Die puritanische Revolution und die Leveller-Bewegung (III)
Abstract
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Full text
Jahn, Wol gang
A icle
Die pu i anische Re olu ion und die Le elle -Bewegung
(III)
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Jahn, Wol gang (1950) : Die pu i anische Re olu ion und die Le elle -Bewegung
(III), Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244,
Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 70, Iss. 6, pp. 41-83,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.6.41
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681J 41
Die pu i anische Re olu ion und die Le elle -
Bewegung (III)
Eine geschich ssoziologische S udie übe die An änge de
Demok a ie in England
Von
Wol gang J ah n - Düsseldo
S aa s- und sozialphilosophische Posi ionen
Die Le elle und ih e Fo de ungen bilde en nich den An ang de
Auseinande se zungen. Vielmeh s anden sich zunächs , wie ühe skiz-
zie , Anp üche de K one und Ansp üche des Pa lamen s gegenübe .
Diese sind zu be ach en, um den geis esgeschich lichen Ansa z ü das
P og amm de Le elle zu gewinnen. Denn ieles on dem, was in
diesem Kamp e on de Pa lamen spa ei e e en wu de, bilde e
spä e Bes and eile de Le elle -Agi a ion.
Es handel e sich um die F age, wem die obe s e Gewal im S aa e
zukomme. Jakob I. wa Ve ech e de Theo ie om gö lichen Rech
de Könige. Die Leh e wa schon al . Sie wa im Mi elal e zuguns en
de Kaise gegenübe päps lichen Ansp üchen en wickel und in mo-
de ne Fo m in F ank eich wiede e s anden. Jakob e ö en lich e zu-
e s 1598 anonym sein Buch „T ue Law o F ee Mona chies"1. Es wa
das E gebnis seine E ah ungen mi den scho ischen Cal inis en und
seines S udiums de anzösischen Kon o e sli e a u . De legi ime
König sei on Go be u en und s elle unabhängig on jegliche aus-
wä ige ode einheimische In e en ion die obe s e und selbs he -
liche gese zliche Au o i ä da . Nich alle absolu is ischen Au o en
seine ode spä e e Zei olg en dem König in de eligiösen Beg ün-
dung. Hobbes z. B. be ach e e die absolu e Mach , wobei es, wie man
an seine S ellung zu C omwell sieh , g undsä zlich gleichgül ig is , ob
ein König ode ein Dik a o he sch , om Boden des Na u ech s he
als ealpoli ische No wendigkei , um den K ieg alle gegen alle zu e -
hinde n.
1 Poli ical Wo ks o James I, Ed. 1616, Ha a d Camb idge 1918.
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42 Wol gang Jahn [682
Jakob behaup e e nich , die Gese ze des Landes igno ie en zu sollen
ode zweckmäßige weise audi nu zu dü en, abe „... acco ding o
hese undamen al laws alleged, we daily see ha in he Pa liamen he
laws a e bu c a ed by his subjec s, and only made by him a hei
oga ion and wi h hei ad ice"2. De König kann alles un, ohne
das Pa lamen zu agen, abe „... i is in he powe o no pa liamen
o make any kind o law o s a u e wi hou scep e be o i , o gi ing
i he o ce o law . . Ein gu e König wi d sich im üb igen, um des
gu en Beispiels willen aus eiem En schluß und ohne ihnen un e -
wo en zu sein, an die Gese ze hal en3.
Un e den Tudo s ha e sich die englische Selbs e wal ung, pa la-
men a ische Gese zgebung, S eue bewilligungs ech de Commons und
ieles meh o en wickel und dennoch wa en die Könige Dik a o en
gewesen. Wi müssen uns de G und a sachen aus ühe en Kapi eln
e inne n, um zu e s ehen, wa um de zwa nich ausd ücklich o mu-
lie e, abe p ak isch gehandhab e Ansp uch bei den Tudo s ohne e ns e
Wide ede bes ehen konn e, bei den S ua s abe nich meh : un e
den Tudo s gingen die al en Säulen Englands, die ka holische Ki che
und de al e Adel, un e . Die mi den allgemeinen wi scha lichen Ta -
sachen und dem Empo kommen neue Obe schich en e olgende E -
s a kung des Pa lamen s, besonde s de Commons, abe wa noch nich
wi ksam gewo den. Mi dem Ende de s aa smännisch weisen Tudo -
Dynas ie a en diese neuen Schich en im Pa lamen mi wachsenden
Ansp üchen und bald als Ri alen de K one au .
In Ki chen agen be ach e en sich die Könige als Rech snach olge
des Paps es, sodaß dessen Sup ema als au sie übe gegangen gal .
Folglich wa de Kle us de anglikanischen Ki che audi ei ige Pa ei-
gänge des Königs, denn om Sup ema de K one hing audi die Ki -
chen e assung und dami die S ellung des Kle us ab.
Audi zahl eiche ju is ische Au o en leh en die königliche Allmach 4.
Manche Au o en nahmen dabei eine Un e scheidung o . Gö liches
Rech in ol ie e ein Zwei aches: 1. gewöhnliche Mach des Königs im
Rahmen de Gese ze; 2. auße gewöhnliche Mach , in de en Ausübung
de König Go allein e an wo lich sei. In Ausübung de le z e en
habe de König das Rech , Sonde s eue n, P oklama ionen mi Ge-
se zesk a usw. zu e lassen. Nun wi d an sich niemand bes ei en, daß
in Ausnahme ällen besonde e Mach be ugnisse no wendig sind. Die
ewige F age is , wie sie ohne Ge äh dung de F eihei de Bü ge mög-
2 G. Sabine, A His o y o Poli ical Theo y, 1937/46, S. 395;
Figgis, The Di ine Righ o Kings, 1922, S. 137 .;
Ma io , The C isis o Engl. His o y, 1930, S. 29 .
3 Figgis, a. a. O.
4 D . Cowell, The In e p e e , 1607, zi ie bei Ma io , a. a. O., S. 36.
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lieh sind. Eben da um ging es in dem langen S ei . Das „quod p ineipi
placui legis igo em habe " wa den Englände n, o an ih en Ju is en,
du chaus emd. Schon B ac on ha e im 13. Jah hunde gesag : „Rex
au em habe supe io em, Deum scilice ; i em legem pe quam ac us
es ex"5. Dann ha e Fo escue geleh , daß de König nich nach Be-
lieben Gese ze ände n und e lassen noch S eue n au e legen könne
ohne die Zus immung seine Un e anen6.
•
In de F age also, ob de König übe dem Gese z s ehen ode ob
das Gese z, das om Pa lamen mi Zus immung des Königs e lassen
wi d, übe alle he schen solle, also auch übe den König, wa die
F age nach de Sou e äni ä ges ell . Sie ha e du chaus nich sozu-
sagen akademischen Cha ak e , sonde n en zünde e sich, wie eben e -,
wähn , an hand es en P oblemen, als da wa en S eue n, Schi sgeld,
Sonde ge ich sba kei , S ellung de königlichen Exeku i o gane und
de gleichen meh . E s im Anschluß da an wu de das P oblem auße
im poli ischen Tageskamp und im Bü ge k ieg audi heo e isch aus-
ge och en. In den meis en Lände n des Kon inen s gelang es de K one,
diejenigen Ins i u ionen, die dem König en gegen a en, zu un e -
d ücken. In England abe nahm das Pa lamen im Bunde mi den
Ju is en des Common Law den Kamp au .
Schon 1604 leg e es dem König au dessen Mi eilung, daß die Pa -
lamen sp i ilegien nu du ch königliche Gnade bes ünden, eine Denk-
sch i o , des Inhal s, daß de Ansp uch de K one eine Ge äh dung
sei „... o he e y undamen al p i ileges o ou House, and he ein
o he igh s and libe ies o he whole Commons o you ealm o
England, which hey and hei ances o s om ime immemo able ha e
undoub edly enjoyed .. daß das Pa lamen allein be ech ig sei, mi
königliche Bes ä igung Gese ze zu e lassen, die ü jede mann e bind-
lich sind, daß die Commons das Rech de Rede eihei und Schu z o Ve -
ha ung als u al e P i ilegien ansähen usw. Edwa d Coke ie aus: „The
law o he ealm canno be changed bu by Pa liamen ". Die A gumen-
a ion Cokes, daß al es Gewohnhei s ech gül iges Rech sei, daß es dem
Pa lamen allein zukomme, da an zu ände n, daß die Eins ellung des
Königs in de unenglischen no mannischen E obe ung basie e, wa un-
his o isch genug, abe sie wies in die Zukun und bezeichne e den Au -
s ieg und das Selbs bewuß sein de im Pa lamen e e e enen Schich-
5 Ma io , S. 37 .
6 Si John Fo escue, De Laudibus legum Angliae, zue s pos hum 1537, ed.
Plumme , 1885.
1 Zi . bei Tanne , a. a. 0., S. 30.
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44 Wol gang Jahn [684
en des Landes. Bacon, obwohl Ve ech e de absolu en Königsmach ,
e kann e dies seh kla und ie dem König d ingend, das Pa lamen
nich zu bed ücken, sonde n es zu s eue n und zu benu zen.DieTudo s
ha en es nie zu P inzipien agen kommen lassen. Das um die Häl e
g öße gewo dene und sozials uk u ell s a k e ände e Un e haus
de S ua könige hä e abe wah scheinlich audi eine ande en Dynas ie
die En scheidung nich e spa .
Zu Rech e igung ih e Fo de ungen un e schieden die Pa la-
men s e e e eine zwei ache königliche Mach : die obe s e Gewal lieg
en wede beim König, ode , noch zwei el e niemand an de Ins i u ion
de Mona chie, beim König im Pa lamen , d. h. p ak isch beim Pa -
lamen . „The so e eign powe is ag eed o be in he King; bu in he
King is a wo old powe — he one in Pa liamen ..., he o he ou o
Pa liamen ... and i o hese wo powe s in he King, one is g ea e
han he o he and can di ec and con ol he o he , ha is ,sup ema
po es as6, he so e eign powe , and he o he , ha is ,subo dina a
i will hen be easily p o ed ha he powe o he King in Pa liamen
is g ea e han his powe ou o Pa liamen and does ule and con ol
i "2. — In ielen Gegens änden des S ei es ha e de König aglos
al e gewohnhei liche Rech e, und die gewohnhei lichen Rech e des Pa -
lamen s wa en jeden alls iel p oblema ische als die seinen. Es is des-
halb nich ich ig, die S ua s ein ach eak ionä zu nennen. Ih Weg
wa de de Tudo s, also de al e, de Weg des Pa lamen s wa de
neue, eilich ganz na ü liche Weg3. Nu mi s aa smännische Weishei
hä en die S ua s einen Komp omiß inden ode mi ech zei igem
Einsa z on Gewal die Besei igung des Pa lamen s e zwingen können
— ielleich !
Das Un e haus nahm ü sich Rech e in Ansp uch, die dem Ge-
danken des absolu en König ums diame al zuwide lie en. „So e eign
Powe by King" bedeu e e nun Willkü egimen , „by King in Pa lia-
men " He scha des Gese zes. Nu die „Sup emacy o Law" siche e
die F eihei de Menschen, in ih sei zugleich, ein wenig sophis isch, die
königliche P ä oga i e in ih em gese zlichen Rahmen um issen und un-
an as ba gemach . Was abe heiß „He scha des Gese zes"? Die
Commons in e p e ie en dies so, daß de König an die En schließungen
de Rich e des Common Law, die nach al en Gewohnhei en und S a-
u en u eil en, gebunden sein und nich die Möglichkei haben soll e,
du ch die Jus iz de on ihm eingese z en Sonde ge ich e ode du ch
Willkü jus iz de Exeku i e (des P i y Council) die S a u en des ge-
meinen Rech s zu du chb echen. Dazu gehö e, daß die Common Law-
2 Aus Whi elocke, zi . bei Tanne , a. a. 0., S. 45 .
3 Ma io , a. a. 0., S. 81.
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Rich e nich abgese z we den du en (also so e was wie Gewal en-
eilung) und jede mann du ch „Habeas Co pus" Schu z o willkü -
liche Ve ha ung ode Eigen umsschädigung genießen wü de. Und dies
sowohl in wel lichen als besonde s auch in ki chlichen Dingen.
„Sup emacy o Law44 um aß e abe noch meh . Es gehö zu den
Eigena en des s a u a ischen Common Law, daß iele Dinge nu du ch
Kasuis ik ode analoge Auslegung zu lösen sind, was gelegen lich noch
heu e Schwie igkei en e gib . Die Pa lamen a ie be ie en sich au die
o mals, zule z mi de „Pe i ion o Righ s", bes ä ig e „Magna
Cha a", in de sich imme wiede Hinweise au „das" Gese z inden.
In de „Pe i ion o Righ s" wa en die al en S a u en ausd ücklich als
„Pa amoun Law" des Reiches bezeichne wo den, als die Vo aus-
se zung auch de Königlichen P ä oga i e. Im G unde handel e es sich
bei alledem nu um gewisse P inzipien, die du ch T adi ion e hä e
ode aus dem Common Law ablei ba wa en. Eben weil es iel ach an
exak e De ini ion des „Gese zes" ehl e, beansp uch e das Un e haus
schließlich, Gewohnhei en und S a u en selbs ändig und ü jede mann
e bindlich zu in e p e ie en. Es dokumen ie e seinen Ansp uch und
seine he angewachsene Mach in den P ozessen gegen S a o d und
Laud4.
Indem das Pa lamen sich zum alleinigen In e p e en eines nich
genau bes imm en Gese zes mach e, ja als obe s es Gese z ganz ein ach
die on ihm es zus ellende „salus populi" se z e, a es ak isch nich
meh nu als mi dem König konku ie ende Ins i u ion au , sonde n
s ell e sich übe das Gese z und pos ulie e dami seine eigene Sou e-
äni ä .
Es is nich anzunehmen, daß die Häup e des Un e hauses, inson-
de hei Pym, sich des e olu ionä en Cha ak e s dieses ih es Ansp uchs
bewuß gewesen wä en, zu seh wa en ih e Äuße ungen on de Hi ze
des Kamp es bes imm . Hen y Pa ke e ö ne e 1642 die heo e ische
Diskussion übe den U sp ung on königliche und pa lamen a ische
Mach 5. Alle Mach und Au o i ä liege u sp ünglich beim Volk. Nu
du ch Gese z dieses sou e änen Volkes bzw. seines mi ihm iden ischen
Pa lamen s sei das Am des He sche s en s anden, weil die „salus
populi" eine mona chische Spi ze a sam e scheinen lasse.
Es is o enkundig, daß die Ta sachen gegen Pa ke sp achen. Ein
Pa lamen kann niemals mi dem Volk iden isch sein, e s ech nich
eines, das nu on einem Teil des Volkes gewähl wi d. Zudem wa en
ja im Pa lamen die Royalis en noch ech zahl eich e e en. Allein
4 Die bes e Da s ellung dieses be ühm en P ozesses bei Lo d Bi kenhead, S a -
o d, 1946.
5 „Obse a ion upon so ae o his Majes ies' la e answe s and exp esses."
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46 Wol gang Jahn [686
de en Exis enz eduzie e diesen Ansp uch zu eine Pa eimeinung.
Abe de Gedanke wu zel e ie in de Geis esgeschich e, so daß zu-
nächs nach seinen U sp üngen zu agen is .
Die Renaissance ha e mi de Wiede belebung an ike Ideen zu
eine e ände en Daseinssich ge üh . Am An ang und im Mi elpunk
alles gesellscha lichen Lebens s eh das Indi iduum, wie es schon de
epiku eische Gesellscha sa omismus e e en ha e. Dem Indi iduum
kommen, da die E üllung seine e nün igen In e essen Sinn und Ziel
des Lebens is , un e äuße liche, mi els de na ü lichen Ve nun e -
kennba e Rech e zu. Abe da die Menschen on Na u aus gesellige
Wesen sind und die E üllung indi iduelle In e essen in einem Zus and
ollkommene Bindungslosigkei nich möglich is , e gib sich aus e -
nün ige Übe legung, daß eine geo dne e Gesellscha no wendig is .
Das syn he ische P inzip, aus dem S aa und Gesellscha sich he lei en,
is de Ve ag. Au de Basis des „jus na u ale" e geben sich zwei
Ve äge, zunächs de jenige, du ch den die Gesellscha übe haup zu-
s ande komm , und sodann jene Ve ag, du ch den die s aa liche
Lenkung, die Regie ungsgewal , gese z wi d, de sogenann e He -
scha s e ag.
Es is die G und hese de na u ech lichen S aa s heo ien, daß die
Gewal im S aa e u sp ünglich beim Volke liege. Die F age nach de En -
s ehung des S aa es und de Gesellscha wu de zunächs , obwohl sie
logisch o de F age nach de He scha lieg , nich ges ell . Man nahm
die Exis enz de Gesellscha als ak isch gegeben hin und ag e nach
dem Rech sg und de He scha in diese bes ehenden Gesellscha .
E s sei Al husius we den die beiden Ve äge so g äl ig nacheinande
analysie , bei Hobbes gehen sie ineinande au , jedoch bei seinen Nach-
olge n, insbesonde e Pu endo , sind sie wiede ge enn und bleiben
dies bis au Rousseau.
De Rech sg und de He scha is die eiwillige und e ags-
mäßige Un e we ung de Volksgesam hei un e eine Ob igkei . Dabei
haben die Menschen keineswegs alle Rech e schlech hin au gegeben.
Vielmeh e inne e man sich on de an iken Theo ie he , daß an äng-
lich ein s aa lose Zus and bes anden habe, in dem Gleichhei alle und
das na ü liche Rech selbs e s ändliche No m gewesen seien. Äuße e
Zweckmäßigkei und No wendigkei üh e zum Teil e zich au das
Na u ech zu Guns en eine als Beau ag e ungie enden Regie ungs-
gewal . Dabei mag das na ü liche Rech sich als Folge pan heis ische
Anschauungen, wie in de S oa, ode als Go es Schöp ungsgeschenk
da s ellen, das e s in olge des Sünden alles de Einsch änkung beda .
In keinem Falle geh mi dem He scha s e age die Sou e äni-
ä endgül ig und unwide u lich au den He sche übe . Vielmeh
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bewah sich das Volk le z lich s e s seine Hohei , wo aus sich wei -
agende Konsequenzen e geben. Das Volk als u sp ünglichs es Sub-
jek alle ö en lichen Gewal ha die obe s e gese zgebende Mach ,
bleib also als Gesam hei dem He sche übe geo dne und kann ihn,
wenn e p lich e gessen Ve ag und Gese z e le z , abse zen. Das
Volk mag dabei in seine Gesam hei ode du ch seine gewähl en Ve -
e e handeln.
Ma silius on Padua, Occam, Johann on Janduno und ande e e -
och en als e s e diese Ideen gegenübe dem Ku ialismus und den An-
sp üchen des A ignon-Paps ums. Sie haben deshalb ü den ki chlichen
Bezi k, o allem die En wicklung de Konzilia heo ie, meh Bedeu-
ung als ü die wel liche O dnung. Ähnliches, mi wel liche em Akzen ,
inde sich bei Lupoid on Bebenbu g und Cusanus. Bis zu Re o ma ion
ha de Gedanke keine wei e e Rolle gespiel . E s im Anschluß da an
wu de e du ch die eligiösen Kämp e um das P inzip des „cuius egio
eius eligio" neu beleb 6. Wenig alle dings im Denken Lu he s. S aa
und Fü s sollen bei ihm zwa dem gö lichen Na u gese z gemäß han-
deln, und wenn sie es nich un, so en s eh Ty annei, doch is eine
Au lehnung dagegen nich e laub 7. Jede Gedanke an Sou e äni ä des
Volkes en schwinde . De Un e an is gegebenen alls zum passi en
Dulden ode zu Auswande ung gezwungen. Die Folgen dieses ob ig-
kei lichen Denkens im Lu he um haben ü die deu sche Geschich e
hohe Bedeu ung e lang .
Ganz ande s Cal in8. Zwa wa e , wie wi wissen, a is ok a isch
und au o i ä . Geschul im ömisch- ech lichen, au s a e S aa lichkei
endie enden Denken, wa e dabei wenige au die p o ane S aa s-
bildung ge ich e als au Scha ung eines ch is lichen Gemeinwesens
un e Füh ung de Beau ag en Go es, de Geis lichen. Abe „die
p ak ische Ve knüp ung seine Ki che mi de S ad epublik wi k e au
Demok a ie hin"0. E s ens soll die Regie ung dem Na u ech en -
sp echend au das Wohl des einzelnen hina bei en und zwei ens wa
ü Cal in in allen Auseinande se zungen mi dem Gen e Ra de „c i
au peuple" die „ul ima a io". No male weise, so da man olge n,
wi d die Gewal also beim He sche liegen, im No alle abe beim
Volke selbs .
6 0. . Gie ke, Johannes Al husius und die En wicklung de na u ech lichen
S aa s heo ien, 1913, S. 143.
7 Ma in Lu he , Säm liche We ke, Weima e Ausgabe, 1883 .
Von Wel liche Ob igkei , 1523, in Band XI.
De Libe ia e Ch is iani, 1520, in Band VII.
8 F. W. Kampschul e, Cal in, 1869.
» T oel sch, a. a. O., S. 684.
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48 Wol gang Jahn [688
Viel deu liche wi d dies bei den Schüle n Cal ins, insbesonde e bei
Beza10 und den anzösischen Hugeno en. Beza e a noch kein a io-
nalis isches S aa s ech , abe imme hin den zukun weisenden Ge-
danken, daß gö liches und na ü liches Rech das Volk zu le z en
Quelle alles posi i en Rech s mache und daß es gegebenen alls du ch
Re olu ion on diesem seinem un e äuße lichen Rech Besi z e g ei en
müsse. De He sche sei du ch Ve ag gebunden und bei Ve ags-
b uch abse zba . Finden wi hie also Volkssou e äni ä , Re olu ions-
und Wide s ands ech , kons i u ionelle Bindung, so e olg so o die
Einsch änkung. Ve da dies alles un, die Sou e äni ä ausüben,
Wide s and leis en, Re olu ion machen? De a is ok a ische Cha ak e
des Cal inismus e weis sich da in, daß nich de b ei en Masse, die
doch nu aus e wo enen Sünde n bes eh , abe auch nich dem hoch-
ges ell en P i a mann, sonde n den S änden, Magis a en, Pa lamen en
die Ausübung de höchs en Redi e zukomm . Beza s ell e den Beginn
jene G uppe on Au o en da , die im Zusammenhang mi den Huge-
no enkämp en in F ank eich au a en, den sogenann en „Mona cho-
ma chen"11, und die ih e sei s isowohl hin üh en zu John Knox12 als
auch in Beziehung s ehen zu Al husius und seinen Nach olge n. Die
Mona chomachen schlössen sich eng an die Leh en Bezas an. Sie be-
on en den gö lichen U sp ung des S aa es und das gö liche Redi
de Ob igkei , leg en auch Gewich au die Au o i ä des his o isch ge-
wo denen Redi s und glaub en wie Cal in an die p inzipielle Ungleich-
hei de Menschen. De He scha s e ag en s eh au dieselbe Weise
wie bei Beza. E beda ga nich de posi i en Fo mulie ung, doch
inde e sich meis in s ändischen Rech en ode de gleidien ausge-
d ück . Zwischen He sche und Volk bes eh eine „mu ua obliga io",
de en Einhal ung on den Magis a en und Wahlkö pe scha en kon-
ollie wi d. De gö liche U sp ung des S aa es und de wel lichen
Ob igkei e lie abe „in dem Maße, in dem mi de Ve agsleh e
und de Volkssou e äni ä E ns gemach wi d, seine Bedeu ung" . Fü
das Ve häl nis S aa —Ki che bleib e bedeu sam, denn aus dem gö -
lichen Rech on S aa und Regie ung olg die s aa sans al liche Be-
handlung de Ki che und de „in de Ve sagung de Gewissens eihei
gip elnde eligiöse Be u des S aa es", wie wi das bei den P esby e i-
ane n und dann im Langen Pa lamen inden.
10 Choizy, Lé a ch é ien cal inis e à Genè e au emps de Théodo e de Bèze,
1902.
11 R. T eumann, die Mona chomachen, 1895.
12 Auch Buchanan wi d zu ihnen ge edine , is abe a sächlich seh unabhängig,
gl. im üb igen J. W. Allen, A. His o y o Poli icai Though in he Six een h Cen u y,
1928.
13 Gie ke, a. a. 0., S. 50 .
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695] Die pu i anische Re olu ion und die Le elle -Bewegung (III) 55
men a , wu de die neue Wel sich zum e s en Male his o isch be-
deu sam.
Jenen U zus and, in dem bei Gleichhei alle ga keine O dnung
bes eh , hiel en die Le elle ü gekommen, denn sie mein en, daß die
En a ung des Un e hauses in Willkü egimen seine Mission beende
habe. Und die A mee, als die einzige es e O ganisa ion, habe die Au -
gabe, eine neue gleichhei liche O dnung zu scha en.
Schon 1646 wa im S ei mi den Commons das Pamphle „The
Remons ance o many housand Ci izens" (1646) e schienen7. Das Volk
is da in nich als i gend ein Kollek i e s anden, sonde n als Ge-
sellscha on Einzelwesen — „e e y man made in he image o God".
Als die Radikalen sahen, daß das Pa lamen nich eiwillig sich selbs
e olu ionie en und de neuen Theo ie olgen wü de, sahen sie ih e
Chance in de A mee. Da aus esul ie de Ve such, die Sou e äni ä
des Volkes zunächs einmal in de A mee selbs au zu ich en, d. h. den
Subal e no izie en und den ein achen Solda en du ch Solda en ä e
(Agi a o en) die eigen liche Gewal zu e scha en. Ein ganzes Sys em
on Agi a o en wu de en wickel , u sp ünglich wegen nu die T uppen
be e ende Fo de ungen gegenübe dem Pa lamen , un e dem Ein-
luß de Le elle abe wu den die Agi a o en zum Sp ach oh de
Demok a en. In den Un e handlungen, die diese Rä e un e Füh ung
on Sexby und Rainbo ow am 28. Ok obe 1647 zu Pu ney mi I e on
üh en8, p all en die Au assungen au einande 9. Beide wa en zwa
Independen en, abe nu in ziemlich äuße en Dingen, e wa in F agen
de Ki chen e assung und nich einmal da du chgängig.
Die Gene ale ha en ku z o he die „Heads o he P oposals" zum
Vo schlag geb ach , mi denen sie die al e Ve assung des Landes un e
E hal ung de Mona chie, des Obe hauses usw.10 he s ellen woll en.
Gleichzei ig soll e das a sächlich sou e äne Pa lamen in seine e -
assungsmäßigen Sch anken gewiesen und meh un e Kon olle de
Wähle ges ell we den. Dazu, glaub e man, wü den gewisse Rese a -
ech e de A mee als Siche ung genügen.
Je z abe wi d ihnen ein En wu o geleg , de übe die al e
Kons i u ion o ensich lich hinweggeh und den S aa nach einem a io-
nalen Schema neu kons i uie en will. E s e Fo de ung is das allge-
meine Wahl ech ü Männe . Es is im Wo lau des e s en Ag ee-
7 Zi . Pease, a. a. 0., S. 125 ., U hebe scha ungeklä , ielleich on O e ou,
siche nich on Lilbu ne.
8 Cla ke Pape s, I, S. 226 .
9 Dazu auch Pease, a. a. 0., S. 218 .
10 De en S ellung be uh e nach I e on au u al en Ve ägen, die gehal en we den
müssen, da au de Einhal ung on Ve ägen die Möglichkei gesellscha lichen
Lebens be uh . Vgl. Pease, a. a. 0., S. 221.
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56 Wol gang Jahn [696
men nich ausd ücklich ausge üh , abe es e gib sich aus dem Tex ;
die Neuein eilung de Wahlk eise nach de Be ölke ungszahl konn e
e was ande es ga nich bedeu en11. Die „Heads" ha en auch on Neu-
ein eilung de Wahlk eise gesp ochen, abe in ganz ande em Sinne:
„Tha he elec ions o he Commons ... may be dis ibu ed o all
coun ies ..., so as all coun ies may ha e a numbe o Pa liamen
membe s ... p opo ionable o he espec i e a es hey bea in he
common cha ges and bu hens ..."
Die Le elle beg ünden ih e Fo de ung mi de Behaup ung, Go
habe allen Menschen den Ve s and e liehen, und die Ausübung des
Wahl ech s sei nich s ande es als de Geb auch des Ve s andes. Da alle
Menschen on Na u schlech e dings gleich seien, P i ilegien jede A
mi dem na ü lichen Rech in Wide sp uch s ünden, sei nich einzu-
sehen, wa um am Zus andekommen de Regie ung de eine meh , de
ande e wenige , de d i e ga keinen An eil haben soll e. Schließlich
mach en doch die Gewähl en die Gese ze, denen abe nu de zu ge-
ho chen e p lich e sei, mi dessen Zus immung sie e lassen wo den
seien. Das geschehe indi ek du ch die Wahl de Rep äsen an en. End-
lich müß e ja p ak isch jede , de nich auswande n wolle, un e diesen
Gese zen leben und ihnen Folge leis en, also müsse man ihm zuges ehen,
die Regie ung zu wählen12. Gegen diesen S andpunk des absolu en
Na u ech s i I e on au : „I you make his he ule . . . you mus
lie o e uge o an absolu e na u al igh and mus deny all ci il
igh "13. An nich s abe is I e on und mi ihm alle „Gen lemen"-In-
dependen en meh in e essie als an de E hal ung de al en Gese ze
und O dnungen Englands, die mi de Realisie ung eines absolu en
Na u ech s alle allen wü den. Nu das „pe manen and ixed local
in e es " be ech ig zu Wahl. Die G undlage de Ve assung is de
Besi z, nich im kapi alis ischen Sinne, sonde n Besi z an Boden. Nu
de eale An eil am König eich gib poli ische Rech e. Diese Au as-
sung om S aa e is im G unde eudalis isch. F eilich, auch I e on wa
inkonsequen ode Realpoli ike genug, um mi dem Zuges ändnis des
Wahl ech s an die g oße Kau mannscha dem au blühenden Handel
seine Re e enz zu e weisen, e sch eib ihnen ein „local in e es " zu14.
Das Pa lamen muß s ändisch bleiben, d. h. b ei e K eise, so nich -
ko po ie e Kau leu e, Heima bei e und Päch e , können da an
keinen An eil haben.
Die Le elle o de en 1649 das Wahl ech nu noch ü alle, „...
no ecei ing alms, bu such as a e assessed o dina ily owa ds he
11 Cla ke Pape s, I, S. 299.
12 Cla ke Pape s, I, S. 305, 320.
13 Cla ke Pape s, I, S. 301.
14 Cla ke Pape s, I, S. 324, ähnlich II, S. 82.
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697| Die pu i anische Re olu ion und die Le elle -Bewegung (Iii) 57
elie o he poo ; no se an s o and ecei ing wages om any pa -
icula pe son ..womi Anges ell e alle A (Gesinde, Gesellen,
A bei e usw), nich abe zum Beispiel selbs ändige Lohnhandwe ke
gemein sein können, und e ne müssen die Wähle sein „... men
o wen y-one yea s o age, o upwa ds, and housekeepe s"15.
Dagegen sollen au jeden Fall die Solda en das Wahl ech genießen16.
Das En gegenkommen de Le elle is au ällig genug, wenn man ih e
These on 1647 e gleich , abe es is a sächlich doch nu eine Inkonse-
quenz, die sich aus ealpoli ischen E wägungen e geben ha e. Auch diese
wu de am 1. Mai 1649 g oßen eils wide u en, indem Wahl ech ü
alle, auße Almosenemp änge n und Gesinde (se an s), e lang
wu de17.
Audi die konse a i e S aa sau assung leh nich die Abschlie-
ßung de höhe en S ände, wie au dem Kon inen . Sag doch I e on:
„E e y man ha was bo n in i (England), ha ha h e eedom o
denizon, he was capable o ading o ge money and o ge es a e s"18,
um au diese Weise ak i en An eil am S aa sleben zu bekommen.
Daß die Du ch üh ung de Volkssou e äni ä und de di ek en
Demok a ie das P oblem de Majo i ä und de Mino i ä in sich bi g ,
beach en die Le elle nich . Zwa sagen sie, daß jede nu dem Gese z
Geho sam schuldig sei, dem e eiwillig zuges imm habe (also doch
audi dem Ag eemen ?), abe einmal schließen sie das ak i e und pas-
si e Wahl ech ü Royalis en und ande e Gegne de Re olu ion, wenn
nich p inzipiell, so doch au lange hin aus19. Und e ne is es ihnen
ganz selbs e s ändlich, daß die Abgeo dne en und e s ech die Ge-
se ze mi Meh hei gewähl bzw. e abschiede we den. Daß zunächs
ih e Gegne , gleich iel wie zahl eich sie sein wü den, en ech e wä en,
negie ih eigenes P inzip, wo aus man abe sieh , wie g oß sie lie
Ge ah de Res au a ion in diesem zü ie s mona chis ischen Volke ein-
schä z en. Und daß eine daue nde Minde hei im Pa lamen o z gegen-
eilige Abs immung die Gese ze eiwillig ane kenn , hal en sie o en-
ba ü gewiß ode jeden alls ü unp oblema isch. Beschä ig ha sie
die F age e sich lich nich , die, so iel ich en decken kann, zue s Ma -
silius und dann Buchanan behandel en20. Das eine Meh hei sp inzip is
uncal inis isch und in England speziell den „Heiligen" en gegengese z ,
13 Zwei es Ag eemen , A . III, Zi . 1.
16 Cla ke Pape s, I, S. 366.
17 De Ausschluß diese G uppen wide sp ich gewiß mode nen demok a ischen
Idealen, da in abe gleich bü ge liche In e essenhal ung de Le elle zu sehen, schein
mi übe ieben (so Be ns ein, a. a. 0.).
18 Cla ke Pape s, I, S. 326/27.
19 Zwei es Ag eem ., A . III, und ,Legal Fundamen al Libe ies', Cla ke Pape s,
II, S. 257/58. Wahl ech haben nu ,well-a ec ed people6.
20 Vgl. Allen, a. n. 0.
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58 Wol gang Jahn [698
die ja nach ih em Cha isma und nich nach ih e zahlenmäßigen
S ä ke als die E wähl en die Ve wo enen zu egie en gedach en. Übe -
haup lehn en die En husias en (einschließlich C omwell) eine es e
Ve assung ab. Sie e wa e en s e s besonde e Mi eilungen Go es,
be o sie en sp echend handel en. So e schein C omwell imme
lange zöge nd, bis e de Meinung Go es sich e gewisse zu haben
glaub und dann mi g oße En schiedenhei handel . Zöge n und dann
es es Zug ei en is wohl an sich schon eine ypisch englische Eigen-
scha und e schein hie nu in eligiösem Gewände21.
Den Abgeo dne en übe geben sie alle Vollmach en, die zum Re-
gie en no wendig sind, und ü die sie ih en Wähle n, und nu diesen,
e an wo lich wä en, wobei die Selbs e wal ung in den G a scha en
noch gegenübe dem kün igen Pa lamen besonde s geschü z we den
soll. Zen alis ische Sonde behö den sind abzuscha en. G a scha sbe-
am e, O izie e de Miliz, Geis liche und Geschwo ene we den om
Volke gewähl 22. Die A bei sgebie e des aus einem Hause bes ehenden
Pa lamen s sind: Gese zgebung, E ich ung und Abscha ung on Be-
hö den und Ge ich shö en, E nennung on Regie ungsbeam en und on
O izie en de s ehenden T uppen, K ieg und F ieden, auswä ige Be-
ziehungen und alles ande e, was nich zu den ausd ücklichen Rese a -
ech en des Volkes gehö . Diese o behal enen Rech e nennen die
Le elle „Na i e Righ s", „Fundamen al Righ s" und ähnlich. Es sind
Rech e jedes Menschen. Ih en Schu z genießen p inzipiell selbs e -
s ändlich auch pa lamen a ische Minde hei en, wodu ch das Majo i ä s-
sys em gemilde wi d. Sie um assen zunächs ün Punk e: Religions-
eihei , F eihei on Mili ä diens p lich , Amnes ie ü Bü ge -
k iegshandlungen, Gleichhei o dem Gese z und die Fo de ung, daß
die Gese ze de F eihei nich ab äglich sein dü en. Ausgeschlossen
on de Vollmach des Pa lamen s bleiben na ü lich auch F agen des
Wahl ech s. Im zwei en Ag eemen sind diese G und ech e e heblich
aus üh liche behandel und de S aa sau bau im einzelnen da geleg .
Ein S aa s a üh nun die lau enden Regie ungsgeschä e und is dem
Hause e an wo lich. Alle P i ilegien, in unse em Zusammenhang alle
Adels o ech e und dami das ganze Obe baus, ja die K one selbs , en -
allen. De Schu z des „Habeas Co pus" wi d jede mann gewäh leis e .
Du ch die Un e s ellung de s aa lichen O gane un e die No men
des Na u ech s und die Kon olle de posi i en Gese zgebung du ch
das Volk gedach e man einen Rech ss aa zu beg ünden. Die Abscha -
ung alle P i ilegien und Sonde ech e ü einzelne ode ü s aa liche
S ellen bedeu e e le z en Endes nich s ande es als die Unmöglichkei
21 Cla ke Pape s, I, S. 375 (Pu ney-Deba e om 1. 11. 1647).
22 Pease, a. a. 0., S. 319.
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699] Die pu i anische Re olu ion lind die Le elle -Bewegung (III) 59
eines besonde en Rech s ü die ö en liche Hand. Ta sächlich is es in
den angelsächsischen Lände n e s in de neues en Zei zu einem selb-
s ändigen Ve wal ungs ech gekommen23. Die wich igs e Idee zu Siche-
ung ih es Rech ss aa s abe is die Gewal en eilung. Das Pa lamen
se z die Ge ich e ein, dann jedoch gil de G undsa z: „Rep esen a i es
may no meddle wi h he execu ion o laws"24. Im S a p ozeß ha jede
Angeklag e Ansp uch au Aushändigung eine Anklagesch i 25. Un-
abhängige, om Volke gewähl e Geschwo ene siche n die Objek i i ä
des Ge ich s, weil die Unabse zba kei de Rich e noch nich Gese z
is . Übe das Geschwo enenp inzip is die Idee de ich e lichen Unab-
hängigkei noch nich hinausgekommen. Die Rich e wu den e s ]701
(Se lemen Ac ) gese zlich unabse zba , d. h. ih e Abse zung an de -
a ige Vo ausse zungen geknüp , daß aus ande en G ünden als in olge
pe sönliche Ve ehlungen Abse zungen unmöglich gewo den sind.
Wei e gediehen is die Teilung zwischen Legisla i e und Exeku i e.
Bes imm e Pe sonen dü en g undsä zlich nich Abgeo dne e sein26.
Kein Mi glied des S aa s a s, kein Ve wal e ö en liche Gelde , kein
ö en liche Bediens e e ( ecei e o public money) und kein O izie
kann gewähl we den. Die Idee als Ganzes wu de 1688 Gese z. Noch
heu e sind Manda und Regie ungsam inkompa ibel (auße Minis e -
am ). T o zdem is die Mach des Pa lamen s übe die Exeku i e so
g oß geblieben, daß Mon esquieus P eis de englischen Ve assung in
Wah hei nich deshalb be ech ig is , weil die Teilung de Gewal en
o mal eindeu ig du chge üh wä e, sonde n nu deshalb, weil die
G undhal ung de Englände s e s ein Gleichgewich de Ins i u ionen
und K ä e ans eb .
Das Ag eemen is , sowei ich sehen kann, und wenn man on den
adi ionalis ischen „Heads" absieh , de e s e Ve such, eine S aa s-
o dnung sch i lich zu ixie en und da in gleichzei ig die G enzen de
S aa sgewal gegenübe dem Indi iduum es zulegen. — Die „na i e
igh s" sind e was ganz ande es als die „Pe i ion o Righ s" (1628) und
auch die „Bill o Righ s" (1689). Do handel e es sich s e s mindes ens
de Idee nach um posi i es, om Fü s en e le z es englisches Rech ,
auch wenn a sächlich bei objek i e In e p e a ion des Common Law
die Ansp üche des Un e hauses sich nich au posi i es Rech zu ück-
üh en ließen.
Wie konn e es in de poli ischen Wi klichkei zu eine solchen
a ionalis ischen Kons uk ion kommen? Genüg als E klä ung de Te -
23 Dazu aus üh lich bei Ma io , a. a. 0.
24 Pease, a. a. O., S. 318 .
25 Lilbu ne wa de e s e Angeklag e in de englischen Geschich e, dem eine
Anklagesch i ausgehändig wu de.
26 Zwei es Ag eemen , A . III, 4; A . VII.
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60 Wol gang Jahn [700
o de S ua s ode des Langen Pa lamen s? Wohl nich . Es ha schon
o he genug Te o in allen S aa en, auch in England, gegeben. Abe
nie wa jemand au den Gedanken gekommen, diesen Te o gewisse -
maßen on seinem his o ischen Hin e g und zu abs ahie en und pa a-
g aphenmäßig als ungese zlich zu ixie en. Die U sachen liegen ie e .
Sie en sp ingen dem Wandel, den die S ellung des Indi iduums in de
o angegangenen Epoche du chgemach ha . Solange die mi elal e -
liche Geis eseinhei das Gesich Eu opas bes imm e, wa jede Mensch
in einen o ganischen Zusammenhang hineinges ell und die Au o i ä
in gleiche Weise au das „aga on", au das „bonum commune" hin-
geo dne . Es kann nich behaup e we den, daß dami dem einzelnen
ein olle Rech sschu z o Willkü p ak isch gewäh leis e gewesen
wä e, abe de Idee nach bes and de Sinn des S aa es im Gemeinwohl
und nich zule z in de Hil es ellung gegenübe de Ki che, am Heil
des Menschen mi zua bei en. Indem die mi elal e liche O dnung heo-
zen isch wa , wa sie, da de Diens an Go nu in de Heiligung des
Menschen bes ehen kann, zugleich in einem spezi ischen Sinne an h opo-
zen isch. Das ch is liche Na u ech en hiel , was in diese au Go
ge ich e en O dnung dem Menschen heilsam, ö de lich und no wendig
sei. Wie gesag , hie handel es sich um die Idee, nich da um, ob im
Mi elal e dem Menschen wi klich Rech und Ge ech igkei siche ge-
wesen wä e. Vom mode nen S andpunk kann da on ja keine Rede
sein, obwohl man sich ande e sei s das Feudalsys em nich als ech los
o s ellen da . De Vo gang, den wi oben En dogma isie ung nann en,
ha in de Renaissance diesen o ganischen Zusammenhang gelös . Viel-
leich wa es Ma silius, de hie den An ang mach e27. Au de einen
Sei e wu de dadu ch das Indi iduum au onom in bezug au die bis-
he igen geis igen Mäch e, und das bedeu e e eine ungeheu e En esse-
lung geis ige , bishe gebundene K ä e, de en F uch ba kei das
Abendland e s zu dem mach e, was es is . Au de ande en Sei e
jedoch wu de gleichzei ig die S aa sgewal aus ih e bishe igen Bindung
au Mensch und Ki che hin he ausgelös und im sch ecklichs en Sinne
au onom. Man s elle gegenübe , de le z e g oße S aa sdenke aus
al em Geis e, de zugleich um die Ve söhnung des Mi elal e s mi dem
neu e wo benen Besi z de An ike ang, F ancisco Sua ez28 und Machia-
elli, de au de Höhe de i alienischen Renaissance den Menschen de
„S aa s aison" un e wa . Indem de S aa on alle übe geo dne en
Si lichkei en bunden wu de, e lo e sein au den Menschen ge-
ich e es Ziel und wu de Selbs zweck. Ganz na ü lich e gab sich da aus,
27 Vgl. die un e ö en lich e A bei on Hauk, Die Volkssou e äni ä bei Ma -
silius on Padua, Heidelbe g 1949.
28 F . Sua ez (1548—1617), T ac a us de legibus, 1609. Vgl. Rommen, Die S aa s-
leh e des F . Sua ez.
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Die pu i anische Re olu ion und die Le elle -Bewegung (III) 61
daß Bodinus dem Exponen en dieses S aa szwecks, dem Fü s en, keine -
lei Sch anken au e legen woll e und diese o an im Diens e de Mach
übe den Menschen hinwegsch ei en du e. Ha e das Indi iduum
eine sei s g oße geis ige Selbs ändigkei e lang , wenn auch bei wei em
nich eine o ale, denn alle Ki chen üb en noch lange Glaubenszwang
aus, so and e sich gegenübe dem S aa in de Si ua ion ollkommen-
s e Un e wo enhei . Man denke nu an Hobbes. De Mensch als du ch-
weg asoziales, du ch und du ch egois isches Wesen, das, um übe haup
aus dem Zus and s ändigen Kamp es he auszukommen, sich eine abso-
lu en, an nich s als an seine Zwecke gebundenen S aa sgewal un e -
wi . Es is nu noch die F a ze eines Menschen, de e gangenen Jah -
hunde en Ebenbild Go es gewesen wa 29.
Nach dem Ve lus me aphysische Ve anke ung such e de Men-
schengeis nunmeh nach jenen Axiomen, die ihm seine geis ige F eihei
auch physisch ga an ie en. Das idi idualis ische Na u ech als Aus-
d uck epiku eischen Gesellscha sa omismus und na u wissenscha -
liche Wel bild e olu ion üh e diese Au gabe du ch, indem es aus de
menschlichen Na u Rech e ablei e e, die dem Menschen un e äuße lich
zukommen. In den Thesen de Mona chomachen und des Al husius
klingen jene Ideen an, exp essis e bis o mulie wu den sie in Eng-
land, anges oßen om Kamp um Gewissens eihei . Es is dies kein
Zu all. Denn eben England wa das Land, in dem das Bewuß sein des
Rech s auch und ge ade des Einzelnen, allen Ambi ionen des S aa es
gegenübe , in Volksgeis und Ins i u ionen imme lebendig geblieben
wa . Es bedu e deshalb nu des Ans oßes de Re olu ion, um dem
Gedanken de Menschen ech e zu eine nich wiede e klingenden Be-
deu ung zu e hel en. Dabei wa es nu na ü lich, daß manches on
dem, was die Le elle niede sch ieben, aus de Si ua ion des Augen-
blicks e s anden we den muß, daß manches, was damals als Gebu s-
ech pos ulie wu de, diese Eigenscha üglich nich besi z . Abe
da um geh es nich , ielmeh um das P inzip. Dies ollb ach zu haben.,
is his o isches Ve diens de Le elle . Sie un e lagen dabei dem I um
alle a ionalis ischen Kons uk ionen, Rech e könn en schon dadu ch
gesiche we den, daß man sie o mulie und zum Gese z e heb . Dem
subjek i is ischen Cha ak e solche Kons uk ionen en sp echend mag
dem einen Rech scheinen, was dem ande en Un ech dünk , was jenem
un e äuße lich, diesem belanglos o kommen. Daß in den angelsächsi-
schen Lände n die Vo s ellung on den Menschen ech en s e s lebendig
blieb, be uh m. E. au de Ta sache, daß o z ih e abs ak - a ionalen
Konzipie ung diese Rech e in de Vo s ellung de Menschen nich ohne
eligiöses Fundamen sind und sie in inne e Übe eins immung mi dem
38 Kobbes geh eilich an sozialen G undphänomenen olls ändig o bei.
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62 Wol gang Jahn [702
Geis e des Common Law s ehen. England konn e schließlich au die
posi i e Fo mulie ung übe haup e zich en. Nu Einzelbes immungen
sind um ih e Anwendba kei willen in Gese zen es geleg . Und ähn-
lich in Ame ika, wo die Menschen ech e so e was wie ein C edo da -
s ellen. Nie is es in diesen Lände n möglich gewesen, daß wie in
Deu schland Ende des o igen Jah hunde s die F age au a , ob es
sich bei G und ech en um objek i es, also om S aa e gese zes Rech
handle, übe das e k a seine Sou e äni ä auch hinwegsch ei en
könne, ode um subjek i es Rech , de S aa also in einem nich ein-
sei ig au hebba en ech lichen Ve häl nis zum Indi iduum s ehe. Dabei
wa auch den Subjek i is en selbs e s ändlich, daß dies Rech nu in
de posi i en Rech so dnung bes ünde. Geo g Jellinek mein e, s eng
posi i is isch, das Indi iduum habe aus eigene Mach ollkommenhei
keine lei Rech .
Den Le elle n wa das Gebu s ech absolu und o s aa lich. Es
kann in de posi i en Gese zgebung o mulie , abe niemals geände
we den. Dies is auch die Leh e des Al husius gewesen. Die „lex na u-
alis" is ein dem S aa anszenden es P inzip, ihm e dank e übe -
haup seine ech liche Beg ündung. Seine No men s ehen übe allen
Menschen, und wede pa lamen a isches Gese z noch Volksbeschluß30
e mag seine Sch anken zu du chb echen. Alles, was seinen P inzipien
wide sp ich , is nich ig. Bei de Ab assung und Un e zeichnung des
Ag eemen du ch das Volk we den also nich i gendwelche Thesen k a
de Volkssou e äni ä zum Gese z e hoben, sonde n ewige Rech e o -
mulie . An ih e Einhal ung is auch das Volk absolu gebunden.
Wa 1647 noch nich kla , wie das Ag eemen übe haup Rech s-
gül igkei e langen soll e, so wa d diese F age in Pu ney geklä . Ein
Ausschuß aus den e schiedenen Pa eien (A mee üh ung, Le elle ,
Pa lamen a ie ) wu de mi de Ausa bei ung beau ag , dann soll e
das Volk seine bes ä igende Un e sch i geben31. Weil die G undsä ze
des Ag eemen e nün ig seien, glaub en die Le elle , daß das Volk
un e sch eiben we de. Siche hei shalbe soll e dies abe geschehen, be o
die Royalis en wiede mi eden könn en. Die Bindung auch de Gegne
an das Ag eemen ech e ig man mi dem Wesen de G undsä ze,
de en Ve nün igkei nu de Böswillige (ill-a ec ed) bes ei en könne.
Die na ü liche Ve nun we de sodann auch da übe en scheiden, ob
Gese zesak e des Pa lamen s in Übe eins immung mi dem unabände -
lichen Ag eemen s ünden ode nich . An einen Ve assungsge ich sho
30 Wildman mein e: „. . . he e mus be a necessi y o a ule be ween he Pa -
liamen and he people, so ha he Pa liamen should know wha hey we e
en us ed o, and wa hey we e no . .(Cla ke Pape , I, S. 354), gl. e ne Gie ke,
a. a. 0., S. 272.
Cla ke Pape s, I, S. 237—291 .
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703] Die pu i anische Re olu ion und die Le elle -Bewegung (III) 63
dach en die Le elle nich , jedes beliebige Ge ich kann es s ellen, ob
du ch ein Gese z das „Pa amoun Law" e le z is . Die poli ischen
Theo ien de Le elle haben, wie wi sehen, einen wei en geis esge-
schich lichen Hin e g und, eils in inne e Übe eins immung, eils in
adikalem Gegensa z zu englische T adi ion.
Es e heb sich schließlich die F age, ob auch die ökonomischen Fo -
de ungen einen ie e en geis esgeschich lichen U sp ung haben. Die
F age dü e zu e neinen sein, denn einmal s eh diese Teil des P o-
g amms übe haup nu am Rande, zum ande en en sp ich e du chweg
ein ach de sozialen He kun de Le elle und bilde deshalb na ü lich
ein wich iges Bindemi el de Anhänge de Bewegung und ein lange
wi kendes eibendes Momen . S eben nach Handels eihei 32 und Ve -
besse ung de Posi ion de Päch e sind die Resul a e de aus üh lich
da ges ell en gesellscha lichen Ve ände ungen, die sich ollzogen
ha en. Von ih en Gegne n wu de ihnen jedoch o gewo en, aus ih e
Idee des absolu en Na u ech s e s eb en sie die adikale soziale Um-
wälzung, die besonde s in de Ze s ö ung des P i a eigen ums gip el e.
Von An ang an haben sich Lilbu ne und seine G uppe gegen diesen Vo -
wu weh en müssen. In de Pu ney-Deba e wide leg en sie den Vo -
wu kommunis ische Tendenzen. „... else why has God made ha
law ,Thou shal no s eale6? — ... I wish you would no make he wo ld
belie e ha we a e o ana chy ... as o es a es, and hose kind o
hings ha belong o men i will be g an ed ha hey a e p ope y
.. ."33. Doch be ech ige das eben nich zu poli ischen Vo ech en i gend-
welche Leu e. Und schließlich s ell en sie das P i a eigen um ausd ück-
lich un e die G und ech e34. Daß es o zdem einige wi scha liche
Radikalis en un e ihnen gegeben ha , b auch keineswegs bes i en
zu we den. Doch dis anzie en sich die üh enden Le elle noch om
Towe aus (16. Ap il 1649) in de Sch i „Mani es a ion" in alle Fo m
on den kommunis ischen Absich en de Digge s35.
I e on sah hin e dem äu e ischen Na u ech , das zu dem Pos ula
des allgemeinen Wahl ech s hin üh e, den An ang eine allgemeinen
Umwälzung. Und das zwei ellos mi Rech . Nich daß die Demok a ie das
P i a eigen um au geben müß e, abe ein s ändisches Sys em nach A
des englischen hä e diese T ennung on Landbesi z und poli ische
S ellung nich e agen können. Die Digge s dagegen o de en ganz
bewuß die Au hebung des P i a eigen ums und p oklamie en also
32 In de Fassung om 1.5. 1649 we den nochmals ausd ücklich Monopole sowie
Ki chenzehn e als ungese zlich e klä .
38 Cla ke Pape s, I, S. 306—327.
84 Zwei es Ag eemen , A . VIII, Zi . 6.
35 Pease, a. a. 0., S. 316.
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64 Wol gang Jahn [704
ausd ücklich die soziale Re olu ion. Wohe diese ie g ei ende Un e -
schied?
De geis ige Hin e g und beide Bewegungen is wei gehend de -
selbe. Demnach müssen in den S ömungen on Renaissance und Re-
o ma ion auch gewisse Ansä ze in diese Rich ung en hal en sein. In
de Ta , au zweie lei Weise. Die Kenn nis de An ike b ach e den
Humanismus in Be üh ung mi g iechischen Ideen kommunis ische Ge-
sellscha so dnungen. Au Mo us ha e siche Pia on mi seinen im
G unde eilich ganz ande s zu e s ehenden Gedanken Ein luß, iel-
leich auch Phaleas on Chalcedon, de das P i a eigen um als G und-
übel de Gesellscha be ach e e. In den Humanis en e banden sich
solche Vo s ellungen mi dem Ch is en um. Fü E asmus und Mo us
ha e die Religion in hohem G ade sozialphilosophischen Cha ak e .
Im Ch is en um selbs ehl es eben alls nich an Ansä zen zu kommu-
nis ischen Leh en. Aus de Bibel lassen sich manche lei Sä ze ablei en,
die ih e sei s Vo läu e im al en Juden um (Essene ) ha en und die
in de ühch is lichen Gemeinde be ei s eine Rolle spiel en. Und übe
S oa und übe Neupla onismus gingen Elemen e de g iechischen Philo-
sophie di ek in das abendländische Ch is en um ein. Kein Wunde ,
daß imme wiede die Auseinande se zung übe die de ch is lichen
Religion adäqua e Gesellscha so dnung begann. Vo allem in Zei en
ki chlichen Ve alls in olge de Ansammlung übe mäßigen Reich ums
in ki chlichen Ins i u ionen, ode in Pe ioden zwei elha gewo dene
ki chliche Leh au o i ä e hiel en die al en Ideen in e schiedens e
Fo m neues Leben. Man b auch nu an die spä mi elal e lichen Ka-
ha e , an die Begha den, an Joachim on Flo is, an zahl eiche ande e
Mys ike und o allem an Wicli und die Lolla den (J. Ball) zu denken.
Diese le z e en wi k en in i gend eine Fo m alle au die chilias isch-
kommunis ischen Tabo i en ein und bilde en zugleich die Vo s u e ü
die Leh en de Wiede äu e , in denen sich an ik - u ch is liche und
di ek e an ik-humanis ische Ein lüsse k euz en. Höhepunk de Täu e
wa de en kommunis ische Re olu ion in Müns e (1533—35)36.
P imä wa en alle kommunis ischen Ideen eligiöse Na u . Sie
wu den in Zei en soziale Gä ung on den un e d ück en und ech losen
Schich en au geg i en. Abe nich umgekeh olg e die eligiöse de
Ökonomischen Idee als Übe bau im sozialen Kamp , wie das e wa
Kau sky37 da s ell .
Es is seh eigen ümlich, daß bei den Täu e n, die oben als die Ve -
e e des indi idualis ischen absolu en Na u ech s geschilde wu den,
nun kollek i is ische Pläne, wie Gü e gemeinscha und de gleichen,
80 Vgl. hie zu die Un e suchung H. . Schube s, De Kommunismus de Wiede -
äu e in Müns e und seine Quellen, 1919*
37 Kau sky, Vo läu e des neue en Sozialismus. 1913, S. 286.
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711] Di© pu i anische Re olu ion und die Le ellei-Bewegung (III) 71
ach ung besaß, ungeeigne ü p ak ische Poli ik. Niemals op e e
e , ein wah e K euz ah e ü das ö en liche Wohl, ein P inzip
um eines momen anen poli ischen E o de nisses willen. Nu
einmal wa e wi klich inkonsequen , als e nämlich nach de Ze -
schlagung seine Bewegung be ei wa , selbs den König zu akzep ie en,
wenn diese be ei sein wü de, das Ag eemen zu un e zeichnen. G oß
wa auch diese Inkonsequenz nich . Denn e woll e den König lediglich
als hohen, abe abse zba en Beam en annehmen. In diese Rich ung
üh e e Gesp äche mi den Royalis en, ohne zu sehen, daß de ganze
unübe b ückba e Abg und de Demok a ie zwischen ihm und den
Königs euen blieb, und eine so e s andene Res au a ion doch binnen
ku zem die Ve nich ung de Le elle he beige üh hä e. Seine wei e e
en scheidende Schwäche bes and da in, daß alle seine Ideen, so genial
und so mode n sie anmu en, noch wenig du chdach wa en hinsich lich
ih e p ak ischen Anwendung. We soll e das Ag eemen zu p ak ische
Gel ung b ingen? De Komi eegedanke on Pu ney is doch nu ein
dü ige Ansa z zu Lösung des P oblems. We soll e übe seine Ein-
hal ung wachen? Das Volk? Das Pa lamen ? Zunächs wohl dieses,
welches wiede on den Ge ich en an die Einhal ung gebunden we den
soll e. Von den Ge ich en, d. h. on den in jedem niede en Ge ich
si zenden Geschwo enen aus dem Volke. Diese hä en a sächlich die
ganze Legisla i e lahmlegen können, und dabei wa keineswegs siche ,
ja nich einmal wah scheinlich, daß alle Ge ich e gleiche Meinung sein
wü den. Das P oblem is unlösba , solange kein obe s e Ge ich sho
exis ie , de die Einhal ung de Ve assung übe wach . Ein solche
wa nich o gesehen.
Konn e Lilbu ne glauben, eine Ve assung ü die Ewigkei en -
wo en zu haben? E selbs ände e den En wu meh ach. Wie iel
no wendige wü den sich Ände ungen e s im Lau e de Zei e weisen.
Kein Mi el is o gesehen zu Ände ung des Ag eemen s. Das Pa la-
men ha keine Abände ungsbe ugnis, ganz ausd ücklich nich , nu das
Volk könn e schließlich ein neues Ag eemen an die S elle des ge ade
gül igen se zen und dieses du ch seine Un e sch i bek ä igen. Daß
dabei die na ü liche Ve nun ü e ägliche Einhelligkei de Meinun-
gen und wiede um ü g undsä zlichen Ve zich au Ände ungen so gen
we de, hiel e o enba ü gewiß. Sein Op imismus mu e unwi klich,
in höchs em G ade unpoli isch an.
S ellen wi demgegenübe die Gen lemen-Independen en. Gegen das
Ringen mi neuen Ideen bei Lilbu ne wi k das Denken I e ons in sich
geschlossen, ge ei , nüch e n, ealis isch. Und e s C omwell. Zwa ehl
bei ihm de en husias ische Ton nie. Abe wei ab on alle P inzipien-
ei e ei gil ü ihn, den ypischen Gen y-Mann des 17. Jah hunde s,
sein eigenes Wo : ,de Mann komm am wei es en, de nich weiß,
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72 Wol gang Jahn [712
wohin e geh 6. Ohne o ge aß e Pläne, ganz aus de Si ua ion des
Augenblicks handel e C omwell, zunächs s e s zü so g äl ige Selbs -
p ü ung und Zwiesp ache mi seinem Go e hal end, nach einmal ge-
aß em Beschluß mi gewal ige En schlossenhei , wede im K ieg noch
in de poli ischen Auseinande se zung je o einem Gegne zu ück-
weichend. Zwiesp ache mi seinem Go , das is eine de G undeigen-
ümlichkei en dieses Mannes gewesen. Sein Jah hunde wa eligiös.
De Geis , de bei Mil on als li e a ische und dich e ische Leis ung e -
schein , o enba sich bei C omwell als ges al endes P inzip englische
und p o es an ische inne e und impe iale Poli ik. Es ha wohl nie
einen S aa smann gegeben, ü den das Wi ken Go es in allem und
jedem so elemen a e Wi klichkei wa wie ü C omwell. Als We kzeug
dieses gö lichen Wi kens und Willens sah e sich selbs , den o allen
du ch unendliche, nich gesuch e E olge als Solda und S aa smann aus-
e wähl en Gen leman. So wa e eligiös ypisch ü seine dogma isie-
ende Zei , abe bei alledem e lo sich seine Religiosi ä nich in u e -
losem En husiasmus und wi klichkei s e nen Schwä me eien wie bei sei-
nen quin omona chis ischen ode anabap is ischen Solda en, sonde n
wa d gebunden und disziplinie on einem kla en und ziels ebigen eng-
lischen S aa sdenken und on einem wachen Sinn ü die Fo de ungen
de poli ischen Mach , de en Gebo e und Möglichkei en e mi de Spon-
anei ä des Genies e aß e. In de Ve einigung diese Eigenscha en
lieg C omwells wel geschich liche G öße. Wa Lilbu ne ein Fana ike
im Diens e eine abs ak en Rech sidee, dabei ein Mann ohne p ak ischen
Sinn, ohne Maß und ohne die elemen a e Glaubensk a seines Wide pa s,
so wa C omwell das Gegen eil, nich nu im Diens e eines Ideals s and
e , des Ideals p o es an ische Wel poli ik nämlich, sonde n im Diens
des englischen Ansp uchs au He scha übe seine Inseln und übe das
Wel mee . Im E kennen de mi solchem Ansp uch e bundenen Chan-
cen und E o de nisse be uh seine Leis ung, lieg das Geheimnis seines
E olges und zugleich eine ie e U sache ü seine Übe legenhei übe
die Le elle . In den Jah en, als die Le elle um die Du chse zung ih e
Pos ula e angen, gab es ü C omwell nu ein Ziel: He s ellung eine
daue ha en iedlichen O dnung im Inne n, um Ene gien zu Bewäl i-
gung nahe und e ne äuße e Au gaben eizumachen. F iedliche O d-
nung wa möglich am bes en du ch E hal ung de Mona chie, min-
des ens abe des Sozialge üges. De Ve such zu Du ch üh ung le elle i-
sche Demok a ie hä e eine asche Konsolidie ung nich e laub .
Auße dem, wie konn e man ho en, on einem e olu ionä en, an i-
a is ok a ischen S aa he das a is ok a ische, eigenwillige Scho land
au die Daue mi England zu e binden? Denn Scho land wa das eine
Ziel, I land das ande e. Beide zusammen soll en die Einhei de b i i-
schen Inseln un e Englands He scha e geben. Wel poli isch gesehen
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713] Die pu i anische Re olu ion und die Le elle -Bewegung (III) 73
wa I land on besonde e Bedeu ung. Das au sässige, s eng ka ho-
lische Volk wa ein schwe wiegendes P oblem ü England. Jede gegen-
e o ma o ische Ak ion om Kon inen he konn e ho en, in I land
einen Ve bünde en und einen S a pla z gegen England zu inden. Jede
englische Füh ung muß e deshalb danach ach en, das Land zu behe -
schen. Fü die ka holiken eundlichen S ua s schien diese Au gabe lös-
ba . Fü die Pu i ane wa es schwie ig und e s ech eine Lebens age.
C omwell beg i dies. Und wessen e , de an sich du chaus nich blu -
üns ige Mensch, ähig wa , wenn e die No wendigkei ü eine Ak ion
gekommen glaub e und sich om Eh geiz de Na ion in diese F age ge-
agen ühl e, das zeig e die ganze ungeheue liche B u ali ä , mi de e
das Nachba olk niede knüppel e. (Die mo alische Apologe ik iele
Au o en, z. B. Ki els, hal e ich ü ein e gebliches Un e angen.) Da6
wa en konk e e Zielse zungen, hin e denen ein ganzes Volk s and, zu-
mal die I en den y annischen S ua s be ei willigs ih en A m gegen
die Englände geliehen ha en. Welche Chance blieb den Le elle n
gegenübe diesem e s en An u en des Na ionaleh geizes?
Mi de Übe windung de inne en Gegne und den e s en äuße en
E olgen wa en eilich zugleich den Englände n eu e Ins i u ionen
(Pa lamen , Selbs e wal ung, nich zule z auch die K one, in de on
den Obe schich en gewünsch en Ges al ) au de S ecke geblieben, und
an ih e S elle C omwells illegi ime e olu ionä e Mach ge e en. E
moch e wohl glauben, daß e sein Volk den e olu ionä en U sp ung
seine Mach dann am ehes en e gessen machen könn e, wenn eben
diese Mach sich als Volls ecke de na ionalen Mach bedü nisse und
Ins ink e nach außen bewäh e5. „Indem sie eine de Na ion eu e T a-
di ion hie zum Siege üh , läß sie die E inne ung da an in den Scha -
en e en, daß sie im Inne n manche we olle Besi z üme diese T a-
di ion ze b ochen ha ." Die Kompensa ion ü den inne en D uck bil-
de e de Sp ung in die impe iale Poli ik au dem Kon inen und in
Übe see. Diese Poli ik e olg e eine doppel e Rich ung: eine englisch-
ma i im- ealpoli ische Linie und eine eligiös bes imm e P inzipien-
linie6, wobei zu sagen is , daß die e s e seh iel k ä ige ge üh wu de
als die zwei e, die meh Ziel als Wi klichkei wa . In de Ta and de
außenpoli ische T iumph, zue s die Ve einigung de Inseln, dann de
K ieg gegen Holland, die E obe ung Jamaicas, die Beun uhigung de
Küs en des Ki chens aa es, das Ein e en ü die sa oyischen Waldense
usw. bald die begeis e e Zus immung seines Volkes, o an de e , die
da on Vo eil ha en, de Handelsk eise de Ci y und des empo blühen-
den Mi els andes. Abe hie liegen auch die G enzen C omwells. Gewiß
a bei e e ihm das Schicksal mi den Ambi ionen seines Volkes gegen die
6 Oncken, C omwell, 1935, S. 23.
6 Oncken, C omwell, 1935, S. 24.
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74 Wol gang Jahn [714
Le elle in die Hände, und gewiß wa seine Konzep ion den agenden
Schich en seines Volkes unendlich lieb, abe all seine T iumphe e -
moch en die e olu ionä en Fundamen e seine He scha nich zu sol-
chen zu machen, die de englischen T adi ion adäqua wa en. Die Ve -
knüp ung on eligiöse Hal ung und mili ä ische Ty annei sind eben
nich ypisch englisch7. C omwell wi d das emp unden haben, denn on
Beginn seine He scha an such e e Ins i u ionen zu scha en, die de
T adi ion gemäß wa en. E be ie Pa lamen e, e b ach e sich selbs
schließlich in eine S ellung, die de de K one en sp echen soll e, e -
gebens. De Beg i des Pa lamen s in ol ie e ü jeden du chschni -
lichen Englände seine eigene Wü de und Selbs he lichkei , weil es die
Spi ze seine u al en Selbs e wal ungso dnung gewesen wa . Die
Selbs e wal ung wa ze s ö und dami dem Pa lamen die adi io-
nelle G undlage en zogen. Mili ä s egie en die G a scha en.
Wie imme abe das Pa lamen zus ande kommen wü de, es wa in
jedem Falle mi eine übe mäch igen Exeku i e in de Hand des mili-
ä ischen Ty annen un e einba . Jedes Pa lamen , das C omwell be ie ,
s ell e die F age nach de Sou e äni ä , die e nich geben woll e und
nich geben konn e. Es en s and ein unlösba es Dilemma, an dem e
schei e n muß e: denn e zich e e e au Be u ung eines Pa lamen s
und appellie e e s a dessen an das Volk in seine Gesam hei zu
Konsolidie ung seine Mach , so o de en dessen T ibunen die Volks-
sou e äni ä , und eine En scheidung des Volkes wü de en wede eine
Republik im Sinne de Le elle ode , was angesich s des ie e wu zel-
en mona chischen Gedankens bei wi klich allgemeinem Wahl ech
wah scheinliche wa und was selbs Lilbu ne de Dik a u o ziehen
woll e, eine in den Sch anken de Ve assung wi kende Mona chie he -
s ellen. Blieb die Sou e äni ä im Schwe e C omwells und de T eue
seine Solda en, so seh e das auch bes ei en moch e. Eine I onie des
Schicksals wa es, daß ausge echne e , de „Königsmö de 46, schließlich
keine ande e Möglichkei sah, als gö liches Rech ü sich in Ansp uch
zu nehmen. Die Dik a u , die die Le elle nich woll en, nich wollen
konn en, e ich e e C omwell, ohne sie undie en zu können.
Die F age, ob die Le elle E olg hä en haben können, wenn C om-
well sich au ih e Sei e ges ell hä e, bean wo e sich on selbs nega-
i . Das Genie inde seine G enze in de Ges al ung des Schicksals de
Na ion an de S elle, an de übe mäch ige G unds ömungen in de En -
wicklung liegen und unen innba e Al e na i en ges ell sind. Das
„bü ge liche" England ging einem Jah hunde de Rea is ok a isie-
ung en gegen, aus seine T adi ion, seine Sozials uk u und dem
7 Oncken, C omwell, 1935, S. 32.
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715] Die pu i anische Re olu ion und die Le elle -Bewegung (III) 75
Geis e de Epoche. Zu Demok a ie wa es noch nich ähig, zu Dik-
a u in jedwede Fo m nich meh be ei .
Nach ku ze Res au a ion ha es sie au imme abgeschü el . Das
E gebnis de Re olu ion on 1688 wa die Sou e äni ä des Pa lamen s.
Das, was die Gene a ion de Coke, Elio , Pym ü englische T adi ion
hiel en und was nich e olu ionä , sonde n a sächlich die G und-
endenz de En wicklung wa , sieg e schließlich. Bu ke ha e ech ,
wenn e mein e, daß de Cha ak e de beiden englischen Re olu ionen
zu ie s konse a i , e hal end, o ganisch en wickelnd sei, im Gegensa z
zu den Le elle n, die an diesem G undcha ak e ebenso schei e en wie
zule z auch C omwell.
Zu Demok a ie nich ähig, sag en wi . Wa um wa England,
wa um wa das 17. Jah hunde übe haup noch nich be ei zu Demo-
k a ie? Was ehl e in de his o ischen Kons ella ion des Jah hunde s,
um demok a ische Ideen, wo auch imme , ele an we den zu lassen?
Die An wo is nu ein Deu ungs e such.
*
Im Lau e de Un e suchung a en as ausschließlich Gesellscha s-
p ozeß und Kul u sphä e in E scheinung, nich abe die zi ilisa o ische
Sphä e. Das lieg da an, daß die Be eiung des Zi ilisa ionskosmos, d. h.
die ungeheu e E wei e ung des menschlichen Wissenbe eiches und da-
mi de i e e sible Ans ieg de Bewuß seinss u e des Menschen und
seine Daseinsbehe schung, in de Renaissance beginnend e s ganz
langsam in die B ei e wi k e und im 17. Jah hunde noch keineswegs
allsei ig und au die ande en Be eiche zu ückwi kend ollende wa 8.
De Ansa z zu Be eiung des Zi ilisa ionskosmos is ein doppel e .
Zunächs sind es die sozialen Umwälzungen, die am Ausgange des Mi el-
al e s an die S elle eine on Ri e - und Mönch um bes imm en Gesell-
scha den Bü ge zu zen alen sozialen Figu mach en. Bü ge , das
schein de Menschen yp zu sein, de im Gegensa z zu an iken T ennung
de a bei enden Hand om wissenscha lichen Geis e eine schöp e ische
Ve bindung beide Sphä en da s ell . Die e ände e gesellscha liche
Si ua ion und die Re olu ion de wissenscha lichen E kenn nisse, die
ih en Ansa z aus de Be üh ung mi de An ike und ih e Dynamik aus
de Ve bindung mi eben de e ände en Sozials uk u bezog, beding-
en einande und ieben sich gegensei ig au de neuen Bahn o an. Und
allmählich wu den die neuen Wissenscha en, Mechanik, Physik, As o-
nomie zum Daseinse lebnis, eilich noch nich de Menschhei schlech -
hin, sonde n lediglich de obe s en geis igen Schich .
8 W. Pe zel, Ve such eine soziologischen E klä ung des Physiok a ismus, 1922,
Einlei ung.
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76 Wol gang Jahn [716
De ande e Ansa z zu Be eiung des Zi ilisa ionskosmos is de
inne e Ze all de al en Kul u o men, die gep äg wa en on de uni-
e salen ch is lichen Leh e. De Ze all de al en Religion wa beding
sowohl on inne em, seelischem Ve all de Ki che in sich, wie umge-
keh anges oßen und ge ieben on de gesellscha lichen En wicklung
und de beginnenden Wel bild e olu ion. Die mi de Mys ik an angen-
den und mi Re o ma ion und Gegen e o ma ion ih en Zeni e eichen-
den neuen eligiösen Bewegungen e moch en demgegenübe einen
einhei lichen neuen Bau nich meh zu scha en, denn einmal muß en sie
mi dem neuen Wissenss ande echnen, zum ande en wa die Au onomi-
sie ung de Ve nun übe haup zu wei gesch i en, um noch einmal die
Subsumie ung de ganzen Menschhei un e ein einhei liches Wel bild
zuzulassen. Die Beziehungen zwischen de kul u ellen und de neuen
zi ilisa o ischen Sphä e sind in langen Pe ioden Ve ände ungen un e -
wo en gewesen. Zunächs is deu lich, daß iele de g oßen Geis e des
16. und 17. Jah hunde s die neuen E kenn nisse neben den al en ode
neuen eligiösen Sich en in einem une hö en Spannungszus and
nebeneinande beließen, so e wa Campanella, Keple , Al husius, G o-
ius, schließlich auch New on und iele ande e, die die Haup dogmen des
Ch is en ums ü sich pe sönlich unbeding au ech e hiel en, ohne eine
ech e Ve bindung beide Sei en zu inden. In Pascal e eich e diese
Spannung einen äuße s en G ad, zugleich, so pa adox das klingen mag,
wu de sie in ihm au gelös . De g oße Ve such zu Syn hese wu de on
de Me aphysik des 17. Jah hunde s geleis e . Spinoza is das bes e
Beispiel, wie kul u elle Inhal e in zi ilisa o ische Fo m au e en,
„mo e geome ico" sch ieb e E hik. Abe im allgemeinen lieg in die-
sen Syn hese e suchen eine Rückwendung ins Dogma ische mi dem
Ve such, eine neue einhei liche Sich he zus ellen. De Glaube, e -
schiedene A eilich, is noch ode wi d wiede Fundamen de Da-
seinssich , die Ve nun s eh in seinen Diens en.
Ein solche Zus and he sch e im Denken de Le elle . Aus diesem
Ums and e geben sich wich ige Folge ungen. Im Hochmi elal e wa die
Religion 6o s a k in ellek ualisie , daß da aus geschlossene Gesell-
scha sleh en en wickel we den konn en. Sei de Mys ik und de Re-
o ma ion is das nu noch in dem a ionalen Sys em Cal ins möglich
und auch da nu mi Vo behal . Ganz unmöglich abe is es übe all do ,
wo das Täu e um zu bes immendem Ein luß gelang is . Do blieben
alle Gesellscha s heo ien so s a k un e de Einwi kung on mys ischen
Ideen wie Go es eich und Endzei , daß p ak isch b auchba e En wick-
lungen nich eingelei e we den konn en, jeden alls nich , solange de
mys ische Zug he schend blieb. Es wü de de ganzen Analyse wide -
sp echen, wenn den üh enden Le elle n o gewo en we den könn e,
daß ih e Ideen on diese Sei e he schlech e dings e wo en und un-
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717] Die pu i anische Re olu ion und die Le elle -Bewegung (III) 77
b auchba gewesen wä en. Imme hin, das Ausmaß mys izis ische Ele-
men e bei ihnen wu de oben e such he auszua bei en. Doch au sie
ha e das om Zi ilisa ionsp ozeß inaugu ie e Denken be ei s un e -
kennba eingewi k . Von de Masse des Volkes gil indessen en schie-
den, daß sie seh s a k un e dem behe schenden Ein luß solche eich-
lich e wo enen eligiösen Vo s ellungen ges anden ha . De Solda des
„New Model" wa ypisch da ü . E s and zu eine poli ischen Bewe-
gung, die das 19. Jah hunde an izipie e, e mißach e e zudem Au o i-
ä en und T adi ionen, dabei glaub e e an seine Sendung und Be u ung
zu E ich ung des Go es eiches, und wenn es da au ankam, ehl e ihm
du chaus das jBewuß sein da ü , daß e au onomes Glied de Gesell-
scha wä e, die du ch sein und seine Mi menschen Wollen umges al e
we den könn e, ja e s du ch ihn mi gescha en wü de. G i en die Gene-
ale ha zu, so beug e e sich und un e wa sich eue oll, wie sich de
Lehnsmann dem Feudalhe n un e wo en ha e (cha ak e is isch
wa en die Pu ney-Ve handlungen).
E s mi de Du chse zung des na u wissenscha lichen Wel bild-
wandels auch im gesellscha lichen Denken wu de das ande s. E s sei
dem 18. Jah hunde wu de die Wel des Zi ilisa o ischen zum mäch i-
gen E lebnis und dami zu eine neuen Kul u o m, die eilich aus dem
Wesen des Zi ilisa ionsp ozesses he aus keinen in sich abgeschlossenen
Bes and haben konn e, sonde n mi dem Fo sch i de Na u wissen-
scha wiede gesp eng wu de. Das quan i a i e Denken de Na u -
wissenscha wu de auch im Gesellscha lichen behe schend und schu
den quan i a i en Indi idualismus. Nun e schein die Gesellscha als
Summie ung on Indi iduen, de en jedes Subjek de Ges al ung diese
Gesellscha zu sein e mag. Eine Au assung, die Bu ke e bi e be-
kämp e und zu de en Übe windung e schon iel bei ug. Bis dahin wa
es abe 1650 noch wei . Deshalb ehl e dem Gedanken des allgemeinen
Wahl ech s und übe haup eine gesch iebenen Ve assung ein ach de
eale Boden, au dem sie hä en leben können. Und die Un olls ändig-
kei , mi de Lilbu ne das Wahl ech o de e, bezeichne e auch seine
Zei gebundenhei , indem das „Pe sonsein" noch gewisse soziale Vo aus-
se zungen ha e. Ge ade denen, die ü die demok a ische Re olu ion
agend hä en sein sollen, den b ei en Massen, ehl e das Bewuß sein,
gesellscha liches Subjek zu sein, olls ändig. Lilbu ne schein das beim
Ve sagen de Solda en 1649 gespü zu haben. Denn alsbald e such e
e dem Volke das neue Bewuß sein einzup ägen. E en wickel e nach
dem Vo bild de Agi a o en ein Sys em zi ile Agi a o en, die mi den
Mi eln de Übe edung, de P opaganda, de poli ischen E ziehung,
des Un e sch i ensammelns ü das Ag eemen das Volk aus seine
Passi i ä he aus eißen und zu ak i e Teilnahme an seinen poli i-
schen Geschicken b ingen soll en. Neben den Pamphle en dien e als Mi -
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78 Wol gang Jahn [718
el dazu soga ein so mode nes Ins umen wie die Zei ung, die üb igens
beme kenswe e weise „The Mode a e" hieß. Die Dik a u e moch e
eilich de demok a ischen P opaganda, und es lieg im Wesen de
Demok a ie, nich in Kon en ikeln a bei en zu können wie e o-
is ische G uppen, ein Ende zu machen. Die Idee de Agi a o en als
Mi el de Volksau klä ung und demok a ischen Gesellscha so gani-
sa ion ha sich in unse em Jah hunde als Sys em de Solda en- und
A bei e ä e bedeu sam e wiesen, wo aus man abe nich schließen
soll e, daß die Le elle den Rä egedanken be ei s als S aa sgedanken
en wickel hä en9.
Von hie aus gesehen e gib sich nun alle dings mi zwingende No -
wendigkei , daß selbs bei ande e gesellscha liche En wicklung und
demen sp echend ande en Möglichkei en de handelnden Pe sönlich-
kei en um 1650 Demok a ie ein ach nich die his o ische Kons ella ion
inden konn e, die als Bedingung ü ih e Möglichkei une läßlich
zu sein schein , und wie sie meh als ein Jah hunde spä e um die
Wende zum 19. Jah hunde gegeben wa .
E. Die Le elle und die Nachwel
1688 schü el e England die Ve suche de S ua s zu Au ich ung
des Absolu ismus endgül ig ab und e ablie e die He scha des Pa la-
men s, des King-in-Pa liamen . Die G enzen des Pa lamen s lagen und
liegen nich in einem einmal ixie en obe s en Gese z, sonde n im e -
nün igen Na u ech , das die Abgeo dne en insowei in Sch anken häl ,
als sie e nün ige Wesen sind. Und es schein , daß dami die Ideen de
Le elle , ohne je ele an gewo den zu sein, e ledig und e gessen ge-
wesen wä en. Dem wa abe nich so.
Ein Blick au Locke genüg , um dies zu e weisen. Zunächs die Tole-
anzidee. In seinen ie „Le e s on Tole a ion" (1689—1704) e a
Locke genau das, was die Le elle , eilich meh ode wenige g und-
sä zlich auch die ande en Independen en und manche Anglikane e -
e en ha en, was abe in Eu opa jeden alls nu on den Le elle n mi
dem Akzen nich nu au de heologischen, sonde n au de poli ischen
Sei e des P oblems e och en wo den wa . Volls ändige F eihei de
Religion, auße ü Ka holiken und A heis en, das is ein Sa z de Le-
elle und wu de ein Sa z Lockes. Möglichs e T ennung on S aa und
Ki che, das is ebenso le elle isch. Dies es zus ellen, is wich ig. Locke
ha die Sch i en de Le elle unzwei elha genau gekann , wie ich aus
ielen Fo mulie ungen glaube nachweisen zu können, e ha ih en
S andpunk übe nommen und dami Hobbes übe wunden. Fü jenen
9 W. Ko ie , De Rä egedanke als S aa sgedanke, 1925.
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719] Die pu i anische Re olu ion und die Le elle -Bewegung (III) 79
wa das Bekenn nis bloße äuße e Un e we ungsak , ü Locke is e
e nün ig beg ünde e Übe zeugung. Die Tole anz, wie sie Locke e -
s and, ha e sich in de Haup sache 1689 du chgese z . Ande s in Ame-
ika. In einigen S aa en de spä e en Union gal das Tole anzp inzip
on An ang an, abe ohne Beein lussung du ch die Le elle , sonde n
ausgehend on den ühen Independen en, o ande en Roge Williams
und dem jünge en (ka holischen) Lo d Bal imo e, und e was spä e on
den Quäke n. Ob ihnen, die säm lich Ve olgungen am eigenen Leibe
e ah en ha en, on Beginn an de poli isch-sozial-p ak ische Sinn de
Tole anz neben de Ach ung de Gewissensübe zeugung so zen ales
Anliegen wa wie den Le elle n, is mi zwei elha . Neben de eigenen
ame ikanischen Übe lie e ung ha Locke s a ken Ein luß au die Fo -
mulie ung de Tole anzidee und die T ennung on S aa und Ki che in
de Union genommen. Obwohl zunächs nich ausd ücklich da un e au -
ge üh , e gib sich in den Tole anzb ie en das Duldungsp inzip als
Na u ech des Menschen. In de gleichen a ionalen, besse gesag
deis ischen Wendung des Abhebens au ch is liche Nächs enliebe und
ela i e Gleichgül igkei gegenübe de konk e en Religion keh
Lockes Gedankengang in p ägnan e Kü ze in de Vi ginischen E klä-
ung de Menschen ech e (12. 6. 1776, Sec . 16) wiede . Au dem Wege
übe Locke haben also die Le elle einen gewissen his o ischen An eil
an de Fo mulie ung de Tole anzidee in Ame ika.
Ähnliches gil ü den üb igen Komplex de Menschen ech e. Was
Lilbu ne und seine F eunde e e en ha en, keh im wesen lichen bei
Locke wiede . Lockes Bedeu ung lieg deshalb in e s e Linie nich in
de O iginali ä seine Gedanken, sonde n in de A , w i e e die Dinge
du chdach und ausged ück ha . Im Gegensa z zum Ag eemen sind sie
bei Locke abs ak e , kla e , allgemeine , deshalb iel zei lose und
deshalb mi un e gleichlich g öße e his o ische Wi kung ge aß 1. Sie
sind bei ihm au wenige besch änk : Leben, F eihei , Eigen um. Bei den
Le elle n wa en diese gleichen Ideen mi ielen ande en, zum Teil gänz-
lich zei gebundenen, e knüp . Wiede muß abe da au hingewiesen
we den, daß die Thesen eine philosophische Leis ung wa en, wäh end
sie bei den Le elle n als poli isches P og amm en wickel wa en. Locke
wi k e au iele Au o en des 18. Jah hunde s ein. Zunächs geh das
Sys em de subjek i en Rech e Blacks ones (1765) au ihn zu ück. So-
dann is sein en scheidende Ein luß au die Bills o Righ s de ame ika-
nischen Einzels aa en bekann und hie allein wich ig. Diese haben
wiede um Pa e ü die E klä ung de Menschen- und Bü ge ech e on
1789 ges anden, was G. Jellinek nachgewiesen ha 2. Alle dings schein
1 John Locke, Le e s on Tole a ion, ed. 1689—1704. Two T ea ises on Go e n-
men , ed. 1690.
2 G. Jellinek, Die E klä ung de Menschen- und Bü ge ech e, 1927.
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mi , daß es sich bei de anzösischen E klä ung nu um eine o male
Übe nahme de ame ikanischen Thesen handel . In Ame ika wu zeln
sie nich nu im Na u ech , einem üb igens iel wenige a ionalis i-
schen Na u ech als dem anzösischen, sonde n in de englischen
Rech s adi ion. Deshalb haben sie keinen e olu ionä en Cha ak e ,
wäh end die F anzosen ih e Re olu ionsideologie den Ame ikane n
un e s ell en und so de en G undsä ze mi ih em eigenen a ionalis i-
schen Denken und mi neuem, wi klich e olu ionä en Inhal e üll
haben3. Niemand beg i das siche e als Bu ke, de die ame ikanische
Unabhängigkei se klä ung als zu ie s konse a i beg üß e, de nich
die Ame ikane als Re olu ionä e, sonde n das Mu e land als Rech s-
b eche ansah, wohingegen e die anzösischen abs ak en Ve nun -
p inzipien e damm e. Wie schon am Beginn des englischen Bü ge -
k ieges Pym, Hampden und ande e be ie en sich die Ame ikane au
T adi ion, au Common Law, au P i ilegien. S e s wa en sie au Lega-
li ä ge ich e . Kein Zu all, daß die Häup e de Unabhängigkei sbewe-
gung ganz übe wiegend Lawye s, die geis igen U hebe de anzösi-
schen Re olu ion abe Philosophen wa en.
Wie s eh es mi de Idee de Volkssou e äni ä ? Die Re olu ion
on 1688 e ich e e genau das, was die Pa lamen spa ei des Bü ge -
k ieges e s eb ha e. Die eigen lichen Siege diese Re olu ion wa en
die G undbesi ze , die nun bis 1832 beide Häuse des Pa lamen s be-
he sch en. Die beiden g oßen Pa eien des 18. Jah hunde s, Whigs und
To ies, un e schieden sich nich da in, daß die einen Volkssou e äni-
ä und die ande en den mona chis ischen Gedanken e e en hä en.
Gewiß wa en bei den Whigs manche Elemen e de le elle ischen Linie
o handen: Tole anz, Eigen umsschu z, eihändle ische Wi scha s-
gesinnung usw. Die To ies e a en demgegenübe die Au o i ä , die
S aa ski che, die T adi ion des König ums, die Meh hei on ihnen wa
jakobi isch gesinn . Abe indem die bü ge liche und g oßbü ge liche
Schich on 1650 zu Landa is ok a ie wu de, sah sie keine Ve anlas-
sung meh , un e de De ise Volkssou e äni ä ü ih e eigenen poli i-
schen Rech e zu kämp en. E s als sei Mi e des 18. Jah hunde s de
Landeinkau und dami de E we b poli ische Rech e du ch Geld in-
olge des Landmangels unmöglich wu de, e s and in de Schich bü ge -
liche P o enienz eine Disk epanz zwischen Ein luß eichen und Ein luß-
losen, die im Ve ein mi de o alen Ko umpie ung des pa lamen a i-
schen Sys ems und de mäch igen zi ilisa o ischen En wicklung des
18. Jah hunde s die g oße Re o mbewegung inaugu ie e, die endlich
zu Pa lamen s e o m on 1832 üh e.
3 Dazu 0. Voßle , Die ame ikanischen Re olu ionsideale in ih em Ve häl nis
zu den eu opäischen, 1929.
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