Bewertungs- und Gliederungsfragen für Bankbilanzen nach dem Vorschlag einer EG-Richtlinie über den Jahresabschluß von Banken
Abstract
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Full text
Becke , Wol -Die e ; Hasenkamp, Ka l-Pe e
A icle
Bewe ungs- und Gliede ungs agen ü Bankbilanzen
nach dem Vo schlag eine EG-Rich linie übe den
Jah esabschluß on Banken
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Becke , Wol -Die e ; Hasenkamp, Ka l-Pe e (1980) : Bewe ungs- und
Gliede ungs agen ü Bankbilanzen nach dem Vo schlag eine EG-Rich linie übe den
Jah esabschluß on Banken, K edi und Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol.
13, Iss. 4, pp. 506-531,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.13.4.506
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Bewe ungs- und Gliede ungs agen ü
Bankbilanzen nach dem Vo schlag eine EG-Rich linie
übe den Jah esabschluß on Banken*
Von Wol -Die e Becke , Bonn, und Ka l-Pe e Hasenkamp, Düsseldo
I. Zu Sys ema ik de einschlägigen Rich linien-
Ini ia i en de EG-Kommission
Am 25. Juli 1978 ha de Minis e a de EG die Vie e gesellscha s-
ech liche Rich linie übe den Jah esabschluß on Kapi algesellscha en
e abschiede , die im Am sbla L222 om 14. Augus 1978 e ö en -
lich wu de. Nach A ikel 55 diese Rich linie haben die Mi glied-
s aa en die na ionalen Rech s- und Ve wal ungs o sch i en inne halb
on zwei Jah en anzupassen. An ang Mä z 1980 ha das Bundesjus iz-
minis e ium den Vo en wu eines Du ch üh ungsgese zes zu de Rich -
linie den Wi scha s e bänden zuges ell und ü Ok obe zu eine An-
hö ung eingeladen.
Nach A ikel 1 Abs. 2 de Vie en Rich linie können die Mi glied-
s aa en bis zu eine spä e en Koo dinie ung de Ma e ie on eine
Anwendung diese Rich linie au Banken, Ve siche ungen und ande e
Finanzins i u e absehen. Eine solche Koo dinie ung is eingelei e wo -
den. Im He bs 1977 wa de „Vo schlag eine neuen Rich linie übe
den Jah esabschluß on Banken" bekann gewo den, den eine in e -
na ionale S udieng uppe on Sach e s ändigen des Rechnungswesens
aus de EG ü die Kommission e a bei e ha e1. De Sach e s ändigen-
Vo schlag gliede sich in zwöl Abschni e:
* Übe a bei e e Vo ag o de Kommission „Bankbe iebsleh e/Finan-
zie ung" im Ve band de Hochschulleh e ü Be iebswi scha e.V. am
11. Ap il 1980 in E s ad /Libla .
1 Wo lau mi E läu e ungen siehe „Anme kungen zu dem En wu eine
EG-Rich linie übe den Jah esabschluß on Banken om Ok obe 1977".
Sch i en des Ve bandes ö en liche Banken, He 4. Gö ingen: 1979 S. 41 .
Im Somme 1980 is den in e essie en na ionalen und in e na ionalen S ellen
ein e s e Vo en wu de EG-Kommission ü eine Rich linie zum Jah es-
abschluß on Banken zugänglich gemach wo den, de abe nich e ö en -
lich wu de. De En wu weich zwa in einzelnen Punk en on dem Sach-
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Bewe ungs- und Gliede ungs agen ü Bankbilanzen 507
— Allgemeine Vo sch i en (Einhei on Bilanz, G+V-Rechnung und
Anhang zum Jah esabschluß; G undsa z des ue and ai iew),
— Gliede ung des Jah esabschlusses,
— Gliede ung de Bilanz,
— Vo sch i en zu den einzelnen Posi ionen de Bilanz,
— Gliede ung de Gewinn- und Ve lus echnung,
— Vo sch i en zu einzelnen Posi ionen de G+V-Rechnung,
— Bewe ungs egeln,
— Inhal des Anhangs,
— Inhal des Jah esbe ich es,
— O enlegung,
— Spezielle Vo sch i en und
— Schlußbes immungen.
Nach dem Schluß des 8. Abschni s „Inhal des Anhanges" is in dem
Vo schlag eine Reihe on A ikel-Numme n ü Vo sch i en übe
Konze nabschlüsse o engelassen wo den. Zum Konze nabschluß on
Kapi algesellscha en lieg ein meh ach geände e Vo schlag de EG-
Kommission ü eine Sieben e gesellscha s ech liche Rich linie o , de
in eine ühe en Fassung schon im Am sbla de EG am 17. 1. 1979
(C 14, S. 2 .) e ö en lich wu de. Danach b auchen nach A ikel 8 bis
zu eine spä e en Koo dinie ung bes imm e Vo sch i en (Gliede ung,
Bewe ungs egeln, Behandlung on Konsolidie ungsun e schieden) au
Banken usw. nich angewende zu we den. Die Sach e s ändigeng uppe
ha deshalb in de Absich , die Ausnahme egelung ü Banken aus-
zu üllen, einen e gänzenden Vo schlag o geleg . Diese e gänzende
Vo schlag übe Banken-Konze nabschlüsse soll in die Banken ich linie
eingea bei e we den.
Was den Zei ho izon be i , so is die Anhö ung de Beam en
de na ionalen Regie ungen zu dem Sach e s ändigen-Vo schlag du ch
die EG-Kommission abgeschlossen. Ein e s e Rich linien-En wu de
EG-Kommission is inzwischen o geleg wo den. Die wei e e, e was
ums ändliche P ozedu e schling iel Zei , so daß man ealis ische -
weise e s 1982/83 mi eine Ve abschiedung de Rich linie du ch den
Ra echnen muß. Die F is ü die Anpassung de na ionalen Vo sch i -
e s ändigen-Vo schlag ab, doch bleiben da on die G undsa z agen unbe-
üh . De olgende Au sa z ich e sich dahe , on einigen Hinweisen abge-
sehen, im wesen lichen nach dem zi ie en Vo schlag de Sach e s ändigen.
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508 Wol -Die e Becke und Ka l-Pe e Hasenkamp
en be äg dann no male weise zwei Jah e; da an schließ sich wah -
scheinlich noch eine Schon is ü die Anwendung an. T o z des wei en
Zei ho izon s und o z de e wi enden Vielzahl de G emien, die
konsul ie we den müssen, is abe zu beach en, daß die Symphonie,
die in ie ode ün Jah en gespiel we den soll, heu e komponie
wi d. De Vo schlag de Sach e s ändigen is ein du ch die Vie e Rich -
linie maßgeblich beein luß e Komposi ionsen wu .
Insgesam sind au dem Gebie des Gesellscha s ech s bishe ach
Rich linien schon e lassen wo den ode wenigs ens in de Be a ung:
— Die E s e gesellscha liche Rich linie om 9. Mä z 1968 egel die
O enlegung bes imm e U kunden sowie die Wi ksamkei on Ve -
p lich ungen und ande e Rech s agen. Sie is in das deu sche Rech
übe nommen wo den.
— Eine Zwei e Rich linie om 13. Dezembe 1976 be i Kapi al e -
häl nisse bei Ak iengesellscha en.
— Die D i e Rich linie is die Fusions ich linie om 9. Ok obe 1978.
— Vie e Rich linie is die schon e wähn e Bilanz ich linie.
— Die Fün e Rich linie is eine A eu opäisches Ak iengese z.
— Eine Sechs e Rich linie be i die Ha monisie ung on Bö sen-
p ospek en; sie wu de am 20. 12. 1979 om Minis e a e abschiede .
— Sieben e Rich linie is die Konze n ich linie, die sich mi de Rech-
nungslegung im Konze n be aß ; hie lieg ein meh ach geände e
o izielle En wu o .
— Als Ach e Rich linie lieg de Vo schlag ü eine P ü e ich linie
o .
De hie zu e ö e nde Vo schlag ü eine Rich linie übe den Jah es-
abschluß on Banken o dne sich — wie gesag — in diesen Reigen
in de Weise ein, daß A ikel 1 Abs. 2 de Vie en Rich linie und A i-
kel 8 de Sieben en Rich linie Sonde egelungen ü Banken akul a i
o sehen. Fü beide Gebie e haben die Sach e s ändigen Vo schläge
in eine einzigen Banken-Rich linie o geleg .
II. Ke npunk e des Vo schlags de Sach e s ändigen
Da an diese S elle nich alle Abschni e des Vo schlags de Sach-
e s ändigen ü eine Banken-Rich linie Punk ü Punk du chgegan-
gen we den können, sollen nachs ehend wenigs ens die Haup me kmale
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Bewe ungs- und Gliede ungs agen ü Bankbilanzen 509
au gezähl we den. Viele sind ü das deu sche Bilanz ech in diese
Fo m neu.
1. De Vo schlag bezieh sich au K edi ins i u e in allen Rech s o -
men (A . 1).
2. De Jah esabschluß bes eh aus de Bilanz, de G+V-Rechnung
und dem „Anhang".
3. Die Angabe on Vo jah eszahlen is obliga o isch.
4. Gliede ung de Bilanz nach dem P inzip de abnehmenden Liquidi-
ä .
5. Maßgeblich soll en Res lau zei en und nich meh e einba e Lau -
zei en sein, diese Gedanke is alle dings in dem Vo en wu de
Kommission nich au geg i en wo den.
6. In de Bilanz wi d kein sich ba e Un e schied zwischen Anlage-
e mögen und Umlau e mögen gemach ; bei de Bewe ung wi d
un e schieden.
7. De zusä zlich zu dem „Anhang" zu lie e nde Geschä sbe ich soll
eine Übe sich übe die Geschä sen wicklung, übe wich ige E eig-
nisse nach dem Bilanzs ich ag und übe die o aussich liche En -
wicklung de Bank en hal en.
8. De Anhang als Bes and eil des Jah esabschlusses soll eine Fülle
on In o ma ionen en hal en, die in ih e Aus üh lichkei eilweise
mi dem Inhal on P ü e be ich en e gleichba sind.
9. Die Sach e s ändigen woll en o enba , daß poli isch en schieden
we den soll, ob Rücks ellungen und We be ich igungen ü K e-
di e o engeleg ode ob sie s ill o genommen we den sollen
(A . 28 a, E läu e ung zu Zi . 4). De Vo en wu de Kommission
sieh s ille Rese en nich o . We be ich igungen sollen im üb-
igen nich meh au de Passi sei e als Ko ek u de Ak i a
e scheinen, sonde n unmi elba om Ak i um abgezogen we den.
10. Bei Gegens änden des Anlage e mögens und des Umlau e mögens
gib es kein Beibehal ungswahl ech (We au holgebo ).
11. Bei Fo de ungen sind neben Einzel We be ich igungen auch allge-
meine We be ich igungen möglich (le z e e als ein noch nich end-
gül ig de inie es Mi elding zwischen Sammelwe be ich igungen
und Pauschalwe be ich igungen).
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510 Wol -Die e Becke und Ka l-Pe e Hasenkamp
12. K edi e und We papie e (des Anlagebes andes) müssen mi dem
Auszahlungsbe ag/Ku swe bilanzie und wäh end ih e Lau -
zei planmäßig au den Nominalwe hochgesch ieben we den.
13. Kompensa ionsmöglichkei en zwischen We be ich igungen und
ande en E ägen wa en in dem Vo schlag de Sach e s ändigen
nich o gesehen. De Vo en wu de Kommission läß hingegen
wiede wei e e Möglichkei en zu.
III. Bewe ungs- und O enlegungs-Regeln
in dem Vo schlag ü die Banken-Rich linie
1. Übe sich : Gene elle Bewe ungsp inzipien in de Vie en Rich linie
und in dem Vo en wu ü die Banken-Rich linie
De behe schende G undsa z de Vie en Rich linie is die Fo de-
ung, daß de Jah esabschluß ein den a sächlichen Ve häl nissen en -
sp echendes Bild de Ve mögens-, Finanz- und E agslage de be e -
enden Gesellscha e mi eln soll. Diese G und o de ung, daß „ ue
and ai iew" gewäh leis e wi d, is in ollem Um ang on den Sach-
e s ändigen in ih en Vo schlag und on de Kommission in den Vo -
en wu ü die Banken übe nommen wo den.
Zu dem Ve langen sind einige Anme kungen zu machen, und zwa
sowohl logische, die sich au den Lee beg i des ue and ai iew
als solchen beziehen, als zwei ens auch Anme kungen un e bankpoli-
ischen Gesich spunk en. Zunächs muß die F age au gewo en we den,
was un e bes imm en his o ischen Gegebenhei en un e ue and ai
e s anden we den soll; denn es gib wede die „Wah hei an sich"
noch die „Bilanzwah hei an sich". Bilanzwah hei is heu e — on
heo e ischen Au assungsun e schieden ganz abgesehen — schon in
Anbe ach des Fo sch i s de Da ene assungs- und - e a bei ungs-
echnik ande s zu e s ehen als beispielsweise im HGB on 1900. Bilanz-
wah hei wi d zudem selbs heu e in den e schiedenen Lände n un e -
schiedlich e s anden, wo au noch im Zusammenhang mi den s illen
Rese en zu ückzukommen is . Einen gewisse maßen zei losen und uni-
e salen ue and ai iew kann es nich geben. Deshalb is e auch
kaum zu alsi izie en und somi jeden alls wissenscha lich nich b auch-
ba . Somi is Vo sich am Pla ze. Wi benö igen also zunächs ein-
mal einen Abbau on Abs ak ion, wenn wi ue and ai iew ope a-
ionalisie en wollen. Mi ande en Wo en: Es wi d eine e bindliche
und ope able In e p e a ion dessen gesuch , was un e den Wi scha -
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Bewe ungs- und Gliede ungs agen ü Bankbilanzen 511
liehen und gesellscha lichen Ve häl nissen in de Bundes epublik
Deu schland (ode in de EG) zu Beginn de ach zige Jah e als ue
and ai iew eine Bilanz e s anden we den „soll". In diesem Zu-
sammenhang is Niehus unbeding zuzus immen, daß man die De ini-
ion nich ein ach einem b i ischen Wi scha sp ü e übe lassen kann,
auch wenn diese Vizep äsiden de EG-S udieng uppe wa 2. Niehus
bemüh sich um die ge o de e ope able De ini ion und komm zu dem
übe aschenden E gebnis, daß es sich um Übe eins immung mi den
G undsä zen o dnungsgemäße Buch üh ung und Bilanzie ung (GoB)
handel . Das genüg zwa nich logischen, ielleich abe wenigs ens
p agma ischen Ansp üchen. Viel Lä m um ein Omele e? In de Be-
g ündung des Vo en wu s ü ein deu sches Bilanz ich linie-Gese z
wi d denn auch gleich hinzuge üg , daß „im Einzel alle" wegen beson-
de e Ums ände on den GoB abgewichen we den muß.
Zwei ens muß ge ag we den, ob Bilanzwah hei de einzige, ode
abe wenigs ens de bei wei em wich igs e G undsa z sein soll, dem die
Bilanzie ung zu olgen ha ; zumindes muß das in unse em Kon ex
im Hinblick au die Bankbilanz ge ag we den. Gib es ielleich noch
ande e beach enswe e G undsä ze, e wa we bewe bspoli ische, bank-
poli ische usw., und welchen Rang haben sie? Es is möglich, daß wi
mi eine solchen F ages ellung die im eigen lichen Sinne bankbe iebs-
wi scha liche Be ach ungsweise hin e uns lassen und zu F agen de
Wi scha so dnung und soga de Gesellscha spoli ik o s oßen. Man
wi d das indessen nich als eine unzulässige Auswei ung des Themas
be ach en können; denn es geh bei de Rich linie ja da um, die bilanz-
poli ischen Bedingungen ü die En al ungsmöglichkei en eines ganzen
Gewe bezweiges abzus ecken, de zudem ü das gesam wi scha liche
Ge üge on g oße Bedeu ung is . Die Bankbilanz is ein Zwischenziel
de Bankpoli ik, nich le z es Ziel. We also die Wel geschich e allein
om S andpunk des ue and ai iew be ach en woll e, de wü de
sich die Sache e was zu ein ach machen. Ande e sei s muß man sich
bei de P ü ung de Umwel -Auswi kungen des G undsa zes de
Bilanzwah hei au bes imm e Zusammenhänge und Konsequenzen
besch änken, um nich eine u e lose Diskussion üh en zu müssen. Dies
alles is abe nich exzep ionell, sonde n ein gewohn es Dilemma, mi
dem de p ak ische Wi scha spoli ike bei jede ans ehenden Ände-
ung on Rahmenda en e ig we den muß.
2 R. J. Niehus, „T ue and ai iew" — in Zukun auch ein Bes and eil
de deu schen Rechnungslegung? De Be ieb, 32. Jg. (1979) S. 221 .
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512 Wol -Die e Becke und Ka l-Pe e Hasenkamp
Die Allgemeinen Bewe ungs egeln des Sach e s ändigen Vo schlags
(A ikel 52) sind mi denen de Vie en Rich linie iden isch:
— Fo se zungs-Axiom
— Bewe ungss e igkei
— Vo sich sp inzip
— S ich agsp inzip
— Impa i ä s-G undsa z
— Gewinnunabhängige Bewe ung
— Pe iodenabg enzung
— Einzelbewe ung
— Bilanzkon inui ä .
Die Vo schläge en sp echen dem gel enden deu schen Rech .
Auch beim Anscha ungswe p inzip (A ikel 53) s immen beide
Dokumen e (Vie e Rich linie und Sach e s ändigen o schlag) mi dem
deu schen Ak iengese z übe ein. Zwa e laub A ikel 54 die Be ück-
sich igung on Wiede bescha ungswe en, doch ha die Bundes egie-
ung in eine P o okolle klä ung bekunde , daß sie dies nich zulassen
wi d.
Bei den Bewe ungs egeln ü das Anlage- und ü das Umlau e -
mögen (A ikel 57 und 60) s immen Vie e Rich linie, Banken o schlag
und deu sche Regelungen im G undsa z gleich alls übe ein. Die wich-
igs en Punk e sind:
— sys ema ische Absch eibungen bzw. Absch eibungen au den Ma k -
we ,
— einmalige und auße o den liche We be ich igungen,
— Fes we -Wahl ech bei de Be iebsauss a ung (A ikel 59).
Dagegen wi d das deu sche Beib ehal ung sw ahl ech (§ 154 Abs. 2 und
§ 155 Abs. 4 Ak .G.) nach de Absich de A ikel 57 Zi e 1. c) dd)
und A ikel 60 Zi e 1. d) au gehoben. De Vo schlag de Sach e s än-
digen und die Kommission übe nehmen das in de Vie en Rich linie be-
ei s e ablie e We au holgebo (Zusch eibungen) auch ü Banken.
Die Sach e s ändigen äumen den Banken auße dem bei Fo de ungen
die Möglichkei en on Einzelwe be ich igungen und eine sogenann-
en Pauschalwe be ich igung ein, die „zu Deckung des la en en
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Bewe ungs- und Gliede ungs agen ü Bankbilanzen 513
Risikos" dienen soll, „das in jedem Fo de ungsbes and en hal en is "
(A ikel 61).
Wei e e A ikel de Bewe ungs egeln nach dem Sach e s ändigen-
En wu be assen sich mi
— K edi en, die un e Abzug eines Disagios gegeben we den (A i-
kel 62); das Disagio is dabei kon inuie lich zuzusch eiben. De
Rich linien o schlag olg also — en gegen de heu igen Übung —
dem Vo schlag eine Bilanzie ung zum Ne owe (Realkapi al),
— de E mi lung de Anscha ungskos en ü We papie e (A ikel 63;
analog de Regelung in de Vie en Rich linie A ikel 40; Du ch-
schni swe e, Fi o, Li o),
— de Disagio e echnung bei We papie en des Anlage e mögens
(A ikel 64). We papie e we den also wie K edi e behandel .
— Ak i ie ungsWahl ech bei Disagio-Ve bindlichkei en (A ikel 65).
Dami is auch ein Realkapi alausweis au de Passi sei e möglich,
— dem Wechselku s isiko (A ikel 67),
— wie de A ikel 42 de Vie en Rich linie mi den Rücks ellungen.
2. Besonde e Risiken des Geschä szweiges
de K edi ins i u e (§ 26 a KWG)
Zu Siche ung gegen die besonde en Risiken des Geschä szweigs de
K edi ins i u e können deu sche K edi ins i u e de zei nach § 26 a
KWG Fo de ungen und We papie e des Umlau e mögens abweichend
on § 155 Ak G bewe en. De Gese zgebe ha e diese Speziai egelung
ü K edi ins i u e 1965 einge üh , als in dem neuen Ak iengese z die
Bildung s ille Rese en s a k eingesch änk wu de. In dem Vo schlag
de Sach e s ändigen is keine dem § 26 a KWG e gleichba e Vo -
sch i o gesehen. Wede die Einzelwe be ich igungen au Fo de un-
gen gemäß A ikel 61 Zi e 1 noch die Pauschalwe be ich igung au
den gesam en Fo de ungsbes and gemäß Zi e 2 sind — sowei e kenn-
ba — „ e ügba e" Rese en im wi scha lichen Sinne de gel enden
KWG-Vo sch i .
De Fo all de zugegebene maßen g oßzügigen Möglichkei en des
KWG und de Bilanzie ungs ich linien zu wei gehend unau älligen
Bildung, Hal ung und Au lösung s ille Rese en und die ande en
es ik i en Vo sch i en des Sach e s ändigen-Vo schlags machen eine
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520 Wol -Die e Becke und Ka l-Pe e Hasenkamp
und begnüg e sich mi einem ela i bescheidenen Be ag bei den „An-
de en E ägen".
O enba ungeklä is die F age, ob — wenn das We au holgebo
e ablie wi d — nach dem Sach e s ändigen-Vo schlag ein posi i e
Saldo aus de Bewe ung des We papie bes andes mi Zu üh ungen zu
den Einzel- und Pauschalwe be ich igungen e echne we den kann.
S eng genommen muß die We au holung bei We papie en wie eine
Au lösung on We be ich igungen be ach e we den, und es müß e
dahe eine solche Quasi-Übe k euzkompensa ion ges a e sein.
5. Anhang zum Jah esabschluß
Als g undlegende Neue ung b ingen sowohl die Vie e Rich linie als
auch de Sach e s ändigen-Vo schlag ü die Banken kün ig den „An-
hang zum Jah esabschluß". De Anhang is nach A ikel 2 Zi . 1 ni-ch
ein e nachlässigenswe e Appendix, sonde n Bes and eil de D ei al-
igkei on Bilanz, G- und V-Rechnung und, wie gesag , Anhang. Man
kann soga da on ausgehen, daß die Mi eilungen im Anhang kün ig
wich ige , au jeden Fall abe in e essan e sein we den als die mei-
s en Teile des Rechnungswe ks im eigen lichen Sinne.
Die P axis des „Anhangs" komm aus den Ve einig en S aa en zu
uns he übe , in denen hinsich lich Publizi ä ein ande es, ein meh un-
be angenes Klima gegeben is als in Eu opa. Auch au diese Un e -
schiede in den Umwel bedingungen die Bankbilanz da ielleich ein-
mal hingewiesen we den.
Ein exzessi es Beispiel ü die om „ ücks ändigen" eu opäischen
S andpunk ge adezu exhibi ionis ischen Neigungen de Ame ikane
is de Volun a y Disclosu e Code de Bank Ame ica, mi dessen Hil e
de in e essie e Kunde In imgeheimnisse de Bank sozusagen aus dem
Compu e ab agen kann. In Deu schland is man zwa noch nich so
wei ; doch gib es neue dings schüch e ne Ansä ze zu eine wenige
enghe zigen Publizi ä spoli ik. Impulse kommen on P ojek en, die mi
dem Schlagwo „Sozialbilanz" um issen we den können9. Im Be eich
de ö en lichen Banken bes and da übe hinaus die No wendigkei ,
die besonde en Au gaben diese G uppe da zus ellen und ih e E ül-
lung plausibel nachzuweisen. Das E gebnis de Bemühungen is ein
um ang eiche Ka alog-Vo schlag ü die Be ich e s a ung, de nach
9 M. Die kes, Sozialbilanzen dm Bankwesen, Bankhis o isches A chi , 5. Jg.
(1979), He 2, S. 5 .
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Bewe ungs- und Gliede ungs agen ü Bankbilanzen 521
Bezugsbe eichen und bei den Kundenbeziehungen nach Bankleis ungs-
be eichen (also nich nach Bilanzposi ionen) gegliede is 10. Man kann
also e was salopp sagen, daß die Bes ebungen, die mi dem „Anhang
zum Jah esabschluß" zum Ausd uck kommen, sozusagen in de Lu lie-
gen.
Es sollen in dem Anhang u. a. e wähn we den
— die angewand en Bewe ungsme hoden
— die Be echnungsme hoden ü die We be ich igungen
— die Un e nehmen, an denen die Bank mi 10 °/o und meh be eilig
is (Name, Si z, An eil am Kapi al, Eigenkapi al des Un e nehmens)
— Ak i a, die als Siche hei ü eigene Ve bindlichkei en dienen
— Gesam be ag de jenigen inanziellen Ve p lich ungen, die nich in
de Bilanz au ge üh sind; Pensions e p lich ungen und Ve p lich-
ungen gegen e bundene Un e nehmen sind gesonde zu zeigen
— Ausmaß de E gebnisbeein lussung du ch Sonde bewe ungen (z. B.
wegen S eue e güns igungen)
— Un e schiede zwischen den zu zahlenden S eue n und dem S eue -
ausweis
— Gesam bezüge des Vo s andes, des Ve wal ungs a es und üb ige
Kon ollo gane
— K edi engagemen s des Vo s andes, des Ve wal ungs a es, üb ige
Kon ollo gane mi Kondi ionen.
Die Ö en lichkei soll also — gemessen an dem heu e üblichen —
einen wei gehenden Einblick e hal en. Au de ande en Sei e is bei
den An o de ungen dessen, was im Anhang zu e läu e n is , wiede ein
Hang zu Pe ek ion es zus ellen, de — genau wie bei den Bö sen-
Rich linien — den gu en Zweck o ins Gegen eil e keh . Man muß e -
neu an die Einsich appellie en, daß on einem bes imm en G ade de
e eich en T anspa enz an wenige zusä zliche In o ma ionen in Wi k-
lichkei meh Du chsich igkei bedeu en. Auße dem kann de blinde
Zwang zu O enlegung zu in e sen Reak ionen üh en. So e lang
zum Beispiel A ikel 68 Zi . 10 des Sach e s ändigen-Vo schlags, wie
e wähn , eine wei gehende O enlegung on O gank edi en:
io Gesellscha sbezogene Be ich e s a ung ö en liche Banken. Sch i en
des Ve bandes ö en liche Banken, He 7. Gö i ingen: 1980.
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522 Wol -Die e Becke und Ka l-Pe e Hasenkamp
— Be äge und Zinsen
— Tilgungen
— Bü gscha en und dies
— alles nach Pe soneng uppen.
Man kann ahnen, wohin diese Zwang üh en könn e, nämlich zu
gegensei igen K edi gewäh ung on O ganen e schiedene Banken
ode zu ande wei igen Ve suchen de Ve schleie ung. Es bes ehen
selbs e s ändlich keine Bedenken, O gank edi e gegenübe den Au -
sich sbehö den o enzulegen, wohl abe gegen ih e Publizie ung und
gegen eine Diskussion in de Ö en lichkei . We möch e schon, daß
daß seine p i a en Finanzdisposi ionen in de P esse b ei ge e en we -
den?
Auch sons kann man den Sinn ode den a sächlichen E kenn nis-
we manche Au gliede ungsVo sch i nich ohne wei e es ausmachen;
zum Beispiel die bei den Passi posi ionen de Bilanz in A ikel 27 Zi .
3 b e lang e Au eilung de Schuld e sch eibungen im Umlau nach
Zins ypen und Fälligkei s e minen. Die Angabe on Zinssä zen bei
eine einzigen Bilanzposi ion mach wenig Sinn. Ode in A ikel 68
Zi . 8: Ein luß on S eue e leich e ungen au das Jah ese gebnis. Wie
soll man das e nün ig be echnen? Ku z und gu , man muß diese
Maximal-An o de ungen im einzelnen au ih e S ichhal igkei genau
p ü en. Dabei komm es dann auch au die Ko espondenz de Anga-
ben im Anhang mi de Regelung de Bewe ungs agen in de Bilanz
an.
Zusammen assend kann man sagen, daß die Bewe ungs- und O en-
legungs egeln in dem Vo en wu de Sach e s ändigen den eigen -
lichen Diskussionss o ausmachen. Die wei eichenden Wi kungen, die
diese Regeln au iele Gebie e de Wi scha spoli ik
— au die Bankpoli ik,
— au den Kapi alma k ,
— au den We bewe b usw.
haben we den, lassen eine g ündliche in e disziplinä e E ö e ung
höchs wünschenswe e scheinen.
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Bewe ungs- und Gliede ungs agen ü Bankbilanzen 523
IV. Gliede ung des Jah esabschlusses
1. Übe sich des Fo mbla es nach gel endem Rech
und nach dem Vo en wu jü die Banken-Rich linie
Die Landscha de Bilanz o mblä e is bei uns seh iel äl ig. De
Landscha sgä ne ha sich bemüh , den bo anischen Besonde hei en
möglichs so g äl ig Rechnung zu agen. Es gib dahe jeweils indi i-
duelle Fo mblä e mi manchmal minimalen Va ian en ü
— Ak ienbanken
— P i a bankie s
— Genossenscha en
— Zen alkassen
— Spa kassen
— Hypo hekenbanken
— Schi sp andb ie banken
— ö en lich- ech liche K edi ans al en
— ö en lich- ech liche G undk edi ans al en
— Bauspa kassen.
Dien dieses Buke dem ue and ai iew? Dien es eine besse en
T anspa enz des gesam en K edi gewe bes? Und schließlich d i ens:
Is diese Vielges al igkei in Anbe ach de s a ken In e na ionalisie-
ung des Bankgeschä s (noch) nü zlich?
De e gleichenden Be ach ung de ak uellen und de on den Sach-
e s ändigen o geschlagenen Fo mbla ges al ung wi d hie das gel-
ende Schema ü Ak ienbanken zug unde geleg . Zunächs äll au ,
daß im Schema de Sach e s ändigen eine ganze Reihe on Posi ionen
nich en hal en is , z. B. Schecks, Scha zwechsel und An eile an eine he -
schenden ode mi Meh hei be eilig en Gesellscha au de Ak i sei e
sowie Eigene Akzep e au de Passi sei e. Diese e mein lichen Lücken
haben abe insowei keine Bedeu ung, weil nach A ikel 4 Zi . 1 des
Vo schlags die na ionalen Regie ungen zusä zliche Pos en hinzu ügen
können. Im üb igen we den iele De ailin o ma ionen on de Bilanz
und on de G+V-Rechnung in den Anhang e lage .
In e essan e sind dahe diejenigen Posi ionen, die in dem gel enden
Fo mbla nich en hal en sind. Au de Ak i sei e handel es sich um
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524 Wol -Die e Becke und Ka l-Pe e Hasenkamp
imma e ielle Ak i a (A ikel 18). Nach deu schem Rech dü en imma-
e ielle Anlagewe e nu ak i ie we den, wenn sie en gel lich e -
wo ben wu den. Als Passi pos en sind in dem Sach e s ändigen-Vo -
schlag Ce i ica es o Deposi s ü Deu schland neu; die deu schen K e-
di ins i u e wa en ge ade o einige Zei on de Bundesbank au -
ge o de wo den, keine CD's im Ausland auszugeben.
Un e dem S ich sollen ak i isch „nich ausgenu z e K edi linien"
und passi isch „o ene De isenposi ionen" gezeig we den. In de Ge-
winn- und Ve lus echnung soll die S eue posi ion nach „S eue n au
das Be iebse gebnis" und nach „S eue n au auße o den liche Gewinne
ode Ve lus e" au gegliede we den. Au die Fo de ung nach dem
Ausweis besonde e Posi ionen is im einzelnen einzugehen.
2. Ausweis besonde e Posi ionen
Ande s als nach den deu schen Vo sch i en schlagen die Sach e -
s ändigen in A ikel 50 o , „auße o den liche" Au wendungen und
„auße o den liche" E äge in de G + V-Rechnung auszuweisen. Dazu
wi d in den E läu e ungen beme k , daß es sich um E äge und
Au wendungen handele, die auße halb des „no malen" Geschä sab-
lau s an allen; es wi d also die A mu mi de Powe eh e klä . Auch
das „absolu Auße o den liche" is eben nich denkba . Anhand des
englischen O iginal ex es des Rich linien-Vo schlags und de bes imm-
en In e p e a ion eines de Mi wi kenden kann abe es ges ell we -
den, daß de Beg i „auße o den lich" nu in ganz enge Auslegung
angewende we den soll. Danach bleiben als „auße o den lich" nu noch
die Vo gänge „E äge und Au wendungen aus bank emden Geschä -
en" üb ig. Fü die üb igen Vo gänge sind demnach ohnehin besonde e
Posi ionen no wendig, ode sie sind den lau enden E ägen und Au -
wendungen zuzuo dnen. Diese Au assung wi d du ch den Re e en en-
en wu ü das Bilanz ich linie-Gese z un e maue , nach dem es in
§ 259 HGB kün ig heißen soll, als auße gewöhnlich seien E gebnisse
auszuweisen, „die auße halb de gewöhnlichen Geschä s ä igkei des
Un e nehmens an allen". Das üh zu dem Schluß, daß de gesonde e
Ausweis on auße o den lichen E ägen und auße o den lichen Au -
wendungen in de GuV on Banken eigen lich ganz o allen könn e.
Geh man da on aus, daß de Te minus „auße o den lich" seh es ik-
i auszulegen is , dann ha das na ü lich auch en sp echende Konse-
quenzen ü die S eue posi ion in de G + V-Rechnung.
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Bewe ungs- und Gliede ungs agen ü Bankbilanzen 525
Bei dem on den Sach e s ändigen in A ikel 35 un e dem S ich
o geschlagenen Ausweis o ene De isenposi ionen is nach dem Sinn
zu agen. Was sag es aus, daß das Bankhaus XY am 31. Dezembe
1979 eine o ene De isenposi ion on 500 000 DM ha e? Aus de An-
gabe is ohnehin nich s übe das dami e bundene Risiko zu e sehen,
wede übe das Posi ions isiko noch übe das Ad essen isiko. Im üb i-
gen komm es nich au eine mögliche weise manipulie e S ich ags-
angabe an, sonde n au die Poli ik de Bank übe die Zei hinweg.
Diese könn e im Anhang e läu e we den. Im üb igen haben wi
speziell in Deu schland den G undsa z I a, de kü zlich soga noch au
Gold und ande e Edelme alle e wei e wo den is .
Ähnlich lieg die P oblema ik beim Ausweis ungenu z e K edi -
linien (A ikel 23 de Sach e s ändigen). Die Einschä zung des Risikos
du ch Außens ehende wü de e s dann e besse , wenn man hie seh
ie in die Einzelhei en ginge und dami wah scheinlich das Bank-
geheimnis e le zen wü de.
Im ganzen handel es sich bei dem Ve langen nach Ausweis beson-
de e Posi ionen um pe iphe e Punk e. Man muß agen, ob hie bei
dem S eben nach meh T anspa enz Au wand und E olg noch in
einem e nün igen Ve häl nis zueinande s ehen.
3. Ausweis nach „Rei eg aden" (Res lau zei en)
De Wunsch, Fo de ungen und Ve bindlichkei en nich nach e ein-
ba en, sonde n nach Res lau zei en auszuweisen (A ikel 12 Zi . 2 b)
ha iele F eunde. Welche Vo eile wü de ein Wechsel b ingen? Is bei
eine solchen S ich agsangabe eine besse e Beu eilung de Liquidi ä s-
lage de Bank möglich? Wie behandel man analog ande e Ak i - und
Passi pos en, z. B. We papie e, Schuldscheine, Be eiligungen? Wie
behandel man Kon oko en k edi e?
Von Bedeu ung is in diesem Zusammenhang üb igens auch die s a i-
s ische Abg enzung. Die Sach e s ändigen schlagen in Anlehnung an
die Ve häl nisse in ande en Lände n die T ennung zwischen mi el-
und lang is igen Posi ionen bei eine (Res -)Lau zei on ün Jah en
o . In Deu schland lieg diese Schwelle in de Bilanzs a is ik de
Bundesbank bei ie Jah en. Eine zwei ache G uppie ung du ch die
Banken selbs komm kaum in F age. Deshalb wi d man kün ig wah -
scheinlich nich e wa au eu opaeinhei liche Abg enzungen de Lau -
zei en, sonde n au die Zei eihen de Bundesbank e zich en müssen.
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526 Wol -Die e Becke und Ka l-Pe e Hasenkamp
4. Fo mblä e ü Spezialins i u e
Wie schon e wähn , äum A ikel 4 a des Sach e s ändigen-Vo -
schlags den na ionalen Regie ungen die Möglichkei on Sonde gliede-
ungen ü die Bilanz und ü die G- und V-Rechnung on Banken mi
speziellen Tä igkei en ein. Hie wi d es also wei e hin kein einhei -
liches Bilanzschema geben, weil die Geschä ss uk u en de G uppe
de Hypo hekenbanken in de EG nich un e einen Hu zu b ingen
sind. Ande e sei s muß man agen, ob ein g undsä zliches Abgehen
om einhei lichen EG-Fo mbla a sächlich im In e esse de Hypo-
hekenbanken läge. Das Geschä auch diese G uppe wi d meh und
meh in e na ional; S ichwo : G enzübe sch ei ende Wohnungsbau-
und Kommunalk edi . Wie dem abe auch sei, sowohl bei den deu schen
Hypo hekenbanken als auch bei den ö en lichen Spezialins i u en
bes eh de Wunsch nach Sonde gliede ungen, die sich nich nach Liqui-
di ä sgesich spunk en, sonde n un e dem Aspek des Siche hei sg ades
de Anlagen au bauen.
V. Wü digung des Vo habens
1. Bankpoli ische Bedeu ung einhei liche
Rechnungslegungs-Vo sch i en
Die Absich , im Rahmen de Rech sangleichung auch die Jah es-
abschlüsse de Banken in de EG inhal lich und o mal nach gleichen
Regeln abzu assen, is zu be ü wo en. Die zunehmende in e na ionale
Ve lech ung de Finanzmä k e und de Zahlungss öme e o de ein-
hei liche Bilanzie ungs egeln, nach denen Boni ä , S uk u und ande e
K i e ien bei den in e na ional ä igen Banken beu eil we den
können, ge adezu he aus. G enzübe sch ei ende K edi e sind bei eine
wachsenden Zahl on Banken meh und meh an de Tageso dnung.
Ein gewisse G ad de in e na ionalen Ve gleichba kei soll e dahe
nich nu inne halb de EG, sonde n auch im Ve häl nis zu ande en
bedeu enden Pa ne n au den Finanzmä k en anges eb we den, so-
wei sie nich de EG angehö en.
Eine solchen Ha monisie ung bzw. in e na ionalen Annähe ung
s ehen o al he geb ach e na ionale G undsä ze de Bilanzie ung en -
gegen. Sie s ellen nich nu psychologische, sonde n auch p ak ische
Hinde nisse da ; denn das na ionale Bilanz ech muß jeweils im Kon-
ex de gesam en na ionalen Rech so dnung beu eil we den. Umge-
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Bewe ungs- und Gliede ungs agen ü Bankbilanzen 527
keh ausged ück bedeu e dies, daß die EG-Rich linie ü den Jah es-
abschluß on Banken be äch liche Sekundä wi kungen au ande e
Rech sma e ien (z. B. au das S eue ech ) haben wi d. Diese Ums and
e leich e zwa die Bes ebungen nach eine Ha monisie ung des
Bilanzie ungs ech s ü Banken nich ; ande e sei s soll e abe des-
wegen die Ha monisie ung auch nich übe mäßig e zöge we den.
Sowei de En wu im Einzel all ein na ionales Wahl ech zuges eh ,
kann in de Ve gangenhei Bewäh es beibehal en we den.
Im üb igen zeichne sich in e na ional eine Tendenz zu g öße e
Publizi ä de Banken ab, die sich in dem Vo schlag ü die EG-Rich -
linie gleich alls mani es ie . G öße e Publizi ä und meh T anspa enz
spielen auch bei de ak uellen inländischen Diskussion übe die „Mach
de Banken" eine wich ige Rolle. Diese Bes ebungen dü en bei eine
Beu eilung des Rich linien-En wu s nich unbe ücksich ig bleiben,
wenngleich gep ü we den muß, ob ein Maximalka alog ü Publika-
ions e p lich ungen dem anges eb en Ziel a sächlich dienlich is .
2. S ille E gebnis egulie ung als eigen liche Diskussionspunk
Wie bei allen Un e nehmen, so dienen auch bei Banken Eigenkapi al
und Rese en dem Schu z de Gläubige . Unbes ei ba ha jedoch bei
Banken das uneingesch änk e Ve auen de Gläubige da au , daß die
hingegebenen Mi el e agsgemäß e zins we den und e ags-
gemäß liquidisie ba sind, g öße e Bedeu ung als bei ande en Un e -
nehmen. Deshalb ha die Bankengese zgebung in ielen Lände n auße
Vo sch i en übe die Eigenkapi alauss a ung on Banken noch zusä z-
liche e auenssiche nde Maßnahmen o gesehen, wie zum Beispiel
die spezielle Einlagensiche ung ode die Bildung on Rücklagen.
Wenn somi die F age nach de No wendigkei de Bildung on
Rese en bei Banken uneingesch änk zu bejahen is , so s ell sich
dann sogleich die wei e e F age, ob das Vo handensein, die Bildung
ode Au lösung on Rese en imme o enzulegen is , ode ob sie auch
„s ill" gebilde , o handen sein und au gelös we den können.
Wenn den Banken die Möglichkei zu Legung s ille Rese en
genommen wi d, dann üh jede auch nu ge inge und/ode o übe -
gehende Schwäche de E agssi ua ion zu einem en sp echenden nume-
ischen Ausweis in den Abschlüssen und in de Gewinn- und Ve lus -
echnung, und dami wah scheinlich zu Diskussionen und zu Ve un-
siche ung in de Ö en lichkei . Da un e kann die Boni ä eine Bank
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528 Wol -Die e Becke und Ka l-Pe e Hasenkamp
e mu lich s ä ke leiden, als es de sich ba gemach en o übe gehen-
den E agsschwäche en sp echen wü de. Dazu komm dann die Ge ah ,
daß sich de Ve auensschwund selbs e s ä k ; un e Ums änden bis
zum Zwang, eine an sich noch gesunde Bank zu liquidie en. Es is dahe
zu bezwei eln, ob ein pu is isch e olg e G undsa z de Bilanzwah -
hei bei de Bewe ung on Bankak i a einem wohl e s andenen bank-
poli ischen In e esse a sächlich en sp ich .
Somi k is allisie sich die Fo de ung nach de Möglichkei eine
s illen E gebnis egulie ung als de eigen liche Diskussionspunk he aus.
Die hie bei au gewo enen o enen F agen können nich ohne wei e es
allein om ju is ischen, bankbe iebswi scha lichen S andpunk ode
aus de Pe spek i e des Abschlußp ü e s behandel we den. Es handel
sich ielmeh um eine Ma e ie on g oße bankpoli ische , und das
heiß : wi scha spoli ische Bedeu ung, die eine in e disziplinä e Dis-
kussion e o de . Dabei dü e es o allem um olgende Einzelp o-
bleme gehen:
1. Wie is die Ge ah eines kumula i en Ve auensschwundes bei
schwankendem E gebnisausweis bankpoli isch einzuschä zen, und
zwa
— bei eine Bank, ode
— bei ielen Banken, ode
— im gesam en K edi gewe be.
Wenn es mi g oße Siche hei nich s immen soll e, daß übe -
s eige e Reak ionen de Kunden de Passi - und de Ak i sei e zu
e wa en sind, dann gewinnen A gumen e ein s a kes Gewich , die
gegen s ille Rese en sp echen. Vo läu ig is abe die F age noch
o en.
2. Die Banken we den je nach ih e Geschä ss uk u on de geld-
und k edi poli ischen Gesam en wicklung zwa un e schiedlich, abe
im ganzen s a k be o en. Es komm dadu ch zu E gebnisschwan-
kungen, die mi de bankwi scha lichen Leis ungs ähigkei nich s
zu un haben. Kann ein bankpoli isches Zwischenziel auch da in
gesehen we den, solche Schwankungen zu glä en?
3. Bes eh bei Abscha ung de Möglichkei en zu Bildung s ille
Rese en die Ge ah des En s ehens on Boni ä s-Handicaps de
EG-Banken
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Bewe ungs- und Gliede ungs agen ü Bankbilanzen 529
— im Ve häl nis zu Banken in D i lände n, und/ode
— un e den Banken in de EG selbs , wegen un e schiedliche Ve -
wal ungsp ak iken.
4. Können Rücks ellungen ü Zinsände ungs isiken, Pauschalwe -
be ich igungen (A ikel 61 Abs. 2) ode auße o den liche We -
be ich igungen nach A ikel 39 Abs. 1 c) de Vie en Rich linie einen
bankpoli ischen Beda an s illen Rese en be iedigen?
Demgegenübe handel es sich bei allen ande en P oblemen um
F agen nachgeo dne e Bedeu ung, übe die man sich ela i leich
e s ändigen kann.
Zusammen assung
Bewe ungs- und Gliede ungs agen ü
Bankbilanzen nach dem Vo schlag eine EG-Rich linie
übe den Jah esabschluß on Banken
Die im Somme 1978 e abschiede e EG-Rich linie übe den Jah esab-
schluß on Kapi algesellscha en sieh eine besonde e Koo dinie ung diese
Ma e ie im Hinblick au Banken und ande e Finanzins i u e o . Im Zuge
diese Koo dinie ung haben im He bs 1977 eine in e na ionale S udien-
g uppe einen Vo schlag und im Somme 1980 die EG-Kommission einen
Vo en wu ü eine Rich linie o geleg . Die k i ische Analyse des Au -
sa zes o ien ie sich im wesen lichen an dem Vo schlag de in e na ionalen
Sach e s ändigeng uppe. Als zen ale P obleme de beiden Dokumen e wi d
au die o gesehenen Bewe ungs- und O enlegungs egeln aus üh lich ein-
gegangen, die sich an dem angelsächsischen Lee beg i des ue and ai iew
auszu ich en e suchen. Hie wiede um s eh die F age im Mi elpunk , ob
das Vo handensein, die Bildung ode Au lösung on Rese en bei Banken
imme o engeleg we den muß, ode ob sie auch „s ill" gebilde o handen
sein und au gelös we den können. In de k i ischen Auseinande se zung mi
diese F age wi d un e s ichen, daß ue and ai iew nich e wa ein le z es
Ziel de Wi scha spoli ik is , sonde n ein Zwischenziel, das mi ande en
wi scha spoli ischen Zwischenzielen konku ie , wie z. B. mi we bewe bs-
poli ischen, bankpoli ischen usw. Dazu gehö auch die Siche ung de Funk-
ions ähigkei des Geschä sbankensys ems in dem speziellen Sinne, daß
schwankende Gewinnausweise nich zu Zwei eln an de Boni ä einzelne
ode eine Reihe on Banken üh en, die im G unde unk ions- und zah-
lungs ähig sind. Nu wenn man mi Siche hei sagen könn e, daß übe s ei-
ge e Reak ionen de Kunden nich zu e wa en sind, könn e man au s ille
Rese en ielleich e zich en. Abe diese F age is öllig o en, und es bleib
dahe ü die Wi scha spoli ike Vo sich gebo en.
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