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Der Bericht der Mitbestimmungskommission Analyse und Kritik

Neumann, Lothar

Abstract

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Full text

Neumann, Lo ha A icle De Be ich de Mi bes immungskommission Analyse und K i ik Schmolle s Jah buch ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Neumann, Lo ha (1971) : De Be ich de Mi bes immungskommission Analyse und K i ik, Schmolle s Jah buch ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, ISSN 0036-6234, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 91, Iss. 1, pp. 37-56, h ps://doi.o g/10.3790/schm.91.1.37 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/291236 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. 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I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence. h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/ Be ich e De Be ich de Mi bes immungskommission Analyse und K i ik L Die sozialpoli ische und wi scha spoli ische Diskussion übe die be- iebliche Mi bes immung de A bei nehme ha sel en eine so hohe Ak uali ä und poli ische Vi ulenz e lang wie sei de Ve ö en lichung des Be ich s de Sach e s ändigenkommission zu Auswe ung de bis- he igen E ah ungen bei de Mi bes immung1. Eine gewisse Eigen- dynamik de Mi bes immungsdiskussion zeig sich an de Reak ion alle im Bundes ag e e enen Pa eien. In dem Be eich de be ieb- lichen Mi bes immung we den gesellscha spoli ische Re o men allge- mein ü no wendig angesehen, wie un e schiedlich auch imme die Re o m o s ellungen de poli ischen G uppie ungen im einzelnen sind2. Übe die P obleme de be ieblichen Mi bes immung lieg ein um ang- eiches Sch i um o , da un e auch me hodisch einwand eie empi- ische Un e suchungen. Dennoch wu de zu Auswe ung de bishe igen E ah ungen die „Mi bes immungskommission" eingese z . Dies könn e als ein Indiz gewe e we den, daß ähnlich wie bei dem Sach e s än- digen a zu Begu ach ung de gesam wi scha lichen En wicklung einmal meh de P ozeß de poli ischen Willensbildung du ch echno- k a ische Elemen e bes imm wi d3. In de Ta schein diese Be ich 1 Bundes agsd ucksache VI/334 . 4. Feb . 1970. — Vgl. e ne Bulle in des P esse- und In o ma ionsam es de Bundes egie ung N . 10 . 23. Jan. 1970, S. 93 . De Be ich de Sach e s ändigenkommission wi d im olgenden als „Mi bes immungs- be ich " nach de Bundes agsd ucksache VI/334 zi ie . 2 Hinzuweisen is aus jüngs e Zei au die Vo s ellungen de CDU-Sozialaus- schüsse, au das on de CSU-Landesg uppe im Deu schen Bundes ag e abschiede e Konzep zu Mi bes immung (P essemi eilungen N . 70/1970 und N . 71/1970 . 10. und 11. Mai 1970 de CSU-Landesg uppe im Deu schen Bundes ag), au die Dis- kussionen au dem Pa ei ag de SPD . 11. bis 14. Mai 1970 in Saa b ücken und au die le z en Äuße ungen des Deu schen Gewe kscha sbundes. 3 Von echnok a ische Beein lussung des P ozesses de poli ischen Willensbildung kann meis ens dann gesp ochen we den, wenn de poli ische Handlungs- und Ge- s al ungsspiel aum so beg enz wi d, daß die poli ischen Ins anzen on den Aussagen de Sach e s ändigen de ac o nich abweichen können. Die Einse zung de Mi bes immungskommission ha eine wechsel olle Vo geschich e. De Vo schlag zu Einse zung eine besonde en Kommission wu de e s mals au dem Pa ei ag de SPD im Jah e 1966 in Do mund on Ka l Schille gemadi . E auch e OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.91.1.37 | Gene a ed on 2023-04-04 11:46:28 38 Be ich e die poli ische Diskussion „ e sachlich " zu haben. So können e schie- dene Behaup ungen de Gegne de Auswei ung de be ieblichen Mi - bes immung nich meh au ech e hal en we den4. Dennoch is diese Be ich in de k i ischen Ö en lichkei nu obe lächlich pe zipie wo den. Im Blick au seine poli ische Wi kung übe asch , daß e bis au wenige Ausnahmen bishe kaum eine g ündlichen logisdien und sozialwissenscha lichen Analyse un e zogen wu de5. Eine solche Analyse b auch nich schwe gewich ig in de K i ik des Inhal s de zug undeliegenden We en scheidungen und des Inhal s de Emp ehlungen zu bes ehen, sonde n kann sich wei gehend da au besch änken, die logische Konsis enz des Beg ündungszusammenhangs zu übe p ü en und den En s ehungszusammenhang au zudecken und nachzu ollziehen. Sie könn e olgende maßen au gebau we den: 1. Wissenssoziologische Analyse. 2. Lückenanalyse. 3. Analyse de dem Be ich zug undeliegenden Me hodologie. 4. Logische und empi ische Analyse, insbesonde e P ü ung de logi- schen S ingenz, Au spü en on Wide sp üchen und ideologie e - däch igen Aussagen, Übe p ü ung empi ische Hypo hesen und Be- haup ungen au ih en Wah hei sgehal . II. Zu wissenssoziologischen Analyse Die Be ücksich igung wissenssoziologische Aspek e bei de Analyse des Be ich s de Mi bes immungskomission kann o dem Hin e g und eines e schä en Me hodenbewuß seins nich au jene A on Sozio- logismus hinauslau en, de mi den Ansp üchen eine spezi ischen In- duk ion au i und e wa alle Aussagen des Be ich s au das „Klassen- dann in de Regie ungse klä ung de g oßen Koali ion on 13. 12. 1966 wiede au . Die Be u ung de Sach e s ändigen e olg e abe zunächs nich . Bundesa bei s- minis e Ka ze nominie e im Mai 1967 Kandida en, abe e s du ch eine An age des SPD-Abgeo dne en Schellenbe g im Ok obe 1967 wu de die Kons i uie ung be- schleunig . Sie and schließlich im No embe 1967 s a , as ein Jah nach de Re- gie ungse klä ung. Die poli isch e wünsch e Ve zöge ung de Behandlung de Mi - bes immungsp oblema ik wu de on de einmal e ablie en Komission nich o - gese z . Sie e ledig e in den zwei Jah en ih e Tä igkei ein g oßes A bei spensum. 4 Vgl. Wol gang K üge : Abschied on eine Legende (ZEIT, 30. Jan. 1970). — Heinz 0. Ve e : De Mi bes immungsbe ich . Analyse, K i ik, Folge ungen. Das Mi - bes immungsgesp äch, 4/1970, S. 77. 5 Aus eine o hodoxen ma xis ischen Pe spek i e gl. F ank DeppeHeinz Jung, Heinz Schä e : Welche Ziele e olgen die Emp ehlungen de „Biedenkop -Kommis- sion"? Eine S ellungnahme zum Gu ach en de Mi bes immungskommission. Ins i u ü ma xis ische S udien und Fo schungen (IMSF). In o ma ionsbe ich N . 4 . 20. Mä z 1970. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.91.1.37 | Gene a ed on 2023-04-04 11:46:28 Be ich e 39 bewuß sein" de Mi gliede de Kommission eduzie 6. Die s ik e T ennung on En s ehungs- und Beg ündungszusammenhang bedeu e abe keineswegs, daß om me hodisch-logischen S andpunk o ensich - liche Inkonsis enzen und Inkonsequenzen nich zusä zlich eine wis- senssoziologischen Analyse un e wo en we den könn en. Eine zusä z- liche wissenssoziologische Analyse wü de z.B. nü zlich sein, wenn sich he auss ell e, daß die Kommission ein dogma isches P oblemlösungs e - hal en gegenübe den P oblemen des Be ich s p ak izie e. Da alle wissenssoziologischen Aussagen in unse em Falle nich au eilneh- mende Beobach ung be uhen können, we den iele Ve mu ungen spekula i bleiben ode höchs ens eine gewisse Plausibili ä beansp u- chen dü en. So is die Ve mu ung nich abwegig, daß die be u enen Wissenscha le als Mi gliede eine geschlossenen Bezugsg uppe einem gewissen Kon o mi ä sd uck ausgese z wa en7. E kann dazu ge üh haben, daß bei dem so kon o e sen Gegens and de quali izie en Mi - bes immung kein Minde hei s o um ü die Ausdehnung de pa i ä i- schen Mi bes immung zus andegekommen is 8. Übe haup sind die Emp- ehlungen de Kommission nich nu da au hin zu übe p ü en, ob sie mi dem E ah ungs eil (Teil III) des Be ich s und den o geschal e en G undlagen de Emp ehlungen (Teil IV) kompa ibel sind, sonde n ob nich auße halb des Deduk ionszusammenhangs adi ionalis ische ode e o me ische Ein lüsse wi ksam wu den ode A ini ä en zu be ei s 6 Ein Leh beispiel ü einen solchen poli isie enden und dogma isie enden In- duk i ismus lie e Ludwig Mülle : Zum Biedenkop -„Gu ach en" übe Mi bes im- mung. Ma xis ische Blä e , 8. Jg., Mai/Juni 1970, S. 47 . 7 Diese Ve mu ung b auch nich die Fes s ellung eines on den Gewe kscha en en sand en „s ändigen Be a e s", O o Kunze, zu wide sp echen, „daß sich nach meine Kenn nis de Pe sönlichkei en und meinen Beobach ungen alle Kommissions- mi gliede um äuße s e Objek i i ä , insbesonde e bei de E o schung de Ta sachen, bemüh haben. Wenn das eine Bes ä igung beda , so du ch meinen Eind uck, daß meh ode minde alle He en mi ande en Vo s ellungen an die A bei he ange- gangen sind, als sie nunmeh dem Be ich zug unde liegen." — Ande e sei s is die eilweise Ausschließung de „s ändigen Be a e " on den Be a ungen de Kommission auch noch keine Ve i ika ion ü die Kon o mi ä sd uckhypo hese. O o Kunze: Die Regie ungskommission — En s ehung, Au ag, A bei sweise. Das Mi bes immungs- gesp äch, 4/1970, S. 73. — Zu U eilsbildung de Kommission gl. e ne die Aus üh ungen des Kommissionsmi gliedes Ku Balle s ed : Le nen is keine Schande (ZEIT, 5. Juni 1970). — Fe ne : Haimo Geo ge: Mi bes immung nach Biedenkop (Dialog, 1. Mä z 1970). 8 In dem Be ich de Kommission wi d an zwei S ellen deu lich, daß eine Minde - hei übe haup in E scheinung ge e en i6 . Nach Ansich de Meh hei de Kommis- sion soll de Vo s and ein Vo schlags edi ü die Bese zung des Au sich s a s e - hal en, und nach Ansich de übe wiegenden Meh hei de Kommission wi d du ch dieses Vo schlags ech die Kon oll unk ion des Au sich s a s nich ge äh de . Und: „Die Kommission ha sich mi Ausnahme eines Mi gliedes da ü en schieden, bei ih en Vo schlägen zu Ausges al ung de Mi bes immung de A bei nehme im Un- e nehmen om Sys em he au dem Gesellscha s ech und dem Be iebs e as- sungsgese z au zubauen." Vgl. Bundes agsd ucksache VI/334, S. 69, 104. — Ein eigen liches Minde hei s o um is an keine S elle zus andegekommen, OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.91.1.37 | Gene a ed on 2023-04-04 11:46:28 40 Be ich e bekann en Mi bes immungsmodellen nachzuweisen sind9. Auße dem kann ein poli ische Ges al ungswille de Kommission ode einzelne Mi gliede de Kommission ü den Inhal de Emp ehlungen eine Rolle gespiel haben, was dahin üh en könn e, daß ein sich abzeich- nende poli ische Komp omiß an izipie wu de10. Hie ü sp ich z.B., daß die Kommission ih en on de Bundes egie ung e eil en Au ag seh wei ausgeleg und sich nich e wa au die Auswe ung de bishe igen E ah ungen mi de Mi bes immung besch änk ha 11. Wei e hin wä e zu un e suchen, nach welchen Gesich spunk en Aus- wahl und Zusammense zung de Kommission ons a en ging. Hie bei könn e de poli ische P opo z eine Rolle gespiel haben. Auße dem in- e essie , wie die Eins ellung de Kommissionsmi gliede o ih e Be u ung zu Auswei ung de be ieblichen Mi bes immung wa 12 und ob alle ü den P oblembe eich de be ieblichen Mi bes immung ele- an en wissenscha lichen Disziplinen in den Pe sonen de Kommis- sionsmi gliede be ücksich ig wu den. De hohe Komplexi ä sg ad des P oblems de be ieblichen Mi bes immung e o de e eine in e diszi- plinä e Zusammense zung de Kommission. Haup sächlich e e en wa en abe nu Rech swissenscha le und Wi scha swissenscha le . Sozialwissenscha liche Disziplinen, e wa Indus ie- und O ganisa ions- soziologie, sind nich hin eichend be ücksich ig wo den, was Inhal und Duk us des Be ich s denn auch wide spiegeln. Die übe wiegend 9 Hie is besonde s au die S udie des Ra es de EKD hinzuweisen [Ra de E angelischen Ki che in Deu schland (H sg.): Soziale hische E wägungen zu Mi be- s immung in de Wi scha de Bundes epublik Deu schland. Eine S udie de Kam- me ü soziale O dnung. Hambu g 1968], in de sich die Kamme ü soziale O d- nung nich übe die pa i ä ische Bese zung des Au sich s a s einigen konn e. — Auch das on Ka l-Heinz Sohn (Gegen den o alen Kon lik . De Volkswi , N . 35 . 30. Aug. 1968, S. 24) o ge agene Au sidi s a s-Modell bleib knapp un e de Pa i- ä . — Vgl. zu A lini ä s hese mi de EKD-S udie Gün he Windschild: E ah un- gen eigenwillig ausgewe e . Soziale O dnung, N . 3 . 31. Mä z 1970, S. 13. 10 Dami sind in einem demok a isch-pa lamen a ischen Sys em die Kompe en- zen eines Sach e s ändigeng emiums übe sch i en. Dies gil nich nu ü die Mi - bes immungskommission, sonde n auch ü eine Reihe ande e Sach e s ändigen- g emien, die im Be eich on Regie ung und Ve wal ung ins allie sind. Vgl. hie zu auch Elma Pie o h: Keine Al e na i e ü Pa i ä in den Be ieben. Soziale O d- nung, N . 3 . 31. Mä z 1970, S. 5. 11 In dem Beschluß de Bundes egie ung . 8. No . 1967 wa on de Bildung eine Sach e s ändigenkommission „zu Auswe ung de bishe igen E ah ungen mi de Mi bes immung als G undlage wei e e Übe legungen" die Rede. 12 In de F ank u e Allgemeinen Zei ung . 1. Dez. 1967 hieß es hie zu: „Mi de Be u ung de neun Wissenscha le is das poli ische Tauziehen um die Mi be- s immungskommission beende . Nich alle u sp ünglich on Ka ze benann en Pe - sönlichkei en sind be u en wo den. Gegen einige de Wissenscha le sind Bedenken gel end gemach wo den, weil sie als einsei ige Be ü wo e eine Auswei ung de Mi bes immung gal en. Ande e Pe sönlichkei en haben on sich aus die Mi a bei in de Kommission abgelehn . Als en schiedene Be ü wo e de Mi bes immung sind wohl nu noch die P o esso en Balle s ed und K elle anzusehen. Insgesam schein die Kommission annähe nd ausgewogen bese z zu sein." OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.91.1.37 | Gene a ed on 2023-04-04 11:46:28 Be ich e 41 ju is ische Dik ion des Be ich s zeug da on, daß nich einmal die Wi - scha swissenscha le die Gesam konzep ion maßgeblich beein luß haben13. Auße dem wä e de Ein luß de gleichzei ig e nann en s ändigen Be- a e de Kommission zu un e suchen. Sie wu den on den A bei - gebe e bänden und den Gewe kscha en en sand . Sie nahmen on den insgesam 19 A bei ssi zungen nu an 14 Si zungen eil. Auße dem ag en jeweils einen Tag o den gemeinsamen A bei ssi zungen die Kommissionsmi gliede un e sich. Die s ändigen Be a e e hiel en e s im He bs 1969 Einblick in die P o okolle de Klausu agungen. Insge- sam gesehen bes and ein e hebliches In o ma ionsge älle zwischen de Kommission und den s ändigen Be a e n14. In dem Be ich sind die abweichenden S ellungnahmen de s ändigen Be a e , ge enn nach A bei gebe - und A bei nehme e e e , im Anhang abged uck . Nich un e schä z we den soll e schließlich die Rolle de wissenscha lichen Mi a bei e de Kommission, übe die in de Ö en lichkei abe noch nich s bekann wu de. Zwei ellos ging auch ein Ein luß au A bei ss il und A bei sweise on de Poli ik aus. Hie bei is besonde s an den Nü nbe ge Pa ei ag de SPD im Jah e 1968 zu denken, au dem den zus ändigen Pa ei- g emien de konk e e Au ag zu Ausa bei ung on Gese zesen wü en zu Mi bes immung e eil wu de, und na ü lich an die Bundes ags- wahlen im He bs 1969. Das Konzep des Mi bes immungsbe ich s schein in den Mona en Mä z bis Sep embe 1969 en s anden zu sein, in die die meis en Klausu agungen ielen. Ge ade in diese Zei konn e de s ell e e ende Vo si zende de Kommission, Ku Balle - s ed , de als Be ü wo e de Auswei ung de Mi bes immung gal , wegen K ankhei nich eilnehmen15. Mögliche weise is dies und de poli ische D uck on außen ü die Willensbildung de Kommission und die Ve abschiedung des Konzep s des Be ich s on Bedeu ung ge- wesen. Beides kann zu eine Ve s ä kung des Kon o mi ä sd ucks ge- üh haben. — Diese Beme kungen mögen die Um isse eine e ie - 13 Die un e häl nismäßig b ei en Aus üh ungen zum Ein luß de Mi bes immung au die Ta i au onomie scheinen au die ju is ischen A bei en des Vo si zenden de Kommission zu ückzugehen. Vgl. Mi bes immungs ech , S. 93 . — Ku H. Bieden- kop : G enzen de Ta i au onomie. Ka ls uhe 1964. 14 In den gemeinsamen Si zungen ungie e de Vo si zende de Kommission als Be ich e s a e . Im Somme 1969 kam es zwischen de Kommission und den s än- digen Be a e n au g und on Indisk e ionen, die man aus dem K eise de s ändigen Be a e e mu e e, zu eine Ve auensk ise. Sie wu de schließlich jedoch übe - wunden. 15 Nach den Aus üh ungen on Ku Balle s ed (Le nen is keine Schande. ZEIT, 5. Juni 1970) is abe kaum anzunehmen, daß de Mi bes immungsbe ich ande s ausge allen ode ein abweichendes Minde hei s o um zus andegekommen wä e. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.91.1.37 | Gene a ed on 2023-04-04 11:46:28 42 Be ich e en wissenssoziologischen Analyse anzeigen. Wei e e wissenssoziolo- gische Eins iege sind jeweils bei den De ails o zunehmen. III. Zu Lüdkenanalyse Schon im Ti el des Be ich s wi d on de Auswe ung de „bishe i- gen E ah ungen bei de Mi bes immung" gesp ochen. Dies läß au eine um assende E hebung schließen. Es übe asch dahe , daß die Kommission da au e zich e ha , die E gebnisse o liegende wi - scha ssoziologische E hebungen he anzuziehen und mi den E geb- nissen de eigenen empi ischen Reche chen zu kon on ie en16. Die Kommission häl aus „manche lei G ünden" (welche das sind, wi d, abgesehen on dem Hinweis, daß sich konk e e Einzele ah ungen nich zu Ve allgemeine ung eignen, nich gesag ) die aus de Li e a u zu gewinnende Ausbeu e an wissenscha lich e we ba en E ah ungs a - sachen ü e gleichsweise bescheiden. Sie eiche keines alls dazu aus, eine hin eichend b ei e empi ische G undlage zu e a bei en17. Die E - gebnisse diese E hebungen we den als bekann o ausgese z , abe im wei e en Ve lau des Be ich s in keine Weise be ücksich ig . Such man hie ü auße halb des Deduk ionszusammenhangs nach eine E - klä ung, so mag diese Un e lassung au das Fehlen des sozialwissen- scha lichen Elemen s in de Kommission zu ückzu üh en sein. Im üb igen s ellen die Sach e s ändigen zum empi ischen Gehal de bis- he igen Un e suchungen im S ile ma xis isch ge ä b e Wissenssozio- 16 Aus de um ang eichen Li e a u seien als die wich igs en ange üh : O o Neu- loh: Die deu sche Be iebs e assung und ih e Sozial o men bis zu Mi bes immung. Tübingen 1956. — O o Neuloh: De neue Be iebss il. Tübingen 1960. — O o Blume: Zwischenbilanz de Mi bes immung. Das Mi bes immungsgesp äch, 4/5, 1961. E ich Po ho , O o Blume, Helmu Du e nell: Zwischenbilanz de Mi bes im- mung. Tübingen 1962. — F i z Voig : Die Mi bes immung de A bei nehme in den Un e nehmungen. Eine Analyse de Einwi kungen de Mi bes immung in de Bundes epublik Deu schland au die Un e nehmens üh ung. In: Wal e Weddigen (H sg.): Zu Theo ie und P axis de Mi bes immung. Be lin 1962. — O o Blume: No men und Wi klichkei eine Be iebs e assung. Tübingen 1964. — Ral Dah en- do : Das Mi bes immungsp oblem in de deu schen Sozial o schung. München 1965. — Yiggo G a Blüche (EMNID-Ins i u e GmbH): In eg a ion und Mi bes immung. Haup e gebnisse eine Un e suchungs eihe zum Thema „Wi ksamkei de e wei e - en Mi bes immung au die A bei nehme ". Sennes ad 1966. — Zu K i ik diese Un e suchung gl. Ka l-Heinz Dieke sho und Gundol Kliem : Ideologische Funk- ionen demoskopische E hebungen. K i ische Beme kungen zu eine Um age de EMNID-Ins i u e. Kölne Zei sch i ü Soziologie und Sozial o schung 1968, S. 62 . — Ins i u ü Selbs hil e und Sozial o schung e. V. (H sg.): Eins ellung de A bei - nehme zu Mi bes immung in G oßbe ieben des O ganisa ionsbe eichs de IG Chemie-Papie -Ke amik. Köln 1966. — Ins i u ü Sozial o schung und Gesellscha s- poli ik e. V. ( ühe : Ins i u ü Selbs hil e und Sozial o schung) (H sg.): Leis ungs- s eige ung du ch besse es Zusammenwi ken on A bei gebe n und A bei nehme n im Be ieb. Köln Feb ua 1970. Bea bei e : Ka l-Heinz Dieke sho . 17 Mi bes immungsbe ich , S. 17. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.91.1.37 | Gene a ed on 2023-04-04 11:46:28 Be ich e 43 logie pauschal es , daß im Kamp um eine gesellscha spoli ische Neu- ges al ung allzu leich das aus p ak ischen Einsich en gewonnene Wis- sen eine unau lösliche Ve bindung mi p inzipiellen Anschauungen eingehe. Die Kommission schein sich in de Rolle eines Obe gu ach e s on echnok a isch-pla onische Quali ä zu sehen, was z. B. da an deu lich wi d, daß die Einsich de Kommission ü schwe wiegende Schluß ol- ge ungen he hal en muß18. Kein Wunde , daß de maßgebliche Mi e - asse , Ku H. Biedenkop , nach dem E scheinen des Be ich s on dem Beg ündungszwang sp ich , de ü alle diejenigen gel e, die on den Emp ehlungen de Sach e s ändigen abweichen woll en19. Da die Kommission die No wendigkei eine b ei en empi ischen G undlage be on , hä e es nahegelegen, übe die Gewinnung und die S uk u diese empi ischen G undlage Aus üh ungen zu machen. Abe Fo m und Inhal wede de Anhö ungen noch de sch i lichen Be a- gung sind un e me hodischen Gesich spunk en e läu e 20. Dies mag auch übe lüssig sein, da die Kommission selbs be on , daß es z. B. bei den Anhö ungen nich um eine Rep äsen a i be agung im s engen Sinne des Wo es ging21. Imme hin sind 55 Funk ions äge de be ieblichen Mi bes immung in sog. Tie enin e iews ein bis zweieinhalb S unden be ag wo den. Als In e iewe lei aden dien e de F agebogen de sch i lichen Um- age. Die Kommission ha e allen P obanden ü ih e Auskün e s engs e Anonymi ä zugesiche . Bei de mündlichen Be agung wa en z. B. die on den A bei gebe n und A bei nehme n en sand en Sach e - s ändigen nich zugegen. Es is zu e mu en, daß du ch diese zwei ellos un e meidlichen Vo keh ungen zu Einhal ung de Disk e ion die 18 Vgl. Mi bes imiTiungsbe ich , S. 12, 61. 19 Ku H. Biedenkop : En scheidungshil e ü Poli ike . F ank u e Allgemeine Zei ung, N . 86 . 14. Ap il 1970, S. 13. — Wie un e wissenscha s heo e ischen Aspek en de Ansp uch eines solchen Sys ems on Emp ehlungen zu beu eilen is , wi d sich im Ve lau e dieses Bei ags noch zeigen. — Un e wissenssoziologischen Aspek en sei in diesem Zusammenhang Ka l Mannheim (Wissenssoziologie. Be lin u. Neuwied 1964. S. 426) zi ie : „De Konse a i e denk sys ema isch nu dann, wenn e eak i wi d, sei es, daß e gezwungen wi d, gegen das p og essi e Sys em ein Gegensys em au zus ellen, sei es, daß e du ch das Fo sch ei en des P ozesses om Gegenwa szus and abgegli en is und ak i eing ei en muß, um den Geschich s- p ozeß ückläu ig zu machen." 20 Zu E läu e ung de Anhö ungen und de sch i lichen Um age we den eine Reihe s a is ische Angaben gemach . Vgl. hie zu insbes. S. 9 . des Mi bes immungs- be ich s und die Ve weisungen au den Anhang des Mi bes immungsbe ich s. — Zu K i ik an dem F agebogen de sch i lichen Um age gl. Do o hea B inkmann-He z, Rol P im, Pe e Rölke: Bedeu ung und A bei de Mi bes immungskommission. K i ische Anme kungen. Die Neue O dnung, He 6, 1969, S. 442 . — Fe ne : Haimo Geo ge: Mi bes immung nach Biedenkop . Dialog . 1. Mä z 1970, S. 16. 21 Mi bes immungsbe ich , S. 30. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.91.1.37 | Gene a ed on 2023-04-04 11:46:28 44 Be idi e la en o handenen Bezugsg uppen o s ellungen e s ech i ulen gewo den sind22. Fü den Inhal des Be ich s noch iel olgenschwe e dü e die Homogeni ä de Mi bes immungskommission gewesen sein. Homogeni ä de In e iewe g uppe wi d im Sch i um zu den me ho- dischen F agen de empi ischen Sozial o schung als besonde s geeigne angesehen, Ve ze ungen des Be agungse gebnisses he o zu u en. Insgesam gesehen, kann den empi ischen E hebungen de Kommission nach den me hodologischen An o de ungen de empi ischen Sozial- o schung nich de Cha ak e eines Beweismi els zue kann we den. De We de E hebungen de Kommission schein ielmeh da in zu liegen, daß insbesonde e die „Tie enin e iews" zu Findung on Hypo hesen geeigne wa en. Sie sind spä e eilweise zu Fo mulie ung on Zusammenhängen zwischen den Modell o s ellungen de Kommis- sion und den wi klichen Sach e hal en he angezogen wo den. Un e diesen me hodologischen Aspek en muß man die E gebnisse des empi- isch-analy ischen Teils des Be ich s und na ü lich auch die empi ische Absiche ung de Emp ehlungen de Kommission beu eilen. Die Kommission ha den seh age o mulie en Regie ungsau ag, „die bishe igen E äh ungen mi de Mi bes immung als G undlage wei e e Übe legungen auszuwe en" auße o den lich poli isch in e - p e ie . Sie ha sich wenige als ein au Ta bes andsanalyse beg enz- es, wissenscha liches G emium e s anden, sonde n sich in de Rolle e wa eines Pa lamen sausschusses mi Hea ingsbe ugnis gesehen23. Ob ge ade dieses Rollen e s ändnis Tempe amen und Cha ak e alle Kommissionsmi gliede en sp ochen ha , is unwah scheinlich. Ve mu - lich ha sich hie das poli ische Engagemen des Vo si zenden de Kom- mission du chgese z 24. Hinsich lich ih e Auswe ungsk i e ien bezeichne die Komission als Zweck des Be ich s, „diejenigen Angaben und Gesich spunk e da - zus ellen, die de Kommission in den Anhö ungen o ge agen wu den und die sie ü ele an häl , sei es, weil sie die Bedeu ung bes imm e 22 Mögliche weise gib de noch auss ehende 2. Band, de on den wissenscha - lichen Mi a bei e n de Mi bes immungskommission he ausgegeben wi d, einige Au - schlüsse übe die Me hode. De e wa 30 Sei en um assende F agebogen wa so komplizie , daß e in de Regel on dem Ad essa en allein nich ausge üll we den konn e. De Kommission is denn auch bekann gewo den, daß sich in meh e en Fällen Vo s and, Au sich s a und Be iebs a bei de Aus üllung abges imm und konsul ie haben. — Die Schwie igkei en de Auswe ung we den eilweise im Ta- bellen eil des Be ich s deu lich. Vgl. hie zu Geo ge: a.a.O., S. 16. 23 Die s ändigen Be a e ha en de Kommission abge a en, Emp ehlungen zu o mulie en. 24 Wäh end de Daue de A bei de Kommission ha e Ku H. Biedenkop übe haup eine g oße poli ische Ak i i ä en wickel . So g i e ene gisch die Hoch- schulpoli ik des Landes No d hein-Wes alen an, äuße e sich k i isch zu Ve as- sungsmäßigkei de Konze ie en Ak ion und e e ie e o dem Wi scha s a de CDU übe die P oblema ik de be ieblichen Mi bes immung. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.91.1.37 | Gene a ed on 2023-04-04 11:46:28 Be ich e 51 e häl das A ibu „wi scha liche Zweck a ionali ä "47. Die an wi - scha liche Zweck a ionali ä o ien ie e un e nehme ische Planung, d.h. die Fes legung de wi scha lichen Ziele selbs , is kons i u i 47 und dami de ins i u ionellen Mi bes immung a p io i en zogen. Zu Rech e igung diese G unden scheidung de Kommission wi d die in diesem Zusammenhang agwü dige beg i liche T ennung on „Un e - nehmen" und „Be ieb" einge üh . Die O ganisa ionen „Un e neh- men" und „Be ieb" dienen un e schiedlichen Zwecken, denen angeb- lich un e schiedliche O ganisa ions o men und dami auch un e schied- liche, den unk ionellen Di e enzen adäqua e Fo men de Leis ungs- und O ganisa ionsgewal , en sp echen48. „Das Un e nehmen is de O de un e nehme ischen Planung und dami de T äge un e nehme i- sche Au onomie47." Dem Be ieb ehl dagegen die Au onomie. „So- wei im Be ieb selbs Planungsen scheidungen ge o en we den, ge- schieh dies nich in Ausübung au onome Planungskompe enz, sonde n im Rahmen eines E messens, das den be ieblichen O ganen du ch den un e nehme ischen Plan einge äum wi d, an dessen Ve wi klichung de Be ieb mi wi k 47." Daß diese s ik e T ennung zwischen Un e nehmen und Be ieb be- g i lich zwa möglich, abe empi isch nich du chzuhal en is , schein auch die Kommission zu spü en. Sie will nämlich mi diese Un e schei- dung nich sagen, „daß die Teilnähme de A bei nehme an de Aus- übung de be ieblichen Lei ungs- und O ganisa ionskompe enz unab- hängig oneinande ausges al e we den könn e. Eine solche Annahme wü de nach Ansich de Kommission den unk ionellen, du ch das Un- e nehmen als Zweck e band beg ünde en Zusammenhang beide Kom- pe enzen igno ie en und dami de Sachgese zlichkei des Un e neh- mens wide sp echen48." Dennoch muß das Beg i spaa ü schwe - wiegende Konsequenzen he hal en: „Da aus olg ü die Zwecke eine ins i u ionellen Mi bes immmung ein quali a i e Un e schied zwischen be iebs- und un e nehmensbezogene Mi bes immung de A bei neh- me . Diese quali a i e Un e schied is de G und da ü , daß das P o- blem de un e nehmensbezogenen Mi bes immung nich du ch eine Auswei ung de be iebsbezogenen Mi bes immung gelös we den kann. Ebenso wie sich die be iebliche und die un e nehme ische O ganisa- ion» und Lei ungsgewal un e scheiden, müssen sich auch die Fo men eine ins i u ionellen Teilnahme de A bei nehme an diese O gani- sa ions- und Lei ungsgewal quali a i un e scheiden, wenn sie dem Cha ak e de jeweiligen Funk ion zu e end Rechnung agen sollen49." 47 Vgl. Mi bes immungsbe ich , S. 60. 48 Mi bes immungsbe ich , S. 61. 49 Mi bes immungsbe ich , S. 61. 4* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.91.1.37 | Gene a ed on 2023-04-04 11:46:28 52 Be ich e Das in dem ganzen Be ich s a k s apazie e Sp achsymbol „Funk- ion" ha hie wie bei ande en Zusammenhängen o enba eine „ideo- logische Funk ion". De E messensspiel aum ü die Ausübung des Ve ügungs ech s übe die A bei sk a is nach Meinung de Kommis- sion du ch die „Na u de Sache" beg enz 50. Mi dem Hinweis da au , daß die Be ei scha de Un e nehmenslei ung zu koope a i en Hand- habung des A bei s e häl nisses mi A bei sk ä emangel zu-, mi A bei slosigkei abe abnimm 50, e kenn die Kommission implizi e an, daß diese E messensspiel aum schwie ig zu beg enzen is . Sie sieh die G enze in de sog. „F emdbes imm hei " de konk e en A bei s- leis ung. Akzep ie man einmal diese Aussage, so läß sie sich ielleich als A gumen gegen die sog. „Mi bes immung am A bei spla z" e - wenden, abe keines alls als A gumen gegen Mi bes immung bei den g undsä zlichen F agen de Disposi ionsbe ugnis de Un e nehmens- lei ung. In de A gumen a ion de Kommission läß sich unschwe ein na u a- lis ische Fehlschluß en decken: Nimm man einmal an, de beg i - lichen T ennung on „Un e nehmen" und „Be ieb" en sp eche die a - sächliche empi ische S uk u de Einzelwi scha en, und nimm man einmal an, das Un e nehmen sei a sächlich de T äge un e nehme i- sche Au onomie, dann läß sich da aus nich eo ipso schließen, daß dies kün ig so bleiben müsse. Diese Schluß wä e nu dann zulässig, wenn eine zusä zliche no ma i e P ämisse einge üh wü de. Diese no ma i e P ämisse e b äm die Kommission mi den olgenden Aus üh ungen: Obgleich die Emp ehlungen de Kommission om inne en Zusammen- hang be iebliche und un e nehmensbezogene Mi bes immung aus- gingen, be uh en sie abe zugleich au de Einsich , „daß die be ieb- liche Mi bes immung zwa das be iebliche Di ek ions- und Weisungs- ech , nich abe die Ausübung un e nehme ische Kompe enz und da- mi die Inansp uchnahme de Au onomie des Un e nehmens e eichen kann. Die un e nehme ische Mi bes immung is ih em Ausgangspunk , ih em Gegens and, ih em Ad essa en und dami auch ih e no ma i en Quali ä nach on de be ieblichen Mi bes immung e schieden51." Die inhal lich nich nähe bes imm e Funk ions ähigkei muß auch bei de konk e en Ausges al ung de Mi bes immung he hal en: „Die Ausge- s al ung de Mi bes immung da den Leis ungs- und O ganisa ions- p ozeß im Un e nehmen nich in seine Funk ions ähigkei beein äch- igen und muß in ech liche Hinsich de p i a ech lichen G undlage des Un e nehmens, insbesonde e de Rech ss ellung de An eilseigne Rechnung agen52." 50 Vgl. Mi bes immungsbe ich , S. 62. 51 Mi bes immungsbe ich , S. 61. 52 Mi bes immungsbe ich , S. 70. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.91.1.37 | Gene a ed on 2023-04-04 11:46:28 Be ich e 53 Die on de Kommission ü sich beansp uch e Einsich und das, was sie als No wendigkei hins ell , en sp ich genau dem, was Max Webe als T adi ionalismus bezeichne : das Fes hal en am Al he geb ach en, die Ablehnung gegenübe jedem Re o mismus und gegenübe jedem gewoll en Neue ungss eben53. Du ch die O ganisa ion „Un e nehmen" sollen übe kommene He scha ss uk u en und das diese S uk u en um assende Gesellscha s- und Wi scha ssys em möglichs un e än- de e hal en we den54. De Appell an P inzipien, in diesem Fall an die zum P inzip e hobene Funk ions ähigkei und an die Rech ss ellung de An eilseigne , soll die no wendige Legi ima ionsg undlage scha en. Die au onome un e nehme ische Planung s ell die Summe a ionale Regeln da , die aus diese Legi ima ionsbasis abgelei e we den. De Ansp uch au Be olgung diese Regeln is au de S u e de Planung en pe sonalisie ; die zen ale Au o i ä de O ganisa ion „Un e neh- men" wi d hie wenige du ch Pe sonen als du ch den Plan selbs e kö pe . Mi de gleichen desk ip i -no ma i en Doppeldeu igkei beg ünde die Kommission „un e Be ücksich igung de aus den Sachgese zlich- kei en des Un e nehmens und des Ma k es esul ie enden Bedingun- gen"55 ih e einzelnen Emp ehlungen. Sie häl zwa ein D i el de Si ze des Au sich s a s zu Bese zung du ch A bei nehme e e e ü zu ge ing, die pa i ä ische Bese zung abe nich ü zweckmäßig. Dami nach de o geschlagenen Regelung e ah en we den kann, wi d auße dem ein komplizie es Sys em de Zusammena bei en wickel . Es läu insgesam gesehen au eine g öße e, obgleich nich hin eichende demok a ische Legi imie ung on Vo s and und Au sich s a hinaus. Alles das is abe wei gehend, wenn auch un ollkommen, P axis de pa i ä ischen Mi bes immung, wie sie aus de Mon anindus ie bekann is und wie sie die Kommission eilweise selbs bes ä ig ha . Es s ell sich die F age, weshalb die Kommission zwa die Wi kungen de pa i- ä ischen Mi bes immung du ch komplizie e Regeln e eichen, abe die Pa i ä nich ein üh en will. Hie ü ehl eine übe zeugende E - klä ung. Zu Ablehnung des Pa i ä sp inzips üh die Kommission nu aus, sie habe sich nich da on übe zeugen können, daß das Pa i ä s- p inzip im Sinne eine Gleichbe ech igung on Kapi al und A bei eine allgemeine sachge ech e Rich linie ü die Bean wo ung de mi de Mi bes immung de A bei nehme im Au sich s a ges ell en gesell- 53 Vgl. Ka l Mannheim: Wissenssoziologie. Be lin u. Neuwied 1964. S. 412. — Webe : a.a.O., S. 19, 611. 54 Ha mann (a.a.O., S. 90) mu e es „ge adezu schizoph en an, daß die Kommis- sion on eine Au onomie de Geschä slei ung ausgeh und an ih es häl und da- bei doch gleichzei ig das Mi bes immungssys em bes ä ig und soga im Ansa z aus- wei e ". 55 Mi bes immungsbe ich , S. 96. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.91.1.37 | Gene a ed on 2023-04-04 11:46:28 54 Be ich e scha s- und un e nehmens ech lichen F agen sein könne56. Im Au - sich s a komme es nich au eine Neu alisie ung, sonde n au ein lüssiges Zusammenspiel un e de Maxime des E olges an. — Dami sind wi wiede am Ausgangspunk dieses au wendig kon- s uie en Zi kels angelang 57. Denn was als E olg anzusehen is , da - übe ha die Kommission an meh e en S ellen des Be ich s keinen Zwei el gelassen: die E wi scha ung eine möglichs hohen Rendi e au das in es ie e Kapi al. — Ge ade das lüssige Zusammenspiel un- e de Maxime des auch on den A bei nehme n e mein lich akzep- ie en Ren abili ä sp inzip ha e die Kommission in dem empi ischen Teil des Be ich s abe ausd ücklich bes ä ig . In den pa i ä isch bese z- en Au sich s ä en wa es nach den Reche chen de Kommission wede zu Neu alisie ung, noch zu eine ins i u ionalisie en Kon lik aus- agung gekommen, die s a egische Un e nehmensen scheidungen be- ein äch ig ode wesen lich e zöge hä en. Wenn es nich empi ische E ah ungs a sachen sind, die gegen die Pa i ä sp echen, wa es dann ein poli ische Konse a ismus, de die Kommission zu Ablehnung de Pa i ä e anlaß e? Doch selbs un e dem Aspek eines poli ischen Konse a ismus könn en ins i u ionelle Regelungen, die sich im Lich e de bishe igen E ah ungen bewäh haben, du chaus au ande e Be eiche ausgedehn we den. Ka l Mann- heim besch änk den poli ischen Konse a ismus in Abg enzung zum T adi ionalismus keineswegs au „bloß o mal- eak i es Handeln", son- de n besch eib ausd ücklich einen konse a i en Re o mismus, de in de E se zung und Ve besse ung on Einzel a sachen du ch ande e Ein- zel a sachen bes eh 58. Mögliche weise ha die Kommission bewuß ode unbewuß die E ah ungen mi de pa i ä ischen Mi bes immung doch nich so güns ig bewe e , wie de E ah ungs eil des Be ich s den An- schein e weck . Häl man sich dagegen am Wo lau dieses Teiles des Be ich s, dann be uh die Ablehnung des Pa i ä sp inzips au Sei en de Kommission au dem a alen P inzip de Inkonsequenz. An diese S elle des Be ich s begeh die Kommission noch eine an- de e, ü den oben angedeu e en e wei e en E olgsbeg i eilich glückliche Inkonsequenz. Sie e wende nämlich das Sp achsymbol „E - olg", sp ach heo e isch ko ek in An üh ungszeichen gese z , noch zu Bezeichnung eines ande en Beg i es: die Wah ung de sozialen Gesich spunk e gehö e selbs e s ändlich mi zum „E olg"59. Dami nähe sich die Kommission dem an ühe e S elle skizzie en um as- 56 Mi bes immungsbe ich , S. 101 . 57 Ha mann (a.a.O., S. 89) sp ich on den „Logeleien" de Kommission. 58 Mannheim: a.a.O., S. 413, 426. 59 Mi bes immungsbe ich , S. 101. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.91.1.37 | Gene a ed on 2023-04-04 11:46:28 Be ich e 55 sende en E olgsbeg i , de nich au o male Ra ionali ä , sonde n au ma e iale Ra ionali ä im Sinne Max Webe s ge ich e is . Sie ha ihn abe nich konsequen angewand , weil sie sich kaum bemüh ha , ih e Analyse und ih en Emp ehlungen die di e gie enden gesell- scha spoli ischen Vo s ellungen zug unde zu legen. Diese Un e lassung begüns ig e ein P oblemlösungs e hal en, das man als dogma isch be- zeichnen kann. Dabei schein die Kommission on einem „In eg a ions- dogma" ausgegangen zu sein. Was in de poli ischen Soziologie bei de Analyse poli ische He scha on einigen Au o en kons a ie wi d, läß sich in diesem Zusammenhang eilweise au die He scha im Un- e nehmen übe agen60: Die F age nach de konk e en Ve eilung on Ein lußmöglichkei en wi d inne halb des ins i u ionellen Bezugs ah- mens Un e nehmen nach dem K i e ium e olg eiche In eg a ions- leis ungen bean wo e . Die he schende G uppe muß diejenige sein, die diese In eg a ion am bes en gewäh leis e . Nach de Vo s ellung de Kommission is das in eg ie ende P inzip die Ren abili ä des Un- e nehmens, und we sie am zu e lässigs en ga an ie , muß den g ö- ße en He scha san eil besi zen. He scha e schein dami nich meh als P i ileg diese G uppe, sonde n als unk ional e o de lich, um das Sys em zu e hal en. — Von diesem Ansa z he kann man mi Heinz Ha mann au die F age, wa um die Kommission o z ih e ielen posi i en U eile übe die pa i ä ische Mi bes immung sich ge- gen de en Übe agung au Be eiche auße halb de Mon anindus ie ausgesp ochen habe, die An wo de Kommission ablei en, „daß die- jenige Pa ei im Un e nehmen, die endenziell das Ren abili ä sp in- zip am s ä ks en s ü ze, in ih em S imman eil zumindes en um ein Ge- inges be o zug we den soll e"61. Nich das poli ische Engagemen des Vo si zenden de Kommission und auch nich de Inhal de gesellscha spoli ischen Vo s ellungen de Kommmission insgesam wa de haup sächliche Gegens and diese k i ischen Analyse, sonde n ih e ideologische Ve hüllung hin e Voka- beln wie Sachge ech igkei , Funk ions ähigkei usw. und hin e eine legi imis ischen Ideologie, in olge de e — wie Julius K a in Anleh- nung an Eugen Eh lich beme k — die Ju is en sei jehe „ iel meh 60 Vgl. Claus O e: Poli ische He scha und Klassens uk u en. Zu Analyse spä kapi alis ische Gesellscha ssys eme. In: Gisela K ess und Die e Senghaas (H sg.): Poli ikwissenscha . Eine Ein üh ung in ih e P obleme. F ank u /M. 1969. S. 159. — Zu ideologischen Ve wendung des In eg a ionsansa zes bei demoskopisdien E he- bungen gl. Dieke sho und Kliem : a.a.O., S. 66 . 61 Ha mann: a.a.O., S. 91. — Ka l O o Hond ich (Mi bes immung in Eu opa. Köln 1970. S. 110) häl zwa den Ve such de Kommission, aus Elemen en de He - scha s heo ie und de Un e nehmens heo ie einen Ansa z zu eine Theo ie de Mi bes immung zu inden, ü den e s en seine A , kons a ie abe im üb igen das Fehlen eine heo e ischen Pe spek i e in dem Mi bes immungsbe ich , OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.91.1.37 | Gene a ed on 2023-04-04 11:46:28 56 Be ich e eine e hal ende als eine eibende K a gewesen sind"62. Und was Eugen Eh lich zu ömischen Ju isp udenz gesag ha , läß sich, kaum a iie , au diesen mi ju is ische Schlagsei e e sehenen Be ich übe - agen: E gib nu zöge nd, wide willig und mißmu ig den unabweis- lichen Fo de ungen des Lebens nach und geh nich übe das unbe- ding No wendige hinaus. Und auch das unbeding No wendige u e am liebs en e s eck , e kleide das Neue als Al es mi Hil e unmög- liche Auslegungen, Fik ionen, Kons uk ionen63. Lo ha Neumann, Köln 62 Julius K a : Vo agen de Rech ssoziologie. Zei sch i ü e gleichende Rech swissenscha , 45. Bd. (1929/30), S. 40. 63 Vgl. K a : a.a.O., S. 40. — Ha mann (a.a.O., S. 91) k i isie , daß sich die Kommission ungenügend au geschlossen ü die Wah scheinlichkei gezeig habe, „daß die on ih übe nommenen Annahmen, die ja doch säm lich soziale Se zungen da s ellen, on de Gesellscha einem Wandel un e wo en we den könn en". OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.91.1.37 | Gene a ed on 2023-04-04 11:46:28