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SOEP 2014 - Methodenbericht zum Befragungsjahr 2014 (Welle 2) des IAB-SOEP-Migrationssamples 2013 (M1)

Glemser, Axel,Huber, Simon

Abstract

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Full text

Glemser, Axel; Huber, Simon Research Report SOEP 2014 - Methodenbericht zum Befragungsjahr 2014 (Welle 2) des IAB-SOEP-Migrationssamples 2013 (M1) SOEP Survey Papers, No. 301 Provided in Cooperation with: German Institute for Economic Research (DIW Berlin) Suggested Citation: Glemser, Axel; Huber, Simon (2016) : SOEP 2014 - Methodenbericht zum Befragungsjahr 2014 (Welle 2) des IAB-SOEP-Migrationssamples 2013 (M1), SOEP Survey Papers, No. 301, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin This Version is available at: https://hdl.handle.net/10419/129127 Standard-Nutzungsbedingungen: Die Dokumente auf EconStor dürfen zu eigenen wissenschaftlichen Zwecken und zum Privatgebrauch gespeichert und kopiert werden. Sie dürfen die Dokumente nicht für öffentliche oder kommerzielle Zwecke vervielfältigen, öffentlich ausstellen, öffentlich zugänglich machen, vertreiben oder anderweitig nutzen. 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The SOEP Survey Papers is comprised of the following series: Series A – Survey Instruments (Erhebungsinstrumente) Series B – Survey Reports (Methodenberichte) Series C – Data Documentation (Datendokumentationen) Series D – Variable Descriptions and Coding Series E – SOEPmonitors Series F – SOEP Newsletters Series G – General Issues and Teaching Materials The SOEP Survey Papers are available at http://www.diw.de/soepsurveypapers Editors: Dr. Jan Goebel, DIW Berlin Prof. Dr. Martin Kroh, DIW Berlin and Humboldt Universität Berlin Prof. Dr. Carsten Schröder, DIW Berlin and Freie Universität Berlin Prof. Dr. Jürgen Schupp, DIW Berlin and Freie Universität Berlin Please cite this paper as follows: Axel Glemser, Simon Huber (TNS Infratest Sozialforschung). 2016. SOEP 2014 – Methodenbericht zum Befragungsjahr 2014 (Welle 2) des IAB-SOEP-Migrationssamples 2013 (M1). SOEP Survey Papers 301: Series B. Berlin: DIW/SOEP This work is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License. © 2016 by SOEP ISSN: 2193-5580 (online) German Socio-Economic Panel (SOEP) | DIW Berlin Mohrenstr. 58 10117 Berlin, Germany Contact: [email protected] AXEL GLEMSER, SIMON HUBER (TNS INFRATEST SOZIALFORSCHUNG) SOEP 2014 – METHODENBERICHT ZUM BEFRAGUNGSJAHR 2014 (WELLE 2) DES IABSOEP-MIGRATIONSSAMPLES 2013 (M1) Inhalt Seite 1 Einordnung in den SOEP-Kontext 4 2 Übersicht zur zweiten Erhebungswelle des SOEP-Migrationssamples (M1) 6 3 Erhebungsinstrumente 8 3.1 Fragebogen 8 3.2 Einsatz von Übersetzungshilfen 9 3.3 Einverständniserklärung zur Registerdatenverknüpfung (Record Linkage) 10 4 Ergebnisse der Feldarbeit 11 4.1 Haushaltsebene 11 4.2 Teilnahme auf Personenebene 13 4.3 Partial Unit Nonresponse 14 4.4 Verteilung der Ankerpersonen und sonstigen Befragungspersonen nach Staatsangehörigkeit 16 5 Übergebener Datenbestand 17 SOEP Survey Papers 301 3 SOEP v31 1 Einordnung in den SOEP-Kontext Im Rahmen der seit 1984 durchgeführten Längsschnitterhebung SOEP (Sozio-ökonomisches Panel) 1 wurden im Laufe der Jahre sukzessive neue Teilstichproben implementiert. 2 Neue Teilstichproben können für das SOEP unterschiedliche Funktionen haben, im Wesentlichen aber sind es drei – sich häufig ergänzende – Zielsetzungen: Sie bilden erstens neu hinzukommende oder spezielle Grundgesamtheiten ab, 3 dienen zweitens als bevölkerungsrepräsentative Stichproben der quantitativen Aufstockung des Stichprobenumfangs 4 oder sind drittens eigenständiges Teilprojekt zur Erprobung methodischer Innovationen und innovativer Fragebogeninhalte. 5 Im Erhebungsjahr 2013 wurde mit dem Migrationssample (Stichprobe M1) eine besondere Aufwuchsstichprobe implementiert. Im Vergleich zu den jüngsten Aufwüchsen J (2011) und K (2012) zielt Stichprobe M1 nicht alleine auf einen quantitativen Ausbau des SOEP-Stichprobensystems, sondern vor allem auf dessen qualitative Erweiterung ab. Durch ein Stichprobendesign, das auf Adressen basiert, die vom Institut für Arbeitsmarktund Berufsforschung (IAB) zur Verfügung gestellt wurden, konnte die Repräsentation von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland deutlich verbessert und das analytische Potential für Integrationsforschung und Einwanderungsdynamiken vermehrt werden. Stichprobe M1 ist die dritte Teilstichprobe in der Geschichte des SOEP, die ausschließlich aus Migrantenhaushalten besteht. Bereits bei der ersten Befragungswelle 1984 wurde die Teilstichprobe B etabliert. Diese bildete Personen und Haushalte aus den fünf Herkunftsländern ab, aus denen am häufigsten die sogenannten Gastarbeiter während der 1960er und 1970er Jahre nach Deutschland zuzogen (Türkei, ehemaliges Jugoslawien, Griechenland, Italien, Spanien). Teilstichprobe D (1994/1995) wurde zur Abbildung der nach 1984 in Deutschland auftretenden Migrationsdynamiken gegründet. Demzufolge stellt die adäquate Repräsentation von Zuwandererhaushalten seit jeher eine zentrale Zielsetzung im SOEP-Stichprobendesign dar. Das Migrationssample M1 unterscheidet sich im Hinblick auf den Stichprobenumfang sowie das Design des Samples wesentlich von den früheren Migranten-Auffrischungsstichproben. Mit über 2.700 Haushalten in der Erstwelle ist es doppelt so groß wie Sample B (1984: 1.393 Haushalte) und sechsmal größer als das Sample D (1994/1995: 522 Haushalte). Im Gegensatz zu der Stichprobe aus dem Einwohnermeldeamt von 1984 und den Screening Samples von 1994/1995 wurden das Sampling Design und der Sampling Prozess für Sample M1 nicht von TNS Sozialforschung 1 Das Sozio-ökonomische Panel (SOEP) ist eine seit 1984 jährlich laufende repräsentative Langzeitbefragung privater Haushalte in Deutschland. Die Verantwortung für das Gesamtprojekt liegt bei der SOEP-Gruppe des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Kooperationspartner für die Datenerhebung, Datenaufbereitung und Beratung hinsichtlich Stichprobenanlage, Fragebogendesign und Panelsteuerung ist seit der ersten Erhebungswelle im Jahr 1984 der Geschäftsbereich Sozialforschung des Marktund Meinungsforschungsinstituts TNS Infratest in München. 2 Die Ausgangsstichprobe des Jahres 1984 setzt sich aus Stichprobe A: Deutsche Haushalte, und Stichprobe B: AusländerHaushalte zusammen. 3 Die bisherigen Erweiterungsstichproben des SOEP sind Stichprobe C: Ostdeutsche Haushalte (seit 1990); Stichprobe D: Zuwanderer der Dekade 1984-1994 (seit 1995); Stichprobe G: Einkommensstarke Haushalte (seit 2002) 4 Die bisherigen Aufstockungsstichproben sind: Stichprobe E (seit 1998), Stichprobe F (seit 2000), Stichprobe H (seit 2006), Stichprobe J (2011) und Stichprobe K (2012). 5 Beispiele für eigenständige Innovationsstichproben sind die beiden Biomarkerstudien der Jahre 2008 und 2009 (Messung genetischer Grundlagen von Alltagsentscheidungen unter Surveybedingungen), die drei Mutter-Kind-Studien (Kompetenzund Verhaltenstests mit Kindern im Vorschulalter) der Jahre 2008 und 2009 sowie insbesondere das seit 2009 etablierte Innovationssample. SOEP Survey Papers 301 4 SOEP v31 durchgeführt. Um einen innovativen Sampling Prozess zu ermöglichen, der auch die neueren Migrationsbewegungen abdeckt, wurde eine Kooperation zwischen der SOEP Abteilung am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und dem Institut für Arbeitsmarktforschung (IAB Nürnberg) ins Leben gerufen. Auf dieser vertraglichen Basis wurde die Stichprobe der integrierten Erwerbsbiographien (IEBS) der Bundesagentur für Arbeit (BA) als Ausgangspunkt für das Sampling verwendet. 6 6 Näheres zum Stichprobendesign und den sonstigen Spezifika können dem entsprechenden Methodenbericht zur ersten Erhebungswelle des SOEP-Migrationssamples 2013 entnommen werden. SOEP Survey Papers 301 5 SOEP v31 2 Übersicht zur zweiten Erhebungswelle des SOEPMigrationssamples (M1) Im Jahr 2014 erfolgte mit der Feldarbeit der zweiten Welle der Übergang des M1-Samples in den Längsschnitt. Insgesamt 2.012 der 2.723 in 2013 interviewten Haushalte nahmen erneut teil, was eine Panelstabilität von 73,9 % entspricht. Detaillierte Ergebnisse der Feldarbeit sind in Abschnitt 4 dargestellt. Die Feldzeit erfolgte von April bis Oktober 2014, Tabelle 1 zeigt den zeitlichen Verlauf der Feldarbeit. Gut drei Viertel der eingesetzten Haushalte konnten in den ersten vier Monaten final bearbeitet werden. Die verbleidenden drei Monate wurden im Sinne einer ausschöpfungsorientierten Bearbeitung fast ausschließlich auf sogenannte „schwierige“ Haushalte verwendet. Dabei handelt es sich beispielsweise um umgezogene Haushalte, deren Adresse recherchiert werden muss, neu gebildete Haushalte sowie bisher nicht erreichbare Haushalte und Personen, teilweise in Verbindung mit Krankheit, arbeitsbedingter Abwesenheit, Auslandsaufenthalt etc. Tabelle 1: Zeitlicher Verlauf der Feldarbeit 2014: Final bearbeitete Haushalte in Prozent der Bruttostichprobe1 Sample M1 April 11,6 Mai 48,2 Juni 65,1 Juli 77,4 August 88,1 September 99,0 Oktober 100,0 1 Angegeben sind kumulierte Prozentwerte basierend auf dem Monat des letzten Haushaltskontakts. Die Befragung erfolgte ausschließlich persönlich-mündlich mit dem Erhebungsmodus CAPI unter Verwendung aller auch in den sonstigen SOEP-Stichproben eingesetzten Erhebungsinstrumente. Wie bereits in Welle 1 wurde für ausgewählte Haushalte das Einverständnis zur Registerdatenverknüpfung erhoben (siehe Abschnitt 3). Das Sampling der Migrationsbefragung in der ersten Welle war registerbasiert. Das hatte zur Folge, dass das übliche SOEP Konzept, bei der der Haushalt die primäre Stichprobeneinheit darstellt, nicht in der Erstwelle angewandt werden konnte. Stattdessen bildeten die Ankerpersonen, die aus der Datenbank der integrierten Erwerbsbiographien (IEBS) ausgewählt wurden, die primäre Stichprobeneinheit. Konsequenterweise wurde in einem ersten Schritt ein kurzer ScreeningFragebogen erhoben, um den Migrationshintergrund der Ankerperson zu validieren. Bei negativem Screening wurde der gesamte Haushalt aus der Befragung ausgeschlossen, ungeachtet der Frage, ob andere Haushaltsmitglieder einen Migrationshintergrund hatten oder nicht. Bei positivem Screening hingegen und Teilnahme der Ankerperson an der Befragung wurden alle im Haushalt SOEP Survey Papers 301 6 SOEP v31 lebenden Personen, die vor 1996 geboren wurden, zur Befragung zugelassen, ohne Beachtung des jeweiligen Migrationshintergrunds. Eine logische Folge dieser speziellen Vorgehensweise in der Erstwelle war der deutlich erhöhte Kontaktierungsaufwand für die Interviewer im Vergleich zur üblichen SOEP Befragung, bei der jeder Erwachsene im ausgewählten Haushalt interviewt werden kann. War das Ankerpersonenkonzept in der Erstwelle unumgänglich, um die Zielpopulation adäquat abbilden zu können, so verlor dieser Ansatz in der zweiten Welle seine Bedeutung. Es konnte das originäre SOEP-Haushaltskonzept mit Haushalten als primäre Stichprobeneinheit – hier den teilnehmenden Haushalten der ersten Welle der M1-Stichprobe des Vorjahres – angewandt werden. Daher wurden Haushalte auch dann in die Bearbeitung aufgenommen, wenn die ursprüngliche Ankerperson aktuell den Haushalt verlassen hatte oder nicht mehr teilnahmebereit war. Insgesamt wurden in 2014 118 Haushalte bearbeitet, in denen die jeweilige ursprüngliche Ankerperson aus dem Erhebungsjahr 2013 nicht mehr anzutreffen war. Exakt 50 % dieser Haushalte konnten realisiert werden. Innerhalb aller teilnehmenden Haushalte war die Teilnahmebereitschaft der Ankerpersonen mit 96,8 % gegenüber 83,3 % bei den abgeleiteten Stichprobenmitgliedern ausgesprochen hoch. SOEP Survey Papers 301 7 SOEP v31 Tabelle 8: Teilnahme auf Personenebene in teilnehmenden Haushalten nach Migrationshintergrund N Brutto N Netto Response Rate Nationalität nicht Deutsch 2.045 1.851 90,5 % Migrationshintergrund (2. Generation) 1.271 1.191 93,7 % Kein Migrationshintergrund 856 697 81,4 % Gesamt 4.172 3.739 89,6 % 4.3 Partial Unit Nonresponse Ein weiterer wichtiger Indikator zur Bemessung der Qualität der Feldarbeit im Querschnitt aber auch für die Stabilität im Längsschnitt ist der Anteil teilrealisierter Haushalte gemessen an der Gesamtzahl der realisierten Nettostichprobe, also der sogenannte Partial Unit Nonresponse (PUNR). Ein Haushalt gilt im SOEP-Kontext dann als realisiert, wenn ein Haushaltsfragebogen und mindestens ein Personenoder Jugendfragebogen vorliegen. Ein Haushalt ist dann „vollständig realisiert“, wenn alle zu befragenden Personen auch tatsächlich teilgenommen haben. Hat mindestens eine Befragungsperson nicht teilgenommen gilt der Haushalt als „teilweise realisiert“. Grundsätzlich wird der PUNR also als Anteil teilrealisierter Haushalte am Gesamtnetto berechnet. Je nach Bemessungsgrundlage zur Berechnung des PUNR kann dieser Wert auf vier Arten berechnet werden:  PUNR 1: Diese Berechnung berücksichtigt nicht die Haushaltsgröße, d. h. Einpersonenhaushalte mit Interview, die zwangsläufig immer „vollständig realisiert“ sind, sind hier mit eingeschlossen. Zudem sind hier unter den „vollständig realisierten“ Haushalten auch Haushalte vertreten, die mindestens eine Person im Befragungsalter beinhalten, die bereits in einer Vorwelle endgültig verweigert hat. Streng genommen sind diese Haushalte ebenfalls nur teilweise realisiert (siehe PUNR 3 und 4), da die betreffenden Personen zur Zielgruppe gehören. Da Personen, die in Vorwellen verweigert hatten, nicht in das Bearbeitungsbrutto der aktuellen Welle mit einfließen und somit auch nicht bearbeitet werden, 7 werden bei der Berechnung von PUNR 1 derartige Haushalte als vollständig definiert, insofern alle als Befragungsperson der laufenden Welle geführten Personen teilgenommen haben. PUNR 1 ist somit ein Indikator für die Bearbeitungsgüte einer aktuellen Welle, da er sich auf die tatsächlich eingesetzte Bruttosichprobe auf Personenebene bezieht. Diese Berechnungsgrundlage wird auch bei der Codierung der Ergebnisvariablen im Bruttoband (Haushaltsebene) herangezogen.  PUNR 2: Diese Berechnung entspricht PUNR 1, allerdings nur bezogen auf Haushalte, in denen mehr als eine Befragungsperson lebt. Einpersonenhaushalte, die den PUNR-Anteil automatisch reduzieren, werden hier nicht berücksichtigt. 7 Personen, die in einer beliebigen Welle endgültig ihre (weitere) Teilnahme verweigert haben, werden nicht in das Feldeinsatzbrutto einer aktuellen Erhebungswelle mit einbezogen. Bei der Auflistung der Haushaltszusammensetzung für die Interviewer, in der auch angegeben ist, welche Person im Haushalt welche Fragebogen ausfüllen soll, sind diese Personen zwar enthalten, aber entsprechend gekennzeichnet. Diese werden nicht als Zielperson angegangen und somit auch nicht um ein Interview gebeten. Es kommt allerdings in jeder Erhebungswelle vor, dass Personen, die ursprünglich einmal „hart“ verweigert hatten, doch wieder teilnehmen möchten. Diese sind dann in der Folgewelle wieder als zu befragende Person geführt. Im Erhebungsjahr 2014 haben 55 Personen in der Stichprobe M1, die aufgrund der Verweigerung in der Vorwelle zum Feldstart nicht als Befragungsperson geführt wurden, doch an der Erhebung teilgenommen. SOEP Survey Papers 301 14 SOEP v31  PUNR 3: Hier werden ohne Berücksichtigung der Haushaltsgröße zusätzlich auch diejenigen Haushalte als teilrealisiert gewertet, die Personen enthalten, die in Vorwellen verweigert haben.  PUNR 4: Diese Berechnung entspricht PUNR 3, allerdings bezogen auf Haushalte, in denen mehr als eine Befragungsperson lebt. Die PUNR-Anteile des Erhebungsjahres 2014 der Stichproben M1 in allen vier Varianten sind in Tabelle 9 aufgeführt. Die Zielsetzung bei der jährlichen Bearbeitung der Bruttostichprobe liegt darin, den Anteil teilrealisierter Haushalte so gering wie möglich zu halten. Der hierfür herangezogene Indikator ist PUNR 1. Zur Minimierung dieses Anteils werden während der Feldbearbeitung zahlreiche Maßnahmen und Nachfassaktionen ergriffen. So wenden sich beispielsweise bei fehlenden Fragebogen (das schließt auch die weiteren Zusatzfragebogen mit ein) die Interviewer erneut an die Haushalte, bei Unklarheiten bezüglich der Haushaltzusammensetzung werden die Haushalte direkt telefonisch und/oder postalisch um fehlende Fragebogen gebeten. Sobald Hinweise auf neue oder nicht erfasste Haushaltsmitglieder (auch in den Nettodaten) vorliegen, werden diese Personen ebenfalls in eine Nachbearbeitungswelle einbezogen. Eine Partial Unit Nonresponse, die gegen Null tendiert, ist dennoch im Rahmen einer derartigen Studie ausgeschlossen, da es immer Personen geben wird, die in einer Erhebungswelle nicht erreichbar sind, oder nicht teilnehmen können (z. B. längere Krankheit) oder wollen. Sofern die weitere Teilnahme nicht eindeutig auch für Folgewellen verweigert wurde, werden diese Personen im Folgejahr erneut in die Bruttostichprobe aufgenommen und wenn möglich befragt. Tabelle 9: Anteil teilweise realisierter Haushalte (PUNR) am Gesamtnetto 2014 Sample K Welle 2 M1 Welle 2 PUNR 1 (inklusive Einpersonenhaushalte und exklusive harter Verweigerer aus Vorwellen) 9,8 % 16,7 % PUNR 2 (Mehrpersonenhaushalte exklusive harter Verweigerer aus Vorwellen) 15,1 % 20,1 % PUNR 3 (inklusive Einpersonenhaushalte und harter Verweigerer aus Vorwellen) 12,1 % 22,0 % PUNR 4 (Mehrpersonenhaushalte inklusive harter Verweigerer aus Vorwellen) 18,7 % 26,6 % Tabelle 8 stellt die beschriebenen PUNR-Varianten für M1 den Werten für die zweite Welle der jüngsten SOEP-Aufwuchsstichprobe K gegenüber. Es zeigt sich in allen Varianten ein deutlich höherer PUNR-Anteil bei M1 als bei K. Dies scheint auf den ersten Blick die Ergebnisse des vorigen Abschnittes – nämlich eine vergleichsweise hohe Ausschöpfung auf Personenebene – zu widerlegen. Ein wesentlicher Grund für die erhöhten PUNR-Anteile ist allerdings darin zu sehen, dass die durchschnittliche Anzahl an Befragungspersonen pro Haushalt bei allgemeinen Bevölkerungsstichproben signifikant niedriger ist als bei Stichproben mit Migrantenhaushalten. So liegt die durchschnittliche Anzahl an Personen im Befragungsalter bei M1 bei 2,21 Personen, während sie bei Sample K bei 1,79 liegt. Mit steigender Haushaltsgröße ist es für die Interviewer zunehmend schwierig, alle relevanten Personen zu befragen, selbst wenn die Teilnahmebereitschaft auf Personenebene auf einem vergleichbaren Niveau ist wie bei anderen SOEO-Aufwuchsstichproben. SOEP Survey Papers 301 15 SOEP v31 4.4 Verteilung der Ankerpersonen und sonstigen Befragungspersonen nach Staatsangehörigkeit Tabelle 10 vergleicht die Verteilung der Ankerpersonen und sonstigen Befragungspersonen nach Staatsangehörigkeit der Erhebungsjahre 2013 und 2014. Die Werte beziehen sich auf Personen in teilnehmenden Haushalten, für die ein Personenfragebogen vorliegt. Es zeigt sich in beiden Subgruppen, dass sich in der zweiten Erhebungswelle gegenüber der Erstwellenbefragung keine nennenswerten Verschiebungen – etwa durch selektive Ausfallprozesse – in den Verteilungen hinsichtlich der Nationalität der Befragungspersonen vollzogen haben. Tabelle 10: Verteilung der Ankerpersonen und sonstigen Befragungspersonen nach Staatsangehörigkeit (Nettostichprobe) 2013 2014 Ankerpersonen Sonstige Befragungspersonen Ankerpersonen Sonstige Befragungspersonen Staatsangehörigkeit N % N % N % N % Deutschland 1.177 43,2 1.265 56,4 851 45,0 1.037 56,1 Türkei 237 8,7 217 9,7 152 8,0 172 9,3 Polen 170 6,2 63 2,8 117 6,2 55 3,0 Italien 138 5,1 81 3,6 94 5,0 65 3,5 Rumänien 136 5,0 66 2,9 90 4,8 47 2,5 Griechenland 109 4,0 78 3,5 67 3,5 68 3,7 Russland 103 3,8 40 1,8 69 3,6 45 2,4 Kosovo-Albaner 68 2,5 79 3,5 45 2,4 69 3,7 Ukraine 67 2,5 30 1,3 55 2,9 23 1,2 Spanien 64 2,4 10 0,4 39 2,1 9 0,5 Serbien 49 1,8 52 2,3 33 1,7 41 2,2 Kroatien 37 1,4 23 1,0 28 1,5 23 1,2 Kasachstan 32 1,2 14 0,6 23 1,2 12 0,6 Irak 19 0,7 15 0,7 12 0,6 12 0,6 Sonstige 318 11,6 208 9,3 216 11,4 170 9,2 Gesamt 2.724 100,0 2.241 100,0 1.891 100,0 1.848 100,0 SOEP Survey Papers 301 16 SOEP v31 5 Übergebener Datenbestand Der Datenbestand des SOEP-Migrationssamples wurde zunächst als 1. Vorablieferung am 23. 09. 2013 und als 2. Vorablieferung am 16. 12. 2013 an das DIW übergeben. Der endgültige und vollständige Datenbestand für die Stichprobe M1 wurde am 20. 01. 2014 übergeben. 1. Bruttodaten Bezeichnung Anzahl Fälle Dateiname Bruttoband Haushalte 2.841 hbru_M_2014.sav Bruttoband Personen 8.745 Pbru_M_2014.sav Interviewerband 203 Intband_M_2014.sav 2. Nettodaten Bezeichnung Anzahl Fälle Dateiname Einverständniserklärung zur Registerdatenverknüpfung 3.835 EV14_M_DIW.sav Nettodaten Haushalte geprüft 2.012 H14_M.sav Nettodaten Haushalte ungeprüft 2.012 H14_M_u.sav Nettodaten Personen geprüft 3.752 PB14_M.sav Nettodaten Personen ungeprüft 3.752 PB14_M_u.sav Nettodaten Jugend geprüft 83 J14_m.sav Nettodaten Jugend ungeprüft 83 J14_m_u.sav Nettodaten Kompetenztest für Jugendliche 75 DJ14_M.sav Nettodaten Schüler 72 S14_M.sav Nettodaten Mutter-und-Kind A 140 MA14_M.sav Nettodaten Mutter-und-Kind B 121 MB14_M.sav Nettodaten Mutter-und-Kind C 110 MC14_M.sav Nettodaten ELTERN-Fragebogen 222 EL14_M.sav Nettodaten Mutter-und-Kind E 107 ME14_M.sav Nettodaten „Die verstorbene Person“ 59 VP14_M.sav Angaben zum 7. Kind 6 7Kind_M_2014.sav Vercodung offener Angaben: Berufe und Branchen (kldb92; isco88; wz2003) 12.074 Berufe_Branchen_Ausb_ M_2014_alteKl.SAV Vercodung offener Angaben: Berufe und Branchen (kldb2010; isco08; wz2008) 12.074 Berufe_Branchen_Ausb_ M_2014_neueKl.SAV Vercodung offener Angaben: Hochschulabschlüsse 41 Hochschulabschluss _M_2014.sav SOEP Survey Papers 301 17 SOEP v31