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Blockierte Begabungsreserven

Schönbauer, Gina

Abstract

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Full text

Schönbaue , Gina A icle Blockie e Begabungs ese en Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Schönbaue , Gina (1963) : Blockie e Begabungs ese en, Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 83, Iss. 4, pp. 405-416, h ps://doi.o g/10.3790/schm.83.4.405 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/291026 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen (insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en, gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e. Te ms o use: Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal and schola ly pu poses. You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public. 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Zwei en indus iellen Re olu ion de Beda an quali izie en A bei sk ä en in den höhe en und in den gehobenen In elligenzbe u en o lau end wächs . Tausend Tech- nike und ihnen nachgeo dne e Fachk ä e gewäh leis en eine höhe e Wi kk a als eine A mee ion Schleppsäbel äge n, Hil sa bei e n ode Haushil en. Fü die Minde ähigen, de en „s a ke A m" im P oduk ionsp ozeß kaum meh begeh wi d, wi d in de neuen kom- menden A bei swel wenige und wenige Pla z ü sinn ollen Einsa z. Allen halben we den zum ande n wiede keh end Klagen übe Man- gel an geeigne en Fachk ä en alle Ausbildungss u en geäuße . Die quan i a i e und quali a i e Kapazi ä des höhe en Ausbildungis- wesens wi d du ch einen Hö e and ang übe o de , de angeblich auch iel zu iel Unbegab e in Hö säle und S udie zimme hinein- schwemm . Fo lau end we den neue ding« meh und meh Klagen und Wa nungen lau übe ungenügende Le ne olge de Nachwuchs- jah gänge und da aus ein bed ohliche Begabungsschwund abgelei e . Übe den sog. Engpaß de Begabung wi d sei einigen Jah en on Be ölke ungswissenscha le n, Schul- und Wi scha sp ak ike n dis- ku ie , philosophie und medi ie . Man is in „maßgebenden" K eisen de wes eu opäischen Lände im allgemeinen ech pessi- mis isch und beso g da übe , daß sich angesich s de wachsenden In elligenzkade „des ös lichen Kollek i ismus" in den wes lichen Län- 1 Vgl. Gina Schönbaue : „Zum Thema: Mu e -Gehal ." In: Zei sch i ü Sozial- e o m. 1963. Folge 10. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.83.4.405 | Gene a ed on 2023-04-04 11:33:11 406 Gina Schönbaue dem ein ela i e Mangel an eli ä en Elemen en o enba . Wi glauben nich so ech da an, daß es sich hie zulande um einen ech en Begabungsschwund handel . Zu gu is uns noch unse e eigene Jugend in E inne ung; man ha an uns das gleiche P oblem es ges ell und beklag . Und o zdem sind inzwischen, on Gene a ion zu Gene a ion, Wissenscha und Technik üs ig on E kenn nis zu E kenn nis wei e gesch i en, s ieg die E izienz de A bei sk a on Jah zu Jah . Ve mu lich is es je z nich ande s wie o ie zig ode ün zig Jah- en: De Leh - und Le nbe ieb muß en ümpel wenden. Damals ging es da um, neben den humanis ischen Fäche n s ä ke (und e meh ) die na u wissenscha lichen Disziplinen o Au nahme höhe e S u- dien ode höhe e Be u s ä igkei zu p legen. Je z geh es o d ing- lich da um, du ch enge ge aß e Ausbildungsziele auch die einsei ig Begab en ü höhe e Be u s ä igkei bzw. Füh ungS'au gaben zu be- ähigen2. Und noch e was: Man muß endlich auch den weiblichen Nachwuchs unse es Volkskö pe s in b ei e em Um ang an solche Be- u e he an üh en bzw. he anlassen. Wie s eh es gegenwä ig um die Ausschöp ung de Begab en- ese en in den deu sch besiedel en Lände n? We den do die Nach- wuchsbegabungen, o allem auch de F au, wi klich es los ak i ie ? Gib es ein Begabungsde izi ode gib es Res pos en? Neue e Un e suchungen haben e geben, daß zumindes hinsich - lich des weiblichen Elemen s ech beach liche „Res pos en" nich we en sp echend in den A bei sp ozeß gelangen. Ru h Be gliol z8 be ich e e an Hand on Zahlen, daß die auße häusliche F auena bei sei dem e s en Wel k ieg in Deu schland wohl in die B ei e, abe keineswegs in die Höhe gewachsen is . Rela i seh klein geblieben is bis heu e die Zahl de F auen, die quali izie e Funk ionen aus- üllen. Nich e wa, weil es an weiblichen Fähigkei en ehl , sonde n ein ach da um, weil ü die weibliche Jugend in den deu schsp achigen Lände n die dazu e o de lichen Ausbildungs- und Bewäh ungsmög- lichkei en nich aus eichen. Die Schwie igkei en, die da aus e wachsen, e scheuchen den — allen alls in e essie en — weiblichen Nachwuchs, de sich aus Bequemlichkei e s ga nich ode nu e einzel in 2 Es is . eine al e pädagogisdie E ah ungs a sache, daß o genug auch schlech e Schüle im spä e en Leben be u lieh E olg ha en und zu uhm ollem Ansehen kamen. Jus us Liebig und F id jo Nansen wa en in den Augen ih e Leh e ho « nungslose Nie en. Alexande . Humbold wu de wegen „schwache Begabung und Un ähigkei " on Schule zu Schule abgeschoben. Wal e Sco und Thomas Edison wu den wegen „beispiellose Dummhei " on de Schule gewiesen. In de Schule höchs unbegab wa en Theodo Bill o h, Robe Koch, Rudol Vi chow und u. . a. auch Wins on Chu chill, de in de Schule ün mal si zen geblieben wa . 3 Die Wi scha b auch die F au. Da ms ad 1956. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.83.4.405 | Gene a ed on 2023-04-04 11:33:11 Blockie e Begabungs cse en 407 solchen ( echnischen) Be u en e such . Diese Indolenz wi d noch s a k ge ö de -du ch die adi ionelle Vo s ellungswel des deu schen El e nhauses, au dem noch imme die Haup las de Ausbildungs- kos en des Nachwuchses lieg und /da« dahe in seine g oßen Zahl ü den weiblichen Nachwuchs ein Minimum an Bildung und Wissen zu inanzie en gewill is . Ge ech e ig wi d dieses Tun im Hinblick au die ausbildungsbedü igen Töch e mi den kleinbü ge lichen Aspek en des 19. Jah hunde s, d. h. mi dem Hinweis au die „eigen - liehe" Bes immung >de F au als Haushäl e in und Mu e . So is es auch nich wei e e wunde lich, wenn in Wes deu schlands Indus ie an ie Fün el alle weiblichen A bei sk ä e nu als Hil s- a bei e au scheinen, wäh end de An eil de ungele n en Männe — in den ün zige Jah en — nu bei 50 H lag. Ähnlich wa die Lage au de Anges ell enebene. Hie wa en in Wes deu schland im Somme 1954 be ei s 20 H de Männe im Genuß on Mona sgehäl- e n, die übe de 500-DM-G einze lagen. De An eil de weiblichen Anges ell en diese Einkommens u e be ug nu ein Zwanzigs el! Bei de wes deu schen Bundes e wal ung wa en im genann en Be ich s- jah nu 7,5 H Beam innen beschä ig ; nu 3 H de Beam innen, abe 15 H de Beam en wa en im gehobenen ode höhe en Diens angese z . Nach dem „Jah buch des S i e e bandes de Deu schen Wissenscha " 1960 wa en in Wes deu schland 14,6 H de Ä z e, 28 H de S udien ä e und awei H de habili ie en Dozen en F auen. Zum Ve gleich sei e wähn , daß in de Sowje union Ende de 50e Jah e jede zwei e Schuldi ek o eine F au wa ; das weib- liche Elemen s ell do : 29 H de Diplomingenieu e, 39 H de Ag onomen, Fo s wi e, Ve e inä e, 75 H «de Ä z e, zwei D i el des pädagogischen Pe sonals. Insgesam machen die weiblichen S u- die enden gegenwä ig 43 H (1952 wa en es 52 H) de Gesam - zahl de S udie enden aus. Un e den Wissenscha le n sind 36 H F auen4. Nach Be ich en des Ins i u s ü A bei sökonomik in Leipzig wa en in de „Deu schen Demok a ischen Republik46 Ende 1959 on ins- gesam 3,5 Mill. weiblichen A bei sk ä en an 30 H (1,1 Mill.) in de Indus ie ä ig. De e wa d ei achen Einwohne zahl de „Deu - schen Bundes epublik" wü de dies einem Kon ingen on 3,3 Mill. Indus iea bei e innen in Wes deu schland en sp echen. Ta sächlich wu den hie schon im Jah 1957 as 3 Mill. F auen in indus iellen Be ieben beschä ig . De F aueneinsa z is im Wes en inzwischen noch wei e ges iegen, so daß kein nennenswe e Un e schied be- 4 Vgl. „40 Jah e Sowje mach in Zahlen" Be lin 1958. S. 315; W. Jelju in: Das Hochschulwesen de Sowje union. Bonn 1963. (Beilage de Zei sch i „Die Sowje - union heu e". S. 27.) OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.83.4.405 | Gene a ed on 2023-04-04 11:33:11 408 Gina Schönbaue haup e we den kann. Die e wähn e E hebung ha auch ü die „DDR" es s ellen müssen, /daß die olkswi scha liche Nu zung de weib- lichen A bei sk a wei hin e dem Op imum lieg ode wenigs ens im Zei punk de E hebung lag. De An eil de F auen an Fach- k ä en mi abgeschlossene Fachschulausbildung be ug wohl bei 46 H und kam dami sowje ischen Ve häl nissen nahe. Die akade- misch ausgebilde e F au bese z e in de „DDR" abe nu einen glo- balen An eil on wenige als 22 H. Dies deu e m. E. da au hin, daß o z alle ideologischen S imulanzen die adi ionelle Ablehnung, welche die maskuline In elligenz und Halbin elligenz de Deu schen dem männ e b Und isch bespö el en Blaus ump en gegenb ingen, noch imme nich übe wunden wu de5. Demen sp echend s ell e diese Be- ich in de Kon ek ionsindus ie, die e wa 90 H A bei e innen be- schä ig , nu 2 We klei e innen es . Nach de gleichen E hebung wa en in de Tex ilindus ie, die do e wa 70 H weibliche A bei s- k ä e beschä ig , un e den Meis e n nu 9,2 H F auen es zu- s ellen; in de Kon ek ionsb anche s ellen die F auen imme hin doch 59 H de Meis e . Seh au schluß eich wa en auch die E mi lungen, die bezüglich de Lohneins u ung gemach wu den. Danach lagen in den d ei höchs en Lohng uppen die F auenan eile zwischen 0,8 und 3 H. Am höchs en wa de An eil de weiblichen A bei sk a in den un e en Lohng uppen mi 20 bis 22 H6. In Ös e eich, wo wie in de „DDR" heo e isch de G undsa z „Gleiche Lohn ü gleiche A bei " ane kann wi d, liegen die Dinge nich ande s. In de Schweiz humpeln die Ve häl nisse noch deu liche nach. Als Folge des echnischen Fo sch i s ha e zunächs die Indus iali- sie ung alle Lebensbe eiche e ände , die im wei e en dann auch on eine in die Tie e g ei enden Ra ionalisie ung e aß wu den. Da - aus e gab sich eine o lau ende Einsch änkung de amiliä en E - zeuge unk ionen. So wu de ungewoll , abe zwangsläu ig die F auen- a bei in die auße amiliä e Sphä e gelenk . De echnische Fo sch i ha e (sei 1800 e wa) den Mann aus de Familie und dem Familien- be ieb he ausge üh . Mi einem Abs and on e wa 100 Jah en geh nun auch die F au den gleichen Weg. In de ö en lichen Meinung, o allem Wes deu schlands, dominie zwa nioch die imme wiede gehö e Behaup ung, daß die F au „eigen lich ins Haus" gehö . Abe 5 In den E zielle be u en, in den Kul u wissenscha en, in de Medizin lag nach dem Be ich in de DDR die F auenquo e zwischen 23 und 30 H; im Be- eich de Wi scha swissenscha en lag die F auenquo e bei 16 H, bei den echnischen Disziplinen soga un e 2 H! 6 Im Ap il 1962 e klä e de Vo si zende des DGB au de Bundes auenkon e- enz, daß de E ek i e diens de A bei e in hin e dem des männlichen Kol- legen in Wes deu schland um e wa 33 H nachhinke. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.83.4.405 | Gene a ed on 2023-04-04 11:33:11 Blockie e Begabuügs ese en 409 diese zu -Schau ges ell e Kleinbü ge -Gesinnung deck sich längs nich meh mi de P axis des All ags. Gea bei e ha nebenbei beme k die Masse de F auen zu allen Zei en und meis soga schwe e als de Mann — hin e de Haus- ü ! Einige einschlägig in e essie e Sozialpoli ike wa en ge adezu übe asch , als sie o wenigen Jah en au die al en S a is iken übe F auena bei aus de Zei on 1900 au me ksam gemach wu den. Die Be u szählung on 1895 zeig nämlich, daß im damaligen Reich 26,4 Mill. F auen leb en, on denen 6,6 Mill. als „e we bs ä ig und dienend" egis ie wu den. Das wa en 25 H des weiblichen Be- ölke ungsan eils; au die im e we bs ähigen Al e s ehen/den F auen umge echne , wa en es bei 33 H. Von 100 F auen (im E we bsal e ) wa en um die Jah hunde wende e we bs ä ig: in Ös e eich 51 in I alien 44 in F ank eich 27 in de Schweiz 29 In den wes eu opäischen Indus ielände n (EWG, EFTA) wa en 1956/58 on 100 sioizial e siche en Pe sonen (ohne Landwi scha ) jeweils 35 bis 48 H F auen; in de Sowje union wa en zu Ve - gleichszei im gewe blichen A bei seinsa z die F auen mi 45 H be- eilig . Im Ok obe 1960 wa en in Wes deu schland on 25,5 Mill. E we bs ä igen d. 9,4 Mill. (37 H) F auen; es s anden im E we bs- leben on 100 F auen de Al e sg uppe 15 bis 25 Lebensjah e 75,5 25 bis 35 Lebensjah e 49,0 35 bis 45 Lebensjah e 44,5 45 bis 55 Lebensjah e 39,0 55 bis 60 Lebensjah e 32,5 Quelle: S a . Jah buch d. Bundes epublik Deu schland. 1962. S. 144. Im olgenden soll gep ü we den, ob und welche Begab ens au in den deu schen Lände n o lieg . Vo he abe is zu klä en, wie wei die Behaup ung s ichhal ig bleib , de gemäß in unse em Volk ein as schon bed ohliche Begabungsschwund o lieg . Die in e essie en Sozialan h opologen glauben aus unbe iedigen- den Schule gebnissen und aus de Fluch de heu igen Jugend o dem Leh lingsdasein au einen Begabungsmangel schließen zu können, de — meis o sich ig umsch ieben — aus de ela i höhe en Gebu en- a ede minde bemi el en Schich en esul ie , übe de en In e io i ä man sich meh ode wenige deu lich e b ei e . Es is zu e end, wenn gesag wi d, daß no male weise in jedem Volk nu Minde hei en im S ande sind, Au gaben mi höhe en geis igen Ansp üchen zu OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.83.4.405 | Gene a ed on 2023-04-04 11:33:11 410 Gina Schönbaue meis e n. Wi hal en es abe ü abwegig, wenn un e Hinweis au die Ve häl nisse im Feudals aa ein Ve gleich mi de Gegenwa anges ell und an Hand dieses Ve gleichs de gegenwä ige Zud ang zu wei e üh enden höhe en Schulen als un e einba mi de in ellek- uellen Kapazi ä unse e Volkssubs anz abge an wi d. Gewiß, im Jah 1901 besuch en bloß 0,6 H de Be ölke ung wissenscha liche Hoch- schulen; im Jah 1913: 0,9 H, 1956: 1,7 H, 1960: 3,8 H. Das schein äuße lich eine gewal ige S eige ung zu sein; sie eich e abe schon o zwanzig Jah en längs nich ü den damals angemelde en Beda an ( achwissenscha lich gebilde en) Füh ungsk ä en. In jene Zei gab es ga nich wenig S abso izie e und Gene äle, die ohne Abi u ode auch nu mi le e Rei e he o agende Leis ungen als T uppen üh e un e Beweis s ell en. „Auch de An eil de jenigen, die au wei e üh ende Schulen übe - gingen, is in den le z en Jah zehn en s ändig ges iegen. Im Jah 1959 gingen on den Schulen beide lei Geschlech s be ei s 19,5 H in wei e üh ende Schulen. Nach Ansich de maßgebenden Pädagogen bes eh die Tendenz zu imme s ä ke em And ang zu höhe en Schulen ungeb ochen wei e 7.44 Da aus glaub de zi ie e Au o au eine Übe - o de ung des o handenen — angeblich sch ump enden — Bega- bungs ese oi s du ch übe höh en Zud ang schließen zu müssen. E e weis hie bei au die E hebungen on Albe Hu h, de zeig e, daß das deu sche Volk im g oßen Du chschni gegenwä ig neben 3 H absolu Un auglichen (Schwachsinnige, Asoziale) as ein D i el des Nachwuchses nu ü ungele n e Handlange a bei Be ähig e zeug . Jeweils 35 H de Jugend in Wes deu schland und Ös e eich we den on de Leh e scha als nich oll olksschul ähig beu eil . Diese pessimis ische Lagebeu eilung de Gegenwa kon as ie s a k mi den E gebnissen aus E hebungen, die um 1940 o<n de Haup ab eilung ü Be u se ziehung und Be iebs a ionalisie ung de sog. Deu schen A bei s-F on gemach wo den wa en. Aus diesen Un e suchungen, die sich an die gep ü en Angaben in den „A bei s- büche n" anschlössen, e gab sich, daß je Jah gang e wa 10 H als „abi u ähig" (Obe schule ode gleichwe ige Vo bildung) e kann wu den und demen sp echend als „übe du chschni lich begab 4' einzu- s u en wa en. Das Bes eben ging damals dahin, einen Übe blick übe das a sächliche Begabungs ese oi de Nachwuchsjah gänge zu be- kommen. Man beabsich ig e wenigs ens 70 H de „übe du chschni - lich44 Begab en ü das S udium an de Hochschule zu in e essie en, weil de damalige Zugang zu Hochschule wenig übe 55 H lag, was 7 K. Valen in Mülle : De Engpaß de Begabung und die Nachwuchs age. In: Schmolle s Jah buch. 1962. S. 330. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.83.4.405 | Gene a ed on 2023-04-04 11:33:11 Blockie e Begabungs ese en 411 om S andpunk des sog. Be u snachwuchsplans als unzu eichend e - kann wu de. -Die ela i ge inge Neigung de Nachiwuchsin elligeiiz zum Uni e si ä sbesuch wa damals o allem eine Folge de Ge ing- schä zung, die den In elligenzbe u en in den e s en Jah en de NS- Ä a en gegengeb ach wu de. Die e wähn en Un e suchungen besch änk en «ich abe nich au die Fes s ellung de übe du chschni lich Begab en. Man kam un e ande em izu einem nich wenige in e essan en E gebnis hinsich lich des jäh lichen An alls an Unbegab en, die zu keine Be u sleh e ge- eigne wa en und sich auch nu zum kleins en Teil ähig zeig en, du ch „Anle nku se" im ei e en Al e das To ®u besse en Be u s- aussich en zu du chsch ei en. Dieses Kon ingen lag damals auch mi du chschni lich 10 H meh ode wenige es . Zwischen de Schich de Hochbegab en und jene de Unbegab en lag die Masse du chschni liche Begabungen mi 80 H, die eine nach oben sich e jüngende Säule on Gu e Du chschni , Knapp du chschni lich Begab en und Nochbegab en bilde en. Die obe s en In elligenzs u en, die bei en sp echende S a ung (Enge assung) des Be u sbildes ü e schiedene Füh ungsbe u e du chaus geeigne sein können, kann man ohne zu g oßen Op imismus mi e wa 20 H ( om Ganzen) e anschlagen. Fü die Fachleh be u e de Indus ie- gesellscha bleib dann ein Rese oi on e wa 60 H zu Abschöp- ung e ügba . Die einschlägigen E hebungen wu den damals — selbs e s ändlich! — nu ü das männliche Elemen sys ema isch ge- mach . Sie e en im g oßen ganzen abe auch ü die weiblichen Be- gabungen zu. Wenn wi diese Fes s ellungen mi de ühe e wähn en Gegen- wa ssi ua ion e gleichen, so e gib sich da aus — g ob ge echne — in den le z en d ei Jah zehn en eine Ve d ei achung de unbegab en Handlange quo e. Wie konn e es zu diese bedaue lichen Quali ä s- e schlech e ung kommen? Diese En wicklung s eh doch in sch o em Gegensa z zum gene ellen gene a i en Ve hal en de Indus iegesell- scha , die im Un e schied zu Ag a gesellsdia im ganzen au Quali ä ge ich e is 8. Dies im einzelnen hie ¡zu e ö e n, is u. E. nich de Pla z. Wi wollen uns mi dem Hinweis begnügen, daß das E bgu de emkom- mensschwachen Unbegab en sich in den dazwischen liegenden d ei Jah zehn en biologisch nich e d ei achen konn e, was imme man übe die e gleichsweise höhe e Gebu enquo e diese Schich en o - b ingen kann. Nun is das E bgu bekann lich ja nu die eine Kompo- nen e, die au die Aus o mung de „Pe sönlichkei " bes immenden 8 Vgl. Gün he Wollny: Die Zukun is ande s. Boppa d/Rhein 1962. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.83.4.405 | Gene a ed on 2023-04-04 11:33:11 412 Gina Schönbaue Ein luß ha ; die zwei e, meis dominan e Komponen e is die Reiz- umwel . Da jedes Wesen eine Resul ie ende aus diesen zwei Kompo- nen en is und zum ande n das „nega i e" E bgu keine Ve d ei- achung seines Umsa zes in de angegebenen Zei spanne e eichen konn e, is u. E. die Häu ung de nega i en Auslese au die Ein lüsse de spezi ischen Umwel bedingungen zu ückzu üh en9. Nach dem Bishe igen da un e s ell we den, daß in einem in- ak en eu opäiden Indus ie olk ein Begab en ese oi on e wa 30 H jedes Jah gangs ü wissenscha lich undie e Füh ungsau - gaben e ügba is . An Begabungen „übe du chschni liche " In- elligenz s ehen e wa 10 H und an Begabungen gu du chschni licbe In elligenz und einsei ige Eignung e wa 20 H >zu Ve ügung. Das is keine U opie, sonde n eine p ak izie e Reali ä — in de Sowje union. Die do igen S udie enden-S a is iken bes ä igen die Rich igkei de eins igen deu schen E hebungen. De Wes en ha sich zwa bis in den zwei en Wel k ieg mi de Annahme be uhig , daß die Quali ä de sowje ischen Hochschulabsol en en mi deu schen ode wes lichen Kollegen „in keine Weise" einem Ve gleich s andhal en könn e. Das schien plausibel, wenn man da an dach e, daß im Za en- eich 90 H de Be ölke ung Analphabe en wa en. Inzwischen ha sich jedoch e wiesen, daß das do ige Bildungswesen ausgezeichne e Wis- senscha le , Leh e und Technike he o b ach e, die seh konk e e Beweise ih es Könnens lie e en. Die Übe legenhei in de Kosmo- nau ik is daizu — un e ande em — ein siche e Tes all. Nach eine Du ch echnung an Hand de Volkszählung, die in de UdSSR An ang 1959 e olg e, lieg ode lag das Begab enpo en ial je Jah gang g ob ge echne bei e wa 320 000 Jugendlichen ü 'das Hochschuls udium (10 H) und bei 640 000 Jugendlichen (20 H) ü die Technikum-Ebene. Da de sowje ische Hocbschüle bis zum Ab- schlußexamen du chschni lich 5 Jah e benö ig e, müß en an den do - igen Hochschulen e wa 1,6 Mill. S udie ende (zu Häl e F auen) egis ie sein. Angesich s de Ta sache, daß die Technikum-Aus- bildung im Du chschni 4 Jah e e o de , müß en au diese Ebene 2,5 Mill. Hö e eingesch ieben sein. Nach am lichen Ve ö en lichun- gen10 s udie en a sächlich an den sowje ischen Hochschulen 1956/57 übe 2 Mill. Pe sonen (mi 51 H F auen) und an den Höhe en Fach- 9 Zu diesen spezi ischen Umwel bedingungen gehö neben allem ande n auch die Ta sache, daß in nunmeh zwei Jah zehn en das (spä es ens sei 1848 an- ha ende) Unzulänglichkei sge ühl in de Niede lage du ch ei ige Seelenmassage zu einem gene ellen Minde we igkei skomplex en wickel wu de, on dem sich nich einmal die mo alisch S ä ks en ganz ei zu hal en e moch en. „Das Ge- le n e beginn als S eue ungs o gang des Ve hal ens zu wi ken" — sag Alexande Mi sche lich (Au dem Weg zu a e losen Gesellscha . München 1963. S. 265). 10 Vgl. 40 Jah e Sowje madi in Zahlen. Be lin 1958. S. 311 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.83.4.405 | Gene a ed on 2023-04-04 11:33:11