Die Hoffinanziers Friedrichs des Großen
Abstract
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Full text
Schnee, Hein ich
A icle
Die Ho inanzie s F ied ichs des G oßen
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Schnee, Hein ich (1952) : Die Ho inanzie s F ied ichs des G oßen, Schmolle s
Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo ,
Be lin, Vol. 72, Iss. 1, pp. 67-92,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.72.1.67
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67] 6?
Die Ho inanzie s F ied ichs des G oßen
Ein Bei ag zu Geschich e und Sys em de Ho ak o en
in B andenbu g-P eußen
Von
Hein ich Schnee - Bochum
Ande halb Jah zehn e lang be iebene Fo schungen in meh als
ie zig deu schen und ausländischen A chi en se zen uns in den S and,
die on We ne Somba 1911 au ges ell e These zu bes ä igen, daß es
im Zei al e des Absolu ismus schlech e dings keinen deu schen S aa
ohne jüdische Hee es- und K iegslie e an en und Ho inanzie s gegeben
ha . In B andenbu g-P eußen s ießen wi bei unse en S udien au
eine s a liche Reihe solche „Ho ak o en", wie sie in den Ak en ge-
nann we den; sie beginn un e Ku ü s Joachim II. und ende mi de
Regie ungszei F ied ich Wilhelms III. Eine de Höhepunk e in diese
Ins i u ion des Ho ak o en ums bilde die Wi ksamkei de Ho inan-
zie s F ied ichs des G oßen, mi denen sich die F ide icus-Fo schung
bishe nu andeu ungsweise beschä ig ha . Aus dem o e lichen
We k on Sch ö e und Schmolle übe das p eußische Münzwesen im
18. Jah hunde sind uns wohl die g oßen Münzen ep eneu s F ied ichs
bekann , doch ehl es bis heu e an eine zusammen assenden, au A chi-
alien be uhenden Da s ellung übe die Ho inanzie s des Königs1. Von
1 W. Somba , Die Juden und das Wi scha sleben, Be lin 1911. K i ik
dazu in de His . Z sch . Bd. 108, S. 614—624 on G. on Below, in den P euß.
Jah büche n, Bd. 107, S. 13 . on F. Rach ah 1.
Sch ö e und Schmolle , Das P euß. Münzwesen im 18. Jh., Be lin
1904 . 4 Bde. Dazu je z die E gänzungen au G und de A chi alien de S .A. B es-
lau, S e in, Düsseldo , 'Au ich, Ze bs on H. Schnee: Die Münzjuden in B an-
denbu g-P eußen, o nehmlich un e F ied ieh -dem G oßen, Deu sches A chi ü
Landes- und Volks o schung, Bd. 8, 1944, S. 367—395.
Kü zlich ha F. Redlich ame ikanische Lese un e ich e übe „Jewish En e -
p ise an-d P ussian Coinage in he 18 h Cen u y" in „Explo a ion« in En ep eneu ial
His o y, Vol. III, 3, Camb idge, USA. 1951, S. 161—178. Da e sich haup sächlich au
Sch ö e und Schmolle s ü z , is e wie diese dem gleichen I um e allen, indem
e Johann Liebmann (S. 163) zum Ga en de Es he Schulho mach . Aus den Be -
line Ak en e gib sich jedoch, daß de ch is liche Münzwa dein Johann Liebmann
5*
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68 Hein ich Schnee [68
diesen Ho ak o en will die olgende S udie o wiegend au G und un-
ged uck e Ak en des Geheimen S aa sa chi s (Geh.S .A.) und des
B andenbu g-P eußischen Hausa chi s (B .P .H.A.) in Be lin sowie de
S aa sa chi e (S .A.) zu B eslau und Düsseldo ein geschlossenes Bild
geben und dami zugleich einen Bei ag lie e n zu Ins i u ion des Ho -
ak o en ums in P eußen. Un e den Ho inanzie s und Münzen ep e-
neu s F ied ichs des G oßen wa en die Familien Eph aim und
11 z i g üh end.
Die Familie Eph aim
Die Familie Eph aim kam aus Hambu g ode Al ona nach Be lin;
ih S amm a e Chajim Eph aim, genann Heine, 1665 gebo en,
wa noch o 1695 nach Be lin gezogen, ha e einen Juwelenhandel e -
ö ne und wa do 1748 ges o ben. Mü e liche sei s s amm e die Fa-
milie on Zacha ias Meye in Wien ab, dessen Sohn Na han Yei el Meye
sich bald nach 1671 in Be lin niede ließ. Die Nachkommen hießen Wol .
Zu ihnen gehö e auch Be nha d Wol , de 1849 Wol s Teleg aphen-
bü o g ünde e. Na han Vei el Meye wa de G oß a e des Münzen-
ep eneu s Eph aim; seine Toch e Hanna hei a e e Heine Eph aim,
und dessen zwei e Sohn Na han Vei el Heine Eph aim
wu de de g öß e Münzen ep eneu P eußens; seine Söhne Benja-
min Vei el Eph aim und Joseph Vei el Eph aim wa en
als Mi inhabe de Fi ma Eph aim und Söhne gleich alls bedeu ende
Ho ak o en und Münzen ep eneu s. Die An änge Eph aims in Be lin
wa en in jede Hinsich bescheiden; de Juwelenhandel wa nich be-
deu end, und auch im Münzgeschä ing die Familie klein an. Zum
e s enmal wi d Chajim Heine mi seinem Sohne 1723 genann ; die
Fi ma hieß damals Eph aim Heine und Sohn. Wie klein die An änge
und de jüdische Münzen ep eneu Jos Liebmann, Ga e de Ho juwelie in Es he
Schulho , zwei e schiedene Pe sonen sind. Einsei ig is Redlich, S. 172, wenn e
sp ich on den „ e y shady ansac ions o he Jewish businessmen ins iga ed by he
King o P ussia"; denn auch die Münzen ep eneu s haben -den König wiede hol zu
Mal e sa ionen „ins iga ed", und ih e Un e nehmungen wäh end des Siebenjäh igen
K ieges e olg en imme hin im Exis enzkamp des p eußischen S aa es, wohl abe
sind die Münzmal e sa ionen in zahl eichen Kleins aa en „ e y shady ansac ions";
denn sie dien en lediglich den pe sönlichen Bedü nissen de Hö e. Redlichs E klä-
ung ü die P axis de En epeneu s S. 178, daß sie einen besonde en „e hical code"
en wickel en, nach dem sie handel en, gil ü alle Ho ak o en im Zei al e des
Absolu ismus.
Übe Ziele und Me hoden de absolu en He sche ku z, abe e end, je z
S. F. Bemis, A Diploma ie His o y o he Uni ed S a es, New Yo k 1950, 3. Au l.
5. 15 . De Ve asse e dank die neues e Au lage dieses S anda dwe kes ame ika-
nische Geschich s o schung de gü igen Übe mi lung on P o . D . Hein ich
B üning on de Ha a d Uni e si y, Camb idge, USA.
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69] Die Ho ìnanzie s F ied ichs des G oßen 69
de Fi ma wa en, beweis ih bescheidene Gemeindebei ag on
17 G osdien 6 P ennig. Sei 1730 gehö e Vei el Heine Eph aim zu den
Besuche n de Leipzige Messe. Mi dem Jah e 1737 begannen die Lie-
e ungen zu Münze, und 1742 ha en sie ih e Mi bewe be schon übe -
lügel . Vei el Heine Eph aim hei a e e Elka F ankel, de en B üde
Ab aham und Moses F ankel gleich alls zu den Be line Mün-
zen ep eneu s zähl en.
Vei el Eph aim ha e schon un e F ied ich Wilhelm I. den Ve such
gemach , mi dem Ho e ins Geschä zu kommen. Einmal hö en wi on
einem Juwelen e kau an den König. 1737 e bo sich de damalige
Schu zjude Eph aim, dem Könige eine Obliga ion on 100 000 R l . so-
ga mi e heblichem Disagio zu e scha en, die de G oße Ku ü s
1679 dem He zog Julius F anz on Lauenbu g gegen Ba zahlung zu
6 H ausges ell ha e, ü die de E bzoll bei Lenzen e p ände , die
abe noch nich eingelös wo den wa . Es is nich e sich lich, ob de
König da au einging. Wenn Vei el Eph aim dann un e F ied ich zum
Ho juwelie und Gene alen ep eneu de Münzen au s ieg, auch sons
noch iele Ve güns igungen e uh , so dü e da au siche lich die Ta -
sache nich ohne Ein luß gewesen sein, daß de Bankie dem so häu ig
in Geldnö en schwebenden K onp inzen meh ach Gelde o ges eck
ha . F ied ich wa schon als K onp inz bei meh e en Juden e schul-
de 2. Du ch seine Gemahlin und seinen Schwage ha e e bei dem
b aunschweigischen Kamme agen en Alexande Da id Gelde
au nehmen lassen. In de nach dem zwei en Schlesischen K iege au ge-
s ell en „Designa ion de e noch zu bezahlenden Schulden" komm
Eph aim mi zwei Summen o , die e o ges eck ha . Von 7600 R l .
wu den be ei s zu ückgezahl 1744 du ch den E a sminis e on Boden
4000 und ein Jah da au du ch Geheim a Koppen 3000 R l ., so daß
nodi eine Res schuld on 600 R l . e blieb. Von de zwei en Schuld-
summe on 9459 R l . wa 1746 noch nich s zu ückgezahl . Am 7. Mai
zahl e dann F ede sdo 3200 R l . ab. Dem Be line Geldwechsle
H i s c h e
1
wa en noch 1580 R l . zu zahlen, auch diese Schuld beglich
F ede sdo am 7. Mai 1746. Dem B eslaue Bankie Hi schel,
zwei ellos aus de bekann en schlesischen Ho münze amilie Hi schel,
wäh end de Be line Hi schel aus dem polnisch-sächsischen Zweig
diese Ho ak o en amilie en s ammen dü e, schulde e F ied ich
6900 R l . Koppen bezahl e da au 1745: 4382, so daß nodi 2518 Ti .
abzuzahlen wa en. Mi de s a lichen Summe on 11 680 R l . s and
F ied ich bei Na han Be end Salomon in de K eide, und de
Ho a Weichmann in Wol enbü el ha e 1750 nodi 29 027 R l . zu
2
H. G anie , Die K onp inzlichen Schulden F ied ichs des G oßen, Fo schungen
zu B . u. P . Geschich e, Bd. VIII, 1895. Dazu Ak en des S . A. Wol enbü el.
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70 Hein ich Schnee [70
o de n. Welche Schuldpos en de Schuldenlis e on 1744—1750 noch
aus de k onp inzlichen Zei s ammen, läß sich nich genau e kennen.
Die meis en Ti el dü en abe au die K onp inzenzei F ied ichs zu-
ückgehen. An Alexande Da id e olg e die Rückzahlung de Schulden
e s nach dem Siebenjäh igen K iege.
Welches Ansehen Vei el Eph aim um 1740 be ei s genoß, zeig de
nachs ehende Vo all. Wenige Mona e o dem Tode F ied ich Wilhelms I.
and in Eph aims Hause in de Spandaue S aße eine Hochzei s a ;
zwei Waisen ehelich en einande , und de Ho besuch e die Feie .
1744/45 wu de Eph aim dann „wegen de in seine Kuns sich e wo -
benen besonde en Wissenscha und Geschicklichkei , auch wegen de zu
dessen Alle höchs en Wohlge allen ge anen Lie e ungen" zum Ho -
juwelie e nann 3. Von Juwelenlie e ungen an den König hö en wi
jedoch wenig; dagegen beso g e de Ho juwelie de P inzessin Amalie,
F ied ichs un e hei a e gebliebene Schwes e , und den Ma kg a en
F ied ich und Ka l on Schwed Juwelen. Zu seinen Kunden gehö en
e ne p eußische Adlige, polnische Magna en und de Kgl. Kamme -
he Vol ai e.
Eph aim leg e einen Teil seines im Siebenjäh igen K iege e wo be-
nen Ve mögens in G undbesi z an; e mach e ein g oßes Haus und gab
glänzende Fes e, an denen sich auch Mi gliede des Ho es be eilig en.
Vom Va e ha e de Ho juwelie das Haus in de Spandaue S aße
übe nommen. 1746 e wa b e ü 3000 R l . das Haus Königs aße 14.
Am 16. Juli 1761 kau e e du ch einen S ohmann on dem Geh. Ra
Koppen das Haus Pos s aße 16, Ecke Mühlendamm ü 16 500 Tl . De
Umbau dieses Hauses daue e bis 1766. Die den Balkon agenden ach
Monoli hen soll de König seinem Ho juwelie und Münzen ep eneu
on dem B ühischen Schlosse P o en, das wäh end des Siebenjäh igen
K iege als Ve gel ung ze s ö wo den wa , geschenk haben. Nach dem
Umbau besich ig e de König das Haus. Au die Beme kung des
Gene alen ep eneu s, e ho e, daß das Haus nich s zu wünschen üb ig
lasse, soll de König gean wo e haben: „Nich s als einen — Galgen;
denn e ha mich ganz abscheulich be ogen." Dieses als „Palais
Eph aim" bekann e G unds ück gehö e de Familie bis 1823, dann
wu de es ü 58 500 Tl . an Ca l Hein ich Ul ici e kau . An ang de
60e Jah e e olg e wei e de Bau des Somme si zes am Schi baue -
damm; im Ga en dieses Hauses eie e Eph aim die glänzends en Fes e.
Fü 10 000 R l . kau e de Ho juwelie 1764 das Haus Wilhelm-
s aße 61, dazu e wa b e noch zwei wei e e Häuse in de Spandaue
8
B . P . H. A. Rep. X. N . 28. Vol. IV.
Geh. S . A. Be lin. Rep. 163, IV. N . 41.
R. Mun, Die Juden in Be lin, Leipzig 1924. S. 61.
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71] Die Ho inanzie s F ied ichs des G oüen 71
S aße in Be lin, einen g oßen Ga en bei Be lin und ein Haus in Po s-
dam. Nach einem Sch eiben Eph aims an den König om 26. Dezembe
1764 be echne e e die in Be lin und Po sdam e ich e en Bau en mi
170 000 R l ., die in B eslau, Magdebu g und Os p eußen zum Handel
gekau en und e ich e en Häuse mi 100 000 R l ., seinen gesam en
G undbesi z au 400 000 Tale .
Gegen Ende des Siebenjäh igen K ieges wa en Eph aim und Söhne
noch an einigen g öße en Finanzope a ionen be eilig ; so e wa ben sie
meis bie end zweimal die Kon ibu ion, die de Gene almajo on
Kleis noch o K iegsende in Süddeu schland einge ieben ha e und
die aus Gold- und Silbe münzen bes and. Sie zahl en da ü am 31. De-
zembe 1762: 207 000 R l . und im Janua des Folgejah es 573 000 R l .
Die eingehandel en Gelde woll en sie au den Leipzige Messen e -
we en.
Fü Rechnungen de B eslaue Obe s eue kasse, die gleich nach
K iegsende 3 Millionen Tale nach Be lin abzu üh en ha e, wu den
Assigna ionen au Eph aim ausges ell . Zuguns en de Obe k iegskasse
akzep ie e Eph aim am 14. Feb ua 1763 auch 550 000 R l ., die au
die Eichs eldische Kon ibu ion in Einnahmen zu b ingen wa en, und
übe gab da ü am 16. Feb ua ie in Be lin zahlba e Wechsel on je
137 500 R l . Ein wei e e Wechsel on 76 000 R l . üh e on Kon i-
bu ionen de S ad Mühlhausen he , die 100 000 R l . zahlen muß e;
24 000 R l . soll e Eph aim ba ablie e n. Au ih Münzen ep eneu -
Kon o in Be lin s ell en Eph aim und Söhne in Gemeinscha mi
Daniel I zig noch einen Wechsel übe 522 500 R l . aus. An einem ein-
zigen Tage also, am 14. Feb ua , lie e e de Ho inanzie Wechsel in
Höhe on 1 148 500 R l . Ih e Einlösung e olg e zum Teil du ch Le in
Ma cus; auch ande e Glaubensgenossen we den da ü namha gemach ,
zum Beispiel Elias Hi schel F aenkel4.
Schon wäh end des Siebenjäh igen K ieges, o allem abe in den
nach olgenden F iedensjah en e anlaß e de König seine eich gewo -
denen Münzen ep eneu s, ih e Gewinne in Manu ak u en und Fab i-
ken anzulegen, um ih Ve mögen dem Lande zu e hal en. An diesen
Un e nehmungen wa en auch Eph aims Söhne be eilig , die spä e abe
auch als selbs ändige Un e nehme und Ho ak o en au a en.
Das e s e g öße e Un e nehmen, das Eph aim und Söhne übe -
nahmen, wa die Gold- und Silbe manu ak u . Am 12. Dezembe 1762
sch ieb de Ho juwelie dem König: „Zu olge E. K. M. alle höchs en
Willens, daß ich und meine Kinde Manu ak u en e ich en ode e -
besse n soll, habe ich Gelegenhei aus indig gemach , die hiesige on
langen Jah en he im schlech en Gang gewesene Gold- und Silbe manu-
4
Geh. S . A. Be lin, Rep. 163, IV. N . 41.
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72 Hein ich Schnee [72
ak u iel s ä ke und mi Un e hal ung iel meh e Ou ie s pous-
sie en zu können, das Publikum mi gu en Wa en zu e sehen und
dadu ch die daue ha e E ablie ung meine Kinde im Lande zu
be ö de n. Alle benachba en Fab iken, als die Leipzige , Ze bs e ,
Kö hensche un es de selben zu o , und gleichwohl soll das Po sdame
Waisenhaus sein Sou ien da on haben. Die Re enues aus diese Manu-
ak u wollen wi jäh lich mi 2000 R l . augmen ie en, wenn E. K. M.
ge uhen, dieselbe un e eben den Kondi ionen und Bene iziis, wie sie
bishe bes anden, meinen Leibes-Deszenden en zu kon i ie en."
Am 18. Dezembe 1762 ging die dem Po sdame Waisenhaus ge-
hö ende Gold- und Silbe manu ak u au Eph aim und Söhne übe ;
am 18. Ap il 1763 e hiel en sie das Monopol zu He s ellung silbe ne
T essen und Li zen und die Manu ak u in E bpach . Bis 1820 wa
dieses Monopol, das mi 140 000 R l . bewe e wu de, im Besi z de
Familie Eph aim, die da ü eine jäh liche Pach on 11 400 R l . zahl e.
An Kau ion hin e leg e Eph aim in Obliga ionen 25 200, 21 000, 3000
und 14 150 R l . Mi de Manu ak u ging auch ih Rech als P imum
co pus, d. h. de Vo ang bei Konku s o de ungen, au Eph aim übe .
Das Monopol gal zunächs ü die mi le en P o inzen, wu de dann
abe au P eußen und Schlesien ausgedehn . Gegen ande e Un e nehme
ging de Ho juwelie ücksich slos mi P ozessen o , um ih e Kon-
ku enz zu besei igen; sie wu den zu Fes ungs- und Ge ängniss a en
e u eil .
Von 1770 bis 1782 ha die Manu ak u du ch ih en Königsbe ge
Agen en Joachim Moses F iedlände ü 335 000 R l . Wa en
nach Polen und Rußland abgese z , on 1770 bis 1779 aus Polen ü
1,2 Millionen Silbe he ausgezogen. De Umsa z be ug 1782: 300 000
R l ., 1798: 352 000 R l . In de Manu ak u a bei e en:
1775 1063 A bei e
1780 693
1782 813
1792/93 1494
1798 1116
1801 994
Nach Eph aims Tode, 1775, ging die Manu ak u au das Fidei-
kommiß de Familie übe , sei 1809 konn e die Pach nich meh oll
bezahl we den; 1821 kam mi dem Waisenhaus ein Ve gleich zu-
s ande, das Monopol iel.
Sei 1745 be ieb Eph aim auch eine Klöppelei on B üssele
Kan en. Vom 1. No embe 1749 an wu de die Kan en ab ik im Waisen-
haus be ieben, die A bei du ch Waisenhausmädchen e ich e ;
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73] Die Ho inanzie s F ied ichs des G oßen 73
200 Mädchen, die au Kos en des Waisenhauses zu un e hal en wa en,
muß en wäh end eine siebenjäh igen Leh zei äglich neun S unden
unen gel lich a bei en. Eph aim s ell e ach Leh e innen, die gleich alls
om Waisenhaus zu un e hal en wa en, ü die e abe mona lich
12 R l . Gehal zahlen woll e. Die Un e nehme zahl en den meis en
Leh e innen jedoch nu 8 Tale und s ell en den Buchhal e , ü den
sie 200 R l . e hiel en, ga nich an. Nu in den beiden le z en Jah en
zahl en sie dem Waisenhaus ü jedes Leh mädchen 12 G oschen mona -
lich. De Ve ag gal ü ie zehn Jah e und gab Eph aim und seinem
Schwage Gompe z noch dazu das Monopol. 1763 wu de es ü Eph aim
allein e länge , 1766 kam noch eine Blonden ab ik hinzu, in de
seidene Spi zen he ges ell wu den. Ku z o Eph aims Tode ging de
Kon ak au seinen Sohn Benjamin Vei el Eph aim übe , 1795 wu de
die Fab ik geschlossen. Von 1764 bis 1787 be ieben die Eph aim im
Waisenhaus auße dem eine Gold- und Silbe d ah ziehe ei, ü die
30 Knaben ges ell wu den. Sei 1770 ha en Eph aim und Söhne noch
eine eigene kleine Kan enklöppelei in Be lin6. Den Handel de Eph aim
begüns ig e die Kabine so d e om 28. Mai 1764, die bes imm e: „Da
S. K. M. denen Eph aim und Söhnen zu Be lin commi i e und e laube
haben zum Soulagemen des Publici on Holland und ande en O en
he alle lei Den ées, Vic ualien und Ma e ialwa en zu Schi e übe
S e in und Hambu g nach Be lin und de O e comi i en und ans-
po i en zu lassen, um dadu ch die He s ellung de al en und billigen
P eise nach Möglichkei zu be ö de n, dabei abe billig zu beso gen, daß
denselben on Kau leu en und ande en, so sons dami handeln, alle -
hand Ans oß und Hinde ung in den Weg geleg we den möch e", soll e
ihm und ih en Kommisen die Ein- und Ausspassie ung de Wa en gegen
E ledigung de gewöhnlichen Akzise und Zoll gleich den Kau leu en
ges a e we den6.
In ih em Be ich an den König om 26. Dezembe 1764 ühm en
sich Eph aim & Söhne, meh als 400 000 Tale zu Ve g öße ung des
auswä igen Débi s angewende , e schiedene Schi e gekau und mi
Wa en on S e in nach F ank eich gesand , Wa en bis nach Kons an-
inopel e kau und ü 70 000 R l . Häuse in Be lin und Po sdam
gebau zu haben. Bei de Belage ung Kolbe gs hä en sie zwei Schi e
mi Lebensmi eln do hin gesand , da ü jedoch keine Bezahlung e -
hal en. Auße dem ä ig en sie Ge eidelie e ungen ü die A mee und
Hospi äle 7.
6
Ac a Bo ussica, Handels-, Zoll- und Akzisepoli ik. Bd. III, 1. S. 624, Geh. S . A.
Be lin. Rep. 96. B. 68.
6 Handels-, Zoll- und Akzisepoli ik III, 1. S. 61.
7
Geh. S . A. Be lin. Rep. 96 N . 422, Fase. 1.
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74 Hein ich Schnee [74
Als 1764 eine Holzhandlungs-Compagnie geg ünde we den soll e,
eg e de König du ch K.O om 14. Augus an, daß sich „die Holz-
händle mi dem jünge en Eph aim assozii en, um diesen auswä igen
Holzhandel p i a i e zu en ep eni en und zunächs gemeinsam einen
zu e lässigen Gommis nach Hambu g, B emen, Holland, F ank eich
(Bo deaux) und England zu schicken". Man bemüh e sich auch, die ehe-
maligen Münzen ep eneu s Eph aim und Söhne und Daniel I zig zu
gewinnen, doch kam die geplan e Compagnie nich zus ande8.
Als 1765 eine Le an ische Compagnie geg ünde wu de, ha e die
„jüdische Na ion" 100 Ak ien nehmen müssen, Eph aim und I zig zu-
sammen eben alls 100 S ück9. Fü die G ündung on Handlungshäuse n
zu Cadix wa Eph aim be ei , 10 000 R l . zu zeichnen.
Welches In e esse de König an den Be ieben de Familie Eph aim
nahm, und wie e sie ö de e, beweis die K.O. om 11. Ok obe 1774,
in welche de König seine Ve wunde ung da übe ausd ück , daß de
En ep eneu de Kan en ab ik des Po sdame Waisenhauses, Eph aim
und Söhne, ohngeach e des Ve bo s emde und des wohl eile en
P eises ih e Kan en, so wenig da on abse zen könne. Au die so o
e gangenen Ve bo e alle auswä igen Kan en soll mi meh Nachd uck
gehal en und sollen diese gegebenen alls e neue we den. Von de
Mach s ellung Eph aims zeug die Kabine so d e om 24. No embe
1785. Da de En ep eneu des Po sdame Waisenhauses, Eph aim,
meh Spi zen und Blonden ab izie en läß , als im Lande geb auch
we den, sollen, um die Einschleppung eine so einen Wa e aus de
F emde möglichs zu e hinde n, keine de gleichen Fab iken wei e
konzessionie , alle in de Eph aimschen und ande en mi Kgl. Kon-
zession e sehenen Fab iken ge e ig en Kan en und Blonden au dem
Klöppelpul gesiegel we den, die mi gleichen Wa en handelnden Kau -
leu e au jedesmaliges An o de n Eph aims isi ie und alle nich ge-
siegel en Kan en und Blonden ü Con ebande e klä we den10. Zu-
guns en de Geb . Eph aim wu den auch die emden Gold- und Silbe -
gespins e au den F ank u e (a./O.) Messen e bo en.
Eph aim ha e mi Rüben Hi sch und Bo cha d in Be lin auch
eine Fab ik ü Mousseline ode Nessel uch angeleg . Um den Absa z
zu siche n, wu de du ch K.O. om 18. No embe 1779 die Ein uh on
emdem Nessel uch, ausgenommen os indisches und alles übe 5/4 Be -
line Ellen b ei es, gänzlich e bo en. Die Königsbe ge Kau leu e
nahmen jedoch Eph aim und Genossen wenig und zule z ga nich s
meh ab; sie e klä en soga , sich liebe jedem Zwang zu un e we en,
8
Handels-, Zoll- und Akzisepoli ik III, 1. S. 686/87.
9 Ebenda III, 2. S. 598.
10 Ebenda III, 1. S. 586/87.
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81] Die Ho inanzie s F ied ichs des G oßen 81
De Ho bankie muß e ü den T auschein auße den üblichen Ge-
büh en noch eine besonde e Kau ion in Höhe on 50 R l . Cou an
s ellen. Als nun diese Schwiege sohn zum Ch is en um übe a , o -
de e Eph aim 1810 diese Kau ion zu ück. Obwohl e diese Rückgabe
nich eklamie en konn e, wu de en schieden, daß gegen eine Rück-
zahlung keine Bedenken bes ünden21.
Ih e Glanzzei e leb en die Ho inanzie s Eph aim und Söhne un e
F ied ich dem G oßen. De al e Vei el Eph aim s a b am 16. Mai 1775
als G oßkapi alis . Fi ma und Riesen e mögen e b en seine Kinde ,
ie Söhne und eine Toch e . Die Gold- und Silbe manu ak u und die
A ine ie nebs den dazu gehö enden G unds ücken im We e on
200 000 R l . wu den als Fideikommiß de ün Kinde bes imm . Die
Geschich e de Söhne Eph aims is die Geschich e des wi scha lichen
Abs iegs de Ho ak o en amilie und ih es Au gehens im deu schen
Volk.
Eph aims Söhne hießen Eph aim, Joseph, Zacha ias und Benjamin.
Sie wa en alle eich e hei a e ; ih Gesuch um ein Na u alisa ions-
pa en wu de 1790 noch abgelehn . Eph aims Söhne und Enkel wu den
zum g öß en Teil wiede Ho inanzie s; ih e Tä igkei umspann die
Zei on F ied ich dem G oßen bis F ied ich Wilhelm IV.
De äl es e Sohn des Münzen ep eneu s namens Eph aim
Vei el Eph aim ha e sich schon den Th on olge e p lich e , de
ihn dahe noch als P inz on P eußen auszeichne e. F ied ich Wilhelm,
P inz on P eußen, Ma kg a on B andenbu g, e nann e zu Po sdam
am 5. Sep embe 1782 Eph aim Vei el „in Be ach seine Uns be-
kannd en Be liessenhei zum bes en des Königlichen In e eße, so wie
sein Rech scha enes Be agen übe haup , wo on Wi selbs bey e -
schiedenen Vo ällen gehab , wie nich wenige wegen seine in de
Jouwelen Handlungs B andie e wo benen besonde en Wißenscha und
Geschicklichkei und, in de Uns zum Höchs en Ge allen, bishe ge-
hanen Lie e ungen, aus Höchs eigene Bewegung zu Unse m H o -
Jou elie und Wi klichen Ho -K ieges- und Camme -
A g en " und ließ ihm ein eigenhändig un e sch iebenes Pa en , bed uck
mi dem P inzlichen Beisiegel, übe eichen. In Absch i is uns dieses
Pa en e hal en. Kaum wa de g oße König ges o ben, da lag auch
schon die Eingabe Eph aim Vei eis o , ihn in seinen Wü den als Ho -
juwelie und Wi kliche Ho -K ieges- und Camme -Agen zu bes ä igen.
Diese Eph aim e wies dabei in seinem Bi gesuch au die ü uns
in e essan e Ta sache, daß e e s im le z en Win e om je zigen König
in Audienz emp angen wo den sei und de König ihn seine Huld e -
21 Geh. S . A. Be lin. Rep. 77 Ti . 1021 S äd e.
S ad Be lin. Judensache N . 28.
Scbmoîle s Jah buch LXXII, 1 6
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82 Hein ich Schnee [82
siche habe. Schon am 27. Augus 1786 e hiel Vei el sein Pa en , doch
diesmal nu als Ho juwelie und Agen , gegen eine Gebüh on 35 R l .
De e was hoch abende Ti el: Wi kliche Ho -K iegs- und Kamme -
agen wu de also nich wiede e liehen; e is uns bei unse en Fo -
schungen sons ni gends begegne .
Eph aim Vei el Eph aim bewohn e das Haus Un e den Linden 15;
e leb e on 1729—1803; sein Nachlaß be ug imme noch 400 000
Tale . Eph aim Vei el Eph aim ha e d ei Söhne. De äl es e Sohn Hei-
mann Eph aim Vei el (1753—1821), sei 1812 Heimann Vei el
Eph aim, wa wes p eußische Landscha sagen ,
üh e dami einen Ti el, den bis dahin kein Ho ak o e hal en ha e.
Seine d ei Söhne, die U enkel des Münzen ep eneu s, Joachim Heimann
Eph aim, Vei el Heimann Eph aim und Moses Heimann Eph aim ände -
en ih e Namen nach de Judenemanzipa ion in Johann Hein ich, Vik o
und Ma in Ebe s. Wah scheinlich sind sie Ch is en gewo den; denn die
F auen de beiden le z e en, Töch e des Ho - und Münz ak o s Liep-
mann Meye Wul , wu den au dem jüdischen F iedho beigese z , ih e
Männe dagegen nich . Joachim Hein ich Ebe s (1775—1843)
wa Gene allandscha sagen . Auch de bekann e Roman-
sch i s elle Geo g Ebe s gehö zu den Nachkommen dieses noch heu e
lebenden Zweiges Eph aim.
Da id Eph aim (1762—1835), Eph aim Vei el Eph aims zwei-
e Sohn, Enkel des Münz ak o s, wu de de Schwiege sohn Daniel
I zigs. E wa Bankie und gleich alls wes p eußische Landscha s-
agen . 1793 kam zwischen ihm und de Kgl. Bank ein Da lehnsgeschä
übe die au allend hohe Summe on 800 000 Tale n zus ande. De Be-
ag wu de dem Landscha sagen en gewäh zu Finanzie ung on
Schuld e sch eibungen ös e eichisch-unga ische Magna en in Höhe
on 1 200 000 Gulden. Diese Schuld e sch eibungen, die nich mi Real-
siche hei e bunden wa en, ha en die Söhne jene Magna en ausge-
s ell ; sie wa en in olgedessen auch e s nach dem Tode ih e Vä e
zahlba . Einigen Schuldne n gegenübe ha e sich de Haus ak o soga
bei Ve meidung de Nich igkei de Schuld e sch eibungen e p lich e ,
ihnen jäh lich bis zum Tode ih e Vä e noch be äch liche neue An-
leihen zu gewäh en. De Kamme ge ich sp äsiden on Schleini z
nann e in seinem Be ich om 27. Janua 1806 Da id Eph aim „einen
in de angie en Ve mögensums änden be indlichen Schwindle . . .
Wa um dieses be äch liche Anlehen dem Da id Eph aim gegeben
wo den, da übe weiß ich keine Auskun zu geben. Abe so iel schein
mi unleugba zu sein, daß sich bei diesem Anlehn die alle bedenk-
lichs en Ums ände gleich s anden, de en üble Folgen auch bald genug
ausb achen.. . Haup sächlich wa bei diesem Anlehen bedenklich, daß
die meis en de e p ände en Schuld e sch eibungen das Gep äge on
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83] Die Ho inanzie s F ied ichs des G oßen 83
Wuche und Schwindelei an de S i n ugen; denn keine einzige diese
ausländischen Schuld e sch eibungen wa mi eine Realsiche hei e -
sehen, und as alle wa en on Familiensöhnen ausges ell und e s nach
dem Tode ih e Vä e zahlba ".
Fü 400 000 R l . ha en Da id Eph aims Va e , sein Schwiege -
a e Daniel I zig und Isaak Benjamin Wol , de Onkel seine F au, die
Bü gscha ü die Bank übe nommen. Da id Eph aims g öß e Schuld-
ne wa de G a und spä e e Fü s Ludwig on S a hembe g, de bei
Abschluß des Anleihegeschä es ös e eichische Gesand e in London
wa . Dessen Va e , Fü s Geo g Adam on S a hembe g, e kann e im
Ve gleich om 8. Sep embe 1802 die Schuld an Eph aim mi 834 718
Tale an, zu de en Siche ung säm liche Gü e als P and gese z wu den.
Da id Eph aim konn e de Bank ü das Anlehen keine Zinsen zahlen;
e nahm dahe Wechselk edi e in Ansp uch und e p lich e e sich gegen-
übe de Kgl. Bank, Wa en aus seinem Geschä beim Kgl. Packho
zu hin e legen. De Landscha sagen e hiel on de Kgl. Bank gegen
Wechsel und Ve p ändung on Indigo 51 780 R l . in Gold und 96 780
R l . Cou an , zusammen 148 560 R l . Die Bank emp ing übe die
symbolische Ve p ändung das A es des Ve wal e s. Diese ließ sich
jedoch on Eph aim bes echen und gab die Wa en wiede he aus. Im
Sep embe 1805 b ach dann das ganze Ka enhaus zusammen, und
Eph aim loh heimlich nach Wien. De Gü e e wal e s a b mi elos
im Ge ängnis. De Konku s übe Eph aims Ve mögen e gab, daß e
auch de Seehandlung 120 000 R l . schulde e, die abe du ch eine Bü g-
scha de Geb . Benecke gedeck wa en. Diese ha en on Eph aim
wiede um 418 000 R l . zu o de n, gesiche du ch einen Teil de S a -
hembe gschen Schuld. Die Un e suchung e gab, daß Da ids Finanz-
e häl nisse schon sei 1793 ungesund wa en. De Fall Eph aim es ig e
die Ansich des Reichs eihe n om S ein, daß eine un ähige Bankbü o-
k a ie Ho ak o en be o zuge und diese on jenen ausgenu z we de.
1811 e handel e Eph aims Sohn übe einen Ve gleich mi de Kgl.
Bank gegen Zusiche ung de S a losigkei ü seinen Va e . Die Bank
schein on dem Kapi al nich s e lo en zu haben, wohl abe 150 000
R l . Wechselgelde . Auch de Fü s on S a hembe g, Eph aim ie
e schulde , bemüh e sich um einen Ve gleich, gleich alls un e de
Vo ausse zung, daß seinem Finanzie S a eihei zugesiche wü de.
De Bank wu den 27 H de Fo de ungen angebo en, die Zinsen nich
ge echne . De Geheime S aa s a S aegemann, de die Ak en be-
a bei e e, beme k e dazu: „Ich inde es bedenklich, un e diese Be-
dingung den Ve gleich anzunehmen, und daß des Königs Majes ä den
D. Eph aim begnadigen." „De Gewinn des S aa es, dem bei abgelehn em
Ve gleich die angebo enen 50 000 l. wah scheinlich en gehen, kann nich
beach e we den gegen den Nach eil, den die om S aa e klä e S a -
6*
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84 Hein ich Schnee [84
losigkei eines solchen Be üge s zu Folge ha , und ich hal e es de
Wü de des S aa es nich gemäß, in eine solche Bedingung einzu-
gehen." S aegemanns An wo an Eph aims Sohn om 27. Juni 1811
lehn e auch die Zusiche ung de S a losigkei ab; ob de Ve gleich
da an geschei e is , läß sich nich es s ellen.
Da id Eph aim ließ sich in Wien au en, nahm den Namen Johann
And eas Schmid an und wu de Wiene Bü ge . Spä e keh e de
Ka holik Johann And eas Schmid nach Be lin zu ück, wo e unange-
och en bis zu seinem Tode 1835 leb e. Sein Sohn Julius Schmid ,
de das Blu de beiden üh enden Münz ak o en in sich e einig e —
seine Mu e wa Rebekka I zig gewesen —, b ach e es soga zum
p eußischen Gene alkonsul in Wa schau; do soll e 1832 e -
schollen sein22.
Eph aim Vei el Eph aims d i e Sohn, also Da id Eph aims B u-
de , Assu Eph aim (1764—1826) nahm 1810 den Namen Albe
Leopold Edeling an, ohne sich zunächs au en zu lassen; e soll Kon-
sulen de os indischen Kompagnie in Holland gewesen sein.
Des Münz ak o s zwei e Sohn JosephVei elEph aim (1731
bis 1786) is uns schon meh ach begegne . E wa wie de Va e H o -
juwelie und Ho münze . Seine e s e F au en s amm e de Ho -
ak o en amilie Fü s ; die zwei e F au wa eine Gompe z. Von seinen
el Kinde n nahmen die beiden Söhne 1812 den Namen Ebe y an.
Zacha ias Vei el Eph aim (1736—1779), de d i e Sohn
des Ho münze s, wa Bankie und Ho juwelie . Von 1771 bis
1779 besaß e den bekann en Be line Gas ho zum König on Unga n.
Seine F au en s amm e de b aunschweigischen Ho bankie amilie
Samson. Zacha ias üh e ein e schwende isches Leben, so daß e un e
Ku a el ges ell we den muß e. Sein Enkel, Zacha ias F ankel
Vei el Eph aim, Sohn de Toch e Rose e, gleich alls S aa slie e-
an , nann e sich 1812 F iebe; dessen Töch e hei a e en in bü ge liche
und adelige Beam en-, O izie s- und Gu sbesi ze amilien. Nachkom-
men s iegen in die höchs en S aa ss ellen au und spiel en bis in das
20. Jah hunde in Poli ik und Ho gesellscha eine üh ende Rolle.
F iebe hin e ließ bei seinem Tode das Riesen e mögen on d ei Mil-
lionen Tale n.
Be o wi uns eingehende mi dem P ojek enmache Benjamin
Vei el Eph aim be assen, ku z einige Zeilen übe die Töch e des Ho -
inanzie s und ih e Nachkommen. Edel Eph aim, die äl es e Toch-
e , wa die F au des Seiden ab ikan en Moses Ries, de Seiden-
ab iken in Po sdam und Be lin mi Filialen in B eslau und Königsbe g
22 Da id Eph aim: Geh. S . A. Be lin. Rep. 72. B. I. N . 86. Rep. 89. 11 B.
Rep. 104. IV. C N . 9. N . 27.
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85} Die Ho inanzie s F ied ichs des G oßen 85
besaß. Als e 1774 s a b, hin e ließ e ein Ve mögen on 200 000 R l .
T o zdem mach e sein Sohn schon nach zehn Jah en Konku s.
Rösel, die zwei e Toch e , hei a e e Aa on Meye ; e wa
Münz ak o wie sein Schwiege a e und Ho bankie de P in-
zessin Amalie. Sei 1782 ha e e auße dem das zum Po sdame Waisen-
haus gehö ende F eienwalde Alaunwe k ü 20 Jah e in Pach . Beim
Konku s nach Maye s Tode s ell e sich he aus, daß e aus Da lehns-
geschä en mi de e s o benen P inzessin Amalie dem Könige noch
7226 R l . 16 G . schulde e. Die P inzessin ha e Maye au Ansuchen
33 000 R l . in gu en F ied ichsd'o s á 5 R l . zu 5 H geliehen. Die
Rückzahlung e olg e in de Weise, daß P inzessin Amalie einen Wechsel
on den Geb . Eph aim au die Häl e des Kapi als nebs Zinsen e hiel ,
2500 R l . im nächs en Jah ih em Finanzie e ließ und ihm ü die
Res schuld in Höhe on 14 000 R l . mona liche Ra enzahlungen ge-
wäh e. Bis Feb ua 1787 wa en 6773 R l . 8 G . gezahl wo den, so
daß also eine Schuld on 7226 R l . 16 G . e blieb, die F ied ich Wil-
helm II. on P inzessin Amalie e b e. E beließ sie dem Ho inanzie
zins ei; noch 1798 be anden sich diese 7226 R l . 16 G . un e den
auss ehenden S aa sschulden. Die Nachkommen auch dieses Zweiges
Eph aim wu den noch o de Judenemanzipa ion Ch is en. Von ie
Enkeln wa en d ei als Hü eninspek o , Obe hü eninspek o und
Be gmeis e ä ig.
Die beiden Enkelinnen, Rösels Töch e , mach en die ü weibliche
Nachkommen on Ho inanzie s bezeichnenden Hei a en. Sophie Leo-
poldine Wilhelmine Meye (1760—1828) hei a e e den Ba on Fe di-
nand Die ich Wilhelm on G o hus, de als Kgl. Pos meis e in
O anienbu g s a b. Die Ehe blieb kinde los. Ca oline Espe ance Ma i-
anne Meye ehelich e am 20. Juni 1797, also lange o de Juden-
emanzipa ion, au Schloß Königsb ück den Kaise lichen Feldma schall-
Leu nan und Gesand en zu Be lin P inz Hein ich XIV. Reuß, also
einen Angehö igen egie ende Dynas ien. De P inz s a b be ei s
1799. Die ü s liche Familie e kann e zwa seine Wi we als alleinige
E bin seines Ve mögens an, billig e ih abe nich Namen und Vo -
ech e zu; da ü wu de Ma ianne Meye die Füh ung des Namens
. Eybenbe g ges a e . Goe he le n e die Schwes e n Meye in Ka ls-
bad kennen; aus seine Ko espondenz mi ihnen ha spä e Va nhagen
on Ense zahl eiche B ie e e ö en lich .
In den geschä lichen Un e nehmungen des Ho inanzie s is uns
häu ig dessen ie e und jüngs e Sohn begegne , de Ho juwelie , Ho -
münze , Ho - und Hee eslie e an und poli ische Agen Benjamin
Vei el Eph aim (1742—1811), dessen aben eue liches Leben eine
nähe e Be ach ung e dien . E b ach e es auch, de äuße en S ellung
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86 Hein ich Schnee [86
nach, on allen Söhnen Eph aims am wei es en23. E wu de G e -
heime Kommissions a und dami wah scheinlich de e s e
jüdische Geheim a in P eußen. Das Miß auen, das F ied ich de
G oße, sons dem al en Eph aim s e s seh gewogen, diesem Sohne
wiede hol bezeug e, soll e sich nu allzuseh als ge ech e ig e weisen.
Benjamin Vei el Eph aims Bildung wa dü ig, nu d ei Mona e
ha e e bei einem Un e o izie Lesen und Sch eiben gele n ; üh
begann e sein ausschwei endes Leben. Sei 1761 lei e e e das Hand-
lungshaus in Ams e dam, wo e die eiche Jeanne e Philipp hei a e e.
1767 e wa b e on seinem Schwiege a e die Schmelzhü e in Muiden
bei Ams e dam. Plö zlich muß e Benjamin aus Holland lüch en. Übe
die G ünde be ich e e de holländische Ingenieu Johann Hein ich
Mün z, de Muiden ausbeu e e: „De He Eph aim nahm plö zlich
die Fluch nach Deu schland, um sich des Scha ich e s Hand zu en -
ziehen. Die U sache is all zu schnöde, um e schwiegen zu bleiben.
De Kasus is kü zlich diese : De He Eph aim ha e mi einem
Schi e und eingewande en schelmischen Juden ein Komplo ge-
mach , um einen Asseku adeu um 30 bis 40 000 l. zu be ügen. De
Schi e nahm eine Ladung Schlacken, in Fässe n gepack , und uh
dami nach Hambu g. An diesem O wu den die Schlacken ausgeladen,
wiede um eingeschi und als kos ba e Wa en angegeben. Eph aim ließ
hie au ci ca 40 000 l. asseku ie en. De Schi e segel e ab, und au
eine gewissen Höhe au See boh e e sein Schi in den G und.
Eph aim kam um die e siche e Summe ein. Als abe de Asseku a-
deu den schnöden Be ug en deck e, nahm Eph aim plö zlich die
Fluch . De Schi e mi einem Juden wu den ge angen, zu Ve an wo -
ung gezogen, übe üh , mi dem S ick um den Hals gegeißel , ge-
b andma k und au 50 Jah e ins Zuch haus geschick . Dieses alles ha
sich zuge agen im Somme 1769 und F ühling 1770."
Von Be lin aus e kau e dann Benjamin die Hü e 1773 ü 4000 l.
Daß e die eibende K a wa in den Münz e schlech e ungen de
siebzige Jah e, is danach e s ändlich. E nahm selbs die U hebe -
scha hie ü in Ansp uch.
23 B. V. Eph aim, Übe meine Ve ha ung. Dessau 1808. 2. Au l.
Geh. S . A. Be lin. Rep. 74 XVI N . 11.
Rep. 74. XVI N . 8. Rep. 74 N XVII N . 1, I b.
Rep. 72. B. I. N . 86. Rep. 94. IV. N . C 13.
Rep. 94. IV. M. C. 29. Aus de le z en Ak e e gib sich, daß Eph aim Vei el und
Benjamin Vei el Eph aim B üde sind.
In Rep. 94. IV N . C 13 is on de Lie e ung eines Ringes an F ied ich d. G .
ü 756 Tale die Rede.
J. Pap i z, H. Rachel, P. Wallich, Be line G oßkau leu e und Kapi alis en. Bd. IP
übe Eph aim; Rachel ha jedoch nu Be line Ak en benu z .
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87] Die Ho inanzie s F ied ichs des G oßen 87
Als 1773 Eph aim in seine Eigenscha als „C o m m i s s a i de
Comme ce" auch bei den Salzgeschä en mi polnischen Magna en
nich s zus ande b ach e, ließ ihn de König allen, und die Bi en des
Handelskommissa s, A es au die Gü e polnische Adlige in P eu-
ßen zu legen, da e ihnen K edi e gewäh ha e, blieben e olglos.
Auch mi de B aban e Kan en ab ik, die 1774 on dem Va e
au Benjamin Vei el Eph aim übe gegangen wa , mach e e schließlich
Banke o o z de s aa lichen Un e s ü zung, die e ü das Un e -
nehmen e hiel . Fü jede Klöpple in bekam z. B. 1799 de Un e nehme
einen Zuschuß on einem Tale ; 1803 be ug de Vo schuß 4500 Tl .,
ü welche die Be line Handlung Na han Liepmann & Co. die Ga an ie
übe nahm. Als 1772 de Ne zedis ik mi seine zahl eichen jüdischen
Be ölke ung zu P eußen kam, s ell e Eph aim sein Un e nehmen in
den Diens diese jüdischen Be ölke ung. 1785 beschä ig e e 700 jüdi-
sche Klöpple innen; seine Un e nehmungen be anden sich in Fla ow,
Chodziesen, Cza nikau, Deu sch-K one, Filehne, K ojanke, Tü z und
Zempelbe g. Mi den Löhnen blieb Eph aim noch un e den nied igen
Löhnen des E zgebi ges; 1809 b achen alle Un e nehmungen zu-
24
sammen .
Un e F ied ich Wilhelm II. kam Benjamin Vei el Eph aim noch
einmal zu Gel ung. Die Regie ungszei dieses Königs is auch die
Glanzzei im Leben dieses Ho ak o s, de dem Könige schon in de
K onp inzenzei als Ho bankie gedien ha e. Eph aim leis e e dem
Th on olge ech be äch liche Vo schüsse, die in Höhe on 200 000
R l . nach de Th onbes eigung beglichen wu den. Sein Haus wu de
je z de Mi elpunk poli ische und li e a ische K eise Be lins noch
o E ö nung de jüdischen Salons, ha e e sich doch selbs als Dich e
e such , indem e 1776 das D ama „Wo hy" in Danzig e scheinen
ließ. Im Hause Eph aims ging des K onp inzen und Königs Güns ling
Bischo we de ein und aus; schon dem Th on olge ha e Eph aim
du ch den damaligen Obe s leu nan s aa swi scha liche Denksch i -
en übe eichen lassen, um au sich au me ksam zu machen. Kein Wun-
de , daß e alsbald wiede ins Geschä kam und ü um ang eiche
Ge eidelie e ungen e p lich e wu de. Bischo we de sag e man nach,
daß e an diesen Ge eidespekula ionen be eilig wa . Zu Eph aims
Gönne n zähl en e ne de Minis e on S uensee, de Feldma schall
on Möllendo , die Gene ale on Köcke i z und on Zas ow, alles
Mi gliede de sogenann en anzösischen Pa ei am p eußischen Ho e.
Mi de en Hil e kam Eph aim auch ins poli ische Geschä 25.
24 H. Jacobson, Jüdische Spi zenklöppele innen im Ne zedis ik . Z sch . .
d. Geschich e de Juden in Deu schland, Be lin 1929.
25 H. G anie , Be ich e au« de Be line F anzosenzei 1808—1809. Leipzig
1913. N . 159, N . 226.
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88 Hein ich Schnee [88
Bischo we de e scha e 1787 Eph aim eine geheime Mission nach
B üssel, wo de jüdische Agen die Lage kann e in olge on Ge eide-
lie e ungen, die e ü die p eußische Expedi ion nach Holland übe -
nommen ha e. Eph aim soll e die Häup e de belgischen Re olu ion
in ih em Wide s and gegen Kaise Joseph II. e mu igen und ihnen die
Hil e P eußens in Aussich s ellen. De Agen ging übe diesen Au ag
noch hinaus und e lang e om belgischen Na ionalkong eß gewisse Zu-
sagen ü den Fall eines K ieges zwischen P eußen und Ös e eich, da -
un e eine solche au 5 Millionen Tale Subsidien.
Nach diese Mission s ell e Bischo we de seinen Güns ling im An-
schluß an die Kon e enz on Reichenbach 1790 dem Könige im Ho -
lage on Schei nig bei B eslau o . Do wu de dem Ho inanzie eine
ähnliche Mission ü Pa is übe agen. E soll e Schein e handlungen
wegen eines Handels e ages üh en, in Wi klichkei abe die Geneig -
hei de anzösischen Regie ung zum Abschluß eine Allianz mi
P eußen sondie en. Eph aim e hiel zu diesem Zweck 3000 R l . Gehal
— e e b auch e dann das Meh ache diese Summe — und den Ti el:
Geheime Kommissions a . Fü den Fall des E olges wu de ihm die
daue nde Ve wendung im S aa sdiens e in Aussich ges ell . Übe diese
Mission and eine s ändige Immedia ko espondenz zwischen Ho inan-
zie und König s a . Dem p eußischen Gesand en in Pa is on de
Gol z hal Eph aim in diese Zei mi einem Da lehn aus, obwohl diese
zu seinen Gegne n gehö e, da e na u gemäß übe den Sonde gesand-
en nich ge ade e eu wa . De Geheime Kommissions a , olle
Wich ig ue ei und Geschä igkei , e eich e auch a sächlich nich s. Vo -
übe gehend wu de e soga e ha e und schließlich abgeschoben.
Auße dem ha e sich inzwischen die Gesinnung des Königs gewandel ;
1791 wa e ü eine Allianz mi Ös e eich gegen F ank eich26.
De geschei e e Sonde gesand e wand e sich je z e neu den Ge-
eidelie e ungen zu, wu de abe auch hie allmählich on seinem Ri-
alen Liepmann Meye Wul e d äng . Wegen eines Kon ak es om
9. Mai 1789, den man nach äglich wiede au gehoben ha e, kam es
noch zu einem langen P ozeß, de du ch meh e e Ins anzen ge üh
wu de, und den de Geheim a in de le z en Ins anz e lo . Eph aim
muß e 90 000 R l . Vo schuß zu ückzahlen, die Zinsen da au wu den
ihm e lassen, 12 000 R l . als Ab indung zue kann . Spä e se z e es
eine seine ü s lichen Gönne , de He zog on B aunschweig, du ch,
daß ihm als wei e e En schädigung 3000 R l . aus de Disposi ionskasse
zue kann ode ein Res in diese Höhe, den e de Seehandlung aus
einem 1799 au genommenen Da lehn on 5000 R l . noch schulde e,
nachgelassen wa d; Eph aim ha e 26 000 R l . ge o de .
26 J. K ü h n , B. V. Eph aims Geheimsendung nach Pa is 1790/91. Ein Bei ag zu
Kabine spoli ik F ied ich Wilhelms II. Diss. Gießen 1916.
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89] Die Ho inanzie s F ied ichs des G oßen 89
Du ch Denksch i en übe die Ausgabe on Papie geld, die Au -
nahme eine Anleihe im Auslande und die G ündung eine Gesellscha
mi einem Monopol zu Ve so gung alle S äd e mi Lebensmi eln
such e de Geheime Kommissions a wei e hin die Au me ksamkei de
lei enden S ellen au sich zu lenken. Daneben p leg e e , on dem Ge-
heimen Kabine s a Lomba d un e s ü z , seine „diploma ische Gek-
ke ei", wie e sich selbs ausd ück e.
Als 1794 de Zug nach Polen e olg e, wu de auch Eph aim do hin
geschick , doch lehn e ihn de ussische Gesand e, ein P inz on Nassau,
ab und bes and da au , daß de Ho ak o zu ückgeschick wu de, was
dann auch geschah. Je z hiel e sich e was zu ück. Nach Eph aim ehl e
es in dem Feldzuge zu d i en Teilung Polens an allem. Zu besse en
Ein ich ung on Feldbäcke eien ha e e dem König einen Plan o -
geleg . Diese übe sand e ihn dem Gene al on Geusau zu Begu ach-
ung; de Gene al uh Eph aim jedoch scha an; e beschwe e sich
deshalb beim Könige, de es dem Gene al wiede um e wies. Sei diese
Zei wa Geusau Eph aims Feind. Als Cailla d anzösische Gesand e
in Be lin wu de, e ging an Eph aim de Be ehl, mi diesem Umgang
zu p legen. De Ho inanzie ühm e sich, ü die Ab e ung des linken
Rheinu e s an F ank eich gewi k zu haben. E sang das Loblied au
den anzösischen Gesand en und alle seine Nach olge , de en F eund-
scha e genoß und die in seinem Hause e keh en, das deshalb all-
gemein e haß wa . Selbs mi Napoleon s and de p eußische Geheim-
a in Ve bindung, be and sich doch eine kleine Sch i on Eph aim
übe mili ä ische Ökonomie in de Hand des Kaise s; de anzösische
Gesand e Du oc lie e e sie spä e dem Geheim a wiede zu ück.
Imme wiede wu de Eph aim bei den Ve handlungen mi F ank eich
als Agen benu z ; 1805 e bo e sich zu Übe mi lung e auliche
Nach ich en zwischen den Be line Ve e e n F ank eichs und Baye ns
eine sei s und de p eußischen Regie ung ande e sei s. Audi mi Ha -
denbe g ha e Eph aim diploma ische Gesp äche. Als jedoch aus eine
Geheimen Kon e enz beim König Nach ich en an den anzösischen
Gesand en La o es gelang en, kam e in den Ve dach , S aa sgeheim-
nisse ausgeplaude zu haben, und de König be ahl ihm, den Umgang
mi dem anzösischen Gesand en zu meiden. Eph aims Gönne wa en
de Gene al on Köcke i z und de Geheime Kabine s a Lomba d.
Audi gegen die Königin Luise nahm Eph aim S ellung, da sie nich ü
die Allianz, sonde n ü den K ieg gegen F ank eich gewesen sei. De
Geheim a wa mi dem Ho inanzie Delma Ve e e de Pazi is en
in Be lin. Als seine pe sönlichen Feinde sah e spä e die Minis e
Haugwi z und Schulenbu g und den Gene al on Geusau an, und be-
sonde s gegen den e s e en ich e e e scha e Ang i e. Seinen Gegne
Wul beschuldig e e auße dem, einige ausend Las Weizen au einen
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90 Hein ich Schnee [90
e schlichenen und alschen Paß ausge üh zu haben. Die Tä igkei als
diploma ische Agen b ach e Eph aim schließlich au die Fes ung und
un e S aa sau sich . Als 1806 de p eußisch- anzösische K ieg aus-
b ach, wu de de Geheime Kommissions a au Ve anlassung des Mi-
nis e s on de Schulenbu g am 23. Sep embe als Spion e ha e ,
blieb bis zum 18. Ok obe in de Haus og ei eingespe und wu de
dann au die Fes ung Küs in geb ach . Nach seinen Angaben will de
Ho inanzie in de Zelle F ied ichs des G oßen gesessen haben. Seine
anzösischen F eunde so g en da ü , daß e bald wiede in F eihei
gese z wu de. Seine Geschä e ieb de Geheim a zunächs on Han-
no e aus wei e . Bis zu seinem Tode hö e e jedoch nich au , sich
poli isch zu be ä igen; denn noch im Somme 1811 leg e e Ha denbe g
ein Gu ach en o , nach dem das pomme sche und das wes p eußische
Küs engebie , ielleich auch ganz Os p eußen, gegen Teile on Polen
und Sachsen an Napoleon abge e en we den soll en. Ha denbe g, de
das Gu ach en anzösischen Inspi a ionen zusch ieb, leg e es ohne
wei e e Beach ung beisei e, denn, so ie e aus: „Was ü ein a mes,
des Absa zes seine E zeugnisse, des eien Ve keh s be aub es Land
wü de dami P eußen gewo den sein."
Alle Geschä igkei dieses Eph aim konn e nich da übe hinweg-
äuschen, daß seine Un e nehmungen au ungesunden G undlagen be-
uh en; 1809 mach e e dann auch Konku s. Im nächs en Jah e wu de
dem Geheimen Kommissions a de P ozeß gemach , nachdem Fi men
in Leipzig und Ams e dam demen sp echende An äge ges ell ha en.
Die Un e suchung s ell e es , daß Eph aims Fi ma be ei s sei 1804
insol en wa und sei diese Zei e hebliche Schulden gemach ha e.
Doch wa de Zusammenb uch de Fi ma nich die alleinige U sache
ü den Niede gang dieses Zweiges de Familie, sonde n Benjamin
Vei eis Tä igkei als poli ische Agen , die schließlich zu seinem S u ze
und zu seine polizeilichen Übe wachung als „eine geheime Ve bindun-
gen mi auswä igen Behö den e däch igen Pe son" üh e; denn de
Geheim a gehö e inzwischen zu den übelbeleumde en Pe sonen, wie
die Ak en ausd ücklich es s ellen; sein schädliches Wi ken wa meh -
ach e wiesen. Besonde s scha cha ak e isie ihn S aa s a Sack in
seinem Be ich om 5. Juli 1810, in dem e den Ho ak o als höchs
ge äh liche Pe son bezeichne e, de en genaue Übe wachung no wen-
dig sei27.
Aus dem Jah e 1811 lieg uns noch ein Gesuch an den König o
mi de Bi e um En schädigung ü seine diploma ische Tä igkei und
seine Ve diens e. Diese aus Bi en und D ohungen bes ehende Eingabe
27 Geh. S . A. Be lin. Rep. 77 D. XVI N . 3a. Rep. 9 yy. 0. 67 Vol. I. Rep. 9 yy.
O. 68.
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