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Probleme des Finanzausgleichs I

Dreißig, Wilhelmine

Abstract

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Full text

D eißig, Wilhelmine (Ed.) Book P obleme des Finanzausgleichs I Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, No. 96/I P o ided in Coope a ion wi h: Ve ein ü Socialpoli ik / Ge man Economic Associa ion Sugges ed Ci a ion: D eißig, Wilhelmine (Ed.) (1978) : P obleme des Finanzausgleichs I, Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, No. 96/I, ISBN 978-3-428-44166-2, Duncke & Humblo , Be lin, h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/285512 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. 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Im e s en Bei ag geh Guy Ki sch au das poli ische P oblem eine Konsenssuche im Bundess aa ein. E s ell de zu Rech e igung eines öde alis ischen S aa sau baus o geb ach en, wei e b ei e en Ansich , daß eine Vielzahl kleine , in sich homogene poli ische Kö pe scha en zu eine sozialen Ha monie üh en kann, die These gegenübe , daß mi de Reduzie ung de P obleme inne halb de kleinen Kö pe scha en um so g öße e P obleme du ch die No wendigkei eine in e kollek i en Zusammena bei en s ehen könn en, soziale Kon lik e also nich besei- ig , sonde n (wei gehend) nu au eine ande e Ebene e schoben wü - den. Eine Ausnahme hie on gebe es eilich dann, wenn in einem S aa ie g ei ende "c oss-cu ing-clea ages" o handen seien, d. h. die Kon- lik e nich du ch Un e schiede in den P ä e enzen und Zielen (dem, was jemand will), sonde n du ch Un e schiede in als en scheidend be- ach e en Me kmalen, wie Sp ache, Rasse ode Religion (dem, was je- mand is ), en s ünden. Sei le z e es de Fall, so könne eine dezen ale poli ische S uk u zu eine Ve minde ung de dadu ch en s andenen Spannungen üh en. In de olgenden Un e suchung geh Die e Bös au die Theo ie so- wohl des e ikalen als auch des ho izon alen Finanzausgleichs ein. Be- me kenswe is , daß e die "Anziehungsk a des zen alen E a s" o allem mi Un e schieden in de egionalen Einkommens e eilung be- g ünde , wohingegen bishe in de Theo ie des Finanzausgleichs Ko- s ene spa nisse ode die In e nalisie ung ex e ne E ek e als en schei- dend angesehen wu den. Im zwei en Teil, de den ho izon alen Finanz- ausgleich be i , we den Wi kungen un e schiedliche A en on Fi- nanzzuweisungen un e such . Was de en alloka i e Aspek e angeh , so s eh die F age im Vo de g und, wie die emp angenden Kö pe scha en bei ih e eigenen Einnahmebescha ung au die Zuweisungen eagie en. Hinsich lich de dis ibu i en Wi kungen wi d mi Hil e de Lo enz- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 6 Vo wo ku e zu messen e such , welche A en on Zuweisungen zu eine gleichmäßige en Ve eilung de Finanzk a üh en können und welche nich . De d i e und ie e Bei ag sind e assungs ech lichen F agen des Finanzausgleichs in de Bundes epublik Deu schland gewidme . He be Fische -Menshausen geh zunächs au die Rolle ein, die unbes imm e Rech sbeg i e in de bundess aa lichen Finanz e assung ü die An- passung an sich ände nde E kenn nisse und No wendigkei en im poli i- schen Be eich haben. Im Anschluß da an nimm e zu wich igen Be- g i en diese A S ellung, so zu den G undsä zen ü die Ve eilung des Umsa zs eue au kommens au den Bund und dIe Lände , den e - assungs ech lichen Möglichkei en und G enzen on Bundeszuschüssen zu In es i ionen on Lände n und Gemeinden, dem Beg i de Einhei - lichkei de Lebens e häl nisse im Bundesgebie sowie dem des gesam - wi scha lichen Gleichgewich s. Seine Analyse e gib , daß die no ma- i e Wi kung de be e enden Vo sch i en angesich s de poli ischen Na u de zu En scheidung ans ehenden P obleme i. d. R. ge ing ge- blieben is . Besonde s bedeu sam und zugleich ums i en un e den unbes imm- en Rech sbeg i en is de de Einhei lichkei de Lebens e häl nisse. Nachdem diese Beg i schon im d i en Bei ag s enggenommen als nich e einba mi de Idee des Föde alismus bezeichne wo den is , ni'mm F i z Neuma k zu einigen seine ökonomischen Aspek e S ellung. F: komm zu dem E gebnis, daß nich genau zu bes immen is , was Einhei lichkei de Lebens e häl nisse im Zusammenhang mi de poli- ischen Ak i i ä im Bundess aa bedeu e , da diese Ve häl nisse auch du ch ande e als poli ische Fak o en beein uß we den. Abe selbs wenn dies nich de Fall wä e, so sei eine o ale Einhei lichkei aus öko- nomischen, insbesonde e aus wachs umspoli ischen G ünden nich e - wünsch . Die Vo sch i des G undgese zes könne dahe allen alls da- hingehend ausgeleg we den, daß ü jeden Bü ge ein Mindes s an- da d ü wesen liche Lebens e häl nisse gesiche we de. K onbe g, im Dezembe 1977 Wilhelmine D eißig OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Inhal s e zeichnis Föde alismus - Die Wahl zwischen in akol1ek i e Konsenssuche und in e kollek i e Auseinande se zung Von P o esso D . Guy Ki1'sch, F ibou g Zu Theo ie des Finanzausgleichs Von P o . DD . Die e Bös, Wien Unbes imm e Rech sbeg i e in de bundess aa lichen Finanz e assung Von Minis e ialdi ek o a. D. D . He be Fische -Menshausen, Ham- 9 45 bu g ............................................................... 135 Beme kungen zu einigen ökonomischen Aspek en de g undg,ese zlichen Vo sch i en übe die Einhei lichkei de Lebens e häl nisse in de Bun- des epublik Deu schland Von P o esso D . D s. h. c. F i z Neuma k, F ank u am Main ..... 165 Con en s Fede alism - The Choke be ween In acollec i e Decisionmaking and In e collec i e Con lic By P o esso D . Guy Ki sch, F ibou g ....... ', ... ,. , . . . . . . . ... . . .... 9 On he Theo y o In e go e nmen al Fiscal Rela ions By P o esso DD , Die e Bös, Wien .. , ....... , ... , .............. ',' . 45 Unde ined Legal Te ms in he Fede al Financial Cons i u ion By Minis e ialdi ek o a. D. D . He be Fische -Menshausen, Ham- bu g .......... , ....... "." ... , ....... '.' ,' ........................... 135 Rema ks Rela ing o Some Economic Aspec s o Cons i u ional Rules on he Uni o mi y o Li ing Condi ions in he Fede al Republic o Ge many By P o esso D . D s. h. c. F i z Neuma k, F ank u am Main ...... 165 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 14 GuyKi sch kollek i e Auseinande se zung. Ehe wi uns diese und ih e Beziehung zu jene zuwenden, sind einige Gedanken zu in akollek i en Willens- bildung no wendig. In de Ta : Bislang wu de wohl in einem e s en Ansa z die G öße des En scheidungskollek i s hema isie , nich abe die mi de Ta - sache de in akollek i en Willensbildung ü die einzelnen Mi gliede e bundenen Kos en. Dieses P oblem läß sich un e Rückg i au Buchanan und Tullock im Rahmen de Finanz heo ie so o mulie en 22 : Die En sp echung zwi- schen kollek i en En scheidungen und indi iduellen P ä e enzen is - de indi idualis ischen Aus ich ung de Finanz heo ie des Föde alismus en sp echend aus de Sich eines einzelnen Kollek i mi gliedes - um so höhe , je behe schba e das Kollek i ü dieses Indi iduum is . Konk e e : Kollek i en scheidungen we den um so genaue den P ä e- enzen dieses einzelnen en sp echen, je ehe es ihm geling , den Kollek- i en scheid an seinen Bedü nissen auszu ich en, und je wenige e gezwungen is , En scheidungen mi zu agen, die au die Bedü nisbe- iedigung on Kollek i mi gliede n mi ande e P ä e enzs uk u aus- ge ich e sind. Die in Abhängigkei on de Ve ah ens egel gegen- läu ig e lau enden Konsens indungskos en (D) (Abb.l) und wah - scheinlichen ex e nen Kos en (C) de Buchanan-Tullockschen ökonomi- schen Ve assungs heo ie geben den Sach e hal wiede ; dabei zeig die Höhe de sich aus de e ikalen Addi ion de beiden Kos enku en e gebenden In e dependenzkos enku e (I) die Kos en an, die sich bei eine bes imm en Ve ah ens egel ü ein Indi iduum aus de Ta sache des kollek i en En scheidens e geben. Die K ümmung de In e depen- denzkos enku e gib die In ensi ä des In e esses wiede , das das In- di iduum dem P oblem de En scheidungs egel, also de Ve assung des Kollek i s en gegenb ing 23• Die Ku en de Konsens indungs-, de wah scheinlichen ex e nen, also auch de In e dependenzkos en sind in ih em Ve lau abhängig on de G öße und Zusammense zung des Kollek i s; dabei is da on aus- zugehen, 22 Vgl. J. M. Buchanan, G. Tullock: The Calculus o Consen . Logical Founda- ions o Cons i u ional Democ acy, 4 h ed., Ann A bo 1971; sowie G. Ki sch, J. Theile : Zu Ve allgemeine ung on Buchanan-Tullocks allgemeine öko- nomische Ve assungs heo ie, in: Finanza chi , N. F., Bd. 35, He 1, 1976, S. 35 . 23 Es is eigens da au hinzuweisen, daß diese Auslegung de Buchanan- Tullockschen Theo ie möglich, abe nich die on den Au o en in endie e is . Die beiden Au o en e olgen nämlich eine libe al-indi idualis ische Beg ün- dung on Kollek i e assungen, sch eiben also aus einem no ma i en Enga- gemen he aus. Hie hingegen wi d ih e Theo ie zu Gene ie ung und S uk- u ie ung empi ische Hypo hesen benu z . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Föde alismus -Wahl zwischen Konsenssuche u. Auseinande se zung 15 -- daß mi s eigende G öße und s eigende He e ogeni ä Ni eau und K ümmung de In e dependenzkos enku e s eigen: Die En sp e- chung on indi iduellen P ä e enzen und Kollek i en scheidungen wi d lose , und die Sensibili ä des Kollek i mi gliedes ü F agen des P ocede e nimm zu; - daß mi s eigende Mi gliede zahl und gleichem Homogeni ä sg ad de Zusammense zung die In e dependenzkos enku e sich nach oben e schieb , ohne ih en K ümmungsg ad zu e ände n: Die Be- he schba kei eines kollek i en En scheidungs e ah ens du ch einen einzelnen nimm ab, ohne daß de Ve assungs age s ä ke e Au me ksamkei gewidme wi d; daß bei gleiche Mi gliede zahl und he e ogene we dende Zusam- mense zung die Ku e de In e dependenzkos en höhe und ge- k ümm e e läu : Die zu e wa enden Kollek i en scheidungen spiegeln in abnehmendem Ausmaß die P ä e enzen des Indi iduums, das Ve assungs agen ein zunehmendes Gewich beimiß , wide 24• Dies bedeu e : Un e dem Aspek de Behe schba kei de Kollek- i e du ch ih e Mi gliede is es wünschenswe , kleine und homogene Kollek i e zu haben. In ihnen is die En sp echung on Kollek i en - scheidungen und indi iduellen Mi gliede p ä e enzen am engs en, be- deu en doch die Konsens indungskos en ü den einzelnen nich s ande- es als den Ve zich au die Realisie ung eines Teils de P ä e enzen, den ein einzelne um des Zus andekommens eine En scheidung willen au sich zu nehmen ha , wäh end die wah scheinlichen ex e nen Kos en die Dis anz zwischen dem a sächlichen Kollek i en scheid und dem, an den P ä e enzen des einzelnen gemessen, wünschenswe en En scheid wiede geben. Hie wi d eines de wich igs en A gumen e de Apologe en des öde- alis ischen S aa sau baus in seine ganzen T agwei e e s ändlich: Die Ein ich ung eine Vielzahl und Viel al on Kollek i en soll die Vo - ausse zung da ü scha en, daß die Kollek i gu e s ellung in kleinen und homogenen Kollek i en e olg , also de Abs and zwischen indi i- duellen Mi gliede p ä e enzen und Kollek i en scheidungen ge ing is 25• 24 Vgl. G. Ki sch: Ökonomische Theo ie de Poli ik, Tübingen, Düsseldo 1974, S.50; G. Ki sch, J. Theile : Zu Ve allgemeine ung on Buchanan- Tullocks allgemeine ökonomische Ve assungs heo ie, a.a.O., S. 35 . 25 Hie is an die Diskussion zu e inne n, die W. H. Rike und R. Schaps eine sei s, J. R. Pennock ande e sei s ge üh haben. Wäh end jene bundes- s aa liche Ve assungen als ungleichgewich ig k i isie haben ( gl. W. H. Rike , R. Schaps: Disha mony in Fede al Go e nmen , in: Beha io al Science, Vol. 3, 1958, S. 276 .), bemüh e Pennock A gumen e, die den Buchanan- Tullockschen übe legungen nich unähnlich sind: Diese sp echen on wah - scheinlichen ex e nen Kos en, e sp ach on , us a ion'; diese sp echen on OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 16 C D 1 c o 1 x 100 GuyKi sch C D 1 Zahl de e o de - lichen Ja-S immen )( SO Zahl de e o de - lichen :kI-S immen c o I Abbildung 1 x x 100 Zahl de e o de - lichen J, -S immen 100 Zahl de e o de - lichen J, -S immen Die Vo s ellung, du ch eine bundess aa liche Ve assung den gesell- scha lichen In e essenkon lik wenigs ens zum Teil neu alisie en und die mi Kollek i en scheidungen e bundenen indi iduellen Kos en e- duzie en zu können, is in hohem G ade e üh e isch und ha nich wenig dazu beige agen, den Föde alismusgedanken wenigs ens bei Ge- sellscha s heo e ike n populä zu machen_ Ich möch e spä e die These e e en, daß diese Vo s ellung zu i enisch is Konsens indungskos en, e sp ach on ,ha mony' ( gl. J_ R. Pennock: Fede al and Uni a y Go e nmen - Disha mony and F us a ion, in: Beha io al Seien ce, Vol. 4, 1959, S. 147 .). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Föde alismus -Wahl zwischen Konsenssuche u. Auseinande se zung 17 1.3. In e kollek i e Wande ungen Einen wei e en Reiz e hiel de Föde alismus du chclie mi g oßem Au me ksamkei se olg e e ene These Tiebou s, du ch in e kollek- i e Wande ungen wü de sich spon an ein Op imum in de öde ali- s isch au gegliede en Kollek i gü e e s ellung einspielen 26 : Du ch in- e kollek i e Wande ungen - ähnlich dem we bewe blichen Ma k ü p i a e Gü e - käme ein E gebnis zus ande, in dem indi iduelle P ä e enzen und Gü e angebo in den einzelnen Kollek i en sich en - sp ächen. Nich in de in akollek i en Auseinande se zung muß de einzelne e suchen, das Kollek i gü e angebo an seinen P ä e enzen auszu ich en, sonde n: De einzelne kann du ch in e kollek i e Wande- ungen, die e in p i a em Eigenin e esse un e nimm , zu einem E - gebnis bei agen, in dem ein Kollek i jene Mi gliede wn aß , de en P ä e enzen seinem Kollek i gü e angebo en sp echen. Die dadu ch e möglich e E höhung de Homogeni ä de Kollek i e soll ih e sei s zu eine En schä ung jene in akollek i en Auseinande se zung üh- en, in die die einzelnen Mi gliede mi dem Ve such in ol ie sind, auch die nach de Wande ung noch e bleibende Di e enz zwischen Kollek i gü e angebo und indi iduellen Bedü nissen du ch Annähe- ung on jenem an diese zu übe winden. In dem Maße, wie de anonyme Mechanismus des in e kollek i en We bewe bs um bei ags- willige und - ähige Kollek i gu nach age unk ionie , soll -so die These - eine ex pos -Koo dina ion 27 wide s ei ende In e essen s a inden: Einande wide s ei ende indi iduelle Ansp üche und Vo - s ellungen we den in Übe eins immung zueinande geb ach , ohne daß ih e T äge je ande s als in symbio ischem Aus ausch einande gegen- übe ges anden hä en: De in e kollek i e We bewe b is ein ollgül- iges und - sieh man on den bei de G ündung on Kollek i en an- allenden Kos en 28 und den mi Wande ungen e bundenen Mobili ä s- kos en alle A ab -billiges Subs i u ü einen in alwllek i en Kon- lik , dessen Kos en insbesonde e in he e ogenen Zusammenschlüssen hoch e anschlag we den. Tiebou selbs ha e au einige Hinde nisse, eben au Mobili ä skos en hingewiesen, abe behaup e , diese wü den das Konzep des in e kol- lek i en We bewe bs um Mi gliede nich g undsä zlich in F age s el- len, sonde n schlimms en alls dazu üh en, daß das Op imum um ein weniges e ehl wü de. 26 Vgl. eh. M. Tiebou : A Pu e Theo y o Local Expendi u e, in: Jou nal o Poli ical Economy, Vol. 64, 1956, S. 416 . 27 Vgl. F. Pe oux: L'Economie du XXe Siecle, Pa is 1969, S. 332 . 28 Vgl. M. Olson, J .: Die Logik des kollek i en HandeIns, Tübingen 1968. 2 Sch i en d. Ve eins !. Socialpoll lk 96/1 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 18 GuyKi sch Diese schon ela i ie e Op imismus e wies sich leide als imme noch zu g oß: Wie F. Fo e nachweisen konn e29, is es de Kollek i - gu cha ak e de in den einzelnen Zusammenschlüssen angebo enen Leis ungen, de bewi k , daß an indi iduellen In e essen ausge ich e e Zu- und Abwande ungsen scheidungen g undsä zlich ungeeigne sind, ein, an den Mi gliede p ä e enzen gemessen, op imales Kollek i gü e - angebo he beizu üh en 30• Dami abe muß die Vo s ellung eines kon lik eien Ausgleichs kon- ligie ende In e essen de Einsich in die No wendigkei in akollek- i e Auseinande se zungen weichen; wo Abwande ung nich möglich und/ode nich wünschenswe is , i de Wide sp uch wiede in seine Rech e 31• Zuges andene maßen äll de Abschied on de Vo s ellung des unk ionalen We es in e kollek i e Wande ungen seh schwe . Selbs Fo e e weis am Ende seines seh k i ischen Au sa zes de Bewegungs- eihei seine Re e enz und mein , ein Op imum, das sich nich spon an eins ell , könne man du ch geziel e s aa liche Maßnahmen ans eben und so die mi Binnenwande ungen e knüp en Mängel e hinde n ode doch minde n. Mi ande en Wo en: Tiebou be on öllig zu Rech die Bedeu ung on in e kollek i en Wande ungen; e ha "nu " un ech , wenn e glaub , daß spon ane, indi iduell-mo i ie e Wande ungen das anges eb e Op imum gewäh leis en könn en. Das "nu " übe spiel einen ü unse e Übe legungen zen alen Punk : Soll an die S elle on aus indi iduellem Eigennu z ge o enen Wande- ungsen scheidungen eine an gesam gesellscha lichen Zielen o ien ie e Poli ik e en, dann auchen alle mi dem En wu und de Du ch üh- ung eine solchen Poli ik e bundenen P obleme au ; genaue : Die so- zialen In e essenkon lik e müssen in dem ü diese Poli ik zus ändigen Kollek i ausge agen we den. D. h. die um ih e Kon lik a mu ange- s eb en kleinen und homogenen Kollek i e sind je z in ih em Um ang 29 Vgl. F. Fo e: Le mig azioni in e ne come p oblema di economia deI benesse e, in: S udi Economici, Vol. 17, Mä z-Juni 1962, S. 97 .; in deu sche übe se zung wiede abged uck in G. Ki sch (H sg.): Föde alismus, a.a.O., S. 90 H.; zu einem ähnlich ablehnenden E gebnis kommen auch: J. M. Bu- chanan, C. J. Goe z: E iciency Limi s o Fiscal Mobili y: An Assessmen o he Tiebou Model, in: Jou nal o Public Economics 1, H.l, Sp ing 1972, S. 25 .; sowie D. A. Va dy: Popula ion Mobili y and E iciency in he P o- ision o Public Goods, in: Ins i u In e na ional de Finances Publiques (H sg.): Issues in U ban Public Finance, a.a.O., S. 82 H. 30 Vgl. J. Ro henbe g: Local Decen aliza ion and he Theo y o Op imal Go e nmen , in: J. Ma golis (Ed.): The Analysis o Public Ou pu , New Yo k 1970, S. 31 H. 31 Vgl. A. O. Hi schman: Abwande ung und Wide sp uch. Reak ionen au Leis ungsab all bei Un e nehmungen, O ganisa ionen und S aa en, Sch i en zu Koope a ions o schung, A. S udien, Bd. 8, Tübingen 1974. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Föde alismus -Wahl zwischen Konsenssuche u. Auseinande se zung 19 und in ih e Zusammense zung das E gebnis eines En scheids in einem um assende en, also g oßen und ela i he e ogenen, also wah schein- lich kon lik geladenen Kollek i . Das Wö chen "nu " e schleie die Ta sache, daß de soziale Kon lik nich au gehoben, sonde n e schoben is . Die ela i kon lik eie En scheidung übe die Be ei s ellung on Kollek i gü e n in einzelnen Kollek i en wi d e möglich du ch die kon lik uelle Auseinande se zung übe ein ganz bes imm es Kollek i - gu : die Au gliede ung des Gemeinwesens in nach G öße und Zusam- mense zung - an gesam gesellscha lichen Zielen gemessen - op imale Kollek i e 32• Doch nich nu an diesem Punk i - o z öde alis ischem S aa s- au bau - de soziale Kon lik als in akollek i e Auseinande se zung in E scheinung. Eine wei e e Übe legung e weis uns diesmal im Raum de in e kollek i en Beziehungen au diesen Kon lik : Es e en die übe kollek i in e ne Willensbildungsmechanismen e - unde mi el- en " olon es de ous", sowei sie sich gegensei ig im Wege s ehen, als kon ligie ende Ko'llek i willen au einande . 2. In akollek i e Konsenssuche e sus in e kollek i e Auseinande se zung Könn en kollek i ex e ne E ek e e mieden we den - oben wu de gezeig , daß dami nich zu echnen is -, so en äll mangels Objek s die Kon on a ion. S euen abe die E ek e kollek i e En scheidun- gen übe die Kollek i g enzen hinaus, so s ellen sich au de Kollek i - ebene alle jene mi ex e nen E ek en e bundenen P obleme, die oben au de Indi idualebene au gezeig wo den sind. Die An wo en au diese P obleme lau en auch hie : Ve meidung und In e nalisie ung, wobei nun nich meh , wie im Falle on p i a e Be- dü nisse angie enden Ex e nali ä en, die Ho nung bes eh , die Au o- ma ik des Ma k es löse das P oblem. Die Ve meidung on ex e nen E .ek en, das Be o enmachen de be eilig en Kollek i e und die Be- eiligung de be o enen Kollek i e sind je z nu als E gebnis eine Kon lik aus agung möglich, und dies sowohl was die E mi lung de kollek i ex e nen E ek e als auch was die Wahl eine bes imm en In- e nalisie ungs- bzw. Ve hinde ungss a egie angeh . Da an ände sich auch nich s, wenn die Lösung des Ex e nali ä enp oblems nich den Kol- lek i en - e wa den Lände n - eine gleichen Ebene übe lassen bleib , sonde n eine übe geo dne e Ins anz - e wa de Bund - eigens mi diese Au gabe be au wi d 33• 32 Vgl. L Wingo: In oduc ion: Some Pablie Economics o Socia! Exclusion, in: D. R. Ma shaH e al.: Mino i y Pe spee i es, Bal imo e 1972. 2* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 20 GuyKi sch Diese ku ze übe blick übe F ages ellung und Lösungsansa z de inanzwissenscha lichen Föde alismus heo ie e laub , jene Punk e zu iden i izie en, an denen die ex-an e-Koo dina ion di e gie ende In e - essen und S andpunk e, also kollek i e En scheidungen nö ig sind: die in akollek i e Konsenssuche und de in e kollek i e In e essenaus- gleich. In heiden Fällen geh es um die Bewäl igung des Ex e nali ä en- p oblems 34 ; in beiden Fällen is - alls es dazu komm - die Zusam- mena bei ein E gebnis des Kon lik s, nich abe sein E sa z. 2.1. Föde alismus: Die Subs i uie ung on in akollek i en Kon lik en du ch in e kollek i e Auseinande se zungen Diese Fes s ellung wä e nich sonde lich au egend, wenn zwischen in a- und in e kollek i en Kon lik en, zwischen in e kollek i e Kon- sens indung und in akollek i e Willensbildung nich Zusammenhänge bes ünden, übe die e s e Hypo hesen au zus ellen nich nu in ellek- uell eiz oll, sonde n auch p ak isch sinn oll is . In de Ta : Die Fi- nanz heo ie, insbesonde e die Theo ie de Kollek i en scheidungen, ha in akollek i e En scheidungen un e such ; auch in e kollek i e Bezie- hungen sind sei langem Gegens and inanzwissenscha liche Analyse. Ve nachlässig wu de bislang alle dings, in akollek i e Konsenssuche und in e kollek i e Auseinande se zung in ih e Ve loch enhei zu un- e suchen 35 • Hie lieg de Haup akzen diese S udie: Zu Diskussion 33 Die Vo s ellung, das übe geo dne e Kollek i handle bei seinen Konsens- bemühungen als neu ale Schiedsins anz im In e esse de Teilkollek i e, übe sieh die Ta sache, daß nich nu den Teilkollek i en, sonde n auch dem übe geo dne en Kollek i eigene Au gaben zu Lösung übe agen sind und dessen Handeln somi om eigenen P oblemd uck und In e essens andpunk gep äg is . 34 Mi dem Konzep de ex e nen E ek e nich e aß we den In e essen- gegensä ze, die sich aus kon ligie enden Ziel o s ellungen und En scheidun- gen e geben können, die eine sei s au Übe geo dne en, die Teilkollek i e um assenden Ebenen und ande e sei s im Rahmen diese Teilkollek i e ge- o en we den; allgemein: Kon lik e um Zielp io i ä en, die die Alloka ion de knappen Ressou cen au al e na i e Ve wendungsmöglichkei en in al e - na i en (Teil-)Kollek i en bes immen ( gl. hie zu R. Schnu : Poli ische En - scheidung und äumliche In e essen, in: Die Ve wal ung 3, 1970, S. 257 .). De G und da ü lieg da in, daß in öde a i en Sys emen die Mi gliede de Teilkollek i e an En scheidungen au de Ebene übe geo dne e Kollek i e e assungsgemäß be eilig sind, Konsequenzen diese En scheidungen also -de ini ionsgemäß -keine ex e nen E ek e da s ellen. Diese A des Kon- lik es de e schiedenen äumlichen In e essen mi dem hie o ges ell en Ansa z zu e assen, wä e nu um den P eis eine -zumindes beg i lichen -Au weichung des Ex e nali ä enkonzep es zu bewe ks elligen; es soll des- halb (hie ) da au e zich e we den. 35 Dies bedeu e nich , daß die Fo schung nich schon au das P oblem ge- s oßen is . So un e scheiden sich e wa die Au sä ze on B. Weisb od (Ex e - nal Bene i s o Public Educa ion. An Economic Analysis, P ince on 1964; gl. dazu auch A. Williams: The Op imal P o ision o Public Goods in a Sys em o Local Go e nmen , in: The Jou nal o Poli ical Economy, Vol. 74, 1966, OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Föde alismus - Wahl zwischen Konsenssuche u. Auseinande se zung 21 wi d die These ges ell , daß die in Bundess aa en mögliche E höhung des Homogeni ä sg ades de einzelnen Teilkollek i e das Kon lik po en- ial nich aus de Wel scha , sonde n in den Raum de in e kollek- i en Beziehungen e lage . Wi sahen oben, daß die In e dependenzkos enku e bei hohe Homo- geni ä de Mi gliede eines Kollek i s einen nied ige en Ve lau au - weis als bei g oße He e ogeni ä ; auch weis sie eine ge inge e K üm- mung au . Ein gegebenes En scheidungs e ah en is in einem homoge- nen Kollek i ü dessen Mi gliede ela i behe schba und als solches, auch wenn es den Op imum o s ellungen jedes einzelnen nich ganz en - sp ich , ela i unp oblema isch; jedes Mi glied eines homogenen Kollek- i s e leb sowohl den Kon lik übe zu En scheidung ans ehende Sach- p obleme als auch die Auseinande se zung übe die gül igen En schei- dungs egeln als ela i unbedeu end. Mi ande en Wo en: dem Ex e - nali ä enp oblem kann - sowei es inne halb de einzelnen Kollek i e du ch Be eiligung de Be o enen gelös we den soll - ela i leich begegne we den. S euen abe die Ex e nali ä en übe die Kollek i g enzen hinaus, soll ihnen also im in e kollek i en Raum begegne we den, so is dies nu möglich in in e kollek i en Beziehungen. Dabei is zu agen, wel- chen Ein luß die in e ne Zusammense zung de einzelnen Kollek i e ü ih e gegensei igen Beziehungen ha . Bei de Bean wo ung diese F age is olgende ein ache Ta bes and on Bedeu ung: Gehen wi on eine gegebenen Zusammense zung de Gesellscha aus 36, so we den im Inne n jeweils homogene we dende Kollek i e un e einande imme he e ogene ; je ähnliche die in den einzelnen Kollek i en zusammengeschlossenen Indi iduen sind, des o unähnliche sind die Kollek i e un e einande : So we den zwei zu glei- chen Teilen mi kleinen blauen und gelben Kugeln ge üll e Gläse den S. 18 .) und J. Ramse (Dezen ale Planung de In as uk u ausgaben, in: Finanza chi , N. F., Bd. 27, 1968, S. 484 .) übe die Un e - bzw. die übe - e so gung mi ö en lichen Gü e n im öde alis isch o ganisie en S aa s- wesen auch du ch die z. T. implizi en Annahmen übe das Fehlen ode die Exis enz, in le z e em Fall übe die A de in e kollek i en Ve einba ungen bei Vo liegen kollek i ex e ne "spillo e " und "spillin e ec s" mi nega- i em und/ode posi i em Vo zeichen. 36 Diese einsch änkende Zusa z is wich ig, abe inso e n e was wi klich- kei s emd, als die Bandb ei e de Ziel o s ellungen de Gesellscha smi - gliede , die Ve eilung diese Mi gliede au dem Spek um de poli ischen Meinungen nich unabhängig sind on de bundess aa lichen Au gliede ung des Gemeinwesens. Wi e ein achen also das P oblem, wenn wi da on aus- gehen, daß das poli ische Meinungs eld gegeben und un e seine Be ücksich- igung die op imale S aa sgliede ung zu e a bei en is , nich abe , daß auch diese ü jenes on Belang is ( gl. J. Theile : Föde alismus - Vo ausse zung ode E gebnis a ionale Poli ik. Zu ökonomisch op imalen S uk u kollek- i e En scheidungs e ah en, Be n, F ank u , Las Vegas 1977). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 22 Guy Ki sch Eind uck eines gleichen, g ünen Inhal s e wecken; je meh blaue Ku- geln man dem einen Glas en nimm , um sie in das zwei e zu un, je meh gelbe man diesem en nimm , um sie in jenes zu legen, des o wei- e en e nen sich die Gläse im Aussehen oneinande : on g ün chan- gie dieses zu blau und jenes zu gelb. Wenn es abe s imm , daß kollek i ex e ne E ek e nu im Kon lik Gegens and eine Ve hinde ungs- ode In e nalisie ungspoli ik we den können, dann is zu klä en, ob und wie in e kollek i e Auseinande se - zungen du ch die E höhung de He e ogeni ä de Kollek i e un e ein- ande beein luß we den. Im Falle kollek i ex e ne E ek e is ein Indi iduum nich nu on En scheidungskonsequenzen be o en, die es allein ode mi ande en zusammen e u sach ha ; ielmeh äg es je z auch wenigs ens einen Teil de En scheidungs olgen, die in ande en Kollek i en on Indi i- duen e u sach wo den sind, die sich on ihm meh ode wenige un- e scheiden. Umgekeh e mag dieses Gesellscha smi glied den Teil- nehme n an ande en Zusammenschlüssen ielleich einen Teil de aus seinen En scheidungen esul ie enden Konsequenzen au zud ängen. Es is Ve u sache on kollek i ex e nen E ek en und/ode on solchen Be o ene . Analog zu den au de Indi idualebene an allenden Ex e - nali ä en gib es auch hie - neben de Handlungsabs inenz - die Möglichkei de Ve hinde ung und diejenige de In e nalisie ung in ih en zwei E scheinungs o men. Die These, die hie e e en wi d, lau e also: Je g öße die in a- kollek i e Homogeni ä de be eilig en/be o enen Kollek i e, d. h. je g öße die Un e schiede, die zwischen ihnen exis ie en, des o schwie i- ge is die Du ch üh ung eine au Ve hinde ung bzw. In e nalisie ung kollek i ex e ne E ek e zielenden Poli ik im En wu und in de Du ch üh ung. De Kon lik , de aus den Kollek i en mi s eigende Homogeni ä de Zusammense zung e schwinde , lös sich nich gleichsam in nich s au , sonde n wi d lediglich e lage in die in e kollek i en Beziehungen 37• Ode abe : De Kon lik wi d - im Falle de Handlungsabs inenz wegen zu s a ke Hinde ungsg ünde und zu hohe Kos en - nich aus- ge agen, mi de wah scheinlichen Folge, daß do , wo an angs ein sachlich beg enz e in e kollek i e In e essenkon lik o lag, Feind- 37 Einsch änkend is anzume ken: In akollek i e Kon lik e e lie en mi sinkende G öße und s eigende inne e Homogeni ä nich nu an Vi ulenz, sie können auch ih en Cha ak e wechseln, e wa indem P es ige-Gesich s- punk e in den Vo de g und ücken. Diese Aspek is in unse e au eine e s e Explo a ion des P oblem eldes angeleg en S udie nich wei e be ück- sich ig . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Föde alismus -Wahl zwischen Konsenssuche u. Auseinande se zung 23 seligkei und Angs , Ang i sabsich und De ensi ges e Miß e s änd- nisse näh en, die schließlich dazu üh en, daß nich meh sachlich au - schlüsselba e In e essengegensä ze, sonde n a ek geladene E b einde einande gegenübe s ehen. Wi we den spä e dieses Thema wiede au g ei en und wenden uns o e s den beiden Handlungsal e na i en In e nalisie ung und Ve - hinde ung kollek i ex e ne Kos en und Nu zen zu. 2.1.1 Die in a- und in e kollek i e Auseinande se zung übe die Ve hinde ung on kollek i ex e nen E ek en Soll die En s ehung on kollek i ex e nen E ek en e hinde we - den, so s ell sich die F age, du ch wen und wie de en sp echende En - scheid zus ande kommen soll. G undsä zlich sind zwei Möglichkei en zu un e scheiden: En wede is ein dem be o enen Kollek i übe geo d- ne e Zusammenschluß ü diesen En scheid e an wo lich; dabei mag sich diese Zusammenschluß als Kollek i de Kollek i e aus den ihm nachgeo dne en G uppie ungen kons i uie en ode abe sich unmi el- ba au die Gesam hei de Mi gliede de un e geo dne en Kollek i e s ü zen. In ielen S aa en is eine Kombina ion beide Möglichkei en anzu e en. Es kann abe auch den ex e ne E ek e e u sachenden und on ihnen be o enen Kollek i en übe lassen bleiben, den En - scheid übe die Un e lassung de en sp echenden P ak iken un e ein- ande auszuhandeln. Welche de genann en Möglichkei en man auch imme in Be ach zieh , sie sind mi Kon lik e bunden. Im e s en Fall s eh das kollek- i ex e ne E ek e e u sachende Kollek i dem übe geo dne en Zu- sammenschluß in gegne ische Hal ung gegenübe 38 ; im zwei en Fall is es mi dem ode den be o enen Kollek i (en) im In e essengegensa z kon on ie . Soll die En scheidung, daß und welche kollek i ex e ne E ek e e u sachenden P ak iken ein Kollek i zu un e lassen ha , on einem als Kollek i de Kollek i e kons i uie en übe geo dne en Zu- sammenschluß ge o en we den, so s ellen sich bezüglich de e as- sungsmäßigen Regeln de do p ak izie en Willens indung jene P o- bleme, die Buchanan und Tullock analysie haben und die oben skiz- zie wo den sind: Mi zunehmende in e ne Homogeni ä , also s ei- gende He e ogeni ä de Kollek i e un e einande , e lage sich - als Folge de Ve schiebung de Konsens indungs- und de wah schein- lichen ex e nen Kos en - die Ku e de In e dependenzkos en nach oben; gleichzei ig s eig ih e K ümmung; beides is Ausd uck ü die 38 Vgl. R. Schnu : Poli ische En scheidung und äumliche In e essen, a.a.O.; A. F. Leemans: The spa ial hie a chy o decision making, in: De elopmen and Change, Vo1.1I3, 1969170, S. 14 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 30 GuyKi sch Ausmaß de Kompensa ionszahlungen en scheiden sollen. Auch hie gil : Mi s eigende He e ogeni ä de Kollek i e un e einande wi d diese En scheid schwie ige ; mi s eigende inne e Homogeni ä wi d es leich e , sich in den einzelnen Kollek i en au den S andpunk zu eini- gen, on dem aus die in e kollek i en Ve handlungen ge üh we den sollen. Es geh im olgenden um den Nachweis, daß jenes schwie ig, weil dieses leich is . Schließen wi die Möglichkei aus de Be ach ung aus, daß eine Kl und K2 übe geo dne e Ins anz den en sp echenden En scheid i , und schließen wi die al uis ische Rücksich nahme übe die G enzen hin- weg als un ealis isch aus, so bleib de Tausch i. w. S. als jene Mecha- nismus, übe den ein Konsens e eich we den kann. Wie oben ausge- üh sind die zu in e nalisie enden, d. h. zu en schädigenden kollek i - ex e nen Kos en nich unabhängig on de S euung und dem Um ang de Emissionen, de Zahl de in ih e Bedü nisbe iedigung angie - en Indi iduen, de Ini ensi ä diese Bedü nisse und dem En schei- dungs e ah en in dem be o enen Kollek i . Wi haben also je z eine Si ua ion o uns, in de zwei Kollek i e einande mi Fo de ungen gegenübe s ehen, die sich nu zum Teil au die objek i es s ellba en mengenmäßigen kollek i ex e nen En scheidungs olgen beziehen, zum Teil abe auch die En scheidungs e ah en e lek ie en. Dabei s ehen sich die Kollek i mi gliede i. d. R. nich unmi elba selbs gegenübe , sonde n sie sind e e en du ch Regie ungen, Beam e usw. Diese s e- hen sich di ek in Ve handlungen gegenübe , sind also eine sei s in das Beziehungs eld mi den Ve handlungsbeau ag en de Gegensei e ein- bezogen, s ehen ande e sei s abe auch in einem meh ode wenige engen Weisungs- und Kon oll e häl nis zu ih em Au aggebe , den 1ii gliede n ih es Kollek i s. Je enge dieses Ve häl nis, um so ge inge die Eigens ändigkei de Rep äsen a ion des Kollek i s. Wenn nun in den Ve handlungen ein Konsens e ziel we den soll, so is dies nu möglich, indem eine sich au den ande n zubeweg . Diese Fes s ellung wä e nich s wei e als eine T i iali ä , wenn sie nich mi de Ta sache in Ve bindung zu se zen wä e, daß die Bewegungs- eihei de beiden Ve handlungspa ne du ch de en jeweiligen Au - aggebe meh ode wenige eingeeng sein kann. Dabei is zweie lei zu un e scheiden: Es mögen die Au ags e gahe und/ode die Kon olle übe die Aus üh ung des Au ags sei ens de Kollek i mi gliede seh age und lässig gehandhab we den, und: Die Kollek i mi gliede mögen in Reak ion au den jeweiligen Ve hand- lungss and ih en Au ag an die Un e händle ände n. Scheiden wi e s e es als wohl nich sel ene, abe aus indi idulis i- sche Sich bedaue nswe e En a ungse scheinung demok a ische Wil- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Föde alismus - Wahl zwischen Konsenssuche u. Auseinande se zung 31 lens indung aus de Be ach ung aus, so bleib de Ein luß des jeweils e eich en in e kollek i en Ve handlungss andes au die kollek i in e n e bindliche Einschä zung des du ch kollek i ex e ne Ein lüsse en s an- denen Schadens und de du ch eigene En scheidung im Nachba kollek- i he o ge u enen Kos en. Diesem Aspek wollen wi uns je z zu- wenden. De Ve e e eines Kollek i s in diesen Ausgleichs e handlungen wi d un e den gemach en Vo ausse zungen nu dann Zuges ändnisse machen können, wenn das, was e dami einhandel , ihm e laub , ex an e g ünes Lich on den Kollek i mi gliede n zu e wi ken ode doch wenigs ens ex pos sein Ve hal en o diesen ech e igen zu kön- nen. Dazu sind einige Vo ausse zungen no wendig: Als e s es muß den Kollek i mi gliede n, also den Au aggebe n kla gemach we den, daß ein Zusammenhang bes eh zwischen den anges eb en En schädigungen ü auße halb des Kollek i s e u sach e Kos en und de Höhe de zu leis enden En schädigungen ü auße halb des eigenen Kollek i s an- allende Kos en de eigenen En scheidungen. Es bes eh sons die Ge ah , daß nu diese Ve zich gesehen wi d, nich abe die ü ihn eingehandel e Gegenleis ung. Dies um so meh , wenn die jensei s de G enzen e u - sach en, diessei s de G enzen an allenden Kos en als lag an es Un ech e leb we den, die diessei s de G enzen e u sach en und jensei s de G enzen an allenden Ex e nali ä en abe nich einmal wah genommen we den. Diese Pe zep ions e ze ung dü e um so wah scheinliche sein, je un e schiedliche die Ziel o s ellungen des Nachba kollek i s sind. Es s eig die P obabili ä , daß im eigenen Kolle i nich o handene Bedü nisse jensei s de G enzen beein äch ig we den, also ex e ne Kos en, de en Exis enz nich aus eigenem E leben bekann und e - au is , an allen. De in die in e kollek i en Ve handlungen on den Kollek i mi glie- de n En sand e ha denn auch eine doppel e Au gabe: Nich nu e - handel e mi den Ve e e n des ande en Zusammenschlusses; e ha auch seinen Au aggebe n das Ausmaß des Schadens o Augen zu üh en, den diese in dem ande en Kollek i an ich en bzw. ange ich e haben. In e kollek i e Ve handlungen können - wegen und im Aus- maß de Abhängigkei de Ve handlungs üh e on ih en Au agge- be n - nich nu die Funk ion de in e kollek i en Konsens indung haben; sie haben auch no wendige weise die Funk ion, den Au agge- be n, die nu mi elba an den Ve handlungen pa ildpie en können, die In o ma ion übe die on ihnen e u sach en kollek i ex e nen Kos en zu e scha en. Die Annahme is plausibel, daß dies um so schwie ige is , je emda ige , also je schwe e in ih e We igkei nach ollziehba die im ande en Kollek i in ih e Be iedigung beein äch ig en Bedü - nisse sind. Die F emda igkei abe is um so g öße , je he e ogene die OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 32 Guy Ki sch Kollek i e un e einande sind, d. h. je wenige E ah ung im Inne n mi den ex e n angie en Bedü nissen gemach und im poli ischen P ozeß e a bei e we den konn en und muß en. Ein wei e es is zu beach en: Sind die in die Ve handlungen en sand- en Ve e e an die Impe a i e ih e Mandan en gebunden, so is es - soll eine in e kollek i e Übe einkun zus ande kommen -nö ig, daß die Kollek i mi gliede sich un e einande im Inne n au Zuges änd- nisse einigen können. Mi s eigende Homogeni ä de Kollek i e abe wi d ge ade dies schwie ige , mi de Folge, daß die in e kollek i en Ve handlungen schleppend und daue nd on de Ge ah bed oh sind, sich endgül ig es zu ah en. Die These kann beg ünde we den: Wenn die Mi gliede on zwei Kollek i en einen Teil ih e Bedü nisse ge- meinsam haben, dann bedeu e dies, daß En schädigungszahlungen an die be o enen auswä igen Bedü nis äge - wenn übe haup - on jenen Kollek i mi gliede n bejah we den, die die gleichen Bedü nisse haben, die jensei s de Kollek i g enze die ex e nen Ko- s en beg ünde haben 43• Es zeig sich also auch hie , daß mi s eigende Homogeni ä wohl de kollek i in e ne En scheidungsp ozeß kon lik - ä me wi d, daß dies abe e kau we den muß um den P eis eine Ri- gidi ä de S andpunk e in de in e kollek i en Auseinande se zung, die zu Ve schä ung de Spannungen zwischen den Kollek i en bei äg : Wohl s ehen die Kollek i mi gliede "wie ein Mann" hin e ih em Be- au ag en; nu machen sie es ihm ge ade dadu ch seh schwe , sich au seine Ve handlungspa ne aus dem Nachba kollek i zuzubewegen. So seh auch de Hinweis au die Einmü igkei des Au ags dem Manda a e laub , die En schlossenhei seines S andpunk es zu dokumen ie en, so seh is sie ein Hinde nis, wenn es da um geh , aus de Ini ialphase de lau s a k e künde en Maximal o de ung in eine Ve handlungse appe hinübe zuwechseln, in de nu lexible Rücksch i e au Teilgebie en einen Fo sch i de Ve handlungen insgesam e lauben. Umgekeh : Wenn wenigs ens einige Bedü nisse beiden Kollek i en gemeinsam sind, is de in e kollek i e Wide sp uch wenige scha , da ü abe die in akollek i e Auseinande se zung hä e : Es s ehen sich in den in e - kollek i en Ve handlungen in sich meh ode wenige uneinige und eben deshalb nach außen komp omißbe ei e e Zusammenschlüsse ge- genübe 44• 43 Sie sind nämlich die einzigen, die inne halb des e u sachenden Kollek- i s du ch Kompensa ionszahlungen an ande e Kollek i e e was gewinnen können. Es is alle dings eine im Einzel all zu p ü ende F age, ob diese Ge- winn ü sie nich meh als au gewogen wi d du ch den on ihnen einge o - de en Bei ag zu Kompensa ionssumme. 44 In den o he gehenden übe legungen is ein Aspek ausgeklamme geblieben, dem in de Reali ä eine bes imm e Bedeu ung zugesp ochen we - den muß. Es is nämlich de Fall denkba und wohl auch nich unbeding OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Föde alismus - Wahl zwischen Konsenssuche u. Auseinande se zung 33 2.2. Föde alismus: Die Reduzie ung on in a- und in e kollek i en Kon lik en Es is je z zu agen, ob du ch eine Au gliede ung de Kollek i gü e - e s ellung in eine Vielzahl und he e ogenen Viel al homogene Kollek- i e wi klich nich s zu gewinnen is - auße eine Ve schiebung de sozialen Kon lik e aus dem in akollek i en Raum in das Feld de in e - kollek i en Beziehungen. Ein e s e An wo e such könn e da in be- s ehen zu p ü en, ob in e - ode in akollek i angesiedel e Kon lik e leich e zu bewäl igen sind, weil die Vo ausse zungen und möglichen Fo men de Kon lik e a bei ung hie ode do ehe in einem güns igen Ve häl nis zu Schä e de jeweils auszu agenden In e essengegensä ze s ehen. Diese Ve such wi d hie nich un e nommen, eils aus G ünden de äumlichen Besch änkung, eils aus G ünden de achlichen Inkom- pe enz, eils auch weil ande wei ige, insbesonde e poli ikwissenscha - liche A bei en in diese Rich ung o liegen 45 , übe die gegenwä ig die Finanz heo ie nich hinauszugehen in de Lage is . Ich möch e im olgenden ielmeh au Übe legungen zu ückg ei en, die oben schon meh ach angeklungen sind und die in de klassischen, abe beme kenswe wenig be ücksich ig en A bei on Rabushka und Shepsle explizi behandel wo den sind 46• sel en, daß ein und dasselbe Indi iduum Mi glied on Kollek i en is , de en En scheidungen übe die G enzen in das jeweils ande e Kollek i hinein- s euen; mi ande en Wo en: Ein Indi iduum äg als Mi glied eines Kol- lek i s 1 En scheidungen mi , de en kollek i ex e ne E ek e ihm als Mi glied des Kollek i s 2 zuwide sind. Hie sind g undsä zlich zwei Möglichkei en zu un e scheiden: En wede äg das Indi iduum den In e essenkon lik in sich selbs aus; in dem Aus- maß wie es dies u , en schä es den in a- ode in e kollek i auszu agen- den sozialen Kon lik , an dessen S elle die in aindi iduell zu bewäl igende Spannung i . Ode abe : Das En scheidungs e hal en des Indi iduums in den Kollek i en 1 und 2 wi d on dem sozialen Ambien e de beiden Kollek- i e de a beein luß ode ga bes imm , daß das Indi iduum beide nich meh im Zusammenhang zu sehen e mag: Die Iden i ä des einzelnen ze - äll in zwei in und du ch Kollek i e gep äg e Mi gliedpe sonen, die - schizoph en - oneinande nich s wissen wollen und nich s wissen können. Es is eine Ta age, welche diese beiden Möglichkei en ue häu ige e is . Ich wü de ü die zwei e o ie en, bie e sie doch dem einzelnen die Möglich- kei , de in aindi iduellen Spannung, wie sie du ch die Einsich in den un- ausweichlichen Wide s ei gleichzei ig bejah e We e en s eh , zu en liehen, eine Fluch , die e leich e wi d du ch die zei lichen, äumlichen, sachlichen, ideologischen und sozialen Di e enzen, die die Kollek i e oneinande ennen. 45 Vgl. F. W. Scha p , B. Reisse , F. Schnabel: Poli ik e lech ung: Theo ie und Empi ie des koope a i en Föde alismus in de Bundes epublik, K on- be g/Ts. 1976. 46 Vgl. A. Rabushka, K. A. Shepsle: Poli ics in Plu al Socie ies: A Theo y o Democ a ic Ins abili y, Columbus, Ohio, 1972. 3 Sch i en d. Ve eins . Soclalpoli ik 96!I OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 34 GuyKi sch Es soll de These nachgegangen we den, daß - un e bes imm en Vo ausse zungen -es a sächlich möglich is , du ch die Scha ung eine Vielzahl in sich homogene , un e einande he e ogene Kollek i e nich nu eine Ve schiebung, sonde n eine En schä ung des poli ischen Kon- lik s zu e eichen. Die Beg ündung inde diese These in übe legungen, die mindes ens einen bes imm en Plausibili ä sg ad ü sich beansp u- chen können und sich auch du ch dieses ode jenes Beispiel illus ie en lassen, wenn auch zugegeben we den muß, daß eine s ichhal ige empi i- sche übe p ü ung nich o lieg und auch hie nich anges eb wi d. Rabushka und Shepsle üh en den Beg i des "c oss-cu ing-clea - age" ein: Me kmale de am kollek i en En scheidungsp ozeß Be eilig- en, die sie -zusä zlich zu ih en Bedü nissen und Zielen - onein- ande un e scheiden; Sp ache, Religion, Rasse, Al e , poli ische Ideolo- gie 47 sind Beispiele ü solche Me kmale. En scheidend is , daß hie nich on Belang is , was jemand will, sonde n was jemand is , wenn auch im Einzel all jenes au dieses und dieses au jenes gewi k haben mag. Diese Un e scheidungsme kmale können au die poli ische Auseinande - se zung ohne Auswi kungen sein; es is dies das T aumbild eine iel- assischen, ielkon essionellen, ielsp achigen Gemeinscha , in de In e essengegensä ze au einande s oßen, die - unabhängig on Hau - a be, Sp ache, Geschlech , Religion - ezipie und im poli ischen En - scheidungsp ozeß ausge agen we den. Nun en sp ich die Reali ä die- sem Wunschbild - "wi sind ja alle Menschen" - nich imme . Im Ge- gen eil: Die Beispiele sind zahl eich, in denen dieses ode jenes Me k- mal allein ode mi ande en die poli ische Auseinande se zung domi- nie : in Belgien is es die Sp ache, in I land die Religion, in Rhodesien und Süda ika die Rasse. En scheidend is also nich , daß es Un e schie- de in de Religion, de Sp ache, de - wie auch imme de inie en - Rasse gib , sonde n daß diese Di e enzen die poli ische Auseinande - se zung, d. h. die Willensbildung übe die Be ei s ellung on Kollek i - gü e n in meh ode wenige g oßem Ausmaß behe schen. Die oben genann en Au o en sp echen on de "saliency" diese Me kmale. Diese poli ische Bedeu samkei on Un e scheidungsme kmalen, die keineswegs no wendig und an spezi ische Quali ä en de Un e schei- dungsme kmale, sonde n an die e olg eiche Tä igkei on "poli ical en ep eneu s" gebunden is , äuße sich in e schiedenen Fo men: Ge- 47 Hie zeig sich die Ge äh lichkei poli ische Heilsleh en, die - im e - mein lichen Besi z de Wah hei - jedes A gumen ih e Gegne deshalb ab- lehnen, weil es on diesen komm . Das A gumen wi d nich abgelehn , weil es als alsch e kann wo den is , de Gesp ächspa ne wi d nich zum Geg- ne , weil e A gumen e e i , die als I um e kann wu den, sonde n weil de Gegenübe ein Gegne is , sind seine A gumen e alsch. Nich was e u und sag is en scheidend, sonde n was e is . Was e is abe is nich das E gebnis de Auseinande se zung, die man mi ihm ge üh ha , sonde n de Re lex de eigenen Ideologie. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Föde alismus -Wahl zwischen Konsenssuche u. Auseinande se zung 35 we kscha en bilden sich au de Basis eligiöse Übe zeugungen, Pa - eien spal en sich in sp achlich homogene Teile au , nach Rassen e - schiedene Ve bände we den au de Basis gleiche In e essen geg ünde . Selbs wenn keine assisch, eligiös ode sp achlich beding en Un e - schiede de In e essenlage o liegen, wi d de Un e schied in Rasse, Religion ode Sp ache zum Hin e g und eine Einigung 48• Es is ge adezu die De ini ion des "salien c oss-cu ing-c1ea age", daß das Gegensä ze scha ende Un e sche dungsme kmal au die zu En scheidung ans ehenden Sach agen ab ä b und do Kollisionen scha , wo - unabhängig on dem Un e scheidungsme kmal - keine bes ehen, und do , wo es welche gib , diese e schä : Es geh nich meh um Schulen, sonde n um kon essionelle Schulen; es geh nich meh um den Bau eines Thea e s, sonde n in welche Sp ach egion es gebau wi d; es geh nich um den Ausbau eine Polizei uppe, sonde n um de en assische Zusammense zung. Die P oduk ion on Kollek i - gü e n e olg nich meh p imä im Hinblick au die Be iedigung en - sp echende Bedü nisse; Kollek i gü e en scheidungen sind das E geb- nis des Di e enzie ungs- und Ausdi e enzie ungswillens on Sub- g uppen. Eine Un e scheidung de Gesellscha smi gliede nach einem ih e Seinsme kmale -Rasse, Religion, Sp ache - im Gegensa z zu den Be- dü nissen, die sie e olgen, is dann on g oße Bedeu ung, wenn diese Un e scheidung "salien ", poli isch bedeu sam wi d. In diesem Fall en- die nämlich di'ese "c oss-cu ing-clea age" dazu, die Gesellscha zu pola isie en, indem diese au das Sein de Gesellscha sm gliede be- zogene "c1ea age" alle üb igen, au Bedü nisse abs ellende Beziehun- gen beein luß : In de jeweiligen In e essenlage beg ünde e Gegensä ze we den e schä , in ih angeleg e Koope a ionsmöglichkei en ausge- schal e . Mi ande en Wo en: De Riß, de - an einem Un e scheidungs- me kmal o ien ie - die Gesellscha spal e , e s ä k ande e du ch- aus o handenen Di e enzen und e d äng du chaus exis ie ende Ge- meinsamkei en. Das E gebnis is eine Alles-ode -Nich s-Kon on a ion. "I all he c1ea ages occu along he same lines, i he same people hold opposing posi ions in one dispu e a e ano he , hen he se e i y o con lic s is likely o inc ease. The man on he o he siede is no jus an opponen ; he soon becomes an enemy"49. 48 Es dü e ehe sel en sein, daß solche Un e scheidungsme kmale jene, die sie ennen, anhal en, sich einande gegenübe besonde s koope a i zu e hal en und o liegende In e essengegensä ze he un e zuspielen. Wenn dies doch geschieh , so is es i. d. R. au de Ebene de pe sönlichen Begegnung und nich sel en ealis ische weise als la ie e Agg essi i ä zu in e p e- ie en. 49 R. A. Dahl: Plu alis Democ acy in he Uni ed S a es, Chicago 1967, S.277. 3* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 36 Guy Ki sch Is ein solch pola isie endes Un e scheidungsme kmal poli isch i u- len gewo den, so we den Komp omisse zwischen kon ligie enden In e - essen p ak isch unmöglich: es gib keine "logs o olling" meh . Dies is dann auch wohl de Ta bes and, de angesp ochen is , wenn - e - b ei e - da on die Rede is , daß Kollek i e ein Mindes maß an Ge- meinsamkei au weisen müssen, wenn sie Bes and haben sollen. Hie lös sich das Pa adoxon au , das besag , daß kollek i e En scheidungs- p ozesse, de en Zweck in de ex-an e-Koo dina ion di e gie ende In e - essen bes eh , du ch bes imm e Di e enzen un e den Mi gliede n auße Funk ion gese z we den können. Die Di e enzen de Indi iduen, die sich au Bedü nisse und Ziele beziehen, sind in einem Kollek i solange ela i leich kon lik uell zu e a bei en, als sie iel äl ige Komp omisse in iel äl igen Koali ionen mi a iie ende Zusammense zung in zahl eichen En scheidungsgängen e lauben; dies is dann nich meh möglich, wenn ein Un e scheidungs- me kmal zum alles dominie enden K i e ium gewo den is und die Ge- sellscha in zwei Teile spal e , übe de en G enzen hinweg keine Koali- ionen meh möglich sind. In de Te minologie Buchanans und Tullocks bewi k ein solch dominie endes Pola isa ionsk i e ium, daß die S ei- gung de wah scheinlichen ex e nen und de Konsens indungskos en sich d as isch, im Ex em unendlich e höh mi den en sp echenden Konse- quenzen ü den Ve lau de In e dependenzkos en: F agen des P oce- de e gewinnen an Gewich gegenübe zu En scheidung ans ehenden Sachp oblemen; in den Augen de Kollek i mi gliede s eigen die aus de Ta sache des kollek i en En scheidens en s andenen Kos en. Exis ie nun in eine Gesellscha ein solche "c oss-cu ing-clea - age", und is e - aus welchem G unde auch imme -poli isch i u- len , so mag man den Ve such un e nehmen, die Kollek i gü e e s el~ lung in diese Gesellscha de a au zugliede n, daß sie in Kollek i en s a inde , die bezüglich des pola isie enden Un e scheidungsme kma- les homogen sind. Hin e dem Vo schlag s eh die Ho nung, so in den einzelnen Kollek i en wiede jene Viel al de Koali ionen und Kom- p o nißmöglichkei en zu scha en, die den in akollek i en Kon lik en - schä en: Die in akollek i e In e dependenzkos enku e e läu nie- d ige und lache , d. h. die Ta sache des kollek i en En scheidens wieg in den Augen de einzelnen Kollek i mi gliede wenige , und das P o- blem de En scheidungs egeln e lie an Bedeu ung. So wei , so gu : Nu ag sich, wie sich diese Au gliede ung de Ge- sellscha in e schiedene En scheidungskollek i e auswi k , wenn man die in e kollek i en Beziehungen wiede in Be ach zieh . Geling es, in den einzelnen Kollek i en die Kollek i gü e e s ellung so einzu ich en, daß keine kollek i ex e nen E ek e an allen, und sind OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Föde alismus -Wahl zwischen Konsenssuche u. Auseinande se zung 37 diese Zusammenschlüsse nich un e halb eine echnisch beding en Op- imal- bzw. Un e g enze, dann is das P oblem des "c oss-cu ing-clea - age" in de Ta aus de Wel gescha ; de Kon lik b auch nich aus- ge agen zu we den, da es keinen Raum gib , wo e sich s ell . Wohl exis ie noch das Un e scheidungsme kmal Rasse, Religion, Sp ache u. ä.; nu is es inne halb de einzelnen Zusammenschlüsse nich meh "salien ". Es sind dies wohl die Übe legungen, die die Ho nung beg ün- den, die die süda ikanische Apa heids- und Homelandspoli ik äg ; ob be ech ig ode nich , s eh hie nich zu Diskussion. Es sind dies auch die Übe legungen, die hin e den Plänen zu öde a i en Au gliede ung Belgiens in einen wallonischen und in einen lämischen Teils aa s ehen, wobei alle dings die Zweisp achigkei de gemeinsamen Haup s ad B üssel mi hohe Wah scheinlichkei die "saliency" de Sp achun e - schiede au ech zu e hal en d oh . Nun sahen wi oben, daß im Zusammenhang mi de kollek i in e - nen Kollek i gü e e s ellung ex e ne E ek e übe die Kollek i g en- zen hinaus s euen können, daß also die F age de Ex e nali ä en e - hinde ung bzw. -in e nalisie ung wiede au auch . Es möch e nun schei- nen, daß bei in e kollek i en Ve handlungen de "c oss-cu ing-clea - age" de Sp ache, Religion ode Rasse wiede mi olle Wuch in die poli ische Auseinande se zung einb ich . Dem is nich unbeding S050: Dami ein solches Un e scheidungsme k- mal poli isch bedeu sam wi d, is es nö ig, daß es eine poli ische Ebene de A ikula ion ü dieses K i e ium gib . Es is no wendig, daß ü das Thema eine eigene Emp änglichkei beim Publikum bes eh , daß 50 Im olgenden wi d aus eine Reihe on möglichen Hypo hesen eine he - ausgeg i en, die uns besonde s plausibel e schein . Sie s eh hie ehe , um mögliche Wei e en wicklungen dieses Denkansa zes zu demons ie en, als daß de Ansp uch e hoben wü de, sie en hal e die ganze Wah hei . Das Thema, das hie angesp ochen wi d, is nich s ande es als die Na u des Vo u eils, die Bedingungen seine En s ehung, die Dynamik seine Ve b ei ung, die Aus- wi kungen seine Vi ulenz ( gl. G. W. AUpo : The Na u e o P ejudice, 2nd ed., Ga den Ci y, N. Y., 1958). So is im Gegensa z zu de hie o ges ell en Hypo hese die Vo s ellung möglich, daß du ch das enge Zusammenleben di e ie ende Indi iduen in he e ogenen Gesellscha en Vo u eile abgebau , d. h. "c oss-cu ing-clea ages" zum Ve schwinden geb ach we den können: Im ,mel ing po ' de he e ogenen Gesellscha e lie en die einzelnen Indi i- duen die eigenen sie on ande en ennenden Cha ak e is ika, und/ode sie übe nehmen die ihnen an änglich emden Me kmale ande e Gesellscha s- mi gliede ; die In eg a ion is das Ziel und das E gebnis: Diese Hypo hese en sp ich übe wei e S ecken eine ha monis ischen Wunsch o s ellung; ih e Gül igkei dü e abe an Bedingungen, so insbesonde e die nich allzug oße Augenscheinlichkei de Un e scheidungsme kmale ( gl. E. Go - man: S igma. No es on he Managemen o Spoiled Iden i y, Englewood Cli s, N. Y., 1963) gebunden sein, die nich in allen Fällen geg,eben sind ( gl. P. F. Seco d, C. W. Backman: Social Psychology, 2nd ed., Tokyo u. a. 1974, S. 170 .). Auch dü e on Bedeu ung sein, ob die Un e scheidungsme kmale übe haup ode doch ohne eine meh als obe lächliche Ve le zung de jewei- ligen Iden i ä au gegeben ode übe nommen we den können. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 38 Guy Ki sch ein im poli ischen Raum einge üh es Sp achins umen e ügba is , das - ihn e schä end - den Un e schied zu e assen e mag, daß poli ische Un e nehme An ennen ü das P oblem en wickel haben und sich on seine A ikula ion Chancen e sp echen. Dies abe sind alles Dinge, die nich ohne wei e es gegeben sind, ode genaue : es sind Dinge, die nich ap io i gegeben sind und die sich nich mühe- und eibungslos on heu e au mo gen en wickeln lassen. Sie sind das E - gebnis de E ah ung: Diese is am bes en dann gegeben, wenn das Un e scheidungsme kmal ag ägliches Thema de poli ischen Auseinan- de se zung is ; dies is wiede um am ehes en dann de Fall, wenn keine homogenen Kollek 1 e gescha en wo den sind, also in einem alle um- assenden he e ogenen Kollek i . Es is dies wohl auch de G und, wa - um bezüglich solche Seinsme kmale he e ogene Kollek i e - je län- ge , des o meh - dazu endie en, diese K i e ien ins Zen um de poli ischen Auseinande se zung zu ücken, ohne daß die dami e knüp - en P obleme eine Lösung nähe geb ach wü den, ohne daß de Kom- p omiß in diese F age wah scheinliche gewo den wä e. Im Gegen eil: Je zen ale das Thema wi d, um so unwah scheinliche wi d de Kom- p o niß, um so g öße das In e esse de Kon ahen en, dem Un e schei- dungsme kmal alle üb igen Zielkon lik e un e zuo dnen, um so ein- ühlige und eak ions eudige das poli ische Sys em und seine Ak- o en, um so dominan e das Un e scheidungsme kmal USW. 51 • In diese Wi kungske e is wohl eine de G ünde zu sehen, wa um dominie ende und pola isie ende Un e schiede, haben sie e s einmal im kollek i en Willensbildungsp ozeß Resonanz und Wi kmäch igkei e lang , selbs e s ä kend wi ken; sie agen selbs dazu bei, die Bedin- gungen zu scha en, die ihnen wei e es Gewich e leihen, ohne daß die Möglichkei en zu Ve a bei ung des so e schä en poli ischen Kon lik s gleichzei ig e höh wü den. Im Gegen eil: Die eingangs ielleich o - handenen Möglichkei en und die Be ei scha zum Komp o niß sinken; de Ausgleich wi d unwah scheinlich. So haben imme hin die Belgie ech lange in einem meh sp achigen S aa zusammengeleb ; dies wu de schwie ig, als die Sp achun e schiede zum dominie enden K i e ium wu den, und es wi d zunehmend schwie- ige , o z ode wegen de Bemühungen, inne halb des Zen als aa es das Sp achenp oblem zu lösen: Die Sensibili ä ü das Sp achenp o- blem s eig , und es we den Sachbe eiche in izie , die bislang nich mi Bezug zu Sp ache gesehen wu den. 51 Hie dü e auch eine mögliche E klä ung zu suchen sein ü die Ta - sache, daß gewal ä ige Lösungs e suche im Zusammenhang mi "c oss- cu ing-clea ige"-induzie en P oblemen dann besonde s wah scheinlich sind, wenn e s e Ansä ze zu ih e Lösung un e nommen wo den sind. Die Rassen- un uhen in den Ve einig en S aa en olg en de on Johnson ini iie en In- eg a ionspoli ik. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Föde alismus - Wahl zwischen Konsenssuche u. Auseinande se zung 39 Nun sind - haben wi es e wa mi assisch, sp achlich ode eligiös homogenen Teilkollek i en zu un - e schiedene Mögl1chkei- en denkba : Liegen kollek i ex e ne E ek e o , und sind die Teilkol- lek i e e s kü zlich aus de Au gliede ung eines he e ogenen Kollek- i s en s anden, so is es wah scheinlich, daß noch in den Köp en und in den Ins i u ionen eine Emp indlichkei ü das pola isie ende Un e - scheidungsme kmal bes eh , die die kollek i ex e nen E ek e mi de Unbeding hei eine pola en Gegensä zlichkei in izie . En sp echend schwie ig wi d die Lösung des Kon lik s sein, die sich in e kollek i bei de Behandlung kollek i ex e ne E ek e e gib . Es is nich auszu- schließen, daß an sich "ha mlose" Ex e nali ä en so eine gegensei ige Animosi ä zwischen den Kollek i en am Leben hal en ode ga neu en achen, die gu nachba liche Beziehungen unmöglich mach ode doch e schwe . Ge ade nach eine e s jüngs e olg en Au gliede ung eines he e ogenen Kollek i s mi einem "salien c oss-cu ing-clea age" komm es also da au an, kollek i ex e ne E ek e, insbesonde e solche, die mi diesem Un e scheidungsme kmal in nahem Zusammenhang s e- hen, zu e meiden: Die mi ihnen e bundenen P obleme sind (noch) seh schwe zu lösen und d ohen, alls man dies e such , die Lösungs- möglichkei en ü die Zukun zu ge äh den. Ein wei e e Fall is denkba und wohl auch nich öllig unwah - scheinlich: Zwei ode meh e e Kollek i e exis ie en, und sp achliche, eli- giöse ode assische Di e enzen we den deshalb nich als poli isch be- deu sam e leb , weil kollek i in e ne En scheidungen, die das Un e - scheidungsk i e ium au diese ode jene Weise be üh en könn en, in den einzelnen Kollek i en ge o en we den und aus ihnen olgende Konsequenzen o e s nich übe die Kol1ek i g enzen hinausg.ehen. Das di e enzie ende, an angs in ensi e leb e Me kmal e schwinde aus dem Bewuß sein und als Thema de poli ischen Auseinande se zung. B ing es nun e wa die echnische En wicklung mi sich, daß ex e ne E ek e übe die Kollek i g enzen hinauss euen, und wi d die Ve hin- de ung bzw. die In e nalisie ung e schlepp , so s eig die Wah schein- lichkei , daß die Emp indlichkei geg.enübe dem Un e scheidungsme k- mal wiede s eig und sich so die Von~usse zungen ü die Lösung des Ex e nali ä enp oblems e schlech e n: Das aus de La enz he ausge- hobene, nunmeh poli isch wi kmäch ige K i e ium in izie ühe "ha mlose" In e essenkon lik e und e schwe so ande wei ig mögliche Komp omisse. In e kollek i e Ve handlungen übe die Ve meidung ode die In e - nalisie ung kollek i ex e ne E ek e e en wohl au alle jene Schwie- igkei en, die oben skizzie wo den sind. Nu : Falls es sich um beg enz- e und e einzel e S ei älle handel und solange es geling , sie als sol- che in den in e kollek i en Beziehungen zu e a bei en, is die Ge ah OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 46 Die e Bös In diese A bei geh es ielmeh da um, einige mi wich ig e schei- nende Finanzausgleichsp obleme anhand on Modellen des e ikalen sowie des ho izon alen Finanzausgleichs au zuzeigen. So sehe ich den e ikalen Finanzausgleich p imä on de S aa s au - gabensei e bes imm , on de Nach age des einzelnen Konsumen en nach Gü e n, die ihm on den Gebie skö pe scha en un e schiedlichen Rangs angebo en we den können, in de en Gebie e seßha is . Dahe is wesen lich, welche A en on Gü e n angebo en we den und wie- iel. Le z e es bedeu e , daß die S aa sau gabenen scheidung im e i- kalen Finanzausgleich s e s auch eine En scheidung übe den Um ang des ö en lichen Sek o s beinhal e . De e ikale Finanzausgleich is hie bei m. E. s e s poli -ökonomisch zu sehen s. Die Theo ie des e ika- len Finanzausgleichs wi d bei eine solchen Be ach ungsweise ganz all- gemein zu eine poli -ökonomischen "Theo ie des Föde alismus", de en G undzüge in Abschni B diese A bei en wickel we den. Beim ho izon alen Finanzausgleich schein mi besonde s wich ig, Alloka ions- und Ve eilungswi kungen ypische Finanzausgleichszu- weisungen au zuzeigen. In beiden Fällen s elle ich au Gebie skö pe - scha en und nich au Indi iduen ab. Alloka ion beziehe ich au die F age: Welche Au gliede ung zwischen p i a em und ö en lichem Sek- o wi d du ch Finanzausgleichszuweisungen e ziel ? Wiewei gel en in diesem Zusammenhang neue e US-ame ikanische Übe legungen übe die Subs i u ionse ek e zwischen eigenen Finanzmi eln de emp an- genden Gebie skö pe scha en und zugewiesenen Finanzmi eln auch ü die Bundes epublik Deu schland ode ü Ös e eich? Ve eilung wiede um beziehe ich da au , daß mi Finanzausgleichszuweisungen o anges eb wi d, eine egional ungleiche Ve eilung de Finanzk a zu ko igie en. Diesen Alloka ions- und Ve eilungswi kungen on Finanz- ausgleichszuweisungen is Abschni C diese A bei gewidme 7. 3 K. Bulu oglu: Fiscal Decen aliza ion: A Su ey o No ma i e and Posi- i e Con ibu ions, in: Finanza chi N. F. 35 (1976), S. 1 - 34. 4 D. Bös: Fede alism and In e go e nmen al P oblems o U ban Finance, in: Ins i u In e na ional de Finances Publiques (ed.): P oblemes des Finances Publiques U baines, 28eme Session (New Yo k 1972), Saa b ücken 1973, S. 56 - 81. 5 W. E. Oa es: Fiscal Fede alism, New Yo k u. a. 1972. 6 So schon D. Bös: Eine ökonomische Theo ie des e ikalen Finanzaus- gleichs, da ges ell am ös e eichischen Beispiel, in: Zei sch i ü Na ional- ökonomie 30 (1970), S. 65 - 124. (Zugleich e s e Teil des Buches D. Bös: Eine ökonomische Theo ie des Finanzausgleichs, Wien-New Yo k 1971, S. 1 - 57.) Vgl. dazu auch D. Bös: Einige wei e e Gedanken zum Finanzausgleich, in: Zei sch i ü Na ionalökonomie 32 (1972), S. 345 - 367. 7 Die Besch änkung au diese beiden F ages ellungen bedeu e alle dings, daß ande e wesen liche F ages ellungen des ho izon alen Finanzausgleichs in den Hin e g und e en. Dies gil o allem ü die au gabensei ige De e mi- nie ung de e o de lichen Finanzmi el on Gebie skö pe scha en, wie sie OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Zu Theo ie des Finanzausgleichs 47 Wenn im olgenden bes imm e G undp inzipien des iskalischen Föde- alismus anhand o male Modelle he ausgea bei e we den sollen, so is es zweckmäßig, zunächs jeweils bes imm e Annahmen zu e en, um die G und endenzen kla e da s ellen zu können. Am Ende de ein- zelnen Abschni e übe den e ikalen bzw. den ho izon alen Finanzaus- gleich wi d dann au gezeig we den, in welche Fo m diese P ämissen gelocke ode au gegeben we den können. Bei allen Modellen is es in diesem Sinne zweckmäßig, zunächs da on auszugehen, daß bes imm e Gebie skö pe scha en be ei s einge ich e sind, die isolie nebeneinande s ehen: P ämisse 1 (Gegebene S uk u de Gebie skö pe scha en). Wi un- e suchen in diese A bei die Zuo dnung on S aa sausgaben 8 und S aa seinnahmen au Gebie skö pe scha en. Die S uk u diese Ge- bie skö pe scha en sei o gegeben. Im be ach e en Gemeinwesen seien also Gemeinden und Lände bes imm e G öße 9 sowie ein Zen al s aa einge ich e . Wi indizie en diese Gebie skö pe scha en gene ell mi G E {a, b, c}, wobei a, b, c die un e schiedlichen Gebie skö pe scha s- ebenen Zen als aa , Bundeslände , Gemeinden indizie en. P ämisse 2 (Isola ion gleich angige Gebie skö pe scha en). Es gib keine ex e nen E ek e, die die G enzen de Gebie skö pe scha übe - sch ei en (in e ju isdic ional spillo e s). De Nu zen eine S aa s aus- gabe sei ens eine Gebie skö pe scha ließ nu den Einwohne n diese Gebie skö pe scha zu. Die S eue , die on eine Gebie skö pe scha eingehoben wi d, wi d zu Gänze on den Einwohne n diese Gebie s- kö pe scha ge agen. Es gebe keine s a egischen Reak ionen on Ge- bie skö pe scha en au Ak ionen ande e Gebie skö pe scha en. e wa in empi ischen Un e suchungen zum sogenann en B ech schen Gese z ih en Niede schlag inden. Besonde s o d inglich is das P oblem des Finanz- beda s on S ad gebie en. Vgl. D. Bös: Fede alism and In e go e nmen al P oblems o U ban Finance, a.a.O. 8 Mi de Fes se zung de S aa s ausgaben we den in diesen Modellen s e s auch die S aa sau gaben es gese z , wobei au die F age de S aa sausgaben- in ensi ä de S aa sau gabene üllung nich eingegangen we den soll. Vgl. zu diese F age H. Zimme mann: Die Ausgabenin ensi ä de ö en lichen Au - gabene üllung, in: Finanza chi N. F. 32 (1973174), S. 1 - 20. 9 Wobei "G öße" sich au Te i o ium, Einwohne zahl und ähnliche K i e- ien bezieh , nich abe anhand de jeweiligen S aa sausgaben und -einnah- men de inie is . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 48 Die e Bös B. Poli -ökonomische Alloka ionsmodelle des e ikalen Finanzausgleichs 1. P oblems ellung 1.1. Medianwähle modelle zum Finanzausgleich Gehen wi da on aus, daß es in eine Wi scha meh e e Gü e gäbe, bei denen unbes i en is , daß sie p i a p oduzie und in indi iduell un e schiedlichem Ausmaß konsumie we den. Daneben gebe es ein Gu , hinsich lich dessen en schieden we den soll, ob und gegebenen alls on Gebie skö pe scha en welchen Ni eaus es ö en lich angebo en we den soll. Wi indizie en dieses Gu jeweils mi h = 1 10 • G undlage ü diese En scheidung seien die indi iduellen P ä e enzen de Wähle . Die Du chse zung solche P ä e enzen e olge du ch kon- ku ie ende poli ische Pa eien. Diese müssen ih e P og amme de a e s ellen, daß sie die e o de liche Meh hei e hal en. En scheidend wi d dahe s e s die P ä e enzo dnung des Medianwähle s sein. Wi wollen in den o liegenden heo e ischen Ansä zen on den einzelnen Konsu- men en als En scheidungsins anzen ausgehen und hie ü als e s e Nä- he ung annehmen, daß jede Konsumen ein Wähle und jede Wähle ein Konsumen seiH. Nun sind Medianwähle modelle in Finanzausgleichs agen nich s öl- lig neues l2 • Die meis en diese Modelle gehen on ypischen US-ame i- kanischen ins i u ionellen Gegebenhei en aus. G undlage de Wähle - en scheidung sind meis Nu zen unk ionen de Konsumen en, in denen de Nu zen eine S aa sausgabe den an allenden Belas ungen (S eue , "S eue p eis" usw.) gegenübe ges ell wi d, die on de be e enden Gebie skö pe scha au e leg we den (müssen), um den gewünsch en 10 Ob hie die P oduk ionsmi el im ö en lichen Eigen um s ehen (ö en - liche P oduk ion) ode ob on P i a en p oduzie e Gü e on de ö en - lichen Hand e wo ben und an alle im gleichen Um ang abgegeben we den ("Sozialisie ung des Konsums") spiel keine Rolle. Vgl. dazu D. Ushe : The Wel a e Economics o he Socializa ion o Commodi ies, in: Jou nal o Public Economics 8 (1977), S. 151 -168. 11 Au die al e na i e Möglichkei , on den Haushal en als En scheidungs- ins anzen auszugehen, wi d in. Punk 5.4 dieses Abschni s nähe einge- gangen. 12 Bekann e A bei en sind e wa: J. L. Ba und O. A. Da is: An Elemen- a y Poli ical and Economic Theo y o he Expendi u es o Local Go e n- men s, in: The Sou he n Economic Jou nal XXXIII (1966), S. 149 -165; R. Ba ow: E iciency E ec s o Local School Finance, in: Jou nal o Poli ical Economy 78 (1970), S. 1028 -1039; T. E. Bo che ding und R. T. Deacon: The Demand o he Se ices o Non-Fede al Go e nmen s, in: The Ame ican Economic Re iew LXII (1972), S. 891 -901; M. V. Pauly: Income Redis ibu- ion as a Local Public Good, in: Jou nal o Public Economics 2 (1973), S. 35 -58; J. S. Akin und D. J. Young Day: The E iciencyo Local School Fi- nance, in: Re iew o Economics and S a is ics LVIII (1976), S. 255 -258. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Zu Theo ie des Finanzausgleichs 49 Um ang de S aa sausgabene s ellen zu können. Ausgaben wie Bela- s ungen sind dahe je nach Gebie skö pe scha endenziell un e schied- lich. Das ypische Beispiel, dem die meis en diese Modelle gewidme sind, is die lokale Budge en scheidung au dem Schulsek o . Fü die USA heiß dies, daß jene Kombina ion on Schulausgaben und Ve mögen- s eue belas ung gesuch wi d, die de lokale Medianwähle op imal inde 3• Die hie o geleg e A bei weich on diesen Modellen in zwei wesen lichen Punk en ab. Zum einen soll ein Gesam modell des e ikalen Finanzausgleichs ge- bo en we den. Ein solches Modell kann abe nich wie die ange üh en US-ame ikanischen A bei en da on ausgehen, daß be ei s es s eh , welche S aa sau gaben on welche Gebie skö pe scha beso g we - den. Vielmeh muß das Modell auch geeigne sein, zu e klä en, un e welchen Bedingungen eine Medianwähle en scheidung dazu üh , daß eine Au gabe übe haup zu S aa sau gabe wi d und nich im poli ischen P ozeß ü p i a e Beso gung eine Au gabe en schieden wi d. Und wenn diese Vo age posi i ü den ö en lichen Sek o en schieden is , sind des wei e en die Bedingungen au zuzeigen, un e denen im poli i- schen P ozeß en schieden wi d, au welche Gebie skö pe scha sebene das ö en liche Angebo e olg . Zum ande en müssen die ins i u ionellen Besch änkungen de S aa s- einnahmensei e so kons uie we den, daß sie dem ypischen Finanz- ausgleich in de Bundes epublik und in Ös e eich en sp echen. Hie ü müssen wi un e scheiden zwischen Fällen des S eue e bundes und des T ennsys ems. Beim S eue e bund, dessen Ke nbe eich in den ange- üh en Lände n die Einkommens eue und die Umsa zs eue sind, zahl de Konsumen gleich hohe S eue sä ze diese beiden S eue n, unab- hängig da on, au welche Gebie skö pe scha sebene die en sp echen- den S aa sausgaben ge ä ig we den. De Ausgleich ü die einzelnen Gebie skö pe scha en e olg übe die E ags eilung im e ikalen und ho izon alen Finanzausgleich. Bei Lände n und Gemeinden wi d hie bei ypische weise ein un olls ändige Ausgleich de Finanzk a zwischen eiche en und ä me en Gebie skö pe scha en o genommen, indem die Zuweisung de Finanzmi el eils nach dem egionalen Abgabenau kom- men, eils nach i gendwelchen Maßzahlen des Finanzbeda s e olg . Beim T ennsys em heben die be e enden Gebie skö pe scha en eigene Abgaben ein, de en E ag ihnen zu Beso gung ih e Au gaben e - bleib . Die oben ange üh en US-ame ikanischen Modelle en sp echen nu dem T ennsys em. 13 Ba T und Da is, a.a.O., e wei e n au den Fall meh e e S aa sausgaben. 4 Sch i en d. Ve eins . Soclalpoll lk 96/I OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 50 Die e Bös Um die Vielzahl mögliche Ausges al ungen eines solchen Median- wähle modells des iskalischen Föde alismus ypisie en zu können, wol- len wi e schiedene Un e scheidungen e en. Da es um eine En schei- dung geh , ob und on Gebie skö pe scha en welche Ebene ein Gu ö en lich angebo en we den soll, beziehen sich die Ein eilungsk i e ien eine sei s au die Ebene de En scheidung und ande e sei s au den Cha- ak e de be ach e en Gü e . 1.2. Ebene de En scheidung Hinsich lich de En scheidungsebene un e scheiden wi zwischen zen- ale und öde a i e En sche~dung. 1.2.1. Zen ale En scheidung In diesem Fall wi d au Bundesebene en schieden, ob ein Gu p i a ode ö en lich om Bund ode ö en lich au Landesebene ode ö en - lich au Gemeindeebene angebo en we den soll. (Es s ehen also ie Al e na i en zu Diskussion.) Fü agie ende poli ische Pa eien is da- he die P ä e enzo dnung des Medianwähle s im Bundesgebie maß- geblich. Wenn de Medianwähle im Bundesgebie e wa ü ö en liches Angebo au Landesebene ode Gemeindeebene ein i , so wi d dieses Gu in allen Lände n (Gemeinden) ö en lich angebo en we den. Von de Finanzie ungsS'ei e en sp ich diese A de En scheidung das Ve - bundsys em. (Als ein aches Beispiel könn e eine En scheidung übe Spi- al äge scha dienen.) 1.2.2. Föde a i e En scheidung In diesem Fall wi d en wede au Bundes- ode au Landes- ode au Gemeindeebene da übe en schieden, ob ein Gu ö en lich ode p i a angebo en we den soll. (Es s ehen also jeweils diese zwei Al e na i en zu Diskussion.) Fü agie ende poli ische Pa eien is jeweils die P ä- e enzo dnung des Medianwähle s de be e enden Gebie skö pe scha maßgeblich. Bei eine En scheidung au Landesebene sind also die Me- dianwähle de einzelnen Bundeslände zu be ach en. Je nach de P ä- e enzo dnungdes Medianwähle s in einem einzelnen Land ode eine einzelnen Gemeinde kann es dahe e wa ü die poli ischen Pa eien güns ig sein, in einem Land ode eine Gemeinde ü ö en liches An- gebo einzu e en, in ande en dagegen ü p i a es. Von de Finanzie- ungssei e he en sp ich diese A de En scheidung das T ennsys em. (Als ein aches Beispiel könn e eine En scheidung da übe dienen, ob ö en liche ode p i a e Müllab uh güns ige is .) OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Zu Theo ie des Finanzausgleichs 51 1.3. A de Gü e Hinsich lich de A en de angebo enen Gü e un e scheiden wi zwi- schen ö en lichen, ambi alen en und p i a en Gü e n. 1.3.1. Ö en liche Gü e Als ö en liche Gü e bezeichnen wi solche, bei denen wi wegen Nich i ali ä des Konsums annehmen, daß sie on jedem Konsumen- en im gleichen Um ang konsumie we den, e wa Landes e eidigung, ö en liche Ve wal ung, Siche hei , Rech sp lege, abe auch S aßen (nich alle dings Mau s aßen). Föde alismusen scheidungen bei ö en - lichen Gü e n beziehen sich au die F age, on welche Gebie skö pe - scha diese Gü e jeweils angebo en we den sollen, eine P i a isie ung s eh nich zu Diskussion. Die on de ö en lichen Hand zu Ve ügung ges ell e und on den Konsumen en in gleichem Um ang konsumie e Menge Xl a14 kann am bes en jeweils als Abs ak um au ge aß we den: wie iel Einhei en Rech ssiche hei ode Gesundhei ode Ve eidigungsschu z we den kon- sumie , wobei ü diese abs ak en Einhei en en sp echende Quan i i- ka o en ge unden we den müssen. 1.3.2. Ambi alen e Gü e Als ambi alen e Gü e bezeichnen wi solche, bei denen die En schei- dungsal e na i e da in bes eh , sie en wede on de ö en lichen Hand in eine n ü alle Konsumen en gleichen Um ang angebo en zu e hal en, ode sie au g und p i a en Angebo s im indi iduell un e schiedlichen Ausmaß konsumie en zu können. Solchen En scheidungsal e na i en be- gegnen wi bei de Gesundhei s o so ge, e wa dem Spi alangebo , ode bei Schulen. Eine analoge Un e scheidung könn e bes ehen zwischen ö en lichen S aßen und Mau s aßen, die on hiezu eigens einge ich- e en Gesellscha en angebo en we den. Um die Nu zen o s ellungen de Konsumen en en sp echend e - gleichen zu können, muß im Falle des ö en lichen Angebo s s e s in de gleichen Weise quan i izie we den wie im Falle des p i a en An- gebo s. Es wä e also unmöglich, im Falle des ö en lichen Angebo s in abs ak en Einhei en zu messen (e wa in "Einhei en de Gesundhei s- o so ge") und im Falle des p i a en Angebo s in konk e en Einhei en (e wa in "konsumie en Spi als unden mi indi iduell a iie ende Quali ä "). 14 Daß ö en liche Gü e jeweils p o Konsumen in gleichem Um ang zu- ließen, is wohl die üblichs e Annahme. Es könn e alle dings du chaus auch de Fall ein e en, daß bes imm e ö en liche Gü e je Haushal ode nach ande en demog aphischen Va iablen in jeweils gleichem Um ang zu ließen. Au diese F agen wi d in Punk 5.4 dieses Abschni s nähe eingegangen. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 52 Die e Bös 1.3.3. P i a e Gü e Als p i a e Gü e bezeichnen wi jene Gü e , die on den Konsumen- en in indi iduell un e schiedlichem Um ang konsumie we den. Uns in e essie en solche Fälle, in denen diese Gü e al e na i on de ö en lichen Hand ode on P i a en angebo en we den. Solche Al e - na i en bes ehen e wa bei Pos , Eisenbahn, Tele on sowie zahl eichen kommunalen Diens leis ungen, e wa Müllab uh , Gaswe ken, Elek izi- ä swe ken usw. Bei Kombina ion de in 1.2 und 1.3 ange üh en Ein eilungsp inzipien lassen sich e schiedene Einzel älle disku ie en. Dies soll im olgenden geschehen. Unse e G und o s ellung is hie bei, eine "neu ale" poli -ökonomi- sche Beg ündung des Föde alismus zu lie e n, ausgehend on eine öde alis ischen Neu ali ä in den Ve hal ens annahmen de Gebie s- kö pe scha en und de indi iduellen Konsumen en. Die Gebie skö pe - scha en gehen wei es gehend on den indi iduellenKonsumen enp ä e- enzen aus und en wickeln keine Konzep ionen, die die Beso gung eine Ak i i ä du ch die ö en liche Hand im allgemeinen und du ch eine spezielle Gebie skö pe scha (sg uppe) im besonde en als Ziel an sich wünschenswe e scheinen ließen. De einzelne Konsumen wiede um geh in seinen Nu zen unk ionen on den konsumie en Mengen aus und en wickel keine Konzep ionen, wonach ihm de Konsum eines Gu es höhe en ode nied ige en Nu zen s i e , je nachdem, ob es p i a ode ö en lich, und zwa om Bund ode on seinem Bundesland ode seine Gemeinde, angebo en wi d. (Die Nu zenelas izi ä des Konsums des Gu- es Xl sei ü den einzelnen Konsumen en in jedem diese Fälle gleich hoch.) Die olgenden Modelle mögen im pa adigma ischen Sinne e s anden we den: als He ausa bei ung ypische En scheidungen übe das Aus- maß on S aa sausgaben und ih e Beso gung du ch Gebie skö pe scha - en un e schiedliche Ebene. Wegen de ins i u ionellen Viel al on Finanzausgleichs egelungen is es ja ap io i unmöglich, alle solchen En scheidungen in einem noch einige maßen übe schauba en Modell zu p äsen ie en. 2. Föde alismus bei ö en lichen Gü e n Bei den ypischen ö en lichen Gü e n, die hie behandel we den, s ehe eine P i a isie ung nich zu Diskussion. Hingegen kann die F age au gewo en we den, ob ein solches Gu au Bundes-, Landes- ode Ge- meindeebene angebo en we den soll. Nehmen wi hie ü als Regel all den eine zen alen En scheidung mi dem en sp echenden S eue e - bund an. Die S eue s ä ze de Einkommens eue und de Umsa zs eue OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Zu Theo ie des Finanzausgleichs 53 sind dahe ü den Konsumen en gleich hoch, gleichgül ig, welche Ge- bie skö pe scha anbie e . De Konsumen i = 1, ... m habe die Wahl zwischen dem Angebo des ö en lichen Gu es sei ens des Bundes, seines Bundeslandes ode seine Gemeinde. E be ach e dahe al e na i e Realisa ionen des Op i- mie ungsp oblems (2-1) (Xi + Pi + I'i = 1 (x, p, I' > 0 un e de Besch änkung wobei Zi = Yi (1 - i) • PI!: Konsumen enp eise, in denen je nach dem Ausmaß de S eue - übe wälzung ein bes imm e An eil de Umsa zs eue belas ung des be ach e en Gu es en hal en is xii.: Mengen indi iduell un e schiedlich konsumie e Gü e Ui: Nu zen (Xi' {J;, i: Nu zenelas izi ä en des Konsums Yi: B u oeinkommen Zi: Ne oeinkommen ;: Du chschni ss eue sa z de Einkommens eue des i- en Konsu- men en; 0 < ; < 1; 0 < d /dYi < 1. Bei diese Op imie ung be ücksich ig de Konsumen , daß das zu Gänze s eue inanzie e ö en liche Gu au g und des Budge s de be- e enden Gebie skö pe scha in olgendem Um ang konsumie we - den kann: (2-2) Hie bei seien AG die gesam en Finanzmi el, die de be e enden Ge- bie skö pe scha als Resul a des inanziellen Um e eilungsp ozesses im S eue e bund zuge lossen sind. (Wi be ach en ja im Falle de ö - en lichen Gü e nu eine zen ale En scheidung, de wi den Fall eines S eue e bundes zugeo dne haben.) Cl G seien die Kos en p o Mengen- einhei de P oduk ion des Gu es Xl ;. De Um ang des konsumie en ö en lichen Gu es is also Pa ame e des Konsumen enop imums und nich Va iable. De Pa ame e Xl G wi d bes imm du ch die En scheidungen de ö en lichen Hand. (Wobei die poli ische Pa ei da au ach en wi d, ih P og amm gemäß de P ä e- enzo dnung des Medianwähle s zu e s ellen, wodu ch in diesem modi- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 54 Die e Bös izie en Sinne die indi iduellen Konsumen en du chaus Ein luß au die Höhe des Pa ame e s Xl G haben.) Die P oduk ion eine bes imm en Menge Xl G e o de hie bei um so höhe e Kos en, je höhe die Anzahl de Konsumen en is , die das ö - en liche Gu konsumie en. Das Gu "Rech ssiche hei " ü nu ein Bundesland in bes imm em Um ang anzubie en is en sp echend billi- ge , als den gleichen Um ang dieses Gu es ü das gesam e Bundesge- bie anzubie en. Es is dahe nich sinn oll, die gesam en Du chschni s- kos en Cl G au Bundes- und au Landesebene mi einande zu e - gleichen. Di idie en wi dahe die Du chschni skos en (und die zugewiesenen Finanzmi el) du ch die Zahl de Konsumen en 15 de be e enden Ge- bie skö pe scha und kennzeichnen die so e mi el en P o-Kop -G ößen du ch einen Que s ich, so gil (2-3) De Konsumen e mi el dahe ein Nu zenop imum uiG in de Höhe (2-4) und e gleich solche Nu zen ealisa ionen im Hinblick au das Angebo sei ens Gebie skö pe scha en un e schiedlichen Rangs. Zeigen wi dies im olgenden am Beispiel eines Ve gleichs Bund- Land. Um hie bei zu e meiden, daß ü die Bundesebene ges imm we de, nu weil au Bundesebene g öße e Finanzmi el zu Ve ügung s ehen, wollen wi annehmen, daß de Um ang an Finanzmi eln, de ü das be ach e e ö en liche Gu insgesam zu Ve ügung s ehe, au Bundes- und Landesebene gleich hoch sei: Cla Xl a = Aa = 1: Clb Xlb = 1: Ab • b b (2-5) Diese Summe de Finanzmi el s amme aus dem egionalen S eue - au kommen. Im Falle de Au gabenbeso gung du ch den Bund bleibe sie zu Gänze bei diesem. Im Falle de Au gabenbeso gung du ch die Bundeslände wi d sie im Wege des Finanzausgleichs au ge eil . G und- lage ü die Nu zenabschä zung sei ens des Konsumen en is nun die Fo mel 15 Ma hema isch wä e es an sich beliebig, du ch welche demog aphische G öße Gleichung (2-2) di idie wi d. Es e schein abe zweckmäßig, bei An- sä zen, die au Konsumen en abs ellen, an diese S elle du ch die Zahl de Konsumen en du chzudi idie en. Bei Kons an hal en on c wi d ja dami zu- gleich un e s ell , daß die Du chschni skos en des ö en lichen Gu es je Konsumen kons an sind, was am bes en mi de Hypo hese zusammenpaß , daß jede Konsumen eine gleich hohe Menge bekomm . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Zu Theo ie des Finanzausgleichs 55 (2-6) Bei beliebigen Realisa ionswe en on ÄG und Cl G lau e dahe die En scheidung alle Konsumen en (bzw. Wähle ) eines Bundeslandes s e s gleich 16 , denn U;a / U~ is jeweils ü alle Konsumen en eines Bun- deslandes g öße ode kleine als 1, ohne Rücksich au die indi iduellen Geschmackspa ame e cq. Au g und des S eue e bundes is diese Nu - zenabschä zung auch on de Höhe de indi iduell gezahl en S eue un- abhängig. Eine Be o zugung de Bundesebene gegenübe de Landesebene is nun aus zwei G ünden möglich: zum einen wegen Kos ene spa nissen bei zen ale Beso gung eine S aa sau gabe (Cl a < Cl b); zum ande en wegen Un e schieden in de egionalen Einkommens e eilung (Ä a> Äb ü die Meh hei de Wähle ). Die Beg ündung des Gese zes on de Anziehungsk a des zen alen E a s übe Kos ene spa nisse bei zen ale Beso gung eine S aa sau - gabe is seh üblich. Die Kos ene spa nisse können bei ö en lichen Gü- e n in zweie lei Hinsich au e en: einmal au g und eine Auswei ung de angebo enen Menge on Xl G ode au g und eine E höhung de Zahl de Konsumen en, die dieses Gu (in nich i alisie ende Weise) konsumie en. Gehen wi alle dings da on aus, daß ge ade die P oduk- ion ypische ö en liche Gü e o Diens leis ungsp oduk ion is , so e scheinen kons an e Du chschni skos en ü g oße Be eiche des Ange- bo s an ö en lichen Gü e n als ealis ische Hypo hese. Hinzu komm , daß e en uelle Kos ene spa nisse meis nu bis zu einem bes imm en P oduk ionsum ang wi ksam sind und daß man in de gegenwä igen Phase (hoch)en wickel e Volkswi scha en o in Be eiche "seh lache " Du chschni skos enku en gelang 11. 16 Von g oßem heo e ischen, abe wenige g oßem p ak ischen In e esse is es, daß hie bei de Fall eines Abs immungspa adoxons nach Condo ce au e en könn e. Dies is an einem Beispiel ganz ein ach zu zeigen. Nehmen wi an, es gebe in einem S aa d ei Bundeslände mi je gleich iel Einwoh- ne n. Nehmen wi zusä zlich an, daß auch hinsich lich de Beso gung on S aa sau gaben du ch Gemeinden die P ä e enzo dnung alle Landesein- wohne gleich sei. Dann könn e e wa ein Abs immungspa adoxon au e en, wenn alle Bewohne des Landes A die P ä e enzo dnung ~" > Vib > ie haben, alle Bewohne des Landes B die P ä e enzo dnung Vib > ie> ia und alle Bewohne des Landes C die P ä e enzo dnung Vie > ia> Uß. 11 Die ange üh en Hypo hesen sind ü das Angebo ö en liche Un e - nehmungen empi isch bes ä ig wo den. Vgl. ü iele W. Z. Hi sch: The Economics o S a e and Local Go e nmen , New Yo k (1970), S. 167 -184; R. K. Koshal: Economies o Scale, in: Jou nal o T anspo Economics and Policy VI (1972), S. 147 -153; L. R. Ch is ensen und W. H. G eene: Economies OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 62 Die e Bös (ii) ö en liches Angebo (3-8) IX, p,,. > 0 un e de Besch änkung Hie is a de S eue sa z de be e enden Gebie skö pe scha . Wenn wi wiede um ausgeglichenes Budge de einzelnen Gebie skö pe scha - en o de n, so wi d dem Konsumen en das ö en liche Gu im Um ang (3-9) ü seine En scheidung pa ame isch o gegeben. Das Nu zenop imum des Konsumen en be äg dahe (3-10) 3.2.1. Zu la en en Anziehungsk a des zen alen E a s Auch hie kann zunächs ge ag we den, ob "la en " eine Anzie- hungsk a des zen alen E a s bes eh . Bei öde a i e En scheidung bedeu e dies, daß endenziell au Bundesebene ehe eine En scheidung ü ö en liches Angebo äll als au Landesebene bzw. au Gemeinde- ebene. Von eine solchen Tendenz können wi dann sp echen, wenn sich beweisen läß , daß ypische weise U;a> U;b' auch wenn jede ode ein- zelne diese Nu zenop imalwe e kleine sein mögen als U;, so daß bei En scheidung au allen ode einzelnen Ebenen ü p i a es Angebo ges imm wi d 24 • Die Wah scheinlichkei , daß es zu eine En scheidung ü ö en liches Angebo komm , is alle dings au Bundesebene am g öß en. Gehen wi hie ü on einem Ve gleich zwischen Bundes- und Landes- ebene aus. Die Nu zenop imalwe e s ehen in diesem Falle in olgen- dem Ve häl nis: (3-11) 24 Diese Fall kann hie bei als ik i e zen ale En scheidung au ge aß we den, so daß ein ik i e Medianwähle im Bundesgebie zu be ach en is , nich die ü die öde a i e En scheidung zwischen ö en lichem und p i a em Angebo jeweils maßgeblichen Medianwähle de einzelnen Ge- bie skö pe scha en. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Zu Theo ie des Finanzausgleichs 63 Wi un e scheiden zwei Fälle. Im e s en seien die S eue n als Ins u- men a iable gewähl , und es sei angenommen, daß a = b; das ela i e Ausmaß de Bes eue ung soll also au Bundes- und au Landesebene gleich sein. Dann eduzie sich (3 -11) zu (3-12) Das Cha ak e is ische diese Fo mel is , daß bei bes imm en Realisa- ionswe en on Cl und on Z die En scheidung alle Konsumen en (bzw. Wähle ) eines Bundeslandes s e s gleich lau e . U;a / U;/J is s e s ü alle Konsumen en eines Bundeslandes g öße ode kleine als 1, ohne Rücksich au die indi iduellen Geschmackspa ame e !Xi. Se zen wi zunächs den Kos en e gleichs ak o Cl b / Cl a gleich 1, so komm es zu Be o zugung de Bundesebene, wenn za > Zb, und zwa ü alle Konsumen en (Wähle ) jeweils eines Bundeslandes, ü das diese Bedingung zu i 25• Eine heo e ische Plausibili ä sübe legung dahingehend, daß meh als die Häl e de Wähle in Lände n leb , bei denen das du chschni liche Einkommen p o Kop nied ige is als im Bundesdu chschni , müß e wiede um übe die posi i e Schie e ypische Ve eilungen de pe so- nellen Einkommen a gumen ie en. Wenn wi annehmen, daß es in einem S aa eine g oße Zahl on Bundeslände n gib , die in e wa gleich g oß sind, so könn en die Mi elwe e de P o-Kop -Einkommen diese Lände in e wa logno mal e eil sein. In diesem Fall wü de meh als die Häl e de Konsumen en in Lände n leben, bei denen das mi le e Landeseinkommen nied ige is als das Bundesmi el. In de P axis muß diese Plausibili ä sübe legung keineswegs zu e - en; es sei wiede um au die poli ische De e mina ion on G enzziehun- gen de Gebie skö pe scha en, au de en un e schiedliche ela i e G öße e wiesen. Auch in diesem Falle kann abe e such we den, als empi- ischen Beleg ü die heo e ische Aussage unse es Modells Da enma- e ial ü die Bundes epublik Deu schland, diesmal ü die disponiblen Einkommen, he anzuziehen. Hie ü wu den aus de lände weisen Au - gliede ung de olkswi scha lichen Gesam echnung die We e de e ügba en Einkommen de Konsumen en (also ausschließlich di ek e S eue n und ähnliche Abzüge und einschließlich Ren en und ähnliche T ans e s) he angezogen und dazu noch die We e de indi ek en S eu- e n und Sub en i:onen addie . 25 Auch hie sei da au hingewiesen, daß das heo e ische Resul a an die- se S elle e ziel is und nun heo e ische und empi ische Plausibili ä s- übe legungen da ü e olgen, was ein solches Resul a inhal lich bedeu en könn e. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 64 Die e Bös Die so gewonnenen G ößen de olkswi scha lichen Gesam ech- nung wu den dann du ch die Zahl de Einwohne di idie und als Nähe ungswe e ü die Zb- bzw. za-G ößen de heo e ischen Modelle he angezogen. Diese Zahlenwe e sind in Tabelle 1, Spal e 2 wiede - gegeben. Da hie die Meh hei de Konsumen en in Lände n wohn , de- en disponibles Einkommen p o Kop un e dem en sp echenden Bun- desmi elwe lieg 26, we den diese bei Bundesangebo ehe ü ö en - liches Angebo s immen als im Falle des Landesangebo s 27• Dies bedeu e eine poli -ökonomische Beg ündung ü die la en e An- ziehungsk a des zen alen E a s. Die Beg ündung lieg hie bei ledig- lich da in, daß die Konsumen en (bzw. Wähle ) ä me e Bundeslände die de eiche en Bundeslände übe s immen, da sie im Falle des An- gebo s sei ens des Bundes eine höhe e Menge Xl konsumie en können als im Falle des Angebo s sei ens ih es Bundeslandes. Ein Blick au Fo mel (3 - 12) zeig deu lich, daß diese Tendenz du ch Kos ene spa nisse bei zen ale Beso gung noch e s ä k wi d. Im zwei en Fall wählen wi die S aa sausgaben als Ins umen a i- able und nehmen an, daß Dann eduzie sich (3 -11) zu (3-13) U: [( k ) ( k )]1-"" u~: = 1- -~; / 1 - zh • Auch hie komm es zu eine Be o zugung de Bundesebene, wenn za > Zb, was e wa nach dem ange üh en Zahlenma e ial ü die BRD ü die Meh hei alle Konsumen en im Bundesgebie zu e en wi d. Die poli -ökonomische Beg ündung ü die la en e Anziehungsk a des zen alen E a s e läu gleich wie im o igen Fall: Die Wähle ä me- e Bundeslände übe s immen die Wähle eiche e Bundeslände , da sie im Falle des Angebo s sei ens des Bundes die gleiche Menge Xl zu einem nied ige en "S eue p eis" e hal en als im Falle des Angebo s sei- ens ih es Bundeslandes. Auch hie is die En scheidung ü ein Bundes- 26 Da de P ozen sa z on d. 52 % seh nahe de 50 %-Ma ke lieg und dahe die Möglichkei eines Umschlagens leich gegeben zu sein schein , wu den om Ve asse diese Zahlenwe e auch ü den gesam en Zei aum 1960 -1970 e echne . Die im Tex ange üh e p ozen uelle Au eilung wa bis au ein Jah auch in allen Jah en dieses Zei aums p ak isch die gleiche. (Vgl. Tabelle 5, Punk 5.4 dieses Abschni s.) 27 Alle dings sei da au e wiesen, daß zum Un e schied om Fall de ö en lichen und p i a en Gü e dieses Resul a nich meh gil , wenn Da en je Haushal he angezogen we den. (Vgl. Abschni 5.4.) OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Zu Theo ie des Finanzausgleichs 65 land jeweils eins immig ohne Rücksich au die indi iduelle Ve eilung on lXi. Auch in diesem Falle wi d die Tendenz du ch Kos ene spa nisse bei zen ale Beso gung e s ä k . Se zen wi nämlich in (3 -11) Xl a = Xl b = Xl, lassen abe die Möglichkei un e schiedliche Kos eng ößen Cl zu, so eduzie sich (3 -11) zu (3-14) wobei Cl a < C1b und Za> Zb quali a i die gleiche Wi kung haben. 3.2.2. Zu Nu zenbewe ung im Rahmen de öde a i en En scheidung Da wi an diese S elle öde a i e En scheidungen behandeln, is bei de En scheidung au jede einzelnen Ebene jeweils de Quo ien aus dem jeweiligen Nu zenwe bei ö en lichem und bei p i a em Angebo he anzuziehen: (3-15) Ui? = ( ~1 )"1 [(!!L)"i (1 - a )l-"i] (Za)"i . Ui clG IXi 1 - IXi Z, Danach häng die En scheidung da übe , ob ein Gu allen Konsumen- en im gleichen Um ang ode indi iduell un e schiedlich angebo en we - den soll, on d ei Bes immungsg ößen ab 28: (i) om Einkommens ak o ZiG = (za i Zi)"'i , (ii) om Geschmacks ak o &iG = [.] , (iii) om Kos en e gleichs ak o Ca = (P1 i Cl a) (i) De Einkommens ak o ZiG is ü alle jene Konsumen en g öße als 1, de en Einkommen un e dem Du chschni seinkommen de Kon- sumen en de be e enden Gebie skö pe scha lieg . Da alle in de P axis ele an en Ve eilungen de pe sönlichen Einkommen posi i e Schie e au weisen, so daß de Median links om Mi elwe de Ve - eilung lieg , is diese Einkommens ak o ü die Meh zahl de Konsu- men en (bzw. Wähle ) g öße als 1. Au g und des Einkommens ak o s allein wü de also bei jede Abs immung au eine beliebigen Ebene de Gebie skö pe scha en ü das ö en liche Angebo ges imm we - den. Dies häng dami zusammen, daß jede Konsumen im Falle eines ö en lichen Angebo s eine S eue zahl , die p opo ional zu seinem Einkommen und dahe im Absolu we bei ä me en Konsumen en nie- d ige is als bei eiche en. Ande e sei s konsumie jede die gleiche 28 D. Ushe , a.a.O. 5 Sch i en d. Ve eins . Socia).poJl lk 96/1 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 66 Die e Bös Menge des Gu es (Xl a), so daß de "S eue p eis" des Gu es ü den ä - me en Konsumen en nied ige is als ü den eiche en. Dahe bes eh ein In e esse de ä me en Konsumen en, die eiche en zu übe s immen. (ii) De Geschmacks ak o &iG dagegen is s e s kleine ode gleich 1; das Maximum on 1 is e eich , wenn a = (Xi. Diese Geschmacks ak o wi k also bes en alls neu al gegenübe de Du ch üh ung eine Au - gabe du ch die ö en liche Hand (&iG = 1), sons s e s dagegen (&;0 < 1). Diese ü das ö en liche Angebo endenziell nega i e Auswi kung des Geschmacks ak o s kann dami beg ünde we den, daß jede Konsu- men die gleiche Menge Xl a konsumie en muß und die konsumie e Menge nich nach seinen indi iduellen P ä e enzen a iie en kann. Wie s a k sich diese Geschmacks ak o &iG in de En scheidung da übe , ob eine Au gabe p i a ode ö en lich ollzogen we den soll, auswi k , häng on de Ve eilung de Geschmackspa ame e (Xi ab. Fü jede be- s imm e Höhe dieses Pa ame e s (Xi gib es jeweils ein maximales &;0 ü a = (Xi; bei nied ige em ode höhe em a sink de Ausd uck &;0. Auch hie s eig also die Wah scheinlichkei da ü , daß ein Konsumen ü p i a es Angebo s imm mi de Abweichung des en zogenen S eu- e be ages a Zj om hypo he ischen Budge an eil au g und de Kon- sumen enp ä e enz lXi Zi • 1 .. ; ... ~~.-.~ .... ......... ... .... /·/~' .... , . ...... ", .:" I ..•...•... ' I , : I "'1.'" " , '. , , 0,5 Abbildung 1 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Zu Theo ie des Finanzausgleichs 67 (iii) De Kos en e gleichs ak o Co is ein Quo ien aus den Realisa- ionswe en de P eis- bzw. Du chschni skos en unk ionen Pl = Pl (. ) und ClO = ClO (.) in den mi einande e glichenen Konsumop ima. Hie - bei wi d Pl> ClO die Wah scheinlichkei e höhen, daß eine Meh hei ü die Ö en lichkei des Angebo s ge unden wi d 29 • Wi d nun jeweils in Gebie skö pe scha en un e schiedlichen Ni eaus en schieden, ob das Gu als ö en liches Gu angebo en we den soll ode ob indi iduell un e schiedlich hohe Konsum zu wählen is , so kann es zu einem Abs immungspa adoxon des Föde alismus kommen. Dieses is kein Fall des Condo ce -Pa adoxons, das in unse em Anwendungs- alle ja dadu ch ausgeschlossen is , daß s e s nu zwei Al e na i en, nämlich p i a es ode ö en liches Angebo eines Gu es zu Auswahl s ehen, so daß die P ä e enzo dnung jedes Konsumen en no wendig eingip lig sein muß. Vielmeh en s eh dieses Abs immungspa adoxon des Föde alismus dadu ch, daß die Abs immung übe die beiden Al e - na i en p i a es und ö en liches Angebo je nach Du ch üh ung de Abs immung au Gemeinde-, Landes- bzw. Bundesebene on jeweils un e schiedlichen Abs immungsg emien o genommen wi d. Wi sp echen hie bei on diesem Abs immungspa adoxon des Föde- alismus dann, wenn eine En scheidung übe p i a es ode ö en liches Angebo eines Gu es zu un e schiedlichen E gebnissen üh , je nach- dem au welche Ebene de Gebie skö pe scha en diese En scheidung s a inde . Ein solches Pa adoxon lieg also e wa o , wenn au Lan- des- ode Gemeindeebene jeweils die Meh hei alle Wähle gegen das ö en liche Angebo en scheide , au Bundesebene insgesam dagegen eine Meh hei ü das ö en liche Angebo zus andekomm ode umge- keh . Ein Ex em all dieses Abs immungspa adoxons wä e dann ge- geben, wenn au de un e geo dne en Ebene in jede einzelnen Gebie s- kö pe scha eine Meh hei gegen das ö en liche Angebo ge unden wi d und au de übe geo dne en Ebene dagegen eine Meh hei ü das ö en liche Angebo bzw. umgekeh . 29 Pl und clG we den hie bei in e wa in de gleichen G ößeno dnung liegen. Dies läß sich olgende maßen leich zeigen. Nehmen wi an, in eine Wi - scha we de ein bes imm e Teil des B u osozialp oduk s ü das Gu Xl e wende , gleichgül ig, ob dieses ö en lich ode p i a angebo en wi d. Es gel e also (+) Di idie en wi diese Gleichung du ch die Zahl de Konsumen en (++) clG x lG=P lX lG' xlG=~xil/mO Da in die Nu zen unk ion eines Konsumen en al e na i xlG ode xil ein- gehen, müssen diese beiden in de gleichen G ößeno dnung liegen. Dahe müssen auch xlG und xlG in de gleichen G ößeno dnung liegen, und dahe gil das gleiche auch ü P1 und clG' OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 68 Die e Bös Solche Abs immungse gebnisse sind ela i wenig e s aunlich, wenn au g und on Kos ene spa nissen bei zen ale Beso gung eine S aa s- au gabe die En scheidung au de Bundesebene zuguns en des ö en - lichen Angebo s und au de Landesebene zuguns en des p i a en An- gebo s äll ode umgekeh . Von einem Pa adoxon sp eche ich abe deswegen, weil sich die Möglichkei solche Abs immungse gebnisse auch ohne solche Kos ene spa nisse beg ünden läß . Sie is in solchen Fällen s e s au Un e schiede in de egionalen Einkommens e eilung au e - schiedenen Gebie skö pe scha sebenen zu ückzu üh en. G undsä zlich we den ja die ä me en Konsumen en (bzw. Wähle ) eine Gebie skö - pe scha ü das ö en liche Angebo s immen, die eiche en dagegen. Ände ungen im Abs immungsinhal sind nun dadu ch beding , daß au Landesebene eiche e Schich en (in einem ela i ä me en Land!) au Bundesebene zu den ä me en Schich en gehö en. Zeigen wi dies an einem Beispiel. Wi gehen da on aus, daß eine Abs immung ü ode gegen das ö en liche Angebo eines Gu es en - wede au eine Landesebene s a inden könn e, au welche zwei Län- de (b = 1,2) bes ünden, ode au eine Bundesebene. Jedes Land sei on d ei Konsumen en-Wähle n bewohn . Au Bundesebene s immen dahe 6 Pe sonen ab. Wi no mie en den Kos en e gleichs ak o au Bundes- wie au Landesebene au 1 (Pl = Cl a), nehmen an, daß das ö - en liche Angebo au Bundes- wie au Landesebene gleich hoch sei (Cl a Xl a = 4) und daß die P ä e enzen ü das ö en liche Gu mi /Xj = 0,2 au Bundes- wie au Landesebene ü alle Konsumen en gleich hoch seien. Du ch diese S anda disie ungen is e eich , daß das Abs im- mungspa adoxon im olgenden Beispiel lediglich au die Un e schiede in de egionalen Einkommens e eilung zu ückge üh wi d. Daß du ch Modi ika ionen de obigen Annahmen en sp echende wei e e Fälle des Pa adoxons kons uie we den könn en, b auch nich besonde s he o gehoben zu we den. In de beigegebenen Tabelle 2 be echnen wi als G undlage de Ab- s immungen jeweils die Nu zenquo ien en gemäß (3 -15); die Klam- me n neben den Konsumen enindizes geben de en indi iduelle Einkom- men wiede . De S eue sa z jede Gebie skö pe scha is jeweils nach Fo mel (3 - 9) be echne . In unse em Beispiel i also eine Meh hei alle Wähle im Bundes- gebie ü p i a es Angebo ein, wenn die En scheidung au Landes- ebene s a inde . Dagegen i umgekeh eine Meh hei alle Wähle im Bundesgebie ü ö en liches Angebo ein, wenn die En scheidung au Bundesebene s a inde . Hie bei is zu bedenken, daß sich wede die indi iduellen Einkommen noch die Nu zen unk ionen de Konsu- men en e ände haben. Auch die Finanzpoli ik is au den beiden OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Zu Theo ie des Finanzausgleichs 69 e glichenen Ebenen in ih en exogen es geleg en Teilen - S aa saus- gabenhöhe, ausgeglichenes Budge -die gleiche geblieben. Maßgeblich ü das Au e en des Abs immungspa adoxon is also die Bildung je- weils un e schiedliche Abs immungsg emien du ch die Fes legung eine öde a i en S uk u (wobei sich die endogenen inanzpoli ischen Va ia- blen, hie die S eue höhe, diesen Un e schieden anpassen müssen). Tabelle 2 Ein Zahlenbeispiel zum Abs immungspa adoxon des Föde alismus Land 1 zl = 23 1 = 0,1739 Land 2 2. 2 = 34 ~ = 0,1176 Bund za = 28,5 a = 0,1404 i = 1 (20) i = 2 (23) i = 3 (26) i = 4 (26) i = 5 (35) i = 6 (41) i = 1 (20) i=2(23) i = 3 (26) i = 4 (26) i = 5 (35) i = 6 (41) Nu zenquo ien nach (3-15) 1,026 0,998 0,974 1,026 0,967 0,937 1,059 1,030 1,005 1,005 0,947 0,918 Die G ünde ü das Au e en des Pa adoxons we den anhand des Bei- spiels deu lich, wenn wi ge ade jene Wähle be ach en, die bei de Abs immung au Landesebene ande s s immen als bei de Abs immung au Bundesebene. Es sind dies Wähle 2 und 3 des e s en Landes mi den indi iduellen Einkommen 23 und 26. Dies sind Wähle , die au Lan- desebene zu ela i wohlhabenden Schich gehö en, dagegen au Bun- desebene zu den ä me en K eisen. Dahe is ü sie bei En scheidung au Landesebene das p i a e Angebo , bei En scheidung au Bundes- ebene dagegen das ö en liche Angebo güns ige . 4. Föde alismus bei p i a en Gü e n 4.1. Zen ale En scheidung (mi S eue e bund) Nehmen wi zunächs an, de Konsumen habe die Wahl zwischen dem Angebo des p i a en Gu es sei ens des Bundes, seines Bundes- landes ode seine Gemeinde. E be ach e dahe al e na i e Realisa- ionen des Op imie ungsp oblems OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 70 Die e Bös (4-1) Max: U'G = x"'i x,1i x Yi IX,' + {J,' + ",' = 1 • il;2 i3 I IX,P, Y > 0 un e de Besch änkung De Um ang des konsumie en Gu es is also Va iable des Haushal s- op imums, De Konsumen e mi el dahe ein Nu zenop imum U;G in de Höhe (4-2) ~ = (~)O:i(_~){li(~)i'i, , U,G P P P z, ' 10 2 3 Die Bes immung des P eises PI G e olg hie bei du ch die einzelnen Gebie skö pe scha en jeweils un e Be ücksich igung de P oduk ions- kos en des ö en lichen Angebo s sowie de F'inanzausgleichszuweisungen (4-3) 4 XiI c10 = AG + ~ xiI P1G , • I bzw, nach Di ision du ch die Zahl de Konsumen en de be e enden Gebie skö pe scha (4-4) Wi wollen hie bei wiede um annehmen, daß de Gesam um ang an Finanzmi eln, de ü das ö en liche Angebo dieses p i a en Gu es zu Ve ügung s eh , au Bundes- und au Landesebene gleich sei. Un e suchen wi nun den Ve gleich solche op imale Nu zeng ößen wiede um am Beispiel Bund-Land: (4-5) Bei beliebigen Realisa ionswe en on PI G gil wiede um, daß die En scheidung alle Konsumen en (bzw, Wähle ) eines Bundeslandes gleich lau e 30 und daß die Nu zenabschä zung zwischen e schiedenen Gebie skö pe scha en au g und des S eue e bundes on de Höhe de indi iduell gezahl en S eue unabhängig is , De Konsumen s imm ü das Angebo sei ens des Bundes, wenn P1b > P1a • 30 Hinsich lich de Möglichkei eines Abs immungspa adoxon nach Con- do ce sei au Fußno e 16 e wiesen. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Zu Theo ie des Finanzausgleichs 71 Bei Op imie ung on Cobb-Douglas-Nu zen unk ionen e olg nun die Au eilung des disponiblen Einkommens au die e schiedenen kon- sumie en Gü e nach den Nu zenelas izi ä en: (4-6) Mak oökonomisch gil dahe , daß inne halb eine Gebie skö pe scha die du chschni liche Höhe de Geldausgaben ü den ö en lichen Sek- o gleich is dem mi den Nu zenelas izi ä en gewogenen Du chschni de disponiblen Einkommen: (4-7) Dahe e gib sich aus de Budge gleichung de be ach e en Gebie s- kö pe scha eine Bes immungsgleichung ü den P eis in de Höhe (4-8) ClG PlG = ---A-- . 1 +_ G _ (IX z)G Fü Bundesangebo wi d ges imm , wenn (4-9) Clb Cla ----- -- > ----- 1 + __ Ab 1 + _~a_ . (IX z)b (IX z)a Zu Beg ündung ü das Gese z on de Anziehungsk a des zen- alen E a s kann auch hie wiede um zunächs on Kos ene spa nissen bei zen ale Beso gung ausgegangen we den (Cla < Clb). Alle dings gel en die gleichen Bedenken hinsich lich de empi ischen Bedeu ung diese Beg ündung wie im Falle de ö en lichen Gü e . Un e suchen wi dahe , wiewei eine Anziehungsk a des zen alen E a s aus Un e schieden in de egionalen Einkommens e eilung zwi- schen den e schiedenen Lände n beg ünde we den kann. Fü die Be- weis üh ung nehmen wi kons an e Du chschni skos en an (Cl a = Cl b). Dann i de Konsumen ü das Bundesangebo ein, wenn (4-10) Aa Ab (~ z)a- > (IX Z)b ' wenn also die P eisbildung des ö en lich angebo enen p i a en Gu es bei Bundesangebo ela i s ä ke sub en ionie wi d als bei Landes- angebo , wobei das Ausmaß de Sub en ionie ung gemessen wi d in P ozen de du chschni lichen Geldausgaben de Konsumen en ü den ö en lichen Sek o . Diese du chschni lichen Ausgaben bes immen sich OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Gu ö en lich I I ambi alen ambi alen p i a p i a I Tabelle 3: Nu zenquo ien en bei al ema i en Nu zen unk ionen des Typs Ui = x"'i ~i x:' 1 2 ,3 En - scheidung zen al zen al öde a i zen al - -- -- öde a i lXi + li + i'i = 1 · . (A a Clb)"'i (2-6) (Uia/U ib ) = T' i:- b la · (A a Clb)"'i (3-4) (Uia/Uib) =Y . - ~ b la •• 1 (AG P1 i(l- i) (3-5) (Uw/U;) = ~~; (1 _ CI,)l-"'; c10 '-Zj- 1 + ~u • • • (Clb [Ca c - a "'i]( Za (3-11) (Uia/Uib) = -_- - -- -_ cla b 1 - b Zb • • (PI [Ca c - a "'i] ( Za (3-15) (UiG/Uib) =::- - - -- - clG Cli 1 - lXi Zj (4-5) (Uia/Uib) = (PlbIPla)"', -- - ---- - _ .. _-._--- .. __ .. -- --- (4-19) (UiG/U~ = (PI/PlG)"'i (1 - a) Cli + Pi + i = 0i * 1 I .. (A a clb (5-2)(U ia /U ib ) = A-' --- b cla • • (A a Clb)"'i (5-3)(Uia/ U ib) = T' T b la •• Gi"i (A a PI )"'i(l- ,)", (5_4)(UjG/Ui) = lX~i (/Jj + Jßi+ i ClG' Z;- 1 + Tu • ( clb [( ( 1 - +l'i] ( Z (5-5)(Uia/U ib) = --- ----'!.. ---~ ~ cla b 1 - b Zb ( • / ,)_(PIGj [( a (Gi(l- a) + i](~i ) (5-6) U O G U· - -- - --- , ClG lXi PI + i z~ - <Pi+ ,) , -_ .. _--_ .. - -- -- -- - _. .. _ - (5-7) (Ui,,/Uib) = (P 1b lp 1a )"'i - -- ---- - --_._ -- -- ----- - ., _._ -- ----- (5-8)(u*iG/Ui) = (P 1 /P lG )"'i (1 - a )'" -3 ce !2 ~ I!l b:l 0: '" OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Zu Theo ie des Finanzausgleichs 79 Nega i e nu zenmäßige Skalene ek e üh en dahe zu einem e - s ä k en T end zum ö en lichen Angebo . Diese T end wi d um so s ä ke , je höhe die du chschni liche S eue belas ung is . Le z e es häng dami zusammen, daß die du chschni liche Bes eue ung ih e - sei s on x lG abhäng , welche Du chschni sg öße sich au G und de indi iduellen P ä e enzen ü das Gu des po en iell ö en lichen Sek- o s e gib . Posi i e Skalene äge üh en zu einem e s ä k en T end zum p i a en Angebo , wobei diese T end um so s ä ke is , je nied- ige die du chschni liche S eue belas ung is . Diese E gebnisse wa en ap io i zu e wa en. Denn da die Nu zen- elas izi ä ü den po en iell ö en lichen Sek o kons an gehal en wu de, bedeu en ja nega i e nu zenmäßige Skalene ek e gesunkene Nu zenelas izi ä ü die Gü e des p i a en Sek o s, und es is dahe nich so e s aunlich, daß dies einen T end zum ö en lichen Angebo be- wi k . Analog kann de Fall de posi i en Skalene ek e e klä we den. (ii) Fü ambi alen e Gü e un e suchen wi un e de Annahme glei- che Finanzausgleichszuweisungen, Du chschni skos en und p i a e P eise ü das Gu des po en iell ö en lichen Sek o s den Quo ien en (5-10) wobei jede de angegebenen Fälle (~ 1) ein e en kann. Da es schwie ig is , eine analy ische Abschä zung de ökonomischen Auswi kungen dieses Ve gleichs zu geben, sei eine abella ische Da - s ellung gewähl . Nach (5 -10) bes eh ein e s ä k e T end zum ö en lichen Angebo , wenn (5-11) T,' = 1 _ 1 - i > 6. = 1 __ 8.1/ (1- 0 i) 1 + Tu' , ü (J, < 1 . übe s eig das p ozen uelle Ausmaß de S eue belas ung Ti eine be- s imm e G enze 6;, so is bei nega i en Skalene ek en die Wah schein- lichkei g öße , daß das Indi i:duum ü ö en liches Angebo ein i . Be echnen wi einige ypische We e on 6, (CXi, Oi)34, so zeig sich, daß die G enzen eines Umschlagens on e s ä k em T end zum ö en lichen in einen e s ä k en T end zum p i a en Angebo du chaus in Be eichen eine du chschni lichen S eue belas ung liegen, die de ökonomischen Reali ä en sp echen: 34 Beach e, daß Pi + Yi = 0i -aj. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 80 Die e Bös "". ai ' 0,05 0,1 0,15 0,2 0,25 0,3 0,8 0,056 0,112 0,167 0,223 0,279 0,335 0,9 0,053 0,105 0,158 0,211 0,263 0,316 Umgekeh bes eh ein e s ä k e T end zum ö en lichen Angebo , wenn (5-12) Sink die du chschni liche S eue belas ung un e eine bes imm e G enze, so is bei posi i en Skalene ek en die Wah scheinlichkei g ö- ße , daß das Indi iduum ü ö en liches Angebo ein i . Auch hie seien wiede einige ypische We e on D; «(Xi, Oi) be echne : ""i Gi 1,1 1,2 0,05 0,048 0,046 0,1 0,095 0,091 0,15 0,143 0,137 0,2 0,191 0,182 0,25 0,238 0,228 0,3 0,286 0,274 Wa um diese Resul a e ein e en, mag eine ein ache Plausibili ä s- übe legung zeigen. Ohne s aa lichen Eing i wü de das Indi iduum einen hypo he ischen An eil seines Budge s ü Gu 1 ausgeben, de bei kons an en Skalene ägen gleich (Xj Zi wä e, in allen ande en Fällen da- gegen gleich «(Xi/ai) • Zi. Wäh end also diese hypo he ische Budge an eil in den beiden e glichenen Fällen un e schiedlich is , be ach en wi bei s aa lichem Eing i s e s eine gleich hohe Geldmenge Ti Zi, die de Konsumen nich ü die p i a angebo enen Gü e e wenden kann, sonde n die de Finanzie ung on Gu 1 dien , p ak isch also sein indi i- duelle "S eue p eis" ü das ö en liche Angebo is . Bei nega i en nu zenmäßigen Skalene ek en (ai< 1) is nun de hy- po he ische Budge an eil s e s g öße als bei kons an en Ska1ene ägen. Bei höhe e Bes eue ung (Ti> bi) wi d dahe im Falle de nega i en Skalene äge die angebo ene Menge on Gu 1 s e s nähe den indi i- duellen P ä e enzen liegen als im Falle de kons an en Skalene äge, und es bes eh ein T end zum e s ä k en ö en lichen Angebo 35• Ge ade umgekeh is bei posi i en nu zenmäßigen Skalenejjek en (ai> 1) de hypo he ische Budge an eil s e s kleine als bei kons an en Skalene ägen, und dahe wi d bei nied ige e Bes eue ung (Ti< Di) die angebo ene Menge on Gu 1 s e s nähe den indi iduellen P ä e- enzen liegen als im Falle de kons an en Skalen e äge, mi dem en - sp echenden E gebnis eines e s ä k en T ends zum ö en lichen An- gebo . 35 Es läß sich leich nach echnen, daß de oben abellie e G enzwe bi s e s genau in de Mi e zwischen den bei den hypo he ischen Budge an eilen C<; Zj und (x./a.j) • z; lieg . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Zu Theo ie des Finanzausgleichs 81 5.2. Al e na i e Spezi ika ionen de Nu zen unk ion Es s ell sich die F age, wiewei die im o angehenden Teil s e s o - genommene Spezi ika ion de Nu zen unk ion nach dem Cobb-Douglas- Typ nu didak ische Ve ein achung ode wiewei sie modellen scheidend is . Die olgenden Da s ellungen sollen zeigen, daß diese Annahme nu didak ischen Zwecken en sp ich . Von besonde em In e esse wi d es hie bei o allem sein, auch Typen on komplemen ä en Nu zen unk ionen zu be ach en, um ans elle de im bishe igen Tex s e s gegebenen Subs i u ionali ä zwischen den Gü- e n dem Gedanken de Komplemen a i ä zwischen ö en lichem und p i a em Sek o Ausd uck zu e leihen. Wie in solchen Fällen die Beweis üh ung abläu , sei im olgenden ü die beiden wich igs en Pa adigma a unse e Modell ypologie gezeig . 5.2.1. Anpassung de Konsumen en an pa ame isch o gegebene Mengen eines ö en lichen Gu es Gehen wi da on aus, daß de Konsumen seinen Nu zen bei gegebe- ne Budge besch änkung maximie en wolle: (5-13) Cl U/ClxiG;> 0, un e de Besch änkung Die Fo mulie ung de Nu zen unk ion is hie bei so allgemein ge- wähl , daß als Sonde älle nich nu eine (subs i u i e) Cobb-Douglas- Funk ion, sonde n auch eine (komplemen ä e) limi a ion ale Nu zen unk- ion, e wa om Typ (5-14) um aß sind. G aphisch sei dieses Op imie ungsp oblem anhand dieses le z en Typs au gezeig . (Die A gumen a ion läß sich unschwe ü den Fall on subs i u i en Indi e enzku en des üblichen Typs e wei e n.) Fü x ~G und x IJ mögen z,wei e schiedene Indi e enzku ensys eme bes ehen, die in Abbildung 3 wiede gegeben sind. Geh nun die ö en - liche Hand au x~~ > x~G übe , so wechsel das Indi e enzku ensys em und dami auch die op imale Kombina ion on Xi2 und Xi3 ü den Kon- 6 Sch i en d. Ve eins . Socialpoli ik 96/1 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 82 Die e Bös sumen en. (Die Anpassung du ch den Konsumen en e olg s e s en lang de Budge ge aden.) Fü die olgende Ablei ung is alle dings zu be- denken, daß die Indi e enzku ensys eme au g und de Limi a ionali- ä jeweils nu im Sinne U2 ;;. UI ;;. Uo in e p e ie we den dü en. Das Gleichhei szeichen wi d ele an , wenn die Nu zen ge ade du ch das ö en liche Gu limi ie we den. x i2 U II 0 uiI u II 2 uI 0 uI 1 uI 2 ~ ~ IR II ~ RI ~Xi2+P3Xi3<'i x i3 Abbildung 3 Be ach en wi nun die beiden du ch RI gehenden Indi e enzku en. Dann muß de Nu zenindex U~I ;;. U~ sein, da die Mengen Xi2 und Xi3 gleich, die Menge xI~ abe g öße is als x~G (8 Ui/8 XiG ;> 0). Dahe kann abe das Nu zenni eau uI I nich kleine sein als U~. Eine E höhung on Xl G kann also nach Anpassung in de Budge au eilung de ande en Gü- e nie zu einem nied ige en Nu zen üh en. Wenn dahe au g und de Fo m de Finanzausgleichszuweisungen Xl a > Xl b, so kann de Kon- sumen zwa im G enz all indi e en in de Bewe ung de e schie- denen Gebie skö pe scha en sein, es kann abe niemals zu eine An- ziehungsk a des dezen alen E a s kommen. Gehen wi dagegen on posi i en e s en Ablei ungen de Nu zen unk- ion aus (auch das kann imme noch bes imm e Typen komplemen ä e OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Zu Theo ie des Finanzausgleichs 83 Nu zen unk ionen einschließen), so läß sich in öllig analoge Beweis- üh ung zeigen, daß Xl a > Xl b s e s zu eine Anziehungsk a des zen- alen E a s üh en wi d. 5.2.2. Föde a i e En scheidung bei p i a en Gü e n Wi wollen an diese S elle da on ausgehen, daß de Konsumen eine Nu zen unk ion (5-15) al e na i im Fall p i a en bzw. ö en lichen Angebo s des Gu es Xl maximie e. Die Besch änkungen lau en also al e na i (5-16) und (5-17) Das Maximum de obigen Nu zen unk ion wi d jeweils in einem Punk ge unden, in dem (5-18) Xi! x/2 U·=-=- . • aj bi (Dies is g aphisch in Abbildung 4 e anschaulich .) Abbildung 4 6' OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 84 Die e Bös Dami sind zwei Gleichungssys eme ge unden, die jeweils nach den Unbekann en Xii und Xi2 gelös we den können «5 -18) und (5 -16) bzw. (5 -18) und (5 -17». Mi Hil e diese Lösungen können wi abe den Nu zenquo ien en e mi eln, au g und dessen de Konsumen zwi- schen ö en lichem und p i a em Angebo en scheide : (5-19) Uia (a-jP i + biP2 ) Ui = aiPlG + biP2 (1 - a) Ve gleich man diese Fo mel mi de Ablei ung im Falle de Cobb- Douglas-Nu zen unk ion (4 -18), so äll unmi elba au , daß hie on de ökonomischen In e p e ie ba kei he das gleiche Resul a o lieg . 5.3. Zu Be ücksich igung ex e ne E ek e 36 In Analogie zu üblichen mik o ökonomischen Theo ie nehmen inanz- heo e ische Un e suchungen o an, daß eine Gebie skö pe scha bei ih en En scheidungen alle ex e nen E ek e e nachlässig , die du ch ih e Ak i i ä en den Bewohne n ande e Gebie skö pe scha en en s e- hen. Eine In e nalisie ung solche ex e ne E ek e sei einmal heo e- isch dadu ch möglich, daß de ( e i o iale bzw. sachliche) Um ang de s aa lichen En scheidungs äge so gewähl wi d, daß jeweils ge ade alle Nu zen- und Las enemp änge eine s aa lichen Ak i i ä e aß we den 37• Da dies in de Wi scha sp axis nich ealisie ba is , kann eine zumindes wei gehende In e nalisie ung posi i e ode nega i e ex e ne E ek e du ch eine übe agung on Funk ionen au Gebie s- kö pe scha en höhe e Ebene e eich we den ode du ch ko igie- ende Finanzausgleichszuweisungen ode -belas ungen, de en Ausmaß sich nach ex e nen E ek en ich e . E s du ch solche Lösungen kann ein aUoka i es Op imum e eich we den 38• 36 Die Annahme de gegebenen S uk u de Gebie skö pe scha en schein mi zunächs deswegen wenige p oblema isch, da sie wei gehend im Ein- klang mi de Reali ä des Wi scha slebens s eh . Is ü Einzel agen eine Locke ung diese Hypo hese e o de lich, so is das unschwe möglich. So kann e wa hypo he isch das Modell au beliebig iele "Gebie skö pe scha s- ebenen" e wei e we den. Die En scheidung übe die Zuo dnung zu eine solchen "Ebene" könn e dann e wa heißen: (a) bes imm e Agenden sollen besse du ch einen kommunalen Zweck e band als du ch einzelne Gemein- den beso g we den, ode (b) gene ell wä e eine Beso gung de S aa sau - gaben du ch eine G oßgemeinde zweckmäßige als die Beso gung in einzelnen Gemeinden (Gemeindezusammenlegung). 37 Vgl. M. Olson: The Logic o Collec i e Ac ion, Camb idge 1965; M. Olson: The P inciple o Fiscal Equi alence: The Di ision o Responsibili ies among Di e en Le els o Go e nmen , in: The Ame ican Economic Re iew, Vol. LIX (1969), pape s and p oceedings, S. 479 -487; W. Oa es: Fiscal Fede alism a.a.O., S. 31 - 53. 38 Vgl. D. Bös: In e go e nmen al P oblems, a.a.O.; K. Bulu oglu, a.a.O. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Zu Theo ie des Finanzausgleichs 85 Übe legen wi nun, wie eine Be ücksich igung diese in e ju isdik- ionalen ex e nen E ek e in Modellen unse es Typs e olgen wi d. Be- ginnen wi hie ü mi einem Beispiel. Es gehe um eine zen ale En - scheidung hinsich lich eines bes imm en ö en lichen Gu es, sagen wi S aßenbau. De einzelne Konsumen 39 habe die Wahl zwischen Bundes- angebo mi en sp echend einhei lichem Ausbau des S aßenne zes im ganzen Bundesgebie und Landesangebo mi jeweils en sp echend un- e schiedlichem Ausbau de einzelnen Landess aßenne ze. Dann kön- nen wi e wa annehmen, daß de Bund bei seine En scheidung übe den Ausbau des S aßenne zes die Auswi kungen bedenk , die zwischen den einzelnen Bundeslände n en s ehen. Die Bundeslände dagegen we den im Falle des Landesangebo s nach den üblichen Ve hal ensan- nahmen ein landesin e nes Op imum suchen, abe nich die ex e nen Wi kungen be ücksich igen, die den Einwohne n ande e Gebie skö pe - scha en en s ehen. Die En scheidung übe die Be ei s ellung eines be- s imm en Gu es on Sei en de Gebie skö pe scha en un e schiedlichen Ranges be uh nun abe au Nu zen e gleichen de einzelnen Konsu- men en. Und in diese gehen alle ex e nen E ek e ein, die den Konsu- men en au g und de Ak i i ä en de ande en Gebie skö pe scha en en s ehen. Danach is es also möglich, daß die Wähle des Bundeslan- des A übe wiegend ü ein S aßenangebo des Bundes und nich sei ens des Landes ein e en, nich weil die Wähle annehmen, daß die S aßen in A so schlech sein we den, ode weil du ch den schlech en Ausbau de S aßen in A den Bewohne n ande e Bundeslände nega i e ex- e ne E ek e en s ehen, sonde n weil sie annehmen, daß de S aßen- ausbau in ih en Nachba lände n Bund C im Falle des Landesangebo s so schlech sein wi d, daß den Bewohne n on A dadu ch nega i e ex- e ne E ek e in einem Maße zu ließen, daß die bundeseinhei liche Re- gelung güns ige wä e. In Modellen unse es Typs we den also ex e ne E ek e nich beim Ve u sache , sonde n beim Emp änge be ücksich ig 40• Füh en wi unse Beispiel in o malisie e Weise e was wei e aus. Im Falle des Bundesangebo s wi d im gesam en Bundesgebie das Gu Xl a in gleichem Um ang angebo en; das ö en liche Angebo inne halb eines Bundeslandes ha hie bei selbs e s ändlich Wi kungen au die Konsumen en in allen ande en Bundeslände n. Wi wollen annehmen, 39 Hie sind nu solche ex e nen E ek e behandel , die beim Konsum an- allen. Ex e ne E ek e, die indi iduellen P oduzen en en s ehen, könn en nach eine en sp echenden E wei e ung unse es Modells analog be ücksich ig we den. Ex e ne E ek e, die die P oduk ionskos en beein lussen, könn en am ehes en in de Va iable C, also als E ek eine Kos endeg ession ode -p o- g ession e aß we den. 40 Dabei soll nich da au eingegangen we den, wiewei de Wähle sein eigenes Bundesland zu Ve handlungen mi den Ve u sache n b ingen kann. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 86 Die e Bös daß ein Konsumen in i gendeinem Bundesland au g und des im Bun- desgebie gleichen Angebo s des ö en lichen Gu es insgesam einen Be- ag E an solchen ex e nen E ek en konsumie . Wegen des bundes- einhei lichen Angebo s sei diese ü jeden Konsumen en gleich und kann als No mie ungs ak o in de Fo m E = 1 angese z we den. (Hie - bei kann es sich im Sinne des oben Ausge üh en e wa um das op imale Ausmaß solche ex e ne E ek e handeln.) Diese No mie ung bedeu e implizi , daß wi ex e ne Wi kungen im Falle des Bundesangebo es als dem Konsumen en nich bewuß wi kend un e s ellen, wäh end bei un- e schiedlichem Angebo in e schiedenen Bundeslände n die ex e nen E ek e eben wegen des un e schiedlichen Angebo s bewuß we den. (Alle dings wä e es ebenso möglich, die Va iable E bis ins Resul a "mi - zuschleppen"; dann müß en alle E gebnisse explizi imme au den Ve - gleich de ex e nen E ek e im Falle einhei lichen Angebo s bezogen we den, wäh end dies in unse em Fall ja implizi auch gil . Man be- ach e, daß die No mie ung on E = 1 in unse em Modell du ch en sp e- chende No mie ungen on dib e möglich wi d.) Fü den Fall des Bundesangebo s lau e also das Op imie ungskalkül des Konsumen en 41 : (5-20) Max U· = X lXi x Ji x"li • E a, p,,, > 0; E = 1 • la i2 i3 un e de Besch änkung wobei (5-21) wie wei e oben e klä wu de. Bei Landesangebo e en ex e ne Nu zen- ode Kos ene ek e au , die als Pa ame e in die Nu zen unk ion des Konsumen en eingehen. Wi indizie en hie ü die Bundeslände mi b = 1, ... , k, ... , B und nehmen an, daß de be ach e e i- e Konsumen im k- en Bundesland wohn . Fü den Konsumen en s ell sich dahe olgendes Op imie ungs- p oblem: (5-22) B Max: U· = XIX; xPi x i "" x~ib • lk i2 i3 b:l Ib b+k un e de Besch änkung (x, p, " > 0 41 Annahmen übe die Summe de Koe izien en sind hie unnö ig, da die Ablei ungen zu Anziehungsk a des zen alen E a s ü Gi ~ 1 in gleiche Weise gel en. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Zu Theo ie des Finanzausgleichs 87 wobei 5ib> 0 jeweils posi i e ex e ne E ek e und 5ib < 0 nega i e ex- e ne E ek e bedeu e. Wiede um gel e ü die Finanzie ung aus Mi eln des S eue e bundes (5-23) De Konsumen op imie e al e na i diese beiden Ansä ze und en - scheide nach dem Nu zenquo ien en (5-24) Gehen wi ü die In e p e a ion wiede um da on aus, daß Äb < Äa ü die Meh hei de Konsumen en im Bundesgebie . Dies wü de bei zen ale En scheidung auch ohne Kos ene spa nisse bei zen ale Be- so gung eine "Anziehungsk a des zen alen E a s" bedeu en. Du ch das Au e en ex e ne E ek e kann diese Tendenz au gehoben, gemil- de ode e s ä k we den. Wenn e wa im Sys em de Finanzaus- gleichszuweisungen die Zuweisungen an ä me e Lände nu ela i wenig un e dem Bundesdu chschni liegen, kann du ch übe wiegend posi i e in e ju isdik ionale E ek e bei Bundeslände beso gung die En scheidung de Meh hei de Wähle du chaus ü eine Beso gung du ch die Bundeslände lau en; bei übe wiegend nega i en in e ju is- dik ionalen E ek en bei Bundeslände beso gung wi d die Anziehungs- k a des zen alen E a s e s ä k . Dies is ein öllig ande es E gebnis als die eingangs e wähn e adi ionelle Au assung, nach de sowohl posi i e als auch nega i e in e ju isdik ionale E ek e als Beg ündung ü eine "Anziehungsk a des zen alen E a s" he angezogen we den. En sp echende Ablei ungen sind auch in ande en Fällen möglich. Die Nu zenquo ien en weisen jeweils einen Ko ek u e m au , de au die in e ju isdik ionalen ex e nen E ek e zu ückzu üh en is . Alle dings wi d das E gebnis diese Modellansä ze nich einem ge- sam wi scha lichen Op imum en sp echen. Denn es handel sich ja "nu " um indi iduelle Gleichgewich sansä ze, de en Resul a eine be- s imm e poli ische En scheidung zuguns en eines Angebo s sei ens des Bundes ode de Bundeslände is . Und im Falle ex e ne E ek e üh- en ja die indi iduellen Gleichgewich sen scheidungen g undsä zlich nich zum sozioökonomischen Op imum. In diesem Sinne is die oben ange- üh e und auch on mi e e ene adi ionelle Au assung in ih em heo e ischen Rahmen du chaus ko ek . Die hie da ges ell e Theo ie dagegen bie e eine E klä ung ü bes imm e subop imale Ve hal ens- weisen bei En scheidungen übe Zen alisie ung ode Dezen alisie ung. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 94 Die e Bös ale n E ek " s e s in einem mi dem einen ho izon alen Finanzaus- gleich zwischen Gebie skö pe scha en de gleichen Ebene behandel we den 49• Die Auswi kungen solche Finanzausgleichszuweisungen au die Al- loka ion on Ressou cen und au die Realisie ung on Gleichhei spos u- la en sind Gegens and dieses Abschni s. 1. En scheidungssubjek e im ho izon alen Finanzausgleich Vo eine Behandlung on Zielen des ho izon alen Finanzausgleichs is z.unächs zu e klä en, welches En scheidungssubjek diese Ziele o - mulie . Ich sp eche hie bei on eine "Ziel unk ion de ö en lichen Hand", wenn Zuweisungen an Gebie skö pe scha en au g und on P ä- e enz o s ellungen eine übe geo dne en Gebie skö pe scha (Bund) e olgen ode wenn diese P ä e enz o s ellungen du ch Ve handlungen zwischen den einzelnen (G uppen de ) Gebie skö pe scha en en wickel wu den. Fü die Auswi kungen on e schiedenen Finanzausgleichszu- weisungen kann abe auch die "Ziel unk ion de emp angenden Ge- bie skö pe scha " maßgeblich we den, wobei allweise ge ade das Zu- sammenspiel de Ziel o s ellungen de ö en lichen Hand und de emp- angenden Gebie skö pe scha on besonde em In e esse is . Die Ziel o s ellungen de ö en lichen Hand können sich en wede au bes imm e Gebie skö pe scha en beziehen ode au einzelne Indi i- duenso. Demen sp echend wü den auch Finanzzuweisungen im e s en Falle an Gebie skö pe scha en, im zwei en Falle dagegen an Indi i- duen gehen. G undgedanke de zwei en Maßnahme wä e es, die Ein- wohne eine Gebie skö pe scha o une wünsch en inanzpoli ischen Ak i i ä en eben diese Gebie skö pe scha zu schü zen. Es muß alle - dings in jedem Falle un e such we den, wiewei die ökonomischen Auswi kungen eine Zuweisung an Indi iduen nich iden isch sind mi den ökonomischen Wi kungen on Zuweisungen an Gebie skö pe - scha enSI. In gleiche Weise können sich auch die Ziel o s ellungen de emp an- genden Gebie skö pe scha en an Va iablen aus ich en, die ü die Ge- bie skö pe scha en de inie we den, ode an Va iablen, die ü ein- zelne Indi iduen de inie we den. E s e es is e wa dann de Fall, 49 Vgl. dazu e wa H. Zimme mann und K.-D. Henke: Finanzwissenscha , München 1975, S.90, 94 - 99. so Vgl. R. A. Musg a e: App oaches o a Fiscal Theo y o Poli ical Fede al- ism, in: Public Finances: Needs, Sou ces, and U iliza ion, P ince on 1961, S. 97-122. 51 Vgl. D. F. B adjo d und W. E. Oa es: The Analysis o Re enue Sha ing in a New App oach o Collec i e Fiscal Decisions, in: The Qua e ly Jou nal o Economics I"XXXV (1971), S. 416 - 439. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Zu Theo ie des Finanzausgleichs 95 wenn Ziel o s ellungen eine Gebie skö pe scha hinsich lich des Ge- sam um anges de on ih angebo enen Gü e im Ve gleich zum p i- a en Sek o in ih em Be eich he angezogen we den, wobei du chaus auch "me i o ische" Bewegg ünde de Gebie skö pe scha en bzw. ih e Regie ung maßgeblich we den können. Le z e es wä e e wa de Fall, wenn die Ziel o s ellungen eine Gebie skö pe scha sich an eine indi- iduellen Gleichbehandlung ih e Einwohne im Hinblick au S aa s- au wendungen aus ich e . In diese A bei besch änke ich mich da au , die Auswi kungen on Finanzausgleichszuweisungen anhand solche Ziel o s ellungen zu ana- lysie en, die sich au Gebie skö pe scha en und nich au Indi iduen beziehen 52 • Ausgeschal e is dami o allem die Diskussion um die heo e ischen Konzep e on Buchanan und Tiebou . Die Schwie igkei de Gleichbehandlung de einzelnen Indi iduen in öde alis ischen Wi scha so dnungen en s eh ja dadu ch, daß jedes Indi iduum e schiedenen Ebenen on Gebie skö pe scha en angehö . Wenn sich nun Gleichhei s o s ellungen nu au Gebie skö pe scha en beziehen, so können die einzelnen Indi iduen insgesam dennoch un e - schiedlich behandel sein, je nach de Zugehö igkei zu e schiedenen solchen Gebie skö pe scha en. De bekann es e Vo schlag zu Lösung diese P obleme s amm on J. M. Buchanan 53• Nach Buchanan soll e o z Zugehö igkei zu e schie- denen Gebie skö pe scha en nied ige en Ranges jedem Indi iduum insgesam ein gleiches " iskalisches Residuum" zukommen. Als solches iskalisches Residuum de inie Buchanan die Di e enz zwischen den Nu zen aus ö en lichen Leis ungen und den Kos en, e wa in Fo m on S eue n, die ü diese Leis ungen au geb ach we den müssen. Gleich- hei des iskalischen Residuums wü de danach nich e hinde n, daß Gebie skö pe scha en un e schiedlich hohe S eue n einheben, wenn nu die en sp echenden ö en lichen Leis ungen auch en sp echend so abge- s u wä en, daß die Nu zen-Kos en-Di e enz übe all gleich is . Das einzelne Indi iduum hä e dann die Möglichkei , du ch Wande ungen on eine Gebie skö pe scha zu ande en zu bes immen, ob es liebe in eine Gebie skö pe scha mi hohen ö en lichen Leis ungen und en - sp echend hohen S eue n wohn ode in eine Gebie skö pe scha mi 52 Eine gewisse Mi els ellung nehmen hie bei jene Fälle ein, bei denen es zwa um Gebie skö pe scha en geh , abe zu De ini ion de Ziel unk ionen P o-Kop -G ößen on Va iablen he angezogen we den, die sich au Gebie s- kö pe scha en beziehen. 53 J. M. Buchanan: Fede alism and Fiscal Equi y, in: The Ame ican Eco- nomic Re iew XL (1950), S. 583 - 599; wiede abged uck in: J. M. Buchanan: Fiscal Theo y and Poli ical Economy, Chapel Hill 1960, S. 170 - 189. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 96 Die e Bös nied igen ö en lichen Leis ungen und en sp echend nied igen S eue n. Diese Wande ungs aspek s eh im Zen um de Theo ie on Tiebou 54• Sowei in de P axis eine Du chse zung diese Gleichhei skonzep ion du ch Wande ungen nich möglich is , müß e dies du ch zusä zliche zen als aa liche S eue n und Sub en ionen an die Indi iduen (nich an die Gebie skö pe scha en) ausgeglichen we den. Die p ak ische Realisie ung eines solchen Plans im deu schen Sp ach- aum s ünde o den P oblemen de ge inge en Mobili ä de Indi i- duen (es handel sich um ypische US-ame ikanische Theo ien). Im deu - schen Sp ach aum könn en solche inanzausgleichsbeding en Wande un- gen speziell Folgen eine di e enzie en Un e nehme bes eue ung bzw. Un e nehme begüns igung du ch In as uk u sein. O swechsel on Nich un e nehme haushal en wä en dann allen alls eine Sekundä wi - kung eine Ve lage ung on Un e nehmungen. (O swechsel on Nich - un e nehme haushal en dü en in unse en Be eichen o allem be u - lich beding sein.) Ansons dü e ein Wande ungsmodell nach Tiebou in unse en Be eichen speziell ü Konsumen enwande ungen inne halb on S ad egionen anwendba sein. 2. Finanzie ung de s aa sausgaben du m eigene Abgaben und du ch Finanzzuweisungen 2.1. Die g undlegenden Bilanzgleichungen Wi gehen im olgenden on eine Be ach ung eine Meh zahl on Gebie skö pe scha en de gleichen Ebene (e wa den Lände n eines Bundess aa es ode den Gemeinden eines Bundeslandes) aus und indi- zie en diese mi b = 1, ... , B. In jede solchen Gebie skö pe scha sei jeweils eine Bilanzgleichung ü den p i a en und ü den ö en lichen Sek o de inie . Die Bilanzgleichung ü den p i a en Sek o lau e: (2-1) P2x2b = Yb - TAb - TB b• P2: P eis des on den p i a en Un e nehmungen in diese Gebie skö - pe scha angebo enen und on den Konsumen en diese Gebie s- kö pe scha konsumie en "Uni e salgu es" x2b: Menge dieses p i a en Gu es, die in de be e enden Gebie skö pe - scha konsumie wi d 54 C. M. Tiebou : A Pu e Theo y o Local Go e nmen Expendi u es, in: Jou nal o Poli ical Economy 64 (1956), S. 416 -424. Zu de in ensi en Dis- kussion, die sich an diese A bei angeschlossen ha , sei au Da s ellung und Li e a u hinweise bei W. Oa es: Fiscal Fede alism, a.a.O., S. 49 -52, 126 -128 und 163 -179 e wiesen, sowie au den jüngs en Au sa z on P. Pes ieau: The Op imali y Limi s o he Tiebou Model, in: W. Oa es (ed.): The Poli ical Economy o Fi:scal Fede alism, a.a.O., S. 173 -186. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Zu Theo ie des FinanzausgleiChs 97 Y b: egionales B u osozialp oduk bei ausgegliChene "Zahlungsbilanz" mi den üb igen Regionen TAb: egionales Au kommen an Gemeinscha sabgaben 55 TB b: egionales Au kommen an eigenen Abgaben 56 Die Bilanzgleichung ü den ö en lichen Sek o lau e: Ab: S aa sausgaben clb: Kos en je Mengeneinhei de P oduk ion des "Uni e salgu es", das on de Gebie skö pe scha b angebo en wi d xlb: Menge dieses Uni .e salgu es, das on de be e enden Gebie skö - pe scha angebo en wi d und on den Konsumen en diese Gebie s- kö pe scha konsumie wi d Sb: Summe alle Finanzausgleichszuweisungen an die be e ende Ge- bie skö pe scha Die Finanzie ung de S aa sausgaben e olge also zum Teil aus eige- nen Abgaben, zum Teil aus Finanzausgleichszuweisungen sei ens übe - geo dne e ode gleich angige Gebie skö pe scha en 57• Jede Gebie s- kö pe scha wi d hie bei e schiedene Finanzausgleichszuweisungen e hal en, so daß (2-3) wobei k = 1, .•. , K de Lau index de e schiedenen Typen on Fi- nanzausgleichszuweisungen is . Hie bei un e scheiden wi zwischen Schlüsselzuweisungen und Be- da szuweisungen 58• 55 Diese Te minus e aß also e wa die "Gemeinscha s eue n" in de Bun- des epublik Deu schland bzw. die "gemeinscha lichen Bundesabgaben" in Ös e eich (Ve bundsys em). 56 Diese Te minus e aß jene Abgaben, bei denen de einhebenden Ge- bie skö pe scha die E agshohei zus eh (in e schiedenen Fo men des T ennsys ems). Hie he gehö en also e wa die "Lände s eue n" ("Gemeinde- s eue n") und sons ige Abgaben nach dem T ennsys em in de Bundes epu- blik Deu schland bzw. die "ausschließlichen Landesabgaben" ("ausschließliche Gemeindeabgaben") in Ös e eich. 57 Es e olg also keine K edi au nahme, keine En nahme aus Rücklagen; es we den auch keine E spa nisse (Übe schüsse) gebilde . 58 Vgl. D. Bös: Ökonomische K i e ien und Au eilungsschlüssel im ho i- zon alen Finanzausgleich, in: Zei sch i ü Na ionalökonomie 30 (1970), S. 357 -406. (Zugleich zwei e Teil des Buches D. Bös: Eine ökonomische Theo ie des Finanzausgleichs, Wien-New Yo k 1971, S. 59 -136.) Bezogene S elle au S. 374 - 384 (S. 76 - 86). 7 Sch i en d. Ve eins . Socialpolibk 96/1 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 98 Die e Bös 2.2. Schlüsselzuweisungen Bei Schlüsselzuweisungen wi d on o nhe ein ein bes imm e Au - eilungsschlüssel ü die Zu eilung on Mi eln es gese z . Als beson- de s wich ig soll die allgemeine E ags eilung speziell he o gehoben we den; alle ande en Schlüsselzuweisungen wollen wi als Sub en ions- (schlüssel)zuweisungen zusammen assen. Die allgemeine E ags eilung (im Rahmen des S eue e bundes) is eine Zuweisung ohne Zweckbindung, bei de on o nhe ein ein be- s imm e Au eilungsschlüssel es geleg wi d, de das Ausmaß de Fi- nanzausgleichszuweisungen au g und de An eile (Quo en) de einzel- nen Gebie skö pe scha en an bes imm en Indika o en des Finanzbe- da s und de Finanzk a es leg . Typische Indika o en des Finanzbe- da s sind Volkszahl, " e edel e" Volkszahlen (die im allgemeinen einen Finanzbeda un e s ellen, de übe p opo ional zu Volkszahl ans eig ), allweise auch S aßenlängen, Zahl de Schulkinde USW. 59• Typische In- dika o en de Finanzk a sind egionale S eue au kommensg ößen 6o• In de Bundes epublik Deu schland und in Ös e eich wi d dieses Sy- s em bei de Au eilung de E äge bes imm e Gemeinscha sabgaben au Lände bzw. Gemeinden angewand . Fü jede einzelne solche Ge- meinscha sabgabe we den meis in un e schiedliche Weise e schie- dene Indika o en des Finanzbeda s und de Finanzk a he angezogen. Ein ein aches hypo he isches Beispiel könn e e wa lau en: Die Lände eines S aa es e hal en 45 (J/o de Gesam einnahmen de Lohn- und e - anlag en Einkommens eue und 40 {J/o de Gesam einnahmen de Um- sa zs eue . Die den Lände n insgesam danach zus ehenden Finanzmi el aus de Lohn- und e anlag en Einkommens eue we den dann au die einzelnen Lände nach dem Ve häl nis de egionalen S eue au kom- men au ge eil . Die den Lände n insgesam danach zus ehenden Finanz- mi el aus de Umsa zs eue we den au die einzelnen Lände zu 75 °/0 nach dem Ve häl nis de Einwohne zahl au ge eil , die es lichen 25 % nach dem Ve häl nis des egionalen Au kommens an Lohn- und e an- lag e Einkommens eue . (Im allgemeinen wi d ein solches Sys em de allgemeinen E ags eilung dann noch du ch ein Sys em on Sub en- ionszuweisungen on inanzs ä ke en an inanzschwache Lände ode om Bund an inanzschwache Lände e gänz .) In den USA wi d ü die Zwecke de allgemeinen E ags eilung (gene al e enue sha ing 61 ) ein on o nhe ein es gese z e Teil de 59 Vgl. dazu D. Bös: Ökonomische K i e ien und Au eilungsschlüssel im ho izon alen Finanzausgleich, a.a.O., S. 362 -370 (S. 64 -72). 60 Vgl. dazu D. Bös: Ökonomische K i e ien und Au eilungsschlüssel im ho izon alen Finanzausgleich, a.a.O., S. 370 -374 (S. 72 -76). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Zu Theo ie des Finanzausgleichs 99 Einnahmen aus de Fede al indi idual income ax gewidme . Die Au - eilung au die einzelnen Lände e olg dann un e He anziehung de An eile de Lände an den Gesam ealisa ionen bes imm e Indika o - a iablen 62• Alle ande en Schlüsselzuweisungen auße den oben ange üh en Fällen de allgemeinen E ags eilung wollen wi als Sub en ionszu- weisungen bezeichnen 63 ; inso e n handel es sich um eine Res ka ego ie. Auch bei diesen Sub en ions(schlüssel)zuweisungen we den on o n- he ein geeigne e Indika o en gewähl , mi de en Hil e die Schlüssel ü die Zuweisung de inie we den. Besonde s ypisch is de Fall, daß ein- zelnen Lände n ein bes imm e P ozen sa z de Di e enz zwischen eine Maßzahl des Finanzbeda s und eine Maßzahl de Finanzk a ode eine Maßzahl eines no mie en mi le en Finanzbeda s zugewie- sen wi d 64• Es gib e schiedens e Typen solche Sub en ionszuweisungen (wi wollen sie s e s mi SZ bezeichnen). Wich igs e Un e schiede sind hie ü e wa olgende: - Die Zuweisung kann zweckgebunden sein ode nich . - Die insgesam ü eine bes imm e Sub en ionszuweisung zu Ve - ügung s ehende Summe kann ap io i limi ie sein: (2-4) ~ SZ'b = SZ~ b I 1 SZ~~ 0 . Is SZ~ = 0, so bedeu e das Sys em de be e enden Sub en ionszuwei- sung einen in e nen Ausgleich zwischen den Gebie skö pe scha en, bei dem eine Reihe on Kö pe scha en begüns ig , ande e dagegen belas e we den. 61 Wäh end die allgemeine E ags eilung e wa in de Bundes epublik Deu schland und in Ös e eich ein sei langem einge üh es Sys em da s ell , is sie in den USA e s 1972 mi dem S a e and Local Fiscal Assis ance Ac einge üh wo den. Vgl. zu diese E ags eilung in den USA als einige we- sen liche Publika ionen aus eine g oßen Vielzahl: H. S. Reuss: Re enue- Sha ing-C u ch o Ca alys o S a e and Local Go e nmen s, New Yo k- London 1970; eh. J. Goe z: Wha is Re enue Sha ing?, Washing on 1972; R. E. Thompson: A New E a in Fede alism?, Washing on 1973; O. G. S olz: Re enue Sha ing -Legal and Policy Analysis, New Yo k - London 1974 (b ing un e ande em als Anhang den Wo lau des oben e wähn en S a e and Local Fiscal Assis ance Ac ); W. E. Oa es (ed.): Financing he New Fede- alism, New Yo k and London 1975. 62 Au Sonde p obleme, wie die Un e schiede zwischen de Sena e- und de House- o mula sei an diese S elle nich eingegangen. Vgl. dazu e wa R. R. Reischaue : Gene al Re enue Sha ing - The P og am's Incen i es, in: W. E. Oa es (ed.): Financing he New Fede alism, a.a.O., S. 40 - 87. 63 Man beach e, daß die US-ame ikanische Li e a u alle solchen Zuweisun- gen als "g an " bezeichnen. 64 Eine Vielzahl on Beispielen hie ü bie e R. A. Musg a e, a.a.O. 7' OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 100 Die e Bös Is kein Pla ond SZ~ o gesehen, so e gib sich die Gesam höhe de Finanzzuweisungen e s ex pos au g und des ealisie en Ausmaßes de maßgeblichen Indika o a iablen 66• Au g und de obigen Aus üh ungen is es möglich, daß sich diese Sub en ionszuweisungen "selbs inanzie en". Sind dagegen ü diese Zuweisungen insgesam zusä zliche Finanzmi el e o de lich, so we den diese om Bund au geb ach , en wede aus eine Quo e de Gemein- scha sabgaben ode aus seinen eigenen Abgaben ode du ch Anleihe- inanzie ung. 2.3. Beda szuweisungen Als zwei e G uppe neben den Schlüsselzuweisungen seien die Be- da szuweisungen 66 ange üh . Diese dienen jeweils de Deckung eines bes imm en au e enden Beda s, ohne daß da ü ein Schlüssel es - geleg wi d. Ih e Vo züge liegen namen lich in de Flexibili ä ih e Handhabung (z. B. bei eine Zuweisung on Finanzmi eln ü Ka a- s ophenschäden, Zi ilschu z ode zu Fö de ung wi scha lich un e - en wickel e Gebie e usw.). Auch hie können e schiedens e Ausges al- ungen bes ehen, Zweckbindung wi d de Regel all sein, die Gesam - summe de ü einen bes imm en Zweck zu Ve ügung s ehenden Mi - el kann on o nhe ein es s ehen ode nich usw. 2.4. Zu wei e en Vo gangsweise Gese zliche Regelungen des Finanzausgleichs zeichnen sich im all- gemeinen du ch jene g oße Komplizie hei aus, die die Eigena solche Gese zesma e ien is , die im Ve handlungswege zwischen e schiedenen In e esseng uppen (hie : G uppen on Gebie skö pe scha en) e s ell we den. Eine olls ändige Typologie solche Finanzausgleichszuweisun- gen is in diese A bei nich beabsich ig . Ansä ze zu eine solchen können bei Musg a e 67 , BÖS 68, Le G and 69 ge unden we den. 65 Fü Diskussion im deu schen Sp ach aum zu eng is hie R. A. Musg a e, a.a.O., de s e s SZ1 = 0 se z . Diese Res ik ion schal e wesen liche Fälle on Sub en ionszuweisungen aus. Daß R. A. Musg a e, a.a.O. (1961!) den Fall de E ags eilung nich behandel , e klä sich da aus, daß diese Typ on Finanzausgleichszuweisungen in den USA e s ab 1972 einge üh is . 66 Vgl. D. Bös: Ökonomische K i e ien und Au eilungsschlüssel im ho i- zon alen Finanzausgleich, a.a.O., S. 377 . (S. 79 ., 107, 122 .). 67 R. A. Musg a e, a.a.O. 68 D. Bös: Ökonomische K i e ien und Au eilungsschlüssel im ho izon alen Finanzausgleich, a.a.O. 69 J. Le G and: Fiscal Equi y and Cen al Go e nmen G an s o Local Au ho i ies, in: Economic Jou nal 85 (1975), S. 531- 547. Vgl. dazu auch den "In e change" zwischen J. R. A onson und J. LeG and, in: Economic Jou nal 87 (1977), S. 774 - 782. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Zu Theo ie des Finanzausgleichs 101 In diese A bei geh es dagegen da um, Alloka ions- und Ve ei- lungswi kungen on Finanzausgleichszuweisungen zu diskuüe en. Hie - ü wi d ein Ins umen a ium en wickel , das allgemein anwendba is . Die Vo gangsweise eine solchen Anwendung wi d dann pa adigma isch anhand zweie spezielle Fo men on Finanzausgleichszuweisungen au - gezeig , nämlich (i) einem ein achen Fall de E ags eilung. Au ge eil we den dabei jene Finanzmi el, die au g und des S eue e bundes de be ach e en G uppe on Gebie skö pe scha en insgesam aus dem Au kommen an Gemeinscha sabgaben zus ehen (TA(B). Diese Mi el we den un e Ve - wendung eine einzigen Indika o a iablen au ge eil , wi sp echen om Au eilungsk i e ium Kb. Anhand dieses Au eilungsschlüssels können dann die alloka i en und dis ibu i en Wi kungen gezeig we den, die eine Au eilung lediglich anhand des ge ade be ach e en K i e iums nach sich zöge (e wa anhand des egionalen Abgabenau kommens ode de Einwohne zahl). Die Au eilung e olg also nach dem p ozen uellen An eil Pb de einzelnen Gebie skö pe scha am be ach e en K i e ium: (2-5) Kb SA b = Pb TA(B) = ~ K TA(B), b b womi sich aus dem obigen be ei s e gib , daß (2-6) ~ SA b = TA(B) . b Das bedeu e , daß wi uns au die in de Bundes epublik Deu sch- land und in Ös e eich maßgebliche Fo m de allgemeinen E ags ei- lung besch änken, bei de jeweils das Gesam au kommen eine Gemein- scha sabgabe au ge eil wi d, nich eine on o nhe ein ixe Summe on Finanzmi eln. (ü) eine ein achen Sub en ionszuweisung in P ozen de eigenen Abgaben eine Gebie skö pe scha (ma ching g an ) (2-7) SZb = k • TB b k > 070 • Eine Sub en ionszuweisung dieses Typs is nu möglich, wenn die hie ü e o de lichen Finanzmi el on ande e Sei e au geb ach we - 70 Wi d bei eine Sub en ionszuweisung di ek an den eigenen Abgaben angeknüp , so is meis k E (0,1) sinn oll. Handel es sich bei de obigen Fo mel dagegen um eine Um echnung aus eine p ozen uellen Be eiligung de übe geo dne en Kö pe scha an den Ausgaben de un e geo dne en Kö pe scha SZb = k' . Ab, so is k > 1 du chaus sinn oll. (Wenn Ab = TB b + SZb können wi se zen Ab = 1/(1 -k'). TB b = TB b +SZb ode SZb = k'l (1 -k'). TB b = k . TB b. Fü k' = 0,9 is dann abe e wa k = 9.) OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 102 Die e Bös den, im Regel all on eine übe geo dne en Gebie skö pe scha . Bei de ange üh en Fo m de Zuweisung s eh nun e s am Ende eine Pe- iode es , wie iel au g und diese Sub en ionsbes immungen auszu- zahlen wa . Wenn dies dem Wi scha spoli ike de übe geo dne en Gebie skö pe scha une wünsch is , so kann ein ixe Pla ond SZO ü diese Zuweisung einge üh we den. Eine solche Sub en ionszuweisung mi ixem Pla ond kann dann auch ein ein ho izon ale Finanzausgleich sein (SZO = 0). Eine Regelung mi ixem Pla ond könn e e wa olgend aussehen: (2-8) (2-9) SZO~ 0 . Hie bei is s ein ü alle am Ausgleich be eilig en Gebie skö pe scha - en gleiche S eue sa z, de au eine en sp echend gewähl e S eue basis Bb bezogen wi d. Diese S eue basis kann die gleiche sein, die ü die eigenen Abgaben de Gebie skö pe scha maßgeblich is , es könn e abe e wa auch das egionale Volkseinkommen he angezogen we den. Addie en wi Gleichung (2 - 8) übe alle b, so können wi s e - mi eln (2-10) so daß e wa s < 0 (Sub en ion), wenn SZO> k ~ TBb . Dahe is (2-11) 3. Alloka ionswi kungen on Finanzausgleichszuweisungen Wie wi ken Finanzausgleichszuweisungen au die Ausgabenpoli ik bzw. au die Ausnü zung de eigenen S eue quellen sei ens de emp an- genden Gebie skö pe scha ? Diese Alloka ionswi kungen de Finanz- ausgleichszuweisungen s ehen in de le z en Zei 71 in in ensi e Dis- kussion. 71 Vgl. J. A. Wilde: The Expendi u e E ec s o G an s-in-Aid P og ams, in: Na ional Tax Jou nal 21 (1968), S. 340 -348; J. A. Wilde: G an s-in-Aid: The Analysis o Design and Response, in: Na ional Tax Jou nal 24 (1971), S. 143 -155; W. E. Oa es: Fiscal Fede alism, a.a.O., S. 65 -118; E. M. G am- lieh: In e go e nmen al G an s: A Re iew o he Empi ical Li e a u e, in: W. E. Oa es (ed.): The Poli ical Economy o Fiscal Fede alism, a.a.O., S. 219 -239. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Zu Theo ie des Finanzausgleichs 103 Wi müssen hie bei un e scheiden, ob wi mi !l'lusg a e nu on de wi scha spoli ischen Ziel unk ion de ö en lichen Hand ausgehen 72 ode auch die Ziel o s ellungen de emp angenden S elle be ücksich- igen. (Hie is sei Wilde 73 o allem die Indi e enzku enanalyse üblich.) Diese beiden Ansä ze, die im olgenden behandel we den sol- len, cha ak e isie en zwei ypische G undeins eIlungen, namen lich zum Ve häl nis zwischen übe - und un e geo dne e Gebie skö pe - scha . In jenem Ansa z, de lediglich on de wi scha spoli ischen Ziel- unk ion de ö en lichen Hand ausgeh , wi d s e s angenommen, daß die on de un e geo dne en Gebie skö pe scha eingehobenen eigenen Finanzmi el TBb eine gegebene G öße sind. Ein solche Ansa z is dann eine augliche Besch eibung de Reali ä , wenn die emp angenden Gebie skö pe scha en en wede au g und des Finanzausgleichs ech s nich die Möglichkei haben, ih Au kommen an eigenen Abgaben je- weils elas isch den Zuweisungen anzupassen ode wenn sie au g und de Finanzausgleichsp axis on eine solchen Möglichkei nich Ge- b auch machen. Zumindes le z e es dü e in de Bundes epublik Deu schland und in Ös e eich wei es gehend zu e en. Fü die Bundes- epublik Deu schland und Ös e eich kommen wi dahe (noch) mi eine Analyse a la Musg a e 74 aus. Wi behandeln diesen Typ on Analyse in Punk 3.1. Dies is deswegen so wich ig, weil sich dami die heo e ische Basis ü die Bundes epublik Deu schland und ü Ös e eich g undlegend abheb on de neue en US-ame ikanischen Li e a u . Diese geh on de "mündigen" emp angenden Gebie skö pe scha aus, die bei Emp- ang on Finanzausgleichszuweisungen in elas ische Weise ih e eigenen Abgaben anpassen, also eduzie en ode e höhen wi d. Um diesen Ta - bes and zu e assen, muß in den einschlägigen Modellen s e s auch die inanzpoli ische Ziel o s ellung de emp angenden Gebie skö pe scha be ücksich ig we den. Wi behandeln diesen Typ on Analyse in Punk 3.2. Du ch die Gegenübe s ellung diese un e schiedlichen Alloka ions- wi kungen we den zum einen die ökonomischen Implika ionen solche un e schiedliche Finanzausgleichssys eme au gezeig . Zum ande en wi d dami jenes g undlegende Ma e ial gebo en, das es du chzudenken gäl e, wenn eine e en uelle Ände ung eines Finanzausgleichssys ems in Rich ung s ä ke e Handlungs eihei de un e geo dne en Gebie skö - pe scha en in de Bundes epublik Deu schland und in Ös e eich zu Diskussion s ünde. 72 R. A. Musg a e, a.a.O. 73 J. A. Wilde: The Expendi u e E ec s o G an s-in-Aid P og ams, a.a.O. 74 R. A. Musg a e, a.a.O. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 110 Die e Bös (3-13) was in i gendeine Weise ü den Gesam um ang on Finanzausgleichs- zuweisungen s e s zu e en wi d. Gehen wi nun au die eingangs schon e wähn e F ages ellung zu- ück: Wie e ände n sich die Ausgaben de be ach e en Gebie skö pe - scha bzw. die Ausnü zung de eigenen Abgabenquellen, wenn sich die Finanzausgleichszuweisungen e ände n? Nun is zwa in dem on uns je z be ach e en Op imie ungsansa z de Gebie skö pe scha das Aus- maß de Ausnü zung de eigenen Abgabenquellen eine Ins umen a- iable, nach wie o is abe au g und de inanzausgleichsgese zlichen Regelungen de Kausali ä szusammenhang zwischen Finanzausgleichs- zuweisungen und eigenem Abgabenau kommen de a , daß die Zuwei- sung on de Ausnü zung de eigenen Abgabenquellen unk ional di- ek abhängig is , nich abe umgekeh (3 -13). Unse e F age kann da- he nu im Wege eines kompa a i -s a ischen Ve gleichs bean wo e we den: Wie e ände sich die op imale Höhe de Ausnü zung de eigenen Abgabenquellen, wenn einmal Finanzausgleichszuweisungen e - olgen, im ande en Fall dagegen solche Zuweisungen aus allen? Hie ü müssen wi ein hypo he isches Ve gleichsp oblem zum obigen Op imie ungsansa z kons uie en. Zu op imie en sei die Ziel unk ion (3-12) un e den Besch änkungen (3-14) (3-15) P-2 x2b = Y b - TB b , Ab = clb • xlb = TB b • Wiede um we de ausgehend on den P ä e enzen de Gebie skö pe - scha übe das Ve häl nis zwischen p i a em und ö en lichem Sek o die op imale Höhe de eigenen Abgaben de Gebie skö pe scha sowie de quan i a i e Um ang des p i a en und des ö en lichen Sek o s be- s imm . Hinsich lich de Da en mögen die gleichen Übe legungen gel en wie im o igen Modell. Als nächs es können wi dann die in den beiden al e na i en Model- len ge undenen op imalen We e ü die Höhe de eigenen Abgaben und die S aa sausgaben mi bzw. ohne Finanzausgleich mi einande e - gleichen. Hie ü können wi ap io i als plausibel annehmen, daß im Regel- all die Höhe de S aa sausgaben höhe sein wi d, wenn Finanzaus- gleichszuweisungen e olgen, und daß die Ausnü zung de eigenen Ab- gabenquellen nied ige sein wi d, wenn Finanzausgleichszuweisungen e olgen: OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 (3-16) (3-17) Zu Theo ie des Finanzausgleichs A-A A TB-TB >0 ~ <0. TB 111 Die ela i e E höhung de S aa sausgaben bzw. die ela i e Ve inge- ung de eigenen Abgaben au G und de Finanzausgleichszuweisun- gen wi d nun jeweils un e schiedlich g oß sein je nach dem Typ de Fi- nanzausgleichszuweisung. Ich sp eche hie bei on Komplemen a i ä de Finanzausgleichszuweisungen, wenn die ela i e E höhung de S aa s- ausgaben übe p opo ional is e glichen mi de ela i en Ve inge- ung de Ausnü zung de eigenen Abgabenquellen; im umgekeh en Falle läge Subs i u ionali ä o . Als Maß ü die Alloka ionswi kun- gen eine Finanzausgleichszuweisung kann dahe das Ve häl nis de e- la i en Ausgabenände ung zu ela i en Ände ung des eigenen Abga- benau kommens he angezogen we den (wobei es güns ige is , den ne- ga i en We dieses Ve häl nisses he anzuziehen)81: A-A ---- (3-18) A A-A 'YJ (Sb) = - -----~- = - ~ < 1 TB - TB TB - TB:> --~ TB wobei wi 'Y) > 1 als Komplemen a i ä swi kung und 'Y} < 1 als Subs i u- ionali ä swi kung ansehen 82• 81 'YJ is ma hema isch eine Elas izi ä . Fü die ökonomische In e p e a ion als Elas izi ä bes eh die Schwie igkei , daß nich die ela i e Ände ung on TB die U sache de ela i en Ände ung on A da s ell , sonde n zwei ela- i e Ände ungen mi einande e glichen we den, die beide Folgewi kungen eine Ände ung eine d i en G öße, nämlich de Ein üh ung de Finanzaus- gleichszuweisungen sind. 82 Die gleichen Resul a e wü den e ziel we den, wenn das a i hme ische Mi el zwischen A/A und TB/TB he angezogen wü de; nu läß sich diese Ab- schä zung ökonomisch wenige gu in e p e ie en. Denn die Abschä zung A-A~TB-TB is eben alls äqui alen de Abschä zung A + TB~2TB , und die Abschä zung 1/2 (AIA + TB/TB) ~ 1 is eben alls äqui alen de Abschä zung (xx). (x) (xx) (xxx) OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 112 Die ,e Bös 3.2.2. Alloka ionswi kungen de E ags eilung Nach de ange üh en De ini o ik kann eine allgemeine E ags ei- lung seh wohl komplemen ä ode subs i u i wi ken, auch wenn die Zuweisung in keine Weise om Au kommen an eigenen Abgaben ab- häng . Diese Wi kungen e geben sich aus de allgemeinen In e depen- denz des Op imie ungsansa zes. Insgesam dü e bei He anziehung de on uns gewähl en K i e ien de Subs i u ionali ä scha ak e on Fi- nanzausgleichszuweisungen s ä ke zum T agen kommen. Dies en - sp ich de Vo s ellung, daß eine zumindes eilweise Subs i uie ung al- e na i e Finanzquellen bei üblichen Ve hal ensannahmen de inanz- poli ischen En scheidungs äge ela i wah scheinlich is . (Man e - gleiche wiede um Reischaue 83 .) Lei en wi dies zunächs allgemein ab, wobei wi au die explizi e Einbeziehung on Sub en ionszuweisungen e zich en. Op imie en wi hie ü die allgemeine Ziel unk ion (3-19) un e den Besch änkungen P2~b =Y b - TAb - TB b, clb xlb = TB b + SA b . Als E gebnis de Op imie ung e gib sich die Ma ginalbedingung (3-20) wobei (3-21) Wi können hie bei un e s ellen, daß a> 0, da in de P axis keine Fi- nanzausgleichszuweisungen au e en we den, bei denen eine E höhung de eigenen Finanzmi el die Zuweisung on Finanzmi eln aus Ge- meinscha sabgaben übe p opo ional eduzie . Se zen wi in diese Ma ginalbedingung die Absolu we e au G und de Bilanzgleichungen ü den p i a en und den ö en lichen Sek o ein, so e gib sich eine Bes eue ungshöhe im Op imum on (3-22) 83 R. R. Reischaue , a.a.O. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Zu Theo ie des Finanzausgleichs 113 wobei a Zb Xlb a Zb X2b El---'-- und E2=---'-- a xlb Zb a x2b Zb die pa iellen Elas izi ä en de Ziel unk ion Zb sind. Op imie en wi nun die allgemeine Ziel unk ion a Zb a Zb a Xlb > O. a X2b > 0 un e en sp echenden Besch änkungen ü eine Finanzwi scha ohne Finanzausgleich, (3-23) Pl! x2b = Yb - TB b , clb xlb = TB b , so e gib sich als Ma ginalbedingung (3-24) und nach Einse zen de Bilanzgleichungen (3-25) (Beach e, daß die Elas izi ä en als Funk ionen de inie sind, also quan i a i in den beiden e glichenen Op ima e schiedene We e an- nehmen können.) Diese beiden Fo meln zeigen be ei s, daß das Ausmaß de Ausnu - zung de eigenen Abgabenquellen seh wohl du ch die allgemeine E - ags eilung beein luß we den kann, und zwa auch wenn kein Funk- ionalzusammenhang zwischen den zugewiesenen Mi eln aus allgemei- ne Abgaben eilung und dem eigenen Abgabenau kommen bes eh . Aus den obigen Fo meln kann dann unmi elba das Ausmaß de S aa sausgaben in beiden Fällen abgelei e we den: (3-26) (3-27) Danach is es dann unschwe möglich, in jedem beliebigen Einzel all die Alloka ionswi kungen eine allgemeinen E ags eilung zu bes im- men. 8 Sch i en d. Ve eins . Socialpoll ik 96/1 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 114 Die e Bös Wi machen dies im olgenden an einem Beispiel anschaulich. Hie ü sei (3-28) Be echnen wi ü diesen Fall die "Elas izi ä " de S aa s ausgaben in bezug au die S aa s einnahmen 1] (Sb), so is ü die Beu eilung de AI- loka ionswi kungen olgende Bedingung he anzuziehen: 2 IX P (0 -1) 21X 0 {J - IX (J 1] = + {J Yb -+ {J TAb - {J SA b ~ 1 IXO IXO IXO+ (3-29) Ve gleichen wi diese E gebnisse mi de Musg a eschen De ini ion, so zeig dies die e wa e e Ve schiebung in Rich ung de Subs i u iona- li ä . So zeig ja die obige Fo mel so o , daß bei Subs i u ionali ä im Sinne Musg a es (0< 1) ode bei Neu ali ä im Sinne Musg a es (0 = 1) s e s nu 1] < 1 gel en kann und dami Subs i u ionali ä swi - kungen im Sinne diese neuen De ini ion o liegen. (Wobei wi ü diese Be ach ung da on ausgehen wollen, daß die Nu zenelas izi ä ü den ö en lichen Sek o kleine is als die ü den p i a en.) Bei Komplemen a i ä im Sinne Musg a es (0) 1) muß zugleich noch eine zwei e Bedingung e üll sein, nämlich 84 (3-30) IX{J( J-1) IXO {J IX 0 + P Y b < IX J + {J TAb + IX J + P SA b . Nehmen wi an, daß die Höhe de Finanzausgleichszuweisungen und des eigenen Abgabenau kommens in e wa in de gleichen G ößeno d- nung liegen, so komm es zu Komplemen a i ä in unse em Sinne, wenn das Ausmaß diese Zuweisungen bzw. des Au kommens an Gemein- scha sabgaben zwischen IX {J (0 - 1) 2 IX {J (0 - 1) -'--~- % und % IXO +{JlX J +{J des B u osozialp oduk s lieg . Dies bedeu e eine Komplemen a i ä im Be eich mi le e Auslas ung des egionalen B u osozialp oduk s du ch den S eue e bund. Is diese Auslas ung ela i nied ig, so bes eh Sub- s i u ionali ä , es s eh gewisse maßen nich da ü , die emp angenen Mi el du ch eigene Mi el en sp echend " au zus ocken". Dann wächs die Gebie skö pe scha in jene Be eiche des S eue e bundes, in denen die Finanzausgleichszuweisungen zu eine s ä ke en Ausnü zung ih e eigenen Quellen üh en, wäh end bei zu s a ke Belas ung des egiona- 84 Ökonomisch unwah scheinliche is die o mal sich e gebende zwei e Lösung dieses Ungleichungssys ems, bei de die Rich ung de Ungleichhei in den einzelnen Bedingungen jeweils umgekeh e läu . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Zu Theo ie des Finanzausgleichs 115 len B u osozialp oduk s du ch den S eue e bund wiede die Gesam - belas ung du ch Subs i u ion gemilde wi d. Die G enzen dieses Kom- plemen a i ä sbe eichs sind um so g öße , je g öße a is . 3.2.3. Alloka ionswi kungen eine Sub en ionszuweisung Wenn wi au eine explizi e Einbeziehung de E ags eilung in die- sem Falle e zich en, so können wi allgemein ablei en: (3-31) un e den Besch änkungen mi dem E gebnis (3-32) P-2J:l2b=Yb- TB b, clb xlb = TB b + SZb ' Cl ZulCl xlb clb Cl SZb (J '" /'" = --; (J = 1 + '" TB b . o Zb 0 X2b P.2 0 Da aus e gib sich als op imale Abgabenhöhe (3-33) und analog zu Ablei ung bei de allgemeinen E ags eilung e gib sich (3-34) En sp echend können auch wiede um die Ausmaße de S aa saus- gaben bes imm we den und aus dem Ve gleich das en sp echende Aus- maß de Alloka ionswi kungen. Zeigen wi dies anhand zwe1e Beispiele de Alloka ionswi kungen solche Sub en ionszuweisungen, wobei wi wiede um on de ein- achen Ziel unk ion Zb = Ub = X~b X~h ausgehen wollen (<X, ß> 0). Als e s es be ach en wi den Fall eines "Geschenks" an die emp an- gende Gebie skö pe scha (a = 1). In diesem Falle is 'YJ = <x/ß 1. Wenn wi wiede um annehmen, daß die Nu zenelas izi ä ü den ö en lichen Sek o kleine sei als ü den p i a en, wi d es zu Subs i u ionali ä kommen. Als zwei es be ach en wi eine p ozen uelle Zweckzuweisung ohne ixen Pla ond (a = 1 + k). Hie e g~ sich zunächs , daß das Au kom- men an eigenen Abgaben TBb und TBb in beiden Fällen gleich hoch is S· OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 116 Die e Bös (nämlich ex/(ex + ß) Yb); das Ausmaß de S aa sausgaben dag~en s eig im Ausmaß de Sub en ionszuweisung (Ab = TBb (1 + k) = Ab (1 + k». Da de Ausd uck ü 'YJ unbes imm is , g ei en wi au die inhal lich äqui alen e Möglichkei zu ück, das a i hme ische Mi el y zwischen Abi Ab und TBblTBb zu Abschä zung he anzuziehen. Hie ü e gib sich l' = 1 + k/2 > 1, was also s e s Komplemen a i ä bedeu e . 4. Gleicl hei se ek e im ho izon alen Finanzausgleich 4.1. Lo enzdominan e Finanzausgleichsauj eilungen Die P ä e enz o s ellungen de ö en lichen Hand hinsich lich de Gleichhei in de iskalischen Posi ion de einzelnen Gebie skö pe - scha en b = 1, ... , B de inie en wi au de G undlage eines Ve gleichs zwischen de Ve eilung de Finanzmi el p o Kop de Be ölke ung o und nach de Du ch üh ung de Finanzausgleichszuweisungen. Hie - ü bezeichnen wi die Finanzmi el p o Kop o Finanzausgleich mi Tb. Diese se zen sich aus dem egionalen Au kommen an eigenen Ab- gaben TBb sowie an Gemeinscha sabgaben TAb zusammen: (4-1) Nach Finanzausgleich e üge die Gebie skö pe scha übe ih e eige- nen Finanzmi el TBb sowie übe zugewiesene Finanzmi el ~. Da wi wiede um Ve schuldung ausklamme n, sind diese Mi el gleich den Aus- gaben de Gebie skö pe scha : (4-2) In unse e allgemeinen Behandlung genügen die Symbole Tb und Ab als Da s ellung de Finanzmi el p o Kop o und nach Finanzaus- gleich. Soll dann im einzelnen bei bes imm en Typen on Finanzaus- gleichszuweisungen un e such we den, ob und wiewei sie den on uns en wickel en K i e ien ü ho izon ale Gleichhei en sp echen, so müs- sen Tb und Ab en sp echend spezi izie we den. Bei de Da s ellung de Gleichhei szielse zung im ho izon alen Fi- nanzausgleich können wi eine s a ische und eine dynamische Be ach- ung un e scheiden. Wi beginnen mi de s a ischen Be ach ung. Nehmen wi an, die Zielse zung des Wi scha spoli ike s bes ehe da in, mi Hil e de Finanzausgleichszuweisungen eine gleichmäßige e Ve eilung de Finanzmi el p o Kop zu e langen 85• 85 Um une wünsch e Ve eilungswi kungen auszuschließen, nehmen wi zu- gleich an, daß das S eue sys em in den einzelnen Gebie skö pe scha en je- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Zu Theo ie des Finanzausgleichs 100% Finanz- mi el p o Kop Sb 1----+----;(' · b I---- ----~L_:;.. b/B Abbildung 5 (1) T (2) Ä 100% Gebie s kö pe scha en 117 Diese wi scha spoli ischen We o s ellungen lassen sich in seh ope a ionale Weise mi Hil e des Konzep s de Lo enzdominanz e as- sen 8S • Nach diesem Konzep is eine Ve eilung de Finanzmi el p o Kop au die Gebie skö pe scha en gleichmäßige als eine ande e, wenn ih e Lo enzku e olls ändig inne halb de ande en lieg 87• weils insgesam p opo ional ode p og essi wi k , so daß höhe es P o-Kop - S eue au kommen s e s auch höhe es P o-Kop -Volkseinkommen de be e - enden Gebie skö pe scha bedeu e . 86 Zahl eiche Au sä ze de jüngs en Zei be assen sich mi den wohl ah s- heo e ischen Implika ionen de Lo enzdominanz ( gl. ü iele A. Sen: On Economic Inequali y, Ox o d 1973). Fü diese wohl ah s heo e ischen Un e - suchungen muß alle dings jeweils da on ausgegangen we den, daß de E - wa ungswe de beiden e glichenen Ve eilungen gleich is . Bei Ausgehen on eine P ä e enz unk ion des Wi scha spoli ike s in diese A bei schien diese Res ik ion nich · e o de lich. G undsä zlich wä e abe eine de a ige P oblem o mulie ung jede zei möglich, da zumindes in eine s a ischen To- albe ach ung das Gesam ausmaß de S aa seinnahmen und -ausgaben alle Gebie skö pe scha en abgesehen on den hie explizi ausgeschlossenen S aa sschulden s e s gleich is . 87 Lo enzku en zweie e schiedene Ve eilungen können sich auch schneiden. In einem solchen Fall kann nach dem K i e ium eine Lo enz- dominanz nich zwischen zwei solchen Ve eilungen "en schieden" we den. Dies is ü unse e Da s ellung i ele an , da die Lo enzdominanz an diese S elle als no ma i es Konzep e s anden is , wobei in diese Fo de ung selbs die Möglichkei des Sich-Schneidens jeweils ausgeschlossen is (ande s als bei Ve wendung dieses Konzep s als Hil smi el empi ische Besch eibung). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 118 Die e Bös Da es s e s nu eine endliche Zahl on Gebie skö pe scha en gib , muß die gesam e olgende Be ach ung on disk e en und nich on in ini esimalen Ve gleichen ausgehen. Auch die Lo enzku en ha man sich als en sp echend "geknick e" Ku en o zus ellen, die nu de Be- quemlichkei halbe in diese in ini esimalen Fo m au gezeichne we - den. Daß au de O dina e des Lo enzdiag amms die Summen on P o- Kop -G ößen au ge agen sind, kann ökonomisch de a in e p e ie we den, daß wi aus jede Gebie skö pe scha b einen Du chschni s- bü ge he ausholen und die Au eilung on Mi eln au dies.e Bü ge be ach en, wobei dann die gesam en Finanzmi el Ab ode Tb de Ge- bie skö pe scha b jeweils gleich Finanzmi el dieses Du chschni sbü - ge s mal Volkszahl diese Kö pe scha be agen. Au de Abszisse des Lo enzdiag amms sind die Gebie skö pe scha en in de Reihen olge de Höhe de Finanzmi el p o Kop au ge agen: (4-3) b = 2, ... ,B , wobei wi au g und on Ge ech igkei s- (bzw. Disincen i e) o s ellun- gen o de n, daß die Rango dnung diese Gebie skö pe scha en du ch den Finanzausgleich nich e ände wi d: Fü einen beliebigen An eil de Gebie skö pe scha en b/B e gib sich ein An eil b an den gesam en Finanzmi eln p o Kop o Finanzaus- gleich und ein An eil Sb an den gesam en Finanzmi eln p o Kop nach Finanzausgleich. Hie bei is b 'B (4-4) Tb = ~ Tj / ~ T j , ;~l ;~l b = 1, ... , B 88 b B Sb = ~ Ai / ~ Äi ' ;~l j~l (4-5) Lo enzdominanz lieg o , wenn (4-6) b = 1, ... ,B -1 . Fü konk e e Un e suchungen de Lo enzdominanz diese Ungleichung zu e wenden, is meis nich seh ope a ional. Fü diese Zwecke is es abe aus eichend, nich on de obigen De ini ionsbeziehung auszuge- hen, sonde n on eine hin eichenden Bedingung ü das Vo liegen 88 En sp echend den Bedingungen ü die Da s ellung de Lo enzku .e sind hie bei die Gebie skö pe scha en on b = 1 au s eigend de G öße nach geo dne . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Zu Theo ie des Finanzausgleichs 119 eine lo enzdominan en Ve eilung de Finanzmi el nach Finanzaus- gleich. Hie ü s ellen wi jeweils zwei beliebige Gebie skö pe scha en b* und b einande gegenübe , wobei b* = (2, ... , B) höhe e P o-Kop - Finanzmi el o Finanzausgleich au weise als b = (1, ... , B): "T: > Tb89• Dann läß sich zeigen, daß die Bedingung (4-7a) ü die Finanzmi el zweie beliebige Gebie skö pe scha en b* und b hin eichend ü das Vo liegen eine lo enzdominan en Ve eilung de Finanzmi el nach Finanzausgleich is . Gehen wi zu Gesam g ößen de S aa sausgaben und -einnahmen übe , so läß sich diese Bedingung wie olg sch eiben: (4-7b) Dami Lo enzdominanz de Finanzmi el e eilung o lieg , muß also ü zwei beliebige Gebie skö pe scha en s e s gel en, daß das Ve häl - nis de Finanzmi el nach und o Finanzausgleich bei de p o Kop eiche en Gebie skö pe scha nied ige is als bei de ä me en. Is diese Fo de ung im gesam en Be eich e üll , so is die Lo enzdominanz de Finanzmi el e eilung nach Finanzausgleich gesiche 90• Sons wä en s e s auch sich schneidende Lo enzku en möglich, mi dem Resul a , daß die Finanzmi elau eilung du ch den Finanzausgleich in einigen Be eichen gleichmäßige , in ande en dagegen ungleichmäßige wi d. Fü die Un e suchung de Ve eilungswi kungen on Finanzaus- gleichszuweisungen is des wei e en als ein G enz all de möglichen Lage zweie Lo enzku en die sogenann e Lo enzäqui alenz on be- sonde em In e esse. Von diese sp echen wi , wenn (4-8) b = 1, .. . ,B . Auch in diesem Falle eich es ü konk e e Un e suchungen in un- se e A bei aus, ans elle de obigen De ini ionsbeziehung on eine 89 Beach e, daß ü ein beliebiges b alle Gebie skö pe scha en mi höhe en P o-Kop -Finanzmi eln o Finanzausgleich als Ve gleichskö pe scha b* dienen können. Diese Da s ellung um aß also alle paa weisen Kombina- ionen on Gebie skö pe scha en. Fü die konk e e Un e suchung im Einzel- all we den alle dings die angmäßig au einande olgenden Gebie skö pe - scha en maßgeblich sein (b* = b + 1). 90 Fü eine analoge Beg ündung p og essi e Einkommens eue a i e e - gleiche U. Jakobsson: On he Measu emen o he Deg ee o P og ession, in: Jou nal o Public Economics 5 (1976), S. 161 -168. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 126 Die e Bös 4.4. Dynamische Lo enzdominanz 4.4.1. P oblems ellung Bei wachsende in la ionis ische Wi scha we den die egionalen Abgabenau kommen in eiche en Gebie skö pe scha en schnelle wach- sen als in ä me en. Ve gleichen wi also zwei Lo enzku en de Finanz- mi el e eilung T ( ) und T ( + 1), beide o de Finanzausgleichsau - eilung, so kann die Lo enzku e T ( ) du chaus im gesam en Be eich höhe liegen als T ( + 1); möglich is auch, daß sich die Lo enzku en schneiden. Die s a isch au ges ell e Fo de ung de Lo enzdominanz siche nun zwa die g öße e Gleichhei de Finanzmi elau eilung nach Finanz- ausgleich zu jedem beliebigen Zei punk . Nich gesiche is abe , wie sich die Au eilung de Finanzmi el nach Finanzausgleich im Zei ab- lau en wickel . Es is danach du chaus möglich, daß o z eines s a isch in egalisie ende Rich ung wi kenden Sys ems on Finanzausgleichs- zuweisungen au G und de dynamischen Wachs ums- und In la ions- e ek e die endgül ige Ve eilung de Finanzmi el au die Gebie skö - pe scha en im Zei ablau ungleiche wi d. Dieses P oblem zwing dazu, einige G undgedanken de Dynamisie- ung on Finanzausgleichszuweisungen zu du chdenken. Eine allge- meine Fo mulie ung des dynamischen P oblems müß e ganz analog zu Ablei ung des s a ischen P oblems o gehen, wobei als G undlage en wede die Fo de ung nach lo enzdominan e ode lo enzäqui alen e Au eilung de Finanzmi el nach Finanzausgleich Ä ( + 1) gegenübe Ä ( ) anzuse zen wä e. Soll ü bes imm e Typen on Finanzausgleichszuweisungen es ge- s ell we den, ob eine diese Fo de ungen e üll is , so e geben sich o allem zwei P obleme: (i) Ande s als bei de s a ischen Be ach ung gib es keine ökonomi- schen Plausibili ä se wägungen da ü , wa um nich Gebie skö pe - scha en im Zei ablau ih e Rangzi e hinsich lich de P o-Kop - Finanzmi el e ände n soll en. Un e suchungen eine dynamischen Lo enzdominanz müssen sich in diesem Fall au Rangzi e n und nich au bes imm e Bundeslände beziehen. Das implizie das wi scha s- poli ische We u eil, daß ein Bundesland als Ad essa on um e ei- lungspoli isch wi ksamen Finanzausgleichszuweisungen nich ad pe - sonam, sonde n nu hinsich lich seine Posi ion gegenübe den ande en Bundeslände n bes imm is 94• 94 Diese Bedingung en sp ich den üblichen Anonymi ä sbedingungen de Wohl ah s heo ie ( gl. ü iele A. Sen, a.a.O., S.10). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Zu Theo ie des Finanzausgleichs 127 (ii) Ande s als bei de s a ischen Be ach ung müssen auch demo- g aphische Ände ungen de Be ölke ungszahlen de einzelnen Bundes- lände be ücksich ig we den; also Mig a ion, Fe ili ä s- und Mo ali- ä s a en. Diese beiden P oblemk eise we den es im allgemeinen schwie ig machen, zu analy ischen Aussagen übe die dynamische Lo enzdomi- nanz bes imm e Finanzausgleichszuweisungen zu gelangen. S e s wi d es abe on In e esse sein, anhand on Simula ionsanalysen zu un e - suchen, ob bes ehende Au eilungsschlüssel dem Konzep de dynami- schen Lo enzdominanz en sp echen und au de ande en Sei e simula i abzulei en, wie Au eilungs schlüssel kons uie we den müssen, um diesen dynamischen Gleichhei s o s ellungen zu genügen. 4.4.2. Indexie ung on Finanzausgleichszuweisungen Ve nachlässigen wi diese beiden P obleme eins weilen dadu ch, daß wi s e s on P o-Kop -G ößen ausgehen und die Indizes b = 1, ... , B nu au Rangzi e n beziehen. Dann kann den e wähn en Fo de ungen jeweils du ch e schiedene Fo men eine Indexie ung de Finanzaus- gleichszuweisungen en sp ochen we den. Wi kons uie en hie bei indexie e Finanzausgleichszuweisungen de a , daß ü jeweils zwei Gebie skö pe scha en A: ( ) > Ab ( ) die hin eichende Bedingung ü dynamische Lo enzdominanz 95 (4-32) Ab* ( + 1) Ab* ( ) Ab ( +1) < Ab ( ) e üll is . Nehmen wi e wa an, das egionale Abgabenau kommen Tb s eige on Pe iode zu Pe iode + 1 um Pb ( ) P ozen , so daß (4-33) mi (4-34) Dann könn e eine Indexie ung beispielsweise da in bes ehen, daß die ü die Finanzausgleichszuweisung maßgeblichen K i e ien jeweils mi einem Ko ek u ak o (!b mul iplizie we den, wobei(!b zweckmäßi- ge weise als Ve häl nis de du chschni lichen S eige ungs a e alle Ge- bie skö pe scha en I /J und de S eige ungs a e Ib de be ach e en Ge- bie skö pe scha de inie wi d: 95 Fü Lo enzäqui alenz is an diese S elle und en sp echenden Folge- s ellen s e s das Gleichhei szeichen ans elle des Ungleichhei szeichens zu se zen. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 128 (4-35) Die e Bös eb ( ) = I p ( )/Ib ( ) • Dadu ch kann jeweils eine dynamische Lo enzdominanz e ziel we - den, wobei die Wahl des zug unde geleg en und dann indexie en Au eilungsschlüssels die s a ische Lo enzdominanz gewäh leis en müß e. Zeigen wi dies im olgenden an zwei Beispielen, wobei 1 je nach Un e suchungs all en wede TAb ode TBb sei. 4.4.3. Indexie ung bei allgemeine E ags eilung Im Falle eines s a isch lo enzdominan en K i e iums Kb = cx (T Ab)P könn e eine solche indexie e Finanzausgleichsau eilung e wa lau en: (4-36) .x (eb ( ) TAb ( + I»P Ab ( + 1) = ~a;(eb ( ) TAb ( + I»P TA(B) ( + 1) • b Das bedeu e p ak isch, daß die p ozen uellen An eile de einzelnen Gebie skö pe scha en gleich bleiben ohne Rücksich au die en wick- lungs- bzw. in la ionsbeding en S uk u ände ungen. Dies zeig eine ein ache Um o mung on (4-36), wenn explizi ü (!b eingese z und zugleich bedach wi d, daß das egionale Abgaben- au kommen TAb im Ausmaß h ges iegen is . Fü das K i e ium de dynamischen Lo enzdominanz müssen wi dann on P o-Kop -G ößen ausgehen und gelangen dahe nach en sp e- chenden Um o mungen zu dem E gebnis, daß die obige hin eichende Bedingung e üll is , wenn ü jeweils zwei Gebie skö pe scha en (Ä: ( ) > Äb ( )) (4-37) mb ( + 1) mb ( ) mb* ( + 1) < mb* ( ) Wenn die Gebie skö pe scha en mi p o Kop nied ige em Um ang des ö en lichen Sek o s du chwegs langsame wachsende Be ölke ung au weisen, so lie e diese Au eilungsschlüssel eine lo enzdominan e Ve eilung de Finanzmi el 96• Dies könn e e wa dann ein e en, wenn Wande ungen aus Lände n mi ela i nied ige em ö en lichen Sek o ( ypische weise ä me en Lände n) in solche mi ela i hohem ö en - lichen Sek o ( ypische weise eiche e Lände ) s a inden. Bei g a ie en- den Un e schieden im En wicklungss and einzelne Bundeslände könn- e alle dings auch das Gegen eil ein e en, e wa wenn in einem S aa e hochzi ilisie e Bundeslände mi nied ige Gebu en a e und "En wick- 116 Bleiben die Be ölke ungs e häl nisse de be ach e en Gebie skö pe - scha en gleich, so is die Au eilung de Finanzmi el nach Finanzausgleich in bei den Pe ioden lo enzäqui alen . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Zu Theo ie des Finanzausgleichs 129 lungsgebie e" mi ela i nied igem ö en lichen Sek o , abe hohe Ge- bu en a e anzu e en wä en. Um diese Abhängigkei de Gleichhei swi kungen on de Be ölke- ungsen wicklung abzuschwächen, könn e e wa an eine indexie e Fi- nanzausgleichsau eilung gedach we den, bei de (4-38) Kb ( + 1) = 2b ( ) (I: (TAb ( + l»P • Bes immen wi einen Au eilungsschlüssel de allgemeinen E ags- eilung un e Ve wendung dieses K i e iums, gehen zu P o-Kop -G ö- ßen übe und se zen die p o Kop an allenden Finanzmi el nach Fi- nanzausgleich ü zwei Gebie skö pe scha en A: ( ) > Ab ( ) in die oben ange üh e hin eichende Bedingung ü die dynamische Lo enzdomi- nanz ein. Nach en sp echende Um o mung e gib sich, daß diese Be- dingung e üll is , wenn (4-39) mb ( + 1) . (I b• ( »)ß-l < mb ( ) . (I b* ( -1) )ß-l mb* ( + 1) Ib ( ) mb* ( ) Ib ( -1) • Neben die Annahme übe die Be ölke ungsen wicklung e en in die- sem Falle noch zusä zliche Annahmen übe die En wicklung de egio- nalen Abgabenau kommen, wie sie du ch die Va iablen Ib gemessen wi d. Gehen wi da on aus, daß I~ > h s e s gül ig sei, und zwa wegen de P og essionswi kungen de Gemeinscha sabgaben. Da wi wei e s annehmen können, daß sich de Abs and zwischen diesen G ößen im Zei ablau e g öße , bes eh du ch diesen P og essi i ä s end eine s ä ke e Tendenz in Rich ung eine Lo enzdominanz. (Man beach e, daß ß - 1< 0.) 4.4.4. Indexie ung bei Sub en ionszuweisungen Im Falle eines s a isch lo enzdominan en "ma ching g an " wü de die indexie e Fo m de Finanzausgleichsau eilung lau en: (4-40) Ab ( + 1) = 2b ( ) • (1 + kb) • TB b ( + 1) Das bedeu e p ak isch, daß die S aa s ausgaben de einzelnen Ge- bie skö pe scha en im Ausmaß de du chschni lichen S eige ungs a e de egionalen Abgabenau kommen s eigen. Diese lo enzdominan en Au eilung de S aa sau gaben en sp ich eine Sub en ionszuweisung in de Höhe (4-41) Gehen wi auch in diesem Falle wiede zu P o-Kop -G ößen übe und se zen in die bekann e hin eichende Bedingung ü die Lo enzdomi- 9 Sch i en d. Ve eIns . Socialpoli ik 96/1 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 130 Die e Bös nanz ein, so läß sich zeigen, daß diese Bedingung wiede um e üll is , wenn mb ( + 1) mb ( ) --':;c--:-:---:--c::- < -- mb· ( + 1) mb* ( ) , (4-42) also un e de gleichen Bedingung, die sich schon im Falle de indexie - en Fo m eine allgemeinen E ags eilung e geben ha e. Analog könn en wei e e Fo men eine Indexie ung, e wa ü den Fall eines o gegebenen Pla onds ü Sub en ionszuweisungen ge unden we den. Die mögliche weise une wünsch en E ek e de Be ölke ungsen wick- lung, wie sie sich in de Beu eilung de Gleichhei se ek e de Finanz- ausgleichszuweisungen zeigen, könn en alle dings in allen oben ange- üh en Typen on Finanzausgleichszuweisungen seh ein ach dadu ch ausgeschal e we den, daß ü die Finanzausgleichszuweisung jeweils on P o-Kop -Bezugsg ößen des Abgabenau kommens s a on den Absolu g ößen ausgegangen wi d, e wa in de Fo m eine allgemeinen E ags eilung IX «(!b ( ) TAb ( + I»P (4-43) Ab ( + 1) = TA(B) ( + 1) IX> 0, ß E (0,1) ~ IX «(!b ( ) TAb ( + l»P ode in de Fo m eine Sub en ionszuweisung (4-44) 5. Zu Locke ung einige wich ige Modellannahmen 5.1. Zu Annahme de gegebenen S uk u de Gebie skö pe scha en Von Ände ungen in de S uk u des öde alis ischen Au baus wollen wi auch hie wiede um ku z die Ein üh ung on Zweck e bänden meh e e Gebie skö pe scha en sowie die Zusammenlegung ode Au - spal ung bes ehende Gebie skö pe scha en behandeln. Be ach en wi zunächs die Alloka ionswi kungen on Finanzaus- gleichszuweisungen. We den diese lediglich anhand des Di e en ialquo- ien en a Sb / a TBb de inie , so we den Ände ungen in de öde alis i- schen S uk u keine Besonde hei en hinsich lich de Komplemen a i- ä ode Subs i u ionali ä bewi ken. Denn ü die neu e ich e en Fiszi bleiben die gleichen G undsä ze gül ig wie ü die bes ehenden, und bei Zusammenlegungen e klä sich die Reak ion des neuen Gemeinwesens als Zusammen assung de Reak ionen de bishe igen Gemeinwesen. So- wei eine Finanzausgleichszuweisung also nu eindeu ig Subs i u ions- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Zu Theo ie des Finanzausgleichs 131 cha ak e ode eindeu ig Komplemen a i ä scha ak e ha , wi d auch bei e ände e S uk u de Gebie skö pe scha en keine ande e Reak- ion ein e en. Soll eine Finanzausgle chszuweisung eine Umschich ung diese Wi kungen he bei üh en, also e wa bei einem Ausgleich on Fi- nanzk a und Finanzbeda bei Gebie skö pe scha en, die ih e eigenen Finanzmi el ela i wenig ausnü zen, komplemen ä wi ken, dagegen bei Gebie skö pe scha en, die sie s a k ausnü zen, subs i u i , so wi d bei eine Zusammenlegung solche Gemeinwesen eine Zusammen as- sung de beiden E ek e ein e en. Ob de Gesam e ek eine komple- men ä e ode eine subs i u i e Reak ion sein wi d, kann nich gene ell ausgesag we den. Wenn dagegen on den Ziel unk ionen de emp angenden Kö pe - scha en ausgegangen wi d, so is zu bedenken, ob die Ände ungen in de S uk u de ö en lichen Finanzwi scha en zu Ände ungen in den Ziel unk ionen üh en. Die Gesam ziel unk ion, e wa bei eine Gemein- dezusammenlegung, muß nämlich keineswegs addi i aus den Ziel- unk ionen de einzelnen Gebie skö pe scha en zusammengese z sein, sonde n mag du chaus agglome a i e Ve ände ungen de Alloka ions- wi kungen ausd ücken. Die Beu eilung de Gleichhei swi kungen on Finanzausgleichszu- weisungen kann ü eine neu gescha ene G uppe on Zweck e bänden genauso e olgen wie ü be ei s bes ehende Gebie skö pe scha en. Bei Zusammenschlüssen bes ehende Kö pe scha en is das oben allgemein e wähn e P inzip zu beach en, daß lo enzdominan e Finanzausgleichs- zuweisungen so zu kons uie en sind, daß sie auch bei e en uellen Ände ungen in den We en de egionalen Abgabenau kommen p o Kop die Lo enzdominanz siche n. 5.2. Zu Hypo hese de Isola ion gleich angige Gebie skö pe scha en Wi müssen bei diese F ages ellung da on ausgehen, daß wi die Ausgabensumme Äb als eine je nach de he angezogenen wi scha s- poli ischen Ziel unk ion un e schiedlich bewe e e Maßzahl des Nu zens und das Abgabenau kommen Tb als eine Maßzahl de Kos en des ö en - lichen Sek o s au assen können. Geben wi die Hypo hese de Isola ion gleich angige Gebie skö pe - scha en au , so wi d die Bewe ung de Mi elau b ingung in eine Ge- bie skö pe scha un e schiedlich sein je nach dem Ausmaße, in dem die Abgabenlas on Einwohne n ande e Gebie skö pe scha en ge agen wi d (Übe wälzungsp oblema ik), und umgekeh we den posi i e ex- e ne E ek e bedach we den, die au G und de E s ellung eine ö - en lichen Leis ung du ch ande e Gebie skö pe scha en au e en. 9' OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 132 Die e Bös Um dadu ch mögliche weise au e ende Fehlalloka ionen zu e mei- den, kann du ch explizi e Be ücksich igung solche E ek e im Rahmen on Finanzausgleichszuweisungen Abhil e gescha en we den. Dadu ch wü de eine In e nalisie ung diese E ek e in die En scheidungen de Gebie skö pe scha en e eich we den. Typische Beispiele wä en e wa spezielle Finanzausgleichszuweisungen ü zen ale O e beziehungs- weise ü Ausgabenzwecke, die aus zen alö lichen Funk ionen en s e- hen, wie ü Thea e , quali izie e Schulen usw. 6. Zusammen assung Als E gebnis dieses zwei en Abschni es kann es gehal en we den: (i) Um Alloka ionswi kungen on Finanzausgleichszuweisungen zu un e suchen, kann on zwei g undlegend e schiedenen Ansä zen aus- gegangen we den. Im e s en Fall behandel man Gebie skö pe scha en, die keine Mög- lichkei haben, au zusä zliche Finanzausgleichszuweisungen du ch schwäche e ode s ä ke e Ausnü zung ih e eigenen Abgabenquellen zu eagie en. Dies dü e - zumindes de ac o - ü die Bundes epu- blik Deu schland und Ös e eich zu e en. Subs i u ionali ä ode Kom- plemen a i ä zwischen eigenen Abgaben und Finanzausgleichszuwei- sungen können dann nu inso e n bes ehen, als das Ausmaß de Finanz- ausgleichszuweisungen unk ional om Au kommen an eigenen Abga- ben abhäng . Maßgeblich ü diese alloka i en Wi kungen sind abe nu die wi scha spoli ischen P ä e enz o s ellungen de ö en lichen Hand (e wa eine übe geo dne en Kö pe scha ode als Resul a on Finanzausgleichs e handlungen). Im zwei en Fall we den die wi scha spoli ischen Ziel o s ellungen de ö en lichen Hand und de emp angenden Gebie skö pe scha be- ücksich ig . Dies dü e eine augliche Besch eibung de ökonomischen Reali ä in den USA sein. In einem solchen Modell kann dann jene In- e dependenz be ücksich ig we den, wonach eine sei s gemäß den gese zlichen Regelungen die Höhe de Finanzausgleichszuweisungen zumindes pa iell om Ausmaß de Ausnü zung de eigenen Abgaben- quellen abhängig sein kann und ande e sei s ü die emp angende Ge- bie kö pe scha die Ausnü zung de eigenen Abgabenquellen om Ausmaß de emp angenen Finanzausgleichszuweisungen abhäng . Die Gegenübe s ellung diese bei den Ansä ze bie e zugleich G und- lagenma e ial, das du chdach we den müß e, wenn eine e en uelle Ände ung eines Finanzausgleichssys ems in Rich ung s ä ke e Hand- lungs eihei de un e geo dne en Gebie skö pe scha en in de Bun- des epublik Deu schland und in Ös e eich zu Diskussion s ünde. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Zu Theo ie des Finanzausgleichs 133 (ii) Finanzausgleichszuweisungen we den auch o genommen, um die iskalischen Posi ionen de emp angenden Gebie skö pe scha en (p o Kop de Einwohne zahl) anzugleichen. Zu Quan i izie ung diese Gleichhei swi kungen bie e sich das Konzep de Lo enzdominanz an. Fo de man nun, daß die ange üh e iskalische Posi ion de einzelnen Gebie skö pe scha en nach du chge üh em Finanzausgleich gleich- mäßige is als o he , so kann jeweils angegeben we den, welche A en on Finanzausgleichszuweisungen diese Fo de ung en sp echen und welche nich . Als eine wei e e Konsequenz können dann bewuß solche Typen on Finanzausgleichszuweisungen en wickel we den, die eine Lo enzdominanz siche n. Da au G und de P og essi i ä besonde s wich ige S eue n des S eue e bundes die ela i e Posi ion eiche e Gebie skö pe scha en o Finanzausgleich sich in eine eal und nominal wachsenden Wi - scha s e s e besse , muß da ü So ge ge agen we den, daß nich o z s a isch s e s gleichmäßige e Ve eilung de Finanzmi el p o Kop nach Finanzausgleich dynamisch die Ve eilung diese Finanz- mi el s e s ungleichmäßige wi d. Dies kann e eich we den du ch eine Indexie ung on Finanzausgleichszuweisungen zu He s ellung g öße e Gleichhei auch in dynamische Hinsich . Summa y In a i s pa o his pape a median o e model has been eon- s ue ed o explain een aliza ion and deeen aliza ion in in e go e n- men al iseal ela ions. The indi idual o e s a e assumed o eompa e p i a e e sus publie supply o p i a e o publie goods. I ean be shown ha he o e o he median o e depends on eeonomies o se ale e ee s, on ex e nali ies, on he dis ibu ion o g an s gi en o no gi en by he een al ise, on di e en amoun s o ax-eollee ion, and on di e enees in he egional dis ibu ion o ineomes. The la e p oblem is diseussed mo e in ensi ely as i e eals a new aspee in iseal ede alism. A second pa o he pape deals wi h alloea ional and dis ibu ional e ee s o in e go e nmen al g an s. Dealing wi h alloca ion ou main ques ion is as olIows: How a ean such a g an be used as subs i u e o eomplemen o he exploi a ion o he own ax esou ees o he ecipien go e nmen . Dealing wi h dis ibu ion we in es iga e he equi y-e ee s (in he sense o equali y-e ee s) o g an s. I we pos- ula e ha he iseal posi ion o he ecipien go e nmen s (o he same le el) a e he in e go e nmen al g an s should be mo e equal han i was be o e, we ean demons a e by he eoneep o Lo enz-dominanee which ypes o in e go e nmen al g an s eo espond wi h his pos ula e and which do no . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Unhes imm e Rech sheg i e in de hundess aa lichen Finanz e assung Von He be Fische -Menshausen, Hambu g I. De unbes imm e Rech sbeg i im Ve assungs ech Als ech liche G undo dnung des Gemeinwesens is die Ve assung au S abili ä und Daue angeleg . Ih e Un e le zlichkei und Kon- inui ä sind ins i u ionell besonde s gesiche ; Ve assungsände ungen sind an e schwe e Vo ausse zungen und es ik i e Ve ah ens egeln gebunden. Die Allgemeingül igkei , G undsä zlichkei und Bes ändig- kei , denen die Ve assung ih en Vo ang im allgemeinen Rech ssys em e dank , e klä en zugleich den hohen Abs ak ionsg ad, die lapida e Kü ze und den agmen a ischen Cha ak e de meis en Ve assungs- no men; sie besch änken sich im wesen lichen au länge is ige Hand- lungsziele und allgemeine Lei linien, nach denen die Rech sbeziehungen zwischen S aa , Gesellscha und Bü ge geo dne , die s aa liche Wil- lensbildung ges al e , poli ische Kon lik e ausge agen und die ö en - lichen Au gaben wah genommen we den sollen. Die Ve assung e mi - el somi in de Regel keine Lösungen ü konk e e P obleme, sonde n nu eine abs ak e We o dnung, welche die Rich ung bes imm , in de die Lösungen zu suchen sind 1• Ih e Bes andsk a bewah sich die Ve assung o allem dadu ch, daß sie Dis anz häl on den Tagese o de nissen und die Konk e isie- ung de poli ischen Handlungsp og amme sowie die Mi el und die In en- si ä de Ziel e wi klichung im einzelnen dem (ein achen) Gese zgebe ode de Exeku i e übe läß . Indem sie die zus ändigen S aa so gane be ähig , ohne Einengung du ch ein igides No mensys em (d. h. ohne s ändige Ände ung des Ve assungs ex es) sich den p agma ischen Be- dü nissen de S aa swi klichkei und dem geschich lichen Wandel de poli ischen Handlungsbedingungen anzupassen und dadu ch die unk- ions ähigkei des poli ischen Sys ems zu siche n, e binde die Ve as- sung S abili ä und Elas izi ä . De Ve assunggebe üb diese no ma- 1 Dazu und zum olgenden: K. Hesse, G undzüge des Ve assungs ech s de Bundes epublik Deu schland, 1973, S. 11 .; H. P. Ipsen, Eu opäisches Ge- meinscha s ech , 1972, S.557; E. W. Böckenjö de, Die Me hoden de Ve as- sungsin e p e a ion - Bes andsau nahme und K i ik, Neue Ju is ische Wo- chensch i 1976 S. 2091 . m. w. N. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 142 He be Fische -Menshausen Bemessung de S eue be eiligungsansp üche des Bundes und de Län- de gewonnen we den können. Soll e es gelingen, du ch (sch i weise zu beginnenden und allmählich zu e ollkommnenden) Einbau de Fi- nanzplanung in den P ozeß de s eue lichen Ve eilungsen scheidungen de en Ra ionali ä zu s eige n, wü den zwa die ins i u ionellen In e - essengegensä ze, die im Kamp um die S eue an eile zum Ausd uck kommen, ih en poli ischen Cha ak e nich e lie en; ans elle des o - de g ündigen Feilschens um S eue p ozen sä ze wü den abe die inan- ziellen Auseinande se zungen au den eigen lichen S ei gegens and, die e ikale Rango dnung de Au gaben, konzen ie , dami sachbezoge- ne ausge agen und Lösungen zuge üh we den können, die g öße e Gewäh da ü bie en, daß die S eue e eilung, wie on de Ve assung ge o de , de Ve eilung des S eue beda s en sp ich . N .2 de Ve eilungsg undsä ze lau e : Die Deckungsbedü nisse des Bundes und de Lände sind so au einande abzus immen, daß ein billige Ausgleich e ziel , eine übe belas ung de S eue p lich igen e mieden und die Einhei lichke de Lebens e häl nisse im Bundesgebie gewah wi d. Das E o de nis eines billigen Ausgleichs de S eue be eiligungsan- sp üche, das Gebo de Rücksich nahme au die Leis ungs ähigkei de Volkswi scha und die Wah ung de Einhei lichkei de Lebens e - häl nisse sind Pos ula e on so allgemeine Bedeu ung, daß sie übe den Rahmen des Finanzausgleichs hinaus auch ü ande e ökonomische Be- eiche, insbesonde e ü die S eue gese zgebung des Bundes als ich- ungweisend gel en 10 • De dem Gese zgebe e eil e Au ag, au einen "billigen Ausgleich" de beide sei igen Finanzin e essen hinzuwi ken, äg dem poli ischen Cha ak e de s eue lichen Auseinande se zung Rechnung; in de Regel wi d die En scheidung das E gebnis eines Komp omisses sein, zu dem alle Be eilig en au G und ih e bundess aa lichen Loyali ä s e p lich- ung beizu agen haben. Da ge ade au diesem ielschich igen Gebie wede ollkommene Ge ech igkei noch absolu e T e siche hei e eich- ba sind, wi d om Finanzausgleichsgese zgebe nich ge o de , daß e die E mi lung de beide sei igen S eue beda e und die Bemessung de S eue be eiligungsansp üche au ein exak es und sys ema isch en wik- kel es Rechenwe k g ünde , das die es gese z en An eilsp ozen sä ze als nachp ü ba es E gebnis a i hme ische Da enkalkula ion ausweis . Da de Finanzausgleich seine Wi kungen nich au das Innen e häl - nis on Bund und Lände n besch änk , s eh e auch im Diens eine wä e, insbesonde e de en eigene Planungen nich p äjudizie en könn e, wü de seinen In o ma ionswe ü den Finanzausgleichsgese zgebe nich beein äch igen. 10 K. Vogel/Ho Wal e , GG-Kommen a , Rdn . 185 zu A . 106. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Unbes imm e Rech sbeg i e de bundess aa lichen Finanz e assung 143 a ionalen Wi scha s- und Finanzpoli ik; e is so zu ges al en, daß die be eilig en Gebie skö pe scha en zu wi scha liche Haushal s üh- ung und zu eine Finanzpoli ik angehal en we den, die sich an den E - o de nissen des gesam wi scha lichen Gleichgewich s und Wachs ums o ien ie . In diesem Sinne soll die Finanzausgleichspoli ik auch dazu bei agen, daß eine "Übe belas ung de S eue p lich igen" e mieden wi d. Das Gebo de Rücksich nahme au die s eue liche Belas ba kei de Volkswi scha ko espondie insbesonde e mi dem s aa swi - scha lichen Pos ula , die Ve eilung de S eue einnahmen am S eue - beda de Ausgleichspa ne zu o ien ie en. Ein Meh beda , de an eine S elle de ö en lichen Gesam e wal ung au i und hie nich du ch Ausgabenabs iche, sonde n nu du ch E schließung zusä zHche Einnahmen gedeck we den kann, ech e ig eine s eue liche Meh - belas ung de Volkswi scha nu dann, wenn de Meh beda sich nich du ch inne s aa liche Umschich ung de insgesam e ügba en Ein- nahmen ausgleichen läß . Deshalb kann ein Finanzausgleichspa ne , zu dessen Las en sich eine Beda s e lage ung e geben ha , nich p imä au die Möglichkei e wiesen we den, sich zusä zliche Einnahmen zu e schließen; s e s is zu o als Al e na i e zu p ü en, ob und inwiewei de Meh beda du ch Einnahmen e lage ung inne halb des Gesam - haushal s, mi hin du ch Ände ung des Finanzausgleichs gedeck we den kann. Eine S eue e höhung, de en No wendigkei allein da aus esul- ie , daß eine Neu e eilung de S eue einnahmen, obwohl sie nach Lage de Beda s e häl nisse angezeig wä e, un e bleib , s ände im Wide sp uch zu dem Ve assungsgebo , die S eue e eilung an de ela i en Beda sd inglichkei zu o ien ie en und dami S eue bela- s ungen zu e meiden, die sich bei beda sge ech e S eue e eilung e üb igen wü den. Zu de Vo sch i , daß de e ikale Finanzausgleich auch zu Wah- ung de "Einhei lichkei de Lebens e häl nisse im Bundesgebie " bei- agen soll, wi d au Abschni IV e wiesen. 111. Bundes inanzhil en ü Lände - und Kommunalin es i ionen Im Rahmen de Finanz e o m 1969 is die Finanz e assung du ch eine Las en e eilungs egel e gänz wo den, die im Ve häl nis zwischen Bund und Lände n die Ausgaben e an wo ung nach bes imm en K i- e ien so kla gegeneinande abg enzen soll, daß hie au eine beda s- ge ech e, s abile und ü alle Be eilig en be echenba e S eue e eilung geg ünde we den kann (A . 104 GG). Die Ve eilung de inanziellen Las en im Bundess aa s eh hie nach g undsä zlich nich zu Dispo- si ion de unmi elba Be eilig en. Als G und egel bes imm Abs. 1 diese Ve assungs o sch i , daß die du ch Wah nehmung eine OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 144 He be Fische -Menshausen ö en lichen Au gabe en s ehenden Ausgaben de Gebie skö pe scha zu Las allen, die ü den Au gaben ollzug zus ändig is (Konnexi ä on Au gaben- und Ausgaben e an wo ung). Abweichend on diesem G undsa z äum A . 104 a Abs. 4 GG dem Bund die Be ugnis ein, im Rahmen seine Ve an wo ung ü die gesam s aa liche Konjunk u - und S uk u poli ik "besonde s bedeu same" In es i ionen de Lände und Gemeinden, die zu Abweh eine S ö ung des gesam wi scha lichen Gleichgewich s ode zum Ausgleich un e schiedliche Wi scha sk a im Bundesgebie ode zu Fö de ung des wi scha lichen Wachs ums e o de lich sind, un e bes imm en e ah ensmäßigen Vo ausse zungen (Abs. 4 Sa z 2) inanziell zu ö de n. Die Finanzie ungskompe enz ha den zus ändigen Bundeso ganen die ech liche Möglichkei e ö ne , mi de Be eiligung an Lände - und Kommunal o haben, die jenen Zwecken dienen, auch übe egionale O dnungs- und Ziel o s ellungen zu Gel- ung zu b ingen, die ü s aa spoli isch wich ige In es i ionen insge- sam e ügba en Mi el au Beda sschwe punk e zu konzen ie en und dami einen in e egionalen Ausgleich zu e binden. Mi de Ins i- u ionalisie ung diese Finanzie ungskompe enz (und dem gleichzei ig gescha enen Ins i u de Gemeinscha sau gabe - A . 91 a, 91 b GG-) soll e die unge egel e, kasuis ische und jah elang ums i ene P axis de zen alen Fondswi scha im Be- eich de ö en lichen In es i ions- poli ik geo dne und in e assungs ech lich einwand eie Bahnen ge- lenk we den ll . Daß diese Finanzie ungsbe ugnis bedeu ende Au gaben de Lände und Gemeinden zum Gegens and ha und in das allgemeine Kompe- enz e eilungssys em des G undgese zes nu schwe einzuo dnen is , kennzeichne den Ausnahmecha ak e de Ve assungs o sch i . Ih em Gegens and nach is sie eine Kompe enzno m, de eine limi ie ende Funk ion zugedach is : mi de Bes immung de Fö de ungszwecke, ü die In es i ionshil en des Bundes zulässig sind, und eine besonde en Ve ah ens egelung 12 soll e de ech liche Rahmen abges eck und be- g enz we den, inne halb dessen dem Bund ges a e is , au bes imm e Lände - ode Kommunalin es i ionen s eue nd und ges al end einzu- wi ken. Die kompe enz ech licl1e O dnungs- und Disziplinie ungs unk ion, die die Ve assungsno m hie nach e üllen soll, e lang ü die Rech s- anwendung möglichs p äzise, scha kon u ie e Maßs äbe, die den Ve - 11 Dazu: J. Mülle - Volbeh , Fonds- und In es i ionshil ekompe enz des Bundes, 1975, S. 46 . 12 Nach A . 104a Abs.4 Sa z 2 GG sind In es i ionshil en des Bundes nu zulässig au G und eines Bundesgese zes mi Zus immung des Bundes a s ode eine Ve wal ungs e einba ung zwischen Bund und Lände n. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Unbes imm e Rech sbeg i e de bundess aa lichen Finanz e assung 145 lau de Kümpe enzg enzen eindeu ig es legen. Diesen An ü de ungen we den die in Sa z 1 nü mie en Vü ausse zungen de Bundeskümpe enz nich ge ech 3• De als Einsch änkung gedach e Vo behal , daß de Bund nu "besünde s bedeu same" In es i ionen de Lände üde Gemeinden ö de n da , ha schün wegen seines au ülügischen Cha ak e s keine Aussagek a , da ü eine Bundeshil e nu sülche In es i iünen in Be- ach kümmen, die zu Realisie ung de ausd ücklich genann en Fö - de ungsziele (Siche ung des gesam wi scha lichen Gleichgewich s 14, des Ausgleichs egiünal un e schiedliche Wi scha sk a 15 ode des allge- meinen Wi scha swachs ums) geeigne und "e o de lich", mi hin un- e gesam s aa lichen Aspek en ühnehin besünde s ö de ungswü dig sind. Ve dienen sümi schün aus diesem G unde die In es i iüns ü ha- ben, an de en Finanzie ung sich de Bund be eiligen da , gene ell das P ädika "besünde s bedeu sam", is eine sülche Quali izie ung ungeeig- ne , den Rahmen de Bundeskümpe enz gegens ändlich einzusch änken. Auch den Fö de ungszielen selbs ehl die ü eine Kümpe enzno m e ü de liche P äzisiün. Die als d i es Ziel genann e "Fö de ung des wi scha lichen Wachs ums" wi k wie eine Gene alklausel, die dem Bund eine pauschale, sachlich kaum einsch änkba e Inge enz üllmach gewäh ; denn es übe lage die bei den ande en Fö de ungsziele und mach sie p ak isch übe lüssig, da süwohl In es i iünen zu Künjunk- u belebung (e s es Fö de ungsziel) wie In es i iünen zu Fö de ung wi scha sschwache Räume (zwei es Fö de ungsziel) du chweg auch zum allgemeinen Wi scha swachs um bei agen. WO' imme alsO' Zwei- el au e en, üb die Bundesbe eiligung an einem In es i ions ü haben ün dem e s en üde zwei en Fö de ungsziel legi imie wi d, besei- ig de Reku s au das d i e Fö de ungsziel alle Subsum iünsschwie- igkei en, zumal die e assungs ech liche Zulässigkei on Bundeshil- en zu Fö de ung des Wi scha swachs ums wede aku e Wachs ums- s ö ungen ü ausse z nüch an das E o de nis gebunden is , bes imm e Wachs umsziele zu e eichen 16• Hinzu kümm , daß die wei e Fassung des haushal s ech lichen In es i iünsbeg i s 17 inanziellen Bundesini ia i en nach A . 104 a Abs. 4 GG einen b ei en Raum bie e . Unkla hei en e geben sich schließlich aus den übe schneidungen zwi- schen de F.inanzie ungskümpe enz "zum Ausgleich un e schiedliche 13 Hemmend wi k allen alls die in Sa z 2 ü gesehene Ve ah ens egelung (Anm.12). 14 Dazu: Abschni V. 15 Dazu: Abschni IV. 16 K. Vogel/Po Ki chho , GG-Kommen a , Rdn . 140 zu A .l04a. 17 Nach den Allgemeinen Hinweisen zum G uppie ungsplan (§ 13 Abs. 3 BHO) gel en als In es i iünen alle Maßnahmen, die "bei mak oökonomische Be ach ung die P oduk ionsmi el de Volkswi scha e hal en, e meh en ode e besse n". 10 Sch i en d. Ve eIns . Soc1alpoli lk 9G/I OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 146 He be Fische -Menshausen Wi scha sk a " (A . 104 a Abs. 4 Sa z 1 GG) und de Gemeinscha s- au gabe "Ve besse ung de egionalen Wi scha ss uk u " (A . 91 a Abs. 1 N . 2 GG). Ein zu eichende G und ü ein solches Nebeneinan- de e schieden ges al e e , abe im wesen lichen gleichen Zwecken die- nende Mi wi kungsbe ugnisse des Bundes in egionalpoli isch ele an- en Lände angelegenhei en is nich e sich lich. Ein sachliches Bedü nis ü eine besonde e In es i ionshil ekompe enz des Bundes is neben dem Ins i u de Gemeinscha sau gabe übe haup nu noch insowei anzue - kennen, als de Bund sie zu Wah nehmung seine konjunk u poli i- schen Ve an wo ung ("zu Abweh eine S ö ung des gesam wi - scha lichen Gleichgewich s") benö ig ; da das Schwe gewich de ö en - lichen In es i ionen im Lände - und Kommunalbe eich lieg , is de Bund au eine solche Finanzie ungskompe enz angewiesen, um in kon- junk u ellen Schwächepe ioden mi inanziellen Hil en au eine Bele- bung de ö en lichen In es i ions ä igkei planmäßig und zügig hin- wi ken zu können. Im Rahmen des A . 104 a Abs. 4 GG we den au G und besonde e Gese ze Maßnahmen des S äd e- und Wohnungsbaus, des Kommunal- e keh s und des K ankenhauswesens, bei Beda au G und on Ve - wal ungs e einba ungen auch besonde e Konjunk u p og amme aus Bundesmi eln ge ö de . Daß es bishe nich zu eine übe mäßigen Zen alisie ung de bundess aa lichen In es i ionspoli ik gekommen is , eilich auch nich zu wi ksame Koo dinie ung und Mi elkonzen- a ion un e gesam s aa lichen Pe spek i en, is im wesen lichen au das im En scheidungs e ah en p ak izie e Eins immigkei sp inzi p18 und au Ve s ändigungsschwie igkei en im Bund-Lände -Ve häl nis zu- ückzu üh en. Die zu ih e Übe windung und zu Reduzie ung des Kon- sensbeda s angewand en Ve ah ens egeln(Besi zs andwah ung, Gleich- behandlung alle Lände , s a I1e Ve eilungsschlüssel u. dgl.) haben ob- jek bezogene Sachauseinande se zungen wei gehend e d äng und du ch schema ische Ve eilungs egelungen e se z ; ein di e enzie e und le- xible Mi eleinsa z nach sachlichen und egionalen Beda sschwe - punk en is dadu ch e hinde und den Bundeso ganen die Wah neh- mung de ihnen hie e assungsmäßig zugewiesenen übe egionalen Ausgleichs unk ion p ak isch unmöglich gemach wo den 19• Dies bes ä- ig die Schwäche des Eins immigkei sp inzips in de bundess aa lichen Willensbildung, das Einigungen nu au de Basis des kleins en gemein- samen Nenne s zuläß und du chg ei ende Lösungen in de Regel e - hinde . 18 Obwohl die au G und des A . 104a Abs.4 GG e lassenen Gese ze Meh - hei sen scheidungen o sehen, haben die Bundeso gane das Eins immigkei s- p inzip konzedie und dami die Konsensschwelle be äch lich e höh . 19 F. W. Scha p lB. Reisse /F. Schnabel, Poli ik e lech ung: Theo ie und Empi ie des koope a i en Föde alismus in de Bundes epublik, 1976, S. 230 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Unbes imm e Rech sbeg i e de bundess aa lichen Finanz e assung 147 IV. Einhei lichkei de Lebens e häl nisse im Bundesgebie Im Pos ula de Wah ung einhei liche Lebens e häl nisse inde ein Lei bild des mode nen, nach Egali ä und Einhei d ängenden Sozial- s aa s seinen Ausd uck. Es e schein im G undgese z meh ach und in e schiedenen Zusammenhängen. Eine limi ie ende Funk ion is ihm im Rahmen de Kompe enzno m des A . 72 Abs. 2 N . 3 GG zugedach : die bundessei ige Inansp uchnahme de konku ie enden Gese zgebungs- be ugnis wi d hie u. a. da on abhängig gemach , daß die Rech s- und Wi scha s einhei , insbesonde e die "Wah ung de Einhei lichkei de Lebens e häl nisse übe das Gebie eines Landes hinaus" eine bundes- gese zliche Regelung e o de 20 . Eine ich ungweisende Rolle spiel die Fo de ung im Rahmen de G undsä ze ü den e ikalen Finanzaus- gleich (A . 106 Abs. 3 Sa z 4 N . 2 GG21), on dem ausd ücklkh ein Bei- ag zu Fö de ung de Einhei lichkei e wa e wi d. Als An iebs- k a und (unausgesp ochene) Lei idee bilde das Ha monisie ungsgebo e ne die G undlage de Gemeinscha sau gabe "Ve besse ung de e- gionalen Wi scha ss uk u " (A . 91 a Abs. 1 N . 2 GG) und de Son- de kompe enz des Bundes, "zum Ausgleich un e schiedliche Wi - scha sk a im Bundesgebie " Lände - und Kommunalin es i ionen i- nanziell zu ö de n (A . 104 a Abs. 4 Sa z 1 GG22). En sp echendes gil ü den Lände inanzausgleich (A . 107 GG); das Einhei lichkei spos u- la lieg , obwohl es hie eben alls nich ausd ücklich zi ie wi d, als die eigen liche a io legis de Ausgleichs o sch i zug unde, die mi de Einnahmen e lage ung on den inanzs a ken zu den leis ungsschwa- chen Lände n das Ziel e olg , Wohls andsun e schiede inne halb des Bundesgebie s abzubauen und die egionalen Lebensbedingungen einan- de anzunähe n. Um so au ällige is , daß die Einhei lichkei de Lebens- e häl nisse nich hie , sonde n nu in den G undsä zen ü den e ika- len Finanzausgleich, de dazu unmi elba wenige bei agen kann, als Ausgleichsziel ausd ücklich s a uie wi d 23 . Alle dings wi d an keine S elle des G undgese zes eine Ve einhei lichung ode Annähe ung de Lebens e häl nisse posi i ge o de . Es handel sich um eine egional- poli ische S aa szielbes immung 2 4, die eine spezi ische Ausd ucks o m 20 De au ologische Cha ak e diese Vo sch i lieg au de Hand: Die Scha ung eines bundeseinhei lichen Rech szus andes is de e klä e Zweck eines jeden om Bund e lassenen Gese zes; diese (au oma ische) Wi kung des Gese zes wi d hie zu Vo ausse zung ü die Zulässigkei seines E lasses e - klä (dazu: Th. Maunz/G. Dü ig/R. He zog, GG-Kommen a , Rdn . 23 zu A . 72; Schlußbe ich de Enque e-Kommission Ve assungs e o m, Bundes- ags-D ucksache 7/5924, Abschni 5.3.1). 2.1 Dazu: Abschni H. 22 Dazu: Abschni IH. 23 Dazu: P. Le che, Finanzausgleich und Einhei lichkei de Lebens e häl - nisse, in: Fes sch i . F. Be be , 1973, S. 300, 303 . 10' OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 148 He be Fische -Menshausen des Sozials aa sp inzips da s ell , abe nich den Rang eines Ve as- sungsgebo s ha , aus dem unmi elba Ha monisie ungsansp üche gegen den S aa abgelei e we den können 25• Auch Bundeskompe enzen können mi dem Ha monisie ungspos ula nich beg ünde we den 26 • De Ve assungswo lau (A . 72 Abs. 2 N . 3, A . 106 Abs. 3 Sa z 4 N . 2 GG) is inso e n miß e s ändlich, als on " Wah ung " de Ein- hei lichkei die Rede is . Eine Konse ie ung des bes ehenden Zus an- des, de ge ade du ch egionale Unausgeglichenhei de Wi scha s- und Siedlungss uk u gekennzeichne is , kann o enba nich gemein sein; sozials aa liche Ziel o s ellungen, die de Ha monisie ungsidee zug undeliegen, d ängen ielmeh au Ve ände ung, au den Abbau nich meh beg ündba e Un e schiede in den egionalen Lebens- und En wicklungsbedingungen 27• Abe auch diese Fo de ung begegne In e - p e a ionsschwie igkei en in einem polyzen ischen öde a i en Ve as- sungssys em, zu dessen Signa u Indi iduali ä und Eigens ändigkei de Un e e bände, mi hin adminis a i e Plu ali ä und egionale Mannig al igkei de ö en lichen Au gabene üllung gehö en 28• Te i o- iale Eigena en lassen sich nich un e dem S ichwo "Einhei lichkei " gleichschal en; aus diesem G unde häl auch das Bundes e assungsge- ich einen Lände inanzausgleich ü unzulässig, de zu eine die ein- zels aa liche Eigen e an wo ung schwächenden Ni ellie ung de Län- de inanzen üh 29• Abgesehen on den Besonde hei en de Topog aphie, de Siedlungs o men und ande e na u äumliche Bedingungen, die nich beein lußba sind, wä e eine o cie e Einebnung de egionalen Leis ungsun e schiede zudem wi scha s- und soZlialpoli isch une - wünsch , weil sie in den benach eilig en Gebie en den Willen zu Selbs - hil e schwächen und eine au in e egionalen We bewe b, P oduk i i- ä ss eige ung und ökonomischen Fo sch i ge ich e e En wicklungs- poli ik beein äch igen wü de 30 • Das aus dem Bundess aa s- und dem 24 U. Scheune , S aa szielbes immungen, in: Fes sch i . E. Fo s ho , 1972, S. 335 . 25 Solche Ansp üche wä en nach eine En scheidung des Bundes e as- sungsge ich s (32 S.224, 231) mi de öde a i en Ve assungs uk u de Bundes epublik nich e einba ; gl. dazu jedoch das Nume us-Clausus- U eil (33 S.303, 352). Anscheinend wei e gehend: W. E ns , Gleichwe ige Lebensbedingungen -Au gabe de Raumo dnung? in: Bei äge zum Kon- zep de ausgeglichenen Funk ions äume, He 15 de Ma e ialien zum Sied- lungs- und Wohnungswesen und zu Raumplanung, 1977, S.20. 26 U. Scheune , Wandlungen im Föde alismus de Bundes epublik, Die Ö en liche Ve wal ung 1966 S.517 Anm.36. 27 En scheidungen des Bundes e assungsge ich s 13 S. 230, 233. 28 A. Koe gen, Das Bundes e assungsge ich und die ö en liche Ve wal- ung, A chi des ö en lichen Rech s 90 (1965) S. 228; G. Kiske , Neuo dnung des bundess aa lichen Kompe enzge üges ... , De S aa 14 (1975) S. 183 . 29 En scheidungen des Bundes e assungsge ich s 1 S.117, 131, 134. 30 Dazu: U. B össe, Ziele in de Regionalpoli ik und in de Raumo dnungs- poli ik, 1972, S. 103 .; de s., Raumo dnungspoli ik als in eg ie e En wick- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Unbes imm e Rech sbeg i e de bundess aa lichen Finanz e assung 149 Sozials aa sp inzip abzulei ende Egalisie ungs e bo ma kie somi die G enzen, die dem Gel ungsbe eich und de In ensi ä de Fo de ung nach einhei lichen Lebensbedingungen gese z sind; sie kann o ensich - lich nich bedeu en, daß an jedem O de Bundes epublik die gleiche E üllung alle ö en lichen Au gaben gewäh leis e sein SOIl3l. Die Föde alismus-Diskussion in de Bundes epublik läß alle dings e kennen, daß die Idee de Rech s- und Wi scha seinhei und die Gleichhei de En wicklungschancen hie zulande einen höhe en no ma- i en S ellenwe haben als in ande en öde a i o ganisie en S aa en, wie e wa in de Schweiz, den Ve einig en S aa en ode Kanada. De echnok a ische Zug unse e Zei , die Zunahme de sozioökonomischen und äumlichen Ve lech ungen, die Mobili ä de Be ölke ung und die Ausb ei ung s äd ische Lebens o men au dem Lande haben in de Bundes epublik zu eine wei gehenden Angleichung de We hal ungen und Ansp üche ge üh ; g öße e egionale Un e schiede im ö en lichen Leis ungsangebo , die nich mi na ü lichen, insbesonde e wi scha s- geog aphischen Gegebenhei en zu e klä en sind, wide sp echen den in de Gesellscha o he schenden Ge ech igkei s o s ellungen und we - den nich meh wide sp uchslos hingenommen 32 • Sowei die als unbe iedigend emp undenen Ungleichgewich e das E - gebnis sozioökonomische Vo gänge sind, die du ch den Ma k mecha- nismus nich ko igie we den können, is Abhil e nu du ch egional- poli ische Gegens eue ung möglich 33• Da aus esul ie die Fo de ung an den S aa , und zwa o nehmlich an den Zen als aa , in Be eichen, die seine poli ischen und adminis a i en Einwi kung zugänglich sind, die egionalen Lebens- und En wicklungsbedingungen, sowei es die na- u äumlichen und ökonomisch- echnischen Ve häl nisse zulassen, du ch aumwi ksame Maßnahmen einande anzunähe n, zum mindes en ex- eme Un e schiede in de egionalen Einkommens e eilung, den Be- schä igungsmöglichkei en und de In as uk u auss a ung zu milde n und allmählich die Vo ausse zungen ü annähe nd gleichwe ige Le- lungspoli ik, 1975, S. 87; D. S o becklM. Lücke, Die gesellscha spoli ische Re- le anz egionalpoli ische Ziele, in: Ausgeglichene Funk ions äume, Bd.94 de Fo schungs- und Si zungsbe ich e de Akademie ü Raum o schung und Landesplanung, 1975, S.31. 31 Raumo dnungsbe ich de Bundes egie ung 1974, Bundes ags-D uck- sache 7/3582, S. 20. 32 K. Hesse, De uni a ische Bundess aa , 1962 S. 12 .; de s., Aspek e des koope a i en Föde alismus in de Bundes epublik, in: Fes sch i . G. Mülle , 1970, S. 141 .; H. HaHe , Wandlungen in den P oblemen öde a i e S aa s- wi scha en, Finanza chi N. F. 27 (1968) S. 267 .; U. Scheune , Koope a ion und Kon lik , Die Ö en liche Ve wal ung 1972 S. 590. 33 H. K. Schneide , übe die No wendigkei egionale Wi scha spoli ik, in: H. K. Schneide (H sg.), Bei äge zu Regionalpoli ik, Sch i en des Ve - eins ü Socialpoli ik N. F. 41 (1968) S. 16. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 150 He be Fische -Menshausen bensquali ä in allen Teilen des Bundesgebie s zu scha en. Hie bei is alle dings die äumlich- unk ionale A bei s eilung inne halb des Bun- desgebie es zu be ücksich igen und nach un e schiedlichen Raumka e- go ien zu di e enzie en, da jede Teil aum en sp echend seine Eig- nung und En wicklungs ähigkei spezi ische Funk ionen ü den Ge- sam aum zu e üllen ha 34; hinzukomm , daß gegebenen alls die Vo - und Nach eile e schiedene Raumka ego ien (z. B. höhe e Lohnwe in de G oßs ad , besse e Vi alsi ua ion au dem Lande) gegeneinande abzuwägen, e ne Un e schiede in den egionalen ode ö lichen Le- benshal ungskos en in Rechnung zu s ellen sind 35• Auch aus diesem G unde bedeu e Gleichwe igkei de Lebens e häl nisse nich Gleich- a igkei de Ve so gung mi ö en lichen Ein ich ungen 36• Eine genaue De ini ion de Ha monisie ungs o de ung und eine Ope- a ionalisie ung de dami anges eb en Ziele begegnen de Schwie ig- kei , die Lebens e häl nisse eines Gebie s, die du ch eine Vielzahl he- e ogene Fak o en bes imm we den, einwand ei zu messen und mi den Ve häl nissen ande e Gebie e zu e gleichen. Da somi konk e e und p ak ikable Maßs äbe ü den En wicklungs ücks and, die Fö de- ungsbedü igkei und -wü digkei eines Teil aums nich zu Ve ü- gung s ehen, e äh die s aa liche Regionalpoli ik noch wei gehend p agma isch, indem sie die ge o de e Einhei lichkei de Lebens e - häl nisse du ch g aduellen Abbau egionale Dispa i ä en in de Ve - so gung mi ö en lichen Diens en und Ein ich ungen zu e wi klichen such : anges eb wi d auch ü wi scha sschwache Räume ein Min- des s anda d ö en liche In as uk u und Daseins o so ge, de ih en Bü ge n im Rahmen de wi scha sgeog aphischen Gegebenhei en an- gemessene Lebensbedingungen und aus eichende Wahlmöglichkei en in- ne halb zumu ba e En e nung und dami wei gehende Chancen- gleichhei in de pe sönlichen En al ung siche 37 ; hie bei sollen Ve so - gungsengpässe mi Vo ang in den Gebie en sch i weise behoben we - den, de en En wicklungss and am wei es en un e ih em En wicklungs- po en ial lieg . In welchem Ausmaß die egionalen Lebens e häl nisse angeglichen we den sollen, bleib de poli ischen En scheidung o be- 34 U. B össe, D i e Rahmenplan zu Ve besse ung de egionalen Wi - scha ss uk u , Wi scha sdiens 1974 S. 354; de s., Raumo dnungspoli ik als En wicklungspoli ik, 1975 S. 85; Bei a ü Raumo dnung, S ellungnahme zum Bundes aumo dnungsp og amm . 3. 7. 1974, Bundes ags-D ucksache 7/ 3582, Anhang 7, S.I71. 35 K. H. Hansmeye , Ziele und T äge egionale Wi scha spoli ik, in: H. K. Schneide (H sg.), Bei äge zu Regionalpoli ik, Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, N. F. 41 (1968) S. 39 .; B. Mo i o , Das Ve eilungsziel in de Regionalpoli ik, Hambu ge Jah buch ü Wi scha s- und Gesellscha s- poli ik 1974 S. 172 . 36 D. S o beck/M. Lücke, a.a.O., S. 31 Anm.45. 37 Raumo dnungsbe ich de Bundes egie ung 1974, a.a.O., S. 20. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48 Unbes imm e Rech sbeg i e de bundess aa lichen Finanz e assung 151 hal en; dies gil insbesonde e ü die Bemessung des anzus ebenden Mindes ni eaus ö en liche Leis ungen, das eilich im Zuge de sozio- ökonomischen En wicklung o sch ei en kann und dahe nich s a isch zu e s ehen is . Die hie skizzie e (einsch änkende) In e p e a ion des sozials aa li- chen Pos ula s de Wah ung einhei liche Lebens e häl nisse is an- gesich s des gegenwä igen me hodologischen Wissenss andes e as- sungs ech lich nich zu beans anden. Die Ra ionali ä de egionalpoli i- schen En scheidungs indung könn e alle dings noch ges eige we den, wenn die anzus ebenden Ziele und die zum Wohls ands e gleich he - anzuziehenden Fak o en konk e isie , in e egional e gleichba ges al- e und an den so gewonnenen K i e ien die en wicklungspoli ischen Maßnahmen o ien ie wü den. In Be ach käme die Umse zung kom- plexe Zielbeg i e (z. B. Mindes s anda ds ü die äumlichen Lebens- bedingungen) in nume ische G ößen du ch Au s ellung eines Ka alogs on aussage ähigen und p ak ikablen Sozialindika o en und de en Ge- wich ung du ch ein (poli isch zu bes immendes) Sys em ko espondie- ende Soll- ode Schwellenwe e, au de en G undlage die zu beheben- den Dispa i ä en (Is -We e) gemessen und in e egional e glichen we den könn en 38• Eine solche Ope a ionalisie ung de Ha monisie- ungsziele könn e, wenn sie geeigne e Maßs äbe ü die Bewe ung aumwi scha liche Sach e hal e e mi el , die T anspa enz de Re- gionalpoli ik e höhen, ih e Umse zung in ein a ionales Sys em schwe - punk mäßige 39 Ve eilung de knappen Fö de ungsmi el e leich e n und eine zu e lässige E olgskon olle e möglichen. In de inanzausgleichs ech lichen D inglichkei sskala komm un e dem hie e ö e en Aspek solchen Ausgaben eine besonde e Bedeu ung zu, die dazu bei agen, übe mäßige Ungleichhei en in de Finausaus- s a ung und Lebenshal ung de Teil äume zu e inge n. Ein Abbau 38 Dazu: W. E ns /R. Thoss (H sg.), Gesellscha liche Indika o en als O ien- ie ungshil e ü die Regionalpoli ik, Indika o en zu P äzisie ung on Zielen de Raumo dnung und Landesplanung (He e 10, 12 de Ma e ialien zum Siedlungs- und Wohnungswesen und zu Raumplanung, 1974, 1976); Bei a ü Raumo dnung, Emp ehlungen . 16. 6. 1976, Gesellscha liche Indika o en ü die Raumo dnung, S. 27 . 39 Gegenwä ig wi d die no wendige Konzen a ion de Mi el au en - wicklungs ähige und lang is ig we bewe bs ähige Räume u. a. dadu ch be- ein äch ig , daß meh als 60 . H. des Bundesgebie s zu Fö de egionen e - klä wo den sind (H. P iebe, G und agen de kün igen Regionalpoli ik, Wi scha sdiens 1977, S.256). De Zwang, die aumwi ksamen Maßnahmen und den Einsa z de knappen Fö de mi el au die S ä kung äumliche Schwe punk e zu konzen ie en (Raumo dnungs be ich de Bundes egie ung 1974, a.a.O. S.30) und hie bei au die En wicklungs ähigkei als maßgebendes K i e ium abzus ellen, wi d noch e schä du ch die im Zuge des echni- schen, ökonomischen und sozialen Wandels au wei e e Sich sich abzeich- nende Be ölke ungs- und A bei spla zen wicklung (dazu: Bei a ü Raum- o dnung, Emp ehlungen . 16. 6. 1976 S. 24 .). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-44166-2 | Gene a ed on 2023-01-16 12:55:48