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Ober- und Untergrenzen der öffentlichen Verschuldung

Stützel, Wolfgang

Abstract

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Full text

S ü zel, Wol gang A icle Obe - und Un e g enzen de ö en lichen Ve schuldung K edi und Kapi al P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: S ü zel, Wol gang (1978) : Obe - und Un e g enzen de ö en lichen Ve schuldung, K edi und Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 11, Iss. 4, pp. 429-450, h ps://doi.o g/10.3790/ccm.11.4.429 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/292825 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen (insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en, gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e. 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Es is ielmeh ge ade in die- sem Be eich de Wi scha swissenscha on besonde e Bedeu ung, auch den psychologischen Komponen en einen en sp echenden S ellen- we einzu äumen. In besonde em Maße gil dies ü den ö en lichen K edi , de — wie es Schmölde s schon 1951 o mulie e — „ ollends als die eigen liche Domäne psychologische Be ach ung"1 anzusehen is . Somi e schein es zu E ö e ung des Themas zunächs einmal gebo- en zu sein, sich die besonde e Si ua ion de Jah e nach 1974 o Au- gen zu üh en, als nach Jah en ela i e En hal samkei des S aa es au den K edi mä k en plö zlich in de Ö en lichkei bekann wu de, daß sich die ö en liche Ne ok edi au nahme in Zukun im Be eich hohe zweis ellige Millia denbe äge bewegen we de. Wohl ha e man in den Jah en zu o schon gehö , daß die eine ode ande e Gemeinde sich mi ih en In es i ionen in unkon en ionell hohe Ve schuldung geb ach und auch au sich s ech lich gese z e Schulden- diens g enzen übe sch i en ha e. Abe das gab allen alls Anlaß, übe Ände ungen de S eue au eilung zuguns en de Kommunen ode übe hä e e B emsen gegen ausschwei enden Kommunalluxus zu disku ie- en, zumal die Lage bei den g oßen Gebie skö pe scha en, an de Spi ze beim Bund, du ch eichliche S eue eingänge und p allge üll e Kassen gekennzeichne wa . * Meinen Mi a bei e n, He n Diplom-Volkswi Pe e Bo inge und He n Diplom-Volkswi Wil ied K ug, möch e ich an diese S elle ü ih e Hil e bei de Ab assung dieses Au sa zes he zlich danken. W. S. 1 G. Schmölde s: Finanzpsychologie, in: Finanza chi N. F. 13, 1951, S. 31. 27 K edi und Kapi al 4/1978 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.11.4.429 | Gene a ed on 2023-01-16 12:43:29 430 Wol gang S ü zel So a en die e s en Nach ich en übe g öße e Millia denbe äge ö - en lichen K edi beda s bei Bund und Lände n hie zulande au eine Be ölke ung und dami auch au Poli ike und Bankie s, die jah - zehn elang des Umgangs mi hohen S aa sschuldbe ägen öllig en - wöhn gewesen wa en. De En wöhn e und Ve wöhn e p leg au Szenenwechsel besonde s sensibel zu eagie en. Das wa denn auch in diesem Be eich de Fall. Man denke nu an die P ognosen de Jah e on 1974 bis 1976, wonach de Kapi alma k mi de a igen Be ägen ho nungslos übe o de sei. Man denke an die Vo s ellungen, daß sich solche Be äge allen alls übe Sonde -A angemen s und zu hohen und noch höhe s eigenden Zinssä zen bescha en ließen. Hinzu a in de poli ischen Ö en lichkei , daß angesich s meh s el- lige Millia denbe äge ö en liche Ve schuldung wiede u al e Ängs e au ge üh wu den. Noch imme wa en die schlech en E ah ungen, die man in de Ve gangenhei mi dem Schuldne S aa gemach ha e, nich e gessen: Wie e hängnis oll es sein konn e, den Ve sp echen des S aa es Ve auen zu schenken, ha en die Deu schen nach zwei e lo enen K iegen, dem beidemale dami e bundenen as ölligen Bank o des S aa es und de En we ung alle S aa sanleihen in schme zha e Weise e ah en müssen. Es e wunde dahe nich , daß die Be ölke ung in de Bundes epublik au Nach ich en übe hohe S aa sschuldbe äge na u gemäß ängs liche eagie als die Schweize , die keinen K ieg e leb , ode abe die Englände und Ame ikane , die zwa K iege e leb , abe dieselben gewonnen ha en, mi de Wi kung, daß auch die S aa sschuld i el bis zu End älligkei pünk lich bedien wu den. Es wä e siche lich unangeb ach , die jüngs e En wicklung de S aa s- e schuldung mi jene ex emen Übe sch ei ung alle G enzen eine e e ba en S aa sschuld zu e gleichen, wie sie in den beiden ge- nann en und ähnlichen his o ischen Fällen schließlich zu Insol enz des ö en lichen Schuldne s üh e. Und doch hö man aus ielen Kom- men a en zum Thema „ö en liche Ve schuldung" die Be ü ch ung, eine zunehmende S aa s e schuldung we de ielleich doch wiede zu wi - scha lich ka as ophalen Zus änden üh en. Aus diese Unsiche hei im Umgang mi de S aa s e schuldung zeig sich meh und meh in de Ö en lichkei ein Beda nach K i e ien, um zu e kennen, ob sich die ö en liche Ve schuldung k edi - und olkswi scha lich in e e - ba em Rahmen häl . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.11.4.429 | Gene a ed on 2023-01-16 12:43:29 Obe - und Un e g enzen de ö en lichen Ve schuldung 431 Dabei in e essie als „Ve schuldung" in dem hie zu beu eilenden Sinne beides, de S and und die Bewegung (de S a us au einen S ich- ag und dessen jäh liche Ve ände ung). En sp echend sei auch zu bei- den Un e agen S ellung genommen: 1. Nach welchen K i e ien is zu beu eilen, ob de Gesam bes and au - gelau ene und dami auss ehende ö en liche Schulden sich in e e ba em Rahmen häl ? 2. Nach welchen K i e ien is zu beu eilen, ob sich ein jäh liches De- izi , also de jäh liche Ne ozuwachs ö en liche Schulden, noch in e e ba em Rahmen häl ? II. Zunächs nun de e s e Teil des F agenka alogs mi de Übe sch i : In Geschich e und Gegenwa au ges ell e K i e ien zu Beu eilung de Quali ä des Finanzs a us on Gebie skö pe scha en. Als e s es K i e ium sei hie eine in de ö en lichen Diskussion be- sonde s gängige These au ge üh , welche lau e : Die bes e S aa sschuld is ga keine S aa sschuld; ode , in Va ia ionen desselben Gedankens: Je nied ige die S aa sschuld, des o besse , je höhe die S aa sschuld, des o schlech e . Man begegne diese Au assung, de en Wu zeln noch bis in die Zei klassisch-libe alen Denkens zu ückzu e olgen sind2, gewiß nu sel en in diese o enen Ve sion. Des o häu ige begegne man ih abe in e - s eck e , sublime , deshalb abe nich minde k ä ig meinungsbilden- de Fo m. An einem Beispiel aus dem kommunalen Be eich läß sich die Sinn- ha igkei diese These am bes en demons ie en: In eine mi le en süddeu schen G oßs ad wa en im Ve mögenshaushal 85 Millionen DM ü Bau en, haup sächlich Tie bau, einges ell und inanzie ungsmäßig oll du ch Da lehnszusagen abgesiche . Am Ende des Jah es e klä e de Kämme e dann oll S olz, e sei mi 55 Millionen K edi en ausge- kommen. Rück age e gib , daß die Bauab eilung mi Zeichnungen, Be- bauungsplan es s ellungen und Aussch eibungen usw. nich nachgekom- 2 Vgl. zu den P inzipien de klassisch-libe alen Finanzpoli ik F. Neuma k: G undsä ze und A en de Haushal s üh ung und Finanzbeda sdeckung, wiede abged uck in: Wi scha s- und Finanzp obleme des In e en ions- s aa es, Tübingen 1961, S. 127 . 27* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.11.4.429 | Gene a ed on 2023-01-16 12:43:29 432 Wol gang S ü zel men wa . S a 85 wu den nu 55 Millionen e bau . Im ö lichen Tie - baugewe be he sch e A bei slosigkei . Aus den zu E neue ung o - gesehenen Kanalisa ionen d ück e s inkende B ühe au die S aße. Ein solches Zu ückbleiben de Ve schuldung kann wohl kaum als E olg eine au Solidi ä bedach en Haushal spoli ik bezeichne we den. Wo - um es also geh : Ohne Quali ika ion, ein ach du ch die Vokabel wähl zu un e s ellen, es sei ein höchs e euliches E eignis, daß die Ve schul- dung kleine blieb denn o gesehen, das insinuie beim Publikum ge- nau die genann e P imi i o s ellung K i e ium N . 1: Je kleine die S aa sschuld, des o besse . Leich modi izie begegne man diese These auch in de Fo m: Eine S aa sschuld is dann angemessen dimensionie , wenn sie ge ade den Teil des iskalen Sach e mögens deck , dessen unmi elba e we bs- wi scha liche E äge so hoch sind, daß sie Zinsendiens und Tilgung übe sch ei en (These N . 2). Diese schlich e kau männische Finanzie ungs egel and in de Ge- schich e de Finanz e assung on Bund, Lände n und Gemeinden iel- ach ih en Niede schlag in Fo m des P inzips, daß man als ö en liche S elle K edi e nu ü sogenann e „we bende Zwecke" ä igen solle (so z. B. auch A . 115 G undgese z i. d. F. bis 1969). Auch dieses K i e ium s amm noch aus de Zei o de Jah hunde wende und wa da ü gedach , jene Spezial älle da zus ellen, in denen de S aa , de ansons en ganz ohne K edi e auskommen soll (K i e ium N . 1), ausnahmsweise au die K edi inanzie ung zu ückg ei en da . So haben Hohei s äge zu Kaise Wilhelms Zei en Ha enanlagen, Kanäle und ande e Ve so gungsein ich ungen gebau , um aus den Be- nu zungsgebüh en meh als die Zinsen he auszuwi scha en. Auch in K iegs- und Ka as ophen ällen e schienen S aa sschulden als ange- b ach . Abe dieses K i e ium aug e nu zu Zei en, wie im neunzehn en Jah hunde , als die e häl nismäßig wenigen Pe sonen, die nennens- we e Ve mögen ansammel en und E spa nisse bilde en, dies in de Fo m a en, daß sie selbs Sach e mögen e wa ben, Landgü e , Wäl- de , Ren enhäuse , Fab iken ode auch Be eiligungs i el. Den P oble- men, die mi eno men Massene spa nissen on Pe sonen einhe gehen, die au Gläubige i eln mi es en Zinssä zen bes ehen, wi d diese klas- sische Regel nich ge ech . Sie wi d dies ebensowenig wie die Neu as- sung des A . 115 G undgese z, wonach die K edi einnahmen des Bun- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.11.4.429 | Gene a ed on 2023-01-16 12:43:29 Obe - und Un e g enzen de ö en lichen Ve schuldung 433 des die Summe de im Haushal splan e anschlag en Ausgaben ü In- es i ionen nich übe sch ei en dü en, so e n nich eine Übe sch ei ung zu Abweh eine S ö ung des gesam wi scha lichen Gleichgewich s gebo en is 3. Bei den Ve asse n solche Gese ze schein schon o ab de Gedanke öllig e d äng zu sein, daß es mögliche weise neben Obe g enzen auch „Un e g enzen" de gebo enen ode e e ba en ö en lichen Ve - schuldung geben könn e. Angenommen, die Geschä slei ung eine Bank be ich e hoche eu , es sei ih „gelungen", den Zuwachs ih e Ve bindlichkei en gegenübe Einlege n ge inge zu hal en als im Vo jah . Na ü lich wi d man einen so o mulie en Geschä sbe ich ni gends inden. Bei Banken p eis es jede mann als Posi i um, wenn de S and de Schulden hoch is , aus- genommen ielleich das Bundesau sich sam ü das K edi wesen. Abe — und das is doch das En scheidende: Wie komm man eigen lich dazu, anzunehmen, daß zu Quali ika ion des Finanzs a us eines so me kwü - digen Rech s äge s wie dieses Gebilde, genann Bundes epublik Deu sch- land, so öllig ande e K i e ien angemessen sind als zu Quali ika ion des Finanzs a us eine Bank? Schon äuße lich ähnel de Gesam s a us alle bundesdeu schen Ge- bie skö pe scha en, wie ihn die Deu sche Bundesbank in ih en Ta- bellen übe den einzelnen Sek o en Geld o de ungen und Geldschulden au s ell , seh s a k dem eine Bank. Ende 1971 wa en da Geldanlagen de un e schiedlichs en A , bewe e mi 150 M d. DM, au ge üh . Ih- nen s and eine Gesam e schuldung all diese Gebie skö pe scha en on eben alls ge ade und 150 M d. DM gegenübe . Hinzu komm dann abe noch das Sach e mögen alle Gebie skö pe scha en, das man mi d. eine halben Billion bewe en kann, was dann insgesam au ein buchmäßiges Eigenkapi al alle Gebie skö pe scha en in de selben Höhe hinauslie e. Insgesam is das ein äuße lich das Bild des S a us eines Zwi e gebildes, halb Bank, halb Nich bank, so e wa nach A de Me allgesellscha AG. T enn man dabei den Bank-Teil, also den Block mi 150 M d. Geld o de ungen und e wa ebenso hohen Schulden ab, so bleib üb ig das s aa liche Sach e mögen, dessen Nachk iegszu- wachs oll aus eigenen Mi eln, sp ich S eue übe schüssen gegenübe lau enden Au wendungen, inanzie we den konn e. Abe kann man 3 Zu Sinnha igkei diese Vo sch i siehe auch Paul Sen : Ku z is ige Haushal splanung, in: Handbuch de Finanzwissenscha , 3. Au l., Bd. I, Tü- bingen 1977, hie S. 400. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.11.4.429 | Gene a ed on 2023-01-16 12:43:29 434 Wol gang S ü zel nun eine solche En wicklung zwei els ei als posi i we en, ganz nach K i e ium N . 1: Je wenige F emd inanzie ung, des o besse ? Ul imo 1964 wa das Bild noch me kwü dige . Damals wa im Ge- sam s a us alle Gebie skö pe scha en ein ungewöhnliche Reko d e - eich wo den: De genann e „Bank eil" dieses S a us alle Gebie skö - pe scha en ha e zu diese Zei bei Geld o de ungen, die on de Bun- desbank mi nich wenige als 104 M d. bewe e wo den wa en, und Geldschulden on insgesam lediglich 80 M d., eine Ne o-Gläubige posi- ion on 24 M d. DM ausgewiesen. Es gib wohl kaum noch ande e S aa- en in de Wel , die es je in ih e Geschich e so wei geb ach haben. Abe wa das denn wi klich gu ? Indiz ü eine au Solidi ä bedach e Finanzpoli ik? Nu wenige wa en es, die in de damaligen Zei die Au assung e - a en, daß die damalige S aa s e schuldung wei auße halb de gebo- enen G enzen lag. Abe wohlgeme k , nich obe halb, sonde n ä ge - lich wei un e halb de im Hinblick au die Solidi ä de gesam en Volkswi scha gebo enen G enzen. Diese zu jene Zei ech unge- wöhnliche Ansich wu de wie olg beg ünde : 1948 ha e man es hie zulande mi einem nu eilze s ö en P oduk- ionsappa a zu un. De physische G enze ag eine Sch aube, die zum Funk ionie en eine ganzen Maschine ge ade noch ehl , is eno m hoch, ähnlich de eine B ücke, die die gesam e Bahnlinie wiede unk- ions ähig mach . So wa es 1948 mi ielen In es i ionen, die olglich zu diese Zei hoch en abel wa en. Dann kamen die ün zige Jah e. Die E spa nis p i a e Haushal e wa denkba ge ing. Man ha e sei- ne zei e s die F eß- und Pu zwelle, noch lange nich die Spa welle. Ge ade weil diese p i a en Haushal e beinahe alles, was sie an Löhnen und Gehäl e n einnahmen, in de selben Woche wiede ü Käu e aus- gaben, kam as jede Millia de, die om Sek o de Un e nehmen in Fo m on Löhnen e ausgab wo den wa , be ei s in de selben Woche an den Sek o de Un e nehmen in Ges al on Ve kau se lösen wie- de zu ück. Also ge ade weil die Haushal e nich spa en, und weil die ganzen Geld e mögenss öme de Un e nehmen an die Haushal e on do wiede ungeschmäle zu den Un e nehmen zu ück lössen, haben sich die Un e nehmen wechselsei ig mi S eige ung ih e Ausgaben auch ih e E löse und Einnahmen e höh . So oll e de P ozeß de sich wechselsei ig selbs inanzie enden In es i ions ä igkei , spä e als „Deu sches Wi scha swunde " i ulie . Es is nich seh sinn oll, da- ü heu e zu sagen, die Un e nehmen seien zu Selbs inanzie ung ge- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.11.4.429 | Gene a ed on 2023-01-16 12:43:29 Obe - und Un e g enzen de ö en lichen Ve schuldung 435 zwungen gewesen, weil die Haushal e nich s spa en. Sinn olle e - schein es, umgekeh zu sagen, daß die Abwesenhei on E spa nissen, de p omp e komple e Rücks om alle Mi el on den p i a en Haus- hal en, die wechselsei ige Selbs inanzie ung de Un e nehmen e mög- lich ha . In dem Maße abe , in dem die Haushal e gegen Ende de ün zige Jah e imme g öße e E spa nisse bilde en, wies de besch iebene K eislau imme g öße e Lücken au : Die Lohn- und Gehal sausgaben de Un e nehmen lössen ihnen lediglich noch zu 95 %>, 90 °/o, 85 °/o als Ve kau se löse zu ück. De Res ehl e. Hä en die P i a en ih e E - spa nisse in Be eiligungs i eln angeleg , dann hä en die Un e nehmen die ihnen ehlenden Ve kau se löse du ch Ak ienemissionse löse subs i- uie en können. Es wä e bei be iedigend hohen Eigenkapi alquo en de Un e nehmen geblieben. In Wah hei abe be o zug en diese neuen Spa e schich en on An ang an bis heu e die Anlage in es e zinsli- chen Fo de ungs i eln, in Spa gu haben ode ande en Gläubige i eln. So kündig e sich denn mi den wachsenden Gläubige posi ionen p i a- e Haushal e ein öllig neua iges, gewisse maßen säkula es, üb igens ypisch bundesdeu sches P oblem an, das bis heu e noch eine be iedi- genden Lösung ha . Wo es Gläubige gib , die es e Zinsen e hal en, muß es bekann lich be agsgleich iele Schuldne geben, die diese Zinsen zahlen. In ande- en Indus ie-Na ionen wuchs Hand in Hand mi dem Au bau p i a e Gläubige posi ionen die Ne o-Geld e schuldung des Fiskus. Do ha de Fiskus die schuldne ische Gegenposi ion zu wachsenden p i a en Gläubige posi ion übe nommen. Ganz im Gegensa z dazu ha de Fis- kus in de Bundes epublik seine sei s eine Gläubige posi ion au gebau . 1964 zum Beispiel kamen zu den e wähn en 24 Millia den DM Ne o- Fo de ungsposi ion des Fiskus im enge en Sinne noch as 45 Millia - den Ne o-Gläubige posi ion de Sozial e siche ungs äge hinzu, mach zusammen 69 M d. DM. Daneben bes and zu diese Zei eine Gläubige - posi ion de p i a en Haushal e on 218 M d. DM. P i a e und ö en - liche Haushal e hiel en dami eine Ne o-Gläubige posi ion on 278 M d. DM. Und we ha e die Gegenposi ion übe nommen? Au Auslän- de iel nu ein kleine Teil, indem sie sich pe Saldo gegenübe Deu - schen e was e schulde en. Im üb igen iel die ganze Las de schuld- ne ischen Gegenposi ion, 260 M d. DM, au den heimischen Un e neh- menssek o . Wie sich diese En wicklung bis heu e o gese z ha , zeig Tabelle 1. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.11.4.429 | Gene a ed on 2023-01-16 12:43:29 436 Wol gang S ü zel s a ! o i P sa .2 9 § * s * 'E » T3 ì g S3 'S g .3,8 ici V ¡3 bJD i :© na . « « > S l o-d S il s S3S « « si H a a* 9 4> il « M »o Ne o- Posi ion de Sek o en (5) und (6) ooooooooo CSJCOIOCOOOT-HIOO H IN ^ ^ m 1 1 1 1 1 1 1 1 1 ini. nich - in. Un e n, (ohne Woh- nungs- wi scha ) (6) öoooooooo ^ H H w ^ 1 1 1 1 1 1 1 1 1 ö en l. Haushal e (einschl. So- zial e s.) (5) ooooooooo CM > I> CO C- 1 1 Ne o- Posi ion de Sek o en on (1) bis (4) ooooooooo c jcomcoooi-imo H ^ ^ ^ IO Ausland (4) ooooooooo CM CO CM IO 05 O O 1 1 1 1 1 I 1 Wohnungs- wi scha (3) ooooooooo H H N n ^ ^ 1 1 1 1 1 1 1 1 Finanzielle Sek o en (2) ooooooooo HHHHNMNN P i a e Haushal e (1) ooooooooo cqioeocMiocoioeocM T—1 CM CM CO OS O iH S and am Jah es- ende 1950 1955 1960 1964 1965 1970 1975 1976 1977 ^ IM ì CQO i 2» 3 §1*3 üSe . 3 » « •SgP o WOJh S^o «5 • co« i U i i a JigS- Si i w <U 3 h-Ög; iSaa a - e wn • 0) P Ò'O ed e inw+i sS-gß ö-ö c^oc ggW3 CQ W -M N iSS iÄ-o g Si0 3 i en« ^•Sg-S x g g a o> » ba'C w a> i > ll8.«l « i i Sb NE-gg l ^So i-g _ . i i , —• <L> *Ü as *•• •"a W..Q a ii^i issi 'S & 3 « 2 W)«H <H (0 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.11.4.429 | Gene a ed on 2023-01-16 12:43:29 Obe - und Un e g enzen de ö en lichen Ve schuldung 443 doch im Hinblick au diese Gesam e schuldung es hal en: Hie sind die Obe g enzen des Ve e ba en schon sei ge aume Zei wei übe - sch i en. Dies meinen dann wohl auch iele, wenn sie sagen, daß die Manö ie masse in ö en lichen Haushal en übe de Gesam las ein- gegangene Daue e p lich ungen p ak isch gegen Null gesch ump sei. V. Resümee de Gesam be ach ung des S a us de Gebie skö pe scha - en in de Bundes epublik: Die Gebie skö pe scha en hie zulande sind iel zu iel e schulde im Sinne des Ba we s de Daue belas ung du ch es zugesag e Zah- lungs e p lich ungen auße halb des Geldbescha ungsbe eichs. Gleich- zei ig sind sie zu wenig e schulde im Sinne de Belas ung mi Zinsen zu Bedienung eine S aa sschuld als Gegenpos en zu den eno men Gläubige posi ionen de P i a en. Alles zusammengenommen lie e eine Haushal ss a egie ü das näch- s e Jah zehn e wa au olgende Faus egel hinaus: Aus dem d ingend benö ig en igo osen Abbau „ande e Daue bela- s ungen" soll en je d ei Einhei en solchen Abbaus zwei Einhei en da ü e wand we den, die „Daue belas ung zu Bedienung eine wesen lich e höh en Da lehnsschuld de Gebie skö pe scha en" zu e g öße n; die d i e e g öße den Spiel aum ü ande e Ums uk u ie ungen. Dann e eich e man d eie lei: 1. Man hä e wiede g öße en Spiel aum ü solche d ingend angezeig- en Ände ungen des S eue ech s, die — de Ra ionalisie ung unse es Abgabensys ems dienen (wie Ab- scha ung on Baga ells eue n einschließlich Wechsels empel u. ä.), — de Konjunk u belebung dienen, abe gleichzei ig un e meidlich mi zumindes zei weiligen S eue - aus ällen einhe gehen. 2. Die Un e nehmen wü den allmählich on jenem lähmenden hohen Schuldend uck be ei , de sich sons als Gegenposi ion zu hohen und wachsenden Gläubige posi ion p i a e Haushal e wei e hin noch e s ä k e. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.11.4.429 | Gene a ed on 2023-01-16 12:43:29 444 Wol gang S ii zel 3. Da mi de En las ung om Schuldend uck im Un e nehmenssek o de Spiel aum ü ein Au blühen de gesam wi scha lichen Ak i- i ä und dami auch das S eue au kommen e g öße wi d, wi d mi Wahl de genann en S a egie zugleich die Siche hei e g ö- ße , daß de S aa die insgesam dem Be age nach bescheidene en Ve sp echen, die e seinen Bü ge n abgib , auch a sächlich wi d einlösen können. So läß sich im Hinblick au den Gesam s a us olgendes Schlußu eil e en: Zu Zei is die S aa s Ve schuldung nich ein ach zu hoch, auch nich ein ach zu ie , sie wi d ielmeh zu Zei ein ach in alsche Fo m o genommen. VI. Na ü lich e anlaß ein solches Plädoye nich nu ü igo osen Ab- bau ande e Daue e p lich ungen, sonde n gleichzei ig ü eine höhe e K edi au nahme des S aa es zu de F age: Wi d denn de Kapi al- ma k wei e hin so hohe S aa sanleihen ode mögliche weise noch hö- he e Be äge übe haup au nehmen können? S eh nich dem konjunk- u ö de nden E ek eine hohen Da lehns inanzie ung on S aa saus- gaben, wie e bislang besch ieben wu de, de konjunk u b emsende E - ek gegenübe , daß sich de lei Summen allen alls zu s eigenden Zins- sä zen plazie en lassen, de sogenann e „c owding-ou -E ek " eine de- izi ä en Haushal spoli ik? Ve d äng e nich de S aa mi eine solchen Poli ik die p i a en k edi suchenden In es o en om Ma k e? Das üh au die noch zu e ledigende Res age, nämlich die F age nach den Wi - kungen eine E höhung de S aa sschuld nun nich im Sinne de Wi - kung des kün igen höhe en Schuldens ands, sonde n im Sinne de Wi kung de Maßnahmen au dem Wege hin zu diesem höhe en S and. E s e Un e age: „Kann de S aa so iele F emd inanzie ungsmi - el übe haup au b ingen?" Wenn P i a leu e übe ih e Ve häl nisse leben, also übe ge aume Zei hinweg meh ausgeben als sie einnehmen, dann komm e mu - lich bald de Punk , an dem ihnen kein neue K edi meh einge äum wi d. Doch diese ü P i a e gel ende Res ik ion läß sich nich ohne wei e es au so g oße Geldausgebe , wie e wa die Gesam hei alle Ge- bie skö pe scha en in de Bundes epublik, übe agen, on den Ge- meinden übe die Lände bis hin zum Bund selbs . Hie gil es olgen- des zu bedenken: Gib de Fiskus in de Bundes epublik in einem Jah , wie z. B. 1976, 42 Millia den Deu sche Ma k meh aus als e selbs an OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.11.4.429 | Gene a ed on 2023-01-16 12:43:29 Obe - und Un e g enzen de ö en lichen Ve schuldung 445 S eue n einnimm , dann haben die üb igen Wi scha ssubjek e in de Wel genau denselben Be ag an Gehäl e n, Zinsen ode Lie e e lösen meh eingenommen als sie in de gleichen Zei selbs ausgaben. An- de s gewende : Indem de deu sche S aa 42 Millia den DM Ausgaben- übe schüsse ä ig , haben dadu ch zwangsläu ig die üb igen Sek o en in de Wel 42 Millia den DM Einnahmeübe schüsse. Die Inhabe diese Einnahmeübe schüsse we den sich agen, wie sie das Geld, das ihnen im Zuge de De izi wi scha des deu schen S aa es zu loß, am bes en anlegen können. Ve gleich . man — De isenku sschwankungen einge- echne — die zu Zei al e na i angebo enen Anlagemöglichkei en (Spa einlagen, anzösische ode i alienische S aa sanleihen, ame ika- nische In es men ze i ika e ode abe Anleihen de ö en lichen Haus- hal e in de Bundes epublik), so zählen Anleihen bzw. Schuld e sch ei- bungen on Bund und Lände n au lang absehba e F is noch imme zu den ela i bes en Anlagewe en. Wenn sie auch in den Augen man- che als zwei angig e scheinen: ande e Geldanlagen sind meis ens — be ücksich ig man die dami e bundenen Risiken — allen alls d i - ode ie angig. Somi we den die Finanzie ungsp obleme de Bun- des epublik Deu schland, selbs wenn es da um geh , De izi e in noch seh iel g öße em Um ang als bishe zu decken, auch in Zukun ge- ing sein. Bleib die zwei e F age: Ve d äng nich de Bund mi solch immen- sen K edi wünschen die P i a wi scha om Ma k e? Es is me kwü - dig, wie häu ig man diese Vo s ellung bis heu e selbs bei ielen Wi - scha spoli ike n und -Wissenscha le n begegne 8. Dahin e s eh das Bild, als sei de deu sche Kapi alma k eine Quelle, die eine bes imm e, unabhängig es liegende jäh liche Schü ung an liquiden Mi eln b ing . Wenn nun eine , de Bund, meh da on absaug , so bleib ü die an- de en nu wenige üb ig. Sowei das Bild. In Wah hei liegen die Ve häl nisse abe öllig ande s als man dem Bild on de Quelle nach e mu en müß e. Was de Bund an Mi eln au nimm , e spe e nich in Ho en ode Rese oi en. Die on ihm au genommenen Gelde e wende e ielmeh so o dazu, en sp e- chende Ausgaben (Löhne, In es i ionsausgaben) zu ä igen. Die P i a- en e hal en so ge ade die Mi el wiede zu ück, die sie ku z zu o an den S aa ausgeliehen haben9. Ve wende man wiede um ein Bild aus 8 So z. B. auch im Jah esgu ach en 1976/77 des Sach e s ändigen a es, Tz. 394; ebenso im Jah esgu ach en 1977/78, Tz. 54, 143, 160, 321, 383. 9 So auch R. Eisne : Capi al Sho age. My h and Reali y, in: The Ame ican Economic Re iew, Pape s and P oceedings, Vol. 67 (1977), hie S. 112: „Fo 28 K edi und Kapi al 4/1978 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.11.4.429 | Gene a ed on 2023-01-16 12:43:29 446 Wol gang S ü zel dem Be eich de Wasse wi scha , so is die Ausgabenwi scha des S aa es ehe mi eine Fon äne e gleichba , die mi en im Teiche s eh : Un en saugen die Pumpen die liquiden Mi el om Teich ab; oben we den sie als Sp ingb unnen übe die ganze Be ölke ung e eil , al- len also dami wiede in den Teich zu ück. Indem de S aa das Ge- liehene ausgib , näh e selbe den K edi ma k , eiche e ihn um anlagesuchende Mi el an. Die Möglichkei en p i a e K edi au nahme we den dadu ch pe Saldo nich im mindes en geschmäle 10. Man beob- ach e an de F on de K edi wi scha ja je z schon, in welch ho- hem Maße du ch Ve ausgabung de S aa sde izi e sich im p i a en und Bankenbe eich lüssige Mi el ansammeln, die d ingend Anlage suchen. Die Be ü ch ung, die Finanzie ung p i a e In es i ionen we de wegen de hohen K edi bedü igkei des Fiskus e schwe , is also unange- b ach 11. Es is somi einsich ig, daß bei de Finanzie ung s eigende S aa s- de izi e nich mi quan i a i en P oblemen zu echnen is . Dami is abe die F age nach den quali a i en Wi kungen, d. h. in e s e Linie den Auswi kungen au das Zinsni eau, noch nich bean wo e . Die En wicklung des Kapi alma k zinsni eaus häng on olgenden De e minan en ab: — De Be ei scha de Inhabe on Einnahmeübe schüssen, diese lang- is ig anzulegen (Anlageneigung), bzw. als de en Komplemen , de Be ei scha , die Einnahmeübe schüsse ehe in liquide Fo m zu hal en (Liquidi ä sneigung); his („c owding ou ", W. S.) qui e con uses s ocks and lows o unds and ails o ecognize ha he money used o buy ede al secu i ies is in u n, oughly o he ex en o he de ici , espen and hence again a ailable o u he lending." 10 Eine Einsch änkung e gäbe sich lediglich dann, wenn du ch die zusä z- liche S aa s e schuldung e meh übe Banken lau ende K edi ke en au - gebau wü den. Da diese du ch Mindes ese e o sch i en disk iminie we den, en s eh dadu ch ein e höh e Beda de Banken an Zen albank- geld. Das Ausmaß de Ve d ängung p i a e K edi nach age häng dann im wesen lichen on den eien Liquidi ä s ese en de Banken ab. 1J Diese Übe legungen we den om V . schon sei ielen Jah en e e en. (Siehe hie zu z. B. Be line Bank, (H sg.), Die Bö se 1954, „G oße Emissions- e olge an den Ren enmä k en", S. 14.) Es mag dem Lese nach den E ah- ungen de ie le z en Jah e übe lassen bleiben, ob e ehe dem Bild de Fon äne ode dem de Quelle die g öße e P ognose auglichkei zu au . Wäh end in he kömmlichen Leh büche n bishe das 'Quellenbild dominie e, schein auch hie die Fon änen heo ie inzwischen s ä ke e Beach ung zu inden. So z. B. bei D. Duwendag e al.: Geld heo ie und Geldpoli ik, 2. Au l., Köln 1977, S. 323 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.11.4.429 | Gene a ed on 2023-01-16 12:43:29 Obe - und Un e g enzen de ö en lichen Ve schuldung 447 — de sich ü die Inhabe de Ausgabenübe schüsse e gebenden No - wendigkei , diese lang is ig zu inanzie en (Konsolidie ungsnei- gung ode Konsolidie ungszwang, allgemein: Konsolidie ungsbe- da )12. Füh nun die e höh e S aa s e schuldung dazu, daß bei gleiche kons an e posi i e Geld e mögensposi ion de p i a en Haushal e die ö en lichen Haushal e die Schuldne posi ion de Un e nehmen zumin- des eilweise übe nehmen — eine En wicklung, die sich ge ade in den le z en Jah en in Deu schland ollzogen ha —, so is mi olgende Zinsen wicklung zu echnen: Da de S aa seh iel wenige als die Un- e nehmen un e dem Zwang s eh , seine De izi e lang is ig zu inan- zie en (ge inge e Konsolidie ungsbeda des S aa es im Ve gleich zu p i a en Un e nehmen), nimm bei un e ände e Anlageneigung de p i a en Haushal e de Zins ü lang is ige Schuld e sp echen ab. Hä e eine solche Theo ie im Lich e de Diskussion de Jah e on 1974 bis 1976 nu wenig Chancen gehab , e ns genommen zu we den, so ha die En wicklung des Zinsni eaus au dem Kapi alma k bis 1978 meh als deu lich gemach , daß Theo ien, de en Zinsp ognosen le z lich nu au Mengene ek en be uhen, de Reali ä nich meh angemessen sind. Es is ielmeh s e s die quali a i e Inkong uenz zwischen de Anlageneigung de Inhabe on Einnahmeübe schüssen und dem Kon- solidie ungsbeda de Inhabe on Ausgabenübe schüssen, die ü das Zus andekommen eine bes imm en Zinsen wicklung maßgeblich is . Zusammenge aß : Die G enze ü die ö en liche Ve schuldung im Sinne de jäh lichen K edi inanzie ung ö en liche Ausgaben wi d wede du ch i gendwelche Vo ausschä zungen i gendeines so ode so de inie en Spa mi el-Au kommens ma kie , noch dadu ch, daß man on i gendeinem o ausgeschä z en Gesam -Mi elau kommen am Ka- pi alma k den K edi beda de p i a en In es o en abzieh . Die G enze wi d ielmeh ausschließlich ma kie du ch die En wicklung de äuße en Zahlungsbilanz. Wenn diese äuße e Zahlungsbilanz De i- zi e au weis , so is das ein Indiz da ü , daß unse Fon änen-Becken einen „Ab luß nach auße halb" au weis , daß die Emp änge de om Fiskus de izi ä e ausgab en Mi el eben nich meh die Anlage im Inland als die ela i bes e ansehen. E s dann also, wenn die Bundes- bank une äglich hohe De isenbe äge e lie , is die „k i ische 12 In ähnlichem Sinne, insbesonde e un e Be ücksich igung des Ein lusses de Geldpoli ik au den Kapi alma k zins: Sach e s ändigen a , Jah esgu - ach en 1977/78, Tz. 313. 28* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.11.4.429 | Gene a ed on 2023-01-16 12:43:29 448 Wol gang S ü zel G enze ü De izi inanzie ung" übe sch i en. Nich s sp ich da ü , daß die Bundes epublik zu Zei diese G enze auch nu annähe nd e eich hä e. Ande s als I alien und England haben wi noch ge- nügend Spiel aum. Ja, es gib wohl auße de Schweiz kein Land in de Wel , das noch einen so g oßen Spiel aum ü K edi inanzie ung on S aa sausgaben hä e wie die Bundes epublik Deu schland. Diese Spiel aum kann nich nu , e muß genu z we den, soll die heimische P i a wi scha om lähmenden D uck übe hohe Ve schul- dung en las e we den. Zusammen assung Obe - und Un e g enzen de ö en lichen Ve schuldung Nach schlech en E ah ungen de Deu schen mi dem Schuldne S aa e - wunde es heu e nich , daß angesich s zunehmende S aa sde izi e u al e Ängs e schnell wiede au ge üh we den. Dies e klä die g oße Belieb hei , de sich auch noch heu e jene Deckungsg undsä ze aus de Zei des 19. Jah - hunde s e euen, nach denen die S aa sschuld als schädlich und nu in wenigen Ausnahme ällen als zulässig anzusehen is . Solches Denken wi d den heu igen E o de nissen jedoch nich meh ge ech . Mi eine in den sechzige Jah en asch s eigenden Geld e mögensbildung isikoscheue p i- a e Haushal e en s and in de Bundes epublik zugleich eine imme g öße e Ve schuldung im Un e nehmenssek o . Dies e s ä k in olge des „Le e age- E ek es" die Konjunk u an älligkei de Un e nehmen und dami gleiche - maßen die konjunk u ellen Zyklen in de gesam en Volkswi scha . Die konjunk u poli ische Chance eine e s ä k en S aa s e schuldung könn e also da in bes ehen, die Un e nehmen on diesem Schuldend uck zu en - las en, indem de S aa die Gegenposi ion zu den Geld e mögensbes änden de P i a en übe nimm . Dies leis e e zugleich eine T ans o ma ion wi - scha liche Risiken: Genommen we den den P i a en S eue gelde aus unsiche schwankenden Einkommen und Umsä zen, wo ü sie om S aa siche e es e Zinsen e hal en. Gebo en is also eine s ä ke e S aa s e schul- dung in Fo m eine nega i en Geld e mögensposi ion. Wei übe sch i en sind hingegen die G enzen ö en liche „Ve schuldung" im Be eich kün ige Daue e p lich ungen (Sub en ionen, Pensionen e c.), de en iesige Ba we in keinem Haushal splan e sich lich is . Hie is die Manö ie masse in den ö en lichen Haushal en as öllig zusammenge- schmolzen. Eine Haushal ss a egie ü die nächs en Jah e müß e im Abbau solche Daue belas ungen bes ehen zuguns en on Zinszahlungen au die zugleich e höh e Da lehnsschuld des S aa es. Zu be ücksich igen is nich zule z die Finanzie ung eine s eigenden S aa sschuld. Wenig hil eich is hie bei die gängige Theo ie des „c owding ou ", in de die Funk ionsweise des Kapi alma k es älschliche weise mi de eine Quelle e glichen wi d. Da de S aa jedoch die ihm geliehenen Mi el OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.11.4.429 | Gene a ed on 2023-01-16 12:43:29 Obe - und Un e g enzen de ö en lichen Ve schuldung 449 so o wiede ausgib , pump e — in seine Funk ionsweise ähnlich de eine Fon äne — au den K edi ma k ge ade das wiede zu ück, was e zu o abgesaug ha . Mi jedem Ausgaben Übe schuß des S aa es ließen den P i a en dahe als Inhabe de en sp echenden Einnahmeübe schüsse Gelde zu, die wiede um neue Anlage suchen. Solange S aa sanleihen noch imme eine ge ag e Anlagemöglichkei da s ellen, we den die P obleme des S aa es, en sp echende Finanzie ungsmi el au zub ingen, auch in Zukun ge ing sein. Summa y Uppe and Lowe Limi s o Public Deb I is no sup ising ha a e bad expe iences wi h public deb in Ge many- old ea s a e e oked in he ace o inc easing public de ici s. This explains why e en oday he 19 h-cen u y ideas o a balanced budge a e s ill wide- sp ead. Acco ding o hese ideas public deb is de imen al and only accep - able unde excep ional ci cums ances. Howe e , such hinking is no longe adequa e o p esen needs. In he six ies, he holdings o ne mone a y weal h by isk-a e ing p i a e households quickly inc eased in he Fede al Republic o Ge many, which was accompanied by inc easing indeb edness o he p i a e i ms. Due o he esul ing "le e age e ec " he i ms a e now much mo e ulne able o business cycles. Thus he cyclical luc ua ions o he whole economy a e ampli ied. Mo e economic s abili y could be ob ained i he s a e — by inc easing his deb — elie ed he i ms o hei indeb ed- ness by himsel holding he o se ing posi ions o he p i a e households* ne mone a y weal h. A he same ime, his would esul in a ans o - ma ion o economic isks: The p i a e sec o has o pay axes on unce ain, luc ua ing income and u no e ; in u n i ecei es ce ain, cons an in e es yields om he s a e. Thus, an inc eased nega i e mone a y weal h posi ion o he s a e is he kind o public indeb edness we need. On he o he hand, limi s o public indeb edness a e g ea ly exceeded as a as long- e m u u e commi men s (pensions, subsidies e c.) a e conce ned whose huge p esen alue does no appea in any budge . In his sec o pos- sibili ies o disc e iona y expendi u e a ia ions ha e almos en i ely an- ished. A s a egy o public expendi u e du ing he nex yea s should con- sis in educing hese pe manen s a u o y commi men s o he bene i o in e es paymen s on he simul aneously inc eased public deb . Finally, he inancing o an inc eased public deb mus be conside ed. The cu en "c owding ou "- heo y is only o li le use in his con ex . This heo y e oneously compa es he unc ioning o he capi al ma ke o he unc ioning o a sou ce. Bu since he s a e immedia ely spends he unds i bo ows, i pumps — simila o an a i icial oun ain — back on he capi al ma ke wha i has been abso bing jus be o e. Wi h each public expendi u e su plus he p i a e sec o (which holds he co esponding su plus o ecei - ables) he e o e ob ains unds ha i seeks o ein es . As long as public bonds con inue o be a popula in es men , he e will be ew p oblems o he s a e in inancing u u e budge de ici s. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.11.4.429 | Gene a ed on 2023-01-16 12:43:29 450 Wol gang S ü zel Résumé Limi es supé ieu es e in é ieu es de la de e publique Ap ès les mau aises expé iences ai es pa les Allemands a ec la de e publique, il n'es guè e é onnan qu'aujou d'hui, comp e enu de la c oissance cons an e des de es publiques, ésu gissen d'anciennes peu s. Cela explique pou quoi les concep s su l'égalisa ion du budge da an du 19e siècle jouis- sen enco e de nos jou s d'une elle popula i é. Con o mémen à ces concep s classiques, une de e publique es considé ée comme nuisible e n'es ad- missible que dans ce ains cas excep ionnels. Une elle maniè e de pense cependan ne épond plus aux exigences ac uelles. En R. F. A., depuis les années soixan e, la c oissance apide de l'épa gne moné ai e ne e du sec eu des ménages p i és ( é issan s en e s ou isque) a con ibué à un ende e- men sans cesse c oissan du sec eu des en ep ises. En e u du «le e age e ec », ceci expose les en ep ises da an age aux changemen s de la con- jonc u e e agg a e pa allèlemen les luc ua ions conjonc u elles de l'éco- nomie ou en iè e. Du poin de ue de la poli ique conjonc u elle, l'É a pou ai , en s'ende an da an age, libé e les en ep ises du poids de leu s de es en jouan lui-même le ôle de débi eu is à is des épa gnes ne es des ménages. Ceci condui ai simul anémen à une ans o ma ion des isques économiques: c'es ainsi que le sec eu p i é es obligé de paye des impô s su les e enus e ece es, qui eux son luc uan s e ince ains, alo s qu'en con epa ie, il ob ien des in é ê s de l'É a , qui eux son cons an e sû s. C'es donc p a iquemen un ende emen public acc u sous la o me d'une si ua ion moné ai e ne e néga i e qui s'impose. Mais d'un au e cô é, les limi es de l'ende emen public on é é la gemen dépassées quan aux engagemen s publics s a u ai es à long e me (sub en- ions, pensions, e c.) don l'éno me aleu ac ualisée ne igu e dans aucun budge . La ma ge de manoeu e au ni eau des budge s publics s'es ainsi considé ablemen é écie. Une s a égie budgé ai e pou les années à eni de ai donc consis e en une éduc ion de els engagemen s s a u ai es en a eu de payemen s d'in é ê s su la de e publique, laquelle de ai ê e augmen ée pa allèlemen . Il es e inalemen à examine le p oblème du inancemen d'une elle de e publique oujou s c oissan e. Dans ce cas, la héo ie du „c owding ou " n'es d'aucun sou ien. Selon ce e héo ie, le onc ionnemen du ma ché des capi- aux es compa é à celui d'une sou ce. O , u que l'É a edépense immédia- emen l'a gen emp un é, il ai esu gi su le ma ché des capi aux — pa eil à un je d'eau — p écisémen ce e masse moné ai e qu'il ien d'en pompe p éalablemen . C'es ainsi que pou chaque excéden des dépenses publiques le sec eu p i é, en an que dé eneu des excéden s des ece es co espondan s, ouche co éla i emen des moyens inancie s qu'il che che à nou eau à in es i . Dans la mesu e où les emp un s publics cons i uen oujou s une possibili é d'in es issemen ès populai e, les di icul és de l'É a à p omou oi les moyens de inancemen adéqua s es e on minimes, même dans un a eni plus loin ain. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.11.4.429 | Gene a ed on 2023-01-16 12:43:29