3. Ve eidigungs-
. 1¡nie" de K edi -
ins i u e (z.T.
Te lä lIquidl ä s-
ese e)
E läu e ungen: aKö pe lIche T ans e e o de lIch - ^Jmschlch ungs o gänge z.T. zwischen
Geldma k u. Kapi alma k - cAnnahme eine eindeu igen beg i lichen Abg en
zung zwischen "We papie anlagen" und "Be eiligungen"^-^
Legende: ••• > Da en o gabe M Da um
? Ein lüsse und En scheidungen des K edi ins i u s [B] En sche|dungs eld
7 Mone ä e S ome *
-> Ausgewähl e In o ma ionss öme Im Zusanmenhang mi I
1
Planunas ese oi
de Finanzplanung des K edi ins i u s
20*
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308 Hans-Die e Deppe
eine bis dahin du chweg beobach e en Tendenz zu Gleichgewich szu-
s änden lassen es — im Gegensa z zu engen Fassung — nich zu, den
Zweck de Geldma k ab schlüsse on K edi ins i u en allein au den
Ausgleich o übe gehende Diquidi ä sdi e genzen zu besch änken.
Die zum Ve s ändnis des Zwecks de Geldma k abschlüsse en schei-
dende Funk ion de Gelddisposi ion und die S ellung de Gelddisposi-
ion im Rahmen de Finanzplanung des einzelnen K edi ins i u s zeig
Übe sich 2, ohne daß hie nähe da au eingegangen we den kann. Be-
sonde s deu lich wi d die enge Ve bindung, die die unmi elba ode
mi elba das Geldma k geschehen de Bundes epublik Deu schland be-
ein lussenden „Planungs ese oi s" des einzelnen K edi ins i u s, ins-
besonde e „Geldma k anlagen", „Geldma k au nahmen" und „We pa-
pie anlagen" haben.
2. Ma k eilnehme , T ansak ions o men und Objek des Geldma k s
Ma k eilnehme des Geldma k s sind im Anschluß an die Bes im-
mung des Zwecks de Geldma k abschlüsse o ensich lich die K edi -
ins i u e und die Deu sche Bundesbank. Die Einbeziehung de Deu -
schen Bundesbank in den K eis de Geldma k pa ne e gib sich aus
den eingangs auch au geldma k ähige Papie e ausgedehn en Geld-
ma k -Geschä sabschlüssen, bei denen die Zen albank bekann lich als
Anbie e ode Nach age au i (bis au P i a diskon en, sowei diese
un e K edi ins i u en gehandel we den). Die Mo i e de Zen albank,
als Ve käu e ode Käu e geldma k ähige Papie e au zu e en, e -
scheinen ü die Zu echnung eine mi ma k kon o men Mi eln a bei-
enden Zen albank zum K eis de Geldma k eilnehme une heblich.
Nich banken sind du ch den oben o mulie en Zweck de Geldma k -
geschä sabschlüsse keine Geldma k eilnehme . Wie jedoch die Da -
legungen un e Abschni I 2 b gezeig haben, sind ge ade in jüngs e
Zei En wicklungen zu beobach en, bei denen Nich banken zumindes
in die Nähe on Geldma k pa ne n de Banken ücken.
Fü das Ve s ändnis de T ansak ions o men am Geldma k is es
wich ig, den Gegens and des Geldma k s — Zen albankgeld als Geld-
ma k objek — on den T ansak ions o men zu ennen, welche nich s
ande es als die schuld ech lichen Ins umen e seine Wei e lei ung sind.
D ei G uppen sind zu un e scheiden ( gl. auch Übe sich 3):
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Geldma k und Geldma k konzep e 309
Übe sich 3: Sys ema ik de T ansak ionen
am wes deu schen Geldma k
Vgl. Geschä sbe ich de Deu schen Bundesbank ü das Jah 1974, S. 77 . sowie
"Mona sbe ich e de Deu schen Bundesbank", Jg. 26 (1974), N . 7, S. 20 (Beziehunge
,zu den " eien Liquidi ä s ese en").
Vgl. Geschä sbe ich de Deu schen Bundesbank ü das Jah 1974, S. 77 (Beschluß
om 6.9.1973).
Vgl. ebenda, S. 76.
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310 Hans-Die e Deppe
— un e b ie e Geldhandelsk edi e als Übe lassung on Zen albank-
geld gegen ku z is igen Buchk edi ,
— die Übe lassung on Zen albankgeld gegen Geldma k papie e und
— empo ä e Sonde k edi o men de Bundesbank.
Die so o genommene Gliede ung nach Geldma k objek und T ans-
ak ions o men läß es wide sp üchlich e scheinen, als die Objek e des
Geldma k s e wa Zen albankgeld und Geldma k papie e gleichzei ig
zu sehen. Dem Zen albankgeld als dem eigen lichen Objek und de
ökonomischen Basis des Geldma k s s ehen die beiden T ansak ions-
o men „ku z is ige Buchk edi e" und „Geldma k papie e" gegen-
übe 35.
3. Ma k gebie und Teilmä k e des Geldma k s
Das Ma k gebie is nach den Zielen dieses Bei ags au den inlän-
dischen (na ionalen) Geldma k de Bundes epublik besch änk . Dahe
we den hie en sp echend ins i u ionelle De ails des wes deu schen
Geldgeschehens besonde s be ücksich ig . Ande e sei s kann sich die
De ini ion abe ge ade als modi izie ungsbedü ig ü die E assung
ande e (in e na ionale und ausländische ) Geldmä k e e weisen. Das
wi d an diese S elle bewuß in Kau genommen. Im Hinblick au
mögliche Teilmä k e des wes deu schen Geldma k s bie en sich im we-
sen lichen zwei Aspek e an:
— Abg enzung nach Ma k pa ne n und
— Abg enzung nach T ansak ions o men.
a) Nach Ma k eilnehme n gebilde e Teilmä k e
Nach Ma k eilnehme n läß sich de Handel mi Zen albankgeld
un e K edi ins i u en (1. Teilma k ) on dem T ans e on Zen al-
bankgeld zwischen K edi ins i u en und de Zen albank mi els Geld-
ma k papie en (2. Teilma k ) un e scheiden.
35 Besonde e P obleme e geben sich ü die In e p e a ion de Buchk edi e
und de Geldma k papie e aus de Gewäh ung on „Sonde lomba dk edi en"
de Bundesbank zu Geldma k egulie ung (Bundesbankbeschluß om
6. Sep embe 1973) und aus „O enma k geschä en übe Wechsel mi Rück-
kau s e einba ung" (Bundesbankbeschluß om 12. Ap il 1973). Da au wi d
un en noch eingegangen.
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Geldma k und Geldma k konzep e 311
De e s e Teilma k (Zen albankgeldhandel nu un e K edi ins i-
u en) is p ak isch iden isch mi dem „Geldma k " nach Ges ick,
B ehme u. a. Da wi diesen Teilma k des Geldma k s beg i lich
kennzeichnen müssen, soll e als „HandeZs-Geldma k " bezeichne we -
den, weil das sich o wiegend im Tele onhandel abspielende Ma k -
geschehen 'dieses Teilma k s ein ypisch händle isches Elemen kenn-
zeichne (ganz im Gegensa z zum 2. Teilma k ). Wegen des allgemein
e b ei e en Sp achgeb auchs nach Ges ick u. a., ü 'die diese „Han-
dels-Geldma k " de Geldma k is , könn e man s a om „Handels-
Geldma k " e was blasse auch om „eigen lichen Geldma k " sp e-
chen. Weil hie nu K edi ins i u e ope ie en, sp ich man auch om
„Banken-Geldma k ". Alle dings e schein die Ve wendung des Wo -
eils „Banken" in diesem Zusammenhang besonde s unkla , weil auch
die Zen albank zu den Banken gehö , die abe ge ade du ch die Ve -
e e de engen Fassung om sogenann en „Banken-Geldma k " de i-
ni o isch ausgeschlossen wi d. (Übe sich 4 illus ie die E gebnisse
des Geldkandels sowie de mi el- und lang is igen T ansak ionen un-
e den inländischen Bankeng uppen.)
De zwei e Teilma k (Zen albankgeld ans e zwischen K edi ins i-
u en und Zen albank mi els Geldma k papie en) is gekennzeichne
du ch die s a ke und gesam wi scha lich ausge ich e e Ma k posi ion
de Zen albank. Die Zen albank e wende ih e Posi ion an diesem
Teilma k lediglich dazu, um den Geldma k als ganzes ih en Zielen
en sp echend zu beein lussen. Diese Beein lussung heiß in de Sp ache
de Zen albank „Regulie ung". Die Bundesbank sp ich bekann lich
on ih e Funk ion de „Geldma k egulie ung" und on „Papie en,
die in die Geldma k egulie ung einbezogen" sind. Un e Beach ung
de kennzeichnenden Me kmale diese Regulie ung du ch die Zen al-
bank hinsich lich Kondi ionen, Menge usw. soll diese 2. Teilma k hie
als „Regulie ungs-Geldma k " bezeichne we den.
In de Li e a u wi d im Anschluß an Hohl eld36 auch heu e noch ge-
legen lich de Au d uck „o izielle Geldma k " ü diesen zwei e
Teilma k e wende . Mi diese Bezeichnung wi d die Dominanz de
Deu schen Bundesbank als eine am lichen S elle gegenübe dem p i-
a en Geldhandel un e K edi ins i u en deu lich. Alle dings is das
Ma k olumen des Regulie ungsgeldma k s i. d. R. seh iel ge inge
( gl. Übe sich 5 sowie Übe sich 4, Spal en 4 und 10).
36 Vgl. H. H. Hohl eld, Die Sys ema ik des K edi ma k es, in: Zei sch i
ü handelswissenscha liche Fo schung, N. F., 7. Jg. (1955), S. 30 .
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Geldma k und Geldma k konzep e 319
Übe sich 7: Geldma k und eie Liquidi ä s ese en
de K edi ins i u e a)
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320 Hans-Die e Deppe
Zu den eien Liquidi ä s ese en „ echnen neben den
1. Übe schußgu haben (Zen albankgu haben de Banken abzüglich
Rese e-Soll)
solche liquide Ak i a, die den Banken einen so o igen und unbeding-
en Ansp uch au Zen albankgeld geben, nämlich:
2. Inländische Geldma k papie e: Scha z Wechsel und un e zinsliche
Scha zanweisungen des Bundes, seine Sonde e mögen und de Län-
de , Vo a ss ellenwechsel, P i a diskon en, AKA-Pla ond-B-Wechsel
und Mobilisie ungs- und Liquidi ä spapie e, sowei sie in die Geld-
ma k egulie ung de Bundesbank einbezogen sind. (T ansak ionen
zwischen Banken und Bundesbank in Mobilisie ungs- und Liquidi ä s-
i eln, die nich in die Geldma k egulie ung einbezogen sind, we den
un e den O enma k ope a ionen e aß ).
3. Unausgenu z e Rediskon kon ingen e und — o Au hebung de
Lomba dwa nma ke — de eie Lomba dspiel aum41."
Die „Übe schußgu haben" bilden die eigen liche Basis de K edi in-
s i u e ü die K edi gewäh ung am „Handelsgeldma k ". Die Geld-
ma k papie e sind das cha ak e is ische Elemen ü die T ansak ionen
am „Regulie ungs-Geldma k ". Au die oben da geleg e Sonde olle
de „Wechsel mi Rückkau s Ve einba ung" sowie de „Sonde lomba d-
k edi e" sei an diese S elle lediglich noch einmal hingewiesen.
Die unausgenu z en Rediskon kon ingen e und de eie Lomba d-
spiel aum e möglichen den K edi ins i u en — bei Vo liegen de öko-
nomischen Vo ausse zungen42 — die ku z is ige Bescha ung on Zen-
albankgi algeld; da Re inanzie i ngsmaßnahmen diese A abe nich
un e die „di ek e Geldma k egulie ung" de Deu schen Bundesbank
allen, we den sie hie zwa in die unmi elba e Nähe de Geldma k -
ansak ionen ge ück , aus dem eigen lichen Geldma k beg i jedoch
ausgeschlossen.
Mi einigen Einsch änkungen i man das wesen liche Cha ak e-
is ikum des Geldma k s in de Bundes epublik, wenn man den Geld-
ma k als „Ma k ü eie Liquidi ä s ese en un e Abzug unausge-
nu z e Rediskon ingen e und des eien Lomba dspiel aums" bezeich-
nen wü de.
41 Zen albankgeldmenge und eie Liquidi ä s ese en de Banken,
a.a.O., S. 20 ( om Ve asse z. T. gespe ).
42 Z.B.: Bes and an ediskon ähigen Handelswechseln.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.13.3.289 | Gene a ed on 2023-01-16 12:45:15
Geldma k und Geldma k konzep e 321
Zusammen assung
Geldma k und Geldma k konzep e
De Bei ag ha das Ziel, die in Li e a u und P axis ums i ene Abg en-
zung des „Geldma k s" un e besonde e Be ücksich igung de ins i u ionel-
len Gegebenhei en de Bundes epublik Deu schland aus de Sich de wis-
senscha lichen Bankbe iebsleh e zu e ö e n. Im Mi elpunk s ehen dahe
die F agen eine zweckmäßigen E assung und Abg enzung des Geldma k es
de Bundes epublik. [De Au sa z is e s malig 1976 in de Fes sch i zum
75. Gebu s ag on P o . D . D . h. c. Wilhelm Hasenack, Gö ingen, e schie-
nen (Un e nehmen und Gesellscha , nwb-Ve lag He ne/Be lin 1976, S. 163
bis 187).]
De Au o un e scheide die in de Li e a u e e enen Geldma k kon-
zep e nach d ei Fassungen: 1. Enge Fassung (Zweck de Geldma k abschlüsse:
„Ausgleich o übe gehende Liquidi ä sdi e enzen un e K edi ins i u en
du ch Um e eilung o handene Zen albankgeldbes ände de K edi ins i-
u e"); 2. Mi le e Fassung (Zusä zlich zu den Elemen en de engen Geld-
ma k assung zu 1 wi d auch noch einbezogen in den Geldma k „Die Ve -
minde ung ode E höhung de Zen albankgeldbes ände de K edi ins i u e
du ch Übe nahme bzw. Abgabe geldma k ähige Papie e on bzw. an die
Zen albank du ch K edi ins i u e"); 3. Fassung („Ku z is ige K edi gewäh-
ung alle A ").
De Au o beg ünde die mi le e Fassung de Geldma k konzep e und
komm zu dem E gebnis: Mi einigen Einsch änkungen i man das we-
sen liche Cha ak e is ikum des Geldma k s in de Bundes epublik Deu sch-
land, wenn man den Geldma k als „Ma k ü eie Liquidi ä s ese en
un e Abzug unausgenu z e Rediskon kon ingen e und des eien Lomba d-
spiel aums" bezeichne .
Summa y
Money Ma ke and Money Ma ke Concep s
The a icle se s ou o en ila e om he s andpoin o scien i ic bank
managemen heo y he con o e sial delimi a ion o he "money ma ke " in
he li e a u e and in p ac ice wi h special e e ence o ins i u ional condi-
ions in he Fede al Republic o Ge many. [The a icle i s appea ed in 1976
in he ibu e o P o . D . D . h. c. Wilhelm Hasenack, Gô ingen, o his 75 h
bi hday (Un e nehmen und Gesellscha {The Fi m and Socie y}, nwb-Ve lag
He ne/Be lin 1976, pp. 163 - 187)].
The au ho classi ies he money ma ke concep s p esen ed in he li e a u e
in o h ee e sions: 1. Na ow o mula ion (pu pose o money ma ke ans-
ac ions: "O se ing o empo a y liquidi y di e ences among banks by e-
dis ibu ion o a ailable holdings o cen al bank money"); 2. In e media e
21 K edi und Kapi al 3/1980
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o mula ion (in addi ion o he na ow o mula ion o he money ma ke
unde 1, he money ma ke u he includes: "Reduc ion o inc ease in cen-
al bank money holdings o banks by he acquisi ion o disposal o money
ma ke pape om o o he cen al bank by he banks"); 3. B oad o mu-
la ion ("g an ing o sho - e m loans o all ypes").
The au ho p esen s a gumen s jus i ying he in e media e o mula ion o
money ma ke conceps and a i es a he conclusion: wi h a ew limi a ions,
he essen ial cha ac e o he money ma ke in he Fede al Republic o Ge -
many is p esen ed accu a ely by desc ibing i as he "ma ke o ee liquidi y
ese es less unu ilized ediscoun quo as and he a ailable la i ude o col-
la e al loans agains secu i ies".
Résumé
Le ma ché moné ai e e ses concep s
L'é ude a pou obje d'examine la délimi a ion con o e sée, dans la li -
é a u e comme dans la p a ique, du « ma ché moné ai e » du poin de ue de
la science de la ges ion bancai e e dans les condi ions ins i u ionnelles pa -
iculiè es à l'Allemagne Fédé ale. L'é ude es donc cen ée su les p oblèmes
d'une dé ini ion e d'une délimi a ion app op iées du ma ché moné ai e de la
République Fédé ale (ce e é ude a é é ini ialemen publiée en 1976 dans la
plaque e édi ée pou le 75e anni e sai e du P o esseu Wilhelm Hasenack,
de Gô ingen — „Un e nehmen und Gesellscha " (En ep ise e e Socié é),
Edi ions nwb He ne/Be lin 1976, pages 163 à 187).
L'au eu dis ingue ois concep ions dans les concep s du ma ché moné ai e
e enus pa la li é a u e: 1. La concep ion é oi e (Obje des bilans du
ma ché moné ai e: «la compensa ion des di é ences empo ai es de liquidi és
en e é ablissemen s bancai es e inancie s pa edis ibu ion des a oi s
desdi s é ablissemen s en monnaie de la banque cen ale ».) 2. La concep ion
médiane (Aux élémen s de la concep ion é oi e ci-dessus se join dans le
ma ché moné ai e: « La diminu ion ou l'augmen a ion des a oi s des é ablis-
semen s bancai es e inancie s en monnaie de la banque cen ale pa l'acha /
la en e à la di e banque pa lesdi s é ablissemen s de i es négociables su
le ma ché moné ai e ».) 3. La concep ion la ge (« L'alloca ion de ous c édi s
à cou e me »).
L'au eu jus i ie la concep ion médiane des concep s du ma ché moné ai e
e conclu : Sous ése e de ce aines es ic ions, l'on e ou e en Allemagne
Fédé ale l'essen iel des ca ac é is iques du ma ché moné ai e, si l'on considè e
celui-ci comme le « ma ché des ése es lib es de moyens liquides, sous
déduc ion des con ingen s de éescomp e inemployés, e de la la i ude des
a ances su i es ».
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