Die Struktur der Erwerbstätigen im sozio-ökonomischen Panel im Vergleich mit der amtlichen Erwerbsstatistik
Abstract
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Full text
Helbe ge , Ch is o
A icle
Die S uk u de E we bs ä igen im sozio-ökonomischen
Panel im Ve gleich mi de am lichen E we bss a is ik
Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de
Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Helbe ge , Ch is o (1988) : Die S uk u de E we bs ä igen im sozio-
ökonomischen Panel im Ve gleich mi de am lichen E we bss a is ik, Zei sch i ü Wi scha s-
und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und
Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik, ISSN 0342-1783, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 108,
Iss. 2, pp. 227-245,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.108.2.227
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/291683
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Zei sch i ü Wi scha s- u. Sozialwissenscha en (ZWS) 108 (1988), S. 227 - 245
Duncke & Humblo , Be lin 41
Die S uk u de E we bs ä igen
im sozio-ökonomischen Panel im Ve gleich
mi de am lichen E we bss a is ik
Von Ch is o Helbe ge
Im Jah 1984 is die e s e Welle des „sozio-ökonomischen Panels" e hoben
wo den. Ziel des Panels is , eine S ichp obe on ca.
12
000 Pe sonen (in ca.
6000 Haushal en), die ep äsen a i ü die Wohnbe ölke ung de BRD aus-
gewähl wu de, übe meh e e Jah e hinweg zu e olgen und zu ökonomi-
schen und sozialen F agen zu be agen. Hie du ch soll de Wissenscha eine
Da enbasis ü ansp uchs olle Ve hal ensanalysen zu Ve ügung ges ell
we den. De o liegende Bei ag un e such die Rep äsen a i i ä de S ich-
p obe am Beispiel de Aussagen zu E we bss uk u .
1. P oblems ellung
Im Ve lau des Jah es 1984 is die
1.
Welle des sozio-ökonomischen Panels
ü die Bundes epublik Deu schland e hoben wo den. Dies wa de S a ü
eines de g oßen In es i ions o haben de wi scha s- und sozialwissen-
scha lichen Fo schung in de BRD. Fü das Panel wu de - nach meh jäh i-
gen Vo a bei en - eine ü die Gesam be ölke ung de BRD ep äsen a i
angeleg e S ichp obe im Um ang on ca. 6000 Haushal en e hoben. In
diesen Haushal en wu den jeweils säm liche Pe sonen im Al e on übe
16 Jah en indi iduell be ag (insgesam ca.
12
000 Pe sonen). Im Mi el-
punk de Be agung s and die ökonomische und soziale Lage de Pe sonen
und Haushal e. Diese Haushal e und Pe sonen sollen auch in Zukun Jah
ü Jah e neu be ag we den1. Du ch das Panel sollen In o ma ionen au
Mik oebene ü eine di e enzie e Analyse des Ve hal ens on Pe sonen
und Haushal en zu Ve ügung ges ell we den.
Fü die Bundes epublik we den hie mi E ah ungen au genommen, wel-
che in einigen ande en Lände n, insbesonde e in den USA, mi diesem
Un e suchungsansa z be ei s gesammel wu den. Die F uch ba kei dieses
Ansa zes is in den le z en 15 Jah en be ei s in eine Vielzahl on Fo -
schungs ich ungen de empi ischen Wi scha s- und Sozial o schung wie
1 Zu Konzep ion des Panels gl. Sonde o schungsbe eich 3 (1982) und Hane eld
(1987).
ZWS 108 (1988) 2 15'
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228 Ch is o Helbe ge
auch de s a is isch-ökonomischen Fo schung zunehmend deu lich gewo -
den. Die „income-main enance-Expe imen e"2, die ün pa allel konzipie -
en „Na ional Longi udinal Su eys"3 und die „Panel S udy o Income
Dynamics" („5000 Ame ican Families"-S udie) s ehen ü diese Rich ung.
Le z e e e olg sei nunmeh 18 Jah en Familien in ih e ökonomischen
und sozialen Biog aphie4.
Das sozio-ökonomische Panel is auch in de Bundes epublik nich das
e s e wissenscha liche Panel. Es is jedoch die e s e E hebung dieses Typs,
welche
- meh als ausgewähl e Teilg uppen de Be ölke ung e aß ,
- ein um assendes F agep og amm mi wi scha swissenscha liche und
soziologische Aus ich ung e heb und
- im P inzip au eine länge e E hebungsdaue hin angeleg is .
Die E gebnisse de
1.
Welle liegen inzwischen o . Angesich s eines sol-
chen Neuan angs is es on In e esse, wie ge eu die neue Da enbasis die
ealen Ve häl nisse in de Bundes epublik wiede gib . Die olgenden Aus-
üh ungen behandeln diese F age ü einen Ausschni aus de Gesam hei
dieses Da ensa zes, welche eine de Schwe punk e des E hebungsp o-
g amms is und o aussich lich Gegens and zahl eiche kün ige Auswe -
ungen sein wi d: die E we bs ä igkei .
Fü den Ve gleich sollen die bes en In o ma ionen he angezogen we den,
welche neben dem Panel zu E we bs ä igkei in de BRD e ügba sind.
Zu diesem Zweck wi d die E we bss a is ik des S a is ischen Bundesam es
be ach e 5. Be ei s eine ku ze Eina bei ung in die Ve ö en lichungen de
E we bss a is ik des Bundesam es zeig , daß das Ni eau und die S uk u
de E we bs ä igkei auch ü die am liche S a is ik alles ande e als ein i-
iales P oblem sind. Die Aussagen de E we bss a is ik basie en au un e -
schiedlichen P imä da enquellen, welche sich au e schieden abgeg enz e
G undgesam hei en beziehen und sowohl in ih e Rep äsen a i i ä wie in
de Zu e lässigkei de E hebung de einzelnen Me kmale un e schiedliche
Vo - und Nach eile haben.
Die Eigenscha en de Ve gleichss a is iken, sowei sie ü den o gesehe-
nen Ve gleich bedeu sam sind, we den im zwei en Abschni diese A bei
e läu e . De d i e Abschni beschä ig sich mi de F age, wie die
E we bs ä igkei im Panel so ausgewe e we den kann, daß die empi i-
schen Konzep e mi denen de am lichen S a is ik e gleichba sind. Im
ie en Abschni we den die E gebnisse e e ie , wobei sich das In e esse
2 Wa s / Rees (1977).
3 Cen e o Human Resou ces Resea ch (1980).
4 Mo gan u.a. (1974 .).
5 Vgl. Maye (1984) und He be ge u. Mi a b. (1975), 349 - 362.
ZWS 108 (1988) 2
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Die S uk u de E we bs ä igen im sozio-ökonomischen Panel 229
o allem au die S uk u de E we bs ä igen nach sozio-demog aphischen
Me kmalen und nach Wi scha szweigen ich e .
2. Ve ügba kei und Aussage ähigkei
de E we bss a is iken des S a is ischen Bundesam es
2.1 Übe blick
Als Basis ü einen Ve gleich kommen in e s e Linie olgende S a is iken
in Be ach :
1. Mik ozensus (MZ) bzw. A bei sk ä es ichp obe de Eu opäischen
Gemeinscha ,
2. Beschä ig ens a is ik (BS),
3. E we bs ä igenschä zung im Rahmen de olkswi scha lichen Gesam -
echnung,
4. Volks- und Be u szählung,
5. Lohn- und Gehal ss uk u e hebung,
6. Wi scha szweigbe ich e s a ung,
7. Am liche Pe sonals andss a is ik.
Die beiden e s genann en S a is iken sind auch ü das S a is ische Bun-
desam de zei die zen alen Zahlenwe ke zu E we bss a is ik. Die VGR-
E we bs ä igenschä zung is keine P imä da enquelle, sonde n eine Zusam-
men assung de e ügba en Da en. Da übe hinaus exis ie en wei e e
Da enquellen (Posi ionen 4 bis 7), welche hie abe nich nähe be ach e
we den sollen, weil sie hinsich lich Ak uali ä , In o ma ions ie e und Kon-
sis enz g öße e P obleme au we en6.
2.2 Mik ozensus und EG-A bei sk ä es ichp obe
De MZ is eine de g undlegenden Da enquellen de E we bss a is ik
(He be ge 1985). De MZ wi d in de Regel jäh lich bei den p i a en Haus-
hal en de BRD als
1
%-S ichp obe in Fo m on In e iews du chge üh .
Die A bei sk ä es ichp obe , die in de Regel als Bes and eil des MZ e ho-
ben wi d, wu de 1983 und 1984, als de MZ aus allen muß e, analog e ho-
ben, ha e abe nu einen Auswahlsa z on 0,4% und ein eduzie es F agen-
p og amm7.
„E we bs ä ig" is ü den MZ, we in de Re e enzwoche in i gendeine
Weise (auch ge ing ügig) zu Einkommense zielung e we bs ä ig wa . Die
6 Vgl. hie zu eingehende Helbe ge (1987). Dieses A bei spapie en häl die unge-
kü z e Fassung des Be ich s übe Vo gehensweise und E gebnisse de o liegenden
Un e suchung.
7 Heiden eich (1984).
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230 Ch is o Helbe ge
Re e enzwoche lieg übliche weise im Ap il ode Mai. Das S ichp obenkon-
zep und die Hoch echnungen des MZ basie en au de Be ölke ungs o -
sch eibung des S a is ischen Bundesam es. Diese bau ih e sei s au de
Volks- und Be u szählung 1970 au . F ühe e E ah ungen zeigen, daß die
Fo sch eibung die Möglichkei eines nich unbe äch lichen Ni eau ehle s
einschließ . E wi d de zei au bis zu 1 Mio geschä z 8. Fü seine Schä zung
de Jah ese we bs ä igkei s ü z sich das Bundesam dahe inzwischen
nich meh - wie ühe - in e s e Linie au den MZ, sonde n au die
Beschä ig ens a is ik. Im Zuge diese Ums ellung is die o izielle Schä -
zung de E we bs ä igkei 1981 deu lich nach oben ko igie wo den9.
Angesich s des e mu e en Ni eau ehle s is es wenig wah scheinlich, daß
die om MZ ausgewiesenen S uk u en ganz e ze ungs ei geblieben sein
soll en.
De MZ is nich in allen Me kmalen gleich zu e lässig. P oblem sind die
eingesch änk e Kompe enz de Be ag en und ein hohe An eil on P oxi-
In e iews (bis zu 40% de Pe sonenda ensä ze). Gleichwohl is de MZ
nach Einschä zung des Bundesam es ü einige Me kmale nach wie o die
bes e e ügba e In o ma ionsquelle. Dies gil insbesonde e ü In o ma io-
nen übe Selbs ändige, mi hel ende Familienangehö ige und ge ing ügig
Beschä ig e. Da übe hinaus zeichne sich de Mik ozensus dadu ch aus,
daß e die einzige ak uelle Da enquelle is , welche alle Teile de Be ölke-
ung nachweis .
2.3 Beschä ig ens a is ik
Die BS äll als Ve wal ungss a is ik de Sozial e siche ungs äge an
und wi d on den Sozial e siche ungen und dem S a is ischen Bundesam
sekundä s a is isch genu z 10.
Die BS en s eh aus indi iduellen Meldungen de Un e nehmen ü alle
sozial e siche en Beschä ig en. Es soll jeweils bei Beginn und bei Ende
eines Beschä igungs e häl nisses eine Meldung e olgen. Auße dem ha
jäh lich zu Jah esmi e eine Bes andsmeldung zu e olgen. G undsä zlich
en häl die BS In o ma ionen ü alle sozial e siche en Beschä ig en. Die
publizie en Auswe ungen de BS beziehen sich jedoch ausschließlich au
die „ e siche ungsp lich ig Beschä ig en" (VPB). Die genaue inhal liche
Abg enzung de Pe soneng uppe de VPB is nich ganz ein ach. VPB sind
8 Diese Schä zwe esul ie eine sei s aus den E ah ungen mi de Be ölke-
ungs o sch eibung zwischen den Volkszählungen 1961 und 1970. Damals ha e sich
binnen 9 Jah en ein Ni eau ehle on 860000 Pe sonen e geben ( gl. Schubneil / He -
be g e (1971), 735 .). Ande e sei s g ünden sich die Ve mu ungen zum Ni eau ehle
au Ve gleiche mi de Beschä ig ens a is ik, gl. C ame (1985), 61. Vgl. auch Becke
(1985), 282.
9 Wollny / Schoe (1982).
10 Lang (1984), Maye (1984), C ame (1985).
ZWS 108 (1988) 2
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Die S uk u de E we bs ä igen im sozio-ökonomischen Panel 231
alle E we bs ä igen im Sinne des MZ abzüglich de G uppen de Selbs än-
digen, Beam en, e we bs ä igen Schüle und S uden en sowie de „ge ing-
ügig E we bs ä igen". Ande e sei s is de K eis de VPB in einigen Fällen
wei e de inie als de de E we bs ä igen des MZ11.
Die E assung de Pe soneng uppe de e siche ungsp lich ig Beschä ig-
en du ch die BS kann als seh gu bezeichne we den. Als Ve wal ungs-
da ensa z is Volls ändigkei im P inzip unabdingba . Da es sich um die Re-
gis ie ung de Ve siche ungsansp üche de Mi gliede handel , sind diese
selbs an de Volls ändigkei de Meldung in e essie . Aus diesen G ünden
is die BS de zei ü die e aß e Pe soneng uppe die zu e lässigs e und
bes e Ve gleichss a is ik. Gleichwohl bes ehen einige P obleme ü die Aus-
sage ähigkei de BS: Illegal Beschä ig e we den nich e aß (diese G uppe
wi d de zei ino iziell au ca. 300000 Pe sonen geschä z ). Fe ne we den
nich alle Me kmale de BS in gleiche Weise zu e lässig e hoben12.
3. Die E assung de E we bs ä igkei im Panel
3.1 Die E hebungskonzep e des Panels zu E we bs ä igkei
Die zen ale F age zu de zei igen E we bs ä igkei de Be ag en lau e :
Sind Sie de zei in i gendeine Fo m e we bs ä ig? Was i ü Sie zu?
(An wo o gaben: Voll e we bs ä ig; In egelmäßige Teilzei beschä i-
gung; In be iebliche Be u sausbildung; Ge ing ügig ode un egelmäßig
e we bs ä ig (abe nich a bei slos gemelde ); A bei slos gemelde ; Als
Weh p lich ige beim Weh diens /Zi ildiens ; Nich e we bs ä ig).
Diese F age dien de Eins u ung eine Pe son als E we bspe son. Ob de
E we bsum ang zu e end angegeben wo den is , kann z.T. du ch Zusa z-
in o ma ionen kon ollie we den, welche im Panel zu ausgeüb en E we bs-
ä igkei en hal en sind13. Fü die Nich e we bs ä igen is an ande e S elle
des F agebogens eine nochmalige F age nach eine E we bs ä igkei in de
le z en Woche en hal en.
Au g und meine Auswe ungen und Kon ollen14 kann das Da enma e ial
des Panels sowohl hinsich lich de So g al de Bean wo ung des F agebo-
gens wie hinsich lich de Konsis enz de An wo en als he o agend bezeich-
ne we den. Übe p ü ungen de e we bs ä igkei sbezogenen Me kmale haben
11 Vgl. hie zu aus üh liche Helbe ge (1987).
12 C ame (1985), Helbe ge (1987).
13 Un e Be ücksich igung de Folgewellen e geben sich zusä zliche Beu eilungs-
möglichkei en de An wo quali ä au g und de F agen zu E we bs ä igkei in den
12 Mona en des le z en Kalende jah es.
14 z.B. in de Fo m zahl eiche eingehende Übe p ü ungen on Me kmalen und
Me kmalskombina ionen ü einzelne Pe sonen.
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232 Ch is o Helbe ge
nu in seh wenigen Fällen einen Beda an Da enbe einigungen und Umco-
die ungen e geben15.
3.2 Die Nachbildung de De ini ionen
de am lichen E we bss a is ik im sozio-ökonomischen Panel
Fü den nach olgenden Ve gleich wi d die Ope a ionalisie ung de Kon-
zep e „e we bs ä ig" (i.S. des MZ) und „ e siche ungsp lich ig beschä ig "
(i.S. de BS) benö ig . Als „e we bs ä ig" wi d klassi izie , we zum Zei -
punk de Be agung ollzei -, eilzei - ode ge ing ügig bzw. un egelmäßig
e we bs ä ig wa , ohne a bei slos zu sein, ode we sich in be iebliche
Be u sausbildung be and. Die Abg enzung de „ e siche ungsp lich ig
Beschä ig en" (VPB) wu de in möglichs g oße Annähe ung an die du ch
das Sozial ech o gegebenen Bes immungen o genommen16.
Gleichwohl üh en einige e bleibende P obleme (insbesonde e bei den
G uppen de E we bsun e b eche , de E we bs ä igen mi ge ingem
E we bsum ang und de illegal E we bs ä igen) zu gewissen Vo behal en
hinsich lich de Ve gleichba kei beide Da ensä ze. Auch gewisse - on mi
als ge ing ügig e ach e e - Un e schiede im E hebungszei punk sind bei
eine Beu eilung de Ve gleichba kei zu beach en.
3.3 Die Gewich ung des Panels
Be o die E gebnisse des Ve gleichs da ges ell we den, is au die F age
de Gewich ung und Hoch echnung des Panels einzugehen. Hie bei is zwi-
schen 2 Komponen en de Gewich ung zu un e scheiden, de „Designge-
wich ung" und dem „Red essmen ".
Das Panel wi d in de Fo m zweie Teils ichp oben e hoben17. Sie sind
zueinande komplemen ä und e geben zusammen die Wohnbe ölke ung
de Bundes epublik Deu schland. Teils ichp obe B bes eh aus den Haus-
hal en de 5 in de Bundes epublik am s ä ks en e e enen Auslände -
na ionali ä en. Teils ichp obe A um aß die Haushal e de Deu schen und
de sons igen Auslände na ionali ä en. Teils ichp obe A is selbs gewich-
end (Random-S ichp obe). Fü sie is keine Designgewich ung e o de lich.
Die 5 Auslände na ionali ä en de Teils ichp obe B sind mi disp opo io-
nalen Auswahlsä zen in die S ichp obe au genommen wo den (o e samp-
15 z.B. wenn Leh linge „ oll e we bs ä ig" s a „in be iebliche Be u sausbil-
dung" gean wo e haben ode wenn Pe sonen die F age nach de E we bs ä igkei
bejah haben, obwohl sie als übe wiegend Nich e we bs ä ige (Ren ne , S uden en)
nu nebenhe e we bs ä ig wa en (le z e es lag e mu lich bei 4 - on insgesam 7239
- E we bs ä igen o ).
16
Das Ve ah en is in Helbe ge (1987) nähe e läu e .
17 In a es -Sozial o schung (1985), Hane eld 1987.
ZWS 108 (1988) 2
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Die S uk u de E we bs ä igen im sozio-ökonomischen Panel 233
ling). Auße dem e olg e die Auswahl de Auslände haushal e au g und
eine Pe sonens ichp obe, welche aus dem Auslände zen al egis e gezo-
gen wo den is . G öße e Haushal e ha en dahe eine g öße e Chance, in die
S ichp obe zu gelangen. Fü die Teils ichp obe B is die Haushal sg öße und
de na ionali ä enspezi ische Auswahlsa z dahe als Designgewich zu
be ücksich igen. Die Ve wendung diese Designgewich e is ü alle inhal -
lichen Auswe ungen des Panels e o de lich, um die ealen G ößen e häl -
nisse de Be ölke ungsg uppen zu e hal en.
E ah ungsgemäß e geben sich zwischen ideale und ealisie e S ich-
p obe au g und on In e iewaus ällen Abweichungen. So e n die Aus älle
nich s ik zu ällig e olgen, können sie zu eine Ve ze ung de e hobenen
Da en üh en. Diese kann du ch die Anpassung an bekann e, au ande em
Wege und zu e lässig e mi el e Me kmals e eilungen ko igie we den
(Red essmen ). Fü das Panel sind neben Designgewich en auch Red ess-
men gewich e be echne wo den18. Fü die on uns behandel e F ages el-
lung sind alle dings die designgewich e en Da en maßgebend, denn unse e
Absich is es, zu e mi eln, wie genau die O iginals ichp obe die S uk u en
de (E we bs)-Be ölke ung wide spiegel . Aus eine de a igen Übe p ü-
ung kann sich ein Beda an einem Red essmen e geben. In den olgenden
Auswe ungen sind olglich die Designgewich e zug undegeleg wo den.
Ve wende wu de das „Gewich Region"19, welches neben dem Designge-
wich im enge en Sinne auch den Ausschöp ungsg ad de sample-poin s
be ücksich ig . Diese Fak o ha so s a k s ichp oben echnischen Cha ak-
e , daß ich ihn mi dem Designgewich zusammenge aß habe. Die Un e -
schiede zwischen diesem Gewich und dem Designgewich im engen Sinne
sind - wie eine Übe p ü ung e gab - seh ge ing. Die bishe e ügba en
Red essmen gewich e ( gl. Galle , aaO) e besse n die Anpassung bei den
E we bs ä igen nu ü die G uppe de Landwi e (s.u.). Bei den üb igen
ausgewe e en Me kmalen wi d die Übe eins immung mi den Ve gleichs-
s a is iken un egelmäßig beein luß und endenziell ge ing ügig e schlech-
e . U sache hie ü is , daß zu Bes immung de Red essmen gewich e
übe wiegend demog aphische Me kmale he angezogen wu den. Dies wi
ein Lich au die P oblembezogenhei on Red essgewich en.
18 In a es -Sozial o schung (1985), Galle (1987).
19 Galle (1987).
ZWS 108 (1988) 2
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234 Ch is o Helbe ge
4. Die S uk u de E we bs ä igen
im sozio-ökonomischen Panel im Ve gleich mi de E we bs-
s a is ik des S a is ischen Bundesam es
4.1 Zu e wende en Me hode de S ichp obene alua ion
G undsä zlich kann die Gü e eine S ichp obe mi Hil e eine in e nen
ode eine ex e nen Validie ung übe p ü we den. Bei de ex e nen Vali-
die ung wi d die Me kmalss uk u de S ichp obe mi de ande e Da en-
quellen e glichen. Bei de in e nen Validie ung wi d die Du ch üh ung de
E hebung selbs au Fehle ein lüsse hin un e such . Beide Ve ah en sind
mi jeweils spezi ischen Vo - und Nach eilen e bunden.
Übliche weise wi d eine in e ne Validie ung on Um agee hebungen nu
in de seh ein achen Fo m eine globalen Be ach ung de S uk u de
In e iewaus älle nach Aus allg ünden o genommen. Wei e gehende Tes s
sind au wendig und s oßen schnell an G enzen (z.B. des Da enschu zes). Fü
das sozio-ökonomische Panel is du ch das In a es -Ins i u - un e Einhal-
ung de Da enschu z o sch i en - dennoch eine wei e gehende Kon olle
du chge üh wo den. Hie zu wu den ü die Haushal e, mi denen kein
In e iew zus andekam, einige wenige, zen ale In o ma ionen e hoben und
au ih e S uk u hin un e such 20. Diese Übe p ü ung e gab, daß die Aus-
älle wei gehend ei on sys ema ischen Ve ze ungen wa en. Sys ema i-
sche Aus älle e gaben sich ü Ke n egionen on G oßs äd en, bei de
G uppe de al en alleins ehenden F auen und - in ge ingem Um ang - bei
Selbs ändigen21. Hinweise au einen Mi els andsbias e gaben sich nich
(z.B. keine Un e ep äsen a ion de A bei e ).
In unse e Un e suchung wi d de Weg de ex e nen Validie ung e wen-
de . Hie zu wi d de Ve such un e nommen, die E gebnisse des Panels mi
de jeweils bes en al e na i en Da enbasis zu e gleichen. Die Schwie ig-
kei de ex e nen Validie ung bes eh da in, daß d ei un e schiedliche U -
sachen ü es ges ell e Abweichungen zwischen zwei e glichenen S ich-
p oben in Be ach zu ziehen sind:
- S ichp oben e ze ungen,
- Me kmals e ze ungen und
- Besch änkungen de Ve gleichba kei .
S ichp oben e ze ungen sind sys ema ische Abweichungen de ealisie -
en on de idealen S ichp obe. Eine Me kmals e ze ung lieg o , wenn
ein Me kmal - au g und un e schiedliche De ini ion, Be agungs echnik
e c. - ande s als in de Ve gleichss a is ik e hoben wi d. Fü die F age, wie
20 In a es -Sozial o schung (1985).
21 Ebenda, 79.
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Die S uk u de E we bs ä igen im sozio-ökonomischen Panel 241
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242 Ch is o Helbe ge
Tabelle
4
E we bs ä ige nach de S ellung im Be u - Ve gleich sozio-ökonomisches Panel
und E we bs ä igenschä zung des S a is ischen Bundesam es
Insges. Männl. Weibl.
Selbs ändige VGRa) 9,48 12,10 5,23
Panelb) 7,17 10,10 2,53
Mi hel . VGR 3,40 0,71 7,76
Fam. angeh. Panel 2,45 0,48 5,57
Beam e VGR 9,48 12,17 5,11
Panel 8,85 11,30 4,98
Anges ell e VGR 38,13 29,31 52,48
Panel 41,19 30,26 58,46
A bei e VGR 39,51 45,70 29,43
Panel 40,31 47,84 28,42
Insgesam % 100 100 100
VGR (in
1000) 25358
15 702
9656
Panel (N) 7187 4519
2
668
a) Becke (1987), 288. - b) Designgewich ung.
ausgewiesen. Im Ve gleich zu E we bs ä igenschä zung is de An eil de
Beam en im Panel dagegen nich übe höh 26. Die Tendenz zu einem höhe en
An eil ü die Anges ell en ela i zu den A bei e n ha e sich be ei s aus
dem Ve gleich mi de BS e geben.
5. Schlußbe ach ung
Das sozio-ökonomische Panel s eh de Wi scha s- und Sozialwissen-
scha als eine neue und eichhal ige Da enquelle zu Ve ügung. Ih e kün -
igen Nu ze müssen da an in e essie sein, beu eilen zu können, wie
zu e lässig das Panel die S uk u de Reali ä in de Bundes epublik wie-
de gib . Aus diesem G unde wu de in diese Un e suchung ü einen zen a-
len Be eich des E hebungsp og amms, ü die S uk u de E we bs ä igen,
eine Validi ä sun e suchung du chge üh . Diese Un e suchung zu ex e -
nen Validie ung de S ichp obe e gänz die be ei s o liegenden E gebnisse
zu in e nen Validie ung.
26 Mögliche weise sind diese Di e enzen da on beein luß , daß die Be u ssolda en
und Weh - bzw. Zi ildiens leis ungen in de VGR-E we bs ä igenschä zung in de
G uppe de Beam en en hal en sind und diese G uppe gleichzei ig im Panel schwä-
che ep äsen ie is , da sie - wie die meis en Teile de Ans al sbe ölke ung - in
Be ölke ungss ichp oben schwe e eichba is .
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Die S uk u de E we bs ä igen im sozio-ökonomischen Panel 243
Bei eine Beu eilung is zu be ücksich igen, daß das Panel als P ojek de
Um age o schung au g und seines S ichp obenplans, des Panelcha ak e s,
de Technik de Be agung des ganzen Haushal s wie auch de Inhal e des
F agenp og amms einen ungewöhnlich hohen Schwie igkei sg ad ha .
Auße dem is das Au lösungs e mögen sowie die Absiche ung gegen
Zu alls ehle no wendig beg enz , denn die Um age is mi einem S ichp o-
benum ang on 12000 In e iews zwa um ang eiche , als es bei wi -
scha s- und sozialwissenscha lichen E hebungen üblich is , ih S ichp o-
benum ang be äg gleichwohl beispielsweise nu
Vbo
dessen des Mik ozen-
sus. Die Be ach ung de Da enquellen, welche zu In o ma ion übe die
E we bs ä igen de Bundes epublik zu Ve ügung s ehen, zeig , daß Aussa-
gen übe de en Zahl und ih e sozioökonomische S uk u auch au de
G undlage de am lichen S a is ik mi P oblemen und Unsiche hei en
beha e sind.
Als die zu e lässigs en S a is iken ü einen Ve gleich mi dem Panel sind
die Beschä ig ens a is ik, de Mik ozensus und die E we bs ä igenschä -
zung de Volkswi scha lichen Gesam echnung he angezogen wo den. Da
die Rep äsen a i i ä de O iginals ichp obe des Panel gep ü we den
soll e, wu de die Auswe ung ü die nich hochge echne en Fallzahlen o -
genommen, die lediglich du ch das om S ichp obenplan he e o de liche
Designgewich modi izie wu den. Zu dem Ve gleich wu den Auswe un-
gen nach zahl eichen Me kmalen in z.T. ie e Disagg ega ion he ange-
zogen.
In einigen Fällen kann die Gegenübe s ellung mangels exak e Ve gleich-
ba kei nich zu de ini i en E gebnissen üh en. Bei einigen wei e en Me k-
malen e geben sich Abweichungen zu den Ve gleichss a is iken. Bei ihnen
s ell sich die F age, ob es sich um S ichp oben e ze ungen ode um Me k-
mals e ze ungen bzw. abweichende E hebungskonzep e ü diese Me k-
male handel . E s e es wü de bedeu en, daß die S ichp obe inih e Rep ä-
sen a i i ä mögliche weise gene ell beein äch ig is . Dies könn e alle -
dings du ch eine Gewich ung ausgeglichen we den. Me kmals e ze ungen
beziehen sich nu au das jeweilige Me kmal. Ih Ausgleich kann du ch
Umcodie ung e olgen, wenn hie zu in de S ichp obe aus eichend In o ma-
ion en hal en is , e en uell auch du ch Nache hebung in eine spä e en
Welle.
Als S ichp oben e ze ung kann die e mi el e Un e ep äsen a ion de
Landwi e angesehen we den. Sie is in de inzwischen e olg en Hoch ech-
nung des Panels ko igie wo den. Die Me kmals e ze ung bei den mi hel-
enden Familienangehö igen is ab Be agungswelle 2 du ch eine Ände ung
im Be agungsp og amm behoben wo den. Gewisse Abweichungen bei dem
Me kmal „Schulabschluß" und de Rela ion zwischen A bei e n und Ange-
s ell en können als Indizien ü eine S ichp oben e ze ung i.S. eines Mi -
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244 Ch is o Holbe ge
els andsbias gedeu e we den, doch liegen sozialwissenscha liche Be unde
o , welche sie als Ins umen ene ek e e klä en können. Bei eine d i en
G uppe on Me kmalen sind die Abweichungen e mu lich da au zu ück-
zu üh en, daß diese Me kmale im Panel zu e ende als in den Ve gleichs-
s a is iken e hoben wu den (Teilzei e we bs ä igkei und ge ing ügige
Beschä igung). Fü die meis en Auswe ungen e gib sich ein G ad an
Übe eins immung mi den Ve gleichss a is iken, de als he o agend
bezeichne we den kann und das sozioökonomische Panel als b auchba e
Basis ü kün ige wissenscha liche Analysen quali izie .
Zusammen assung
1984 is die e s e Welle des „sozio-ökonomischen Panels" e hoben wo den. Ziel des
Panels is , eine S ichp obe on ca. 12 000 Pe sonen (in ca. 6000 Haushal en), die ep ä-
sen a i ü die Wohnbe ölke ung de BRD ausgewähl wu de, übe meh e e Jah e
hinweg zu e olgen und zu ökonomischen und sozialen F agen zu be agen. Hie -
du ch soll de Wissenscha eine Da enbasis ü di e enzie e Ve hal ensanalysen au
Mik oda enni eau zu Ve ügung ges ell we den. De o liegende Bei ag un e such
die Rep äsen a i i ä de S ichp obe am Beispiel de Aussagen zu E we bss uk u .
Die E gebnisse sp echen ü eine seh gu e Da enquali ä des Panels.
Summa y
The P ojec "socio-economic panel o he Fede al Republic o Ge many" was
begun in 1984. A ep esen a i e sample app oxima ely ca. 12 000 pe sons (in 6000
households) a e o be in e iewed annually conce ning economic and social subjec s.
The p ojec aims a p o iding a ich da abase on he mic ole el o scien i ic analysis.
The p esen con ibu ion conside s he ep esen a i eness o he panel exempli ied by
i s esul s o he s uc u e o he labou o ce. The quali y o he da a is shown o be
e y good.
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