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Kapitalkosten, Portfoliogleichgewicht und die Wirkung geldpolitischer Maßnahmen

Monissen, Hans G.

Abstract

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Full text

Monissen, Hans G. A icle Kapi alkos en, Po oliogleichgewich und die Wi kung geldpoli ische Maßnahmen Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Monissen, Hans G. (1978) : Kapi alkos en, Po oliogleichgewich und die Wi kung geldpoli ische Maßnahmen, Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik, ISSN 0342-1783, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 98, Iss. 1, pp. 95-111, h ps://doi.o g/10.3790/schm.98.1.95 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/291400 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen (insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en, gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e. Te ms o use: Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal and schola ly pu poses. You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public. I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence. h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/ Kapi alkos en, Po oliogleichgewich und die Wi kung geldpoli ische Maßnahmen Einige E wei e ungen de adi ionellen Mak oanalyse* Von Hans G. Monissen**, Uni e si ä Gießen Die o liegende A bei modi izie die adi ionelle Mak oanalyse du ch Einbeziehung eines unabhängigen Ma k es ü Realkapi al, eines Spek ums on Finanzak i a, eine komplexen Finanzie ungss uk u und des Geld- angebo sp ozesses. 0. P oblems ellung Die geome ische Da s ellung des keynesianischen S anda dsys ems in Fo m de bekann en Hicksschen IS-LM-Appa a u e laub eine ein- deu ige Klassi izie ung de Wi kungen s abili ä spoli ische Maßnah- men. Fiskalische Eing i e bedingen Ve schiebungen de IS- Ku e, und geldpoli ische Eing i e üh en zu Ve schiebungen de LM-Ku e. Das Gesam esul a al e na i e ode kombinie e Poli ikmaßnahmen is somi bei gegebenem Ausmaß diese Ve schiebungen in eindeu ige Weise du ch die S eigungseigenscha en diese beiden semi- eduzie en Fo men es geleg . Die mone a is ische K i ik an de keynesianischen In e p e a ion des mak oökonomischen P ozesses ich e sich wesen lich gegen die Ve wendung eines engen, au eine einzigen Zins a e basie- enden T ansmissionsmechanismus. E wei e ungen dieses T ansmis- sionsmechanismus du ch Einbeziehung eines Spek ums ele an e Fi- nanzmä k e sowie insbesonde e eines Ma k es ü Realkapi al, so wi d a gumen ie , ela i ie en die IS-LM-Appa a u zu einem lee en ma he- ma ischen Sp achsys em, das, alls es wei e hin G undlage ü eine Aus ich ung s abili ä spoli ische Maßnahmen bleib , zu ge äh lichen T ugschlüssen üh en könn e (B unne 1971). Ziel des o liegenden Au sa zes is de Nachweis, daß die adi ionelle Vo gehensweise so e o mulie und ein e p e ie we den kann, daß die mone a is ische K i ik en k ä e wi d. De T adi ion on Me zle und de Po olioanalyse de Yale Schule (B aina d & Tobin 1963 und * De Au o dank He n P o esso E ns Bal enspe ge ü die k i ische Du chsich eine ühe en Fassung. ** P o . D . Hans G. Monissen, Uni e si ä Gießen, P o essu ü Volks- wi scha sleh e VII, Liche S aße 62, D-6300 Gießen. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.98.1.95 | Gene a ed on 2023-04-04 11:55:18 96 Hans G. Monisse i Tobin 1961) olgend, konzen ie sich die Un e suchung zunächs au die logische S uk u des Zusammenspiels on Ak i a und Passi a, wo- bei das ein ache Me zle -Modell du ch Einbeziehung wei e e Mä k e ü Finanzak i a, eines Ma k es ü Realkapi al, eine komplexen Fi- nanzie ungss uk u und schließlich du ch Einbeziehung des Geldange- bo sp ozesses sys ema isch e wei e wi d. Analog de bekann en LM- Rela ion kann eine semi- eduzie e Fo m abgelei e we den, die die Gleichgewich sbedingung ü die Bes andsg ößen angib . Diese Rela ion läß sich dann in gewohn e Weise du ch die Fo mulie ung eine Gleich- gewich s ela ion ü den Ou pu ma k e olls ändigen. I. De Me zle -Tobin-Po olioansa z Es is nich schwie ig nachzuweisen, daß Tobins1 häu ig ange üh es Geld-Kapi al-Modell, sowei es allein den Po olioaspek be i , mi dem inzwischen klassischen Modellansa z on Me zle (1951) o mal iden isch is . Abs ahie en wi on allen Gü e ma k ela ionen und sch eiben das Me zle -Modell in leich modi izie e Fo m, so esul ie olgende Ansa z: X Y M (1.1) W =• 1 Ve mögensde ini ion K P M (1.2) n1 ( K; M Y)W = — Geldma k - + + P X Y (1.3) n2 { K M, Y)W = Kapi alma k + - - * In Gleichung (1.1) is das eale Ve mögen W als Summe des Gegen- wa swe es des ealen P o i einkommens X Y, wobei X einen Dis ibu- ionspa ame e angib , und de ealen Geldmenge (Außengeld) als Quo ien aus nominale Geldmenge M und absolu em P eisni eau p de- inie . K und n geben die ealen E ags a en au Kapi al und Real- kasse an. Hie und im olgenden soll die Ve wendung on Quo ien en nu de Übe sich lichkei dienen; keines de ange üh en E gebnisse wi d du ch diese e ein achende Sch eibweise quali a i e ände . Füh en wi auße x und W alle wei e en Va iablen als exogene G ö- ßen ein, so läß sich die S uk u mi Hil e eine ein achen g aphischen Technik illus ie en, die insbesonde e e deu lich , daß eine de beiden Gleichgewich sbedingungen ü Ak i a au G und des Wal as'schen Gese zes edundan is 2. 1 Die e s e Da s ellung dieses Modells is zu inden in Tobin (1961). 2 Vgl. dazu im einzelnen Monissen (1971). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.98.1.95 | Gene a ed on 2023-04-04 11:55:18 Kapi alkos en, Po oliogleichgewich 97 Bei gegebenem Ve mögen, das du ch die ho izon ale Di e enz zwi- AY M sehen den Ku en und — gemessen wi d, is das Po oliogleich- gewich en wede du ch die Angebo -Nach age-Kons ella ion ü Real- kapi al ode du ch den Schni punk on Geldnach age unk ion und Geldangebo s unk ion bes imm . Jeweils eine Ma k kons ella ion läß sich also e ospek i aus de ande en Ma k kons ella ion ablei en. Kon- zen ie en wi unse In e esse au einen bes imm en Ma k , so besag dies selbs e s ändlich nich s übe den Ablau ode die Kausali ä de En scheidungen, die gene ell simul an e olgen, sonde n es es ingie nu die pa iellen Ablei ungen in den Ve hal ensgleichungen. Es muß gel en: 2 . 2 3 (ni W) ni + n2 = 1; 2 n) = 0, ü j = 1, 2, 3; 2 ~ TT ~ = 1 i=1 J i=i o W Wi e hal en Tobins Geld-Kapi al-Modell, wenn wi die olgenden de l- a o ischen Beziehungen e wenden: / Y q gib den Ma k p eis des K ~ exis ie enden Kapi als K an. q K = R De ini ion de o gegebenen G enz- leis ungs ähigkei des Kapi als. 7 Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en 1978/1 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.98.1.95 | Gene a ed on 2023-04-04 11:55:18 98 Hans G. Monisse i Zielg öße mone ä e Ope a ionen is o ensich lich TR (bzw. q in To- bins Modell). Eine Senkung on TK is bei gegebenem nich -menschli- chem Einkommen XY gleichbedeu end mi eine Höhe bewe ung des exis ie enden Kapi als ocks. Eine Senkung on m wi d somi bei gege- benem Angebo sp eis ü neues Kapi al die Neuin es i ion s imulie en. Au de ande en Sei e is es p o i abel, al es Kapi al zu e kau en, um mi dem e ziel en E lös neue Kapi algü e zu kau en. Sind die Kapi al- mä k e pa iell un ollkommen, so wi d es wei e hin lohnend sein, al es Kapi al zu mie en, ans a zu kau en. De Anpassungsp ozeß an ein neues Gleichgewich is siche lich komplex, doch is das Ne o esul a leich zu sehen: Die Nach age nach neuem Kapi al e höh den Ange- bo sp eis und s imulie die Neup oduk ion. Ein neues Gleichgewich is dann e eich , wenn de Ma k p eis ü neues Kapi al gleich dem Ma k - p eis ü exis ie endes Kapi al is . Das Zusammenspiel on Neubewe - ung und Ne onach age im Zei ablau wi d alle dings e s dann deu - lich, wenn wi explizi einen Ma k ü neues Kapi al einbeziehen. Im gegebenen Zusammenhang is es dahe nu möglich, die Kondi ionie- ung ü ein neues Gleichgewich au dem Ma k ü exis ie endes Ka- pi al zu be ach en. Se zen wi die Ve mögensde ini ion des Ausgangsmodells in die Geld- nach age unk ion ein, so e hal en wi : Fü die Tobin-Ve sion gil : Implizi e Di e en ia ion nach M und X Y bzw. K e gib : 1 3 K _ p (i -m) <o • A XY u ' d XY >0 3 M n W-nl XY K 2 K2 n] W - n* bzw. 3 M 3 q 3 K 3 q — n1 q OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.98.1.95 | Gene a ed on 2023-04-04 11:55:18 Kapi alkos en, Po oliogleichgewich 99 Wie leich zu sehen is , üh en beide Modelle zu iden ischen E geb- nissen, wenn wi die De ini ion de G enzleis ungs ähigkei des Kapi als als No mie ung einbeziehen. 3 K 3 q 2 M bzw. q M geben die E gebnisse on einen Geldmengenände ungen an. O enma k ope a ionen lassen sich du ch Kombina ion de oben spezi izie en o alen Ablei ungen de inie en: 3 K 3 K „ K = hl dM + 3Ty bzw. 3 q 3 q dq=wdM+wdK Be echnen wi die E gebnisse p o Einhei Geldmengen a ia ion, so sind olgende Res ik ionen anzuwenden: T 1 cüY = - — dM bzw. dK= dM V P q Es is einsich ig, daß O enma k käu e (-Ve käu e) die eale E ags- a e au Realkapi al s ä ke e inge n (e höhen) we den, als dies bei einen Geldmengene höhungen (-Ve inge ungen) de Fall is . Dies olg aus de In e ak ion on Subs i u ions- und Ve mögense ek en bei sich än- de nde S uk u de e ügba en Ak i a. De angesp ochene Zusam- menhang sowie Wi kungen de Ände ungen de üb igen exogenen Va iablen lassen sich leich mi Hil e de g aphischen Illus a ion des Modells au zeigen. II. Analy ische E wei e ungen 1. Ein Ve mögensmodell mi d ei Ak i a Einige wich ige E gebnisse ü die wei e e Analyse lassen sich gewin- nen, wenn wi im Rahmen des ein achen Po oliomodells die Zahl de Ak i a du ch Be ücksich igung s aa liche We papie e au d ei e - höhen: A B M (11.1) W = 1 1 Ve mögensde ini ion p K p B p M (11.2) n1 ( K, D; M> Y) W = — Geldma k - - + + p 7* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.98.1.95 | Gene a ed on 2023-04-04 11:55:18 iöö Hans G. Mo iisse i A (11.3) n2 ( K, B; Mi Y) W = Ak ienma k + _ _ _ p K B (11.4) n3 ( A-, B; M, Y)W = Bondma k + P ß A Y wu de in de d i en Gleichung du ch A, die Zahl de Ak ien, e - se z . B gib die Zahl de exis ie enden s aa lichen We papie e und B die zugehö ige E ags a e an. Dabei we den, de üblichen Vo gehens- weise olgend, die Finanzie ungs i el so no mie , daß eine Einhei je- weils eine Geldeinhei Ve zinsung e b ing . Subs i uie en wi Gleichung (II. 1) in die üb igen Gleichungen und eli- minie en wi au G und des Wal asschen Gese zes eine de üb igen Gleichungen, e wa die Gleichung ü den Ak ienma k , so können wi olgende E gebnisse ablei en: 3 K 3M <0 ; 3 K 3 A >0 ; ? dB 3 B 3 M <0 ; 3 B 3 A ? • -lTB>o dB 3 W 3 M >0 ; 3 W 3 A >0 ; 3W. 3B>0: Die E höhung de Geldmenge üh eindeu ig zu Reduzie ungen alle E ags a en. Ebenso we den E höhungen de Zahl de Ak ien bzw. de Zahl de Bonds eindeu ig zu E höhungen de zugehö igen E ags a en üh en. In e essan , doch wenig übe aschend is , daß die Wi kung eine Va ia ion de Zahl de We papie e au die emden E ags a en inde e minie is . S ell man die Analyse allein au den Ve mögens- e ek ab, so wü de man au G und de ges iegenen Nach age eine Re- duzie ung de E ags a en e wa en. Diese Reduzie ung s ehen in- dessen Subs i u ionse ek e gegenübe , die das Ne o esul a inde e - minie lassen. Wa um gil eine analoge Beg ündung nich ü die Geld- mengene höhung? De einzige Un e schied zwischen Geld und ande en Ve mögenskomponen en lieg , sowei e die o liegende Analyse be- i , da in, daß die E ags a e au Geld exogen o gegeben is . Dies cha ak e isie , wie Tobin es o mulie ha , eine de wesen lichen Eigen- scha en des Geldes. Alle d ei Ope a ionen üh en indessen zu eine E - höhung des Ve mögens, wobei na ü lich de Geldmengene ek im Ve - gleich zu eine en sp echenden E höhung de Zahl de Finanzak i a g öße is , da e keine gegenläu igen Zinse ek e induzie . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.98.1.95 | Gene a ed on 2023-04-04 11:55:18 Kapi alkos en, Po oliogleichgewich O enma k ope a ionen lassen sich wie olg spezi izie en: 101 d B 3 M dM - K -^- - dM < 0 ; 3 B Die Wi kung on O enma k ope a ionen au die E ags a en em- de Ak i a is zwa eindeu ig bes imm , doch is sie schwäche als de en sp echende Zinse ek eine O enma k ope a ion, die das Ak i um di ek einbezieh . Is die mone ä e Zielg öße also z. B. die E ags a e au Ak ien, so is es e izien e , die O enma k ope a ion au Ak ien zu ich en, da die Geldmengene höhung, die no wendig is , eine bes imm e E ags a e au Ak ien zu e zielen, im le z e en Falle kleine sein wi d. Da aus olg , daß auch die P eisni eau a ia ionen in einem Gesam - sys em bei beiden Ope a ionen un e schiedlich e lau en we den. De Zinse ek eine O enma k ope a ion mi emden Ak i a is ein zen- ale S ei punk in de Kon o e se zwischen Mone a is en und Nich - mone a is en. Aus de Sich de e s en G uppe is de E ek hin ei- chend s a k und zu e lässig, aus de Sich de zwei en G uppe ela i unzu e lässig, da sich das Spek um de Subs i u ionsbeziehungen nich au alle Ak i a ausdehnen läß und da übe hinaus die zug undeliegen- den Po oliogleichungen wenig s abil im Zei e lau sind (Tobin 1963). Sind z. B. Geld und Bonds seh enge Subs i u e, d. h., is die Elas izi ä de Ak iennach age in bezug au die Bond a e im Ex em all gleich Null, und is die Zahl de exis ie enden Bonds ela i klein, so wi d eine O enma k ope a ion mi Bonds die E ags a e au Ak ien wenig ode ga nich ände n. Selbs wenn man die empi ische Rele anz de e s en Bedingung konzedie , so is die E üllung de zwei en angesich s de hohen S aa s e schuldung in den meis en Lände n kaum gegeben. Die bishe igen E gebnisse e lauben eine ein ache Re o mulie ung und Rein e p e a ion des bekann en Geldma k gleichgewich s de adi io- nellen keynesianischen Mak oanalyse. Zunächs e gänzen wi die oben disku ie e S uk u II. 1 - II.4 um eine wei e e Gleichung: 2. Re o mulie ung des mak oökonomischen Gleichgewich s (II.5) o = K (Alp K) B (B/p B) + A+B W W pW g spezi izie aus de Sich des Nach age s nach Finanzak i a die Ge- sam e ags a e des Po e euilles ode aus de Sich des Nach age s nach Realkapi al die Kapi alkos en. Diese le z e e Zusammenhang wi d OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.98.1.95 | Gene a ed on 2023-04-04 11:55:18 102 Hans G. Monissen dann deu liche , wenn wi im olgenden einen Ma k ü Realkapi al ein üh en und den Finanzie ungsaspek des Realkapi als disku ie en. In de S anda danalyse üh eine E höhung des Einkommens zu hö- he em T ansak ionsbeda zu Las en de We papie hal ung. Dies is in Gleichung (II.2) du ch eine posi i e pa ielle Ablei ung nach Y ausgewie- sen. Ein höhe e T ansak ionsbeda üh bei gegebene Realkasse in- dessen nu zu eine E höhung de „Zins a e": 3'K>0; 4^L>o; 3 Y 3 Y Da eine E höhung on Y zu eine Reduzie ung des Gesam e mögens üh , olg aus (II.5), daß auch g s eigen muß. Die posi i e Beziehung zwischen g und Y de inie eine Gleichgewich sbedingung ü alle Fi- nanzmä k e, die analog de bekann en LM-Rela ion zu in e p e ie en is . Folgende E gebnisse lassen sich ablei en: 3¿> dp ^ dg ^ 3/) ^ ~3M~ * TT ' W>0; W>0; Geldmengene höhungen üh en bei gegebenen Einkommen zu Ve - schiebungen de modi izie en LM-Ku e nach ech s, E höhungen on A ode B zu en sp echenden Ve schiebungen nach links. Fü O en- ma k ope a ionen gil : 3 g 3 g ^ dM~ n Tb" ; 3M dM- K^-<0 ; Au G und des Zusammenspiels on Geld und ande en Finanzak i a in die gleiche Rich ung is de Zinse ek eine O enma k ope a ion g öße als de E ek eine einen Geldmengen e ände ung. Expansi e O enma k ope a ionen we den das Gesam e mögen e höhen, kon- ak i e O enma k ope a ionen demgegenübe das Gesam e mögen e inge n3. Wie im olgenden deu lich wi d, bie e es sich an, die Va- iable g als A gumen de In es i ions unk ion zu sch eiben, was die LM-Rela ion zum bekann en IS-LM-Diag amm e olls ändig . 3 Diese Ve mögense ek e soll en nich mi denen eines Sys ems lexible P eise e wechsel we den. Au G und de Anpassungen des P eisni eaus e lau en in diesem Fall die Ve mögense ek e ge ade umgekeh . Siehe dazu Me zle (1951). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.98.1.95 | Gene a ed on 2023-04-04 11:55:18 Kapi aikos en, Po oliogieichgewich 109 Mab (IIIc.4,5 :a) n2 ( K, U Y) W + [m ( K, i, W; Y, d, *) - 1] P F + pi P / P / P* Die Komponen e n2 olg di ek aus unse en bishe igen Be ach un- gen; die zwei e Komponen e gib das K edi angebo de Banken an; die d i e Komponen e spezi izie die exogen o gegebene Nach age de zen alen Ins anzen nach p i a en K edi en au G und des exis ie en- den Bes andes an p i a en Finanzie ungs i eln. Die K edi nach age de p i a en Un e nehmungen wi d wie bishe du ch oc qs bezeichne . Die Summe diese Komponen en muß im Gleichgewich gleich dem Bes and B an auss ehenden s aa lichen We papie en sein. Nach Ein üh ung einige O dnungsbedingungen e hal en wi F9 l w w B (IIIc.4,5) n2 ( K, i; Y, d, *, «) W -^ - - « ( *, i;- , l j qs (e, q; -j = —- Die Sch eibweise in den modi izie en Gleichungen genüg den o - malen Konsis enzk i e ien unse es Modells: Die Va iablen d, d, e - schienen in mindes ens zwei Gleichungen, und die pa iellen Ablei un- gen, bezogen au diese Va iablen, addie en sich zu Null. Ände ungen on d, d, l e lau en alle in die gleiche Rich ung. Da Y in den beiden modi izie en Gleichungen mi dem gleichen Vo zeichen e schein , las- sen sich die Wi kungen diese Pa ame e a ia ionen au die Zielg ößen q bzw. g quali a i du ch Va ia ionen on Y au zeigen. Da die S uk u des e o mulie en Modells ziemlich komplex is , be- nu zen wi wiede um Modell II, um diesen E ek zu bes immen. Es olg 3 K m 3 B sign, -gy- = sign. -yy- Das Vo zeichen diese G öße is posi i . Au unse komplexe es Modell übe agen, heiß dies, daß die Kapi- alkos en insgesam s eigen und de Ma k p eis des exis ie enden Ka- pi als äll . Folglich wi ken E höhungen des Diskon sa zes und de Min- des ese en bei gegebene G enzleis ungs ähigkei des Kapi als kon- ak il Wie aus dem Modellzusammenhang ablei ba , gil die übliche Leh - buchin e p e a ion des mone ä en Gleichgewich s anhand des IS-LM- Diag amms ohne Einsch änkungen wei e , wenn wi die bekann e Geld- ma k ela ion im Sinne eines Ma k es ü Basisgeld in e p e ie en. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.98.1.95 | Gene a ed on 2023-04-04 11:55:18 110 Hans G. Monisseii V. Folge ungen Die disku ie en Po oliomodelle un e schiedliche Komplexi ä üh- en zu eindeu igen Konklusionen bezüglich de Aus ich ung mone ä e S abili ä spoli ik: Zielg öße geldpoli ische Maßnahmen sind en wede de Ma k p eis des exis ie enden Kapi als ode die Kapi alkos en. Beide G ößen s ehen bei gegebene G enzleis ungs ähigkei des Kapi als in unk ionale Beziehung. Die adi ionelle Dekomposi ion de mak o- ökonomischen S uk u mi Hil e zweie semi- eduzie e Fo men is auch dann noch G undlage ü eine a ionale Aus ich ung s abili ä s- poli ische Maßnahmen, wenn wi eine komplexe Finanzie ungss uk- u und den Geldangebo sp ozeß in die Analyse einbeziehen. Zusammen assung Die K i ik an de keynesianischen Mak oanalyse ich e sich o allem gegen die Ve wendung eines seh engen, nu au eine einzigen Zins a e basie enden T ansmissionsmechanismus geld- und iskalpoli ische Impulse. Ausgehend on einigen ein achen Po oliomodellen, e wei e de o liegende Ansa z die adi ionelle Vo gehensweise du ch Einbeziehung eines unab- hängigen Ma k es ü Realkapi al, eines Spek ums on Finanzak i a, eine komplexen Finanzie ungss uk u und des Geldangebo sp ozesses. Es wi d eine semi- eduzie e Fo m analog de bekann en LM-Rela ion abgelei e , die das simul ane Bes andsgleichgewich au den Ak i amä k en besch eib . Diese Gleichgewich sbeziehung weis alle Cha ak e is ika de keynesianischen Geld- ma k ela ion au . Die Besch eibung de mak oökonomischen S uk u wi d e olls ändig du ch die Fo mulie ung eine e gänzenden Gleichgewich s- bedingung ü den Ou pu ma k . Summa y The main c i icism o Keynesian mac oeconomic analysis cen e s on i s na ow in e p e a ion o he ansmission mechanism o iscal and mone a y impulses, which is based on jus one c ucial in e es a e. The p esen pape , s a ing wi h some simple po olio models, ies o b oaden he adi ional app oach by including an independen ma ke o eal capi al, a spec um o inancial asse s, a complex inance s uc u e, and he money supply p ocess. A semi- educed o m analogous o he well-known LM- ela ion is de i ed desc ibing he simul aneous s ock equilib ium in he asse ma ke s. This equilib ium condi ion shows all cha ac e is ics o he Keynesian money ma ke ela ion. The desc ip ion o he mac oeconomic s uc u e is supple- men ed by he o mula ion o an equilib ium condi ion o he ou pu ma ke . Li e a u e zeichnis B aina d, W. C. und J. Tobin (1963), Financial In e media ies and he E ec- i eness o Mone a y Con ol, The Ame ican Economic Re iew 53, S. 383 - 400. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.98.1.95 | Gene a ed on 2023-04-04 11:55:18 Kapi alkos en, Po oliogieichgewich iii B unne , K. (1971), A Su ey o Selec ed Issues in Mone a y Theo y, Schwei- ze ische Zei sch i ü Volkswi scha und S a is ik 107, S. 1 - 149. B unne , K. und A. H. Mei ze (1968), Liquidi y T aps o Money, Bank C edi , and In e es Ra es, Jou nal o Poli ical Economy 76, S. 1 - 37. Me zle , L. A. 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