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Untersuchungen einzelner Entwicklungsländer. Peru, Tunesien, Ägypten und Syrien

Stucken, Rudolf

Abstract

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Full text

S ucken, Rudol (Ed.) Book Un e suchungen einzelne En wicklungslände . Pe u, Tunesien, Ägyp en und Sy ien Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, No. 21 P o ided in Coope a ion wi h: Ve ein ü Socialpoli ik / Ge man Economic Associa ion Sugges ed Ci a ion: S ucken, Rudol (Ed.) (1960) : Un e suchungen einzelne En wicklungslände . Pe u, Tunesien, Ägyp en und Sy ien, Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, No. 21, ISBN 978-3-428-40342-4, Duncke & Humblo , Be lin, h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/285408 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. 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I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence. h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/legalcode.de OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en N eue Folge Band 21 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 SCHRIFTEN DES VEREINS FUR SOCIALPOLITIK Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en Neue Folge Band 21 Un e suchungen einzelne En wicklungslände Pe u - Tunesien -Agyp en und Sy ien Von P o . D . E. Egne Minis e ial a G. Seile P o . D . R. S ucken He ausgegeben on P o . D . Rudol S ucken VERLAG VON DUNCKER & HUMBLOT BERLIN 1960 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Un e suchungen einzelne En wicklungslände Pe u· Tunesien· Ägyp en und Sy ien VOll P o . D . E. Egne Minis e ial a G. Seile P o . D . R. S ucken He ausgegeben on P o . D . Rudol S ucken VERLAG VON DUNCKER & HUMBLOT BERLIN 1960 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Alle Rech e o behal en © 1960 Duncke & Humblo , Be lin Ged uck 1960 bei Be line Buchd ucke ei Union GmbH., Be lin SW 61 P in ed in Ge many OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Inhal s e zeichnis Wi scha liches Wachs um in Pe u und seine Wide s ände Von o. P o . D . Egne , Gö ingen .............................. . . . . . 7 Tunesien, de Modell all eines En wicklungslandes Von Minis e ial a G. Seile , Düsseldo ............................ 65 Ägyp en und Sy ien, En wicklungsbedingungen und En wicklungschancen Von P o . D . Rudol S ucken, E langen............................ 93 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Wi scha liches Wachs um in Pe u und seine Wide s ände Von o. P o . D . E ich Egne , Gö ingen Zu Ein üh ung: Vo haben und Anlaß Die olgende Un e suchung möch e ein Lände be ich sein, d. h. sie will d,ie P obleme wi scha liche Un e en wicklung am konk e en Beispiel Pe us beleuch en. Dadu ch i die ganz indi iduelle Si ua ion dieses Landes in Sich , de en Schilde:mng abe nich Selbs zweck is . Es können, wie mi schein , die allgemeinen Me kmale wi scha - lichen Wachs ums aus dem Zus ande de Un e en wicklung he aus gu an diesem F,alle e deu lich we den. Das Schwe gewich lieg dabei au de P oblemanalyse, wede au de bloßen Besch eibung, noch au den wi scha spoli ischen FoLge ungen, die nu abschließend ku z be üh we den. Obwohl es hie um P olbleme de wi scha lichen Un e en wicklung geh , wi d diese Beg i e mieden, da man ihn ö e .. als ans ößig emp unden ha - wenn ·auch nich in Pe u, wo man ihn lau end im Munde üh . Auch de Ausd uck "En wicklungsland" wi d um<glangen, da alle on mode nen Wi scha sme hoden be üh en Volkswi scha - en eigen lich En wicklungslände sind. Deshalb wi d hie die Rede on einem nich indus ialisie en ode Rohs o -Land o gezogen, das on den indus ialisie en Lände n abgehoben wi d. Wi:mn Pe u in diese A bei zum Demons a ionso.bjek gemach wi d, so soll da in keine Abwe ung des Landes liegen, das nieman- den, de mi ihm in Be üh ung gekommen is , gleichgül ig lassen kann. Imme hia ,es sei den Tagen Alexande . Humbold s übe Max Uhle, den Beg ünde de pe uanischen A chäologie, bis au unse e Tage die deu sche Fo schung angezogen. Imme wiede gib es neue F agen und Rä sel au , nich zum Wenigs en auch au dem hie e - olg en wi scha lichen und sozialen Gebie . Ich bin nach 'Pe u aus- gezogen, um in de Fe ne, in diese nach dem Wo e on R. P ebisch "pe iphe en Wi scha " das ganz Ande e zu en decken. Das F emde essel e mich, nahm mich ge angen und g,ab mi schwe e iP obleme au . Es zog mich an und s ieß mich zugleich du ch seine Wide sp üche ab. Das o läu ige E gebnis meine S udien ließ mich dann .im ganz An- de en unse e eignen Schwächen und P obleme en decken. Das wi d hie nich ausd ücklich da ges ell , is abe zwischen den Zeilen zu lesen. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 14 E ich Egne au den Menschen de indus iellen Zi ilisa ion o einen eigena igen Reiz aus, e hinde n abe eine mi a ionalen Mi eln he beizu üh- ende Umges al ung de p imi i en Lebens o men. S a dessen sind die eine solch'en Sozialo dnung eingegliede en Menschen on iele lei Abe glaU!ben behe sch , on magischen Vo s ellungen ge ieben, was manche lei Unzweckmäßigkei en ih es Ve hal ens - in bezug au die E näh ung, die Kö pe p lege, die Wohnung, die Kinde e zäehung u. a. - mi sich b ing . Die P oblema ik eines solchen T adi ionalismus i besonde s bei de Behandlung on K ankhei en he o . So is es nich nu de Mangel an ä z liche Ve so gung, de a,bsei s on den S äd en eine e hebliche Rolle spiel , sonde n zum gu en Teil auclJ. das Miß auen gegenübe de mode nen Medizin, das die Indiane de Sie a ,an ih en übe kommenen Hei1p ak iken es hal en läß . "Die Indiane s ehen de wissenscha lichen Medizin noch eindlich gegen- übe und auße halb des Umk eises s aa liche Wohl ah sp lege und P ä en ionsmaßnahmen l1 ." Deshalb is es kein Wunde , wenn ih e S e lblichkei hoch lieg , die du chschni liche Lebense wa ung diese Menschen ha man in eine Ve ö en lichung aus dem Jah e 1946 au 32 bis 40 Jah e gesclJ.ä z 12 • Diese Zus ände we den heu e alle dings in einen 1angsamen Au - lösungsp ozeß hineingezogen. Die landwi scha liche G undlage de Eigenwi scha is eils du ch den Be ölke ungsd uck, eils du ch eine o ansch ei ende Bodene osion, eils du ch den Ve all al e india- nische Talhang-Te ,assie ungen imme schmale gewo den. Deshalb b öckel die Selbs e so gungswi scha allmählich ab, g ei das S eben nach gelegen lichem geldlichen Hinzu e diens um sich. Diese scha dann Be üh ungen mi de Außenwel . Abe auch unabhängig da on e meh en sich die Kon ak e mi mode nen Lebens o men. Das Au o d ing imme wei e zu einsamen Siedlungen o und keh häu- ige zu ück. Mi ihm e en meh ode wenige du ch die mode ne Zi ilisa ion gep äg e Menschen und in ih en Händen be indliche In- dus iep oduk e in den Gesich sk eis de bishe isolie en Eingebo e- nen. Das is de Beginn des wi scha lichen und sozialen Wandlungs- p ozesses. Neben diesem eigenwi scha lichen Sek o s eh in de gespal enen Wi scha de Ma k sek o . Fü diesen ha die NachJba scha zum eigenwi scha lichen Teil de Gesam wi scha ie g ei ende Folgen. Die Selbs e so gung b ing zunäclJ.s eine Ve engung de Ma k e - so gung und dadu ch eine Ve kleine ung alle Ma k g ößen mi sich. 11 M. H. Kuczynski-Goda d und C. E. Paz Soldcin, Diseccion deI Indige- nismo Pe uano, Lima 1948, S. 111, hie zi ie nach Indigenous Peoples, S.141. 12 lLO, Indigenous Peoples, loe. ei ., S. 96. Naeh Angabe on Michel Be eille (Mi ages e isages du Pe ou, Pa is 1959, S. 198) sind on 3700 Ä z en in Pe u nich wenige als zwei D i el in Lima ä ig. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Wi scha liches Wachs um in Pe u und seine Wide s ände 15 Man kann o es s ellen, wie eine indus ielle P oduk ion schnell in die Ge ah komm , die Fassungsk a des Ma k es zu übe sch ei en. So is z. B. eine pe uanische Zucke ab ik dazu übe gegangen, aus dem Zucke oh ab all, de sog. Bagasse, Papie säcke he zus ellen. Dies Bei- spiel kann on ande en Zucke ab iken nich nachgeahm we den, weil man dadu ch in eine öllige Übe ü e ung des Ma k es hineinge a en wü de. Das is kein Ausnahme all. Da die mode ne Technik in de Regel mi ih e Ve ollkommnung die Tendenz zu wachsenden op i- malen P oduk ionskapazi ä en in sich äg , wi d die beg enz e Au - nahme ähigkei des Ma k es zu eine B emse ü die Ra ionalisie ungs- ähigkei de P oduk ion. Die Enge des pe uanischen Ma k es e g1b sich abe nich nu da aus, daß höchs ens 50 O o de Be ölke ung Ma k eilnehme sind, sonde n ebenso da aus, daß die meis en diese Ma k eilnehme übe minimale Geldeinkommen e ügen und demen sp echend kau k a schwacheKon- sumen en sind. Diese Kau k a schwäche häng dami zusammen, daß es du ch die Kleinhei des Ma k es zu keine ech en En al ung de A bei s eilung komm . Je ge inge die Au lösung de SeLbs e so gung, um so ge inge is die A bei s eilung ausgebau , um so ge inge is die Spezialisie ung un e den e we bs ä igen Menschen en wickel , um so ge in.ge is ih e A bei sp oduk i i ä . Demen sp echend ge ing is schließlich ih A bei seinkommen. Die ge inge Spezialisie ung üh auch zu de eigena igen Lage, daß eine sei s iele Menschen mi ih e A lbei sk ,a im Ma k e nich ausgeschöp we den, daß ande e sei s und als Folge dieses Ta bes andes iele nebeneinande meh e en E - we bs ä igkei en nachgehen, die un e Ums änden ga nich mi - einande e wand sind und seh un e schiedliche An o de ungen s ellen. Ich bin Männe n begegne , die aus ün e schiedenen Quellen ih (A beHs-)iEinkommen bezogen. Dadu ch wi d e eich , daß solche Menschen on de einen A bei zu ande en he zen und daß keine meh in Ruhe und so g äl ig e ledig we den kann. Ganz ande e Folgen de gespal enen Wi scha e kenn man, wenn man den Blick au die inne e S uk u de Ma k wi scha wi . Dann sieh man, daß diese sich on den Mä k en eine indus ialisie en Volkswi scha e heblich un e scheide . So allen dem eu opäischen Besuche zunächs die g o len P eisun e schiede im Inne n des Landes au . Ap elsinen und Pampelmusen e wa kann man in Tingo Ma ia jensei s de Anden, wo sie in Mengen gedeihen, zu unge äh einem Zehn el des P eises e s ehen, den man in Lima als dem zen alen Ma k pla z des Landes bezahlen muß, wo de P eis nich wei on dem ablieg , zu dem man die F üch e im He zen Deu schlands e - s ehen kann. Da in o enba sich die mangelnde Kommunika ion de egionalen Teilmä k e und ih e ge inge In eg a ion zu eine olks- wi scha lich'en Einhei . Nu so wi d auch das Pa adoxon e s ändlich, OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 16 E ich Egne au das man imme wiede s öß , daß nämlich zahl eiche P oduk e, de en Rohs o e eichlich im Lande o handen sind, nich im Inlande e zeug , sonde n om Auslande impo ie we den. Das gil z. B. ü Schokolade, obwohl das Land Kakao, Milch und Zucke in Mengen he o b ing . Au G und de schlech en Ve keh sbedingungen sind die an e schiedenen O en im Landesinne n an allenden Roh- ode Halb- s o e wi scha lich ü den maßgebenden Ma k nich o handen, so daß sich die Ein uh de Fe igwa en au dem Seewege lohn 13 • Ähn- liches kann man bei ande en Lehens- und Genußmi eln, abe z. B. auch bei Po zellan beobach en. Es wä e eine übe mäßige Ve ein achung de Lage, wenn man solche E scheinungen und dami die mangelnde In eg a ion des olkswi - scha lichen Ma k es allein au den Ve keh s ak o zu ück üh en woll e. Man müß e dann, obwohl besse e und billige e Ve keh smi el gewiß bedeu sam wä en, auch au das Fehlen ande e P oduk ions- o ausse zungen wie de un e nehme ischen E ah ungen, des ech- nischen Wissens, de Kapi al e so gung, de Ma k o :ganisa ion, de E gänzungsbe iebe hinweisen. Was abe eigen lich ehl , sind nich einzelne, in diese Weise au zähl.ba e P oduk ions o ausse zungen, auch nich die mangelnde äumliche In eg a ion, die nu symp oma- ische Bedeu ung ha , sonde n ganze En wicklungss adien des Ma k - geschehens. De pe uanisch·e Ma k un e scheide sich, was bei eine bloßen Außenbe ach ung de Dinge leich übe sehen wi d, wesen lich du ch seine ge inge e inne e Aus ei ung on den Mä k en hochen wik- kel e Volkswi scha en. Diesen Ta bes and sich ba zu machen, soU die Au gabe des olgenden Abschni es sein, de ihn du ch die Un e - scheidung on Wi scha sbe eichen gegensä zliche S uk u und un e schiedliche his o ische Abkun im Rahmen de Volkswi scha au zudecken such . 3. Wi scha sbe eiche und his o ische Schich en im Au bau de Volkswi scha Wi scha sbe eiche und his o ische Schich en, on denen hie die Rede is , meinen zwei Sei en desselben Sach e hal s. Man kann im Au bau de pe uanischen Wi scha ün Wi scha sbe eiche un e - scheiden, die zugleich ein e schiedenes Al e haben. Die heiden äl es en Be eiche sind noch na u alwi scha liche Na u und gehen deshalb au seh ühe Zei en zu ück. Daneben s ehen zwei Be eiche ma k wi scha liche S uk u und zwischen beiden G uppen ein Be- eich des übeI' ganges. Je ge inge ih Al e , um so nähe s ehen sie de mode nen Wi scha . Die Bun hei dies·e S uk u o men um- 13 Es gib zwa schon eine bescheidene na ionale P oduk ion an Schoko- lade, die bishe abe sowohl p eislich als auch quali a i im Scha en des Aus1andsangebo es leb . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Wi scha liches Wachs um in Pe u und seine Wide s ände 17 schließ , wie sich z,eigen wi d, ein wich iges Elemen pe uanische Wi scha sp oblema ik. Man kann in diesem Lande dich nebenein- ande im Mi elal e , in de beginnenden Neuzei und in de Gegen- wa leben. a) Die indianischen comunidades. De äl es e diese Wi scha s- be eiche ilS de jeni,ge de indilanischen Ma kgenossenscha en, de "comunidades", wie man heu e sag . Diese u ümliche Genossen- scha s o m geh e mu lich au wei ühe e Zei en als das Inka eich im 15. Jah hunde zu ück, on dem sie im üb ig,en konse ie wu de, lei e sich wah scheinlich 'Von den al en ayllu's aJb, die u sp ünglich blu s e wand e G uppen, wie e wa die Sippen bedeu e en, dann abe mi de en kollek i em G undeigen um gleichgese z wu den. übe - aschende weise können die ayl1us ode comunidades auch als Ma k- genossenscha oe u angesp ochen we den, da du ch einen ä selha en Zu all die gemeinsame Flu de Do genossen in de Ke schua-Sp ache wie im Deu schen die "Ma k" als "ma ka" angesp ochen wu de 14 • Die al en comunidades zeichne en sich du ch die Ausgliede ung des Ho g unds ücks ü die indi iduelle Nu zung und eine Allmende ü die allgemeine Nu zung aus. Das es liche Nu zland wu de alljäh lich un e die be eilig en Familien je nach de en G öße neu e eil . Feld- bes ellung und E n e e olg en amilienweise, doch kann e man dabei auch das Sys em des "ayni", de gegensei igen Nachba scha shil e. Ein e äuße ba es Indi idualeigen um wa im Rahmen dieses Sys ems un- möglich. Obwohl de g öß e Teil solche Ma kgenossenscha en die spanische Kolonialzei nich übe leb ha und auch die Republik sie e s 1920 ech lich ane kann ha , is es e s aunlich, wie iele sich o zdem au die Gegenwa e en konn en. Fü das Jah 1950 gab die o izielle S a is ik 1322 comunidades mi eine Be ölke ung on eichlich 1 Million Köp en an 15 • Alle dings e - kenn man auch -den besch änk en We solche Zahlen, wenn man hö , daß es comunidades mi einem Um ang on 8400 ha und übe - eichlich Land p o Kop des einzelnen Mi gliedes, abe auch solche mi 8 ha und mi comune osgib , die übe as kein Land e üg-en 16 • 14 Zum Vo s ehenden gib es eine b ei e Li e a u , on de hie nu Louis Baudin, EI Impe io Socialis a de los Incas, 4. Au l. San iago de Chile 1955, S. 139-41, zi ie we den soll. S el1enweis,e wi d die Bezeichnung ayllu heu e noch geb auch . So we - den im Raume on Cuzco iele Dö e in zwei Teile au ge eil , on denen wie in aL en Ze:i en de eine als das obe e und de ande e als das un e e ayllu bezeichne we den. Vgl. Cesa Gua dia Mayo ga, La Re o ma Ag a ia en el Pe U, Lima 1957, S. 92. 15 Vgl. ILO, Indigenous Peoples S. 318. Die Bedeu ung diese Zahlen e - s eh man, wenn man be ücksich ig , daß die Gesam be ölke ung Pe us 1950 sich au 8,5 Millionen belie . Leg man die oben angenommene P o- po ion on 50 O o als An eil de eingeboTenen Be ölke ung zug unde, so heiß das, daß as ein Vie el alle Indiane - und ein noch g öße e Teil de Gebi gsbe ölke ung - in den comunidades leb e. 2 Sch i en d. Ve eins . Socialpol1 ik 21 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 18 E ieh Egne Reinaga wu de in einem Falle on den Lei e n eine solchen Ma k- genossenscha e klä , übe de en G öße könne man keine Angaben machen. Man b auche zehn Tage, um de en G enzen abzusch ei en, und auch dann blieben noch zwei Exkla en üb ig. Deshalb könne man die Gesam g öße nich kalkulie en 16 • Wie de Um ang, so schwank auch die Zahl de in eine Kommune lebenden Menschen seh . Es gib solche mi 50 und ande e mi 2000 Bewohne n 17 • Heu e is die al e S uk u diese Gebilde in Ve all ge a en. So haben sich o dem P i a eigen um seh nahe kommende Zus ände he ausgebilde , wenn man on dem Rech de eien G unds ücks e - äuße ung absieh . Die Gemeinsamkei is manchmal au die gemein- same Nu zung on Weiden ode die Un e hal ung on S aßen und Bew,ässe ungsanlagen eingesch ump 18 • Imme hin is de Geis de gegensei igen Hil sbe ei scha noch lebendig. Die Haup schwäche diese Wi scha s o m, die noch in hohem Maße selbs genügsam is , bes eh da in, daß sie, on Ausnahmen abgesehen, zu eine Konse ie- ung übe hol e P oduk ionsme hoden und eine en sp echend ge ingen P oduk i i ä ge üh ha 19 • Demgegenübe gib es Bes ebungen, die comunidades du ch Ein üh ung mode ne g,enossenscha liche P in- zipien in ih e Leis ungs ähigkei zu heben. b) Die quasi- eudale G oßlandwi scha de Anden. Bei diesem zwei äl es en Wi scha sbe eich Pe Us handel es sich um die Nach- wi kungen de spanischen KoJonialpe iode, in welche diese G oß- g undbesi z zue s en s anden is . Die La i undienwi scha i hie wie auch sons in de Wel o e bunden mi dem Absen ismus au . Sie is nach außen hin, dadu ch daß de G undhe sein o g oß- s äd isches Leben aus den E ägen seines G undbesi zes zu inanzie en such , schon mone a isie , dagegen nu in seh ge ingem Um ange in ih em Inne n. Hie e inne ih e S uk u an die mi elal e liche G undhe scha in Eu opa. Dahe die häu ige Rede on den eudalen Einschlägen diese Wi sma s o m. De G undhe ode sein Ve - wal e , de mayo domo, bewi scha e das zu Hazienda gehö ende Land nu zum ge ingen Teil selbs . Das meis e Land - man schä z im Du chschni e wa zwei D i el de Nu z läche - is eils an Päch e (als yanacona, apa ce o ode a endi e bezeichne ), eils an in eigenem Be iebe beschä ig e A bei e (colono ode peon genann ) e geben. Auch ki chliche Ein ich ungen sind G oßg undbesi ze 20 • 16 Cesa Augus o Reinaga, La Fisionomia Economioa deI Pe u, Cuzeo, 1957, S. 64/65. 17 Vgl. Moises Poble e T oncoso, Condiciones de Vida y de T abajo de la Poblaeion Indigena deI Pe u, Gen , In e na ionales A bei sam , 1938, S.55. 18 C. Gua dia Mayo ga, loe. ci ., S.90. 19 M. Poble e T oncoso S.61 u. FAO u. IBRD Be ich , Teil II, S.154. 20 Emilio Rome o, Geog a ia Economiea, loe. ci . S.286/87. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Wi scha liches Wachs um in Pe u und seine Wide s ände 19 D~ese quasi·-I .eudale G oßlandwi scha is poli isch besonde s um- s i en. Genaue Zahlen übe ih e Bedeu ung gib es nich . Imme - hin eil ein so unpa eiische Beobach e wie de US-Ame ikane Th. R. Fo d mi , daß die G undbesi z e eilung in de Sie a, um die es sich hie alle~n handel , wie olg aussieh (We e e mu lich ü 1950)21: G undbesi z e eilung in de Sie a 17 000 Be iebe in G ößen un e 6 ha = 64,6 % alle Be iebe e ügen übe .............................. 27500 ha 2 600 Be iebe in G ößen übe 300 ha = 9,9 % alle Be iebe e ügen übe .............................. 1 021 000 ha Diese Zi e n äuschen alle dings inso e n in ih e Bedeu ung, als eine Reihe on Riesenbe ieben zum g oßen Teil aus un uch ba em Gebi gsgelände bes eh . Die g öß e m~ es s eUba e Hazienda mi 190 000 ha soll zu nich weni·ge als 80 O o solches Unland um assen 22 • Auch die nu zba en Teile ges a en bei de Ka ghei de Na u in den Höhen des Al iplano -3500 bis übe 4000 m - nu eine ex ensi e Weidewi scha . Fü die poli isch·e Linke is die En eignung und Au - eilung diese Riesenbe iebe ein Haup p og ammpunk . Die F AO- und IBIRiD-Denksch i u eil dagegen übe die Zweckmäßigkei eines Ab- baues de La i undien seh o sich ig. Die G oßbe iebe e ügen da- nach o übe quali izie e Lei e , die mi Hil e mode ne Technik be iedigende Leis ungen e b ingen, wenn auch zugegeben wi d, daß einige solche Be iebe in adi ionale und e schwende ische Weise e wal e we den. Eine Neu e eilung des Landes de Hazienden wi d nu so lange als sinn oll bezeichne , als die E äge de G oßbe iebe nich höhe als diejenigen de kleinen Landwi e sind, die die Nu z- nieße eine solchen Ag a e o m sein wü den 23 . Dem muß abe hinzuge üg we den, daß das P oblem dieses Wi - scha sbe eiches sich nich nu au die ag a ische Mengenleis ung, son- de n ebenso auch au die Quali izie ung seine A bei sk ä e e s eck . An de sozialen Abhängigkei de Päch e und Landa bei e , die iel- ach auch Diens e p lich ungen ih e g·anzen Familie umschließ , des- halb die Abwande ung selbs de jungen Gene a ion aus dem He - 21 Thomas R. Fo d, Pe u, Man and Land, Uni . o Flo ida P ess, Gaines- ille, 1955, S.67. 22 Cesa Augus o Reinaga, EI Indio y la Tie a en Ma iä egui, Cuzco 1959, S. 99 ., besonde s S. 105. In Boli ien ha es o de En eignung nach diesem Au o Hazienden mi meh als 1 Million ha gegeben. 23 FAiO und IBRD Denksch ü , 11. Teil, S.41-42, 47 u. besonde s 157. A us einem. Manusk ip on Pe e B. Diebold. einem Mi glied de FAO- Mission in Pe u, übe "Soeio-Economic Imbalance in Ag icul u e" om Jah e 1958 is zu e S'ehen. daß sdch bei gleichmäßige Ve eilung alle La i- undien de Sie a au die do igen Kleinbaue n ü jeden einzelnen ein Gewinn on e wa 0,2 ha e geben wü de. 2' OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 20 E ich Egne scha sbe eich de Hazienden seh e schwe , ha sich die K i ik imme wiede en zünde 24 • Au die Daue wi d eine Leis ungss eige ung diese Menschen ohne den Abbau des übe kommenen He n-Knech s-Ve häl - nisses nich zu e eichen sein. Inwiewei dazu die Ze schlagung de G oßbe iebe de zweckmäßigs e Weg is , bleib alle dings eine hie nich zu p ü ende o ene F age. c) Die selbs ändigen Klein a me und Handwe ke : Sie e kö pe n den d i en Wi scha sbe eich. Un e den landwi scha lichen P odu- zen en is diese Typ noch ela i jung, schein sich e s sei de Mi e des 19. Jah hunde s en wickel zu haben. Reinaga üh seine En - s ehung au die Wi kung des bü ge lichen Gese zbuches zu ück, das 1936 nach 80jäh ige Gel ung auße K a gese z is 25 • Als Wi scha s- igu is de Kleinbaue , alb e ebenso de Handwe ke -diese is bald Landhandwe ke und s eh dann dem Kleinbaue n nahe, bald s äd i- sche Handwe ke , de dem "P eiswe ke " Ka l Büche 's in de "S ad wi scha " en sp ich - eine his o isch wei äl e en Schich zuzuo dnen, nämlich de F ühzei de Ma k bildung. Deshalb wu de diese Wi scha sbe eich oben als ein solche des Übe ganges on de Selbs e so gungs- zu Ma k wi scha bezeichne . Da ü sp ich einmal die Ta sache, daß ü diese Fa me wie ü die Landhandwe ke die Selbs e so gung noch eine wich ige Rolle spiel , obwohl sie in neue e Zei zu ückgegangen is , was sich bei den s äd i- schen Handwe ken schon in de Kolonialzei ollzog26. Die Landhand- we ke sind aus de häuslichen Selbs e so .gung en s anden und be- eiben neben dem Handwe k die Landwi scha . Reinaga ha den G ad de Selbs e so gung bei den Klein a me n au 50 U o ih e P o- duk ion geschä z 27 • Fü das hohe Al e dieses Wi scha sbe eiches sp ich zum ande en das Fes hal en an adi ionalen und kapi alex en- si en P oduk ionsme Jhoden mi en sp echend nied igen E ägen, schließlich abe auch die A de Ma k beschickung. Diese is ü diesen Zusammenhang besonde s kennzeichnend. Sie e - olg , wie de soeben zi ie e Au o eingehend da s ell , o du ch Au - käu e , die zu den Baue n ode Handwe ke n eundscha liche Be- ziehungen zu un e hal en wissen, was sie nich an de en übe o ei- lung hinde . Sie sind meis Mes izen. Sie kommen mi Geschenken zu ih en Lie e an en, un e denen de Alkohol eine Rolle spiel , sie bes immen den P eis, geben un e Ums änden auch K edi . Eine Ab- wandlung dieses Zwischenhändle s ( esca is a) lieg do 'Vo , wo ein indianisch,e Vieh eibe (a ie o) sich zum Ma k e käu e de Do - 24 M. Poble e, S. 76 . 25 Reina.ga, EI Indio, S.117. 26 Vgl. Emilio Rome o, His o ia Econ6mica des Pe u, Buenos Ai es 1949, S.140/42. 27 Reinaga, EI Indio, S. 78. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Wi scha liches Wachs um in Pe u und seine WideTs ände 21 p oduk e au schwing . Neben diesem Ve kau an G oßhändle gib es die ande e Fo m de Beschickung des Einzelhandelsma k es. Dabei zieh de Indio ode seine F au mi den Wa en selbs zum Ma k , au den Wochen- ode Sonn agsma k , wie sie übe das ganze Land hin om :kleins en zen alen O e bis zu G oßs ad eine g oße Rolle spielen. Um die Wa en do an le z e Ve b ,auche abzuse zen, nimm man g oße Mühen und wei e Wege au sich, die man keinem Eu o- päe zumu en könn e 28 • Übe die zahlenmäßige Bedeu ung dieses Wi scha sbe eiches An- gaben zu machen, is seh schwe . Beim Zensus on 1940 haben sich 40 O o alle in de Landwi scha E we bs ä igen als se1bs ändige Landwi e bezeichne , wodu ch man ü das Jah 1957 au 0,9 Millionen kommen wü de. Auße dem e zeichne die S a is ik 435 000 Selbs än- dige im gewe blichen Sek o , wo un e man sich in de Haup sache kleine Handwe ke o s ellen muß. Die Unsiche hei solche Angaben olg aus de Ta sache, daß de Übe gang on de Selbs änd gkei zu Unselbs ändigkei in Pe u ein ließende is . De eigene Be ieb eich o ü den Familienun e hal nich aus, desha~b is man au einen Hinzu e diens angewiesen. Das gil besonde s ü die kleinen Land- wi e. Die Indios sind einmal au die schlech e en Böden du ch die G oßbe iebe abged äng wo den, zum ande en du ch die E b eilung in eine ex eme Pa zellenwi scha - das sog. mini undio - hinein- ge a en. So wi d man gezwungen, alle ode einige Familienangehö illge en wede bei g öße en Landwi en ode im Be gbau ode in de S ad zu e dingen. d) Die g oßun e nehme ische Rohs o p oduk ion: De Abs and de bishe besp ochenen Wi scha s o m on de Gegenwa wi d deu - lich, wenn je z de Blick au den ie en Wi scha sbe eich gewo en wi d, de die pe uanisch-e Volkswi scha kennzeichne . Die g oßun e - nehme ische Rohs o p oduk ion wi d du ch die sog. komme zielle Landwi scha im Küs engebie , die G oßbe iebe des Be gbaues im Gebi ge und schließlich du ch die E dölgesellscha en e kö pe . In allen diesen Fällen handel es sich um Un e nehmungen mi einem ela i hohen Kapi aleinsa z, de zum g oßen Teil aus dem Auslande gekommen is . Sie halben die Fo m on Ak iengesellscha en, wenn auch in einzelnen Fällen on Familien-Ak iengesellscha en. Alle Un- e nehmungen dieses Be eichs sind übe wiegend expo o ien ie , lie- e n S apelwa en des Wel handels, näm ich Baumwolle und Zucke eine sei s, Blei, Kup e , Silbe , Zink und Eisene z ande e sei s, schließ- lich E döl und seine De i a e. Sie sind desha1b de ypische Ausd uck eines "Rohs o landes" mi monokul u elle Aus uh endenz, wenn auch im Falle Pe us das Gewich meh au de Rohs o aus uh als 28 Zum Vo s ehenden gl. außeT Reinaga loc. ci . S. 76 . die ILO-Sch i Indigenous Peoples, S. 264 u. 443/45. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 22 E ich Egne au de Monokul u lieg . His o isch gesehen en sp echen diese Me k- male dem Kapi alismus im S ile des 19. Jah hunde s, wenn a sächlich auch die hie in F age kommenden Un e nehmungen sich as alle e s sei dem ,Beginn des 20. JahJ.'lhunde s en wickel haben. Fü die Volkswi scha is diese Wi scha sbe eich deshalb on be- sonde e Bedeu ung, weil 80 bis 85 % des Expo s on ihm abhängen und au diesem Wege de Zuschußbeda an Lebensmi eln und ein be äch liche Teil des Beda s an Kapi algü e n gedeck wi d. T o z- dem is diese Wi scha sbe eich mi besonde en P oblemen beladen. Sie hängen zum g oßen Teil mi dem Miß auen zusammen, das man in wei en K eisen ihm gegenübe an den Tag leg . Man bea gwöhn die Kapi almach , die man den lei enden Männe n de g oßen Un e neh- mungen zusch eib , besonde s wenn es sich um Auslände ode docll um Menschen zwa pe uanische Na ionali ä , abe ausländische Ab- kun handel . Das S igma des "G ingo", des F emden aus Wes - eu opa ode No dame ikla, < e lie man auch nich , wenn die Familie schon sei meh e en Gene a ionen im Lande si z und längs na ionali- sie wo den is . Man be ü ch e , daß die Lei ungen diese Un e neh- mungen nu ih em P o i in e esse ode demjenigen ausländische Ka- pi algebe diens ba sind. Obwohl die Un e nehme den A bei e n gegenübe pa ia chalische Me hoden anwenden, eine A on be iebliche Wohl ah spoli ik en - wickeln, de en sie sich sons im Lande nich e euen ~önnen, geling es ihnen nich , das soziale Klima zu be uhigen. Es is gespann und uns abil, weshalb S eiks und A bei e un uhen häu ig sind, bei denen es nich sel en zu Gewal ä igkei en komm . So is diese Wi scha s- be eich mi iel Ressen imen belas e , is e nächs de quasi- eudalen Landwi scha Haup ansa zpunk kommunis ische P opaganda 29• Un e diesen Ums änden übe asch es ielleich nich meh , wenn man in eine us-ame ikanischen Disse a ion, die gewiß nich kommu- nis ische Ideologie e däch ig is , olgende Sä ze lesen kann 30 : "Die Ta sache, daß Pe u wi scha lich ein koloniales Land is , i zu seinen P oblemen hinzu und komplizie das Bild. 60 O o de pe uani- schen Eisenbahnen gehö en ü die Daue den Englände n. Eine deu sche Familie besi z Casa G ande, wo 45 % de pe uanischen Zucke e n e e zeug we den. I aliene n gehö eine Bank und das Elek izi ä s-, K a -, Lich - und S aßenbahn-Monopol in Lima. US- Kapi al s eck in de Ce o de Pasco Coppe Co po a ion, die 95 % des Kup e s und meh als die Häl e de g oßen Gold- und Silbe p oduk- 29 Deshalb is es kein Zu all, daß diese Wi scha s be eiche in Boli ien e s aa lich wo den sind, nachdem do im Jah e 1951 eine sozial e olu- ionä e Regie ung ans Rude kam. 30 Ha y Kan o , The Ideology and P og am o he Pe u ian Ap is a Mo emen , Be keley 1953, S. 5 (Uni . o Cali o nia Pwblica ions in Poli ical Sdence, Vol. 4, No. 1). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Wi 1:scha Uiches Wachs um in Pe u und seine Wide s ände 23 ion des Landes he o b ing . And.€ e wich ige US-Un e nehmungen mi In es i ionen in Pe u sind die In e na ional Pe oleum und die W. ,po G ace and Co., die p ak isch ein Monopol ü die Schi ah zwi- schen den USA und Pe u ha ." Das häu ig au auchende Monopola gu- men is im üb igen bei Un e nehmungen, die in eine scha en Wel - ma k konku enz s ehen, !Von p oblema ischem We . Mi g öße em Rech kann man on de oligopolis ischen S ellung diese Un e ne .- mungen als Einkäu e im Lande sp echen, so e wa au dem A bei s- ma k , auch im Ve häl nis de g oßen Be gbauun e nehmungen zu den kleinen Be gwe ken, die ih e E zeugung an jen€ e kau en u. a. m. e) De indus iewi scha liche Be eich: De ün e und le z e Wi - scha sbe €ich heb sich wiede um deu lich on demjenigen de G oß- Rohs o p oduk ion ab. Wa diese ypisch ü En wicklungen des 19. Jah hunde s mi dem Gegensa z on Rohs o - und Indus ie- lände n, so ha das 20. Jah hunde die Tendenz zu übe windung dieses Geg€nsa zes und dami zu Au hebung de Impo abhängigkei on Rohs o lände n in bezug au Indus iep oduk e mi sich g,eb ach . So en wickel e sich de indus iewi scha liche Be eich, de 1. du ch die Ve a bei ung de im Lande gewonnenen Rohs o e und Halbwa en, 2. du ch die E s ellung (indus ielle ) Fe igwa en mi Hil e mode ne Technik und 3. du ch die p imä e Aus ich ung au die Ve sol1gung des Binnenma k es gekennzeichne is . Diese jüngs e Schich im Au bau de Gesam wi scha is zunächs noch dünn und meh das P oduk äuße e Ans öße als eines inne en Wachs ums. Solche Ans öße gingen on d€n beiden Wel k iegen, besonde s dem le z en, abe auch on dem Zus om eu opäische Einwande e und de Ko ea-K ise aus. Imme hin sind eine Reihe on Indus iezweigen ohne be äch liche S ü zung im heimischen Ma k e lebens ähig gemach wo den. Pe u ha mi ge ing,e en indus iellen Schu zzöllen als ande e Lände gea ,bei e . Es wi d sOIga da übe geklag , daß eine ein iskalische O ien ie ung de Zollpoli ik zu eine ge ingen Belas ung des Konsumgü e impo s und eine ela i höhe en on Halbwa en und Kapi algü e n ge üh habe 31 • Die indus ieUe Haup en wicklung ha sich e s in den le z en 15 Jah en ollzogen. So weis de indus i€lle P oduk ionsindex mi de Basis 1949/51 = 100 ü 1945 den We on 82, ü 1955 on 145 und ü 1958 on 149 aus 32 • Die indus ielle P oduk ion is mi hin wäh end des le z en Jah zehn s im Du chschni um die Häl e ge- wachsen. Dami ha Pe u gu mi de En wicklung in ande en süd- ame ikanischen S aa en Sch i gehal en. Die indus ielle Beschä i- 31 Cepal-Be ich , loc. ci . S. 158, 32 Vgl. d€nl on de Cepal he ausgegebenen Economic Su ey o La in Ame ica 1956, Uni ed Na ions, New Yo k 1957, S.147, De WeT ü 1958 w;u de e gänz nach de "Ren a Nacional 1942-1957", S,15. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 30 E ich Egne sch i s und obwohl Pe u mi diesen We en im in e na ionalen Ve - gleich keineswegs an le z e S elle s eh , besag diese Gesam du ch- schni de Volkswi scha ela i wenig, weil e das E gebnis wei auseinande liegende Einzelwe e is . E echne man das P o-Kop - Einkommen ü die d ei Landscha s eile Pe us im Jah e 1957, so e - gib sich ÜJ die Cos a ein We on 249 $, ü die Sie a on 79 $ und die Sel a on 47 $. Auch diese Zahlen d ücken noch nich die g öß en Gegensä ze des Landes aus. Die Ex emwe e e geben sich bei eine Au gliede ung de Volkswi scha nach Depa amen os mi einem Spi zenwe on 328 $ p o Kop in Lima und einem Nied igs we on knapp 22 $ im Depa amen o Mad e de DiOS 42• Das is ein Ve häl nis on 15: 1. Diese g oßen Un e schiede sind wohl eilweise du ch e schiedene G ade de Mone a isie ung des Ein:kommens zu e klä en, dadu ch, daß in Lima ein Na u aleinkommen kaum eine Rolle spiel , in de Sie a und Sel a abe eine e hebliche Bedeu UiIlg ha . T o zdem is nu ein kleine Teil de Einkommensdisk epanzen als eine solche op ische Täu- schung au zu assen. In de Haup sache handel es sich um du chaus eale Einkommensun e schiede, die sich aus de e schiedenen Wi - scha ss uk u de Landscha s eile e geben. In diesen g oßen Wohl- s andsgegensä zen de e schiedenen Regionen spiegel sich wiede eine s uk u elle Schwäche de Volkswi scha . Von den beiden Gesich spUiIlk en dieses .Nbschni es he , on de un e schiedlichen Fähigkei zu We schöp ung und Einkommensbil- dung sowohl de Wi scha szweige als auch de Regionen des Landes, s öß man au die k assen Kon as e inneI1halb de pe uanischen Wi - scha . Ih e Beobach ung en sp ich dem, was schon zum Schlusse des le z en Abschni es übe die Wi scha s'he eiche und his o ischen Schich en es ges ell wu de. Das schwächs e Glied eine Ke e be- s imm ih e Belas ungs ähigkei . So hal en die in bezug au ih e Ein- komme ubildung schwächs en Wi scha szweige und Wi scha s egio- nen die ganze wi scha liche En wicklung au . Diese kann nich zu man gelegen lich ganz ande e We e. So zi ie Cha les P. Kindle le ge , Economic De elopmen , New Y()Il'k 1958, S.6, die UN-Ve ö en lichiung "Na ional and pe Capi a Income in Se en y Ooun ies", New Yo k 1949, die ü dies Jah s a de 75 $ meine Quelle 100 $ und eine Ve ö en - lichung on M. L. Wa kins om Cen e o In e na ional S uddes des Massachuse s Ins i u e o Technology, de ü 1953 s a meine 111 $ ein du chschni liches P o-Kop -Einkommen on 140 $ angib . Eine Au hellung diese Wdde sp üche is mi mangels nähe e E läu e ungen nich möglich. 42 Alle diese We e sind au G und des dW'chschni lichen Dolla -Ku ses ü 1957 aus den Angaben in pe uanischen Soles de "Ren a Nacional 1942-1957", Lima 1959, S.49, e echne wo den. Es we oen hie dW'chweg Dolla -We e s a de o iginä en Soles-We e angegeben, um die T Üibung des Bildes du ch die In la ionie ung de pe uanischen Wäh ung de Nach- k iegszei zu e meiden. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Wi scha Uiches Wachs um in Pe u und se.ine Wide s ände 31 einem "selbs ä igen" Wachs um aus ei en, solange sie mi dem Ballas eine solchen wi scha lichen Rücks ändigkei belas e is . 5. Die außen wi scha liche Ve lech ung Die hohe .außenwi scha liche Ve lech ung Pe us, die ü alle Roh- s o lände kennzeichn~md is , a schon bei Besp echung des Wi - schJa sbe eichs de g oßun e neihme ischen Rdhs o p oduk ion in Sich . Diese Zusammenhang muß hie noch e was e deu lich we den. Da- bei zeig sich, daß die außenwi scha liche Abhängigkei Pe us ins- gesam , o allem ahe die Impo a,bhängi1gkei sei dem zwei en Wel - k ieg·e be äch lJich gewachsen is . De An eil de Ein uh am B u o- sozialp oduk is on 1942 bis 1957 on 11,5 ' J/ o au 22,6 O o ges iegen, d. h. um as 100 'O o, deT An eil de Aus uh am B u osozialp oduk dagegen nu on 16,7 10 /0 au 18,6 O o, d. h. um unde 10 °W 3• Die Zusammense zung de Ein uh is im g oßen und ganzen s abil geblieben und um aß zu und einem Vie el Konsumgü e , zu as 50 ()/o Kapi algü e , wäh end de Res au Rohs o e und Hal:bwa en en äll . übe aschend is 'bei den einge üh en Konsumgü e n de hohe An eil de Lebensmi el, 'Vo an eines g oßen Pos ens on Wei- zen, abe auch on Fleisch, Milch, Milchp oduk en und Nah ungs e en. Bei den sons igen Konsumgü e einc :uh en spiel auch de Impo on Tex ilien noch eine be äch liche Rolle. Bei den Roh- und Halbwa en sp ing de hohe Ein uh beda on Holz ins Auge bei einem Lande, das übe ungeahn e Holz ese en e üg 4 e ne on Flugzeugben- zin, Dieselöl und Schmie öl in einem Lande, das eine be äch liche E d- ölp oduk ion besi z . Dagegen en sp ich de hohe Ein uh <beda on Maschinen, Appa a en, Fah zeugen und einmechanischem Ge ä , de den Haup pos en de G uppe Kapi algü e ausmach , du chaus den E - wa ungen. Die Zusammense zung de Aus uh wu de schon (lIben bei Besp e- chung de G oß ohs o p oduk ion e kennba . Die landwi scha lichen S apelwa en Baumwolle und Zucke hal en in ih e Expo bedeu ung sei Läng,e em den be gbaulichen P oduk en e wa das Gleichgewich . Wäh end abe in den e s en Nach:k iegsjah en die landwi scha lichen P oduk e ein leich es übe gewich ha 'en, e schob sich die Lage in- zwischen zuguns en de Be gbaup oduk e. (P ozen uale Expo an eil de landwi schai lichen P oduk e gegenübe den be gbaulichen 1950 = 51: 45, 1957 dag.egen 40 : 45.) Seh an Bedeu ung e lo en ha die Aus uh an E döl und seinen De i a en. In den le z en Jah en ha sich schon ein bescheidene Expo an Indus iewa en en wickel . Vo wie- gend handel es sich dabei um P oduk e de Fischwi scha , nämlich um F'ischkonse en, Fischmehl und Fischöl. 43 Ren1a, Nacional deI Pe u 1942-1957, Lima 1959. S.39. 44 Vgl. dazu den Cepal-Be ich S. 103. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 32 E ich Egne Das Haup p oblem de pe uanischen Außenwi scha bes eh in den schwankenden Aus ausch ela ionen, die sich aus Ve schiebungen in den P eis e häl nissen de Ein uh - und Aus Uih gü e e geben. Das is das iel e ö e e P oblem de " e ms o ade". Die Handelsbilanz is in s eigendem Maße passi , obwohl die ausge üh en Gü e mengen zu- genommen haben. Das zeigen die olgenden Zahlen: De pe uanische Außenhandel nach Mengen (in 1950 1952 1954 1956 Aus uh 1,801 1,934 3,870 5,000 Ein uh ...... 641 838 815 1,310 1000 ) 1957 6,227 1,427 De pe uanische Außenhandel nach We en (in Millionen US-Dolla ) 1950 1952 1954 1956 1957 Aus uh 193,6 238,7 247,6 311,4 330,0 Ein uh ...... 186,2 287,5 249,7 361,0 400,1 Saldo + 7,4 - 48,8 - 2,1 - 49,6 -70,1 Quelle: Ren a NacionaI deI Pe u 1942-1957, Lima 1959, S.172. Die Sp ache d1ese Zahlen is eindeu ig. Se z man die einge üh en und ausge üh en Mengen des Jah es 1950 = 100, so is die Aus uh bis zum Jah e 1957 au 346 ges iegen, die Ein uh dagegen nu au 223. Bei gleichen P eis e häl nissen und gleiche gü e mäßige Zu- sammense zung des Außenhandels wie im Jah e 1950 wü de sich du ch die im Jah e 1957 ausge ausch en Gü e mengen ein Ak i -Saldo on und 200 Millionen Dolla s a des ausgewiesenen De izi s e ,geben haben. De Passi -Saldo de Außenhandelsbilanz is deshalb das E - gebnis de 'Ve schlech e en Aus ausch ela ion. Nähe besehen s ell man dann alle dings auch es , daß nich allein die Ve schlech e ung de e ms o ade im le z en Jah zehn Außen- handelsnö e gescha en ha , sonde n daß ebenso bedeu sam ih e Un- s abili ä is . Geh man on de Aus ausch ela ion des Jah es 1950 als G undwe aus, so nähe n sich die P eis e häl nisse meh mals diesem an, um sich dann schnell wiede on ihm zu en e nen. Diese Abwei- chungen ollziehen sich mi eine einzigen Ausnahme zuunguns en Pe- Us, wäh end ein Ve gleich mi de Lage in einem Indus ielande wie de deu schen Bundes epublik do einen umgekeh en T end deu lich mach . Die En wicklung de Aus ausch ela ionen in Pe u. und de deu schen Bundes epublik 1950 1951 1952 1953 1954 1955 1956 1957 1958 Pe u .......... 100 114,9 83,4 74,5 99,6 80,1 97,4 98,5 84,2 Deu schland ...... 100 95,9 108,3 116,3 116,2 113,6 114,8 116,1 126,4 Quellen: Fü Pe u bis 1956 Anua io Es adis ico 1956/57, S.519, ü 1957 und 1958 Bole in de Es adis ica Pe uana 1959 II, N .3, S.557; ü die Bun- des epublik Deu schland bis 1956 Geschä sbe ich e de Bank Deu sche Lände 1955 und 1956, spä e Mona sbe ich e de Bundesbank. Fü 1958 um- ge echne au G und des neuen Index mi Basis 1954. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Wi scha liches Wachs um in Pe u und seine Wide s ände 33 iKla i in diesen Zahlen de Rohs o boom im Zusammenhang mi de Ko ea-K ise am An ang de da ges ell en Zei eihe he o . Im üb igen spiegel sich da in de T end des Wel handels in de Nach- k iegszei , de gegenübe de Vo k iegszei ein ela i es Absinken de Nah ungsmi el- und landwi scha lichen Rohs o -Impo e du ch die Indus ielände bei einem ela i en Ans ieg des Indus iegü e -Impo s du ch die Rohs o lände mi sich b ach e 45 • Alle dings is die da aus he o gewachsene Ve schlech e ung in den e ms o ade de Roh- s o lände un e dem Blickwinkel eines g öße en Zei aums nich zu d ama isie en, da die Unguns e schwinde , sobald man ü ih e Be- messung au einen ühe en Zei punk zu ückg ei . So s ell e de Sach e s ändig,en-Ausschuß des GATT es , daß nich die Nachk iegs- zei , sonde n die Zei zwischen den beiden Wel k iegen ü die Außen- handels ela ion de Rohs o lände besonde s ungüns ig gewesen sei. In den Jah en 1956 bis 1957 dagegen hä en die e ms o ade diese Lände sich ,,·e wa au de Höhe on 1928" gehal en 46 • Un e diesen Ums änden is es nich übe zeugend, wenn man g und- sä zlich Ull'dallgemein eine Benach eiligung de Rohs o lände im Wel handel gegenübe den Indus ielände n behaup e . Eine dahin wi kende Zwangsläu igkei kann nich nachgewiesen we den. Dann bleib abe nu die ande 'e 'angesich s de Aus ausch ela ionen ü die Rohs o lände bes ehende Schwie igkei üb ig, au die schon hinge- wiesen wu de, diejenige ih e Uns abili ä . In dem he igen und häu- igen Hin- und He schwanken de e ms o ade lieg die eigen liche c ux de Rohs o lände in bezug au ih e außenwi scha liche Ve - lech ung. Daß diese Uns abili ä eine Folge de eigena igen Wi scha ss uk- u diese Lände is , läß sich leich plausibel machen. Sie e .giib sich aus de E ah ungs a sache, daß die Lebensmi el und Rohs o e des Wel handels wei s ä ke en P eisschwankungen als die Indus iegü e un e lieg,en. Diese Beobach ung lieg hinsich lich de Ag a p oduk e schon de King'schen Regel zug unde. Sie is da au zu ückzu üh en, daß die Einkommenselas izi ä en de Nach age ü die Aus uh gü e de Rohs o lände im allgemeinen nied ig, jeden alls kleine als 1 sind, wäh end die Einkommenselas izi ä en de Indus l'iegü e , wenig- s ens in den Rohs o lände n, die Tendenz ha:ben, ech hoch, d. h. g öße als 1 zu sein 47 • 45 Vgl. dazu den Be ich eines Sach e s ändigen-AusschUlSSes des GATT, E , wick.lungs endenzen im in e na1:lionalen Handel, Gen 1958, deu sche Ausgabe, Be Un 1959, § 119 . 46 En wick.lungs enden: en im in e na ionalen Handel, loc. ci . § 133. 47 Nach dem Cepal-Be ich , S. XXVI, be ug die Nach age-Elas izi ä nach Impo gü e n in Pe u wäh end de Jah e 1945-55 nich wenige als 2, bei Einsch änkung de Be ach ung au die Jah e 1948-55 imme noch 1,57. 3 Sch i en d. Ve eins . Socialpoll ik 21 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 34 E ich Egne Aus di,esen Zusammenhängen wi d in Pe u und in allen Lände n gleiche Lage de wei e b ei e e Ru nach eine Di e si iz,ie ung de P oduk ion mi Hil e eine Indus ialisie ung de Volkswi scha e - s ändlich. Man möch e un e eigene Ve a bei ung de im Lande e - zeug en Rohs o e zu eine Selbs e so gung in bezug au die wich- igs en Indus iegü e kommen. Man möch e dadu ch die hochg adige S ö ungsan älligkei de heimischen Wi scha übe winden, die sich aus ih e eigena igen Wel ma k e lech ung bishe e geben ha . Nich , daß man nach Au a kie s eb , wohl möch e man im Expo eine sei s neben Bodenleis ungen in e höh em Maß.e A bei sleis ungen an das Ausland lie e n, ande e sei s auch Gü e anbie en, die nich so p eisemp indlich im Wel ma k e sind, wie die bishe igen Speziali ä en de Rohs o lände . Im RückJblick au die bishe ige Umsch eibung de pe uanischen Wi - scha slage e gib sich, daß die Volkswi scha un e einem Zwang zum Umbau ih e Wi scha ss uk u 'Von olgenden Sei en he s eh : E s ens läß de Be 'Ölke ungsd uck einen wachsenden Un e hal s- beda en s ehen. Mi dem Vo d ingen hygienische und sani ä e Me- hoden wi d e o aussich lich noch wachsen. Zwei ens. is die gespal- ene Wi scha un äJhig, diesem wachsenden Beda mi eine en - sp echenden P oouk i i ä ss eige ung Rechnung zu agen. iDeshalb is es no wendig, die noch bes ehende Selbs e so gungswi scha dem Ma k e einzugliede n. D i ens zeig sich, daß eine solche Zielse zung den e sch'iedenen Wi scha sbe eich,en gegenüJbe , die zugleich his o- ische Schich en sind, o ech un e schiedliche Au gaben s ell . Die al en Schich en Ih ,emsen die wi scha liche En wicklung alb. Vie ens e gab sich, daß eine en sp echende B emswi kung auch aus de un- zu eichend en wickel en We schöp ung de Wi scha szweige Land- wi scha und Indus ie eine sei s und de a men Wi scha s egionen in Sie a und Sel a ande e sei s he o wächs . Fün ens wu de deu - lich, daß d~e 'bishe ige Eingliede ung Pe us als Rohs o He .e an in den Wel ma k des aJbilisie ende Wi kungen ü die V{)lkswi scha mi sich b ing und sie dadu ch on außen he e heblichen E schü e ungen ausse z . 11. Teil: Hemmungen des wi scha lichen En wicklungsp ozesses Die Da s ellung de wich igs en S uk u me kmale ha bishe nu die Vo ausse zungen gescha en, on denen aus je z die En wicklungs- p oblemede pe uanischen Volkswi scha ins Auge ge aß we den können, au welche diese Un e suchung in e s e Linie abziel . Es geh dabei da um, de zen alen Schwiedgkei en gewah zu we den, mi denen diese En wicklung helas e is . Daß alles wi scha liche Wachs- um Op e kos e , 'Von Fehlschlägen mi g öße en ode ge inge en OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Wi scha liches Wachs um in Pe u und seIne Wide s ände 35 Ve lus en ü die Gesam hei beglei e is , leich zu Exis enzk isen ganze Volksschich en üh , is €ine E ah ung de al en Indus ie- s aa en. Man soll e das du ch eine kluge En wicklungspoli ik abe zu e meiden ach en, indem man Leh en aus diesen E ah ungen zieh . Doch is auch nich zu e kennen, daß die S a llbedingungen ü die wi scha liche En wicklung und eine da au abzielende Poli ik in den Rohs o lände n im V€ gleich zu den Indus ielände n be äch lich e - schwe sind. Das e gib sich im pe uanischen Falle schon aus de bishe igen S uk u analyse und wi d nun du ch die Be ach ung on Folg€e sch€inungen de Wi scha ss uk u noch deu liche we den. 1. Die mangelnde Un e nehme -Ini ia i e Die Schwie igkei en de wi scha lichen En wicklung o enba en sich dem Besuche Pe us zunächs in eine E scheinung, au die e im- me wiede zu seinem E s aunen s öß , in dem wei e b ei e €n Be- schä igungsmangel. E mach sich besonde s au de Ebene de ge- ingen 'Quali ika ionen, 'bei de ungele n en A bei im Sinne indus iel- le Maßs äbe, gel end. Au höhe nm iEbenen mi s eigende Spezialisie- ung e lie sich das übe angelbo , on Einzel ällen abgesehen. So ha man gelegen lich es ges ell , daß es zu iel Landwi scha s-Inge- nieu e, die unse en Diplom-Landwi en en sp echen, im Lande gib , so daß ein T·eil on ihnen ach emd ode in Posi ionen besch.ä ig wi d, die keine akademische Ausbildung e o de n 48 • Ähnliche Schwie- igkei en g b es bei wi sch·a swissenscha lichen Uni e si ä sabsol- en en, wie man aus Klagen übe ehlende Fo kommensmöglichkei en in de P i a wi scha en nehmen Ikann. Das Haup p oblem lieg abe doch bei d€ unquali izi€ en A bei . Es is i,el on de e kapp en A bei slosigkei in de Landwi scha de Rohs o l.ände gesp ochen wo den. Sie 'bes eh hie in ausgesp o- chenem Maße übe all do , wo die Landwi scha ex ensi be ieben wi d, d. h. dlwon ausgenommen is nu die in ensi e "komme zielle" Landwi sch·a des Küs enge!bie es. 1D0ch is de Beschä igungsmangel nich au die landwi scha lich,en A bei sk äi e besch änk . E inde sich ebenso beim ländlichen Gewe be, das mi de Landwi scha des Gebi ges noch €ng e loch en is , eich bis in den s äd ischen Be eich hinein. D€ s äd ische Beschä igungsmangel is im G unde nU eine Auss ahlung de ländlichen A bei slosigkei , da diese e s zu den eils zei lich beg enz en, eils daue nden .A!bwande ungen ländliche Be- ölke ungs eile in die S äd e üh . Die unzu eichende landwi scha - liche Exis enzg undlage läß die Indios sich de S ad zuwenden, wo sie einen E we b zu inden ho en. Da in sehen sie sich nu allzu o en äusch , da es auch hie an Besch·ä igungsgelegenhei en mangel . 48 Vgl. den FAO- und IBRD-Be ich , Teil II, S.247. 3* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 36 E ich Egne So en s eh eins de g oßen und pa adox:en P obleme de Volks- wi scha . nie Menschen wande n aus dem Gebi g,eab, das ihnen keinen aus eichenden Un e hal hie e . iDie Abwande ung is a'be nich g oß genug, um do eine ühlba e En las ung on dem bes ehenden Be ölke ungsd uck zu schaUen. Sie is zugleich 'bei dem anhal enden Nachschub zu g oß, um on den S äd en, besonde s den g öße en S äd en, assimilie zu we .den. Di,es Un e mö,gen de S äd e is in e s e Linie eine Folge ih e ge ingen 'indus iellen En wicklung. Nu mi ih e Hil e könn e man einen lau enden Zus om 'Von AI1bei s- k ä en abso bie en. Daß es nich zu diese En wicklung komm , wide - sp ich alle heo e ischen E wa ung, denn das g oße A bei sangelbo müß e zusammen mi dem dadu ch he ol'g,e u enen Lohnd uck einen An eiz ü den Ausbau de indus iellen P oduk ion scha en. Diese S imulus genüg abe nich , um das wich igs e En wicklungshinde nis zu ü:be winden, das sich dem in den Weg s ell . Es 'bes eh in dem Fehlen eine aus eichenden au indus ielle Ziele ge ich e en Un e - nehme -Ini ia i e. Ehe die Hin e g ünde dieses Ta bes andes analysie we den, müssen hie die Folgen Jbel,euch e we den, die sich aus diesem En wicklungs- hinde nis e geben. Dadu ch ge ä ein g oße Teil de s äd ischen Zu- wande e aus eine No in die ande e. Sie leben un e os losen hygienischen Ve häl nissen in den s äd ischen Elends ie eln, den sog. ba iadas, demen sp echend au ig ,is ih Gesundhei szus and. Au kümme lichs e Weise su nen sie sich ein·en E we b 'zu scha en, bei de Schwie igkei dessen we den sie o genug au Be elei und Diebs ahl abged ,äng . Ausd uck diese Exis enzno is die o g o eske Al'bei s e schwen- dung, bei de die Menschen un e Nich ach ung de in ihnen angeleg en höhe en Leis ungs ähigkei en du ch kö pe liche A bei , die ihnen mi p imi i s en Hil smi eln ab e lang wi d, als Las ie e e wand we den. De dalbei e ziel e En gel en sp ich de so e eich en mini- malen A bei sp oduk i i ä . Eine ande e Beglei e scheinung diese Exis enzno is die auße o den liche Aujblähung des Handels ohne p o- duk i e Funk ionen. Diese mach sich als Baga ellhandelübe all b ei , we k- 'und eie ags, ags und nach s, inne halb und auße halb de Ma k plä ze, in den Geschä ss aßen, am Bahnho , im Zuge, am pa - kenden Omnibus, bei den Ve gnügungszen en usw. Teils ha e seinen es en Ve kau s o , eils is e ambulan , eils legal, eils und wohl zum ,g öße en Teil illegal. Eine Unzahl on Wa en zwei elha e Qua- li ä und He kun kann man so in kleins en Mengen e s ehen. Die Konku enz is da:bei so ho nungslos g oß, daß man nu du ch den Einsa z unendliche Geduld, du ch die 'E egung on e was Mi leid - die Händle sind ganz übe wiegend F auen und Kinde - und du ch bes möglich'e Übe ölpelung des Kunden ganz 'bescheiden au seine OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Wi scha liches Wachs um in Pe u und seine Wide s ände 37 Kos en kommen kann. Die G enze zwischen A bei slosigkei und A - bei , zwischen Be elei und Ve kau s ä igkei is hie lüssig gewo den. F ag man, wa um diese unausgenu z en A 'bei sk ä e nich du ch Un e nehme in sinnl ollen p odUlk i en Einsa z geb ach we den, so s öß man au eine ganze Reihe on Fak o en, die hie im Ve gleich zu Lage in den al en Indus ielände n e schwe end wi ken. Man kann sie zusammengenommen au die Fo mel des ehlenden Indus ieklimas b ingen. Die E schwe ungen e geben sich e s ens aus den mangelnden un e nehme ischen E aJh ungen au indus iellem Gebie . Es ehl nich öllig an Menschen mi un e nehme ischem Können. Man kenn sich abe nu au dem komme ziellen Sek o aus, was eine hochg adig spekula i e Gesinnung, das S eben nach ku z is igem hahen Gewinn mi sich b ing . Es ehl dagegen de Sinn ü lang is ige, a ional auskalkulie e Disposi ionen, ü eine Poli ik de Beda sweckung ü heimische Indus iep oduk e du ch Be ei s ellung on quali a i ein- wand eien S anda dwa en, ü den G undsa z g oße Umsa z, kleine Nu zen. Die E schwe ungen e geben sich zwei ens aus dem Fehlen on Ra - gebe n und Vo bilde n, an denen man sich o ien ie en könn e. In- ländische E ah ungen gib ,es nich und ausl,ändische Vo bilde üh en leich in die I e. Deshalb kann man da aus keinen Nu zen ziehen, muß man alle wich igen F agen nach eigenem Gu dünken en scheiden, so in 'bezug ,au das zu wählende echni:sche Ve ah en, das den ö lichen Bedingungen angepaß sein muß, in bezug au die Be iebsg öße, in bezug au die O ,ganisa ion des Be ie'bsablau s, on Einkau und Ve kau . D i ens e geben sich Schwie igkei en aus dem Fehlen e gänzende Diens e, mi denen man in en wickel en Volkswi scha en als e was S.ellbs e s ändlichem echnen kann. Es mangel an quali izie en K ä en. Mi a bei e muß de Un e nehme sich e s selbs he an- ziehen, deshal1b muß e zue s alles selbs im Auge behal en. E muß dami echnen, daß die noch nich angele n en A bei sk ,ä e in de P oduk ion ieles e de ben, was du ch quali izie e e A bei e e - mieden we den könn e. Es is kein Kapi alma k o handen, au den man sich abs ü zen kann. Deshalb muß de Un e nehme sein eigene Kapi algebe sein, sowei ihm nich pe sönliche Beziehungen wei e - hel en. De Eigenkapi albeda is wesen lich höhe als un e den Be- dingungen al e Indus ielände . De Kapi albeda is insgesam höhe wegen des Zwanges zu eine g oßen Vo a shal ung an Roh- und Hil s- s o en, an maschinellen E sa z eilen, weil Komplemen ä be iebe eh- len, mi denen man in einem indus iellen Milieu echnen kann, weil es manchmal auch am olls ändig,en Ausbau de In as uk u man- gel , au die ein Indus iebe ieb angewiesen is . Mi begegne e ein Un e nehme , de S einkohlen abbau e und mangels ande e Ve - OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 38 E ich Egne keh smögEchkei en au iEsels ücken ab anspo ie e. De Kapi al- beda eine Un e nehmung is abe auch deshalb höhe als in In- dus ies aa en, weil man mi einem hohen G ad nich ausgenu z e P oduk ionSkapazi ä en echnen muß. Diese übe aschende Ta sache, die in La einame ika eine seh e b ei e e Schwäche de Indus ie sein soll, geh nich allein au die Eng,e des Absa zma k es, sonde n da Ülbe hinaus au die Schwie igkei en zusä zliche Kapi albescha - ung eine sei s und au den Mangel an echnischen Spezialis en und Quali ä sa bei e n ande e sei s zu ück, de die Ein üh ung meh e e Schich en und dami eine besse e Ausnu zung de P oduk ionsanlagen meis e hinde 49 • Vie ens spielen auch Imponde abilien eine Rolle, die mi de ge- ingen Ra ionalisie ung des Ma k es zusammenhängen. Das äuße sich einmal in eine mangelha en Zahlungsmo al eines be äch lichen Teils de .Konsumen en. De e s e Anges ell e, den jede Geschä smann b auch , so wu de mi gesag , is de cob ado , de Kassie e , de nich s als .ällige Fo de ungen einzu eIben ha und am E ägnis seine iBemühungen be eilig is . Es soll Menschen geben, die aus un- pünk liche Zahlung ·einen Spo zu machen suchen. Daß dies albe möglich is , häng zum ande en dami zusammen, daß die Jus iz bei de Ein eibung on Schulden nu zä1h lüssig a bei e . P ozesse kos en Geld und daue n o jah ,elang. In de Zwischenzei such sich de Schuldne seinen Ve p lich ungen zu en ziehen. 'E ÜJbe äg sein Eig,en um au Familienang.ehö ige. Wenn de P ozeß sein Ende e - eich , hesi z e nich s meh , geh de Gläubige leich lee aus. Das alles ü zu dem E gebnis des auße o d~m lich e höh en Risikos ü jeden Geschä smann, de mi lang is ige Disposi ion und mi de Kapi al-,Immobilisie ung in ixen Anlagen · ü einen e s zu e schlie- ßenden Ma k un e dem D uck ein·e übe legenen ausländischen Kon- ku enz zu a :bei en such . Die absch eckende Wi kung des hohen Un- e nehme isikos in den An angss adien des Indus ialisie ungsp o- zesses kann kaum übe schä z we den. Das Risiko is alle dings nich nu ein Hemmschuh de indus iellen En wicklung, sonde n zugleich auch ein seh bedeu sames Regula i , das o leich e igen Fehl- i1wes i ionen in einem Lande wa n , in dem man mi seinen Kapi alien o sich ig umzugehen gezwungen is . Die En mu igung de Un e - nehme ini ia i e du ch So ge o allzu hohen Risiken ha deshalb nich nu eine nega i e, sonde n du chaus auch eine posi i e Sei e. Um de Fö de ung de wi scha lichen En wicklung willen komm es nich da au an, den Un e nehme n meh Mu zu übe nahme on Risiken einzu lößen, sonde n diese Risiken nach Möglichkei zu e minde n. 49 Cepal-Be ich , S.67/69, 305. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Wi scha liches Wachs um in Pe u und seine Wide s ände 39 2. Das Konsumen em,e hal en Man ha sich da an gewöhn , im Sinne Joseph Schumpe e s die Un- e nehme als die T iebk a de wi scha lichen En wicklung au zu- assen, übe sieh da/bei albe , daß sie eigen lich nu als Beau ag e de Konsumen en ä ig we den, da diese das Un e nehme handeln nach äglich hono ie en müssen. Ohne eine ü den Fo sch i au - geschlossene Konsumen enscha wi d alle wi scha liche En wicklung unmöglQch. In Pe u s öß man s a dessen wei hin au ein s a ionä es Konsu- men en e hal en und dies au zwei e schiedenen Ebenen. Das eine M,al /handel ,es sich um die eiche Obe schich de kleinen Zahl al - eingesessene Familien eu opäische .A:bs ammung, die die Schlüssel- posi ionen des Landes in Händen hal en. Hie häng man einem seigneu ialen iKonsums il an, d. h. man ühl sich als Angehö ige de He enschich des Landes und such demen sp echend au zu e en. So en al e man einen möglichs glänzenden Au wand, is man in einem den Eu opäe übe aschenden iMaße au Rep äsen a ion bedach , such man den Eind uck eines g oßzügig- e schwende ischen Lebens zu e - wecken, das ijbe !kleinlich·es Geld echnen ebenso wie übe E we bs- a bei e ha ben is . De o nehme Mann leb nu seinen Neigungen ode auch eiwillig übe nommenen Ve p lich ungen. Dazu beda es abe des Besi zeinkommens, das ihm das e e b e Familien e mögen e scha und ihn "unabhängig" mach . Diese Konsumen enhal ung is au die E hal ung des s a us quo de übe kommenen Wi scha s- und Sozials uk u , a:be nich au de ·en Umbau du ch eine mode ne, wi scha liche En wicklun.g ge ich e . iDem s eh als ande e Ebene eines s a ionä en Konsum e hal ens die a me un.d b ei e Un e schich des Landes gegenübe , die du ch die In- diane be 'Ölke ung und einen Teil de Indiane mischlinge e kö pe wi d. Diese Menschen leben au einem on Eu opa he un o s ellba e bä mlichen Un e hal sni eau, das ein kö pe lich,es und geis iges Dahin ege ie en mi sich geb ach ha . T o zdem sind sie abe nich au den wi scha lichen Fo sch i bedach , sonde n 'be ei , sich mi ih em Schicksal abzu inden. Vo dem Gedanken an eine daue ha e Besse ung ih e Lage haben sie längs esignie . Sei Menschen- gedenken is es nich ande s gewesen, deshalb glaUlb man auch nich , daß die Ve häl nisse sich in absehba e Zei wesen lich ände n we - den, jeden alls nich zum Besse en. So b ing man allen Neue ungen ein ie es Miß auen en gegen. Beda es eines Beweises, daß man mi solchen Menschen keine mo- de ne Wi scha bauen kann? Solange die e mögende Obe schich ih e Mi el ü einen Luxuskonsum ode ü Ausgaben im Auslande s a ü die wi sch'a liche Inlandsen wicklung e wende , solange de Wille zu wi scha lichem und sozialem Au s ieg in de Un e schich OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 46 E ich Egne en zwischen de A bei e - und Un e nehme sei e, die mi de wi - scha lichen Lage de Un e nehmung und de Leis ung des A bei e s nich s meh zu un haben. Es wi d e such , die Löhne übe das Maß des wi scha lich Ve e ba en hinau zusch auben. Da die A bei e selbs nich u eils ähig, abe leich au zuwiegeln sind, wi d dadu ch die A mosphä e de gegen.sei igen Zusammena bei e gi e . Auße - dem wi d das un e nehme ische Risiko seh e höh . Diese Poli isie ung de Gewe kscha en ha sich im Ex em zwa nich in iPe u, sonde n in ande en südame ikanischen S aa en ollzogen, sie s ahl abe do - hin aus. Im Ke n handel es sich hie um das P oblem de Gewe k- scha s üh e , die nich AIibei e selbs hil e im Sinne de klassischen Gewe kscha sbewegung, sonde n Poli ik als Mach kamp zwischen poli ischen G uppen be eiben. De Alli s ieg 'Von A bei edüh e n, die meh sind als poli ische Agi- a o en, kann nich on heu e au mo gen e wa e we den. E se z im G unde die He anbildung de quali izie en Indus iea bei e scha schon o aus, an de en Fo mung die Gewe kscha en mi wi ken sollen. Siche is die Bildung eine A bei e eli e e s das E gebnis eine p ak- ischen und geis igen Bewäh ung. Heu e en s ammen die A bei e - üh e meis nich de A bei e scha selbs , sonde n de Mi elschich . A bei e mi dem ü solche Au gaben e o de lichen Wei blick ehlen im allgemeinen. Die Pa adoxie de Lage kann man an olgende Beobach ung e - kennen: Bei dem g oßen Mangel an 'Quali ä sa bei e n bemüh sich das In e na ionale A bei sam an einigen S ellen des Landes, junge Menschen so g äl ig dazu auszubilden. Das eine diese Zen en in Chucui o am Ti icaca-8ee konn e ich besuchen. Do wu den 57 aus- gewähl e Indiane im Al e on 17 bis 20 Jah en in einem zweijäh i- gen Leh gang heo e isch und p ak isch geschul . Sie wa en gemeinsam in einem In e na un e geb ach , es gab d ei Klassen, je eine ü Tisch- le ei, Schlosse ei und Au omechanik. De iEind uck, den die Zöglinge mach en, wa ausgezeichne , e hä e in eine gleicha igen eu o- päischen Ins i u ion nich besse sein können. Das E gebnis diese Be- mühungen, bei denen wohl un e ande en kün ige A bei e üh e ih e G undschulung hä en e ah en können, bes and abe nach Aussagen des Lei e s da in, daß man am Ende de AuSbildung No ha , diese nun ollwe ig quali izie en A bei sk ä e in ü sie geeigne en A - bei splä zen un e zub ingen. Das is die Lage in einem Lande, in dem eine Leh lingsausbildung, wie wi sie im Handwe k und in de Indus ie kennen, nich exis ie und in dem übe einen allgemeinen Rücks and de echnischen Aus- bildung g,eklag wi d 59 • De Cepal-Be ich glaub ü das Jah 1955 59 Z. B. Jose Ca los Ma ici egui im 4. Kapi el seine ,,7 Ensayos de In e - p e aci6n de la Realidad Pe uana", zue s Lima 1928. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Wi scha liches Wachs um in Pe u und seine Wide s ände 47 im ganzen Lande 23 800 quali izie e A bei e es s ell€n zu könn,en, on denen e abe sag , daß sie in Wi klichkei nu mi elmäßig quali- izie seien. De Be ich mein w€i e , daß : )ü die indus ielle En - wicklung des Landes bis zum Jah e 1965 zusä zlich wei e e 50000 quali izie e A Jbei e benö ig wü den, daß man es abe mi Hil e de o handenen Ausbildungss ä en nu au 13 500 we de b ingen kön- nen. Ähnlich, wenn auch nich ganz so k aß, is die Lage bei den In- genieu en de mi l€ en und höhe en S u e. Hie benö ig man zusä z- lich zu den o handenen 2800 Technike n bis zum Jah e 1965 e wa 4950 K ä e, wäh end man nu e wa 3000 als Absol en en de be- s ehenden Leh ans al en: e wa en kann. De Be ich schließ diese Fes s ellungen mi olgenden Wo en ab: "Insgesam kann man siche sein, daß die In €s i ionen mi dem höchs en wi scha lichen E ag, die das Land kün ig o nehmen kann, in de E ich ung on Leh - we ks ä en ü die He anbildung quali izie e A bei e und on An- s al en ü die höhe e echnische Ausbildung bes ehen 60 ." Le z lich abe handel es sich um de wi scha lichen En wicklung willen nich nu um die echnische Ausbildung, sonde n um das ganze Schulsys em und dabei wiede um besonde s um die G undschulung de Jugend in den ländlichen Gebie en des Gebi ges. Vo läu ig spiel de Analphabe ismus noch €ine be äch liche Rolle im Lande. Eine neue e Zi e übe seinen Um ang is mi nich bekamn gewo den. De Zensus on 1940 gab 56,6 '0J0 de Be ölke ung als Analphabe en an, die sich abe 'So übe das Land e eil en, daß sie 32,45 O o de Be ölke- ung in de Cos a, 73,16 '(Jlo in de Sie a - in de en Ke ngebie en soga 81,45 °/0 - und 49,54 '(Jlo in de Sel a ausmach en 61 • Dank de in- zwischen be iebenen Alphabe isie ungs-Campagne dü en diese P o- zen sä ze heu e gesenk wo den sein. T o zdem is die Au ga:be eine G undschulung de ganzen Be ölk€ ung noch längs nich gelös . 4. De Kapi almangel Ein w€i e e iEngpaß ü den wi scha lichen En wicklungsp ozeß bes eh in dem Kapi almangel de noch nich indus ialisie en Lände . Mane.-hmal ha mim ihn soga ü das wich igs e En wicklungshinde - nis gehal en:. Aus solche Au assung sp ich jedoch eine Ideologie, die das En wicklungsp oblem au einen einzigen Gesich spunk zu e - kü zen such , es du ch Kapi alzu uh on außen ü lösba häl 62 • Da- mi g,eh me1s eine Idealisie ung de Auslandsgeschenke, de sog. "g an s", einhe . Die Unzulänglichkei diese Meinung kann man sich du ch die Gegen hese kla machen, daß die Kapi albe ei s ellung nich 60 Cepal-Be ich , S. 300 ., das Zi a S. 304. 61 ILO, IndJiJgenous Peoples S. 181 und 183. 62 Vgl. dazu die K i ik on B uno MoH, Cu so Supe io de Finanzas, Lima 1955, S.258. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 48 E ich Egne eine Vo bedingung, sonde n eine Folge de wi scha lichen En wick- lung is . Wenn diese e s einmal einen Ans oß e hal en ha , so wi d die Finanzie ung de wei e en Expansion aus Un e nehmungsgewinnen möglich. De ussische Weg de En wicklungspoli ik läu au die Idealisie ung eine solchen inne en Au 'b ingung du ch Selbs inan- zie ung aus de P oduk ion hinaus. Die Wah hei lieg , wie meis bei solchen An i hesen, in de Mi e. Kapi al is eine wich ige En wick- lungsbedingung, wenn auch nich die einzige und die absolu wich- igs e. De G ad seine Wich igkei häng on de jeweiligen Gesam - kons ella ion ab. Die En wicklung wi d e leich e , wenn Inlands- und Auslands inanzie ung zusammenkommen, obwohl au die Daue nu die eigene Kapi alIbildung de Volkswi scha den En wick:lungsp ozeß agen kann. Die Haup schwie igkei de Kapi al e so gung on Rohs o lände n lieg in dem Fehlen eine "iKapi almen ali ä ", die au die P lege de Vo ausse zungen ü die Bildung und die E hal ung on Kapi al bedach is . Wenn die einen am Exis enzminimum leben und die an- de en im und om e e b en Reich um, so ehl den e s en die Möglich- kei , den zwei en de An eiz zu Kapi a1bildung. Es ehl bei den Be- si zenden auch de T ieb zu Kapi ale hal ung, da ex ensi genu z e G undbesi z sich im wesen lichen on selbs e häl . Do , wo abe de Spa wille o handen is , üh e leich nich zu eine olkswi scha - lichen Kapi albildung. Gelde we den geho e ode in P eziosen und Edelme allen angeleg ode auch zum Ankau on Immobilien benu z , de en Ve käu e sie wiede konsum i e ausgaben. Leihgelde , ob inländische ode ausländisch.e He kun , we den bei gewag en Un e - nehmungen e an, da man das eingegangene Risiko nich einzuschä zen wuß e, ode sie begüns igen zu Las en des eigenen Spa ens einen s eig,enden Lebenss anda d. Das alles sind En wicklungsb emsen, de en Locke ung nu e eich we den kann, wenn sich das Spa en ü die Kapi albildung als ein Mi el zum wi scha lichen Au s ieg e weis , das die Au s iegswilligen in ih en Bann zieh . De Bildung eine Kapi almen ali ä s eh zunächs die In la ions- poli ik im Wege, die wäh end des le z en Jah zehn s und besonde s wäh end de le z en Jah e un e dem Ein luß de sich e schlech e n- den außenwi scha lich,en Lage in P.e u g oße Fo sch i e mach e. De DoHa ku s de pe uanischen Wäh ungseinhei , des Sol, be ug im Du chschni des Jah es 1938 1 $ = 4,47 Soles. 1946 mach e de F ei- ku s 7,75 Soles aus, e s ieg dann 'bis 1957 au 19,07 und bis Ende 1958 au 25,09 Soles. De Regie ungswechsel des Somme s 1959 ha de wei e en Beansp uchung de Zen albank du ch den S aa je z ein Ende gese z und zu eine S abili ä des Sol e wa au diese Höhe ge üh . Die o sch ei ende In la ion bes a e nich nu den Spa e , sonde n zwang auch den Un e nehme zu eine s eigenden Kapi al- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Wi scha liches Wachs um in Pe u und seine Wide s ände 49 ausschü ung an den S aa , da das Anlage e mögen de Un e neh- mungen nich, de Gelden we ung en sp echend neu bewe e we den du e und dadu ch wachsende Scl eingewinne en s anden, die du ch Gewinn- und Ü'be gewinns eue n p og ,essi belas e wu den 63 • Ande e Schwie igkei en e geben sich aus de S uk u des K edi - appa a es. Z.wa ehl es nich an Hanken. Neben de Zen albank, die ein ha1bs aa liches Un e nehmen is , und einigen s aa lichen En wick- lungsbanken - }e ·eine ü Landwi scha , Be gbau und Indus ie - gib ,es Spa kassen und ·eine Reihe on G oßbanken. Diese sind zum Teil ausländische Abkun . Wich ige als dies is die Ta sache, daß die G oßbanken und bedeu enden Ve siche ungJsgesellscha. en ganz in Lima konzen ie sind. In olgedessen wi d übe den Zen alismus de Ban- kenwe'l geklag . Es läu do das sa kas ische Wo um, daß die Bank eine Ins i u ion sei, de en Eigena da in bes ehe, daß sie das Geld de A men im K edi wege an die Reichen wei e lei e 64 • Dami wi d da au ~ngespiel , daß die G oßhaniken die ihnen aus ielen Quellen zu ließenden Gelde übe ih e Zen alen o wiegend g oßen K edi - nehme n zugänglich machen, da diese ihnen die bes en K edi siche - hei en zu bie en e mögen. Da die kleinen Einlege zum g oßen Teil in den P o inzen, die G oßk edi nehme abe meis in de Landes- haup s ad si zen, läu dies Ve ah en p ak isch au eine inanzielle Absaugung de P o inzen zuguns en de Me opole hinaus . .Äihnliches wie ü die Gelde de G oßbanken wi d auch ü die Mi el e wen- dung de Ve siche ungsgesellscha en und Spa kassen in Hypo Jheka - k ,edi be'klag 64 • Hinzu komm , daß ein o ganisie e Kapi alma k nu in udimen- ä e Fo m exis ie . Zwa gib es eine E ek enbö se. Diese spiel abe nach dem Cepal-Be ich nu eine ,ge inge Rolle. Die meis en Ak ienumsä ze ollziehen sich auße halb on ih 65 • Dennoch sind die Un e nehmung.en zum g oßen Teil als Ak iengesellscha en o ganisie , da dies die ·einzige Gesellscha s o m mi besch änk e Ha ung is , die das do ige Rech kenn . Auße dem wi d bei ih die Selbs inan- zie ung, die eine de wich igs en Finanzie ungs o men is , du ch die S eue gese zg.ebung begüns ig . Es we den soga alle möglichen, nich au E we b abzielende Ein ich ungen, wie gesellige Clubs, als Ak ien- geselscha engegl'ünde . Die Ak ien bleiben abe 'in solchen Fällen wie bei den Un e nehmungen meis in den Händen eines kleinen K eilses on Menschen 65 • Ih ,e Emission kann nich übe den anonymen 63 Hie zu is au einige A bei en on Romulo A. FeT e o zu e weisen, besonde ,g au "Comen a ios ace ca de los Impues os e i el Pe u", Lima 1955, und au "Di ec i as pa a un P og ama de Desa ollo Eeonomieo Nacional, Lima 1956. Siehe auch B uno Moll, P oblemas Mone a ios Con- empo äneos, Lima 1951, Kap. IV, S. 111 . 64 Vgl. Fe nando Balaunde Te y, La Conquis a deI Pe u po los Pe ua- nos, Lima 1959, S. 52 und 61 . 6 > Cepal-Be ich , loe. ci . S. 153. 4 Sch i en d. Ve eins . Socialpoli ik 21 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 50 E ich Egne Kapi alma k , sonde n nu du ch Ve kau im F eundes- und Be- kann enk eise e olg,en. Da in äuße sich deu lich die ehlende Ka- pi a:lmen ali ä . Man wag das Geld nich jensei s eines unmi elba en Bekann enk eises anzulegen. Bei diese Lag.e is es kein Wunde , daß ü wn e nehme isch ge- neig e Menschen, die selbs ube kein Kapi al e ügen, de Weg zu selbs ändige p oduk i e Be ä igung hie e spe is . S a dessen is die Finanzk a des Landes, auch wenn man <Vom S aa e und dem Auslandskapi al, on dem sogleich zu sp echen is , einmal absieh , in einem ,e s aunlich eng.en K eise konzen ie . Dazu sch eib ein allem Ex emismus e ns e!hende und konse a i e Au o wie de Na ional- ökonom de Uni e si ä Cuzco Reinaga: ",Fü niemand is es ein Ge- heimnis, daß diese wi scha lkhe Oliga chie sich in 30 Familien e - kö pe , die alle in Lima wohnen und de en Namen wei hin und all- jäh lich du ch die Banco de C edi o e b ei e we den. Wi e zeich- nen sie nu um de In o ma ion willen, indem wi sie aus dem ,Vade- mecum deI In e sionis a 1956/57' (Lima, Banco de C edi o) alpha- be isch ausziehen 66 ." Es olg dann eine Lis e VOll1 70 Namen un e . Angabe de on ihnen bekleide en Vo s ands- und AUEsich s a spos en, un e denen 21 Familien mi 2 bis 5 Familienmi gliede n, 10 wei e e Namen mi nu je einem Angehö igen e e en sind. Alle zusammen bese zen e wa 200 Vo s ands- und Au sich s a spos en in e mu lich allen bedeu ende en Un em ehmungen des Landes, sowei sie sich nich in ausländischen Händen be inden. De Ein luß diese Familien e - s eck sich meis neben ande en Un e nehmungen au eine de G oß- banken ode de Ve siche ungsgesellscha en, manchmal nach beiden Sei en hin zugleich. Reinaga üg de on ihm wiede gegebenen Lis e die Beme kung an, daß diese Lage eine po en ielle Ve lknüp ung zwi- schen wi scha, Uiche und poli ische Mach mi sich b inge, wodu ch das heu ige Bild Pe us Ähnlichkei mi dem~enigen de eu opäischen Na ionen im 19. Jah hunde gewinne. Diese Pa allele mi de eu opäischen Ve gangenhei des 19. Jah - hunde s is alle dings nu eilweise zu e end. Sie mag ü die Kon- zen a ion de iKapi almach in ela i wenigen Händen gel en. Sie s imm dagegen nich in bezug au den hie en scheidenden Gesich s- pwnk de Kapi almen ali ä . Das 19. Jah hunde ha in Eu opa die Au gabe gelös , die in Pe u je z noch zu Lösung au gegeben is . Es wu den b ei e Volksschich en zum Spa en e zogen und die so ge- bilde en Spa gelde du ch die unpe sönliche O ganisa ion des Kapi al- ma k es de P oduk ion zugänglich gemach . Das wu de nu du ch die Gewissenha igkei des Umganges mi diesen Mi eln e eich , die das Risiko des Spa e s au das menschenmögliche Maß e minde e. 66 cesa Augus o Reinaga, La Fisionomia Economica deI Pe u, Cue;co 1957, S.172 u. 178. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Wi scha liches Wachs um in Pe u und seine Wide s ände 51 Nu un e solchen Vo ausse zungen kann sich die iKapi almen ali ä en al en, die ü die En pe sönlichung und Ve sachHchung de K edi - beziehungen die Vo ausse zung bilde . Ein Ansa z dazu schein imme hin auch hie schon gegeben zu sein. Da .au s öß man besonde s beim Auslandskapi al. Dies is sei dem Jah e 1951 in be ,äch lichem Um ange zuge lossen. Das gesam e Aus- landskapi al im Lande is on 439 Millionen Dolla im Jah e 19'50 au 800 Millionen Dolla im Jah e 1958 angewachsen. Den le z en Be ag e anschlag e' man au und 15 % de Gesam in es i ionen in de pe uanischen Wi schJa 67 • Ein solche Zus om is nu dadu ch möglich gewo den, daß die ausländischen Kapi algebe die in Pe u ilwes ie en Mi el ü hin eichend gesiche be ach e en. Sie wi ken inso e n als Sch i mache eine Kapi almen ali~ä im Lande, indem sie zeigen, welche E olge du ch eine o sich ige Kapi aldisposi ion zu e zielen sind. Da in lieg eine nich wenige wich ige Leis ung als de di ek e p oduik i e Bei ag des Auslandskapi als. Doch wü de die Ans oßwi kung ü die En wicklung des heimischen Kapi alma k es wesen lich e höh we den, wenn die ausländischen Gelde sich nich wie bishe meis au ganz in ih e Hand be ind- liche Un e nehmungen und dazu noch solche de Rohs o p oduk i.on ü den EXJpo konz.en ie en, sonde n s ä ke die Zusammena bei mi einheimischem Kapi al in de Ve so gung des Binnenma k es suchen wü den. BiShe s ehen bei de Au nahme on AUJSlandskapi al de Be gbau - mi 198 Millionen Dolla im Jah e 1956 - und die E dölp oduk ion - mi 129 Millionen Dolla im gleichen Jah e - obenan, wäh end die Indus ie nu e wa 30 Millionen an sich gezogen ha G8 • Das sind knapp 10 0J0 alle indus iellen In es i ionen im Lande. Die meis en diese Mi el sind als Di ek in es i ionen gekommen, so- wei nich ö en liche in e na ionale Finanzins i u e ih e Mi el übe ö en liche pe uanische En wicklungshanken lenk en ode pe uanische We papie e im Auslande un e geb ach wu den. Nachdem bishe sCJ!Viel on de Kapi almen ali ä die Rede wa , die es zu en al en gil , muß schließlich noch ein Gesich spunk bedach we den, de dami nu am Rande zu un ha , abe o zdem au ein wich iges Hinde nis de Kap~ al e so gung hinweis . Dabei handel es sich um die aus de S ,uk u des Rohs o landes mi seine Wel ma k - abhängigkei e wachsenden Schwi'e igkei en. Wenn man die konk e en Zi e n de Kapi albildung in de Volkswi scha wäh end de le z en 11/2 Jah zehn e be ach e , so e a en sie eine e s aunliche Uns abili- 67 Cepal-Be ich , S.21/22. 68 Vigl. Cepal-Be ich , S. 156. Auße dem benu z e ich eine om Se icio de In u maciones de los Es ados Unidos de Ame ica he ausgegebene B oschü e "EI Rol de las In e siones No eame icanas den o de la Economia Pe u:ana", Lima, o. J. (ca. 1957). 4' OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 52 E ich Egne ä { gl. dazu die TabeUe ühe die Kapi albildung in Pe u). Was das u eine nach Ausbau ih es P oduk ionsappa a es s ebende Volks- wi scha bed'eu e , lieg au de Hand. Allein die Be ölke ungs e - meh ung, zugleich abe de Ausbau iele lang is ige Anlagen wie de landwi scha lichen Melio a ionen, on Siedlungs o haben nach A de Kolonisa ion in de Sel a, on Ve keh swegen, e o de n übe iele Jah e sich e s eckende l u es i io uspläne. [),iese müssen bei Schwankungen de jäh lichen In es i ionsquo e am Volkseinkommen, die übe die ,Spanne on 2 Ibis 20 O o hinaus eichen, in g öße e Schwie- igkei en ge a en. Die Kapi albildung in Pe u 1942-1957 B u o· Ne o- An eil de Jäh l. Ve änd. In es i ionen In es i ionen Ne o-In es i i- d. Ne o-In es . Volkseinkom- Jah in Millionen $ in Millionen $ onen am Volks- am Volks- men p o Kop (USA) (USA) einkommen einkommen in $ (USA) in % in % 1942 31 6 1,5 - 52 43 72 33 8,1 + 6,6 54 44 82 26 5,5 -2.6 63 1945 80 31 5,5 +-0 73 46 158 29 4,6 -0,9 78 47 180 74 11,4 +6,8 81 48 118 41 6,3 - 5,1 79 49 161 73 11,4 +5,1 75 1950 201 145 18,6 +7,2 90 51 335 195 20,3 +1,7 108 52 357 188 18,1 -2,2 116 53 333 100 9,9 -8,2 111 54 298 159 16,7 +7,8 102 1955 398 182 16,8 +0,1 118 56 454 89 7.7 -9,1 117 57 523 23 1,9 -5,8 123 Quelle: Ren a Nacional deI Pe u 1942-1957, Lima 1959, S.38 (Spal e 1-4) und S.34 (Spal e 5). Hie sieh man, daß die Übe windung de Kapi alnö e zwa in hohem Maße eine Sache des S ebens nach Bildung eine Kapi al- men ali ä im Volke is , daß man das P oblem abe on diese Sei e allein doch nich au lösen kann. Es muß de s u'k u eHe Umbau de Volkswi scha hinzu e en, de eine gleichmäßige e Spa - und Ka- pi albildung e laub . Das heiß im G unde nich s ande es, als daß e s mi o ansch ei ende En wicklung das Kapi alp oblem seine Schä e e lie . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Wi scha liches Wachs um in Pe u und seine Wide s ände 53 s. Poli ische Wide s ände Als le z e Hemmungs ak o ü den wi scha lichen En wicklungs- p ozeß sind je z die Schwie igkei en anzu ülh en, die sich da ü au de poli ischen Ebene he ausbilden. De S aa is an sich dazu be u en, du ch seine Poli ik nach K ä en die wi scha liche En wicklung zu ö de n. Da de konk e e S aa abe hin e den dadu ch an ihn ge- s ell en An o de ungen meh ode wenige zu ückbleib , wächs sich sein Handeln o in das Gegen eil, zu En wicklungshinde nissen aus. Diese Gesich spunk ha d ei e schiedene Sei en, einmal handel es sich um die allgemeine poli ische Lage im S aa e, zum ande en um die spezielle on ihm be iebene Wi scha spoli ik und schließlich um seine Sozialpoli ik. In bezug au die allgemeine poli ische Lage e geben sich in Pe u Schwie igkei en aus dem imme wi·ede beklag en Zen ahsmus de S aa s e wal ung 69 • E üh eine sei s zu eine Hype ophie de zen- alen Ve wal ung, die om g ünen Sch eib isch in de Landeshaup - s ad aus egie , einen langen Ins anz.enweg und g oße Zei e lus e mi sich b ing , ande e sei s zu eine E s ickung de ö lichen und egionalen Ini ia i k ä e üh , die man umgekeh möglichs wecken soll e. Es wächs da aus eine allgemeine Schwächung de om Zen um abgelegenen Regionen he o , da diese - mi de alleinigen Ausnahme on A equipa, de zwei g öß en S ad des Landes, die de Si z eine poli isch.en F onde is und dadu ch dem Egoismus de Landeshaup - s ad Einhal zu bie en such , -allein nach Lima ausge ich e sind, so e n sie nich in ih e Isolie ung nu dahin ege ie en. Gleichzei ig ha sich Lima zum Wasse kop des Landes ausgebilde . Hie ollzieh sich eine Scheinblü e, die allzu leich als die E üllung des En wick- lungs aumes angesehen wi d. Demgeg.enübe wi d hie au die Fes - s ellung Gewich geleg , daß diese En wicklung sich in e heblich·em Maße zu Las en alle ande en Landes eile ollzieh und deshalb keine Fö de ung, sonde n ehe eine Behinde ung ü die Gesam en wicklung des Landes bedeu e . Von eine ande en Sei e he wi d die Leis ung de S aa s e wal- ung du ch ih e Uns abili ä he abgese z . Du ch häu igen Regie ungs- wechsel und dami e bundenen Pe sonalaus ausch wi d die Ve ol- gung eine g adlinigen PdliUk o unmöglich gemach . So konn e e wa Th. R. Fo d es s ellen, daß an de a igem Regie ungswechsel und den dami e bundenen Ände ungen in den Ziels.e zungen un:d Planungen die pe uanische Ag a poli ik de le z en Jah zehn e le z lich geschei- e is 70 • Die FAO- und lBRD-Denksch i ha eine S a is ik übe die 69 Emilio Rome o, His o ia Economica deI Pe u, Buenos Ad es 1959, S.374/75. 70 Th. R. Fo d, Man and Land in Pe u, Gaines ille 1955, S. 125. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 54 E ich Egne Häu igkei des Wechsels in den lei end€n S ellungen des Ag a minis e- iums au ges ell , wodu ch die Aussagen dieses Au o s bes ä ig we den. De Wechsel in höhe en Ve wal ungspos en Pe us da ges ell am Beispiel des pe uanischen Ag a minis e iums Summe S ellungen 1948 49 50 51 52 53 54 55 56 57 1948 bis 1957 Landwi scha. s- minis e ...... 1 1 1 1 1 3 1 9 S aa ssek e ä 1 1 1 3 7 Ab eilungs- lei e ........ 1 3 2 2 2 2 1 13 23 Deze na :s- lei e ........ 4 5 2 2 5 6 2 5 31 Die Tabelle gilb an, wie o de Inhabe de angegebenen S ellungen in den e schiedenen Jah en gewechsel ha . Quelle: FAO- und IBRD-Be ich , Teil II, S.378. Die Leis ungs ähigkei des s aa lichen Ve wa!l ungsappa a es wi d schließlich auch du ch eine unzu eichende Du chse zung des Leis ungs- p ,inzips bei de Siellen e ga'be in de ö en lichen Ve wal ung be- ein äch ig , womi eine unzu eichende Besold'lU1g einhe geh . ;Dadu ch we den iele Beam e zu einem Nebene W€I'Ib e anlaß , de dann einen e heb1ichen Teil ih e K a beansp uch . Die F AO- und IBiRD-Denk- sch i , die diese Zusammenhänge im Ag a sek o e olg , e klä , daß die gese zlichen G undsä z·e ü die Pe sonaleins eHungen des S aa es an sich gesund seien, daß sie abe "o du ch die In e en ion lokale Poli ike unw.i ksam gemach we den"71. Es müsse mi de Leis ungsbel1ücksich igung eine gena'lle e Ve an wo ungsabg enzung inne halb de Ve wal ung Pla z g ei en und danach das Gelhal ab- ges u we den. Daß auch wi scha spoli ische Maßnahmen sich en wicklungshem- mend auswi ken können, besonde s wenn sie den Tendenzen des Ma k geschehens zuwide lau en, is eine al e E ah ung. Zwa ha Pe u schon 1949 g undsä zLich den Sch i zu eine libe alen Wi - scha spo1i ik ge an. Doch ha man damals, augenscheinlich um des Konsumen enschu zes, ahe auch um de In la ionsbekämp ung willen, einige Ma k manipula ionen be~behal en, die im Lau e de Jah e schwe e Ma k e ze ungen mi sich geb ach haben 72 • Zum Teil is eine Höchs p eispoli ~ bei Lebensmi eln ohne g€se z- liche G undlage on ö lichen und egionalen Diens s ellen im Lande be 1e1ben wo den. Die ande en Maßnahmen e g i de S aa . So n FAO- und IBRD-Denksch ii , Teil II' S.365. 72 Zu den olgenden Alngaben gl. FAO- u. IBRD-Denksch i , Teil II, S.180 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Wi scha liches Wachs um in Pe u und seine Wide s ände 55 sch ieb e de "komme ziellen" Landwi scha de Küs e o , daß sie neben dem Anbau ih ·e Expo p oduk e 1~ bis 30 O o de Nu z läche mi Lebensmi eln ü den heimischen Ve b .auch zu bes ellen hä e. Diese sog. Poli ik des "pan lle a " mu e e den Be ieben e hebliche E - agsop e zu, konn e alle dings nu in de Nähe on Lima wi klich du chgese z we den. De S aa zwang e ne die Reisp oduzen en, ihm selbs ih e gesam e E n e zu billigen !P eisen zu e kau en, was den E olg eine Quali ä sminde ung und eines iP oduk ions ückganges ha e, so daß man Reis impo ie en muß e, nachdem man ge ade e s Reis-Expo eu gewo den wa . Die Regie ung such e die Fleischp eise nied ig zu hal en, was dazu üh e, daß dies zu Viehzuch on de Na u p ädes inie e Land s eigende Fleischimpo e nö ig ha e, die su:b en io üe wu den und daß man im Lande meis SchJuhsohlen als Flejlsch zu essen bekam. Auch die Milchp oduk ion wu de wegen eines Höchs p eises un en abel. Ande e Eing i e gab es noch bei Weuen und B o , ü Zucke , Ka ee, Gummi und ü den Guano, de on eine s aa lichen Monopol-Gesellscha zu einem D i el des Expo - p eises im In1ande e kau wu de. Schließlich gab es noch Mie kon ollen und Benzinhöchs p eise. Um diese le z en, de en E höhung mi o sch ei ende In la ion am Wide - s and de Taxi-Chau eu e in Lima geschei e wa , kam es zu einem schwe en Kon lik , nachdem de inländische Haup p oduzen in Ges al eine us-ame ikanischen GeseHscha sich geweige ha e, wei e e In es i ionen ü den s eigenden Beda 'Vo zunehmen. Sie wa en un- en abel gewo den. ·Gleichz·ei ig sch ump e de bishe ige E dölexpo so zusammen, daß de Augenblick eines Zu uh beda ns o auszusehen wa , wäh end im Lande es sich bei den he schenden P eisen lohn e, das Benzin ande en Ene giequellen o zuziehen und da übe hinaus die äl es en und unzweckmäßig gewo denen Au os noch wei e zu be- eiben 73. E s nach übe s ehen eines S eiks de Taxi-iFah e konn e die Regie ung Bel an nach ilh em An i im Somme 1959 die Benzin- p eise e höhen. Die Meh zahl diese Regulie ungen dü e heu e de Ve gangenhei angehö en. Nach den wi scha spoli ischen Eing i en is je z de Blick den sozialpoli ischen Maßnahmen zUZluwenden und de F age, inwiewei sie sich als ein Hemmnis de wi scha lichen En wicklung e wiesen ha:ben. Es is eine bekann e Ta sache, daß iele nich indus ialisie e Lände sich um einen möglichs mode nen Ausbau ih e Sozialpoli ik bemüh haben. Das gil auch Ü Pe u. Die E gebnisse diese Be- mühungen haben nich ech be iedig , wie aus de K ihk he o - geh , die sie bei eine Reihe on inländischen und ausländischen Sach- e s ändigen ge unden haben. Diese Beans andungen schlugen sich 73 Vgl. dazu den Cepal-Be ich , S. 123/24. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 62 E ich Egne Alle dings ha diese En wicklung im ag a ischen Be eich die Vo - ausse zung, daß in s eigendem Maße A bei sk ä e aus de Landwi - scha in ande e Beschä igungen übe üh we den. Da ü komm in g öße em S ile nu die Indus ie in Be ach . Hie zeig sich die enge Ve lech ung de ag a ischen mi de indus iellen En wicklung. Land- wi scha und Indus ie, m. a. W. die p imä e und sekundä e P o- duk ion, können nu in gegensei ige Abs ü zung, indem de eine Wi - scha ssek o ma k bildend ü den ande en wi d, eine wi scha liche Expansion he o u en. Wohl spiel daneben die in de " e iä en P oduk ion" de iDiens leis ungen ä ige Be ölke ung eine Rolle. iDoch muß zunächs mi de en Sch ump ung ge echne we den, da sie in manche Hinsich unp oduk i au gebläh wa . Deshalb häng die Kau k a s eigel'ung de b ei en Volks eile neben de Landwi scha on de indus iellen Be ölke ung ab. De en Lage is wiede um eine Funk ion des Ausbaues de indus iellen P oduk ion. Du ch ein Indus ie ö de ungsgese z ha man in Pe u neue dings die indus ielle En wicklung zu s imulie en gesuch 84 • Dadu ch we den Un e nehme n ü die E zeugung on Wa en, die au eine Lis e on "P oduk en on undamen ale Bedeu ung" gese z wu den, be äch - liche inanzielle Vo eile einge äum , so du ch ZoUbe eiungen bei da ü benö ig en Impo en, du ch S eue nachlässe ü einige Jah e, du ch Absch eibungs e güns igungen, du ch S aa sbü gscha en ü Maschinenanscha ungen, du ch K edi e bei de s aa lichen Indus ie- bank. Schließlich such de S aa solchen Un e nehme n auch bei de G unds ücksbescha ung behil lich zu sein. Das Ganze mu e dem S aa e e hebliche inanzielle Op e zu. So nü zlich die dadu ch ge- scha enen An eize auch sein mögen, so muß doch o ih e übe - schä zung gewa n we den. Man da nich e gessen, daß de S aa um diese inanziellen Geschenke willen ande e zusä zlich belas en muß. Es ha w.enig Sinn, äl e e Un e nehmungen e s ä k zu bes eu- e n, um dadu ch jungen Un e nehmungen den S a zu e möglichen. Desha~b kann es sich bei diese Me hode de En wicklungspoli ik im- me nu um in besch änk em Um ange e g i ene Maßnahmen handeln. Sie bedeu en eine Hil e sekundä e Na u , de gegenübe die p i- mä en Au gaben des S aa es nich zu ku z kommen dü en. Bei diesen p imä en Au gaben geh es um die Scha ung eines gün- s igen Indus ieklimas im Lande. Dies eg allein du ch sein Vo han- densein die indus ielle Un e nehmungslus an. Dem dien alles, was eine Ris,ikominde ung de Un e nehmu ug mi &ich b ing , o an die mone ä e und ech liche Siche hei . Da übe hinaus schläg sich hie niede , inwiewei die gesam e Poli ik des S aa es dem Un e nehme sein Fo kommen e leich e ode e schwe . Eine spezielle Hil e kann 84 Ley de P omocion Indus ial om 26. XI. 1959, Tex abd uck: in de Zei- ung "La P ensa", Lima, om 1. Dezembe 1959. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Wi scha liches Wachs um in Pe u und seine Wide s ände 63 de S aa e ne du ch Ma k au klä ung scha en, indem e dem an- gehenden Un e nehme die Un e lagen be ei s ell , die ihm eine Kal- kula ion seine Ma k chancen in de Volkswi sch·a ges a en. Wich- ig is e ne die S aa shil e bei de Bescha ung geeigne e Mi a bei- e , sei es de Spezialis en, sei es de A bei sk ä e, wozu ein A bei s- nachweiswesen e o de lich is . Schließlich is die Ve mi lung gün- s ige K edi e nich die ge ings e de s aa lichen En wicklungsau ga- ben. Doch 'b auchen die so e mi el en K edi e keinen Sub en ions- cha ak e zu agen. Es gi'b , wie diese wenigen Andeu ungen zeigen, manche lei Ansä ze ü eine s aa liche En wicklungspoli ik, abe es gib keine Pa en lösung ü diese. Alle solchen Maßnahmen sind nu echnische Hil smi el, die dazu bei mgen mögen, dem wi scha lichen Wachs um den Boden zu ebnen, die dies abe nich zwangsläu ig auslösen können. Le z lich geh es dabei um einen sich im Menschen ollziehenden P ozeß, um menschlichen Wandel und das E g ei en de ihm du ch die indus ielle Gesellscha gebo enen Möglichkei en. Von diese menschlichen Sei e häng das Gelingen de En wicklungsbemühungen schließlich ab. Hie k{)mm es da au an, ob man den Mu ha , den Absp ung in die egali- ä e Gesellscha des Indus ialismus zu wagen. Das heiß im pe uanischen Falle, daß man das g oße und bishe p ak isch ungenu z e wi scha liche Po en ial, das in de indiani- schen Be ölke ung lieg , ü die Gesam hei e schließen muß. Mi de in diesen Menschen unen wickel schlumme nden P oduk i k a wu de in de Ve gangenhei , wi d noch heu e eine g oße Ve schwen- dung ge ieben. Nich in den Na u gaben, sonde n in ihnen liegen die wi scha lichen Haup chancen des Landes ü die Zukun . Um sie zu nu zen, komm es abe da au an, den Indiane in menschliche und soziale Hinsich au ein kul u elles Ni eau zu heben. Geis ige S an- da d und quali a i e Leis ungs ähigkei des a bei enden Menschen sind im G oßen und au die Daue gesehen zwei Sei en ein und de selben Medaille. Zum Schluß mag hie de oben zi ie e Aussp uch Robe Del8!Vig- ne e's noch einmal a iie we den: Die indianische Un e schich wi d das wi scha liche Wachs um o an agen ode das wi scha liche Wachs um wi d ga nich in Pe u o ange agen we den. En wede die Obe - und Mi elschich we den sich mi de Un e schich zu de Einhei eine Na ion in eg ie en, dann wi d dadu ch das wi scha - liche Wachs um ange ieben we den. Ode es we den wie bishe zwei Rassen, zwei Völke , zwei Klassen emd nebeneinande he leihen, dann muß alle Ans engung um die Fö de ung des wi scha lichen Wachs ums e gebliche Mühe bleiben. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Tunesien, de Modell all eines En wicklungslandes Von Minis e ial a G. Seile , Düsseldo Zu Beginn des Jah es 1957 ha e die unesische iRegie ung um die En sendung on Sach e s ändigen gebe en, um nach Gewinnung de poli ischen Unabhängigkei nunmeh auch in den meh und meh in den Vo de g und e enden Wi scha s- und Finanz agen nach eine Bes andsau nahme Vo schlä~ ü eine na ionale unesische Wi - scha s- und Finanzpoli ik zu e hal en. Im Mi eLpunk eine de - a igen Un e suchung soll e dahe damals die F a ge s ehen, wie sich Tunesien ohne Ge äh dung seine g€ ade gewonnenen poli ischen Un- abhängigkei aus den mannig achen Ve lech ungen seine Wi scha mi de ühe en P o e'k o a smach F ank eich lösen könne, um du ch eine wi scha spoli ische Neuo ien ie ung eine S ä kung de einheimischen Wi scha und eine Hebung des Lebenss andaDds seine Be ö1ke ung zu e zielen. Das seine zei e s a e e Gu ach en besch änk e sich also bei eine Analyse de unesischen Wi scha au Be eiche und Vo gänge, die ü die e be enen übe legungen on besonde e Wi ksamkei wa en. Es beansp uch e dagegen nich , einen olls ändigen übe blick übe die unesische Wi scha und ih e P obleme zu geben. Wesen lich wa ielmeh , bes imm e ypische E scheinungen und s uk u elle Be- gebenhei en so wei da zus ellen, als sich da aus die Sonde hei en de zum 'F anc-Block und zu anzösischen Zollunion gehö enden unesischen Wi scha im Zusammenhang mi ih en besonde en his o ischen und geog aphischen Gegebenhei en e klä en. Hie aus wiede zog das Gu ach en bes imm e Folge ungen, die es a}s Lei sä ze und konk e e Vo schläge de unesischen Regie ung zu Be ücksich igung bei de Gewinnung eine eigens ändigen unesischen Wi scha spoli ik emp ahl. Nach diesem Hinweis e schein es dahe auch zulässig, die im Jah e 1957 e we e en s a is ischen Angaben, die zudem noch au ühe en Jah en basie en, ü die Da s ellung de Wi scha ss uk u unko i- gie zu lassen. Nu , wenn sei dem sich wi klich en scheidende Ve - ände ungen gezeig haben, die on eine Neuo ien ie ung de wi - sc4a spoli ischen Linie zeugen, sollen sie na ü lich in olle Kla hei wiede gegeben we den. 5 Sch i en d. Ve eins . Soclalpol1 !k 21 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 66 G. Seile Nach E s a ung des Gu ach ens sind inzwischen d ei Jah e e - lossen, und es muß on besonde em In e esse sein, heu e es zus ellen, ob und in welchem Um ange damals gezogene Schlüsse du ch die ein- geschlagene unesische Wi scha spoli ik bes ä ig wu den. Um das E gebnis o wegzunehmen, Tunesien is ein Beispiel da ü , daß die Wi scha shil e ü En wicklungslände sich wede in eine Kapi al- hil e e schöp en da , ohne daß zu o mi dem En wicklungsland die ü seine Be ölke ung sinn olls en Wege de Wi scha spoli ik un e - such wo den sind, noch, daß umgekeh übe eine akademische Be- a ung hinaus nich nunmeh auch die ma e iellen Hil es ellungen, die sich als e o de lich gezeig haben, gewäh we den. Die bis- he igen Ansä ze eine eigens ändigen unesischen Wi scha spoli ik und die Ans engungen, die on diesem Land gemach we den, lassen ho en, daß hie de Sch i in die Zukun geling . Die P ü ung, wie es ü Tunesien möglich sei, nach de na ionalen Be eiung des Landes auch wi scha lich g öße e En al ungsmöglich- kei zu gewinnen, hemmende bes ehende Wi scha s e lech ungen zu lösen und o allem zusä zliche A bei splä ze zu scha en, e o de zunächs , die ü den un es ischen Wi scha s aum cha ak e is ischen, s uk u ellen Ta bes ände und wah scheinlichen En wicklungslinien da zus ellen. Aus ih e We ung is dann die E kenn nis zu gewinnen, in welchen Punk en dieses Wi scha sgeschehen beein ußba und au das gewünsch e Ziel lenkba e schein . D1e unes.ische Wi scha eig , als wohl ü den gesam en Magh eb*- Raum cha ak e is isch, in den le z en s a is isch e aß en Jah en ein nich zu übe sehendes Zu ückbleiben de wi scha lichen En wick- lung gegenübe den wachsenden Bedü nissen eine ungewöhnlich s a k zunehmenden Be ölke ung. Diese en schei,dende Ausgangspunk de Un e suchung s ell sich in olgenden ma kan en Zahlen da : Be ölke ungss uk u Au eine Fläche on und 125 000 km 2 zeig die Be ölke ung on je z e wa 3,8 Mio in den le z en 25 Jah en eine Zunahme um e wa zwei D i el, wäh end in de gleichen Zei de P oduk ionszuwachs un e einem Vie el lag. Bei einem Gebu enübe schuß on und 70 000 .im Jah (Gebu enzi e 41 p o 1000, England 16, F ank eich 20) is die Be ölke ung in ih em Au bau ela i jung, meh als die Häl e is jünge als 20 Jah e. Diese wachsende Be ölke ung ha den D ang, in die S äd e und den uch ba en Küs ens ei en des Landes abzu- wande n, weil do am ehes en A bei smöglichkei en gegeben sind. * Un e Magh eb-Raum e s eh man die No da ikanischen Küs en- lände Ma okko, Alge ien und Tunesien. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Tunesien, de Modell all eines En wicklungslandes 67 37 '0/ 0 de Einwohne leben in S äd en VOn meh als 1000 Einwoh- ne n; im Süden is die Be ölke ungsdich e je km 2 e wa 5, in de Bannmeile on Tunis e wa 160. Rund zwei D i el de Gesam be ölke- ung leben in dem Küs ens ei en on Bize a bis S ax bei eine du chschni ldchen Be ölke ungsdich e on 100 bis 150 p o km 2• S and de Beschä igung Das Bild wä e nich olls ändig, wenn man sich nich wei e e - gegenwä ig , daß on diesen und 3,8 Mio Einwohne n nu e wa knapp 900000 p oduk i sind, d. h. einen s ändigen A bei spla z haben; mi ande en Wo en, jede Beschä ig e ha auße sich selbs meh als 3 Pe sonen (F auen, Kinde , A bei slose), olkswi scha lich gesehen, zu e hal en. Dabei müssen auße den e wa 80 000, die in den S äd en als A bei slose (beschä igungslose A bei nehme ) egis ie sind, wei e e 250000 im Sinne eine mode nen Volkswi scha als unp o- duk i angesehen we den, so daß man a sächlich on dem Vo handen- sein on 330 000 A bei slosen - ode nahezu A bei slosen - ausgehen muß. Man kann abe auch die Au assung hö en, daß die Zahl diese sogenann en Un e beschä igen soga noch wei höhe lieg . Die Ve bindung zwischen diesem Be ölke ungsbild und de wi - scha lichen S uk u Tunesiens wi d be ei s du ch eine Analyse de olkswi scha lichen Gesam echnung nach Beschä igungsa en he - beige üh . Dabei zeig sich au den e s en Blick die ganz übe wiegende Bedeu ung de Landwi scha als Rese oi ü eine Be ei s ellung on A bei splä zen. Von de Gesam Jbeschä ig enzahl en allen e wa 80 '0/ 0 au Tä igkeii en in de Landwi scha . Daß demgegenübe de Bei ag de Landwi scha als Teilgebie de Volkswi scha zum B u o-SoziaLp oduk Tunesiens nu e wa 40 '0/ 0 be äg , e klä sich aus de auch ande wä s bekann en ge inge en olkswi scha lichen Wi ksamkei landwi scha liche Be ä igung; mi ande en Wo en, ein landwi scha liche Lände we den as Jmme einen ge inge en Le- benss anda d haben als Indus ielände . Das zeig au einen Blick auch die Lohnsumme in de Landwi scha , die nu e wa 4 Millionen Dina * bei eine Gesam lohIliSumme on 30 Millionen Dina im Lande be äg . Auch Leis ungen aus de Familienkasse sind ü die Land- wi scha e s in Vo be ei ung. Von den es lichen 60 O o de in- ländischen B u o-P oduk ion en allen je und 30 O o au Indus ie und Handwe k eine sei s sowie au den Handel ande e sei s. Die Zahl de A bei splä ze is dagegen au diesen Wi scha sgebie en e häl - nismäßig ge ing. * l' Dma = 10 DM. 5· OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 68 G. Seile Das P oblem, das sich om S andpunk des A bei sma k es hie au wi , lieg also da in, daß selbs bei eine e s ä k en Indus iali- sie ung die Gewinnung zusä zliche A .bei splä ze imme nu beg enz sein wi. d, weil die Vo ausse zungen ü den a bei sin ensi en G oß- be ieb mi meh e en 1000 A bei splä zen wes eu opäischen Aus- maßes wi scha ss uk u ell (Mangel an Wasse , Mangel an Ene gie) z. Z . jedem ,aHs noch nich gegeben zu sein scheinen. A:uch ü eine aJbsehba e Zukun wi d Tunesien also sein Augenme k dem wei e en Ausbau und Au bau de Landwi scha mi Nachd uck widmen müssen. Zwa we den auch eine Mechanisie ung de Landwi scha insowei zunächs G enzen gese z sein, als sie zu einem Ve lus an A bei sp1ä zen üh en wü de. AlleI'dings schein diese G enze noch in wei e Fe ne zu liegen, solange noch de G oß eil des Bodens - allein im Ge eideanbau on 600 000 ha und 500 000 ha -nach adi io- nellen Me hoden ohne mode ne Acke ge ä e bewi scha e wi d. Wi scha ss uk u D1e s a ke Klimaabhängigkei de Landwi scha mach es schwie- ig, sie mi einem es en An eil in de olkswi scha lichen Rechnung e ncheinen zu lassen. Imme hin gib es Du chschni swe e ü die le z en Jah e, die kla zeigen, daß die ü eine olkswi scha liche We ung en scheidende P oduk ion au Ge eide, Oli en, Zi us üch e, Da eln und Wein en äll . De Ge eideaIlibau be inde sich zu zwei D i eln in de Hand on Eu opäe n, de Oli enbau dagegen zu 80 % im Besi z on Tunesie n. De Ge eideanbau ha noch in den le z en Jah en an Ausdehnung zugenommen. Bei Ge eide, Wein und Da eln und Zi us üch en geh die Aus uh ausschließlich nach F ank eich, und 'zwa zu P eisen, die übe den Wel ma k p eisen liegen. Zu S ü zung des P eises, wie auch um eine Rese e ,anzulegen, ha die Regie ung dami begonnen, die Oli ene n e zum Teil au !Zukau en und einzulage n. Die wachsende Bedeu ung des Al a-G ases au eine Fläche on d. 1,5 Millionen ha wi d im wesen lichen da on abhängen, in welchem Um ange es geling , den Rohs o be ei s im Lande zu Rohzellulose zu e a bei en. Eine Fab ik mi ame ikanische Aus- us nmg und eine jäh lichen P oduk ion on, 25 000 o Papie masse soll 1961 die Ve a bei ung de Hal ag äse au nehmen. Die unesische Regie ung ha ich ig e kann , daß eine Auswei ung de Landwi scha Ülbe wiegend on de Scha ung neue und zu- sä zliche Bewässe ungsmöglichkei en abhäng . Denn e s die Bewäs- se ung e laub den übe gang zu a bei sin ensi en Bode ubes ellung o all,e n mi Gemüse. Das Medje da-P ojek * soll e dahe mi allen * Es handel sich dabei um die Regulie ung und Au s auung des MeIClje da-Flusses ü Zwecke de Bewässe ung. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Tunesien, de Modell all eines En wicklungslandes 69 zu Ve ügung s ehenden Mi eln o wä sge ieben we den, und so lange bie nich abschließende E gebnisse o liegen, bes eh ü die Inang i nahme wei e e Vo haben g oßen Ausmaßes - e wa ü die Mi e ode den Süden des Landes -die Ge ah de Ve ze elung on Mi eln und K ä en. Das schließ na ü lich nich aus, ö liche .Au - gaben, ü die besonde s güns ige Vo ausse zungen o liegen, auch an ande en S ellen des Landes zu übe nehmen. Vo allem abe wü de in de Umges al ung de Bes ellungsme hoden in de Landwi scha om adi ionellen au einen mode nen Ackenbau eine ganz wesen - liche P oduk ionss eige ung denkba sein. Wei e zeigen E ah ungen im gesam en Mi elmee aum, daß eine Au o s ung de e ka s e en Flächen ohne eine einschneidende Ein- sch änkung de Ziegenhal ung nich möglich is . Die Fo sch i e de Au o s ung sind bei eine Fläche on d. 990 000 ha bishe noch nich be iedigend. Neben de Bewässe ung is de Wald wegen de Wasse hal ung une se zba . Zudem bes eh hie die Möglichkei , die Au o s ungsa: .bei en wei gehend du ch K ä e du ch üh en zu lassen, die z. Z . ,a ibei slos sind; sie ließen sich also als No s andsa bei en gleichzei ig ü eine Bekämp ung de A bei slosigkei ausnu zen. Im Zusammenhang mi diesen F agen de Au o s ung soll e auch ge- p ü und du ch p ak ische Ve suche kon ollie we den, wiewei nich de Aus all bei eine eingesch änk en Ziegenhal ung im No den und im Küs ens ei en du ch Au zuch on Rinde n aus süda ikani- schen ode südame ikanischen S eppengebie en in den e s epp en Lands ichen de Mi e des Landes au ge angen ode soga wei übe - wogen we den kann. Hie bei handel es sich alle dings um Rassen, die nich in e s e Linie als Milchp oduzen en in F age kommen, son- de n de en olkswi scha liche We as ausschließlich au dem An- all on Fleisch und Häu en be uh . Die ungenügende Ausnu zung de Kapam ä en in de Fische ei is au allend. iDie und 20 bes ehenden Fab iken ü F~schkonse en sind wegen mangelnde Anlie e ung zum Teil nich ausgenu z . Die P oduk ion geh mi einem We on und 760000 Dina as aus- schLießlich nach F ank eich. Wie ü die Landwi scha i es siche lich auch ü den indu- s iellen Sek o de unesischen Wi sch,a zu, daß hie Möglichkei en ü eine S eige ung de P oduk ion e schlossen we den können. Abe diese Möglichkei en sind nich unbeg enz und zudem, weil es sich wei gehend um ü die Aus uh bes imm e Rohs o e handel , on de En wicklung de Wel ma k p eise abhängig. Es zeig sich hie also dn ähnliche Weise eine Uns abili ä de unesischen Wi scha wie bei de Landwi scha in olge de KlimaaJbhängigkei . Sie ;be uh dm indus iellen Sek o au dem hohen An eil ge ade des Be gbaues mi OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 70 G. Seile übe 30 O o de Aus uh bei einem An eil on e wa 8 O o des Na ional- einkommens gleich und 11 bis 12 Millionen Dina . Nun sind an in Tunesien p oduzie en Mine alien Eisene .ze zwa au dem Wel ma k gesuch , zumal wenn sie die Quali ä de hie ge ö de en Haema i e haben, Phospha e de hiesigen Quali ä en abe nu schwe abse zba , so daß es soga zwei elha is , ob die Aus uh in bishe ige Höhe on e wa 5,6 Millionen Dina au ech e hal en we den kann. Im Augenblick is die Ene gie e so gung des Landes bei s a ke Ve lage ung on Kohle au E döl zwa aus eichend und auch ü einen !Zusä zlichen Beda bei anlau ende Indus ialisie ung du ch o ausschauende Planung und Anlage on Wasse k a we ken ge- üs e , abe doch eben wei gehend ein uh abhängig. Zudem sind die P eise ü elek ische Ene gie ungewöhnlich hoch und in olgedessen ü die Scha ung on ene gieahhängige Indus ie hemmend. Neben de Auswei ung de Kapazi ä en bei Phospha en, Eisen und Blei und gegebenen alls An eiche ung de Mine alien in de e s en Ve a bei ungss u e im Lande müß e die Tendenz dahin gehen, o allem au b ei e Ebene Klein- bis Mi elindus ie zu Deckung des e schiedena igs en Konsumbeda s en s ehen zu lassen, wäh end ü Tex ilien und Lede bei en sp echende Ve b ei e ung des Rohs o - an alls (S eige ung de Scha - und Rinde zuch ) wah scheinlich gu e Vo ausse zungen ü soga g öße e Be iebe gegeben sein könn en. Die schon e wähn en unausgenu z en Kapazi ä en bei de Konse en- und auch de Mühlenindus ie zeigen alle dings, daß hie noch wei e - gehende Zusammenhänge o allem mi den bes ehenden Außenhan- delsbeziehungen o liegen, die eine an sich gegebene En wicklungs- möglichkei nich zum ZU ge kommen lassen. Rein s uk u ell sind die e wähn en indus iellen Möglichkei en jeden alls gegeben. De koloniale Aspek de unesischen Wi scha Die iDa s ellung wü de abe nun de wi klichen Sachlage nich ge- ech we den, wenn eine cha ak e is ische Sei e des Wi scha sbildes on Tunesien une wähn bliebe: Das is die uilibes ei ba e Ta sache, daß au eine noch zum Teil in mi elal e lichen Vo s ellungen lebende und nach o kapi alis ischen Regeln ablau ende Wi scha eine mo- de ne kapi alis ische Wi scha wäh end de P o ek o a szei au ge- lage wu de, ohne daß diese beiden Wi scha s o men eine an- nähe nd ha monische Einhei eingegangen wä en. Vo allem Land- wi scha und Handwe k we den übe wiegend nach solchen o - kapi alis ischen Me hoden be ieben, wäh end Indus ie und Handel as ausschließlich in de Hand on Eu opäe n mi de mode nen Kapi alwi scha na u gemäß auch die wi scha liche übe legenhei , die mi de Behe schung on Bank- und Ve siche ungswesen, Schi - OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Tunesien, de Modell all eines En wicklungslandes 71 ah und g oßen Kapi algesellscha en e bunden is , bei dem nich - unesischen Be ölke ungs eil konzen ie e. Das eindeu ige Bild diese Sammlung alle wi scha lichen K a in de Hand on Eu opäe n zeig die Landwi scha , wo schon 1937 di'e bes en Böden mi und 1,7 Mio ha zu 95 O o im anzösischen Be- si z wa en. Allein 23 U o dieses Landes wa en dabei abe in de Hand on nu ie g oßen Gesellscha en, die z. T. ili e sei s noch Be gbau- in e essen e e en. Es läß sich dabei nich bes ei en, daß die land- wi scha liche Nu zung in de Ve gangenhei wenig Vo so ge ü die E hal ung de Bodenk a , wie Schu zmaßnahmen gegen Bodene o- sionen, aus eichende Düngung zu Regene a ion usw. ha e kenen lassen. Eine Folge diese Ballung alle wi scha lichen K a .in de Hand on Eu opäe n wa na ü lich die En s ehung eine Kau k a bei diesen, die wei übe de de unesischen Be ölke ung lieg und dn Ve bindung mi de Zugehö igkei des Landes zu anc-Zone zu einem Einpendeln de P eise au e wa dem du chschni lichen P eis- ni eau IF ank eichs ge üh ha . So e klä en sich die ungewöhnlich hohen P eise on G und und Boden in den S äd en und die ü die unesische Be ölke ung kaum bezah1ba en Mie en in Mie wohnungen mode nen eu opäischen Zuschni s. Ve häl nismäßig unbe üh is on diese En wicklung noch das Lohnni eau geblieben, wenn auch eu o- päische Spi zenk ä e mi Löhnen on eu opäische Höhe abge unden we den. Das wi d auch iü die Zukun un e meidba sein, will man solche K ä e ü den Au bau des Landes gewinnen. Im allgemeinen abe lieg de S and de Löhne wei un e dem eu opäischen Du ch- schni . So e häl z. B. de ungele n e Al"Ibei e allgemein nu einen Lohn on 70 bis 80 Millimes = 0,70 bis 0,80 DM je S unde. Es wi d abe no wendig sein, dieses Lohnni eau o läu ig im wesen lichen un e ände zu lassen, wenn Tunesien nich seine gegenwä ige Aus- sich , ü ausländische In es ionen billige A lbei sk ä e an O und S elle zu Ve ügung zu haben, e lie en will. Zu diesem Punk wi d bei de E ö e ung eine Assozia ion an den Gemeinsamen Ma k noch besonde s S ellung zu nehmen sein. So wenig nun die !Zi ilisa o ischen E olge de P o ek o a szei , wie die echnische E schließung des Landes und die e s aunlichen sani ä en Ve besse ungen, übe sehen we den dü en, kann ein objek i e Be- obach e abe auch nich an diesem da ges ell en kolonialen Aspek des unesischen Wi scha sbildes o beigehen. Als E gebnis is es zuhal en, daß die ins Land geb ach e kapi a- lis ische Wi scha sme hode zwa zwei elsohne zu g oßen absolu en E olgen in ih em eigenen Wi kungsbe eich ge üh ha , und daß diese E gebnisse wi scha liche E schließung, wie S aßen, Eisenbahnen, OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 78 G. Seile 1. Seh g oße Abhängigkei Tunesiens om Außenhandel. Das Na ionalein!kommen Tunesiens (Ne o-Sozialp oduk zu Fak o kos en) be ä g 1957 e wa 165 Mio Dina , seine Ein .U'h eichlich 60 Mio Dinla , das sind naihezu ZlWei Fün el des Na ionaleinkommens. Diese An eil is meh als doppel so hoch wie in F ank eich ode in Deu schland und ielen ande en Lände n. Indessen is zu be ücksich- igen, daß, je g oße ein Land -gemessen an Einwohne zahl und Wi scha sk .a , -des o ge inge im aUgemeinen de An eil des Außenhandels am Volkseinkommen is . Demen sp echend wi d bei klei- ne en und' wi scha lich schwäche en Lände n diese An eil in alle Regel eI'ihäl nismäßig g oß. Ein hohe An eil des Außenhandels am gesam en wi scha lichen Geschehen is dahe ü Tunesien als na ü - lich anzusehen und wi d ohne schädliche Einsch änkungen in abseh- ba e Zukun nich zu 'beheben sein. Doch soll e es wohl möglich sein, du ch ,geeigne e Maßnahmen zu e eichen, daß kün ig das Volksein- kommen s ä ke s eig als d~eEin uh , so daß inne halb eine nich allzu langen Zei ein Zus and e eichba sein dü e, bei dem de An eil de Ein uh am Volkseinkommen einen Sa z on e wa 30 O o nich übe s eig . 2. Seh s a ke Fehlbe ag de Außenhandelsbilanz. In den le z en Jah en bis 1957 hiel sich die Ein uh in de eben e wähn en G ößen- o dnung on 60 Mio Dina , die Aus uh abe nu in eine solchen on 40 Mio Dina mi de Fo~ge eine g oßen Albihängigk,ei des Landes VQIl1 Ausland. Es is das Bes eben jedes Landes, au die Daue ein annähe ndes Gleichgewich zwischen Ein uh und Aus- uh in seine HandelsbiLanz he zus ellen, il1iSbesonde e wenn nich ande e e häl nismäßig s abile Elemen e de Zahlungsbilanz (E äg- nisse on Auslandsanlagen, aus Ve siche ungs e häl nissen, aus dem F emden e keh usw.) endenziell den FehLbe ag de Handelsbilanz ausgleichen. In Tunesien dagegen wi d die Lücke in de Zahlungs- bilanz, die sich aus dem Ein uh übe schuß e ,gib , sei ge aume Zei nu du ch ö en liche und p i a e K edi e des Auslandes, d. h. o - wiegend F ank eichs und neue dings de USA geschlossen. Es muß alleldings be ücksich ig we den, daß, Lände , die sich in de En wick- lung be inden, egelmäßig au Auslandshil e angewiesen sind und da- mi ü eine meh ode minde lange Anlau zei einen be äch lichen Ein uh Übe schuß in Kau nehmen müssen, es sei denn, sie en schlös- sen sich zu eine ha en Aus e i y-Poli ik. In diesem Falle müß en sie abe ih e Be öllke ung so g oße Op e in Bezug au den Ve b auch zumu en, daß, p ak isch alle In es i ionen, die die En wicklung de wi scha lichen K ä e des Landes e o de , on de Be ölke ung un e züglich bezahl we den, d. h. be o sich die Vo eile de In e- s i ionen auswi ken könn en. Es müß e also eine Besch änkung de OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Tunesien, de Modell(all eines En wicklungslandes 79 Ein uh on VeI'lb auchsgü e n e olgen und eine übe s eige ung de Aus 'uh auch solche Gü e , de en Ve b auch im Lande selbs e - wünsch wä e. Solche Op e on einem Volke zu e langen, wä e schon schwie ig, wenn es sich eines e häl nismäßig hohen Lebens- s andaIds e eu e. Einem Volk, das wie das unesische e häl nis- mäß1g a m is - gl. die Aus üh ungen au S. 71 . -, wi d eine solche Einsch änkung kaum zugemu e we den können. Das Volk wi d umgekeh nich ohne Rech on seine Regie ung eine baLdige Hebung seines Lebenss anda ds e wa en. Es muß dahe als un e - meidba -angesehen we den, daß au länge e Zei hinaus Tunesien einen s a ken Ü be schuß de Ein uh übe die Aus uh haben wi d, wenn es wede au wei e e In es i ionen e zich en noch seine Be- ölke ung unzumu ba e Einsch änkungen des p i a en VeI'lb auchs au - e legen will. Es müß e abe möglich sein und soll e dahe anges eb we den, binnen eine nich zu langen Reihe on Jah en den Fehl- be ag de Handelsbilanz wenn nich absolu , so doch ela i ühlba zu senken, e wa de a , daß die Ein uh die Aus uh nich meh wie z. Z . um die Häl e, sonde n nu noch um e wa 1/ 4 ode 1/ 5 übe s eig . 3. Ungüns iges We e häl nis zwischen Ein uh - und Aus uh gü e n. Aus den o Hegenden Un e lagen e gib sich, daß Ein uh und Aus- uh Tunesiens nich nu in ih en Gesam we en s a ,k oneinande aJbweichen, sonde n auch ih e S uk u nach we mäßilg seh e - schieden sind. W,äh end die Ein uh wei gehend aus indus iellen P o- duk en on e häl nismäßig hohem We je Gewich seinhei bes eh , se z sich die Aus uh übe wiegend aus Rohp oduk en und nich be- a bei e en landwi scha lichen E zeugnissen zusammen. Dabei is de Außenhan lelsan eil de P imä p oduk e on Landwi schJa und BeI'lgbau, die ih e sei s 2/ 3 de Gesam p oduk ion um assen, höhe als 70 O o. Die Ein uh ha zUJdem je Gewich seinhei wenige als 1/ 6 des We es de Aus uh . Bis zu einem gewi:ssen G ade is dies in einem noch de En wicklung bedü igen Lande on o wiegend ag a ischem Cha ak e na ü lich und auch au länge e Zei nich zu ände n. Ins- besonde e de du chschni liche We de Ein uh wi d sich nu e - ände n lassen, wenn man sich ZlU eine Poli ik de Aus e i y en - schließen, also IlU Impo es ik ionen ü alle Wa en, die nach dem Lebenss anda d de unesischen Be ölke ung nich unbeding lebens- no lW-endig e scheinen, g ei en soll e. De An eil de Ein uh an Lebens- und Genußmi eln beweg sich allein in eine G öß.eno dnung on meh als 14 Mio Dina . Hie wi d sich das Bild de HiandelsbilaIliZ aglos e ände n lassen, wenn de Au bau eine eigenen Indus ie ü die Ve a bei ung on P oduk en de Landwi scha o ange ieben wi: :d. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 80 G. Seile Denn es kann in diesem Zusammenhang keinem Zwei el un e - liegen, daß bei de e häl nismäßig schwachen S uk u de unesi- schen Wi scha ohne Hil squellen on e heblichem Gewich das Vo - hanldensein on übe 200 000 Eu opäe n mi ih e ganz ande s aus- ge ich e en Kau k a auch zu Ein uh en ge üh ha , die den Be- dü nissen de g oßen Meh hei de Be ölke ung nich angemessen wa en. Es wil1d dahe Au ,gabe de unesischen Regiel1ung sein, ih s ä k- s es Augenme k da au zu lenken, zu Ve ügung ges ell e Auslands- hil e in e n e Linie zu Scha ung p oduk i e Kapazi ä en im Lande ~u e wenden und die Be ölke ung sys ema isch in eine übe nahme on Tä igkei en in de indw; iellen P oduk ion zu un e weisen. So wül1de die Ein ich ung eigene Tex il- und Lede e igungsindu- s ien zu eine wei e en ühlba en En las ung dieses Pos ens de Handelsbilanz alu de Ein uh sei e üh en, ja wah scheinlich soga die Möglichkei de Aus uh au diesen Gebie en zu Folge haben. Denn es soll e wohl möglich sein, du ch s ä ke e Ve lage ung de Aus uh a:u be- ode e a bei e e E zeugnisse - un e Ums änden du ch E ich ung eine Ve edelungsindus ie -, das iMiß e häl nis zwi- schen Ein- und Aus uh we en im Lau e eine nich zu langen F is so zu ände n, daß de We de o-Aus uh nich wenige als 1/ 4 (s a bishe 1/ 6) de ü-lEin uh be äg . Dies wä e ein Ve häl nis, wie es auch in ande en o wiegend ag a ischen Lände n ohne allzu di igi- s ische Me hoden e eichba gewesen is . 4. G oße Einsei igkei des Außenhandels in bezug au seine Rich ung. Vom gesam en Außenhandel geh und komm ein übe aus g oße Teil in die und aus de F anc-Zone; 2/ 3 de Aus uh wi d do hin gelie e . Bei de Ein uh is de An eil diese Zone noch g öße ; e be äg do und 4/ 5• Es is kla , daß eine solche Konzen a ion des Außenhandels au einen beg enz en Raum ü die Daue mi gewissen Nach eilen wi scha liche A e bunden sein wi d. Daß sich auch au ande en als au wi scha lichen Gebie en hie aus Folge ungen e ,geben können, lieg au de Hand. Wie in eine om Sec e ada d'E a a l'In o ma ion im Mä z 1957 he ausgegebenen Da s ellung de unesischen Wi scha he o gehoben wi d, is die beme kenswe eIlIge Ve lech ung de unesischen und de anzösischen Volkswi - scha nu zum Teil ein wi sch'a lich beding und somi ü die Daue anzus eben. Ein e hebliche Teil diese Ve lech ung is übe - wiegend du ch die geschich liche En wicklung beding . Insowei is o;1gendes xu beme ken: Den Haup g und ü die bes ehende Einsei igkei des unesischen Außenhandels s ell o enba die sei langem bes ehende Zollunion z,wischen Tunesien und 'F ank eich da . Diese Union, die zwei ellos OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Tunesien, de Modell all eines En wicklungslandes 81 wesen liche Vo eile ü die En wicklung des Landes in de Ve gan- genhei ha e, lenk e albe ebenso siche die Wa ens öme on den Rich ungen ab, die sie ohne eine solche zollmäßige Begüns igung halben wü den. Wa en d i e Lände können in Tunesien nu in Aus- nahme ällen we bewe bs ähig gegenübe anzösischen Wa en sein, da sie diesen gegenübe eine e hebliche zusä zliche Zollbelas ung zu agen haben. Auch die Aus uh Tunesiens wi d nahezu zwangsläu ig in die Rich ung de F anc-Zone ged äng , wo allein sie zollmäßige Vo eile IgenIeß , die ih ande wä s e sag ble~ben. Diese Einsei igkei des unesischen Außenhandels, wobei sich be- me kenswe e weise de Wa enaus ausch as ausschließlich m ischen de anzösischen Me opole und Tunesien, nich abe mi den in die Zollunion eingeschlossenen anzösischen Ülbe seegebie en olLzieh - weil es sich o enba gleich alls um wenig en wickel e Lände mi dem gleichen Impo 1lbe la und ähnlichem Aus uh angebo handel - inde nun iih en eind ucks olls en Niede schlag in de Zahlungs- bilanz. Zahlungsbilanz Dabei is die Zahlungsbilanz ganz übe wiegend du ch die E geb- nisse on Impo und EXJPo bes imm , wäh end die Diens leis ungs- bewegungen, wie schon da ges ell , on ge inge e Bedeu ung sind. Nach den Un e lagen des Fina11lZIIlinis e iums ·be ug dieses De izi bei den Diens leis ungen (Tou ismus, F ach en, Reisen) im Jah e 1956 d. 4,3 Mio Dina . IFü das Jah 1955 e gaben sich nach dem s a is ischen Jahl'lbuch, Ausgabe 1956, olgende Zahlungs o gänge aus de Handelsbilanz: 1. F anc-Zone: 28,5 Mio Dina (im Mi el de le z en 5 Jah e e wa 26 iMio Dina ) 2. Dolla -Raum: 3. S e ling-Raum: 0,9 Mio Dina + 2,6 Mio Dina 4. Sons ige EZlU-Raum: + 5. Ande e Lände : + 0,4 Mio Dina 0,1 Mio Dina . Insgesam e gib sich da aus ein Zahlungsde izi on d. 26 Mio Dina . Fü 1956 be ug dieses De izi soga d. 28 Mio Dina . Alle wei e en übe legungen b auchen sich abe nu au das De izi mi de F anc- Zone zu besch änken, da die Zahlungs o gänge mi ande en Wäh- ungsg'ebie en mindes ens bis zum Augenblick de Au kiinJdigung de Zollunion ih em Um ang nach unbedeu end wa en. Tendenziell is hie beme kenswe , daß Tunesien wah scheinlich bei eine gewissen Einsch änkung seines Handels mi F ank eich und 6 Sch i en d. Ve eins . Socialpoli lk 21 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 82 G. Seile Ve lage ung au ande e Lände und Wäh ungsgebie e sein absolu es De izi in de Zahlungsbilanz e inge n könn e. Es ag sich nu , ob ande e Lände in ähnliche Weise die Lücke in de Zahlungsbilanz du ch Be ei s ellung on K edi en zu schließen be ei sind. Denn de izi ä dü e die Zahlungsbilanz mindes ens ü die nächs en J.ah e in jedem Falle bleilben. Dieses Bild de Zahlungsbilanz wu de bishe nu du ch die anzösischen Ausgaben übe deck , die 1956 mi e wa 14,5 iMia s als In es i ionshil e und mi d. 47 Mia s ü Mili ä - und Zi ilausgaben ins Land lossen. Denn hie da nich e' gessen we den, daß sich eine emde S a ionie ungs uppe on dem wi - scha lichen Blickpunk de Zahlungsbilanz aus als we olle De isen- spende da s ell . Auch im Fall Tunesien, hie na ü lich im gleichen Wäh ungSigebie , wi k e sich die Klau k ,a de anzösisch,en T uppe dahin aus, daß sich die Zahlungsbilanz mi F ank eich um e wa 36,5 Mio Dina besse da s ell e, als wenn diese F anc-Be äg.e au diesem Wege nich ins Land g,eb ach wo den wä en. Ähnliches gil ü die Zi iJ..a.usg,a ben in HC ue on d. 6,5 Mio Dina und die Ren en- zahlung,en an die Anciens Com.ba an s mi einem Be age on e wa 4 Mio Dina . Dieses sei Jah en e häl nismäßig gleichbleibende Bild on Han- dels- und Zahlungsbi1anz kennzeichne Tunesien als das ypische Anleilieland, wobei bishe de nega i en Leis ungsbilanz (Handel- und Diens leis ungen) eine posi i e Kapi albilanz au G und de an- zösischen Hil sleis ungen und In es i ionen gegenübe s and. Nachdem sich in den le z en Jah en dieses Bild schon insowei ände e, als e hebliche Kapi a1be äge on den Gu haben au den Spa kassen und Banken ab lossen, also auch die Kapi albilanz die Tendenz zeig e, nega i zu we den, muß e nach Eins ellung de anzösischen Hil s- leis ungen das P oblem des Ausgleichs aglos b ennend we den. Nach eine Da s ellung des Finanzminis e iums zeig e die Zahlungs- bilanz ü 1956 in ih en g oßen Zügen e wa olgendes Bild: Von einem im Bankkon en- und Pos e keh nachweisba en Zah- lungsde izi on d. 62 Mio Dina sind e wa 44 Mio Dina au G und des bishe igen Wi scha sau lau s no mal und un e meidlich. De Res on d. 18 Mio Dina s ell sich dagegen als Kapi alauswande- ung inne halb de F anc-Zone im Zusammenhang mi einem lang- samen Rückgang de anzösischen Be öLke ung da . Von den 44 Mio Dina sind wiede de Haup an eil, nämlich 28 Mio Dina au das De izi de Handelsbilanz und d. 4,3 Mio Dina au das De izi de Leis ungsbilan z zu ückzu üh en. Im üb igen handel es sich um e - schiedene Pos en, wie o allem die Übe weisung on Gewinnen, Löh- nen usw. sowie um Gold- und De isenankäu e im Ausland. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Tunesien, de Modell all eines En wicklungslandes 83 Dieses Zahlungsde iZli on d. 62 Mio Dina W1U de im Jah e 1956 du ch unmi elba e ode mi elba e Zahlungen F ank eichs oll aus- geglichen, ja soga um ein wenig übe sch i en. De Haup pos en wa en die an2lösischen Mili ä ausgaben im Lande mi e wa 36,7 Mia s. Fe ne die Zi ilausgaben mi e wa 6,6 Mia s. und die Zahlungen an die Anciens Comba an s mi 4 Mia s. Bei den di ek en AusgaJben F ank eichs handel es sich um die bekann e Finanzhil e, mi de de auße o den liche Haushal (Ti el II) in Höhe on d 14,5 Miia s. abgedeck -wu de. Die Gesam leis un- gen des .anzÖSischen S aa es belie en sich also a:u d. 61,8 Mia s. Hie zu kamen abe noch p i a e K edi au nahmen bei anzösischen FinaIl!Zie ungsins i u en in Höhe on d. 4 Mia s. Diese Ausgleich is nach dem gegenwä igen S and de En wick- lung sei 1957 nich meh gewäh leis e . De Fo all de Finanzhil e bedeu e zunächs einmal, daß in Höhe dieses Be ages ein ungedeck- es Zahlungsde uzi en s anden is . Abe auch de ü den Ausgleich seh en scheidende Be ag on 36,5 Mia U s. an Mili ä ausgaben ha sei nem Ve inge ungen e ah en, die insowei zu einem wei e en ungedeck en Zahlungsde izi üh en we den, als nich du ch s uk u- elle Ve besse ung de Handelsbilanz ein Ausgleich gescha en wi d. Un e s ell man einmal die gegenwä ige Kapi al luch als o ube - g-ehend, so du e selbs bei eine schon op imis isch eingeschä z en Ve besse ung de Handelsbilanz imme noch mi einem Zah1ungs- de izi zu echnen sein. Das heiß , um den no wendigen Ausgleich z'u e zielen, m iiß e die unmi elba e Finanmil e des Auslands wiede mindes ens in bishe ige Höhe wei e ge üh we den. Dabei is zu Zei kaum übe sehba , welche Auswi kungen de wiede hol angekündig e und im He bs 1959 ollzogene Aus i ws de anzösischen Zollunion au die En wicklung de Handels- und Zahlungsbilanz haben we den. Au hebung de Zollunion mi F ank eich und Anschluß an einen g öße en Wi scha s aum Siche lich is eine öllige Lossagung on de Zollunion geigne , ü Tunesien manche de da ges ell en nega i en Aspek e de Handels- und Zahlungsbilanz in ih e Auswi kung abz;uschwächen. Ob a-be de beabsich ig e Weg, die Zollunion du ch bila e ale Ve äge zu e - se e:en, zu einem wi klichen Wandel de Zahlungsbilanz des Landes bei agen kann, muß doch seh dahinges ell bleiben. Eng äumige EiIliZJel e äge üh en no wendig zu jeweiligen gegensei igen Zu- ges ändnissen, das heiß im Sinne eine op imalen Ausschöp ung de handelspoli ischen Möglichkei en zu Beein äch igungen, die sich aus 6' OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 84 G. Seile de Lage on P,a ne zu Pa ne gesehen zwangsläu ig e geben, sich abe nu schwe un e einande koo dinie en lassen. Seine ganzen S uk u nach is Tunesien abe ein Land, das bei seinem zwangsläu ig g oßen Außenhandelsan eil am Sozialp oduk au einen möglichs g oßen Wi scha s aum angewiesen is . Vo allem beda Tunesien abe als o wiegende P oduzen on Ag a p oduk- en de E g'änzung du ch g oße indus ielle -Räume, die als Absa z- mä k e in F age kommen, au G und ih e eigenen Konku enzlage un e einande abe au de ande en Sei e Tunesien in die Lage e - se zen, benö ig e IndU!s iep oduk e zum güns igs en P eis einzukau- en. Aus diesem ganz en sche~denden G unde bie en übe legungen, die au einen wi scha lichen Zusammenschluß de Magh eb-Lände hinauslau en, keine Lösung de wi scha lich'en P obleme Tunesiens, d:i die E gänzung du ch Lände mi eine leis ungs ähigen, das heiß p eiswe en indus iellen P oduk ion öllig ehl . Selbs de gelegen - lich geäuße e Gedanke, einen wi scha lichen Zusammenschluß alle AIlig enz·e lände des wes lichen Mi elmee aumes anzus eben, kann dem da ges ell en ganz g undsä zlichen Bedü nis de unesischen Wi scha nich ge ech we den. Tunesien s eh hie a sächlich o de F age, ob es in seine handelspoli ischen O ien ie ung unzuläng- liche Zwischenlösungen e suchen, ode nich besse o ziehen soll, die sich bie ende op imale Lösung eines Anschlusses an den eu opä- ischen G oß aum mi de Konzen a ion alle seine indus iellen Kapa zi ä en zu wählen. Scl1:on 1957 muß e sich dahe die F a,g·e s ellen, üb nich die in Rom un e ~eichne en Ve äge übe den Gemeinsamen Ma k neue Lösungsmöglichkei en bie en, die den In e essen de unesischen Wi - scha in ollem Um ange ge ech we den. Diese Ve äge s ellen es bekann lich Tunesien ei, sich dem Gemeinsamen Ma k zu assozi- ~e en. In dem Annex zum Ve agswe k is eine .A!bsich se klä ung de Mi gliedslände en hal en, in de den unabhängigen Lände n de F anc-Zone Ve handlungen Ülbe eine wi scha liche Assoziie ung mi de Gemeinscha o geschlagen we den soll en. Au den e s en Blick schein eine solche Assoziie ung nu Vo eile ü das Land zu bie en. Nach Ablau de e agsgemäßen übe - gangszei en kJönn en die Aus uh gü e des Landes die gleichen Zoll- be eiungen in den üb igen ün Lände n des Gemeinsamen Ma k es e hal en wie bishe i.n F ank eich. Hie bei is noch besonde s zu be ücksich igen, daß es sich um Län- de mi seh g oße Wi scha sk a handel , die üb igens - iel- leich mi Einsch änkungen hinsich lich I aliens - einen e heblichen Ein uhI1beda ge ade an solchen Gü e n haben, die Tunesien je z und in absehba e Zei a.us üh und aus üh en wi d. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Tunesien, de Modell all eines En wicklungslandes 85 Die Lände des G€meinsamen Ma k es sind ande e sei s auch klas- sische E zeuge de meis en Gü e , die Tunesien ü den Ve ,b auch seine Be'Völke ung und ü seine In ·es i ionen ein üh en wi d. Dem Lande wü de dahe kiiin ig in un eI~gleichlich wei e em Um ange als bishe die Möglichkei gebo en we den, do IZU kau en, wo ihm das Angebo am p eiswe es en ode sons wi scha lich am m eck- mäßigs en e schein , ganz abgesehen on dem allgemeinen In e esse jedes Landes, seine Käu e au die Mä k e e schiedene Volkswi - scha en zu e eilen und dami Risiken e schiedene A zu e min- de n. Die o s ehend geschilde en Vo eile ü die Ein uh und die Aus uh des Landes und dami ü seine gesam e Wi scha wü den sich noch e g öße n, wenn sich ande e wi scha lich wich ige Lände im Rahmen eine F eihandelszone an den Gemeinsamen Ma k an- gliede n W1Ü den. Da ü Tunesien selbs in i gendwie absehba e Zei wohl eben alls nu eine "Assoziie ung", nich abe eine in eg ie e Be eiligung am Gemeinsamen Ma k in F age kommen dü e, bliebe dem Lande übe dies die F e~hei , seine AußeIllzölle gegenübe an nich an diesem Ma k be eilig en Lände n nach seinen eigenen wi - scha lichen Bedü nissen IZU egeln. Wie wei hie zu die z. z . be- s ehenden besonde en Bindungen an F ank eich kün ig neu ges al e we den müssen, wä e noch besonde s zu un e suchen. Auch bei diesen Un e nehmungen soll e jedoch nich aus dem Auge e lo en we den, daß Ibis zu einem gewisS€n G ade auch in Zukun eine Sonde ege- lung de wi scha lichen Beziehungen zu F ank eich den wohl- e s andenen In e essen Tunesiens seh wohl en sp echen könn e. Diesem unleugba en Vo eil eine Assoziie ung an den Gemeinsamen Ma k s ehen abe bei objek i e Be ach ung auch gewisse Beden- ken gegenübe , die sich alle oings bei nähe e Un e suchung als nich ausschlagg,ebend e weisen, weil das Ve agswe k ü den Fall de Assoo:iie ung alle Ve handlungsmöglichkei en o en läß . Tunesien ha wie alle in de En wicklung beg i enen Lände ein e s ändliches In e esse da an, seine bes ehende keineswegs ideale Wi scha ss uk u nich un e ände zu e hal en, sonde n in Rich- ung eine gewissen Indus ialisie ung zu ände n. Eine de a ige Indus ialisie ung in e nün igen G enzen wü de auch, was nich sel en übe sehen wi o, nich nu im eigenen In e esse des Landes lieg·en. Auch seine Handelspa ne müssen da an in e essie sein. E ah ungsgemäß is ge ade ih e Aus uh am s ä ks en in ande e Indus ielände ge ich e und übe s eig do hin bedeu end ih e Aus- uh in ganz ode übe wiegend ag a ische lJände . De Au bau eine Indus ie in einem Lande e o de nun abe nach allen in e na iona- len E ah ungen einen gewissen, o un e schä z en Zei aum, wäh- enddessen die junge Indus ie eines besonde en Schu zes und eine OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 86 G. Seile besonde en E mu igung auch au dem Zollgebie beda . Sogenann e "E ziehungszölle" sind wäh end diese Zei spanne un e meidlich. Inne halb de o gesehenen eien Handelszone we den sich abe ü eine solche Übe gangszei Möglichkei en scha en lassen, de beson- de en Lage und den besonde en Au gaben Tunesiens au den Ckbie- en de indus iellen En wicklung Rechnung zu agen. Dies wi d ins- besonde e zum Schu z solche Indus iezweige zu p ü en sein, die sich mi de Be- und Ve a bei ung im Lande gewonnene Rohp oduk e be assen. Hie zu gehö en namen lich die Lebensmi elindus ie, abe wohl auch gewisse Zweige de Tex ilindus ie und de ke amischen Indus ie, die an eine lange handwe ksmäßige En wicklung im Lande und o handene Fe igkei en de Bewohne anknÜlp en könn en. Es is abe als kaum aglich anzunehmen, daß solche Siche ungen in den Ve handlungen mi de Gemeinscha e eichba sind, nachdem schon ü die übe seeischen Lände und Gebie e in ähnliche Weise im Ve - agswe k selbs , besonde s im A ikel 133 Abs. 3, de a ige "E - ziehungszölle" und sog.a Finanzzölle zu Finanzie ung de Haushal e ausd ücklich o behal en sind. In diesem Zusammenhang is auch olgende Übe legung anzus ellen: Die o handene b achliegende AI1bei sk a und el'gleichsweise nied ige Löhne könn en im Rahmen eine g öße en Zollgemeinscha ein s a ke An eiz ü Indus ien de Pa ne lände sein, gewisse lohnin ensi e Be iebe nach Tunesien zu e lage n und do Wa en zu e zeugen, die wegen Mangels an A bei sk ä en in ih em Heima - lande nich ode nu zu wesen lich e höh en Kos en he ges ell we - den könn en. Na ü lich wi d nu ein bes imm e K eis on Indu- s ien hie ü in Be ach kommen, denn de Lohn ak o is nu eine on ielen Elemen en, die ü die Wahl des Be iebso es en scheidend sind. Abe es kann un e Ums änden ein seh wich ige Fak o sein. Imme hin könn e bei en sp echende E mu igung du ch die Wi - scha s- und S eue poli ik des Landes manche Indus iezweig nach Tunesien gezogen we den, de au bauend au Rohs o en des Landes ode auch au Rohs o en, die aus d i en Lände n bezogen we den, Zwischen- ode Endp oduk e he s ell , die dann zoll ei ode zoll- begüns ig in die Lände des Gemeinsamen Ma k es gelie e we den könn en. Vielleich können ge ade die sich hie aus e gebenden Mög- lichkei en ü die unesische Wi scha im Rahmen des Ckmeinsamen Ma k es in absehba e Zei eine noch g öße e Bedeu ung e langen als die unmi elba en Auswi kungen de güns ige en Einkau s- und Ve - kau s aussich en in den Pa ne lände n. Abschließend läß sich sagen, daß die im Ve agswe k und in de Du ch üh ungskon en ion übe die Assoziie ung de übe seeischen Lände und Hohei sgebie e mi de Gemeinscha au ges ell en G und- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Tunesien, de Modell all eines En wicklungslandes 87 sä ze da au hinauslau en, die Lebens e häl nisse de Be öl~e ung zu besse n und eine Hebung des allgemeinen Lebenss anda ds sowie eine soziale, kul u elle und wi scha liche E schließung de Gebie e zu ö de n. Diesem Zweck dien o allem de in de Du ch ih ungs- kon en ion gescha ene En wicklungs onds in Höhe on d. 580 Mio Dolla s ü die Daue de e s en ün Jah e. Es is dabei ausd ücklich ausbedungen, daß in den übe seischen Gebie en nu solch€ Vo haben du chge üh we den, welche die Billigung de Ve e e de einhei- mischen Be ölke ung ge unden haben. Du ch die Regelung dü e die Gewäh geg,eben sein, daß die Ans engungen de eu opäischen S aa engemeinsch,a on den übe seeischen Gebie en als ein ech e und in ih em eigenen In e esse liegende Bei ag zu ih e En wicklung angesehen we den, und daß kein Ve dach bes ehen bleiben soll e, als ob die Mi gliedss aa en de eu opäischen Wi scha sg€meinscha in diesen Gebie en eig€ne In e essen un e Ve nachlässigung de In e - essen de ö lichen Be ölke ung e olg en. Au diese G undlage kann eine kssoziie ung nu im In e esse des Landes Tunesien liegen, wobei eine Modi izie ung de ü die übe - seeischen Gebie e au ges ell en G undsä ze en sp echend den beson- de en Ve häl nissen des Landes du chaus denkba is . Das P oblem de Wäh ungsunion mi F ank eich und die G ündung eine eigenen No enbank Sch{)n die Un e suchung de Handelsbilanz ha die ungewöhnlich enge Ve lech ung de unesischen Wi scha mi F ank eich gezeig ; die Zugehö igkei des Landes zu F anc-Zone un e den Bedingungen des iFinanzabkommens {)m 3. Juni 1955 is abe demgegenübe ein Ums and on noch iel en scheidende e Bedeu ung. Insbesonde e die Bes immung des A . 10 dieses Abkommens, die Tunesien e p lich e , alle De isena:u lüsse aus seinem Handel einem zen alen Fonds in Pa is i~ üh en, aus dem dann au de Gegensei e de no wendige De isenbeda lu Ve ügung ges ell wi d, el'Weis sich als eine be- sonde s enge Bindung an das Wäh ungsgebie de F anc-Zone, da na u gemäß übe diese De isenbe ei s ellung de gesam e S om des Außenhandels beein luß we den kann. Die unesische Regie ung ha dahe auch seh bald die G ündung eine eigenen No enbank angekündig , wie sie auch sons inne halb g öße e Wäh ungs äume den angeschlossenen Lände n as du chweg zu Ve ügung s eh (z. B. inne haLb de F anc-Zone in Ma okko und inne halb des S e linggebie es den meis en Commonweal hs aa en und -g~bie en). Das Fehlen eine solchen S aa s- und No enbank be aub die Regie ung des Landes iele Möglichkei en, die auch in Lände n OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 94 Rudol S ucken Ich habe mi Ibei meine Un e suchung die F age ges ell : Welche S eige ung des Volkseinkommens is möglich bei äuße e inanzielle S abili ä ? In diese au die Un e suchung einzelne Lände ausge- ich e en Al'bei habe ich die g undsä zliche F age, ob du ch in la io- nis ische Maßnahmen die En wicklung ge ö de we den könne, nich au gewo en; sonde n ich bin on de E ah ung ausgegangen, daß die Du chb echung de äuße en inanziellen S abili ä bei Lände n, die wie Ägyp en und Sy ien zu ~h e En wicklung ausländische In es i- ionsgü e b ,auchen, kein Vo eil is . Die Vo ausse zung de äuße en inanziellen S abili ä schließ die inne e inanzielle S a:bili ä p ak- isch mi ein, insowei die ausländischen Volkswi scha en ih e sei s die inne e inanzielle S abili ä bewah en. Die äuße e inanzielle S abili ä de En wicklungslände is auch ü die Bundes epublik Deu schland on g oßem In e esse: Bei S ockungen de Auslands- zahlungen wi d de Bund aus den Bü gscha en und Ga an ien, die e an die deu schen Lie e an en on In es i ionsgü e n gewäh ha , in Ansp uch genommen, mi hin de S aa shaushal de Bundes epu- blik belas e ; das ganze Ve ah en de Bü gscha en und Ga an ien is abe bekann lich so au gelbau , daß die Inansp uchnahme aus den Bü gscha en und Ga an ien die sel ene Ausnahme und nich die Regel bilde . Im Zuge de En wicklung wi d die De isen bilalllZ des En wicklungs- landes eine sei s eIibesse , abe ande e sei s auch belas e . Eine Ve - besse ung de De isenbilanz e olg , wenn die inländische Meh p o- duk ion zu Ve d ängung bishe ige Impo e bzw. zu s eigenden Expo en üh . Eine BelJas uIlig de De isenbilanz e gib sich, insowei die inländische Meh p oduk ion au die Nu zung ausländische An- lagegü e , den Impo on Roh- und Hil ss o en und au ausländische 'Fachhä e angewiesen is ; da:bei spiel es keine Rolle, ob die Meh - p oduk ion ü den Expo , die Ve d ängung on Impo en ode ü die Be iedigung eine s eigenden inländischen Nach age bes imm is , die au G und s eigende inländische Einkommen wi ksam wi d. Auße oem e o de die kün ige Belas ung de De isen bilanz, die aus de Ve wendung s eigende Einkommen e wächs , genügende Be- ücksich igung, denn egelmäßig muß dami ge echne we den, daß die zus·ä zliche P oduk ion ü den Inlandsbeda nich ohne wei e es indi iduals sha e o he na ional income. TakiiIlg in o cons~de a ion ha popu1a ion will inc ease du ing ha pe iod om 23.5 mUllions o 32 mil- Hons, he o al na ional income should hen ise o abou 2470 million pounds, so ha he indi idual's sha e may each 77 pounds which is double he p esen le el"; in ähnliche Weise ü Sy ien gl. P oje de aille du Plan Quinquennal de l'Indus ialisa ion de la Sy ie, Bu eau des Doeu- men a ions Sy iennes e A abes, Damas, S. 4. 2 1 Ägyp isches P und (.:eE) = ca. 12,06 DM = 2,87 $; 1 Sy isches P und (.:eS) = ca. 1,92 DM = 0,46 $. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Ägyp en u. Sy ien, En wicklungsbedingungen u. En wicklungschancen 95 mi komm , sei es aus na ü lichen ode ech lichen G ünden - le z- e es gil e wa ü Ägyp en ibezüglich des Tabaks -, sei es, daß eine an sich mögliche P oduk ionsauswei ung zumindes o läu ig un e - bleiben muß, e wa weil de e o de liche Kapi aleinsa lz nich au - geb ach we den kann. Soll eine im Ausgangszei punk gegebene äuße e inanzielle S aJbili ä e hal en bleiben, so da mi eine Ve - besse ung de De isenbilanz nu eine g.anz bes imm e Ve g öße ung des Volkseinkommens einhe gehen, wobei die Rela ion on den je- weiligen Gegebenhei en de be ach e en Volkswi scha abhängig is . Die bes ehenden Zusammenhänge lassen sich in den olgenden Fo - meln ausd ücken: Ich gehe on eine .ausgeglichenen De ise ubilanz aus; dann e olg eine zusä zliche P oduk ion A - bezogen au eine Zei einhei , ein Jah -, diese P oduk ion soll, sowei nich als Folge de Einkommens- s eige ung (LlE) im Inland konsumie , bishe ge ä ig e Ein uh en e d ängen ode ins Ausland eXipo ie we den. So e olg also eine S ö ung de De isenbila uz im Sinne eines De iseni1be schusses. Ich age nun, bei welche E höhung des Einkommens (LlE) die De isen- bilanz wiede ausgeglichen is , wenn olgende Bedingungen gegeben sind: Ve wendung des Einkommens Be eich I (Be eich de die De isenlage e - besse nden P oduk 1on) ....... . Be eich II (P oduk ion nich e meh ba ) .. Be eich UI (P oduk on e mehI1ba ) Be eich IV ( eine Auslandsgü e ) ....... . a' LI E b· LI E c' LI E d· LI E De isenbeda de zusä zlichen P oduk ion o Nu zung on In es i- üonsgü e n, ü Rohs o e, Hil ss o e pp. Be eichJ I IX • A Be eich III Y' c· LI E (Y' zusä zliche P oduk ion) Es e geben sich die olgenden Beziehungen: A-A' IX = LI E ',a + LI E· b + LI E· C· Y + LI E·d A - A· IX = LI E (a + b + C· Y + d) A-A'IX (1) LI E a + b + c . Y + d (2) ode , da a + b + d = 1 - c A-A'IX LI E = ---,---- l-c+c·y An die S elle on A ode neben A können auch ande e zusä zliche De iseneinnahmen D e en, z. B. in De isen an allende Royal ies OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 96 Rudol S ucken ~Konzessionsabgaben), F emden e keh seinnahmen, Rimessen on Auswande e n usw. Da aus e gib sich die d i e Fo m: (3) A-·(I. L1E=---~ l-c+c·y In Wo en ausged uck heiß das: Die Höhe des möglichen !Zusä z- lichen Einkommens is abhängig on de Höhe de zusä zlichen de- isenspa enden ode -b ingenden P oduk ion abzüglich des dami e - bundenen Au: lwandes an De isen; e ne on den G ößen c und y, d. h. je g öße de Be eich is , in dem die inländische P oduk ion mi de zunehmenden inländischen Nach age mi komm , und je wenige diese zusä zliche inländische P oduk ion au ausländische Maschinen, Roh- und Hil ss o e und ausländische Fachk ä e angewiesen is , um so höhe kann das Z'usä zliche Einkommen we den, ohne daß die inan- zielle S abili ä ges ö wi d. Auch ande s gea e e zusä zliche De isen- einnahmen können das mögliche zusä zliche Einkommen heben. In diesen E kenn nissen sehe ich die en scheidenden F ages el- lungen ü die Un e suchung de einzelnen Lände . Selbs e s ändlich is mi de He ausa bei ung des Spiel aumes ü Einkommense hö- hungen noch nich gesag , daß. diese Spiel aum auch a sächlich aus- ge üll wi d, denn daz'U beda es noch eine Ak i i ä , die en wede on p i a en Un e nehme n ode on de S aa s üh ung ode abe on beiden ausgehen kann. Im Falle Sy iens komm hie bei dem p i a en Un e nehme 'Um, man denke an die En al 'Ung de landwi scha - lichen P oduk ion in de Ddezi eh, o ensich lich ein g öße e An eil zu als im Falle Ägyp ens, wo die Ak i i ä des s aa lichen Elemen es s ank dominie . Au jeden Fall ,is in heiden Gebie en heu e ein hohes Maß on Ak i i ä zu kons a ie en. Ich kann mich nun den einzelnen Wi scha szweigen Ägy ens und Sy iens in eine dem üblichen angenähe en Au eilung - Landwi - scha , Indus ie, U p oduk ion auße halb de Landwi scha , Son- s iges - und den wei e en besonde en De isenquellen zuwenden und agen, wie sich die do gegebenen Ve häl nisse au die G ößen on A, (1., C und y sowie au die G öße D auswi ken. Zunächs einmal zu Landwi scha . Die Landwi scha und die Ausdehnungsmöglichkei de landwi - scha lichen P oduk ion is ü die En wicklungslände eine iel be- deu ende e G undlage de Einkommenss eige ung, als das in o - gesch i enen Indus ielände n de Fall is . Nu in wenigen Fällen -nich jedoch in Ägyp en und Sy ien - spielen ande e A en on U p oduk ion, nämlich die E dölgewinnung und die Ausbeu ung son- s ige Bodenschä ze, und die da aus 2m gewinnenden Einkommen die dominie ende Rolle. Die Landwi scha eI'b ing in de Regel die OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Ägyp en u. Sy ien, En wicklungsbedingungen u. En wicklungschancen 97 bedeu ends en Meh expo e, du ch die die De isenlage e besse wi d, und on de Möglichkei de Ausdehnung de landwi scha lichen P oduk ion wi d auch s a k die G öße c Jbeein luß , denn gewöhnlich wi d in En wicklungslände n meh als die Häl e des zugewachsenen Einkommens ü landwi scha liche P oduk e e wand . Als gänzlich e ehl muß ich nun ge ade bei de Landwi scha die Annahme ansp echen, daß de Einko mnenszuwachs in i gend einem es en Ve - häl nis zu G öße de zusä zlich au gewand en In es i ionsmi el s ehe (dieses Ve häl nis wi d ja gewöhnlich du ch den sogen an en Kapi alkoe l izien en zum Ausd uck geb ,ach ); ich bin ielmeh zu dem E gebnis gekommen, daß dieses Ve häl nis on Zei zu Zei und on O zu O und je nachdem, wo die Ak i i ä anse z , g öß e Ve ände ung.en au weis . Die MöglichJkei de Ausdehnung de land- wi scha lichen P oduk ion kann abhäng.ig sein on g oßen In es i- ionen, z. B. Be- ode En wässe ungsanlagen. Sie kann ,abe auch ab- hängig sein on "kleinen Mi eln", also sie kann auch ohne g oße IIWes i ionen gegeben sein 3• Diese Ausdehnung de landwi scha lichen P oduk ion "mi kleinen Mi eln" schein mi in Sy ien eindeu ig möglich zu sein, so daß mi kleinen Mi . eln zumindes die Anpassung de P oduk ion an den mi wachsende Be ölke ung und s eigendem Einkommen zunehmenden Beda e olgen kann. Wi halben es in Sy ien mi seinen im Ve - häl nis zu Be ölke ung g oßen Flächen kul u ähigen Bodens ja noch mi eine ela i ex ensi be iebenen Landwi scha zu un, hie is mi e meh e Ve wendung on Düngemi eln und Schädlingsbe- kämp ungsmi eln und besse en Acke ge ä en, mi ibesse e Be a ung und Schulung noch iel zu wollen. Vo allem .abe ließe sich mi klei- nen Mi eln die Humushal igkei des Bodens und die Wasse üh ung e besse n, zunächs einmal dadu ch, daß d.as Ve b ennen des Dungs au hö , daß die Viehhal ung und ebenso die Gl'Ündüngung e s ä k und daß die Möglichkei en des D y a ming planmäßig genu lz we - den. Ein besonde es die E ags ähigkei des Bodens in F age s el- lendes Elemen bilde auch die s a ke Ziegenhal ung. In Ägyp en is in den e gangenen Jah en die landwi scha liche P oduk ion ge ade noch mi de gewachsenen Be ölke ung mi ge- s iegen, einige Zahlen sp echen alle dings auch da ü , daß· sie be ei s hin e de BeV'ölke ungszunahme zu ückgeblieben is ; die Ho nung, daß in den kommenden Jah en die landwi scha liche P oduk ion :3 Zu En las ung des nach olgenden Tex es on Zahlenangalben wu den de ailHe e Ang~ben übe die P oduk ion und den Außenhandel wdch ige landwi schJa liche E zeugnisse Ägyp ens und Sy iens in Tabellen o n zu- zammenges ell ( gl. Tabellen I bis IV) und diesem Bei ag als Anhang bei- gegeben. 7 Sch i en d. Ve eins . Socialpoli ik 21 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 98 Rudol S ucken mi kleinen Mi eln noch so zu s eige n is , daß sie mi de wachsenden Be ölke ung mi komm , schein mi nich au siche em Boden zu s ehen. In Ägyp en sind in de Ve gangenhei au dem Wege de In- ensi ie ung noch g oße E olge e ziel wo den, so daß heu e eine auße o den lich hohe In ensi ä de Bodennu zung gegeben is . Diese hohe In ensi ä zeig sich besonde s in dem Ve häl nis on E n e- lächen und Flächen des Acke landes, im Du chschni (!) we den 1,8 E n en p o Jah on de Acke läche gewonnen 4• Auch de ela i hohe Ve b auch küns liche Düngemi el p o Hek a deu e au diese hohe In ensi ä hin; zwa is nach Ansich de Fachleu e das Op imum de Ve wendung on Dünge- und JSchädlingSibekämp ungsmi eln noch nich e eich , jedoch we den keine en scheidenden S eige ungen de E n emengen bei Annähe ung an das genann e Op imum o he - gesag . Ägyp en e lie Boden bzw. die E agsk a des Bodens läß manche o s nach in olge on Ve salzung, was zwa du ch Aus- bau de En wässe ungsanlagen e hinde we den kann, de en He - s ellung abe iel ach nu mi g oßen Schwie igkei en möglich [s . Man sp ich o on E müd ungse scheinungen des Bodens. Die E - müdungse scheinungen we den e s ändlich in lZusammenhang mi de s a ken Ausnu zung des bewässe en Landes -uI1lbewässe es Land spiel in Ägyp en ü die Landwi scha p ak isch keine RoUe - und dem Fehlen de Viehhal ung; ü die Hal ung on G oß ieh sind die meis en Hö e schlech e dings zu klein, so daß mi eine nennens- we en S eige ung de E agsk a du ch S eige ung de Viehhal ung nich zu echnen is 5/6• Die Landwi scha lie e in Ägyp en be- 4 Vgl. Tabelle V a im Tabellen eil zu diesem Bei ag. 5 Zu Illus a ion ü die in Sy ien und Ägyp en so s a k un e schied- lichen E wa ungen, die P oduk i i ä in de Landwi scha mi "kleinen Mi eln" zu s eige n, sei de Ve b auch an Handelsdünge im Düngejah 1956/57 (Juli bis Juni) ausgewähl und gegenübe ges ell . E be ug in 1000 Reins icks o ü Ägyp en 123,2, ü Sy ien 3,5 und in 1000 P2 0:; 74,0 bzw. 1,0. DielSe Un e schiede haben sich sei he ndchJ e wa e inge , sonde n sie sind noch gewachlSen. Wenn man be ückisich ig1;, daß die bebau e Fläche in Sy ien ehe ausgedehn e is als in Ägyp en (die F AO-S a is ik gib die Fläche des kul u ähigen Bodens ü Sy ien mi 4,59 und ü Ägyp en mi 2,61 Mill. ha an. Beide Zahlen sind jedoch nich ohne wei e es e gleich- ba , weil sie die Meh ach-E n en, die ü Ägyp en, nich abe ü Sy ien ypiJSch sind, unbe ücksich ig lassen), dann wi d ungeach e alle Un e - schiiedlichkei de Bodennu zung doch seh deu lich, daß sich die Mine al- d ünge e wendung in Sy ien noch seh in den An ängen be inde im Ve - gleich mi Ägyp en, das alle dings in diese Hinsich be ei s au einem übe du chschni lichI hohen S and angelang is . Ähnlich ins uk i e Ve - gleiche ließen sich noch mi eine ganzen Reihe sons ige landwi scha - liche Be iebsmi el ans ellen. Vgl. hie zu: FAO, P oduc ion Yea book, 12. Bd. 1958, Rom 1959, dem die obengenann en Zahlen (S. 252 . und S. 6 .) 'en nommen wo den sind; e ne ' E 'a Ga zouzi, Expansion ag icole e pl:ani ica ion en p o ince egyp ienne, L'e ude mensuelle su l'economie e les inances de la Sy ie e des pays a a bes, Nos.26 e 28 (F~ ieT e A il 1960), Damas. Ga zouzi e echne au G und am lichleI' U u e lagen ü OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Ägyp en u. Sy ien, En wicklungsbedingungen u. En wicklungschancen 99 kann lieh nich nu die üblichen Nah ungsmi el ü die Be ölke ung, sonde n auch den Hau p expo a ikel, nämlich die Baumwolle. Sei Jah en bemüh man sich mi E olg, auch ,ande e landwi scha liche Expo a ikel zu e zeugen, um die ,AJbhängigkei on den Baumwoll- mä k en zu milde n; und man ha zwei ellos beach liche E olge e - ziel , so im Anbau und Expo on Reis, Zwiebeln, Ka o eln und im Anbau on Zucke oh . Abe ih e Anbau l.ächen gehen eben doch au Kos en de Anlbau lächen de adi ionellen landwi scha lichen P o- duk e. Ich kann le z lich die Skepsis gegenübe den Ho nungen, die landwi scha liche P oduk i-on mi kleinen Mi eln dem Meh beda eine wachsenden und eiche we denden Be ölke ung anpassen zu können, nich übe winden. Wi wenden uns nunmeh de Möglichkei , die landwi scha liche P oduk ion au de G undlage g oße In es i ionen auszudehnen, zu. In Ägyp en komm hie o nehmlich das P ojek des Sadd el Ali, des Hochdammes südlich on Assuan, in F age. Das Z'U Zei de g oßen Schwemme on dem al en Assuandamm nich zu s auende Wasse , das ,bishe nu zlos ins Mi elmee ab ließ , soll ges au we - den und die G undlage ü eine Ausdehnung de Acke läche we den und da übe hinaus g oße Flächen de pe ennie enden Bewässe ung Z'U üh en, was die Ve meh ung de E n en on diesen Flächen e - möglich . In zweie lei Hinsich is dieses g andiose P ojek , an dessen AusaI1bei ung ge ade auch deu sche K .ä e en schiedenen An eil haben, s a k belas end: die Aus ei ungszei diese In es i ion äs ela- i lang, d. h. es e gehen ela i iele Jah e om Beginn de Bau- zei bis zum Beginn des An alls de mi diese In es i ion zu ä igen- den Meh p oduk ion; und de Kapi alkoe izien is ela i un- güns ig 7. 1957 den Ne o-P oduk ionswe p o Hek a bebau en Bodens mi 460 $ ü Ägyp en und mi 97 $ ü Sy ien (a.a.O., S.43). 6 Vgl. Tabelle V b im Tabellen eil zu diesem Bei ag. 7 Das Hochdammp ojek soll in zwei: Ausba'US u en abgewickel we den. Die e s e Baus u e, ü die ün Jah e e anschlag we den, um aß blei einem Kos enau wand on ca. 25 Mill . .:eE im wesen lichen DlU o be ei- ende E da bei en. In den zwei en Bauabschni , de inne halb sechs Jah e einen Au wand on ca. 78 Mill. .:eE o sieh , äll di!e E ich ung des eigen lichen S audamms und de K a we ksanlagen. Die G€sam kos en des P ojek s, das ja noch seh um ang eiche Au wendungen ü Be- md En wässe ungs,anlagen, Siedlungen, Ve keh s- und sons ige ö en liche An- lagen, insbesonde e auch das elek ische Übe agungs- und Ve eilungs- ne' z e o oe , we den mi ca. 400 Mill. .:eE angenommen. Von diesen In- es i ionen insgesam e sp ich man sich eine E höhung des Sozialp o- duk s um ca. 250 Mill. .:eE jäh lich. ES lieg au de Hand, daß diese Einkommenszuwachs abe e s nach eine seh be äch lichen Aus ei ungs- pe iode a sächlich in olle Höhe an allen wi d. Fü wei e e Einzelhei en siehe Uni ed A ab Republic, Cen al Go e nmen , Minis y o T easu y: '.Dh.e Budge Repo o he Fiscal Yea July 1959 - June 1960, Cai o 1960, S. 33 . und e ne Heinz Pen zlin: Ägyp en, eine Analyse de En wick- lungsp ojek e, Be lin 1957, S. 29 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 100 Rudol S ucken Demgegenübe is die Lage in Sy ien güns ige , sowohl in Hinblick au die Aus ei ungszei als auch in Hinblick au den Kapi al~ Ime izien en; das läß sich bezüglich des Ghab .... P ojek es sagen, das be ei s 1960 abgeschlossen sein soll, wodu ch ein iesiges Sump gebie d ainie und wei e S ecken o dnungsgemäß bewässe en Landes gewonnen we den; und das läß sich bezüglich des Euph a dammp o- jek es sagen, das noch Jn de VOI'lbe ei ung beg i en is , und das gil auch hinsich lich eine g öße en Zahl kleine und mi le e Bewäs- se ungsp ojek e, die zu Zei be ei s in Ang i genommen wo den sind und die o aussich lich wäh end de nächs en ün Jah e schon wi ksam we den dü en. Alle diese Maßnahmen (also einschließlich Euph a damm) lassen einen Gewinn an neuem Bewässe ungsland e - wa en, de dem aus de Ve wi klichung des Sadd el Ali nich nach- s eh 8• Im IFalle Sy iens is dann mi eine wesen lichen S eige ung de landwi scha lichen Aus uh , und zwa o nehmlich on Weizen und Baumwolle, zu echnen, und zwa in einem Um ang, daß nich nu die Auslandsschulden, die bei Aus üh ung diese P ojek e ge- mach we den, abgedeck we den können, sonde n daß auch ein De isenÜlbe schuß als G undlage wei e e En wicklung bleib (also A - A . 11 > 0). HIDgegen agen wi UlllS, ob die S eilge ung de land- wi scha lichen P oduk ion in Ägyp en angesich s de in de Aus- ei ungszei de In es i ion sich ollziehenden Be ölke ungszunahme eine solche S eige ung de Aus uh e lauben wi d, daß wesen lich meh De isen e ziel we den, als zu A:bdeckung de De isen e ,p iich- ungen e o de lich sind, die beim Bau des Sadd el Ali kon ahie we den. Albe selbs wenn sich de E olg hie au besch änk - man e ho in Ägyp en ein besse es E gebnis - is En scheidendes ü die De isenbilanz e eich , nämlich daß nich die ägyp ische 'De isen- bilanz mi den Au wendungen : lü die E näh ung de zuwachsenden Be ölke ung belas e is , wo ü die ühe e wähn en kleinen Mi el wah scheinlich nich die ·e o de liche P oduk ions e g öße ung zu e ib ingen e mögen. Soll alle dings Ägyp en in de Zei de Aus- ei ung de ;In es i ion nich eine "Du s s ecke" du chl.au en, dann wi d eine en sp echende Lang is igkei de om Ausland zu ge- wäh enden Anleihen ü die Du ch üh ung des P ojek es nich zu umgehen sein; und zumindes wi d hie bei de Auslandsan eil de In es i ion du ch Auslandsanleihen zu decken sein, wenn das De isen- p oblem nich in de Zei bis zu Fe igs ellung des Sadd el Ali zu einem Hemmnis de En wicklung we den soll. 8 Vgl. In e na ional Bank o Recons uc ion and De elopmen , The Eco- nomic De elopmen o Sy ia, Bal imo e 1955, S. 327 und passim; e ne Rundsch eiben 13/60 des Nah- und Mi elos -Ve ein, Hambu g, den 7. Mai 1960. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Ägyp en u. Sy ien, En wicklungsbedingungen u. En wicklungschancen 101 Diese Be ach ung übe In es i ionen, die mi g oßen Mi eln du ch- ge üh we den, mögen e was kla gemach halben: daß das En wick- lungsland in de Regel keine eie Wahl ha , ob es sich In es i ionen mi nied ,ige em ode höhe em Kapi alkoe:ß izien en zuwenden will; die Höhe des Koe i.zien en is meh ode wenige schicksalha be- ding . Ich komme nunmeh zu einem e ns en Sonde p oblem bezüglich de landwi scha lichen P oduk ion. Es be i die Land e o m; in Gebie en de Plan agenkul u wü de auch die F age de Na ionali- sie ung im landwi scha lichen Sek o eine Rolle spielen, doch [s dies in meinem Un e suchungsgebie nich on Belang. Land e o m is kein eindeu ige Beg i - le z en Endes kann man auch die Ve - s aa lichung des G und und Bodens und die Besei igung de indi- idualwi scha lichen O dnung de landwi scha lichen P oduk ion als Land e o m Ibezeichnen. Hie wollen wi nu die spezi ischen Fo men de iLand e o m be ach en, die im Un e suchungsgebie eine Rolle spielen, nämlich 1. die Ve ände ung de Pach e häl nisse und 2. die V.e ände ung de Eigen ums e häl nisse mi ode ohne Ve ände- ung de Be iEibss uk u . In Agyp en ha die Land e o mgese zgebung on 1952 o nehmlich eine Ve ände ung in de Höhe de Pach en geb ach ; die Um e ei- lung des Eigen ums i demgegenÜibe an ökonomische Bedeu ung zu ück. De Eing i in die Pach - und Eigen ums e häl nisse wa in Ägyp en eine Maßnahme on unbeding e No wendigkei . In olge de s a ken Zunahme de Be ölke ung - Ve doppelung in 50 Jah en -, mi de e glichen die Ausdehnung de Acke läche minimal (16 U o) wa , und bei de unzulänglichen Möglichkei ü die ländliche Be- ölke ung, in s äd ische Be u e übe zugehen, w.a en die Pach sä ze au eine une hö e Höhe ges iegen und wa somi eine sozial du ch- aus une wünsch e Einkommens e eilung einge e en. Die Land e o m b ach e deshalb o allem eine en schiedene Minde ung de Pach - sä ze, wodu ch de An eil de Fellachen an dem aus de Landwi - scha e ziel en Einkommen e höh , de ,An eil de G undeigen üme e minde wu de. Im !Zuge de En eignung des Landes, das bei den einzelnen Eigen üme n eine bes imm e Höchs g enze übe sch i , und seine Neu e eilung wu de de Tendenz nach eine Ve ände ung de Einkommens e eilung in gleiche Rich ung e ziel ; da ii:be hinaus l:>edeu e e die Übe ü<h ung des Landes in das Eigen um des Baue n eine Besi z es igung, on de man sich eine e höh e P oduk i i ä e sp ich - ob mi Rech ode Un ech , lasse ich o en. Man kann nun wohl sagen, daß die lLand e o m in Ägyp en ohne s a ke Aus- wi kungen au die landwi scha liche P oduk ion übe die Bühne gegangen is . Auch sowei das Eigen um be o en wu de, e gab sich OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 102 Rudol S ucken in de Regel keine Ve ände ung de Be iebss uk u ; die Fellachen wa en auch als Päch e schon Baue n, d. h. mi den nö igen Acke - ge ,ä en e sehen und in de Bodenbebauung e ah en. Es kann o en- sich lich keine Rede da on sein, daß die En las ung de Fellachen on iPach en und sons igen Albgaben (Zu eine Minde ung de P o- duk ion ge üh ha , wie das in manchen ande en En wicklungslän- de n im Zuge eine Land e o m seh wohl zu be ü ch en is . Die Lebenslage de ,Fellachen ha sich eI1besse , und das ha sich in einem e höh en Konsum niede geschlagen, sowohl in einem e höh en ~onsum yon Nah ungsmi eln als auch in einem e höh en Konsum on iIndus iee zeugnissen, was besonde s on de Tex ilindus ie e - me k wu de. Dem s eh nun die Ve~minde ung de Einkommen de bishe igen G undeigen üme gegenübe , mi hin Ve inge ung de g oßen Einkommen zuguns en de kleinen. Die :ü!bliche Folge eine solchen Ve ände ung de Einkommenss uk u is bekann lich eine Ve minde ung de E spa nisbil<;iung, die auch wohl a sächlich ein- ge e en is . Eine solche Minde ung de E spa nisbildung dn einem En wicklungsland könn e zu einem e ns en Hemmnis iiü die En - wicklung we den. Aibe es is zu beach en, wie die E spa nisse bis- he wn de eudalen Obe schich e wand wo den sind. Ein e heb- liche Teil wu de ins Ausland ans e ie , ein nennenswe e Teil in Schmuck angeleg ode geho e . Beim S eben nach Rendi e wu de die Anlage dn G und und Boden be o zug . Die T ans e ie ung ins Ausland wu de du ch die De isenzwangswi scha wenn nich un e - bunden, so doch zumindes e schwe ; das Ho en is kein Ve gnügen, wenn man Angs o In la ion ha . Die AnLage in landwi scha lich,em G und und Boden wa du ch die Land eiio m unmöglich gemach , und alles kann und will man auch nich in Schmuck anlegen. So kam es dahin, daß die G undeigen üme mi ih en E spa nissen iel ach in den Bau au wendige Wohn- und Geschä shäuse in Cai o und Alexand ia auswichen. Nachdem sich das einige Jah e ollzogen ha e, g i die Regie ung im In e esse ande e d ingliche e En wicklungs- pl-äne ein, de Bau on au wendigen Häuse n diese A wu de on besonde en Genehmigungen abhängig gemach und die Mie en wu den zwangsweise um 20 U o gesenk ; zum Ve s ändnis beim deu schen Lese sei e me k , daß die Bau en meis mi Eigenmi eln, nich mi Hypo- hekenda lehen e ich e wu den und daß die Rendi e ela i hoch wa . Au diese Weise is die In es i ion in diesen au wendigen Wohn- und Geschä shäuse n en sch'eidend gesenk wo den, und es is - an- scheinend mi E olg - die Tendenz zu Anlage de E spa nisse in indus iellen Anlagen und in S aa s i eln ausgelös wo den, so daß die Mi el ü En wicklungsp ojek e nich geschmäle wo den sind. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Ägyp en u. Sy ien, En wicklungsbedingungen u. En wicklungschancen 103 In Sy ien wu de die ägyp ische Land e o mgese zgebung im He bs 1958 nach de Ve einigung im g oßen und ganzen übe nommen; sie wu de in Hinblick da au , daß in Sy ien auch unbewässe es Land eine Rolle spiel , e gänz , abe es kann wohl kaum da on die iRede sein, daß die Zei zwischen de Ve einigung (1. Feb ua 1958) und de Land e o mgese zgelbung ausge eich hä e, um die in Sy ien iel- ach on den ägyp ischen Ve häl nissen abweichenden Bedingungen so g äl ig zu be ücksich igen. ,Alle dings liegen in g oßen Gebie s- eilen du chaus Ähnlichkei en o , besonde s in de Weise, daß auch hie das G oßg undeigen um du ch Ve pach ung an kleinbe iebliche Päch e genu z wi d. Insowei nun solches G oßg undeigen um um- e eil wi d, läß sich mi gleichen E gebnissen wie im Falle Ägyp- ens echnen. Ein öllig ande es Bild bie e sich jedoch in solchen Gebie s eilen, z. B. in de [)jezi eh im No dos en Sy iens, wo wi es nich nu mi G oßg undeigen um, sonde n auch mi ausgep äg en G oßIbe ieben, ja iRiese ube ieben, zu un haben. Hinzu komm , daß diese landwi scha lichen G oßbe iebe meis mi den mode ns en ame ikanischen Maschinen a bei en und dabei mi ela i wenigen bezaJhl en A bei sk ä en auskommen; e ne daß das Land zum Teil Eigen um on S ammeshäup lingen is , zu denen die Un e nehme de landwi scha lichen G oßbe iebe in eine A Pach e häl nis s ehen. Wenn man nun hie eine Um e eilung des Landeigen ums o nimm , dann handel es sich zugleich um eine Abwandlung de bishe igen Be iebss uk u . Man beach e, daß die nach dem Gese z in e s e Linie in F age kommenden Siedle , die AI'Ibei .sk ä e -nich einmal all- ound-gele n e Landa bei e , sonde n ehe Spezialis en masch~e e Landwü scha sbe !1i€lbe -keines alls Baue n sind, sie e ügen wede übe die nö igen Acke ge ä e, noch Ülbe en sp e- chende Kenn nisse im Landbau, noch übe K edi usw. Es e schein öllig aussich slos, es diesen zu übe lassen, einen geigne en Anbau- plan ,alli ,zus eUen, das ich ige Saa gu auSZ'Uwähl,en, d1:!n Zei plan ü die Bodenbea bei ung, den ich igen Augenblick ü die E n e zu be- s immen und die Regelung de Bewässe ung selbs in die Hand zu nehmen. Wenn die landwi scha liche P oduk ion im Falle de Au - eilung des Bodens nich ka as ophal absinken soll, dann läß sich das nu e eichen au G und des IFunk ionie ens de om Gese zgebe o gesehenen Coope a i en. Die Lei e di:ese Coope a i en müssen meh sein als Lei e eine Genossenscha , sie müssen zugleich "Sied- lungsbe a e " sein. Das F'unk ionie en diese Coope a i en is eine Pe sönlichkei s age, odäu ig zwei le ich, daß die geeigne en iPe - sönlichkei en, die Füih e quali ä en mi achlichem Können e einigen müssen, da sind. Mein Vo schlag ging dahin, solche iLei e on Coo pe- a i en o s- und ä igkei snahe au ,einem da ü zu scha enden OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 110 Rudol S ucken Beweis ü die These on den Kinde k ankhei en schein mi das 'Funk ionie en de "al en Indus ien" ~u el'b ingen; in Ägyp en han- del es sich o nehmlich um das Ginning. and P essing, das is die Baumwollen kö nung und die Gewinnung des Öls aus de Baumwoll- saa , und um die Tex ilindus ie, nämlich Spinne ei und Webe ei. Wi inden au diesen Gebie en glänzend o ganisie e Be iebe, die quali- a i hochwe ige P oduk e scha en, o ensich lich sind die echni- schen, die be iebswi scha lichen und auch die sozialen Be iebs- p obleme gemeis e wo den. Demg.eg~mübe gib es in neuen Un e - nehmungen ilwei ellos auch Fehldisposi ionen, zumal wenn diese Be- iebe zu üh de Füh ung ode Be a ung du ch die Lie e i men de Maschinen und Anlagen en z'Ügen we den; es zeig sich dann mög- licheI'lweise eine Expe imen ie lus ohne aus eichende Einsich in die Konsequenzen, es bes eh nich imme Sinn ü die No wendigkei , mi meh achen Siche hei en zu a bei en und au die Vollausnu zung bis zu G enze de T ag ähigkei zu e zich en. Abe auch diese neuen Indus ien we den einmal "al e" Indus ien sein, und ich habe keine So ge, daß dann die P Olbleme ebenso gemeis e we den wie in den heu igen al en Indus ien. - Selbs e s ändlich wä e es un- sinnig, wenn man schon je z in einem Lande wie Ägyp en Fab ika- ionen en wickeln woll e, bei denen alles au die "En wicklungsa bei " ankomm , es sei denn, daß diese P oduk ionsau bau im Wege on Lizenzen und in kon inuie lichem Kon ak mi ausländischen FiI1men o sich geh , die al e E ah ungen, !bedeu ende Pa en e haben und o lau end Neue ungen scha en. Ich habe hie o nehmlich on Ägyp en gesp ochen, und ZJWa des- halb, weil in Zusammenhang mi einigen une eulichen Vo komm- nissen in Ägyp en die F ,age de Eignung de Füh ungsk ä e au - gewo en wo den is . In Sy ien, wo du ch Auswande ung und Rück- wande ung schon imme ein s ä ke e Kon ak mi dem Ausland ge- he sch ha , wo man wohl übe haup on eine s ä ke ausgep äg en "kapi alis ischen" Men ali ä sp echen kann als in Ägyp en, ha die 'F age ge inge e .A:k uali ä . Zu F age de A bei sk ä e. Zu indus iellen P oduk ion gehö Ein ügung in eine O dnung, Regelmäßigkei de A bei und unun e - b ochene So g al . Es kann keinem Zwei el un e liegen, daß de Indus ieau bau in Ägyp en zu Beginn une hö e Schwie igkei en zu übe winden ha e. Die A bei sk ä e kamen meis aus Fellachen- hü en, sie wa en nich an egelmäßige A :bei gewöhn , un e e näh , iel ach Analphabe en. Auch die Al'bei sk ä e, die aus s äd ischem Milieu kamen, wa en meis unzulänglich; man denke an die Ve häl - nisse, die in S äd en zu he schen p legen, wenn au dem Lande eine ' 'iesenha e " e deck e" A bei slosigkei gegeben is . Es ha dann eine OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Ägyp en u. Sy ien, En wicklungsbedingungen u. En wicklungschancen 111 planmäßige Emiehungsa bei du ch die Be iebe selbs s a ge unden. Man so g e da ü , daß die A bei e wenigs ens eine k ä ige Mahlzei zu sich nahmen, man gewöhn e sie an Hygiene, SaUlbe kei , zweck- en sp echende saube e und heile Kleidung, man so g e, daß sie lesen und sch eiben le n en. Wi sehen hie den Gegensa z zu manchen ibe oame ikanischen Lände n und Spanien, wo de Indus ieau bau mi Kündigungsschu z begonnen und dadu ch die E!I"ziehungsa bei , bis zu Locke ung de unheil ollen Bes immungen, unmöglich ge- mach wu de. - In Sy ien sind die Ve häl nisse bezüglich de Quali- ä de A bei sk ä e on o nhe ein güns ige gewesen, was mi de besse en <Si ua ion in de Landwi scha zusammenhäng . Es gab wenige Analphabe en, die Leu e wa en Ibesse e näh und an egel- mäßige A bei meh gewöhn , sie wa en zu höhe e Leis ung be ähig , zumal auch die Löhne de sy ischen Al'bei e in d ei- bis ie ache Höhe de Löhne de ägyp ischen A bei e liegen (die AJbschi mung des sy ischen Ma k es siche e dagegen, daß die Höhe de Löhne zum Hemmnis de Indus ieen wicklung wul de; ich komme da au zu ück beim P oblem de Ve einigung Ägyp ens und Sy iens). - Alle dings is es wohl unbes ei ba , daß die Leis ung des sy ischen A bei e s hin e de des wes eu opäischen und die Leis ung des ägyp ischen A bei e s hin e de des sy ischen zu ückbleib , ebenso wie die Lei- s ung des wes eu opäischen A bei e s hin e de des us-ame!I"ikani- schen zu ückzubleiben p leg . Bezieh man abe den Lohnau wand au die Einhei de Leis ung, so is die Reihen olge mögliche weise um- gekeh . Die Schwie igkei en des An angs. Gegegeben is die Si ua ion, die F ied!I"ich Lis o sich sah, als e sich ü die Indus ialisie ung Deu schlands einse z e: es gib ,ande e konku ie ende Lände , die wei e o gesch i en sind, de An ang b ing zusä zliche Kos en, die mögliche 'weise du ch die Lohnun e schiede nich ausgeglichen we den. Wi haben es hie mi S aa en zu un, die das on F ied ich Lis ge- o de e Mi el des E ziehungszolles k ä ig anwenden, die da übe hinaus die neuen wi kungs olle en Mi el behe schen, nämlich Ein- uh e bo e ode Ein uh kon ingen ie ung in Zusammenhang mi de De isenzwangswi scha , e en uell auch das Ope ie en mi un e - schiedlichen Wechselku sen. Man bedien sich e en uell auch eines "Zusa zaus uh e ah ens", das au eine Aus uh sUlb en ionie ung hinausläu , wie sie Deu schland in den d eißig e Jah en angewand ha . England ha zu Zei seine Vo he scha in Ägyp en die En - wicklung de Indus ie dadu ch au gehal en, daß es die Anwendung solche Me hoden unmöglich mach e; es handel e sich da/bei in e s e Linie um die Tex ilindus ie, an de en En wicklung au ägyp ischem Boden man in England keineswegs in e essie wa . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 112 Rudal S ucken Sonde p oblem ü den Indus ieau bau: die Ve einigung Ägyp ens und Sy iens zu Ve einig en A abischen Republik. Die Ve einigung wu de au den 1. Feb ua 1958 ollzogen, is also noch ela i jungen Da ums. Die Ve einigung is nich in de Fo m ollzogen wo den, daß alsbald das Geldwesen e einhei lich und die Handelssch anken au gehoben wo den sind; sonde n man is mi g oße Vo sich an die Ve einigung au wi scha lichem Gebie he angegangen. Es sind Maßnahmen zum Schu z de sy ischen Indu- s ie e g i en wo den. Z. T. wu den Zölle beibehal en; e ne wu den die Zahlungs o gänge in besonde e Weise ge egel , ibei de Ein uh gewisse iKonku enzp oduk e aus Ägyp en nach Sy ien wu de die Möglichkei , mi ägyp ischen No en zu bezahlen, besch änk , da die ägyp ischen No en zu einem P eise zu k au en sind, de un e dem o iziellen Ve echnungsku s lieg . Fe ne bedien e man sich des Mi - els de In es i ionskon olle, um gewisse Indus ien ü Sy ien o - zubehal en. Z. B. wu de ü Ägyp en die P oduk ion de eine en Baumwollwa en o gesehen, was de Ta sache Rechnung äg , daß in Ägyp en die höhe we igen langs apeligen Baumwollso en gee n e we den, wohingegen Sy ien die g öbe en Gewebe o behal en blie- ben; auch gewisse P oduk ionen on Eisenwa en wul'den e eil , z. B. Ke en gewisse S ä ke sollen nu in Ägyp en, Ke en ande e S ä ke nu in Sy ien p oduzie we den. Ohne solche di igis ischen Maßnahmen wä e einem nennenswe en Teil de sy ischen Indus ie keine güns ige P ognose zu s ellen, denn die d ei- bis ie ache Höhe de Löhne in Sy ien - als Folge de höhe en P okop e äge in de sy ischen Landwi scha - wi d du ch die e höh e Leis ung des sy ischen A bei e s nich ausgeglichen. Bei uneingesch änk e Han- dels eihei Z1Wischen Sy ien und Ägy p en müß e man mi eine Be- sch änkung de sy ischen Indus ie au solche P oduk ionen echnen, bei denen in olge de F ach kos en ode de Ve de blichkei de Wa e die billige e ägyp ische A bei sk a nich zu Auswi kung kommen kann. Es wä e ein Fehle , sich o den e ns en Folgen zu e schlie- ßen, die bei hemmungslose Ve olgung de Ve einhei lichung au wi scha lichem Gebie au e en müssen. Ta sächlich schein zunächs einmal die Ve einigung sich güns ig ü die Indus ie Ägyp ens ebenso wie ü die Indus ie Sy iens aus- gewi k zu haben. Die Ve einigung ha sich doch jeden alls dahin aus- gewi k , daß. die ägyp ische Indus ie eine besse e S ellung au dem sy ischen Ma k e hiel als die ausländische und ebenso die sy ische au dem ägyp ischen Ma k . De in e egionale Handel konn e jeden- alls zwischen Ägyp en und Sy ien (südliche bzw. nö dliche Region de Ve einig en A abischen Republik) lau end k ä ig ausgedehn we den und e eich e im Jah 1958 ein Gesam olumen on OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Agyp en u. Sy ien, En wicklungsbedingungen u. En wicklungschancen 113 4,444 Mill. zE im Ve gleich zu einem Jah esdu chschni on 1,677 Mill . ..eE in den J,allmm 1948/1957. Im e s en Halbjah 1959 is dann wei e hin eine seh be äch liche S eige ung au 5,836 Mill. zE einge e en. Die Ausdehnung des Handels olumens se z e alle dings schon 1954 bis 1956 deu lich ein, so daß die jüngs en E olge nich ohne wei e es dem Zusammenschluß zu V.A.R. zugesch ieben we den können, imme hin e schein es jedoch glaubwü dig, daß on de Ve - einigung [n diese Hinsich kl1ä ige Impulse ausgegangen sind und wohl wei e hin ausgehen we den 12 • Pe sönlichen Mi eilungen zu olge soll de e s ä k e in e egionale Handel zum Teil auch Impo e aus ande en Lände n en beh lich gemach und somi zu De iseneinspa- ungen ge üh haben. In diesem Zusammenhang wi d man jedoch nich übe sehen dü en, daß de in e egionale Handel o z seine Ausdehnung 'bishe noch wenige als d ei P ozen des eigen lichen Außenhandels olumens de V.A.R ausmach . Ande e sei s is zu be- ücksich igen, daß die Ve einigung de beiden je zigen Landes eile e s zwei Jah e zu ücklieg und die Dinge noch s a k im Fluß sind. Zusammen assende Be ach ung de indus iellen P oduk ion. In ägyp ischen Quellen sp ich man da on, daß es du ch die Indu- s ialisie ung sei de Re olu ion on 1952 gelungen sei, nunmeh im Jah 90 Millionen US-Dolla s, also e wa 390 Millionen DM ode gu 30 Millionen zE an De isen einzuspa en. Diese Zahl en sp ich 17 % de ägyp ischen Gesam ein uh de le z en Jah e. Fü die Zu- kun is on g oßen wei e en Einspa ungen du ch Ve d ängung on Ein uh ,en in olge Fe i,gs ellung de OI1gesehenen Indus iep ojek e die Rede; man denke hie bei e wa an die Düngemi el ab ik in Assuan, die 1960 e ig we den soll und de en Ene giebeda du ch das gleichzeiig am al en Assuandamm e ich e e Elek izi ä swe k gedeck wi d. Welche Wandlung du ch die Indus kilisie ung bei de Ein uh in einem länge en Zei aum o sich gegangen is , mag du ch olgende Zahlen cha ak e isie we den: de An eil de Ein uh en on Tex ilma e ialien und Tex ile zeugnissen an de Gesam ein uh Ägyp ens iel on 1930 bis 1955 on 26,2 % au 7,9 0J0; de An eil de Ein uh on Maschinen und Appa a en, elek ischen Ma e ialien und Ve keh smi eln s ieg in de gleichen Zei on 8 % au 24,6 O o (Bank o Egyp , Economic Bulle in, Vol. IX 1956, S. 9). Daneben schläg sich die Indus ialisie ung auch in den Expo zahlen Ägyp ens niede , die Expo e on Indus iee zeugnissen nähe n sich 10 % de Gesam - expo e, was e wa 8 O o de Gesam impo e en sp ich . Bezüglich Sy iens is zu sagen, daß die en sp echenden Zahlen wenige zu Buch 12 De allie e Angaben übe Ausmaß und Zusammense zung des sy isch- ägyp ischen Handels inden sich im Budge Repo o he Fiscal Yea July 1959 - June 1960, a.a.O., S. 105 . 8 Sch i en d. Ve eins . Soclalpoll lk 21 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 114 Rudol S ucken schlagen, ganz besonde s bei einem Ve gleich mi dem landwi scha - lichen Sek o , wenn auch die Selbs e so gung in Tex ile zeugnissen einen g oßen Au schwung zu e zeichnen ha 13 • Die U p oduk ion auße halb de Landwi scha . Wede gehö Ägyp en, noch gehö Sy ien zu den g oßen E döllände n, im Gegen- sa z e wa zu I an und I ak, die ges ü z au die g oßen Ölgelde um ih e En wicklung bemüh sind. In Ägyp en ha die Ölp oduk ion in den le z en Jah en j-edoch so zugenommen, daß sie mi dem wachsen- den Inlandsbeda leidlich mi gekommen und daß on diesem keine zusä zliche Belas ung de De isenbilanz ausgegangen is . Es muß ja nich nu de Beda ü Au os und Eisenbahnen gedeck we den, sonde n auch ü die Ve so gung mi elel ische Ene gie, zumal Ägyp en nu übe wenig Wasse k a e üg , e ne ü Heizzwecke und Kochzwecke; das Öl e se z in Ägyp en wei gehend die bei uns e wand e Kohle. iFunds ellen on Öl gi'b es bis heu e o nehmlich am Ro en Mee und au de Halbinsel Sinai. Es wi d gesag , daß es sich hie um sogenann e "Taschen" handel , die im Lau e de Zei ausgepump we den, so daß o lau end neue Funds ä en e schlossen we den müssen. Das U eil übe die kommende Ölp oduk ion is des- halb e häl nismäßig unsiche , und man kann wohl bei eine Vo - schau bes en alls on de Annahme ausgehen, daß es geling , den s a k wachsenden Inlandsbeda auch in Zukun zu decken, ohne daß die Außenhandelsbilanz au dem Gebie de mine alischen B enns o e zu eine wachsenden Belas ung de De isenbilanz üh . -Die Lage in Sy ien is dadu ch cha ak e isie , daß man mi E schließungs- a bei en wesen lich wei e zu ück is . Alle dings is man in den le z- en Jah en ündig gewo den, und zwa im No dos en Sy iens. Es bes eh de Plan zu Scha ung- eine kleinen Ra ine ie im Euph a - gebie , um das do ge undene Öl ü die T ak o en und sons igen Maschinen des no dös lichen Landwi scha sgebie s nu zba zu machen. Fe ne is die Conco dia, eine Toch e gesellscha de Deu - schen E döl-AG., im Somme 1959 ündig gewo den, übe Quan i ä und 'Quali ä liegen jedoch noch keine aus eichenden Nach ich en o . Angesich s de Ta sache, daß eins de g oßen i akischen Öl elde nich allzuwei on de sy ischen G enze gelegen is , is ü die Zu- kun du chaus mi g oßen Funden in Sy ien zu echnen; jedoch is das noch ~ukun smusik. Abe Sy ien p o i ie heu e schon als Du ch uh land om E döl, besonde s .is hie an die iPipe-line de I aq Pe ol Company zu denken, die Royal ies sind in den le z e gange- nen Jah en in den Sä zen e heblich e höh wo den, und Sy ien e ziel da aus nunmeh im Jah und 100 Millionen . :S = ca. 120 Millionen 13 Zu zahlenmäßigen En wicklung des Impo s und Expo s gl. Ta- belle IX und X des Tabellen eils. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Ägyp en u. Sy ien, En wicklungsbedingungen u. En wicklungschancen 115 DM gegenübe minimalen Be ägen in den Jah en 1950 bis 1952. An de P1pe-line in Ho ns is eine g oße Ra ine ie e ich e wo den, wo- du ch sich Sy ien wei gehend on de Ein uh a inie e Öle zeug- nisse unabhängig machen will. Was die Holzgewinnung be i , so is zu sagen, daß. Ägyp en und Sy ien keine Waldlände sind. Ho nungen, in Sy ien un e Anbau schnell wachsende Hölze eine Celluloseindus ie au: ibJauen zu kön- nen, sind wohl mi ISkepsis zu beu eilen. Einige ande e Bodenschä ze sind in Ägyp en e schlossen wo den, so Mangan und Phospho , abe sie haben noch keine g oße Bedeu ung bei de Aus uh e lang , sind jedoch bedeu ungs oll ü die Deckung des Inlandsibeda es. Besonde e Beach ung e dien das Eisene z o - kommen bei Assuan. DalS E z wi d nun im Eisen- und S ahlwe k Heluan bei Kai o genu z , wo ü es e wa 900 km au de eingleisigen Bahn, die Kai o mi Obe ägyp en e binde , anspo ie we den muß. (Die Kohle ü Heluan komm aus dem .A!usland, nu die Füll- s o e we den in de Nähe des We kes gewonnen.) Nach dem Zwei en Wel k iege ha e Ägyp en iesenha e Bes ände on Sch o aus dem K iegsma e ial, das die T uppen bei de (Räumung zu ückgelassen ha en, und da au wu de eine gewisse Eisen- und S ahlindus ie au - gebau . Allmählich jedoch e siegen diese Bes ände, und dadu ch is ein besonde e Ans oß da ü gegeben, die Eisen- und S ahlgewinnung au ande e G undlage au zubauen. Vo läu ig be ei e das T anspo - p oblem noch auße o den liche Schwie igkei en, und es sind auch sons ige (Reibungen beim P oduk ionsp ozeß au ge e en, so daß das neue We k noch keineswegs zu ollen Wi kung kommen konn e. Es is dami zu echnen, daß bei wei e e Du cho ganisa ion des P oduk- ionsp ozesses om E z bis zum e igen T äge de Beda an Eisen- und S ahlwa en in wesen lich g öße em Um ang aus eigene P oduk- ion gedeck we den klann. Sons iges: We ke de In as uk u . Mi Rücksich au die hohen Kapi alkoe izien en bei We ken de In as uk u , also mi Rücksich au die ela i ge inge S eige ung des Volkseinkommens p o Jah , die bei ihnen mi eine Kapi alin es i ion in bes imm e We höhe e ziel we den kann, is es ü die 'En wicklung und ih e 'Finanzie ung ungün- s ig, wenn solche We ke de In as uk u in g öße em Um ang be- nö ig we den. Es is hie o allem an Ve keh swege und iEne gie- e so gung zu denken. iDie Si ua ion wa ü Ägyp en au diesem Gebie in den le z en Jah en noch ela i güns ig, aJbe es is die 'F age, ob je z nich eine Reihe g oße iIn es i ionen au diesem Ge- bie d ,ängend gewo den is , um bei de In as uku mi de sons i- gen En wicklung Sch i zu hal en und Reibungs e lus e zu e mei- den, die mi ih em Zu ückbleiben e bunden smd. Ich denke o - 8" OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 116 Rudol S ucken nehmlich an zwei g oß.e We ke, nämlich den zweigleisigen Ausbau de Eisenbahn Kai ~ssuan und die Regulie ung des Nils als Schi - ah sweg. Fe ne is in Ägyp en au wei e e Sich das P oblem de Ene gie e so gung aku . Wenn de Hochdamm g.ebau wi d, bes eh die Möglichkei eine wei gehenden zusä zlichen Ene gie e so gung aus de Wasse k a . Wenn man dann da an denk , den S om nach Kai o und dem Del a zu lei en, so muß eine übe landlei ung on und 1000 km e ich e we den. Wenn man dami echne , im Raum on Assuan und Obe ägyp en eine wesen liche E wei e ung de Indu- s ie o zunehmen und den gewonnenen S om in diesem Raum zu e b auchen, dann wi d e s ech de Ausbau de Ve keh swege zwi- schen Obe ägyp en und dem Raum um iKai o ak uell. Also man muß wohl au j·eden Fall dami echnen, daß in Ägyp en g oße Au wendun- gen ü den Ausbau de In as uk u ans ehen. -Auch im Falle Sy iens is au dem Gebie de In as uk u noch Nennenswe es zu un. Vo allem komm hie de Bau eine Eisenbahn on La aquia übe Aleppo an den Euph a und in das no dös liche g oße Landwi - scha sgebie hinein in F age. Die g oßen gee n e en Mengen we den heu e noch aus dem P oduk ionsgebie au Las wagen bei unzuläng- lichen Wegen zum Ha en anspo ie , und da:bei sollen die F ach - kos en e wa 2/ 3 des P eises ü Ge eide, de im Ha en e ziel wi d, ausmachen. Man ho , du ch die Eisenbahn die F ach kos en e wa au die Häl e ih e bishe igen Höhe he ab d ücken zu können und da- du ch de l.andwi scha lichen P oduk ion einen k ä igen Ans oß zu geben, zumal wenn gleichzei ig du ch die Öl a ine ie im Euph a al de P eis eines wesen lichen Kos en ak o s ged ück wi d; ielleich e mag sich dann auch die Düngemi el ab ik, die im Anschluß an die g oße Öl a ine ie bei Ho ns gebau wi d, s ä ke auszuwi ken, als sich das angesich s des gegenwä igen ge ingen Ve b auchs küns - liche Düngemi el ohne wei e es annehmen läß . Abe auch sons lieg die E schließung Sy iens mi els Eisenbahnen noch im a gen, und es wi d iel au diesem Gebie e zu un sein, um im ganzen die P o- duk i k ä e zu ollen En al ung zu b ingen. Bei solchen We ken de lIn as uk u mi ih en g oßen Kapi al- au wendungen wi d alsbald das P oblem de Finanzie ung ak uell. Eine lang is iige Auslandsanleihe, zumindes in den G enzen des Auslandsan eils an de 'In es i ion, schein mi hie bei du chaus am Pla ze zu sein. Sons ige De isenquellen. Die Rimessen de Auswande e sind ein bedeu ende Pos en ü Sy ien (Libanesen und Sy e gehen jn die Wel hinaus, Ägyp e und I ake nich ), doch läß sich übe die Höhe diese Rimessen keine eindeu ige Angabe machen, deshalb auch nich übe ih e En wicklung im Lau e de Zei . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Ägyp en u. Sy ien, En wicklungsbedingungen u. En wicklungschancen 117 Fü Ägyp en sind die Einnahmen aus dem Suezkanal on auße - o den liche Bedeu ung, wi haben es hie mi einem Pos en zu un, de die De isenbilanz Ägyp ens annähe nd ebenso s a k e besse wie de Ausbau de Indus ie mi seinen Folgen ü die Ein- und Aus uh . Schon o de Na ionalisie ung des Suezkanals bilde en die Royal ies und die Ausgaben de Kanalgesellscha im Lande einen Be- ag, de einen Teil de Passi i ä de Handelsbilanz au wog. In- zwischen ha sich de übe schuß. de De iseneinnahmen aus dem K.anal ibe die in Zusammenhang mi ihm zu leis enden De isen- ausgaben um 20 bis 30 Millionen .: :E gehoben. Man ha nach de Na- ionalisie ung wohl zunächs zu wei gehende Ho nungen genäh , mi den übe schüssen des Kanals die Au wendungen ü den Sadd el Ali bes ei en zu können, und man be ach e die Ding,e je z nüch e ne . .A!be es is ein Ausbau des Kanals im Gange, um den Kanal ü g öße e Schi e, o allem g öße e Tanke , b auchba zu machen, und nach Fe igs ellung diese A bei en kann mi' eine nennenswe en wei e en Einnahmes eige ung dank de Ve keh s- s eige ung ge echne we den. De Ausbau ollzieh sich in Zusam- mena bei mi g oßen ame ikanischen Fi men, ein e hebliche Teil de A bei en is schon ,ollende und wa schon inanzie , ehe die Wel bankanleihe ü den Kanalausbau kam. Wei e hin is hie an den Reise e keh zu denken. Als De isen- quelle ~s de Reise eIikeh ü Ägyp en nich das, was man eigen - lich annehmen müß e, de De isenan ,all s eh in keinem Ve häl nis zu dem, was echne isch als Ausga be de Auslände wäh end ih es Au en hal es au ägyp ischem Boden e mi el wi d 14 • Die Di e enz is zum g öße en Teil zu e klä en mi de den Auslände n zuges an- denen Miöglichkei ,ägyp ische No en bes imm e S ückelung unbe- sch änk nach Ägy.p en einzu üh en, und diese illegal ins Ausland e~b ach en ägyp ischen No en sind do wesen lich billige zu kau en, als man ägyp ische P unde in Ägyp en, auch un e Be ücksich igung des Tou is enbonus, o iziell kau en kann. Diese F eigabe de He ein- b ingung on No en s eh im Gegensa z zu dem, was wes liche Lände bei schiWe e De isenlage ge an haben. Ich nehme deshalb an, daß schon bei de bishe igen G öße des Reise e keh s zusä zliche De isen- einnahmen im Gegenwe on e wa 20 Mill. .: :E ku z is ig zu e - zielen sind, wenn es geling , den illegalen Kapi al ans e au de G undlage de Aus uh ägyp ische Bankno en wei gehend zu un e - binden. Die Einnahmen aus dem Reise e keh sind na ü lich auch 14 Bei einem echne ischen Au wand on 20,4 Mill . .: :E im Jah 1956, bzw. 23,2 Mill. .: :E im Jah 1957 belie en sich die a sächlichen E löse aus dem De isenum ausch de Tou is en nu au 1,9 bzw. 1,4 Mill . .: :E. (Quelle: Nla ional Bank o Egyp , Economic Bulle in, Vol. XI 1958-, S. 152 .) OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 118 Rudol S ucken eine F age des Ausbaues de Annehmlichkei en ü die 'F emden 15 ; e s klassige Un e kün e ü Auslände gib es o nehmlich nu in Cai o, Alexand ia, Luxo und Assuan; de Bau des Hil onho els ~n Cai o mag dabei zu einem besonde en Anziehungspunk ü Ame i- kane mi g oßen AusgaJben p o Tag we den. lF'ü die En wicklung Ägyp ens zu einem bedeu enden Au o eiseland, wie es beispielsweise I alien gewo den is , ehlen e schiedene VOI1bedingungen. Sy ien is noch wenig ü den -Reise e keh e schlossen. Auch die ielen Je usalem ah e be üh en Sy ien nu ku z und ziehen ohne Au en hal wei e . Und dabei ha Sy ien iel zu bie en du ch die G öße seine Na u , seine in e essan en S äd e, seine Baudenkmäle aus ömische und ühch is liche Zei usw. A:be die En e nungen sind g oß, sehenswe e Plä ze zum Teil schwe e eichba , die Un e - kun nich übe all aus eichend (wenn ich auch das schöns e Ho el meine Reise in Damascus and). Sy ien ha ungehobene Schä ze; abe es wi d iele Ans engungen ,bedü en, sie zu heben. Schlußbe ach ung Die En wicklungschancen Ägyp ens sind ohne Einsch änkung posi- i zu beu eHen, wenn den g oßen posi i en Vo gängen, nämlich de Ve d ängung on Ein uh en und de Ausdehnung on Aus uh en indus ielle P oduk e sowie dem Ans eigen de Einnahmen aus dem Suez-Kanal, keine nega i en Vo g,änge gegenübe e en. Als solche nega i en Vo gänge könn en au e en: Hemmungen in de En al- ung de landwi scha lichen P oduk ion mi de Folge, daß diese mi dem s eigenden [n1andsbeda nich mi komm , ungüns ige P eis- en wicklung bei den landwi scha lichen Aus uh a ikeln Ägyp ens, wobei o nehmlich an die Baumwolle zu denken is , Zu ückbleiben de Mine alölp oduk ion hin e dem heimischen Beda . Du ch den Bau des Hochdammes kann die e s genann e Ge ah mangelnde En - al ung de landwi scha lichen P oduk ion ü einen länge en Zei - abschni nach seine Fe igs ellung besei ig we den. Im F emden- e keh lieg wohl noch eine gewisse De isen ese e. Die En wicklungschancen Sy iens sind ohne Einsch änkung posi i zu beu eilen, wenn die Ge ah en, die de landwi scha lichen P o- duk ion on de Land e o m und de indus iellen P oduk ion on de Ve einigung he d ohen, du ch en sp echende Maßnahmen abge- angen we den. Die gesam e Si ua ion is in Sy ien wesen lich leich e dank den g oßen Möglichkei en zu Ausdehnung de landwi scha - lichen P oduk ion. Neben de Ve g öße ung de landwi scha lichen 15 Flü Elinzelhei en übe die En wicklung des ägyp ischen Ho elwesens gl. Na ional Bank o Egyp , Economic Bulle in, Vol. XII 1959, S. 32 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Ägyp en u. Sy ien, En wicklungsbedingungen u. En wicklungschancen 119 Expo e, mi denen zu echnen is , o zdem zwei Miße n en (1958 und 1959) zu ela i nied igen Expo zahlen ge üh haben, wi d de indus ielle Ausbau zu Ve besse ung de De isenlage üh en, und zwa du ch Einspa ung on Impo en, und e ne b ing die Du ch- uh on Rohöl Sy ien o läu ig noch wachsende Einnahmen. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Tab e 11 e IX Egyp : Balance o Paymen s, In e na ional T ansac ions 1949-1957 1949 1950 1951 1952 1953 1954 1955 1956 1957 A. Goods and Se ices I-' I :) Expo s .o.b. Raw co on Cl) Value a 1949 p ices ..... . .... 106,1 115,3 76,2 80,3 103,0 85,5 82,4 70,0 88,4 Excess o alue a cu en p ices o e a1ue a 1949 p ices ...... 34,5 87,9 46,1 13,3 27,6 25,0 28,9 35,8 O he expo ß a cu en p ices .. 31,7 25,6 39,0 18,7 21,0 25,2 31,0 43,3 47,4 AJdjus men o exchange eco d basis .................... .. .... 4,4 14,8 1,4 3,7 0,4 5,9 0,7 -9,7 -4,6 To al expo s ............ 142,2 190,2 204,5 148,8 137,7 144,2 139,1 132,5 167,0 Impo s c.i. . . ,' ............. ... . . -148,3 -208,9 -233,8 -208,2 -166,7 -156,2 -201,3 -198,1 -218,8 T ade balance .. . ....... -6,1 -18,7 -29,3 -59,4 -29,0 -12,0 -62,2 -65,6 -51,8 Nonmone a y goLd .............. -11,7 -13,7 -9,6 -4,7 Suez Canal dues .................. 23,0 26,2 26,4 26,6 29,1 30,6 31,8 29,3 24,3 In es men income .............. 8,9 -11,2 -12,5 -12,1 -11,0 -13,1 9,8 -5,1 1,9 ~ Go e nmello , n.Le. . ............... 5,1 9,9 8,4 0,1 2,4 4,9 -8,9 -20,2 -19,2 !:: 0- O he se ices ......... . ........ 1,9 -2,9 0,2 -3,9 0,6 1,6 5,0 19,5 11,1 0 ;:;; To al .................... 3,3 -10,4 -16,4 -53,4 7,9 2,2 -44,1 -42,1 -33,7 n ,... B. Miscellaneous Dona ions and Capi al !:: (") U.S. allod UNICEF' g an s .......... 1,4 10,1 9,4 :>;' (!) P i a e long- e m ca pi al ........ 3,9 3,6 4,3 1,9 0,9 0,3 2,2 1,2 ~ P i a e halances ab oad ..... '.' ... 1,9 1,4 1,2 0,7 0,8 4,9 0,2 5,4 5,3 Fo eign p i a e balances in Egyp .. -1,7 0,9 0,7 1,9 0,6 1,2 0,2 0,5 2,0 O he .......................... 1,0 0,1 2,2 -17,9 To al .................... 3,7 3,1 1,4 3,2 1,1 2,6 11,9 6,7 -11,8 C. Ne E o s and Omissions ........ 0,4 1,6 0,6 0,3 0,2 0,4 1,0 1,1 D. To al (A h ough C) .............. -11,9 -17,8 -57,2 9,3 0,6 -31,8 -36,4 -44,4 E. Mone a y Mo emen s Paymen s ag eemen s (ne ) ...... .. 11,7 2,4 0,3 4,3 2,6 0,7 -2,1 6,1 Ne IMF posi ion ................ 0,7 -3,0 5,2 5,2 O he sho - e m liabili ies ...... .. -7,8 -2,8 1,3 0,2 0,4 U.K.long- e mlSecu i ies (incI'ease-) -3,2 -29,3 -14,6 10,8 4,1 2,9 12,6 17,3 Sho - e ms e linglasse s (inc ease-) 21,7 32,2 83,7 54,7 -14,0 5,3 35,1 25,4 O he sho - e m asse s (inc ease -) -14,6 -7,1 -11,1 17,0 8,6 0,8 -5,5 0,3 15,8 Mone a y gold (inc ease -) ........ -15,9 -26,6 -5,0 To al .................... 11,9 17,8 57,2 9,3 0,6 31,8 36,4 44,4 S<m ce: In e na ional Mone a y Fund, Balance o Paymen s Yea book, Vol. IX and X!, Washing on 1958/1959. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Tabelle X Sy ia: Balance o Paymen s, Basic Global Da a 1950-1957 1950 1951 1952 1953 1954 1955 C edi Debi C edi Debi C edi Debi C edi Debi C edi Debi C edi Debi A. Goods and Se ices ...... 93.1 118.3 108.8 140.1 119.5 148.9 142.0 152.5 191.6 222.7 200.5234.8 1. Me chan- dise· ...... 77.2 117.8 87.6 136.1 98.1 142.9 119.6 136.2 167.5 197.2 152.1 202.4 2. Nonmone a- y gold .... ......... 0.6 --1.4 -8.5 -5.4 -7.0 3. Fo eign a el ..... ........ 2.4 2.1 3.5 3.5 2.0 6.1 2.5 19.0 22.5 23.2 4. T anspo a- ion ..... . 1.4 .... 1.3 .... 1.3 .... 1.7 . ... 2.8 .... •• o ••••• 5. Insu ance .. • 0 •••••• .... .... . ....... •••• O' o • ........ • ••••• o. 6. In es men income .... •••• .. 0 •• 0.4 0.5 0.4 0.2 0.2 03 0.2 0.5 0.1 1.0 7. Go e nmen , n. i. e ...... 0.4 .... 1.7 1.3 0.8 .... 5.6 0.6 5.5 0.6 6.4 0.8 8. Miscellane- ous ....... 14.1 0.5 148 -15.4 0.9 12.9 0.8 13.1 -19.4 0.4 Ne goods and se ices -25.2 -31.3 -29.4 -10.5 - 31.1 -34.3 B. Dona ions .... 5.4 -5.6 -5.7 -5.6 - 4.1 -3.9 - 9. P i a e .... 2.7 -2.6 -2.7 - 28 -2.8 -2.8 - 10. O icial .... 2.7 -3.0 -3.0 -2.8 - 1.3 - 1.1 - Ne dona ions .. 5A -5.6 -5.7 -5.6 - 4.1 -3.9 - Ne o al (1 h ough 9) ........ -22.5 -28.7 -26.7 -7.7 -28.3 -31.5 Ne o ll) (1 h ough 10) ....... -19.8 -25.7 -23.7 -4.9 -27.0 -30.4 1956 C edi Debi 230.3236.2 165.1 211.5 -3.2 19.6 19.6 .... .... •• o ••••• -0.4 24.8 0.8 20.8 0.7 -5.9 4.3 - 2.8 - 1.5 - 4.3 - - 3.1 -1.6 1957 C edi Debi 206.2203.6 163.0 185.0 5.1 - 12.6 16.8 • 0 •••••• . ....... ........... 12.3 0.8 132 1.0 2.6 - 4.3 - 2.8 - 1.5 - 4.3 - 5.4 - 6.9 - iI>: ~ !!l F ~ ::I. ? ~ ~ § C/Q ~ ~ C/Q s:: ::s i F i g: s:: ::s ~ g. ~ (') !!l ..... -.:) ~ OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Tab e I I e X, F 0 se z u n g 1950 1951 1952 1953 1954 1955 1956 1957 C edi Debi C edi Debi C edi Debi C edi Debi C edi Debi C edi Debi C edi Debi C edi Debi C. Capi al and Mone a y Gold 13.8 -21.4 --16.5 1.5 - 17.1 -16.3 - 03 -1.9 - P i a e, exclud- ing banks (i ems 11-14) .. 2.5 -3.9 -6.5 -5.6 -6.2 -24.2 -- 14 -4.2 O icial and Banking Ins i u ions .. 11.3 -17.5 --23.0 - 4.1 109 -- 7.9 1.7 - 6.1 - 15. Long- e m liabili ies .. --3.9 --10.0 ----1.0 -4.6 --- 15.1. Loan ecei ed om Saudi A abia .... --3.9 -------4.0 -6.0 -- - 15. 2. Repay- men o deb o Lebanon - - - - -10.0 - - - --3.0 - 14 - - 16. Sho - e m liabili ies .. ----1.2 -2.6 -14.2 --2.8 7,8 - - 4.2 17. Long- e m asse s ..... .... .... .... .... . ....... 0 ••••• o. . ....... •• o ••••• . ....... . ....... 18. Sho - e m asse s ..... 134 -20.0 -- 11.1 -6.8 - 1.1 -4.0 -10.7 15.4 - 18.1. Cen- al Bank .. 13.4 -16.3 -- 7.3 -15.3 0.1 -0.9 --13.7 13.2 - 18.2. Com- me cial banks ..... ........ 3.7 - - 3.8 8.5 --1.2 -4.9 3.0 -2.2 - 10. Mone a y gold ...... - 2.1 -6.4 - 3.1 0.1 --2.2 - 2.1 - - - 5.1 N e e o s and omissions ....... . -I -I -I 14.1 -I -I -I -I 40.2 9.9 1.3 6.0 4.3 3.4 8.8 Sou ce: In e na ional Mone a y Fund, Balance o Paymen s Yea book, Vol. VIII-X, Washin on 1958/1959. .... ~ 00 ~ 0- g, ..... Ul ..... ~ ~ ~ OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-40342-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:05:25 Ägyp en u. Sy ien, En wicklungsbedingungen u. En wicklungschancen 129 Li e a u übe sich Abdelasim, A. Lo y: Wege und I wege de Bes eue ung in Ägyp en. Kölne Disse a ion 1957. AHen, Robe Lo ing: Middle Eas em Economic Rela ions wi h he So ie Union, Eas e n E'u ope, and Mainland Ohina. Cha lo es ille 1958. Baue , P. T., Yam;ey, B. S.: The Economics o Unde de eloped Coun ies. London 1957. Beh end , Richa d F.: P oblem de "Unen wickel en" Lände . Ve wal ungs- und Wi scha s.akademie ESsen, He 2. 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