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Jens Jessen

Lütge, Friedrich

Abstract

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Full text

Lü ge, F ied ich A icle Jens Jessen Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Lü ge, F ied ich (1964) : Jens Jessen, Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 84, Iss. 1, pp. 1-7, h ps://doi.o g/10.3790/schm.84.1.1 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/291041 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen (insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en, gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e. 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De He ausgebe Wenn wi heu e zusammengekommen sind, um Jens Jessens zu ge- denken, dessen Gebu s ag sich am kommenden 11. Dezembe zum 55. Mal jäh en wü de, und dessen schwe e Todess unde wi uns am e gangenen 30. No embe zum ün en Male schime ze üll e inne haben, so gil dies einem Man/ne, übe dessen Leben und S e ben man die Hold e lin-Wo e se zen da : „Umsons zu s e ben lieb ich nich , doch lieb ich, zu allen am Op e hügel ü 's Va e land." Als Jüngling wa e 1914 ins Feld gezogen, in einen Kamp , de ü ihn nich s ande es wa als ein Ve eidigungsk ieg, und in dem e sein Leben hinzugeben in jede S unde eudig en schlossen wa . Das Schicksal ha e es ande s beschlossen. Nich das Leben des be- geis e en Jünglings, sonde n das Leben des in eine g oße, e an - wo ungsbewuß selbs gewähl e Au gabe hineingewachsenen Mannes soll e ihm de eins abge o de we den. Eines abe is ihm dami ge- schenk wo den, das nu den Ause wähl en e liehen wi d: ein Le- ben zu leben, das nich umsons wa . Und da um wa es ein eiches Leben und ein nich e gebliches Leben. Wi haben nich das Rech , on seinem p i a en Leben im K eise de e zu sp echen, die seinem He zen am nächs en s anden und denen e doch das schwe s e Leid nich e spa en du e, wenn e sich selbs eu bleiben woll e. Hie zaem sich nu ein eh ü ch iges Schweigen, und allen alls die E inne ung an ein Goe he-Wio , dessen Ve onung du ch Johannes B ahms ielleich in uns wiede kling : 1 Schmolle s Jah buch 84,1 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.84.1.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:35:50 2 F ied ich Lü ge „Is au Deinem Psal e , Va e de Liebe, ein Ton seinem Oh e e nehmlich, so e quicke sein He z, ö ne den umwölk en Blick übe die ausend Quellen neben dem Dü s enden in de Wüs e!" Wenn wi uns dahe n<u »eines Wi kens in de Ö en lichkei , das ja Au gabe eines jeden Manne« is , e inne n, so sind es zwei Be- eiche, die sich deu lich oneinande abg enzen und die doch wiede unlösba mi einande zusammenhängen. Es is sein Fo schen und Leh en als Diene de Wissenscha unid sein Leben und Wi ken ü sein Volk. Es geh übe die Au gabe eine Gedenks unde hinaus, hie den Ve such un e nehmen zu wollen, einen Ab iß seine wissenscha - lichen Leis ungen zu geben1. Nu ein Blick au den Ke ngehal is möglich. Seinen Ausgangspunk nahm sein Fo schen mi eine Un e - suchung übe „Die En s ehung und En wicklung de Gu she scha in Schleswig-Hols ein bis zu Beginn de Ag a e o m"2, mi de e ein Thema aus de Geschich e seine Heima au g i , an dem die Fo schung bishe o beigegangen wa . Diese A bei e eg e, wenn sie sich auch nu an einen kleinen K eis wand e, so o Au sehen, und dies nich nu wegen de Siche hei , mi de hie ein wah lich nich leich es Thema gemeis e wu de, sonde n auch ge ade in olge de F uch ba kei eine Syn hese on wi scha s- mi ech sgeschich liche Fo schungsme hade. Die Ho nung de Wi schia sibis o ike , daß in Jessen ein junge Fo sche he anwachsen wü de, de sich dieses so di izilen und noch so unizulänglich gep leg en Gebie es als Le- bensau gabe annehmen we de, ging nich in E üllung. Neue Ein- d ücke, die e in seine p ak ischen Tä igkei in Bank, Handel und Indus ie gewann, und ein länge e Ausländsau en hal (Südame ika) gaben seinen A bei en eine ande e Rich ung. Im besonde en wa en es F agen des Außenhandels und de Wel wi scha , die ihn zu be- schä igen begannen, wo in sich wohl auch die An egungen, die e wäh end seines S udiums im Kiel emp angen ha e, auswi k en. Seine Begabung be ähig e ihn, sich seh schnell mi diesem on de Ag a - geschich e so wei en e n liegenden F agenk eis e au zu machen. Fe ne a en seh bald die P obleme de Fiinanizwissenscha und de 1 Das Wesen liche ha Gün e Schmölde s in seinem Gedenk-A ikel: „In Memo iam Jens Jessen (1895—1944)", Schmolle s Jb. 69. Jg. (1949), S. 3—14, geb ach . 2 Zei sch i de Gesellscha ü Schleswig-Hols einische Geschich e. Bd. 51. 1922. (Rech s- u. S aa swissenscha liche Disse a ion Kiel.) OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.84.1.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:35:50 Jens Jessen 3 Finanzpoli ik in seinen Gesich sk eis ein. Jedoch auch dabei wa seines Bleibens nich . Die so ungeklä e soziale und poli ische Lage des deu schen Volkes, das Fehlen g oßzügige neue Ideen, das ihm im besonde en om Ausland he gesehen so schme zha zum Be- wuß sein kam, bewogen ihn dazu, sich mi den Thesen und P o- g ammen des jungen Na ionalsozialismus e au zu machen und zu un e suchen, ob sich hie ein Ansa zpunk au einem neuen We den inden ließe. Es wa nich unbeschwe e jugendliche Begeis e ung, die ihn, wie so iele damals, zu den neuen Fahnen ieb, sonde n die ihn so bewegende F age, io<b nich hie die Möglichkei eine besse en O d- nung gegeben sei. Von An ang an e kannin e e kla die Vo aus- se zungen, un e denen allein diese Gedanken uch ba we den konn en: ih e Be einigung on unsaube em Beiwe k und die Fe n- hal ung alle Elemen e, die e de blich we den konn en3. Es is , wie die, die ihm nähe s anden, aus pe sönlichen Gesp ächen wissen, eine de schwe s en En äuschungen seines Lebens gewesen, daß diese Ho - nungen nich in E üllung gingen und de Na ionalsozialismus sich seh baild als e was ganz ande es en pupp e, als e es e ho ha e. Mi de Ene gie, die sein ganzes Leben bes imm e, abe ebenso mi de kühlen Klughei , du ch die 9ein heißes Wollen gelei e wu de, nalhm e so o den Kamp au und wu de seh bald zu einem de en schiedeuids en und dami ge äh lichs en Gegne dieses Sys ems. Dies abe nich nu im Sinne eines höchs ge äh lichen „Doppellebens", das e on nun an zu üh en gezwungen wa , sonde n gleiche maßen in allen seinen Au sä zen und Büche n. Moch e es sich um F agen de K edi poli ik ode de Wi scha spoli ik übe haup ode um F agen de Finamzwissenscha handeln, übe all s and le z en Endes im Hin e g und das Bemühen — on so manchen, die nich zu seinen Ve au en gehö en, e kann —, dem Schicksal in die Speichen zu allen. Da de Na ionalsozialismus seh bald zu dem Ve such übe - ging, die Wissensclxa „gleichzuschal en", d. h. sie um de Un e - s ellung un e seine siog. Wel anschauung willen zu e gewal igen, muß e — das wa Jessens Übe zeugung — de Kamp ge ade au diese Ebene au genommen we den, au de de Gegne den Kamp en essel ha e. Im besonde en kam diese Hal ung zum Ausd uck in dem on ihm inspi ie en Sammelwe k „De We bewe b als Mi el olkswi scha liche Leis ungss eige ung und Leis ungsauslese"4, das e mi einem eigenen Bei ag mi de kennzeichnenden Übe sch i „We bewe b ials g undsä zliche his o isch-poli ische F age" einlei e e 3 Vgl. die eindeu igen Äuße ungen in seinem A .: „Na ionalsozialismus". In: Wö e buch de Volkswi scha sleh e. 4. Au l. III. Bd. 1933, S. 341 ., bes. e wa S. 357. 4 Be lin 1942. 1* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.84.1.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:35:50 4 F ied ich Lü ge und in dem e izwa den We bewe b als die „Ausbildungs- und Be- wäh ungsmöglichkei de Pe sönlichkei " o ans ell e, dies abe doch nich im Sinne des al libe alen, on ihm als eak ionä im ech en Gehal des Wo es emp undenen Sinne, sonde n nach eine Be ei- nigung, d. h. nach E se zung des nu scheinba en We bewe bes du ch einen ech en We bewe b, uind da in sah e einen G undgedanken, de „diesen K ieg und seine Auswi kungen übe daue n wi d". Wie seh e ge ade in diese Hinsich ech ha e und kla die Zukun s- au gaben e kann e, aeig de Kamp um die neue O dnung eine Scwzialen Ma k wi scha , ü die die O dnung des We bewe bes ja ein ganz zen ales Anliegen is . Und e dach e iel bu seh nich lediglich in ökonomischen Ka ego ien, als daß e nich auch hie bei die Bezugnahme au allgemeine Ka ego ien e kann hä e. Le z lich münde e diese F age -ü ihn ein in die nach de Zuo dnung de Pe - sönlichkei zu Gemeinscha . Seine Übe zeugung ging, wenn ich e - suchen da , es mi eigenen Wo en zu o mulie en, dahin, daß die Pe sönlichkei zu ih e En al ung und ih e Auswi kung de Ge- meinscha beda , daß abe umgekeh auch die Gemeinscha nich de Pe sönlichkei en en beh en könne, da nu sie in de Lage sind, eine Gemeinscha zu o men, wäh end Nich -Pe sönlichkei en ledig- lich zu eine Masse zusammen ließen. In de Masse abe muß e e , de A is ok a im schöns en Sinne des Wo es, die e hängnis olls e E scheinung in den mode nen Völke n e blicken und in ih e Übe - windung die unabdingba e Vo ausse zung nich nu ü ein ech es Gemeinscha sleben, sonde n auch ü die E hal ung und wei e e En - al ung de abendländischen Kul u . Und wiede dü en wi uns eines Wo es F ied ich Hölde lins e inne n: „Ach, de Menge ge äll nu , was au dem Ma k e aug , und es eh e de Knech nu den Gewal samen; an das Gö liche glauben die allein, die es selbe sind." Ode auch an das Wo des englischen Dich e s Cha les Mo gan (in: „De Quell"): „Die Wel ha die Gewohnhei angenommen, in G uppen, Klassen und Massen zu denken, und die Zi ilisa ion b ich un e diesem I um zusammen. . .. Jede endgül ige Wi klichkei im Leben eines Menschen is einzig und unmi elba . Hö e au , allein zu sein, dann en e n e sich on de Wi klichkei ." Le z lich is nich nu , um ein bekann es Wo cu a iie en, jede Geschich spe iode, sonde n auch jede Mensch unmi elba ®u Go , so e n e Pe sönlichkei s ang ü sich in Ansp uch nimm . Solche G und-Vo s ellungen konn e e auch bei seinem Wi ken als Leh e de Jugend und als Fo sche nich beisei eschieben, sonde n sie a en meh und meh en scheidend in den Vo de g und. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.84.1.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:35:50 Jens Jessen D So dü en wi ielleich sagen: Niemand wi d das wissenscha liche Wi ken Jens Jessens, namen lich das seines le z en Lebensjah zehn es, e s ehen können, de diesen o en Faden nich sieh , de du ch alles hindu chgeh . Nich so seh mi i gendwelchen Spezialleis ungen, die de eins in ein dagmengeschich licbes Leh buch Eingang inden we - den, wi d Jens Jessen in de Geschich e de Wissenscha o leben, so iele F agen e auch neu gesehen und au gewo en ha , sonde n du ch seinen unbei ba en Kamp um die F eihei de Wissenscha , abe auch zugleich mi dem Ve suche, wissenschia liche E kenn nisse in den Diens de ige ech en, socialen und die F eihei e bü genden Volks- und Wi scha so dnung zu s ellen. Von hie aus is es ihm nu selbs e s ändlich gewesen, daß e bei allen seinen Be a ungen da übe , was nach dem S u ze de na ionalsozialis ischen Gewal he - scha geschehen solle, eind inglich o eine „Reak ion" wa n e, wie sein Mi kämp e Ul ich on Hassel dies in seinen nachgelassenen Tage- büche n schilde , wo in sein Ve langen zum Ausd uck komm , eine a sächliche En wicklung nich ein ach zu s eichen5, abe eben doch übe sie hinaus o zud ingen. Wi wissen abe alle, daß e sich nich dami begnüg e, im Be eiche de Wissenscha ü das, was e ich ig hiel , zu s ei en, sonde n daß e — ged äng du ch Gewissen und Ve an wo ungsbewuß sein, wah - lich nich du ch pe sönlichen Eh geiz — den Kamp auch au de ein poli ischen Ebene au nahm. Seine Zugehö igkei zu den Männe n des 20. Juli, zum ^ande en Deu schland", leg da on Zeugnis ab. Jede Dik a u e bann die Opposi ion, die doch in einem eien S aa e, wenn sie ih e Au gabe ech anpack , so ungemein segens eich wi ken kann, in eine Un e g undbewegung. Man wi d sich o s ellen können, wie schwe es einem Manne, de an sich eine so kla e und im bes en Sinne des Wo es solda ische Hal ung sein eigen nann e, allen muß e, zum „Ve schwö e " zu we den. Nich s kennzeichne ielleich das Fu ch ba e de Lage, in de sich das deu sche Volk — zumindes sein denkende Teil — be and, eindeu ige als diese Gewissenskon lik , den auch Jens Jessen du chzu ech en ha e. Was soll e höhe s ehen: die T eue zu dem Eid, de einem Menschen geschwo en wa , ode de ewige unausgesp ochene Eid, de dem Va e lande gal ? Vielleich en sann e als Rech s- his o ike sich dabei auch de Ta sache, daß nach al em ge mani- schem Rech das Ve häl nis zwischen Füh e und Ge olgsmann das eine wechselsei igen T eue e p lich ung wa , und wenn de Füh e die T eue b ach, dann ha e de Mann das Rech des Wide s andes und dami zu neue selbs ändige S ellungnahme und eigen e an - 5 Ul ich on Hassel: Vom ande en Deu schland. Zü icli/F eibu g i. B . 1946. S. 244. Hie is Jens Jessen un e dem Decknamen „No dmann" au ge üh wo den. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.84.1.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:35:50 6 F ied ich Lü ge wö liche En scheidung. Das mögen die Gedanken und So gen ge- wesen sein, die ihn quäl en und aus denen he aus e zu seine En - scheidung kam, eine En scheidung, die jede zu espek ie en ha als einen Sch i , de aus Zwei el und F agen in dem Ringen des Ge- wissens ge an wo den is . Wenn Jessen abe e was ü no wendig e kann e, so scheu e e sich nich , auch ü seine Pe son die sich da aus e gebenden Folgen au sich zu nehmen. E a dies in öllig kla e E kenn nis de ihm dami d ohenden Ge ah . Es is die Hal- ung, die Pe ikles noch ku z o seinem Tode seinem Volke, den A hene n, nach ühm e, als e -bei de T aue eie ü die Ge allenen die un e geßlichen Wo e sp ach: „Denn auch dies is unse e A : da am eies en zu wagen, wo wi am bes en du chdach haben; bei ande en abe e zeug nu die Unkenn nis den Wagemu , die Übe legung jedoch Zagen. Die seelische K a de e wi d wohl mi Rech als die s ä ks e ge ühm , die das Sch eckliche wie das Süße mi olle Kla hei e kennen und sich doch keine Ge ah en ziehen." Aus den Be ich en seine Mi s ei e , wie Ul ich on Hassel und Paul Fech e , gewinn auch de Außens ehende einen Einblick in das Ausmaß iseine An eilnahme und de Ene gien, die on ihm aus- gingen. Seine kühl-sachlichen Beu eilung en gingen keineswegs die Schwächen de Männe , mi denen ihn das Schicksal zusammen- üh e. Es lag ihm im besonde en am He zen, die Wide s ands- bewegung nich in ein „ eak ionä es" Fah wasse abglei en zu lassen. Auch hie woll e e „ o wä s" und nich „zu ück". Siche is es nich zule z seine Mi wi kung zuzusch eiben, daß ge ade diese Gedanken, in denen e sich mi dem K eisaue -K eis a , bei de E ö e ung dessen, was „nachhe " we den soll e, nich ohne Übe windung on Wide s änden imme meh in den Vo de g und ück en. Man weiß, wie dep imie e o wa , wenn e die Ma igkei de Seelen und die Denk aulhei , ja Dummhei so iele Menschen e leb e, und wie e im G ande seines He zens sich du chaus on eine gewissen Skepsis den Menschen gegenübe nich ei machen konn e und auch nich woll e. Das abe wa es ja, was einen seine en scheidenden Wesens>züge bilde e, daß die Skepsis in de Beu eilung de Menschen nich die En schlossenhei seines Handelns lähmen konn e. Sie mach e ihn o - sich ig, abe nich zage, sie b ach e ihn dazu, sich gelegen lich mi eine gewissen Unnahba kei zu gü en, um diejenigen abzuweh en, die en wede in Ho nung au eine sich bie ende „Konjunk u " nu „mi machen" woll en ode die du ch Unzulänglichkei nu de Sache geschade hä en, de sie an sich zu dienen eh lich be ei sein woll en: OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.84.1.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:35:50 Jens Jessen 7 „Die g oßen Wo e aus den Zei en, da Geschehen noch sich ba wa , sind nich ü uns. We sp ich on Siegen? Übe s ehen is alles! (Rilke) Dahin e s and abe eben doch eine Tap e kei , die de ande e G imdmug seines Wesen« wa . Es wa die Hal ung des F on solda en aus de Zei des e s en Wel k ieges, die ihm zu Selbs e s ändlichkei gewo den wa . Es muß e ihn mi Ekel e üllen, daß die, die so ge ne das Wo on dem ,yunbü ge lichien", dem „ge äh lichen" Leben im Munde üh en, an nich s ande es dach en, als sich, zu Mach ge- kommen, so o ein eich gepols e es Be zu scha en, und dann lediglich die ande en „ge äh lich leben" ließen. Siche kann man Jens Jessen als Idealis en bezeichnen, abe es is ein Idealismus nich des blinden Glaubens ode g>a des Rausches, sonde n ein Idealismus im Sinne eines Mannes, de es als seine Au - gabe ansieh , eine Idee in alle Nüch e nhei und Sachlichkei , abe audi mi dem ollen Einsa z seine Pe son zu dienen, und de eich ge ade dann zu Ta au ge u en ühl , wenn ande e ma und eige we den. In diesem Sinne wa e imme ein „K iegs eiwillige ", ein Wo , das seine F eunde imme wiede in diesem Sinne aus seinem Munde hö en konn en. Sich au zuop e n, wenn es no wendig wa , wa e imme be ei ; Schonung kann e e nu ü seine F eunde, niemals ü sich. So giedenken wi seine als eines Mannes, de in de Lau e kei seine Gesinnung, de Tap e kei seines Lebens und S e bens Vo bild wa , als eines Kämp e s ü die Reinhei de Wissenscha , als eines S ei e s ü die F eihei de Pe sönlichkei und eine ge ech en O d- nung des Gemeinscha slebens, als eines Mannes, de nich den ebenen P ad eines bequemen Lebens ging und de die F eihei do such e, wo allein sie zu inden is : in de F eihei des eigenen He zens: „Denn nie, s e blichen Meis e n gleich, hab Ih Himmlischen, Ih Allese hal enden, daß ich wüß e, mi Vo sich mich des ebenen P ades ge üh . Alles p ü e de Mensch, sagen die Himmlischen, daß e , k ä ig genäh , danken ü alles le n, und e s ehe die F eihei , au zub echen, wohin e will/6 (Hölde lin) OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.84.1.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:35:50