Der garantierte Jahreslohn
Abstract
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Full text
Spie ho , Bodo K.
A icle
De ga an ie e Jah eslohn
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Spie ho , Bodo K. (1949) : De ga an ie e Jah eslohn, Schmolle s Jah buch ü
Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol.
69, Iss. 4, pp. 89-107,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.69.4.89
This Ve sion is a ailable a :
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473] 89
De ga an ie e Jah eslohn
Von
BodoK. Spie ho , München
Inhal sangabe: I. Die Siche hei s o de ung S. 89; II. De Beg i und sein Vo -
s ellungsinhal S. 90; Iii. De E ah ungsbe eich ga an ie e Jah eslöhne S. 93;
IV. Die Auseinande se zung übe den Ga an ielohn S. 96; V. Die S ellungnahme
de Fachwissenscha S. 101.
I.
In zunehmendem Maße i auße halb Deu schlands bei lohnpoli i-
schen Diskussionen die Disk epanz zwischen dem Ve langen nach
Siche hei und P oduk i i ä se o de nissen zu age. Eine sei s is die
Elas izi ä des A bei sangebo es eine de wich igs en Vo ausse zungen
ü den wi scha lichen Fo sch i , zum ande en abe o de die
Masse de Lohnemp änge imme d ingende die Siche ung on
A bei spla z und Lohneinkommen.
Diese Siche hei s o de ung muß en die meis en S aa en in einem
solchen Ausmaß nachkommen, daß eins hochlibe ale Lände wie
England, Schweden, die USA heu e meh und meh eine Fü so ge-
ans al gleichen und mo gen schon als o ale Ve siche ungss aa en be-
zeichne we den können. Und obwohl die Ve siche ungsleis ungen ein
D i el alle Einkommen und Riesenbudge s e o de n dü en, obwohl
das un e meidba e Einengen des Leis ungss ebens ein Sinken de
Realeinkommen zu Folge haben wi d, die Fo de ung nach Siche hei
ü Einkommen und Beschä igung is heu e o he schend und muß
insbesonde e on den Sozialwissenscha en als Da um hingenommen
we den. So haben alle Bemühungen um eine Syn hese on P oduk i i-
ä und S abili ä nich e wa da au abges ell zu sein, wie bei o -
sch ei ende wi scha liche En wicklung eine leidliche Beschä i-
gungss abili ä e eich we den kann, sonde n allein da au , wie o z
allgemeine Beschä igungssiche ung noch eine wei mögliche Elas izi-
ä de P oduk ions ak o en, insbesonde e die Beweglichkei des A -
bei sangebo es au ech zue hal en is .
Wäh end in den eu opäischen Wes s aa en und in den Dominions
des Commonweal h den E o de nissen eines Exis enzschu zes du ch
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90 Bodo K. Spie ho [474
den Ausbau on Sozial e siche ungen, du ch die ö en liche Un e -
s ü zung eiwillige Ve siche ungen ode wenigs ens du ch die Ein-
ich ung on Un e s ü zungs onds Rechnung ge agen wu de, en -
wickel e sich in den Ve einig en S aa en aus kleinen An ängen de Ge-
danke, die s aa lichen Siche ungsmaßnahmen du ch gleichge ich e e
einzelbe iebliche Bemühungen zu un e s ü zen. Zunächs blieb es bei
kaum beach e en Ve suchen einzelne Un e nehme , die da au ab-
ziel en, ih e Belegscha einen kon inuie lichen Einkommensbezug zu
e möglichen. Als abe die ame ikanischen Gewe kscha en diesen Ge-
danken au g i en, und als im Mä z 1944 die Uni ed S eel Wo ke s o
Ame ica (CIO) die Uni ed S a es S eel Co po a ion dazu e p lich en
woll en, die Zahlung olle Wochenlöhne an alle 519 000 Beschä ig e
ü zwei Jah e zu ga an ie en, da wa de Gedanke des Ga an ielohnes
in den F agenk eis de allgemeinen Einkommens- und Beschä igungs-
siche ung ge ück wo den.
II.
De Ausd uck „Ga an ielohn" ha sich im deu schen Sp achbe eich
noch nich zu einem es um issenen Beg i ausgebilde . Wenn man
hie on einem ga an ie en G undlohn bei Akko da bei , bei dem au
T inkgelde angewiesenen Anges ell en des Gas s ä engewe bes
sp ich , dann lieg diesem Te minus ein ande e Vo s ellungsinhal zu-
g unde wie in den Ve einig en S aa en. Do bilde e sich de Gedanke
de Lohnsiche ung in Beg i en wie „gua an eed annual wage" ode
„gua an eed wage" ode abe „gua an eed employmen " aus.
Eine ku ze Übe p ü ung de einzelnen Ausd ucksmöglichkei en soll
uns de P obleme kenn nis nähe b ingen und die Wahl unse e Übe -
sch i zu ech e igen e suchen.
Es is nich ein ach, einen zusammen assenden Ausd uck ü Vo -
haben zu inden, die zwa manche Gemeinsamkei besi zen, die abe
doch on e schiedenen Blickpunk en ausgehen. Bei de Wahl unse e
Übe sch i kam es uns da au an, den Ausd uck zu inden, dem de
en sp echends e Vo s ellungsinhal zu eigen is und de schon in sich
die P oblems ellung au zuzeigen e mag.
Das Vo eilha e an dem Ausd uck „Ga an ielohn" is seine Ein-
achhei , und deswegen wi d sich das Vo haben de einzelbe ieblichen
Lohnsiche ung wohl auch im deu schen Sp achbe eich mi diese Be-
zeichnung ein üh en. Auch de om ame ikanischen P äsiden en ein-
gese z e Un e suchungsausschuß ha seine E gebnisse un e de Übe -
sch i i,,Gua an eed Wages" e ö en lich . Ga an ielohn, das kann
abe sowohl die Ga an ie on Mindes löhnen bedeu en, es kann abe
ebenso die Zusiche ung eine bes imm en Daue de Lohnzahlung
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475] De ga an ie e Jah eslohn 91
(Wochen-, Mona s-, Jah eslohn) in eine absolu en ode ela i en Höhe
gemein sein.
Dem Unbes imm en des Ausd ucks Ga an ielohn ha man iel ach
dadu ch en gehen wollen, daß man Ga an ie e p lich ungen nich zu
Lohnga an ie, sonde n zu Beschä igungsga an ie en wickel e. Dami
soll e be on we den, daß die Ga an ie kein Almosen sei, daß sie iel-
meh in ih e Leis ungsbezogenhei jedem Lohnsys em gleichkommen
müsse. Auch die Ve e e de Fachwissenscha di e ie en in de Be-
o zugung des einen ode ande en Ausd ucks. So wi d z. B. dahin-
gehend a gumen ie , daß de Schwe punk nich au den Lohn geleg
we den dü e, da die A bei im Vo de g und s ehen müsse. „Lohn-
siche hei häng on Beschä igungssiche hei ab, weil Löhne nu aus
dem P oduk ionse gebnis gezahl we den können1." Wenn auch gegen
diese Selbs e s ändlichkei nich s einzuwenden is , wenn es sich auch
ü den allgemeinen Sp achgeb auch emp ehlen dü e, den Ausd uck
Beschä igungsga an ie zu be o zugen, eben um die Abhängigkei des
Lohneinkommens on eine A bei sleis ung zu be onen, so konn en wi
uns doch nich ü diesen Te minus bei de Wahl unse e Übe sch i
en scheiden. Wi meinen, daß die Ke n age eine Lohnsiche ung
wenige in eine daue nden Beschä igung beg ünde is als o allem
da in, wie in eine Ma k wi scha eine daue nde Beschä igung in
einem ebenso daue nden und zumindes aus eichenden Realeinkommen
esul ie en kann.
De e wähn en Mängel wegen e schien uns abe auch die Bezeich-
nung Ga an ielohn als ungenügend und a blos. Und so kamen wi au
den om allgemeinen Sp achgeb auch nich minde be o zug en Aus-
d uck „de ga an ie e Jah eslohn44. Einmal lieg hie die F ages ellung
in de Lohnzahlung, in de sich die Beschä igung zu legi imie en ha ,
o allem abe dü e das P oblem e s do beginnen, wo es sich nich
um eine Ga an ie on wenigen Wochen ode Mona en handel , sonde n
wo de g undsä zlich neue Weg, z. B. die Umwandlung eines bishe
saisonalen in einen ganzjäh igen, also daue nden Lohnan all be-
sch i en we den soll. Snide ha zwa an dem Te minus Gua an eed
Annual Wage die Besch änkung au die Jah es is auszuse zen, „denn
das Anliegen de Lohnsiche hei muß sich au eine daue nde Siche hei
in gu en und schlech en Zei en beziehen2." Nun is abe das „Jäh lich"
du chaus als Synonym eines Bleibenden und nich als eine Be is ung
zu e s ehen. Bei diesem Zei maß is abe
—
ielleich unbewuß
—
auch
an den Komp omiß zwischen de anges eb en Daue ha igkei und de
imme wiede no wendigen Anpassung an die e ände en wi scha -
1
J. L. S n i d e , The Gua an ee o Wo k and Wage, Bos on 1947, S. 2.
2
Ebenda.
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92 Bodo K. Spie ho [476
liehen Da en gedach wo den. De Jah eslohn will zwa daue nde Lohn-
zahlung e eichen, ande e sei s wi d abe auch eine jäh lich neue Fes -
legung de Lohnhöhe und einzelne Bedingungen des Ga an ie e ages
e möglich . Fü den ga an ie en Jah eslohn haben wi uns abe auch
deshalb en schieden, „weil in de e b ei e en Anwendung solche
Pläne allein die schwe wiegenden wi scha lichen und poli ischen
P obleme zu inden sind3", weil die olkswi scha liche P oblema ik
des Ga an ielohns in de Fo de ung de ame ikanischen A bei e nach
dem daue nd gesiche en Einkommen kulminie und nich in eine
pla onischen Ga an iee klä ung ü wenige Mona e.
Wi können den ga an ie en Jah eslohn nich in eine De ini ion
ein angen, wohl abe seinen G undgedanken cha ak e isie en. Diese
lieg in „dem Ansp uch eines A bei nehme s au egelmäßige Lohn-
zahlung, ganz gleich ob die P oduk ionsleis ung de Beschä igungs-
und Lohnga an ie en sp ich 4". De A bei gebe muß sich also o mell
zu eine Ga an ie e p lich en, um dem A bei nehme einen klagba en
Ansp uch au das du ch die Ga an ie Zugesiche e zu geben. Lediglich
mündliche Ab eden ode die s illschweigende Fo se zung eines adi-
ionellen B auchs sind ungenügend, um dem Cha ak e is ikum eine
Ga an ieabmachung zu en sp echen.
Es is ums i en, welche Mindes an o de ungen an eine Ga an ie-
e p lich ung zu s ellen sind, um sie als Ga an ielohn klassi izie en zu
können. Dem am lichen Un e suchungsausschuß genüg es, wenn schon
„einem Teil de Belegscha Lohnzahlung ode Beschä igung zu wenig-
s ens 50 P ozen de o gesehenen Höhe ü mindes ens d ei Mona e
ga an ie wi d5". Das Bu eau o Labo S a is ics wende den gleichen
Maßs ab an, was zu Folge ha , daß den 196 gezähl en Un e nehmungen
mi Ga an ie e p lich ungen auch 25 Fälle zuge echne we den, bei
denen nu 10 P ozen ode wenige de Belegscha in die Ga an ie-
abmachungen einbezogen sind. In diesen Be ieben wi d also lediglich
einigen Angehö igen des S ammpe sonals ih e an sich schon daue -
ha e Be iebszugehö igkei o mell ga an ie . Diese Maßs abanlegung
mag s a is isch zu be iedigenden E gebnissen üh en, wenn man die
Ve b ei ung des Ga an iegedankens e mi eln will, abe dem E kennen
de P oblema ik dü e es dienliche sein, nu die Ga an ieabmachun-
gen als Un e suchungsobjek e gel en zu lassen und zu be ach en, die
mi de Ga an ie e p lich ung bewuß neue Wege besch ei en wollen
3 He mann Feldmann, The Annual Wage — Whe e a e we? The Am.-
Econ.Re iew, Dez. 1947, S. 826.
4 A. D. H. K a p
1
a n , The Gua an ee o Annual Wage, Washing on D. C. 1947,
S.6.
6 O ice o Wa Mobiliza ion and Recon e sion. Gua an eed Wages. Repo o
he P esiden (La ime Repo ), Washing on 1947, S. 2.
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477] De ga an ie e Jah eslohn 93
und e was on dem Wagnis e spü en lassen, das solchem Beginnen
anha e . Das Wesen liche des Ga an ielohnes is also wenige in dem
äuße en Bild de Abmachungen zu inden als ielmeh in dem Ein-
schlagen eine neuen, au die Kon inui ä des P oduk ionsganges aus-
ge ich e en Be iebspoli ik.
So iel zu Klä ung on Beg i und Vo haben des ga an ie en
Jah eslohnes. Im olgenden Abschni wollen wi e suchen, P oble-
ma ik und Möglichkei en einzelbe iebliche Lohnsiche ungen du ch
eine empi ische Un e maue ung deu liche he auszua bei en.
Die e olg eich e wi klich en Ga an iepläne we den on Be ü -
wo e n de Ga an ielohnidee als K onzeugen ü die Möglichkei um-
assende Ga an ielohnabmachungen ange u en. So seh diese
En husiasmus au Ve kennungen be uh , so wenig geh es doch an, den
E ah ungsbe eich des Ga an ielohns nu obe lächliche P ü ung zu
un e ziehen, wie es on de Fachwissenscha wegen de Kleinhei des
Objek es iel ach gehandhab wi d ode die Analyse de seh um ang-
eichen E hebungen nu ungenügend du chzu üh en, was on de A -
bei des Un e suchungsausschusses zu sagen is .
Dem induk i en Vo gehen sind du ch zwei Ums ände die Wege ge-
ebne . Einmal is de Un e suchungsgegens and noch öllig übe sehba
und gu e schlossen, und zum ande en sind bishe Ga an ielöhne nu
wenig du ch s aa liche Beein lussungen und au gewe kscha liche
Fo de ungen hin einge üh wo den. So kann also angenommen
we den, daß Ga an ieabmachungen o allem do ge o en wu den,
wo besonde s güns ige Bedingungen die Übe nahme de Ga an ie e -
p lich ung e möglich en.
—
Au schluß eich ü dieses E kennen on Be-
dingungen und Möglichkei en des Ga an ielohns is es e ne , auch die
geschei e en Ga an ieabmachungen und die G ünde ü ih e Suspen-
sionen in Be ach zu ziehen.
In eine Übe sich hinsich lich de B anchenzugehö igkei mach
das Bu eau o Labo S a is ics ü die 75 Ga an ieabmachungen in
Indus ieun e nehmungen olgende Angaben6:
III.
Nah ungsmi el
Tex ilien
Fe igwa en
D ucke eien
chemische E zeugnisse
21
15
12
8
5
6
Bu eau o Labo S a is ics, Gua an eed Wage Plans in he Uni ed S a es Bul-
le in 925, Washing on 1947, S. 9 .
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Bodo K. Spie ho [478
Neun wei e e B anchen we den noch mi einem ode zwei Be ieben
au gezähl , die säm lich Fe igwa en anbie en. Nu einmal heiß es,
„Eisen und S ahl und ih e E zeugnisse", was abe keineswegs au einen
Be ieb de G und- ode Kapi algü e indus ie schließen läß . Es zeig
sich also, daß die bishe einge üh en Ga an ieabmachungen in Un e -
nehmungen anzu e en sind, die bis au einen zwei elha en Fall den
Konsumgü e ma k belie e n.
Auch die 121 Ga an ien auße halb de indus iellen G uppe be-
s ä igen die No wendigkei , bei de Übe nahme eine Ve p lich ung in
siche e Nähe eines Ma k es ü Gü e 1. O dnung zu sein. Die Au -
s ellung zeig hie :
Kleinhandel 56
G oßhandel 23
Diens leis ungsgewe be 21
Schi ah 10
und ande e Gewe bezweige wie Wa enhäuse und Ene gie e so gung,
ü die ein ode zwei Be iebe mi Ga an ie e p lich ungen genann
we den.
Eine Au s ellung übe die G öße de Un e nehmungen, die leide
nu au die Anzahl de Beschä ig en bezogen is , zeig , daß Ga an ie-
löhne be o zug in Klein- und Mi elbe ieben einge üh wu den. Von
196 noch in K a s ehenden Ga an ieabmachungen e en 55 P ozen
au Be iebe bis zu 50 Pe sonen, wei e e 11 P ozen zählen bis zu
100 Pe sonen und nu 10 P ozen de Ga an ieabmachungen sind in
G oßbe ieben mi Belegscha ss ä ken übe 1000 anzu e en7.
Be ach en wi die un e schiedliche Ausdehnung de Ga an ien au
die Belegscha , dann s ellen wi es , daß in 44 Be ieben an wenige
als an 30 P ozen des Pe sonals eine Ga an ie gewäh wi d, und in
20 Be ieben an 30 bis 50 P ozen de Belegscha . Es handel sich also
um 64 Fälle, bei denen es imme hin zwei elha sein dü e, ob hie
den einbezogenen A bei e n meh gebo en wi d als nu eine Bes ä i-
gung ih e a sächlich bes ehenden s abilen Beschä igung.
Die Modali ä en de Ga an ieabmachungen sind e heblich. 156 Ve -
p lich ungen beziehen sich au 48 bis 52 Wochen p o Jah . Diese Ve -
p lich ung kann sich au einen Mindes wochenlohn beziehen, de un-
beschade de Inansp uchnahme des A bei e s zuges anden wi d, ode
abe es wi d eine Mindes beschä igung on z. B. 40 S unden p o Woche
ga an ie , wogegen de A bei e zu jede ihm au ge agenen Tä igkei
7
Zwei .G oßbe iebe haben die gesam e Belegscha in die Ga an ieabmachung
einbezogen (ein Gas- und Elek izi ä swe k und das Kaugummiun e nehmen de
W igley Co.). In den ach üb igen G oßun e nehmungen e s ecken sich die Ga an-
ie e p lich ungen au 38 bis 80 P ozen de Be iebsangehö igen.
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479] De ga an ie e Jah eslohn 95
mi de ih jeweils e bundenen En lohnung be ei sein muß. Zweck
einige Ga an ieabmachungen is die Be eiung on Übe s unden a i en
gewesen. De Fede al Fai Labo S anda ds Ac on 1938 gib die Mög-
lichkei dazu, wenn sich das Un e nehmen zu Jah eslöhnen e p lich e
und dabei p o Jah 52X40 = 2080 S unden, p o Woche 56, p o Tag
12 S unden nich übe sch ei e . Schließlich e wähnen wi noch die
Ga an ie eines es en E agsan eils; den A bei e n wi d hie nich eine
absolu e Lohnsumme zugesiche , sonde n z. B. 20 P ozen om jeweili-
gen E lös, so daß de Lohn au oma isch mi de E agslage des Un e -
nehmens s eig und äll 8.
Die Un e nehme haben es bei de Ein ich ung on Ga an ielöhnen
nie e ehl , dem Sys em de indi iduellen Lohnzumessung noch ge-
nügend Leis ungselemen e zuzu ügen, so daß de ga an ie e Lohn nu
ein Mindes einkommen bedeu e und das Lohne gebnis s e s noch on
de Leis ung des A bei e s bes imm wi d. Auße dem en hal en säm -
liche Ga an ieabmachungen aus eichende Rückzugsklauseln, um die
inanzielle Subs anz des Un e nehmens nich zu ge äh den.
Die Bedingungen, um de Ga an ie eilha ig zu we den, sind eben-
alls un e schiedlich. De A bei e wi d z. B. mi dem Tag seines Ein-
i s in die Ga an ie einbezogen, ode abe es we den Wa ezei en bis
zu 5 Jah en zu Bedingung gemach .
Die G ünde de Suspension on 151 Ga an ieplänen können wi
hie nu gene alisie end zusammen assen. Weil das Au geben de
Ga an ie o wei zu ücklieg , da es o nu ku ze Ve suche wa en,
deshalb konn en in diesem Be eich die Un e suchungen nu un-
genügend du chge üh we den. In Wisconsin wu de 1934 Un e -
nehmungen mi Jah esga an ien Be eiung on de A bei slosens eue
gewäh . 96 Un e nehme nahmen diesen Vo eil wah und e p lich-
e en sich ih en Belegscha en gegenübe zu ga an ie en Jah eslöhnen.
Ein Jah spä e mach e die Anpassung des S aa sgese zes an den Fede-
al Social Secu i y Ac diese Ve güns igung übe lüssig. Es bedu e
je z keine o malen Ga an ie e p lich ung meh , weil jedes Un e -
nehmen mi ode ohne Ga an ielöhnen nu nach de S abili ä seine
Beschä igungslage zu A bei slosens eue he angezogen wi d. In allen
96 Fällen wu den da au hin die Ga an ieabmachungen gekündig . Von
den ande en au gegebenen Ga an ieplänen konn en noch 32 nähe e -
mi el we den. Als G ünde de Suspension wi d in 9 Fällen das Ein-
sch ei en de Gewe kscha en genann , bei 8 Ga an ieabmachungen
e zwangen e ände e K iegsbedingungen die Au gabe, siebenmal wi d
8
Dieses o iginelle Lohnsys em is on dem Schuhg oßun e nehmen de Nunn«
Bush-Shoe-Co. en wickel wo den. Die Ve bindung on Be iebse olg und Lohn«
summe dü e alle dings nu in k isen es en Un e nehmungen mi ela i s abile
E agslage anzuwenden sein.
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96 Bodo K. Spie ho [480
die Dep ession de d eißige Jah e als U sache bezeichne . En gegen-
s ehende einzels aa liche Gese ze bewi k en in 5 Fällen eine Au gabe
de Ga an ie, und 3 Pläne schei e en schließlich an de Unin e essie -
hei de A bei e .
He o zuheben is noch, daß zu den geschei e en Ga an ieplänen
3 Ve suche in Riesenun e nehmen gehö en. Von 1939 bis 1941 ha e
die Gene al Mo o s Co po a ion 156 000 Pe sonen — das wa en
60 P ozen de Belegscha en
—
in einen „Einkommenssiche hei splan"
einbezogen, de in Zei en schlech en Geschä sganges 60 P ozen des
S anda dwochenlohnes ga an ie e. Einen ähnlichen Ve such mach e
das Landmaschinenun e nehmen de In e na ional Ha es e Company
on 1940 bis 1943 mi 50 000 Be iebsangehö igen. In beiden Fällen
wu de die Ga an ie wegen de Unin e essie hei de A bei e au -
gegeben, die im Boom de K iegs iis ung keine hoch bezahl en Übe -
s unden gegen die damalige Selbs e s ändlichkei eine Daue -
beschä igung ein auschen woll en. In de Tie e de Dep ession on
1931 wa es Gene al Elec ic möglich, eine Mindes ga an ie on
1500 S undenlöhnen p o Jah 7000 Be iebsangehö igen (e wa
65 P ozen de Belegscha ) zuzuges ehen. Die Ga an ieabmachung
blieb bis 1938 in K a ; die neu hinzugekommenen Belas ungen du ch
die A bei slosens eue ließen dann die Au wendungen ü die Ga an ie
nich meh als agba e scheinen.
Das Resul a aus diese ku zen Übe sich kann dahingehend zu-
sammenge aß we den, daß Ga an ie e p lich ungen nu in siche en
Gewe ben übe nommen we den können und daß bei eine wei e en
Ausdehnung de Ga an ien au ande e Gebie e und Wi scha szweige
auch hie e s ähnliche s abile Ve häl nisse gescha en we den müß en0.
IV.
Die eingangs e wähn e Fo de ung de Ve einig en S ahla bei e
üh e zu An u ung des Wa Labo Boa ds als Schlich ungsbehö de.
Diese sah sich auße s ande, eine En scheidung zu ällen, da e hin-
sich lich des Ga an ielohnes und seine Konsequenzen zu wenig o -
be ei e sei. „Weil abe die ame ikanischen A bei e den ga an ie en
Jah eslohn als eines ih e Haup ziele ansehen und weil de Ga an ie-
lohn ein Teil des Suchens nach de Daue ha igkei de Beschä igung
is
—
dem zu Zei wich igs en wi scha lichen und sozialen Anliegen
—,
deshalb kann de Wa Labo Boa d o diese En wicklung nich seine
9 Pla zmangel ges a e es nich , eine Besch eibung und Wü digung angewand e
Ga an iepläne olgen zu lassen. Wi können an diese S elle nu au die um ang-
eiche ame ikanische Li e a u e weisen und au eine eigene aus üh liche e Be-
a bei ung, die im gleichen Ve lag in diesem Somme e scheinen wi d.
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487] De ga an ie e Jah eslohn 103
(Ausgleich ü die belas e e Indus ie du ch die In e dependenz de
P eise, Möglichkei en de Ka ellie ung, de Kos enabwälzung), so
dü e du ch die Kos en e lage ung doch zwei elsohne eine Konzen-
a ions endenz wi ksam we den und en sp echende Auswi kungen
au den Mä k en zu Folge haben.
Daß om jah eszei lichen Wechsel s a k abhängige Gewe be wie die
Landwi scha und ih e wei e e a bei enden Indus ien ü den
Ga an ielohn auße Be ach s ehen, das wi d on Ri a Rica do im
Vo beigehen e wähn , wobei abe zu beme ken is , daß auch hie Bei-
spiele gegeben wu den, wie es gegen alle B anchengewohnhei en
möglich is , den P oduk ionsgang übe das Jah hin wei gehend aus-
zugleichen28.
De Gedanke, den Ga an ielohn als wi scha spoli isches Mi el in
den Schlüsselindus ien einzuse zen, um z. B. du ch s abile P oduk-
ions e häl nisse bei Kohle und S ahl die allgemeine Beschä igungs-
lage zu siche n, diese Möglichkei , die eine gewisse Ideengemeinscha
mi Bes ebungen nach eine Sozialisie ung de G undindus ien ha ,
is in den USA zwa e einzel ausgesp ochen wo den29, das abe nu
mi A gumen en de Kau k a leh e, und so wu de lediglich in de
Gesam auseinande se zung mi diese auch gegen die pa iellen S abili-
sie ungsmaßnahmen S ellung genommen.
Die Behandlung des Lohnsiche ungsp oblems au olkswi scha -
liche Ebene is zwei elsohne uch b ingende , weil hie die Un e -
suchung nich au selbs e ich e en Modellbau en, sonde n au den
Reali ä en olkswi scha liche Zusammenhänge und Gegebenhei en
beg ünde is . Die wissenscha lichen Bei äge haben abe schon des-
halb das Vo haben einzelbe iebliche Lohnsiche ungen in seine ge-
sam wi scha lichen Eino dnung analysie en müssen, weil nu so de
Kau k a leh e zu begegnen is , die den Ve ech e n allgemeine Lohn-
ga an ien das heo e ische Rüs zeug lie e e.
28 Es wa z. B. P oc e & Gamble möglich, den P oduk ionsgang seine Öl-
mühlen ganzjäh ig auszugleichen. Zu o a bei e en die Mühlen jeweils d ei Mona e
nach de öl uch e n e, bis es gelang, du ch neue Lage ungs e ah en die Öl üch e
o Quali ä sab all und Ve de b zu schü zen und sie kon inuie lich den Ölmühlen
zuzu üh en. Vgl. Repo S. 308. — Ein Bauun e nehme in Wisconsin e anlaß e
seine A bei e , die du chschni lich 8V2 Mona e beschä ig wa en, mi es en
Mona slöhnen wäh end des ganzen Jah es ein e s anden zu sein. De Mona slohn be-
äg je z ein Zwöl el des le z jäh igen Lohneinkommens. Da ü sind die A bei e
e p lich e , jeden du ch Beschä igungsmangel ode schlech es We e einge e-
enen Zei e lus nachzuholen. Auße dem wu den neue Technika ü den Win e -
bau einge üh und das Bauen in de kal en Jah eszei du ch P eisnachlässe ange eg .
Vgl. Jack Che nick, Gua an eed Annual Wages. Minneso a 1945, S. 72.
29 Ein Funk ionä de S ahla bei e gewe kscha : „Eine au Jah esbasis ge-
plan e S ahlp oduk ion läß sich du ch üh en, weil es im K iege bewiesen wo den
is ." Zi . nach Jack Che nick, a. a. O., S. 56.
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104 Bodo K. Spie ho [488
Ri a Rica do leg e den Schwe punk ih e Wide legung des Kau -
k a heo ems au den Hinweis on de zwei angigen Rolle des Ve -
b auchenkönnens beim En s ehen de wi scha lichen Wechsellagen.
Wenn auch Lohnga an ien das Ausmaß de Saisonschwankungen e -
inge n können, „so sind sie doch nich in de Lage, zyklische A bei s-
losigkei auszuschal en. Wü den abe die Ga an ien en sp echend lange
ausgedehn , so s ehen wi einem neuen P oblem gegenübe ... eine
g öße en Anzahl pe manen A bei slose 30". Und so schließ Ri a
Rica do ih e Un e suchung mi einem Ve gleich ab, eine Al e na i e,
au die auch dem Ga an ielohn gegenübe zu ückhal ende e Gewe k-
scha s üh e hinweisen: „In eine Volkswi scha , die nu schwe
allen Beschä igung geben kann, dü e es o zuziehen sein, 90 P ozen
de a bei s ähigen Be ölke ung ganz ode eilweise zu beschä igen,
ans a 80 P ozen daue nd in A bei und 20 P ozen daue nd a bei s-
los zu hal en31."
Die e inge e Nach age eines die Löhne ga an ie enden Un e -
nehme s nach A bei sk ä en dü e gewiß zu e en. Ande e sei s wi d
sich abe bei s abilen Beschä igungs e häl nissen das Angebo e -
hei a e e F auen eduzie en, so daß die Auswi kungen au dem A -
bei sma k nich so en scheidend sein we den wie die sons igen Folgen,
die das Fes legen de wich igs en Kos eng öße ü eine Volkswi scha
haben muß.
Wi haben die A bei Ri a Rica dos besonde s he o gehoben, weil
hie schon die ökonomischen P obleme des ga an ie en Lohnes
e kann und in ih em Ke n da ges ell wu den. Wenn das soziale
Anliegen de Einkommenssiche ung auße ach gelassen wu de, so büß
die Un e suchung zwa on ih e Zei nähe ein, ande e sei s zeig sie
abe doch dem sozialen Wollen das ökonomisch Mögliche und sie deu e
auch schon die Konsequenzen eines Vo habens an, das wohl die eie
Konsumwahl e hal en möch e, dabei abe die Folgen wi scha liche
Einzelen scheidungen auszuschal en ach e .
Mi o wiegend p oduk i i ä so ien ie e G undeins ellung wu de
die wissenscha liche Diskussion übe den Ga an ielohn o gese z . Es
dü e dabei ü das Rei en de E kenn nisse o eilha gewesen sein,
daß die Diskussionsbei äge bei nachlassendem In e esse de All-
gemeinhei , insbesonde e de Gewe kscha en e a bei e we den konn-
en. So liegen je z genügend ausge ei e Un e suchungen o , die de
wiede einse zenden Diskussion übe den Ga an ielohn eine eale
G undlage geben könn en. De Po en ialis s eh zu Rech , denn es is
du chaus zwei elha , ob die achwissenscha lichen Aussagen übe das
einzelbe iebliche Lohnsiche ungsp oblem bei den Ve handlungen
30 Ri a Rica do, a. a. 0., S. 890.
81 Ebenda.
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489] De ga an ie e Jah eslohn 105
übe indus iewei e Ga an ieabmachungen on den Gewe kscha en
beach e we den. Die wissenscha lichen Bei äge zum Ga an ielohn
gehen eben, ielleich weil sie bei ih em En s ehen doch zu wenig on
Gegenwa sno wendigkei en bed äng wu den, un e Mißach ung des
Siche hei sda ums nu om e keh swi scha lichen Modell aus. So
is es zwa du chaus olge ich ig, wenn sie ziemlich übe eins immend
zu dem Resul a kommen: „De Ga an ielohn kann du ch sich selbs
wede den Konjunk u syklus ausgleichen noch die Beschä igung
heben, wogegen e beim Ausgleichen saisonale Schwankungen on
einige Wi ksamkei sein kann32" Abe ge ade de Ausgleich de Kon-
junk u schwankungen is die Au gabe, zu de sich die ame ikanischen
Gewe kscha en e p lich e sehen.
Dieses le z genann e U eil übe den Ga an ielohn is indessen aus
eine de wenigen Un e suchungen zi ie , die das Fo de n nach wi -
scha liche Siche hei oll in Ansa z b ingen, die sich nich mi de
Fes s ellung begnügen, daß allein hohe P oduk i i ä und demzu olge
hohe Beweglichkei de P oduk ions ak o en die Siche hei hohe Ein-
kommen bewi ken. Hansen und Samuelson gehen ganz on de Ta -
sache aus, daß eine S ockung mi Massena bei slosigkei nich meh
gedulde wü de und „daß unse p i a kapi alis isches Wi scha s-
sys em die Fo de ung (nach Siche hei ) nich au zuhal en e mag33".
So besch änk e Wi kungsmöglichkei en Hansen und Samuelson auch
ü das Ins umen des Ga an ielohns sehen, so belassen sie es doch
nich bei dem Nein hinsich lich seine um assenden Anwendung,
sonde n sie bemühen sich um seine Eino dnung in ein um assendes,
s aa lich gelenk es Vollbeschä igungs- und Siche ungsp og amm. Ins-
besonde e emp ehlen sie die Ve bindung on kollek i e „heilende "
A bei slosenun e s ü zung und indi iduellen „ o beugenden" Ga an-
ielohnplänen, wobei le z e e zwa du ch S eue p ämien ange eg
we den sollen, unbeding abe ohne Zwang einge üh und de T ag-
ähigkei des Un e nehmens angepaß we den müß en34. Mi diese
speziellen Emp ehlung und mi Vo schlägen übe ih e Du ch üh ung
schließen sich Hansen und Samuelson einem Gedanken des Un e -
suchungsausschusses an, dem die Ausa bei ung gangba e Wege ü das
Zusammenwi ken on A bei slosen e siche ung und Lohnga an ie ein
e s es Anliegen gewesen is 35.
De Syn hese on p oduk i i ä s- und siche hei so ien ie e Wi -
scha sges al ung, au die Hansen und Samuelson
—
un e ealis ische
52 Al in H. H a n s e n und Paul A. Samuelson, Economic Analysis o Gu-
a an eed Wages, Bu eau o Labo S a is ics, Washing on D. C. 1947.
53 Ebenda S. 61.
34 Vgl. ebenda S. 42 .
35 Vgl. Repo , S. 101 .
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106 Bodo K. Spie ho [490
Beu eilung de sozialen Gegebenhei en und eine demzu olge
s ä ke en Be onung des Siche hei sanliegens — zus eben, diese Syn-
hese wi d on de Meh zahl de s ellungnehmenden Fach e e e
un e ebenso ealis ische Beu eilung de ökonomischen Ge-
gebenhei en und eine en sp echend s ä ke en Be onung de P oduk-
i i ä zu e eichen e such . Als e gänzendes Beispiel zu de Abhand-
lung on Ri a Rica do nennen wi die A bei on A. D. H. Kaplan
(B ookings Ins i u ion), de in diese p oduk i i ä sbe on en Rich ung
den wohl mi Abs and bes en Diskussionsbei ag gelie e ha 36.
Auch Kaplan gib sich da übe Rechenscha , daß „in einem p i a -
kapi alis ischen Wi scha ssys em de Weg des wi scha lichen Fo -
sch i s zwangsno wendig on eine besse en Ve so gung mi Gü e n
und Diens leis ungen zu e höh e eale Siche hei üh en muß37".
Zwei elsohne lieg in diese Fes s ellung die Be onung au dem
p oblemschwe en Ausd uck „ eale Siche hei ", denn unmi elba an-
schließend heiß es „... Ga an ielöhne wü den eine papie ne Siche -
hei bedeu en, wenn die Löhne länge e Zei nich die wah e P oduk-
i i ä de ga an ie enden Be iebe ode Indus iezweige wide -
spiegeln88."
So sieh also Kaplan olge ich ig das ökonomische P oblem
„wei meh in eine S eige ung de Gesam beschä igung mi en -
sp echende Beweglichkei und Wi kungselas izi ä als in eine Un e -
s ü zung ü müßige Zei 39". Diese Konzep ion muß e zu eine Ab-
lehnung e zwungene Ga an ie e p lich ungen üh en, ebenso abe
auch zu eine nega i en Beu eilung on de en Einbau in ein Sys em
de A bei slosen e siche ung. A bei slosenun e s ü zung wü de den A -
bei e e p lich en, sich nach ande e Beschä igung umzusehen, und
ihn zwingen, en sp echende A bei smöglichkei en zu akzep ie en.
„Ga an ielöhne binden den A bei e an die Lohnzahlungen des Un e -
nehme s, selbs wenn ein Mangel an Au ägen he sch 40."
Auch Hansen und Samuelson sehen diese Ge ah de Schein-
beschä igung im Ge olge on Lohnga an ien, doch bemühen sie sich,
Komp omisse zwischen dem Gewoll en und dem Möglichen zu inden.
Kaplan dagegen beläß es bei de Fes s ellung, daß „high u no e and
high p ospe i y usually go hand in hand41". Kaplan sieh zwa öllig
ich ig, daß wi uns o de Ein üh ung um assende Ga an ien en -
scheiden müssen, „welche wi scha liche O dnung wi anzunehmen
88 A. D. K a p
1
a n , The Gua an ee o Annual Wages, Washing on 1947.
87 Ebenda S. 232.
88 Ebenda.
89 Ebenda S. 226.
40 Ebenda S. 225.
41 Ebenda S. 230.
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491] De ga an ie e Jah eslohn 107
gedenken, um die bes ehenden A bei splä ze und Löhne zu siche n42",
es is eben nu die F age, ob nich in allen demok a ischen S aa en die
Meh hei doch eine papie ene Siche hei o zieh , weil diese wi klich
das Bleiben an O und S elle und einen es en Einkommensbezug
ga an ie , wäh end die eale Siche hei hohe Einkommen nu du ch
ein unau hö liches Hin üh en alle P oduk ions ak o en an die S elle
ih e höchs en E giebigkei e eich we den kann. Wobei ja das An-
passen bei de Unbeweglichkei des Bodens, de Schwe älligkei
in es ie e Kapi alien o allem den A bei sk ä en zugedach we den
muß.
Wi wollen zum Abschluß nochmals die F ages ellung und dami
die Besonde hei en de ame ikanischen Si ua ion um eißen. Die ame i-
kanischen Gewe kscha en sind es gewill , ih en Ve handlungspa ne ,
den eien Un e nehme , das an P i a kapi al gebundene Manage-
men zu e hal en; ande e sei s sehen sie sich o die Au gabe ges ell ,
das P oblem de wi scha lichen Siche hei zu lösen. Und so wa de
Gedanke naheliegend, den Un e nehme nich nu ü die höchs -
mögliche Gü e e so gung, sonde n auch ü die bes mögliche Siche-
ung on Einkommen und Beschä igung e an wo lich zu machen.
Die Gewe kscha en d ängen je z da au , dem S aa bei de Lösung
des Siche ungsp oblemes mi Hil e de Un e nehme zu o zukommen.
Aus dem Wissen um die zwei Sei en alle Dinge s eh die Wissen-
scha meis in Opposi ion gegen das Tageswünschen. Und so sieh sich
die ame ikanische Na ionalökonomie heu e o die Ta sache ges ell ,
daß sie noch mi dem Hochleis ungsmodell de isikoe üll en Ma k -
wi scha ope ie , wäh end sich das menschliche Wünschen meh und
meh ü die ene giehemmende Appa a u de Beda s e so gung und
Exis enzsiche ung en schieden ha .
So seh die Fachwissenscha zu diese Opposi ion be ech ig is ,
so wenig da sie doch übe sehen, daß Gewe kscha en und e an -
wo ungsbewuß e Un e nehme in den USA mi Hil e ga an ie e
Jah eslöhne eine g oße soziale Scha ensei e de kapi alis ischen Wi -
scha du ch ein e olu ionä es Ko igie en besei igen wollen. Deshalb
muß es nach dem wissenscha lichen Nein zum um assenden Ga an ie-
lohn die nächs e Au gabe sein, den kons uk i en Weg de Vo schläge
Hansen und Samuelson und des Un e suchungsausschusses wei e zu
e olgen, um die Idee de Lohnsiche ung in geeigne e en Fo men zu
e wi klichen. Ve weige sich die Wissenscha diese Au gabe, dann
we den die Menschen, die eben un e allen Ums änden Siche hei
wollen, den elegan en Lösungen on D ei ie elwissenscha le n be ei -
willigs Folge leis en.
42 Ebenda S. 243.
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