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Die anthropologisch-soziologische Konferenz

Specht, K. G.

Abstract

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Full text

Spech , K. G. A icle Die an h opologisch-soziologische Kon e enz Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Spech , K. G. (1950) : Die an h opologisch-soziologische Kon e enz, Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 70, Iss. 1, pp. 87-98, h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.1.87 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/290691 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. 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In seinem Schlußwo e zum o jäh igen (Wo mse ) Sozio- logen age ha e P äsiden on Wiese zum e s en Male den Vo schlag eine solchen Kon e enz gemach . Inzwischen ha nun un e seine Lei ung diese Ve ans al ung, die den Un e i el „Kon e enz zu Fö de- ung de e bundenen Wissenscha en om Menschen" üh e, am 27. und 28. Sep embe 1949 s a ge unden; heu e gil es, Be ich zu e - s a en übe die g oße Zahl de da gebo enen Re e a e und Dis- kussions eden. Es wi d abe auch zu p ü en sein, ob diese „e s e Ve - such, eine g oße Anzahl on benachba en Disziplinen de Wissen- scha en om Menschen zu Aussp ache zu e einigen", geglück e - schein , und ob in diese e s en Zusammenkun de Keim zu eine daue nden Zusammena bei diese Fäche geleg wo den is . I. Am Mo gen des 27. Sep embe konn e L. on Wiese übe 270 Gäs e aus dem In- und Auslande in de Uni e si ä Mainz beg üßen, die ih e schönen Räume be ei willigs zu Ve ügung ges ell ha e. Abe es wa nich die Zahl de Teilnehme , die besonde e Beach ung au sich zog, ielmeh wa es ih e Zusammense zung: Daß neben dem Ju is en ein Psychologe, neben dem E hnologen ein Philosoph ode neben dem Soziologen ein Theologe saß, da wohl als neua ige E scheinung au eine Zusammenkun on Geleh en angesehen we den. De ach- lichen Viel al de Re e a e en sp ach du chaus die Zuhö e scha ; wenn auch die Na ionalökonomen und Soziologen besonde s zahl eich anwesend wa en, so konn e doch on eine ausgesp ochenen „ Meh - hei " des einen ode ande en Faches kaum gesp ochen we den. Dies alles, schein mi , s ell e schon o Beginn de Ve handlungen einen nich ge ingen E olg des ganzen Vo habens und seines Ini ia o s da . In seine E ö nungsansp ache zeig e . Wiese, wie die heu ige Spezialisie ung de Wissenscha sdisziplinen o den einzelnen Fo - sche beein lusse, allzu eng sich au sein eigenes Fach zu besch änken OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.1.87 | Gene a ed on 2023-04-04 11:04:28 88 K. G. Spech [88 und dabei die Fo schungse gebnisse -de benachba en Fäche zu übe - sehen. Hie sei es no wendig, einmal die G enzgebie e meh zu p legen, o allem abe müsse die Di e enzie ung eng mi de Syn hese e - knüp we den. Denn das im Diens e des Spezialzieles eine Wissen- scha E ungene sei zugleich Ma e ial ü eine ande e. Dies abe sei nu möglich, „weil sie alle ein Band zu einem Kosmos, eine ge- s al e en, gegliede en Einhei e knüp , die Syn hese, die in de g oßen Gesam au gabe lieg : die E kenn nis des Menschenwesens zu ö de n!" Diese Au gabe sei zugleich eine ie e hische: „Die Wissen- scha en om Menschen sollen das, was ich ku z das Humanum nennen möch e, zum höchs en S ebensziel in de Wel e heben." Die doppel e Wa nung on Wieses gal dabei de Ze edung und Ve wässe ung des Beg i s Menschlichkei und de Unbescheidenhei im S eben nach diesem hohen Ziel. II. Als Thema des e s en Tages wa „Pe son und Kollek i " aus- e sehen. Neun Disziplinen kamen zu ihm du ch je einen Re e en en zu Wo e. De e s e Redne , Wilhelm E. Mühlmann (Wiesbaden), sp ach zu an h opologisch-soziologischen Schauweise1. Sein Bemühen gal zue s de Abg enzung de P oblems ellungen on na u wissenscha - liche An h opologie und Soziologie. De Indi iduali ä und den Summen on Indi iduali ä en do s änden hie die Pe son und die sozialen Gebilde als Fo schungsobjek e gegenübe . Die Indi iduali ä als „einziga ige Bes and eines menschlichen O ganismus an e blichen Anlagen" we de e s du ch die Hinzunahme de „zei lichen Va ia ion" des menschlichen Lebewesens zu Pe son. Ve suche, das E bliche gegen das Nich e bliche quan i a i abzug enzen, müß en heu e als mißglück angesehen we den; die an i he ische Au assung on E b- lichkei und Umwel we de meh und meh au gegeben. Als En - sp echung e schien M. das Ve häl nis de Pe son zum Kollek i . Zwa gebe es Si ua ionen, in denen eine an i he ische Sich möglich sei; es müsse jedoch das Kollek i als unk ionale Einhei on Pe sonen e - 1 Es wa an die Re e en en die An o de ung ges ell wo den, „die haup säch- lichen Gesich spunk e, P obleme und bishe igen E gebnisse ih e Disziplin zu Sache in möglichs ku ze Fo m (15—20 Minu en) wiede zugeben". Es läge demnach dem Be ich e s a e ob, das Konzen a eines Konzen a es zu geben; dies wü de dann jedoch zu s ichwo a igen Au zählung alle be üh en Punk e üh en. Deshalb e - ach e e ich es als uch ba e , einige mi besonde s beme kenswe e scheinende Aussagen de einzelnen Vo agenden, sowei ich sie nich in wö liche ode an- nähe nd wö liche Fo m di ek übe nehmen konn e, in hesen Ö mige Zusammen- assung zu b ingen. F eilich muß e hie bei ieles unbe ücksich ig bleiben; dies e - wies sich als un e meidba . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.1.87 | Gene a ed on 2023-04-04 11:04:28 89] Die an h opologisch-sosiologische Kon e enz 89 kann we den. Die kollek i e Exis enz de menschlichen Pe son ge- hö e mi zu De ini ion des Menschen. Jean V i a 1 (Pa is-Mainz) gab eine Da s ellung des Pe sonalismus, so wie ihn E. Mounie e i . Fü manchen de Zuhö e wi d es die e s e Gelegenhei gewesen sein, wi klich undie e Un e ich ung übe En s ehungsgeschich e, Lei gedanken, übe Unsiche hei en und Ho - nungen diese „Tendenz de zei genössischen Philosophie" zu e hal en, die, wie L. . Wiese sag e, „bei allem Einschlag on Realismus einen mäch igen idealis ischen Schwung zeig ". Eine de G und o de ungen des Pe sonalismus aß e Vial in die Wo e: „Die ela i e Au onomie de Pe son muß geach e we den. Sie is g oßa ig und he lich. Zu wählen is eine möglichs g oße F eihei , abe eine solche, die sich selbs beg enz du ch die no wendige Ve p lich ung gegenübe de allgemeinen O dnung de Dinge und du ch die Vollendung de oll- kommenen Gemeinscha de Menschen." Auch seine eigene E gänzung und E wei e ung de pe sonalis ischen Leh e, den Voca ionismus, s ei e de Re e en ku z. De Tie enpsychologe Alexande Mi sche lich (Heidelbe g) be on e die Au nahme soziale Gesich spunk e, die sich in den le z en Jah zehn en inne halb de Psychologie imme meh e b ei e habe; heu e we de die Haup linie psychologische Fo schung du ch die E - kenn nis bes imm , daß de Mensch aus de Mi menschlichkei e - wächs und au Mi menschlichkei hin angeleg is . E sp ach den inhal s eichen Sa z aus: „Die Un e suchung de wechselsei igen Be- ein lussung on Indi iduum und G uppe is ein Zen al hema de Psy- chologie unse e Tage." Auch M. be on e (wie o he Mühlmann), daß bislang eine Übe bewe ung de e e b en und kons i u ions ypischen Anlagen o gehe sch habe; o allem die Tie enpsychologie habe ge- zeig , „wie üh schon die Pe sönlichkei ss uk u du ch ak uelle mi - menschliche Ve häl nisse in einem as de ini i en Sinn es geleg wi d". Hie be üh e sich die P axis de Psychologie mi de Päda- gogik. Da de ü das psychia ische Re e a o gesehene Redne in le z e Minu e abgesag ha e, en iel diese Be ich am Vo mi ag; diese Lücke wu de jedoch am Nachmi ag du ch die on H. Schul e (B emen) da gebo enen Aus üh ungen ge üll . Aus diesem G unde sei hie be ei s au sie eingegangen. Un e An üh ung on E läu e ungen und Beispielen wu den olgende Gedanken o ge agen: Das S udium de Menschen als Kollek i wesen zeig eind inglich, daß ganz allge- mein in de Psychologie mi Messungen kein Fo sch i e wa e we - den kann; eine Ve s ehba kei des Seelischen is übe haup nu om Gesich spunk de Pola i ä he zu e eichen. Zwischen Ich-au onom und Eingliede ung, zwischen Selbs bewuß sein und Wi -Teilha igkei OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.1.87 | Gene a ed on 2023-04-04 11:04:28 90 K. G. Spech [90 oszillie s ändig das wache Leben des einzelnen. Pa allel zu diese pola en Spannung im Mi wel be eich zeig sich im Lebensbe eich de Kollek- i a die Spannung zwischen Expansion und Ini ia i üh ung, zweie P inzipien, de en eines, die Expansions endenz, zum hemmungslosen Wuche n, das ande e, die Spezialisie ungs endenz, zu e s a enden Mechanisie ung neig . Ein Kollek i , sei es in de Fo m de labilen Ve massung ode eines s abilen „G oßo ganismus", is als lebendige Einhei undenkba ohne ein in ihm ode aus ihm wi kendes Zen um, das sich wiede um nu inne halb jene pola en Spannungen o men kann. Schul e e lang e die Be ücksich igung de massenpsycholo- gischen Gesich spunk e als Komplemen de ie enpsychologischen Be ach ungsweise bei de E o schung kollek i -psychische Phänomene. De olkswi scha lichen Behandlung des Themas wa das ol- gende Re e a on Wal e Weddigen (Nü nbe g) gewidme . Fü den Volkswi scha e lau e die zen ale F age: Mi welchem Ein- schmelzungs e häl nis müssen beide Polein lüsse, F eibeweglichkei de Einzelwi scha und ih e Bin/dung an die Gemeinscha , in die zwecken sp echende Syn hese des Indi idual- und Kollek i gedankens eingehen, die ein möglichs hohes Sozialp oduk e möglich ? Das Gleichgewich eine solchen Syn hese we de s e s labilen Cha ak e au weisen, da jede zei Ände ungen de a sächlichen Vo ausse zungen und Au gaben ein e en könn en. (Das gil ü den äuße en wie auch ü den inne en S a us.) Sein Lösungs o schlag ging dahin, es müsse ü die Wi scha eine mi elba e S eue ung e olgen; dies sei keine Wel anschauungs age, sonde n eine F age de Zweckmäßigkei . Nich zule z abe sei Bedingung, daß Wi scha und Si lichkei Hand in Hand a bei e en. Das Gewich de F age nach dem Ve häl nis on Pe son und Kollek i in de Sozialpoli ik liege heu e nich meh so seh au dem P oblem de bedingungslosen F eihei des Indi iduums als ielmeh au dem de si lichen F eihei , so üh e de Kölne Sozialpoli ike Ludwig H e y d e aus. Die Ges al ung dieses Ve häl nisses and in eine Reihe on Be eichen sozialpoli ische Wi ksamkei Da s ellung und E läu e ung. Bean wo e wu den die F agen, inwiewei Ge ah en de E d ückung de Pe sönlichkei au de einen, Möglichkei en zu eien En al ung si liche En scheidungen beim A bei e , beim Un e nehme und Be iebs a au de ande en Sei e jeweils o handen sind. Von besonde e Ak uali ä wa en dabei die Hinweise au die inne be ieb- lichen Beziehungen zwischen den einzelnen A bei spa ne n. Thomas Wü enbe ge (Mainz) hob die Gesich spunk e und Fo de ungen ü eine no wendige Neuo dnung de S ellung de Pe - son inne halb de kollek i en K eise ü die Ju isp udenz he o : OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.1.87 | Gene a ed on 2023-04-04 11:04:28 91] Die an h opologisch-soziologische Kon e enz 91 1. Exak e soziologische Analyse de wi klichen S ellung des Men- schen inne halb de heu igen Rech s- und Sozialo dnung; 2. Be ei - scha de Ju isp udenz, die engen Sch anken de Fakul ä en zu du ch- b echen und mi den ande en Wissenscha en om Menschen zu- sammenzua bei en; 3. Auch ü das Rech und seine O dnungen muß Ke n und Subs anz de Pe sönlichkei die si liche F eihei des Men- schen da s ellen. Wenn abe die menschliche Pe sönlichkei im Rahmen de ih Dasein umspannenden kollek i en O dnung ih e si liche F ei- hei und Eigens ändigkei bewah en wolle, so bleibe ih de Kamp gegen die Übe g i e und Willkü ak e de kollek i en Gewal en nich e spa . Fü die E hnologie sp ach Gün e Wagne (Hambu g). Ih s elle sich das Thema in Fo m des Ve häl nisses on Indi iduum und Kul u ; denn Fo schungsobjek de E hnologie seien die Kul u en als P oduk e de Kollek i a. Beide — Indi iduum und Kollek i — s ünden in s e e Wechselbeziehung: das Indi iduum e hal e du ch das es umgebende kul u elle Milieu die Möglichkei en und die G enzen seine En al ung. Demgegenübe bedü e die Kul u de indi iduellen T äge , um lebens ähig zu bleiben; on ihnen emp ange sie die neuen Ideen, die zum Wandel und zu Fo en wicklung bei agen. — Die These, „daß un e den Na u ölke n die Pe son im Kollek i „au gehe", sei nich meh hal ba ; neue e e hnog aphische Fo schungse gebnisse zeig en, daß das genann e Ve häl nis bei den Na u ölke n nich g undsä z- lich ein ande es is als bei den Kul u ölke n. De Kiele Pädagoge F i z B 1 ä 11 n e wies den ge ah ollen Weg au , de om Bildungs- und E ziehungswesen in de zu ückliegen- den Zei besch i en wo den wa , und um iß die heu ige Lage. T o z alle Schwächen, sag e e , is die ö en liche E ziehung du ch Schulen ein Wunde we k unse e Epoche. Die Ge ah de Ve massung abe , die du ch diese gleich ö mige Massene ziehung bes ünde, müsse du ch Liebe und Ach ung gebann we den, die dem Kinde en gegengeb ach we den soll e. Mi en in all dem so no wendigen Le nen und A bei en bleibe imme das le z lich En scheidende: „Von de K a des He zens häng es ab, ob wi Menschen ode Massen on A bei sk ä en haben, die be ei sind, alles zu ze schlagen, was sie nich e s ehen und lieben können." Das abschließende Re e a bo de Münchene Theologe Michael Schmaus da . Einige Sä ze, die as ü manches o he Gesag e als Zusammen assung dienen konn en, seien wiede gegeben. „Das Selbs des Menschen schließ zugleich die Beziehung zum Du in sich. . . De Mensch ollzieh seine Selbs e g ei ung sinngemäß nu dann, wenn e sich zugleich hingib an die Gemeinscha ." „Es zeig sich . . ., daß die Gemeinscha nich spä e is und nich wenige wi klich is , OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.1.87 | Gene a ed on 2023-04-04 11:04:28 92 K. G. Spech [92 als de Einzelne. Sie is ielmeh zugleich mi und in dem Einzelnen... Sie (die Gemeinscha ) s ell eilich nich eine übe den Einzelnen schwebende ode die Einzelnen aus sich he ausse zende und aus- gliede nde Subs anz da , sonde n eine Beziehungseinhei ." „Das Maxi- mum on Pe sonha igkei o de ein Maximum on Gemein- scha ... Ein Maximum on ech e Gemeinscha o de und bie e ein Maximum on ech e Pe sonali ä ." Diesen Re e a en schloß sich ein Syn hese e such an. Hie zog L. . Wiese das Faci dessen, was neun Fachgeleh e zusammen- ge agen ha en an E kenn nissen: Das Ve häl nis „Pe son und Kol- lek i " wi d im G unde on allen be eilig en Wissenscha en in gleiche Weise gesehen. Die Idee de Pola i ä iumphie übe die de An i hese. Da an knüp sich die Ho nung, die Tendenz de Wissenscha zum Ausgleich on Gegensä zen möge de e s e Sch i au de Bahn de Völke - und Klassen e söhnung sein. Obwohl de Pola i ä sgedanke einen Abschluß behe be ge, s ehen wi abe nich am Ende eines Geis eskamp es, sonde n am An ang eines neuen: „An i he ik wa Nai i ä . Bewäl igung de Pola i ä is Au gabe ü ge ei e Menschen." An E gänzungen wu den in de Diskussion d ei Bei äge gebo en. Ka l Valen in Mülle (Hanno e ) mach e Aus üh ungen zu F age E banlage und Begabung. Kuhn (Hambu g) sp ach übe das Thema des Tages in olkskundliche Schau. Al ed Pe e s (Köln) gab eine e gänzende Be ach ung om S andpunk e de E hik. K i ik an de Gesam au assung wu de o allem geüb du ch den (biologischen) An h opologen Weine (Kiel). E e miß e die An h opologie (sp ich: biologische A.!) ganz, muß e sich abe on seine Kollegin, F au Schwide zky (Mainz), da au hinweisen lassen, daß die Schuld bei den An h opologen selbs liege, diese müß en „all ih e K ä e zusammennehmen, daß bei kün igen Kon e enzen auch zum Thema ,Pe son und Kollek i 6 meh gesag we den könne". Es wü de zu wei üh en, hie au die wei e en Bei äge einzugehen. Sie alle hal en, das Bild abzu unden, wenn auch einige de Redne e was seh ih en p i a en Neigungen nachhingen und die Ve bindung mi dem Thema dadu ch manchmal e was seh locke e schien. III. Die Re e a e und Diskussionen des zwei en Kon e enz ages s an- den un e dem Thema „Die sozialen und kul u ellen Folgen de g oßen Be ölke ungs e meh ung des 19. Jah hunde s." Die s a is ischen G undlagen gaben und e läu e en ü Eu opa K. G. Spech (Köln), ü die Ve einig en S aa en on Ame ika Nels Ande son (Washing on, zu Zei F ank u a. M.) und ü Asien OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.1.87 | Gene a ed on 2023-04-04 11:04:28 93] Die an h opologisch-soziologische Kon e enz 93 W. E. Mühlmann (Wiesbaden). An Hand de d ei G und eihen: Gebu enzi e n, S e bezi e n und Zahlen de Wande ungsbewegun- gen s ell e Spech den Ve meh ungsp ozeß de eu opäischen Be ölke- ung da ; du ch He anziehung on Beispielen aus e schiedenen Be- eichen des sozialen Lebens such e e anschauliche E gänzungen zu scha en. Besonde s hingewiesen wu de au den en scheidenden Ein- luß des Absinkens de S e bezi e . — Seh au schluß eich wa die He - auss ellung de P obleme, die sich aus den Ve ände ungen de ame i- kanischen Be ölke ung e gaben. Ande son üh e hie an: 1. die na ü lichen Hil squellen de USA sind nich meh une schöp lich; 2. es is in de le z en Zei eine Gebu enabnahme einge e en, die in den S äd en g öße is als au dem Lande; 3. die En wicklung wi das P oblem de al e nden Be ölke ung au ; 4. bei den F auen zeig sich die Tendenz, mi de Hei a zu wa en ode , sind sie e - hei a e , keine Kinde in die Wel zu se zen; 5. die E üllung de kul- u ellen Wünsche de Be ölke ung wi d imme kos spielige ; 6. das P oblem de A bei e koali ionen; 7. die F age de Be eiligung on Regie ungss ellen an de Lösung de P obleme, die aus de Ve - bindung mi den F agen des Lebens in Indus ies äd en au ge auch sind. — Aus Mühlmanns Re e a is besonde s he o zuheben seine Be- me kung: „Wenn als cha ak e is isch ü das ,neunzehn e Jah - hunde * de wes lichen Wel de Zusammenhang gil zwischen dem gewal igen Be ölke ungswachs um eine sei s und de indus iellen Re olu ion und kapi alis ischen Expansion ande sei s sam de en Folgee scheinungen, so gil , daß Asien om Wellenschlag dieses uni- e salen P ozesses e s im 20. Jah hunde e eich wi d, so daß hie in de Be ölke ungsen wicklung wah scheinlich Vo gänge zu beob- ach en sein we den, wie seine zei in Eu opa, nu eben um und 80 bis 100 Jah e , e spä e 6." Die Mainze An h opologin Ilse Schwide zky nahm sich de Bean wo ung de F age an, „ob mi den quan i a i en Ände- ungen de Be ölke ung sich auch ih e quali a i e biologische S uk- u gewandel habe". Siebung und Auslese, als die beiden Typen e - ände nde Vo gänge, beschä ig en o allem die Be ölke ungsbiolo- gie. Auslese wi d dabei e s anden als die „ e schiedene Wachs ums- geschwindigkei e b e schiedene G uppen"; Siebung is „an h opolo- gisch g ei ba an Quali ä sun e schieden soziale ode ö liche G uppen". Hie wu den da ges ell die Quali ä sun e schiede de S ad - und Landbe ölke ung: neben de Land-S ad wande ung spiele auch die Siebung nach Al e und Geschlech eine Rolle; mi ihnen seien die Auslesep ozesse e bunden, die wiede um im di ek en Zu- sammenhang mi dem Be ölke ungswachs um s ünden. — Den g öß en Teil de Diskussion übe e mu e e Ände ungen des E bge üges de OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.1.87 | Gene a ed on 2023-04-04 11:04:28 94 K. G. Spech [94 eu opäischen Be ölke ungen könne man in zwei F agen zusammen- assen: 1. Sind wi s ä ke mi e blichen De ek en beha e als unse e Vo ah en o dem g oßen Sinken de S e blichkei ? und 2. sind wi dümme gewo den? Die Wah scheinlichkei sp eche ü eine Be- jahung de e s en F age. Zu zwei en F age e gebe sich au G und de In elligenzs a elung de sozialen Schich en, de s a ken e b- lichen Komponen e und de sozialen F uch ba kei sun e schiede mi ziemliche Siche hei , daß wi e blich dümme we den. Es sei abe die F age, ob diese Auslese o gang soziologisch sich ba we de. Die Folge ung ih e Aus üh ungen zog die Re e en in in dem Sa z: „Die Ve ände ungen in de E bs uk u de Be ölke ung, die eine un- mi elba e Folge des g oßen Be ölke ungswachs ums sind.. ., sind ebenso ein einmaliges, his o isches E eignis wie dieses ungewöhnliche Be ölke ungswachs um selbs ." Hans F eye (Wiesbaden) wand e sich bei seine soziologisch- poli ischen Be ach ung gegen die Au assung de Na u gese zlichkei de Be ölke ungs e meh ung; es sei dies eine Theo ie de Fo - sch i sidee. Jedes Zei al e habe sein besonde es „geschich liches Be- ölke ungsgese z"; bei einem solchen Gese ze handele es sich um Regelmäßigkei en und En wicklungs endenzen, die ü g öße e Zei - äume Gül igkei haben. Fü die Soziologie sei abe die zahlenmäßige Be ölke ungs e meh ung nu ein Teil ak o des gesam en gesell- scha lichen P ozesses: „Konk e e Be ölke ungen mi sam de gesell- scha lichen S uk u , in de sie leben, und ih e Ve ände ungen in de Geschich e" seien das wi kliche Ma e ial. Was speziell die zu Be- handlung s ehende Epoche be e e, so gel e es, die indus ielle Epoche soziologisch zu un e suchen; jede Sch i , de hie ge an we de, s oße auch au „das his o ische Be ölke ungsgese z, das ü die le z en sechs Menschenal e gül ig wa "; denn das P oblem e - scheine in de Schauweise de Soziologie imme in Ges al on sozio- logisch de e minie en Teilphänomenen und in wechselsei igen Ab- hängigkei en. De Kölne His o ike Pe e R a s s o w beschä ig e sich mi den „soziologischen Auswi kungen de s eigenden Zahl". An den ie Bei- spielen Hee wesen, s äd ische Ve wal ung, Uni e si ä sleben und höhe es Schulwesen zeig e e , wie sich du ch die Be ölke ungs e - meh ung bei de Beu eilung on Menschen de pe sönliche Eind uck des Be ich e s a e s zuguns en des Be ich es D i e weichen muß e. Eine wei e e Sei e des P oblems sei die E scheinung de „Typisie ung des Menschen au Kos en de Indi iduali ä ". Diese Typisie ung sei ih e sei s wiede eine Sei e de Bü ok a ie. „Die Ka eika e läß , wie es schein , alles e kennen, was man übe einen O izie , Ve - wal ungsbeam en, Leh e ode P o esso wissen muß. De Soziologe OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.1.87 | Gene a ed on 2023-04-04 11:04:28