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Die puritanische Revolution und die Leveller-Bewegung (III)

Jahn, Wolfgang

Abstract

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Full text

Jahn, Wol gang A icle Die pu i anische Re olu ion und die Le elle -Bewegung (III) Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Jahn, Wol gang (1950) : Die pu i anische Re olu ion und die Le elle -Bewegung (III), Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 70, Iss. 6, pp. 41-83, h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.6.41 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/290713 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. 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I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence. h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/ 681J 41 Die pu i anische Re olu ion und die Le elle - Bewegung (III) Eine geschich ssoziologische S udie übe die An änge de Demok a ie in England Von Wol gang J ah n - Düsseldo S aa s- und sozialphilosophische Posi ionen Die Le elle und ih e Fo de ungen bilde en nich den An ang de Auseinande se zungen. Vielmeh s anden sich zunächs , wie ühe skiz- zie , Anp üche de K one und Ansp üche des Pa lamen s gegenübe . Diese sind zu be ach en, um den geis esgeschich lichen Ansa z ü das P og amm de Le elle zu gewinnen. Denn ieles on dem, was in diesem Kamp e on de Pa lamen spa ei e e en wu de, bilde e spä e Bes and eile de Le elle -Agi a ion. Es handel e sich um die F age, wem die obe s e Gewal im S aa e zukomme. Jakob I. wa Ve ech e de Theo ie om gö lichen Rech de Könige. Die Leh e wa schon al . Sie wa im Mi elal e zuguns en de Kaise gegenübe päps lichen Ansp üchen en wickel und in mo- de ne Fo m in F ank eich wiede e s anden. Jakob e ö en lich e zu- e s 1598 anonym sein Buch „T ue Law o F ee Mona chies"1. Es wa das E gebnis seine E ah ungen mi den scho ischen Cal inis en und seines S udiums de anzösischen Kon o e sli e a u . De legi ime König sei on Go be u en und s elle unabhängig on jegliche aus- wä ige ode einheimische In e en ion die obe s e und selbs he - liche gese zliche Au o i ä da . Nich alle absolu is ischen Au o en seine ode spä e e Zei olg en dem König in de eligiösen Beg ün- dung. Hobbes z. B. be ach e e die absolu e Mach , wobei es, wie man an seine S ellung zu C omwell sieh , g undsä zlich gleichgül ig is , ob ein König ode ein Dik a o he sch , om Boden des Na u ech s he als ealpoli ische No wendigkei , um den K ieg alle gegen alle zu e - hinde n. 1 Poli ical Wo ks o James I, Ed. 1616, Ha a d Camb idge 1918. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.6.41 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:22 42 Wol gang Jahn [682 Jakob behaup e e nich , die Gese ze des Landes igno ie en zu sollen ode zweckmäßige weise audi nu zu dü en, abe „... acco ding o hese undamen al laws alleged, we daily see ha in he Pa liamen he laws a e bu c a ed by his subjec s, and only made by him a hei oga ion and wi h hei ad ice"2. De König kann alles un, ohne das Pa lamen zu agen, abe „... i is in he powe o no pa liamen o make any kind o law o s a u e wi hou scep e be o i , o gi ing i he o ce o law . . Ein gu e König wi d sich im üb igen, um des gu en Beispiels willen aus eiem En schluß und ohne ihnen un e - wo en zu sein, an die Gese ze hal en3. Un e den Tudo s ha e sich die englische Selbs e wal ung, pa la- men a ische Gese zgebung, S eue bewilligungs ech de Commons und ieles meh o en wickel und dennoch wa en die Könige Dik a o en gewesen. Wi müssen uns de G und a sachen aus ühe en Kapi eln e inne n, um zu e s ehen, wa um de zwa nich ausd ücklich o mu- lie e, abe p ak isch gehandhab e Ansp uch bei den Tudo s ohne e ns e Wide ede bes ehen konn e, bei den S ua s abe nich meh : un e den Tudo s gingen die al en Säulen Englands, die ka holische Ki che und de al e Adel, un e . Die mi den allgemeinen wi scha lichen Ta - sachen und dem Empo kommen neue Obe schich en e olgende E - s a kung des Pa lamen s, besonde s de Commons, abe wa noch nich wi ksam gewo den. Mi dem Ende de s aa smännisch weisen Tudo - Dynas ie a en diese neuen Schich en im Pa lamen mi wachsenden Ansp üchen und bald als Ri alen de K one au . In Ki chen agen be ach e en sich die Könige als Rech snach olge des Paps es, sodaß dessen Sup ema als au sie übe gegangen gal . Folglich wa de Kle us de anglikanischen Ki che audi ei ige Pa ei- gänge des Königs, denn om Sup ema de K one hing audi die Ki - chen e assung und dami die S ellung des Kle us ab. Audi zahl eiche ju is ische Au o en leh en die königliche Allmach 4. Manche Au o en nahmen dabei eine Un e scheidung o . Gö liches Rech in ol ie e ein Zwei aches: 1. gewöhnliche Mach des Königs im Rahmen de Gese ze; 2. auße gewöhnliche Mach , in de en Ausübung de König Go allein e an wo lich sei. In Ausübung de le z e en habe de König das Rech , Sonde s eue n, P oklama ionen mi Ge- se zesk a usw. zu e lassen. Nun wi d an sich niemand bes ei en, daß in Ausnahme ällen besonde e Mach be ugnisse no wendig sind. Die ewige F age is , wie sie ohne Ge äh dung de F eihei de Bü ge mög- 2 G. Sabine, A His o y o Poli ical Theo y, 1937/46, S. 395; Figgis, The Di ine Righ o Kings, 1922, S. 137 .; Ma io , The C isis o Engl. His o y, 1930, S. 29 . 3 Figgis, a. a. O. 4 D . Cowell, The In e p e e , 1607, zi ie bei Ma io , a. a. O., S. 36. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.6.41 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:22 683] Die pu i anische Re olu ion und die Le elle -Bewegung (III) 43 lieh sind. Eben da um ging es in dem langen S ei . Das „quod p ineipi placui legis igo em habe " wa den Englände n, o an ih en Ju is en, du chaus emd. Schon B ac on ha e im 13. Jah hunde gesag : „Rex au em habe supe io em, Deum scilice ; i em legem pe quam ac us es ex"5. Dann ha e Fo escue geleh , daß de König nich nach Be- lieben Gese ze ände n und e lassen noch S eue n au e legen könne ohne die Zus immung seine Un e anen6. • In de F age also, ob de König übe dem Gese z s ehen ode ob das Gese z, das om Pa lamen mi Zus immung des Königs e lassen wi d, übe alle he schen solle, also auch übe den König, wa die F age nach de Sou e äni ä ges ell . Sie ha e du chaus nich sozu- sagen akademischen Cha ak e , sonde n en zünde e sich, wie eben e -, wähn , an hand es en P oblemen, als da wa en S eue n, Schi sgeld, Sonde ge ich sba kei , S ellung de königlichen Exeku i o gane und de gleichen meh . E s im Anschluß da an wu de das P oblem auße im poli ischen Tageskamp und im Bü ge k ieg audi heo e isch aus- ge och en. In den meis en Lände n des Kon inen s gelang es de K one, diejenigen Ins i u ionen, die dem König en gegen a en, zu un e - d ücken. In England abe nahm das Pa lamen im Bunde mi den Ju is en des Common Law den Kamp au . Schon 1604 leg e es dem König au dessen Mi eilung, daß die Pa - lamen sp i ilegien nu du ch königliche Gnade bes ünden, eine Denk- sch i o , des Inhal s, daß de Ansp uch de K one eine Ge äh dung sei „... o he e y undamen al p i ileges o ou House, and he ein o he igh s and libe ies o he whole Commons o you ealm o England, which hey and hei ances o s om ime immemo able ha e undoub edly enjoyed .. daß das Pa lamen allein be ech ig sei, mi königliche Bes ä igung Gese ze zu e lassen, die ü jede mann e bind- lich sind, daß die Commons das Rech de Rede eihei und Schu z o Ve - ha ung als u al e P i ilegien ansähen usw. Edwa d Coke ie aus: „The law o he ealm canno be changed bu by Pa liamen ". Die A gumen- a ion Cokes, daß al es Gewohnhei s ech gül iges Rech sei, daß es dem Pa lamen allein zukomme, da an zu ände n, daß die Eins ellung des Königs in de unenglischen no mannischen E obe ung basie e, wa un- his o isch genug, abe sie wies in die Zukun und bezeichne e den Au - s ieg und das Selbs bewuß sein de im Pa lamen e e e enen Schich- 5 Ma io , S. 37 . 6 Si John Fo escue, De Laudibus legum Angliae, zue s pos hum 1537, ed. Plumme , 1885. 1 Zi . bei Tanne , a. a. 0., S. 30. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.6.41 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:22 44 Wol gang Jahn [684 en des Landes. Bacon, obwohl Ve ech e de absolu en Königsmach , e kann e dies seh kla und ie dem König d ingend, das Pa lamen nich zu bed ücken, sonde n es zu s eue n und zu benu zen.DieTudo s ha en es nie zu P inzipien agen kommen lassen. Das um die Häl e g öße gewo dene und sozials uk u ell s a k e ände e Un e haus de S ua könige hä e abe wah scheinlich audi eine ande en Dynas ie die En scheidung nich e spa . Zu Rech e igung ih e Fo de ungen un e schieden die Pa la- men s e e e eine zwei ache königliche Mach : die obe s e Gewal lieg en wede beim König, ode , noch zwei el e niemand an de Ins i u ion de Mona chie, beim König im Pa lamen , d. h. p ak isch beim Pa - lamen . „The so e eign powe is ag eed o be in he King; bu in he King is a wo old powe — he one in Pa liamen ..., he o he ou o Pa liamen ... and i o hese wo powe s in he King, one is g ea e han he o he and can di ec and con ol he o he , ha is ,sup ema po es as6, he so e eign powe , and he o he , ha is ,subo dina a i will hen be easily p o ed ha he powe o he King in Pa liamen is g ea e han his powe ou o Pa liamen and does ule and con ol i "2. — In ielen Gegens änden des S ei es ha e de König aglos al e gewohnhei liche Rech e, und die gewohnhei lichen Rech e des Pa - lamen s wa en jeden alls iel p oblema ische als die seinen. Es is des- halb nich ich ig, die S ua s ein ach eak ionä zu nennen. Ih Weg wa de de Tudo s, also de al e, de Weg des Pa lamen s wa de neue, eilich ganz na ü liche Weg3. Nu mi s aa smännische Weishei hä en die S ua s einen Komp omiß inden ode mi ech zei igem Einsa z on Gewal die Besei igung des Pa lamen s e zwingen können — ielleich ! Das Un e haus nahm ü sich Rech e in Ansp uch, die dem Ge- danken des absolu en König ums diame al zuwide lie en. „So e eign Powe by King" bedeu e e nun Willkü egimen , „by King in Pa lia- men " He scha des Gese zes. Nu die „Sup emacy o Law" siche e die F eihei de Menschen, in ih sei zugleich, ein wenig sophis isch, die königliche P ä oga i e in ih em gese zlichen Rahmen um issen und un- an as ba gemach . Was abe heiß „He scha des Gese zes"? Die Commons in e p e ie en dies so, daß de König an die En schließungen de Rich e des Common Law, die nach al en Gewohnhei en und S a- u en u eil en, gebunden sein und nich die Möglichkei haben soll e, du ch die Jus iz de on ihm eingese z en Sonde ge ich e ode du ch Willkü jus iz de Exeku i e (des P i y Council) die S a u en des ge- meinen Rech s zu du chb echen. Dazu gehö e, daß die Common Law- 2 Aus Whi elocke, zi . bei Tanne , a. a. 0., S. 45 . 3 Ma io , a. a. 0., S. 81. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.6.41 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:22 685] Die pu i anische Re olu ion und die Le elle -Bewegung (III) 45 Rich e nich abgese z we den du en (also so e was wie Gewal en- eilung) und jede mann du ch „Habeas Co pus" Schu z o willkü - liche Ve ha ung ode Eigen umsschädigung genießen wü de. Und dies sowohl in wel lichen als besonde s auch in ki chlichen Dingen. „Sup emacy o Law44 um aß e abe noch meh . Es gehö zu den Eigena en des s a u a ischen Common Law, daß iele Dinge nu du ch Kasuis ik ode analoge Auslegung zu lösen sind, was gelegen lich noch heu e Schwie igkei en e gib . Die Pa lamen a ie be ie en sich au die o mals, zule z mi de „Pe i ion o Righ s", bes ä ig e „Magna Cha a", in de sich imme wiede Hinweise au „das" Gese z inden. In de „Pe i ion o Righ s" wa en die al en S a u en ausd ücklich als „Pa amoun Law" des Reiches bezeichne wo den, als die Vo aus- se zung auch de Königlichen P ä oga i e. Im G unde handel e es sich bei alledem nu um gewisse P inzipien, die du ch T adi ion e hä e ode aus dem Common Law ablei ba wa en. Eben weil es iel ach an exak e De ini ion des „Gese zes" ehl e, beansp uch e das Un e haus schließlich, Gewohnhei en und S a u en selbs ändig und ü jede mann e bindlich zu in e p e ie en. Es dokumen ie e seinen Ansp uch und seine he angewachsene Mach in den P ozessen gegen S a o d und Laud4. Indem das Pa lamen sich zum alleinigen In e p e en eines nich genau bes imm en Gese zes mach e, ja als obe s es Gese z ganz ein ach die on ihm es zus ellende „salus populi" se z e, a es ak isch nich meh nu als mi dem König konku ie ende Ins i u ion au , sonde n s ell e sich übe das Gese z und pos ulie e dami seine eigene Sou e- äni ä . Es is nich anzunehmen, daß die Häup e des Un e hauses, inson- de hei Pym, sich des e olu ionä en Cha ak e s dieses ih es Ansp uchs bewuß gewesen wä en, zu seh wa en ih e Äuße ungen on de Hi ze des Kamp es bes imm . Hen y Pa ke e ö ne e 1642 die heo e ische Diskussion übe den U sp ung on königliche und pa lamen a ische Mach 5. Alle Mach und Au o i ä liege u sp ünglich beim Volk. Nu du ch Gese z dieses sou e änen Volkes bzw. seines mi ihm iden ischen Pa lamen s sei das Am des He sche s en s anden, weil die „salus populi" eine mona chische Spi ze a sam e scheinen lasse. Es is o enkundig, daß die Ta sachen gegen Pa ke sp achen. Ein Pa lamen kann niemals mi dem Volk iden isch sein, e s ech nich eines, das nu on einem Teil des Volkes gewähl wi d. Zudem wa en ja im Pa lamen die Royalis en noch ech zahl eich e e en. Allein 4 Die bes e Da s ellung dieses be ühm en P ozesses bei Lo d Bi kenhead, S a - o d, 1946. 5 „Obse a ion upon so ae o his Majes ies' la e answe s and exp esses." OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.6.41 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:22 46 Wol gang Jahn [686 de en Exis enz eduzie e diesen Ansp uch zu eine Pa eimeinung. Abe de Gedanke wu zel e ie in de Geis esgeschich e, so daß zu- nächs nach seinen U sp üngen zu agen is . Die Renaissance ha e mi de Wiede belebung an ike Ideen zu eine e ände en Daseinssich ge üh . Am An ang und im Mi elpunk alles gesellscha lichen Lebens s eh das Indi iduum, wie es schon de epiku eische Gesellscha sa omismus e e en ha e. Dem Indi iduum kommen, da die E üllung seine e nün igen In e essen Sinn und Ziel des Lebens is , un e äuße liche, mi els de na ü lichen Ve nun e - kennba e Rech e zu. Abe da die Menschen on Na u aus gesellige Wesen sind und die E üllung indi iduelle In e essen in einem Zus and ollkommene Bindungslosigkei nich möglich is , e gib sich aus e - nün ige Übe legung, daß eine geo dne e Gesellscha no wendig is . Das syn he ische P inzip, aus dem S aa und Gesellscha sich he lei en, is de Ve ag. Au de Basis des „jus na u ale" e geben sich zwei Ve äge, zunächs de jenige, du ch den die Gesellscha übe haup zu- s ande komm , und sodann jene Ve ag, du ch den die s aa liche Lenkung, die Regie ungsgewal , gese z wi d, de sogenann e He - scha s e ag. Es is die G und hese de na u ech lichen S aa s heo ien, daß die Gewal im S aa e u sp ünglich beim Volke liege. Die F age nach de En - s ehung des S aa es und de Gesellscha wu de zunächs , obwohl sie logisch o de F age nach de He scha lieg , nich ges ell . Man nahm die Exis enz de Gesellscha als ak isch gegeben hin und ag e nach dem Rech sg und de He scha in diese bes ehenden Gesellscha . E s sei Al husius we den die beiden Ve äge so g äl ig nacheinande analysie , bei Hobbes gehen sie ineinande au , jedoch bei seinen Nach- olge n, insbesonde e Pu endo , sind sie wiede ge enn und bleiben dies bis au Rousseau. De Rech sg und de He scha is die eiwillige und e ags- mäßige Un e we ung de Volksgesam hei un e eine Ob igkei . Dabei haben die Menschen keineswegs alle Rech e schlech hin au gegeben. Vielmeh e inne e man sich on de an iken Theo ie he , daß an äng- lich ein s aa lose Zus and bes anden habe, in dem Gleichhei alle und das na ü liche Rech selbs e s ändliche No m gewesen seien. Äuße e Zweckmäßigkei und No wendigkei üh e zum Teil e zich au das Na u ech zu Guns en eine als Beau ag e ungie enden Regie ungs- gewal . Dabei mag das na ü liche Rech sich als Folge pan heis ische Anschauungen, wie in de S oa, ode als Go es Schöp ungsgeschenk da s ellen, das e s in olge des Sünden alles de Einsch änkung beda . In keinem Falle geh mi dem He scha s e age die Sou e äni- ä endgül ig und unwide u lich au den He sche übe . Vielmeh OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.6.41 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:22 687] Die pu i anische Re olu ion und die Le elle -Bewegung (III) 47 bewah sich das Volk le z lich s e s seine Hohei , wo aus sich wei - agende Konsequenzen e geben. Das Volk als u sp ünglichs es Sub- jek alle ö en lichen Gewal ha die obe s e gese zgebende Mach , bleib also als Gesam hei dem He sche übe geo dne und kann ihn, wenn e p lich e gessen Ve ag und Gese z e le z , abse zen. Das Volk mag dabei in seine Gesam hei ode du ch seine gewähl en Ve - e e handeln. Ma silius on Padua, Occam, Johann on Janduno und ande e e - och en als e s e diese Ideen gegenübe dem Ku ialismus und den An- sp üchen des A ignon-Paps ums. Sie haben deshalb ü den ki chlichen Bezi k, o allem die En wicklung de Konzilia heo ie, meh Bedeu- ung als ü die wel liche O dnung. Ähnliches, mi wel liche em Akzen , inde sich bei Lupoid on Bebenbu g und Cusanus. Bis zu Re o ma ion ha de Gedanke keine wei e e Rolle gespiel . E s im Anschluß da an wu de e du ch die eligiösen Kämp e um das P inzip des „cuius egio eius eligio" neu beleb 6. Wenig alle dings im Denken Lu he s. S aa und Fü s sollen bei ihm zwa dem gö lichen Na u gese z gemäß han- deln, und wenn sie es nich un, so en s eh Ty annei, doch is eine Au lehnung dagegen nich e laub 7. Jede Gedanke an Sou e äni ä des Volkes en schwinde . De Un e an is gegebenen alls zum passi en Dulden ode zu Auswande ung gezwungen. Die Folgen dieses ob ig- kei lichen Denkens im Lu he um haben ü die deu sche Geschich e hohe Bedeu ung e lang . Ganz ande s Cal in8. Zwa wa e , wie wi wissen, a is ok a isch und au o i ä . Geschul im ömisch- ech lichen, au s a e S aa lichkei endie enden Denken, wa e dabei wenige au die p o ane S aa s- bildung ge ich e als au Scha ung eines ch is lichen Gemeinwesens un e Füh ung de Beau ag en Go es, de Geis lichen. Abe „die p ak ische Ve knüp ung seine Ki che mi de S ad epublik wi k e au Demok a ie hin"0. E s ens soll die Regie ung dem Na u ech en - sp echend au das Wohl des einzelnen hina bei en und zwei ens wa ü Cal in in allen Auseinande se zungen mi dem Gen e Ra de „c i au peuple" die „ul ima a io". No male weise, so da man olge n, wi d die Gewal also beim He sche liegen, im No alle abe beim Volke selbs . 6 0. . Gie ke, Johannes Al husius und die En wicklung de na u ech lichen S aa s heo ien, 1913, S. 143. 7 Ma in Lu he , Säm liche We ke, Weima e Ausgabe, 1883 . Von Wel liche Ob igkei , 1523, in Band XI. De Libe ia e Ch is iani, 1520, in Band VII. 8 F. W. Kampschul e, Cal in, 1869. » T oel sch, a. a. O., S. 684. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.6.41 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:22 48 Wol gang Jahn [688 Viel deu liche wi d dies bei den Schüle n Cal ins, insbesonde e bei Beza10 und den anzösischen Hugeno en. Beza e a noch kein a io- nalis isches S aa s ech , abe imme hin den zukun weisenden Ge- danken, daß gö liches und na ü liches Rech das Volk zu le z en Quelle alles posi i en Rech s mache und daß es gegebenen alls du ch Re olu ion on diesem seinem un e äuße lichen Rech Besi z e g ei en müsse. De He sche sei du ch Ve ag gebunden und bei Ve ags- b uch abse zba . Finden wi hie also Volkssou e äni ä , Re olu ions- und Wide s ands ech , kons i u ionelle Bindung, so e olg so o die Einsch änkung. Ve da dies alles un, die Sou e äni ä ausüben, Wide s and leis en, Re olu ion machen? De a is ok a ische Cha ak e des Cal inismus e weis sich da in, daß nich de b ei en Masse, die doch nu aus e wo enen Sünde n bes eh , abe auch nich dem hoch- ges ell en P i a mann, sonde n den S änden, Magis a en, Pa lamen en die Ausübung de höchs en Redi e zukomm . Beza s ell e den Beginn jene G uppe on Au o en da , die im Zusammenhang mi den Huge- no enkämp en in F ank eich au a en, den sogenann en „Mona cho- ma chen"11, und die ih e sei s isowohl hin üh en zu John Knox12 als auch in Beziehung s ehen zu Al husius und seinen Nach olge n. Die Mona chomachen schlössen sich eng an die Leh en Bezas an. Sie be- on en den gö lichen U sp ung des S aa es und das gö liche Redi de Ob igkei , leg en auch Gewich au die Au o i ä des his o isch ge- wo denen Redi s und glaub en wie Cal in an die p inzipielle Ungleich- hei de Menschen. De He scha s e ag en s eh au dieselbe Weise wie bei Beza. E beda ga nich de posi i en Fo mulie ung, doch inde e sich meis in s ändischen Rech en ode de gleidien ausge- d ück . Zwischen He sche und Volk bes eh eine „mu ua obliga io", de en Einhal ung on den Magis a en und Wahlkö pe scha en kon- ollie wi d. De gö liche U sp ung des S aa es und de wel lichen Ob igkei e lie abe „in dem Maße, in dem mi de Ve agsleh e und de Volkssou e äni ä E ns gemach wi d, seine Bedeu ung" . Fü das Ve häl nis S aa —Ki che bleib e bedeu sam, denn aus dem gö - lichen Rech on S aa und Regie ung olg die s aa sans al liche Be- handlung de Ki che und de „in de Ve sagung de Gewissens eihei gip elnde eligiöse Be u des S aa es", wie wi das bei den P esby e i- ane n und dann im Langen Pa lamen inden. 10 Choizy, Lé a ch é ien cal inis e à Genè e au emps de Théodo e de Bèze, 1902. 11 R. T eumann, die Mona chomachen, 1895. 12 Auch Buchanan wi d zu ihnen ge edine , is abe a sächlich seh unabhängig, gl. im üb igen J. W. Allen, A. His o y o Poli icai Though in he Six een h Cen u y, 1928. 13 Gie ke, a. a. 0., S. 50 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.6.41 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:22 695] Die pu i anische Re olu ion und die Le elle -Bewegung (III) 55 men a , wu de die neue Wel sich zum e s en Male his o isch be- deu sam. Jenen U zus and, in dem bei Gleichhei alle ga keine O dnung bes eh , hiel en die Le elle ü gekommen, denn sie mein en, daß die En a ung des Un e hauses in Willkü egimen seine Mission beende habe. Und die A mee, als die einzige es e O ganisa ion, habe die Au - gabe, eine neue gleichhei liche O dnung zu scha en. Schon 1646 wa im S ei mi den Commons das Pamphle „The Remons ance o many housand Ci izens" (1646) e schienen7. Das Volk is da in nich als i gend ein Kollek i e s anden, sonde n als Ge- sellscha on Einzelwesen — „e e y man made in he image o God". Als die Radikalen sahen, daß das Pa lamen nich eiwillig sich selbs e olu ionie en und de neuen Theo ie olgen wü de, sahen sie ih e Chance in de A mee. Da aus esul ie de Ve such, die Sou e äni ä des Volkes zunächs einmal in de A mee selbs au zu ich en, d. h. den Subal e no izie en und den ein achen Solda en du ch Solda en ä e (Agi a o en) die eigen liche Gewal zu e scha en. Ein ganzes Sys em on Agi a o en wu de en wickel , u sp ünglich wegen nu die T uppen be e ende Fo de ungen gegenübe dem Pa lamen , un e dem Ein- luß de Le elle abe wu den die Agi a o en zum Sp ach oh de Demok a en. In den Un e handlungen, die diese Rä e un e Füh ung on Sexby und Rainbo ow am 28. Ok obe 1647 zu Pu ney mi I e on üh en8, p all en die Au assungen au einande 9. Beide wa en zwa Independen en, abe nu in ziemlich äuße en Dingen, e wa in F agen de Ki chen e assung und nich einmal da du chgängig. Die Gene ale ha en ku z o he die „Heads o he P oposals" zum Vo schlag geb ach , mi denen sie die al e Ve assung des Landes un e E hal ung de Mona chie, des Obe hauses usw.10 he s ellen woll en. Gleichzei ig soll e das a sächlich sou e äne Pa lamen in seine e - assungsmäßigen Sch anken gewiesen und meh un e Kon olle de Wähle ges ell we den. Dazu, glaub e man, wü den gewisse Rese a - ech e de A mee als Siche ung genügen. Je z abe wi d ihnen ein En wu o geleg , de übe die al e Kons i u ion o ensich lich hinweggeh und den S aa nach einem a io- nalen Schema neu kons i uie en will. E s e Fo de ung is das allge- meine Wahl ech ü Männe . Es is im Wo lau des e s en Ag ee- 7 Zi . Pease, a. a. 0., S. 125 ., U hebe scha ungeklä , ielleich on O e ou, siche nich on Lilbu ne. 8 Cla ke Pape s, I, S. 226 . 9 Dazu auch Pease, a. a. 0., S. 218 . 10 De en S ellung be uh e nach I e on au u al en Ve ägen, die gehal en we den müssen, da au de Einhal ung on Ve ägen die Möglichkei gesellscha lichen Lebens be uh . Vgl. Pease, a. a. 0., S. 221. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.6.41 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:22 56 Wol gang Jahn [696 men nich ausd ücklich ausge üh , abe es e gib sich aus dem Tex ; die Neuein eilung de Wahlk eise nach de Be ölke ungszahl konn e e was ande es ga nich bedeu en11. Die „Heads" ha en auch on Neu- ein eilung de Wahlk eise gesp ochen, abe in ganz ande em Sinne: „Tha he elec ions o he Commons ... may be dis ibu ed o all coun ies ..., so as all coun ies may ha e a numbe o Pa liamen membe s ... p opo ionable o he espec i e a es hey bea in he common cha ges and bu hens ..." Die Le elle beg ünden ih e Fo de ung mi de Behaup ung, Go habe allen Menschen den Ve s and e liehen, und die Ausübung des Wahl ech s sei nich s ande es als de Geb auch des Ve s andes. Da alle Menschen on Na u schlech e dings gleich seien, P i ilegien jede A mi dem na ü lichen Rech in Wide sp uch s ünden, sei nich einzu- sehen, wa um am Zus andekommen de Regie ung de eine meh , de ande e wenige , de d i e ga keinen An eil haben soll e. Schließlich mach en doch die Gewähl en die Gese ze, denen abe nu de zu ge- ho chen e p lich e sei, mi dessen Zus immung sie e lassen wo den seien. Das geschehe indi ek du ch die Wahl de Rep äsen an en. End- lich müß e ja p ak isch jede , de nich auswande n wolle, un e diesen Gese zen leben und ihnen Folge leis en, also müsse man ihm zuges ehen, die Regie ung zu wählen12. Gegen diesen S andpunk des absolu en Na u ech s i I e on au : „I you make his he ule . . . you mus lie o e uge o an absolu e na u al igh and mus deny all ci il igh "13. An nich s abe is I e on und mi ihm alle „Gen lemen"-In- dependen en meh in e essie als an de E hal ung de al en Gese ze und O dnungen Englands, die mi de Realisie ung eines absolu en Na u ech s alle allen wü den. Nu das „pe manen and ixed local in e es " be ech ig zu Wahl. Die G undlage de Ve assung is de Besi z, nich im kapi alis ischen Sinne, sonde n Besi z an Boden. Nu de eale An eil am König eich gib poli ische Rech e. Diese Au as- sung om S aa e is im G unde eudalis isch. F eilich, auch I e on wa inkonsequen ode Realpoli ike genug, um mi dem Zuges ändnis des Wahl ech s an die g oße Kau mannscha dem au blühenden Handel seine Re e enz zu e weisen, e sch eib ihnen ein „local in e es " zu14. Das Pa lamen muß s ändisch bleiben, d. h. b ei e K eise, so nich - ko po ie e Kau leu e, Heima bei e und Päch e , können da an keinen An eil haben. Die Le elle o de en 1649 das Wahl ech nu noch ü alle, „... no ecei ing alms, bu such as a e assessed o dina ily owa ds he 11 Cla ke Pape s, I, S. 299. 12 Cla ke Pape s, I, S. 305, 320. 13 Cla ke Pape s, I, S. 301. 14 Cla ke Pape s, I, S. 324, ähnlich II, S. 82. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.6.41 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:22 697| Die pu i anische Re olu ion und die Le elle -Bewegung (Iii) 57 elie o he poo ; no se an s o and ecei ing wages om any pa - icula pe son ..womi Anges ell e alle A (Gesinde, Gesellen, A bei e usw), nich abe zum Beispiel selbs ändige Lohnhandwe ke gemein sein können, und e ne müssen die Wähle sein „... men o wen y-one yea s o age, o upwa ds, and housekeepe s"15. Dagegen sollen au jeden Fall die Solda en das Wahl ech genießen16. Das En gegenkommen de Le elle is au ällig genug, wenn man ih e These on 1647 e gleich , abe es is a sächlich doch nu eine Inkonse- quenz, die sich aus ealpoli ischen E wägungen e geben ha e. Auch diese wu de am 1. Mai 1649 g oßen eils wide u en, indem Wahl ech ü alle, auße Almosenemp änge n und Gesinde (se an s), e lang wu de17. Audi die konse a i e S aa sau assung leh nich die Abschlie- ßung de höhe en S ände, wie au dem Kon inen . Sag doch I e on: „E e y man ha was bo n in i (England), ha ha h e eedom o denizon, he was capable o ading o ge money and o ge es a e s"18, um au diese Weise ak i en An eil am S aa sleben zu bekommen. Daß die Du ch üh ung de Volkssou e äni ä und de di ek en Demok a ie das P oblem de Majo i ä und de Mino i ä in sich bi g , beach en die Le elle nich . Zwa sagen sie, daß jede nu dem Gese z Geho sam schuldig sei, dem e eiwillig zuges imm habe (also doch audi dem Ag eemen ?), abe einmal schließen sie das ak i e und pas- si e Wahl ech ü Royalis en und ande e Gegne de Re olu ion, wenn nich p inzipiell, so doch au lange hin aus19. Und e ne is es ihnen ganz selbs e s ändlich, daß die Abgeo dne en und e s ech die Ge- se ze mi Meh hei gewähl bzw. e abschiede we den. Daß zunächs ih e Gegne , gleich iel wie zahl eich sie sein wü den, en ech e wä en, negie ih eigenes P inzip, wo aus man abe sieh , wie g oß sie lie Ge ah de Res au a ion in diesem zü ie s mona chis ischen Volke ein- schä z en. Und daß eine daue nde Minde hei im Pa lamen o z gegen- eilige Abs immung die Gese ze eiwillig ane kenn , hal en sie o en- ba ü gewiß ode jeden alls ü unp oblema isch. Beschä ig ha sie die F age e sich lich nich , die, so iel ich en decken kann, zue s Ma - silius und dann Buchanan behandel en20. Das eine Meh hei sp inzip is uncal inis isch und in England speziell den „Heiligen" en gegengese z , 13 Zwei es Ag eemen , A . III, Zi . 1. 16 Cla ke Pape s, I, S. 366. 17 De Ausschluß diese G uppen wide sp ich gewiß mode nen demok a ischen Idealen, da in abe gleich bü ge liche In e essenhal ung de Le elle zu sehen, schein mi übe ieben (so Be ns ein, a. a. 0.). 18 Cla ke Pape s, I, S. 326/27. 19 Zwei es Ag eem ., A . III, und ,Legal Fundamen al Libe ies', Cla ke Pape s, II, S. 257/58. Wahl ech haben nu ,well-a ec ed people6. 20 Vgl. Allen, a. n. 0. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.6.41 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:22 58 Wol gang Jahn [698 die ja nach ih em Cha isma und nich nach ih e zahlenmäßigen S ä ke als die E wähl en die Ve wo enen zu egie en gedach en. Übe - haup lehn en die En husias en (einschließlich C omwell) eine es e Ve assung ab. Sie e wa e en s e s besonde e Mi eilungen Go es, be o sie en sp echend handel en. So e schein C omwell imme lange zöge nd, bis e de Meinung Go es sich e gewisse zu haben glaub und dann mi g oße En schiedenhei handel . Zöge n und dann es es Zug ei en is wohl an sich schon eine ypisch englische Eigen- scha und e schein hie nu in eligiösem Gewände21. Den Abgeo dne en übe geben sie alle Vollmach en, die zum Re- gie en no wendig sind, und ü die sie ih en Wähle n, und nu diesen, e an wo lich wä en, wobei die Selbs e wal ung in den G a scha en noch gegenübe dem kün igen Pa lamen besonde s geschü z we den soll. Zen alis ische Sonde behö den sind abzuscha en. G a scha sbe- am e, O izie e de Miliz, Geis liche und Geschwo ene we den om Volke gewähl 22. Die A bei sgebie e des aus einem Hause bes ehenden Pa lamen s sind: Gese zgebung, E ich ung und Abscha ung on Be- hö den und Ge ich shö en, E nennung on Regie ungsbeam en und on O izie en de s ehenden T uppen, K ieg und F ieden, auswä ige Be- ziehungen und alles ande e, was nich zu den ausd ücklichen Rese a - ech en des Volkes gehö . Diese o behal enen Rech e nennen die Le elle „Na i e Righ s", „Fundamen al Righ s" und ähnlich. Es sind Rech e jedes Menschen. Ih en Schu z genießen p inzipiell selbs e - s ändlich auch pa lamen a ische Minde hei en, wodu ch das Majo i ä s- sys em gemilde wi d. Sie um assen zunächs ün Punk e: Religions- eihei , F eihei on Mili ä diens p lich , Amnes ie ü Bü ge - k iegshandlungen, Gleichhei o dem Gese z und die Fo de ung, daß die Gese ze de F eihei nich ab äglich sein dü en. Ausgeschlossen on de Vollmach des Pa lamen s bleiben na ü lich auch F agen des Wahl ech s. Im zwei en Ag eemen sind diese G und ech e e heblich aus üh liche behandel und de S aa sau bau im einzelnen da geleg . Ein S aa s a üh nun die lau enden Regie ungsgeschä e und is dem Hause e an wo lich. Alle P i ilegien, in unse em Zusammenhang alle Adels o ech e und dami das ganze Obe baus, ja die K one selbs , en - allen. De Schu z des „Habeas Co pus" wi d jede mann gewäh leis e . Du ch die Un e s ellung de s aa lichen O gane un e die No men des Na u ech s und die Kon olle de posi i en Gese zgebung du ch das Volk gedach e man einen Rech ss aa zu beg ünden. Die Abscha - ung alle P i ilegien und Sonde ech e ü einzelne ode ü s aa liche S ellen bedeu e e le z en Endes nich s ande es als die Unmöglichkei 21 Cla ke Pape s, I, S. 375 (Pu ney-Deba e om 1. 11. 1647). 22 Pease, a. a. 0., S. 319. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.6.41 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:22 699] Die pu i anische Re olu ion lind die Le elle -Bewegung (III) 59 eines besonde en Rech s ü die ö en liche Hand. Ta sächlich is es in den angelsächsischen Lände n e s in de neues en Zei zu einem selb- s ändigen Ve wal ungs ech gekommen23. Die wich igs e Idee zu Siche- ung ih es Rech ss aa s abe is die Gewal en eilung. Das Pa lamen se z die Ge ich e ein, dann jedoch gil de G undsa z: „Rep esen a i es may no meddle wi h he execu ion o laws"24. Im S a p ozeß ha jede Angeklag e Ansp uch au Aushändigung eine Anklagesch i 25. Un- abhängige, om Volke gewähl e Geschwo ene siche n die Objek i i ä des Ge ich s, weil die Unabse zba kei de Rich e noch nich Gese z is . Übe das Geschwo enenp inzip is die Idee de ich e lichen Unab- hängigkei noch nich hinausgekommen. Die Rich e wu den e s ]701 (Se lemen Ac ) gese zlich unabse zba , d. h. ih e Abse zung an de - a ige Vo ausse zungen geknüp , daß aus ande en G ünden als in olge pe sönliche Ve ehlungen Abse zungen unmöglich gewo den sind. Wei e gediehen is die Teilung zwischen Legisla i e und Exeku i e. Bes imm e Pe sonen dü en g undsä zlich nich Abgeo dne e sein26. Kein Mi glied des S aa s a s, kein Ve wal e ö en liche Gelde , kein ö en liche Bediens e e ( ecei e o public money) und kein O izie kann gewähl we den. Die Idee als Ganzes wu de 1688 Gese z. Noch heu e sind Manda und Regie ungsam inkompa ibel (auße Minis e - am ). T o zdem is die Mach des Pa lamen s übe die Exeku i e so g oß geblieben, daß Mon esquieus P eis de englischen Ve assung in Wah hei nich deshalb be ech ig is , weil die Teilung de Gewal en o mal eindeu ig du chge üh wä e, sonde n nu deshalb, weil die G undhal ung de Englände s e s ein Gleichgewich de Ins i u ionen und K ä e ans eb . Das Ag eemen is , sowei ich sehen kann, und wenn man on den adi ionalis ischen „Heads" absieh , de e s e Ve such, eine S aa s- o dnung sch i lich zu ixie en und da in gleichzei ig die G enzen de S aa sgewal gegenübe dem Indi iduum es zulegen. — Die „na i e igh s" sind e was ganz ande es als die „Pe i ion o Righ s" (1628) und auch die „Bill o Righ s" (1689). Do handel e es sich s e s mindes ens de Idee nach um posi i es, om Fü s en e le z es englisches Rech , auch wenn a sächlich bei objek i e In e p e a ion des Common Law die Ansp üche des Un e hauses sich nich au posi i es Rech zu ück- üh en ließen. Wie konn e es in de poli ischen Wi klichkei zu eine solchen a ionalis ischen Kons uk ion kommen? Genüg als E klä ung de Te - 23 Dazu aus üh lich bei Ma io , a. a. 0. 24 Pease, a. a. O., S. 318 . 25 Lilbu ne wa de e s e Angeklag e in de englischen Geschich e, dem eine Anklagesch i ausgehändig wu de. 26 Zwei es Ag eemen , A . III, 4; A . VII. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.6.41 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:22 60 Wol gang Jahn [700 o de S ua s ode des Langen Pa lamen s? Wohl nich . Es ha schon o he genug Te o in allen S aa en, auch in England, gegeben. Abe nie wa jemand au den Gedanken gekommen, diesen Te o gewisse - maßen on seinem his o ischen Hin e g und zu abs ahie en und pa a- g aphenmäßig als ungese zlich zu ixie en. Die U sachen liegen ie e . Sie en sp ingen dem Wandel, den die S ellung des Indi iduums in de o angegangenen Epoche du chgemach ha . Solange die mi elal e - liche Geis eseinhei das Gesich Eu opas bes imm e, wa jede Mensch in einen o ganischen Zusammenhang hineinges ell und die Au o i ä in gleiche Weise au das „aga on", au das „bonum commune" hin- geo dne . Es kann nich behaup e we den, daß dami dem einzelnen ein olle Rech sschu z o Willkü p ak isch gewäh leis e gewesen wä e, abe de Idee nach bes and de Sinn des S aa es im Gemeinwohl und nich zule z in de Hil es ellung gegenübe de Ki che, am Heil des Menschen mi zua bei en. Indem die mi elal e liche O dnung heo- zen isch wa , wa sie, da de Diens an Go nu in de Heiligung des Menschen bes ehen kann, zugleich in einem spezi ischen Sinne an h opo- zen isch. Das ch is liche Na u ech en hiel , was in diese au Go ge ich e en O dnung dem Menschen heilsam, ö de lich und no wendig sei. Wie gesag , hie handel es sich um die Idee, nich da um, ob im Mi elal e dem Menschen wi klich Rech und Ge ech igkei siche ge- wesen wä e. Vom mode nen S andpunk kann da on ja keine Rede sein, obwohl man sich ande e sei s das Feudalsys em nich als ech los o s ellen da . De Vo gang, den wi oben En dogma isie ung nann en, ha in de Renaissance diesen o ganischen Zusammenhang gelös . Viel- leich wa es Ma silius, de hie den An ang mach e27. Au de einen Sei e wu de dadu ch das Indi iduum au onom in bezug au die bis- he igen geis igen Mäch e, und das bedeu e e eine ungeheu e En esse- lung geis ige , bishe gebundene K ä e, de en F uch ba kei das Abendland e s zu dem mach e, was es is . Au de ande en Sei e jedoch wu de gleichzei ig die S aa sgewal aus ih e bishe igen Bindung au Mensch und Ki che hin he ausgelös und im sch ecklichs en Sinne au onom. Man s elle gegenübe , de le z e g oße S aa sdenke aus al em Geis e, de zugleich um die Ve söhnung des Mi elal e s mi dem neu e wo benen Besi z de An ike ang, F ancisco Sua ez28 und Machia- elli, de au de Höhe de i alienischen Renaissance den Menschen de „S aa s aison" un e wa . Indem de S aa on alle übe geo dne en Si lichkei en bunden wu de, e lo e sein au den Menschen ge- ich e es Ziel und wu de Selbs zweck. Ganz na ü lich e gab sich da aus, 27 Vgl. die un e ö en lich e A bei on Hauk, Die Volkssou e äni ä bei Ma - silius on Padua, Heidelbe g 1949. 28 F . Sua ez (1548—1617), T ac a us de legibus, 1609. Vgl. Rommen, Die S aa s- leh e des F . Sua ez. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.6.41 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:22 70 i j Die pu i anische Re olu ion und die Le elle -Bewegung (III) 61 daß Bodinus dem Exponen en dieses S aa szwecks, dem Fü s en, keine - lei Sch anken au e legen woll e und diese o an im Diens e de Mach übe den Menschen hinwegsch ei en du e. Ha e das Indi iduum eine sei s g oße geis ige Selbs ändigkei e lang , wenn auch bei wei em nich eine o ale, denn alle Ki chen üb en noch lange Glaubenszwang aus, so and e sich gegenübe dem S aa in de Si ua ion ollkommen- s e Un e wo enhei . Man denke nu an Hobbes. De Mensch als du ch- weg asoziales, du ch und du ch egois isches Wesen, das, um übe haup aus dem Zus and s ändigen Kamp es he auszukommen, sich eine abso- lu en, an nich s als an seine Zwecke gebundenen S aa sgewal un e - wi . Es is nu noch die F a ze eines Menschen, de e gangenen Jah - hunde en Ebenbild Go es gewesen wa 29. Nach dem Ve lus me aphysische Ve anke ung such e de Men- schengeis nunmeh nach jenen Axiomen, die ihm seine geis ige F eihei auch physisch ga an ie en. Das idi idualis ische Na u ech als Aus- d uck epiku eischen Gesellscha sa omismus und na u wissenscha - liche Wel bild e olu ion üh e diese Au gabe du ch, indem es aus de menschlichen Na u Rech e ablei e e, die dem Menschen un e äuße lich zukommen. In den Thesen de Mona chomachen und des Al husius klingen jene Ideen an, exp essis e bis o mulie wu den sie in Eng- land, anges oßen om Kamp um Gewissens eihei . Es is dies kein Zu all. Denn eben England wa das Land, in dem das Bewuß sein des Rech s auch und ge ade des Einzelnen, allen Ambi ionen des S aa es gegenübe , in Volksgeis und Ins i u ionen imme lebendig geblieben wa . Es bedu e deshalb nu des Ans oßes de Re olu ion, um dem Gedanken de Menschen ech e zu eine nich wiede e klingenden Be- deu ung zu e hel en. Dabei wa es nu na ü lich, daß manches on dem, was die Le elle niede sch ieben, aus de Si ua ion des Augen- blicks e s anden we den muß, daß manches, was damals als Gebu s- ech pos ulie wu de, diese Eigenscha üglich nich besi z . Abe da um geh es nich , ielmeh um das P inzip. Dies ollb ach zu haben., is his o isches Ve diens de Le elle . Sie un e lagen dabei dem I um alle a ionalis ischen Kons uk ionen, Rech e könn en schon dadu ch gesiche we den, daß man sie o mulie und zum Gese z e heb . Dem subjek i is ischen Cha ak e solche Kons uk ionen en sp echend mag dem einen Rech scheinen, was dem ande en Un ech dünk , was jenem un e äuße lich, diesem belanglos o kommen. Daß in den angelsächsi- schen Lände n die Vo s ellung on den Menschen ech en s e s lebendig blieb, be uh m. E. au de Ta sache, daß o z ih e abs ak - a ionalen Konzipie ung diese Rech e in de Vo s ellung de Menschen nich ohne eligiöses Fundamen sind und sie in inne e Übe eins immung mi dem 38 Kobbes geh eilich an sozialen G undphänomenen olls ändig o bei. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.6.41 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:22 62 Wol gang Jahn [702 Geis e des Common Law s ehen. England konn e schließlich au die posi i e Fo mulie ung übe haup e zich en. Nu Einzelbes immungen sind um ih e Anwendba kei willen in Gese zen es geleg . Und ähn- lich in Ame ika, wo die Menschen ech e so e was wie ein C edo da - s ellen. Nie is es in diesen Lände n möglich gewesen, daß wie in Deu schland Ende des o igen Jah hunde s die F age au a , ob es sich bei G und ech en um objek i es, also om S aa e gese zes Rech handle, übe das e k a seine Sou e äni ä auch hinwegsch ei en könne, ode um subjek i es Rech , de S aa also in einem nich ein- sei ig au hebba en ech lichen Ve häl nis zum Indi iduum s ehe. Dabei wa auch den Subjek i is en selbs e s ändlich, daß dies Rech nu in de posi i en Rech so dnung bes ünde. Geo g Jellinek mein e, s eng posi i is isch, das Indi iduum habe aus eigene Mach ollkommenhei keine lei Rech . Den Le elle n wa das Gebu s ech absolu und o s aa lich. Es kann in de posi i en Gese zgebung o mulie , abe niemals geände we den. Dies is auch die Leh e des Al husius gewesen. Die „lex na u- alis" is ein dem S aa anszenden es P inzip, ihm e dank e übe - haup seine ech liche Beg ündung. Seine No men s ehen übe allen Menschen, und wede pa lamen a isches Gese z noch Volksbeschluß30 e mag seine Sch anken zu du chb echen. Alles, was seinen P inzipien wide sp ich , is nich ig. Bei de Ab assung und Un e zeichnung des Ag eemen du ch das Volk we den also nich i gendwelche Thesen k a de Volkssou e äni ä zum Gese z e hoben, sonde n ewige Rech e o - mulie . An ih e Einhal ung is auch das Volk absolu gebunden. Wa 1647 noch nich kla , wie das Ag eemen übe haup Rech s- gül igkei e langen soll e, so wa d diese F age in Pu ney geklä . Ein Ausschuß aus den e schiedenen Pa eien (A mee üh ung, Le elle , Pa lamen a ie ) wu de mi de Ausa bei ung beau ag , dann soll e das Volk seine bes ä igende Un e sch i geben31. Weil die G undsä ze des Ag eemen e nün ig seien, glaub en die Le elle , daß das Volk un e sch eiben we de. Siche hei shalbe soll e dies abe geschehen, be o die Royalis en wiede mi eden könn en. Die Bindung auch de Gegne an das Ag eemen ech e ig man mi dem Wesen de G undsä ze, de en Ve nün igkei nu de Böswillige (ill-a ec ed) bes ei en könne. Die na ü liche Ve nun we de sodann auch da übe en scheiden, ob Gese zesak e des Pa lamen s in Übe eins immung mi dem unabände - lichen Ag eemen s ünden ode nich . An einen Ve assungsge ich sho 30 Wildman mein e: „. . . he e mus be a necessi y o a ule be ween he Pa - liamen and he people, so ha he Pa liamen should know wha hey we e en us ed o, and wa hey we e no . .(Cla ke Pape , I, S. 354), gl. e ne Gie ke, a. a. 0., S. 272. Cla ke Pape s, I, S. 237—291 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.6.41 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:22 703] Die pu i anische Re olu ion und die Le elle -Bewegung (III) 63 dach en die Le elle nich , jedes beliebige Ge ich kann es s ellen, ob du ch ein Gese z das „Pa amoun Law" e le z is . Die poli ischen Theo ien de Le elle haben, wie wi sehen, einen wei en geis esge- schich lichen Hin e g und, eils in inne e Übe eins immung, eils in adikalem Gegensa z zu englische T adi ion. Es e heb sich schließlich die F age, ob auch die ökonomischen Fo - de ungen einen ie e en geis esgeschich lichen U sp ung haben. Die F age dü e zu e neinen sein, denn einmal s eh diese Teil des P o- g amms übe haup nu am Rande, zum ande en en sp ich e du chweg ein ach de sozialen He kun de Le elle und bilde deshalb na ü lich ein wich iges Bindemi el de Anhänge de Bewegung und ein lange wi kendes eibendes Momen . S eben nach Handels eihei 32 und Ve - besse ung de Posi ion de Päch e sind die Resul a e de aus üh lich da ges ell en gesellscha lichen Ve ände ungen, die sich ollzogen ha en. Von ih en Gegne n wu de ihnen jedoch o gewo en, aus ih e Idee des absolu en Na u ech s e s eb en sie die adikale soziale Um- wälzung, die besonde s in de Ze s ö ung des P i a eigen ums gip el e. Von An ang an haben sich Lilbu ne und seine G uppe gegen diesen Vo - wu weh en müssen. In de Pu ney-Deba e wide leg en sie den Vo - wu kommunis ische Tendenzen. „... else why has God made ha law ,Thou shal no s eale6? — ... I wish you would no make he wo ld belie e ha we a e o ana chy ... as o es a es, and hose kind o hings ha belong o men i will be g an ed ha hey a e p ope y .. ."33. Doch be ech ige das eben nich zu poli ischen Vo ech en i gend- welche Leu e. Und schließlich s ell en sie das P i a eigen um ausd ück- lich un e die G und ech e34. Daß es o zdem einige wi scha liche Radikalis en un e ihnen gegeben ha , b auch keineswegs bes i en zu we den. Doch dis anzie en sich die üh enden Le elle noch om Towe aus (16. Ap il 1649) in de Sch i „Mani es a ion" in alle Fo m on den kommunis ischen Absich en de Digge s35. I e on sah hin e dem äu e ischen Na u ech , das zu dem Pos ula des allgemeinen Wahl ech s hin üh e, den An ang eine allgemeinen Umwälzung. Und das zwei ellos mi Rech . Nich daß die Demok a ie das P i a eigen um au geben müß e, abe ein s ändisches Sys em nach A des englischen hä e diese T ennung on Landbesi z und poli ische S ellung nich e agen können. Die Digge s dagegen o de en ganz bewuß die Au hebung des P i a eigen ums und p oklamie en also 32 In de Fassung om 1.5. 1649 we den nochmals ausd ücklich Monopole sowie Ki chenzehn e als ungese zlich e klä . 38 Cla ke Pape s, I, S. 306—327. 84 Zwei es Ag eemen , A . VIII, Zi . 6. 35 Pease, a. a. 0., S. 316. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.6.41 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:22 64 Wol gang Jahn [704 ausd ücklich die soziale Re olu ion. Wohe diese ie g ei ende Un e - schied? De geis ige Hin e g und beide Bewegungen is wei gehend de - selbe. Demnach müssen in den S ömungen on Renaissance und Re- o ma ion auch gewisse Ansä ze in diese Rich ung en hal en sein. In de Ta , au zweie lei Weise. Die Kenn nis de An ike b ach e den Humanismus in Be üh ung mi g iechischen Ideen kommunis ische Ge- sellscha so dnungen. Au Mo us ha e siche Pia on mi seinen im G unde eilich ganz ande s zu e s ehenden Gedanken Ein luß, iel- leich auch Phaleas on Chalcedon, de das P i a eigen um als G und- übel de Gesellscha be ach e e. In den Humanis en e banden sich solche Vo s ellungen mi dem Ch is en um. Fü E asmus und Mo us ha e die Religion in hohem G ade sozialphilosophischen Cha ak e . Im Ch is en um selbs ehl es eben alls nich an Ansä zen zu kommu- nis ischen Leh en. Aus de Bibel lassen sich manche lei Sä ze ablei en, die ih e sei s Vo läu e im al en Juden um (Essene ) ha en und die in de ühch is lichen Gemeinde be ei s eine Rolle spiel en. Und übe S oa und übe Neupla onismus gingen Elemen e de g iechischen Philo- sophie di ek in das abendländische Ch is en um ein. Kein Wunde , daß imme wiede die Auseinande se zung übe die de ch is lichen Religion adäqua e Gesellscha so dnung begann. Vo allem in Zei en ki chlichen Ve alls in olge de Ansammlung übe mäßigen Reich ums in ki chlichen Ins i u ionen, ode in Pe ioden zwei elha gewo dene ki chliche Leh au o i ä e hiel en die al en Ideen in e schiedens e Fo m neues Leben. Man b auch nu an die spä mi elal e lichen Ka- ha e , an die Begha den, an Joachim on Flo is, an zahl eiche ande e Mys ike und o allem an Wicli und die Lolla den (J. Ball) zu denken. Diese le z e en wi k en in i gend eine Fo m alle au die chilias isch- kommunis ischen Tabo i en ein und bilde en zugleich die Vo s u e ü die Leh en de Wiede äu e , in denen sich an ik - u ch is liche und di ek e an ik-humanis ische Ein lüsse k euz en. Höhepunk de Täu e wa de en kommunis ische Re olu ion in Müns e (1533—35)36. P imä wa en alle kommunis ischen Ideen eligiöse Na u . Sie wu den in Zei en soziale Gä ung on den un e d ück en und ech losen Schich en au geg i en. Abe nich umgekeh olg e die eligiöse de Ökonomischen Idee als Übe bau im sozialen Kamp , wie das e wa Kau sky37 da s ell . Es is seh eigen ümlich, daß bei den Täu e n, die oben als die Ve - e e des indi idualis ischen absolu en Na u ech s geschilde wu den, nun kollek i is ische Pläne, wie Gü e gemeinscha und de gleichen, 80 Vgl. hie zu die Un e suchung H. . Schube s, De Kommunismus de Wiede - äu e in Müns e und seine Quellen, 1919* 37 Kau sky, Vo läu e des neue en Sozialismus. 1913, S. 286. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.6.41 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:22 711] Di© pu i anische Re olu ion und die Le ellei-Bewegung (III) 71 ach ung besaß, ungeeigne ü p ak ische Poli ik. Niemals op e e e , ein wah e K euz ah e ü das ö en liche Wohl, ein P inzip um eines momen anen poli ischen E o de nisses willen. Nu einmal wa e wi klich inkonsequen , als e nämlich nach de Ze - schlagung seine Bewegung be ei wa , selbs den König zu akzep ie en, wenn diese be ei sein wü de, das Ag eemen zu un e zeichnen. G oß wa auch diese Inkonsequenz nich . Denn e woll e den König lediglich als hohen, abe abse zba en Beam en annehmen. In diese Rich ung üh e e Gesp äche mi den Royalis en, ohne zu sehen, daß de ganze unübe b ückba e Abg und de Demok a ie zwischen ihm und den Königs euen blieb, und eine so e s andene Res au a ion doch binnen ku zem die Ve nich ung de Le elle he beige üh hä e. Seine wei e e en scheidende Schwäche bes and da in, daß alle seine Ideen, so genial und so mode n sie anmu en, noch wenig du chdach wa en hinsich lich ih e p ak ischen Anwendung. We soll e das Ag eemen zu p ak ische Gel ung b ingen? De Komi eegedanke on Pu ney is doch nu ein dü ige Ansa z zu Lösung des P oblems. We soll e übe seine Ein- hal ung wachen? Das Volk? Das Pa lamen ? Zunächs wohl dieses, welches wiede on den Ge ich en an die Einhal ung gebunden we den soll e. Von den Ge ich en, d. h. on den in jedem niede en Ge ich si zenden Geschwo enen aus dem Volke. Diese hä en a sächlich die ganze Legisla i e lahmlegen können, und dabei wa keineswegs siche , ja nich einmal wah scheinlich, daß alle Ge ich e gleiche Meinung sein wü den. Das P oblem is unlösba , solange kein obe s e Ge ich sho exis ie , de die Einhal ung de Ve assung übe wach . Ein solche wa nich o gesehen. Konn e Lilbu ne glauben, eine Ve assung ü die Ewigkei en - wo en zu haben? E selbs ände e den En wu meh ach. Wie iel no wendige wü den sich Ände ungen e s im Lau e de Zei e weisen. Kein Mi el is o gesehen zu Ände ung des Ag eemen s. Das Pa la- men ha keine Abände ungsbe ugnis, ganz ausd ücklich nich , nu das Volk könn e schließlich ein neues Ag eemen an die S elle des ge ade gül igen se zen und dieses du ch seine Un e sch i bek ä igen. Daß dabei die na ü liche Ve nun ü e ägliche Einhelligkei de Meinun- gen und wiede um ü g undsä zlichen Ve zich au Ände ungen so gen we de, hiel e o enba ü gewiß. Sein Op imismus mu e unwi klich, in höchs em G ade unpoli isch an. S ellen wi demgegenübe die Gen lemen-Independen en. Gegen das Ringen mi neuen Ideen bei Lilbu ne wi k das Denken I e ons in sich geschlossen, ge ei , nüch e n, ealis isch. Und e s C omwell. Zwa ehl bei ihm de en husias ische Ton nie. Abe wei ab on alle P inzipien- ei e ei gil ü ihn, den ypischen Gen y-Mann des 17. Jah hunde s, sein eigenes Wo : ,de Mann komm am wei es en, de nich weiß, OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.6.41 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:22 72 Wol gang Jahn [712 wohin e geh 6. Ohne o ge aß e Pläne, ganz aus de Si ua ion des Augenblicks handel e C omwell, zunächs s e s zü so g äl ige Selbs - p ü ung und Zwiesp ache mi seinem Go e hal end, nach einmal ge- aß em Beschluß mi gewal ige En schlossenhei , wede im K ieg noch in de poli ischen Auseinande se zung je o einem Gegne zu ück- weichend. Zwiesp ache mi seinem Go , das is eine de G undeigen- ümlichkei en dieses Mannes gewesen. Sein Jah hunde wa eligiös. De Geis , de bei Mil on als li e a ische und dich e ische Leis ung e - schein , o enba sich bei C omwell als ges al endes P inzip englische und p o es an ische inne e und impe iale Poli ik. Es ha wohl nie einen S aa smann gegeben, ü den das Wi ken Go es in allem und jedem so elemen a e Wi klichkei wa wie ü C omwell. Als We kzeug dieses gö lichen Wi kens und Willens sah e sich selbs , den o allen du ch unendliche, nich gesuch e E olge als Solda und S aa smann aus- e wähl en Gen leman. So wa e eligiös ypisch ü seine dogma isie- ende Zei , abe bei alledem e lo sich seine Religiosi ä nich in u e - losem En husiasmus und wi klichkei s e nen Schwä me eien wie bei sei- nen quin omona chis ischen ode anabap is ischen Solda en, sonde n wa d gebunden und disziplinie on einem kla en und ziels ebigen eng- lischen S aa sdenken und on einem wachen Sinn ü die Fo de ungen de poli ischen Mach , de en Gebo e und Möglichkei en e mi de Spon- anei ä des Genies e aß e. In de Ve einigung diese Eigenscha en lieg C omwells wel geschich liche G öße. Wa Lilbu ne ein Fana ike im Diens e eine abs ak en Rech sidee, dabei ein Mann ohne p ak ischen Sinn, ohne Maß und ohne die elemen a e Glaubensk a seines Wide pa s, so wa C omwell das Gegen eil, nich nu im Diens e eines Ideals s and e , des Ideals p o es an ische Wel poli ik nämlich, sonde n im Diens des englischen Ansp uchs au He scha übe seine Inseln und übe das Wel mee . Im E kennen de mi solchem Ansp uch e bundenen Chan- cen und E o de nisse be uh seine Leis ung, lieg das Geheimnis seines E olges und zugleich eine ie e U sache ü seine Übe legenhei übe die Le elle . In den Jah en, als die Le elle um die Du chse zung ih e Pos ula e angen, gab es ü C omwell nu ein Ziel: He s ellung eine daue ha en iedlichen O dnung im Inne n, um Ene gien zu Bewäl i- gung nahe und e ne äuße e Au gaben eizumachen. F iedliche O d- nung wa möglich am bes en du ch E hal ung de Mona chie, min- des ens abe des Sozialge üges. De Ve such zu Du ch üh ung le elle i- sche Demok a ie hä e eine asche Konsolidie ung nich e laub . Auße dem, wie konn e man ho en, on einem e olu ionä en, an i- a is ok a ischen S aa he das a is ok a ische, eigenwillige Scho land au die Daue mi England zu e binden? Denn Scho land wa das eine Ziel, I land das ande e. Beide zusammen soll en die Einhei de b i i- schen Inseln un e Englands He scha e geben. Wel poli isch gesehen OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.6.41 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:22 713] Die pu i anische Re olu ion und die Le elle -Bewegung (III) 73 wa I land on besonde e Bedeu ung. Das au sässige, s eng ka ho- lische Volk wa ein schwe wiegendes P oblem ü England. Jede gegen- e o ma o ische Ak ion om Kon inen he konn e ho en, in I land einen Ve bünde en und einen S a pla z gegen England zu inden. Jede englische Füh ung muß e deshalb danach ach en, das Land zu behe - schen. Fü die ka holiken eundlichen S ua s schien diese Au gabe lös- ba . Fü die Pu i ane wa es schwie ig und e s ech eine Lebens age. C omwell beg i dies. Und wessen e , de an sich du chaus nich blu - üns ige Mensch, ähig wa , wenn e die No wendigkei ü eine Ak ion gekommen glaub e und sich om Eh geiz de Na ion in diese F age ge- agen ühl e, das zeig e die ganze ungeheue liche B u ali ä , mi de e das Nachba olk niede knüppel e. (Die mo alische Apologe ik iele Au o en, z. B. Ki els, hal e ich ü ein e gebliches Un e angen.) Da6 wa en konk e e Zielse zungen, hin e denen ein ganzes Volk s and, zu- mal die I en den y annischen S ua s be ei willigs ih en A m gegen die Englände geliehen ha en. Welche Chance blieb den Le elle n gegenübe diesem e s en An u en des Na ionaleh geizes? Mi de Übe windung de inne en Gegne und den e s en äuße en E olgen wa en eilich zugleich den Englände n eu e Ins i u ionen (Pa lamen , Selbs e wal ung, nich zule z auch die K one, in de on den Obe schich en gewünsch en Ges al ) au de S ecke geblieben, und an ih e S elle C omwells illegi ime e olu ionä e Mach ge e en. E moch e wohl glauben, daß e sein Volk den e olu ionä en U sp ung seine Mach dann am ehes en e gessen machen könn e, wenn eben diese Mach sich als Volls ecke de na ionalen Mach bedü nisse und Ins ink e nach außen bewäh e5. „Indem sie eine de Na ion eu e T a- di ion hie zum Siege üh , läß sie die E inne ung da an in den Scha - en e en, daß sie im Inne n manche we olle Besi z üme diese T a- di ion ze b ochen ha ." Die Kompensa ion ü den inne en D uck bil- de e de Sp ung in die impe iale Poli ik au dem Kon inen und in Übe see. Diese Poli ik e olg e eine doppel e Rich ung: eine englisch- ma i im- ealpoli ische Linie und eine eligiös bes imm e P inzipien- linie6, wobei zu sagen is , daß die e s e seh iel k ä ige ge üh wu de als die zwei e, die meh Ziel als Wi klichkei wa . In de Ta and de außenpoli ische T iumph, zue s die Ve einigung de Inseln, dann de K ieg gegen Holland, die E obe ung Jamaicas, die Beun uhigung de Küs en des Ki chens aa es, das Ein e en ü die sa oyischen Waldense usw. bald die begeis e e Zus immung seines Volkes, o an de e , die da on Vo eil ha en, de Handelsk eise de Ci y und des empo blühen- den Mi els andes. Abe hie liegen auch die G enzen C omwells. Gewiß a bei e e ihm das Schicksal mi den Ambi ionen seines Volkes gegen die 6 Oncken, C omwell, 1935, S. 23. 6 Oncken, C omwell, 1935, S. 24. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.6.41 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:22 74 Wol gang Jahn [714 Le elle in die Hände, und gewiß wa seine Konzep ion den agenden Schich en seines Volkes unendlich lieb, abe all seine T iumphe e - moch en die e olu ionä en Fundamen e seine He scha nich zu sol- chen zu machen, die de englischen T adi ion adäqua wa en. Die Ve - knüp ung on eligiöse Hal ung und mili ä ische Ty annei sind eben nich ypisch englisch7. C omwell wi d das emp unden haben, denn on Beginn seine He scha an such e e Ins i u ionen zu scha en, die de T adi ion gemäß wa en. E be ie Pa lamen e, e b ach e sich selbs schließlich in eine S ellung, die de de K one en sp echen soll e, e - gebens. De Beg i des Pa lamen s in ol ie e ü jeden du chschni - lichen Englände seine eigene Wü de und Selbs he lichkei , weil es die Spi ze seine u al en Selbs e wal ungso dnung gewesen wa . Die Selbs e wal ung wa ze s ö und dami dem Pa lamen die adi io- nelle G undlage en zogen. Mili ä s egie en die G a scha en. Wie imme abe das Pa lamen zus ande kommen wü de, es wa in jedem Falle mi eine übe mäch igen Exeku i e in de Hand des mili- ä ischen Ty annen un e einba . Jedes Pa lamen , das C omwell be ie , s ell e die F age nach de Sou e äni ä , die e nich geben woll e und nich geben konn e. Es en s and ein unlösba es Dilemma, an dem e schei e n muß e: denn e zich e e e au Be u ung eines Pa lamen s und appellie e e s a dessen an das Volk in seine Gesam hei zu Konsolidie ung seine Mach , so o de en dessen T ibunen die Volks- sou e äni ä , und eine En scheidung des Volkes wü de en wede eine Republik im Sinne de Le elle ode , was angesich s des ie e wu zel- en mona chischen Gedankens bei wi klich allgemeinem Wahl ech wah scheinliche wa und was selbs Lilbu ne de Dik a u o ziehen woll e, eine in den Sch anken de Ve assung wi kende Mona chie he - s ellen. Blieb die Sou e äni ä im Schwe e C omwells und de T eue seine Solda en, so seh e das auch bes ei en moch e. Eine I onie des Schicksals wa es, daß ausge echne e , de „Königsmö de 46, schließlich keine ande e Möglichkei sah, als gö liches Rech ü sich in Ansp uch zu nehmen. Die Dik a u , die die Le elle nich woll en, nich wollen konn en, e ich e e C omwell, ohne sie undie en zu können. Die F age, ob die Le elle E olg hä en haben können, wenn C om- well sich au ih e Sei e ges ell hä e, bean wo e sich on selbs nega- i . Das Genie inde seine G enze in de Ges al ung des Schicksals de Na ion an de S elle, an de übe mäch ige G unds ömungen in de En - wicklung liegen und unen innba e Al e na i en ges ell sind. Das „bü ge liche" England ging einem Jah hunde de Rea is ok a isie- ung en gegen, aus seine T adi ion, seine Sozials uk u und dem 7 Oncken, C omwell, 1935, S. 32. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.6.41 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:22 715] Die pu i anische Re olu ion und die Le elle -Bewegung (III) 75 Geis e de Epoche. Zu Demok a ie wa es noch nich ähig, zu Dik- a u in jedwede Fo m nich meh be ei . Nach ku ze Res au a ion ha es sie au imme abgeschü el . Das E gebnis de Re olu ion on 1688 wa die Sou e äni ä des Pa lamen s. Das, was die Gene a ion de Coke, Elio , Pym ü englische T adi ion hiel en und was nich e olu ionä , sonde n a sächlich die G und- endenz de En wicklung wa , sieg e schließlich. Bu ke ha e ech , wenn e mein e, daß de Cha ak e de beiden englischen Re olu ionen zu ie s konse a i , e hal end, o ganisch en wickelnd sei, im Gegensa z zu den Le elle n, die an diesem G undcha ak e ebenso schei e en wie zule z auch C omwell. Zu Demok a ie nich ähig, sag en wi . Wa um wa England, wa um wa das 17. Jah hunde übe haup noch nich be ei zu Demo- k a ie? Was ehl e in de his o ischen Kons ella ion des Jah hunde s, um demok a ische Ideen, wo auch imme , ele an we den zu lassen? Die An wo is nu ein Deu ungs e such. * Im Lau e de Un e suchung a en as ausschließlich Gesellscha s- p ozeß und Kul u sphä e in E scheinung, nich abe die zi ilisa o ische Sphä e. Das lieg da an, daß die Be eiung des Zi ilisa ionskosmos, d. h. die ungeheu e E wei e ung des menschlichen Wissenbe eiches und da- mi de i e e sible Ans ieg de Bewuß seinss u e des Menschen und seine Daseinsbehe schung, in de Renaissance beginnend e s ganz langsam in die B ei e wi k e und im 17. Jah hunde noch keineswegs allsei ig und au die ande en Be eiche zu ückwi kend ollende wa 8. De Ansa z zu Be eiung des Zi ilisa ionskosmos is ein doppel e . Zunächs sind es die sozialen Umwälzungen, die am Ausgange des Mi el- al e s an die S elle eine on Ri e - und Mönch um bes imm en Gesell- scha den Bü ge zu zen alen sozialen Figu mach en. Bü ge , das schein de Menschen yp zu sein, de im Gegensa z zu an iken T ennung de a bei enden Hand om wissenscha lichen Geis e eine schöp e ische Ve bindung beide Sphä en da s ell . Die e ände e gesellscha liche Si ua ion und die Re olu ion de wissenscha lichen E kenn nisse, die ih en Ansa z aus de Be üh ung mi de An ike und ih e Dynamik aus de Ve bindung mi eben de e ände en Sozials uk u bezog, beding- en einande und ieben sich gegensei ig au de neuen Bahn o an. Und allmählich wu den die neuen Wissenscha en, Mechanik, Physik, As o- nomie zum Daseinse lebnis, eilich noch nich de Menschhei schlech - hin, sonde n lediglich de obe s en geis igen Schich . 8 W. Pe zel, Ve such eine soziologischen E klä ung des Physiok a ismus, 1922, Einlei ung. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.6.41 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:22 76 Wol gang Jahn [716 De ande e Ansa z zu Be eiung des Zi ilisa ionskosmos is de inne e Ze all de al en Kul u o men, die gep äg wa en on de uni- e salen ch is lichen Leh e. De Ze all de al en Religion wa beding sowohl on inne em, seelischem Ve all de Ki che in sich, wie umge- keh anges oßen und ge ieben on de gesellscha lichen En wicklung und de beginnenden Wel bild e olu ion. Die mi de Mys ik an angen- den und mi Re o ma ion und Gegen e o ma ion ih en Zeni e eichen- den neuen eligiösen Bewegungen e moch en demgegenübe einen einhei lichen neuen Bau nich meh zu scha en, denn einmal muß en sie mi dem neuen Wissenss ande echnen, zum ande en wa die Au onomi- sie ung de Ve nun übe haup zu wei gesch i en, um noch einmal die Subsumie ung de ganzen Menschhei un e ein einhei liches Wel bild zuzulassen. Die Beziehungen zwischen de kul u ellen und de neuen zi ilisa o ischen Sphä e sind in langen Pe ioden Ve ände ungen un e - wo en gewesen. Zunächs is deu lich, daß iele de g oßen Geis e des 16. und 17. Jah hunde s die neuen E kenn nisse neben den al en ode neuen eligiösen Sich en in einem une hö en Spannungszus and nebeneinande beließen, so e wa Campanella, Keple , Al husius, G o- ius, schließlich auch New on und iele ande e, die die Haup dogmen des Ch is en ums ü sich pe sönlich unbeding au ech e hiel en, ohne eine ech e Ve bindung beide Sei en zu inden. In Pascal e eich e diese Spannung einen äuße s en G ad, zugleich, so pa adox das klingen mag, wu de sie in ihm au gelös . De g oße Ve such zu Syn hese wu de on de Me aphysik des 17. Jah hunde s geleis e . Spinoza is das bes e Beispiel, wie kul u elle Inhal e in zi ilisa o ische Fo m au e en, „mo e geome ico" sch ieb e E hik. Abe im allgemeinen lieg in die- sen Syn hese e suchen eine Rückwendung ins Dogma ische mi dem Ve such, eine neue einhei liche Sich he zus ellen. De Glaube, e - schiedene A eilich, is noch ode wi d wiede Fundamen de Da- seinssich , die Ve nun s eh in seinen Diens en. Ein solche Zus and he sch e im Denken de Le elle . Aus diesem Ums and e geben sich wich ige Folge ungen. Im Hochmi elal e wa die Religion 6o s a k in ellek ualisie , daß da aus geschlossene Gesell- scha sleh en en wickel we den konn en. Sei de Mys ik und de Re- o ma ion is das nu noch in dem a ionalen Sys em Cal ins möglich und auch da nu mi Vo behal . Ganz unmöglich abe is es übe all do , wo das Täu e um zu bes immendem Ein luß gelang is . Do blieben alle Gesellscha s heo ien so s a k un e de Einwi kung on mys ischen Ideen wie Go es eich und Endzei , daß p ak isch b auchba e En wick- lungen nich eingelei e we den konn en, jeden alls nich , solange de mys ische Zug he schend blieb. Es wü de de ganzen Analyse wide - sp echen, wenn den üh enden Le elle n o gewo en we den könn e, daß ih e Ideen on diese Sei e he schlech e dings e wo en und un- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.6.41 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:22 717] Die pu i anische Re olu ion und die Le elle -Bewegung (III) 77 b auchba gewesen wä en. Imme hin, das Ausmaß mys izis ische Ele- men e bei ihnen wu de oben e such he auszua bei en. Doch au sie ha e das om Zi ilisa ionsp ozeß inaugu ie e Denken be ei s un e - kennba eingewi k . Von de Masse des Volkes gil indessen en schie- den, daß sie seh s a k un e dem behe schenden Ein luß solche eich- lich e wo enen eligiösen Vo s ellungen ges anden ha . De Solda des „New Model" wa ypisch da ü . E s and zu eine poli ischen Bewe- gung, die das 19. Jah hunde an izipie e, e mißach e e zudem Au o i- ä en und T adi ionen, dabei glaub e e an seine Sendung und Be u ung zu E ich ung des Go es eiches, und wenn es da au ankam, ehl e ihm du chaus das jBewuß sein da ü , daß e au onomes Glied de Gesell- scha wä e, die du ch sein und seine Mi menschen Wollen umges al e we den könn e, ja e s du ch ihn mi gescha en wü de. G i en die Gene- ale ha zu, so beug e e sich und un e wa sich eue oll, wie sich de Lehnsmann dem Feudalhe n un e wo en ha e (cha ak e is isch wa en die Pu ney-Ve handlungen). E s mi de Du chse zung des na u wissenscha lichen Wel bild- wandels auch im gesellscha lichen Denken wu de das ande s. E s sei dem 18. Jah hunde wu de die Wel des Zi ilisa o ischen zum mäch i- gen E lebnis und dami zu eine neuen Kul u o m, die eilich aus dem Wesen des Zi ilisa ionsp ozesses he aus keinen in sich abgeschlossenen Bes and haben konn e, sonde n mi dem Fo sch i de Na u wissen- scha wiede gesp eng wu de. Das quan i a i e Denken de Na u - wissenscha wu de auch im Gesellscha lichen behe schend und schu den quan i a i en Indi idualismus. Nun e schein die Gesellscha als Summie ung on Indi iduen, de en jedes Subjek de Ges al ung diese Gesellscha zu sein e mag. Eine Au assung, die Bu ke e bi e be- kämp e und zu de en Übe windung e schon iel bei ug. Bis dahin wa es abe 1650 noch wei . Deshalb ehl e dem Gedanken des allgemeinen Wahl ech s und übe haup eine gesch iebenen Ve assung ein ach de eale Boden, au dem sie hä en leben können. Und die Un olls ändig- kei , mi de Lilbu ne das Wahl ech o de e, bezeichne e auch seine Zei gebundenhei , indem das „Pe sonsein" noch gewisse soziale Vo aus- se zungen ha e. Ge ade denen, die ü die demok a ische Re olu ion agend hä en sein sollen, den b ei en Massen, ehl e das Bewuß sein, gesellscha liches Subjek zu sein, olls ändig. Lilbu ne schein das beim Ve sagen de Solda en 1649 gespü zu haben. Denn alsbald e such e e dem Volke das neue Bewuß sein einzup ägen. E en wickel e nach dem Vo bild de Agi a o en ein Sys em zi ile Agi a o en, die mi den Mi eln de Übe edung, de P opaganda, de poli ischen E ziehung, des Un e sch i ensammelns ü das Ag eemen das Volk aus seine Passi i ä he aus eißen und zu ak i e Teilnahme an seinen poli i- schen Geschicken b ingen soll en. Neben den Pamphle en dien e als Mi - OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.6.41 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:22 78 Wol gang Jahn [718 el dazu soga ein so mode nes Ins umen wie die Zei ung, die üb igens beme kenswe e weise „The Mode a e" hieß. Die Dik a u e moch e eilich de demok a ischen P opaganda, und es lieg im Wesen de Demok a ie, nich in Kon en ikeln a bei en zu können wie e o- is ische G uppen, ein Ende zu machen. Die Idee de Agi a o en als Mi el de Volksau klä ung und demok a ischen Gesellscha so gani- sa ion ha sich in unse em Jah hunde als Sys em de Solda en- und A bei e ä e bedeu sam e wiesen, wo aus man abe nich schließen soll e, daß die Le elle den Rä egedanken be ei s als S aa sgedanken en wickel hä en9. Von hie aus gesehen e gib sich nun alle dings mi zwingende No - wendigkei , daß selbs bei ande e gesellscha liche En wicklung und demen sp echend ande en Möglichkei en de handelnden Pe sönlich- kei en um 1650 Demok a ie ein ach nich die his o ische Kons ella ion inden konn e, die als Bedingung ü ih e Möglichkei une läßlich zu sein schein , und wie sie meh als ein Jah hunde spä e um die Wende zum 19. Jah hunde gegeben wa . E. Die Le elle und die Nachwel 1688 schü el e England die Ve suche de S ua s zu Au ich ung des Absolu ismus endgül ig ab und e ablie e die He scha des Pa la- men s, des King-in-Pa liamen . Die G enzen des Pa lamen s lagen und liegen nich in einem einmal ixie en obe s en Gese z, sonde n im e - nün igen Na u ech , das die Abgeo dne en insowei in Sch anken häl , als sie e nün ige Wesen sind. Und es schein , daß dami die Ideen de Le elle , ohne je ele an gewo den zu sein, e ledig und e gessen ge- wesen wä en. Dem wa abe nich so. Ein Blick au Locke genüg , um dies zu e weisen. Zunächs die Tole- anzidee. In seinen ie „Le e s on Tole a ion" (1689—1704) e a Locke genau das, was die Le elle , eilich meh ode wenige g und- sä zlich auch die ande en Independen en und manche Anglikane e - e en ha en, was abe in Eu opa jeden alls nu on den Le elle n mi dem Akzen nich nu au de heologischen, sonde n au de poli ischen Sei e des P oblems e och en wo den wa . Volls ändige F eihei de Religion, auße ü Ka holiken und A heis en, das is ein Sa z de Le- elle und wu de ein Sa z Lockes. Möglichs e T ennung on S aa und Ki che, das is ebenso le elle isch. Dies es zus ellen, is wich ig. Locke ha die Sch i en de Le elle unzwei elha genau gekann , wie ich aus ielen Fo mulie ungen glaube nachweisen zu können, e ha ih en S andpunk übe nommen und dami Hobbes übe wunden. Fü jenen 9 W. Ko ie , De Rä egedanke als S aa sgedanke, 1925. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.6.41 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:22 719] Die pu i anische Re olu ion und die Le elle -Bewegung (III) 79 wa das Bekenn nis bloße äuße e Un e we ungsak , ü Locke is e e nün ig beg ünde e Übe zeugung. Die Tole anz, wie sie Locke e - s and, ha e sich in de Haup sache 1689 du chgese z . Ande s in Ame- ika. In einigen S aa en de spä e en Union gal das Tole anzp inzip on An ang an, abe ohne Beein lussung du ch die Le elle , sonde n ausgehend on den ühen Independen en, o ande en Roge Williams und dem jünge en (ka holischen) Lo d Bal imo e, und e was spä e on den Quäke n. Ob ihnen, die säm lich Ve olgungen am eigenen Leibe e ah en ha en, on Beginn an de poli isch-sozial-p ak ische Sinn de Tole anz neben de Ach ung de Gewissensübe zeugung so zen ales Anliegen wa wie den Le elle n, is mi zwei elha . Neben de eigenen ame ikanischen Übe lie e ung ha Locke s a ken Ein luß au die Fo - mulie ung de Tole anzidee und die T ennung on S aa und Ki che in de Union genommen. Obwohl zunächs nich ausd ücklich da un e au - ge üh , e gib sich in den Tole anzb ie en das Duldungsp inzip als Na u ech des Menschen. In de gleichen a ionalen, besse gesag deis ischen Wendung des Abhebens au ch is liche Nächs enliebe und ela i e Gleichgül igkei gegenübe de konk e en Religion keh Lockes Gedankengang in p ägnan e Kü ze in de Vi ginischen E klä- ung de Menschen ech e (12. 6. 1776, Sec . 16) wiede . Au dem Wege übe Locke haben also die Le elle einen gewissen his o ischen An eil an de Fo mulie ung de Tole anzidee in Ame ika. Ähnliches gil ü den üb igen Komplex de Menschen ech e. Was Lilbu ne und seine F eunde e e en ha en, keh im wesen lichen bei Locke wiede . Lockes Bedeu ung lieg deshalb in e s e Linie nich in de O iginali ä seine Gedanken, sonde n in de A , w i e e die Dinge du chdach und ausged ück ha . Im Gegensa z zum Ag eemen sind sie bei Locke abs ak e , kla e , allgemeine , deshalb iel zei lose und deshalb mi un e gleichlich g öße e his o ische Wi kung ge aß 1. Sie sind bei ihm au wenige besch änk : Leben, F eihei , Eigen um. Bei den Le elle n wa en diese gleichen Ideen mi ielen ande en, zum Teil gänz- lich zei gebundenen, e knüp . Wiede muß abe da au hingewiesen we den, daß die Thesen eine philosophische Leis ung wa en, wäh end sie bei den Le elle n als poli isches P og amm en wickel wa en. Locke wi k e au iele Au o en des 18. Jah hunde s ein. Zunächs geh das Sys em de subjek i en Rech e Blacks ones (1765) au ihn zu ück. So- dann is sein en scheidende Ein luß au die Bills o Righ s de ame ika- nischen Einzels aa en bekann und hie allein wich ig. Diese haben wiede um Pa e ü die E klä ung de Menschen- und Bü ge ech e on 1789 ges anden, was G. Jellinek nachgewiesen ha 2. Alle dings schein 1 John Locke, Le e s on Tole a ion, ed. 1689—1704. Two T ea ises on Go e n- men , ed. 1690. 2 G. Jellinek, Die E klä ung de Menschen- und Bü ge ech e, 1927. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.6.41 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:22 80 Wol gang Jahn [720 mi , daß es sich bei de anzösischen E klä ung nu um eine o male Übe nahme de ame ikanischen Thesen handel . In Ame ika wu zeln sie nich nu im Na u ech , einem üb igens iel wenige a ionalis i- schen Na u ech als dem anzösischen, sonde n in de englischen Rech s adi ion. Deshalb haben sie keinen e olu ionä en Cha ak e , wäh end die F anzosen ih e Re olu ionsideologie den Ame ikane n un e s ell en und so de en G undsä ze mi ih em eigenen a ionalis i- schen Denken und mi neuem, wi klich e olu ionä en Inhal e üll haben3. Niemand beg i das siche e als Bu ke, de die ame ikanische Unabhängigkei se klä ung als zu ie s konse a i beg üß e, de nich die Ame ikane als Re olu ionä e, sonde n das Mu e land als Rech s- b eche ansah, wohingegen e die anzösischen abs ak en Ve nun - p inzipien e damm e. Wie schon am Beginn des englischen Bü ge - k ieges Pym, Hampden und ande e be ie en sich die Ame ikane au T adi ion, au Common Law, au P i ilegien. S e s wa en sie au Lega- li ä ge ich e . Kein Zu all, daß die Häup e de Unabhängigkei sbewe- gung ganz übe wiegend Lawye s, die geis igen U hebe de anzösi- schen Re olu ion abe Philosophen wa en. Wie s eh es mi de Idee de Volkssou e äni ä ? Die Re olu ion on 1688 e ich e e genau das, was die Pa lamen spa ei des Bü ge - k ieges e s eb ha e. Die eigen lichen Siege diese Re olu ion wa en die G undbesi ze , die nun bis 1832 beide Häuse des Pa lamen s be- he sch en. Die beiden g oßen Pa eien des 18. Jah hunde s, Whigs und To ies, un e schieden sich nich da in, daß die einen Volkssou e äni- ä und die ande en den mona chis ischen Gedanken e e en hä en. Gewiß wa en bei den Whigs manche Elemen e de le elle ischen Linie o handen: Tole anz, Eigen umsschu z, eihändle ische Wi scha s- gesinnung usw. Die To ies e a en demgegenübe die Au o i ä , die S aa ski che, die T adi ion des König ums, die Meh hei on ihnen wa jakobi isch gesinn . Abe indem die bü ge liche und g oßbü ge liche Schich on 1650 zu Landa is ok a ie wu de, sah sie keine Ve anlas- sung meh , un e de De ise Volkssou e äni ä ü ih e eigenen poli i- schen Rech e zu kämp en. E s als sei Mi e des 18. Jah hunde s de Landeinkau und dami de E we b poli ische Rech e du ch Geld in- olge des Landmangels unmöglich wu de, e s and in de Schich bü ge - liche P o enienz eine Disk epanz zwischen Ein luß eichen und Ein luß- losen, die im Ve ein mi de o alen Ko umpie ung des pa lamen a i- schen Sys ems und de mäch igen zi ilisa o ischen En wicklung des 18. Jah hunde s die g oße Re o mbewegung inaugu ie e, die endlich zu Pa lamen s e o m on 1832 üh e. 3 Dazu 0. Voßle , Die ame ikanischen Re olu ionsideale in ih em Ve häl nis zu den eu opäischen, 1929. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.6.41 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:22